Freudenberg Service KG
WeinheimStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Achim Beisswenger seit 11.8.2025 | Prokura |
Hendrik Fichtner seit 1.4.2020 | Prokura |
Jörn Stelzner seit 23.5.2018 | Prokura |
Stefan Seufert seit 3.2.2017 | Prokura |
Dirk Jacobs seit 18.4.2016 | Prokura |
Jürgen Georgi seit 18.4.2016 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Freudenberg Service KGWeinheimJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des UnternehmensDie Freudenberg Service KG - im Folgenden kurz: FSV - gehört zum Konzern der Freudenberg & Co Kommanditgesellschaft, Weinheim und betreibt Industrieparks in Weinheim und Neuenburg. Freudenberg Service bietet seinen Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum - u.a. von Arbeitsmedizin, Energieversorgung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Verpflegung und Catering bis hin zur Gefahrenabwehr durch Werk- und Brandschutz. Ein eigenes, mit moderner Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung arbeitendes, Industriekraftwerk am Standort Weinheim sichert eine umweltfreundliche Energieerzeugung und -versorgung. Das Bildungszentrum der FSV ist eines der führenden Ausbildungsunternehmen in der Region Rhein-Neckar. Für die Freudenberg Service KG sind Umsatz und das Ergebnis vor Steuern die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dienen der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges, der Lage und der Entwicklung des Unternehmens. Im internen Berichtswesen verwendet die Freudenberg Service KG als wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator die LDIFR (Lost Day Incident Frequency Rate). Gemessen werden alle Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag, bezogen auf eine Million geleistete Arbeitsstunden. Seit dem Berichtsjahr 2015 sind in dieser Kennzahl auch die Daten zu Zeitarbeitskräften und Leiharbeitern enthalten. Die zu Beginn des Jahres getroffenen Prognosen zu den wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden unterjährig in regelmäßigen Abständen überprüft und konkretisiert. Die dargestellten finanziellen wie auch nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden monatlich an die Führungsgesellschaft berichtet. Dadurch können Trends und Veränderungen frühzeitig identifiziert und Maßnahmen zur Gegensteuerung etwaiger nachteiligen Entwicklungen ergriffen werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Angesichts anhaltend hoher Inflation verstärkten 2023 viele Zentralbanken weltweit ihren kontraktiven Kurs in der Geldpolitik und erhöhten die Leitzinsen auf seit Jahren nicht mehr gesehene Niveaus. In der zweiten Jahreshälfte zeigten sich zunehmend Erfolge dieser Strategie, auch wenn die Preissteigerungsraten nicht zu den angestrebten Bandbreiten zurückkehrten. Die Belastungen durch Inflation und Zinsen dämpften die wirtschaftlichen Aktivitäten spürbar. Als Folge legte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2023 nur noch um 2,6 Prozent zu. In Europa normalisierte sich der Zugang zu Energiequellen. Doch die immer noch vergleichsweise hohen Energiekosten verschlechterten die Position im internationalen Wettbewerb. Herausforderungen wie der Wandel hin zu einer klimaschonenden Wirtschaft verunsicherte potenzielle Investoren und private Haushalte. Besonders deutlich wurde dies in Deutschland, das seiner Rolle als wichtiger konjunktureller Treiber in der Region nicht gerecht wurde [Quelle: Freudenberg Gruppe Lagebericht 2023 (in Auszügen)] Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wichtigsten Absatzmärkte der Kunden der FSV waren unterschiedlich stark von der Entwicklung dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen. Im Jahresverlauf 2023 lösten sich die Lieferengpässe in der Automobilindustrie weitestgehend auf. Somit konnten die Rückstände aus den Vorjahren in der Auftragsbearbeitung und -auslieferung allmählich abgebaut werden. Trotz nachlassender Nachfrage stieg die weltweite Produktion leichter Kraftfahrzeuge dadurch um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte knapp 90 Millionen Einheiten. In den wichtigen Hersteller-Regionen China und Nordamerika lag das Wachstum mit jeweils 9 Prozent nahe am weltweiten Durchschnitt, in der EU-27 (13 Prozent), Großbritannien (17 Prozent) und Japan (15 Prozent) sogar deutlich darüber. In Indien betrug der Zuwachs nach einem enormen Anstieg im Vorjahr immerhin noch gut 6 Prozent. Mit rund 1 Prozent war die Dynamik in Brasilien dagegen vergleichsweise schwach (Quelle: IHS Markit). Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge an der Weltproduktion stieg 2023 auf 12 Prozent und der von Hochvolt-Hybridfahrzeugen auf 11 Prozent (Quelle: Globaldata). Auch der Maschinenbau zehrte 2023 oft mehr von seinen Auftragsbeständen aus den Vorjahren als von neuen Aufträgen aus dem laufenden Jahr. Trotz vielfältigem Investitionsbedarf blieb die Nachfrage zurückhaltend und führte letztendlich zu einer Stagnation der weltweiten Produktion (0 Prozent). In Deutschland (-1 Prozent), USA (-3 Prozent) und Japan (-10 Prozent) wurden sogar Rückgänge verzeichnet. Positive Wachstumsbeiträge kamen vor allem aus China (2 Prozent) und Indien (9 Prozent) (Quelle: VDMA, nationale Statistikämter). In der Textil- und Bekleidungsindustrie setze sich in vielen Regionen der Abwärtstrend fort. Die hohe Inflation verfestigte die Kaufzurückhaltung bei privaten wie auch industriellen Kunden. Weltmarktführer China konnte gegen Jahresende wieder leichte Produktionszuwächse melden, doch im Jahresdurchschnitt blieb es bei einem knappen Rückgang (-1 Prozent). In vielen anderen größeren Volkswirtschaften war der Rückgang deutlich eklatanter: In Indien betrug er knapp 3 Prozent, in Japan 4 Prozent, in den USA 6 Prozent und in der EU-27 ebenfalls 6 Prozent (Quelle: nationale Statistikämter). Das Baugewerbe zeigte regional sehr unterschiedliche Entwicklungen. Getragen von einem robusten Arbeitsmarkt und staatlichen Ausgabenprogrammen stieg die Produktion in den USA um gute 7 Prozent. In der EU-27 kam es nach vielen Jahren des Wachstums zur Stagnation (0 Prozent) - allerdings mit einer großen Bandbreite über die Mitgliedsländer hinweg. In China lag die Produktion im Jahresdurchschnitt um 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Indien dagegen boomte mit einem Plus von 17 Prozent (Quelle: nationale Statistikämter). Nach überstandener Pandemie und deren Nachwirkungen normalisiert sich die Entwicklung in der Medizintechnik-Industrie. In den wichtigsten Herstellernationen fiel die Dynamik etwas verhalten aus. In den USA stieg die Produktion um etwa 2 Prozent, in der EU27 und Deutschland um jeweils rund 3 Prozent (Quellen: nationale Statistikämter). In vielen Ländern belasteten Inflation und erschwerte Finanzierungsbedingungen den privaten Konsum. Dabei gab es allerdings erhebliche regionale Unterschiede. Meist lag jedoch die Dynamik spürbar unter der des Bruttoinlandsprodukts (Quelle: nationale Statistikämter). Der Ölpreis zeigte sich im Jahresverlauf erneut recht volatil. Zeitweise standen Verknappungsstrategien der OPEC im Vordergrund. Diese wurden aber nicht immer konsequent durchgehalten und zunehmend durch die konjunkturell bedingte schwächere Nachfrage überlagert. Im Jahresdurchschnitt lag der Preis für ein Barrel der Sorte WTI bei 77,6 US-Dollar und damit knapp 18 Prozent unter Vorjahresniveau (Quelle: Handelsblatt). [Quelle: Freudenberg Gruppe Lagebericht 2023 (in Auszügen)] 2.2 Geschäftsverlauf Die Freudenberg Service KG ist der Standortdienstleister für die in den Industrieparks Weinheim und Neuenburg ansässigen Kunden. Es handelt sich dabei mehrheitlich um zum Freudenberg Konzern gehörende Schwestergesellschaften der FSV. Insofern beeinflussen die individuellen Rahmenbedingungen der an den Standorten ansässigen Freudenberg Geschäftsgruppen auch die Nachfrage nach den von der Freudenberg Service KG angebotenen Dienstleistungen und Produkten. Der Fokus lag auf der Versorgungssicherheit im Hinblick auf eine in 2023 mögliche Gasmangellage sowie die Weichenstellung für CO 2-Reduktion in der Energieversorgung und damit auch geringerer Gasabhängigkeit. Weitere Schwerpunkte lagen in der Weiterentwicklung der Werk-/ Brandschutzorganisation sowie dem Re-Design des Kantinenkonzeptes bzw. der Zwischenverpflegung. Im Berichtsjahr 2023 konnte die FSV sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis vor Steuern die Vorjahreswerte übertreffen. Ergebnisverbessernd zum Vorjahr wirkten sich im Wesentlichen die Erhöhung der Umsätze um TEUR 771 sowie zusätzliche sonstige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 573 (VJ: TEUR 27)) sowie Rückerstattungen gemäß Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) und Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) in Höhe von insgesamt TEUR 6.125 (+ TEUR 6.016 im Vergleich zum Vorjahr) aus. Ende 2022 wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz erlassen. § 4 Abs. 1 EWSG verpflichtet das Wärmeversorgungsunternehmen, an seine Kunden eine finanzielle Kompensation zu leisten. Nach §6 EWSG hat das Unternehmen, dass nach § 4 EWSG verpflichtet ist, in Höhe der sich aus diesen Vorschriften ergebenden Entlastungen, soweit diese an die Letztverbraucher und Kunden geleistet wurden, einen Erstattungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat zu erheblichen Preissteigerungen für Erdgas und Strom sowie in der Folge für Wärme geführt. Um die daraus resultierenden Belastungen für private Letztverbraucher und Unternehmen zu reduzieren, hat die Bundesregierung im Rahmen ihres sog. Entlastungspakets III Maßnahmen zur finanziellen Entlastung privater, gewerblicher und industrieller Letztverbraucher beschlossen. Zu ihnen zählt die in den §§ 11-17 normierte sog. Preisbremse für Wärme gemäß Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz. Ziel dieser Regelung ist es, die Belastungen aufgrund gestiegener Wärmepreise abzumildern. Im Jahr 2023 beantragte die FSV im Rahmen der von der Bundesregierung gewährten Beihilfen zur Minderung krisenbedingter Mehrkosten eine Fördersumme von TEUR 5.725. Davon wurden im Rahmen des EWPBG bereits TEUR 5.236 als Vorauszahlung beantragt. Auf die sog. "Dezemberhilfe 2022" (EWSG) entfielen hierbei TEUR 489. Ein Anteil in Höhe von TEUR 3.300 wurden als Entlastungsbetrag an die Konzerngesellschaften weitergegeben, ein Anteil in Höhe von TEUR 1.941 an konzernfremde Abnehmer. Vom Entlastungsbetrag gemäß EWPBG von 5.236 TEUR wurden im Februar 2024 2.618 TEUR von der KfW an FSV ausbezahlt. Dem Anstieg der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge stehen Mehrkosten bei Material (+TEUR 2.312), Personal (+TEUR 1.329) und sonstigem betrieblichen Aufwand (+TEUR 1.850) entgegen. Im Vergleich zum ursprünglichen Plan blieben die Umsätze unter den Erwartungen. Maßgeblich hierfür waren vor allem reduzierte Verkaufspreise für Energie aufgrund gesunkener Beschaffungskosten für die Primärenergien Strom und Gas. Auch die oben genannten Entlastungshilfen wirkten umsatzmindernd, da sie in Form von Umsatz-Gutschriften an die Kunden weitergegeben wurden und nicht geplant waren. Das Ergebnis vor Steuern fiel dagegen deutlich besser aus als geplant. Hier profitierte FSV von Sondereffekten wie dem Wegfall der EEG-Umlage sowie anteilig von den oben genannten Hilfen. Die LDIFR wird regelmäßig an die Führungsgesellschaft Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft, Weinheim berichtet, die Zusammenfassung erfolgt abschließend im BG HSE Report 2023. Ein weiterhin erfreuliches Ergebnis der LDIFR konnte die FSV auch für das Jahr 2023 durch 0 LDI Unfälle > 1 Ausfalltag erreichen. Gefährdungsbeurteilungen werden laufend fortgeschrieben, nach einem Ereignis überprüft und bei Bedarf entsprechend des Freudenberg Sicherheitsstandards (FSS) angepasst. Im Falle eines Ereignisses werden Unfallanalysen zeitnah durchgeführt. Die Mitarbeiter der Bereiche werden von den Vorgesetzten zu den Ereignissen unterwiesen. In den letzten Jahren sind keine schweren Unfälle bei der FSV zu verzeichnen. 2.3 Ertrags-/ Finanz-/ und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage
Die FSV konnte das Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr steigern. Mit TEUR 63.908 lagen die Nettoumsatzerlöse der FSV über dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 63.197 (+1,1%). Umsatzzuwächse gab es vor allem in den Bereichen des FSV Bildungszentrums sowie im Werk- und Brandschutz. Gestiegene Bezugskosten für Gas führten zu einer Erhöhung des Materialaufwandes von TEUR 24.728 auf TEUR 27.040. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 24.710 und liegt damit über Vorjahr. Dies wurde vor allem durch Zahlungen für die Inflationsprämie (TEUR 483), Erhöhungen von Tarif- und außertariflichen Löhnen und Gehältern sowie durch Anstiege bei Urlaubs- und Gleitzeitguthaben verursacht. Die Abschreibungen auf Anlagegüter belasteten das Ergebnis im Geschäftsjahr mit TEUR 3.128 (Vorjahr: TEUR 2.934). Der Jahresfehlbetrag hat sich v.a. aufgrund der verbesserten Umsatzsituation und hoher sonstiger betrieblicher Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Forderungen von Beihilfen im Zuge der Energiepreisbremsen um insgesamt TEUR 2.539 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR -394 reduziert. 2.3.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr zu weiten Teilen aus dem eigenen Geschäftsbetrieb heraus. Zudem ist die Gesellschaft in das Freudenberg konzerneigene Cash-Pool-System mit der Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft, Weinheim, eingebunden. Zahlungsüberschüsse und Unterdeckungen werden taggleich über die Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft, Weinheim, ausgeglichen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Cash-Pool Guthaben in Höhe von TEUR 5.691(Vorjahr: TEUR 9.918). Derivative Finanzierungsinstrumente finden keine Verwendung. Informationen zur Kapitalstruktur und zu Investitionen sind in Kap. 2.3.3 enthalten. Auf Grund der oben dargestellten Finanzierungsgegebenheiten ist die Liquiditätsversorgung jederzeit sichergestellt. 2.3.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.972 auf TEUR 46.659 gestiegen. Der Anstieg der Buchwerte im Anlagevermögen betrifft im Wesentlichen die Grundstücke und Bauten resultierend aus dem Umbau der Lokation "Weingut Muckensturm" und die Anlagen im Bau resultierend aus dem Bau einer Trafostation zwischen Bau 197 und Bau 201. Der Anstieg der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zuteilungskurs der Emissionsrechte und einem höheren Bestand fertiger und unfertiger Erzeugnisse. Die Entwicklung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ist auf verschiedene, teilweise gegenläufige Effekte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sowie verbundenen Unternehmen durch das gestiegene Energiepreisniveau. Darüber hinaus verringern sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pool signifikant. Ebenfalls dazu sind die Forderungen gegenüber Gesellschafter stark zurückgegangen (Verlustübernahme 2022 wurden in 2023 über den Cash Pool ausgeglichen). Der Anstieg der sonstige Vermögengegenstände ist aufgrund der Forderung gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Wesentlichen auf die Energiepreisbremse zurückzuführen. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen resultiert aus der Anpassung des Rechnungszinses von 1,79 % auf 1,83 %. Der Rententrend blieb konstant bei 2,50 %. Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellungen für Altersteilzeit. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten ist ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegen Dritte und verbundene Unternehmen zu verzeichnen. Gegenläufig wurden geringere Verluste der Tochtergesellschaft Freudenberg Verpflegungsdienste KG ausgeglichen. 2.3.4 Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt haben insgesamt 236 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 235) zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Die FSV bildet unter anderem im Rahmen der beruflichen Grundausbildung Auszubildende im technischen, kaufmännischen und naturwissenschaftlichen Bereich sowohl für den Eigenbedarf, für Konzerngesellschaften sowie für Externe aus. Der akademische Nachwuchs wird über betriebliche DHBW-Studenten gefördert. Umfangreiche interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen sorgen für die Qualifizierung der Mitarbeiter auf allen Ebenen. Für den stetigen Verbesserungsprozess gibt es schon seit vielen Jahren ein betriebliches Verbesserungsvorschlagswesen. 3. PrognoseberichtAuf der Grundlage unserer unternehmensinternen Planungen erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr 2024 eine im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 stabile Geschäftsentwicklung und damit Umsatzerlöse und ein Ergebnis vor Steuern auf Niveau des Berichtsjahres. Die Mitarbeiteranzahl wird sich gegenüber dem Berichtsjahr erhöhen. Dem drohenden Fachkräftemangel steuern wir unter anderem mit der Einstellung von Auszubildenden und rechtzeitiger Nachbesetzung entgegen. Doch die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten für das Jahr 2024 sind weiterhin groß. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die Entwicklung der militärischen Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und dessen Auswirkungen, wie zum Beispiel andauernden Lieferengpässen und Rohstoffknappheit, inflationären Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten und Handelsbarrieren. In Bezug auf Arbeitssicherheit ist unser Ziel das Erreichen einer LDIFR < 3 für das Gesamtjahr 2024. Um das Bewusstsein für HSE-relevante Aspekte bei Führungskräften, Mitarbeitern und Sicherheitsbeauftragten aufzufrischen, werden Schulungen und Weiterbildungen durchgeführt. Dadurch wird die Sensibilisierung zum Arbeitsschutz weiter erhöht. 4. Risiko- und Chancenbericht4.1 Risiken Wie jedes Unternehmen ist auch FSV im operativen Umfeld verschiedenen Risiken hinsichtlich Beschaffung, Leistungserbringung, Finanzierung und Liquidität ausgesetzt. Konkret wird derzeit die dynamische Entwicklung der militärischen Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und anderer geopolitischer Konflikte verfolgt. Die kriegerische Auseinandersetzung und die getroffenen Embargomaßnahmen lassen Störungen der weltweiten Lieferketten mit möglichen Auswirkungen auf die FSV erwarten. Dies könnte sich in der eingeschränkten Produktverfügbarkeit insbesondere bei Rohstoffen sowie flächendeckend erhöhten Kosten der Energieversorgung und Logistik ausdrücken, die nicht durch kurzfristige operative Gegenmaßnahmen vermieden oder kompensiert werden können. Die FSV hat in Abstimmung mit den Kunden am Standort eine Krisenstrategie für eine eventuelle Gasmangellage und/oder Stromausfall erarbeitet, um Produktionssicherheit am Standort bis zu einer Gasreduzierung von maximal 80% zu gewährleisten. Bei einem Stromausfall wird die kritische Infrastruktur am Standort mit Notstromaggregaten aufrechterhalten. Des weiteren arbeitet die FSV an der Optimierung Ihres Energiepreismodells, u.a. um das wirtschaftliche Risiko durch signifikante Schwankungen auf dem Energiepreismarkt oder des Energiebedarfs zu minimieren. Abhängig vom weiteren Verlauf der weltpolitischen Entwicklungen besteht das Risiko, dass auch in den Folgejahren negative Auswirkungen eintreten, die unser Ergebnis über die bereits in unseren Planungen berücksichtigen Effekte beeinträchtigen. Ferner können sich auch die Änderung gesetzlicher / regulatorischer Rahmenbedingungen (z. B. Erhöhung der CO 2-Steuer, Verknappung der CO 2-Kontingente, Preise für CO 2-Zertifikate) sowie allgemeine Risiken (z. B. Pandemien oder vergleichbare gesundheitliche Risiken, Hochwasserrisiken, usw.) mittel- oder unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit der FSV auswirken. Um das Risiko erhöhter Beschaffungspreise aufgrund der militärischen Eskalation des Russland-Ukraine Konflikts zu minimieren, wurden frühzeitig langfristige Terminverträge abgeschlossen. Das Kostenrisiko am verbleibenden Spotmarkt wird unterjährig an die Kunden am Standort weitergegeben. Aufgrund der Streuung des Forderungsrisikos auf viele Debitoren, überwiegend Konzernunternehmen, werden die Ausfallrisiken als gering eingestuft. Geschäfte mit Drittkunden sind größtenteils über Warenkreditversicherungen abgesichert. Außerdem unterstützt ein straffes Debitorenmanagement die Reduktion dieser Ausfallrisiken. Elementare Risiken werden im branchenüblichen Ausmaß durch Versicherungen über die zum Konzern gehörende Freudenberg Versicherungsvermittlung abgedeckt. Die FSV ist keinen Währungsschwankungsrisiken ausgesetzt, ebenfalls besteht kein Risiko aus Zinsschwankungen aufgrund der geringen Fremdfinanzierung. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Freudenberg Gruppe eingebunden. Dieser seit Jahren etablierte Prozess soll eine rasche Risikoerkennung und - Meldung sicherstellen sowie das Entwickeln von Gegensteuerungsmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -Reduzierung gewährleisten. Die Funktionsfähigkeit dieses Kontrollsystems hat sich aus unserer Sicht durch das regelmäßige interne Berichtswesen bisher bewährt, wobei eine laufende Anpassung an neue Gegebenheiten vorgesehen ist. Regelmäßige Cash- und Liquiditätsplanungen sollen sicherstellen, dass wir über ausreichende Liquidität verfügen, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und die Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Kundenstruktur und deren wirtschaftlicher Lage, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in das Freudenberg konzerneigene Cash-Pool-System mit der Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft, Weinheim, nicht gesehen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bewertung der Risiken und Chancen nicht wesentlich verändert. 4.2 Chancenbericht Die aktuellen weltwirtschaftlichen Ereignisse lassen eine genaue Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung der FSV für die kommenden Jahre kaum zu. Dominante Einflussgröße werden die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen insbesondere die Entwicklung der militärischen Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Bedarfe unserer an den Standorten Weinheim und Neuenburg ansässigen Kunden (überwiegend Konzerntöchter) sein. Möglichkeiten und Chancen für Ausbau und Wachstum sehen wir bei schneller Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Segmenten unserer Kunden. Gesteigertes Energiebewusstsein und Bestrebungen zu weiterer CO 2-Reduktion bei den Kunden bietet uns Chancen, durch eine grünere Energieversorgung die Abgabenlast zu reduzieren und weitere Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen sowie durch das langjährige Know-how im Bereich der Energieeffizienz, Aufträge bei Energiekunden zur Durchführung von Effizienzanalysen und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen zu akquirieren. Des Weiteren bestehen Kundenwünsche zur Einführung von Energie-Monitoringsystemen. Im Hinblick auf die Optimierung von Servicequalität und -effektivität prüfen bzw. planen wir eine engere Zusammenarbeit mit anderen Freudenbergbereichen sowie mit der Feuerwehr der Stadt Weinheim. Weitere Möglichkeiten zum Ausbau des Geschäftes erwarten wir aufgrund absehbarer Ansiedelung und Erweiterung von Geschäftsfeldern der Freudenberg Geschäftsgruppen am Standort Weinheim, u. a. in den Bereichen Produktion, Logistik und Entwicklung. Mit zielgerichteten Investitionen und Maßnahmen in unseren Servicebereichen zur Steigerung der Qualität sowie zur Umsetzung geänderter gesetzlicher Anforderungen und strikter Kostenkontrolle planen wir das operative Ergebnisniveau weiter zu stabilisieren. 5. Tätigkeitsberichte gemäß EnergiewirtschaftsgesetzIn 2020 erhielt die FSV die Genehmigung zum Betreiben eines geschlossenen Verteilernetzes am Standort Industriepark Weinheim. Gemäß der am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes ist im Lagebericht auf die Tätigkeiten im Sinne des § 6 Abs. 3 EnWG einzugehen. Entsprechend dieser Berichtspflicht werden in der internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung und für sonstige Tätigkeiten innerhalb und außerhalb der Strom- und Gassparte geführt. Mit der Erstellung des Jahresabschlusses ist für jede dieser Tätigkeiten eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen und mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen. 5.1 Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag TEUR 5.167 (Vorjahr TEUR 5.053). Basierend auf Umsatzerlösen von TEUR 4.448 (Vorjahr TEUR 3.989) ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 666 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 359). 5.2 Messstellenbetrieb FSV hat für den geforderten Messstellenbetrieb zusammen mit externen Beratern eine Roll-Out-Strategie erarbeitet, die in den kommenden 10 Jahren umgesetzt wird. Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag TEUR 94 (Vorjahr TEUR 24). Basierend auf Umsatzerlösen von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 4).
Weinheim, am 19. Juli 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine HinweiseSitz der Freudenberg Service KG ist Weinheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRA 430906 im Handelsregister A des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde aufgrund der Anforderungen des § 6b EnWG nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (3-8 Jahre) vermindert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Gebäude werden über 18 bis 25 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen über 5 bis 33 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Geringwertige Anlagegüter (Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR) werden bereits im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel bei den Anschaffungskosten respektive Abschreibungen jeweils sowohl als Zugang und als Abgang gezeigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei Wertminderungen, die nicht nur vorübergehender Natur sind, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für die Wertberichtigungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der in den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Ein möglicher Abwertungsbedarf wird im Rahmen der Inventur aufgrund der individuellen Nutzung ermittelt. Überalterte Bestände werden verschrottet. Die Bewertung der in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen sowie den fertigen Erzeugnissen und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Gemäß dem Niederstwertprinzip werden Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Basierend auf der Gängigkeit von Produkten werden die entsprechenden Wertminderungen durch Reichweitenabschläge berücksichtigt. Die unentgeltlich erworbenen Schadstoffemissionsrechte werden zum Stichtag mit dem Börsenkurs angesetzt unter Bildung eines gesonderten Passivpostens. Die Folgebewertung erfolgt nach dem Niederstwertprinzip. Der Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten im Folgejahr wird durch die Dotierung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten für die bis zum Abschlussstichtag verursachten Emissionen Rechnungen getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Sofern erforderlich, wird allen risikobehafteten Posten durch die Bildung angemessener Einzelwert-berichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Kapitalanteile der Gesellschafter werden zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafel 2018 G von Prof. Klaus Heubeck gebildet. Ein Rententrend von 2,5 % p.a. (Vj. 2,50 %) wurde unterstellt. Der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegt ein Diskontierungssatz von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 zugrunde. Die Abzinsung erfolgt in Anwendung des gesetzlichen Wahlrechts gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal über eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 beläuft sich auf Teuro 274 und ist für Personengesellschaften i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB nicht ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Vorräte
Der Wertansatz der unentgeltlich zugeteilten Schadstoffemissionsrechte erfolgte zunächst mit dem Börsenkurs zum Stichtag unter Bildung eines entsprechenden gesonderten Passivpostens. Die Folgebewertung erfolgte dann nach dem Niederstwertprinzip.Zum Zeitpunkt der Zuteilung am 16.02.2023 betrug der Kurs 104,90 EUR / EUA. Für den Verbrauch im Geschäftsjahr 2023 wurde eine entsprechende Rückstellung gebildet. Der Bestand der Emissionsrechte von TEuro 1.843 (Vorjahr TEuro 477) wird unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEuro 6 (Vorjahr TEuro 6) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEuro 4.901 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEuro 4.054). Es besteht eine Cash-Pool Forderung in Höhe von TEuro 5.691 (Vorjahr TEuro 9.918) mit der Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Weinheim. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Forderungen gegenüber dem Hauptzollamt Karlsruhe aus der Erstattung von Stromsteuer in Höhe von TEuro 989 (Vorjahr TEuro 2.441), sowie Forderungen aus dem Energiepreisbremsgesetz in Höhe von TEuro 5.497 (Vorjahr TEuro 0). Eigenkapital Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Freudenberg & Co KG, Weinheim, mit einer Kapitalanlage von TEuro 4.290. Kommanditistin ist die Freudenberg SE, Weinheim, mit einer Kapitaleinlage von TEuro 5. Rückstellungen
Der aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen resultierende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEuro 274 (Vj. TEuro 1.391). Unter den sonstigen Rückstellungen sind Personalrückstellungen in Höhe von TEuro 3.411 enthalten (Vorjahr TEuro 3.605). Daneben wurden für Umweltschutz TEuro 2.418 zurückgestellt (Vorjahr TEuro 2.494). Diese Rückstellung für Umweltschutz betrifft Pflege-, Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen der Deponie für einen Nachsorgezeitraum von 29 Jahren. Die Abzinsung erfolgt mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB / 7-Jahresdurchschnitt in Höhe von 1,71 %. Des Weiteren wurden die im Vorjahr bilanzierte Rückstellung für Netzverluste und Spitzenausgleich in Zusammenhang mit dem erneuerbarem Energiegesetz (EEG) i.H. v. 610 TEuro verbraucht bzw aufgelöst. Verbindlichkeiten
Es waren weder im Geschäfts- noch im Vorjahr Sicherheiten auf Verbindlichkeiten bestellt. Rechnungsabgrenzungsposten Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten über TEuro 466 (Vorjahr TEuro 508) handelt sich, wie im Vorjahr, um erhaltene Baukostenzuschüsse. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von insgesamt TEuro 1 (Vorjahr TEuro 1), sowie aperiodische Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Erstattungen resultieren, in Höhe von TEuro 573 (Vorjahr TEuro 281) ausgewiesen. Unter dem Posten "Übrige" sind die Zuschüsse zur Energiepreisbremse Q1-Q4/2024 in Höhe von TEuro 5.236 und der Zuschuss zur Energiepreisbremse Strom in Höhe von TEuro 260 und die Dezemberhilfe in Höhe von 489 TEuro enthalten. Weiterhin erhielt die FSV eine Unterstützung von F&Co i.H.v. TEuro 698 zugunsten des Bildungszentrums als Flüchtlingshilfe. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von insgesamt TEuro 0 (Vorjahr TEuro 0) ausgewiesen. Abschreibungen Unter den Abschreibungen für die immateriellen Vermögensgegenstände und Gegenstände des des Sachanlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen von insgesamt TEuro 569 (Vorjahr TEuro 335) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von TEuro 310 (Vorjahr TEuro 928) ausgewiesen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich damit auf TEuro 8.386 (Vorjahr TEuro 8.008). Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos. Sonstige AngabenGeschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft wahrgenommen. Mitglieder der Geschäftsführung der persönlich haftende Gesellschafterin Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft sind:
Die Mitglieder der Geschäftsführung der persönlich haftende Gesellschafterin Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Freudenberg Service KG erhalten. Die aus dem Konzernkreis der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf 10,6 Millionen Euro. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter (ohne Auszubildende):
Honorar des Abschlussprüfers Das von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar ist in der entsprechenden Anhangangabe im Konzernabschluss der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft, Weinheim enthalten. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresverlust wurde mit Beschluss zur Verpflichtungsübernahme vom 30.10.2023 dem Gesellschafterkonto der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft zugewiesen und wird nach Feststellung des Jahresabschlusses im Folgejahr ausgeglichen. Geschäfte gemäß § 6b Absatz 2 EnWG Es bestehen keine Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft mit Sitz in Weinheim, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Weinheim erhältlich und wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Nachtragsbericht Seit dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.
Weinheim, 19. Juli 2024 Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin Dr. Mohsen Sohi Dr. Frank Heislitz Thomas Herr Esther Maria Loidl Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz zum 31.12.2023Allgemeine ErläuterungenDie Freudenberg Service KG hat mit Schreiben vom 6. September 2019 bei der Landesregulierungsbehörde Baden-Württemberg einen Antrag auf Feststellung der Voraussetzungen eines geschlossenen Verteilernetzes Strom nach § 110 Abs. 3 EnWG n.F. gestellt. Mit Bescheid vom 16. April 2020 hat die Landesregulierungsbehörde das im Industriepark Weinheim, Höhnerweg 2-4 in 69469 Weinheim betriebene Elektrizitätsversorgungsnetz der Freudenberg Service KG mit Wirkung zum 1. Januar 2016 als geschlossenes Verteilernetz im Sinne des § 110 EnWG eingestuft. Als Betreiber eines geschlossenen Verteilernetztes Strom und gleichzeitiger Wahrnehmung der Funktionen der Erzeugung und Vertrieb von Elektrizität ist die Freudenberg Service KG ein vertikal integriertes Elektrizitätsversorgungsunternehmen i.S.d. § 3 Nr. 38 EnWG und fällt damit in den Anwendungsbereich des § 6b EnWG und ist zur buchhalterischen Entflechtung verpflichtet. Für die Freudenberg Service KG ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:
Mit unseren Tätigkeitsabschlüssen Elektrizitätsverteilung und intelligenter/moderner Messstellenbetrieb zum 31. Dezember 2023 erfüllt die Freudenberg Service KG die Berichtspflicht nach § 6b des EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG. Für die Elektrizitätsverteilung und den Messstellenbetrieb erstellt die Freudenberg Service KG eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung und einen Anhang (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG. Innerhalb des Jahresabschlusses der Freudenberg Service KG werden die oben aufgeführten Tätigkeitsbereiche in getrennten Segmenten geführt. Tätigkeitsabschluss der Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung nach § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz und Messstellenbetrieb nach § 3 Abs. 4 MsbG - zum 31.12.2023Bilanz Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023
Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bilanz Messstellenbetrieb zum 31.12.2023Der Roll-Out der modernen Messeinrichtungen wurde in 2021 begonnen. Nach Ertüchtigung des Abrechnungssystems ist die Inbetriebnahme der ersten modernen Messeinrichtungen im Jahr 2024 geplant.
Gewinn- und Verlustrechnung Messstellenbetrieb vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Erläuterungen zu den TätigkeitsabschlüssenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Tätigkeitsabschlüsse der Bereiche "Elektrizitätsverteilung" und "Messstellenbetrieb" unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, wie sie für den Jahresabschluss der Freudenberg Service KG gelten. Wir verweisen hier auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der Freudenberg Service KG 2023. Die Entwicklung des Anlagevermögens der Tätigkeitsabschlüsse ist in den Anlagespiegeln diesen Erläuterungen beigefügt. Erläuterung der Schlüsselung zur Erstellung des Jahresabschlusses In der externen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung, den Messstellenbetrieb sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge werden soweit möglich den einzelnen Tätigkeiten direkt zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich oder nur mit unvertretbarem Aufwand möglich wäre, erfolgt die Verteilung auf Grund von geeigneten Schlüsseln. Beschreibung der verwendeten Schlüssel Im Rahmen der Zuordnung von Aktiva und Passiva sowie Aufwendungen und Erträgen wurden die folgenden Schlüsselfaktoren ermittelt und entsprechend angewendet:
Kostenschlüssel Der Kostenschlüssel ergibt sich aus dem Anteil der Kosten des Segments zu den Gesamtkosten. Personalschlüssel Da alle Kostenstellen für Gehälter dem Bereich Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugewiesen sind, wurde für alle personalbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden ein Personalschlüssel angewendet. Dieser berücksichtigt die auf Ebene der gewerblichen Arbeitnehmer direkt den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordneten Personen. Für die Angestellten wird zu diesen Zuordnungen eine analoge Verteilung angenommen. Eigenkapital Die sich notwendigerweise ergebenden Differenzen von Aktiv- und Passivposten werden als sogenanntes "Zugeordnetes Eigenkapital" als Residualgröße ausgewiesen, d.h. ohne zwischen Kapitalrücklage und Stammkapital zu unterscheiden. Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz Das Anlagevermögen wurde direkt den entsprechenden Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Die Vorräte wurden einem Tätigkeitsbereich eindeutig zugeordnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden direkt den entsprechenden Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden in Summe in der entsprechenden Bilanzposition ausgewiesen. Das dem jeweiligen Tätigkeitsbereich zugeordnete Eigenkapital wurde als Residualgröße (Differenz Vermögen - Schulden) ermittelt. Der Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag des Tätigkeitsbereichs entspricht dem Profit Center Ergebnis. Die personalbezogenen Rückstellungen wurden anhand des Personalschlüssels zugeordnet. Die Rückstellung für Abfindung einzeln analysiert und direkt zugeordnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden entweder direkt zugeordnet (Rückstellungen für Abfindungen, Rückstellung für Umweltschutz und Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten) oder anhand des Kostenschlüssels zugeordnet (Rückstellung für Kosten des Jahresabschlusses). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt den entsprechenden Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Die Verbindlichkeiten aus abzuführender Lohnsteuer wurden anhand des Personalschlüssels zugeordnet. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen in der Elektrizitätsverteilung TEuro 474 (Vorjahr: TEuro 294), im Messstellenbetrieb TEuro 4 (Vorjahr: TEuro 2). Zuordnung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Aktivitäten-GuV basiert auf den Profit-Center-Auswertungen des internen Rechnungswesens. Für die Zuordnung auf die Aktivitäten wurden Profit-Center-Berichte in eine nach den handelsrechtlichen Vorschriften gegliederte GuV-Struktur überführt und um Umlagen und sekundäre Kostenverrechnungen korrigiert. Die Umsatzerlöse wurden direkt den jeweiligen Bereichen zugeordnet, korrigiert um sekundäre Verrechnungen. Die Bestand s veränderungen und aktivierten Eigenleistungen wurden direkt den jeweiligen Tätigkeiten zugeteilt. Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Position Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogenen Waren konnte direkt den Tätigkeiten zugeordnet werden. Die Position Materialaufwand für bezogene Leistungen wurde teilweise direkt zugerechnet, teilweise erfolgte die Zuordnung über die Verrechnung von sekundären Kosten. Der Personalaufwand wurde über Umlagen zugeordnet. Die Abschreibungen wurden direkt zugeordnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden direkt zugeordnet. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden direkt zugeordnet.
Weinheim, 19. Juli 2024 Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin Dr. Mohsen Sohi Dr. Frank Heislitz Thomas Herr Esther Maria Loidl Elektrizitätsverteilung nach § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Messstellenbetrieb nach § 3 Abs. 4 MsbG Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Freudenberg Service KG, Weinheim VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Freudenberg Service KG, Weinheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freudenberg Service KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme ("Messstellenbetrieb")" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Frankfurt am Main, den 19. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Michael Conrad, Wirtschaftsprüfer René Reichmann, Wirtschaftsprüfer |
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