Stadtwerke Baden-Baden
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Josef Retzer seit 20.3.2026 | Geschäftsführer |
Peter Riedinger seit 16.11.2023 | Prokura |
Manuel Brommer seit 16.11.2023 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Baden-BadenBaden-BadenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Stadtwerke Baden-Baden sichern mit ihren Dienstleistungen wesentliche Bestandteile der kommunalen Daseinsvorsorge wie die Strom- und Gasversorgung, die Belieferung der Bürger mit Trinkwasser und Wärme. Diese Services werden für alle Kundengruppen erbracht, d. h. für Tarif-, Gewerbe- und Industriekunden. Seit dem 01.01.2021 sind auch alle Entsorgungsaktivitäten bei den Stadtwerken integriert. Diese beinhalten den Bereich Abwasserentsorgung sowie die Abfallentsorgung. Zudem übernehmen die Stadtwerke auf Rechnung der Stadt Baden-Baden die Sanierung der kommunalen Altlasten. Darüber hinaus sind die Stadtwerke Baden- Baden für den ÖPNV inkl. der Standseilbahn auf dem Baden-Badener Hausberg Merkur sowie über ihre Tochter Parkgaragengesellschaft für fünf Parkhäuser zuständig. Der Betrieb von vier kommunalen Frei- und Hallenbädern rundet das Portfolio ab. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 wesentlich geprägt durch eine nachlassende Konjunktur aufgrund der gestiegenen Kapitalmarktzinsen als Reaktion auf die deutlich erhöhte Inflation in diesem Jahr. Hinzu kamen Belastungen, insbesondere für die energieintensive Industrie und das Gewerbe, durch die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten. Im Zuge des Ukrainekonflikts mussten die Lieferungen von Erdgas aus Russland durch andere Quellen ersetzt werden, was zu Kostensteigerungen geführt hat. Ein weiterer Aspekt, der in der öffentlichen Wahrnehmung meistens keine Berücksichtigung findet, sind die steigenden Netzkosten. Aufgrund der volatilen Einspeisung der regenerativen Stromerzeugung sind sogenannte Redispatch-Maßnahmen sehr viel häufiger notwendig, was die Netzkosten signifikant erhöht. Auch die höhere Belastung der Netze durch Wärmepumpen, Wallboxen sowie eine starke PV-Einspeisung führen bereits zu merklich höheren Kosten im Netzbereich, was die Verbraucher direkt an der Stromrechnung zu spüren bekommen. Dieser Trend wird in den kommenden Jahren zunehmen und die nach der Energiekrise wieder gesunkenen Preise an den Großhandelsmärkten für Energie teilweise überkompensieren. Als Folge der genannten Belastungen kam es zu einer deutlich gedämpften konjunkturellen Entwicklung, zunächst im Baugewerbe, dann aber ausgeprägt in weiteren Wirtschaftsbereichen. Trotz der konjunkturellen Flaute ist der Fachkräftemangel nach wie vor eine Belastung für die deutsche Wirtschaft und insbesondere auch für unsere Branche. Wir haben daher die Stärkung der Arbeitgebermarke und die Kommunikation unserer Vorteile als Arbeitgeber z.B. in den sozialen Medien deutlich intensiviert. Wie in den Vorjahren ist unsere umfangreiche berufliche Ausbildung mit immer über 50 Auszubildenden sowohl in den technischen, verkehrlichen und Bäderbereichen als auch im kaufmännischen Sektor hierbei ein Anker der Stabilität. So konnten wir im Gegensatz zu anderen Anbietern unsere offenen Stellen bei den Busfahrern als auch bei den Bädern immer (gerade noch) besetzen, so dass es in diesen Bereichen zu keinen Ausfällen aufgrund Personalmangels gekommen ist. Die Abwicklung der Energiekrise mit den bedingten Preisbremsen hat in unserer Branche und in unserem Unternehmen die Mitarbeiter bis an die Grenzen der Belastungsfähigkeit gebracht. Dennoch können die Stadtwerke Baden-Baden für sich reklamieren, dass im Wesentlichen die Abwicklung der Preisbremsen gut funktioniert und auf Kundenseite anerkannt wurde. Der Paradigmenwechsel in der Energiebeschaffung aufgrund der geänderten Situation auf den Beschaffungsmärkten war im abgelaufenen Geschäftsjahr in vollem Gange und wird zusammen mit unserer Beteiligungsgesellschaft Espot operativ umgesetzt. Im Jahr 2025 muss zum ersten Mal die strukturierte Beschaffung beim Erdgas operativ Anwendung finden. Hierzu wurden 2023 bereits erste Mengen beschafft. Im Jahr 2026 gilt es auch im Strombereich die neuen Prozesse im Tagesgeschäft anzuwenden. Dies führt zu einer signifikanten Verschiebung unseres Risikoprofils, da z.B. Preis- und Mengenrisiken, die bisher von den Lieferanten übernommen wurden, im Portfolio der Stadtwerke Baden-Baden enthalten sind und gehandhabt werden müssen. Die Stadtwerke Baden-Baden sichern die zuverlässige Versorgung ihrer Kunden mit Strom, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienstleistungen. Weiterhin gehören nahezu alle Entsorgungsdienstleistungen wie der Betrieb des Abwasserkanalnetzes, der Betrieb der Gemeinschaftskläranlage, die Müllentsorgung sowie die Grünschnittannahme und Biomasseverwertung in Baden-Baden zum Dienstleistungsportfolio. In 2023 ging als größte Investition die 4. Reinigungsstufe der Gemeinschaftskläranlage in Betrieb. Dieser zusätzliche prozessuale Baustein ermöglicht die Entfernung von Spurenstoffen, wie z.B. Hormone oder Medikamentenrückständen, zu einem hohen Anteil aus dem Abwasser und damit aus der Umwelt. Im Bereich der Wasserversorgung erfolgte der Bau zweier Aktivkohlefilteranlagen in den Grundwasserwerken Sandweier und Rebland. Der Zubau an PV-Leistung bewirkt zunehmend eine Verzerrung der Spotmarktpreiskurve an sonnenreichen Tagen mit niedriger Nachfrage. Hier treten negative Strompreise immer häufiger auf. Das ist der Fall, wenn die Stromproduktion die Nachfrage übersteigt. Daher treten Stromspeicher mehr und mehr in den Fokus, zumal deren Preis in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist und weiter fällt. Die erfreuliche Entwicklung des Ergebnisses unserer Versorgungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2022 konnte in 2023 fortgeführt werden. Zusammen mit dem besser als erwartetem ausgefallenen Ergebnis im Verkehrssektor (Rettungsschirm), in der Entsorgung und der PGG konnte in 2023 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Wirtschaftsplan und ein Ergebnis von ca. 4,4 Mio. € erzielt werden. Dies bedeutet eine Verbesserung gegenüber dem Wirtschaftsplan von ca. 13 Mio. €. Hierzu sind folgende Erläuterungen erforderlich:
Dieses erfreuliche Ergebnis kann nach wie vor nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Aufgabenträger des ÖPNV, die Stadt Baden-Baden, mittelfristig mit der Frage auseinandersetzen muss, wie das Angebot im ÖPNV nachhaltig finanziert werden soll, ohne die wirtschaftliche Basis der Stadtwerke zu sehr zu belasten. 2. Geschäftsverlauf Wirtschaftliche Situation Die Umsatzerlöse im Strombereich sind aufgrund der gestiegenen Preise höher, die Umsatzerlöse des Gases sowie der korrespondierende Aufwand sind im gleichen Umfang gestiegen. Die Umsatzerlöse in der Wasserversorgung waren rückläufig, die Umsatzerlöse in der Wärme sind leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Mit der Entwicklung unserer Beteiligungen sind wir zufrieden. Im Geschäftsjahr konnten wir 660 T€ an Beteiligungserträgen ausweisen. Das sind 116 T€ mehr als im Vorjahr. Der Geschäftsverlauf ist weiterhin stark geprägt von den regulatorischen Eingriffen in die Strom- und Gasnetze. Die Schmutz- und Niederschlagswassergebühren wurden für die Jahre 2023 - 2025 neu kalkuliert. Die neuen Gebühren sind zum 01.01.2023 in Kraft getreten. Die Gebührenhöhe hat sich leicht erhöht gegenüber dem Vorjahr. Die Gebühren für die Abfallwirtschaftssatzung wurden für die Jahre 2023 - 2025 neu kalkuliert. Die Gebühreneinnahmen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von 4.433 T€ erwirtschaftet. In diesem Ergebnis sind Einmaleffekte enthalten. Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf für das Wirtschaftsjahr 2023 in den einzelnen Sparten recht differenziert. Die Versorgungssparten konnten trotz der Einschränkungen und den Verwerfungen auf dem Energiemarkt ein gutes Ergebnis erzielen. Die Sparte Bäder konnte im Betrieb ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Die Verkehrsbetriebe haben ein besseres Ergebnis erwirtschaftet als angenommen, was jedoch zum größten Teil auf die Rettungsschirme aus Vorjahren zurückzuführen ist. Die Bergbahn erreichte ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der geplante Verlust im Wirtschaftsjahr 2023 konnte deutlich verringert werden, sodass das Defizit niedriger ausfällt als geplant. 3. Lage A) Ertragslage Jahresergebnis Die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 des Gesamtbetriebes schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.433 T€ (Jahresüberschuss 68 T€ Vorjahr) ab. Die Versorgungsbetriebe erwirtschafteten einen Gewinn in Höhe von 6,8 Mio. €. Die Entsorgungsbetriebe erwirtschafteten mit den Betrieben gewerblicher Art einen Gewinn in Höhe von 4,5 Mio. €. Der Bäderbetrieb schloss mit einem Verlust in Höhe von - 2,9 Mio. € ab. Der Verlust der Verkehrsbetriebe und der Bergbahn beträgt - 4,0 Mio. €. Stromversorgung Der Stromabsatz ist im Berichtsjahr um 3,4 GWh auf 163,0 GWh gesunken. An Netzkunden, die vertriebsseitig nicht durch die Stadtwerke Baden-Baden versorgt werden, wurden insgesamt 82,2 GWh Strom durchgeleitet. Gasversorgung Aufgrund des warmen Winters und den Sparmaßnahmen der Energiekrise ist der Gasabsatz im Wirtschaftsjahr 2023 um weitere 12,2 GWh auf 330,3 GWh gesunken. Die Versorgung der Kunden erfolgte störungsfrei und mit immer ausreichender Mengenverfügbarkeit. An Netzkunden, die vertriebsseitig nicht durch die Stadtwerke Baden-Baden versorgt werden, wurden insgesamt 174,4 GWh Gas durchgeleitet. Wasserversorgung Die Wasserabgabe 2023 ist um 239 Tsd. m 3 auf insgesamt 3.439 Tsd. m 3 (Vorjahr 3.678 Tsd. m 3 ) gesunken. Wärmeversorgung Wie schon bei der Gasversorgung hat der wärmere Winter 2023 die Wärmeabgabe sinken lassen. Sie war im Berichtsjahr mit 7.322 MWh unter der Abgabe des Vorjahres (7.416 MWh). Abwasserentsorgung Auf der Gemeinschaftskläranlage Baden-Baden - Sinzheim wurden 10,4 Mio. m 3 Abwasser behandelt. Es sind 104 Tsd. Einwohner an die Gemeinschaftskläranlage angeschlossen. Abfallentsorgung Im Bereich Müllabfuhr wurden 5.820 Tonnen Restmüll, 6.494 Tonnen Biomüll, 2.113 Tonnen Leichtverpackungen und 3.956 Tonnen Altpapier eingesammelt. Auf der Deponie Tiefloch sind insgesamt 42.600 Tonnen angeliefert worden. Auf der Grünschnittanlage wurden 10.800 Tonnen und bei der Biomasse wurden 8.000 Tonnen angeliefert bzw. verwertet. Bäderbetrieb Die Besucherzahlen der Bäder waren im Geschäftsjahr 2023 mit 199.842 (Vorjahr 236.171) zufriedenstellend. Es ist ein Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen. Verkehrsbetriebe und Bergbahn Aufgrund der Schlüsselungen des Karlsruher Verkehrsverbundes ergaben sich bei den Verkehrsbetrieben 7,6 Mio. Personenbeförderungen (8,1 Mio. Vorjahr). Im Berichtsjahr 2023 sind mit der Bergbahn 292 Tsd. (288 Tsd. Vorjahr) Fahrgäste befördert worden. Konzessionsabgabe Die Konzessionsabgaben für die Betriebszweige Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung wurden im Berichtsjahr voll erwirtschaftet. An die Stadt Baden-Baden und die Gemeinden Hügelsheim und Iffezheim sind 3,1 Mio. € abzuführen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Gesamtunternehmens beliefen sich auf 158,5 Mio. € (121,3 Mio. € Vorjahr). Die Stromsparte war mit 67,1 Mio. € der umsatzstärkste Bereich. B) Vermögens- und Finanzlage Liquidität Das Unternehmen war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Kreditermächtigungen aus dem Wirtschaftsplan wurden entsprechend in Anspruch genommen. Investitionen Im Jahr 2023 haben die Stadtwerke Baden-Baden in das Sachanlagevermögen, in immaterielle Anlagenwerte und Finanzanlagen insgesamt 17.659 T€ (22.095 T€ Vorjahr) investiert. Auf die einzelnen Sparten entfielen hierbei:
Die Investitionstätigkeit der Stromversorgung lag hauptsächlich in der Erneuerung und Erweiterung des Leitungsnetzes, Maßnahmen in den Umspannungs- und Umformungsanlagen sowie in der Installation von Photovoltaikanlagen und Elektro- Ladestationen. Investitionsschwerpunkte in der Wasserversorgung waren die Erneuerung und Erweiterung des Leitungsnetzes sowie von Wasseraufbereitungsanlagen im Grundwasserwerk Sandweier und Steinbach. Im Betriebszweig Wärmeversorgung sowie im Betriebszweig Bäderbetrieb wurde hauptsächlich in die Betriebsausstattung investiert. Investitionsschwerpunkte im Betriebszweig Verkehrsbetriebe waren die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionstätigkeit des Technischen Bereichs Entsorgung lag hauptsächlich in der Sanierung des Kanalnetzes sowie im Neubau der 4. Reinigungsstufe in der Gemeinschaftskläranlage. Die Erneuerung des Fuhrparks und die Beschaffung von Hardware bildeten die wesentlichen Investitionen in den sonstigen Bereichen. Bei den immateriellen Anlagen wurde überwiegend in die Software für ein elektronisches Rechnungsbearbeitungsprogramm investiert. Die Entwicklung der Anlagen im Bau stellt sich wie folgt dar:
Bei den Zugängen der Anlagen im Bau handelt es sich im Wesentlichen um Erneuerungen und Erweiterungen der Leitungsnetze und von Umspannungs- und Umformungsanlagen. Investitionsschwerpunkte im Jahr 2023 sind bei den Versorgungsbetrieben Erneuerungen und Erweiterungen der Leitungsnetze, der Telekommunikationskabel und -anlagen, der Schaltanlagen und Stationen, der Wasseraufbereitungsanlagen im Grundwasserwerk Sandweier und Steinbach sowie Photovoltaikanlagen und Elektro- Ladestationen. Bei den Verkehrsbetrieben ist die Beschaffung von sechs Elektro-Gelenkbussen und die Ertüchtigung des Betriebshofes geplant. Des Weiteren sind Investitionen in die Infrastruktur vorgesehen. Investitionen für die Sanierung des Kanalnetzes sind bei der Abwasserentsorgung eingeplant. Die Erweiterung der Deponie "Tiefloch" ist im Bereich Abfallentsorgung geplant. In den sonstigen Bereichen sind Investitionen für die Erneuerung des Fuhrparks sowie für die Beschaffung von Hard- und Software vorgesehen. 4. Entwicklung des Eigenkapitals und der Rückstellungen Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Rückstellungen:
5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung berücksichtigen wir die Kennzahlen Umsatzrendite und Cash-Flow. Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 2,80 %. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Kundenzufriedenheit, die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie die Netzausfallzeiten. 6. Plan/Ist-Vergleich Nach dem Wirtschaftsplan 2023 wurde mit einem Jahresergebnis von -8.998 T€ gerechnet. Tatsächlich liegt das Jahresergebnis 2023 bei 4.433 T€. Die positive Abweichung der Plan- zu den Istwerten ist zum einen auf den Einmaleffekt der Auflösung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen, der Entsorgungsbereich hat keine Verluste erwirtschaftet, sondern Gewinn aufgrund der neuen Gebührenkalkulation, um die Verlustvorträge auszugleichen. Die bezogenen Leistungen sind geringer ausgefallen als in der Planung angenommen. Die Endabrechnung des Rettungsschirmes hat das Ergebnis der Verkehrsbetriebe deutlich verbessert. 7. Gesamtaussage Die Geschäftsführung bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als zufriedenstellend. III. Prognosebericht Ausblick Das Geschäftsjahr 2024 ist wirtschaftlich durch die "Hochzinspolitik" aufgrund der gestiegenen Inflation und die abnehmende wirtschaftliche Dynamik geprägt. Investitionen haben sich durch die erhöhten Kapitalmarktzinsen deutlich verteuert, was zu einem Einbruch, insbesondere im Wohnungsbau, geführt hat. Daneben wird die Unsicherheit auf den Märkten nicht zuletzt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine verstärkt. Auf den Energiemärkten nehmen die Endkunden die Versorgungssituation wieder als "business as usual" war. Ernsthafte Bedenken in Bezug auf die Versorgungssicherheit bestanden im abgelaufenen Winter nicht. Geblieben ist an den Großhandelsmarktplätzen dennoch eine höhere Nervosität, welche sich in einer immer wieder hohen Volatilität zeigt. Die Stadtwerke Baden-Baden beschaffen ihr Strom- und Gasportfolio wie viele andere Versorger auch nach einer langfristigen Strategie um kurzfristige Preisschwankungen möglichst auszugleichen oder zumindest zu dämpfen. Ermuntert durch die Politik und die Verbraucherschutzorganisationen treten in 2024 wieder verstärkt sogenannte Energiediscounter auf, welche kurzfristige Preisschwankungen an den Märkten nutzen, um die lokalen Versorger im Preis zu unterbieten. Die etwas höheren Anforderungen, die von der Gesetzgebung in Folge der zahlreichen Ausfälle und des vertragswidrigen Verhaltens einiger Discounter während der Energiekrise etabliert wurden, führten leider nicht zu einer weniger risikoreichen Energiebeschaffung dieser Player. Für den nicht ganz unwahrscheinlichen Fall, dass es wiederum zu Turbulenzen an den Energiemärkten kommt, sind daher ähnliche Szenarien zu erwarten, d.h. dass die lokalen Versorger die Kunden der Discounter bei deren Ausfall übernehmen müssen und somit deren Risiko auf die Unternehmen mit einer weniger risikofreundlichen Beschaffung abgewälzt wird. Nach zwei aufeinanderfolgenden Preissenkungsmaßnahmen beim Strom im Verlauf des Jahres 2023 mussten die Preise zu Beginn des Jahres 2024 wieder erhöht werden, nachdem sehr kurzfristig die bereits eingeplanten Zuschüsse zu den Übertragungsnetzentgelten wegfielen und die Preise dadurch um über 3ct/kWh gestiegen sind. Unsere Preise für Strom und Gas bewegen sich regional im wettbewerbsfähigen Bereich, dennoch bleibt der erneute, intensive Wettbewerb mit den Discountern eine Herausforderung. Der im Vorjahr begonnene Prozess der Einführung einer strukturierten Beschaffung bei den Stadtwerken Baden-Baden ist im Gange und wird für das Jahr 2025 für die Beschaffung von Erdgas insoweit umgesetzt, dass einzelne Teilmengen in Abstimmung mit unserem Dienstleister und Beteiligungsgesellschaft espot GmbH beschafft wurden und werden. Die Risikoposition der Stadtwerke Baden-Baden wird durch den Übergang auf die strukturierte Beschaffung deutlich ausgeprägter, da Mengen- und Preisrisiken, welche bisher von den Lieferanten getragen wurden, nun von den Stadtwerken selbst getragen werden müssen. Der Übergang der Beschaffungsstrategie ist dennoch alternativlos, da die bisherigen Verträge aufgrund der viel höheren Risikogewichtung bei den Lieferanten nicht mehr angeboten werden. Weiterhin ungebrochen ist der Trend der Kunden zu einer höheren Energieautarkie mittels PV-Anlagen. Diesem Trend, der sich nach unserer Einschätzung in Zukunft fortsetzen wird, entsprechen wir durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit derzeit zwei lokalen Unternehmen. Mit dem hauptsächlichen Ziel, uns ausreichend Handwerkerkapazitäten zu sichern wollen wir gemeinsam mit 5 weiteren Stadtwerken die Firma Bausolar übernehmen. Sobald der Due Dilligence Prozess erfolgreich abgeschlossen ist, kann die Übertragung der Anteile auf das Stadtwerke-Konsortium erfolgen. Die notwendigen Gremienbeschlüsse sind bei den Stadtwerken Baden- Baden vorhanden. Im Zusammenhang mit dem Zubau von PV-Anlagen bundesweit zeigt sich immer öfter ein negativer Effekt durch die zeitgleiche Stromproduktion um die Mittagszeit bei schönem Wetter und gleichzeitig niedrige Nachfrage, z.B. an Wochenenden. Die Strompreise am Spotmarkt werden vermehrt negativ, d.h. die Produktion übersteigt die Nachfrage. Da dieser Effekt die Wirtschaftlichkeit neuer PV-Projekte in Frage stellt kommen Stromspeicher in Kombination mit PV-Anlagen immer mehr in den Fokus, zumal die Preise für solche (auch großen) Stromspeichern kontinuierlich sinken. Im Bereich der Trinkwasserversorgung ist in der ersten Jahreshälfte ein weiterer Meilenstein in Bezug auf die Entfernung von PFAS (per- und polyfluorierte Chemikalien) erreicht worden. Mit der Inbetriebnahme der Aktivkohlefilter in den Grundwasserwerken in Sandweier und im Rebland wird jetzt auch der Volumenstrom, der nicht über die Umkehrosmose geleitet wird, so weit von PFAS befreit, dass wir die Grenzwerte, die ab 2026 gelten, deutlich unterschreiten. Eine Herausforderung für die Branche aber insbesondere für die Stadtwerke Baden- Baden stellt der immense Investitionsbedarf dar. Investitionsschwerpunkte der nächsten Jahre sind der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes (ca. 80 Mio. €), der Fernwärmeausbau im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung (10 bis 20 Mio. €) sowie die Ertüchtigung des Stromnetzes aufgrund der höheren Belastung von Wärmepumpen, Wallboxen, PV-Anlagen usw. (bis zu 50 Mio. €). Diese Summen übersteigen die Finanzierungsmöglichkeiten der Stadtwerke. Daher wird in der Politik über die Bildung eines sogenannten "Energiewendefonds" diskutiert. Außerdem suchen wir nach alternativen Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. die Gründung einer Glasfasergesellschaft mit Beteiligung von Finanzinvestoren oder auch sogenannte "Sale & Lease Back"- Modelle. Um dem Mangel an Fachkräften zu begegnen haben wir Kampagnen gestartet, um, z.B. in den sozialen Medien die Arbeitgebermarke und die zahlreichen gewährten Vorteile zu kommunizieren. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem befriedigenden Ergebnis aus. Befriedigend bedeutet hierbei, dass wir die steigenden Defizite aus den Bereichen ÖPNV und Bädern wiederum nahezu aus unserem operativen Ergebnis der Versorgungssparten ausgleichen können. Auch aufgrund der sehr hohen Tarifabschlüsse des TV-N (Nahverkehr) wird dies in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Strategie der Stadtwerke wird im Wesentlichen unverändert fortgeführt: Kompensation der zu erwartenden Umsatzrückgänge im Gasbereich durch
Zu dem ersten Punkt zählt die Verlängerung der Betriebsführung im Bereich Abwasser mit der Gemeinde Iffezheim um weitere fünf Jahre. Auch die Gespräche mit dem Baden-Airpark zur Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Parken sind geeignet, unsere geschäftliche Basis zu verbreitern. IV. Chancen- und Risikobericht Für unser Unternehmen wurden insgesamt 30 Risiken identifiziert. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Unternehmensbereichen Ver- und Entsorgung sowie Verkehr. Die beschriebenen Risiken lassen grundsätzlich keine Bestandsgefährdung des Unternehmens erkennen. Bei den Risiken wird nach rechtlichen und regulatorischen Risiken unterschieden. Rechtliche Risiken sind Risiken aus Gerichtsprozessen, Lieferverpflichtungen, Produkthaftung, fehlerhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen. Regulatorische Risiken sind kartell-, bilanz- und steuerrechtliche Risiken, gesetzliche Auflagen und Bestimmungen des Umweltschutzes. Politische Entscheidungen in der täglichen Diskussion können kurzfristig zu Neuausrichtungen in den Versorgungssparten führen. Dabei entstehen sowohl Chancen als auch Risiken. Mengenrisiken und -chancen beziehen sich auf den Absatz der Produkte. Ein wesentlicher Risikofaktor ist der Verlauf der Witterung, insbesondere bei dem Absatz von Wärme und Gas. Die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine stellen zusätzliche Risiken dar. Es wird auch durch Preisgestaltungen versucht die Marktanteile im Strom- und Gasbereich konstant zu halten bzw. zu verbessern. Das Risiko aus Energiebezug und Verkauf wird durch die Tranchenbeschaffung aktuell begrenzt. Bei der Strombeschaffung haben wir bis 2025 Vollversorgungsverträge, bei der Gasbeschaffung bis 2024. Die Beschaffungsstrategie wird daher angepasst und durch das Modell der strukturierten Beschaffung mit aktivem Portfoliomanagement ersetzt werden. Dies birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Risiken bestehen auch in der Wasserversorgung zum Beispiel wegen weiteren Bodenverunreinigungen. Entwicklungen bei den Grenzwerten nach der Trinkwasserverordnung können zu weiteren Kosten in dieser Betriebssparte führen. Unter operativen Risiken werden Betriebs-, Organisations-, IT-, Personal-, Sicherheits- und Preismodellrisiken verstanden. Die Stadtwerke treten als Netz- und Serviceprovider im Bereich Telekommunikation auf, um die Kundenbindung zu stärken. Private Nutzer werden inzwischen breitbandseitig durch die Stadtwerke versorgt. Ein sukzessiver Ausbau erfolgt. Gewinne hieraus werden jedoch erst mittel- /langfristig erwartet. Durch Dienstleistungsangebote im Bereich der Kernkompetenzen für andere Gemeinden werden zusätzliche Aufträge generiert und weitere Erlöse erzielt. Die nachhaltige Ausweitung des Geschäftsbereiches sichert den Fortbestand des Unternehmens. Im Bereich der regenerativen Energien sind drei größere Anlagen in Planung. V. Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG Für das Wirtschaftsjahr 2023 sind Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG zu machen. a) Abgrenzung der Unternehmensaktivitäten Stromversorgung In der Stromversorgung wurde 2023 im Hinblick auf die Tätigkeitsabgrenzung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG ausschließlich die Aktivität Verteilung ausgeübt. Die Aktivität Stromerzeugung war im Berichtsjahr im Verhältnis zur gesamten Stromsparte unwesentlich. Gasversorgung In der Gasversorgung wurde 2023 ausschließlich die Aktivität Verteilung ausgeübt. Sonstige Aktivitäten Alle anderen Betriebszweige (Wasser- und Wärmeversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Betriebe gewerblicher Art, kommunale Altlasten, Bäderbetrieb sowie Verkehrsbetriebe einschließlich Bergbahnbetrieb) werden den sonstigen Aktivitäten zugeordnet. b) Grundsätze der Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten Die Einzelkonten der Bilanz sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden, soweit dies mit vertretbarem Zeitaufwand möglich war, den Aktivitäten direkt zugeordnet. Dies gilt insbesondere für das gesamte Sachanlagevermögen, die Finanzanlagen, Vorräte und Ertragszuschüsse. Die Zuordnung des Eigenkapitals gründet sich auf Unterlagen, aus denen eine Fortschreibung der Erstausstattung und den Zuführungen in den einzelnen Geschäftsbereichen ersichtlich ist. Im Übrigen werden - je nach Bilanzposteninhalt - u. a. folgende Schlüssel verwendet:
Der Ausweis der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag schließt fiktive Steuergutschriften von Gewinnaktivitäten an Verlustaktivitäten ein. VI. Personalbericht Wir verstehen uns im Bereich der Energieverteilung, der Beschaffung und auch störungsfreien Belieferung als Dienstleistungsunternehmen. Hierzu benötigen wir qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Die Ausbildung unserer Nachwuchskräfte und die Weiterbildung aller Mitarbeiter haben aus diesem Grund einen hohen Stellenwert bei uns, da unsere Mitarbeiter einen Großteil der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die Stadtwerke Baden-Baden darstellen. Die Altersnachfolgeplanung steht bei uns permanent im Fokus: der Übergang des Wissens muss frühzeitig erfolgen, um das Know-How im Unternehmen zu halten. Dem zunehmend anspruchsvollen und schwierigen Bewerbermarkt stellen wir uns digital in den sozialen Netzwerken und zeitgemäß mit einem Online-Bewerbungstool. Abgerundet wird das attraktive Arbeitgeberimage der Stadtwerke Baden-Baden durch interessante Sozialleistungen und moderne Arbeits- und Rahmenbedingungen. Zum 31.12.2023 waren bei den Stadtwerken 641 Mitarbeiter beschäftigt. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 637 Mitarbeiter beschäftigt. Die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte am 16.12.2024 durch den Gemeinderat der Stadt Baden-Baden Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Bilanz zum 31.12.2023Netz StromversorgungAktiva
Passiva
Bilanz zum 31.12.2023Netz GasversorgungAktiva
Passiva
Bilanz zum 31.12.2023MessstellenbetriebAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 (1.1. - 31.12.2023)
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 (1.1. - 31.12.2023)Netz Stromversorgung
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 (1.1. - 31.12.2023)Netz Gasversorgung
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 (1.1. - 31.12.2023)Messstellenbetrieb
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Stadtwerke Baden-Baden haben ihren Sitz in Baden-Baden und sind im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter Abteilung A Nr. HRA 201400 eingetragen. Der Jahresabschluss 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und den Vorschriften für die Eigenbetriebe in Baden-Württemberg aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die anfallende Strom- bzw. Energiesteuer wird als branchentypische Verbrauchssteuer offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorherigen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich stetig angewandt. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände der Bereiche Versorgung und Verkehr werden zu Anschaffungskosten abzüglich Rabatte und Skonti, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände im Bereich Entsorgung sind im wesentlichen Leitungsrechte. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet und nicht abgeschrieben. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich Rabatte und Skonti bewertet. Für selbsterstellte Anlagen werden angemessene Gemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Den Abschreibungen liegen planmäßige Nutzungsdauern zugrunde. Sämtliche Anlagenzugänge werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden seit dem 01.01.2018 (Einzelwert bis 800,00 €) im Jahr der Anschaffung sofort als Betriebsausgaben voll abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert und die Beteiligungen zum Nominalwert bilanziert. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Vorräte Die unter den Vorräten gezeigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Einhaltung des Niederstwertprinzips bewertet; die in den Werkstätten lagernden Materialien und Waren zu den letzten Einstandspreisen. Der Flüssiggasbestand wurde zum Bilanzstichtag zum letzten Bezugspreis bewertet. Noch nicht abgerechnete Aufträge sind zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Gemeinkosten angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt, alle erkennbaren Einzelrisiken wurden berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von insgesamt 1 % berücksichtigt. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Investitionszuschüsse Ab dem Wirtschaftsjahr 2005 werden die neu zugegangenen Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge unter dem "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" passiviert und zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Ebenso wird mit den Kanalbeiträgen der Jahre 1991 - 2011 sowie ab 2019 verfahren. Im Zeitraum von 2012 - 2018 wurden keine Kanalbeiträge berechnet. Ertragszuschüsse Von den passivierten Ertragszuschüssen ("Altbestände" bis Zugang 2002) sind gemäß § 8 Abs. 3 der Eigenbetriebsverordnung für Baden-Württemberg 5 % als Umsatzerlöse in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen worden. Für die Zugangsjahre 2003 und 2004 wurden die "empfangenen Ertragszuschüsse" aktivisch vom Anlagevermögen abgesetzt und über die Nutzungsdauer der entsprechenden Versorgungsanlagen als Abschreibungsminderung ertragswirksam vereinnahmt. Die empfangenen Ertragszuschüsse beinhalten im Wesentlichen die Zuschüsse der Gemeinde Sinzheim und der Stadt Bühl für die Gemeinschaftskläranlage. Rückstellungen für Pensionen Die primäre Verpflichtung der Werke zur Versorgungsleistung für die bei ihr tätigen Beamten bleibt von der Einschaltung einer umlagefinanzierten Versorgungskasse unberührt. Aufgrund der Änderung des Eigenbetriebsgesetzes wird diese Pflicht ab 01.01.2023 entfallen. Aufgrund dessen wurden die Rückstellungen aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Der Bewertung der Rückstellung Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Abzinsung erfolgt jeweils mit einem Zinssatz von 1,74 % gemäß RückAbzinsV. Als biometrische Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung dieser Rückstellungen basiert auf folgender Rechnungsgrundlage:
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Allen erkennbaren Risiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Ergänzende Angaben Angaben nach § 6 b (2) EnWG Im Berichtsjahr wurden keine Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen getätigt. Angaben nach § 6 b (3) EnWG Gemäß § 6 b (3) EnWG ist die Entflechtung der Rechnungslegung für die Strom- und Gasversorgung umgesetzt. Getrennte Konten für die gesetzlich definierten Tätigkeitsbereiche sind vorhanden. Sachgerechte und nachvollziehbare Zuordnungen der Konten, entsprechende Wertansätze, die Einhaltung des Stetigkeitsgrundsatzes, die Schlüsselung der Konten auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche sowie ihre ordnungsgemäße Dokumentation sind gewährleistet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Abgeschlossene Energielieferverträge bestehen mit der badenova AG & Co. KG noch zum Jahr 2025. In den Jahren 2023 und 2024 bestehen aktuell nur Verträge mit der Gasversorgung Süddeutschland GmbH. Die finanziellen Verpflichtungen daraus ergeben einen Betrag von rd. 103 Mio. €. Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Bestellobligo mit 18.613 T€. Die Stadtwerke sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse (ZVK) des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg, die auf tarifvertraglicher Grundlage eine Betriebsrente gewährt. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Berichtsjahr standen durchschnittlich 637 Beschäftigte in einem Arbeitsverhältnis mit unserem Unternehmen. Abschlussprüferhonorar Für Leistungen des Abschlussprüfers für das Wirtschaftsjahr sind für Abschlussprüferleistungen 33 T€ sowie sonstige Leistungen 26 T€ im Aufwand enthalten. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden in folgender Höhe getätigt:
Latente Steuern Abweichungen aus der Gegenüberstellung der Handelsbilanz mit der Steuerbilanz führten im Berichtsjahr insgesamt zu "Aktiven latenten Steuern" in Höhe von 1.887 T€, die sich wie folgt darstellen:
Der unternehmensindividuelle Steuersatz liegt bei 29,48 %. Zusammensetzung der Organe, Organbezüge Geschäftsführer der Gesellschaft Geschäftsführer Dipl. Ing. Helmut Oehler, Pforzheim Geschäftsführer Dipl.-Verww. (FH) Günter Heller, Baden-Baden, bis 30.09.2023 Betriebsausschuss
Auf die Angabe der Vergütung für die Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Betriebsausschussmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit keine Vergütung. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Baden-Baden VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Baden-Baden - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Liquiditätsrechnung - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Baden- Baden für das Wirtschaftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat." Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Baden-Württemberg unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns er langten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Betriebskommission für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Baden-Württemberg in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes des Bundeslandes Baden-Württemberg entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu treffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Baden-Württemberg zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Betriebskommission ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Eigenbetrieb zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes des Bundeslandes Baden-Württemberg entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Baden- Württemberg unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftig er weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "Messstellenbetrieb" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG so wie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Betriebskommsission für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Die Betriebskommission ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können." Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) er fordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.
Düsseldorf, 02.08.2024 EversheimStuible
Treuberater GmbH
Fuchs, Wirtschaftsprüfer Schellhorn, Wirtschaftsprüfer |
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