Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 171104
Vorher
Living Quarter UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
13.10.2015
Branche
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur ErziehungSonstige soziale Betreuung von älteren MenschenAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
der Betrieb sozialer Einrichtungen, insbesondere von Kindertagesstätten und Alterspflegeheimen sowie Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge, Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber, Ausländerinnen bzw. Ausländer sowie die Erbringung sozialer Dienstleistungen zur Erleichterung der sozialen Integration, wie Sprachkurse, Kinderbetreuung, Integration in das Arbeitsleben und Begleitung im Lebensalltag

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Schwarzer
seit 3.11.2015
Geschäftsführer
Dennis Daniel Abraham
seit 13.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Living Quarter GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Living Quarter GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.043,00 67.349,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.962,00 25.177,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.122.550,00 0,00
1.279.555,00 92.526,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 0,00 391,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 577.125,63 564.183,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.707,07 20.407,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 297.294,65 268.709,48
895.127,35 853.299,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 539.029,61 1.762.561,69
1.434.156,96 2.616.253,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 209.222,58 77.437,23
2.922.934,54 2.786.216,67

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.526,00 1.526,00
III. Gewinnvortrag 294.248,67 177.395,62
IV. Jahresüberschuss 181.491,98 116.853,05
502.266,65 320.774,67
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 17.783,21 46.963,00
2. Sonstige Rückstellungen 610.518,03 724.785,01
628.301,24 771.748,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 339.267,65 431.744,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.295.972,06 836.223,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 157.126,94 425.725,95
davon aus Steuern: EUR 117.998,93 (Vj: EUR 390.844,37)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.475,45 (Vj: EUR 0,00)
1.792.366,65 1.693.693,99
2.922.934,54 2.786.216,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.437.134,46 15.045.671,93
2. Sonstige betriebliche Erträge 200.077,25 160.175,48
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -7.016.763,94 -5.987.881,07
4. Rohergebnis 9.620.447,77 9.217.966,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.159.462,05 -5.422.481,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.033.268,76 -1.158.925,85
-6.192.730,81 -6.581.407,71
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -47.886,20 -28.979,07
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.164.215,55 -2.423.569,60
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.164,49 1.013,58
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.171,69 -9.284,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -45.497,94 -56.134,29
11. Ergebnis nach Steuern 183.110,07 119.605,05
12. Sonstige Steuern -1.618,09 -2.752,00
13. Jahresüberschuss 181.491,98 116.853,05

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert, soweit dieses erforderlich ist. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Der Ausweis der bezogenen Leistungen und sonstigen Aufwendungen wurde gegenüber dem Vorjahr geändert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.793,25 39.606,04 0,00 127.399,29
87.793,25 39.606,04 0,00 127.399,29
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.171,71 72.759,16 0,00 120.930,87
48.171,71 72.759,16 0,00 120.930,87
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.122.550,00 0,00 1.122.550,00
135.964,96 1.234.915,20 0,00 1.370.880,16
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen Berichtsjahr Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z m. Abgängen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.444,25 17.912,04 0,00 38.356,29
20.444,25 17.912,04 0,00 38.356,29
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.994,71 29.974,16 0,00 52.968,87
22.994,71 29.974,16 0,00 52.968,87
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
43.438,96 47.886,20 0,00 91.325,16
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.043,00 67.349,00
89.043,00 67.349,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.962,00 25.177,00
67.962,00 25.177,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.122.550,00 0,00
1.279.555,00 92.526,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) die Gesellschafterin.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahr in Klammern) in TEUR

31.12.2023
Restlaufzeit gesichert/ mit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 92 0 339 339
(92) (77) (432)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.296 0 0 1.296
(836) (0) (836)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 157 0 0 157
(426) (0) (426)
1.545 0 1.792
(1.354) (77) (1.694)

Haftungsverhältnisse sowie Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 154 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen:

Geschäftsführer: Herr Dennis Abraham ausgeübter Beruf: B. Sc. Facility Management
Geschäftsführer: Herr Sebastian Schwarzer ausgeübter Beruf: B. Sc. Facility Management

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vorschüsse an Mitglieder der Geschäftsführung wurden in Höhe von TEUR 8 gewährt

 

Berlin, den 28. März 2024

Dennis Abraham

Sebastian Schwarzer

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Living Quarter GmbH hat ihren Hauptsitz in Berlin und betreibt seit 2017 Unterkünfte für Geflüchtete und Obdachlose. Mit über 60 betriebenen Unterkünften in fünf Bundesländern ist die Gesellschaft deutschlandweit tätig. Schwerpunkt ist die soziale Betreuung der dort lebenden Menschen sowie der sichere Betrieb von Liegenschaften unserer öffentlichen Auftraggeber.

Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Vorsteuerergebnis (EBT). Intern wird der finanzielle Erfolg durch eine systemgestützte, kostenstellenbasierte Deckungsbeitragsrechnung überwacht.

1. Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Neben den andauernden Auswirkungen der Corona-Pandemie führte Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine 2022 durch Materialengpässe, unsicherer Energieversorgung und massiv steigenden Energiepreisen zu weiteren Erschütterungen für die deutsche Wirtschaft. Diesen Negativeinflüssen zum Trotz ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP - preisbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent gestiegen.

Stabil zeigte sich auch der deutsche Arbeitsmarkt. Im Jahr 2023 stieg die Erwerbstätigkeit mit einem Jahresdurchschnitt von 45,9 Millionen Erwerbstätigen auf einen neuen Rekordstand, während die Arbeitslosenquote im Dezember 2023 mit 5,7 Prozent gegenüber Januar 2023 unverändert war.

Die im Vorjahr massiv gestiegene Inflation flachte sich 2023 im Jahresdurchschnitt bei 5,9 Prozent (2022: +7,9%) etwas ab.

Die Zeit der extrem niedrigeren Zinsen ist vorbei. Im September 2023 hob die Europäische Zentralbank den Leitzins von zuvor 2,5 Prozent auf 4,5 Prozent an. Damit verteuerten sich alle Finanzierungsmöglichkeiten weiter.

Angesichts der andauernden erheblichen Unsicherheiten bei Energie, Sicherheit und Finanzmärkten sind Prognosen für die weitere Entwicklung zentraler wirtschaftlicher Indikatoren schwierig. Gerechnet wird nach derzeitigem Stand für 2024 mit einer sich weiter abschwächenden Inflationsdynamik sowie mit einem minimalen Wirtschaftswachstum.

2. Unternehmensentwicklung im Berichtsjahr

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist positiv. Der Umsatz konnte im Vergleich zu 2022 um 9,2 % erhöht werden das EBT erhöhte sich um 26,6 %. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 181 erreicht (Vorjahr: TEUR 117).

Das Geschäftsjahr 2023 war nach den rasanten Preissteigerungen in 2022, von der Frage geprägt, wie man mit der immer unsichereren Zukunft umgeht. Ein wesentlicher Teil der Aufträge wird durch öffentliche, europaweite Ausschreibungen gewonnen. Die Gesellschaft muss sich auf Angebotspreise für bis zu fünf Jahre in der Zukunft festlegen, ein Nachverhandlungsrecht oder einzelne Preisanpassungen sind in aller Regel ausgeschlossen. Diese Angebote beinhalten Kosten für Personal, Energie, andere Verbräuche, Ausstattungsgegenstände, Elektrogeräte, Verbrauchsgegenstände und viele mehr. Viele von diesen genannten Kosten sind in jüngster Vergangenheit und auch im Geschäftsjahr deutlich gestiegen bzw. Güter waren aufgrund globaler Ereignisse schlicht nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.

Das gestiegene Jahresergebnis spiegelt einerseits sich die im Vergleich zum Vorjahr abschwächende Krise wider anderseits aber auch den erfolgreichen Umgang der Gesellschaft mit sich ändernden Rahmenbedingungen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt sich weiterhin stabil. Die Eigenkapitalquote ist in 2023 von 11,5 % auf 17,2 % gestiegen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle VG 89 3,0 67 2,4
Sachanlagen 68 2,3 25 0,9
Finanzanlagen 1.123 38,4 0 0,0
Anlagevermögen 1.280 43,7 92 3,3
Lieferforderungen 577 19,7 564 20,2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21 0,7 20 0,7
Forderungen gegen Gesellschafter 8 0,3 0 0,0
Liquide Mittel 539 18,4 1.763 63,3
Übriges Umlaufvermögen 289 10,0 270 9,7
Kurzfristiges Umlaufvermögen 1.434 49,1 2.617 93,9
Rechnungsabgrenzungsposten 209 7,2 77 2,8
Kurzfristig gebundene Mittel 1.643 56,3 2.694 96,7
AKTIVA 2.923 100,0 2.786 100,0
Veränderung
TEUR %
Immaterielle VG 22 32,8
Sachanlagen 43 172,0
Finanzanlagen 1.123
Anlagevermögen 1.188 1291,3
Lieferforderungen 13 2,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1 5,0
Forderungen gegen Gesellschafter 8
Liquide Mittel -1.224 -69,4
Übriges Umlaufvermögen 19 7,0
Kurzfristiges Umlaufvermögen -1.183 -45,2
Rechnungsabgrenzungsposten 132 171,4
Kurzfristig gebundene Mittel -1.051 -39,0
AKTIVA 137 4,9

Einer Schwestergesellschaft wurde langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 1.100 gewährt. Entsprechend haben sich die Finanzanlage erhöht und die liquiden Mittel verringerten sich. Lieferantenforderungen halten sich stabil, es bestehen keine überfälligen Forderungen. Der Zahlungsverkehr mit unseren öffentlichen Auftraggebern ist von beiderseitigen Vertrauen geprägt.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 502 17,2 321 11,5 181 56,4
Bankverbindlichkeiten 247 8,5 340 12,2 -93 -27,4
Langfristiges Fremdkapital 247 8,5 340 12,2 -93 -27,4
Rückstellungen 629 21,5 772 27,7 -143 -18,5
Bankverbindlichkeiten 92 3,1 92 3,3 0 0,0
Lieferantenverbindlichkeiten 1.296 44,3 836 30,0 460 55,0
Übrige Verbindlichkeiten 157 5,4 425 15,3 -268 -63,1
Kurzfristiges Fremdkapital 2.174 74,3 2.125 76,3 49 2,3
PASSIVA 2.923 100,0 2.786 100,0 137 4,9

Die hier unter anderen enthaltenen Bankverbindlichkeiten bestehen aus Annuitätendarlehen, die regelmäßig getilgt werden. Aufgrund der vorbereitenden Maßnahmen zu weiteren Unterkunftseröffnungen sind die Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

4. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ergibt in zusammengefasster Form folgendes Bild:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Rohertrag 9.420 57,3 9.058 60,2
Personalaufwand -6.193 -37,7 -6.581 -43,7
Sonstige Aufwendungen -3.156 -19,2 -2.215 -14,7
Sonstige Erträge 122 0,8 112 0,8
Sonstige Steuern -2 0,0 -3 0,0
EBITDA 191 1,2 371 2,6
Abschreibungen -48 -0,3 -29 -0,2
Neutrales Ergebnis 70 0,4 -161 -1,1
EBIT 213 1,3 181 1,3
Finanzergebnis 13 0,1 -8 -0,1
EBT 226 1,4 173 1,2
Ertragsteuern -45 -0,3 -56 -0,4
Jahresergebnis 181 1,1 117 0,8
Veränderung
TEUR %
Rohertrag 362 4,0
Personalaufwand 388 -5,9
Sonstige Aufwendungen -941 42,5
Sonstige Erträge 10 8,9
Sonstige Steuern 1 -33,3
EBITDA -180 -48,5
Abschreibungen -19 65,5
Neutrales Ergebnis 231 -143,5
EBIT 32 17,7
Finanzergebnis 21 -262,5
EBT 53 30,6
Ertragsteuern 11 -19,6
Jahresergebnis 64 54,7

Der Rohertrag konnte im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden.

Der Personalaufwand ist trotz Wachstum der Geschäftstätigkeit gesunken, die Sonstigen Aufwendungen sind deutlich gestiegen. Beide Effekte wurden durch die Externalisierung im März 2023 der zentralen Verwaltung an ein verbundenes Unternehmen verursacht.

Aufgrund weiterer Aktivierung unserer beauftragten Softwarelösungen erhöhten sich die Abschreibungen entsprechend.

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr deutlich höher. Aufgrund der Ausgabe des Darlehens wird ein positives Finanzergebnis erwirtschaftet.

5. Wesentliche Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung

Chancen:

Neue Geschäftsfelder und Vertriebswege

Bereits seit 2022 arbeitet die Gesellschaft intensiv an der Verbesserung der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr wurde der Lieferantenstamm weiter optimiert und Rahmenverträge mit mehrjähriger Laufzeiten vereinbart. Neben der üblichen Betreibung der Standorte für unsere Kunden konnten wir im Geschäftsjahr erfolgreich die zusätzliche Beschaffung von Ausstattungsgegenständen und Elektrogeräten anbieten. Die seit 2020 im Auftrag eigenentwickelte Software, für das effektive Management unserer sozialen Unterkünfte, entfaltete bereits im Geschäftsjahr ihre positive Wirkung intern für die Mitarbeiter vor Ort und in der Verwaltung. Ein erstes Pilotprojekt, indem unsere Software einem Kunden zugänglich gemacht wurde, verlief vielversprechend und offenbarte den Nutzen beider Seiten.

Die Gesellschaft investiert weiterhin in Wachstum, Netzwerke auf kommunaler Ebene werden ausgebaut. Analoge und persönliche Vertriebskanäle werden passend zu unseren Kunden intensiviert und auf unser stetig wachsendes Angebot geschult.

Fachkräftegewinnung

Die Betreuung von Menschen, kann nur mit Menschen gelingen. Fest vorgegebene Personalschlüssel sowie unser Anspruch, den Menschen in unserer Obhut gerecht zu werden begrenzen die Digitalisierung. Die soziale Arbeit ist Personalintensiv. Mit dem immer weiter fortschreitenden Fachkräftemangel erarbeitet sich die Gesellschaft Vorteile gegenüber der Konkurrenz durch ein modernes und zielgerichtetes Recruiting. Durch eine hohe Mitarbeiterbindung können wir die für unsere Kunden sehr relevante Personalfluktuation an den Standorten, wie auch in der Verwaltung geringhalten und konstante Ansprechpartner gewährleisten.

Kriege, Klimawandel und steigende Obdachlosigkeit

Ob bewaffnete Konflikte oder die Zerstörung von Lebensgrundlagen aufgrund der Erderwärmung, die Ursachen dafür das Menschen bei uns Schutz suchen, nehmen in Zukunft leider zu. Der Druck auf Länder, Städte und Kommunen nimmt kontinuierlich zu mehr Menschen unterzubringen. Zudem steigt die Verweildauer von Schutzsuchenden in den Unterkünften, da auf dem angespannten Wohnungsmarkt die Möglichkeiten für günstigen Wohnraum sinken und aufgrund der überlasteten Bürokratie die Bearbeitungszeiten der Verfahren immer länger dauern.

Auch die Obdachlosigkeit nimmt in Ballungszentren weiter zu. Auch in diesem Bereich verzeichnet die Gesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2023 eine erhöhte Nachfrage nach Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten.

Aufgrund der dargestellten Chancen wird die weitere Entwicklung der Gesellschaft als positiv eingeschätzt.

Risiken:

Krieg zwischen Russland und Ukraine

Materialengpässe, Lieferverzögerungen sowie Kostensteigerungen in Folge der Energiekrise und der steigenden Inflationsrate

Weiterhin tobt der Krieg mitten in Europa. Unsicherheit und Ungewissheit, unter anderem auch für Materialengpässe, Lieferverzögerungen sowie Kostensteigerungen, müssen in den Ausschreibungsverfahren für Laufzeiten von bis zu fünf Jahren einkalkuliert werden.

Steigende Preissensibilität bei den Auftraggebern

Im Vergleich zu den Vorjahren, nimmt der Fokus auf den Preis zu. Der Aufbau von wachstumsfähigen Strukturen vor Ort und in der Verwaltung erfordern Investitionen, die aus dem laufenden Geschäft getragen werden müssen. Unsere Fähigkeiten in der sozialen Konzeption bleiben weiterhin auf sehr hohem Niveau und leisten weiterhin einen großen Beitrag zum Erfolg der Gesellschaft und Gewinnung neuer Ausschreibungen. Die Gesellschaft wächst seit Gründung organisch und aus eigner Kraft ohne Investoren. Kurzfristige politische Entscheidungen, wie zum Beispiel die deutliche Erhöhung des Mindestlohns im Oktober 2022 in Verbindung mit kalkulierten Festpreisen im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen über mehrere Jahre, wirken sich auf das Unternehmensergebnis aus. Die Gesellschaft begegnet diesen Herausforderungen mit intensiver Verhandlungen um die Kunden an den Kostensteigerungen zu beteiligen.

Die vorgenannten Risiken werden seitens der Gesellschaft zeitnah verfolgt, um auf mögliche Entwicklungen unmittelbar reagieren zu können.

Ein umfangreiches Risikomanagementsystem einschließlich Reporting dient der Risikoprävention in den Geschäftsprozessen der Gesellschaft. Als Managementinformation und für das Reporting werden alle wesentlichen sozialwirtschaftlichen Kennziffern und die laufende geschäftliche Entwicklung abgebildet. Dieses schließt die laufende Liquiditätskontrolle und Liquiditätsplanung ein.

6. Prognosebericht

Die von der Gesellschaft im Oktober 2023 aufgestellte Wirtschaftsplanung für die Jahre 2024 - 2028 geht von einer weiteren positiven Entwicklung der Ergebnisse aus. Das Unternehmen befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs. Über mehrere Jahre hinweg, wächst die Gesellschaft deutlich über dem Branchendurchschnitt (Financial Times: Europe's Fastest Growing Companies & Focus Wachstumschampion). Die Marktverwerfungen im Vorjahr wurden genutzt um Prozesse und Abläufe weiter zu verbessern und dem stetigen Wachstum anzupassen. Die zentralisierte Verwaltung ist so konzipiert, dass die Anzahl zu betreuender Menschen und Objekte deutlich steigen kann bei nur minimaler Aufstockung des Personals.

Aus heutiger Sicht kann auch für das Geschäftsjahr 2024 unterstellt werden, dass die Vorgaben der Wirtschaftsplanung erfüllt werden. Für 2024 plant die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung um rd. 25%, sowie ein Vorsteuerergebnis von TEUR 500. Die Folgen der Kriegssituation zwischen Russland und der Ukraine bleiben jedoch abzuwarten.

 

Berlin, den 28. März 2024

Dennis Abraham

Sebastian Schwarzer

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Living Quarter GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Living Quarter GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Living Quarter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. März 2024

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berlin

Steffen Langner, Wirtschaftsprüfer

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