Autovermietung Wormser GmbH Herzogenaurach/Höchstadt
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Schaal seit 11.8.2025 | Prokura |
Jürgen Zehnder seit 11.8.2025 | Prokura |
Bernd Nicol seit 23.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Thomas Wormser seit 23.3.2023 | Prokura |
Klaus Bogumil seit 18.2.2022 | Prokura |
Timo Petschner seit 18.2.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Wormser AGHerzogenaurachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Wirtschaftsbericht 1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger (Vorjahr: 1,9 % höher) als in 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 ins Stocken. Hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Laut Verband der Automobilindustrie stieg der Umsatz aus Inlandsproduktion im Jahr 2023 um 10 %. Die Inlandsproduktion stieg in 2023 um 18 % (Vorjahr 12 %), damit liegt die heimische Fertigung jedoch immer noch 12 % unterhalb des Niveaus von 2019. Im Bauhauptgewerbe sank der Auftragseingang in 2023 um 4,4 % (real/preisbereinigt) gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Ein weiterhin hohes Preisniveau, große wirtschaftspolitische Unsicherheiten und deutlich verschlechterte Standortfaktoren sorgten im Jahr 2023 für einen realen Umsatzverlust bei den deutschen Lebensmittelherstellern. Der preisbereinigte Umsatz sank um 0,9 %. Der Umsatz der Logistikbranche in Deutschland ist laut statista von 319 auf 327 Mrd. € (+ 2,5 %) gestiegen. Es wird für 2024 ein weiteres Wachstum auf 331 Mrd. € (+ 1,2 %) erwartet. Der Geschäftsklimaindex im ifo-BVL-Logistikindikator im vierten Quartal 2023 betrug 83,9 Punkte (Vorjahr: 87,3 Punkte). Bis zum zweiten Quartal 2024 erhöhte sich der Index auf 85,6 Punkte, lag damit aber weiterhin unter dem Wert von Ende 2022. 1.2 Geschäftsentwicklung der Hans Wormser AG im Jahr 2023 Das Berichtsjahr wurde immer noch durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst. Der Einsatz war weiterhin teilweise eingeschränkt und Lieferketten waren noch teilweise gestört. Die Umsätze konnten im Jahr 2023 nicht erhöht werden, die Planzahlen konnten nur durch die verringerten Kosten vor allem im Dieselbereich, den Personalkosten und der Maut erreicht werden. Die Kostensteigerungen konnten an die Kunden weitergegeben werden. Die einsatzspezifischen Kosten der Fahrzeuge entwickelten sich analog zu den gefallenen Laufleistungen. Durch den weiter betriebenen Abbau der eigenen Fahrzeugflotte konnte der gefallene Umsatz kompensiert werden. Aufgrund der bestehenden Floater-Vereinbarungen waren die Kraftstoffkosten weitgehend kostenneutral und eingepreist. Die Beschaffung neuer Fahrer bzw. das Ausgleichen der altersbedingten Fluktuation ist weiterhin ein erfolgskritischer Faktor und wird über den Erfolg der Speditionsaktivitäten in den nächsten Jahren entscheiden. Die Maßnahmen für die Fahrerneugewinnung und die Bindung des bestehenden Fahrpersonals haben im Geschäftsjahr gewirkt. Die Logistikaktivitäten konnten noch einmal gesteigert werden, die Umsatzzahlen wurden im Jahr 2023 stabilisiert. Die gestiegenen Auftragszahlen aus dem Jahresende konnten in das Jahr 2023 mit übertragen werden. Zum Jahresende konnte ein weiterer großer Automobilzulieferer gewonnen werden, Start für das neue Projekt ist Q2/2024. Das Jahresergebnis konnte mit den oben genannten Maßnahmen erreicht werden. Zum Jahresende wurde der Preisdruck auch durch die Erhöhung der Mautsätze noch einmal deutlich erhöht. Der Auftragsrückgang vor allem in der Baubranche ist deutlich zu spüren und wird sich 2024 vorraussichtlich nicht verbessern. 2. Grundlagen der Hans Wormser AG 2.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Hans Wormser AG bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Umsetzung von Logistiklösungen an. Dabei ist das Unternehmen seit mehr als 75 Jahren in der Logistik- und Transportbranche tätig und bietet qualitativ hochwertige Dienstleistungen an. Die Kernkompetenzen der Hans Wormser AG liegen in den Bereichen Transport, Lagerlogistik sowie operative und administrative Mehrwegpackmittellogistik im In- und Ausland. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert: • Automobilzulieferindustrie • Baustoffindustrie • Lebensmittelindustrie Zum Kundenkreis der Hans Wormser AG gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens wird auch weiterhin auf wirtschaftliche Herausforderungen zukunftsorientiert gestaltet und in Bezug auf die strategischen Entscheidungen fokussiert. Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Hans Wormser AG sind aktuell in folgenden Städten und Gemeinden: • Bernburg • Karlstadt • Hainichen • Herzogenaurach • Röthlein • Schelklingen • Serba 2.2 Personal Für den Unternehmenserfolg der Hans Wormser AG sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Das Ausbildungsspektrum bei der Hans Wormser AG umfasst folgende attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe: • Berufskraftfahrer/-in • KFZ-Mechatroniker/-in • Speditionskaufmann/-frau • Fachinformatiker/-in Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Hans Wormser AG im Durchschnitt 477 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Verringerung der Belegschaft um 8,3 %. Bei den Vollzeitbeschäftigten betrug die Geschlechterverteilung 91 % Männer (- 1 % im Vergleich zum Vorjahr) und 9 % Frauen (+ 1 % im Vergleich zum Vorjahr). Bei den Teilzeitbeschäftigten betrug die Geschlechterverteilung 79 % Männer (+ 8 % im Vergleich zum Vorjahr) und 21 % Frauen (- 8 % im Vergleich zum Vorjahr). In der Berechnung der Werte wurden alle unterjährigen Ein- und Austritte mit berücksichtigt. Die Angaben nach § 21 Entgelttransparenzgesetz sind nicht in der vertieften Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer enthalten. 2.2.1 Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen • Die Beachtung der Gleichbehandlungsgrundsätze gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird von der Unternehmensleitung eingefordert. • Um Mitarbeiter besser zu fördern, unterhält die Gesellschaft verschiedene Entwicklungsprogramme für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bisher hat die Gesellschaft davon abgesehen, spezielle Fördermaßnahmen nur für ein Geschlecht einzurichten. 2.2.2 Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleicheit für Frauen und Männer Gehaltsstrukturen entstehen bei der Gesellschaft durch die Anlehnung an die jeweils geltenden Tarifverträge und Empfehlungen des Landesverbandes. Stellen werden in Anlehnung an die durch die Tarifverträge vorgegebene Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Gesellschaft bewirkt das System mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht der Gesellschaft nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Die aufgabenorientierte Systematik kommt auch bei außertariflichen Angestellten zur Anwendung. 2.3 Steuerungssysteme Wir verfügen über ein standardmäßiges, rollierendes Planungs- und Kontrollsystem, auf dessen Basis regelmäßig an den Aufsichtsrat berichtet wird. 2.4 Forschung und Entwicklung Auch wenn die Hans Wormser AG nicht explizit auf Forschung- und Entwicklungstätigkeiten ausgerichtet ist, so gilt unser Augenmerk trotzdem stets zwei Themen in diesem Kontext. Dabei handelt es sich um die Betrachtung aller relevanten Weiterentwicklungen, die bei der Erbringung unserer Dienstleistungen ökologische und ökonomische Verbesserungen ermöglichen. Die kontinuierliche Reduzierung des Treibstoffverbrauches durch verschiedene Techniken kann exemplarisch hierfür genannt werden. Ferner haben wir stets Neuerungen zu sicherheitsrelevanten Themen im Straßenverkehr im Fokus, um möglichst viele Sach-, aber vor allem Personenschäden abzuwenden. Dazu zählen beispielsweise Fahrerassistenzsysteme. 2.5 Nachhaltigkeit Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sind in den Unternehmensleitlinien der Hans Wormser AG fest verankert. Es werden ausschließlich noch Fahrzeuge der neuesten Schadstoffklasse 6 eingesetzt inklusive aller erforderlichen Maßnahmen zur CO 2 -Reduzierung. Das Unternehmen ist nach DIN EN 16247-1 auditiert. Für das Jahr 2024 befindet sich das Unternehmen in der Findungsphase, welche Zertifizierung die beste Lösung bietet. Hier gibt es mehrere Kombinationsmöglichkeiten von verschiedenen ISO Normen, hier werden gerade die Kundenanforderungen analysiert und die Umsetzung für 2025 geplant. 2.6 Investitionen / Finanzierungen Im Geschäftsjahr 2023 wurden ca. 5 % des Fuhrparks erneuert (Zugmaschinen, Auflieger sowie Flurförderfahrzeuge). 3. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 3.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 22,1 Mio. € um -2,0 Mio. € (-9 %) auf 20,1 Mio. € reduziert. Grund dafür ist hauptsächlich die normale Abschreibung der LKWs. Das Eigenkapital konnte im Berichtsjahr von 1.348 T€ um 666 T€ (49 %) auf 2.014 T€ gesteigert werden. 3.2 Finanzlage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum von 4,7 Mio. € um -0,5 Mio. € (-10 %) auf 4,2 Mio. € erhöht. Die Bankguthaben haben sich im Berichtszeitraum von 280 T€ um -259 T€ (-93 %) auf 21 T€ verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum von 7,1 Mio. € um -0,8 Mio. € (-11 %) auf 6,3 Mio. € reduziert. Die Hans Wormser AG war zu jeder Zeit liquide und in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Es gab zu keiner Zeit Zahlungsschwierigkeiten. 3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr von 59,8 Mio. € um -4,2 Mio. € (-7 %) auf 55,7 Mio. € gesunken. Grund dafür ist hauptsächlich der gesunkene Dieselpreis, der über Floater-Vereinbarungen an die Kunden weitergereicht wird. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr von 20,6 Mio. € um -0,6 Mio. € (-3 %) auf 20,0 Mio. € gesunken. Hauptgrund dafür war der Rückgang der Mitarbeiterzahl von 520 auf 477. Der Jahresüberschuss hat sich Berichtsjahr von 124 T€ um 542 T€ (439 %) auf 666 T€ erhöht. Die Hans Wormser AG erreichte im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis, das geplante Ziel konnte erreicht werden. Im vierten Quartal war die Auftragslage im Lagerlogistik- sowie die Frachtpreissituation im Transportbereich nicht ganz zufriedenstellend. 4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Chancen • Es ist in Planung, die Logistikaktivitäten weiter zu steigern. Durch den Gewinn einer weiteren Ausschreibung im Automotivebereich muss eine neue Kleinladungsträger-Reinigungsanlage im Jahr 2024 angeschafft werden. Hier gibt es die Möglichkeiten, neue Ressourcen und Kapazitäten für Drittkunden bereits mit aufzubauen. Die wachsende Logistik fordert auch neue Flächenkonzepte mit freien Kapazitäten im Lagergeschäft. • Einführung und Nutzung neuer Antriebstechnologien wie E-Mobilität; Wasserstoff und auch die Verwendung von HVO (Hydrogenated Vegetable Oil, erneuerbarer Diesel) bietet Wettbewerbsvorteile. Unsere Kunden fragen hier bereits immer öfter nach geeigneten Technologien, um eine CO 2 -Reduzierung bzw. Neutralität herzustellen. • Es konnten zum Jahresende 2023 erfolgreiche Preisanpassungen stattfinden. Dies wurde nötig, um die weiter steigenden Kosten vor allem im Personalbereich und die erneute Erhöhung der Maut in Deutschland in die Preisgestaltung mit aufzunehmen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. • Langjährige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten mit beidseitiger positiver Betriebsentwicklung sind ein wichtiger Grundstein für das Unternehmen, weiter stabil am Markt zu agieren und sich weiterzuentwickeln. Weiterhin werden auf der Lieferantenseite die Betreuung und Gewinnung zertifizierter Lieferanten mit entsprechenden Lieferantenbewertungen und auch Verträgen ein Baustein sein, der für die Entwicklung des Unternehmens wichtig ist. Dies gilt auch für die Kundenseite, vor allem sehen wir hier noch großes Potential in der Betreuung unserer Kunden. • Im Unternehmen ist eine hohe Leistungsbereitschaft und positive Entwicklung bei den Mitarbeitern im letzten Jahr zu verzeichnen. Dies wird durch bessere Einarbeitungspläne und auch unterstützende Schulungen und Trainings in allen Bereichen zusätzlich unterstützt. Es gibt hohe Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen. • Es besteht eine hohe Kunden- und Lieferantenzufriedenheit. Dies wird bei unseren Kunden in persönlichen Gesprächen und Kundenbesuchen immer wieder aktiv mit aufgenommen, um die Chance der Verbesserung zu haben. Es finden jährliche Gespräche mit unseren Lieferanten statt, um Neuerungen in den jeweiligen Teilbereichen zu besprechen, und durch den zentralen Einkauf finden regelmäßige Bewertungen der Lieferanten, der betroffenen Niederlassungen und der Abteilungen statt. • Ein innovative und optimale Ressourcennutzung an den vorhandenen Standorten bietet die Möglichkeit, unseren Kunden die passenden Transport- und Logistikkonzepte anbieten zu können. Durch umweltbezogene Zertifizierungen an den jeweiligen Standorten kann dies zu Marktvorteilen führen. 4.2 Risiken • Am Hauptsitz in Herzogenaurach sind die vorhandenen Platzverhältnisse eingeschränkt. Eine Erweiterung über den noch vorhandenen Platz hinaus ist auf dem bestehenden Grundstück nicht möglich. Mit der vorhandenen Ressource muss sorgfältig umgegangen werden, um für die vorhandenen Kunden lieferfähig und attraktiv zu bleiben. • Ein weiterer Faktor sind hohe Kosten für zukünftige Investitionen im Transport und Logistikbereich. Auch die damit verbundenen Kosten für Wartung, Pflege und Service müssen sich einer ständigen Prüfung unterziehen, um sich weiterhin am Markt behaupten zu können. Dies gilt für bereits getätigte und zukünftige Investitionen. Auch die Abhängigkeit von öffentlicher Infrastruktur und den damit verbundenen Kosten stellt immer wieder ein Risiko dar, wenn diese nicht weitergegeben werden können. • Ein Trend zur Abwanderung der Fachkräfte in andere Bereiche der Wirtschaft ist deutlich erkennbar. Hier ist es wichtig, den Mitarbeitern auch in der Zukunft einen attraktiven Arbeitsplatz und auch entsprechende Bezahlung zu bieten. Der Fachkräftemangel ist im Transport- und Logistikgewerbe deutlich zu spüren. Erste Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zeigen Erfolg, die Fluktuation und auch die Krankenquote konnten im Vergleich zu 2022 deutlich gesenkt werden. Die gesamten Ein- und Austritte im Unternehmen konnten von 247 auf 131 (- 47 %) gesenkt werden. Die Kranktage konnten von 3.436 Tagen auf 2.845 Tage (- 17 %) gesenkt werden. • Ein großer Faktor ist die Abhängigkeit von einzelnen Branchen, vor allem von der Baubranche und der Automobilindustrie. Eine Strategie für die Zukunft ist es, sich noch deutlicher als in den vorangegangenen Jahren zu diversifizieren und sich außerhalb dieser beiden Branchen zu positionieren. • Durch fallende und unter Druck geratene Märkte ist auch die Transport- und Logistikbranche einem Preisdumping ausgesetzt. Hier müssen genaue Kunden- und Preisanalysen stattfinden, um nicht Fehlentscheidungen zu treffen und sich auch im richtigen Moment von nicht rentablen Geschäften zu trennen, einhergehend mit erfolgreicher Kundenabwerbung über den Preis und folgender Mitarbeiterabwerbung. 4.3 Entwicklung • Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird positiv bewertet, weil die organisatorischen und strukturellen Grundlagen zur Umsetzung des Chancenpotentials und zur Reduzierung bzw. Verhinderung der Risikopotentiale bereits im Vorjahr geschaffen wurden und konsequent weiter an der Verbesserung des Chancen/Risiko-Verhältnisses gearbeitet wird. • Der Transportbereich wird im Jahr 2024 aufgrund einer geringeren Fahrzeuganzahl einen geringeren Umsatz ausweisen. Die gesunkenen Absatzzahlen der Baubranche aus dem Jahr 2023 werden auch im Jahr 2024 noch deutlich spürbar sein. • Der Logistikbereich konnte und wird im Jahr 2024 ausgebaut und durch die Neugewinnung von Logistikkunden wird eine Umsatzsteigerung von rund 20 % erwartet. • Der Werkstattbereich muss den Umsatz hauptsächlich durch Fremdkunden erwirtschaften, da der Eigenfuhrpark ein Durchschnittsalter von nur 3,5 Jahren aufweist. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Ansatz, Bewertung und Ausweis erfolgen gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und des Gesellschaftsvertrags. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Bei Ausweiswahlrechten zwischen der Angabe im Anhang oder in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Angabe bevorzugt im Anhang. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahrs stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahrs überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln und vorsichtig bewertet. Im Einzelnen werden folgende Bewertungsmethoden angewendet: Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei den LKW wird bei geringer Einsatzlage teilweise eine Leistungs-AfA vorgenommen. Geringwertige Anlagen werden nach den steuerlichen Regeln des § 6 Absatz 2 und Absatz 2a Einkommensteuergesetz abgeschrieben. Ihr Ausweis erfolgt gemäß der Fiktion des Abgangs im Jahr der Vollabschreibung. Ein Teil der Zugänge der Jahre 2021 und 2022 wird auf 3 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nominalwert passiviert. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. C. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 € (Vorjahr: 2.230 €). Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von 1.000.000,00 € ist eingeteilt in:
Es handelt sich um Namensaktien. Entwicklung der Gewinnrücklage Die Gewinnrücklage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Verbindlichkeitenspiegel Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die zusätzlichen Angaben zu den Verbindlichkeiten im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Anlagevermögen 5 = Sicherungsübereignung Vorräte 6 = Sicherheitsabtretung Forderungen 7 = Eigentumsvorbehalt D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von 761.423,46 €, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 205.600,60 €, beide aus einer Klage gegen ein LKW-Kartell. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB: T€
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering eingeschätzt. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen derzeit nicht vor. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz enthaltenen Transaktionen wurden folgende Geschäfte getätigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Mietverträgen in Höhe von 3.996 T€. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Der Vorsitzende des Vorstands war im Geschäftsjahr Bernd Nicol. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Hans Wormser. Der Stellvertreter im Geschäftsjahr war Prof. Dr. habil. Dirk Engelhardt. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird auf Grundlage des § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf 44.500,00 €. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewährten Kredite haben sich wie folgt entwickelt:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 % der Anteile Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Anteile an anderen Unternehmen:
Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben wegen der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Hans Wormser AG. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Betrag von 33.292,05 €, entsprechend 5 % des Jahresüberschusses in Höhe von 665.840,97 € in die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG einzustellen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 962.991,49 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. H. Unterschrift der Geschäftsführung
Herzogenaurach, 29. März 2024 gez. Bernd Nicol Vorstand Bericht des AufsichtsratsAn die Aktionäre der Hans Wormser AG Sehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet. Herr Hans Wormser (Vorsitzender), Prof. Dr. Dirk Engelhardt und Herr Alfred Gaffal waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2023 fanden drei Aufsichtsratssitzungen am 16. März, 24. August und 23. November statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren, neben der Gesamtlage des Unternehmens, auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Vorstand hat zustimmungspflichtige Geschäfte dem Aufsichtsrat stets korrekt vorgelegt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft und der Einhaltung des Risikomanagementsystems sichergestellt. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer geführt sowie entsprechende Unterlagen überprüft. Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren die Mitwirkung und kontinuierliche Überprüfung des Maßnahmenplans zur nachhaltigen Verbesserung des Ergebnisses. Dies betraf sowohl die eigenen inländischen Standorte als auch die ausländischen Beteiligungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Jahr 2023 der Hans Wormser AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von Wirtschaftsprüfer Jürgen M. Liebhart, Stuttgart, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Hans Wormser AG in der Sitzung vom 21. August 2024 in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 gebilligt, der somit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft. Danach schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an, nämlich 33.292,05 EUR in die gesetzliche Rücklage einzustellen und den restlichen Jahresüberschuss in Höhe von 632.548,92 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 330.442,57 EUR, insgesamt 962.991,49 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat spricht dem Alleinvorstand Bernd Nicol für seinen Einsatz und seine Leistungen im Geschäftsjahr 2023 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Herzogenaurach, den 21. August 2024 gez. Hans Wormser, Vorstandsvorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Hans Wormser AG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Hans Wormser AG, Herzogenaurach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Hans Wormser AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" meines Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden inhaltlich nicht geprüften Bestandteile des Lageberichts: • die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit meiner Jahresabschlussprüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. Juni 2024 gez. Jürgen M. Liebhart, Wirtschaftsprüfer |
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