Pleuger Industries GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Wärmepumpen
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Flowserve Hamburg GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Grundlagen der Flowserve Hamburg GmbH1.1 Geschäftsmodell der Flowserve Hamburg GmbHDie Flowserve Hamburg GmbH ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden Flowserve Konzerns mit Sitz in Dallas, USA. Flowserve ist ein anerkannt führendes Unternehmen in den Bereichen Pumpen, Ventile und Dichtungen sowie ein Anbieter von Dienstleistungen und Komplettlösungen in den Branchen Energie, Öl, Gas, Chemie und Wasserwirtschaft. Als Hamburger Traditionsunternehmen engagiert sich Flowserve Hamburg vorrangig in der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Unterwassermotorpumpen. Diese werden in der wassergefüllten Ausführung unter der Marke Pleuger und in der ölgefüllten Ausführung unter der Marke Byron Jackson vertrieben. Weitere Produkte sind Manövrieranlagen im Offshore-Bereich für schwimmende Plattformen (Thruster) und Decoking-Systeme für den Raffinerieprozess. Zusätzlich werden Zubehör und Ersatzteile verkauft sowie umfangreiche Reparatur- und Serviceleistungen erbracht. 1.2 Ziele und Strategien Einkaufsaktivitäten Aufgrund des Verfalls des Öl- und Gaspreises wurde vom Einkauf mit der Suche nach neuen Lieferanten und intensiven Verhandlungen mit bestehenden Lieferanten reagiert. Eine große Rolle spielt dabei die Suche nach sogenannten Low-Cost-Sourcing Lieferanten. Dabei werden aber nicht nur die Preise sondern auch Qualität, Kommunikation und Flexibilität berücksichtigt. Die von Flowserve etablierte globale Einkaufsorganisation schlägt geeignete Lieferanten vor und führt entsprechende Auditierungen für eine Zulassung durch. Die Einkaufsaktivitäten werden ständig überprüft und den sich verändernden Ausgangssituationen angepasst. Kontinuierliche Verbesserungsprozesse Der Schwerpunkt in 2015 lag in der Ausrichtung der erfolgreichen Umsetzung des sogenannten Low-Cost-Sourcing. Ziel ist die erfolgreiche Produktionsverlagerung (verlängerte Werkbank) von Standardprodukten in kostengünstigere Regionen, soweit aus Unternehmenssicht sinnvoll. Daneben stellt die stetige Verbesserung der gesamten Lieferkette zum Endkunden und die Verkürzung interner Arbeitsabläufe ein zentrales Projekt dar. Hierzu wurden intensive Untersuchungen der Standardprodukte durchgeführt, um den Lageraufbau häufig umgeschlagene Produkte zu verbessern und den Marktgegebenheiten anzupassen. Fertigung / Kapazitätsauslastung Die Fertigungskapazitäten wurden aufgrund des Preisverfalls im Öl- und Gasbereich entsprechend reduziert. Da mit keiner kurzfristigen Erholung am Markt zu rechnen ist, werden weiterführende Personalreduzierungen in 2016 zum Tragen kommen. Sofern Beschlüsse dafür schon in 2015 gefasst wurden, sind im Abschluss entsprechende Rückstellungen gebildet. Des Weiteren steht der flexiblere Mitarbeitereinsatz im Fokus. Hierzu wurde bereits im Vorjahr mit dem Ausbau der Mitarbeiterqualifizierung begonnen. Marketingaktivitäten Aufgrund der Markänderungen im Öl- und Gasbereich, hat sich die Kundenstruktur geändert. Bisherige Kunden im Ölgeschäft verringerten deutlich die Auftragseingänge, sodass der Fokus auf das Wassergeschäft sowie das Geschäft mit Schwestergesellschaften aus der Flowserve-Gruppe gesetzt wurde. Die interne Bestandsanpassung für schnell umgeschlagene Produkte ermöglicht den Tochtergesellschaften und dem Standort schneller und flexibler auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Des Weiteren wurden Aktivitäten im Ausbau der Permantent-Magnet-Motoren (PMM) unternommen, um deren Vorteile der Energieeinsparung darzulegen. 1.3 Steuerungssystem Die Flowserve Hamburg GmbH ist als Tochterunternehmen der amerikanischen Flowserve Corporation in das Kontroll- und Steuerungssystem des Konzerns integriert. Die Gesellschaft unterliegt damit den Auflagen des Sarbanes-Oxley Act (SOX). So sind alle relevanten Unternehmensprozesse dokumentiert und deren Effizienz und Einhaltung werden durch regelmäßige interne und externe Prüfungen kontrolliert. Darüber hinaus werden im detaillierten monatlichen Berichtswesen Abweichungen von den geplanten Entwicklungen analysiert und kurzfristige Risiken für das Unternehmen identifiziert. Zur Steuerung der Liquidität erfolgt eine monatliche Bilanz- und Ertragsvorschau mit Liquiditätsplanung. Schwankenden Auslastungen im Produktionsbereich begegnet das Unternehmen mit entsprechenden Kapazitätsplanungen. 1.4 Forschung und Entwicklung Im Fokus für 2015 stand die Weiterentwicklung von Permanent-Magnet-Motoren zur Verbesserung der Gesamteffizienz und daraus realisierbarer Einsparungen auf der Kundenseite. Weitere Entwicklungen beschäftigten sich mit der umfangreichen Neuberechnung und Verbesserung von Pumpenhydrauliken. Die Änderungen befinden sich bereits in der Umsetzung. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2014 wuchs der Welthandel laut IWF um 3,5 % und in 2015 um 2,8 %. Für das Jahr 2016 wird eine Steigerung des Welthandels von 3,1 % und für das Jahr 2017 eine Steigerung von 3,8 % prognostiziert. Wesentlich beeinflusst ist dieses Wachstum durch die Schwellen- und Entwicklungsländer, da die angespannten wirtschaftlichen Bedingungen schrittweise normalisiert werden konnten. Dennoch sind auch die Risiken für ein schwächeres Wachstum gestiegen. Der IWF hat das Wachstum der Weltwirtschaft (World Economic Outlook, Update aus April 2016) für das Jahr 2016 auf ein Wachstum von 3,2 % und für 2017 von 3,5 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahr prognostiziert. Innerhalb der Weltwirtschaft kommt es jedoch zu Verschiebungen. Für Deutschland und die Eurozone wird ein Wachstum von 1,5 % (2016) und 1,6 % (2017) erwartet. Für die Schwellen- und Entwicklungsländern dagegen ein Wachstum von 4,1% in 2016 und 4,6% in 2017. Der Umsatz der Maschinenbau-Branche in Deutschland stieg laut einer Studie des VDMA verglichen mit dem Vorjahr in 2015 um 2,8 %. Verursacht wurde dieser Anstieg im Wesentlichen durch eine überproportionale Zunahme der Exporte in Euroländer (um 5,5 %). Grundsätzlich sieht sich die Flowserve Hamburg GmbH damit einem guten konjunkturellen Umfeld ausgesetzt, welches sich in Zukunft voraussichtlich zumindest nicht verschlechtern sollte. Anhand des Geschäftsverlaufes ab Mitte 2014 bis Mitte 2016 wird jedoch ersichtlich, dass der Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Wesentlichen vom Niveau des Rohölpreises und der damit einhergehenden Investitionsneigung der Mineralölproduzierenden und -verarbeitenden Industrie abhängt. Nachdem der durchschnittliche Ölpreis in 2015 ungefähr 50 Prozent unter dem des Jahre 2014 lag, geht der IWF für 2016 von einem weiteren Rückgang von ungefähr 30% aus. Für das Jahr 2017 prognostiziert der IWF dann einen um 18 % höheren durchschnittlichen Ölpreis (World Economic Outlook, Update aus April 2016).
2.2.1 Auftragseingang und Umsatz Der Umsatz lag 2015 bei TEUR 55,252 (Vorjahr: TEUR 95,182). Der Umsatzrückgang ist überwiegend auf den gesunkenen Öl- und Gaspreis und drei im Vorjahr abgeschlossene langfristige Großprojekte zurückzuführen. 2015 wurden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger "Drilling Rigs" in Betrieb genommen, sodass sich der Bedarf an Cavernenpumpen, Ballastpumpen und Thrustern erheblich reduziert hat. Die noch verbleibenden Großprojekte auf dem Markt unterlagen einem ungewöhnlich hohen Wettbewerb, sodass hier Auftragseingänge nur teilweise zu verzeichnen sind. Das Auftragseingangsniveau lag mit insgesamt EUR 38,4 Mio. somit deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 68,4 Mio.). Zusätzlich wurden einzelne Projekte aus dem Vorjahr storniert, was zusätzlich zu einer Verringerung des Umsatzes geführt hat. 2.2.2 Ertragslage Verglichen mit dem Vorjahr erreichte die Flowserve Hamburg GmbH in 2015 um TEUR 39.931 niedrigere Umsatzerlöse. Ursächlich hierfür war zum einen ein Rückgang der Umsätze bei der Produktgruppe "Pleuger" um TEUR 18.142 (ohne Berücksichtigung der Umsätze aus langfristigen Fertigungsprojekten). Zudem konnte im Geschäftsjahr 2015 keines der bestehenden langfristigen Fertigungsprojekte abgeschlossen und abgerechnet werden. Im Vorjahr wurden insgesamt drei langfristige Projekte abgerechnet, was den Vorjahresumsatz erheblich beeinflusst hat. Schwankende Umsätze aus dem Bereich der Großprojekte sind für das betriebene Geschäft typisch, nichtsdestotrotz verursachen sie - wie auch in diesem Jahr zu sehen - eine hohe Volatilität in den erzielten Jahresergebnissen. Im Wesentlichen aufgrund der Anarbeitung von neun langfristigen Fertigungsprojekten ergibt sich 2015 eine Erhöhung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen (Bestandsveränderung) um TEUR 10.051. Aufgrund der Abrechnung von drei Großprojekten im Vorjahr lag 2014 noch eine Verminderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen um TEUR 1.967 vor. Gleichzeitig sank der Materialaufwand in einem deutlich geringeren Maße als die Umsatzerlöse um insgesamt TEUR -14.893. Dass der Rückgang des Materialaufwandes hinter dem der Umsatzerlöse zurückbleibt, begründet sich vor allem durch gestiegene Einstandskosten sowie den Aufbau des Lagerbestandes. Insgesamt ergibt sich 2015 damit ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.864 niedrigeres Rohergebnis. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist in 2015 gegenüber dem Vorjahr um 10 Mitarbeiter gesunken. Ursächlich hierfür ist die bereits Ende 2011 begonnene Restrukturierung des Standortes Hamburg. Zur weiteren Steigerung der Effizienz des Standortes wurde in 2015 ein neuer Restrukturierungsplan ausgestellt. Infolgedessen wurden zum 31. Dezember 2015 Sozialplanrückstellungen in Höhe von TEUR 2.500 gebildet. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war im Wesentlichen das Ergebnis von gesunkenen Vertriebskosten und Lizenzgebühren (TEUR -3.991) sowie aus deutlich geringeren Aufwendungen für die Bildung von Garantierückstellungen (TEUR -584). Zudem waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr einmalig durch Aufwendungen aus Anlagenabgängen aufgrund der Aufgabe eines Forschungsprojektes beeinflusst (TEUR 619). Gegenläufig wirkte sich der Aufwand aus Devisentermingeschäften, der durch die Stornierung des Grundgeschäftes entstand, aus (TEUR 2.917). Das negative Finanzergebnis verbesserte sich von TEUR 974 im Vorjahr auf TEUR 552. Ursächlich hierfür waren geringere Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen (TEUR 17; im Vorjahr: TEUR 375) sowie eine außerplanmäßige Abschreibung von Finanzanlagen im Vorjahresabschluss (TEUR 0; im Vorjahr: TEUR 134). Der aus diesen Entwicklungen resultierende Jahresüberschuss von TEUR 964 (Vorjahr: TEUR 11.768) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH abgeführt. 2.2.3 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme stieg in 2015 um TEUR 11.374 auf TEUR 113.188 an. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2015 bei 19,5 % (im Vorjahr: 10,1 %). Das Ergebnis 2014 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Dadurch ist das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr (TEUR 10.270) gestiegen und beträgt TEUR 22.038. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 11.307, was im Wesentlichen auf eine Zunahme des Vorratsvermögens von TEUR 65.861 auf TEUR 76.761 sowie den Anstiegs der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen um TEUR 7.616 zurückzuführen ist. Der Anstieg des Vorratsvermögens begründet sich im Wesentlichen durch den Anarbeitungsgrad von neun langfristen Fertigungsprojekten sowie erhöhten Einstandspreisen. Das verzinsliche Darlehen im Rahmen des Cash-Pools erhöhte sich um TEUR 5.422 auf TEUR 9.083. Dieser Saldo wird unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Unter den Verbindlichkeiten haben sich insbesondere die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöht, was sich aus dem Fortschritt von neun Großprojekten erklärt. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus, der durch das deutlich zurückgegangene Auftragsvolumen verursacht ist. Außerdem wurde das Ergebnis 2014 in die Kapitalrücklage eingestellt, so dass auch vor dem Hintergrund des geringeren abzuführenden Ergebnisses 2015 die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin gesunken sind. Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist durch die Einbindung in das Cash-Management des Flowserve Konzerns sichergestellt. Weiterhin besteht zwischen der Flowserve Hamburg GmbH und der Deutsche Ingersoll Dresser-Pumpen GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag, der die Deutsche Ingersoll Dresser-Pumpen GmbH verpflichtet, etwaige Verluste der Flowserve Hamburg GmbH gemäß § 302 AktG auszugleichen. 2.2.4 Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen betrugen in 2015 insgesamt TEUR 1.067. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen eine Brandmeldeanlage, Verbesserungen der Prüfstände sowie Grundstücke und Gebäude. 2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Am Ende des Jahres 2015 belief sich der Personalstand auf insgesamt 229 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren 111 im gewerblichen Bereich tätig. Der durchschnittliche Personalstand wurde - wie in den Planungen vorgesehen - zum Vorjahr um 10 Mitarbeiter reduziert. Dies wurde insbesondere durch einzelvertragliche Maßnahmen mit ausgewählten Mitarbeitern erreicht, im Wesentlichen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen, die unser Gesellschafter veranlasst hat. Die in 2008 geschlossene Betriebsvereinbarung hat weiterhin Gültigkeit. Zudem wurden Stellen, die aufgrund von Pensionierungen vakant wurden, teilweise nicht neu besetzt, was zu einer sozialverträglichen Reduktion des Personalstandes beitrug. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die, hätten sie sich vor Ablauf des Abschlussstichtages ereignet, eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Flowserve Hamburg GmbH erfordert hätten, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 Prognosebericht Im Lagebericht des Vorjahres hatten wir für 2015 einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse auf das Niveau von 2013 und ein Jahresergebnis für das Jahr 2015 zwischen einer und fünf Millionen Euro prognostiziert. Unsere Prognose ging davon aus, dass hierfür insbesondere das Fehlen abrechnungsfähiger Großprojekte und der geringe Ölpreis mit damit einhergehenden geringen Investitionsausgaben ursächlich ist. Im Geschäftsjahr 2015 wurde, wie prognostiziert, keine Fertigstellung und Abrechnung von Großprojekten erreicht. Dadurch sind wir sowohl bei den Umsatzerlösen als auch bei dem Jahresergebnis bei unserer letztjährigen Prognose geblieben. Der vorausgesagte Korridor für den Jahresüberschuss 2015 von einer und fünf Millionen Euro wurde dabei mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 964 leicht verpasst. In 2015 wurden keine Großprojekte fertiggestellt. Für 2016 gehen wir davon aus, dass eines der laufenden Großprojekte abrechnungsfähig sein wird. Gegenläufig gehen wir jedoch davon aus, dass in den Produktgruppen "Pleuger" und "Byron Jackson" der Umsatz rückläufig ist. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 damit Umsatzerlöse, die deutlich unterhalb des Niveaus von 2015 liegen. Aus unserer Sicht ist diese Entwicklung von dem weiterhin geringen Ölpreis und den damit verbundenen geringen Investitionsausgaben der Mineralölbranche geprägt. Trotz der Abrechnung eines Großprojektes erwarten wir für 2016 zurzeit einen Jahresfehlbetrag, der zwischen ein und zwei Million Euro liegen wird. Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir eine gestiegene Anzahl an fertiggestellten Großprojekten, was zu einem Anstieg der Umsatzerlöse und damit einhergehend auch zu einem positiven Jahresergebnis führen sollte. Zudem hoffen wir, mittelfristig einen Anstieg der Ölpreise zu sehen, der durch gesteigerte Investitionsanstrengungen der Mineralölbranche auch unsere Umsatzerlöse positiv beeinflussen sollte. 4.2 Risikobericht Die Flowserve Hamburg GmbH ist sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite Wechselkursrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Wechselkursrisiken werden einzelfallbezogene Sicherungsgeschäfte abhängig von bestimmten Größenkriterien abgeschlossen. Dem grundsätzlichen Forderungsausfallrisiko begegnen wir durch ein regelmäßiges Monitoring der Offenen Posten. Zudem werden für Forderungsausfallrisiken einzelfallbezogen Wertberichtigungen vorgenommen und darüber hinaus eine pauschale Wertberichtigung gebildet. Abgesehen von dem Risiko, dass neue Großaufträge später als erwartet eingehen, sehen wir das größte Risiko in einem zunehmend umkämpften Markt mit weiter steigendem Preisdruck als Folge der Globalisierung. Dies führt bei uns zu einer ständigen Anpassung unserer Kostenstruktur, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Die Einkaufsabteilung unterstützt dieses Ziel mit weltweitem Einkauf von Material und Dienstleistungen zum besten Preis. Risiken aus der Umstellung von lokalen auf globale Lieferantenbeziehungen in Bezug auf die Qualität wird durch Verstärkung der Abteilungen Einkauf und Qualitätssicherung Rechnung getragen. Nicht eingeschätzt werden kann das Risiko der hohen Staatsverschuldung einiger Länder auf die weltweiten Finanzmärkte und damit auf die Finanzierung von Großprojekten der Gesellschaft. Aus der aktuellen Eurokrise könnte weltweit eine deutliche Abschwächung der Konjunktur erwachsen. Daneben ist die Flowserve Hamburg GmbH Risiken aus einem sinkenden bzw. stagnierenden Ölpreis ausgesetzt. Dieses Risiko resultiert aus dem hohen Umsatzvolumen, welches wir mit der Erdölproduzierenden Branche tätigen. Bei einem niedrigen Ölpreis sinken die Investitionen der Marktteilnehmer und damit unter Umständen unsere Auftragseingänge. Dieser Trend der Geschäftsentwicklung ist auch 2016 - 2017 zu erwarten. 4.3 Chancenbericht Für das Jahr 2016 und 2017 liegen die Chancen in der Fertigstellung und Auslieferung der verbleibenden Großprojekte aus dem Auftragsbestand, was zu einem feststehenden Sockel an Umsatzerlösen führen wird. Daneben sehen wir jedoch auch Chancen, weitere Großprojekte zu akquirieren, um weiterhin eine hohe Kapazitätsauslastung erreichen zu können. Hier erwarten wir insbesondere, dass sich die Verstärkung unserer Marketingaktivitäten in diesem Bereich bemerkbar machen wird und wir zukünftig mit einer größeren Anzahl von Marktteilnehmern Projekte realisieren werden. Aufbauend auf den hohen Umsätzen der letzten Jahre werden wir uns zudem verstärkt auf den profitablen After-Market Bereich fokussieren und erwarten somit ein steigendes Service- und Ersatzteilgeschäft. Zudem sehen wir aufgrund des niedrigen Niveaus des Ölpreises seit Mitte 2014 bis heute eine Chance in der Verteuerung des Rohöles und einer damit einhergehenden Erholung der Investitionsbereitschaft der Mineralölbranche. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang 2015I. ALLGEMEINE ANGABENDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Flowserve Hamburg GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag waren nicht zu beachten. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear, im Zugangsjahr anteilig, abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert voraussichtlich dauerhaft unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Über die folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die Sachanlagen abgeschrieben:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird folgende Vereinfachung genutzt: Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau werden mit Ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. 2. Finanzanlagevermögen Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. 3. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Halb- und Fertigfabrikate werden mit ihren Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten die gemäß § 255 Abs. 2 HGB anzusetzenden Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie einen angemessenen Teil der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthalten. Die Vorräte werden zu gleitenden gewichteten Durchschnittspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden systembedingt zu Normalstunden und gewichteten durchschnittlichen Materialkosten bewertet. Den Lagerhaltungsrisiken wird durch angemessene Abschläge auf die Vorräte Rechnung getragen. Bei verminderter Verwertungsfähigkeit erfolgt wie im Vorjahr eine vollständige Abwertung aller Bestände, die über einem 4 Jahresverbrauch liegen. Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens werden mit Ihren Anschaffungskosten angesetzt. 4. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. 7. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem im November 2015 prognostizierten Zinssatz auf Grundlage der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,89 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % / 1,00 % zugrunde gelegt sowie eine angemessene Fluktuation p. a. unterstellt. Bei der Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden ebenfalls die Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus der Altersteilzeit wird eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,00 % p.a. berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus der Altersteilzeit werden mit 3,89 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) abgezinst. Sie berücksichtigen die Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Einzelverträgen. Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), bilanziert. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre über die erwartete Restlaufzeit abgezinst. 8. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert bilanziert. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 10. Umrechnung von Fremdwährungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum niedrigeren und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum höheren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen / -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 11. Latente Steuern Aufgrund des Einbezuges der Gesellschaft in die Organschaft der Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH sind latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft nicht zu bilanzieren. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen 1.1 Sachanlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist aus dem separaten Anlagespiegel ersichtlich. 1.2 Finanzanlagen Die Gesellschaft ist weiterhin an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % des Kapitals beteiligt:
(Die Angaben erfolgen mit Stand zum 31. Dezember 2011. Werte in Auslandswährung wurden mit dem Stichtagskurs 18,887 MXP/EUR per 31. Dezember 2015 umgerechnet.) 2. Umlaufvermögen 2.1 Vorräte Erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 74.312 (im Vorjahr TEUR 61.777) wurden zum Stichtag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den Lagerhaltungsrisiken wird durch angemessene Abschläge auf die Vorräte Rechnung getragen. Diese beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.501 (im Vorjahr TEUR 6.288). Davon betreffen TEUR 341 (im Vorjahr TEUR 883) Abwertungen aus der Anwendung des Niederstwerttests zum Abschlussstichtag. 2.2 Forderungen Soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, haben alle Forderungen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 2.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen In diesem Posten sind kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 10.583 (im Vorjahr TEUR 5.161) sowie Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von TEUR 7.795 (im Vorjahr TEUR 5.601) enthalten. 2.4 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Forderungen aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer sowie Reisekostenvorschüsse. 3. Eigenkapital und Konzernzugehörigkeit 3.1 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wurde zum Bilanzstichtag von der Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH, Hamburg gehalten. Seit dem 8. August 2000 ist die Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH ein Tochterunternehmen der Flowserve Dortmund GmbH & Co. KG, Dortmund. Das gezeichnete Kapital ist bisher nicht auf Euro umgestellt und beträgt TDM 20.087. 3.2 Kapitalrücklage Das Ergebnis 2014 wurde in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. 3.3 Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. 4. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von brutto TEUR 13. Diese wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 13 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde mit Hilfe anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die laufende Restrukturierung, Gewährleistungsverpflichtungen, nicht genommenen Urlaub, Provisionen für bereits gelieferte Waren und Leistungen, sowie Überstunden und Gleitzeitüberhänge. 5. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sicherheiten wurden für diese Verbindlichkeiten nicht geleistet. 5.1 Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen sind in 2015 um TEUR 12.535 auf TEUR 74.312 angestiegen. 5.2 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. 5.3 Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen die laufende Leistungsverrechnung. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich regional und nach Produktgruppen wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Vertriebskosten, der Personalgestellung für ein verbundenes Unternehmen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Erträge in Höhe von TEUR 2.031 (im Vorjahr TEU 122) ergeben sich aus der Währungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 HGB. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 834 (im Vorjahr TEUR 732), die sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war im Wesentlichen das Ergebnis von gesunkenen Vertriebskosten und Lizenzgebühren (TEUR -3.991) sowie aus deutlich geringeren Aufwendungen für die Bildung von Garantierückstellungen (TEUR -584). Zudem waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr einmalig durch Aufwendungen aus Anlagenabgängen aufgrund der Aufgabe eines Forschungsprojektes beeinflusst (TEUR 619). Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.917 (im Vorjahr TEUR 91) ergeben sich aus der Fremdwährungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 HGB. 4. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen i.S.d. § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 592 (im Vorjahr TEUR 525). 5. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge Aus der Anwendung der durch das BilMoG geänderten handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (Art. 67 Abs. 1 i.V.m. Abs. 7 EGHGB) ergaben sich im Vorjahr außerordentliche Aufwendungen aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 241. Zum 31. Dezember 2015 besteht keine Unterdeckung mehr. V. SONSTIGE ANGABEN1. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Belegschaftsstärke im Berichtsjahr betrug 113 gewerbliche Mitarbeiter und 123 Angestellte. 2. Finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Für längerfristige Miet- und Leasingverträge, im Wesentlichen für ein CNC Bearbeitungszentrum, Personenkraftwagen, Telefonanlage, Faxgeräte und Fotokopierer bestanden zum 31. Dezember 2015 künftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 563. Diese gliedern sich wie folgt nach Ihrer Fälligkeit:
3. Haftungsverhältnisse Es bestehen Verpflichtungen allein aus Gewährleistungsverträgen, die auf die aus vereinbarten Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden sich ergebenden vertraglichen Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft entfallen und für die von Banken selbstschuldnerische Bürgschaften übernommen wurden. Die Eventualverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Anzahlungsbürgschaften für Großprojekte. Die Gesamthöhe beträgt TEUR 6.504 (im Vorjahr TEUR 9.223). Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften wird, da es in der Vergangenheit zu keinen wesentlichen Inanspruchnahmen gekommen ist, als unwahrscheinlich angesehen. 4. Prüferhonorar Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar beträgt TEUR 128 (im Vorjahr TEUR 134)und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen. 5. Geschäftsführung Im abgelaufenen Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren zum Geschäftsführer bestellt:
Im Geschäftsjahr erhielt von der Gesellschaft keiner der beiden Geschäftsführer Bezüge für seine Tätigkeit. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 197 (im Vorjahr TEUR 192). Zahlungen an ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen wurden in Höhe von TEUR 14 (im Vorjahr TEUR 14) geleistet. 6. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH, Hamburg, abgeführt. 7. Konzernzugehörigkeit Die Flowserve Hamburg GmbH gehört über die Alleingesellschafterin, Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH, Hamburg, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, zum Konzern der Flowserve Corporation, Irving/Texas/USA. Die Gesellschaft wird in den nach amerikanischen Rechnungsgrundsätzen aufgestellten Konzernabschluss der Flowserve Corporation, Irving, USA, einbezogen (Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen). Dieser Konzernabschluss ist bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D.C. 20549, Commission File No. 001-13179 offen gelegt worden. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Flowserve Corporation, 5215 N.O`Connor Blvd., Suite 2300, Irving Texas.
Hamburg, den 30. Juli 2016 Flowserve Hamburg GmbH. Die Geschäftsführung Sebastian Rabold Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Flowserve Hamburg GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 22. September 2016 PricewaterhouseCoopers
Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt. |
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