empiriecom Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Männlein seit 31.8.2017 | Geschäftsführer |
Olaf Röhr seit 28.11.2016 | Geschäftsführer |
Dieter Uschold seit 16.12.2010 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Otto (GmbH & Co KG)HamburgKonzernabschluss zum 28 . Februar 2018Otto (GmbH & Co KG)Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
Konzern-Gewinn- und - Verlustrechnung vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
Konzern-Bilanz zum 28 . Februar 2018Aktiva
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/18
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/17
Segmentberichterstattung
Konzernlagebericht zum 28. Februar 2018Otto (GmbH & Co KG)Grundlagen des Konzerns Konzernstruktur Die Otto Group ist eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit durchschnittlich 51.785 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von 13,7 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2017/18. Sie ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent und ist in drei Segmente gegliedert: Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Die Otto Group gehört mit einem Onlineumsatz von 7,9 Mrd. EUR zu den weltweit größten Onlinehändlern. Das Segment Multichannel-Einzelhandel ist der Geschäftskern der Unternehmensgruppe. Es umfasst die in- und ausländischen Konzerngesellschaften der Otto Group, die ihre Produkte über die Kanäle E-Commerce, Katalog und stationärer Einzelhandel anbieten. Zum Sortiment gehören Mode, Schuhe und Lifestyle-Artikel, Möbel und Einrichtungsaccessoires, Spielwaren sowie Technik-, Sport- und Freizeitartikel. Das Segment Finanzdienstleistungen umfasst das Angebot an internationalen Finanzservices der Otto Group, wie beispielsweise das Forderungs- und Liquiditätsmanagement sowie innovative Finanzdienstleistungen. Die international aufgestellte EOS Gruppe prägt das Segment und bietet mit ihren zahlreichen Gesellschaften ein breites Angebotsportfolio handelsnaher Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt Forderungsmanagement. Das Segment Service umfasst die Logistik- und Einkaufsgesellschaften der Otto Group. Diese erbringen ihre Leistungen sowohl gegenüber Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe als auch für den Multichannel-Einzelhandel der Otto Group. Die Konzerngesellschaften der Hermes Gruppe bieten dabei alle Dienstleistungen entlang der logistischen Wertschöpfungskette an - von der Beschaffung über Qualitätsprüfung, Transport und Lagerung bis hin zur Zustellung an Privat- und Geschäftskunden - und prägen damit das Segment. Zum Portfolio der Otto Group gehören die folgenden wesentlichen Unternehmen: Die Otto (GmbH & Co KG) - nachfolgend OTTO - ist einer der führenden Onlinehändler in Deutschland. Sie betreibt den vielfach prämierten Onlineshop otto.de und weitere Online-Spezialshops mit Fokus auf Home & Living. Der Online-Anteil am Umsatz * liegt bei OTTO bei rund 95 %. ( *Der Online-Anteil am Umsatz bezieht sich in diesem Kapitel auf das Geschäftsjahr 2017/18.) Die bonprix-Gruppe ist in 30 Ländern weltweit vertreten. Das Unternehmen vertreibt über seine Eigenmarken Mode zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis und in einer großen Stil- und Größenvielfalt. Die Marke bonprix wird weiter zu einer starken Modemarke entwickelt. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei der bonprix-Gruppe bei rund 83 %. Die ABOUT YOU GmbH ist ein Mode- und Technologie-Unternehmen. Der Online-Fashionshop hat den klassischen Stadtbummel für seine Kunden digitalisiert. Frauen und Männer zwischen 20 und 49 Jahren finden auf aboutyou.de sowie in der ABOUT YOU Mobile App neben der vielseitigen Inspiration ein Sortiment mit mehr als 150.000 Artikeln von über 1.000 Marken. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei der ABOUT YOU GmbH bei rund 98 %. Unter der Marke myToys betreibt die myToys.de GmbH den Nr. 1 Onlineshop in Deutschland für Spielzeug und Produkte rund ums Kind sowie 17 gleichnamige Filialen. Zusammen mit seinen Onlineshops ambellis, mirapodo, yomonda und limango zählt das Unternehmen im Hinblick auf den Umsatz zu den erfolgreichsten deutschen E-Commerce-Unternehmen für die Zielgruppen Familien und Frauen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 95 %. Der Versandhändler Schwab bietet eine große Auswahl an Modetrends sowie Technik- und Haushaltsprodukten. Ausgewählte Sortimente werden ebenfalls im Ausland vertrieben. Mit der Marke sheego besetzt das Unternehmen zudem das wichtige Marktsegment für große Größen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei Schwab bei rund 82 %. Die Heinrich Heine GmbH bietet mit der Marke heine eine klassisch-moderne Modemarke für stilsichere, feminine Frauen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 67 %. Das Warensortiment der Baur-Gruppe besteht aus Mode, Schuhen, Möbeln und Einrichtungsaccessoires für Kunden mit hohem Anspruch an Qualität und Service. Die Gruppe ist mit ihren Tochtergesellschaften in mehreren europäischen Ländern aktiv. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 91 %. Die Witt-Gruppe ist einer der führenden Versandhändler für Textilien in Europa für die Zielgruppe 50plus. Sie erreicht ihre Kunden über Kataloge, Onlineshops und 125 Fachgeschäfte. Der Online-Anteil am Umsatz liegt derzeit bei rund 20 %. SportScheck ist einer der führenden Sportfachhändler in Deutschland, dessen Sortiment in 19 Filialen in Deutschland, im Onlineshop, im Mobile Shop, via Shopping-App sowie per Katalog auch in Österreich und in der Schweiz erhältlich ist. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 38 %. Die Crate and Barrel-Gruppe ist Anbieter von internationalen Haushaltswaren, Möbeln und Wohnaccessoires für gehobene Ansprüche auf dem nordamerikanischen Markt. Neben der Hauptmarke Crate and Barrel betreibt die Gruppe außerdem die Marke CB2. Mit über 100 Stores sowie Onlinehandel und Katalogen hat sich Crate and Barrel als Multichannel-Händler in den USA und Kanada gut etabliert. Der Online-Anteil am Umsatz beträgt rund 47 %, der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Stationärgeschäft. Mit den Unternehmen der Freemans Grattan Holdings ist die Otto Group auf dem britischen Markt im Geschäftsbereich E-Commerce vertreten und betreibt als Universalanbieter mehrere Marktplätze für unterschiedliche Zielgruppen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 81 %. Die Otto Group Russia ist im russischen Distanzhandel tätig. Sie bietet landesweit die Sortimente der Marken OTTO, bonprix, Witt und Quelle sowie unterschiedlicher Marken der NaDom-Gruppe an. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei der Otto Group Russia bei rund 84 %. Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen. Den Schwerpunkt bildet hierbei das Forderungsmanagement. Durch ein internationales Netzwerk von Partnerunternehmen verfügt die EOS Gruppe über Ressourcen in über 180 Ländern weltweit. Unter der Dachmarke Hermes operieren Gesellschaften, die alle relevanten handelsnahen Logistikdienstleistungen erbringen. Die Hermes Gruppe ist der einzige Cross-Country-Dienstleister mit eigenen Netzwerken in allen wichtigen Märkten in Europa. Der größte Teil des Geschäfts entfällt auf die Zusammenarbeit mit externen Kunden, daneben spielen aber auch Dienstleistungen innerhalb der Otto Group eine signifikante Rolle. Konzernstrategie Geschäftsauftrag und Leitbild Der Geschäftsauftrag der Gesellschafter konkretisiert, innerhalb welcher Rahmenbedingungen und Leitplanken nachhaltig profitable Geschäftsmodelle der Otto Group entwickelt und betrieben werden sollen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 hat sich die Otto Group zudem ein gemeinsames Leitbild gegeben. Unter dem Leitsatz "Gemeinsam setzen wir Maßstäbe" konkretisiert die Otto Group den Anspruch an sich selbst in drei Themengebieten: Wir begeistern unsere Kunden - menschlich und technologisch. Wir öffnen und nutzen Gestaltungsräume - eigenverantwortlich und vernetzt. Wir entwickeln große Ideen für unsere Zukunft und die Gesellschaft - mutig und nachhaltig. Der Geschäftsauftrag und das Leitbild sind die Basis für die Weiterentwicklung und Operationalisierung des Otto Group Wegs sowie für die Portfolio- und Investitionssteuerung. Otto Group Weg Der Otto Group Weg beschreibt den Entwicklungspfad, den sich die Otto Group vorgenommen hat zu gehen. Er steht im Einklang mit dem Geschäftsauftrag und dem Leitbild, steckt die strategischen Ziele ab, setzt Leitlinien auf Ebene der Otto Group und gibt den Rahmen für die Portfoliostrategie sowie für die Strategie zur Einhaltung der sozialen und ökologischen Verantwortung (Corporate Responsibility-Strategie 2020 - nachfolgend CR-Strategie 2020) vor. Übergeordnetes Ziel ist dabei ein Umsatz von 17 Mrd. EUR bis zum Geschäftsjahr 2022/23 *. ( *Auf vergleichbarer Basis zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17.) Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt die Unternehmensgruppe für ihre drei Segmente eine fokussierte Wachstumsstrategie: Es wird gezielt in marktrelevante Geschäftsmodelle und jene Konzerngesellschaften investiert, denen man ein besonders gutes Leistungsvermögen und hohes Wachstum zutraut. Darüber hinaus legt die Otto Group besondere Schwerpunkte auf die übergeordneten Leitlinien: Verbesserung der operativen Exzellenz; Nutzung der Chancen der Digitalisierung; Nutzung der Kraft der Unternehmensgruppe durch Vernetzung und Collaboration; Recruiting, Förderung und Bindung von Talenten sowie kraftvolles Weitertreiben des Kulturwandels 4.0. Die Portfoliostrategie deckt die strategischen Segmente der Otto Group - Multichannel-Einzelhandel (mit besonderem Fokus auf den Onlinehandel), Finanzdienstleistungen und Service (im Wesentlichen Logistik) ab. Gemeinsam mit der CR-Strategie 2020 dienen diese als Handlungsrahmen für die Konzerngesellschaften und werden durch das Portfoliomanagement und andere Steuerungsmechanismen auf die Konzerngesellschaften übertragen und sind so miteinander verknüpft. Auch der Konzernvorstand selbst ist sowohl auf die Erreichung der wirtschaftlichen als auch der CR-Ziele incentiviert. Portfoliomanagement Die Otto Group ist international ausgerichtet und deckt nahezu alle relevanten Wertschöpfungsstufen im Handel sowie in handelsnahen Finanzdienstleistungen und Services ab. Diese strategische Ausrichtung wird die Unternehmensgruppe fortführen. Das Portfoliomanagement zielt auf die Stärkung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Otto Group ab, die den dynamischen Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung/EBITDA) und den Verschuldungskoeffizienten (Netto-Finanzverschuldung/Konzern-Eigenkapital) - auf der Basis der Darstellung der Otto Group "FDL at Equity" - als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren beinhaltet. Bedingt durch die hohen Zukunftsinvestitionen erhöhte sich der dynamische Verschuldungsgrad im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht, während der Verschuldungskoeffizient durch die sehr gute Ergebnissituation konstant gehalten werden konnte. * ( *Für die Entwicklung dieser finanziellen Leistungsindikatoren im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2017/18 wird auf das Kapitel "Einbeziehung der Finanzdienstleister nach der Equity-Methode" verwiesen.) Zur Sicherstellung der langfristigen Leistungsfähigkeit überprüft die Otto Group laufend die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit jeder einzelnen Konzerngesellschaft. Daneben stellt die Otto Group andererseits sicher, dass entlang der Strategien in den Segmenten gezielt in zukunftsfähige und zukunftsträchtige Geschäftsmodelle, Technologien und Kompetenzen investiert wird. In diesem Zusammenhang ist im Geschäftsjahr 2017/18 die Entscheidung gefallen, an der ABOUT YOU GmbH Investoren und strategische Partner zu beteiligen. Mit dieser Strategie wird das Ziel verfolgt, mit weiteren Kompetenzen das Wachstum dieses erfolgreichen Geschäftsmodells zu unterstützen und das Unternehmen in den kommenden Jahren zu einem Milliarden-Umsatz-Unternehmen auszubauen. Wachstumstreiber sind dabei die Multiplikation des erfolgreichen Geschäftsmodells in internationale Märkte, der weitere Ausbau der IT-Organisation sowie die Entwicklung innovativer Marketingkonzepte. Damit die Marktposition der Otto Group auch langfristig gestärkt werden kann, sind kontinuierliche Investitionen in die IT-Infrastruktur notwendig, um diese zukunftsfähig und entsprechend den Wettbewerbsanforderungen auszurichten. Durch eine zentrale IT-Governance wird sichergestellt, dass übergreifende Zielsetzungen verfolgt werden können. Darüber hinaus werden weiterhin auch zentral zukunftsweisende Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Business Intelligence, Mobile- und Conversational Commerce (zum Beispiel durch das zentrale Mobile App Acceleration Center), aufgebaut, um die Konzerngesellschaften bestmöglich unterstützen zu können. Multichannel-Einzelhandel Im Segment Multichannel-Einzelhandel ist die Weiterentwicklung des E-Commerce, der wachstumsstärksten und bedeutendsten Vertriebsart der Otto Group, über Endgeräte und Interfaces aller Art das dominierende strategische Ziel. Die Otto Group setzt hier zwei Schwerpunkte: Zum einen hat die Weiterentwicklung der großen Handelsplattformen OTTO und ABOUT YOU eine hohe Priorität, zum anderen werden weiterhin der Ausbau und das Wachstum der Markenkonzepte vorangetrieben. Hier sind vor allem die international vertretenen Marken bonprix, Witt und Crate and Barrel zu nennen. Durch diesen Fokus schärft die Unternehmensgruppe stetig ihr Profil in den thematischen Schwerpunktthemen Mode und Home & Living. Auch bei den weiteren Handelskonzepten liegt der Fokus auf der bereits laufenden Transformation der einzelnen Handelskonzepte hin zu noch stärkerer Digitalisierung. Dazu gehören unter anderem ein weiter intensivierter Ausbau von Business Intelligence zur stärkeren Personalisierung des Angebots und eine klare Ausrichtung auf die Customer Journey mit besonderem Blick auf den Handel über verschiedene Endgeräte. Auf das Segment Multichannel-Einzelhandel zielen auch die Venture- und Inkubations-Aktivitäten durch die bestehenden Beteiligungsunternehmen der Otto Group. Dadurch sichert sich die Unternehmensgruppe einen frühzeitigen Zugang zu innovativen Ideen, aussichtsreichen neuen Geschäftsmodellen und qualifizierten, unternehmerisch denkenden Talenten aus dem Business- und Technologiebereich. Darüber hinaus profitiert die Otto Group nicht nur von den eigenen Handelsaktivitäten, sondern über die Entwicklung digitaler handelsnaher Dienstleistungen auch vom Wachstum des externen Onlinehandels und verwandter Branchen. So werden beispielsweise Dienstleistungen in den Bereichen Data Analytics, Suchfunktionen und -algorithmen und Werbevermarktung bereits erfolgreich an Dritte vermarktet. Finanzdienstleistungen Die Strategie der Otto Group im Segment Finanzdienstleistungen setzt vor allem auf die verantwortungsvolle internationale Entwicklung des Forderungsmanagementgeschäfts. Hier ist die EOS Gruppe hervorzuheben, die ihre Services über die letzten Geschäftsjahre konsequent ausgebaut hat und inzwischen in über 25 Ländern erfolgreich anbietet. Daneben entwickelt die Otto Group auch in diesem Segment neue digitale Finanzdienstleistungen, wie zum Beispiel individualisiertes Mahnwesen und Betrugsprävention, und gestaltet somit auch in diesem Segment die fortschreitende Digitalisierung konsequent und aktiv mit. Service Services werden zu einem immer bedeutenderen Faktor im Endkundengeschäft. Einen weiteren Schwerpunkt der Strategie der Otto Group bilden B2C- und B2B-Services, die unter der Dachmarke Hermes gebündelt werden. Neben Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz der Lieferkette legt die Hermes Gruppe besonderen Wert auf die Servicequalität an allen Kontaktpunkten mit dem Endkunden. Hervorzuheben sind hier die Bereiche Paketdistribution, mit dem in den größten europäischen E-Commerce-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien erfolgreich operiert wird, das Zwei-Mann-Handling, in dem in Deutschland der HERMES Einrichtungsservice GmbH & Co. KG klarer Marktführer ist, sowie Warehousing, das über die Hermes Fulfilment GmbH insbesondere für die Handelsaktivitäten der Otto Group eine Schlüsselrolle spielt. CR-Strategie 2020 Der Vorstand der Otto Group ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit die Basis für langfristiges und ökonomisch erfolgreiches Wirtschaften ist. Daher ist die CR-Strategie 2020 fester Bestandteil der Konzernstrategie. Darüber hinaus ist die variable Vorstandsvergütung seit dem Geschäftsjahr 2014/15 auch an die Erreichung der in der CR-Strategie verankerten Ziele gekoppelt. Damit sind die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens tief in der Konzernorganisation und in den Geschäftsprozessen verankert. Konkret beinhaltet die CR-Strategie 2020 fünf themenspezifische Teilstrategien. Diese umfassen wesentliche Bereiche innerhalb des Geschäftsmodells, auf die die Otto Group gezielt Einfluss nehmen kann: soziale Verantwortung in der Lieferkette, Klimaschutz an Standorten und bei Transporten sowie Umwelt- und Ressourcenschutz bei der Herstellung von Textilien, Möbelprodukten und Katalogpapier. Um in diesen Themenfeldern die ökologischen und sozialen Auswirkungen durch die Geschäftstätigkeit der Otto Group wirksam und messbar zu reduzieren, wurden für jede der fünf Teilstrategien konzernweite Ziele bis zum Jahr 2020 formuliert. * ( *Eine weitergehende Darstellung der CR-Strategie 2020 mit ihren fünf Teilstrategien erfolgt im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung".) Innovation Der Onlinehandel ist mit Abstand der größte Vertriebskanal der Otto Group und der wesentliche Zukunftstreiber für die Unternehmensgruppe. In diesem schnelllebigen Umfeld sind Innovationen für die Sicherung nachhaltigen Erfolges essenziell. Um Entwicklungen und Technologien frühzeitig zu erkennen und die Erkenntnisse in alle Konzerngesellschaften der Otto Group zu tragen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere zentrale Abteilungen aufgebaut. Das Innovation Management als Teil des E-Commerce Competence Center beobachtet und prüft mit dem sogenannten Innovation Radar neue Technologien auf ihre Wichtigkeit für den Einsatz in der Otto Group. Als besonders relevant erachtete Trends werden prototypisch umgesetzt und die gewonnenen Erkenntnisse für die gesamte Unternehmensgruppe bereitgestellt. Übergeordnete Ziele sind dabei die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und die Generierung von Wachstumsimpulsen für die Konzerngesellschaften. An dieser Stelle setzt auch das Team Business Intelligence an, das mit Spitzentechnologien die E-Commerce-Lösungen von morgen entwickelt. Das interdisziplinäre Team aus Strategen, Big-Data-Spezialisten und Data Scientists nutzt dafür Algorithmen aus der aktuellen wissenschaftlichen Forschung zu künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise Deep Learning, und moderne Verfahren zum Natural Language Processing. Um das vielfältige Wissen dieser Experten in der Konzernzentrale und bei den Konzerngesellschaften besser nutzen zu können, organisiert das Team Knowledge Management die Vernetzung der Wissensträger auf den verschiedenen Ebenen und sorgt für einen effizienten und zügigen Know-how-Transfer. Im Folgenden werden beispielhafte Projekte aufgezeigt: Augmented Reality beim Möbelkauf Seitdem immer mehr Smartphones mit den technologischen Grundlagen für Augmented Reality ausgestattet sind, ist das Thema in aller Munde und mit mehreren Anwendungen tragen die Konzerngesellschaften der Otto Group bereits dazu bei, den E-Commerce sukzessive dreidimensional werden zu lassen. So hat die Konzerngesellschaft OTTO auf der weltgrößten Wohn- und Einrichtungsmesse imm cologne im Januar 2018 gleich mehrere digitale Tools vorgestellt, mit denen das Onlineshopping von Möbeln inspirierender und komfortabler wird. Die innovativen Shoppingtechnologien: Eine virtuelle Stellprobe von Möbelstücken im Raum mithilfe von Augmented Reality, hochauflösende 360-Grad-Panoramabilder und ein 3D-Raumplaner. Conversational Commerce Ein Nutzungsanteil von Spracheingabe und -ausgabe an digitalen Touchpoints ist stark wachsend. Nutzer verwenden inzwischen Sprachfunktionen innerhalb des kompletten Tagesablaufs, wie zum Beispiel über ihr Smartphone, im Auto oder zu Hause über spezielle Smart Speaker. Um mit diesen sprachaffinen Nutzern auch zukünftig optimal in Kontakt zu treten, wird dieser Kanal zunehmend für E-Commerce-Anbieter relevant. Sprachkanäle können als Informations- oder Servicekanal eingesetzt werden oder auch einen kompletten Kaufprozess abdecken. Hierbei ist es wichtig, bestmöglich automatisiert das wirkliche Anliegen des Nutzers zu verstehen und darauf zu reagieren. Aus diesem Grund entwickelt und testet die Otto Group Chatbots sowie die Integration in weitere Smart Devices, wie unter anderem in Smart Speaker. Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2017 ausgesprochen dynamisch und war durch einen deutlichen Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes - nachfolgend BIP - in Höhe von preisbereinigt 3,9 % (2016: 3,1 %) gekennzeichnet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Expansion, ausgehend von einem bereits hohen Niveau, noch einmal deutlich aufwärts gerichteter, was insbesondere auf eine ganzjährig positive Entwicklung von privatem Konsum, Unternehmensinvestitionen und Beschäftigung zurückzuführen ist. In den Schwellenländern hat sich die seit mehreren Jahren zu beobachtende wirtschaftliche Schwächephase nicht fortgesetzt und es konnte eine spürbare Belebung der konjunkturellen Entwicklung in dieser Ländergruppe verzeichnet werden. Insbesondere in China erhöhte sich die Zuwachsrate der gesamtwirtschaftlichen Produktion kräftig. Auch die höheren Rohstoffpreise wirkten stützend, so dass sich die Rahmenbedingungen für die rohstoffexportierenden Schwellenländer verbessert haben. In Russland setzte sich die konjunkturelle Erholung fort, entfaltete aber eine ausgesprochen geringe Dynamik. Der Welthandel konnte vor dem Hintergrund dieser weltwirtschaftlichen Entwicklung ganzjährig um 4,5 % (2016: 1,8 %) kräftig expandieren und die ausgeprägte Schwächephase in den Jahren 2012 bis 2016 hinter sich lassen. Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft war im Jahr 2017 durch einen spürbaren Anstieg des realen BIP in Höhe von 2,2 % (2016: 1,9 %) gekennzeichnet. Die gesamtwirtschaftliche Expansion wurde dabei sowohl von binnenwirtschaftlichen Faktoren als auch vom Außenhandel getragen. Die Konsumausgaben der Privathaushalte konnten im Vorjahresvergleich ein weiteres Mal kräftig zulegen. Dabei trugen der fortlaufende Anstieg der Reallöhne sowie die anhaltend positive Situation auf dem Arbeitsmarkt zur dynamischen Entwicklung der privaten Konsumausgaben bei. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % (2016: 1,0 %) kräftig an und erreichte mit 44,3 Mio. Beschäftigten einen erneuten Höchststand. Die Arbeitslosenquote verminderte sich im Jahresdurchschnitt 2017 dementsprechend auf 5,7 % (2016: 6,1 %). Die Unternehmensinvestitionen legten aufgrund der hohen Kapazitätsauslastungen in zahlreichen Branchen stärker zu als im Vorjahr. Der Außenhandel konnte, insgesamt betrachtet, ebenfalls einen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Expansion des Jahres 2017 leisten. Die Ausfuhren expandierten deutlich stärker als im Vorjahr, was insbesondere auf einen breit angelegten konjunkturellen Aufschwung in den relevanten Absatzmärkten zurückzuführen ist. Die in den Vorjahren eher moderate konjunkturelle Dynamik der Eurozone hat sich im Jahr 2017 deutlich belebt und war durch einen spürbaren Anstieg des realen BIP in Höhe von 2,5 % (2016: 1,8 %) gekennzeichnet. Damit ist die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum seit inzwischen fünf Jahren ohne Unterbrechungen aufwärts gerichtet. Der Zuwachs des realen BIP wurde neben der Binnennachfrage stark von außenwirtschaftlichen Impulsen geprägt. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte profitierten insbesondere von steigenden Reallöhnen und einer Zunahme der Beschäftigung. Die seit der Jahresmitte 2013 anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich fort, so dass die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf 9,1 % zurückging und damit unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 10,0 % lag. Positiv auf die binnenwirtschaftliche Nachfrage wirkte sich neben einem günstigen Finanzierungsumfeld ebenfalls aus, dass die Investitionstätigkeit der Unternehmen und die Finanzpolitik in den meisten Ländern der Eurozone weiterhin expansiv ausgerichtet waren. Die seit einigen Jahren bestehenden und mitunter sehr deutlichen Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den einzelnen Volkswirtschaften des Euroraums haben sich im zurückliegenden Jahr deutlich vermindert, so dass alle Länder der Eurozone einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion verzeichnen konnten. In den nicht zur Eurozone gehörenden Ländern der Europäischen Union war die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2017 ebenfalls weit überwiegend dynamisch. In Großbritannien zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Expansion durch die Auswirkungen des anstehenden Brexit jedoch eher verhalten. In den USA hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahr 2017 kräftig beschleunigt und war durch eine preisbereinigte Zunahme des BIP in Höhe von 2,3 % (2016: 1,5 %) gekennzeichnet. Die Wachstumsimpulse gingen dabei fast ausschließlich von der inländischen Nachfrage aus. Die privaten Konsumausgaben konnten mit einem realen Zuwachs von 2,7 % (2016: 2,7 %) unverändert stark zulegen, was insbesondere auf eine deutlich reduzierte Sparquote zurückzuführen ist. Die Unternehmensinvestitionen erhöhten sich spürbar und wirkten zusätzlich stützend auf die konjunkturelle Dynamik. Der US-amerikanische Arbeitsmarkt befand sich im zurückliegenden Jahr in einer robusten Verfassung, so dass sich der starke Beschäftigungsaufbau fortsetzte und die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf 4,4 % (2016: 4,9 %) zurückging. Vom Außenhandel gingen im Jahr 2017 hingegen, insgesamt betrachtet, keine positiven Impulse aus, da die Einfuhren deutlich beschleunigter zulegten als die Ausfuhren.
Branchenspezifisches Umfeld Multichannel-Einzelhandel Der gesamte deutsche Einzelhandel verzeichnete im Jahr 2017 eine nominale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 4,3 % (2016: 2,9 %). Dies entspricht einem preisbereinigten Anstieg von 2,3 % (2016: 2,5 %). Damit konnten die deutschen Einzelhändler das achte Jahr in Folge sowohl nominale als auch preisbereinigte Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen. Die deutliche Zunahme der Einzelhandelsumsätze lässt sich mit der fortlaufend positiven Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft begründen. Der seit zwölf Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit setzte sich auch im Jahr 2017 dynamisch fort, so dass die Erwerbstätigenzahl einen erneuten Höchststand erreichte. Positive Impulse gingen ebenfalls vom niedrigen Zinsniveau aus. Die Reallöhne konnten nach dem Vorjahresanstieg in Höhe von 1,8 % ein weiteres Mal zulegen, allerdings fiel die Zunahme mit 0,8 % deutlich schwächer aus, was insbesondere auf die Entwicklung der Verbraucherpreise zurückzuführen ist. Deren Anstieg zeigte sich im Jahresdurchschnitt 2017 mit 1,8 % ausgesprochen stark und lag deutlich über den Jahresteuerungsraten der Vorjahre. Insbesondere die Verteuerung von Energieprodukten wirkte sich inflationstreibend aus. Vor dem Hintergrund dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erhöhten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte im zurückliegenden Jahr preisbereinigt um 1,9 % (2016: 2,0 %). Der deutsche Online- und Versandhandel konnte seine Umsätze mit Waren im Jahr 2017 um 8,8 % auf 62,2 Mrd. EUR (2016: 57,1 Mrd. EUR) steigern. Der Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz erhöhte sich dabei auf 13,2 % und lag über dem entsprechenden Vorjahreswert von 12,7 %. Insbesondere im E-Commerce-Bereich zeigten sich überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen in Höhe von 10,9 %, wodurch 58,5 Mrd. EUR (2016: 52,7 Mrd. EUR) mit Waren im reinen Onlinegeschäft umgesetzt wurden. Bekleidung blieb dabei auch im Jahr 2017 die umsatzstärkste Warengruppe im E-Commerce-Bereich - gefolgt von Elektronik- und Telekommunikationsartikeln, Computerzubehör und -spielen, Softwareprodukten sowie Schuhen. Gleichzeitig konnten bislang wenig versandhandelsaffine Warengruppen, wie Möbel, Lampen und Dekoration, aber auch Lebensmittel, abermals deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Innerhalb des E-Commerce-Bereiches zeigten vor allem Multichannel-Einzelhändler, die ihre Waren über mehrere Vertriebskanäle anbieten, eine ausgesprochen dynamische Entwicklung. Die Internetnutzung über Smartphones und Tablets hat auch im Jahr 2017 weiter zugenommen. Der Umsatzanteil der Warenbestellungen im deutschen E-Commerce, der über das mobile Internet erfolgte, erhöhte sich im Jahr 2017 auf 27,0 % (2016: 24,0 %). Finanzdienstleistungen Die fortlaufend positive Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2017 wirkte sich auch auf den deutschen Finanzdienstleistungssektor aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verminderte sich im zurückliegenden Jahr zum achten Mal in Folge und ging im Vorjahresvergleich spürbar um 6,6 % auf 20.093 Fälle (2016: 21.518 Fälle) zurück. Damit erreichte die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Die Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen stiegen auf rund 29,7 Mrd. EUR (2016: 27,4 Mrd. EUR) und die durchschnittliche Forderungshöhe je Insolvenz betrug 1,5 Mio. EUR (2016: 1,3 Mio. EUR). Der Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen resultiert aus der Tatsache, dass im Jahr 2017 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen als im Vorjahr Insolvenz anmelden mussten. Das Zahlungsverhalten der Unternehmen in Deutschland hat sich im Jahr 2017 auf einem bereits sehr hohen Niveau noch einmal leicht verbessert. Bei Unternehmen wurden als Gründe für das Nichtnachkommen von Zahlungsverpflichtungen insbesondere temporäre Liquiditätsengpässe, das Ausnutzen von Lieferantenkrediten und hohe Zahlungsausfälle bei eigenen Kunden genannt. Eine schlechte Auftragslage spielte hingegen eine deutlich untergeordnete Rolle. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stark rückläufig. Mit 71.896 Fällen lag sie um 6,9 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 77.238 Fällen. Als Gründe für das Nichtnachkommen von Zahlungsverpflichtungen wurden insbesondere die private Überschuldung, das unkontrollierte Konsumverhalten, momentane Liquiditätsengpässe sowie vorsätzliches Nichtbezahlen genannt. Vor dem Hintergrund der fortlaufend positiven Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft spielte der Verlust des Arbeitsplatzes hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Von einer schlechten Zahlungsmoral auf Verbraucherebene waren auch im Jahr 2017 insbesondere Unternehmen aus dem Online- und Versandhandel, der Energiebranche und dem Handwerk betroffen. Service Die deutsche Transport- und Logistikbranche war im Jahr 2017 dadurch gekennzeichnet, dass der Güterverkehr die anhaltend positive Entwicklung seit dem Jahr 2010 (bei einem leichten Rückgang im Jahr 2012), insgesamt betrachtet, fortsetzen konnte. Das gesamte Transportaufkommen stieg im Jahresdurchschnitt um 1,9 % (2016: 1,9 %). Die dynamische Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2017 wirkte sich somit, wenngleich in leicht abgeschwächter Form, auch auf den verkehrswirtschaftlichen Bereich aus. Neben einem anhaltend wettbewerbsintensiven Marktumfeld haben vor allem die Entwicklung des Rohölpreises und der Lohnkosten einen spürbaren Einfluss auf die deutsche Transport- und Logistikbranche. Das allgemeine Kostenniveau im deutschen Güterverkehr zeigte sich im Jahr 2017, insgesamt betrachtet, leicht aufwärts gerichtet. Neben höheren Personalaufwendungen infolge tariflicher Vereinbarungen haben dabei auch die Rohölpreise im Jahresverlauf 2017 leicht zugelegt. Gleichwohl erwies sich der Rohölpreisanstieg, wie auch im Vorjahr, als ausgesprochen moderat, so dass die Kraftstoffkostenentwicklung zu keinen signifikant negativen Effekten auf die deutsche Transport- und Logistikbranche führte. Aufgrund der anhaltend dynamischen Entwicklung im Online- und Versandhandel und der starken Volumenzuwächse bei Paketlieferungen an Privathaushalte haben die deutschen Paketdienstleister auch im Jahr 2017 hohe Investitionen getätigt, um die gestiegene Zahl an Sendungen bewältigen zu können. Gleichzeitig wurden neue Lösungsansätze konzipiert und erprobt, um den sich verändernden Kundenanforderungen, dem sich zunehmend stärker auswirkenden Fahrermangel und der sich zuspitzenden verkehrlichen Situation gerecht zu werden. Geschäftsverlauf Die Otto Group ist mit einer fokussierten Wachstumsstrategie in das Geschäftsjahr 2017/18 gestartet und konnte damit im Geschäftsjahr 2017/18 das Umsatzwachstum spürbar fortsetzen und gleichzeitig die Profitabilität auf allen Ergebnisebenen zum Teil deutlich steigern. Die Umsätze entwickelten sich in allen drei Segmenten ausgesprochen positiv und legten insgesamt um 9,1 % auf 13,7 Mrd. EUR zu. Währungskursbereinigt und auf vergleichbarer Basis, das heißt bereinigt um Änderungen des Konsolidierungskreises, erzielte die Otto Group eine Umsatzsteigerung von 9,6 %. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte konzernweite Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften auf den Konzernabschlussstichtag wirkte in einer Größenordnung von knapp zweieinhalb Prozentpunkten einmalig stützend auf die Umsatzentwicklung der Unternehmensgruppe. Bereinigt um die Effekte aus der Geschäftsjahresharmonisierung wurde demnach eine immer noch erfreuliche Umsatzsteigerung von 6,7 % erzielt. Eine dynamische Entwicklung zeigten unter anderem die E-Commerce-Umsätze im Segment Multichannel-Einzelhandel, welche deutlich um 12,3 % auf 7,9 Mrd. EUR zulegten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 405,0 Mio. EUR stieg gegenüber dem EBIT des Vorjahres in Höhe von 365,5 Mio. EUR an. Die bedeutenden Konzerngesellschaften und -gruppen, wie beispielsweise OTTO, die bonprix-Gruppe, die Crate and Barrel-Gruppe, die Witt-Gruppe und die EOS Gruppe, konnten operativ erneut deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften. Die myToys-Gruppe und die zum 28. Februar 2018 entkonsolidierte ABOUT YOU GmbH haben das Ergebnis zwar noch belastet, weisen aber umsatzseitig eine sehr positive Entwicklung auf. Die SportScheck GmbH, deren Neuausrichtung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben wurde, konnte den Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau halten, belastete aber weiterhin das Ergebnis. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 629,0 Mio. EUR lag sehr deutlich über dem EBT des Vorjahres in Höhe von 261,9 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2017/18 fiel die Entscheidung, an der ABOUT YOU GmbH strategische Partner zu beteiligen, um mit weiteren Kompetenzen das Wachstum dieses erfolgreichen Geschäftsmodells zu unterstützen. Die Aufnahme von Investoren im abgelaufenen Geschäftsjahr und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18 hatte einen überaus positiven Effekt auf das Finanzergebnis. Einen positiven Effekt hatte hier auch der Verkauf eines deutschen Finanzdienstleisters, gegenläufig wirkte sich vor allem die Veräußerung französischer Logistikdienstleister auf das Finanzergebnis aus. Aus der Entkonsolidierung vorgenannter Gesellschaften entstand ein Gewinn von 455,2 Mio. EUR, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wird. Nachdem sich die Otto Group im Geschäftsjahr 2016/17 von den Aktivitäten des Geschäftsbereiches 3SI Commerce in Frankreich getrennt hat, ist das Geschäftsjahr 2017/18 nicht mehr durch den aufgegebenen Geschäftsbereich 3SI Commerce belastet. Im Geschäftsjahr 2016/17 betrug die Belastung 122,9 Mio. EUR. Nach einem Konzernjahresüberschuss von 40,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte die Otto Group nunmehr einen Konzernjahresüberschuss von 519,1 Mio. EUR. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2017/18 ist insgesamt als sehr erfolgreich zu bezeichnen. Das im Konzernlagebericht 2016/17 für das Geschäftsjahr 2017/18 prognostizierte Umsatz- und Ergebniswachstum (EBT) konnte jeweils übertroffen werden. Ertragslage des Konzerns Die Umsatzerlöse der Otto Group konnten im Geschäftsjahr 2017/18 um 9,1 % von 12.511,8 Mio. EUR auf 13.652,9 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einem Anstieg um 1.141,1 Mio. EUR, der durch die positive Entwicklung in allen drei Segmenten ermöglicht wurde. Die konzernweite Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften unterstützte diese Umsatzentwicklung einmalig. Währungskursbereinigt und auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz der Otto Group um 9,6 %. Im Konzernlagebericht 2016/17 wurde für die Unternehmensgruppe auf vergleichbarer Basis ein Umsatzwachstum von rund 5 % im Geschäftsjahr 2017/18 prognostiziert. Die um Währungskurseffekte und Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigte Umsatzentwicklung mit einem Anstieg von 9,6 % im Geschäftsjahr 2017/18 lag damit deutlich über den Erwartungen. Auch bei einer zusätzlichen Bereinigung um die Effekte aus der Vereinheitlichung der Geschäftsjahre konnten die Erwartungen auf Konzernebene, aber auch in jedem der drei Segmente, übertroffen werden.
Der durchschnittliche Umsatz je Mitarbeiter konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich von 251,3 TEUR auf 263,6 TEUR gesteigert werden. Insgesamt wurden 76,7 % des Umsatzes der Otto Group mit dem Verkauf von Handelswaren (10.477,4 Mio. EUR, 2016/17: 78,2 %), 6,1 % mit Erlösen aus Finanzdienstleistungen (835,0 Mio. EUR, 2016/17: 5,8 %) und 17,1 % mit Erlösen aus übrigen Dienstleistungen (2.340,5 Mio. EUR, 2016/17: 16,0 %) erzielt. Der Verkauf von Handelswaren über die Kanäle Onlinehandel, Katalogversand und stationärer Einzelhandel prägte somit auch im Geschäftsjahr 2017/18 die umsatzseitige Entwicklung der Unternehmensgruppe. Mit einem leicht rückläufigen Anteil von 60,5 % (2016/17: 61,5 %) am Umsatz der Otto Group war Deutschland im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin der bedeutendste regionale Absatzmarkt für die Unternehmensgruppe. Während in Europa (ohne Deutschland und Russland) 21,6 % (2016/17: 19,8 %) der Umsatzerlöse realisiert wurden, trug die Region Nordamerika 13,9 % (2016/17: 14,6 %) zum Umsatz der Otto Group bei. Es folgten Russland mit 2,4 % (2016/17: 2,1 %) und Asien mit 1,4 % (2016/17: 1,6 %).
Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Absatzmärkten der Unternehmensgruppe verlief dabei unterschiedlich. In Deutschland konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 7,3 % realisiert werden. Vor allem die Konzerngesellschaften OTTO und ABOUT YOU GmbH verzeichneten hohe Umsatzzuwächse und haben zur positiven Entwicklung im Hauptabsatzmarkt Deutschland beigetragen. Im übrigen Europa ergab sich auf Eurobasis ein starker Umsatzzuwachs in Höhe von 18,8 %, der währungskursbereinigt sogar bei 20,8 % lag. Dieser Umsatzanstieg wurde vor allem in Frankreich und in Großbritannien realisiert, jeweils im Wesentlichen durch Konzerngesellschaften der Hermes Gruppe. Die nordamerikanische Einrichtungs- und Lifestylegruppe Crate and Barrel konnte einen Anstieg der Umsätze um 6,0 % verzeichnen, kursbereinigt betrug die Umsatzsteigerung erfreuliche 11,3 %. Die Rohertragsquote der Unternehmensgruppe lag mit 47,4 % (2016/17: 47,9 %) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rohertrag konnte, absolut betrachtet, um 475,9 Mio. EUR auf 6.468,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 258,8 Mio. EUR und die Personalaufwendungen um 233,0 Mio. EUR an, gegenläufig erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 36,0 Mio. EUR. Wesentlicher Treiber für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war insbesondere der starke Anstieg der Werbung im Rahmen der Wachstumsstrategie und der Versandkosten. Die Personalaufwendungen stiegen vor allem durch Personalaufbau im Technologiebereich und in der Logistik stark an. Durch den Umbau der Logistikinfrastruktur in Deutschland sind auch im Geschäftsjahr 2017/18 wesentliche Belastungen sowohl im Personalaufwand als auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag, bedingt durch die vorstehend beschriebene, gute operative Entwicklung, im Geschäftsjahr 2017/18 mit 750,0 Mio. EUR über dem bereits sehr guten EBITDA des Vorjahres in Höhe von 730,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen verringerten sich im zurückliegenden Geschäftsjahr um 20,0 Mio. EUR auf 345,0 Mio. EUR. Der Rückgang entfiel im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen. Sie lagen mit insgesamt 62,3 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 90,1 Mio. EUR. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017/18 entfielen im Wesentlichen auf erworbene und selbst erstellte Software, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und betrafen im Wesentlichen zwei deutsche Händler im Segment Multichannel-Einzelhandel. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 7,8 Mio. EUR an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017/18 vor allem aufgrund der guten Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung der vorstehend dargestellten Effekte auf 405,0 Mio. EUR (2016/17: 365,5 Mio. EUR). Aufgrund der im Verhältnis zum Umsatz stärkeren EBIT-Steigerung stieg die EBIT-Marge auf 3,0 % nach 2,9 % im Vorjahr. Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe ist im Geschäftsjahr 2017/18 mit 224,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von -103,6 Mio. EUR deutlich positiv. Das Zinsergebnis betrug -102,9 Mio. EUR (2016/17: -89,5 Mio. EUR) und das sonstige Finanzergebnis steigerte sich auf 326,9 Mio. EUR nach -14,1 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anstieg des sonstigen Finanzergebnisses resultierte im Wesentlichen aus positiven Effekten aus der Entscheidung, an der ABOUT YOU GmbH Investoren und strategische Partner zu beteiligen. Der Verkauf von Anteilen an der ABOUT YOU GmbH und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18 steuerte ein positives Finanzergebnis bei. Einen positiven Effekt hatte hier auch der Verkauf eines deutschen Finanzdienstleisters, gegenläufig wirkte sich vor allem die Veräußerung französischer Logistikdienstleister aus. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich mit 629,0 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 261,9 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Mit dieser EBT-Entwicklung wurde die im Vorjahr kommunizierte Ergebnisprognose klar übertroffen. Im Konzernlagebericht 2016/17 wurde für die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2017/18 ein EBT prognostiziert, das operativ, das heißt ohne Effekte aus der fortgesetzten Portfoliooptimierung, an die gute Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2016/17 anknüpfen kann. Auch ohne die in Summe positiven Effekte aus der Aufnahme von Investoren bei der ABOUT YOU GmbH und den Portfoliooptimierungen wäre das prognostizierte EBT erzielt worden. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2017/18 betrug 109,9 Mio. EUR und lag damit über dem Ertragsteueraufwand des Vorjahres in Höhe von 98,3 Mio. EUR. Die laufenden Steuern stiegen sowohl im Inland als auch im Ausland deutlich. Darüber hinaus ergaben sich steuermindernde Effekte aus inländischen latenten Steuern, welche durch steuererhöhende Effekte aus dem Ausland fast vollständig kompensiert wurden. Nachdem sich die Otto Group im Geschäftsjahr 2016/17 von den Aktivitäten des Geschäftsbereiches 3SI Commerce in Frankreich getrennt hat, wird im Geschäftsjahr 2017/18 kein Ergebnis mehr aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 3SI Commerce ausgewiesen (2016/17: -122,9 Mio. EUR). Für weitere Informationen wird auf den Konzernanhang verwiesen (siehe hierzu Konzernanhang zum 28. Februar 2018, Ziffer (5)(c): "Aufgegebener Geschäftsbereich"). Der Jahresüberschuss in Höhe von 519,1 Mio. EUR lag mit einem Zuwachs von 478,4 Mio. EUR deutlich über dem Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von 40,7 Mio. EUR. Davon entfielen auf die Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens 440,0 Mio. EUR (2016/17: -34,0 Mio. EUR), auf die Anteile anderer Gesellschafter 73,8 Mio. EUR (2016/17: 68,9 Mio. EUR) und auf Genussscheine 5,3 Mio. EUR (2016/17: 5,8 Mio. EUR). Ertragslage der Segmente
Multichannel-Einzelhandel Das Segment Multichannel-Einzelhandel realisierte im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von 10.540,6 Mio. EUR (2016/17: 9.818,7 Mio. EUR) und trug einen Anteil von 77,2 % (2016/17: 78,5 %) zum Umsatz der Otto Group bei. Die Umsatzsteigerung um 7,4 % gegenüber dem Vorjahr ergab sich unter anderem durch kräftiges Wachstum bei den Konzerngesellschaften OTTO und ABOUT YOU GmbH sowie bei der myToys- und der Crate and Barrel-Gruppe. Währungskursbereinigt stieg der Umsatz um 8,3 %. Einen leicht positiven Einfluss auf die ausgewiesene Umsatzentwicklung hatte zudem die Harmonisierung der Geschäftsjahre innerhalb der Otto Group, die auch Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel betraf. Im Konzernlagebericht 2016/17 wurde auf vergleichbarer Basis eine Umsatzsteigerung prognostiziert, die nahezu an das sehr gute Umsatzwachstum von 5,0 % im Geschäftsjahr 2016/17 anknüpfen kann. Selbst ohne die Effekte aus der Vereinheitlichung abweichender Geschäftsjahre wurde diese Prognose übertroffen. Der Onlinehandel prägte auch im zurückliegenden Geschäftsjahr als wachstumsstärkster Vertriebskanal die Segmententwicklung. Die E-Commerce-Umsätze konnten um 12,3 % auf 7.880,1 Mio. EUR spürbar zulegen (2016/17: 7.016,5 Mio. EUR). Der Anteil am Umsatz des Segments betrug 74,8 % und lag deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 71,5 %. Die Otto Group profitierte somit weiterhin spürbar vom sehr dynamisch wachsenden Onlinehandel. Im Geschäftsjahr 2017/18 zeigte die Konzerngesellschaft OTTO eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung. Die Umsätze konnten deutlich um 8,5 % gesteigert werden. Den größten Wachstumstreiber bildete hierbei das Hartwarensortiment, unterstützt durch die erfolgreiche Zunahme der Anzahl der aktiven Kunden. Daneben realisierten vor allem die Konzerngesellschaft ABOUT YOU GmbH sowie die myToys- und die Witt-Gruppe deutlich höhere Umsatzerlöse. Die Konzerngesellschaft SCHWAB VERSAND GmbH wies einen Umsatzrückgang von 14,8 % aus, der vor allem auf die Neuausrichtung der Marke sheego zurückzuführen ist. Die SportScheck GmbH, deren Neuausrichtung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben wurde, entwickelte sich stabil und konnte den Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau halten. Bei den internationalen Aktivitäten verlief die Umsatzentwicklung sehr unterschiedlich, allerdings währungskursbereinigt in allen Regionen positiv. Bei der vor allem in den USA und Kanada tätigen Einrichtungs- und Lifestylegruppe Crate and Barrel stiegen die Umsätze, insbesondere durch ein neu ausgerichtetes Sortiment und eine fokussiertere Werbestrategie, um 6,0 %, währungskursbereinigt sogar um 11,3 %. Die Freemans Grattan Holdings - nachfolgend FGH - in Großbritannien verzeichnete einen Umsatzsatzrückgang von 1,3 %. Die in Euro ausgewiesene Umsatzentwicklung wurde jedoch durch Währungskurseffekte belastet. Währungskursbereinigt erzielte FGH einen Umsatzanstieg von 4,2 %. Die Konzerngesellschaften der Otto Group Russia wiesen einen Umsatzanstieg von 13,3 % aus, währungskursbereinigt wurde ein Anstieg von erfreulichen 7,8 % erreicht. Dieser wird allerdings im Wesentlichen durch die Harmonisierung der Geschäftsjahre gestützt. Die Umsatzsteigerung im Segment Multichannel-Einzelhandel bewirkte einen Anstieg des Rohertrags um 292,9 Mio. EUR. Die Rohertragsquote lag im Geschäftsjahr 2017/18 mit 47,6 % knapp unter der des Vorjahres (2016/17: 48,1 %). Die Ertragslage des Segments verbesserte sich auf allen Ergebnisebenen und führte zu einem Anstieg des EBIT im Segment Multichannel-Einzelhandel im Geschäftsjahr 2017/18 von 146,1 Mio. EUR auf 161,5 Mio. EUR. Finanzdienstleistungen Das Segment Finanzdienstleistungen, welches primär durch die Geschäftsaktivitäten der international tätigen EOS Gruppe geprägt wird, wies im Geschäftsjahr 2017/18 eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung auf. Die Umsatzerlöse des Segments stiegen von 732,4 Mio. EUR auf 841,4 Mio. EUR. Die EOS Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut signifikante Forderungskäufe getätigt, die sich deutlich positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt haben. Die Harmonisierung der Geschäftsjahre wirkte auch im Segment Finanzdienstleistungen leicht stützend auf die Entwicklung der Umsatzerlöse. Im Konzernlagebericht des Vorjahres wurden für das Geschäftsjahr 2017/18 Umsätze auf Vorjahresniveau prognostiziert. Diese Prognose wurde mit dem Umsatzanstieg von 14,9 % deutlich übertroffen, währungskursbereinigt stieg der Umsatz sogar um 15,2 %. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen wurde eine immer noch erfreuliche Umsatzsteigerung von 13,4 % erzielt. Auch ohne die stützenden Effekte aus der Vereinheitlichung der abweichenden Geschäftsjahre wurde die Prognose deutlich übertroffen. Der Anteil des Segments am Umsatz der Unternehmensgruppe lag mit 6,2 % leicht über dem Vorjahr (2016/17: 5,9 %). Das EBIT des Segments Finanzdienstleistungen stieg im Geschäftsjahr 2017/18 um 41,2 Mio. EUR auf 338,2 Mio. EUR an. Der leichte Rückgang des Beteiligungsertrags aus der at Equity einbezogenen Cofidis-Gruppe, resultierend aus der geringeren Beteiligungsquote nach dem im Vorjahr erfolgten Verkauf von Cofidis-Geschäftsanteilen, konnte durch die gute operative Entwicklung überkompensiert werden. Service Im Segment Service konnte im Geschäftsjahr 2017/18 ein deutlicher Anstieg des Außenumsatzes von 1.960,7 Mio. EUR auf 2.270,9 Mio. EUR verzeichnet werden. Mit einer Umsatzsteigerung von 15,8 %, währungskursbereinigt 18,0 %, konnte das Segment deutlich zulegen. Dabei wirkte die Harmonisierung der Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften innerhalb des Segments Service leicht stützend auf die Umsatzentwicklung. Diese insgesamt erfreuliche Steigerung der Umsätze übertrifft die im Konzernlagebericht 2016/17 vorgenommene Prognose einer deutlichen, aber unter dem Vorjahreswert von 6,7 % liegenden Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2017/18 spürbar. Die Prognose wurde auch bei einer Bereinigung des Umsatzwachstums um Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises übertroffen. Dieses lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 12,5 %. Auch in diesem Segment wurde die Prognose bei Betrachtung des Umsatzwachstums ohne die Vereinheitlichung der abweichenden Geschäftsjahre übertroffen. Der Anteil am Umsatz der Unternehmensgruppe stieg von 15,7 % auf 16,6 %. Der Außenumsatz trägt im Segment Service 66,9 % zum Gesamtumsatz dieses Segments bei. Das Segment wird vor allem durch die international tätigen Konzerngesellschaften unter der Dachmarke Hermes geprägt. Diese profitierten von den steigenden E-Commerce-Umsätzen und der damit in Zusammenhang stehenden Zunahme der handelsnahen Dienstleistungen aus dem Servicebereich. Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte die Hermes Gruppe daher ihre Umsatzerlöse in den drei großen E-Commerce-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Mit der Umsatzausweitung der Hermes Gruppe gingen unter anderem gestiegene Personalaufwendungen und gestiegene Aufwendungen für Spediteure einher. Darüber hinaus läuft die Neuausrichtung der logistischen Infrastruktur weiter, aus der sich außerordentliche Belastungen in Deutschland von 29,2 Mio. EUR ergaben, die im Personalaufwand und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Im Vorjahr war das Segment Service durch derartige Effekte in Deutschland in Höhe von 42,8 Mio. EUR belastet. Es wurde zudem mit dem Verkauf der Konzerngesellschaften der Mezzo-Gruppe sowie der Konzerngesellschaft DISPEO der veränderten Geschäftsstrategie in Frankreich Rechnung getragen. Diese Konzerngesellschaften haben das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr letztmalig mit 29,3 Mio. EUR belastet. Das EBIT des Segments ging unter anderem aufgrund der beschriebenen Effekte im Geschäftsjahr 2017/18 von 5,8 Mio. EUR auf -5,9 Mio. EUR zurück. Holding/Konsolidierung Neben den Effekten der intersegmentären Konsolidierung wurden bei der Holding/Konsolidierung übergreifende Kosten der Konzernfunktion in Höhe von 88,8 Mio. EUR (2016/17: 83,4 Mio. EUR) ausgewiesen, die den vorstehenden Segmenten nicht auf einer verlässlichen Basis zugeordnet werden konnten. Finanz- und Vermögenslage Konzern-Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2017/18 mit 167,6 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 183,6 Mio. EUR. Während der Brutto-Cashflow aufgrund der positiven EBIT-Entwicklung zulegte, wirkte die deutliche Ausweitung des Working Capital belastend. Die Working Capital-Entwicklung ist dabei insbesondere durch den Aufbau von Vorräten sowie von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei den großen Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel geprägt, der weit überwiegend auf die Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit dieser Konzerngesellschaften zurückzuführen ist. Darüber hinaus wirkten sich die fortlaufenden Ankäufe von Forderungspaketen bei der EOS Gruppe im Rahmen der Ausweitung der Forderungsmanagementtätigkeiten auf das Working Capital aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2017/18 insbesondere durch die anhaltend hohen Investitionen in IT und Logistik, unter anderem für den weiteren Ausbau der Logistikinfrastruktur der Hermes Gruppe, die fortlaufende Erneuerung der IT-Landschaft bei OTTO und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Crate and Barrel-Gruppe, geprägt. Darüber hinaus wurden weitere Beteiligungen bei der EVC-Gruppe erworben. Einen positiven Effekt auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit bewirkte hingegen die im abgelaufenen Geschäftsjahr beglichene Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Cofidis-Geschäftsanteilen in Höhe von 304 Mio. EUR. Zudem standen den Zahlungsmittelabflüssen aus der restrukturierungsbedingten Veräußerung von Konzerngesellschaften des französischen Logistikportfolios Zahlungsmittelzuflüsse aus weiteren Portfoliomaßnahmen gegenüber. Diese resultierten aus der Aufnahme von Investoren bei der ABOUT YOU GmbH sowie aus dem Verkauf eines deutschen Finanzdienstleisters. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde im zurückliegenden Geschäftsjahr sowohl durch die erfolgten Ausschüttungen, insbesondere an Minderheitsgesellschafter, als auch durch den Anstieg der Nettofinanzverschuldung der Unternehmensgruppe geprägt. Insgesamt betrachtet erfolgte im Geschäftsjahr 2017/18 eine Nettoaufnahme von Finanzmitteln durch die Otto Group. Eigenkapital und Finanzierung Die Konzern-Bilanz der Otto Group weist zum 28. Februar 2018 eine Bilanzsumme von 9.105,2 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,5 %.
Die deutliche Erhöhung des Eigenkapitals um 224,1 Mio. EUR liegt insbesondere in der sehr guten Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2017/18 mit einem ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 519,1 Mio. EUR begründet. Dagegen haben Ausschüttungen, weit überwiegend an Minderheitsgesellschafter, das Eigenkapital belastet. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 265,4 Mio. EUR, entsprechend 7,6 %, auf 3.770,0 Mio. EUR. Zum einen wurden im Geschäftsjahr 2017/18 drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 390 Mio. EUR begeben, die Laufzeiten zwischen fünf und neun Jahren aufweisen und demnach unter dem langfristigen Fremdkapital auszuweisen sind. Zum anderen ergab sich ein Anstieg der Rückstellungen für Pensionen, der im Wesentlichen in erdienungsbedingten Rückstellungszuführungen begründet liegt. Das kurzfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2017/18 leicht um 151,0 Mio. EUR, entsprechend 4,2 %, auf 3.720,3 Mio. EUR gestiegen. Dabei haben insbesondere die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, unter anderem aufgrund der gestiegenen Mittelbindung im Working Capital, zugelegt. Gegenläufig wirkte die Begleichung von zwei im zurückliegenden Geschäftsjahr fälligen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen, welche aus den im Rahmen des Commercial Paper-Programms begebenen, kurzfristigen Wertpapieren resultieren, haben sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr nicht verändert und weisen ein Volumen von 150 Mio. EUR auf. Netto-Finanzverschuldung Die Netto-Finanzverschuldung der Otto Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017/18 um 208,3 Mio. EUR auf 2.508,8 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 9,1 %. Während die großen operativen Konzernaktivitäten weiterhin erhebliche Liquidität erwirtschafteten, ist der Anstieg der Netto-Finanzverschuldung unter anderem durch verstärkte Investitionen in die Fashion-Plattform der ABOUT YOU GmbH begründet, die im zurückliegenden Geschäftsjahr eine sehr gute operative Entwicklung zeigte. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des starken Wachstums konzernweit die Neuausrichtung der IT- und Logistikinfrastruktur vorangetrieben. Zudem wurde die Entwicklung der Netto-Finanzverschuldung durch nachgelagerte Zahlungen aus der Abwicklung der französischen Handelsgesellschaften und durch die daran anknüpfende restrukturierungsbedingte Veräußerung von Konzerngesellschaften des französischen Logistikportfolios belastet. Weiterhin trugen Ausschüttungen, weit überwiegend an Minderheitsgesellschafter, sowie signifikante Forderungskäufe im Rahmen des Wachstums der EOS Gruppe zum Anstieg der Netto-Finanzverschuldung bei. Insgesamt entwickelte sich die Netto-Finanzverschuldung in den vergangenen zwei Geschäftsjahren wie folgt:
Vermögensstruktur Das Gesamtvermögen der Otto Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017/18 um 638,8 Mio. EUR auf 9.105,2 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 7,5 %.
Das langfristig gebundene Vermögen lag im Geschäftsjahr 2017/18 mit 4.642,8 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 4.125,5 Mio. EUR und wird zu 114,2 % (2016/17: 116,7 %) durch langfristiges Kapital gedeckt. Das darin enthaltene Anlagevermögen erhöhte sich insgesamt betrachtet um 287,6 Mio. EUR. Während die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, unter anderem bedingt durch außerplanmäßige Abschreibungen, leicht zurückgingen, erhöhten sich die Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen durch den Wechsel der Einbeziehungsart der ABOUT YOU GmbH. Aufgrund der Veräußerung von Anteilen kam es bei der ABOUT YOU GmbH zu einer Entkonsolidierung, in deren Folge die in der Otto Group verbliebenen Anteile nunmehr als Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen zu bilanzieren sind. Die Bewertung zum Ersterfassungszeitpunkt erfolgte mit dem Zeitwert der Anteile (siehe hierzu Konzernanhang zum 28. Februar 2018, Ziffer (18): "Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Finanzanlagen"). Das langfristig gebundene Vermögen wurde zudem durch die fortgesetzten Ankäufe von Forderungspaketen bei der EOS Gruppe erhöht. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist im Geschäftsjahr 2017/18 leicht um 104,8 Mio. EUR, entsprechend 2,5 %, gestiegen. Dabei haben die Vorräte bei den großen Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel, infolge der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit, partiell stark zugelegt. Gegenläufig wirkte der Ausgleich der in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen und im abgelaufenen Geschäftsjahr fällig gewordenen Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Cofidis-Geschäftsanteilen in Höhe von 304 Mio. EUR. Investitionen Die im Geschäftsjahr 2017/18 getätigten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen umfassten 379,9 Mio. EUR und verblieben auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Sie betrafen im Wesentlichen die IT- und Logistikinfrastruktur unterschiedlicher Konzerngesellschaften aus den Segmenten Multichannel-Einzelhandel und Service. Die Hermes Gruppe investierte sowohl in Deutschland (Hermes Germany GmbH) als auch in Großbritannien (Hermes Parcelnet Limited) in den fortlaufenden Ausbau der logistischen Infrastruktur sowie in die Modernisierung der Softwarelandschaft, um die Zustellkapazitäten zu erhöhen und an die gestiegene Nachfrage anzupassen. Die Konzerngesellschaft OTTO nahm im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin hohe Investitionen in die IT-Landschaft vor, um diese an die Entwicklungen im E-Commerce-Bereich und die sich verändernden Kundenbedürfnisse anzupassen und weiterzuentwickeln. Zudem wurden die umfassenden baulichen Maßnahmen am Standort Hamburg-Bramfeld fortgeführt. Die Crate and Barrel-Gruppe in den USA und Kanada investierte vor dem Hintergrund der positiven operativen Geschäftsentwicklung sowohl in die IT-Infrastruktur als auch in bestehende und neue Stationärstandorte. Darüber hinaus nahmen weitere Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel Investitionen in bestehende und neue Webshops sowie in die weitere Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle vor. Auf Zugänge im Rahmen von finance lease entfielen 16,2 Mio. EUR (2016/17: 23,9 Mio. EUR).
Mittelbindung nach Segmenten Die Mittelbindung der Otto Group wurde im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin primär durch die Segmente Multichannel-Einzelhandel und Finanzdienstleistungen geprägt.
Einbeziehung der Finanzdienstleister nach der Equity-Methode Die nachfolgende Darstellung zeigt für die Otto Group die Bilanz zusätzlich auf der Grundlage der Einbeziehung der Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode - nachfolgend "FDL at Equity" - statt einer Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung, wie dies im Konzernabschluss zum 28. Februar 2018 erfolgt. Diese Betrachtungsweise stellt den Bereich Handel und Service der Otto Group dar, bereinigt um die bankenähnlichen Strukturen des Segments Finanzdienstleistungen. Die gewählte Darstellung ermöglicht einen validen Vergleich zu Handelsunternehmen ohne entsprechende Finanzdienstleistungsaktivitäten. Die Eckwerte und Kennzahlen der Darstellung "FDL at Equity" zeigen die weiterhin solide Finanzierungsstruktur des Handels- und Dienstleistungsbereiches der Otto Group. Es ergibt sich eine Bilanzsumme von 7.715,9 Mio. EUR nach 7.144,9 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die erhöhten Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, resultierend aus dem Wechsel der Einbeziehungsart der ABOUT YOU GmbH aufgrund der Veräußerung von Anteilen, und den Anstieg der Vorräte bei den großen Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel, infolge der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit, bedingt. Die Quote des Konzern-Eigenkapitals beträgt 19,1 % nach 17,5 % im Vorjahr. Grund für den Anstieg ist die sehr gute Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2017/18. Dagegen haben Ausschüttungen, weit überwiegend an Minderheitsgesellschafter, das Eigenkapital belastet. In der Darstellungsform "FDL at Equity" ist die Netto-Finanzverschuldung gegenüber dem Vorjahr um 11,3 % auf 1.593,8 Mio. EUR gestiegen, im Wesentlichen aufgrund verstärkter Investitionen in die Fashion-Plattform der ABOUT YOU GmbH und konzernweiter Investitionen in die Neuausrichtung der IT- und Logistikinfrastruktur. Zudem wurde die Entwicklung der Netto-Finanzverschuldung durch nachgelagerte Zahlungen aus der Abwicklung der französischen Handelsgesellschaften und durch die daran anknüpfende restrukturierungsbedingte Veräußerung von Konzerngesellschaften des französischen Logistikportfolios belastet. Weiterhin trugen Ausschüttungen, weit überwiegend an Minderheitsgesellschafter, zum Anstieg der Netto-Finanzverschuldung bei. Für die vollständige Rückführung der Netto-Finanzverschuldung aus dem operativen Ergebnis (EBITDA) wäre theoretisch ein Zeitraum von 2,3 Jahren erforderlich. Der Verschuldungskoeffizient beträgt unverändert 1,1.
Chancen- und Risikobericht Die wertorientierte Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Otto Group. Zielgerecht werden Wachstums- und Entwicklungschancen sowie wirtschaftliche Optimierungspotenziale im Rahmen der systematisierten strategischen Konzernplanung umfassend identifiziert und evaluiert. Sich ergebenden Risiken wird durch ein konzernweites Risikomanagementsystem - nachfolgend RMS - begegnet. Das RMS unterstützt die Entscheidungsträger dabei, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und zu minimieren sowie Chancen zu nutzen. Risikomanagementsystem Alle Konzerngesellschaften, an denen die Otto Group unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 % der Stimmrechte beteiligt ist oder über die sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind über die konzernweit gültigen Richtlinien und Vorgaben in das RMS einbezogen. Die Durchführung der Risikoerhebung vollzieht sich bottom-up, von den einzelnen Konzerngesellschaften stufenweise über die Konzerngruppen bis zum Konzern. Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die Risiken am Ort ihrer Wirksamkeit erfasst werden. Das RMS ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu kontrollieren und gegebenenfalls umgehend geeignete Maßnahmen zu treffen, um die möglichen Auswirkungen der Risiken auf das EBT im Falle ihres Eintritts zu begrenzen. Der hierzu implementierte Prozess umfasst folgende Schritte: Identifizierung und Quantifizierung Ein Bereich Konzern-Controlling Beteiligungen führt jährlich eine Risikoinventur im gesamten Konzern durch.Umdie vollständige Identifizierung der relevanten Risiken sicherzustellen, erfolgt die Risikoinventur nach definierten operativen und funktionalen Risikokategorien und -feldern sowie über Checklisten. Die von den Konzerngesellschaften und den Konzernfunktionen gemeldeten Risikenwerden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen im dreijährigen Planungszeitraum bewertet. Diese Bewertung erfolgt sowohl als Bruttobetrachtung vor Risikosteuerungsmaßnahmen als auch als Nettobetrachtung nach Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Gemäß individuell festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen beziehungsweise von der Unternehmensgröße abhängigen Schadenshöhen fließen die Risiken in die Berichterstattung ein. Die in der jährlichen Risikoinventur gemeldeten Risiken werden unterjährig zu den Beiratssitzungen von den Konzerngesellschaften aktualisiert. Durch eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung ist zudem sichergestellt, dass auch neben den genannten offiziellen Meldezeitpunkten neue wesentliche Risiken umgehend an den Konzernvorstand gemeldet werden. Steuerung und Kontrolle Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einer Risikomatrix dargestellt. Diese gliedert alle Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren finanziellen Auswirkungen und stellt somit die Transparenz der Risikolage der Otto Group sicher. Gegenmaßnahmen zur Vermeidung, Verminderung oder Übertragung der Risiken auf Dritte, zum Beispiel durch Abschluss eines Versicherungsvertrags, werden zeitnah durch die Konzerngesellschaften beziehungsweise Konzernfunktionen entwickelt, um den wirtschaftlichen Erfolg der Geschäftstätigkeit abzusichern. Risiken, die als relevant eingestuft werden, weil sie mindestens eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und einen wesentlichen Ergebnis- beziehungsweise Liquiditätseinfluss haben, sowie die für das Risiko relevanten Indikatoren werden verstärkt beobachtet. Der Konzernvorstand und der Aufsichtsrat werden über relevante Entwicklungen im Risikomanagement informiert. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Konzernvorstand und den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften. Die enge Verzahnung des RMS mit dem internen Kontrollsystem und dem Controlling/Berichtswesen sichert die Wirksamkeit des RMS ab. Darüber hinaus stellt die Umsetzung, die Einhaltung und das regelmäßige Überprüfen des Compliance-Management-Systems die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien sicher. Die koordinierte Unternehmenskommunikation ist bei der Otto Group ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Es bestehen verbindliche Regelungen über einzuleitende Maßnahmen im Falle einer identifizierten Krise. Durch die kontinuierliche und vertrauensbildende Kommunikation der relevanten Themen beugt die Otto Group zudem potenziellen Reputationsrisiken in diesem Bereich vor. Das RMS wird von dem organisatorisch verantwortlichen Management in Zusammenarbeit mit dem Konzern-Controlling Beteiligungen fortlaufend weiterentwickelt und von der Konzern-Revision überprüft. Chancen und Risiken aus der Marktentwicklung Die Otto Group ist als weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den für sie relevanten Volkswirtschaften und den damit einhergehenden Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten abhängig. Der weltwirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2018 ist dabei durch einen voraussichtlich verstärkten Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion geprägt. Gleichwohl bestehen nach wie vor potenzielle Risikofaktoren und Unwägbarkeiten für die weltwirtschaftliche Entwicklung, welche mit bereits getroffenen oder anstehenden wirtschafts-, handels- und geldpolitischen Entscheidungen, den Auswirkungen der Rohölpreisentwicklung und den weiter anhaltenden geopolitischen Krisen zusammenhängen. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften (insbesondere Deutschland und USA) wird für das Jahr 2018 eine weitere Steigerung der bereits hohen konjunkturellen Dynamik prognostiziert, welche durch erhöhte Zuwachsraten der gesamtwirtschaftlichen Produktion gekennzeichnet sein dürfte. Die deutsche Volkswirtschaft wird sich vor dem Hintergrund des starken Beschäftigungsaufbaus, kräftig steigender privater Konsumausgaben und einer hohen Dynamik bei den Unternehmensinvestitionen auch im laufenden Jahr weiter beschleunigen und aufwärts gerichtet entwickeln. In der Eurozone dürfte sich die konjunkturelle Expansionsdynamik leicht verlangsamt fortsetzen und zu einer weiteren Verbesserung der Beschäftigungssituation führen. In den USA wird für das laufende Jahr eine deutlich dynamischere konjunkturelle Entwicklung erwartet, die insbesondere durch steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte getragen wird. Positive Impulse dürften ebenfalls von der zu Jahresbeginn 2018 in Kraft getretenen US-Steuerreform ausgehen. Gleichwohl bestehen Unsicherheiten, welche aus den getroffenen handelspolitischen Entscheidungen der US-Administration resultieren. Für die Otto Group bietet sich insgesamt betrachtet jedoch die Chance, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten in Europa und in Nordamerika, insbesondere durch steigende private Konsumausgaben, signifikant positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung haben wird. In den Schwellenländern - und damit in potenziellen Wachstumsmärkten der Otto Group - hat sich die seit mehreren Jahren zu beobachtende wirtschaftliche Schwächephase nicht fortgesetzt und es konnte eine spürbare Belebung des konjunkturellen Umfeldes in dieser Ländergruppe verzeichnet werden. Diese Entwicklung dürfte sich auch im Prognosezeitraum fortsetzen, allerdings wird sich die konjunkturelle Expansionsdynamik nicht weiter beschleunigen. Für Russland wird erwartet, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung weiter anhält. Eine nachhaltige Verstärkung der konjunkturellen Dynamik der russischen Volkswirtschaft gilt angesichts der weiterhin ungünstigen institutionellen Rahmenbedingungen jedoch als unwahrscheinlich. Positive Impulse für den privaten Konsum dürften sich dennoch durch eine drastisch verminderte Inflationsrate und damit wieder steigende Reallöhne ergeben. Der sehr intensive Einzelhandelswettbewerb ist nach wie vor ein maßgeblicher Wettbewerbsfaktor für die Otto Group. Insbesondere die hohe Preissensitivität im europäischen und nordamerikanischen Einzelhandel hat einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung in diesen Absatzmärkten. Es wird zudem erwartet, dass die anhaltend steigenden Baumwollpreise und die sich voraussichtlich auf dem derzeitigen moderaten Niveau stabilisierenden Rohölpreise einen insgesamt neutralen Effekt auf die Geschäftsentwicklung haben werden. Hingegen werden die Faktorkosten in den Herstellerländern, vor allem in Asien, langfristig weiter steigen. Die Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und analysiert, um entsprechende Maßnahmen abzuleiten, wie zum Beispiel die potenzielle Verlagerung in andere Beschaffungsmärkte. Dieses wird auch im Rahmen der Weiterentwicklung der Konzernstrategie sowie der Erneuerung der Angebote für die Kunden berücksichtigt. Die Strategie der Otto Group trägt durch die internationale Ausrichtung und die Bedienung unterschiedlicher Marktsegmente über verschiedene Vertriebskanäle langfristig zur Risikostreuung bei und begegnet mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen den je nach regionaler Marktentwicklung entstehenden Anforderungen. Das aktive Portfoliomanagement unterstützt die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele. In der jährlichen Portfolioanalyse wird jede Konzerngesellschaft der Otto Group auf ihr Potenzial geprüft und das Portfolio gegebenenfalls verändert. Durch die bisherigen Bemühungen konnten bereits spürbare Verbesserungen erreicht werden. Nachdem sich die Otto Group im Geschäftsjahr 2016/17 von den Aktivitäten des Geschäftsbereiches 3SI Commerce in Frankreich getrennt hat, konnte im Geschäftsjahr 2017/18 die darauf aufbauende Restrukturierung des französischen Logistikportfolios mit dem Verkauf der Mezzo-Gruppe und der Konzerngesellschaft DISPEO erfolgreich abgeschlossen werden. Einen wesentlichen Baustein der Portfoliooptimierung bildete der Verkauf von Anteilen an der ABOUT YOU GmbH und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18. Weitere Portfoliooptimierungen sollen auch in den kommenden Geschäftsjahren umgesetzt werden. Diese können sowohl Chancen als auch Risiken aufweisen. Risiken ergeben sich dabei insbesondere aus möglicherweise nicht erfolgreichen Turnarounds bei einzelnen Konzerngesellschaften beziehungsweise aus Liquiditäts- und Ergebnisbelastungen aus der Veräußerung von Konzerngesellschaften. Im Segment Multichannel-Einzelhandel sieht die Otto Group ausgeprägte Wachstumschancen in der stetigen Weiterentwicklung des E-Commerce. So konnte die im Jahr 2014 gestartete Erfolgsgeschichte des Online-Fashionshops aboutyou.de der ABOUT YOU GmbH, einer Gesellschaft der Collins GmbH & Co. KG, im Geschäftsjahr 2017/18 fortgeschrieben werden. Die ABOUT YOU GmbH gehört zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Unternehmen Europas. Sie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz im dreistelligen Millionenbereich mehr als verdoppelt. Geplant ist, das Unternehmen in den kommenden Jahren zu einem Milliarden-Umsatz-Unternehmen auszubauen. Wachstumstreiber sind dabei die Multiplikation des erfolgreichen Geschäftsmodells in internationale Märkte, der weitere Ausbau der IT-Organisation sowie die Entwicklung innovativer Marketingkonzepte. Um diese Chance zu verwirklichen, ist die Otto Group dabei, weitere Investoren und strategische Partner an der Gesellschaft zu beteiligen, die die vorhandenen Kompetenzen perfekt ergänzen. Risiken bestehen in der nicht plangemäßen Entwicklung der Gesellschaft. Die Konzerngesellschaft OTTO gehört zu den führenden E-Commerce Unternehmen in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte OTTO seinen aktiven Kundenbestand deutlich steigern. Dies führte in Kombination mit erfolgreichen Vertriebsaktionen und Initiativen zu erneutem Umsatzwachstum. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Weichen für die Erweiterung von otto.de zu einer Plattform gestellt. So konnte bereits, unter anderem durch die Ausweitung der Artikelnummern, eine Vielzahl neuer Partner und Artikel angebunden werden. Durch diese Entwicklung zu einer Plattform gewinnt OTTO Zugang zu neuen potenziellen Kundengruppen. Die Witt-Gruppe hat aus einer Position der Stärke heraus ihren Fokus auf forciertes Umsatzwachstum gelegt. Neben dem erfolgreichen Geschäft mit der bestehenden, ausgeprägt loyalen Kundschaft werden derzeit strategische Maßnahmen umgesetzt, um neue Kundengruppen zu erschließen. Ziel ist es unter anderem, einem steigenden Durchschnittsalter der Kunden entgegenzuwirken. Dies geht einher mit dem Eintritt in Marktsegmente mit stärkerem Wettbewerb und anderem Kundenverhalten. Die Witt-Gruppe befindet sich daher in einem deutlichen Wandel, wobei der Fokus insbesondere auf der weiteren Digitalisierung und der Fortsetzung der Verlagerung vom Katalog- zum Onlinegeschäft liegt. Zusätzlich werden auch neue internationale Märkte ins Visier genommen, wie beispielsweise durch den Markteintritt in die USA im Geschäftsjahr 2017/18. Die Otto Group sieht darüber hinaus ausgeprägte Chancen in einer tieferen Marktdurchdringung in den bestehenden ausländischen Zielmärkten, muss sich jedoch auch konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken in diesen Märkten stellen. Das Geschäft der Crate and Barrel-Gruppe in den USA und Kanada entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin positiv. Ursache hierfür waren unter anderem vielfältige Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. Sie betrafen zum Beispiel die Sortimente und das Serviceangebot in den Filialen, aber auch zusätzliche Sortimente und neue Funktionen im Onlineshop. Für das Geschäftsjahr 2018/19 sind weitere Maßnahmen, wie zusätzliche Filialeröffnungen und Investitionen in IT und Logistik, geplant. Zudem ergeben sich kurz- bis mittelfristig deutlich positive Effekte aus der Entlastung durch die zu Jahresbeginn 2018 in Kraft getretene US-Steuerreform. In Großbritannien gelang es der Freemans Grattan Holdings im Geschäftsjahr 2017/18, trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes im Distanzhandelsgeschäft in Landeswährung weiter zu wachsen. Die Weiterentwicklung des Onlineangebots und entsprechend weiterhin überdurchschnittlich wachsende Onlineumsätze konnten maßgeblich dazu beitragen. Durch die konsequente Nutzung weiterer Chancen aus der Digitalisierung zur Verbesserung von Angebot und Service für die Kunden erwartet FGH eine Fortsetzung des Wachstumskurses im Geschäftsjahr 2018/19. Gleichwohl ergibt sich eine Reihe von Risikofaktoren, welche mit der Brexit-Entscheidung zusammenhängen und unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von FGH haben können. Die konkreten Implikationen hieraus hängen von der Ausgestaltung der zukünftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien ab. In einem bereichsübergreifenden Brexit-Projektteam werden die aktuellen Entwicklungen eng verfolgt und vorbereitende Maßnahmen für FGH und die Otto Group ergriffen. In Russland ist die Geschäftsentwicklung aller russischen Aktivitäten der Otto Group durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die hohe Volatilität des Russischen Rubel beeinflusst. Den daraus resultierenden Risiken wird mit diversen Maßnahmen entgegengewirkt. Zusätzlich entwickelt sich der Wettbewerb im russischen Versand- und Onlinehandel rasant und die Kundenanforderungen steigen stetig. Um diesen Herausforderungen standhalten zu können, werden fortlaufend mögliche, teilweise strukturelle Maßnahmen geprüft. Diese aktuelle Entwicklung führt auch dazu, dass weiterhin langfristig Wachstumschancen für die Aktivitäten der Otto Group in Russland gesehen werden. Im Segment Finanzdienstleistungen bestehen weiterhin Marktchancen für profitables Wachstum. Insbesondere für die EOS Gruppe wird erwartet, dass die sehr gute Entwicklung sowohl im Inland als auch im europäischen Ausland fortgesetzt wird und das Niveau der Investitionen ausgebaut werden kann. Andererseits bestehen Risiken in einer möglichen Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen für das operative Geschäft sowie im potenziellen Ausfall von Großkunden. Unter dem Dach der Otto Group Digital Solutions GmbH erfolgt neben der Bündelung bestehender auch die Schaffung neuer digitaler, handelsnaher B2B-Geschäftsmodelle, die durch konzerneigene Company Builder entwickelt werden. Damit verfolgt die Otto Group das Ziel, unter Nutzung von innovativen Technologien neue, marktfähige Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Konzernportfolios zu entwickeln und damit die kontinuierlich wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen. Durch die Gründung eines weiteren Company Builder, der into-e GmbH, im Geschäftsjahr 2017/18 wurde das Investitionsbudget für innovative Konzepte und technologiebasierte Prototypen zusätzlich erhöht. Aber auch weitere Investitionen in bereits entwickelte Geschäftsmodelle werden vorgenommen. So wird beispielsweise durch die collect Artificial Intelligence GmbH eine Lösung für Forderungsmanagement auf Basis von künstlicher Intelligenz weiter ausgebaut. Mit den Entwicklungen in diesen Geschäftsmodellen wird die Otto Group die Ausschöpfung des in der Unternehmensgruppe vorhandenen Potenzials weiter vorantreiben und hat auch die Chance, vom externen Wachstum des E-Commerce zu profitieren. Das Segment Service wird auch in den kommenden Geschäftsjahren davon profitieren, dass national und international eine hohe Dynamik auf den Märkten vorherrscht, in denen die Hermes Gruppe - nachfolgend auch Hermes - aktiv ist. Gleichzeitig bedeutet die Attraktivität der Märkte aber auch eine hohe Wettbewerbsintensität durch bestehende und neue Marktteilnehmer. Vor diesem Hintergrund setzt Hermes auf ein breit angelegtes Projektprogramm, um trotz des hohen Wettbewerbs- und Kostendrucks die Leistungsfähigkeit und die Marktposition nachhaltig zu stärken und auszubauen. So wird zum Beispiel in Deutschland mit dem neuen Wunsch-Express-Service ein neues Angebot für besonders schnelle Übernachtlieferungen eingeführt. Im Zuge des erweiterten Serviceangebots konnte darüber hinaus mit der Einführung von inzwischen nur noch zweistündigen Zeitfenstern für die Zustellung das Serviceniveau für die Endkunden weiter erhöht werden. Gleichzeitig begegnet Hermes möglichen Risiken aus der Diskussion um Abgas- und Feinstaubbelastungen mit diversen Modellversuchen zur Elektromobilität auf der letzten Meile. Konkrete Erprobungen laufen derzeit in Hamburg und Göttingen. Darüber hinaus optimiert Hermes weiterhin die Standortstruktur in Deutschland, um die Zustellkapazitäten deutlich zu erhöhen, neue Kundensegmente zu erschließen und dabei gleichzeitig die Zustellzeiten zu beschleunigen. Hieraus ergibt sich die Chance, auch zukünftig vom stark wachsenden E-Commerce-Markt und steigenden Zustellungen von Unternehmen an Privathaushalte zu profitieren. Zur Stärkung der Marktposition im Ausland investiert unter anderem die Hermes Parcelnet Limited weiterhin deutlich in die logistische Infrastruktur und hat im Geschäftsjahr 2017/18 im englischen Rugby Hermes größtes Logistikcenter in Europa eröffnet. Finanzrisiken Aufgrund ihrer weltweiten Ausrichtung trifft die Otto Group auf eine Reihe finanzieller Risiken. Diese Risiken werden identifiziert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen gesteuert. Für die Otto Group sind insbesondere das Kontrahentenrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Marktrisiko zu betrachten. Den Rahmen für den Umgang mit Finanzrisiken bildet eine konzernweit verbindliche Richtlinie ("Fachanweisung Finanzen"). Die Unternehmensgruppe ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Im engeren Sinne wird darunter das Risiko verstanden, dass Kreditnehmer oder Kontrahenten aufgrund einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse Verbindlichkeiten gegenüber der Otto Group nicht oder nur zum Teil begleichen können. Die Kreditausfallrisiken werden durch adäquate Kreditsteuerungssysteme unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikosegmentierung des Kundenportfolios begrenzt. Die Risikosegmentierung wird permanent angepasst. Darüber hinaus werden die Kreditaktivitäten im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig auf die geschäftsmodellspezifischen Risiken aus der Veränderung von Umfeldfaktoren hin untersucht und die bestehenden Reaktionsmechanismen bei Bedarf modifiziert. Zudem arbeitet die Otto Group zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos grundsätzlich nur mit Geschäftsbanken zusammen, die über eine ausreichende Bonität verfügen. Sowohl durch diesen qualitativen Auswahlprozess als auch durch ein ausgewogenes Bankenportfolio wird das Ausfallrisiko auf ein vertretbares Maß reduziert. Die Bonität der Geschäftsbanken der Otto Group wird im regelmäßigen Turnus anhand verschiedener Instrumente vom Finanzrisikocontrolling überprüft. Das Liquiditätsrisiko für die Otto Group besteht darin, dass sie nicht über genügend Finanzierungsmittel verfügen könnte, um fixierten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder benötigte Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Das Finanzierungsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität der Otto Group ab. So wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Als Refinanzierungsinstrumente kommen grundsätzlich sämtliche Geld- und Kapitalmarktprodukte, aber auch Leasing und Factoring in Frage. Durch das ausgewogene Bankenportfolio mit ausreichend freien Kreditlinien wäre die Liquidität der Otto Group auch in einem krisengeprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld jederzeit gewährleistet. Aufgrund der guten Bonität und langfristiger, enger Bankenbeziehungen ist die Otto Group auch in einem volatilen Finanzmarktumfeld zu jeder Zeit in der Lage, ihre Liquidität über zusätzliche Bankkreditlinien abzusichern. Dabei werden bei den im Rahmen der zentralen Konzernfinanzierung abgeschlossenen Verträgen keine Financial Covenants vereinbart. Ein Risiko ergibt sich jedoch aus der anhaltend starken Regulierung des Bankensektors, welche künftig zu einer rückläufigen Kreditvergabemöglichkeit und -bereitschaft der Banken führen könnte. Mit den begebenen Anleihen wurde diesem Risiko Rechnung getragen und die Kapitalmarktfähigkeit der Unternehmensgruppe unter Beweis gestellt. Mit einem Emissionsvolumen von mehr als 2,1 Mrd. EUR seit 2009 ist die Otto Group einer der größten Emittenten im Unrated-Bereich. Seit 2013 verfügt die Otto Group mit dem EMTN-Programm über eine Plattform zur flexiblen Begebung von Anleihen, mit der sie Opportunitäten am Kapitalmarkt optimal nutzen kann. Dies machte sich die Otto Group im Geschäftsjahr 2017/18 mit mehreren Anleiheemissionen im Gesamtvolumen von 390 Mio. EUR erneut zunutze. Seit dem Geschäftsjahr 2016/17 verfügt die Otto Group zudem über ein Commercial Paper-Programm zur Begebung kurzfristiger Wertpapiere. Hiermit hat die Unternehmensgruppe die Möglichkeit, kurzfristigen Finanzierungsbedarf in Ergänzung zu den bestehenden Kreditlinien bei Banken auch über den Kapitalmarkt zu decken. Der Liquiditätsbedarf der Otto Group wird rollierend über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie eine tägliche Planung mit einem Horizont von mindestens vier Wochen ermittelt. Beide Planungen werden regelmäßigen Abweichungsanalysen unterzogen. Marktrisiken im Sinne der Kategorien des IFRS 7 beschränken sich in der Otto Group auf Währungen und Zinssätze. Währungsrisiken ergeben sich aus Zahlungseingängen in Fremdwährung aus dem Kundengeschäft sowie aus Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten, die in einer Fremdwährung zu begleichen sind. Letztere entstehen zum großen Teil aus dem Wareneinkauf in US-Dollar beziehungsweise in Hongkong-Dollar und dem anschließenden Warenverkauf in Euro. Ein weiteres Risiko besteht in Russland, wo der Wareneinkauf teilweise in Euro erfolgt und die Waren in Russischem Rubel veräußert werden. Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Veränderung von Zinssätzen, die zu Gewinnen beziehungsweise Verlusten der zinstragenden Positionen führen. Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden durch eine währungs- und fristenkongruente Refinanzierung begrenzt. Verbleibende Risiken aus den offenen Währungs- und Zinspositionen werden mit adäquaten Risikomessmethoden bewertet. Bei Bedarf erfolgt eine weitere Risikoreduzierung vor allem durch den Einsatz von Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften sowie von Zinsswaps. Grundsätzliches Ziel des Risikomanagements ist es, Auswirkungen von Marktpreisänderungen auf Cashflows auf ein vertretbares Maß zu begrenzen. Die unabhängige Risikoüberwachung überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit der Steuerungsmaßnahmen und die Einhaltung der Referenz- beziehungsweise internen Verrechnungskurse. Zur Sicherstellung einer unabhängigen, regelmäßigen Risikoberichterstattung an die jeweilige Geschäftsführung sind geeignete Reporting-Strukturen implementiert. Diese gewährleisten sowohl regelmäßige Informationen über die aktuelle Risikoposition als auch Ad-hoc-Meldungen. Zur finanziellen Risikokonzentration wird auf den Konzernanhang verwiesen (siehe hierzu Konzernanhang zum 28. Februar 2018, Ziffer (37) "Finanzinstrumente"). Chancen und Risiken aus Kernprozessen Aus den operativen Aufgabenbereichen ergeben sich Chancen und Risiken in den Bereichen Beschaffung und Logistik. Die sofortige Lieferbereitschaft in hoher Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Lieferausfälle, Lieferverzögerungen und Qualitätsmängel wirken sich auf das Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit der Bestellabwicklung aus und beeinträchtigen die Versandhandelsumsätze. Diesen Risiken begegnet die Otto Group mit einem professionellen Beschaffungsmanagement, das besonderen Wert auf die Lieferantenauswahl legt. Potenzielle Qualitätsmängel werden durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten und den Herstellern sowie durch ständige Qualitätskontrollen weitgehend begrenzt. Dieses konsequente Vorgehen wird sich auch positiv auf die verschärfte Gesetzgebung zum Inverkehrbringen von Textilien mit chemischen Substanzen auswirken, so dass hier die Risiken minimiert werden können. Ein besonderes Augenmerk legt die Otto Group auch auf die Absicherung sozial verträglicher Arbeitsbedingungen über das Sozialmanagementsystem und durch die Integration von Lieferanten von Eigen- und Lizenzmarken in das Sozialprogramm. Darüber hinaus unterstützen geeignete Systeme die Beschaffungsvorgänge. An der Systemunterstützung, wie auch an den Beschaffungsprozessen, wird kontinuierlich gearbeitet, um die rechtzeitige Warenverfügbarkeit auch in Zeiten einer temporären Ressourcenverknappung jederzeit zu gewährleisten. Es werden digitale Innovationen genutzt, um datengetriebene, agile und schnelle Prozesse zu entwickeln und anzuwenden. Der Bereich Logistik nimmt innerhalb der Otto Group eine Schlüsselposition ein. Hier wird auf hoch entwickelte Prozesse und Systeme zurückgegriffen - von der Abholung über den Warenumschlag bis zur intelligenten Tourenplanung der konzerneigenen Paketdienstleister. Ausgehend von der langjährigen Erfahrung im Bereich der Logistikdienstleistungen werden Ressourcen bereitgehalten, die auch den üblichen saisonalen Spitzenbelastungen standhalten. Veränderte Geschäftsmodelle der konzerninternen Kunden führen jedoch zu neuen logistischen Herausforderungen. So müssen beispielsweise Next-Day-Laufzeiten und extreme Mengen-Peaks durch die Logistikgesellschaften der Otto Group gemanagt werden. Hierzu müssen logistische und IT-technische Änderungen an bestehenden Systemen vorgenommen werden und auch die Personaleinsatzplanung muss sich den neuen Herausforderungen stellen. Ein Risiko besteht unter anderem in dem sich zunehmend stärker auswirkenden Zustellermangel. Um künftig die verschiedenartigen Geschäftsmodelle der konzerninternen Kunden erfolgreich zu unterstützen, wird die Lagerlogistik aktuell auf firmenspezifische Logistikstandorte umgestellt. Außerdem führen Kapazitätserweiterungen und Kapazitätsneubauten in Deutschland dazu, die Laufzeiten und die Sortimentsbreite für die Endkunden weiter zu verbessern. Die Beobachtung der Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt und ein konsequentes Kostencontrolling in Form einer kontinuierlichen Evaluierung der Bestandsentwicklung mit Unterstützung digitaler Module sorgen für eine optimale Bestandsstruktur in allen Produktgruppen. Chancen und Risiken aus Unterstützungsprozessen Die IT-Systeme der Otto Group unterliegen einer laufenden Weiterentwicklung, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen der Geschäftsmodelle sowie der Märkte gerecht zu werden. Ziel hierbei ist die bestmögliche Unterstützung der Konzerngesellschaften bei der Digitalisierung durch die Otto Group IT. Durch die Professionalisierung der IT-Kundenbeziehungen und eine stärkere Marktausrichtung der IT-Services ermöglichen die IT-Bereiche der Otto Group den konzerninternen IT-Kunden eine Fokussierung auf das jeweilige Kerngeschäft. Die Otto Group sieht hierin Chancen, das zukünftige Onlinewachstum der Unternehmensgruppe auch weiterhin bestmöglich zu gewährleisten. Für Zwecke der Digitalisierung wurde im Geschäftsjahr 2017/18 aus dem Programm A 2 das Projekt "ACHT" - Ausweitung der Artikelnummern - erfolgreich umgesetzt. Durch das Programm A 2 wird die Voraussetzung geschaffen, das Artikelangebot sowie das Serviceangebot deutlich zu erweitern und die Produktdatenerstellung zu optimieren. Hieraus ergeben sich Chancen, noch stärker vom wachsenden E-Commerce zu profitieren. Der ausgeprägte Einsatz von Informationstechnologie, insbesondere in sensiblen Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung, erhöht den Schutzbedarf vor unberechtigten Datenzugriffen und Datenmissbrauch (Cyberkriminalität). Gegen diese Risiken sichert sich die Otto Group durch umfassende Sicherheitskonzepte ab. Neben organisatorischen Maßnahmen bilden Firewall-Systeme auf unterschiedlichen Ebenen, der Einsatz von Virenscannern sowie Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitere Elemente der Sicherheitsstrategie. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitstests durch interne und externe Spezialisten durchgeführt und daraus abgeleitete Maßnahmen konsequent umgesetzt und nachgehalten. Ab dem 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung das Datenschutzrecht innerhalb der Europäischen Union einheitlich und unmittelbar regeln. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung birgt dahingehend Risiken für die Otto Group, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend sicher ist, wie einzelne Vorgaben der Verordnung tatsächlich auszulegen sind. Diesbezüglich sind Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs zu einzelnen relevanten Themengebieten abzuwarten, die negative, aber auch positive Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle haben können. Bis zu einer abschließenden Klärung wichtiger Rechtsfragen durch den Europäischen Gerichtshof werden vereinzelte Datenverarbeitungen naturgemäß mit einem Restrisiko verbunden sein. Die Funktionsfähigkeit der in Verantwortung der Otto Group selbst betriebenen, eigenen Rechenzentren wird durch Brandschutzanlagen und Notstromsysteme auch nach einem Brand oder bei Stromunterbrechungen sichergestellt. Die Netzwerkanbindung sowie die Stromversorgung erfolgen über jeweils zwei getrennte Hauseinführungen. Die geschäftskritischen Systeme werden in zwei Rechenzentren redundant gehalten. Das gilt auch für die wichtigen Datenbestände, die permanent über beide Rechenzentren gespiegelt werden. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Sicherung der Datenbestände. Der Zugang zu den Rechenzentren ist mehrfach geschützt und erfolgt über ein Zutrittskontrollsystem. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018/19 startete eine strategische Neuausrichtung der Rechenzentren. Die Neuausrichtung hat die Modernisierung des Rechenzentrumbetriebs am Standort Hamburg-Bramfeld sowie den Aufbau einer extern betriebenen Co-Location zum Inhalt, die höchsten Standards entspricht. Der etablierte IT-Notfall-Managementprozess sorgt zusätzlich für den permanenten Ausbau der IT-Notfall-Vorsorgemaßnahmen. Regelmäßige Notfallübungen werden durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen einzeln und im Verbund zu überprüfen. Unter Gesichtspunkten der Risikominimierung werden sämtliche Systementwicklungen grundsätzlich in separaten Umgebungen vorgenommen, vor der Übernahme in den Praxisbetrieb umfangreichen Tests unterzogen und erst nach Freigabe durch die verantwortlichen Führungskräfte aus dem Fach- und IT-Bereich in den laufenden Betrieb übernommen. Das Hosting eines Großteils der inländischen SAP-Systeme erfolgt in den Rechenzentren eines strategischen Partners, wobei dieser - sowie seine Prozesse und seine Leistungserbringung - regelmäßig unter definierten Kriterien geprüft wird. Dazu gehören sowohl Prüfungen durch die Konzern-Revision als auch eine Prüfung durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Vertragsrisiken Rechtliche Risiken, Compliance-Risiken entlang der Supply Chain (Einkauf und Logistik), wettbewerbsrechtliche Themenstellungen und IP-Recht werden durch eine umfassende Auseinandersetzung mit den einschlägigen Fragestellungen, zu der auch externe Experten herangezogen werden, geklärt und durch entsprechende Vertragsgestaltungen weitgehend ausgeschlossen. Gewährleistungsrisiken werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen so weit wie möglich auf die Lieferanten übertragen. Durch den Abschluss von Versicherungen wird bei den verbleibenden Risiken die Schadenshöhe minimiert beziehungsweise eine Pflicht zum Schadensausgleich wirtschaftlich vollständig ausgeschlossen. Im Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit sind regelmäßig Gerichtsverfahren gegen einzelne Konzerngesellschaften anhängig. Zur Begrenzung der Haftungsrisiken aus diesen Prozessen hat die Otto Group Versicherungen abgeschlossen. Über außergewöhnliche Rechtsstreitigkeiten ist nichts zu berichten. Sonstige Risiken Sonstige Risiken werden im Rahmen des zentralen Risikomanagementsystems identifiziert. Sie werden im Hinblick auf ihre Relevanz analysiert und bewertet sowie mit geeigneten Maßnahmen angemessen gesteuert. Kein erkennbares Gesamtrisiko In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Unternehmensgruppe lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass keine den Fortbestand der Otto Group gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Unternehmerische Verantwortung Mitarbeiter Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter * sind für die Otto Group einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ihre vielfältigen Kompetenzen, ihre Erfahrungen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Engagement fördern die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe. ( *Überall dort, wo ausschließlich die männliche Personenbezeichnung verwendet wird, geschieht dies lediglich mit Blick auf die bessere Lesbarkeit des Textes. Alle Bezeichnungen gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.) In der Otto Group waren im Geschäftsjahr 2017/18 - auf Vollzeitkräfte umgerechnet - durchschnittlich 51.785 Mitarbeiterbeschäftigt(2016/17: 49.787).
Der kontinuierlichen Förderung und Qualifizierung der Belegschaft kommt in der Otto Group traditionell eine große Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels, der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie des spürbaren Fachkräftemangels sind die Anforderungen an ein erfolgreiches Personalmanagement weiterhin hoch. Ein wesentliches Ziel der konzernweiten Personalstrategie ist es daher, die Entfaltung der vorhandenen Mitarbeiterpotenziale durch richtige Rahmenbedingungen und Angebote zu ermöglichen und konkret zu fördern. Als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" (charta-der-vielfalt.de) will die Otto Group jedem Mitarbeiter - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität - gleiche Chancen bieten. Vielfalt ist zudem wichtig, um die Komplexität des digitalen Wandels innovativ nutzen zu können. Deswegen setzt das konzernweite Diversity Management auf die entsprechenden individuellen Perspektiven und Fähigkeiten von allen Mitarbeitern. Um dies zu unterstützen, werden die unternehmensspezifischen Diversity-Ziele der Konzerngesellschaften durch ein konzernweites Diversity Controlling kontinuierlich begleitet und nachgehalten. Die im Jahr 2012 von weiblichen Führungskräften der Otto Group gegründete Initiative "Power of Diversity" verfolgt das Ziel, den weiblichen Führungsnachwuchs konzernweit durch gezielte Aktivitäten zu fördern und damit perspektivisch den Frauenanteil auch im Topmanagement zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten sich die Mitglieder der Initiative vor allem mit der Fragestellung, wie es gelingen kann, mehr weibliche Talente für Tech- und Digitalberufe zu begeistern. Ferner wurde zur gezielten Karriereförderung für weiblichen Führungsnachwuchs das Programm "Boost Your Career" aus dem strategisch abgeleiteten Angebot an konzernweiten Entwicklungsprogrammen der Otto Group Academy im Jahr 2017 bereits zum fünften Mal durchgeführt. Als Austauschplattform für die verschiedenen Initiativen zum Thema "Frauen und Führung" aus den einzelnen Konzerngesellschaften der Otto Group fand zudem die Veranstaltung "Boost Your Network" im Herbst 2017 zum vierten Mal statt. Dort wurde einerseits darüber diskutiert, wie Frauen Tech- und Kulturpioniere werden können, und es wurde andererseits gemeinsam über die dafür wichtigen, aus dem Kulturwandel 4.0 der Otto Group hervorgegangenen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel Mut, Eigenverantwortung und Vertrauen, reflektiert. Im Zusammenhang mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen hatte sich die Otto Group folgende Ziele gesetzt, die zum 30. Juni 2017 überprüft werden sollten: Im Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe sollte eine Zielquote von 25 % erreicht werden. Diese wurde mit einer Ist-Quote von 30 % zum 30.06.2017 klar erfüllt. Für die Geschäftsführung der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH wurde eine Zielquote von 28 % festgelegt, die mit einer Ist-Quote von 28 % zum 30.06.2017 ebenfalls voll erfüllt wurde, wobei durch mehrere Wechsel in der Geschäftsführung diese Quote aktuell nicht mehr erreicht wird. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführte und tournusmäßig stattgefundene Neuwahl sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats wird der Aufsichtsrat in der kommenden, im Mai 2018 stattfindenden Sitzung auch die gesetzten Zielquoten sowohl für den Aufsichtsrat selbst als auch für die Geschäftsführung überprüfen und sodann entweder als neue Quoten bestätigen oder diese neu festsetzen. In den Geschäftsführungen der vom Gesetz erfassten Konzerngesellschaften wurde bisher und wird auch bis zum 31.12.2021 angestrebt, dass jeweils mindestens eine Position von einer Frau besetzt wird. Dies ist bislang in vier von dreizehn Konzerngesellschaften der Fall. Für die erste Führungsebene haben sich diese Konzerngesellschaften im Mittel das Ziel gesetzt, eine Quote von 23 % zu erreichen. Dies wurde mit einer Ist-Quote zum 31.12.2016 * von 20 % knapp unterschritten (Zielquote bis zum 31.12.2021: weiterhin 23 %). Auf der zweiten Führungsebene wurde die Zielquote von 30 % mit einer gemittelten Ist-Quote von 34 % zum 31.12.2016 (neue Zielquote bis zum 31.12.2021: 33 %) erreicht. ( *Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht den 30.06.2017 als spätestmöglichen Stichtag für die Festlegung der Zielgrößen vor. Zur Synchronisation der Berichtszyklen erfolgt hier eine Betrachtung zum Stichtag 31.12.2016.) Als international agierende Unternehmensgruppe kommt dem Austausch und der Vernetzung der Mitarbeiter über die Unternehmens- und Ländergrenzen hinaus eine hohe Bedeutung zu. Um durch gegenseitigen Austausch besser voneinander zu profitieren, die Perspektive zu wechseln, Schnittstellen zu verbessern und neue Impulse zu fördern, wurde Anfang 2017 eine unternehmensübergreifende Hospitationsplattform ins Leben gerufen. Dort können Mitarbeiter proaktiv Hospitationen anbieten und finden, um Kollaboration und Wissensaustausch zu fördern und ihre Kompetenzen weiter auszubauen. Seit Beginn stieg die Anzahl der auf der Plattform angebotenen Hospitationsplätze deutschlandweit auf rund 100 Hospitationsplätze. Ein weiteres Instrument zum unternehmens- und länderübergreifenden Austausch ist die App "Otto Group JobFinder". Die App gleicht konzernweit die deutsch- und englischsprachigen Vakanzen mit den User-Profilen der angemeldeten Mitarbeiter und externen Interessenten ab und bietet entsprechende Vakanzen an. Als mobile Lösung spricht der "Otto Group JobFinder" insbesondere technikaffine Talente an und wird verstärkt genutzt. Eine wesentliche Säule der gruppenweiten Personalstrategie bildet das konzernweite Angebot an grundlegenden Qualifizierungen sowie die systematisch an den Bedarfen der Unternehmensgruppe orientierten Entwicklungsprogramme für Führungskräfte und Professionals der Otto Group Academy. Hier werden im Rahmen verschiedener unternehmensübergreifender Formate auch verstärkt Mindset und Methoden in agilen Organisationen vermittelt. Die Kompaktausbildung zum Agile Coach ist beispielsweise ein neues Angebot der Otto Group Academy, in der die Teilnehmer lernen, agile Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten. Zudem wurde mit dem "Digital Readiness Program" ein individualisiertes Trainingsprogramm durchgeführt, um im Topmanagement ein gemeinsames Verständnis zu den vielfältigen Dimensionen des Themas Digitalisierung zu schaffen und gemeinsam zu lernen. Die gruppenweite Vernetzung wird dabei außerdem durch die regelmäßige Ausrichtung von übergreifenden Veranstaltungen für die Alumni der Otto Group Academy unterstützt. Ganz entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe und die zukünftige Personalstrategie war zudem der Anstoß zum Kulturwandel 4.0 im Dezember 2015. Prof. Dr. Michael Otto und Benjamin Otto haben gemeinsam mit dem Konzernvorstand in diesem Rahmen zu einem Kulturwandel in der Otto Group aufgerufen. Kernziel ist es seitdem, die Otto Group noch schneller, offener und vernetzter zu machen. Um diesen Wandel zu gestalten, ist die umfassende Einbindung und Diskussion mit allen Kollegen ein ganz entscheidender Treiber: So haben im vergangenen Jahr tausende Kolleginnen und Kollegen an einer gemeinsamen Standortbestimmung der Otto Group mitgearbeitet. Daraus ist ein neues Leitbild entstanden mit dem Kernsatz: "Gemeinsam setzen wir Maßstäbe." Über diese begonnene Gemeinsamkeit hinaus soll in Zukunft eine noch stärkere Vernetzung über alle Konzerngesellschafts- und Hierarchiegrenzen hinweg entstehen, um noch größere Synergien zu heben. Im vergangenen Jahr nahm darüber hinaus das zentrale Kulturwandelteam in der Konzernzentrale in Hamburg seine Arbeit auf, das mittlerweile in einem Netzwerk mit rund 20 lokalen Kulturwandelteams weltweit den Wandel in der Unternehmensgruppe vorantreibt. Darüber hinaus ist die systematische Integration der Veränderungen in die Human Resources-Instrumente ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um eine nachhaltige Wirksamkeit sicherzustellen. So unterstützen unternehmensübergreifende Personalinitiativen wie zum Beispiel "Recruiting 4.0" den konzernweiten Wandel. Das Verständnis zu "Recruiting 4.0" rückt den Bewerber als Kunden in den Mittelpunkt und betont die Relevanz des Cultural Fit eines potenziellen Mitarbeiters über die fachliche Kompetenz hinaus. Nachhaltigkeit Die Otto Group steuert Nachhaltigkeit als Verknüpfung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Anforderungen für die gesamte Wertschöpfungskette über den Managementprozess impACT. Die aus diesem Prozess resultierenden Maßnahmen werden unter dem Dach der verbindlichen CR-Strategie 2020 umgesetzt. CR-Strategie 2020 Als fester Bestandteil der Konzernstrategie umfasst die CR-Strategie 2020 fünf Teilstrategien. Diese fördern den Einsatz nachhaltig angebauter Baumwolle sowie von Holzprodukten aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Weiterhin zielen sie auf die Einhaltung von Sozialstandards in der Lieferkette und auf eine Reduktion der CO 2-Emissionen an Standorten und bei Transporten. Seit dem Geschäftsjahr 2014/15 ist die jährliche variable Vergütung der Mitglieder des Konzernvorstands an die Erreichung der Ziele der CR-Strategie 2020 geknüpft. Die CR-Strategie 2020 wird seit dem Jahr 2013 von allen wesentlichen Konzerngesellschaften (Geschäftsjahresaußenumsatz von mehr als 100 Mio. EUR) mit Sitz in Deutschland und Österreich umgesetzt *. Diese erwirtschaften 57 % des Konzernumsatzes (im Geschäftsjahr 2017/18) und sind dabei für annähernd 80 % der ökologischen Schadwirkungen verantwortlich. ( *Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden zudem die wesentlichen Konzerngesellschaften der Freemans Grattan Holdings (Großbritannien) und der Crate and Barrel-Gruppe (USA und Kanada) sowie die ausländischen Konzerngesellschaften der bonprix-Gruppe (USA, Frankreich, Italien, Polen) neu in die CR-Strategie 2020 integriert. Für diese Konzerngesellschaften gelten separate Zielpfade ab dem Kalenderjahr 2017, so dass deren Zielerreichungswerte nicht in die Ermittlung der Kennzahlen aus der CR-Strategie 2020 einbezogen werden.) Zielerreichungsstand und Prognosen zu den Teilstrategien Sämtliche Kennzahlen der CR-Strategie 2020 haben sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Damit haben sich die einzelnen Prognosen für die Entwicklung im Jahr 2017 * erfüllt beziehungsweise übererfüllt (Sozialprogramm). Für das Jahr 2018 rechnet die Otto Group mit einer Fortsetzung dieser positiven Gesamtentwicklung. ( *Alle nachfolgenden Kennzahlen beziehen sich auf das jeweilige Kalenderjahr.)
* Das Ziel bezieht sich auf die bereinigten CO 2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2006. ** Der Wert hat sich durch aktualisierte Standortdaten gegenüber dem Geschäftsbericht 2016/17 von -34 % auf -36 % verändert. Die Textilstrategie fördert den nachhaltigen Anbau von Baumwolle: Im Jahr 2020 soll bei den Eigen- und Lizenzmarken der Konzerngesellschaften ausschließlich Baumwolle aus nachhaltigem Anbau eingesetzt werden. Als nachhaltige Baumwolle wird neben Bio-Baumwolle vor allem Baumwolle aus der Initiative Cotton made in Africa - nachfolgend CmiA - eingesetzt. Ab dem Jahr 2018 wird zusätzlich der Anteil recycelter Baumwolle in die Kennzahl der Textilstrategie einbezogen. Der Einsatz nachhaltiger Baumwolle stieg im Jahr 2017 auf 78 % (2016: 49 %) *. Dieser prognostizierte deutliche Anstieg ist überwiegend auf die zunehmend etablierten Beschaffungsprozesse von CmiA und die dadurch stark gestiegenen Beschaffungsmengen zurückzuführen. Dabei kommt den Konzerngesellschaften OTTO und bonprix Handelsgesellschaft mbH sowie den Konzerngesellschaften der Witt-Gruppe eine Schlüsselrolle zu. Infolge steigender CmiA-Beschaffungsmengen wird für das Jahr 2018 mit einem weiterhin wachsenden Anteil an nachhaltiger Baumwolle gerechnet. ( *Da die Frankonia Handels GmbH & Co. KG seit dem Jahr 2017 nicht mehr die Voraussetzungen der Textilstrategie erfüllt, sind ihre Daten nicht mehr in den Konzern-Ist-Werten für das Jahr 2017 enthalten.) Mit der Möbelstrategie verfolgt die Otto Group die vollständige Umstellung ihres eigenbewirtschafteten Holzmöbelsortiments auf Artikel aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft, die vom Forest Stewardship Council(r) - nachfolgend FSC - zertifiziert wurden. Im Jahr 2017 betrug der Anteil an FSC-zertifiziertem Holz am gesamten Holzmöbelsortiment 52 % (2016: 46 %). Der prognostizierte deutliche Anstieg des FSC-Anteils resultiert aus in Vorjahren getroffenen und langfristig gültigen Vereinbarungen der Konzerngesellschaften mit den wichtigsten Möbellieferanten. Für das Jahr 2018 wird ein leichter Anstieg des FSC-Anteils am Holzmöbelsortiment erwartet. Die Papierstrategie soll den Anteil an FSC-zertifiziertem Katalogpapier bis 2020 auf mindestens 60 % * steigern. Dies bezieht sich auf Katalogpapier sowohl aus Tiefdruck- als auch aus Offsetdruckverfahren. Der FSC-Anteil konnte im Jahr 2017 auf 43 % (2016: 34 %) gesteigert werden. Ursächlich für den prognostizierten deutlichen Anstieg waren ausgehandelte langfristige Vereinbarungen mit Lieferanten durch die Konzerngesellschaft OTTO, die die Beschaffung eines Großteils des Katalogpapiers innerhalb der Otto Group koordiniert. Aufgrund der getroffenen Vereinbarungen wird für das Jahr 2018 mit einem weiteren deutlich steigenden FSC-Anteil bei Katalogpapier gerechnet. ( *Der Zielwert der Papierstrategie wurde auf 60 % erhöht.) Mit dem Sozialprogramm strebt die Otto Group mehr Transparenz sowie die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in den Fabriken ihrer Lieferanten an. In das Programm sollen alle Lieferanten für Eigen- und Lizenzmarken der Konzerngesellschaften mit Produktionsstätten in Risikoländern * integriert werden. Als integriert gelten Lieferanten, die für alle aktiven Fabriken gültige und akzeptierte Sozialaudits oder Zertifikate zum Zeitpunkt der Produktion nachweisen können. Im Jahr 2017 traf dies auf 91 % der Lieferanten zu (2016: 80 %). Der Anstieg des Anteils der integrierten Lieferanten ist auf die Konzentration von Lieferanten und eine konsequente Beendigung der Zusammenarbeit mit Lieferanten, welche die Standards nicht erfüllen, zurückzuführen. Die Otto Group erwartet für das Jahr 2018 eine weitere leichte Steigerung der Integrationsquote. Die Prognose basiert auf der fortgeführten Optimierung von technischen sowie Managementprozessen und der weiteren Beendigung der Zusammenarbeit mit Lieferanten, die unsere Standards nicht erfüllen. ( *Die Klassifikation der Risikoländer erfolgt entsprechend der Business Social Compliance Initiative (BSCI).) Die Klimastrategie zielt auf die Verringerung der CO 2-Emissionen in der Wertschöpfungsstufe Handel. Bis zum Jahr 2020 sollen die bereinigten * CO 2-Emissionen an den eigenen Standorten sowie bei Beschaffungs- und Distributionstransporten gegenüber dem Basisjahr 2006 halbiert werden. Im Jahr 2017 sind die absoluten (nicht bereinigten) CO 2-Emissionen im Vergleich zu 2016 von 231.679 t auf 221.732 t gesunken. Die bereinigten CO 2-Emissionen verringerten sich im gleichen Zeitraum von 189.028 t auf 171.077 t. Gegenüber dem Basisjahr 2006 beträgt die Reduktion damit 42 % (2016: -36 %). Die Entwicklung dieser Werte entspricht der prognostizierten deutlichen Reduktion für das Jahr 2017. Dies ist einerseits auf eine weitere Steigerung der Energieeffizienz sowie die anhaltende Verlagerung von Luftfracht auf CO 2-ärmere See-, Straßen- und Schienentransporte bei der Warenbeschaffung aus den Produktionsländern zurückzuführen. Andererseits hat der Zukauf von hochwertig zertifiziertem Ökostrom bei den deutschen Konzerngesellschaften (rund 25 % der Gesamtstrommenge) zur Verringerung der CO 2-Emissionen beigetragen. Auch für das Jahr 2018 wird eine deutliche Reduktion der gesamten CO 2-Emissionen erwartet. ( *CO 2-Bereinigungsfaktoren siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S. 48.) Ausblick Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel dürfte die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018 durch einen preisbereinigten Anstieg des globalen BIP in Höhe von 4,0 % (2017: 3,9 %) gekennzeichnet sein. Der Zuwachs der weltweiten Produktion wird sich demnach voraussichtlich weiter verstärken. Während die konjunkturelle Dynamik im Jahr 2017 zu etwa gleichen Teilen auf die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern zurückzuführen war, dürfte der Expansionsbeitrag im Prognosezeitraum vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (insbesondere Deutschland und USA) noch einmal deutlich ansteigen. In den Schwellenländern setzt sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Prognosezeitraum voraussichtlich in dem derzeitigen Tempo fort, allerdings wird sich die konjunkturelle Dynamik nicht weiter beschleunigen. Insbesondere in China deuten volkswirtschaftliche Frühindikatoren auf eine Abschwächung des Expansionstempos und damit auf eine weniger starke Zunahme des realen BIP hin. Für Russland wird eine Fortsetzung der gesamtwirtschaftlichen Erholung erwartet, allerdings ist eine nachhaltige Verstärkung der konjunkturellen Dynamik angesichts der weiterhin ungünstigen institutionellen Rahmenbedingungen unwahrscheinlich. Für den Welthandel wird für das Jahr 2018 ein Anstieg von 4,0 % (2017: 4,5 %) prognostiziert, so dass dieser sich im Vorjahresvergleich voraussichtlich etwas weniger dynamisch entwickeln wird. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2018".) Im Prognosezeitraum bleiben sowohl die Entwicklung der weltweiten Produktion als auch die des globalen Handelsvolumens anfällig für Störungen. Potenzielle Risikofaktoren für den Prognosezeitraum ergeben sich dabei vor allem aus den vielfältigen Unwägbarkeiten, die mit wirtschafts-, handels- und geldpolitischen Entscheidungen, den Auswirkungen der Rohölpreisentwicklung oder den weiterhin bestehenden geopolitischen Krisen zusammenhängen. Insbesondere die protektionistischen Maßnahmen der US-Administration und deren Folgewirkungen könnten die weltwirtschaftliche Dynamik kurz- bis mittelfristig erheblich belasten. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2018".) Die gesamtwirtschaftliche Produktion der deutschen Volkswirtschaft dürfte sich im Jahr 2018 weiter beschleunigen und preisbereinigt um 2,5 % (2017: 2,2 %) zulegen. Der sich fortsetzende Aufschwung ist weiterhin breit aufgestellt, da sowohl binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte als auch der Außenhandel die konjunkturelle Entwicklung im Prognosezeitraum prägen werden. Die Rahmenbedingungen sprechen für eine hohe binnenwirtschaftliche Dynamik, so dass die konsumtiven Ausgaben der privaten Haushalte mit einem realen Zuwachs von voraussichtlich 1,7 % (2017: 1,9 %) weiter kräftig expandieren werden. Dabei dürfte, neben steigenden Reallöhnen, insbesondere die Arbeitsmarktentwicklung stimulierend auf die privaten Konsumausgaben wirken. Der in den Vorjahren erfolgte Beschäftigungsaufbau wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich mit erhöhtem Tempo fortsetzen und zu einem Rückgang der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 5,2 % (2017: 5,7 %) führen. Daneben dürften die Unternehmensinvestitionen aufgrund der bereits hohen und in der Tendenz zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten in beschleunigtem Tempo anziehen und zusammen mit den anhaltend hohen Bauinvestitionen die konjunkturelle Dynamik zusätzlich fördern. Neben den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften wird voraussichtlich auch der Außenhandel weiterhin eine Triebfeder des konjunkturellen Aufschwungs bilden und einen positiven Expansionsbeitrag im Prognosezeitraum leisten. Allerdings dürften die Ausfuhren angesichts einer leicht rückläufigen konjunkturellen Dynamik in den relevanten Absatzmärkten mit leicht abnehmenden Raten expandieren. Zudem werden die Einfuhren aufgrund der binnenwirtschaftlichen Entwicklung voraussichtlich stärker zulegen als die Ausfuhren. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2018".) Für die Eurozone wird für das Jahr 2018 insgesamt eine leichte Verlangsamung der konjunkturellen Expansionsdynamik des Vorjahres erwartet, so dass das preisbereinigte BIP um 2,4 % (2017: 2,5 %) zulegen dürfte. Die gesamtwirtschaftliche Expansion im Prognosezeitraum wird dabei sowohl durch binnenwirtschaftliche Kräfte als auch durch außenwirtschaftliche Impulse getragen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte dürften von der weiteren Belebung am Arbeitsmarkt sowie etwas höheren Reallohnsteigerungen profitieren und weiter expandieren. Die Beschäftigungssituation in der Eurozone wird sich im Prognosezeitraum voraussichtlich weiter verbessern und zu einem Rückgang der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 8,4 % (2017: 9,1 %) führen. Zudem dürften die Unternehmensinvestitionen vor dem Hintergrund eines anhaltend günstigen Finanzierungsumfeldes und einer zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten weiter zulegen und einen signifikanten Einfluss auf die Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion haben. Es ist ferner davon auszugehen, dass die Finanzpolitik in den meisten Ländern der Eurozone wohl expansiv ausgerichtet bleiben wird. Für die übrigen Länder der Europäischen Union wird im Prognosezeitraum eine Abschwächung der zuletzt sehr kräftigen Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwartet. Insbesondere in Großbritannien dürfte im Jahr 2018 aufgrund des anstehenden Brexit ein weiterer Rückgang der Wachstumsrate des realen BIP zu verzeichnen sein. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Konjunktur im Euroraum im Frühjahr 2018".) In den USA dürfte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018 noch einmal deutlich dynamischer zeigen als im Vorjahr, so dass für den Prognosezeitraum mit einem kräftigen Anstieg des preisbereinigten BIP in Höhe von 2,9 % (2017: 2,3 %) gerechnet wird. Positive Impulse dürften dabei von den anhaltend steigenden Konsumausgaben der privaten Haushalte ausgehen, welche durch steigende Reallöhne, eine sich weiter vermindernde Sparquote und günstige Finanzierungsbedingungen gestützt werden. Es wird zudem erwartet, dass sich der starke Beschäftigungsaufbau im laufenden Jahr fortsetzt und die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf 3,9 % (2017: 4,4 %) sinkt. Auch die Unternehmensinvestitionen werden im Prognosezeitraum voraussichtlich deutlich zunehmen, wobei unter anderem die im Jahr 2017 beschlossene Steuerreform stimulierend wirken dürfte. Der Außenhandel wird hingegen, wie in den Vorjahren, keinen positiven Einfluss auf die Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion haben. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2018".)
Branchenentwicklung Multichannel-Einzelhandel Ein gesamte deutsche Einzelhandel dürfte sich im Jahr 2018 mit einem erwarteten nominalen Anstieg der Umsätze in Höhe von 2,0 % (2017: 4,3 %) weiterhin positiv entwickeln. (Quelle: Pressemitteilung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) vom Januar 2018.) Aufgrund des prognostizierten Zuwachses der Reallöhne und des voraussichtlich anhaltenden Beschäftigungsaufbaus werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2018 aller Voraussicht nach um nominal 3,6 % (2017: 3,8 %) steigen. Dies entspräche einem preisbereinigten Anstieg von 1,9 % (2017: 2,0 %). (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: "Jahreswirtschaftsbericht 2018".) Die dynamischen konjunkturellen Rahmenbedingungen dürften demnach dazu führen, dass die privaten Konsumausgaben, wie in den Vorjahren, kräftig expandieren werden. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel prognostiziert für den deutschen Online- und Versandhandel eine weitere Fortsetzung der dynamischen Entwicklung der zurückliegenden Jahre. Hiernach steigen die Umsätze mit Waren im Jahr 2018 auf 67,3 Mrd. EUR (2017: 62,2 Mrd. EUR), was einem Anstieg von 8,3 % (2017: 8,8 %) entspräche. (Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) vom 22.01.2018.) Insbesondere der E-Commerce-Bereich wird mit einer erwarteten, allerdings unter Vorjahresniveau liegenden Umsatzsteigerung von 9,3 % (2017: 10,9 %) eine weiterhin hohe Dynamik im Prognosezeitraum aufweisen. Die Umsätze im reinen Onlinegeschäft werden demnach voraussichtlich auf ungefähr 63,9 Mrd. EUR (2017: 58,5 Mrd. EUR) steigen. Für das Jahr 2018 wird darüber hinaus erwartet, dass bisher nicht voll versandhandelsaffine Warengruppen, wie Möbel, Lampen und Dekoration, fortlaufend deutliche Umsatzzuwächse im E-Commerce-Bereich verzeichnen werden. Zudem dürften sich die Verschiebungen zwischen den Kanälen, insbesondere zu mehr Bestellungen über das mobile Internet via Smartphone und Tablets, weiter fortsetzen. Finanzdienstleistungen Die prognostizierte Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2018 wird sich auch auf den deutschen Finanzdienstleistungssektor auswirken. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen geht aufgrund des erwarteten positiven Konjunkturumfeldes davon aus, dass sich das Zahlungsverhalten von Unternehmen und Verbrauchern auf dem sehr guten Niveau der Vorjahre stabilisieren wird. Es wird erwartet, dass sich der seit dem Jahr 2010 anhaltende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen im Prognosezeitraum deutlich fortsetzt und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2018 erstmals die Marke von 20.000 Fällen (2017: 20.093 Fälle) unterschreiten dürfte. Der Markt für Forderungsmanagement dürfte dennoch auch im Jahr 2018 attraktiv bleiben. Vor diesem Hintergrund haben die in diesem Bereich marktführenden Unternehmen in den letzten Jahren hohe Investitionen getätigt und sind stark gewachsen. (Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) vom 29.11.2017.) Service Nach der Mittelfristprognose des Bundesamtes für Güterverkehr wird für die deutsche Transport- und Logistikbranche für das Jahr 2018 in allen transportintensiven Branchen eine aufwärts gerichtete Entwicklung erwartet. Der gesamte Güterverkehr wird im Prognosezeitraum voraussichtlich um 1,0 % (2017: 1,9 %) zunehmen und dürfte damit sowohl von der anhaltend positiven Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft als auch von einem voraussichtlich dynamischen Welthandel profitieren. (Quelle: Bundesamt für Güterverkehr: "Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr - Winter 2017/18".) Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden insbesondere auch die Rohölpreise und die Lohnkosten einen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Transport- und Logistikbranche in Deutschland haben. Angesichts der im Jahresverlauf 2017 vereinbarten und der für das Jahr 2018 erwarteten Tarifabschlüsse dürften die Lohnkosten zulegen. Für den Rohölpreis wird nach dem moderaten Anstieg im Jahr 2017 erwartet, dass sich das Rohölpreisniveau im Prognosezeitraum stabilisiert und die deutsche Transport- und Logistikbranche demnach, wenn überhaupt, nur geringfügige Steigerungen der Kraftstoffkosten verzeichnen dürfte. Angesichts der für das Jahr 2018 erwarteten dynamischen Umsatzsteigerungen im Online- und Versandhandel werden die deutschen Paketdienstleister auch im Prognosezeitraum vor der großen Herausforderung stehen, eine steigende Zahl an Sendungen von Unternehmen an Privathaushalte zu verschicken. Dies erfordert weiterhin ein hohes Investitionsniveau, insbesondere für den Ausbau der logistischen Infrastruktur. Parallel dazu werden auch im Jahr 2018 neue Lösungsansätze konzipiert und erprobt, um die steigende Zahl an Sendungen, trotz sich verändernder Kundenanforderungen, des sich voraussichtlich stärker auswirkenden Fahrermangels und der sich zuspitzenden verkehrlichen Situation, bewältigen zu können. Entwicklung der Otto Group Die Otto Group wird ihre fokussierte Wachstumsstrategie in den kommenden Geschäftsjahren segmentübergreifend fortsetzen. Mit einem Umsatz von 17 Mrd. EUR bis zum Geschäftsjahr 2022/23 - auf zum Konzernabschluss 2016/17 vergleichbarer Basis - ist eine ambitionierte Zielmarke definiert, auf die sich die Otto Group mittelfristig ausrichtet. Gezielte Investitionen in erfolgversprechende Geschäftsmodelle, ein breiter Ausbau der Kundenbasis, die Öffnung der Unternehmensgruppe für externe Partner sowie eine deutlich stärkere interne Vernetzung bilden die relevanten Maßnahmen im Prognosejahr und in den nachfolgenden Geschäftsjahren. Der Kulturwandel 4.0 wird insbesondere die interne Vernetzung und den technologischen Austausch innerhalb der Otto Group maßgeblich unterstützen. Alle Initiativen und Maßnahmen in den kommenden Geschäftsjahren orientieren sich konsequent an den Kundenbedürfnissen. Das Ziel ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit durch Schaffung eines noch persönlicheren Kundenerlebnisses und durch das Angebot individueller Services für den Kunden. Die Erwartungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Branchenentwicklung bilden den Ausgangspunkt für die Prognose der Entwicklung der Otto Group und ihrer Segmente für das Geschäftsjahr 2018/19. In den relevanten Absatzmärkten Deutschland, dem übrigen Europa und in den USA unterstützen die prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die erwartete Branchenentwicklung die Prognose. Insbesondere die expandierenden Konsumausgaben der privaten Haushalte dürften in diesen Absatzmärkten einen positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Die Angaben und die Aussagen für die Otto Group und für die Segmente unterstellen ferner eine Geschäftsentwicklung, die nicht durch Währungskurseffekte beeinflusst wird. Der Umsatz des Segments Multichannel-Einzelhandel lag im Geschäftsjahr 2017/18 währungskursbereinigt mit einer Steigerung um 8,3 % deutlich über Vorjahresniveau. Zudem ergaben sich leicht umsatzerhöhende Effekte aus der konzernweiten Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet die Unternehmensgruppe eine Umsatzsteigerung, die nahezu an das sehr gute, insgesamt bereinigte Vorjahreswachstum anknüpfen kann. Mit den ausgewählten Plattform-, Handels- und Markenkonzepten konzentriert sich die Otto Group auf das Umsatzwachstum im Prognosejahr. Die Konzerngesellschaft OTTO plant beispielsweise weiterhin hohe Investitionen in den Ausbau der E-Commerce-Plattform, um die Produkt- und Artikelvielfalt erheblich zu steigern. Bei den Markenkonzepten sind allen voran die bonprix-, die Crate and Barrel- und die Witt-Gruppe zu nennen, die Teil der fokussierten Wachstumsstrategie sind. Alle Konzepte planen weitgehend Umsatzzuwächse, die oberhalb des Segmentwachstums liegen. Die Aktivitäten in Russland bleiben aufgrund des zwar verbesserten, aber immer noch wenig dynamischen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes herausfordernd. Das Segment Finanzdienstleistungen verzeichnete im Geschäftsjahr 2017/18 ein währungskursbereinigtes Umsatzwachstum von 15,2 %, bereinigt um Änderungen des Konsolidierungskreises lag der Anstieg bei 13,7 %. Auch in diesem Segment ergaben sich einmalig leicht umsatzerhöhende Effekte aus der konzernweiten Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre von einzelnen Konzerngesellschaften. Das Segment wird weitgehend durch die EOS Gruppe geprägt. In den kommenden Geschäftsjahren wird sich die EOS Gruppe auf Inkassodienstleistungen, hohe Investitionen in Forderungskäufe, sowohl in Deutschland als auch in West- und Osteuropa, sowie Business Process Outsourcing fokussieren. Initiativen zur kontinuierlichen Optimierung der operativen Prozesse, wie zum Beispiel der verstärkte Einsatz von Business Analytics in der Forderungsbearbeitung, werden weiter vorangetrieben und die Geschäftsentwicklung der EOS Gruppe prägen. Im Segment Finanzdienstleistungen werden darüber hinaus weitere handelsnahe Dienstleistungen innerhalb der Otto Group Digital Solutions-Gruppe gebündelt. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet die Otto Group für dieses Segment ein insgesamt bereinigtes Umsatzniveau, das nur leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen dürfte. Das Segment Service konnte im Geschäftsjahr 2017/18 mit einem währungskursbereinigten Außenumsatzwachstum von 18,0 % erneut merklich zulegen. Auf vergleichbarer Basis, das heißt zusätzlich bereinigt um Änderungen des Konsolidierungskreises, betrug der Umsatzanstieg 14,8 %. Durch die Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre, die auch Konzerngesellschaften aus dem Segment Service betraf, ergaben sich einmalig leicht umsatzerhöhende Effekte. Ein starkes Außenumsatzwachstum wird auch für das Prognosejahr 2018/19 erwartet, wenngleich der prognostizierte Anstieg nicht an das insgesamt bereinigte knapp zweistellige Wachstum des Vorjahres heranreichen dürfte. Einen relevanten Beitrag zu diesem Wachstum steuern die Konzerngesellschaften Hermes Germany GmbH in Deutschland und Hermes Parcelnet Limited in Großbritannien bei. Die Hermes Gruppe, die das Segment Service im Wesentlichen prägt, legt ihren künftigen Schwerpunkt auf die Distribution. Hintergrund ist unter anderem die zunehmende Bedeutung der individuellen, passgenauen Zustelllösungen (zum Beispiel Next-Day- und Same-Day-Delivery oder Wunschzustellung) für die Kunden und die damit verbundenen anspruchsvolleren Dienstleistungen. Weitere Schwerpunkte liegen im Ausbau des internationalen, grenzüberschreitenden Paketgeschäfts, in der fortschreitenden Digitalisierung sowie dem europaweiten Ausbau des Hermes Paketshop-Netzwerks. Zur Erreichung dieser ambitionierten Ziele sind daher auch im Prognosejahr hohe Investitionen im Rahmen dieser Programme geplant. Auf Konzernebene hat die Otto Group im Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt betrachtet ein deutliches Umsatzwachstum erreicht. Währungskursbereinigt und auf vergleichbarer Basis, das heißt bereinigt um Änderungen des Konsolidierungskreises, legten die Umsätze um 9,6 % zu. Durch die konzernweite Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften ergaben sich zudem einmalig umsatzerhöhende Effekte in einer Größenordnung von zweieinhalb Prozentpunkten. Für das Prognosejahr 2018/19 strebt die Unternehmensgruppe auf vergleichbarer Basis und bereinigt um die Effekte aus der Geschäftsjahresvereinheitlichung ein Umsatzwachstum von rund 5 % an. Die Straffung und Gesundung des Portfolios der Otto Group bildete in der Vergangenheit einen wesentlichen Schwerpunkt mit dem Ziel, die Ertragslage der Unternehmensgruppe nachhaltig zu verbessern. Zuletzt wurden mit dem Verkauf der Konzerngesellschaften der Mezzo-Gruppe sowie der Konzerngesellschaft DISPEO die Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich abgeschlossen. Im Prognosejahr und in den nachfolgenden Geschäftsjahren widmet sich die Otto Group insbesondere der Öffnung für externe Partner und Investoren. So stellt die Otto Group beispielsweise mit der Aufnahme von Investoren bei der ABOUT YOU GmbH die Weichen in Richtung eines starken Wachstums dieses erfolgreichen Geschäftsmodells. Die international aufgestellten Markenkonzepte, allen voran die Witt-, die Crate and Barrel- und die bonprix-Gruppe, planen auch im Prognosejahr 2018/19 wieder gute bis sehr gute EBT-Beiträge. Die EOS Gruppe wird erneut einen hohen Ergebnisbeitrag für die Otto Group leisten. Die Konzerngesellschaft OTTO erwartet im Zuge der Umstellung auf das Plattformmodell ein temporär rückläufiges EBT. Bei den übrigen Handelskonzepten wirken insbesondere die Baur-Gruppe und die heine-Gruppe ergebnisseitig positiv, während die myToys-Gruppe und die SportScheck GmbH das EBT im Prognosejahr voraussichtlich weiter belasten werden. Die Otto Group Russia wird aufgrund des wenig dynamischen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in Russland voraussichtlich keinen positiven Ergebnisbeitrag leisten. Zudem wird die Otto Group Digital Solutions GmbH, die sich stark auf die Neugründung von Start-ups im Logistik-, E-Commerce- und Fintech-Bereich fokussiert, das EBT der Otto Group planmäßig mindern. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Einflussfaktoren wird für das Geschäftsjahr 2018/19 auf Konzernebene ein EBT erwartet, das operativ an die gute Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2017/18 anknüpfen kann. Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung der Otto Group Die Otto Group befindet sich weiterhin in einem starken Wandel und investiert hohe Beträge in die digitale Transformation der unterschiedlichen Geschäftsmodelle. Mit der fokussierten Wachstumsstrategie, in der besonders aussichtsreiche Geschäftsmodelle definiert wurden, in die überproportional investiert wird, sieht sich die Otto Group gut aufgestellt, um sich in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld der einzelnen Segmente erfolgreich zu behaupten. Die Otto Group übernimmt bei ihrem unternehmerischen Handeln auch weiterhin Verantwortung für ihre Geschäftsaktivitäten, indem die gesamte Wertschöpfungskette im Blick bleibt. Die Ertragskraft der Otto Group hat sich deutlich verbessert. Der Vorstand sieht die Otto Group für das Prognosejahr und für die nachfolgenden Geschäftsjahre sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig auf einem guten Weg. Die Vermögens- und Finanzlage der Otto Group ist solide. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe positiv.
Hamburg, den 3. Mai 2018 Die Geschäftsführung Konzernanhang zum 28 . Februar 2018Otto (GmbH & Co KG)Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Die Otto (GmbH & Co KG), Werner-Otto-Straße 1-7, 22179 Hamburg, Deutschland (HRA 62024, Amtsgericht Hamburg), und ihre Tochterunternehmen (im Folgenden: "Otto Group") bilden einen Handels- und Dienstleistungskonzern, der im Wesentlichen in den drei Wirtschaftsräumen Europa, Nordamerika und Asien tätig ist. Die Tätigkeit des Konzerns umfasst den Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und weitere Dienstleistungen in den Bereichen Logistik und Service. Die Finanzdienstleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Konsumentenkrediten und Inkassodienstleistungen. Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, ist Mutterunternehmen und zugleich oberstes Mutterunternehmen der Otto (GmbH & Co KG). Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen sowie der Otto (GmbH & Co KG) werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Otto (GmbH & Co KG) am 3. Mai 2018 zur Veröffentlichung genehmigt. Grundlagen Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2018 der Otto (GmbH & Co KG) wurde in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 i.V.m. § 315e Abs. 3 HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Zusätzlich wurden die gemäß § 315e Abs. 3 HGB i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB geltenden ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind originäre, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente, die jeweils zum am Bilanzstichtag geltenden Zeitwert angesetzt werden. Zudem werden die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Auf der Grundlage des in IAS 1 enthaltenen Wahlrechts werden die ergebniswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt, während die Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis über die erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in einer separaten Gesamtergebnisrechnung gezeigt wird. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konsolidierung Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss der Otto Group sind alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Otto (GmbH & Co KG) die Möglichkeit zur Beherrschung dieser Gesellschaften gemäß IFRS 10 oder die gemeinsame Beherrschung zusammen mit anderen Parteien gemäß IFRS 11 und IAS 28 hat. Beherrschung gemäß IFRS 10 liegt vor, wenn die Otto (GmbH & Co KG) die Entscheidungsgewalt über die relevanten Prozesse besitzt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und infolge der Entscheidungsmacht die Höhe der variablen Rückflüsse beeinflussen kann. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Aktivitäten des erworbenen Unternehmens auf die Otto Group übergeht. Bei der Erwerbsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile inklusive etwaiger bedingter Kaufpreisbestandteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Kosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehen, werden sofort ergebniswirksam erfasst. Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft und bei vorliegendem Wertminderungsbedarf auf den erzielbaren Betrag wertgemindert. Bei einem sukzessiven Erwerb von Anteilen an Unternehmen, in dessen Rahmen die Otto Group die Beherrschungsmöglichkeit über das Unternehmen erwirbt, werden die Regelungen des IFRS 3 hinsichtlich der vollständigen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs der Beherrschungsmöglichkeit angewandt. In die Bemessung der Anschaffungskosten werden die bereits von der Otto Group gehaltenen Anteile zum Zeitwert einbezogen. Eventuell bestehende Differenzen zum bisherigen Ansatz dieser Anteile werden inklusive der bisher in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen enthaltenen Beträge erfolgswirksam erfasst. Sukzessive Erwerbe bei Tochterunternehmen, bei denen der Otto (GmbH & Co KG) im Gegensatz zu dem vorstehend beschriebenen Sachverhalt bereits vor der Transaktion direkt oder indirekt die Beherrschungsmöglichkeit hinsichtlich der jeweiligen Gesellschaft zuzurechnen ist, werden als Transaktionen zwischen Gesellschaftern bilanziert. Ein aus diesem Erwerb resultierender Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem den außenstehenden Gesellschaftern bisher zuzurechnenden Anteil am Nettovermögen wird als "Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben" im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Eine Aufdeckung stiller Reserven und Lasten bzw. die Bilanzierung eines derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt für derartige Transaktionen nicht. Bei einem Verlust der Beherrschung an Tochterunternehmen bei denen die Otto (GmbH & Co KG) einen maßgeblichen Einfluss weiterhin behält, werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen und alle etwaigen nicht beherrschenden Anteile an diesen Tochterunternehmen ausgebucht. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden Anteile stellt zugleich den Zugangswert für die nachfolgende Bilanzierung nach der Equity-Methode dar. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse sind, sofern wesentlich, herausgerechnet. Wesentliche assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind mit ihren anteiligen Vermögenswerten und Schulden sowie mit anteiligen Erträgen und Aufwendungen zu bilanzieren. Eine gemeinsame Beherrschung an einer Gesellschaft gemäß IFRS 11 besteht, wenn eine vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung des Unternehmens vorliegt. Als assoziierte Unternehmen werden Unternehmen definiert, bei denen die Otto (GmbH & Co KG) - in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 % und 50 % - einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Gemäß IFRS 11 werden - je nach Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Teilung von Kontrolle - gemeinsame Vereinbarungen (joint arrangements) in Gemeinschaftsunternehmen (joint ventures) und in gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operations) unterteilt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen, bei dem die gemeinschaftlich führenden Parteien Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit besteht, wenn die gemeinschaftlich herrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und unmittelbare Verpflichtung für die Verbindlichkeiten haben. In der Otto Group bestehen zurzeit keine gemeinschaftlichen Tätigkeiten, da die Otto Group bei allen Gesellschaften keinen Residualanspruch auf die in der gemeinschaftlichen Aktivität enthaltenen einzelnen Vermögenswerte und Schulden hat. Disquotale Kapitalerhöhungen gegen Einlage bei assoziierten Unternehmen, die ein Abschmelzen der Beteiligungsquote der Otto Group an diesen Unternehmen zur Folge hat, führen zu einer erfolgswirksamen Anpassung des Equity-Buchwerts. Hinsichtlich der Ermittlung von derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten sowie der anteiligen Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden gelten die Grundsätze der Vollkonsolidierung. Verluste aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die den Beteiligungsbuchwert bzw. sonstige langfristige Forderungen aus der Finanzierung dieser Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Kosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Anteile stehen, werden als Bestandteil der Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschlüsse der Otto (GmbH & Co KG) sowie der einbezogenen Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Abschlüsse der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich auf den Stichtag der Konzernobergesellschaft erstellt. Konzerngesellschaften mit abweichendem Stichtag werden auf der Grundlage der auf ihren Abschlussstichtag aufgestellten Abschlüsse einbezogen, soweit der Abschlussstichtag höchstens drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegt. Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen den Abschlussstichtagen werden berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 erfolgte eine weitestgehend konzernweite Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften auf den Konzernabschlussstichtag. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr 2017/18 einmalig umsatzerhöhende Effekte in einer Größenordnung von zweieinhalb Prozentpunkten. Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig angegeben, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Eine Umrechnung mit dem Stichtagskurs erfolgt ebenfalls für derivative Geschäfts- oder Firmenwerte sowie stille Reserven und Lasten, die im Rahmen der Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens bilanziert worden sind. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum gewogenen Durchschnittskurs des jeweiligen Jahres umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten der Tochterunternehmen werden zum entsprechenden historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen innerhalb der kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen bzw. der Anteile anderer Gesellschafter erfasst. Für die Umrechnung relevanter Fremdwährungsabschlüsse in Euro wurden die folgenden Kurse verwendet:
Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den Kosten angesetzt, die in der Entwicklungsphase nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen die direkt und indirekt der Entwicklungsphase zurechenbaren Kosten. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen in der Otto Group mit Ausnahme der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der angesetzten Markenrechte und Domains im Segment Multichannel-Einzelhandel in Höhe von 26.211 TEUR (28. Februar 2017: 26.604 TEUR) nicht vor. Für diese Markenrechte werden entsprechende Unterhaltungsinvestitionen getätigt, um die dauerhafte Werthaltigkeit zu erhalten. Alle anderen selbst erstellten und erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Sachanlagen Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Änderungen der Restwerte bzw. der Nutzungsdauern, die während der Nutzung der Vermögenswerte eintreten, werden in der Bemessung der Abschreibungsbeträge berücksichtigt. Die Kosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen alle Einzelkosten sowie alle Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Nachträgliche Aufwendungen werden aktiviert, wenn diese zu einer Änderung des Nutzungszwecks bzw. zu einer Erhöhung des Nutzungswerts der Sachanlage führen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen. Gemietete oder geleaste Vermögenswerte, die im wirtschaftlichen Eigentum der Otto Group stehen (finance lease), werden mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten oder, sofern niedriger, mit dem Zeitwert des Miet- bzw. Leasingobjekts aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Miet- und Leasingraten wird als Verbindlichkeit passiviert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich über die folgenden Nutzungsdauern:
Bei Vermögenswerten in finance lease, bei denen der Eigentumsübergang auf Unternehmen der Otto Group am Ende des Miet- bzw. Leasingvertrages hinreichend sicher ist, erfolgt die planmäßige Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Förderung von Investitionen werden gemäß IAS 20 von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt. Die Aktivierung des Anspruchs erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem eine hinreichende Sicherheit hinsichtlich der Gewährung der Zuschüsse sowie der Erfüllung der mit der Gewährung verbundenen Bedingungen besteht. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte inklusive derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf Sachanlagen werden vorgenommen, sofern die Buchwerte der Vermögenswerte nicht mehr durch die zu erwartenden Veräußerungserlöse bzw. die diskontierten Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung gedeckt sind. Wenn eine Ermittlung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, wird der Cashflow für die nächsthöhere Gruppierung von Vermögenswerten bestimmt, für die ein derartiger Cashflow ermittelt werden kann. Die Zuordnung derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte zu den entsprechenden Berichtseinheiten erfolgt auf Grundlage des internen Berichtssystems. Die Ermittlung der Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung erfolgt grundsätzlich auf der Grundlage der Konzernplanung mit einem Prognosehorizont von drei Jahren, auf deren Basis eine Trendermittlung der Netto-Cashflows für die nachfolgenden Perioden auf Grundlage eines Wachstumsfaktors von 0,75 % bis 1,50 % vorgenommen wird. Die Diskontierung der prognostizierten Netto-Cashflows wird unter Nutzung eines risikoadjustierten länderspezifischen Zinssatzes auf Nachsteuerbasis durchgeführt. Weitere Parameter werden standardisierten Branchenangaben entnommen. Für die Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden Kapitalisierungszinssätze zwischen 6,91 % und 11,29 % (28. Februar 2017: 6,60 % bis 14,81 %) angewandt. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern in den Folgeperioden die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind. Eine Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf außerplanmäßig abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nicht. Finanzinstrumente In der Otto Group werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese umfassen flüssige Mittel, Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten sowie Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Devisenoptionen. Finanzielle Vermögenswerte werden in der Otto Group grundsätzlich bei Lieferung, d.h. zum Erfüllungstag, bilanziert. Eine Ausnahme bilden derivative Finanzinstrumente, deren Bilanzierung zum Handelstag erfolgt. Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, sofern die finanziellen Vermögenswerte nicht der Kategorie at fair value through profit or loss zugeordnet werden. Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt entweder zu Zeitwerten oder zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode in Abhängigkeit von der Zuordnung der einzelnen Finanzinstrumente zu den Kategorien nach IAS 39. Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung zum Zeitwert abzüglich Transaktionskosten bewertet und in der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie at fair value through profit or loss erfolgt sowohl in der Erst- als auch in der Folgebilanzierung eine Bewertung zum Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sofern entweder die Rechte auf die aus den Vermögenswerten generierbaren Zahlungsströmen erloschen sind oder nahezu alle Risiken in einer Form auf einen Dritten übertragen wurden, so dass die Kriterien für eine Ausbuchung erfüllt sind. Die Otto Group veräußert im Rahmen von ABS-Transaktionen (asset-backed securities) Forderungen mit einer Laufzeit bis zu drei Jahren. Ungeachtet des rechtlichen Übergangs der Forderungen auf den Erwerber sind die Forderungen durch die Otto Group weiterhin zu bilanzieren, sofern aufgrund der vertraglichen Gestaltungen wesentliche Risiken und Chancen bei den Konzerngesellschaften verbleiben. Für die den Konzerngesellschaften aus der Veräußerung zufließenden liquiden Mittel wird, sofern die Forderungen weiterhin im Konzern bilanziert werden, bis zur Tilgung der Forderungen durch den Kunden eine Verbindlichkeit bilanziert. Ein weiterer Bestandteil der ABS-Transaktionen ist die Verpflichtung der Otto Group, für die veräußerten Forderungen die Verwaltung zu gewährleisten. Für diese Verpflichtungen werden zum Bilanzstichtag angemessene Rückstellungen in Höhe von 5.241 TEUR (28. Februar 2017: 5.252 TEUR) gebildet. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die Verpflichtungen entweder erloschen, aufgehoben oder abgelaufen sind sowie bei wesentlichen Änderungen der Vertragsbedingungen. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen die Kassenbestände und Bankguthaben. Sie sind zum Nominalwert bilanziert. Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte (Kategorie "Loans and receivables", LAR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzdienstleistungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie werden bei erstmaliger Erfassung mit ihren Zeitwerten angesetzt. In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind angekaufte Forderungen enthalten, die als Finanzinstrumente der Kategorie loans and receivables bilanziert werden. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wertminderungen von Forderungen und sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten werden auf einem Wertberichtigungskonto berücksichtigt. Wertberichtigungen werden gebildet, soweit nach objektiven Hinweisen ein Ausfallrisiko bei dem finanziellen Vermögenswert besteht. Hinweise auf eine Wertminderung können beispielsweise Verzögerungen oder Ausfälle von Zins- oder Tilgungszahlungen, Verschlechterungen der Kreditwürdigkeit, eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners oder Veränderung politischer oder makroökonomischer Rahmenbedingungen sein. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich dabei nach Erfahrungswerten bzw. individuellen Risikoeinschätzungen. Ist von einer Uneinbringlichkeit auszugehen, werden die Posten ausgebucht. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Kategorie "Available-for-sale financial assets", AFS) Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfassen Anteile an Unternehmen, die nicht nach IFRS 10, IFRS 11 bzw. IAS 28 bilanziert werden, sowie Wertpapiere und sonstige originäre Finanzinstrumente, die weder den flüssigen Mitteln noch den Kategorien loans and receivables bzw. bis zur Endfälligkeit gehalten zugeordnet werden können. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden zum Bilanzstichtag mit dem Zeitwert bzw., sofern dieser nicht zu ermitteln ist, mit den Anschaffungskosten bilanziert. Aus der Veränderung des Zeitwerts resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung der Zeitwertänderungen erfolgt erst zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung. Wertaufholungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten stets erfolgsneutral erfasst, bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgswirksam bis zur Höhe der erfolgswirksam erfassten Wertminderung. Bei Anteilen an Unternehmen, die als Eigenkapitalinstrumente klassifiziert werden, erfolgt eine Bewertung zu den Anschaffungskosten, wenn der Zeitwert weder aus Börsen- bzw. Referenztransaktionswerten abgeleitet noch aufgrund volatiler bzw. nicht verlässlich bestimmbarer Cashflows mittels geeigneter Bewertungsmodelle ermittelt werden kann. Finanzielle Verbindlichkeiten (Kategorie "Financial liabilities measured at amortised cost", OL) Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit ihrem Zeitwert unter Berücksichtigung von Agien, Disagien und Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Derivative Finanzinstrumente (Kategorie "Financial assets / liabilities at fair value through profit or loss", AFV/LFV) und Sicherungsbeziehungen Derivative Finanzinstrumente werden in der Otto Group zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken eingesetzt. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt dabei zum Zeitwert. Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllt sind. Sind diese Voraussetzungen trotz eines bestehenden wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Der effektive Teil der Zeitwertänderung eines derivativen Finanzinstruments, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllt (cash flow hedge), wird unter Berücksichtigung des darauf entfallenden steuerlichen Effektes unmittelbar in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen bilanziert. Der ineffektive Teil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der effektive Teil wird dann ergebniswirksam in die Umsatzerlöse bzw. in den Materialaufwand umgegliedert, wenn die erwarteten Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Des Weiteren bestehen Optionen auf von der Otto Group gehaltene Anteile an assoziierten Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der Anteile an der COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d´Ascq, Frankreich. Die Optionen werden entsprechend IAS 39 mit dem Zeitwert bewertet. Änderungen der Zeitwerte werden erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb Die Zeitwertänderung eines monetären Postens, der als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert ist und auf Veränderungen des Fremdwährungskurses zurückgeht, wird in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen bilanziert. Der Gewinn oder Verlust, der in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst wurde, ist bei Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs vom Konzern-Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern. Der monetäre Posten stellt einen Bestandteil der Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb dar, wenn dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist. Zeitwerte der Finanzinstrumente Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der dem Preis zugrunde liegende Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt oder dem vorteilhaftesten Markt, zu dem die Otto Group Zugang hat, stattfindet. Der Preis bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder durch Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige Mittel und andere originäre kurzfristige Finanzinstrumente entsprechen die Buchwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bestehenden Zeitwerten. Bei langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bestimmung des Zeitwerts auf Grundlage der erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtag herrschenden Referenzzinssätze. Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Grundlage der zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsterminkurse sowie Referenzzinssätze ermittelt. Bei den Zinsswaps erfolgt die Bewertung durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze. Für die Ermittlung der Marktwerte von Devisentermingeschäften wird der kontrahierte Terminkurs mit dem Terminkurs des Bilanzstichtags für die Restlaufzeit verglichen. Der daraus resultierende Wert wird unter Berücksichtigung aktueller Marktzinssätze der entsprechenden Währung auf den Bilanzstichtag diskontiert. Die Bewertung der Devisenoptionen erfolgt mittels eines anerkannten finanzmathematischen Verfahrens (Black-Scholes-Modell) unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag geltenden Devisenkurse und Devisenvolatilitäten. Die Otto Group schließt Derivate ausschließlich mit Banken mit einem mindestens ausreichenden Bonitätsrating ab. Das eigene sowie das kontrahentenspezifische Ausfallrisiko werden regelmäßig überwacht und in die Ermittlung der Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente einbezogen. Vorräte Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Für die in den Vorräten enthaltenen Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten auf der Grundlage eines gewichteten Durchschnittswerts bzw. unter Anwendung der Standardkostenmethode. Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten und Gemeinkosten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei auf Basis von Pensionsgutachten unter Einbeziehung der zur Deckung dieser Verpflichtungen bestehenden Vermögenswerte (Planvermögen). Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne in den Nettozinsaufwendungen enthaltene Zinserträge) und die Auswirkungen einer etwaigen Vermögensobergrenze (ohne in den Nettozinsaufwendungen enthaltene Zinserträge). Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungssatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Periode verwendet wurde. Die Nettozinsaufwendungen sowie laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Abschlussstichtag bestehenden, auf vergangene Ereignisse zurückzuführenden rechtlichen und faktischen Verpflichtungen der Otto Group gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig ermittelt werden kann. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Langfristige Rückstellungen werden auf der Grundlage entsprechender Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen werden angesetzt, wenn zum Bilanzstichtag die Maßnahmen hinreichend konkretisiert sind und eine Kommunikation an die durch die Maßnahmen Betroffenen bzw. deren Interessenvertretung erfolgt ist. Latente Steuern Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und Verlust- bzw. Zinsvorträge werden nur dann angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in näherer Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede bei derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die Abschreibungen auf derivative Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, sofern sich diese auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und die laufenden Steuern miteinander verrechnet werden können. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst. In Höhe der Anschaffungskosten der gelieferten Waren wird unter Berücksichtigung der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und eines möglichen Verwertungsverlusts ein sonstiger Vermögenswert bilanziert. Erträge aus Sale-and-lease-back-Transaktionen werden sofort ergebniswirksam erfasst, sofern der Miet- bzw. Leasingvertrag als operating lease klassifiziert wird und der Verkaufspreis dem Zeitwert der Vermögenswerte entspricht. Zinserträge, die in der Otto Group aus der Kreditierung des Verkaufs von Handelswaren entstehen, werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode periodengerecht vereinnahmt. Gebühren aus Bankdienstleistungen und sonstigen Finanzdienstleistungen, wie dem Forderungsmanagement bzw. der Inkassotätigkeit, werden als Erträge aus Finanzdienstleistungen erfasst, sobald die entsprechende Leistung erbracht worden ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Aufwendungen im Rahmen von Miet- und Leasingverhältnissen, die als operating lease zu klassifizieren sind, werden im Zeitpunkt der Nutzung der Miet- bzw. Leasinggegenstände verursachungsgerecht erfasst. Die Kosten für Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen werden zu dem Zeitpunkt aufwandswirksam erfasst, an dem die Otto Group die Verfügungsmacht über die in dem Zusammenhang verwendeten Güter bzw. Dienstleistungen erlangt. Die Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen umfassen entsprechend des IAS 38 auch die im Multichannel-Einzelhandel verwendeten Kataloge. Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten werden gemäß IAS 23 aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den bei der Otto Group in der Regel ein Zeitraum von über einem Jahr für die Anschaffung bzw. Herstellung vorgesehen ist. Zinsvorteile aus unterverzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand werden ergebniswirksam vereinnahmt und periodengerecht abgegrenzt, wobei der Anteil für zukünftige Geschäftsjahre in einen Abgrenzungsposten eingestellt wird. Dividenden werden grundsätzlich mit der Entstehung des Rechtsanspruchs als Ertrag realisiert. Aktienbasierte Vergütungen Die bei einer Konzerngesellschaft in den USA bestehenden aktienbasierten Vergütungssysteme in Form von Aktienoptionen bzw. aktienbasierten Wertsteigerungsrechten für Führungskräfte werden gemäß IFRS 2 bilanziert. Die in Form von Aktienoptionen bzw. Aktien aufgelegten Programme räumen den Mitarbeitern das Recht ein, die nach Ausübung der gewährten Aktienoptionen erworbenen bzw. erhaltenen Aktien zum dann bestehenden Wert der Aktie anzudienen. Insofern werden diese Programme sowie die den Mitarbeitern gewährten Wertsteigerungsrechte in Höhe des Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums aufwandswirksam unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Klassifizierung des Gesellschafterkapitals bei Personenhandelsgesellschaften Die Otto (GmbH & Co KG) als Konzernobergesellschaft ist in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der der Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechts, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile (Buchwertklausel) verpflichten kann. Gemäß IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen u.a. die Qualifizierung des Finanzinstruments als nachrangigste Klasse und der Anspruch der Inhaber der Finanzinstrumente auf das anteilige Nettoreinvermögen im Falle der Liquidation sowie die Abhängigkeit der für das Finanzinstrument erwarteten Cashflows vom Ergebnis bzw. von Wertänderungen des Nettoreinvermögens. Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile bei der Otto (GmbH & Co KG) aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass die Kommanditanteile im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnzuweisungen an die Kommanditisten werden dementsprechend in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals als Gesellschaftertransaktion außerhalb des Konzern-Gesamtergebnisses erfasst. Die Anteile außenstehender Gesellschafter an konsolidierten Personenhandelsgesellschaften, bei denen derartige Kündigungsrechte bestehen, sind als Fremdkapital zu klassifizieren und werden unter der Position "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen, da diese Anteile die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich der Eigenkapitalklassifikation nicht erfüllen. Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der Verbindlichkeit werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand oder Ertrag erfasst. Genussscheine Von der Otto Group ausgegebene Genussscheine sind Teil des Konzern-Eigenkapitals, sofern sich aufgrund der Ausgestaltung der Genussscheinbedingungen keine Verpflichtung der Otto Group zur Rückzahlung ergibt, deren Entstehung außerhalb des Ermessens der Otto Group steht. Die Vergütung auf diese Genussscheine wird dementsprechend im Rahmen der Ergebnisverwendung erfasst. Die Transaktionskosten werden als Abzug vom Eigenkapital bilanziert. Genussrechte Genussrechte, die die Otto Group an Mitarbeiter ausgibt, werden gemäß IAS 32 als Fremdkapital klassifiziert, da nach Ablauf einer sechsjährigen Sperrfrist auf Verlangen des Genussrechtsinhabers eine Rücknahmeverpflichtung für die Otto Group entstehen kann und diese zur Klasse der puttable instruments zählenden Finanzinstrumente im Liquidationsfall vorrangig vor den Ansprüchen der Gesellschafter bedient werden. Die auf die ausgegebenen Genussrechte gewährten Firmenzuschüsse werden im Personalaufwand und die erfolgsabhängigen Gewinn- und Verlustbeteiligungen unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Transaktionen in Fremdwährung Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Lieferung geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen, sofern eine Veräußerung der Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen innerhalb der nächsten zwölf Monate als sehr wahrscheinlich angesehen wird, sich die Vermögenswerte in einem veräußerungsbereiten Zustand befinden und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Ein Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe würde zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann unter Berücksichtigung der Vorgaben des IFRS 5 den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden anteilig zugeordnet werden, mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmern, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungsaufwendungen, die bei der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten entstehen, und spätere Gewinne und Verluste der Neubewertung bis zur Veräußerung werden ergebniswirksam erfasst. Sofern Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden, aufgrund des Vorliegens der Kriterien des IFRS 5 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert werden, wird die Bilanzierung nach der Equity-Methode nicht mehr fortgesetzt. Eine zur Veräußerung gehaltene Gruppe von Vermögenswerten wird als aufgegebener Geschäftsbereich im Sinne des IFRS 5 klassifiziert, wenn diese Gruppe hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten und Zahlungsströme eindeutig von den restlichen Einheiten des Konzerns abgegrenzt werden kann und eine wesentliche Geschäftsaktivität darstellt. Sofern eine Geschäftsaktivität als aufgegebener Geschäftsbereich berichtet wird, erfolgt eine separate Darstellung der Geschäftsaktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Vergleichsinformationen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden rückwirkend angepasst, als ob der Geschäftsbereich bereits zu Beginn der Vergleichsperiode als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert worden wäre. Unter den aufgegebenen Geschäftsaktivitäten werden auch Gruppen von Vermögenswerten dargestellt, deren Veräußerung im Zusammenhang mit einem Plan zur Aufgabe einer Geschäftsaktivität steht und die innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Designation veräußert werden. Verwendung von Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere hinsichtlich der Festlegung der konzerneinheitlichen Abschreibungsdauern auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (siehe Ziffern (16) und (17)), der Bewertung von Investments im Rahmen von Venture-Aktivitäten (siehe Ziffer (18)), der Wertberichtigungen auf Handelswaren und Forderungen (siehe Ziffern (19) und (20)), der Festlegung der Retourenquoten für die Bemessung der Herausgabeansprüche aus erwarteten Retouren (siehe Ziffern (6) und (22)), der Parameter für die Bewertung der Pensionsrückstellungen (siehe Ziffer (25)), der Bestimmung des Zeitwerts der Verpflichtungen aus Put-/Call-Optionen und aktienbasierten Vergütungen (siehe Ziffer (31)) sowie der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern (siehe Ziffer (15)) vorgenommen. Den Bewertungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Rahmen von Werthaltigkeitstests nach IAS 36 wurden Plandaten für die Ermittlung von Cashflows sowie standardisierte Branchenangaben für die Bestimmung der Kapitalisierungszinssätze zugrunde gelegt. Für Sensitivitätsanalysen im Rahmen der Angaben nach IFRS 7 in Ziffer (37)(c) wurden fiktive Währungs- und Zinskurven verwendet, die von den tatsächlichen Marktdaten am Bilanzstichtag abweichen können. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB Die im Geschäftsjahr 2017/18 erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards mit voraussichtlich signifikantem Einfluss auf den IFRS-Konzernabschluss der Otto Group sind aufgrund der noch nicht erfolgten Anerkennung durch die EU bzw. des noch nicht eingetretenen Erstanwendungszeitpunkts noch nicht verpflichtend anzuwenden. Sofern eine Anerkennung durch die EU bereits vorliegt, hat die Otto Group eine vorzeitige Anwendung nicht durchgeführt. Die Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Anwendungszeitpunkt beginnen.
* Der Standard oder die Standardänderungen wurden von der EU bisher nicht übernommen. Der IFRS 9, der die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten regelt, löst zukünftig den IAS 39 ab. Der IFRS 9 führt neue Anforderungen für die Einstufung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein und ersetzt die bisherigen Kategorien finanzieller Vermögenswerte durch drei Kategorien, bei denen entweder eine Bewertung zum Zeitwert, der erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu erfassen ist, oder zu den fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt. Hinsichtlich der Klassifikation und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten wurden die Regelungen des IAS 39 im Wesentlichen in den IFRS 9 übernommen. Darüber hinaus wurden Regelungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und die Wertminderung finanzieller Vermögenswerte erarbeitet. Die Otto Group beabsichtigt den neuen Standard modifiziert retrospektiv anzuwenden mit Ausnahme der Regelungen für Hedge Accounting, die nur für Sicherungsbeziehungen mit Devisenoptionen eine vollständig retrospektive Anwendung vorsehen. Für Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die bisher als available-for-sale nach IAS 39 klassifiziert wurden, entfällt mit Einführung des IFRS 9 die Möglichkeit des Recycling der kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen im Falle einer Veräußerung. Nach IFRS 9 ist für diese Instrumente entweder eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen oder die Möglichkeit einer Erfassung der Wertänderungen in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen. Die Entscheidung zur Klassifizierung ist auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments zu treffen. Die Otto Group wird die Investitionen in Eigenkapitalinstrumente überwiegend erfolgsneutral erfassen, um hohe Volatilitäten im Finanzergebnis zu vermeiden. Bei Investitionen, für die es nicht möglich ist, die Wertänderungen in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen zu erfassen, werden diese erfolgswirksam bewertet. Durch die sonstigen Veränderungen in der Klassifizierung von Finanzinstrumenten erwartet die Otto Group keine wesentlichen Auswirkungen. Die Berechnung der Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten basiert mit Anwendung des IFRS 9 auf einem zukunftsorientierten Modell der erwarteten Kreditausfälle. Dies erfordert Ermessensentscheidungen bezüglich der Beurteilung, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für Vertragsvermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden sowie wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist. Die Otto Group wird das vereinfachte Verfahren zur Abbildung der Risikovorsorge auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente sowie für Leasingforderungen anwenden. Darüber hinaus wird die Otto Group für Forderungen aus Finanzdienstleistungen die Sondervorschrift für finanzielle Vermögenswerte mit objektivem Hinweis auf Wertminderungen bei Zugang anwenden. Die Otto Group hat die im Konzern zur Anwendung kommenden Wertminderungs- und Kreditmanagementmodelle analysiert und die Auswirkungen des IFRS 9 überprüft. Die Umstellungseffekte aus der Anwendung der neuen Vorschriften des IFRS 9 auf diese Modelle liegen unter 1.000 TEUR und sind unwesentlich. Gemäß IFRS 9 ist sicherzustellen, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit den Zielen und der Strategie des Risikomanagements in Einklang steht und dass ein qualitativer und zukunftsorientierter Ansatz bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsgeschäfte zur Anwendung kommt. Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Konzern erfüllen die Anforderungen des IFRS 9 und stehen in Übereinstimmung mit den Strategien und Zielen des Risikomanagements der Otto Group. Für Sicherungsbeziehungen mit Devisenoptionen ist die Wertkomponente des Zeitwerts zukünftig als Kosten der Absicherung in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen zu erfassen und direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswerts bei seiner Erfassung einzubeziehen. Die Auswirkungen aus den neuen Regelungen bewirken eine Reduzierung der Volatilität im Finanzergebnis. Die daraus geschätzten Auswirkungen auf die Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. März 2018 aus der Anwendung der Anforderung des IFRS 9 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen betragen 1.746 TEUR. Dies entspricht einer Umbuchung aufgelaufener Verluste aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital in die kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen.Aus den weiteren Regelungen zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen erwartet die Otto Group keine wesentlichen Effekte auf den Konzernabschluss. Die Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte wird zukünftig nach IFRS 9 abgebildet. Vom Wahlrecht einer fortgesetzten Bilanzierung im Übergangszeitraum nach IAS 39 wird die Otto Group keinen Gebrauch machen. Darüber hinaus sieht der IFRS 9 umfangreiche erweiterte Angabepflichten, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen, vor. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der Otto Group unterliegen potentiellen Änderungen, die wesentlich von den vorhandenen Finanzinstrumenten des Konzerns, den zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen sowie von der Wahl der Rechnungslegungsmethoden und von den Ermessensentscheidungen, die der Konzern trifft, abhängen. Der IFRS 15, der die überarbeiteten Regelungen zur Erlöserfassung beinhaltet, wird u.a. die bisher geltenden IAS 18 und IAS 11 sowie eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen ersetzen. Wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird zukünftig durch ein Fünf-Stufen-Modell bestimmt. Umsatz wird dann realisiert, wenn die Leistungsverpflichtung durch Übergang der Kontrolle über das Gut bzw. die Leistung an den Kunden erfüllt ist. IFRS 15 enthält zudem erweiterte Leitlinien zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Regelungen zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Vertragsanpassungen. Im Segment Multichannel-Einzelhandel wird die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen erfolgen. Somit wird der Umsatz realisiert, wenn die Verfügungsgewalt auf den Endkunden mit Übergabe des Gutes an diesen übergeht. Nach vorläufigen Analysen werden die kumulierten erfolgswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen zum 1. März 2018 um 12.113 TEUR sinken. Die bilanziellen Auswirkungen bestehen in einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in einem Anstieg der Vorräte. Gemäß IFRS 15 sind Zinserlöse aus Kundenfinanzierungen in der Gewinn- und Verlustrechnung separat auszuweisen. Zum Stichtag des Berichtsjahres hätten sich Erlöse aus Kundenfinanzierung in Höhe von 125.829 TEUR ergeben. Erwartete Forderungsstornierungen aufgrund von Retouren werden bisher mit den Forderungen saldiert ausgewiesen. Mit der Einführung des IFRS 15 sind Rücknahmeverpflichtungen zukünftig passivisch auszuweisen. Diese Ausweisänderung hätte im Geschäftsjahr 2017/18 eine Erhöhung der Bilanzsumme in Höhe von 216.102 TEUR zur Folge gehabt. Im Segment Service wird die Umsatzerlöserfassung nach IFRS 15 zeitraumbezogen erfolgen. Dem Kunden fließt der Nutzen aus der Dienstleistung zu, während diese erbracht wird. Durch die erstmalige Anwendung des Standards im Segment Service ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Segment Finanzdienstleistungen wird die Umsetzung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen bilanziellen Veränderungen führen. In allen drei Segmenten wird die Otto Group die vertraglichen Verbindlichkeiten in noch ausstehende Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr bzw. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr unterteilen. Letztere beinhalten vor allem Kundenbindungsprogramme, Kundengutscheine und Garantieverlängerungen. Zum Stichtag des Berichtsjahres ergeben sich entsprechend IFRS 15 vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von 198.117 TEUR mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr bzw. von 13.425 TEUR mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Otto Group wird den neuen Standard vollständig retrospektiv anwenden. Des Weiteren werden mit der Umsetzung des IFRS 15 deutlich erweiterte Anhangangaben zur Erlöserfassung im Konzernabschluss erforderlich. Der IFRS 16, der die künftige Bilanzierung von Leasingverhältnissen beinhaltet, wird den IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 und SIC 27 ersetzen. Für den Leasingnehmer entfällt zukünftig die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating Leasingverträgen. Mit Einführung des IFRS 16 sind beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Für Leasinggeber bleiben die Regelungen aus IAS 17 weitgehend bestehen. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden beim Leasinggeber weiterhin als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leasingverhältnisse. Darüber hinaus enthält der IFRS 16 weitere Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-lease-back-Transaktionen. Die Otto Group befindet sich in einem fortlaufenden Prozess der Beurteilung der Auswirkungen des IFRS 16 auf den Konzernabschluss, ohne die Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt vollumfänglich quantifizieren zu können. Der wesentliche Effekt aus der erstmaligen Anwendung wird eine Erhöhung der Bilanzsumme um die Verpflichtungen aus den nach IAS 17 als Operating Leasingverhältnisse klassifizierten Verträgen (siehe Ziffer (42)) sein. Weitere Effekte auf den Konzernabschluss der Otto Group können nach Abschluss der IFRS 16-konformen systemseitigen Erfassung aller Leasingverhältnisse, welche im Geschäftsjahr 2018/19 abgeschlossen sein wird, beziffert werden. Die Otto Group wird den neuen Standard unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode anwenden. Konsolidierungskreis Eine Übersicht über die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises der Otto Group gibt die folgende Aufstellung:
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden in der Otto Group 15 (2016/17: 8) Gesellschaften verschmolzen. In den Konzernabschluss wurden 14 (28. Februar 2017: 108) Gesellschaften mit abweichendem Stichtag, der in der Regel dem 31. Dezember entspricht, einbezogen. Aus der Einbeziehung der Gesellschaften mit einem abweichenden Stichtag ergeben sich keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group, da wesentliche Ereignisse nach dem abweichenden Stichtag berücksichtigt wurden. Die Otto Group hält 49 % der Anteile an der Gesellschaft Baur Versand (GmbH & Co KG) und kann aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen die Beherrschung ausüben. Eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Otto (GmbH & Co KG) hält ein Prozent der Anteile an einer Tochtergesellschaft der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg. Darüber hinaus hält die Otto Group keine Anteile an der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg, kann jedoch aufgrund vertraglicher Gestaltungen die Beherrschung über die Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften ausüben. Risiken aus Bürgschaften oder Garantien bestehen für die Otto Group nicht. Die Forum-Gruppe ist in das Konzern-Cashpooling eingebunden und verfügt darüber hinaus über konzerninterne Darlehen. Die Otto Group hat zum 29. Dezember 2017 die Anteile an dem Inkassodienstleister EOS CARI RECOVERIES S.L. vollständig verkauft. Anschließend wurde die Darlehensforderung getilgt. Aufgrund der früher bestehenden Verträge mit der Verkäuferin und der finanzierenden Bank konnte die Otto Group in den Vorjahren keine Beherrschung ausüben. Zum Vorjahresstichtag ergaben sich für das Engagement der Otto Group bei der EOS CARI RECOVERIES S.L. folgende Salden:
Die Otto Group hatte im Geschäftsjahr 2016/17 Zinserträge aus dem gewährten Darlehen in Höhe von 6.268 TEUR erhalten. Die Otto Group hat am 1. Februar 2018 die restlichen Anteile an der Verbriefungsgesellschaft FCT Foncred II - Compartiment Foncred II-A gekauft und hält nun 100 % der Anteile. Die Gesellschaft wird ab dem Geschäftsjahr 2017/18 vollkonsolidiert. Im Vorjahr hielt die Otto Group 30 % der Anteile an der FCT Foncred II - Compartiment Foncred II-A. Aufgrund der früher bestehenden Verträge konnte der Konzern keinen maßgeblichen Einfluss ausüben. Zum Vorjahresstichtag ergaben sich für das Engagement der Otto Group bei der FCT Foncred II -Compartiment Foncred II-A folgende Salden:
Die Otto Group hatte im Geschäftsjahr 2016/17 Zinserträge aus den Schuldverschreibungen in Höhe von 3.551 TEUR erhalten. Veränderungen des Konsolidierungskreises Erwerbsvorgänge Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden Gesellschaften erstkonsolidiert, die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group von untergeordneter Bedeutung sind. Die Otto Group hat im März 2018 an der Otto International Scan-Thor ApS, Herning, Dänemark, 50 % der Anteile erworben. Diese wiederum hält sämtliche Anteile an diversen Tochterunternehmen in Europa und Afrika, deren Gegenstand der Einkauf von Mode, Heimtextilien und Möbeln ist. Aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen mit dem Verkäufer und Mitgesellschafter Scan-Thor Group A/S, Herning, Dänemark, besteht seitens der Otto Group Beherrschungsmöglichkeit an der Otto International Scan-Thor ApS. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses lagen noch nicht alle relevanten Finanzinformationen vor. Die Gesellschaften werden dem Segment Service zugeordnet. Entkonsolidierungen Die Otto Group hat im Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt 24,90 % der Anteile an der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, Deutschland, zu marktüblichen Konditionen an das nahestehende Unternehmen GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H., Hamburg, veräußert. Unter Berücksichtigung weiterer außenstehender Gesellschafter ist die Otto Group zum Bilanzstichtag mit 68,16 % an der ABOUT YOU GmbH beteiligt. Trotz des Mehrheitsanteils besteht keine Beherrschungsmöglichkeit, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Beherrschung der Gesellschaft nur gemeinschaftlich mit mindestens einem weiteren Gesellschafter erfolgen kann. Nach erfolgter Entkonsolidierung wird die ABOUT YOU GmbH nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen (siehe Ziffer (18)). Zur weiteren Wachstumsfinanzierung befindet sich die Gesellschaft derzeit in einem Prozess zur Aufnahme weiterer Investoren. Sämtliche Anteile an der RatePAY GmbH, Berlin, Deutschland, wurden Anfang des Geschäftsjahres 2017/18 an die Private Equity-Gesellschaften Advent International und Bain Capital Private Equity verkauft. Die RatePAY GmbH war dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet. Des Weiteren wurden mit Wirkung zum 29. September 2017 die MEZZO, Villeneuve d'Ascq, Frankreich, sowie ihre Tochtergesellschaften in Spanien und Tunesien vollständig veräußert. Die Gesellschaften waren alle im Segment Service erfasst. Mit Wirkung zum 31. Januar 2018 wurden zudem sämtliche Anteile an der DISPEO, Croix, Frankreich, verkauft. Die Gesellschaft zählte ebenfalls zu dem Segment Service. Die im Rahmen der Entkonsolidierung aus der Konzern-Bilanz abgegangenen Vermögenswerte und Schulden der vorgenannten Gesellschaften ergaben sich wie folgt:
Die entkonsolidierten Gesellschaften erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr bis zur Entkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 359.606 TEUR, das Ergebnis vor Steuern betrug -143.508 TEUR. Aus der Entkonsolidierung vorgenannter Gesellschaften sowie aus dem Ansatz verbleibender Anteile mit dem anteiligen Zeitwert im Rahmen einer Equity-Bewertung entstand ein Gewinn von 455.195 TEUR, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden zudem weitere Gesellschaften entkonsolidiert, die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group von untergeordneter Bedeutung sind. Aufgegebener Geschäftsbereich Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde entschieden, sich von den Multichannel-Einzelhandelsaktivitäten in Frankreich zu trennen. Der Geschäftsbereich 3SI Commerce stellte eine wesentliche und separierbare Geschäftsaktivität dar und wurde nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Zum Stichtag des Vorjahres bestanden Rückstellungen aus der Abwicklung für Personalabfindungen in Höhe von 34.414 TEUR, die inzwischen überwiegend in Anspruch genommen wurden. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beinhaltete im Vorjahr folgende Bestandteile:
Der Verlust aus der Veräußerung betrug 34.400 TEUR im Geschäftsjahr 2016/17. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen entfiel vollständig auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG). Im Vorjahr waren bei den Gesellschaften auf Vollzeitkräfte umgerechnet durchschnittlich 250 Mitarbeiter beschäftigt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus Factoring-Abrechnungen mit der Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg (siehe Ziffer (40)). Materialaufwand Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:
Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter beinhalten Aufwendungen in Höhe von 14.927 TEUR (2016/17: 16.885 TEUR), die aus Aufhebungs- und Ausgleichsvereinbarungen im Rahmen von konzerninternen Reorganisationen, insbesondere im Segment Service, resultieren. Die Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten die Leistungen der Otto Group aus beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen sowie für pensionsähnliche Verpflichtungen. Der Zinsanteil in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Beiträge des Arbeitgebers an die gesetzliche Rentenversicherung sind in den sozialen Abgaben enthalten. Im Geschäftsjahr 2017/18 waren in der Otto Group, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, durchschnittlich 51.785 Mitarbeiter (2016/17: 49.787 Mitarbeiter) beschäftigt. Für die Aufteilung der Mitarbeiter auf Segmente wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Miet- und Leasingaufwendungen betreffen Verträge zur Anmietung von Immobilien, Betriebsvorrichtungen, Gegenständen der Büro- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeugen. Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis beinhaltet die anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Des Weiteren werden unter dieser Position die Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit Dividenden- und Gewinnansprüchen und Verlustübernahmen von nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen entfallen auf:
Außerplanmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf derivative Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Basis der jährlich durchgeführten Werthaltigkeitstests vorgenommen. Für die Bestimmung des erzielbaren Betrags bei der Bemessung der außerplanmäßigen Abschreibungen wurden in der Regel die diskontierten Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung (value in use) verwendet. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen des Geschäftsjahres 2017/18 und des Vorjahres entfallen im Wesentlichen auf selbst erstellte sowie erworbene Software, erworbene Kundenlisten sowie auf Geschäftsausstattung. Sie betreffen insbesondere zwei deutsche Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel sowie einen französischen Versicherungsmakler. Bei den Abschreibungen aufgrund einer ungenügenden Ertragsentwicklung wurde der zukünftige Nutzungswert (value in use) zugrunde gelegt. Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Im Zinsergebnis sind saldiert Aufwendungen von 62.276 TEUR (2016/17: 53.509 TEUR) aus nach IAS 39 bewerteten Finanzinstrumenten enthalten. Die Erträge aus Finanzanlagen und Wertpapieren sowie aus der Veräußerung von Anteilen an konsolidierten, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen resultieren überwiegend aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen (siehe Ziffer (5)(b)). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedert sich nach der Herkunft wie folgt auf:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von 4.023 TEUR (2016/17: 1.131 TEUR), die mit 7.497 TEUR (2016/17: 1.292 TEUR) aus laufenden Steuern für das Vorjahr resultieren, sowie latente Steuern für Vorjahre in Höhe von -3.474 TEUR (2016/17: -161 TEUR). Bei inländischen Gesellschaften wurden im Vorjahr Körperschaftsteuerguthaben im Sinne des § 37 KStG in Höhe von insgesamt 1.142 TEUR aktiviert und nicht abgezinst. In den Geschäftsjahren 2017/18 bzw. 2016/17 wurden bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 143.935 TEUR bzw. 164.567 TEUR in Anspruch genommen. Der fiktive Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) in Höhe von 15 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:
Die Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) unterliegt als Personenhandelsgesellschaft in Deutschland nur der Gewerbesteuerpflicht. Der Steuersatz beträgt 15 %. Bei in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fallen darüber hinaus noch Körperschaftsteuern in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sind bei den inländischen Gesellschaften bei einer positiven steuerlichen Bemessungsgrundlage bis zu einer Höhe von 1 Mio. EUR unbeschränkt nutzbar. Darüber hinausgehende positive steuerliche Bemessungsgrundlagen sind nur bis zu maximal 60 % um einen vorhandenen Verlustvortrag kürzbar. Der Abzug von Zinsaufwendungen für steuerliche Zwecke ist in Deutschland ausgeschlossen, wenn der Zinsaufwand mehr als 3 Mio. EUR beträgt, die Netto-Zinsaufwendungen 30 % des steuerlichen Ergebnisses vor Zinsen und Abschreibungen übersteigen und bestimmte Ausnahmeregelungen nicht zur Anwendung kommen. Der steuerlich nicht abziehbare Zinsaufwand ist als Zinsvortrag unbegrenzt vortragsfähig und kann in zukünftigen Perioden mit positiven steuerlichen Zinsergebnissen verrechnet werden. Die Körperschaftsteuer und der Solidaritätszuschlag sowie die Auswirkungen abweichender Steuersätze für ausländische Steuern vom Einkommen und vom Ertrag vom Steuersatz der Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) sind in der Überleitungsrechnung unter den steuersatzbedingten Abweichungen im In- und Ausland ausgewiesen. Die Auswirkungen von nicht angesetzten bzw. Korrekturen von latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Verlustvorträge bei inländischen und ausländischen Konzerngesellschaften. Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
Die kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen bei Finanzinstrumenten der Kategorie available-for-sale in Höhe von 307 TEUR (2016/17: 581 TEUR), Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen der Derivate in cash flow hedges in Höhe von -3.814 TEUR (2016/17: -573 TEUR) und Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von -18.308 TEUR (2016/17: -15.110 TEUR). Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. In den Geschäftsjahren 2017/18 und 2016/17 wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.182.010 TEUR bzw. 3.124.211 TEUR keine aktiven latenten Steuern bilanziert. Diese steuerlichen Verlustvorträge sind in Höhe von 3.046.401 TEUR bzw. 3.031.240 TEUR unbegrenzt vortragsfähig. Der latente Steueraufwand aus dem Entstehen bzw. der Auflösung von temporären Differenzen beträgt -36.290 TEUR (2016/17: -17.666 TEUR). Im Berichtsjahr besteht in Deutschland ein unbegrenzt vortragsfähiger Zinsvortrag im Sinne des § 4h EStG in Höhe von 80.668 TEUR (2016/17: 65.901 TEUR), auf den keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz Immaterielle Vermögenswerte In den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 37.201 TEUR (28. Februar 2017: 37.088 TEUR) selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten, die sich noch in der Entwicklung befinden. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden gemäß IAS 23 auf qualifizierte Vermögenswerte Fremdkapitalkosten in Höhe von 88 TEUR (28. Februar 2017: 48 TEUR) aktiviert. Der zugrunde liegende Finanzierungskostensatz lag bei 2,45 % (28. Februar 2017: 2,95 %). Die in den immateriellen Vermögenswerten bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen mit 166.627 TEUR (28. Februar 2017: 215.870 TEUR) Gesellschaften im Segment Multichannel-Einzelhandel, mit 113.781 TEUR (28. Februar 2017: 116.504 TEUR) Gesellschaften im Segment Finanzdienstleistungen und mit 21.336 TEUR (28. Februar 2017: 20.521 TEUR) Gesellschaften im Segment Service. Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb immaterieller Vermögenswerte bestehen in Höhe von 4.652 TEUR (28. Februar 2017: 4.852 TEUR). Sachanlagen Von den Zugängen zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden vereinnahmte Zuschüsse in Höhe von 7 TEUR (28. Februar 2017: 672 TEUR) abgesetzt. Die Buchwerte der Sachanlagen finance lease unterteilen sich wie folgt:
Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen (Bestellobligo) bestehen in Höhe von 20.143 TEUR (28. Februar 2017: 28.227 TEUR). Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Finanzanlagen Das wesentliche assoziierte Unternehmen COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, und dessen Tochterunternehmen weisen die folgenden wesentlichen Kenngrößen (auf 100 % basierend) auf:
COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, und deren Tochterunternehmen werden mit einer unveränderten Anteilsquote von 29,36 % in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Sie weisen einen abweichenden Stichtag zum 31. Dezember auf, der dem Stichtag des beherrschenden Unternehmens dieser assoziierten Unternehmen entspricht. Die Gesellschaften sind im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere im Konsumentenkreditgeschäft, tätig. Durch den Verlust der Beherrschung an der Konzerngesellschaft ABOUT YOU GmbH, Hamburg, Deutschland, zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 und der damit verbundenen Übergangskonsolidierung hin zu einem mit anderen Anteilseignern gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen wird die ABOUT YOU GmbH zum 28. Februar 2018 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die für die Bilanzierung der Anteile relevante Anteilsquote beträgt 68,26 %. Die Anteile sind mit dem Zeitwert angesetzt worden, der sich auf der Basis von erfolgten Anteilsveräußerungen sowie Finanzierungsrunden hinsichtlich des weiteren Wachstums der Gesellschaft ergibt. Die Otto Group befindet sich derzeit in der Analyse der Allokation des sich aus der Bilanzierung ergebenden Unterschiedsbetrags auf einzeln identifizierbare Vermögenswerte und Schulden. Es wird erwartet, dass neben sonstigen immateriellen Vermögenswerten wie Marke, Kundenlisten und Software der überwiegende Teil auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfällt. Zum 28. Februar 2018 ergibt sich folgende Bilanzstruktur der ABOUT YOU GmbH:
Die übrigen nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, welche jeweils für sich genommen unwesentlich für den Konzern sind, weisen die folgenden wesentlichen Kenngrößen (auf 100 % basierend) auf:
Die Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Übersteigt der Buchwert einer Beteiligung ihren erzielbaren Betrag, ist in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Für die Anteile an Gesellschaften, die nicht konsolidiert bzw. nach der Equity-Methode einbezogen werden, und für die in den sonstigen Finanzanlagen enthaltenen Finanzinstrumente der Kategorie available-for-sale erfolgt der Wertansatz zum Bilanzstichtag zum Zeitwert bzw., sofern dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann, zu Anschaffungskosten wie folgt:
Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um Finanzinvestitionen in nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, für die kein aktiver Markt besteht. Durch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für diese Finanzinvestitionen würden sich keine wesentlichen Zusatzinformationen ergeben. Wesentliche Veräußerungen sind zurzeit nicht vorgesehen. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Im Vorratsvermögen sind Wertberichtigungen aufgrund von Gängigkeitsabschlägen in Höhe von 201.836 TEUR (28. Februar 2017: 185.965 TEUR) enthalten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzdienstleistungen Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden auch von Dritten angekaufte Forderungen in Höhe von 1.215.814 TEUR (28. Februar 2017: 970.513 TEUR) ausgewiesen. Die Fristigkeit der Forderungen zum 28. Februar 2018 ergibt sich wie folgt:
Zum Vergleichsstichtag bestand folgende Fristigkeit der Forderungen:
Die für die bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:
Die für die bestehenden Forderungen aus Finanzdienstleistungen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:
Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten, jedoch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Aus der Überfälligkeit der Forderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Werthaltigkeit. Die Forderungen sind nach Einschätzung des Ausfallrisikos trotz Überfälligkeit in voller Höhe einbringlich. Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen Die Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen beinhalten u.a. die Forderung an die GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H., Hamburg, aus dem Verkauf von Anteilen an der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, sowie Forderungen aus Grundstücksverkäufen an die evoreal GmbH, Hamburg. Die für die bestehenden Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:
Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Sonstige Vermögenswerte und Wertpapiere Die sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
Der Herausgabeanspruch aus erwarteten Retouren in Höhe von 82.719 TEUR (28. Februar 2017: 87.251 TEUR) entspricht der Höhe der Anschaffungskosten der gelieferten Waren, bei denen eine Rücklieferung erwartet wird, abzüglich der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und die bei der Verwertung entstehenden Verluste. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte des Vorjahres beinhalteten eine Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Geschäftsanteilen an der COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, in Höhe von 304.000 TEUR. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben die folgenden Fälligkeiten:
Für die sonstigen Vermögenwerte wurden Wertberichtigungen in Höhe von 5.031 TEUR gebildet (28. Februar 2017: 1.033 TEUR). Die Wertpapiere der Kategorie available-for-sale financial assets (AFS) betragen 443 TEUR (28. Februar 2017: 942 TEUR). Eigenkapital Die nachhaltige Sicherung der langfristig zur Verfügung stehenden Kapitalbasis ist wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements der Otto Group. Als Steuerungsgröße wird dabei im Wesentlichen der Verschuldungskoeffizient (Netto-Finanzverschuldung im Verhältnis zum Konzern-Eigenkapital) genutzt. Der Koeffizient wird vor dem Hintergrund des unterschiedlichen Kapitalbedarfs von Finanzdienstleistungs- und Handelsaktivitäten für diese Aktivitäten differenziert ermittelt. Hierbei stützt sich das Management u.a. auf einen konsolidierten Abschluss, in den die Finanzdienstleistungsunternehmen nach der Equity-Methode einbezogen werden (siehe Ziffer (39)). Hinsichtlich der Ausprägung der Größen wird auf den Konzernlagebericht verwiesen. Die Veränderung des Konzern-Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Kommanditkapital Die Kommanditanteile an der Otto (GmbH & Co KG) sind gemäß IAS 32 als kündbare Finanzinstrumente zu klassifizieren. Auf diese Kommanditanteile entfallen aufgrund der gesellschaftsvertraglichen Regelungen derzeit die folgenden Beträge, die sich nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften bestimmen:
Aufgrund der herrschenden Gesellschafterverhältnisse, die durch eine mittelbare Zurechnung aller Anteile zu Mitgliedern der Familie Otto und der Michael Otto Stiftung, in die die Anteile an der Otto (GmbH & Co KG) mehrheitlich im Geschäftsjahr 2014/15 eingebracht wurden, gekennzeichnet sind, kann von einer annähernd unendlichen Haltedauer der kündbaren Finanzinstrumente ausgegangen werden. Eine Bestimmung des Zeitwerts der Anteile ist aufgrund fehlender Markttransaktionen und aufgrund des Stiftungszwecks, der den dauerhaften Verbleib der Anteile im Stiftungsvermögen vorsieht, zum Stichtag nicht verlässlich möglich. Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital Das erwirtschaftete Konzern-Eigenkapital umfasst die in den abgelaufenen Perioden erzielten Ergebnisse des Konzerns, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Mindernd wirken die im HGB-Konzernabschluss vorgenommenen Verrechnungen der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bis zum 28. Februar 2002, die entsprechend IFRS 1 beibehalten wurden. Aufgrund gesetzlicher bzw. satzungsrechtlicher Bestimmungen sind zum 28. Februar 2018 37.096 TEUR (28. Februar 2017: 40.948 TEUR) des erwirtschafteten Konzern-Eigenkapitals nicht zur Ausschüttung verfügbar. Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben Der Ausgleichsposten enthält Unterschiedsbeträge, die aus dem sukzessiven Erwerb von Anteilen an Unternehmen, an denen die Otto Group bereits die Beherrschungsmöglichkeit hat, entstanden sind. Derartige Erwerbe sind als Transaktionen auf Gesellschafterebene zu behandeln. Die Auswirkungen aus Beteiligungsveränderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung sind im Folgenden aufgeführt:
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital Das kumulierte sonstige Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf die außenstehenden Gesellschafter der ARGOSYN, Croix, Frankreich, und deren Tochtergesellschaften mit einem Anteil anderer Gesellschafter von 46,32 % (unter Berücksichtigung eigener Anteile) sowie auf die FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg, Deutschland, mit einem Anteil anderer Gesellschafter von 100 % und deren Tochtergesellschaften. Die für die Argosyn-Gruppe und Forum-Gruppe zusammengefassten Finanzinformationen (auf 100 % basierend; vor konzerninternen Aufrechnungen) sind im Folgenden aufgeführt:
* An einer Tochtergesellschaft der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H. hält eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Otto (GmbH & Co KG) 1 % der Anteile. Genussscheine Die EOS Holding GmbH, Hamburg, hat im Juni 2006 sowie im August 2009 Genussscheine in Höhe von insgesamt 55.000 TEUR ausgegeben. Nach Rückkauf von Anteilen verbleiben 45.000 TEUR im Bestand. Die bonprix Handelsgesellschaft mbH, Hamburg, hat im Februar 2016 Genussscheine in Höhe von insgesamt 70.000 TEUR ausgegeben. Die hier vorliegenden Genussscheintransaktionen sind aufgrund ihrer Ausgestaltung nach IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren. Zum 28. Februar 2018 werden in dieser Position ebenfalls die noch nicht gezahlten Vergütungen auf die genannten Eigenkapitalbestandteile in Höhe von 1.984 TEUR (28. Februar 2017: 1.984 TEUR) ausgewiesen. Genussrechte Für Mitarbeiter ausgewählter inländischer Unternehmen bietet die Otto Group ein Kapitalbeteiligungsmodell in Form von Genussrechten an. Jeder Mitarbeiter dieser Unternehmen hat dabei die Möglichkeit, jährlich ein Paket, das bis zu 20 Genussrechte im Nennwert von jeweils 250,00 EUR enthalten kann, zu erwerben. Die Genussrechte partizipieren auf Grundlage der gültigen Genussrechtsbedingungen vom 10. April 2007 am Konzerngewinn und -verlust der Otto Group auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses der Otto (GmbH & Co KG). Bei bestimmten Genussrechten erfolgt jedoch eine Begrenzung der Verlustzuweisung auf 30 % des Nennwerts der Genussrechte. Grundsätzlich gilt eine Mindesthaltedauer der Pakete von sechs Jahren, so dass die als langfristig ausgewiesenen Genussrechte dem auf diesen Zeitraum entfallenden Anteil entsprechen. Zum 28. Februar 2018 waren 29.583 Pakete mit einem Wert von 27.561 TEUR (28. Februar 2017: 31.743 Pakete mit einem Wert von 27.376 TEUR) gezeichnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die betriebliche Altersvorsorge erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Aufwendungen für die beitrags- und leistungsorientierten Versorgungszusagen sind, mit Ausnahme des Zinsergebnisses, im Personalaufwand enthalten. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Nettopensionsverpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Ausgestaltung der Altersvorsorge richtet sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Bei den beitragsorientierten Versorgungssystemen leisten die Unternehmen der Otto Group Zahlungen an externe Versorgungseinrichtungen und haben keine weiteren Leistungsverpflichtungen gegenüber den Pensionsberechtigten. Der Aufwand für beitragsorientierte Versorgungssysteme ohne Berücksichtigung der Leistungen an gesetzliche Versorgungssysteme beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 12.866 TEUR (2016/17: 11.273 TEUR). Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen gegenüber ehemaligen und aktiven Mitarbeitern der Otto Group sowie deren Hinterbliebenen gebildet. Die Plangestaltung basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt, Status sowie Eigenleistung der Mitarbeiter. Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne entfallen auf die in Deutschland und Großbritannien ansässigen Gesellschaften der Otto Group. In Deutschland liegen in der Regel nicht kapitalgedeckte Versorgungspläne vor. Diese bestehen aus arbeitgeberfinanzierten Leistungszusagen und sowohl arbeitgeber- als auch arbeitnehmerfinanzierten beitragsorientierten Leistungszusagen. Ein Großteil der arbeitgeberfinanzierten Leistungszusagen wurde zum 1. Januar 2014 für Neueintritte geschlossen. Bei den in Großbritannien ansässigen Gesellschaften bestehen zumeist kapitalgedeckte Versorgungspläne. Diese Pläne basieren vorwiegend auf eingefrorenen Durchschnittsgehältern der Mitarbeiter. Die Pläne in Großbritannien wurden mit Wirkung zum 28. Februar 2009 für Neuzugänge geschlossen. Die Leistungen aus den Plänen in Deutschland und Großbritannien erfolgen überwiegend in der Form von Rentenzahlungen. Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Otto Group verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsänderungsrisiko, ist die Otto Group dem Währungsrisiko sowie dem Kapitalmarkt- bzw. Anlagerisiko ausgesetzt. Die Versorgungsleistungen in Deutschland sind gegen die Folgen einer Insolvenz nach Maßgabe des Betriebsrentengesetzes abgesichert. Hierfür werden jährliche Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG geleistet. Der wesentliche Teil des in der Otto Group vorhandenen Planvermögens entfällt auf die in Großbritannien ansässigen Unternehmen. Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung dieser Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar. Das Planvermögen wird von einem unabhängigen Treuhänder investiert und verwaltet. Die übergeordnete Anlagepolitik und Anlagestrategie basieren auf dem Ziel, mittelfristig eine Rendite auf das Planvermögen zu erwirtschaften, welche zusammen mit den Beiträgen ausreicht, den Versorgungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der derzeit bestehenden Unterdeckung hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, durch regelmäßige Dotierungen die Unterdeckung langfristig aufzulösen. Die Höhe der Dotierungen wird alle drei Jahre im Rahmen der Funding Discussions neu verhandelt. Zusätzlich besteht eine staatliche Aufsicht der für diese Angelegenheiten zuständigen Stelle (Pensions Regulator). Die Versorgungsleistungen sind zu großen Teilen gegen die Folgen einer Insolvenz gesetzlich abgesichert. Hierfür werden jährliche Beiträge an den Pension Protection Fund geleistet. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Versorgungssysteme erfolgt nach IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Annahmen. Der Bewertung liegen folgende gewichtete Annahmen zugrunde:
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen hat sich wie folgt entwickelt:
Das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Verfügung stehende Planvermögen gliedert sich wie folgt auf:
Die Kosten für die Verwaltung des Planvermögens mindern den Ertrag aus Planvermögen. Die verbleibenden Verwaltungskosten werden nicht vom Ertrag aus Planvermögen abgezogen. Der Konzern erwartet, dass im Geschäftsjahr 2018/19 Beiträge in Höhe von 21.274 TEUR in die leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind sowie Auszahlungen in Höhe von 59.432 TEUR aus den leistungsorientierten Plänen erfolgen werden. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt 19,5 Jahre (28. Februar 2017: 19,4 Jahre). Die relative Auswirkung von singulären Parameteränderungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird im Folgenden aufgezeigt:
Eine wesentliche Gehaltsabhängigkeit der Pläne liegt nicht vor. Zur Ermittlung der Sensitivitäten wurden ca. 97 % des Verpflichtungsumfanges berücksichtigt. Jede Änderung einer wesentlichen versicherungsmathematischen Annahme wurde separat analysiert. Interdependenzen wurden nicht berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Erwartete Abfindungen sowie sonstige Personalkosten, die auf der Grundlage von Sozialplänen bzw. Betriebsvereinbarungen im Rahmen von eingeleiteten Restrukturierungen u.a. in Deutschland, Frankreich und England in dem Segment Service entstehen, werden in den Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen ausgewiesen. Zusätzlich sind in dieser Rückstellung die erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung von Miet- bzw. Leasingverträgen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen enthalten. Für Rückbau- und Wiederherstellungsverpflichtungen, die insbesondere bei Mietereinbauten bestehen, wurden Rückstellungen in Höhe des Barwerts der erwarteten Kosten angesetzt. Korrespondierend wurden diese Kosten zum Zeitpunkt der Entstehung der Verpflichtung als Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Vermögenswerte aktiviert. In den Rückstellungen für Personalkosten sind im Wesentlichen die Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitvereinbarungen sowie Jubiläumsansprüche enthalten. Die Rückstellungen für Garantien und Kulanz wurden für gesetzliche, freiwillige und vertraglich vereinbarte Garantien und Gewährleistungsansprüche von Kunden aus Warenlieferungen in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet. Es ergibt sich folgende Fälligkeitsstruktur der sonstigen Rückstellungen zum 28. Februar 2018:
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Fälligkeitsstruktur der Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich zum 28. Februar 2018 wie folgt:
Zum Stichtag der Vergleichsperiode hat sich die Fälligkeitsstruktur der Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt dargestellt:
Die zum 28. Februar 2018 bestehenden wesentlichen Anleihen sind durch die folgenden Nominalbeträge, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet:
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 200.000 TEUR zurückgeführt. Zudem sind drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 390.000 TEUR im Berichtsjahr begeben worden, die Laufzeiten zwischen fünf und neun Jahren aufweisen. Die Otto Group verfügt seit dem Geschäftsjahr 2013/14 über ein EMTN-Programm mit einem Gesamtvolumen von 2.000.000 TEUR an der Luxemburger Börse. Zum 28. Februar 2018 beträgt das Gesamtvolumen der im Rahmen des EMTN-Programms begebenen Anleihen 980.000 TEUR (28. Februar 2017: 590.000 TEUR). Zudem existiert seit dem Geschäftsjahr 2016/17 ein Commercial-Paper-Programm mit einem Rahmenvolumen von 1.000.000 TEUR. Zum 28. Februar 2018 beträgt das Gesamtvolumen der ausstehenden Commercial-Paper unverändert zum Vorjahr 150.000 TEUR. Zum 28. Februar 2018 bestehen die folgenden, nach Fälligkeit sortierten, wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber diversen in- und ausländischen Kreditinstituten:
Die Aufteilung erfolgt auf Basis der Segmentzuordnung nach fester oder variabler Verzinsung sowie einer Endfälligkeit bis 5 Jahre (28. Februar 2023) bzw. über 5 Jahre (ab 1. März 2023). Für die Finanzverbindlichkeiten entspricht der ausgewiesene Zinssatz dem Effektivzinssatz. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich zum 28. Februar 2018 wie folgt:
Zum Stichtag der Vergleichsperiode hat sich die Fälligkeitsstruktur der sonstigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt dargestellt:
Die Verbindlichkeiten aus finance lease zum 28. Februar 2018 lassen sich wie folgt überleiten:
Zum Stichtag der Vergleichsperiode ergab sich die Überleitung der Verbindlichkeiten aus finance lease wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich wie folgt:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Lohn und Gehalt, ausstehendem Urlaub bzw. Urlaubsgeld sowie Altersteilzeitvereinbarungen. Entsprechend IAS 32 ist die Verpflichtung bei Ausübung der bestimmten Anteilseignern von Tochtergesellschaften eingeräumten Optionen, deren Anteile zum anteiligen Wert des Eigenkapitals erwerben zu müssen, in Höhe des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags als Verbindlichkeit zum Erwerb von Anteilen zu bilanzieren. Sofern die Verpflichtungen im Rahmen eines Unternehmenserwerbs entstanden sind, in dem die Otto Group die Beherrschungsmöglichkeiten erworben hat, werden Beträge abzüglich der Verzinsung als variabler Kaufpreisbestandteil behandelt und gegebenenfalls im derivativen Geschäfts- oder Firmenwert berücksichtigt. Hinsichtlich der Fälligkeit ergibt sich folgende Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten:
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme In den Geschäftsjahren 2006/07 und 2017/18 wurden bei einer Konzerngesellschaft in den USA virtuelle Anteilsprogramme zur langfristigen Mitarbeiterincentivierung aufgelegt. Diese Programme werden gemäß IFRS 2 als cash-settled share-based payment klassifiziert. Die Transaktionswährung für die Gewährung und den Rückkauf der Wertsteigerungsrechte ist der US-Dollar. Die im Rahmen dieser Pläne jährlich gewährten Wertsteigerungsrechte werden während einer Frist von 60 Monaten ratierlich unverfallbar. Am Ende dieses Erdienungszeitraums erfolgt die Auszahlung auf Basis der unverfallbar gewordenen Rechte. Für die Bestimmung der Wertsteigerung wird ein Unternehmenswert zugrunde gelegt, der sich aus einem EBIT-Multiplikator unter Berücksichtigung einer vertraglich definierten Nettofinanzposition ergibt. Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2006/07 aufgelegten Plans können maximal 590.000 Wertsteigerungsrechte ausgegeben werden. Die letzte Ausgabe von Wertsteigerungsrechten erfolgte im Geschäftsjahr 2017/18. Die Veränderungen im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Anteilsprogramms lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2017/18 aufgelegten Plans können maximal 300.000 Wertsteigerungsrechte ausgegeben werden. Die Veränderungen im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Anteilsprogramms lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für beide Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ist unter Berücksichtigung des Aufwandsverteilungszeitraums gemäß IFRS 2 und der Wertentwicklung zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit in Höhe von 16.309 TEUR (2016/17: 15.579 TEUR) bilanziert worden. Es ergab sich im Berichtsjahr Aufwand in Höhe von 8.201 TEUR (2016/17: 14.583 TEUR). Auszahlungen für bereits unverfallbar gewordene Rechte ausgeschiedener Mitarbeiter beliefen sich im Geschäftsjahr 2017/18 auf 6.104 TEUR (2016/17: 78 TEUR). Bei einer deutschen Konzerngesellschaft sind zudem im Geschäftsjahr 2017/18 virtuelle Put Optionen gegenüber leitenden Mitarbeitern gewährt worden. Diese Put Optionen werden gemäß IFRS 2 als cash-settled share-based payment klassifiziert. Die Transaktionswährung für die Gewährung und den Rückkauf ist der Euro. Die Put Optionen können an unterschiedlichen und vorab festgelegten Zeitpunkten ausgeübt werden. Der vollständige Kaufpreis ist erst zu einem Zeitpunkt erdient, der im Geschäftsjahr 2019/20 liegt. Die Ermittlung des Kaufpreises erfolgt zu jedem Zeitpunkt als Produkt aus dem maßgeblichen Jahresumsatz und einem auf Basis eines Deckungsbetrages abgeleiteten Multiplikators. Unter Berücksichtigung des Aufwandsverteilungszeitraums gemäß IFRS 2 ist zum Bilanzstichtag erstmalig eine Verbindlichkeit in Höhe von 10.546 TEUR bilanziert worden. Es ergab sich im Berichtsjahr ein entsprechender Aufwand in Höhe von 10.546 TEUR. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Definitionen In der Otto Group ist der Brutto-Cashflow eine Kennzahl für den Liquiditätsbeitrag der Gesellschaften und der Segmente. Der Brutto-Cashflow entspricht dem um Gewinne, Verluste und Ausschüttungen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie um wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen angepassten Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
Aus dem in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds wurden 11.014 TEUR (28. Februar 2017: 10.896 TEUR) als Sicherheit hinterlegt. Die eingeschränkte Verfügbarkeit resultiert im Wesentlichen aus vertraglichen Vereinbarungen aus ABS-Transaktionen. Nicht zahlungswirksame Transaktionen Wesentliche nicht zahlungswirksame Vorgänge im Finanzierungs- und Investitionsbereich betreffen im Geschäftsjahr 2017/18 den Abschluss von finance lease mit 16.247 TEUR (2016/17: 23.862 TEUR). Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Grundlagen Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 nach dem management approach. Hiernach orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung an die jeweiligen Hauptentscheidungsträger und beinhaltet die Informationen, die diesen Entscheidungsträgern im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung vorgelegt und von diesen zur Ressourcenallokation für die einzelnen Bereiche des Konzerns verwendet werden. In Übereinstimmung mit der internen Steuerung des Konzerns ist die Segmentberichterstattung nach den Geschäftsfeldern des Konzerns gegliedert. In Ergänzung zu den Geschäftsfeldern erfolgen Zusatzinformationen zu den geographischen Regionen. Geschäftsfelder In der Otto Group bestehen die folgenden Geschäftsfelder: Multichannel-Einzelhandel Das Segment Multichannel-Einzelhandel umfasst alle Aktivitäten des Konzerns, bei denen Konsumgüter an Endkunden verkauft werden. Die Geschäftsaktivitäten erfolgen dabei im Rahmen einer Multichannel-Strategie im Wege des Online-, Versand- und Stationärhandels, wobei der E-Commerce im Versandhandel den Schwerpunkt in diesem Segment bildet. Finanzdienstleistungen Das Segment Finanzdienstleistungen umfasst das Forderungs- und Liquiditätsmanagement. Service Das Segment Service der Otto Group beinhaltet Logistik- und Einkaufsdienstleistungen. Die Logistikdienstleistungen umfassen dabei einen breiten Bereich von der Warenbeschaffung über Transportdienstleistungen bis zur Sendungsverteilung an Endkunden sowie Serviceleistungen im Zusammenhang mit den gelieferten Waren. Geographische Regionen Die Aktivitäten der Otto Group sind neben Deutschland und Russland insbesondere auf das übrige Europa und Nordamerika sowie Asien ausgerichtet. Die Sonstigen Regionen enthalten die Aktivitäten in den übrigen Regionen. Segmentinformationen Die Segmentdaten werden mit Ausnahme der konzerninternen Miet- und Leasingbeziehungen, die als Operating Leasingverhältnisse abgebildet werden, auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Forderungen, Aufwendungen und Erträge, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, werden in der Spalte Holding/Konsolidierung eliminiert. Derartige Transaktionen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Darüber hinaus enthält die Spalte Holding/Konsolidierung Aufwendungen der Konzernfunktionen, die den einzelnen Segmenten nicht auf einer verlässlichen Basis zugeordnet werden können. Die Umsatzerlöse mit Dritten repräsentieren den Umsatz aus dem Verkauf von Handelswaren sowie der Erbringung von Dienstleistungen inklusive Finanzdienstleistungen. Die Innenumsatzerlöse resultieren aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Segmenten. Die dargestellten Ergebnisgrößen stellen den jeweiligen Ergebnisbeitrag der Segmente dar. Das EBITDA entspricht dabei dem Ergebnis vor Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie vor planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen und nach Zuschreibungen. Unter Einbeziehung der angefallenen Abschreibungen ergibt sich das EBIT als Ergebnis vor dem Finanzergebnis und vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Das Segmentvermögen umfasst die langfristigen Vermögenswerte des jeweiligen Segments, d.h. die immateriellen Vermögenswerte inklusive derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte, die Sachanlagen und die Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die kurzfristigen Vermögenswerte. Vom Segmentvermögen ausgenommen sind die sonstigen Beteiligungen, die Finanzforderungen, die Ansprüche aus laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die aktiven latenten Steuern und die flüssigen Mittel. Nur im Segment Finanzdienstleistungen sind die Finanzforderungen im Segmentvermögen enthalten. Der Brutto-Cashflow der Segmente wird aus dem EBIT unter Eliminierung darin enthaltener nicht zahlungswirksamer Erträge und Aufwendungen abgeleitet. Das Segmentvermögen kann auf die Aktiva des Konzerns wie folgt übergeleitet werden:
Für die geographischen Informationen werden die Umsätze nach dem Standort der Konzerngesellschaft segmentiert, der in der Regel auch dem Standort der Kunden entspricht. Das Vermögen wird ebenfalls auf der Grundlage des Standortes der Konzerngesellschaft ermittelt und umfasst die langfristigen Vermögenswerte der geographischen Regionen und enthält somit immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen:
SONSTIGE ANGABEN Finanzinstrumente Originäre Finanzinstrumente Die Otto Group verwendet eine Vielzahl von Finanzinstrumenten in ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern. In den folgenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend der Kategorien der Finanzinstrumente nach IAS 39 dargestellt. Cash flow hedges werden gesondert ausgewiesen. Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss bilanziert werden, werden in die folgenden Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 eingeordnet: Stufe 1: an aktiven, für das Unternehmen an zugänglichen Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für gleiche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten; Stufe 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen; Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Reklassifizierungen zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen werden zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist, erfasst. Im Geschäftsjahr 2017/18 haben keine Reklassifizierungen zwischen den verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten stattgefunden. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten verschiedene Put Optionen. Diese werden der Stufe 3 in der Zeitwert Hierarchie zugeordnet, da die Bewertungsparameter auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen. In den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von 2.486 TEUR aus der Währungsumrechnung enthalten. Aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich ein im Finanzergebnis ausgewiesener Ertrag in Höhe von 7.744 TEUR. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Put Optionen berücksichtigt vertraglich vereinbarte Zahlungen. Sofern geplante Erfolgskomponenten für den beizulegenden Zeitwert relevant sind, werden diese auf Basis der Discounted Cashflow-Methode unter Berücksichtigung der jeweiligen Unternehmensplanungen ermittelt. Die Abzinsungssätze basieren auf gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Relevante nicht beobachtbare Inputfaktoren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind geplante Erfolgskomponenten. Der Konzern führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum 28. Februar 2018, einschließlich ihrer Einstufung in die Zeitwert Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Verbindlichkeiten aus finance lease werden gemäß IAS 17 bewertet und sind folglich in der Tabelle keiner Bewertungskategorie gemäß IAS 39 zugeordnet. Eine Angabe der Zeitwerte für Verbindlichkeiten aus finance lease erfolgt nicht, da sich keine wesentlichen Zusatzinformationen durch die Ermittlung der Zeitwerte ergeben würden.
Zum Stichtag der Vergleichsperiode bestehen folgende Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Einstufung in der Zeitwert Hierarchie:
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bewertungskategorien des IAS 39 auf:
Die Nettoergebnisse enthalten dabei Effekte aus Wertberichtigungen, der Währungsumrechnung, aus der Bewertung zum Zeitwert und aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus werden Umsatzerlöse mit Dritten des Segments Finanzdienstleistungen von 841.406 TEUR (28. Februar 2017: 732.374 TEUR) ausgewiesen, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Kategorie LAR stehen. Die oben genannten Finanzinstrumente wurden hinsichtlich ihrer erfolgswirksamen Effekte in den Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen, im Beteiligungsergebnis und im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Zum 28. Februar 2018 werden Vermögenswerte aus ABS-Transaktionen von 104.177 TEUR (28. Februar 2017: 147.047 TEUR) bilanziert. Derivative Finanzinstrumente Die Otto Group ist aufgrund ihrer internationalen Aktivitäten insbesondere Risiken aus Währungskurs- und Zinsänderungen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden durch die Unternehmen der Otto Group derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch entsprechende Richtlinien in der Otto Group geregelt und erfolgt allein zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte sowie geplanter Transaktionen mit hinreichend hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese Richtlinien werden die Verantwortlichkeiten, die Handlungsrahmen und die Berichterstattung sowie die strikte Trennung von Handel und Abwicklung verbindlich festgelegt. Der Abschluss von Handelsgeschäften im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß dieser Richtlinien nur mit Banken ausreichender Bonität erlaubt. Die Otto Group nutzt Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und Devisenoptionen zur Absicherung abgeschlossener bzw. erwarteter Geschäfte. Im Rahmen der Zinssicherung werden die Risiken durch Zinsderivate in Form von Zinsswaps begrenzt. Die derivativen Geschäfte, welche die Otto Group nach dieser Maßgabe abschließt, werden gemäß den Vorschriften der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) an ein Transaktionsregister gemeldet. Die Compliance mit EMIR wird regelmäßig durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und bestätigt. Die Nominalwerte und Zeitwerte der Zins- und Devisenderivate setzen sich wie folgt zusammen:
Die Otto Group bilanziert bestimmte Derivate, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, als cash flow hedges gemäß IAS 39. Cash flow hedges werden zur Absicherung des Zinsänderungs- und Währungsrisikos im Zusammenhang mit variablen Zahlungsströmen aus zukünftig höchstwahrscheinlichen Transaktionen (Wareneinkauf, Umsatzerlöse und Refinanzierung) sowie aus bestehenden Kreditverträgen abgeschlossen. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zum Stichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode mithilfe der hypothetischen Derivate-Methode geprüft. Es bestehen die folgenden Sicherungsinstrumente, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung als cash flow hedges erfüllen:
Die gesicherten Grundgeschäfte treten in einem Zeitraum von bis zu drei Jahren (28. Februar 2017: bis zu drei Jahren) bei Devisenderivaten und von bis zu 22 Jahren (28. Februar 2017: bis zu acht Jahren) bei Zinsderivaten ein. Darüber hinaus werden bei Währungsrisiken Zeiträume von bis zu fünf Jahren gesichert. Die voraussichtlichen Effekte auf die Zahlungsströme werden sich jeweils im gleichen Zeitraum einstellen. Den Nominalvolumina der Sicherungsgeschäfte stehen bereits bilanzierte Grundgeschäfte in Höhe von 28.104 TEUR (28. Februar 2017: 75.994 TEUR) bei den Devisenderivaten und in Höhe von 388.395 TEUR (28. Februar 2017: 342.742 TEUR) bei den Zinsderivaten sowie geplante Transaktionen gegenüber. Für bilanzierte Grundgeschäfte aus einer Sicherungsbeziehung mit Devisenderivaten werden 190 TEUR (28. Februar 2017: 2.948 TEUR) aus den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Anschaffungskosten einbezogen. Die Otto Group schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen des Deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte Derivategeschäfte ab. Bei Eintritt bestimmter Kreditereignisse, wie eines Verzugs, werden alle ausstehenden Transaktionen der in Verzug geratenen Globalnettingvereinbarung beendet und der Wert zur Beendigung wird ermittelt. Hierfür ist ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu verwenden. Da ein bestimmtes Kreditereignis wie ein Verzug eines Bankdarlehens zurzeit nicht gegeben ist und somit kein Rechtsanspruch auf Saldierung der erfassten Beträge besteht, erfüllen die abgeschlossenen Vereinbarungen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Es bestehen die folgenden Finanzinstrumente, die den Globalnettingvereinbarungen unterliegen:
Finanzrisiken Aufgrund der internationalen Aktivitäten besteht für die Otto Group eine Reihe von finanziellen Risiken. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Im Rahmen der bestehenden Treasury- und Risikomanagementprozesse werden diese Risiken reduziert. Grundsätzlich werden alle wesentlichen Zinsänderungs- und Währungsrisiken durch währungs- und fristenkongruente Refinanzierungen begrenzt. Verbleibende wesentliche Inkongruenzen werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, wie beispielsweise Zinsswaps und Devisentermingeschäfte, weiter reduziert. Die Rahmenbedingungen für den Einsatz dieser Instrumente werden durch eine vom Vorstand erlassene Richtlinie festgelegt, deren Einhaltung durch ein unabhängiges Risikomanagement überwacht wird. Die Zinsrisiko-Exposures sind grundsätzlich bis zu 100 % gesichert. Im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements wird darüber hinaus sichergestellt, dass der Otto Group für das operative Geschäft und für Investitionen ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Die Otto Group ist durch ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen Währungsrisiken aus der Schwankung des USD, des HKD und des CHF ausgesetzt. Eine Übersicht zur Entwicklung der wesentlich auf den Konzernabschluss wirkenden Währungen findet sich in Ziffer (2)(b). Zur Ermittlung der nachfolgend dargestellten Sensitivitäten wird eine hypothetische Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber allen Währungen zum 28. Februar 2018 um 10 % angenommen. Alle anderen Variablen bleiben unverändert. Unter diesen Bedingungen hätten sich folgende wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Eigenkapital der Otto Group ergeben:
Währungskurssicherungen werden in der Otto Group zum Teil als cash flow hedges nach IAS 39 bilanziert. Die Marktwertschwankungen des effektiven Teils werden in der oben stehenden Übersicht im Eigenkapital gezeigt. Die ausgewiesenen Effekte auf das Ergebnis resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsschwankungen von Derivaten, die zur Sicherung operativer Cashflows abgeschlossen wurden, jedoch nicht nach Hedge Accounting bilanziert werden. Diesen Derivaten stehen hauptsächlich geplante, noch nicht kontrahierte Kontrakte gegenüber, deren Währungskursrisiko sich gegenläufig entwickelt. In die Berechnungen der Ergebniseffekte wurden diese Cashflows der operativen Grundgeschäfte nicht einbezogen. Das tatsächliche Risiko der Nettoposition ist somit deutlich geringer. Für die Otto Group ergeben sich weiterhin Zinsrisiken aus variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Bei einer hypothetischen Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus für alle Währungen um jeweils 50 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinskurven) und gleichzeitig unveränderten sonstigen Variablen hätten sich folgende Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Eigenkapital der Otto Group ergeben, die im Wesentlichen das Finanzergebnis beeinflussen:
Eine Risikokonzentration in Bezug auf die dargestellten Finanzrisiken besteht nicht. Ausfallrisiko Für die Otto Group besteht das Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Verminderung des Ausfallrisikos, dessen Maximalbetrag den bei den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten bilanzierten Buchwerten entspricht, werden Bonitätsprüfungen vorgenommen. Für erkennbare Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzdienstleistungen, werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Für die in der Bilanz angesetzten Vermögenswerte entspricht der Buchwert dem maximalen Ausfallrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzdienstleistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber privaten Endkunden und sind in der Regel mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte im Einzelhandel nicht durch spezielle Instrumente gesichert. Durch die sehr hohe Streuung der Forderungen entfallen auf den einzelnen Kunden nur geringe Beträge. Das Risiko eines maximalen Ausfalls ist unwahrscheinlich. Einlagen bei Banken und Finanzanlagen werden grundsätzlich nur bei Partnern unterhalten, die eine einwandfreie Bonität nach dem Ranking einer anerkannten internationalen Ratingagentur aufweisen. Nicht im Wert geminderte oder überfällige Kredite und Forderungen werden in den verschiedenen Geschäftsfeldern intensiv überwacht. Im Multichannel-Einzelhandel und bei den Finanzdienstleistungsgesellschaften ist das Debitorenmanagement ein wichtiger Baustein in den betrieblichen Prozessen. Forderungen, die nur durch Nachverhandlung nicht wertgemindert oder überfällig sind, und überfällige Finanzinstrumente, die nicht wertgemindert sind, bestehen nur in sehr geringem Umfang mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Es liegen keine objektiven Hinweise vor, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Forderungen werden in einem standardisierten Verfahren automatisch wertberichtigt, sobald es zu einem Zahlungsverzug kommt. Im Segment Finanzdienstleistungen bestehen Forderungen im Wesentlichen aus Treuhandinkasso sowie aus angekauften Forderungen. Im Rahmen des Treuhandgeschäfts existieren keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte oder Finanzinstrumente, die überfällig aber nicht wertgemindert sind. Bei den angekauften Forderungen handelt es sich grundsätzlich um bereits überfällige wertgeminderte Forderungen. Liquiditätsrisiko Das Finanzierungsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität der Otto Group. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen immer ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Minimierung der Finanzierungskosten ist dabei eine wesentliche Nebenbedingung für ein effizientes Finanzierungsmanagement. Grundsätzlich gilt, offene Positionen fristenkongruent zu refinanzieren. Als Refinanzierungsinstrumente können Geld- und Kapitalmarktprodukte wie zum Beispiel Kredite, Anleihen oder ABS (asset-backed securities), aber auch Avale, Leasing, sale and lease back und Factoringverwendet werden. Die erforderlichen Basisdaten werden rollierend über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie eine tägliche Planung mit einem Horizont von mindestens vier Wochen ermittelt. Beide Planungen werden regelmäßigen Abweichungsanalysen unterzogen. Eine Risikokonzentration in Bezug auf die dargestellten Liquiditätsrisiken besteht nicht. Folgende Tabelle zeigt den zum 28. Februar 2018 bereits vertraglich fixierten Mittelabfluss aus finanziellen Verbindlichkeiten in Form von Tilgungs- und Zinszahlungen:
Zum 28. Februar 2017 bestand der nachfolgend dargestellte vertraglich fixierte Mittelabfluss aus finanziellen Verbindlichkeiten:
Zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellen sich zum Stichtag folgendermaßen dar:
Konzernabschluss unter Einbeziehung des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode ("FDL at Equity") Allgemeine Erläuterungen Die Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen aus dem Segment Finanzdienstleistungen unterscheidet sich grundlegend von den Handels- und Dienstleistungsaktivitäten der Otto Group. Um einen noch differenzierteren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Handels- und Dienstleistungsaktivitäten der Otto Group mittels einer Eliminierung der Strukturen im Segment Finanzdienstleistungen zu vermitteln, wurde der IFRS-Konzernabschluss zum 28. Februar 2018 um eine zusätzliche Betrachtungsweise erweitert. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge der Konzernunternehmen des Segments Finanzdienstleistungen aus dem IFRS-Konzernabschluss eliminiert und stattdessen die Anteile an den Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode bilanziert. Die Bilanzierung der Anteile an den Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode erfolgt dabei auf der Grundlage der durchgerechneten Kapitalanteile auf Ebene der jeweiligen Muttergesellschaften, die nicht dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet sind. Insofern werden Anteile anderer Gesellschafter am anteiligen Ergebnis bzw. dem anteiligen Nettoreinvermögen der Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nur dann ausgewiesen, wenn diese Anteile durch außenstehende Gesellschafter an Muttergesellschaften in anderen Segmenten gehalten werden. Darüber hinaus werden für Zwecke der Bilanzdarstellung Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren. Bei der hier beschriebenen Vorgehensweise wird insofern von den IFRS abgewichen, als auf die Vollkonsolidierung der Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen, wie sie aufgrund der Beherrschungsmöglichkeit der Otto Group nach IFRS 10 erfolgen müsste und im IFRS-Konzernabschluss abgebildet ist, verzichtet wird. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren. Die Darstellung aller übrigen Sachverhalte erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Gewinn- und Verlustrechnung Konzern FDL at Equity vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
Bilanz Konzern FDL at Equity zum 28. Februar 2018Aktiva
PASSIVA
Kapitalflussrechnung Konzern FDL at Equity vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
Erläuterungen zur Überleitungsrechnung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung Als Ausgangspunkt der Überleitungsrechnung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthält Spalte 1 die Daten der Otto Group einschließlich der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen. Spalte 2 zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung des Segments Finanzdienstleistungen, die an dieser Stelle aus der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung herausgelöst wird. Die hier gezeigte Gewinn- und Verlustrechnung des Segments Finanzdienstleistungen enthält sämtliche Leistungsbeziehungen zu den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group. Mit der Spalte 3 leben die GuV-wirksamen Beziehungen zwischen den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group und dem Segment Finanzdienstleistungen, die beim Übergang in den Gesamtkonzern eliminiert worden sind, wieder auf. Mit der Spalte 4 wird das anteilige Periodenergebnis des Segments Finanzdienstleistungen zugefügt. Spalte 5 zeigt den Abschluss der Otto Group FDL at Equity. Überleitungsrechnung Gewinn- und Verlustrechnung (FDL at Equity)
Erläuterungen zur Überleitungsrechnung Konzern-Bilanz Als Ausgangspunkt der Überleitungsrechnung der Konzern-Bilanz enthält Spalte 1 die Daten der Otto Group einschließlich der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren. Spalte 2 zeigt die Bilanz des Segments Finanzdienstleistungen, die an dieser Stelle aus der Konzern-Bilanz herausgelöst wird. Die hier gezeigte Bilanz des Segments Finanzdienstleistungen enthält sämtliche Leistungsbeziehungen zu den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group. Mit der Spalte 3 leben die Beziehungen zwischen den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group und dem Segment Finanzdienstleistungen, die beim Übergang in den Gesamtkonzern eliminiert worden sind, wieder auf. In der Spalte 4 werden die nach der Equity-Methode bewerteten Anteile an den Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren. Spalte 5 zeigt den Abschluss der Otto Group FDL at Equity. Überleitungsrechnung Bilanz (FDL at Equity)
Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen Als nahe stehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Otto Group die Personen und Unternehmen, die die Otto Group beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Otto Group beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder der Familie Otto und die Michael Otto Stiftung, die durch diese Familie und die Stiftung beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen, die Mitglieder der Geschäftsführung der Otto (GmbH & Co KG) sowie die Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen der Otto Group als nahe stehende Personen und Unternehmen definiert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen:
Beziehungen zu assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen Die Umsatzerlöse mit assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen betragen im Geschäftsjahr 2017/18 11.734 TEUR (2016/17: 10.428 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Forderungsinkasso mit der Cofidis-Gruppe in Höhe von 10.045 TEUR (2016/17: 9.518 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2017/18 51.195 TEUR (2016/17: 43.541 TEUR) und resultieren im Wesentlichen in Höhe von 50.004 TEUR (2016/17: 41.266 TEUR) aus Erträgen aus Factoring-Abrechnungen mit der Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg. An die Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg, werden von verschiedenen Konzernunternehmen des Segments Multichannel-Einzelhandel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die Forderungen werden zu unter Dritten üblichen Konditionen übertragen und gehen aus der Bilanz der verkaufenden Gesellschaften vollständig ab. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden Forderungen im Gesamtwert von 1.607.409 TEUR (2016/17: 1.504.956 TEUR) verkauft. Der Stichtagswert dieser Forderungen zum 28. Februar 2018 beträgt 1.299.780 TEUR. Zum 28. Februar 2018 betragen die flüssigen Mittel bei der Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg, 8.217 TEUR (28. Februar 2017: 7.246 TEUR). Hinsichtlich der Höhe der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen wird auf die Ziffern (21) und (29) verwiesen. Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen Gesellschaften der Otto Group und assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie kurzfristigen Kontokorrentfinanzierungen zwischen den Gesellschaften. Beziehungen zu den Gesellschaftern Mit Gesellschaftern der Otto (GmbH & Co KG) bestanden weder zum 28. Februar 2018 noch zum 28. Februar 2017 Darlehensbeziehungen. Beziehungen zu sonstigen nahe stehenden Unternehmen Gesellschaften der Otto Group haben zu marktüblichen Konditionen diverse Verträge über die Anmietung von Immobilien und Grundstücken geschlossen, die sich im Eigentum von Tochtergesellschaften der ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg, sowie im Eigentum der Projektentwicklungsgesellschaft evoreal GmbH, Hamburg, befinden bzw. verwaltet werden. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden Grundstücke und Gebäude, die an Konzerngesellschaften vermietet sind, an die evoreal GmbH, Hamburg, verkauft. Der Kaufpreis betrug 23.895 TEUR. Im Berichtsjahr hat die GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H., Hamburg, die von Benjamin Otto beherrscht wird, Anteile an der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, erworben (siehe Ziffer (5)(b)). Die Otto Group gewährt der GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H. ein Darlehen in Höhe von 56.152 TEUR zu marktüblichen Konditionen mit einer dreijährigen Laufzeit zur teilweisen Kaufpreisfinanzierung. Es bestanden im Geschäftsjahr keine weiteren wesentlichen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen. Beziehungen zu nahe stehenden Personen Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Otto (GmbH & Co KG) betragen im Geschäftsjahr 2017/18 8.294 TEUR (2016/17: 7.541 TEUR) und sind jeweils kurzfristig fällig. Davon entfallen 3.516 TEUR (2016/17: 4.325 TEUR) auf fixe Bestandteile sowie 4.778 TEUR (2016/17: 3.216 TEUR) auf variable Bestandteile. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung belaufen sich auf 11.365 TEUR (28. Februar 2017: 15.039 TEUR). Die Zuführungen zu Pensionsrückstellungen betragen 1.449 TEUR (2016/17: 3.266 TEUR). Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 3.219 TEUR (2016/17: 2.278 TEUR). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen sind 46.818 TEUR (28. Februar 2017: 40.694 TEUR) zurückgestellt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats der Otto (GmbH & Co KG) beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 278 TEUR (2016/17: 280 TEUR). Eventualverbindlichkeiten Die Eventualverbindlichkeiten der Otto Group setzen sich aus Bürgschaften und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 29.327 TEUR (28. Februar 2017: 4.289 TEUR) zusammen. Operating Leasingverhältnisse Die im Berichtsjahr gezahlten Leasingraten aus Operating Leasingverhältnissen in Höhe von 364.726 TEUR (2016/17: 360.057 TEUR) wurden erfolgswirksam erfasst. Davon entfallen 3.425 TEUR (2016/17: 3.196 TEUR) auf Eventualmietzahlungen. Die Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Verträge zur Anmietung von Immobilien, Betriebsvorrichtungen, Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeugen. Die zukünftigen Zahlungen für operating lease werden wie folgt fällig:
Aus Untermietverträgen werden 398 TEUR (2016/17: 358 TEUR) an Zahlungen erwartet. Zukünftige Leasingzahlungen für operating lease in Höhe von 1.487.288 TEUR (2016/17: 1.577.377 TEUR) entfallen auf die Anmietung von Immobilien. Der Barwert der zukünftigen Zahlungen für operating lease beträgt 1.393.954 TEUR. Für die Berechnung des Barwerts wurde ein laufzeit- und länderspezifischer Grenzfremdkapitalzinssatz zwischen 1,37 % und 4,27 % zum Abschlussstichtag verwendet. Abschlussprüferhonorare Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers der Otto Group setzt sich wie folgt zusammen:
Im Berichtsjahr entfallen von den sonstigen Leistungen 12 TEUR (2016/17: 74 TEUR) auf das Vorjahr. Anteilsbesitzliste Die folgende Darstellung enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Otto Group zum 28. Februar 2018. Die Otto (GmbH & Co KG) nutzt die Erleichterungen des § 264b HGB. Im Folgenden sind die Konzernunternehmen, die im Rahmen der Bestimmungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB u.a. von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch machen, mit (1) gekennzeichnet:
(1) Gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB befreite Konzerngesellschaften (2) Angaben beziehen sich auf den 31.12.2016 (3) Angaben beziehen sich auf den 28.02.2017 (4) Angaben beziehen sich auf den 31.12.2017 Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von 50 TEUR. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat die folgenden Organe: Aufsichtsrat Prof. Dr. Michael Otto, Hamburg Vorsitzender Kaufmann Alexander Otto, Hamburg Vorsitzender der Geschäftsführung ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG Benjamin Otto, Hamburg Gesellschafter Kaufmann Karl-Heinz Grussendorf, Hamburg Stv. Vorsitzender, Betriebsratsmitglied, Otto (GmbH & Co KG) Annette Adam, Kahl/Main * Stv. Betriebsratsvorsitzende, SCHWAB VERSAND GmbH Thomas Armbrust, Reinbek Geschäftsführer Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co. Anita Beermann, Ahrensburg Mitarbeiterin Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co. Horst Bergmann, Michelau * Betriebsratsvorsitzender Baur Versand (GmbH & Co KG) Olaf Brendel, Hamburg * Betriebsratsvorsitzender, Hermes Fulfilment GmbH Dr. Michael E. Crüsemann, Hamburg Geschäftsführer i.R., bis 28.02.2017 Dr. Thomas Finne, Hamburg Geschäftsführer Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co. Petra Finnern, Jesteburg * Betriebsratsvorsitzende, EOS Region Deutschland Heike Lattekamp, Hamburg * Landesfachbereichsleiterin ver.di Handel Dr. Wolfgang Linder, Hamburg Geschäftsführer i.R. Anja Marreck, Holzkirchen * Betriebsratsmitglied SportScheck GmbH, bis 28.02.2017 Stefan Najda, Glienicke * Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung Lars-Uwe Rieck, Hamburg * Landesfachbereichsleiter Postdienste und Logistik ver.di Hans-Otto Schrader, Hamburg Geschäftsführer i.R., ab 01.03.2017 Dr. Winfried Steeger, Hamburg Rechtsanwalt Monika Vietheer-Grupe, Barsbüttel * Betriebsratsvorsitzende, bonprix Handelsgesellschaft mbH, ab 11.04.2017 Sandra Widmaier-Gebauer, Hamburg * Leitende Angestellte / Personal Prof. Dr. Peer Witten, Hamburg Ehrenvorsitzender der BVL, Bundesvereinigung Logistik e.V. * Vertreter der Arbeitnehmer Geschäftsführung Alexander Birken, Hamburg Vorstandsvorsitzender Dr. Rainer Hillebrand, Hamburg Stv. Vorstandsvorsitzender, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce und Business Intelligence Dr. Marcus Ackermann, Hamburg Konzern-Vorstand Multichannel Distanzhandel Neela Montgomery, Hamburg Konzern-Vorstand Multichannel Retail, bis 31.07.2017 Petra Scharner-Wolff, Hamburg Konzern-Vorstand Finanzen, Controlling, Personal Kay Schiebur, Hamburg Konzern-Vorstand Service, ab 01.04.2018 Hanjo Schneider, Hamburg Konzern-Vorstand Service, bis 31.12.2017 Sven Seidel, Talheim Konzern-Vorstand Multichannel-Retail, ab 01.04.2018 Dr. Winfried Zimmermann, Hamburg Konzern-Vorstand Projekte, Corporate Audit, Transformation und IT, bis 30.09.2017 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse, die für die Otto Group von wesentlicher Bedeutung sind, sind nach dem Bilanzstichtag zum 28. Februar 2018 nicht eingetreten.
Hamburg, den 3. Mai 2018 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Bilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 4. Mai 2018 KPMG
AG
Becker, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Zieger, Wirtschaftsprüfer |
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