Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH

In der Alting 14, 90596 Schwanstetten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 24354
Eingetragen
5.6.2008
Branche
Malerei- und LackiergewerbeGlasergewerbeAnbringen von Stuckaturen, Gipserei und Verputzerei
Gegenstand
Betrieb eines Maler- und Stukkateurgeschäfts sowie Trockenbauarbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Kelber
seit 18.3.2025
Geschäftsführer
Julian Mohr
seit 6.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Julian MohrMohr Unternehmensgruppe GmbH
75.00%
Alexander Kelberstukkialex GmbH
25.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Germany
12.250 €
49.00%
Hirtenweg 17, 91183 Abenberg
6.375 €
25.50%
Germany
3.250 €
13.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH

Schwanstetten (vormals: Schwabach)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH (nachfolgen kurz „Stiegler GmbH“) ist ein traditioneller Handwerksbetrieb in den Bereichen Fassadengestaltung, Malerarbeiten, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung.

Was Georg Stiegler 1957 einst mit viel Engagement gründete, wird heute von der jetzigen Geschäftsführung mit großer Begeisterung weitergeführt. Ein Familienunternehmen, das durch innovative Ideen und ganz viel Leidenschaft gewachsen ist. Heute bietet Stiegler rund 50 Mitarbeitern einen zukunftssicheren Arbeitsplatz. Mit unserem Firmensitz im fränkischen Schwabach liegen wir nicht nur mitten in der Metropolregion Nürnberg. In nur wenigen Minuten sind wir auf der Autobahn und erreichen so unsere Kunden in ganz Süddeutschland. Schnell und unkompliziert. Wir haben uns in der Branche einen Ruf erarbeitet: Stiegler ist ein starker Partner für Gewerbeimmobilien, Industrieunternehmen und Architekten. Im Wohnungsbau sowie bei öffentlichen und privaten Bauten.

Als inhabergeführter Betrieb haben wir ein familiäres Arbeitsklima und flache Hierarchien. Wir legen großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Bei der Verwendung ausgewählter und erprobter Materialien und natürlich vor allem bei unseren Mitarbeitern. Eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung sorgt für stets aktuelle Fachkenntnisse und innovative Techniken.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war stark von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilungen Nr. 020 vom 13. Januar 2023)

Der Wirtschaftszweig „Malerei und Glaserei“ wurde von der Corona-Krise nur ansatzweise berührt. Aufgrund hoher Nachfrage steht die Branche stabil da und verzeichnet jährlich Umsatzanstiege. Eingetrübt wird die Entwicklung durch die hohen Preise auf der Einkaufsseite, die zusätzlich durch den Ukraine-Krieg Auftrieb erhalten. Rückgang der Betriebszahlen bei gleichzeitigem Beschäftigtenanstieg belegen den Strukturwandel hin zu größeren Betrieben in einem nach wie vor aber stark fragmentierten Wirtschaftszweig. (Quellen: Branchenreport 2022 Maler, Lackierer, Glaser, Finanzgruppe Branchendienst, 05.2022; Branchenreport 2023 Maler, Lackierer, Glaser, Finanzgruppe Branchendienst, 05.2023)

2. Geschäftsverlauf und -ergebnis

Das Geschäftsjahr 2022 der Stiegler Fassaden und Malertechnik GmbH war von einem deutlichen Anstieg von Umsatz und Gesamtleistung geprägt. Da das Leistungsspektrum der Stiegler GmbH beim Hochbau eher am Ende der Fertigstellungsphase liegt, aber bereits vorher in der Projektierungsphase beauftragt wird, profitieren wir unverändert vom Bauboom und der Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre. Bei Großprojekten mit einer Fertigstellungsphase von bis zu drei oder vier Jahren hält dieser Trend noch über 2022 hinaus an, sodass wir auf einen unverändert hohen Auftragsbestand blicken können. Da uns der Fachkräftemangel im Bau zudem im geringeren Maße als die Gesamtbranche trifft, waren wir auch im Jahr 2022 in der Lage, unseren Kunden das volle Leistungsangebot anbieten zu können, was sich letztlich auch in Mehrgeschäft äußerte. Darüber hinaus führt der Trend zum hochwertigen Bauen einerseits zu höheren Baukosten und somit zum preisbedingten Mehrumsatz. Da wir diesen Trend mit unserer Angebotspalette bestens abdecken können, sehen wir in dieser Entwicklung zudem ein Plus an Aufträgen.

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 45 (Vorjahr 46) Mitarbeiter beschäftigt. Wir haben eine allgemeine, am Branchentarif orientierte Lohn-/Gehaltserhöhung von durchschnittlich fünf Prozent gewährt.

Zusammengefasst haben wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von T€ 253 erreicht, was leicht unter unseren Erwartungen liegt.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung der Stiegler GmbH legte im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 36 Prozent zu. Der Materialeinsatz, bestehend aus Materialeinkauf und Aufwendungen für bezogene Leistungen (im Wesentlichen Einsatz von Subunternehmern) ist um 40 Prozent gestiegen. Aufgrund der auftragsspezifischen Kosten-Erlösquoten hat sich die Rohertragsquote auf Ebene des Gesamtunternehmens auf 16,5 Prozent (Vorjahr rund 19 Prozent) reduziert. Der Personalaufwand erhöhte sich um rund 7 Prozent auf T€ 1.926, was insbesondere auf Lohn-/Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist. Aufgrund der relativ geringen Anlagenintensität der Stiegler GmbH wird die Ertragslage durch Abschreibungen mit T€ 61 (Vorjahr T€ 58) relativ wenig beeinflusst. Im ähnlichen Maß zur Entwicklung der Gesamtleistung haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 38 Prozent auf T€ 1.273 (Vorjahr T€ 925) erhöht.

Daraus resultierend hat die Stiegler GmbH ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von T€ 374 (Vorjahr T€ 321) erzielt. Nach Abzug von Zinsen (T€ -15) und Ertragsteuern (T€ -106) schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von T€ 253 (Vorjahr T€ 225).

4. Vermögens- und Finanzlage

Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Bilanzsumme der Stiegler GmbH T€ 12.076 (Vorjahr T€ 7.691). Unsere Vermögensstruktur gliedert sich im Wesentlichen in Umlaufvermögen, dabei machen die „in Arbeit befindlichen Aufträge“ mit T€ 10.340 (Vorjahr T€ 6.214) den Hauptanteil des Vermögens aus.

Das Eigenkapital der Stiegler GmbH hat sich infolge der Ergebnisverwendung auf T€ 846 (Vorjahr T€ 793) zwar erhöht; infolge der deutlichen Zunahme der Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote jedoch auf 7 Prozent (Vorjahr rund 10 Prozent) zurückgegangen. Korrespondierend zur Mittelverwendung wird die Kapitalstruktur maßgeblich durch erhaltene Anzahlungen im Gesamtwert von T€ 9.372 (Vorjahr T€ 5.355) geprägt.

5. finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und Rohertrag, deren Entwicklung anhand monatlicher Reports laufend überwacht wird.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognosebericht

Unter Berücksichtigung vorläufiger Zahlen sehen wir im Jahr 2023 zwar einen leicht rückläufigen Umsatz. Da sich Prozessabläufe nach der Corona-Pandemie wieder standardisieren, Lieferzeiten und -ketten sich wieder normalisieren und der Fokus damit wieder auf eine einfache Bauabwicklung gelegt werden kann, vernehmen wir einen deutlichen Anstieg des Rohertrags und ein Betriebsergebnis in der Spanne von T€ 800 bis T€ 950.

Auf Basis des Jahres 2023 gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem leichten Umsatzrückgang aus. Beim Rohertrag erwarten wir eine konstante Entwicklung. Auf dieser Grundlage prognostizieren wir ein Betriebsergebnis in der Spanne von T€ 750 bis 900.

In 2025 rechnen wir mit einer ähnlichen Entwicklung bei Umsatz und Rohertrag. Auf dieser Grundlage prognostizieren wir ein Betriebsergebnis in der Spanne von T€ 550 bis 700.

Unsere Prognose beruht insbesondere auf der Auftragslage und der Berücksichtigung der Kostenentwicklungen, insbesondere beim Materialbezug und für Subunternehmerleistungen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir auch künftige Kostensteigerungen weitestgehend an unsere Kunden weitergeben können; darüber hinaus erwarten wir daraus keine ausbleibenden Kundenaufträge im nennenswerten Umfang.

2. Chancenbericht

Durch das breite Leistungsspektrum der Stiegler GmbH über die Abbildung verschiedener Gewerke an einem Bauvorhaben, ist es ein Alleinstellungsmerkmal, welches beim Kunden zunehmend Zuspruch findet. Unser Leistungsangebot führt seitens der Auftraggeber zu weniger Bauleitungsaufwand und somit zu einer echten Kostenersparnis, was damit attraktivitätssteigernd für die Vergabe von Aufträgen an die Stiegler GmbH ist. Zudem sind wir schlagkräftig in der Man-Power, was dazu führt, dass wir große Bauvorhaben sicher und termingerecht fertigstellen können.

3. Risikobericht

Zur frühzeitigen Erkennung von strategischen wie auch operativen Risiken setzt die Geschäftsführung intern verfügbare Ressourcen, insbesondere das Rechnungswesen mit den betriebswirtschaftlichen Auswertungen und zudem externe Informationsquellen ein. Die Informationen werden in regelmäßigen Besprechungen ausgewertet und mit Prokurist und Bauleitern behandelt. Dies versetzt die Stiegler GmbH in die Lage, Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen schätzen wir als gering ein mit geringer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten (Materialeinkauf und Bezug von Subunternehmerleistungen) beugen wir durch ein vorausschauendes und vergleichendes Einkaufsverhalten und - falls möglich - durch preisliche Absicherung durch mittel-/langfristige Verträge vor. Grundsätzlich versuchen wir, tatsächlich angefallene Mehrkosten auf der Beschaffungsseite weitgehend an die Kunden weiterzugeben. Das Risiko stark steigender Preise, sowie eine Verschärfung der Lieferkettenproblematik kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen und ggf. zu Abweichungen von Prognosen oder Zielen der Stiegler GmbH führen, insbesondere bei ausbleibender oder verzögerter Weitergabe der Preiserhöhung an unsere Kunden.

Absatzmarktbedingten Risiken beugen wir unter anderem durch unser Auftragsmanagement vor. Preisänderungsrisiken im Absatzgeschäft sind größtenteils durch vertragliche Vereinbarungen abgesichert. Dabei sind wir bestrebt, die Preise kontinuierlich zu erhöhen und Kostensteigerungen an unsere Kunden weiterzureichen. Das Risiko ausbleibender Bestellungen und Abrufe aufgrund von Preiserhöhungen schätzen wir als gering ein.

Aufgrund der Vereinbarungen mit unseren Kunden und dem laufenden Abruf von Anzahlungen, betrachten wir das Risiko von Liquiditätsrisiken als gering. Zudem weist unser Geschäft eine äußerst geringe Anlagenintensität auf, was mit einer geringen Mittelbindung einhergeht. Wir rechnen unverändert damit, auch in der Zukunft in der Lage zu sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachkommen zu können, da neben den vorhandenen liquiden Mitteln ausreichende, verbindliche und derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen zur Verfügung stehen, welche aufgrund unserer soliden und gefestigten Eigenkapitalquote als gesichert gelten.

Zur Vermeidung von Ausfallrisiken achten wir besonders auf die Pflege langjähriger Geschäftsbeziehungen. Bei Neuaufträgen werden im Vorfeld intensive Gespräche geführt und erforderlichenfalls Bonitätsauskünfte eingeholt.

Da Geschäfte ausschließlich in Euro abgeschlossen werden, besteht kein Wechselkursrisiko.

Derivate Finanzinstrumente werden in der Stiegler GmbH nicht eingesetzt.

Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten, sind derzeit nicht bekannt.

 

Schwabach, 31. März 2025

Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH
Schwabach

Geschäftsführung

gez. Julian Mohr

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 209.673,00 158.200,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 6,00
II. Sachanlagen 195.667,00 154.194,00
III. Finanzanlagen 14.000,00 4.000,00
B. Umlaufvermögen 11.856.797,45 7.447.278,74
I. Vorräte 10.421.813,22 6.295.777,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.371.555,82 1.134.656,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 63.428,41 16.844,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.460,62 745,57
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.075.931,07 7.606.224,31

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 845.828,36 592.675,73
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 820.828,36 567.675,73
B. Rückstellungen 263.171,87 215.640,71
C. Verbindlichkeiten 10.966.930,84 6.796.063,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.844,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.075.931,07 7.606.224,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 3.638.461,60 3.106.118,52
2. Personalaufwand 1.926.357,31 1.798.251,35
a) Löhne und Gehälter 1.534.864,83 1.421.465,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 391.492,48 376.786,31
davon für Altersversorgung 42.251,28 38.324,19
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 60.584,92 58.420,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.272.729,91 924.305,71
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.481,34 8.608,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.733,05 10.923,19
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 105.819,12 93.675,88
8. Ergebnis nach Steuern 257.718,63 229.150,80
9. sonstige Steuern 4.566,00 4.269,00
Jahresüberschuss 253.152,63 224.881,80

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresüberschuss 253.152,63 224.881,80
2. Einstellungen in Gewinnrücklagen 253.152,63 224.881,80
3. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben und Gliederung

Die Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH, Schwabach, wird vom Registergericht Nürnberg unter der Nummer HR B 24354 geführt.

Bei der Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH handelt es sich zum Stichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Posten gem. § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten unter der Bezeichnung „Rohergebnis“ zusammengefasst.

In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas sind „in Arbeit befindliche Aufträge“ als solche unter den Vorräten in der Bilanz ausgewiesen.

Abweichungen zum Vorjahr sind - mit folgender Ausnahme - nicht gegeben.

Aufgrund der nicht ordnungsgemäßen Berücksichtigung von Gesellschafterbeschlüssen im Vorjahr wurde der Vorjahresausweis der Posten „Gewinnrücklagen“, „Bilanzgewinn“ und „sonstige Verbindlichkeiten“ berichtigt dargestellt.

Weitere Anpassungen im Ausweis waren nicht erforderlich. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 253 Abs. 6 S. 3, § 268 Abs. 4 S.1 HGB und § 268 Abs. 5 S.1 HGB im Anhang dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über € 250,00 und bis zu € 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegen war.

Vorratsvermögen

Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Der Warenbestand wurde grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet, es wurden gewogene Durchschnittspreise zu Grunde gelegt. Schwer verwertbare Waren wurden abgewertet.

In Arbeit befindliche Aufträge wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie handelsrechtlich aktivierungspflichtige Gemeinkosten entsprechend den Kalkulationsunterlagen für den jeweiligen Auftrag. Zinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen. Falls die Herstellungskosten über dem Verkaufspreis lagen, erfolgten zur verlustfreien Bewertung Abwertungen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen waren zu verzeichnen und wurden ausgebucht. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Die passive Rechnungsabgrenzung beinhaltet bereits vereinnahmte Entgelte, soweit sie auf Leistungen entfallen, die erst nach dem Bilanzstichtag zu erbringen sind.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen ist aus der Anlage zu ersehen, die Bestandteil des Anhangs ist.

Eigenkapital

In der Gesellschafterversammlung vom 16. November 2022 wurde über die Gewinnverwendung des Vorjahresergebnisses beschlossen. Dementsprechend wurden € 224.881,80 aus dem Bilanzgewinn entnommen und in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 24. November 2023 wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Demnach wird der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 unter vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt.

Verbindlichkeiten

Gesamtsumme der Verbindlichkeiten: 10.966.930,84 (Vj. € 6.796.063,37)
davon bis 1 Jahr: 10.966.930,84 (Vj. € 6.796.063,37)
davon über 1 Jahr: 0,00 (Vj. € 0,00)
davon über 5 Jahre: 0,00 (Vj. € 0,00)
davon gesichert durch Pfand- oder ähnliche Rechte: 715.723,37

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretung gesichert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Mietkaufverpflichtungen gegenüber einer Leasinggesellschaft in Höhe von gesamt € 25.062,49 (Vj. € 58.069,81) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 0,00 enthalten (Vj. € 200.000,00).

III. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Aus Miet- und Leasing-Verträgen mit Restlaufzeiten zwischen einem und 24 Monaten resultiert eine Restverpflichtung von insgesamt T€ 72. Aus Miet- und Pachtverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen sind, bestehen jährlich Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 27.

Angabe gemäß § 327 Nr. 1 HGB

A I 2 Geschäfts- oder Firmenwert: 1,00 (Vj. € 1,00)
A II 3: andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 195.667,00 (Vj. € 154.194,00)
C 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: 715.723,37 (Vj. € 397.462,63)
davon bis 1 Jahr: 715.723,37 (Vj. € 397.462,63)
davon über 1 Jahr: 0,00 (Vj. € 0,00)

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 45 Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB beschäftigt, davon

gewerbliche Arbeitnehmer 31
Angestellte 14

Angaben zu Leitungsorganen

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum:

- Herr Michael Berger, Roth (abberufen zum 29.02.2024)

- Herr Dirk Kahrs, Abenberg (abberufen zum 29.02.2024)

Herr Julian Mohr, Nürnberg, wurde mit Wirkung zum 01.03.2024 zum neuen Geschäftsführer bestellt.

Im Berichtsjahr unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB:

 

Schwabach, 31. März 2025

Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH
Schwabach

Geschäftsführung

gez. Julian Mohr

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten:

01.01.2022
Zugänge U=Umbuchung
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.828,85 0,00 0,00 12.828,85
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0,00 0,00 1,00
II. Sachanlagen 421.551,44 102.058,92 11.348,87 512.261,49
technische Anlagen und Maschinen 421.551,44 102.058,92 11.348,87 512.261,49
III. Finanzanlagen 4.000,00 10.000,00 0,00 14.000,00
Summe Anlagevermögen 438.380,29 112.058,92 11.348,87 539.090,34

Abschreibungen:

01.01.2022
Abschreibungen BP= Betriebsprüfung
Abgänge Z=Zuschreibung
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.822,85 0,00 0,00 12.822,85
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 267.357,44 60.584,92 11.347,87 316.594,49
technische Anlagen und Maschinen 267.357,44 60.584,92 11.347,87 316.594,49
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 280.180,29 60.584,92 11.347,87 329.417,34

Buchwerte:

31.12.2022
01.01.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 6,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 195.667,00 154.194,00
technische Anlagen und Maschinen 195.667,00 154.194,00
III. Finanzanlagen 14.000,00 4.000,00
Summe Anlagevermögen 209.673,00 158.200,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH mit einer Bilanzsumme von € 12.075.931,07 und einem Jahresüberschuss von € 253.152,63 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 31. März 2025

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gez. Frank Blacha, Wirtschaftsprüfe

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