GPW Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Oliver Feist seit 25.11.2024 | Geschäftsführer |
Nicholas Huw Rhys-Jones seit 12.4.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.35% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 47.57% | |
| 23.56% | |
| 17.52% | |
| 10.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lucien Ortscheit GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021der Lucien Ortscheit GmbHGrundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Im- und Export sowie der Vertrieb pharmazeutischer Erzeugnisse ausschließlich im B2B - Geschäft. Der Einzelimport von Arzneimitteln (§ 73 III AMG) ist nach wie vor ein Geschäftszweig des Unternehmens, allerdings hat der Arzneimittel-Export zwischenzeitlich eine größere Bedeutung erlangt. Die Lucien Ortscheit GmbH beschafft Arzneimittel aus Deutschland, der EU und Drittstaaten und exportiert diese in zahlreiche Länder für Krankenhäuser, Pharma-Großhändler und andere berechtigte Bezieher. Ein bedeutsamer Abnehmerkreis sind Pharma-Unternehmen, die Vergleichs- und Studienware für klinische Prüfungen benötigen. Unsere Großhandelserlaubnis gemäß § 52a AMG wurde uns am 08.02.2008 vom Gesundheitsministerium des Saarlandes (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) erteilt und im Juni 2020 erneuert. Das Qualitätsmanagementsystem der Lucien Ortscheit GmbH wurde dabei im Juni 2020 durch das Gesundheitsministerium des Saarlandes überprüft und genehmigt. Am 7. Juli 2020 wurde ein GDP-Zertifikat ausgestellt, das fünf Jahre gültig ist. Ein Eintrag in die Eudra-GMDP-Datenbank ist erfolgt. Die Lucien Ortscheit GmbH ist offiziell als "zugelassener Wirtschaftsbeteiligter" (AEO-Authorised Economic Operator) der Europäischen Union für "zollrechtliche Vereinfachung/Sicherheit" (AEO-F) zertifiziert. Die Lucien Ortscheit GmbH handelt mit fast allen Arten von Arzneimitteln, also auch mit kühlkettenpflichtiger Ware, Zytostatika, Antibiotika, Hormone, Impfstoffe, Blutprodukte und Tierarzneimittel. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf In den einzelnen Marktsegmenten unterlag die Lucien Ortscheit GmbH einem starken Wettbewerbsdruck. Insgesamt kann die Lucien Ortscheit GmbH auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf für das Jahr 2021 zurückblicken. Die nachfolgend dargestellten Jahreskennzahlen werden positiv bewertet; die Planerwartungen hinsichtlich der wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT (d.h. Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen) wurden übertroffen. Wir verfügen unverändert über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprachen damit grundsätzlich unseren Erwartungen. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Gesamtentwicklung und Entwicklung der Branche Die maßgebliche Beeinflussung durch die anhaltende Corona Pandemie bestimmt weiterhin die Entwicklung der Weltwirtschaft. Das Ifo Institut für Wirtschaft schreibt dazu in ihrer Konjunkturprognose und Analyse folgendes: "Nach dem starken Einbruch im Vorjahr erreichte das Bruttoinlandsprodukt der fortgeschrittenen Volkswirtschaften im dritten Quartal 2021 erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Insbesondere in Europa wuchs die Wirtschaft im Sommerhalbjahr 2021 rasch und erholte sich von der pandemiebedingten Stagnation im vorangegangenen Winter. In den USA hingegen war die Konjunktur im Winter 2020/21 kaum von der Pandemie beeinträchtigt, schwächte sich aber im dritten Quartal des laufenden Jahres aufgrund eines Anstiegs des Infektionsgeschehen" (Timo Wollmershäuser, Przemyslaw Brandt, ifo Schnelldienst 12/21) Für Deutschland zeichnete sich ab dem Sommerhalbjahr eine leichte Entspannung ab, welche die Wirtschaftsleistung um im Schnitt 2% gegenüber dem Vorjahr steigen ließ. Das aufkeimende Infektionsgeschehen zum Jahresende hin, führte dank der Verfügbarkeit von Impfstoffen und die relativ hohe Nutzung jener, zu keinerlei flächendeckenden Schließungen von Wirtschaftsbereichen. Einschränkungen trafen jeweils nur gegen das Corona Virus ungeimpfte Personen. Die gesamtwirtschaftlichen Ausfälle der Bundesrepublik Deutschland für die Jahre 2020 und 2021 beziffert das IFO Institut mit rund 330 Milliarden Euro. "Der deutsche Außenhandel wurde im dritten Quartal durch Lieferengpässe geprägt. Sowohl der Warenexport als auch der Warenimport verzeichneten spürbare Rückgänge, die vor allem auf einen schwachen Handel mit Vorleistungs und Investitionsgütern zurückzuführen sind. Im Gegensatz dazu kam es bei den Dienstleistungen dank der Einführung der Covid-Pässeund der sommerlichen Entspannung der Corona-Pandemie zu einer kräftigen Erholung. Insgesamt gingen die realen Ausfuhren dennoch um 1,0% und die realen Einfuhren um 0,6% zurück." (Timo Wollmershäuser, Przemyslaw Brandt, ifo Schnelldienst 12/21) Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Erstmals seit 2009 gingen die Exporte preisbereinigt um 9,9 % und Importe von Waren und Dienstleistungen um 8,6 % zurück. Durch den stark gesunkenen Reiseverkehr wurde besonders bei den Dienstleistungsimporten ein großer Rückgang verzeichnet. Aus den 2021er Kennzahlen geht hervor, dass sich der negative Trend der Vorjahre verstetigt hat: Der Absatz verschreibungspflichtiger Arzneimittel ist insgesamt rückläufig. Dagegen steigt der Anteil hochpreisiger Arzneimittel weiter an. Er hat sich in den vergangenen gut zehn Jahren fast verdreifacht und macht heute mehr als ein Drittel des Großhandelsumsatzes mit verschreibungspflichtigen Präparaten aus. Als Folge davon ist die gesetzliche Großhandelsspanne für rezeptpflichtige Arzneimittel seit Jahren bis auf den kritischen Wert von aktuell 3,99 % gesunken. (Phagro Kennzahlen 2021) Geschäftsverlauf Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen bei 45.870 TEUR (VJ: 43.195 TEUR). Der Materialaufwand liegt bei 38.672 TEUR (VJ: 36.179 TEUR). Die Materialaufwandsquote beträgt somit 84,3 % (VJ: 83,8 %). Der Personalaufwand beläuft sich auf 1.216 TEUR (VJ: 1.464 TEUR). Die Personalaufwandsquote liegt somit bei 2,7 %. Im Vorjahr betrug sie noch 3,4 %. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen bei 2.086 TEUR (VJ: 2.049 TEUR). Im Berichtsjahr sind Abschreibungen auf den im Jahr 2020 übernahmebedingt entstandenen Geschäftswert- oder Firmenwerte in Höhe von 2.032 TEUR (VJ: 1.970 TEUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 1.567 TEUR (VJ: 2.139 TEUR) und bestehen im Wesentlichen aus Kosten der Warenabgabe, Mietkosten, Verwaltungsgebühren und Versicherungen, Wartungs- und Instandhaltungskosten, Betriebsbedarf und sonstigen Dienstleistungen. Die Gesellschaft erwirtschaftete in 2021 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 1.956 TEUR. Auf Grund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.956 (VJ: 1.164 TEUR) an die alleinige Gesellschafterin abgeführt. Finanzlage Die Liquidität ist durch bestehende Bankguthaben sichergestellt. Darüber hinaus werden wesentliche Geschäftsvorgänge durch Anzahlungen der Kunden vorfinanziert. Der operative Cashflow beläuft sich auf 1.432 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -1.061 TEUR und der aus der Finanzierungstätigkeit -417 TEUR. Vermögenslage Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt in 2021 gewährleistet, alle Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt. Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 25.236 TEUR. (VJ: 26.065 TEUR). Das Anlagevermögen der Gesellschaft in Höhe von 17.001 TEUR bestand zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus dem durch die Verschmelzung ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16.756 TEUR (VJ: 17.729 TEUR). Im Geschäftsjahr wurde der Geschäfts- und Firmenwert wegen einer nachträglichen Werterhöhung in Höhe von 1.059 TEUR aufgestockt. Daneben werden im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100 TEUR (VJ: 129 TEUR) und im Bereich der Finanzanlagen wie im Vorjahr Beteiligungen in Höhe von 129 TEUR ausgewiesen. Das Umlaufvermögen beträgt 8.136 TEUR (VJ: 7.949 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote beträgt 57,7 % (Vj: 55,8 %). Das Eigenkapital besteht im Wesentlichen aus Kapitalrücklagen in Höhe von 14.454 TEUR. Finanzierung Die Übernahme des Geschäftsbetriebes der Lucien Ortscheit GmbH erfolgte im Wesentlichen durch langfristige Gesellschafterdarlehen und Einlagen der Gesellschafter. Zum Jahresende beliefen sich die langfristigen Verbindlichkeiten hieraus auf 7.227 TEUR. Die Zahlung bzgl. der nachträglichen Werterhöhung sowie die weiteren Investitionen des Geschäftsjahres wurden durch den laufenden Cashflow finanziert. Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung, Interpretation und Optimierung der Umsatzentwicklung in den unterschiedlichen Märkten und Segmenten. Ebenso erfolgt die ständige Beobachtung des Finanzstatus. Das EBIT ist jederzeit präsent und gibt Aufschluss hinsichtlich der Ausgaben und Kosten. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt quartalsweise. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich im Wesentlichen aus einem ausgeprägten Qualitätsmanagementsystem. Regelmäßige externe Audits bestätigen die Wirksamkeit der Managementsysteme. Risiko- und Chancenbericht In der Lucien Ortscheit GmbH werden alle strategischen und operativen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Das bestehende und kontinuierlich weiterentwickelte Risikomanagement trägt dazu bei, dass relevante Risiken erkannt, erfasst, bewertet, überwacht und gesteuert werden können. Risiken, die sich unmittelbar aus der Geschäftsentwicklung ergeben, werden durch etablierte Controlling-Prozesse zeitnah erkannt und bewertet. Darüber hinaus erkennt und steuert die Geschäftsführung Risiken, die nicht unmittelbar aus dem operativen Geschäft erwachsen, durch bewährte Melde- und Berichtsprozesse zwischen den verantwortlichen Mitarbeitern und der Geschäftsführung. Risiken Wir begegnen dem Risiko sinkender Vergütungen, welches infolge der fortgeführten Rationalisierungsmaßnahmen des Gesetzgebers als wahrscheinlich angesehen wird, durch einen optimierten Personal- und Wareneinsatz sowie verbesserte Einkaufskonditionen, so dass die finanziellen Auswirkungen als nur gering eingeschätzt werden. Konjunkturelle Risiken sind bei der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Das Risiko ist insgesamt als gering einzustufen. Die Gesellschaft erwirtschaftet ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Im- und Export von Arzneimitteln weltweit. Das Risiko von schwankenden Einkaufspreisen ist durch die Preispolitik der Hersteller und Lieferanten gegeben. Durch eine Diversifizierung der Lieferanten versuchen wir dem entgegenzuwirken. Engpasssituationen auf dem Arzneimittelmarkt bieten sowohl Risiken als auch Chancen. Ein weiterer Risikofaktor ist die Ende 2021 noch nicht abgeschlossene weltweite COVID-19-Pandemie. Die Geschäftsführung sieht die wesentlichen Risiken der weltweiten Pandemie in einer Überlastung des Gesundheitssystems, einer Verschiebung von nicht dringend notwendigen Untersuchungen und Operationen und dem damit einhergehenden Umsatzrückgang. Das daraus resultierende Einkaufsverhalten ist schwer zu prognostizieren. Lieferengpässe durch Betriebsunterbrechungen in China und weltweit können zu Arzneimittelengpässen im Bereich des Einzelimportes sowie bei eigenen Arzneimitteln führen. Abhängig vom verfügbaren Arzneimittelbestand muss mit Exportverboten wichtiger Arzneimittel gerechnet werden. Durch die Geschäftsleitung des Unternehmens wurde im Einklang mit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ein strenges Hygienekonzept entwickelt, um die Ansteckungsgefahr für das eigene Personal auf ein Minimum zu reduzieren. Wöchentliche Tests aller Mitarbeiter tragen ebenso zur Risikominimierung bei. Um einem Materialengpass entgegenzuwirken, wurde frühzeitig in die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung, wie bspw. Mund- und Nasenschutz, Handschuhe, Schutzkittel, Desinfektionsmittel etc., investiert. Daraus resultierend ist mit Mehrkosten durch die Beschaffung zu rechnen. Die 2022 begonnene Ukraine Krise stellt ebenso einen Risikofaktor dar. Umsatzrückgänge mit ukrainischen Kunden sind bereits spürbar. Laut der OECD könnte der Krieg zu einem Rückgang des weltweiten Wachstums um einen Prozentpunkt führen. Es wird auch erwartet, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für 2022 absenkt - aktuell steht diese bei 4,4 %. "Die gesamte globale Wirtschaft wird die Auswirkungen der Krise durch langsameres Wachstum, Handelsstörungen und höhere Inflation zu spüren bekommen", erklärten der IWF, die Weltbank und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in einer gemeinsamen Stellungnahme. Insbesondere die Ärmsten und Verwundbarsten würden getroffen. Ökonomen warnen außerdem vor einer Stagflation - einer Mischung aus steigenden Preisen und schwachem Wachstum. "Selbst wenn der Krieg heute vorbei wäre, die Folgen wären in Form steigender Warenpreise noch monatelang spürbar", sagt EBRD-Chefökonom Beata Javorcik AFP. (Rekordpreise, Nahrungsknappheit, Börsencrash: die Folgen des Ukraine-Kriegs für die Weltwirtschaft, Stern online 23.03.2022) Chancen Politische Unwägbarkeiten, die wirtschaftliche Situation sowie die Unternehmenspolitik der Pharmahersteller und die fortwährende Corona Pandemie spielen bei den Risiken eine Rolle, ebenso bei den Chancen. Insgesamt ist von einer steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen hauptsächlich durch die Zunahme von Zivilisationskrankheiten, die alternde Bevölkerung und die damit verbundene Zunahme der Morbidität auszugehen. Damit verbunden kann die Lucien Ortscheit GmbH konjunkturunabhängig von einem stetigen Wachstum ausgehen. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Die verstärkte Ausbreitung der Coronavirus Pandemie hat einen Einfluss auf die weltweite Konjunktur und kann sich dementsprechend negativ auf die Gesellschaft auswirken. Dasselbe gilt insbesondere durch die andauernde Ukraine Krise, deren Folgen bereits spürbar sind. Es ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine abschließende Beurteilung für die Gesamtwirtschaft und unser operatives Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht möglich. Prognosebericht Erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Pandemie durch das Corona Virus und der aufflammende Ukraine Krieg lassen negative Effekte auf die globale Wirtschaftsdynamik sowie Veränderungen in der Gesundheitsbranche erwarten. Insbesondere Branchen, die stark Energie Abhängig sind, können mit Störungen in den Folgejahren rechnen. Die Gesundheitsbranche, insbesondere Pharmahersteller können aufgrund ihrer besonderen Exponierten Situation als auch gestützt durch die Corona Pandemie mit Unterstützung der Regierungen weltweit rechnen. Dies wird voraussichtlich zu einem weiteren positiven Wachstum der Brache insgesamt führen. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Der gesamtwirtschaftliche Ausblick wird weiterhin durch die Hauptthemen COVID 19 Pandemie, der Krieg in der Ukraine und der damit einhergehende Inflationsdruck, insbesondere der Energiepreise. Aus bisheriger Sicht hat die Pandemie global betrachtet die Nachfrage nach Medikamenten nicht reduziert. Original Hersteller weltweit melden kontinuierlich neue Präparate sowohl bei der FDA als auch der EMA an, was weiterhin für eine stetige Nachfrage nach neuen Therapien seitens der Patienten sorgt als auch stetigen Nachschub für das Import/Export-Geschäft. Durch die globale Ausrichtung der Lucien Ortscheit GmbH können Wechselkursrisiken zum Teil durch natürliches Hedging abgefangen werden. Größte Risiken können aus dem Abschwächen des EUR Kurses gegenüber dem USD erwartet werden. Riskieren bestehender und eingegangene Finanzierungen werden durch kontinuierlich Marktanalyse abgedeckt. Die Gesellschaft hat und wird bei Bedarf entsprechende Zinssicherungsinstrumente einsetzen. Die Beurteilung und Erläuterung der Gesellschaft mit Ihren Risiken und Chancen erfolgt unter Zugrundelegung der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen und Erkenntnisse. Die Risikobegrenzung wird durch ein von uns installiertes Krisenmanagement betrieben, welches die aktuelle Entwicklung eng verfolgt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und zur Absicherung der Gesellschaft veranlasst. Dennoch rechnet die Lucien Ortscheit GmbH für das Geschäftsjahr 2022 mit einem mindestens gleichbleibenden Ergebnis. Die Prognose für 2021 wurde übertroffen Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund der guten Marktpositionierung, sowie der laufenden und geplanten Optimierungsmaßnahmen erwarten wir auch für 2022 eine positive Entwicklung, wenngleich die angeführten Pandemie Risiken unwägbar sind. Die Umsatzrückgänge im Bereich Ost-Europa beschränken sich aufgrund weniger Kunden auf ein verkraftbares Minus. Unser Qualitätsmanagement agiert seit jeher auf höchstem Niveau um den steigenden Regulierungen, den Ansprüchen der Kunden und der Komplexität der Prozesse sowie dem immer schwieriger werdenden Umfeld gerecht zu werden. Insgesamt gilt, dass wir vor dem Hintergrund der gegebenen finanziellen Stabilität keine Risiken sehen, die den Bestand gefährden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben Die Lucien Ortscheit GmbH hat ihren Sitz in Saarbrücken und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken (Reg.Nr. HRB 106515). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrages erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten von Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, werden ausschließlich im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet und wurden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Der durch die Verschmelzung entstandene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Abschreibungen wurden unter Bezug auf die branchenüblichen Nutzungsdauern errechnet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten 2.2. Umlaufvermögen Die Fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalwert angesetzt. Sofern notwendig wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Daneben wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind mit den Nominalwerten angesetzt. 2.3. Rechnungsabgrenzungsposten Die den Rechnungsabgrenzungsposten zu Grunde liegenden Aufwendungen sind zeitanteilig abgegrenzt. 2.4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital enspricht dem Nennbetrag. 2.5. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz von 1,87 % (10 Jahre) zum 31.12.2021 wurde bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 1,00 % p. a. eingerechnet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (verpfändete Rückdeckungsversicherung) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. 2.6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 2.7. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Angaben zu Fälligkeiten und Zusammensetzung der Forderungen
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zu 2.426.527,08 EUR (Vorjahr: 584,00 EUR) aus Sonstigen Vermögensgegenständen. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.426.527,08 EUR (Vorjahr: 584,00 EUR) enthalten. 3.2. Kapitalrücklage Die Gesellschafter haben Beträge im Jahr 2020 in Höhe von 10.421.361,21 EUR zur Einstellung in die Kapitalrücklage eingezahlt. Ein weiterer Betrag im Jahr 2020 in Höhe von 4.032.676,53 EUR wurde durch die Verschmelzung zu Zeitwerten in die Kapitalrücklage eingestellt. 3.3. Rückstellung für Pensionen und Sonstige Rückstellungen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen sind, miteinander saldiert. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes der Vermögensgegenstände beruht auf der "projected unit credit method" (Methoder der laufenden Einmalprämien).
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB beträgt insgesamt 53.412,00 EUR (Vorjahr 50.319,00 EUR) (Ausschüttungssperre). Die Sonstigen Rückstellungen enthalten:
In der Rückstellung für Abschluss und Prüfung sind 16.000,00 EUR für die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2021 zurückgestellt. 3.4. Angaben zu Sicherheiten und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zu 9.183.017,46 EUR aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Gänze aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. 3.5. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Da die Bilanz der GPW Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 4.169.904,62 auswiesen wurde und durch den abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag deutlich positive Ergebnisse auf Ebene der GPW Holding GmbH erzielt werden, ist das Risiko einer Inanspruchnahme als gering zu bewerten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Gesamtkostenverfahren Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 4.2. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
4.3. Aufwendungen aus der Abzinsung In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von 11.650,00 EUR (Vorjahr 37.428,00 EUR) enthalten. 4.4. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung In den den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 63.878,50 EUR (Vorjahr 715.897,23 EUR) enthalten. 4.5. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.145,51 EUR (Vorjahr 2.949,46 EUR) enthalten. 4.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 10.356,23 EUR (Vorjahr 34.665,60 EUR) enthalten. 5. Ergänzende Angaben 5.1. Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr war Herr Kurt Kloos zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. 5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Gewerberäume in Höhe von insgesamt 78.525,00 EUR. 5.3. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über Unternehmen berichtet mit denen Beteiligungsverhältnis besteht:
5.4. Mitarbeiterzahl Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.5. Ergebnisabführung
Am 03.09.2020 wurde zwischen der GPW Holding GmbH und der Lucien Ortscheit GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag notariell beurkundet. Die Eintrag im Handelsregister erfolgte am 09.09.2020.
sonstige Berichtsbestandteile
Saarbrücken, den 30.06.2022 Kurt Kloos Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2022 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Lucien Ortscheit GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lucien Ortscheit GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lucien Ortscheit GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
St. Ingbert, den 29.07.2022 Atax
Treuhand GmbH
Dirk Bach, Wirtschaftsprüfer |
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