Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 109151
Vorher
Die p.A. - Die private Arbeitsvermittlung & Personalleasing GmbHDie p.A.- GmbH
Eingetragen
25.4.1996
Branche
Befristete Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Vermittlung von Arbeitskräften und Arbeitnehmerüberlassung, sowie die Ausführung von erlaubnisfreien und nichtzulassungspflichtigen Werks- und Dienstverträgen; Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Übernahme der Komplementärstellung in gewerblichen oder vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolle Zenker
seit 7.12.2023
Prokura
Tobias Dietze
seit 9.8.2022
Geschäftsführer
Peggy Zufelde
seit 13.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIEPA GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die DIEPA GmbH (nachfolgend kurz DIEPA) ist ein Personaldienstleister, der bundesweit mit 17 Standorten in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung und -vermittlung tätig ist.

Forschung und Entwicklung werden in unserer Gesellschaft nur im Rahmen der Entwicklung eines neuen ERP-Systems betrieben.

2. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält unselbständige Zweigniederlassungen in Magdeburg, Halle, Wurzen (2), Zeitz, Gotha, Eisenach, Strausberg, Velten, Stendal, Chemnitz, Potsdam, Rostock, Emden, Berlin, Ulm und Flensburg. In 2023 wurden die Zweigniederlassungen Flensburg und Ulm neu eröffnet und die Zweigniederlassung Gera Ende 2023 geschlossen. Am Standort Wurzen sind durch Verschmelzung mit der Tochtergesellschaft MTL Personal GmbH nun zwei Filialen tätig.

3. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Energiekrise hat in Europa und insbesondere in Deutschland erhebliche Spuren hinterlassen. Den bereits in 2022 stark gestiegenen Preisen folgten hohe Kaufkraftverluste und gedämpfte private Konsumausgaben. Mit dem hohen Anteil an energieintensiven Industriezweigen waren auf Unternehmerseite wirtschaftliche Unsicherheiten, gegebenenfalls sogar Produktionsdrosselungen oder -verlagerungen verbunden.

Zwar ist die Inflation in Deutschland im Laufe des Jahres 2023, insbesondere durch geringere Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln, deutlich zurückgegangen, insgesamt prognostiziert der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023 für Deutschland jedoch noch eine durchschnittliche Inflationsrate von 6,1% und einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,4%.

Darüber hinaus verknappt sich durch die demografische Alterung das Arbeits- und insbesondere das Fachkräfteangebot und führt zum Sinken des inländischen Arbeitsvolumens. Dies alles beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung 2023 in Deutschland erheblich.

Die Zeitarbeit fungiert als Frühindikator für die Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Während im ersten Halbjahr 2023 die Personaldienstleistungsbranche eine positive Umsatzdynamik verzeichnen konnte, dämpfte die schlechte Entwicklung der deutschen Wirtschaft das weitere Wachstum und führte im zweiten Halbjahr zu Umsatzrückgängen. Insgesamt konnte die Branche im Jahr 2023 ein leichtes Umsatzwachstum verbuchen. In der Personalvermittlung wurden dabei die deutlichsten Umsatzsteigerungen erzielt.

4. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Der Geschäftsverlauf der DIEPA ist im Jahr 2023 von einer sehr verhaltenen Mitarbeiterentwicklung gekennzeichnet. Das Jahr begann mit einem Mitarbeiterbestand von ca. 1.030 Zeitarbeitnehmern und sank im Jahresverlauf leicht ab. Zum Jahresende reduzierte sich der Mitarbeiterbestand weiter auf 936. Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 1032 Zeitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.050). Damit sank ihre Zahl um knapp 2%.

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft MTL Personal GmbH ist mit Verschmelzungsvertrag vom 19. Juli 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die DIEPA verschmolzen worden. Dabei ist das Vermögen der MTL Personal GmbH als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung gem. § 2 Nr. 1 UmwG auf die DIEPA übertragen worden. Sämtliche Arbeitsverhältnisse mit dem übertragenden Rechtsträger sind gem. § 613a BGB im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die DIEPA übergegangen. In den Mitarbeiterbestand der DIEPA sind daher die Beschäftigten der MTL Personal GmbH ab Jahresbeginn mit einbezogen worden.

Durch eine weitere Ausrichtung auf qualifizierteres Fachpersonal konnten die durchschnittlichen Verrechnungssätze mit Kundenunternehmen weiter angehoben werden (im Durchschnitt um 14%).

Somit wurde trotz rückläufiger Mitarbeiterentwicklung ein Umsatzvolumen von 62,9 Mio. € erwirtschaftet. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg von 6,5 Mio. € (11,6%). Die ursprünglich geplanten Beschäftigtenzahlen (1.170 Zeitarbeitnehmer) sind leider nicht erreicht worden und auch der Einsatzgrad fiel deutlich geringer aus (68,0%; im Vorjahr 70,5%). Ursächlich dafür sind teilweise weiter gestiegene Krankenstände der Mitarbeiter bzw. ein im Vergleich zum Vorjahr zusätzlicher Feiertag. Der geplante Umsatz von 67 Mio. € wurde damit nicht erreicht.

Die zwischen dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) und den Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vereinbarten Tariflohnerhöhungen waren zum 1. April 2023 umzusetzen. Diese lagen insgesamt für DIEPA bei durchschnittlich 7,3%.

Die erzielte Umsatzsteigerung konnte den erhöhten Lohnaufwand, der auch aus höher vergüteten Entgeltgruppen im Fachkräftebereich resultiert, nicht vollständig kompensieren. Im Ergebnis fiel die Rohertragsquote1 insgesamt um 0,9%-Punkte schlechter aus als im Vorjahr.

Beim internen Personal ist der Beschäftigtenstand gestiegen, der Aufbau liegt bei 7%. Der Personalaufwand war hier im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der gebildeten Rückstellungen für den ausgetretenen Geschäftsführer um 12,7% höher als im Berichtsjahr.

Der Rückgang in den sonstigen Erträgen resultiert aus im Vorjahr enthaltenen einmaligen Erträgen aus nicht erhobenen Beiträgen der Verwaltungsberufsgenossenschaft von 784 T€.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere das in 2023 neu aufgenommene Geschäft mit Freelancern (755 T€) aufwandserhöhend ausgewirkt. Darüber hinaus sind auch in den Bereichen Fortbildung, Rechtsberatung und Fahrzeugkosten die Aufwände deutlich gestiegen. Die in 2022 vorgenommene Dach- und Fassadensanierung der Firmenzentrale (426 T€) war im Vorjahr weitestgehend abgeschlossen worden.

Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 2.134 T€ (Vorjahr 1.837 T€) ab und übertrifft damit das Planergebnis um 834 T€. Die Ertragslage wird als sehr gut eingeschätzt.

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist unverändert durch einen hohen Anteil an kurzfristigen Leistungsforderungen und einen sehr guten Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt. Zusammen nehmen sie mit 89% nach wie vor den wesentlichsten Bestandteil am Gesamtvermögen von 15,2 Mio. € ein. Mit der Rückzahlung der Finanzanlage bzw. sonstigen Ausleihung (0,4 Mio. €) konnte Kapital zusätzlich in kurzfristigen Wertpapieranlagen (0,3 Mio. €) gebunden werden.

Das Anlagevermögen nimmt aktuell einen Anteil von 9% der Bilanzsumme ein. Den Gesamtinvestitionen von 438 T€ und dem Zugang aus Verschmelzung mit der MTL Personal GmbH (3 T€) stehen Abschreibungen von 148 T€ und Abgänge von 518 T€ (inklusive der genannten Rückführung der Finanzanlage und den untergehenden Anteilen aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 139) gegenüber.

Im Eigenkapital wirkt sich der im Berichtsjahr erzielte Jahresüberschuss von 2.134 T€ nach Abzug einer Gewinnausschüttung von 1,0 Mio. € entsprechend erhöhend aus. Damit erhöht sich die Eigenkapitalquote bei einer um 1% gestiegenen Bilanzsumme auf 35% (Vorjahr 28%) und liegt weiter über dem Branchendurchschnitt.

Die Finanzlage des Unternehmens hat sich weiter verbessert. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden Liquiditätszuflüsse von insgesamt 1,3 Mio. € generiert. Die kurzfristigen Schuldposten, die 65% des Gesamtkapitals ausmachen, sind durch Vermögenswerte mit gleichen Fristigkeiten vollständig gedeckt. Die Fremdmittel setzen sich überwiegend aus lohn- und gehaltsbezogenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten und den damit verbundenen Abgaben und Steuern zusammen. Der Rückgang im Bereich der sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten um insgesamt 1,2 Mio. € resultiert aus rückläufigen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zum Jahresende und den ausgezahlten Lohnrückstellungen für den Geschäftsführeraustritt.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Einsatzgrad, Fachkräftequote und Rohertragsquote sowie Mitarbeiterbewertungen als Maßstab für die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen.

Der Einsatzgrad liegt im Jahresdurchschnitt 2023 bei 68,0% (Vorjahr 70,5%) und wurde durch einen weiter erhöhten Krankenstand und einen weiteren Feiertag in 2023 beeinflusst. Bei der Fachkräftequote (2023: 73%, Vorjahr 66%) hat sich insbesondere der weitere Ausbau im medizinischen Bereich positiv ausgewirkt. Die Rohertragsquote ist mit 18,6% im Vorjahresvergleich um 0,9%-Punkte gesunken. Die Mitarbeiterbewertungen mit mindestens drei Sternen sind in 2023 auf 332 (Vorjahr 314) geringfügig gestiegen. Neben der Mitarbeiterentwicklung spiegeln diese Kennzahlen die Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr wider.

6. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wird als sehr gut eingeschätzt. Insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist in 2023 trotz nicht erreichter geplanter Mitarbeiterzuwächse als positiv zu bewerten.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und Leistungsforderungen gedeckt.

II. ERKLäRUNG ZUR UNTERNEHMENSFüHRUNG NACH § 289F ABS. 4 HGB

Aufgrund der Anforderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen strebt die DIEPA bei der Besetzung der Geschäftsführung und von Führungspositionen unterhalb der Geschäftsführungsebene eine angemessene Vertretung von Frauen an.

Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der DIEPA hat die Gesellschafterversammlung für die Zeit bis zum 25. Oktober 2027 auf 0% festgelegt. Diese Zielgröße entspricht dem aktuellen Stand. Das Interesse an einer Diversifizierung und insbesondere einer Erhöhung des Frauenanteils in der Geschäftsführung rechtfertigt es nicht, die bestehende Bestellung des Geschäftsführers, der von den Gesellschaftern für seine Aufgaben als qualifiziert angesehen wird, zu beenden. Für eine Vergrößerung der Geschäftsführung allein zum Zweck einer Diversifizierung besteht keine unternehmerische Notwendigkeit und diese ist aus Sicht der Gesellschafter wirtschaftlich nicht vertretbar.

Die Geschäftsführung der DIEPA hat die Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung definiert. Als erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung werden die Bereichs- und Filialleiter und die Prokuristen bestimmt. Der Frauenanteil auf dieser Führungsebene betrug zum Zeitpunkt der Festlegung am 25. Oktober 2022 76%. Die Zielquote von mindestens 50% (mindestens 10 Frauen) wurde bis 25. Oktober 2027 festgelegt. Eine weitere Führungsebene besteht nicht.

Die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung wird rechtzeitig vor dem 25. Oktober 2027 neue Beschlüsse zur Festlegung der Zielquote des Frauenanteils fassen und regelmäßig über den Stand und die Erreichung der festgelegten Zielgrößen berichten.

Ein Aufsichtsrat ist nicht bestellt. Daher ist eine Zielgröße hierfür nicht definiert.

III. PROGNOSEBERICHT

Bei den globalen Konjunkturaussichten dominieren die Abwärtsrisiken. Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist insbesondere aufgrund der stark gebremsten Binnenkonjunktur in China schwer absehbar. Darüber hinaus sind geopolitische Risiken in Bezug auf den aktuellen Nahost-Konflikt oder die Wirkung der Geldpolitik im Euroraum schwer einzuschätzen. Die mehrmalige Anhebung der Leitzinsen hatte die Investitionstätigkeit insbesondere bei Bauprojekten stark gebremst.

Die ab dem zweiten Halbjahr 2023 beginnende Senkung der Inflationsraten sowie die Steigerung der Einkommen führen in Deutschland zu einer leichten Ausweitung des privaten Konsums, so dass für 2024 eine verhaltene konjunkturelle Erholung prognostiziert wird.

Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2024 ein Wachstum des BIP von 0,7%. Bezüglich der steigenden Verbraucherpreise rechnet er mit einer jahresdurchschnittlichen Inflationsrate von 2,6%.

In der Personaldienstleistungsbranche zeichnet sich im ersten Quartal 2024 noch kein Ende der rückläufigen Trends bei der Entwicklung der Beschäftigten ab. Die Umsatz- und Beschäftigtenerwartungen zeigten sich zuletzt eher pessimistisch.

Bei der DIEPA stagnierten zu Jahresbeginn 2024 die Mitarbeiterzahlen bei ca. 940 und fielen ab März nochmal leicht ab. Ursächlich sind hier der Nachfragerückgang im Pflegebereich durch politischen Druck, eine unsicherere Investitionslage bei den Unternehmen sowie bereits umgesetzte Preissteigerungen durch die Tariflohnerhöhung zum 1. Januar 2024.

Die in den letzten Jahren begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung der Bewerbersituation und zur Verstärkung der Kundenakquise wurden weiter intensiviert. Rekrutierungskampagnen und Active Sourcing sollen den fachkräftemangelbedingten Rückgang an Kandidaten ausgleichen und führen bereits zu einem steigenden Qualifikationsniveau der Bewerber.

DIEPA setzt auch in 2024 den Weg der Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der vergangenen Jahre intensiv fort und hat einen eigenen Fachbereich für Softwareentwicklung zur weiteren Effizienzsteigerung der Unternehmensprozesse etabliert.

Die künftige Personalentwicklung ist aufgrund einer unsicheren wirtschaftlichen Lage schwierig einzuschätzen. DIEPA geht davon aus, dass in 2024 durchschnittlich 1.011 Zeitarbeitnehmer bei ihr beschäftigt sind und sie ein Umsatzvolumen von ca. 60 Mio. € erzielen wird.

Um die Tariflohnerhöhungen, die ab 1. Januar 2024 bereits wirksam geworden sind, zu kompensieren, wurde mit unseren Kundenunternehmen wieder über die Anpassung der Verrechnungssätze erfolgreich verhandelt. Die Stärkung der Rentabilität des Unternehmens steht nach wie vor im Mittelpunkt der Arbeit der Filialen.

Nach knapp 30 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit wird die Marktposition des Unternehmens als gefestigt angesehen. Durch die stetige Optimierung der betrieblichen Abläufe und Organisationsstrukturen entwickelt sich das Unternehmen weiter zu einem modernen Personaldienstleister mit hohem Qualitätsniveau.

Das Jahresergebnis für 2024 könnte sich nach aktuellen Kalkulationen auf ca. 0,9 Mio. € belaufen. Unter diesen Voraussetzungen ist mit einer weiterhin guten Liquiditätslage zu rechnen.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Arbeitskräftenachfrage in der Zeitarbeit hängt in besonderem Maße mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zusammen. Diese ist aufgrund der gebremsten Konsumnachfrage, der noch anhaltenden hohen Inflation und dem hohen Zinsniveau mit einiger Unsicherheit verbunden.

In dem für die DIEPA geltenden Entgelttarifvertrag Zeitarbeit sind weitere Steigerungsraten der Tariflöhne bis 2025 vereinbart worden. Die DIEPA hat sich mit einer Vielzahl von Maßnahmen zielgerichtet auf eine Stabilisierung der Mitarbeiterzahlen sowie der Sicherung und Verbesserung der Roherträge durch Umsetzung angepasster Verrechnungssätze auf die aktuelle Situation vorbereitet.

Die DIEPA verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zielrichtung des Unternehmens ist es, den Kunden äußerst flexible und vorteilhafte Zeitarbeitsmodelle anzubieten und ein höchst kompetenter Berater in Sachen Personaldienstleistungen zu sein.

Um den hohen Grad der Kapazitätsauslastung zu gewährleisten, suchen die Unternehmen in Deutschland auch weiter nach Fachkräften. Die erfolgreiche Rekrutierung und dauerhafte Bindung von qualifizierten Mitarbeitern sind daher für die DIEPA von großer Bedeutung. Neben einer ganzen Reihe von Rekrutierungsmaßnahmen kommen für die Mitarbeitergewinnung regionale Kooperationsstrategien und ein effizientes multi-channel-posting zum Einsatz.

Auf der Beschaffungsseite wird auf solide und qualitätsbewusste Lieferanten sowie Dienstleister zurückgegriffen, mit denen langfristige Verträge zu angemessenen Konditionen bestehen. Die Lieferanten werden jährlich gemäß den neuen Standards des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems bewertet. Das in 2022 nach der DIN ISO 9001:2015 rezertifizierte QM-System wird auch in 2024 weitergeführt.

Ein wesentliches Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die fortlaufende Liquiditätsplanung und -überwachung sowie die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kreditlinien unterstützen die Gesellschaft bei der Sicherung vor Liquiditätsengpässen.

Der umfangreiche Einsatz von Informationstechnologie und die komplette Vernetzung der Firma einschließlich Datenhaltung auf zentralen Servern erfordern besondere Sicherheitsmaßnahmen. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit wurden Server in ein externes Rechenzentrum ausgelagert bzw. verfügen alle Standorte über eine redundante Datennetzanbindung.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Risiken der künftigen Entwicklung in der Zeitarbeit insbesondere in einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld, einem sich verschärfenden Fachkräftemangel und der Verteuerung der Lohnfaktoren liegen. Durch die vom Unternehmen verfolgte Fokussierung auf regionale Einsätze mit gut qualifiziertem Personal, einer hohen Qualität der Dienstleistung sowie einer guten persönlichen Mitarbeiter- und Kundenbetreuung mit langfristiger Bindung an das Unternehmen sind diese Probleme auch perspektivisch zu bewältigen. Das Unternehmen hat regional bereits eine gefestigte Marktposition und strategische Wettbewerbsvorteile erreicht. Insgesamt werden daher die Ertragsfaktoren des Unternehmens als stabil angesehen.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG üBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die Liquiditätslage ist sehr gut. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen derzeit im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei den Kreditinstituten sowie eine Kreditlinie. Liquiditätshilfen in Form von Darlehen wurden nicht beantragt. Eine Liquiditätsunterdeckung ist derzeit nicht zu erwarten.

Zur Senkung des Insolvenzausfallrisikos wird beispielsweise durch kontinuierliche Neuakquisition der bestehende Kundenstamm ständig erweitert. In 2023 wurde mit über 1.200 Kundenfirmen zusammengearbeitet, wobei die umsatzstärkste Kundenfirma 3,2% des Gesamtumsatzes erzielte. Voraussetzung für Geschäftsabschlüsse mit Kundenfirmen sind das Vorliegen aktueller Wirtschaftsauskünfte und die Einhaltung von innerbetrieblichen Kreditlimits. Weiterhin hat die Gesellschaft ihren Forderungsbestand im Wesentlichen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Im Geschäftsjahr 2023 waren Forderungsausfälle von 0,15% des Gesamtumsatzes zu tragen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

Magdeburg, den 03. Mai 2024

Tobias Dietze, Geschäftsführer

1 Umsatzerlöse abzgl. Aufwendungen für externes Zeitarbeitspersonal im Verhältnis zum Umsatz.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.304.129,38 1.529.288,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 261.073,60 47.423,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.636,00 47.423,00
2. geleistete Anzahlungen 133.437,60
II. Sachanlagen 453.055,78 402.987,78
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 291.587,78 290.421,78
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.468,00 112.566,00
III. Finanzanlagen 590.000,00 1.078.878,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 138.878,00
2. Sonstige Ausleihungen 565.000,00 940.000,00
B. Umlaufvermögen 13.594.357,57 13.290.709,81
I. Vorräte 93.000,00 93.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 93.000,00 93.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.314.196,46 5.334.673,73
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.253.544,50 5.262.055,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 770,88 10.594,12
3. sonstige Vermögensgegenstände 59.881,08 62.024,12
III. Wertpapiere 251.422,80
1. sonstige Wertpapiere 251.422,80
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.935.738,31 7.863.036,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 279.273,40 188.052,85
Aktiva 15.177.760,35 15.008.051,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.299.978,24 4.166.233,19
I. Gezeichnetes Kapital 115.000,00 115.000,00
II. Gewinnvortrag 3.051.233,19 2.214.201,09
III. Jahresüberschuss 2.133.745,05 1.837.032,10
B. Rückstellungen 5.409.487,66 6.113.846,87
1. Steuerrückstellungen 892.571,24 731.818,20
2. sonstige Rückstellungen 4.516.916,42 5.382.028,67
C. Verbindlichkeiten 4.468.294,45 4.727.971,38
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 171.810,25 97.347,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 171.810,25 97.347,39
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.296.484,20 4.630.623,99
davon aus Steuern 1.764.160,46 2.070.107,24
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.926,58 38.572,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.296.484,20 4.630.623,99
Passiva 15.177.760,35 15.008.051,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 62.900.193,76 56.369.436,99
2. sonstige betriebliche Erträge 963.054,45 1.651.136,29
3. Aufwand externes Personal 51.187.323,00 45.380.224,10
a) Aufwendungen für externes Personal 51.187.323,00 45.380.224,10
4. Personalaufwand 6.370.444,01 7.297.121,02
a) Löhne und Gehälter 5.382.895,43 6.331.499,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 987.548,58 965.621,98
davon für Altersversorgung 69.220,01 160.819,37
5. Abschreibungen 147.503,95 133.094,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 147.503,95 133.094,74
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.288.293,58 2.438.619,78
7. Erträge aus Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 2.000,00 2.000,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 51.207,52 39.455,91
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.684,99 903,68
davon Erträge aus Abzinsung 4.279,00 891,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 785.891,01 968.938,01
12. Ergebnis nach Steuern 2.144.685,17 1.844.911,22
13. sonstige Steuern 10.940,12 7.879,12
14. Jahresüberschuss 2.133.745,05 1.837.032,10

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die DIEPA GmbH hat ihren Sitz in Magdeburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HR B 109151 eingetragen.

Die Tochtergesellschaft (100%) MTL Personal GmbH mit Sitz in Wurzen (AG Leipzig, HRB 28268) wurde aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 19. Juli 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die DIEPA GmbH unter Fortführung der Buchwerte des übertragenden Rechtsträgers (Buchwertverknüpfung) ohne Kapitalerhöhung verschmolzen. Die Differenz des Buchwerts der untergehenden Anteile zum Buchwert des übernommenen Reinvermögens in Höhe von EUR 16.763,56 wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um den Posten "Aufwendungen für externes Personal" ergänzt.

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. In den Zugängen sind EUR 2.527,00 aus der o.g. Verschmelzung enthalten.

Bei den Posten des Finanzanlagevermögens wurden die bilanzierten Werte mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen ein Darlehen an eine mittelbare Gesellschafterin.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt seit 2015 mit einem zuletzt in 2021 angepassten Festwert auf der Basis der Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlicher Höhe vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 3 % (Vj.: 3 %) der nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Nettoforderungen gebildet.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Aufwendungen, die einen kalendermäßig bestimmbaren Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren betreffen, mit den gezahlten Beträgen erfasst.

Von dem Wahlrecht, auf den Ansatz einer sich insgesamt aus den Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden zukünftigen Steuerentlastung als aktive Steuerlatenz zu verzichten, wird Gebrauch gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB). Ein sich ergebender Überhang passiver latenter Steuern wird grundsätzlich angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.552.039,46 95.389,80 0,00 0,00 1.647.429,26
Geleistete Anzahlungen 0,00 133.437,60 0,00 0,00 133.437,60
1.552.039,46 228.827,40 0,00 0,00 1.780.866,86
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 525.057,00 19.378,50 0,00 0,00 544.435,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.556,14 166.833,65 22.429,26 0,00 967.960,53
1.348.613,14 186.212,15 22.429,26 0,00 1.512.396,03
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 138.878,00 31.900,00 145.778,00 0,00 25.000,00
Sonstige Ausleihungen 940.000,00 0,00 375.000,00 0,00 565.000,00
1.078.878,00 31.900,00 520.778,00 0,00 590.000,00
3.979.530,60 446.939,55 543.207,26 0,00 3.883.262,89
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.504.616,46 15.176,80 0,00 0,00 1.519.793,26
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.504.616,46 15.176,80 0,00 0,00 1.519.793,26
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 234.635,22 18.212,50 0,00 0,00 252.847,72
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 710.990,14 114.114,65 18.612,26 0,00 806.492,53
945.625,36 132.327,15 18.612,26 0,00 1.059.340,25
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.450.241,82 147.503,95 18.612,26 0,00 2.579.133,51
Restbuchwerte
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zu- bzw. Abschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.423,00 95.389,80 0,00 15.176,80 127.636,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 133.437,60 0,00 0,00 133.437,60
47.423,00 228.827,40 0,00 15.176,80 261.073,60
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 290.421,78 19.378,50 0,00 18.212,50 291.587,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.566,00 166.833,65 3.817,00 114.114,65 161.468,00
402.987,78 186.212,15 3.817,00 132.327,15 453.055,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 138.878,00 31.900,00 145.778,00 0,00 25.000,00
Sonstige Ausleihungen 940.000,00 0,00 375.000,00 0,00 565.000,00
1.078.878,00 31.900,00 520.778,00 0,00 590.000,00
1.529.288,78 446.939,55 524.595,00 147.503,95 1.304.129,38

(2) Anteile an verbundenen Unternehmen

Firma und Sitz Vorliegender Jahresabschluss Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Beteiligungsquote
%
kobbl GmbH, Magdeburg (Gründung am 15.12.2023) 2023 25 0 100,00

(3) Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter die 'DIEPA GmbH' ist

Firma und Sitz D & L Grundstücks- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Magdeburg (Komplementärbeteiligung)

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.253.544,50 5.262.055,49
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 770,88 10.594,12
Sonstige Vermögensgegenstände 59.881,08 62.024,12
5.314.196,46 5.334.673,73

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 115.000,00 ist voll eingezahlt.

Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:

EUR
Stand am 31. Dezember 2022 2.214.201,09
Jahresüberschuss 2022 1.837.032,10
Gewinnausschüttung in 2023 -1.000.000,00
Stand am 31. Dezember 2023 3.051.233,19

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Tantiemerückstellung 1.415.959,02 1.991.909,70
Rückstellung für Arbeitszeitkontenausgleich 1.274.511,65 1.352.203,17
Urlaubsrückstellung 958.116,02 864.116,89
Jubiläumsrückstellung 270.573,89 288.045,16
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 212.544,29 216.944,29
Rückstellung für Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenausgleichsabgabe 177.311,55 158.232,66
Archivierungsrückstellung 155.000,00 147.000,00
Jahresabschlusskosten 42.900,00 40.500,00
Rückstellung für Rechtskosten 10.000,00 3.076,80
Drohverlustrückstellungen 0,00 300.000,00
Prämienrückstellung 0,00 20.000,00
4.516.916,42 5.382.028,67

(7) Angaben zu Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag hatten die Verbindlichkeiten folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 171.810,25 97.347,39
Sonstige Verbindlichkeiten 4.296.484,20 4.630.623,99
4.468.294,45 4.727.971,38

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert; die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Mietverpflichtungen 195.678,47 176.474,25
Leasingverpflichtungen 718.723,56 361.146,86
914.402,03 537.621,11

(9) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz:

Handelsbilanz
EUR
Steuerbilanz
EUR
Differenz
EUR
aktive latente Steuern
EUR
passive latente Steuern
EUR
Überhang
EUR
Stand am 31.12.2022
Archivierungsrückstellung 147.000,00 137.000,00 -10.000,00 3.000,00 0,00 3.000,00
Jubiläumsrückstellung 288.045,16 225.207,44 -62.837,72 18.851,00 0,00 18.851,00
Drohverlustrückstellung 300.000,00 0,00 -300.000,00 90.000,00 0,00 90.000,00
ARAP Umwandlung Pensionen 0,00 -105.644,29 -105.644,29 31.693,00 0,00 31.693,00
Summe 735.045,16 256.563,15 -478.482,01 143.544,00 0,00 143.544,00
Stand am 31.12.2023
Archivierungsrückstellung 155.000,00 149.000,00 -6.000,00 1.800,00 0,00 1.800,00
Jubiläumsrückstellung 270.573,89 215.904,59 -54.669,30 16.401,00 0,00 16.401,00
ARAP Umwandlung Pensionen 0,00 -105.644,29 -105.644,29 31.693,00 0,00 31.693,00
Summe 425.573,89 259.260,30 -166.313,59 49.894,00 0,00 49.894,00

Der angewendete Steuersatz beträgt unverändert 30%. Aktive latente Steuerüberhänge werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Da sich die Tätigkeitsbereiche und die geografisch bestimmten Märkte der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Organisation des Vertriebs der für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Kapitalgesellschaft typischen Dienstleistungen untereinander nicht wesentlich unterscheiden, wird auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse verzichtet.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält Erträge aus Anlageabgängen i.H.v. EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 999,00), aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 12.347,45 (i.Vj.: EUR 162.501,94), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen i.H.v. EUR 14.900,64 (i.Vj.: EUR 14.840,93) und sonstige periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 27.290,02 (i.Vj.: EUR 663.189,50).

(12) Personalaufwand

Der gesamte Personalaufwand i.S.d. § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB für internes und externes Personal setzt sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Löhne und Gehälter 44.082.024,85 40.752.577,97
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.581.085,86 8.528.744,16
53.663.110,71 49.281.322,13

Der GV-Posten 3. enthält Aufwendungen für externes Personal, die nicht als Personalaufwand i.S.d. § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB einzustufen sind, i.H.v. EUR 3.894.656,30 (i.Vj.: EUR 3.396.022,99).

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Verluste aus Anlageabgängen in Höhe von EUR 3.817,00 (Vj.: EUR 3.570,00) und sonstige periodenfremde Aufwendungen i.H.v. EUR 270,00 (i.Vj.: EUR 0,00).

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 408.532,25 502.120,06
Gewerbesteuer 380.881,00 466.817,95
periodenfremde Steuern -3.522,24 0,00
785.891,01 968.938,01

VI. Sonstige Angaben

(15) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft neben der Geschäftsleitung 1.138 (Vj.: 1.149) Personen beschäftigt, davon 106 (Vj.: 99) Angestellte und 1.032 (Vj.: 1.050) Leiharbeitnehmer.

(16) Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
auf Berichtsjahr entfallend:
Honorar incl. Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen 23.000,00 23.000,00
23.000,00 23.000,00
auf frühere Geschäftsjahre entfallend:
Honorar incl. Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen 611,96 -3.107,58
611,96 -3.107,58
23.611,96 19.892,42

Die auf frühere Geschäftsjahre entfallenden Aufwendungen sind in dem GV-Posten 6. enthalten.

(17) Angaben nach Artikel 28 Abs. 2 EGHGB

Zum Bilanzstichtag beträgt die Unterdeckung einer in der Vergangenheit auf eine Versorgungseinrichtung ausgelagerten Pensionszusage TEUR 49 (Vj.: TEUR 106).

(18) Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung i.S.d. § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB verzichten wir unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB.

(19) Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:

• Herr Tobias Dietze, Dipl.-Ing. (FH), Irxleben.

(20) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Bilanzergebnis i.H.v. EUR 5.184.978,24, bestehend aus einem Gewinnvortrag i.H.v. EUR 3.051.233,19 und einem Jahresüberschuss i.H.v. EUR 2.133.745,05, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Magdeburg, den 3. Mai 2024

Tobias Dietze, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DIEPA GmbH, Magdeburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DIEPA GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIEPA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unserer Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. Mai 2024

VHL Vahle & Langholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer

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