Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 505 ME
Eingetragen
18.7.2006
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung und Reparatur von Maschinen aller Art sowie alle auf dem Sektor des Maschinenbaus und des metallverarbeitenden Gewerbes anfallenden Arbeiten. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Stüben
seit 18.7.2006
Geschäftsführer
Uwe Wolter
seit 18.7.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Adolf Cornels GmbH

Brunsbüttel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2023

der Adolf Cornels GmbH

1. Allgemeines

1.1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Das Kerngeschäft sind Instandhaltungsdienstleistungen von Industrieanlagen, Schleusen, Motoren sowie Antriebssystemen zur Sicherung betrieblicher Produktionsprozesse und der Einsatzbereitschaft von Schiffen. Darüber hinaus wird der Bereich der Metallverarbeitung in einer eigenen Fertigungswerkstätte für Maschinenbau, Hydraulik und Stahlbau in Brunsbüttel abgewickelt.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland führt Destatis folgendes aus:

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher."

Weiter führt Destatis aus:

"Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

[Quelle: www.destatis.de].

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.601 auf T€ 26.108 (Vorjahr T€ 19.507) erhöht, unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen wird eine Steigerung um T€ 6.708 auf T€ 26.840 (Vorjahr T€ 18.881) erreicht. Zu beachten ist bei diesen Zahlen, dass wir seit dem Vorjahr teilfertige Arbeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung verbuchen. Hintergrund ist, dass wir größtenteils langfristige Auftragsfertigung bearbeiten und mit unseren Kunden abrechenbare Teilleistungen vereinbart haben. In den Jahren vor 2022 wurden diese Positionen unter unfertige Leistungen / erhaltene Anzahlungen in der Bilanz ausgewiesen.

Dieses bedeutet eine Abkehr vom Realisationsprinzip. Die Voraussetzungen für die Teilgewinnrealisation, wie langfristige Fertigungen als wesentlicher Teil des Unternehmens, Abrechnungen erst nach Abschluss des Auftrages führt zu nicht unerheblichen Beeinträchtigungen in die Ertragslage des Unternehmens, der aus der langfristigen Fertigung ermittelte Gewinn ist sicher zu ermitteln, die Gesamtleistung kann in abgrenzbare Teilleistungen zerlegt werden, nur der anteilsmäßig entfallende Gewinn auf die Teilleistungen wird vereinnahmt, es liegen keine höheren Istkosten als die Vorkalkulation vorsieht vor und es liegen keine Anzeichen vor, dass der Abnehmer Einwende erheben könnte, liegen allesamt vor.

Durch die Teilgewinnrealisierung verbessert sich die Ertragslage des Unternehmens, während die Bilanzsumme (Vermögenslage) durch die verringerten unfertigen Leistungen / erhaltenen Anzahlungen sinkt.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Rohergebnis von T€ 14.412 (Vorjahr T€ 11.414) erzielt werden. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von rund 26 %. Das angebotene Produktsortiment von Reparaturen von Schiffen, Maschinen und der Schleusen- Um- bzw. Neubau hat sich nicht wesentlich verändert. Schwerpunkte liegen weiterhin im Schiffbau insbesondere in der Reparatur. Der Landesbetrieb Verkehr hat im Auftragsbereich ebenfalls einen gewissen Stellenwert.

Der Jahresüberschuss im Wirtschaftsjahr 2023 beträgt T€ 1.159 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.051 deutlich gestiegen (Vorjahr T€ 108).

Im Jahr 2024 fiel der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe zufriedenstellend aus. Bezogen auf unser Unternehmen können wir sagen, dass der Auftragsbestand für 2024/2025 gesichert war bzw. ist.

2.3 Investitionen und Vorräte

Die Gesellschaft hat im Jahre 2023 notwendige Ersatzinvestitionen in Höhe von T€ 817 im Sachanlagebereich vorgenommen. Im Wesentlichen handelt es sich um Maschinen und technische Anlagen, Werkzeuge, Ersatzinvestitionen im Fuhrpark sowie Betriebsausstattungen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um T€ 8 gegenüber dem Vorjahr verringert (Bestand T€ 488, Vorjahr T€ 496). Die in Arbeit befindlichen Aufträge haben sich von T€ 1.121 (Vorjahr) auf T€ 390 um T€ 732 verringert. Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind durch die Verbuchung der teilfertigen Arbeiten im Jahre 2022/2023 beeinflusst (Teilgewinnrealisierung).

2.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich am Jahresende auf T€ 336 (Vorjahr T€ 584). Die in den Vorjahren aufgenommenen Darlehen wurden planmäßig mit T€ 248 zurückgeführt.

Der Finanzmittelfonds betrug am Ende des Geschäftsjahres T€ 2.301 (Vorjahr T€ 1.163) und hat damit um T€ 1.138 zugenommen.

Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen, es gab keine Liquiditätsengpässe.

2.5 Personal- und Sozialbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 167 Mitarbeiter beschäftigt; in dieser Zahl sind die Auszubildenden und die beiden Geschäftsführer nicht enthalten. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und auch bei weiten Teilen der Angestellten an den Tarifverträgen des Arbeitgeberverbandes Metallindustrie Hamburg - Schleswig-Holstein e.V. für das Tarifgebiet Schleswig-Holstein. Darüber hinaus bestehen abweichende einzelvertragliche Regelungen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u.ä., haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

3. Darstellung der Vermögens - und Ertragslage sowie der finanziellen Leistungsindikatoren

3.1. Vermögenslage

Die Unternehmensentwicklung nach den Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage im Dreijahreszeitraum stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 2021
Bilanzsumme T€ 10.337 7.605 8.510
Wirtschaftliches Eigenkapital T€ 5.912 4.753 4.677
Cash-Flow * T€ 1.158 443 423

* Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) zum Bilanzstichtag beträgt 57% (Vorjahr 63%), die Verbindlichkeitenquote (Verbindlichkeiten / Bilanzsumme) 31% (Vorjahr 28%).

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) ist im Vergleich zum Vorjahr mit 24% leicht angestiegen (Vorjahr 28%). Die Anlagendeckung (Eigenkapital / Anlagevermögen) beträgt zum Bilanzstichtag 239% zu 225% im Vorjahr.

3.2 Ertragslage / Geschäftsergebnis

Die Entwicklung der Ertragslage 2023 im Dreijahreszeitraum stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

2023 2022 2021
Rohergebnis T€ 14.412 11.414 9.876
Betriebsaufwand T€ 11.254 9.963 9.622
Jahresüberschuss T€ 1.159 108 131

Zum Bilanzstichtag sind in Arbeit befindliche Aufträge in Höhe von T€ 390 (Vorjahr T€ 1.121) vorhanden.

Bei der Ertragslage ist zu beachten, dass sowohl im Wirtschaftsjahr als auch im Vorjahr teilfertige Arbeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden. Hintergrund ist, dass wir größtenteils langfristige Auftragsfertigung bearbeiten und mit unseren Kunden abrechenbare Teilleistungen vereinbart haben. In den Jahren vor 2022 wurden diese Positionen unter unfertige Leistungen / erhaltene Anzahlungen in der Bilanz ausgewiesen.

Durch die Teilgewinnrealisierung verbessert sich die Ertragslage.

3.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) beträgt zum Bilanzstichtag 4,44% (Vorjahr 0,55%) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr erheblich angestiegen. Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss / Eigenkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 19,6% und ist damit ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen (Vorjahr 2,27%).

Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Zinsen und ähnliche Aufwendungen / Bilanzsumme) beträgt zum Bilanzstichtag 11,41% im Vergleich zu 1,64% im Vorjahr. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) beträgt zum Bilanzstichtag 30,59% im Vergleich zum Vorjahr 38,91%.

4. Hinweise auf Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung / Prognosebericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können und andererseits dem gegenüberstehende Chancen hinzuweisen. Unser Prognosebericht bezieht sich dabei auf einen Zeitraum von 2 Jahren.

Im Rahmen einer kurzen Risiko Management Analyse zeigt sich, dass das Unternehmen Maßnahmen für die meisten normalen Risiken getroffen hat.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten ist die Gesellschaft mangels Durchführung derartiger Geschäfte nicht ausgesetzt. Das allgemeine Währungsrisiko ist durch überwiegende Arbeiten im Euroraum auch reduziert.

Das Kundenausfallrisiko ist durch entsprechendes Forderungsmanagement abgedeckt. Die relative Homogenität der Produkte und Dienstleistungen reduziert das technische Produktrisiko sowohl in der Konstruktion als auch in der Fertigung auf ein nicht existenzbedrohendes Niveau. Wir sind der Meinung, dass eventuelle Garantierisiken in den Rückstellungen ausreichend berücksichtigt worden sind.

Das Hauptrisiko des Unternehmens liegt in dem weiterhin hohen Forderungsbestand. Dem gegenüber ist eine Eigenfinanzierung durch die Höhe der Forderung jederzeit gegeben. Der Auftragsbestand ist zufriedenstellend.

Chancen sehen wir als mittelständischer Leistungsanbieter insbesondere in der Nähe zu den Kunden und die Flexibilität, auf die vielfältigen Anforderungen unserer Kunden und Produkte einzugehen und darüber hinaus weitergehend entsprechende Umsätze und Aufträge zu generieren. Darüber hinaus sind wir mit unserem Personalbestand und angeschlossenen Dienstleistern in der Lage, auch größere Projekte abzuwickeln.

5. Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine Konflikt

Risiken durch den Ukraine Krieg sehen wir bei uns zur Zeit darin, dass die Energiepreise in nicht unerheblichem Maße steigen könnten und somit die Jahresergebnisse der folgenden zwei Jahre belasten könnten. Dagegen haben wir keine Kunden im Krisengebiet oder sind auf Material / Zuarbeiten aus diesem Gebiet zwingend angewiesen.

Es könnte allerdings allgemein zu Lieferengpässen kommen. Diesem Risiko versuchen wir mit unserer Lagerpolitik entgegenzutreten.

6. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 und 2025 bedeutet der Auftragsbestand am Jahresende 2023 und 2024, dass wir für 2024 und 2025 mit einem ausgeglichenen Ergebnis rechnen.

Für das Wirtschaftsjahr 2024 zeigt die aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (vor Jahresabschlussbuchungen) Umsatzerlöse in Höhe von 24.680.321,79 und ein vorläufiges Ergebnis in Höhe von 1.586.103,23. Im Jahr 2025 und 2026 rechnen wir mit einem ähnlichen Ergebnis.

Wir streben in den folgenden 2 Jahren eine Eigenkapitalquote von mindestens 50% und eine Umsatzrendite von mindestens 3% an.

Existenzbedrohende Risiken sind für uns zurzeit nicht erkennbar.

 

Brunsbüttel, den 14.03.2025

gez. Uwe Wolter, Geschäftsführer

gez. Ralf Stüben, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.477.586,58 2.115.853,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.556,00 2.975,00
II. Sachanlagen 2.457.509,92 2.087.418,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 988.351,98 1.056.317,98
2. technische Anlagen und Maschinen 372.743,00 332.708,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091.383,50 692.074,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.031,44 6.317,83
III. Finanzanlagen 18.520,66 25.460,02
B. Umlaufvermögen 7.847.811,40 5.477.816,85
I. Vorräte 877.238,53 1.616.888,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.669.483,24 2.698.282,41
1. Forderungen gegen Gesellschafter 83.759,23 80.966,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.585.724,01 2.617.315,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -3.584,94 -4.103,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.301.089,63 1.162.645,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.530,35 11.102,78
Summe Aktiva 10.337.928,33 7.604.772,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.911.719,13 4.753.018,21
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,60 25.564,60
II. Gewinnrücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnvortrag 1.727.453,61 1.619.354,31
IV. Jahresüberschuss 1.158.700,92 108.099,30
B. Rückstellungen 1.174.291,01 691.442,56
C. Verbindlichkeiten 3.251.918,19 2.160.312,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 336.225,98 584.164,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 210.865,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 336.225,98 373.299,51
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.915.692,21 1.576.147,35
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.915.692,21 1.576.147,35
Summe Passiva 10.337.928,33 7.604.772,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.949.105,60 10.163.501,99
2. Personalaufwand 7.761.907,94 7.347.665,20
a) Löhne und Gehälter 6.309.429,76 5.930.070,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.452.478,18 1.417.594,45
davon für Altersversorgung 126.426,85 123.273,75
3. Abschreibungen 411.591,80 334.412,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 411.591,80 334.412,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.080.551,52 2.281.079,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.983,35 3.612,25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.520,79 16.506,69
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 503.401,28 55.044,48
8. Ergebnis nach Steuern 1.179.115,62 132.405,85
9. sonstige Steuern 20.414,70 24.306,55
10. Jahresüberschuss 1.158.700,92 108.099,30

Anhang zum Jahresabschluss per 31.12.2023

der Adolf Cornels GmbH

A) Allgemeine Angaben

1. Die Firma Adolf Cornels GmbH mit Sitz in 25541 Brunsbüttel ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 505 ME beim Amtsgericht Pinneberg eingetragen.

2. Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt. Er unterliegt der Pflichtprüfung nach Maßgabe der §§ 316 ff HGB.

3. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in 2023 gemäß den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB vorgenommen.

4. Das Gezeichnete Kapital lautet auf DM 50.000,00.

B) Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode in Ansatz gebracht. Der Anlagenspiegel ist der Anlage zu entnehmen.

2. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

3. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte dabei zu Durchschnittspreisen nach Kürzung von Skonti und Nachlässen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden unter Anwendung der retrograden Bewertungsmethode mit den Herstellungskosten bewertet. Die Grundsätze einer verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. dem niedrigeren Wertansatz gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zur Deckung des latenten Kredit- und des Zinsrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet und im Einzelfall wurden Einzelwertberichtigungen durchgeführt. Weitere wertbeeinflussende Risiken ergaben sich nicht.

5. Die Forderungen weisen allesamt Restlaufzeiten bis zu einem Jahr auf.

6. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

7. Für eine periodengerechte Ergebnisermittlung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

8. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

9. Das Eigenkapital zum Stichtag beträgt T€ 5.911 (Vorjahr T€ 4.753). Die Veränderung ergibt sich aus dem aktuellen Jahresüberschuss. Gewinnausschüttungen wurden nicht beschlossen.

10. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag gebildet, der nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

11. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

12. Es wurde eine Abweichung vom Realisationsprinzip vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Rahmen der Teilgewinnrealisation sofort als Umsatz erfasst, da in den Verträgen einzelne abgrenzbare Teilleistungen vereinbart wurden. Eine Abrechnung der Aufträge nach Abschluss der langfristigen Fertigung würde zu einer nicht unerheblichen Beeinträchtigung des Einblicks in die Ertragslage des Unternehmens führen. Dieses hat insofern Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass die Ertragslage durch die Vereinnahmung der Teilleistungen höher ausfällt, während die Vermögenslage durch den verringerten Ausweis der unfertigen Leistungen entsprechend kleiner ausgewiesen wird.

C) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Der Anlagenspiegel ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

2. Neben den in der Bilanz gezeigten Forderungen gegen Gesellschafter sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 83 enthalten.

3. Der Posten "Sonstige Rückstellungen" setzt sich folgendermaßen zusammen:

Prüfungs-/Steuerberatungskosten 35 T€
Personalkosten 582 T€
Kulanz und Garantieübernahmen 114 T€
Aufbewahrungskosten 32 T€
Sonstige 5 T€
Gesamt 768 T€

4. Die Verbindlichkeiten haben am Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Stand 31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 336.225,98 209.142,37 127.083,61 0,00
(584.164,84) (359.484,93) (224.680,23) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 59.232,70 59.232,70 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.807.821,49 1.807.821,49 0,00 0,00
(914.259,23) (914.259,23) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.048.638,02 1.048.638,02 0,00 0,00
(661.888,12) (661.888,12) (0,00) (0,00)
3.251.918,19 3.124.834,58 127.083,61 0,00
(2.160.312,19) (1.935.631,96) (224.680,23) (0,00)

5. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist durch Grundschulden sowie durch Sicherungsübereignung von Anlagegegenständen, dem Warenbestand und durch die Abtretung von Forderungen gesichert.

6. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten abgesichert.

7. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Umsatzsteuer-Zahllasten (T€ 667) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- & Gehalt (T€ 180) sowie aus sozialer Sicherheit (T€ 113) enthalten.

8. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung aus Forderungsverlusten (T€ 57) und der Einstellung in die Einzelwertberichtung (T€ 3) entstanden.

9. Aus abgeschlossenen Leasingverträgen ergeben sich nach Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 61. Die bestehenden Leasingverträge wurden zur anteiligen Finanzierung von Vermögensgegenständen für den Geschäftsbetrieb abgeschlossen; diese werden als geleaste Vermögensgegenstände nicht im Anlagevermögen ausgewiesen. Zudem existieren diverse Mietverträge mit einer jährlichen Belastung von T€ 248.

D) Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer sind

Herr Ralf Stüben, Maschinenbaumeister

Herr Uwe Wolter, Maschinenbaumeister

2. Vorschüsse wurden der Geschäftsführung nicht gewährt, allerdings ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von T€ 77, verzinst mit 2 % p.a.. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB (Schutzklausel) verzichtet.

3. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen in Form von Bürgschaften gegenüber AC Korro-Service GmbH in Höhe von T€ 234. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Lage der Gesellschaft nicht zu rechnen. Zudem bestehen Bürgschaften aus Avalen sowie Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von T€ 24.

4. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 167 Mitarbeiter beschäftigt, davon 6 Teilzeitbeschäftigte.

5. Die Geschäftsführer schlagen vor, den Bilanzgewinn nicht auszuschütten, sondern in voller Höhe vorzutragen.

6. Ob die Corona-Pandemie noch Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben wird, können wir zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschätzen.

 

Brunsbüttel, den 13.03.2025

gez. Uwe Wolter, Geschäftsführer

gez. Ralf Stüben, Geschäftsführer

Anlage

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Adolf Cornels GmbH, Brunsbüttel

Buchwert 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen-
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.975,00 1.419,00 1.556,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.975,00 1.419,00 1.556,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.056.317,98 67.966,00 988.351,98
2. technische Anlagen und Maschinen 332.708,00 116.860,50 14.916,00 61.909,50 372.743,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 692.074,50 695.030,30 15.424,00 280.297,30 1.091.383,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.317,83 5.031,44 6.317,83 5.031,44
Summe Sachanlagen 2.087.418,31 816.922,24 36.657,83 410.172,80 2.457.509,92
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 25.460,02 -6.939,36 18.520,66
Summe Finanzanlagen 25.460,02 -6.939,36 18.520,66
Summe Anlagevermögen 2.115.853,33 809.982,88 36.657,83 411.591,80 2.477.586,58

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Adolf Cornels GmbH, Brunsbüttel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Adolf Cornels GmbH, Brunsbüttel, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Adolf Cornels GmbH, Brunsbüttel, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28.03.2025

HPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heike Sine Paulsen, Wirtschaftsprüferin

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