Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Peras GmbH
Dieselstraße 5, 76227 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katrin Thieme seit 4.6.2021 | Geschäftsführer |
Jürgen Hackert seit 7.11.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Atruvia AGEigenbeteiligung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Peras GmbHKarlsruheJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Peras GmbH konzentriert sich auf Dienstleistungen für die Unternehmensfunktion Personalmanagement. Kerngeschäft ist die Bereitstellung von integrierten Personalmanagementsystemen, die auf der Basis von Standardsoftware-Produkten führender Hersteller entwickelt und im Hochsicherheits-Rechenzentrum der Muttergesellschaft betrieben werden. Zudem hat die Gesellschaft Outsourcing-Leistungen für administrative Aufgaben des Personalmanagements im Portfolio, insbesondere für die Entgeltabrechnung, die Reisekostenabrechnung und für die Aktenführung. Die Peras verfolgt konsequent den Weg, sich als vollumfänglicher Service-Provider für eine bessere Arbeitswelt aufzustellen und bietet ihren Kunden Beratungsleistungen zur Digitalisierung von HR-Prozessen, Instrumente zur Neuausrichtung der Personalarbeit sowie begleitende Beratung von umfangreichen Projekten im Personalmanagement. Zu den fokussierten Kundengruppen der Peras gehören die genossenschaftlichen Banken, Unternehmen aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe, Unternehmen aus der übrigen Finanzdienstleistungsbranche sowie mittelständische Unternehmen aller Branchen. Die Peras GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Atruvia AG und hat ihren Firmensitz in Karlsruhe. Zum 31.12.2023 ist die Peras deutschlandweit an acht Standorten (Karlsruhe, Berlin, Münster, Erfurt, München, Köln, Mülheim-Kärlich und Wiesbaden) mit 268 Arbeitnehmern (ohne Auszubildende, Geschäftsführer, Aushilfen, Mitarbeiter in Elternzeit und ruhendem Arbeitsverhältnis) vertreten. B. Wirtschaftsbericht1. RahmenbedingungenDas Wachstum der Weltwirtschaft wurde auch im Geschäftsjahr 2023 durch weiter steigende Preise, ein kriegsgeprägtes Umfeld, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und einen anhaltenden Fachkräftemangel belastet. Das preisbereinigte BIP liegt laut statistischem Bundesamt 0,3 % unter dem des Vorjahres. Die gesamtwirtschaftliche Erholung von der COVID19-Pandemie setzte sich nicht weiter fort. Gegenüber dem Jahr 2019 vor der Pandemie stieg das BIP in 2023 lediglich um 0,7 %. Im Vergleich zur eher schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeigen die HR-Konjunkturdaten aus der Herbstbefragung des Wirtschaftsinstituts Witte eine eher positive Bewertung des HR-Softwaremarkts. Es wird für das Jahr 2024 mit zweistelligen Umsatzzuwächsen gerechnet. Die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie zeigt 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund 2 % im Umsatz und prognostiziert für 2024 ein Umsatzwachstum von 4,4 % und eine Steigerung von 2 % bei der Anzahl der Beschäftigten. (Quelle: bitkom, ITK-Marktzahlen, Stand Januar 2024). Die Anzahl der Volks- und Raiffeisenbanken reduziert sich verschmelzungsbedingt im Trend der vergangenen Jahre. In 2023 gab es 38 Verschmelzungsprojekte bei den VR Banken. Letzteres wirkt sich für die Peras insbesondere im Geschäftsbereich geno.HR aus. 2. GeschäftsverlaufFür die Peras war das Geschäftsjahr 2023 maßgeblich durch die Verbesserung und Erweiterung des Leistungsportfolios und die fokussierte Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen im Rahmen der Weiterentwicklung der strategischen Zielsetzung geprägt. Des Weiteren standen Maßnahmen zur Beschaffung und Bindung von Mitarbeitern für die kommenden Jahre im Fokus. Insgesamt lag der Umsatz der Peras im Geschäftsjahr 2023 bei 42,4 Mio. Euro und somit 12,9 % über Vorjahresniveau und 5,0 % über Planniveau. Die Peras konnte ein deutlich über Plan liegendes EBIT von 493 TEUR (1,2 % vom Umsatz) und einen Jahresüberschuss von 311 TEUR erzielen. Als wesentlicher Indikator für die Geschäftsfelder dient neben dem Umsatz der Deckungsbeitrag II (DB II). Dieser ergibt sich aus Umsatz zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Produkt- und Personalkosten. Nicht darin berücksichtigt sind Umlagen für Vertrieb und Unternehmensgemeinkosten. In den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich die Entwicklung wie folgt dar: Im Geschäftsfeld Business Process Outsourcing (BPO) führten insbesondere zusätzliche Neukundenumsätze im Profit Center geno.HR zu einem deutlich über Plan liegenden Umsatz am Jahresende. Analog zum Umsatz liegen Materialaufwand und Personalaufwand über dem Planwert. Im Wesentlichen bedingt durch Beratungsleistungen für ein Automatisierungsprojekt liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über Plan, was in Summe zu einem DB II auf Planniveau führt. Deutlich über Plan liegende Umsätze aller Profit Center führen im Geschäftsfeld Service & Betrieb zusammen mit niedrigeren Personalkosten zu einem entsprechend höheren DB II. Der Umsatz im Geschäftsfeld SAP Beratung (inkl. Success Factors) liegt derzeit spürbar unter dem geplanten Niveau. Einerseits ließ sich eine konjunkturell bedingte, zurückhaltende Investitionsbereitschaft bei den Kunden erkennen. Zusätzlich führte die weiterhin hohe Ressourcennachfrage nach SAP Spezialisten am Markt dazu, dass weniger Kapazitäten aufgebaut werden konnten als geplant und vermehrt externes Personal eingesetzt werden musste. Hieraus resultierte ein unter Plan liegender DB II. Für 2024 sind Maßnahmen ergriffen, die Situation zu verbessern. Auch im Geschäftsfeld HR-Consulting wurde der ambitionierte Planumsatz nicht erreicht, aber das Profit Center verzeichnet im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von 125 % und wächst weiter. Wegen des grundsätzlich hohen Marktpotentials arbeitet die Peras weiter daran, sich durch Personal- und Knowhow-Aufbau als HR Service Provider am Markt zu etablieren. Diese Investitionen wirken vorerst noch negativ auf den DB II, sind aber notwendig, um den Geschäftsbereich weiter auszubauen. Im Geschäftsfeld Lernwelt konnten unter Plan liegende Umsätze bei den neu im Portfolio aufgenommenen Produkten durch Zusatzumsätze mit bestehenden Produkten weitgehend ausgeglichen werden. Niedrigere Personal- und Produktkosten führen zu einem über Plan liegenden DB II. Der Ausbau des Geschäftsfelds wird weiterhin durch Mitarbeiteraufbau, Modernisierung und Digitalisierung vorangetrieben. 3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Die Vermögenslage der Peras war im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der im Abschnitt B.2 beschriebenen Geschäftslage zufriedenstellend. Das Verhältnis von Investitionen zu Gesamtleistung (Investitionsquote) liegt mit 0,5 % auf dem Niveau des Vorjahres. Der Investitionsbetrag entfällt überwiegend auf sonstige Ausleihungen (Gründungsstockdarlehen Pensionskasse), geleistete Anzahlungen für immaterielle Wirtschaftsgüter (Aktivierung eingekaufter Beratungsleistung für eine Automatisierungssoftware) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Nach Abschreibungen liegt der Gesamtwert der immateriellen Vermögensgegenstände inklusive der geleisteten Anzahlungen zum Jahresende mit 493 TEUR um 273 TEUR unter dem Vorjahreswert. Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und liegen aufgrund von Abgängen unter dem Niveau des Vorjahrs (2023: 302 TEUR, 2022: 439 TEUR). Die Vorräte (2023: 48 TEUR; 2022: 96 TEUR) beinhalten geleistete Anzahlungen für Kreditoren und unfertige Leistungen für diverse Projekte externer Kunden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2023: 4.071 TEUR; 2022: 4.402 TEUR) liegen unter dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote - das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme - hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer geringeren Bilanzsumme von 31,5 % auf 35,9 % erhöht. Die Rückstellungen liegen mit 5.402 TEUR um 489 TEUR über dem Vorjahreswert. Die Erhöhung ergibt sich vorwiegend aus höheren Rückstellungen für variable Vergütungen sowie Urlaubs- und Gleitzeitansprüche. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind abrechnungsbedingt mit 1.216 TEUR um 303 TEUR höher als im Jahr 2022. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 475 TEUR (Vorjahr: 3.139 TEUR) beinhalten vor allem Erlösabgrenzungen im Geschäftsfeld Betrieb geno.HR. Finanzlage Der Jahres-Cashflow, der sich aus dem Jahresüberschuss, den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie den Veränderungen der Rückstellungen ergibt, beläuft sich auf 1.354 TEUR. Der Jahres-Cashflow reichte aus, um die Investitionen zu finanzieren. Es ergab sich zum Bilanzstichtag eine Verminderung der liquiden Mittel um 1.842 TEUR auf 3.825 TEUR. Die liquiden Mittel werden im Rahmen der Cash-Pool-Vereinbarung von der Konzernmutter verwaltet. Über die Cash-Pool-Vereinbarung besteht eine Kreditlinie von 500 TEUR, die nicht in Anspruch genommen wurde. Das Anlagevermögen ist fristenkongruent über Eigenkapital finanziert. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Finanzlage beurteilen wir als zufriedenstellend. Ertragslage Im Geschäftsjahr hat die Peras - unter Berücksichtigung der unter B.2 geschilderten Geschäftslage - eine zufriedenstellende Entwicklung genommen. Durch über Plan liegende Umsatzerlöse (+ 2.031 TEUR) konnte trotz über Plan liegenden Kosten (+ 451 TEUR) und bei nicht geplanter Bestandsveränderung sowie im Wesentlichen ungeplanten sonstigen betrieblichen Erträgen (ungeplant insgesamt + 202 TEUR) ein deutlich über Plan liegendes EBIT erzielt werden. Der umsatzbedingt höhere Materialaufwand konnte weitgehend durch einen unter Plan liegenden Personalaufwand kompensiert werden. Über die Umsatzerlöse hinaus konnten aus sonstigen betrieblichen Erträgen 258 TEUR vereinnahmt werden. Hiervon entfallen 66 TEUR auf die Auflösung von Rückstellungen und 135 TEUR auf periodenfremde Erträge. Hauptsächlich bedingt durch höhere Softwaredienstleistungen, insbesondere für Aufwendungen im Zusammenhang mit den geno.HR Personalmanagementmodulen und einem erhöhten Einsatz externer Ressourcen, liegt der Materialaufwand mit 13.427 TEUR um 2.853 TEUR über dem Vorjahreswert. Entsprechend erhöht sich die Materialaufwandsquote um 3,7 %-Punkte auf 31,7 %. Der Personalaufwand ist insbesondere durch ein höheres Gehaltsniveau sowie eine geringfügig höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 1.302 TEUR auf 21.517 TEUR gestiegen. Aufgrund des höheren Umsatzes sinkt die Personalaufwandsquote von 53,8 % im Vorjahr auf 50,8 % in 2023. Die Abschreibungen reduzierten sich insbesondere im Bereich der immateriellen Wirtschaftsgüter und liegen 237 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen mit 2.246 TEUR auf Fremdleistungen, mit 1.349 TEUR auf Raum- bzw. Mietaufwendungen, mit 938 TEUR auf allgemeine Vertriebskosten, mit 654 TEUR auf Aufwendungen für Einstellungen, Weiterbildung und Förderung von Mitarbeitern, sowie mit 587 TEUR auf Software-Aufwand und Lizenzen. Es wurde ein EBIT von 493 TEUR (Vorjahr 878 TEUR) erwirtschaftet und nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von +81 TEUR (Vorjahr -34 TEUR) und Steuern von 263 TEUR (Vorjahr 140 TEUR) ein Jahresüberschuss von 311 TEUR (Vorjahr 705 TEUR) erzielt. C. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtDie Risiken werden regelmäßig erfasst und bewertet. Der Risikobericht und hieraus resultierende Maßnahmen zur weiteren Risikominimierung bzw. Risikovermeidung sind regelmäßig Gegenstand der Beratungen im Management. Alle Risiken werden im Risikomanagementsystem PROKORISK dokumentiert. Veränderungen zu Risiken und neue Risiken selbst werden fortlaufend aktualisiert. Eine Risikoinventur wird jährlich vorgenommen. Die Peras ist als 100%-Tochter der Atruvia AG von den Entscheidungen innerhalb des Mutterkonzerns abhängig. Mit der Muttergesellschaft besteht sowohl eine Kunden- als auch eine Lieferantenbeziehung. Daher wirken sich Preiserhöhungen sowie Kostensenkungsprogramme der Muttergesellschaft direkt auf das Ergebnis der Peras aus. Der IT-Betrieb, die damit verbundene Verfügbarkeit der Systeme und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien sind für die Peras von hoher Bedeutung. Die zugehörige Infrastruktur wird permanent auf dem aktuellen Stand der IT-Sicherheitsanforderungen und Datenschutzanforderungen gehalten. Zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs bestehen Notfallkonzepte. Durch die eingerichteten technischen und organisatorischen Maßnahmen wird das Datensicherheits-, Betriebs- und Ausfallrisiko als beherrschbar angesehen. Personellen Risiken, ausgelöst durch dolose Handlungen, wirkt die Peras mit Kompetenz- und Zugriffsregelungen, dem Gebot des 4-Augen-Prinzips bei kritischen Prozessen sowie einem eingerichteten internen Kontrollsystem entgegen. Der anhaltende Fachkräftemangel stellt auch für die Peras eine Herausforderung dar und zeigt sich als mit Abstand stärkstes Markthemmnis. Um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in IT und Entgeltabrechnung zu sichern, wird die Peras weiterhin daran arbeiten, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, um Mitarbeiter zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Forderungsausfallrisiken, die sich trotz der insgesamt guten Bonität des Kundenstammes ergeben können, werden durch ein aktives Forderungsmanagement überwacht. Währungsrisiken bestehen nicht. Im Rahmen des Konzern-Cashpool-Verfahrens führte die Gesellschaft aufgrund der Geschäftsentwicklung Liquidität an die Muttergesellschaft ab. Liquiditätsrisiken werden derzeit aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der Möglichkeit jederzeit bei dem Mutterunternehmen im Rahmen des Cashpooling-Verfahrens auf benötigte Liquidität zurückzugreifen, als äußerst gering eingestuft. Veränderte weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen wie Inflation, steigende Energiepreise, Krieg in der Ukraine und ein insgesamt steigendes Lohnniveau sind bestehende Unsicherheitsfaktoren, die sich negativ auf die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele auswirken können. Darüber hinaus erwartet die Peras nach aktuellem Kenntnisstand keine wesentlichen Risiken mit negativen Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation. Der beschriebene Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich der Entgeltabrechnung und von IT-Fachkräften, stellt eine große Herausforderung dar, der sich die Peras weiterhin stellen muss. Geplante Investitionsvorhaben in Digitalisierung und Automatisierung tragen hierzu bei. Die vorhandenen Risiken haben langfristig keinen erkennbaren wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Peras. Für die gängigen Risiken, wie Schäden an eigenen Sachanlagen sowie aus der Haftung für Vermögensschäden Dritter, besteht ein ausreichender Versicherungsschutz, der regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird. Der bestehende Kundenstamm und die Diversifikation der Geschäftsbereiche sichern die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens. Die Risiken sind in der Gesamtheit beherrschbar und werden von der Geschäftsführung als nicht bestandsgefährdend eingestuft. 2. ChancenberichtDer HR-Softwaremarkt wächst trotz der eher schwachen konjunkturellen Lage in Deutschland. Die Peras profitiert ebenfalls von dieser wirtschaftlichen Lage. Das Wirtschaftsinstitut Wolfgang Witte zählt die Peras weiterhin zu den Top 25 HR-Softwareanbietern und prognostiziert für das kommende Jahr hohe Wachstumschancen (HR-Software-Konjunkturbefragung Herbst 2023, Wirtschaftsinstitut Wolfgang Witte). Der HR-Beratungsmarkt ist in Deutschland weiterhin durch einen wenig transparenten Anbietermarkt, wenige große Player und viele, häufig kleine Spezialanbieter gekennzeichnet. Sowohl durch Fusionen als auch Neugründungen ist das Anbieterfeld weiterhin sehr dynamisch und bietet Raum für die geplanten Erweiterungen des Peras Angebotsspektrums. Darüber hinaus werden bestehende Produkte und Dienstleistungen für alle Kundensegmente weiterentwickelt und das Portfolio um Leistungen wie Beratung, "Lernwelt Peras" und Success Factors erweitert. Mittelfristig wird hier mit weiterem Umsatzwachstum gerechnet. Der bestehende, breite Kundenstamm sichert die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens. D. PrognoseberichtFür 2024 wird eine positive Entwicklung in der Branche erwartet. So sieht der Branchenverband bitkom für die Informationstechnik einen voraussichtlichen Umsatz von 151,5 Milliarden Euro und ein Wachstum von 4,4 %. Das Software-Segment liegt mit einem Plus von 9,4 % und einem Volumen von 45,4 Milliarden Euro ebenfalls auf Wachstumskurs. Die IT-Services wachsen ebenfalls mit einem Umsatz von 51,7 Milliarden Euro (+9,4 %). (Quelle: bitkom, Prognose aus Januar 2024). Es wird eine relativ stabile Auftragslage für 2024 erwartet. Bedingt durch den geplanten Auf- und Ausbau der neuen Geschäftsbereiche, einer weiterhin positiven Entwicklung der anderen Geschäftsbereiche und umgesetzten Preiserhöhungen wird mit einem über dem Vorjahr liegenden Umsatzniveau für 2024 geplant. Das Wachstum kommt weiterhin überwiegend aus den Geschäftsbereichen BPO, Beratung SAP und Betrieb geno.HR. Auch in den "jüngeren" Bereichen der Peras wie Consulting, Success Factors und "Peras Lernwelt" sieht die Peras ein hohes Marktpotenzial in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Ressourcen und der Wahrnehmung der Peras als Dienstleister für HR Consulting und Lernwelt am Markt und plant mit Umsatzsteigerungen in den Folgejahren. Maßnahmen zur Erschließung dieser Potenziale wurden in 2023 weiterverfolgt. Der Ausbau zum ganzheitlichen Lösungsanbieter für Employee Experience in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, für andere Finanzdienstleister und für mittelständische Unternehmen aller Branchen wird fortgesetzt. Die Gesellschaft verfolgt einen gemäßigten organischen Wachstumskurs mit jährlich steigenden Umsatzerlösen. Das geplante durchschnittliche Umsatzwachstum in den Jahren 2024 bis 2026 liegt bei ca. 4,2%. Im Geschäftsjahr 2024 ist noch die Fortführung von Investitionsvorhaben erforderlich, welche in 2023 initiiert aber noch nicht vollständig finalisiert werden konnten. Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft bei Umsatzerlösen von ca. 43,1 Mio. EUR mit einem EBIT von ca. 525 TEUR.
Karlsruhe, 22.02.2024 Peras GmbH Jürgen Hackert Katrin Thieme-Wagner Stefan Arien Linde Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft mit Sitz in Karlsruhe wird beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 707202 geführt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Beim Sachanlagevermögen werden die Anschaffungskosten um lineare Abschreibungen gemindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 15 Jahren und orientieren sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 Euro (netto) werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei nur vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte wurden mit Herstellungskosten bewertet. Die zum Bilanzstichtag angesetzten Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten, zurechenbare Anteile der Gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Für Forderungen, deren Werthaltigkeit zweifelhaft ist, wurden ausreichend Einzelwertberichtigungen gebildet. Mit Ausnahme eines Frankiermaschinenbestandes weist die Gesellschaft zum Geschäftsjahrsende 2023 keine liquiden Mittel aus. Diese wurden wie auch unterjährig im Rahmen eines Cash-Poolings auf die Konzernmutter Atruvia AG übertragen. Die Pensionsrückstellungen, die Verpflichtungen aus Übergangsgeldern und Jubiläumsverpflichtungen wurden mittels versicherungsmathematischer Gutachten auf der Basis der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G) bewertet. Es wurde die Projected-Unit-Credit Methode (PUC-Methode) angewandt. Der Rechnungszins unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB beträgt bei den Pensionsrückstellungen 1,82 %, bei den Jubiläumsrückstellungen und bei der Rückstellung für Übergangsgelder 1,74 %. Weiterhin wurden bei den Jubiläumsrückstellungen und den Verpflichtungen aus Übergangsgeldern ein Gehaltstrend von 2 % sowie bei den Pensionsrückstellungen ein Rententrend von 2 % und ein Gehaltstrend von 2 % verwendet. Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 2.215,1 Tsd. Euro liegen um 29,7 Tsd. Euro (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den ausgewiesenen aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig zu Nominalbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die vorliegenden aktiven Latenzen sind höher als die passiven Latenzen. Auf den Ansatz aktiver steuerlicher Latenzen wurde verzichtet. II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Positionen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Diese Darstellung ist integrierter Bestandteil des Anhangs. (2) In den sonstigen Ausleihungen sind Gründungsstockdarlehen an eine Pensionskasse ausgewiesen, die mit dem Nominalwert in Höhe von insgesamt 228,8 Tsd. Euro angesetzt werden. Aufgrund der bestehenden und zu erwartenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist trotz ihrer Unverzinslichkeit auf die Abwertung der Darlehen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert verzichtet worden, da von einer Rückzahlung zum Nennwert ausgegangen werden kann. Bei einer Abzinsung im Geschäftsjahr hätte sich ein beizulegender Wert von insgesamt 153,5 Tsd. Euro ergeben. (3) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 4.427,5 Tsd. Euro (Vorjahr 6.357,1 Tsd. Euro) betreffen mit 1.466,2 Tsd. Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 1.410,3 Tsd. Euro), mit 860,8 Tsd. Euro verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 723,3 Tsd. Euro), mit 3.824,6 Tsd. Euro sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr 5.670,1 Tsd. Euro) sowie verrechnete sonstige Verbindlichkeiten mit 2,6 Tsd. Euro (Vorjahr 0,0 Tsd. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten den positiven Saldo aus dem Cash-Pooling mit 3.824,6 Tsd. Euro. (4) Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Höhe von 993,7 Tsd. Euro (Vorjahr 753,3 Tsd. Euro). Diese betreffen im Folgejahr abziehbare Vorsteuer. (5) Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 230.000,00 Euro. (6) Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden 500,0 Tsd. Euro an die Gesellschafterin ausgeschüttet und 2.239,8 Tsd. Euro auf neue Rechnung vorgetragen. (7) Die sonstigen Rückstellungen von 3.136,9 Tsd. Euro (Vorjahr 2.683,8 Tsd. Euro) enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für variable Vergütungen und Sonderzahlungen von 873,4 Tsd. Euro (Vorjahr 651,5 Tsd. Euro), für ausstehende Rechnungen von 505,9 Tsd. Euro (Vorjahr 489,9 Tsd. Euro) sowie aus Urlaubsansprüchen und Gleit- und Freizeitguthaben von 1.223,4 Tsd. Euro (Vorjahr 1.091,1 Tsd. Euro). (8) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 45,9 Tsd. Euro (Vorjahr 54,3 Tsd. Euro) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 59,4 Tsd. Euro (Vorjahr 138,9 Tsd. Euro), sowie verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 13,5 Tsd. Euro (Vorjahr 84,6 Tsd. Euro). (9) In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 65,9 Tsd. Euro (Vorjahr 156,1 Tsd. Euro), aus Mehrerlösen von Anlagenabgängen von 0,2 Tsd. Euro (Vorjahr 18,5 Tsd. Euro) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 135,4 Tsd. Euro (Vorjahr 67,4 Tsd. Euro) enthalten. (10) Die Personalaufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von 33,9 Tsd. Euro (Vorjahr 17,9 Tsd. Euro). (11) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von 43,1 Tsd. Euro (Vorjahr 199,3 Tsd. Euro). III. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. IV. Sonstige Angaben Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Jürgen Hackert, Ingolstadt, Frau Katrin Thieme-Wagner, Köln, und Herr Stefan Arien Linde, Wentorf. Die ausgeübten Berufe der Geschäftsführung entsprechen der Organstellung. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (alles Angestellte) betrug im Berichtsjahr 264,3 (Vorjahr 243,0) Personen, davon waren 59,5 Personen in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 9,5 Auszubildende beschäftigt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen von 7.330,7 Tsd. Euro resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. 4.932,2 Tsd. Euro bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. In diesen Verpflichtungen enthalten ist auch eine Darlehenszusage gegenüber einer Pensionskasse, die als nahestehende Person i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB zu qualifizieren ist, in Höhe von 212,6 Tsd. Euro. Außerbilanzielle Geschäfte bestehen nur aus den oben genannten Miet- und Leasingverträgen. Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der niedrigeren Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb. Alleingesellschafterin ist die Atruvia AG, Frankfurt am Main. Die Peras GmbH wird in den Konzernabschluss der Alleingesellschafterin Atruvia AG einbezogen, der beim elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht wird. Die Atruvia AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 2.550.672,39 EUR (inklusive des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von 310.866,20 EUR) einen Betrag in Höhe von 550.672,39 EUR an die Gesellschafterin auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 2.000.000,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen:
Karlsruhe, den 22. Februar 2024 Peras GmbH Jürgen Hackert Katrin Thieme-Wagner Stefan Arien Linde
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Peras GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Peras GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Peras GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Düsseldorf, 22. Februar 2024 AWADO
GmbH
Grimme, Wirtschaftsprüfer Krohn, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDer Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 07. März 2024 festgestellt. Des weiteren wurde dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zugestimmt und die Ergebnisverwendung beschlossen. |
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