Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 215542
Vorher
B & K GmbH
Eingetragen
16.12.2020
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Handel mit Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör, die Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen sowie die Erbringung und Vermittlung von Kfzbezogenen Dienstleistungen, wie z.B. Autovermietung, Finanzierung, Leasing und Versicherungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Kaiser
seit 5.2.2024
Prokura
Matthias Schwartz
seit 5.2.2024
Prokura
Marcel Grätz
seit 25.2.2022
Prokura
Frank Bensch
seit 16.12.2020
Prokura
Jörg Hübener
seit 16.12.2020
Geschäftsführer
David Breuer
seit 16.12.2020
Prokura
Burkhardt Weller
seit 16.12.2020
Geschäftsführer
Frank Hansmann
seit 16.12.2020
Prokura
Werner Söcker
seit 16.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B&K GmbH

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Grundlagen

B&K gehört zur WELLER GRUPPE, die mit ihren Brands Auto Weller und B&K an insgesamt 35 Standorten in Deutschland vertreten ist. Als einer der größten Vertragshändler Deutschlands der BMW AG vertreibt B&K Neu- und Gebrauchtfahrzeuge der Marken BMW und MINI an den folgenden Standorten:

Die Filialen von B&K werden als unselbständige Niederlassungen geführt und bieten ihren Kunden neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen auch ein stetig wachsendes Spektrum an Dienstleistungen rund um das Auto an.

Die Transformation der Automobilindustrie zur Elektromobilität hat insbesondere in China neue Marken auf den Markt gebracht, die mittlerweile auch in Deutschland gekauft werden können. Zur Erweiterung des Angebots bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen wurde mit der chinesischen Unternehmensgruppe SAIC Motor ein Agenturvertrag geschlossen. Seit Juni 2023 werden an den Standorten Bad Homburg und Herford Fahrzeuge der traditionsreichen Marke MG vertrieben. Die angebotenen Modelle sind eine sinnvolle Ergänzung der Modellpalette von BMW und MINI.

Personal

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der WELLER GRUPPE. Allerdings besteht in Zeiten von Vollbeschäftigung die Herausforderung darin, engagierte Mitarbeiter in der benötigten Anzahl und Ausbildung zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Recruiting und Personalentwicklung erfahren deshalb eine stets wachsende Bedeutung.

Präsenz auf Ausbildungsmessen und Präsentationen in Schulen und Hochschulen tragen dazu bei, die Marke WELLER GRUPPE immer stärker in den Fokus von Auszubildenden, Absolventen und Bewerbern zu rücken. Mehr als die Hälfte aller Auszubildenden werden nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen.

Um auch zukünftig auf dem Arbeitsmarkt die passenden Mitarbeiter für die WELLER GRUPPE zu gewinnen, wird der Bereich Personalentwicklung kontinuierlich ausgebaut. Mit der Einführung von regelmäßigen, strukturierten und kompetenzbasierten Entwicklungsgesprächen werden Trainingsbedarfe evaluiert sowie Entwicklungskandidaten erkannt und gefördert.

Aus dem im Jahr 2021 entwickelten Leitbild der WELLER GRUPPE lassen sich nicht nur Haltung und Verhalten auf allen Ebenen ableiten, es bildet vielmehr auch die Grundlage für zukünftige Veränderungs- und Weiterbildungsbedarfe aller Mitarbeiter.

Das Leitbild sieht eine Reihe von Führungsversprechen vor, die an unserem Unternehmenszweck ausgerichtet sind und den Mitarbeitenden und Führungskräften als Leitplanken, insbesondere bei den Themen Personalentwicklung, Kommunikation und Gestaltung einer positiven Unternehmenskultur dienen. Alle neuen Führungskräfte durchlaufen innerhalb der WELLER GRUPPE ein On-boarding-Programm, welches in verschiedenen Workshop-Formaten angeboten wird. Begleitet wird dieser Prozess durch den zusätzlichen Einsatz von Online-Schulungen und kurzen Videolerneinheiten.

Zur Evaluierung der verschiedenen Maßnahmen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine unternehmensweite Mitarbeitenden-Befragung durchgeführt mit der Zielstellung Verbesserungspotentiale zu identifizieren und die Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden zu messen. Die Auswertung und Analyse der Befragung erfolgte im ersten Schritt gruppenweit und wurde anschließend einzeln für jedes Autohaus ausgewertet. Dies, sowie die Ableitung von einzelnen Maßnahmen in den Autohäusern, wurde durch ein Coaching in den Filialen begleitet.

Zukunftsstrategie

Gemeinsam.Zukunft.Machen. ist das Zukunftsprogramm der WELLER GRUPPE. und die Antwort darauf, wie die gegenwärtigen und zukünftigen unternehmerischen Herausforderungen bewältigt werden. In Zusammenarbeit mit einer Strategieberatung wurde das Zukunftsprogramm auf Basis der Identifikation, Bewertung und Clusterung von zukünftigen und gegenwärtigen Herausforderungen entwickelt. Ergebnis sind sechs strategischen Zukunftssäulen:

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung,

Führungsverständnis und -fähigkeit,

Starke Arbeitgeber Marke,

starke Kundenbindung,

digitales Autohaus und

Aftersales Exzellenz

Mit diesen sechs Säulen hat die WELLER GRUPPE. einen Handlungsrahmen geschaffen, um die vielfältigen Herausforderungen gezielter, schneller und konsequenter anzugehen. Für den nachhaltigen Erfolg des Strategieprogramms wurde jeder Säule eine bestimmte Person aus dem Top Management als Säuleninhaber zugeordnet und zusätzlich eine dreiköpfige Projektmanagementorganisation etabliert, dessen ausschließliche Funktion das Konzeptionieren, Umsetzen und Nachhalten von Maßnahmen zur Erreichung der Zielbilder der jeweiligen Säulen ist.

Nachhaltigkeit

Eine der sechs Säulen aus dem Zukunftsprogramm Gemeinsam.Zukunft.Machen. sind die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Während das Thema soziale Verantwortung schon seit über zehn Jahren mit dem Projekt Weller ́s Chance, das jungen Menschen eine Ausbildungsmöglichkeit gibt, die auf dem regulären Bewerbermarkt keine Chance haben, in vielen Filialen fest verankert ist, hat das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Energie- und Mobilitätswende erfordern auch vom Automobilhandel ein Umdenken.

Für eine nachhaltige Stromgewinnung im Autohaus werden bis 2025 nach Möglichkeit der baulichen Gegebenheiten alle Standorte mit Photovoltaik Anlagen und großen Batteriespeichern ausgestattet. Gegenwärtig sind bereits die Standorte B&K Celle und AUTO WELLER Osnabrück mit entsprechenden Anlagen ausgestattet. Für 2024 ist die Umsetzung konkret an sieben weiteren Standorten geplant. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit dem Unternehmen Elektrofleet, welches als Eigentümer und Betreiber der PV-Anlagen agiert.

Weiterhin hat die WELLER GRUPPE in 2023 begonnen, an allen Standorten ein externes Umweltaudit durchzuführen, um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu gewährleisten und Potentiale zu identifizieren, wie die Umweltauswirkungen der Autohausstandorte minimiert werden können. Um Sicherzustellen, dass die Umweltauswirkungen nachhaltig reduziert werden, erfolgt das Audit in einem zwei Jahres Rhythmus.

Soziale Verantwortung

Das Thema soziale Verantwortung ist seit über zehn Jahren mit dem Projekt Weller ́s Chance, das jungen Menschen eine Ausbildungsmöglichkeit gibt, die auf dem regulären Bewerbermarkt keine Chance haben, in vielen Filialen fest verankert. Das Projekt basiert auf 2 Säulen aus internen und externen Paten. Währenddessen die innerbetrieblichen Paten als Vertrauensperson bei Problemstellungen rund um die Ausbildung gelten, stehen die externen Paten wie Arbeitsagenturen, Bildungsträger, Stiftungen oder Diakonie bei Herausforderungen im Alltag mit Rat und Tat zur Seite. Zudem haben wir einen externen Sozialarbeiter beauftragt, der das Projekt übergeordnet für uns betreut und koordiniert. Seit dem Start im Jahr 2012, sind bereits mehr als 120 Personen in das Programm gestartet, von denen 51 ihre Ausbildung erfolgreich beenden konnten. Im Jahr 2023 sind 10 weitere Personen in das Ausbildungsprogramm gestartet.

Mit dem Ziel der sozialen Verantwortung zusammen mit den Mitarbeitenden gerecht zu werden, hat die WELLER GRUPPE in diesem Jahr die Kampagne Ehrenamt-Ehrensache ins Leben gerufen. Mit der Kampagne wurden Mitarbeitende dazu ermutigt, sich mit ihren persönlichen Ehrenämtern für eine Unterstützung durch die WELLER GRUPPE zu bewerben. Der Kampagne folgten in 2023 vier sowohl monetäre als auch nicht monetäre Förderungen für u. a schulische Förder- sowie Sportvereine. Für 2024 ist bereits eine konkrete weitere Förderung geplant sowie die Absicht, das Programm weiter auszubauen.

II. Wirtschaftsbericht

Konjunktur in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft stagnierte im ersten Halbjahr 2023. Die hohe Inflation beeinträchtigte die Kaufkraft der privaten Haushalte, was zu einer Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank führte. Dies hatte negative Auswirkungen auf die Konsum- und Baukonjunktur, da die realen Haushaltseinkommen sanken und die Finanzierungskosten stiegen. Die Industriekonjunktur litt ebenfalls, obwohl die angebotsseitigen Engpässe abnahmen.

Trotz gesunkener Energiepreise gab es keine deutliche Erholung in den energieintensiven Industriezweigen Deutschlands. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Kalenderjahr 2023 voraussichtlich um 0,4 % zurückgehen. 1

Entwicklung des Automobilmarktes

Die globale Automobilindustrie ist durch die Corona-Pandemie und durch den Russland-Ukraine Konflikt stark unter Druck geraten. Zusätzlich ist die Automobilindustrie noch mit einem längerfristigen Strukturwandel konfrontiert. Durch die zunehmende Einführung autonomer Fahrfunktionen und die Entwicklung zur Elektromobilität verändern sich die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten von Zulieferern und Herstellern.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte sich die Automobilindustrie im Vergleich zum Vorjahr jedoch stark erholen. Im gesamten Neuwagenmarkt gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 18,2 %. Der Vertrieb von Neufahrzeugen der Marke BMW und MINI verzeichnete einen Anstieg von 10,5 %. Beim Absatz von Gebrauchtfahrzeugen ist der Anstieg nicht so deutlich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Zahl der Besitzumschreibungen auf dem Gesamtmarkt lediglich um 1,2 % und bei den Marken BMW und MINI um 1,6 %. 2

Interne Leistungsindikatoren

Die für die Unternehmenssteuerung relevanten übergeordneten Kennzahlen sind die Absatzzahlen, die Umsatzerlöse und der Rohertrag. Die Absatzzahlen, getrennt nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sind in Relation zum Gesamtmarkt die Steuerungsgröße für die eigene Leistungsfähigkeit. In den Umsatzerlösen werden die einzelnen Abteilungen Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie After Sales getrennt voneinander dargestellt. Der absolute Rohertrag ist die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den entsprechenden Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für bezogene Waren und bezogene Leistungen. Dieser ist ein Indikator für die Profitabilität in den einzelnen Abteilungen.

Geschäftsverlauf

2022/2023 2021/2022 Abweichung zum Vorjahr
Gesamtabsatz 20.649 20.793 -0,7%
Neufahrzeuge 6.246 6.951 -10,1%
Gebrauchtfahrzeuge 14.403 13.842 4,1%
Gesamtumsatz (Mio. EUR) 671,5 639,0 5,1%
Neufahrzeuge 216,2 243,0 -11,0%
Gebrauchtfahrzeuge 375,1 327,5 14,5%
After Sales 80,2 68,5 17,1%

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die gesteckten Absatzziele in beiden Verkaufsabteilungen nicht erreicht. Insgesamt ist jedoch ein Umsatzanstieg von € 639,0 Mio. auf € 671,5 Mio. zu verzeichnen.

Die Lieferfähigkeit von BMW und MINI hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 immer noch nicht vollständig erholt, sodass kundenbelegte Bestellware nicht vollständig ausgeliefert werden konnte. In der Neuwagenabteilung konnte der Umsatz und der Absatz aus dem Vorjahr nicht erreicht werden. Die Rohertragsmarge aus dem Vorjahr von 12,5 % konnte auf 14,3 % bei einem um € 0,4 Mio. höheren Rohergebnis gesteigert werden. Bei den gebrauchten Fahrzeugen ist ein Umsatzanstieg von 14,5 % zu verzeichnen. Insgesamt legte die Verkaufsabteilung damit gegenüber dem Vorjahr und dem Plan deutlich zu. Jedoch verringerte sich das Rohergebnis aufgrund eines größeren Angebots auf dem Markt um € 9,7 Mio. auf € 30,8 Mio. Die Werkstätten trugen ebenfalls mit einem deutlichen Umsatzanstieg von 17,1 % zum Umsatzwachstum bei.

Das Rohergebnis ist insgesamt um € 4,5 Mio. auf € 103,9 Mio. zurückgegangen und lag damit unter dem Vorjahr und unter den geplanten Zielen.

Nominell erhöhte sich der Personalaufwand geringfügig um € 0,3 Mio. Aufgrund des Umsatzwachstums lag die Personalaufwandsquote (8,4 %) unter dem Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen erhöhten sich um € 0,4 Mio. insbesondere aufgrund des gestiegenen Fahrzeugbestands im Sachanlagevermögen.

Größere Kundenveranstaltungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder durchgeführt, daher stieg der Aufwand um € 0,3 Mio. an. Die fortschreitende Digitalisierung der Prozesse sorgte für einen Anstieg der Kosten für EDV-Software und Lizenzen um € 0,5 Mio. Insgesamt erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 2,0 Mio.

Das negative Zinsergebnis erhöhte sich maßgeblich durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und des höheren Zinssatzes von € 4,6 Mio. auf € 7,8 Mio.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um € 3,7 Mio. zurückgegangen. Die Veränderung ist zum einen auf den rückläufigen Jahresüberschuss zurückzuführen. Zum anderen führte im Vorjahr die Übertragung einer steuerlichen Rücklage zu unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen. Daraus folgte im Vorjahr ein Steueraufwand aus der Veränderung der latenten Steuern.

Das Geschäftsjahr schloss insgesamt mit einem Ergebnis vor Steuern von € 10,5 Mio. (Vorjahr € 20,8 Mio.) ab. Die Umsatzrendite vor Steuern liegt damit bei 1,6 % und damit um 1,7 %-Punkte unter dem Vorjahreswert und deutlich unter der geplanten Rendite. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von € 6,7 Mio. (Vorjahr € 13,4 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 24,1 Mio. Maßgeblich bestimmt wird die Veränderung durch den mengen- und preisinduzierten Anstieg des Vorratsbestands von € 24,0 Mio. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit erfolgte insbesondere der Zukauf von Fahrzeugpaketen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3,9 Mio. ist maßgeblich auf die überwiegende Finanzierung des Vorratsvermögens durch Kreditinstitute zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Fahrzeugfinanzierungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich durch die Tilgung des kurzfristigen Darlehens zur Finanzierung von Fahrzeugen.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinnvortrags und des Jahresüberschuss geringfügig von 12,7 % auf 12,9 %. Der Jahresüberschuss 2021/2022 (€ 13,4 Mio.) wurde in Höhe von € 3,0 Mio. ausgeschüttet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen. Die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin verringerte sich aufgrund der außerplanmäßigen Tilgung des Darlehens in Höhe von € 3,5 Mio. Im Ergebnis sorgte dies aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme für einen Rückgang der wirtschaftlichen Eigenmittelquote von 19,8 % im Vorjahr auf 18,0 % zum aktuellen Stichtag:

30.9.2023 30.9.2022
Bilanzsumme 260.785 236.732
Eigenkapital (T€) 33.648 29.978
Eigenkapitalquote (%) 12,9% 12,7%
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.384 16.884
Eigenmittel (T€) 47.033 46.682
Eigenmittelquote (%) 18,0% 19,8%

Dem Jahresüberschuss in Höhe von € 6,7 Mio., Abschreibungen (€ 6,0 Mio.), Zinsergebnis (€ 7,8 Mio.) stand insbesondere die Zunahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 25,9 Mio.) und die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (€ 12,2 Mio.), gegenüber und führte zu einem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 19,3 Mio.

Zu einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von € 3,5 Mio. führten insbesondere Investitionen in den Vorführwagenbestand (€ 13,9 Mio.) und Erweiterungs- /und Ersatzinvestitionen (€ 3,0 Mio.). Gegenläufig wirken sich insbesondere die Einzahlungen aus regelmäßigen Verkäufen von Vorführfahrzeugen (€ 13,3 Mio.) sowie erhaltenen Zinsen und Dividenden (€ 0,4 Mio.).

Der Saldo aus den Tilgungen und Aufnahme von Krediten (€ 2,2 Mio.) und außerplanmäßige Sondertilgung der Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern (€ 3,5 Mio.) und Zinszahlungen (€ 7,8 Mio.) sowie einer Gewinnausschüttung (3,0 Mio.) führten insgesamt zu einem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von € 16,5 Mio.

Kumuliert verbleibt eine Reduzierung des Finanzmittelfonds (Liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Kreditaufnahmen) von € 39,3 Mio.

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr normalisierte sich die Verfügbarkeit bei Neufahrzeugen und sorgte so in beiden Verkaufsabteilungen für einen erwarteten Rückgang bei den Margen. Dieser Effekt wurde zusätzlich verstärkt durch die deutlich gestiegenen Zinssätze, die zu einer Erhöhung der monatlichen Raten bei Leasing- und Finanzierungsgeschäften führten. Der Margenverfall konnte bei den Gebrauchtfahrzeugen durch einen erhöhten Zukauf und in der Folge Absatz zum Teil kompensiert werden. Die in den Vorjahren begonnenen kontinuierlichen Verbesserungen der Prozesse und Abläufe unterstützen diese Strategie mit Stabilität in der Abwicklung der Vertriebsleistung. Das Geschäftsjahr konnte daher trotz sinkender durchschnittlicher Erträge und steigender Zinsen mit einem deutlich positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Die Geschäftsführung ist daher sehr zufrieden mit dieser Entwicklung.

III. Chancen- und Risikobericht

Marktchancen

Das geplante leichte Absatzwachstum basiert unter anderem auf der Annahme, dass die Lieferfähigkeit des Herstellers sich weiter verbessert und die konjunkturellen Rahmenbedingungen auch das laufende Geschäft nur mäßig belasten. Insgesamt wird B&K von einer weiteren Ausdünnung des Händlernetzes sowie von dem weiterwachsenden Premiummarkt profitieren.

Ertrags- und Marktrisiken

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum ist mit hohen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges verbunden. Diese betreffen sowohl die Absatzseite als auch Kostenrisiken für Energie und Personal, und können den Automobilhandel in Deutschland negative beeinflussen.

B&K steht aufgrund der Exklusivstellung als markengebundener Neufahrzeughändler in Abhängigkeit zur Geschäftspolitik des Herstellers. Die Geschäftsleitung ist bestrebt, die Eigenständigkeit der Marke B&K sowie die Kundenloyalität nachhaltig zu stärken. Vor dem Hintergrund potenzieller Verschiebungen im Rahmen der Markteinführungen neuer Modelle liegen die Risiken der weiteren Entwicklung in der fehlenden Einflussnahme auf die Zeitpunkte dieser Markteinführungen. Daneben können Produktionsengpässe bei der BMW AG für Verzögerungen in der Ertragsrealisierung führen.

Hinsichtlich der Entwicklung der Rohertragsmarge im Neuwagengeschäft besteht ein mögliches Ertragsrisiko, da das Margensystem durch die BMW AG regelmäßig verändert wird, um den Veränderungen des Marktes Rechnung zu tragen. Auf die Ausgestaltung der Margensysteme kann B&K nur sehr begrenzt über den Händlerverband Einfluss nehmen. Darüber hinaus wird die Erwartungshaltung der Kunden an Preisnachlässen in der Regel von externen Faktoren (z. B. Neuwagenbörsen im Internet, Nachlassverhalten anderer Händler) beeinflusst. Die BMW AG plant den Vertrieb zukünftig auf das Agenturmodell umzustellen. Den Anfang macht die Marke MINI ab Oktober 2024, BMW folgt im Januar 2026. Neufahrzeuge und "Junge Gebrauchtfahrzeuge" (JGA) werden dann im Namen und für Rechnung der BMW AG verkauft. Der Hersteller erhofft sich von dieser Umstellung geringere Vertriebskosten durch einen reduzierten Intrabrandwettbewerb. Für die Händler werden sich die Bilanzsumme und auch die Umsatzerlöse, Zinskosten für Fahrzeugbestand reduzieren, weil die entsprechenden Positionen für Neu- und Vorführfahrzeuge sowie "Junge Gebrauchtfahrzeuge" wegfallen. Gleichzeitig trägt der Hersteller das Risiko der "Auskömmlichkeit" (Status: Handelsvertreter). Die konkreten Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage können jedoch erst nach Abschluss der aktuell laufenden Vertragsverhandlungen eingeschätzt werden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass der Vertrag für B&K keine negativen Auswirkungen haben wird.

Die im After Sales Bereich realisierten Umsätze zählen zu den ertragreichsten Umsätzen eines Autohauses. Vor dem Hintergrund längerer Wartungsintervalle und der hohen Qualität der Neufahrzeuge ist zukünftig mit durchschnittlich weniger Werkstattbesuchen pro Jahr und Kunde zu rechnen. Neben einer kontinuierlichen Bearbeitung des regionalen Neuwagenmarktes zählt insbesondere die Erreichung einer hohen Kundenloyalität zu den Erfolgsfaktoren im After Sales. Darüber hinaus wird das Angebot an Zubehör für Neu- und auch Gebrauchtfahrzeuge stetig erweitert und nach den Kundenbedürfnissen angepasst. Um auch die Besitzer älterer Fahrzeuge zu motivieren, den Service in der Werkstatt erledigen zu lassen, wurde vor einigen Jahren das Classic-Line Programm initiiert, das die Bedürfnisse dieser Kundengruppe besonders berücksichtigt. Damit ist ein stetig wachsender Kundenstamm entstanden, der zum weiteren Ausbau und zur Stabilisierung des Werkstattgeschäfts beiträgt.

Preisrisiken im Neu- und Gebrauchtwagensegment

In Abhängigkeit von der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der daraus resultierenden Kaufkraftveränderung der privaten Haushalte bzw. Investitionsbereitschaft der gewerblichen Kunden bestehen Preisrisiken im Neu- und Gebrauchtwagensegment. Ein Preisverfall würde einerseits negative Auswirkungen auf die Rohertragsmargen nach sich ziehen und andererseits infolge zwingend vorzunehmender Wertabschläge das Unternehmensergebnis belasten.

Dem Preisrisiko bestehender Gebrauchtwagenbestände hat die Gesellschaft durch Bewertungsabschläge des Gebrauchtwagenbestands Rechnung getragen.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Zur Sicherstellung der Finanzierung von B&K sind mit der BMW Bank und dem Sparkassenkonsortium ausreichende Kreditlinien vereinbart worden. Das langfristige Konsortialdarlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2035.

Zinsrisiken

Das abgeschlossene Konsortialdarlehen wurde mit einer Zinsbindung bis zum 30. September 2026 fest abgeschlossen. Weiterhin variabel verzinst sind die Kontokorrent- und Fahrzeugfinanzierungslinien bei der BMW Bank.

Sonstige Risiken

Die zunehmend digitalisierten Prozesse im Automobilhandel führen im Ergebnis auch zu einem steigenden Risikopotential für die Marktteilnehmer. Während die Automobilhersteller verantwortlich sind die produzierten Fahrzeuge vor Hackerangriffen zu schützen, liegt der Schwerpunkt für den Automobilhandel im Schutz von Kundendaten sowie der Absicherung der unternehmenseigenen Systeme. Mit der Initiierung verschiedener Projekte reagiert die Geschäftsleitung auf die bestehende Bedrohungslage. In diesem Zusammenhang werden die Systeme in der WELLER GRUPPE mittels cloudbasierte Sicherheitstechnologien kontinuierlich überwacht und geschützt.

Gesamtaussage zur Risikoeinschätzung

Zu den bedeutendsten Risiken für die Unternehmenstätigkeit zählen die Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung sowie die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und deren Auswirkungen auf den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten aus dem Ukraine-Krieg und der Preisentwicklung für Energie sowie gestiegenen Lohnkosten können Risiken in der näheren Zukunft resultieren. Die Geschäftsleitung sieht darin jedoch keine Risiken für die Geschäftstätigkeit von B&K, die einzeln oder kumuliert einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand von B&K haben könnten. Insgesamt hat sich die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

IV. Prognosebericht

Führende Wirtschaftsinstitute blicken pessimistischer auf die deutsche Konjunktur im nächsten Jahr. Das Ifo-Institut geht in seiner aktuellen Wachstumsprognose vom September 2023 für das Jahr 2024 von einem leichten Wachstum von 0,9 % aus. 3

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe geht in seiner Prognose für das Jahr 2024 von einer leicht rückläufigen Entwicklung des Neuwagenabsatzes bei rd. 2,6 Mio. Einheiten aus. Bei den Gebrauchtfahrzeugen wird ein Anstieg der Absatzzahlen von rund 6,2 Mio. erwartet, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten. 4

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein deutliches Absatzwachstum auf rund 7.900 Neufahrzeugen. Bei den Gebrauchtfahrzeugen wird ein leichter Anstieg der Absatzzahlen auf rund 15.950 geplant. Zusammen mit dem After Sales Bereich ergibt sich daraus eine Umsatzerwartung von rund € 783,7 Mio. Der Rohertrag verbessert sich auf € 116,9 Mio. bei einer Umsatzrendite vor Steuern von 1,7 %. Für die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung gilt die Grundprämisse der gedämpft positiven Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft.

1 vgl. ifo Konjunkturprognose Herbst 2023: Konjunktur in Deutschland kühlt weiter ab
2 Basis der auf das abweichende Geschäftsjahr umgerechneten Neuzulassungen / Besitzumschreibungen sind die vom Kraftfahrtbundesamt veröffentlichten Daten.
3 vgl. ifo Pressemitteilung - 14. Dezember 2023: ifo Institut kürzt Prognose fürs Wachstum 2024 auf 0,9 Prozent
4 vgl. ZDK-Prognose 2024 "Rückgang der PKW-Neuzulassungen erwartet" vom 11.12.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023
30.9.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.635,81 32.915,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.694.560,37 51.672.395,88
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.634.792,55 19.822.398,71
3. Anlagen im Bau 2.521.575,85 1.597.550,22
70.850.928,77 73.092.344,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.804.329,50 16.534.414,57
2. Sonstige Ausleihungen 160,00 160,00
16.804.489,50 16.534.574,57
87.677.054,08 89.659.835,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.742.281,46 2.974.896,22
2. Waren 135.194.811,53 112.549.344,30
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.822.486,62 -5.398.954,71
134.114.606,37 110.125.285,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.720.280,03 22.820.734,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.333.233,42 2.971.021,74
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.866.619,17 760.720,24
4. Sonstige Vermögensgegenstände 625.992,49 1.023.288,79
29.546.125,11 27.575.765,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.274.820,20 9.148.118,61
172.935.551,68 146.849.169,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.152,00 223.455,27
260.784.757,76 236.732.460,04

Passiva

30.9.2023
30.9.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 8.400.000,00 8.400.000,00
III. Gewinnvortrag 18.328.482,30 7.947.668,12
IV. Jahresüberschuss 6.669.537,87 13.380.814,18
33.648.020,17 29.978.482,30
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.203.211,46 5.388.055,46
2. Sonstige Rückstellungen 4.519.668,43 5.380.136,16
9.722.879,89 10.768.191,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194.197.143,13 157.002.919,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.385.630,46 6.320.458,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.156,10 17.871,48
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.384.310,23 16.884.310,23
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.092.271,71 14.361.071,71
(davon gegenüber mittelbar beteiligten Gesellschaftern € 0,00; Vorjahr € 1.373.935,98)
216.076.511,63 194.586.631,20
D. Passive latente Steuern 1.337.346,07 1.399.154,92
260.784.757,76 236.732.460,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/23
2021/22
1. Umsatzerlöse 671.447.538,60 639.060.196,01
2. Sonstige betriebliche Erträge 148.291,94 179.830,45
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 561.842.189,18 526.608.800,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.688.657,47 4.024.705,85
104.064.983,89 108.606.520,51
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.904.461,95 48.199.279,27
b) Soziale Abgaben 8.807.040,25 8.169.438,04
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.951.985,56 5.545.160,12
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.433.944,74 21.478.452,94
7. Erträge aus Beteiligungen 408.168,97 218.578,05
(davon aus verbundenen Unternehmen € 408.168,97; Vorjahr € 218.578,05)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.153,04 6.321,63
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.838.301,90 4.610.099,43
(davon an verbundene Unternehmen € 1.181.901,72; Vorjahr € 1.181.901,72)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.513.902,65 7.206.362,49
(davon Ertrag/Aufwand aus der Veränderung latente Steuern € 61.808,85; Vorjahr € 739.045,51)
11. Ergebnis nach Steuern 7.028.668,85 13.622.627,90
12. Sonstige Steuern 359.130,98 241.813,72
13. Jahresüberschuss 6.669.537,87 13.380.814,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die B&K GmbH hat ihren Sitz in Osnabrück und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (HRB 215542).

Der Jahresabschluss der B&K GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB i.V.m. den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 HGB ff.) sowie unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen hinsichtlich der Gliederung grundsätzlich den §§ 266 und 275 HGB.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB. Diese sind im Wesentlichen und soweit zulässig an den steuerlichen Vorschriften ausgerichtet und gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dem Prinzip der Bewertungsstetigkeit wurde Rechnung getragen.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis acht Jahre zugrunde gelegt.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bei Zugang während des Geschäftsjahres pro rata temporis. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, und deren Anschaffungs-/Herstellungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind auf Basis der Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Es werden entsprechende Wertabschläge vorgenommen.

Die Bewertung der Neuwagen erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Anschaffungspreisminderungen (z. B. erhaltene Preisnachlässe) wurden direkt abgesetzt.

Die Gebrauchtwagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Für Absatzrisiken, die aus dem Gebrauchtwagengeschäft resultieren, werden entsprechende Wertabschläge vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die zweifelhaften Forderungen mit ihrem wahrscheinlichen Wert aktiviert (Einzelwertberichtigung). Das allgemeine Ausfallrisiko bezüglich der Forderungen wurde durch Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Dotierung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Latente Steuern wurden nach dem "Temporary-Konzept" als Differenz zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen für alle Bilanzposten separat berechnet. Es wurden nur diejenigen Differenzen berücksichtigt, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen.

Die Bewertung der anzusetzenden Bilanzposten für latente Steuern basiert auf dem unternehmensindividuellen Steuersatz im jeweils zu erwartenden Zeitpunkt des Abbaus der jeweiligen Differenzen. Von den Wahlrechten des § 274 Abs. 1 Satz 2 u. 3 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

3. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte setzen sich im Wesentlichen aus Neufahrzeugen (T€ 49.075) und Gebrauchtfahrzeugen (T€ 86.120) zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 1.772 (Vorjahr T€ 1.363) Forderungen aus noch nicht ausgezahlten Gewinnanteilen der MOLGABA KG und im Übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus der umsatzsteuerlichen Organschaft, die mit Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr saldiert wurden. Es handelt sich in voller Höhe um solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

Eigenkapital

Unter dem gezeichneten Kapital wird das voll eingezahlte Stammkapital in Höhe von T€ 250 ausgewiesen. Mit Datum vom 6. März 2023 wurde auf das noch nicht festgestellte Jahresergebnis eine Vorabausschüttung von € 3,00 Mio. beschlossen. Der Restbetrag des mit Beschluss vom 30. Juni 2023 festgestellten Jahresergebnisses wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Wesentliche Beträge entfallen auf Rückstellungen für Mitarbeiterprämien und Tantiemen (T€ 1.741), für die Abgeltung von Resturlaubsansprüchen (T€ 956), für Eigengarantien (T€ 1.026) sowie für Gewährleistungen (T€ 194).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
€ (Vorjahr €) unter 1 Jahr € (Vorjahr
€)
über 1 Jahr € (Vorjahr
€)
davon über 5 Jahre € (Vorjahr
€)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194.197.143,13 152.605.524,34 41.591.618,79 23.200.993,62
(157.002.919,18) (113.123.710,73) (43.879.208,45) (25.815.207,38)
aus Lieferungen und Leistungen 2.385.630,46 2.385.630,46 0,00 0,00
(6.320.458,60) (6.320.458,60) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 17.156,10 17.156,10 0,00 0,00
(17.871,48) (17.871,48) (0,00) (0,00)
gegenüber Gesellschaftern 13.384.310,23 0,00 13.384.310,23 0,00
(16.884.310,23) (0,00) (16.884.310,23) (0,00)
Sonstige 6.092.271,71 6.092.271,71 0,00 0,00
(14.361.071,71) (14.361.071,71) (0,00) (0,00)
216.076.511,63 161.100.582,61 54.975.929,02 23.200.993,62
(194.586.631,20) (133.823.112,52) (60.763.518,68) (25.815.207,38)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 138.207 (Vorjahr T€ 94.549) durch (Fahrzeug-) Sicherungsübereignungen besichert. Darüber hinaus bestehen Grundpfandrechte für Immobilienfinanzierungen in Höhe von T€ 31.937 (Vorjahr T€ 32.452).

Im Hinblick auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte bei der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in voller Höhe aus dem Finanzverkehr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 251) wurden mit den Steuerforderungen gegen die Wellergruppe Holding KG saldiert und der Überhang unter den Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr in voller Höhe um solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 748 (Vorjahr T€ 783).

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern sind aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen entstanden. Es wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 30,65 % (Vorjahr: 30,65 %) bei der Berechnung zugrunde gelegt.

30.09.2023
T€
30.09.2022
T€
Veränderung
T€
Passive latente Steuern 1.337 1.399 -62
1.337 1.399 -62

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 59.042 auf das Ausland. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Neufahrzeuge 216.184
Gebrauchtfahrzeuge 359.655
After Sales und Übrige 95.609
671.448

Das periodenfremde Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Periodenfremde Erträge aus
dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 88 67
dem Eingang abgeschriebener Forderungen / Erträge aus der Herabsetzung der Einzel-/Pauschalwertberichtigungen 4 10
der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 0 3
92 80
Periodenfremde Aufwendungen aus
dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 81 4
Gewerbesteuerzahlungen für Vorjahre 359 77
440 81
-348 -1

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

5. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Abschluss von Leasing- und Finanzierungsverträgen besteht die Verpflichtung zur Rücknahme der gebrauchten Fahrzeuge nach Ablauf der Laufzeit. Die Rücknahmeverpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 422.931 und werden innerhalb von ein bis vier Jahren fällig.

Aufgrund der abgeschlossenen Mietverträge werden in den Folgejahren T€ 1.430 jährlich fällig. Hierbei handelt es sich um Mietverträge für Filialen oder einzelne Abstellflächen, die überwiegend zwischen 2023 und 2029 enden.

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen (Schuldbeitritt) für Darlehensverbindlichkeiten verbundener Unternehmen in Höhe von T€ 45.366 (Vorjahr T€ 48.643).

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten angesichts der Erwartungen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Darlehensnehmerin voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich:

2022/2023
Angestellte 843
Gewerbliche 327
1.170

Davon befanden sich 251 Arbeitnehmer in der Berufsausbildung.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt für das Berichtsjahr in Summe T€ 342. Davon entfallen auf Abschlussprüfungen T€ 83 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 259.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Wellergruppe Holding SE & Co. KG mit Sitz Osnabrück, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger erhältlich sein.

Gesellschaftsorgane

Die Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:

 

Herr Burkhard Weller, Geschäftsführender Gesellschafter

 

Herr Werner Söcker, Geschäftsführer Vertrieb

 

Herr Jörg Hübener, Geschäftsführer Finanzen und Personal

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9a HGB) wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Beteiligungsunternehmen

Die Gesellschaft hält Anteile an folgenden Gesellschaften:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
Ergebnis 2022
MOLGABA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Detmold KG, Düsseldorf 99,9 85.955 171.044
B&K Deutschland GmbH, Osnabrück 100,0 6.322.792 97.860

 

Osnabrück, den 31. Januar 2024

B&K GmbH, Osnabrück

Burkhard Weller

Jörg Hübener

Werner Söcker

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.10.2022
Zugang
Umbuchungen
Abgang
30.9.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.002.489,91 0,00 0,00 0,00 1.002.489,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
a) Grundstücke 20.938.977,42 0,00 0,00 0,00 20.938.977,42
b) Gebäude 52.711.435,57 36.373,59 237.867,76 0,00 52.985.676,92
c) Außenanlagen 4.971.660,66 90.075,53 326.689,66 34.696,90 5.353.728,95
78.622.073,65 126.449,12 564.557,42 34.696,90 79.278.383,29
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Fuhrpark 17.194.620,24 13.875.627,27 0,00 15.136.784,71 15.933.462,80
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.803.887,40 1.319.714,45 205.001,46 186.210,14 14.142.393,17
29.998.507,64 15.195.341,72 205.001,46 15.322.994,85 30.075.855,97
3. Anlagen im Bau 1.597.550,22 1.748.743,09 -769.558,88 55.158,58 2.521.575,85
110.218.131,51 17.070.533,93 0,00 15.412.850,33 111.875.815,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.534.414,57 269.914,93 0,00 0,00 16.804.329,50
2. Sonstige Ausleihungen 160,00 0,00 0,00 0,00 160,00
16.534.574,57 269.914,93 0,00 0,00 16.804.489,50
127.755.195,99 17.340.448,86 0,00 15.412.850,33 129.682.794,52
Abschreibungen
1.10.2022
Zugang
Abgang
30.9.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 969.574,10 11.280,00 0,00 980.854,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
a) Grundstücke 0,00 0,00 0,00 0,00
b) Gebäude 23.103.471,96 2.422.946,39 0,00 25.526.418,35
c) Außenanlagen 3.846.205,81 216.193,12 4.994,36 4.057.404,57
26.949.677,77 2.639.139,51 4.994,36 29.583.822,92
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Fuhrpark 2.099.346,00 1.863.783,56 1.864.845,53 2.098.284,03
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.076.762,93 1.437.782,49 171.766,03 9.342.779,39
10.176.108,93 3.301.566,05 2.036.611,56 11.441.063,42
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
37.125.786,70 5.940.705,56 2.041.605,92 41.024.886,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
38.095.360,80 5.951.985,56 2.041.605,92 42.005.740,44
Buchwerte
30.9.2023
30.9.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.635,81 32.915,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
a) Grundstücke 20.938.977,42 20.938.977,42
b) Gebäude 27.459.258,57 29.607.963,61
c) Außenanlagen 1.296.324,38 1.125.454,85
49.694.560,37 51.672.395,88
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Fuhrpark 13.835.178,77 15.095.274,24
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.799.613,78 4.727.124,47
18.634.792,55 19.822.398,71
3. Anlagen im Bau 2.521.575,85 1.597.550,22
70.850.928,77 73.092.344,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.804.329,50 16.534.414,57
2. Sonstige Ausleihungen 160,00 160,00
16.804.489,50 16.534.574,57
87.677.054,08 89.659.835,19

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die B&K GmbH, Osnabrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der B&K GmbH, Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B&K GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 31. Januar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Unger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde am 28. Juni 2024 festgestellt.

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