Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 16347
Eingetragen
31.8.2017
Branche
SpeditionenGüterbeförderung in der BinnenschifffahrtGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Speditionsgeschäft und Logistik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Schaal
seit 11.8.2025
Prokura
Jürgen Zehnder
seit 11.8.2025
Prokura
Bernd Nicol
seit 23.3.2023
Vorstandsmitglied
Thomas Wormser
seit 23.3.2023
Prokura
Klaus Bogumil
seit 18.2.2022
Prokura
Timo Petschner
seit 18.2.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Erstes Fränkisches Silo-Transportunternehmen Konrad Wormser KG
Germany
1.000.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hans Wormser AG

Herzogenaurach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger (Vorjahr: 1,9 % höher) als in 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 ins Stocken. Hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur.

Laut Verband der Automobilindustrie stieg der Umsatz aus Inlandsproduktion im Jahr 2023 um 10 %. Die Inlandsproduktion stieg in 2023 um 18 % (Vorjahr 12 %), damit liegt die heimische Fertigung jedoch immer noch 12 % unterhalb des Niveaus von 2019.

Im Bauhauptgewerbe sank der Auftragseingang in 2023 um 4,4 % (real/preisbereinigt) gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %.

Ein weiterhin hohes Preisniveau, große wirtschaftspolitische Unsicherheiten und deutlich verschlechterte Standortfaktoren sorgten im Jahr 2023 für einen realen Umsatzverlust bei den deutschen Lebensmittelherstellern. Der preisbereinigte Umsatz sank um 0,9 %.

Der Umsatz der Logistikbranche in Deutschland ist laut statista von 319 auf 327 Mrd. € (+ 2,5 %) gestiegen. Es wird für 2024 ein weiteres Wachstum auf 331 Mrd. € (+ 1,2 %) erwartet.

Der Geschäftsklimaindex im ifo-BVL-Logistikindikator im vierten Quartal 2023 betrug 83,9 Punkte (Vorjahr: 87,3 Punkte). Bis zum zweiten Quartal 2024 erhöhte sich der Index auf 85,6 Punkte, lag damit aber weiterhin unter dem Wert von Ende 2022.

1.2 Geschäftsentwicklung der Hans Wormser AG im Jahr 2023

Das Berichtsjahr wurde immer noch durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst. Der Einsatz war weiterhin teilweise eingeschränkt und Lieferketten waren noch teilweise gestört. Die Umsätze konnten im Jahr 2023 nicht erhöht werden, die Planzahlen konnten nur durch die verringerten Kosten vor allem im Dieselbereich, den Personalkosten und der Maut erreicht werden. Die Kostensteigerungen konnten an die Kunden weitergegeben werden.

Die einsatzspezifischen Kosten der Fahrzeuge entwickelten sich analog zu den gefallenen Laufleistungen. Durch den weiter betriebenen Abbau der eigenen Fahrzeugflotte konnte der gefallene Umsatz kompensiert werden. Aufgrund der bestehenden Floater-Vereinbarungen waren die Kraftstoffkosten weitgehend kostenneutral und eingepreist.

Die Beschaffung neuer Fahrer bzw. das Ausgleichen der altersbedingten Fluktuation ist weiterhin ein erfolgskritischer Faktor und wird über den Erfolg der Speditionsaktivitäten in den nächsten Jahren entscheiden. Die Maßnahmen für die Fahrerneugewinnung und die Bindung des bestehenden Fahrpersonals haben im Geschäftsjahr gewirkt.

Die Logistikaktivitäten konnten noch einmal gesteigert werden, die Umsatzzahlen wurden im Jahr 2023 stabilisiert. Die gestiegenen Auftragszahlen aus dem Jahresende konnten in das Jahr 2023 mit übertragen werden. Zum Jahresende konnte ein weiterer großer Automobilzulieferer gewonnen werden, Start für das neue Projekt ist Q2/2024.

Das Jahresergebnis konnte mit den oben genannten Maßnahmen erreicht werden. Zum Jahresende wurde der Preisdruck auch durch die Erhöhung der Mautsätze noch einmal deutlich erhöht. Der Auftragsrückgang vor allem in der Baubranche ist deutlich zu spüren und wird sich 2024 vorraussichtlich nicht verbessern.

2. Grundlagen der Hans Wormser AG

2.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hans Wormser AG bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Umsetzung von Logistiklösungen an. Dabei ist das Unternehmen seit mehr als 75 Jahren in der Logistik- und Transportbranche tätig und bietet qualitativ hochwertige Dienstleistungen an. Die Kernkompetenzen der Hans Wormser AG liegen in den Bereichen Transport, Lagerlogistik sowie operative und administrative Mehrwegpackmittellogistik im In- und Ausland.

Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

• Automobilzulieferindustrie

• Baustoffindustrie

• Lebensmittelindustrie

Zum Kundenkreis der Hans Wormser AG gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens wird auch weiterhin auf wirtschaftliche Herausforderungen zukunftsorientiert gestaltet und in Bezug auf die strategischen Entscheidungen fokussiert.

Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Hans Wormser AG sind aktuell in folgenden Städten und Gemeinden:

• Bernburg

• Karlstadt

• Hainichen

• Herzogenaurach

• Röthlein

• Schelklingen

• Serba

2.2 Personal

Für den Unternehmenserfolg der Hans Wormser AG sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung.

Das Ausbildungsspektrum bei der Hans Wormser AG umfasst folgende attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe:

• Berufskraftfahrer/-in

• KFZ-Mechatroniker/-in

• Speditionskaufmann/-frau

• Fachinformatiker/-in

Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Hans Wormser AG im Durchschnitt 477 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Verringerung der Belegschaft um 8,3 %.

Bei den Vollzeitbeschäftigten betrug die Geschlechterverteilung 91 % Männer (- 1 % im Vergleich zum Vorjahr) und 9 % Frauen (+ 1 % im Vergleich zum Vorjahr). Bei den Teilzeitbeschäftigten betrug die Geschlechterverteilung 79 % Männer (+ 8 % im Vergleich zum Vorjahr) und 21 % Frauen (- 8 % im Vergleich zum Vorjahr). In der Berechnung der Werte wurden alle unterjährigen Ein- und Austritte mit berücksichtigt.

Die Angaben nach § 21 Entgelttransparenzgesetz sind nicht in der vertieften Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer enthalten.

2.2.1 Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

• Die Beachtung der Gleichbehandlungsgrundsätze gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird von der Unternehmensleitung eingefordert.

• Um Mitarbeiter besser zu fördern, unterhält die Gesellschaft verschiedene Entwicklungsprogramme für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bisher hat die Gesellschaft davon abgesehen, spezielle Fördermaßnahmen nur für ein Geschlecht einzurichten.

2.2.2 Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleicheit für Frauen und Männer

Gehaltsstrukturen entstehen bei der Gesellschaft durch die Anlehnung an die jeweils geltenden Tarifverträge und Empfehlungen des Landesverbandes. Stellen werden in Anlehnung an die durch die Tarifverträge vorgegebene Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Gesellschaft bewirkt das System mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht der Gesellschaft nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Die aufgabenorientierte Systematik kommt auch bei außertariflichen Angestellten zur Anwendung.

2.3 Steuerungssysteme

Wir verfügen über ein standardmäßiges, rollierendes Planungs- und Kontrollsystem, auf dessen Basis regelmäßig an den Aufsichtsrat berichtet wird.

2.4 Forschung und Entwicklung

Auch wenn die Hans Wormser AG nicht explizit auf Forschung- und Entwicklungstätigkeiten ausgerichtet ist, so gilt unser Augenmerk trotzdem stets zwei Themen in diesem Kontext. Dabei handelt es sich um die Betrachtung aller relevanten Weiterentwicklungen, die bei der Erbringung unserer Dienstleistungen ökologische und ökonomische Verbesserungen ermöglichen. Die kontinuierliche Reduzierung des Treibstoffverbrauches durch verschiedene Techniken kann exemplarisch hierfür genannt werden. Ferner haben wir stets Neuerungen zu sicherheitsrelevanten Themen im Straßenverkehr im Fokus, um möglichst viele Sach-, aber vor allem Personenschäden abzuwenden. Dazu zählen beispielsweise Fahrerassistenzsysteme.

2.5 Nachhaltigkeit

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sind in den Unternehmensleitlinien der Hans Wormser AG fest verankert. Es werden ausschließlich noch Fahrzeuge der neuesten Schadstoffklasse 6 eingesetzt inklusive aller erforderlichen Maßnahmen zur CO 2 -Reduzierung. Das Unternehmen ist nach DIN EN 16247-1 auditiert. Für das Jahr 2024 befindet sich das Unternehmen in der Findungsphase, welche Zertifizierung die beste Lösung bietet. Hier gibt es mehrere Kombinationsmöglichkeiten von verschiedenen ISO Normen, hier werden gerade die Kundenanforderungen analysiert und die Umsetzung für 2025 geplant.

2.6 Investitionen / Finanzierungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden ca. 5 % des Fuhrparks erneuert (Zugmaschinen, Auflieger sowie Flurförderfahrzeuge).

3. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

3.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 22,1 Mio. € um -2,0 Mio. € (-9 %) auf 20,1 Mio. € reduziert. Grund dafür ist hauptsächlich die normale Abschreibung der LKWs.

Das Eigenkapital konnte im Berichtsjahr von 1.348 T€ um 666 T€ (49 %) auf 2.014 T€ gesteigert werden.

3.2 Finanzlage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum von 4,7 Mio. € um -0,5 Mio. € (-10 %) auf 4,2 Mio. € erhöht.

Die Bankguthaben haben sich im Berichtszeitraum von 280 T€ um -259 T€ (-93 %) auf 21 T€ verringert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum von 7,1 Mio. € um -0,8 Mio. € (-11 %) auf 6,3 Mio. € reduziert.

Die Hans Wormser AG war zu jeder Zeit liquide und in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Es gab zu keiner Zeit Zahlungsschwierigkeiten.

3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr von 59,8 Mio. € um -4,2 Mio. € (-7 %) auf 55,7 Mio. € gesunken. Grund dafür ist hauptsächlich der gesunkene Dieselpreis, der über Floater-Vereinbarungen an die Kunden weitergereicht wird.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr von 20,6 Mio. € um -0,6 Mio. € (-3 %) auf 20,0 Mio. € gesunken. Hauptgrund dafür war der Rückgang der Mitarbeiterzahl von 520 auf 477.

Der Jahresüberschuss hat sich Berichtsjahr von 124 T€ um 542 T€ (439 %) auf 666 T€ erhöht.

Die Hans Wormser AG erreichte im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis, das geplante Ziel konnte erreicht werden. Im vierten Quartal war die Auftragslage im Lagerlogistik- sowie die Frachtpreissituation im Transportbereich nicht ganz zufriedenstellend.

4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Chancen

• Es ist in Planung, die Logistikaktivitäten weiter zu steigern. Durch den Gewinn einer weiteren Ausschreibung im Automotivebereich muss eine neue Kleinladungsträger-Reinigungsanlage im Jahr 2024 angeschafft werden. Hier gibt es die Möglichkeiten, neue Ressourcen und Kapazitäten für Drittkunden bereits mit aufzubauen. Die wachsende Logistik fordert auch neue Flächenkonzepte mit freien Kapazitäten im Lagergeschäft.

• Einführung und Nutzung neuer Antriebstechnologien wie E-Mobilität; Wasserstoff und auch die Verwendung von HVO (Hydrogenated Vegetable Oil, erneuerbarer Diesel) bietet Wettbewerbsvorteile. Unsere Kunden fragen hier bereits immer öfter nach geeigneten Technologien, um eine CO 2 -Reduzierung bzw. Neutralität herzustellen.

• Es konnten zum Jahresende 2023 erfolgreiche Preisanpassungen stattfinden. Dies wurde nötig, um die weiter steigenden Kosten vor allem im Personalbereich und die erneute Erhöhung der Maut in Deutschland in die Preisgestaltung mit aufzunehmen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen weiterzuentwickeln.

• Langjährige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten mit beidseitiger positiver Betriebsentwicklung sind ein wichtiger Grundstein für das Unternehmen, weiter stabil am Markt zu agieren und sich weiterzuentwickeln. Weiterhin werden auf der Lieferantenseite die Betreuung und Gewinnung zertifizierter Lieferanten mit entsprechenden Lieferantenbewertungen und auch Verträgen ein Baustein sein, der für die Entwicklung des Unternehmens wichtig ist. Dies gilt auch für die Kundenseite, vor allem sehen wir hier noch großes Potential in der Betreuung unserer Kunden.

• Im Unternehmen ist eine hohe Leistungsbereitschaft und positive Entwicklung bei den Mitarbeitern im letzten Jahr zu verzeichnen. Dies wird durch bessere Einarbeitungspläne und auch unterstützende Schulungen und Trainings in allen Bereichen zusätzlich unterstützt. Es gibt hohe Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen.

• Es besteht eine hohe Kunden- und Lieferantenzufriedenheit. Dies wird bei unseren Kunden in persönlichen Gesprächen und Kundenbesuchen immer wieder aktiv mit aufgenommen, um die Chance der Verbesserung zu haben. Es finden jährliche Gespräche mit unseren Lieferanten statt, um Neuerungen in den jeweiligen Teilbereichen zu besprechen, und durch den zentralen Einkauf finden regelmäßige Bewertungen der Lieferanten, der betroffenen Niederlassungen und der Abteilungen statt.

• Ein innovative und optimale Ressourcennutzung an den vorhandenen Standorten bietet die Möglichkeit, unseren Kunden die passenden Transport- und Logistikkonzepte anbieten zu können. Durch umweltbezogene Zertifizierungen an den jeweiligen Standorten kann dies zu Marktvorteilen führen.

4.2 Risiken

• Am Hauptsitz in Herzogenaurach sind die vorhandenen Platzverhältnisse eingeschränkt. Eine Erweiterung über den noch vorhandenen Platz hinaus ist auf dem bestehenden Grundstück nicht möglich. Mit der vorhandenen Ressource muss sorgfältig umgegangen werden, um für die vorhandenen Kunden lieferfähig und attraktiv zu bleiben.

• Ein weiterer Faktor sind hohe Kosten für zukünftige Investitionen im Transport und Logistikbereich. Auch die damit verbundenen Kosten für Wartung, Pflege und Service müssen sich einer ständigen Prüfung unterziehen, um sich weiterhin am Markt behaupten zu können. Dies gilt für bereits getätigte und zukünftige Investitionen. Auch die Abhängigkeit von öffentlicher Infrastruktur und den damit verbundenen Kosten stellt immer wieder ein Risiko dar, wenn diese nicht weitergegeben werden können.

• Ein Trend zur Abwanderung der Fachkräfte in andere Bereiche der Wirtschaft ist deutlich erkennbar. Hier ist es wichtig, den Mitarbeitern auch in der Zukunft einen attraktiven Arbeitsplatz und auch entsprechende Bezahlung zu bieten. Der Fachkräftemangel ist im Transport- und Logistikgewerbe deutlich zu spüren. Erste Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zeigen Erfolg, die Fluktuation und auch die Krankenquote konnten im Vergleich zu 2022 deutlich gesenkt werden. Die gesamten Ein- und Austritte im Unternehmen konnten von 247 auf 131 (- 47 %) gesenkt werden. Die Kranktage konnten von 3.436 Tagen auf 2.845 Tage (- 17 %) gesenkt werden.

• Ein großer Faktor ist die Abhängigkeit von einzelnen Branchen, vor allem von der Baubranche und der Automobilindustrie. Eine Strategie für die Zukunft ist es, sich noch deutlicher als in den vorangegangenen Jahren zu diversifizieren und sich außerhalb dieser beiden Branchen zu positionieren.

• Durch fallende und unter Druck geratene Märkte ist auch die Transport- und Logistikbranche einem Preisdumping ausgesetzt. Hier müssen genaue Kunden- und Preisanalysen stattfinden, um nicht Fehlentscheidungen zu treffen und sich auch im richtigen Moment von nicht rentablen Geschäften zu trennen, einhergehend mit erfolgreicher Kundenabwerbung über den Preis und folgender Mitarbeiterabwerbung.

4.3 Entwicklung

• Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird positiv bewertet, weil die organisatorischen und strukturellen Grundlagen zur Umsetzung des Chancenpotentials und zur Reduzierung bzw. Verhinderung der Risikopotentiale bereits im Vorjahr geschaffen wurden und konsequent weiter an der Verbesserung des Chancen/Risiko-Verhältnisses gearbeitet wird.

• Der Transportbereich wird im Jahr 2024 aufgrund einer geringeren Fahrzeuganzahl einen geringeren Umsatz ausweisen. Die gesunkenen Absatzzahlen der Baubranche aus dem Jahr 2023 werden auch im Jahr 2024 noch deutlich spürbar sein.

• Der Logistikbereich konnte und wird im Jahr 2024 ausgebaut und durch die Neugewinnung von Logistikkunden wird eine Umsatzsteigerung von rund 20 % erwartet.

• Der Werkstattbereich muss den Umsatz hauptsächlich durch Fremdkunden erwirtschaften, da der Eigenfuhrpark ein Durchschnittsalter von nur 3,5 Jahren aufweist.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 20.104.201,33 22.082.771,47
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen 19.478.502,77 21.318.221,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 327.315,00 165.283,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.708.373,00 2.666.939,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.442.814,77 18.485.998,89
III. Finanzanlagen 625.696,56 764.548,08
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 223.733,40 362.584,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 384.363,16 384.363,16
3. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
4. sonstige Ausleihungen 5.100,00 5.100,00
B. Umlaufvermögen 8.031.495,88 9.253.065,98
I. Vorräte 780.284,07 802.539,85
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 780.284,07 802.539,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.230.226,21 8.170.549,83
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.210.731,26 4.699.739,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.873.920,34 3.246.828,95
3. sonstige Vermögensgegenstände 145.574,61 223.981,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.985,60 279.976,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.566,00 122.074,00
Aktiva 28.223.263,21 31.457.911,45

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.014.035,11 1.348.194,14
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 51.043,62 17.751,57
1. gesetzliche Rücklage 51.043,62 17.751,57
III. Bilanzgewinn 962.991,49 330.442,57
davon Gewinnvortrag 330.442,57 213.061,59
B. Rückstellungen 310.416,38 139.655,00
1. Steuerrückstellungen 176.761,38
2. sonstige Rückstellungen 133.655,00 139.655,00
C. Verbindlichkeiten 25.898.811,72 29.970.062,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.555.308,28 15.385.383,38
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.271.700,39 7.079.565,53
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.071.803,05 7.505.113,40
davon aus Steuern 500.398,48 617.288,46
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.206,53 22.402,35
Passiva 28.223.263,21 31.457.911,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 55.671.313,53 59.842.446,42
2. sonstige betriebliche Erträge 959.800,42 198.487,35
3. Materialaufwand 9.927.184,09 10.573.015,54
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.687.187,78 8.360.372,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.239.996,31 2.212.643,02
4. Personalaufwand 20.038.620,44 20.591.456,10
a) Löhne und Gehälter 15.916.575,78 16.781.838,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.122.044,66 3.809.617,23
davon für Altersversorgung 29.110,05 36.665,43
5. Abschreibungen 3.960.605,89 4.201.870,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.960.605,89 4.201.870,63
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 20.822.389,20 23.848.227,26
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.615,83 9.601,10
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 138.851,52
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 565.164,13 386.826,44
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 323.168,54 123.453,98
11. Ergebnis nach Steuern 864.745,97 325.684,92
12. sonstige Steuern 198.905,00 202.126,00
13. Jahresüberschuss 665.840,97 123.558,92
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 330.442,57 213.061,59
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 33.292,05 6.177,94
a) in die gesetzliche Rücklage 33.292,05 6.177,94
16. Bilanzgewinn 962.991,49 330.442,57

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hans Wormser AG
Firmensitz laut Registergericht: Herzogenaurach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Fürth
Register-Nr.: HRB 16347

Ansatz, Bewertung und Ausweis erfolgen gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und des Gesellschaftsvertrags.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Bei Ausweiswahlrechten zwischen der Angabe im Anhang oder in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Angabe bevorzugt im Anhang.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahrs stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahrs überein.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln und vorsichtig bewertet.

Im Einzelnen werden folgende Bewertungsmethoden angewendet:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei den LKW wird bei geringer Einsatzlage teilweise eine Leistungs-AfA vorgenommen. Geringwertige Anlagen werden nach den steuerlichen Regeln des § 6 Absatz 2 und Absatz 2a Einkommensteuergesetz abgeschrieben. Ihr Ausweis erfolgt gemäß der Fiktion des Abgangs im Jahr der Vollabschreibung. Ein Teil der Zugänge der Jahre 2021 und 2022 wird auf 3 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nominalwert passiviert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195.001,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 195.001,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 554.291,61 205.992,97 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.998.676,93 400.945,72 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.432.097,03 1.616.348,76 1.371.735,72
Summe Sachanlagen 43.985.065,57 2.223.287,45 1.371.735,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 362.584,92 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 384.363,16 0,00 0,00
3. Beteiligungen 12.500,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 5.100,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 764.548,08 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 44.944.614,65 2.223.287,45 1.371.735,72
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 195.001,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 195.001,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 760.284,58
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.399.622,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 38.676.710,07
Summe Sachanlagen 0,00 44.836.617,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 362.584,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 384.363,16
3. Beteiligungen 0,00 12.500,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 5.100,00
Summe Finanzanlagen 0,00 764.548,08
Summe Anlagevermögen 0,00 45.796.166,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.999,00 0,00 0,00 0,00 194.999,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 194.999,00 0,00 0,00 0,00 194.999,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 389.008,61 43.960,97 0,00 0,00 432.969,58
2. technische Anlagen und Maschinen 2.331.737,43 359.512,22 0,00 0,00 2.691.249,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.946.098,14 3.557.132,70 1.269.335,54 0,00 22.233.895,30
Summe Sachanlagen 22.666.844,18 3.960.605,89 1.269.335,54 0,00 25.358.114,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 138.851,52 0,00 0,00 138.851,52
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 138.851,52 0,00 0,00 138.851,52
Summe Anlagevermögen 22.861.843,18 4.099.457,41 1.269.335,54 0,00 25.691.965,05
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 327.315,00 165.283,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.708.373,00 2.666.939,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 16.442.814,77 18.485.998,89
Summe Sachanlagen 0,00 19.478.502,77 21.318.221,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 223.733,40 362.584,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 384.363,16 384.363,16
3. Beteiligungen 0,00 12.500,00 12.500,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 5.100,00 5.100,00
Summe Finanzanlagen 0,00 625.696,56 764.548,08
Summe Anlagevermögen 0,00 20.104.201,33 22.082.771,47

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 € (Vorjahr: 2.230 €).

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 1.000.000,00 € ist eingeteilt in:

Grundkapital
1.000,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1.000,00 1.000.000,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Entwicklung der Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 31. Dezember 2022 17.751,57
Entnahmen 0
Einstellung in die Gewinnrücklage 33.292,05
Stand 31. Dezember 2023 51.043,62

Verbindlichkeitenspiegel

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die zusätzlichen Angaben zu den Verbindlichkeiten im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ kleiner 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
größer 5 Jahre
T€
davon gesichert
T€
Sicherungsvermerk
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.555 5.820 8.457 278 14.192 4
Vorjahr: 15.385 5.179 9.697 509 14.406
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.272 6.272 0 0
Vorjahr: 7.080 7.080 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.072 3.100 1.972 0
Vorjahr: 7.505 3.339 4.166 0
Summe 25.899 15.192 10.429 278 14.192
Vorjahr: 29.970 15.598 13.863 509 14.406

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Anlagevermögen

5 = Sicherungsübereignung Vorräte

6 = Sicherheitsabtretung Forderungen

7 = Eigentumsvorbehalt

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich auf folgende geographisch bestimmte Märkte auf: T€
Inland 50.021
Europäische Union 5.198
Übriges Ausland 452
Gesamt 55.671

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von 761.423,46 €, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 205.600,60 €, beide aus einer Klage gegen ein LKW-Kartell.

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB:

T€

Schuldbeitritt 3.597

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering eingeschätzt. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen derzeit nicht vor.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz enthaltenen Transaktionen wurden folgende Geschäfte getätigt:

Art des außerbilanziellen Geschäfts Zweck Finanzielle Auswirkung (Jahresbetrag) Risiko Vorteil
Kfz-Leasing alternative Finanzierung 473 T€ Nicht relevant - Risiken sind abgesichert. Bilanzneutralität, steuerliche Abzugsfähigkeit der Leasingraten
Factoring Verbesserung der Liquidität 3.000 T€ unwesentlich Factor trägt Ausfallrisiko

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Mietverträgen in Höhe von 3.996 T€.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 388
Angestellte 78
Leitende Angestellte 11
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gesamt 477

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Bernd Nicol ausgeübter Beruf: Kaufmann

Der Vorsitzende des Vorstands war im Geschäftsjahr Bernd Nicol.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Hans Wormser ausgeübter Beruf: Kaufmann
Alfred Gaffal ausgeübter Beruf: Verwaltungsrat
Prof. Dr. habil. Dirk Engelhardt ausgeübter Beruf: Vorstandssprecher Bundesverband Güterverkehr Logistik und Entsorgung (GBL) e.V.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Hans Wormser.

Der Stellvertreter im Geschäftsjahr war Prof. Dr. habil. Dirk Engelhardt.

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird auf Grundlage des § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf 44.500,00 €.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewährten Kredite haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 1. Januar 2023 26.727,69
Neuvergaben im Geschäftsjahr 56.478,76
Rückzahlungen im Geschäftsjahr 26.500,00
Erlassene Beträge im Geschäftsjahr 0,00
Stand 31. Dezember 2023 56.706,45

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 % der Anteile

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Anteile an anderen Unternehmen:

Name / Sitz Anteil am Kapital
%
Jahresergebnis letztes verfügbares Jahr
T€
Eigenkapital letztes verfügbares Jahr
T€
Spedice Wormser Bohemia s.r.o., CZ-Prag 100 % -20 -407
Wormser Logistics s.r.o., SK-Skalica 100 % 134 -74
Spedycja Wormser Sp. z.z.z., PL-Legnica 100 % 0 2
aquadetox logistics GmbH, Aichstetten 50 % -9 9

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben wegen der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Hans Wormser AG.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Betrag von 33.292,05 €, entsprechend 5 % des Jahresüberschusses in Höhe von 665.840,97 € in die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG einzustellen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 962.991,49 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

H. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Herzogenaurach, 29. März 2024

gez. Bernd Nicol

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

An die Aktionäre der

Hans Wormser AG

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet.

Herr Hans Wormser (Vorsitzender), Prof. Dr. Dirk Engelhardt und Herr Alfred Gaffal waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Mitglieder des Aufsichtsrats.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden drei Aufsichtsratssitzungen am 16. März, 24. August und 23. November statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden.

Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren, neben der Gesamtlage des Unternehmens, auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Vorstand hat zustimmungspflichtige Geschäfte dem Aufsichtsrat stets korrekt vorgelegt.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft und der Einhaltung des Risikomanagementsystems sichergestellt. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer geführt sowie entsprechende Unterlagen überprüft.

Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren die Mitwirkung und kontinuierliche Überprüfung des Maßnahmenplans zur nachhaltigen Verbesserung des Ergebnisses. Dies betraf sowohl die eigenen inländischen Standorte als auch die ausländischen Beteiligungen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Jahr 2023 der Hans Wormser AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von Wirtschaftsprüfer Jürgen M. Liebhart, Stuttgart, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Hans Wormser AG in der Sitzung vom 21. August 2024 in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 gebilligt, der somit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft. Danach schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an, nämlich 33.292,05 EUR in die gesetzliche Rücklage einzustellen und den restlichen Jahresüberschuss in Höhe von 632.548,92 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 330.442,57 EUR, insgesamt 962.991,49 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Alleinvorstand Bernd Nicol für seinen Einsatz und seine Leistungen im Geschäftsjahr 2023 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Herzogenaurach, den 21. August 2024

gez. Hans Wormser, Vorstandsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die

Hans Wormser AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Hans Wormser AG, Herzogenaurach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Hans Wormser AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" meines Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden inhaltlich nicht geprüften Bestandteile des Lageberichts:

• die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben.

Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Jahresabschlussprüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 28. Juni 2024

gez. Jürgen M. Liebhart, Wirtschaftsprüfer

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