Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 533375
Eingetragen
20.4.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Meß- und Prüfmitteln, Erbringung von Meßdienstleistungen, Aus- und Weiterbildung sowie Beratung auf den Gebieten der Meßtechnik und Qualitätssicherung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Krebs
seit 18.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Matthias Krebs
73105 Dürnau
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

topometric GmbH

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Anhang für 2020

Allgemeine Hinweise

Die topometric GmbH hat ihren Sitz in Göppingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 533375 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene Entwicklungsprojekte sind mit ihren Herstellungskosten (Fertigungs- und Materialkosten) angesetzt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2019 wird für geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 ein Sammelposten gem. § 6 Abs. 2 EStG gebildet. Der Sammelposten wird auch in die Handelsbilanz übernommen und im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit einem Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB angesetzt.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um angearbeitete Aufträge. Diese werden manuell als Sonderkosten der Fertigung in die Herstellungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Die Waren werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.149 5.140 2.723 7.289
(Vorjahr 1.666 3.827 1.846 5.493)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.234 0 0 1.234
(Vojahr 1.824 0 0 1.824)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143 0 0 143
(Vorjahr 256 0 0 256)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 765 311 0 1.076
(Vorjahr 568 311 0 879)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 5.049 durch Grundschulden und ähnliche Rechte (Sicherungsübereignung, Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 18 (Vj. TEUR 94).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 993

Die Verträge enden zwischen 2021 und 2024.

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre von TEUR 178.

Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre von TEUR 517.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forschungs- und Entwicklungskosten

Von den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahrs von TEUR 25 entfallen TEUR 10 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Matthias Krebs

Andreas Tietz (bis 31. Dezember 2021)

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 73 Angestellte beschäftigt.

 

Göppingen, den 11. Januar 2022

Die Geschäftsführung

Matthias Krebs

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Das Unternehmen

Die topometric GmbH gilt als ein führendes Dienstleistungszentrum im Bereich der industriellen 3D-Messtechnik.

Das Angebotsspektrum umfasst die optische und die taktile 3D-Messtechnik, die individuelle Planung und Erstellung von automatisierten, optischen Robotermesszellen, die industrielle Computertomographie sowie die CAD - Konstruktion inkl. Vorrichtungs- und Lehrenbau und ein ergänzendes Produktsortiment.

Gegründet 2001, verfügt die topometric GmbH heute über mehr als 20 Jahre Erfahrung, ist in nahezu allen Branchen tätig und bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen und Know-how. Hierzu gehören unter anderem die Automobilbranche, die Luft- und Raumfahrt, der Werkzeug- und Formenbau, die Kunststoff- und Blechindustrie und die Medizintechnik.

Der Hauptsitz befindet sich in Göppingen, Baden-Württemberg. Eine weitere Betriebsstätte befindet sich in Unterschleißheim in Bayern.

Die topometric GmbH zeichnet sich durch innovative, qualitativ hochwertige, bewährte und aufeinander abgestimmte Produkte und Dienstleistungen aus. Die Stärken des Unternehmens sind die kundennahe Präsenz, das umfangreiche Angebot von unterschiedlichen Messdienstleistungen und Sonderlösungen.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die topometric GmbH über die Jahre eine ausgewogene Produktstruktur erreicht. Mitlaufende Kontroll- und Optimierungsmaßnahmen in allen Prozessstufen sichern einen gehobenen Qualitätsstandard. Zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit ihrer Leistungen hat die topometric GmbH in den letzten Jahren neue Geschäftsbereiche (z.B. die Automatisierung von optischen Messanlagen, Entwicklung und Herstellung von Vorrichtungen für die Messtechnik) in ihr Angebot aufgenommen und bietet diese erfolgreich am Markt an.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Branche und Markt

Die deutsche Wirtschaft ist, gemessen am preisbereinigten BIP, 2020 um 4,6% geschrumpft (2019: Wachstum 1%). Zurückgegangen war das BIP zuletzt im Jahr 2009, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war. 2009 war der Einbruch mit -5,7% noch deutlicher. 1

Die Branche der industriellen Messtechnik entwickelte sich 2020 analog zur Gesamtwirtschaft: Shutdown und die Nachwirkungen des Dieselskandals bei der automotive-lastigen Kundenstruktur belasteten topometric 2020 spürbar. 2021 zeigte sich der Markt bis zum Sommer weiter uneinheitlich: Der Einfluss der Corona Krise war weiter deutlich zu spüren. Der erwartete Aufschwung verzögerte sich. Insgesamt soll das Jahr 2021 lt. ifo-Konjunkturprognose vom 14.12.2021 ein BIP-Plus von 2,5% zeigen. Dies ist auf die Quartale 2 bis 4 zurückzuführen.

Seit dem Spätsommer 2021 hat die Nachfrage nach Messdienstleistungen aus Sicht der topometric wieder deutlich angezogen.

1 Quelle: statista.com

2.2. Umsatz und Auftragsentwicklung

2020 lag die Leistung der topometric GmbH deutlich unter dem Vorjahr: Die Umsatzerlöse sanken von 8.116 T€ um 1.931 T€ auf 6.185 T€, ein Rückgang um fast 24%. Die Gesamtleistung ging von 8.295 T€ auf 6.201 T€ zurück; das entspricht etwas über 25%.

Ende 2020 war der Auftragsbestand deutlich geringer als 2019, da keine Großaufträge für den Bereich Produkte (früher Automation und CAD) vorhanden waren, die eine dauerhafte Grundauslastung für 2021 sicherstellten. Diese Aufträge wurden 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 abgearbeitet.

2021 war die Entwicklung des Auftragseingangs zunächst sowohl im Bereich der Dienstleistungen als auch im Bereich der längerfristigen Projekte (CAD / Automation) nicht zufriedenstellend. Dies, obwohl es im Gegensatz zum Jahr 2020 keine kompletten Werksschließungen bei bedeutenden Kunden wie den OEM (BMW, Daimler, ...) oder den Zulieferern der Automobil-Wirtschaft gab. Es gelang in 2021 allerdings, für die Dienstleistungsbereiche auslaufende Rahmenverträge mit größeren Kunden zu verlängern bzw. neu zu verhandeln.

Ab dem Spätsommer 2021 begann sich die Nachfragesituation deutlich zu ändern: Im vierten Quartal kam das Unternehmen sowohl beim täglichen Dienstleistungsgeschäft als auch bei den Projekten zu einer Vollbeschäftigung zurück. Dies ist umso positiver, da das Wiederaufflackern der Corona-Infektionslage ab August/September 2021, gefolgt von einem exponentiellen Anstieg der 7-Tage-Inzidenz ab etwa Mitte Oktober 2021, zu Besorgnis Anlass gab.

Seit Anfang Dezember 2021 war die Inzidenz bis zum Jahresende 2021 wieder deutlich rückläufig. topometric ging daher, ähnlich wie die meisten Wirtschaftsverbände, davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Erholungstendenzen stabilisieren. 2 Obwohl die Inzidenz aufgrund der sich nun scheinbar durchsetzenden, hochansteckenden Omikron-Variante seit Jahresbeginn 2022 wieder zunimmt, bleibt topometric bei dieser Einschätzung, da die Krankheitsverläufe milder erscheinen und ein starkes Interesse von Wirtschaft und Politik besteht, von Maßnahmen, die die Unternehmen belasten, Abstand zu nehmen.

Für den Markt für Messdienstleistungen erwartet topometric, dass sich die Nachfrage im Jahr 2022 etwa auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Krise einpendelt, vielleicht etwas darunter. topometric hat sich daher so aufgestellt, dass das Unternehmen ab 2022 auch mit einem Gesamtleistungsniveau, das mehr als 25% unter dem Niveau der Prä-Corona-Phase von 2016 bis 2019 liegt (damals betrug es im Schnitt deutlich über 9 Mio. €), positive Erträge schreiben kann.

Die Liquidität 2020 war immer gesichert: Die Effekte aus Kosteneinsparungen, Kurzarbeitergeld, einem Corona-KfW-Schnellkredit, die Unterstützungen aus den Corona-Programmen der Bundesregierung sowie eine positive Zusammenarbeit mit den Stakeholdern sicherten jederzeit die Liquidität. Auch 2021 war die Liquiditätssituation geordnet, wobei Corona-Zuschüsse und Kurzarbeitergeld genutzt wurden. Tilgungen auf langfristiges Kapital wurden wieder aufgenommen.

Die Annahme der Geschäftsführung, dass der Markt für Messdienstleistungen wieder zur wirtschaftlichen Normalität zurückkehrt, wird durch die sich spürbar verbessernde Nachfrage gestützt. Dies sieht die Geschäftsführung als nachhaltige Entwicklung. Die Liquidität für das operative Geschäft und Basisinvestitionen sollte 2022 wieder aus dem operativen Geschäft zur Verfügung gestellt werden können.

2 Z.B. "Deutsche Wirtschaft erwartet ein besseres Jahr 2022" - Ergebnis der IW-Verbandsumfrage, Veröffentlichung vom 27.12.2021, www.iwd.de/artikel/deutsche-wirtschaft-erwartet-ein-besseres-jahr-2022-531283/

2.3. Produktion und Investition

Die Kapazitäten wurden durch Nutzung von Kurzarbeit, Abbau von Mitarbeitern (siehe Abschnitt Personal), Minderung der Einsätze von Sublieferanten und externen Zulieferern sowie die Schließung von Standorten in Bayern an ein Umsatzniveau angepasst, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Dauer realisierbar erscheint.

Durch die zusätzlich zu diesen Maßnahmen steigende Nachfrage wurden die freien Produktionskapazitäten ab dem Spätsommer 2021 allmählich kleiner; seit dem November/Dezember 2021 herrscht teilweise Vollauslastung.

In Bayern besteht seit Anfang 2022 nur noch der Standort Unterschleißheim. Nach Eching und Pilsting wurde auch Oberschneiding geschlossen. Die Mitarbeiter konnten an Kunden vermittelt werden oder sind nun von Unterschleißheim aus tätig.

Logisch konsequent plant man derzeit die Desinvestition von nicht mehr benötigten Teilen des Anlagevermögens unter gleichzeitiger Hebung stiller Reserven. Erste Erfolge konnten bereits 2021 realisiert werden: es wurde nicht mehr benötigtes Mess-Equipment für rd. 218 T€ verkauft, dabei wurden stille Reserven in Höhe von knapp 168 T€ gehoben. Die Ausstattung wird 2022 behutsam weiter bereinigt.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 betrugen 128 T€ (VJ 171 T€). Schwerpunkte waren Ersatzinvestitionen.

Die aktivierten Entwicklungsleistungen im Geschäftsjahr 2020 betrugen 25 T€ (VJ 83 T€). 2021 wurden keine Entwicklungen aktiviert.

2.4. Beschaffung

Der Materialaufwand (inkl. Fremdleistungen) betrug 2020 2.503 T€ gegenüber 1.075 T€ im Vergleichszeitraum 2019, die Materialaufwandsquote stieg von 13% auf 40%. Dies geht auf Großprojekte im Produkte-Bereich zurück, die Ende 2019 akquiriert worden waren und 2020 umgesetzt wurden.

2021 wird die Materialaufwandsquote wieder deutlich rückläufig sein.

2.5. Personal

Zum 31.03.2019 schied der insbesondere für die bayerischen Standorte verantwortliche Geschäftsführer Herr Eiblmeier aus, zum 31.12.2021 der Geschäftsführer Herr Tietz. In beiden Fällen geschah dies im gegenseitigen Einvernehmen.

Ab Sommer 2019 wurde ein Stellenabbau sowohl in den operativen als auch den nicht-operativen Bereichen umgesetzt: Betrug 2019 die durchschnittliche Mitarbeiterzahl noch 85, sank diese bis Ende 2020 um 10 Mitarbeiter auf 75. Anfang 2022 beschäftigt topometric noch 53 Mitarbeiter. Davon befinden sich derzeit 4 Mitarbeiter in Elternzeit.

In Summe sank 2020 der Personalaufwand um 35% auf 3.333 T€ (VJ 5.164 T€). Für 2021 rechnen wir trotz geringerer Mitarbeiterzahl mit einer leichten Steigerung, da Kurzarbeit nicht mehr im selben Umfang genutzt wird.

2.6. Forschung und Entwicklung

Die topometric GmbH beschäftigt sich neben den Bereichen der Ingenieurdienstleistungen mit der Entwicklung von neuen Produkten und Prozessen. 2020 und 2021 wurden die neu entwickelten Produkte weiter optimiert. Die entstandenen Entwicklungskosten wurden in Geschäftsjahr 2020 aktiviert. Anlagen, die den Entwicklungsprozess hinter sich haben, wurden in die Sachanlagen umgebucht. 2021 verzichtete man auf eine Aktivierung.

2.7. Sonstiges

Die Gesellschaft hat neben der bestehenden Akkreditierung nach DIN ES ISO/IEC 17025:2018 die Zertifizierung im Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO/IEC 27001:2013 und dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der topometric GmbH belief sich zum Bilanzstichtag 2020 auf 10.333 T€. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 15% gesteigert, bedingt vor allem durch den Anstieg von Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind 2020 um 393 T€ auf 6.290 T€ gefallen.

Der Forderungsbestand gegenüber Dritten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) ist um 129 T€ auf 752 T€ gestiegen.

3.2. Finanzlage

Der vereinfacht ermittelte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Werte in T€ 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2018
Jahresergebnis -1.768 -928 -881
Abschreibungen 522 622 691
Cashflow -1.246 -306 -190

2019 konnte aus dem operativen Cashflow finanziert werden (u.a. durch Forderungsabbau und Anzahlungen). Zusätzlich konnten die Kredite und Kontokorrentlinien um knapp 1,3 Mio. € reduziert werden.

Der Kapitalbedarf des Jahres 2020 wurde durch die Nutzung freier Kontokorrent-Linien, einen KfW-Schnellkredit aus dem Corona-Programm der KfW, Corona-Überbrückungshilfen der öffentlichen Institutionen und einen klassischen Bankkredit gedeckt.

2021 wurde der Kapitalbedarf im Wesentlichen durch den operativen Cashflow (den "realen", nicht den oben gezeigten "vereinfacht ermittelten" CF), der durch Anzahlungen und Corona- Überbrückungshilfen positiv war, gedeckt.

Die finanzierenden Kreditinstitute unterstützten 2020 und 2021 durch Aussetzen bzw. Reduzierung der Tilgungen.

2022 wird ein Teil der Erlöse aus dem geplanten Verkauf der Betriebsimmobilie zur Reduktion der Verschuldung, der andere als Working Capital verwendet werden.

3.3. Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung der topometric GmbH lag 2020 unter den Erwartungen. 2020 traf der Corona-bedingte Nachfragerückgang nicht nur die bayerischen Standorte, sondern auch den Hauptsitz in Göppingen. Die für den Herbst/Winter 2020 erwartete Erholung blieb im Wesentlichen aus.

2021 wurde zunächst auf weitere aktive Personalfreisetzung verzichtet und das Kurzarbeitergeld genutzt. Alle anderen Kostenpositionen wurden einer erneuten Analyse unterzogen. Erst im letzten Quartal 2021 wurden aktiv weitere Kündigungen ausgesprochen.

Das Finanzergebnis betrug -239 T€ im Jahr 2020, nach -259 T€ im Jahr 2019.

Die topometric hat 2020 ein EBIT von -1.525 T€ nach -1.175 T€ im Vorjahr erzielt.

Durch das Jahresergebnis von -1.768 T€ (nach -928 T€ im Jahr 2019) ist das Eigenkapital aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf 1.622 T€. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das negative Eigenkapital vorübergehender Natur ist. Diese Annahme wird durch eine positive Fortführungsprognose unterstützt.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Nach dem heutigen Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die geplanten Ziele für das Geschäftsjahr 2021 realisiert werden konnten.

Wir rechnen derzeit mit einem operativen Umsatz von knapp 6 Mio. € sowie einem Ergebnis in der Größenordnung von rd. 0,5 bis 0,7 Mio. €. Im Gegensatz zur früheren Ergebnisplanung zeigt der Ertrag nur geringe Effekte aus der Hebung stiller Reserven, da sich ein geplanter Immobilienverkauf in das Jahr 2022 verschiebt. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in Verhandlungen mit mehreren potenziellen Käufern.

Ab 2022 rechnen wir mit einem (operativen) Umsatzniveau in der Größenordnung rd. 6,4 Mio. € bei einem Ergebnis von mindestens 200 T€.

Wesentliche Unsicherheiten, welche die voraussichtliche Entwicklung betreffen, sind in möglichen weiteren "Shutdowns und Lockdowns", verursacht durch die Corona Krise oder den möglichen Engpässen aufgrund der Supply-Chain-Problematik zu finden. Zusätzlich können auch aus diesen oder aus anderen Gründen resultierende Sparmaßnahmen der OEMs im Automotive-Bereich topometric treffen, ebenso wie verschobene Investitionen in neue Messtechnik oder den Trend zu Inline-Messungen.

Der Preiskampf mit Wettbewerbern ist nach wie vor spürbarer als vor der Covid-Krise, hat sich aber etwas abgemildert.

4.1. Chancen der zukünftigen Entwicklung

topometric ist ein Branchenführer in Deutschland. Chancen liegen im per se zukunftsträchtigen Geschäftsfeld, einem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsangebot, das kaum ein Wettbewerber aufweist, erfahrenen und gut bei den Kunden eingeführten Mitarbeitern sowie kurzen Entscheidungswegen.

Weder das Kundenpotenzial noch das Potenzial der neu entwickelten Produkte sind derzeit voll ausgeschöpft.

Das Unternehmen wurde verschlankt, Finanzierung und Liquidität scheinen gesichert.

Zusätzlich ist es denkbar, dass die Krise zu einer Marktbereinigung führt.

4.2. Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesamtwirtschaft, den Automotive-Sektor und damit auch auf topometric sind nicht vollständig abschätzbar. Corona-bedingte Verluste haben Ende 2020 zu einem temporär negativen Eigenkapital in Höhe von rd. 1,6 Mio. € geführt. Der erwartete Ertrag von 500 T€ bis 700 T€ im Jahr 2021 genügt nicht, diese Lücke zu schließen. Die Geschäftsführung sieht, auch bestärkt durch ihre rechtlichen Berater, darin aufgrund einer guten Liquiditätssituation, einer seit November 2021 verbesserten Auslastung und einer guten Auftragslage - unabhängig von den gegenwärtigen Corona-bedingten Erleichterungen bei der Insolvenzantragspflicht - keine insolvenzrechtlichen Konsequenzen. Es besteht eine positive Fortführungsprognose, die durch ein von einem externen Sachverständigen erstelltes Sanierungsgutachten untermauert wird und die laufend überprüft wird; das letzte Mal im Dezember 2021.

Durch negative Abweichungen von den Planungsannahmen können jedoch Liquiditätsengpässe entstehen, die, wenn sie nicht aufgelöst werden können, den Fortbestand bedrohen können.

Die Preissetzungsfähigkeit eines High-Quality-Anbieters wie topometric ist gerade in einer Phase hohen Wettbewerbs, wie in der immer noch anhaltenden Corona-Krise, begrenzt. Die Abhängigkeit von Großkunden ist noch ausgeprägt und wird sich erst im Laufe der kommenden Jahre allmählich verringern lassen. Der üblicherweise, besonders in den Bereichen optische und taktile Messtechnik, geringe Auftragsvorlauf kann zu einem volatilen Geschäftsverlauf führen, auch wenn der Produkt-Bereich (Automation und CAD) gut ausgelastet ist.

Außerdem kann die länger als erwartet anhaltende Corona-Krise bei den großen Kunden dazu führen, dass Trends wie das "Outsourcen" von Messaufgaben nochmals überdacht werden.

Auch wenn das nicht der Fall sein sollte, könnte es sein, dass gerade umfassende Projekte selbst für topometric als einen der Branchenführer ohne einen strategischen Partner oder signifikante Projektfinanzierungen zu groß werden könnten.

 

Göppingen, den 28. Januar 2022

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Entwicklungsprojekte 245.513,45 9.776,25 0,00 0,00 255.289,70
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 221.660,22 900,00 0,00 0,00 222.560,22
467.173,67 10.676,25 0,00 0,00 477.849,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.555.174,03 16.877,33 0,00 0,00 6.572.051,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.328.576,14 17.475,00 0,00 0,00 2.346.051,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.757.797,56 85.205,33 0,00 2.436,13 1.840.566,76
10.641.547,73 119.557,66 0,00 2.436,13 10.758.669,26
11.108.721,40 130.233,91 0,00 2.436,13 11.236.519,18
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Entwicklungsprojekte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 187.017,22 16.886,00 0,00 203.903,22
187.017,22 16.886,00 0,00 203.903,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.357.192,73 174.443,33 0,00 1.531.636,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.572.331,14 158.893,00 0,00 1.731.224,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.867,56 171.337,33 136,13 1.480.068,76
4.238.391,43 504.673,66 136,13 4.742.928,96
4.425.408,65 521.559,66 136,13 4.946.832,18
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Entwicklungsprojekte 255.289,70 245
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 18.657,00 35
273.946,70 280
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.040.415,30 5.198
2. Technische Anlagen und Maschinen 614.827,00 756
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.498,00 449
6.015.740,30 6.403
6.289.687,00 6.683

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die topometric GmbH, Göppingen

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der topometric GmbH, Göppingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der topometric GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Lagebericht, wonach aufgrund des Verlusts im Geschäftsjahr 2020 das Eigenkapital aufgebraucht ist. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf TEUR 1.622. Der Umsatzrückgang des Jahres 2019 setzte sich infolge der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 fort. Erst ab der zweiten Jahreshälfte 2021 begann sich die Nachfrage zu erholen. Im vierten Quartal kam das Unternehmen sogar zu einer Vollbeschäftigung zurück.

Nur durch die Nutzung eines KfW-Schnellkredits aus dem Corona-Programm, weiteren Corona Überbrückungshilfen, die Nutzung von Kurzarbeitergeld sowie eines weiteren Bankdarlehens und die Aussetzung bzw. Reduzierung der Tilgung von Bankdarlehen konnte die Zahlungsfähigkeit aufrecht erhalten werden.

Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar. Es besteht allerdings eine positive Fortbestehensprognose, die im Zuge eines externen sachverständigen Sanierungsgutachtens erstellt wurde und die laufend überprüft und aktualisiert wird, zuletzt im Dezember 2021. Die Planung zeigt, dass das Unternehmen weiterhin seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Durch negative Abweichungen von den Planungsannahmen können jedoch Liquiditätsengpässe entstehen, die, wenn sie nicht aufgelöst werden, den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtete haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.

 

Weilheim/Teck, den 3. Februar 2022

Lutz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Entwicklungsprojekte 255.289,70 245
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 18.657,00 35
273.946,70 280
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.040.415,30 5.198
2. Technische Anlagen und Maschinen 614.827,00 756
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.498,00 449
6.015.740,30 6.403
6.289.687,00 6.683
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 75.000,00 70
2. Unfertige Leistungen 605.004,00 614
3. Fertige Leistungen und Waren 4.848,00 120
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 684.852,00 804
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 752.296,22 622
2. Sonstige Vermögensgegenstände 334.549,22 18
1.086.845,44 640
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 16.065,25 267
1.787.762,69 1.711
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 115.490,90 83
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 517.374,00 518
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.622.264,76 0
10.332.579,35 8.995

PASSIVA

31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250
II. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -104.701,88 823
III. Jahresfehlbetrag 1.767.562,88 928
davon nicht gedeckt 1.622.264,76 -145.298,12
Buchmäßiges Eigenkapital 0,00 145
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 8.941,53 0
2. Sonstige Rückstellungen 479.630,37 299
488.571,90 299
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.288.969,25 5.493
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.234.203,62 1.824
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.817,35 256
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.076.430,23 879
davon aus Steuern EUR 107.042,52 (Vj. TEUR 407)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.764,54 (Vj. TEUR 8)
9.742.420,45 8.452
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.000,00 25
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 76.587,00 74
10.332.579,35 8.995

Gewinn- und Verlustrechnung für 2020

2019
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 6.184.655,54 8.116
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 8.812,78 96
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 24.900,00 83
4. Sonstige betriebliche Erträge 599.833,00 325
6.800.575,76 8.620
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.430.891,39 1.000
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 72.230,96 75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.784.483,23 4.325
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 548.303,70 840
davon für Altersversorgung EUR 42.728,20 (Vj. TEUR 76)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 521.559,66 622
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.935.979,79 2.911
8.293.448,73 9.773
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 291,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 239.671,10 259
-239.380,10 -259
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.932,69 -506
davon Aufwand (Vj. Ertrag) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 2.933,00 (Vj. TEUR 506)
12. Ergebnis nach Steuern -1.735.185,76 -906
13. Sonstige Steuern 32.377,12 22
14. Jahresfehlbetrag -1.767.562,88 -928

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