MAS Dries GmbH & Co. KG
Selbe AdresseSpinnstoffaufbereitung und Spinnerei
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Engelmann seit 9.1.2023 | Geschäftsführer |
Stefan Dries seit 30.6.2003 | Geschäftsführer |
Martin Dries seit 30.6.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
M&S Verwaltungs Gesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Backhaus Dries GmbHRüdesheim am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Bäckerei sowie der Einzelhandel mit Lebensmittel. Neben einer zentralen Produktion in Rüdesheim am Rhein werden 27 Verkaufsfilialen (Stand 30.10.2024) betrieben. Davon sind die meisten Filialen so ausgestattet, dass ein Cafébereich (Vorortverzehr) möglich ist. Die Produkt-Philosophie orientiert sich in einer nachhaltigen Ausrichtung, in der Auswahl der Rohstoffe, traditionellen Rezepturen und handwerklicher Backkunst. Die Hauptabsatzmärkte erstrecken sich über den Rheingau-Taunus-Kreis und das Stadtgebiet von Wiesbaden. Ein neuer Teilbereich in der Vermarktung ist die Platzierung eines begrenzten Backwaren-Sortiments in den Regalen eines namhaften LEH-Discounters. 2. Forschung und Entwicklung In Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern, Lieferanten und im eigenen Team, sind wir ständig darauf bedacht, uns konzeptionell und qualitativ weiter zu entwickeln. Zu diesem wichtigen Zukunftsthema hat das Unternehmen im Mai 2023 einen professionellen Produktentwickler in sein Team geholt. Durch den ständigen Erfahrungsaustausch mit Branchen-Kollegen, koordiniert von einem Beratungsunternehmen, ist gewährleistet, dass das Unternehmen immer die aktuelle Entwicklung aufnimmt oder sich darüber hinaus marktführenden Innovationen anschließt. Die Teilnehmer an dem Erfahrungsaustausch in benanntem Netzwerk, haben sich verpflichtet, in diversen Bereichen Informationen auszutauschen Austausch im Bereich betriebswirtschaftlicher Kennziffern Austausch von Produktentwicklungen und Produktionstechniken Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern und Nachwuchskräften II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Durch die Corona Krise hatte die deutsche Wirtschaft einen starken Einbruch zu verkraften. Die Russland/Ukraine-Krise führte zu Lieferengpässen und hohen Energiepreise, die bis heute deutliche Spuren in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen haben. In der jüngsten Prognose geht die Bundesregierung von einem negativen Wirtschaftswachstum aus. Wider Erwarten wurde im 1. Halbjahr 2024 ein kleines Wirtschaftswachstum verzeichnet, das aber nicht belastbar für die Gesamtlage sein dürfte. Der Wirkung des Nahost-Konflikts lässt mittel- bis langfristige weitere Unsicherheiten entstehen. Nach der aktuellen IHK Hessen Herbst-Umfrage fällt die Geschäftslage der Unternehmen weiter deutlich ab, so dass für die nächsten 12 Monate die Geschäftslage negativ beurteilt wird. Aktuelle politische Entwicklungen lassen eine belastbare Prognose der deutschen Wirtschaft nicht zu. Branchenentwicklung Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2024 ist unverändert geprägt von den bestehenden Krisenfeldern. Das Kaufverhalten der Kunden ist weiter zurückhaltend einzuschätzen. Die Häufigkeit der Lebensmitteleinkäufe und der Einkäufe von Artikeln des täglichen Bedarfs reduzieren sich weiter. Der Bedarf an Lebensmitteln konzentrierte sich weiterhin auf weniger werdende Einkaufsstätten. Das Einkaufsverhalten konzentriert sich auf die Super- und Verbrauchermärkte, die aufgrund der Breite und Tiefe im Sortiment an Attraktivität gewinnen. Der Wettbewerb zwischen Discount und Vollsortimentern im Lebensmittelhandel und der dadurch bestehende Preis- und Margendruck im Lebensmittelhandel ist weiterhin gegeben. Die bereits vorhandene hohe Dichte im Filialnetz der Vertriebstypen forciert auch den Wettbewerb um vermeintlich attraktive Standorte. Der in der Lebensmittelbranche bisher noch auf niedrigem Niveau getätigte Onlinehandel wird, insbesondere in den Großstadtlagen, weiter den Wettbewerb beeinflussen und hat sich während der Corona-Pandemie verstärkt. Ganz aktuell im Laufe des Geschäftsjahres 2024 ist die Nachfrage im Lebensmittel-Onlinehandel und die Marge stark unter Druck geraten. Für das Jahr 2024 erwartet die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) eine leicht verbesserte Verbraucherstimmung. Zurückzuführen sei dies trotz einer wieder angestiegenen Sparneigung der Bevölkerung auf eine positive Einschätzung der Einkommens- und Konsumerwartung. Unverändert sind inflationsbedingt deutliche Steigerungen der Bruttolöhne und -gehälter zu sehen. Segment Einzelhandel Das ifo Institut prognostiziert für das Jahr 2024 eine Inflation von 2,4 % (Vj. 6 %). Eine Kompensation durch den Anstieg der Kaufkraft wird nicht für möglich gehalten. Die zu Beginn des Jahres noch für 2024 erwarteten Umsätze auf Vorjahresniveau werden sich wohl nicht bewahrheiten. Trotz der zu Beginn des Jahres guten konjunkturellen Rahmenbedingungen muss krisenbedingt mit Umsatz- und Margeneinbußen gerechnet werden. Gesamtaussage Die Bundesregierung und weitere namhafte Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das Jahr 2024 von einem rückläufigen Wirtschaftswachstum aus. Für das Jahr 2025 stehen Risiken im Raum, die eine belastbare Prognose für die Einschätzung der Wirtschaft nicht zulassen. 2. Geschäftsverlauf Allgemeiner Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse belaufen sich in 2023 auf 19.580 T€. Die Erhöhung zum Vorjahr in Höhe von 2.160 T€ entspricht einer Umsatzausweitung um 12,4 %. Die ständigen Bemühungen um eine Verbesserung des Marketings und die konsequente Überarbeitung der Qualität der Produkte prägten auch das Jahr 2023. Die Positionierung des Unternehmens an weiteren interessanten Verkaufsstandorten in den vergangenen Jahren führte zur Stabilisierung der Umsätze im traditionellen Backbereich. So konnten durch einen verstärkten Heimverzehr die Umsätze gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 288 T€ und resultieren aus einer Rückerstattung von Strom- bzw. Gasaufwendungen aus dem Vorjahr. Darüber hinaus beinhaltet die Position Erträge aus der Sachbezugsversteuerung, Versicherungserstattungen und Erstattungen von Lohnkosten. Der Materialaufwand mit 3.636 T€ beträgt auf die Gesamtleistung 18,30 % (Vorjahr 17,65 %). Der Personalaufwand stieg um 575 T€ bzw. 7,14% auf 8.632 T€. In Bezug zu den Umsatzerlösen beträgt die Personalkostenquote 44,09 % (Vj. 46,25 %). Die Abschreibungen resultieren in Folge der Investitionen, denen ein Investitionsplan zugrunde liegt. Das Abschreibungsvolumen stieg um 53 T€ auf 1.124 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 119 T€ und sind auf die Reduzierung von geringeren Strom- und Gaskosten zurückzuführen. Die Aufwendungen unterliegen einem strengen Kostenmanagement, dem ein detailliertes Budgetplanungssystem vorausgeht. Die Zinsaufwendungen sind durch Neuaufnahmen nach weiteren Investitionen um 21 T€ auf 48 T€ angestiegen. Mit 0,24 % des Umsatzes sind die Zinsaufwendungen deutlich unterdurchschnittlich. Dies liegt im Wesentlichen an der guten Eigenkapitalausstattung des Unternehmens. Es konnte unter den herausfordernden Marktbedingungen und unter Berücksichtigung von Einmaleffekten im Kostenbereich wiederum ein guter Jahresüberschuss erzielt werden. Die Abweichungen vom Planergebnis sind von untergeordneter Bedeutung. Das steuerpflichtige Ergebnis der Gesellschaft führte zu einem um 112 T€ niedrigeren Steueraufwand im Vergleich zum Vorjahr. 3. Das Jahr 2023 in der Bäckereibranche Die Lage im Bäckereihandwerk ist zwischen dem handwerklichen Fachbetrieb und der sogenannten Industriellen Großbäckerei differenziert zu betrachten. Die Zahl der inhabergeführten Betriebe geht von Jahr zu Jahr zurück. Wie dem Geschäftsbericht 2023 des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. zu entnehmen ist, ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in der Backbranche in Deutschland angestiegen. Gleichzeitig hält der Konzentrationsprozess in der Branche weiter an. Damit verbunden war ein Rückgang der Betriebe von 9.607 auf 9.242. 4. Lage des Unternehmens Die grundsolide Eigenkapitalausstattung des Unternehmens mit 48,51 % der Bilanzsumme dokumentiert die geordnete Vermögenslage. So konnten in 2023 die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten trotz Neuinvestitionen von 2.654 T€, bei Kreditneuaufnahmen von 985 T€, um 558 T€ zurückgeführt werden. Weder in den Vorratsbeständen noch in den Forderungen sind Risiken vorhanden, die Abschreibungen oder Pauschalwertberichtigungen erfordert hätten. Für vertragliche Verpflichtungen aus der Geschäftstätigkeit (Personalkostenabgrenzungen, Rückbauverpflichtung, anstehende Instandhaltungen u. ä.) bestehen ausreichende Rückstellungen. Die Liquidität des Unternehmens ist durch den Cashflow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb und Kontokorrentkreditlinien bei den Banken ausreichend gesichert. Kontokorrentkredite mussten in 2023 nicht in Anspruch genommen werden. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Neben der zuvor erwähnten Eigenkapitalquote des Jahres 2023 stellen sich die Leistungsindikatoren des Unternehmens wie folgt dar:
Dynamischer Verschuldungsgrad 0,63-fache (Vj. 5,44-fache) Der Verschuldungsgrad im Verhältnis zum Cashflow des Unternehmens dokumentiert trotz hoher Innovations- und Investitionstätigkeit solide Geschäftszahlen. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens ist die vorhandene Mitarbeiterstruktur. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zum Jahresende 304 Menschen (VJ 274) beschäftigt. Davon waren 11 Auszubildende. Es waren insgesamt 105 männliche Mitarbeiter und 199 weibliche Mitarbeiterinnen, was einer Frauenquote von 65,46 % entspricht. Der Aus- und Weiterbildung wird besondere Bedeutung beigemessen. Eine klare Führungsstruktur bietet Aufstiegschancen mit vorab definierten Karriereplänen. Der Frauenanteil in Führungspositionen (Abteilungs-, Filialen- und Bereichsleitung) beläuft sich auf über 50 %. Die Verantwortung für die Region wird durch die Unterstützung diverser sozialer und kultureller Einrichtungen Rechnung getragen. Insbesondere ist an der Stelle die Gründungsmitgliedschaft in der "Stiftung Nachhaltiger Rheingau", in der man den Vorsitz und eine weitere Position besetzt, zu nennen. Kernziel der Stiftung ist es, die Region in vielfältiger Weise auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen und zu prägen. Mitarbeiter, die sich sozial oder in anderer Weise in der Region engagieren, werden in ihrem Engagement, im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten, in besonderem Maße unterstützt. Dies steht in enger Verbindung mit dem eigenen, unternehmerischen Handeln als sozial- und kulturverantwortliches Unternehmen in der Region. An dieser Stelle ist insbesondere zu erwähnen, dass zahlreiche Mitarbeiter bei der regionalen Freiwilligen Feuerwehr regelmäßig für Einsätze freigestellt werden. An der Dauer der Betriebszugehörigkeit kann die Wertschätzung gegenüber dem Arbeitgeber von Seiten der Arbeitnehmer abgeleitet werden. Eine große Anzahl der Mitarbeiter kann auf eine Betriebszugehörigkeit von 10 und mehr Jahren zurückblicken. III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens Dank der starken Positionierung des Unternehmens am Markt, ergibt sich ein positiver Ausblick in die Zukunft. Die solide Vermögenslage gibt ausreichend Spielraum, dass Unternehmen in vielfacher Weise weiter zu entwickeln und die notwendigen Investitionen zu tätigen. Sowohl im Bereich der Produktionstechnik, als auch im dringend notwendigen Bereich der Digitalisierung, wurden Meilensteine implementiert. Eine KI gesteuerte Warendisposition, erzielt eine deutlich effizientere Steuerung der täglichen Mengen und der daraus resultierenden Reduzierung der Retouren. Eine sich stark entwickelnde Geschäftsbeziehung zu einem namhaften Handelspartner, sorgte für eine sehr positive Entwicklung des gewerblichen Kundengeschäftes. Diese Entwicklung wirkte sich positiv auf eine Diversifizierung der Absatzmärkte aus. Im Bereich der Zulieferindustrie, sind zunehmend große Schwankungen zu verzeichnen. Engpässe und sprunghafte Preissteigerungen im Bereich der Rohstoffe, erschweren zunehmend die Planungen der Wareneinsatzquoten. Des Weiteren, stellt die Verfügbarkeit von geeigneten Fach- und Arbeitskräften eine große Herausforderung dar. Hier wurden die Bemühungen im Recruiting in vielerlei Hinsicht intensiviert. Trotz der zuvor beschriebenen Risiken und Unwägbarkeiten, ist für das laufende Jahr 2024 eine deutliche Verbesserung der Umsätze und auch der bisherigen Monats-Ergebnisse zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2025, gehen wir von einer sich fortsetzenden positiven Entwicklung, sowohl bei Umsatz als auch bei Betriebsergebnis aus. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt aufgrund der Tatsache, dass nur geringe Umsatzerlöse durch Rechnungsstellung erfolgen, über einen geringen Forderungsbestand. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, da im Filialgeschäft nahezu ausschließlich Barumsätze generiert werden. Die Finanzierung der Gesellschaft im Tagesgeschäft erfolgt aus Bankguthabenbeständen. Kredite werden nur für langfristige Investitionen aufgenommen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs. V. Bericht über Zweigniederlassungen Unselbstständige Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten. VI. Prognosebericht Die Geschäftspolitik des Unternehmens wird weiterhin auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. Die Geschäftspolitik des Unternehmens orientiert sich unverändert an hohen Qualitätsansprüchen in Abgrenzung zu den "low cost" Produzenten. Diese produzieren industriell, häufig im Ausland und vermarkten vornehmlich im Lebensmitteleinzelhandel. Durch eine gut geplante und strategische Standortpolitik hat das Unternehmen noch erhebliche Wachstumspotentiale, die allerdings nur in Korrelation mit den vorhandenen Produktionskapazitäten realisiert werden können. Die allgemeine Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, hat sich im Jahr 2023 weiter abgeschwächt, was sich auch in 2024 fortsetzt. Zusätzliche Risiken sind im Verlauf des Kalenderjahres 2024 eingetreten, so dass belastbare und daraus resultierend konkrete Planungsszenarien nur sehr schwer darstellbar sind. Auf die im Allgemeinen Teil vorgenommene Ausführung wird daher verwiesen. Für das 1. Halbjahr 2024 sind keine Umsatzrückgänge zu verzeichnen gewesen. Die aktuellen monatlichen Umsätze bis 30.10.2024 lagen in Umsatz und vorläufigen Ergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau. Das geplante Ergebnisziel 2024 wurde bis zu dem vorgenannten Zeitpunkt erreicht, so dass sich die Hochrechnung zu bestätigen zeigte. Die Beschäftigtenzahl bleibt in 2024 stabil. Im Bereich der Personalaufwendungen erwarten wir einen deutlichen Anstieg, der neben dem zunehmenden Wettbewerb um qualifiziertes Personal, der deutlich inflationären Entwicklung und Neueinstellungen in der 2. Führungsebene geschuldet ist. Trotz der im Wirtschaftsbericht genannten negativen Annahmen erwarten wir auf Grund der getroffenen Maßnahmen und der bereits eingetretenen positiven Auswirkungen ein deutlich verbessertes Segment-EBIT aus der operativen Geschäftstätigkeit als im Jahr 2023. Das Geschäftsjahr 2024 verlief auf der Kostenseite bisher planmäßig. Schlussbemerkung Durch vorausschauendes Handeln wurde unser Unternehmen weiter substanziell, aber vor allem ideell gestärkt. Damit meinen wir, dass durch eine sich weiterentwickelnde Marktdurchdringung mit qualitativ guten Produkten und einer weiteren Stärkung des Mittelmanagements unser Unternehmen als gut aufgestellt eingeordnet werden kann. Die risikorelevanten Ereignisse der letzten Jahre wurden bei enormer sachlicher aber auch personeller Belastungen gut überstanden. Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir für das im Geschäftsjahr 2023 über das im üblichen Rahmen hinausgehende Engagement ausgesprochen dankbar. Auch konnten wir feststellen, dass unsere Kunden uns die Treue halten. Auch hierfür sind wir sehr dankbar. Wir gehen daher davon aus, dass aufgrund der eingeschlagenen Geschäftsstrategie, getroffene Maßnahmen bei unverändert hoher Bereitschaft sich verändernder Umfeldbedingungen anzupassen und der Wachsamkeit gegenüber prognostizierten Entwicklungen, das Unternehmen seine positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen kann.
Rüdesheim am Rhein, 30.10.2024 Backhaus Dries GmbH Andrea Engelmann, Geschäftsführerin, Bäckermeister Martin Dries, Geschäftsführer, Bäckermeister Stefan Dries, Geschäftsführer seit 01.01.2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine AngabenDie Backhaus Dries GmbH mit Sitz in Rüdesheim am Rhein, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden - Registerabteilung Rüdesheim am Rhein- unter der Nummer HRB 20022 eingetragen. Der Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Bäckerei sowie der Einzelhandel mit Lebensmittel. Der Jahresabschluss der Backhaus Dries GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften fanden das GmbH-Gesetz und die Satzung der Gesellschaft Beachtung. Nach den in § 267 Handelsgesetzbuch angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen orientieren sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und werden linear vorgenommen. Hinzuweisen ist, dass das Unternehmen für das Wirtschaftsjahr 2021 analog der steuerlichen Möglichkeiten nach § 7 Absatz 2 Einkommensteuergesetz auch handelsrechtlich für Neuzugänge die degressive Abschreibungsmethode gewählt hat. Gegenüber der linearen Abschreibung erhöht sich das Abschreibungsvolumen in 2023 um T€ 12. Geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 (ohne Umsatzsteuer) werden sofort abgeschrieben. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wurde "first in first out" angewendet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung erkannten Risiken zum Nennwert bilanziert. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthält im wesentlichen Leasingsonderzahlungen, die entsprechend der Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst werden. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beinhaltet Zuschüsse zum Sachanlagevermögen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt analog der Nutzungsdauer der mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände. Die Steuerrückstellungen wurden auf der Grundlage des steuerrechtlich ermittelten Ergebnisses unter Verrechnung der Steuervorauszahlungen gebildet. Rückstellungen wurden für alle ihrer Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten sowie für erkennbare Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden die handelsrechtlichen Abzinsungsvorschriften berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Erlöse, die den Folgejahren zuzurechnen sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. C. Pflichtangaben zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungEs bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 2.708,64 (Vorjahr: € 1.782.863,25). In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 505.175,18 (Vorjahr: € 3.202.015,70) sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit € 6.941,26 (Vorjahr: € 1.125,00) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Geschäftsbesorgung, Rückzahlungen von Corona-Überbrückungshilfen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rückbauverpflichtung enthalten. In den Verbindlichkeiten von € 3.334.639,92 (Vorjahr: € 3.245.455,07) sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit € 1.498.050,91 (Vorjahr: € 1.838.591,91) und mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren mit € 501.145,70 (Vorjahr: € 176.718,39) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unterliegen einer Besicherung durch Vermögenswerte der Gesellschaft. Die Darlehen wurden zur Finanzierung von Fahrzeugen und betriebsnotwendigen Maschinen sowie Ladeneinrichtungen gewährt. Die Wirtschaftsgüter sind den finanzierenden Banken bzw. Leasinggesellschaften sicherungsübereignet.
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 29.858,51 (Vorjahr: € 295.304,45). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Versicherungserstattungen i.H.v T€ 65, Erträge aus der Rückzahlung für Strom und Gas i.H.v. T€ 71, Erstattungen von der Agentur für Arbeit sowie Krankenkassen i.H.v. T€ 13 als außergewöhnliche Erträge vereinnahmt. Aufgrund der Corona-Überbrückungshilfen Schlussabrechnungen ergab sich ein außergewöhnlicher Aufwand i.H.v. T€ 115. D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenFür eingegangene Mietverhältnisse wurden Kautionen durch Bankbürgschaften abgesichert. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
E. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 285 Mitarbeiter (Vj. 263 Mitarbeiter). Davon 141 Mitarbeiter Vollzeit- sowie 107 Teilzeit und 37 Aushilfen. Mitglieder der Geschäftsführung Dries, Stefan Bäckermeister, 65385 Rüdesheim am Rhein Dries, Martin Bäckermeister und Betriebswirt, 65366 Geisenheim Engelmann, Andrea Dipl. Ing., 65375 Oestrich-Winkel Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Die Gesellschafterversammlung hat folgende Ergebnisverwendung beschlossen:
Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Weitere besondere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Rüdesheim am Rhein, den 30.10.2024 Stefan Dries, Geschäftsführer Martin Dries, Geschäftsführer Andrea Engelmann, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Backhaus Dries GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Backhaus Dries GmbH, Rüdesheim am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Backhaus Dries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wiesbaden, 21. November 2024 WBS
PartGmbB
Frank Schwed, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.11.2024. |
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