Kersting Transport GmbHLiquidiert
58455 Witten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Kersting seit 25.7.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kersting Transport GmbHWittenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.11.2023Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. November 2023I. Geschäftsmodell des Unternehmens Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Spedition mit Firmensitz in Witten. Ein weiteres Büro befindet sich in Hagen. Der Betrieb ist von Beginn bis heute familiengeführt. Das Unternehmen ist nach dem Wachstum der letzten Jahren deutlich geschrumpft und beschäftigt im Durchschnitt 125 (Vorjahr: 176) Arbeitnehmer in Festanstellung. Wir übernehmen für unsere Kunden alle logistischen Aufgaben und Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung des Warenflusses. Die Kersting Transport GmbH bietet individuelle Logistiklösungen für Handel und Industrie an. Das Haupteinsatzgebiet ist der wechselseitige Verkehr von Paketzentren und Depots zu den Unternehmen. Die Hauptregion ist der Nahverkehr im Ruhrgebiet, im Sauerland sowie im Rheinland. Es existiert eine eigene Werkstatt. Die Fahrzeugflotte ist an verschiedenen Standorten stationiert. Neben eigenen Fahrzeugen können wir insbesondere auch auf Fahrzeuge von langjährigen Partnern zugreifen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 wurde die weltwirtschaftliche Entwicklung stark von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie weltweit steigenden Inflationsraten und Zinsen beeinflusst. Die Rückgänge des Gütertransportmarktes sind eine direkte Folge des wirtschaftlichen Abschwungs in Europa. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds lag das BIP-Wachstum in Europa im Jahre 2023 bei nur 0,7 %. Hinzu kommt, dass die deutsche Wirtschaft ein negatives Wachstum verzeichnete. Auch die europäische Industrie entwickelt sich schwächer, während die hohe Inflation und die Lebenshaltungskosten den Konsum negativ beeinflussen. All dies bewirkte, dass das Transportaufkommen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen ist. In Deutschland sank das BIP im Jahr 2023 um 0,3 %. Die wirtschaftliche Lage war geprägt von extremen Energiepreiserhöhungen, Material- und Lieferengpässen, stark steigenden Preisen für Nahrungsmittel und anderen Konsumgütern sowie einem anhaltenden Fachkräftemangel. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage im In- und Ausland (Destatis Pressemitteilung vom 15.01.2024). Die Logistikbranche ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Millionen Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Dies entspricht im Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 %, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist (BVL). Das Umfeld ist durch verschiedenste Einflüsse geprägt. Branchenspezifische, außen- und innenpolitische, gesetzliche und wirtschaftliche Veränderungen in der Welt wirken sich auf das Tagesgeschäft und den Erfolg unseres Unternehmens aus. Die weitere Entwicklung in der Ukraine und die damit zusammenhängenden Außenhandelsbeziehungen mit Russland bleiben dabei weiterhin fraglich. Diese Einflüsse sind durch uns nicht beeinflussbar. Wir beobachten diese aber und versuchen unser Handeln darauf einzustellen. 2. Geschäftsverlauf a) Ertragslage Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Umsatz- und Betriebsergebnisentwicklung. Betriebsergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Umsatzerlöse haben sich im Rumpfgeschäftsjahr um TEUR 3.437 (-14,2 %) auf TEUR 20.784 verringert. Das kürzere Rumpfgeschäftsjahr bei einer schwachen Konjunktur führten zu rückläufigen Umsatzerlösen. Die Erlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Im Berichtsjahr 2023 ist ein Rückgang des Materialaufwands von TEUR 2.887 (-17,0 %) zu verzeichnen. Der Rückgang trotz steigender Kosten für Fahrzeuge wie Kraftstoff, Reparaturen und Mautgebühren resultiert aus der gesunkenen Fahrtleistung. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 550, also 7,6 % gesunken und beträgt im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 6.686 (Vorjahr: TEUR 7.236). Die Rohertragsmarge beträgt 32,2 % (Vorjahr: 29,9 %). Die relative Verbesserung der Marge resultiert aus der zeitversetzen Weitergabe von Kostensteigerungen an die Kunden. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 352 (-5,5 %) auf TEUR 6.056 gesunken. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Berichtsjahr um 10 auf durchschnittlich 186 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 472 (25,0 %) auf TEUR 2.360 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus den Kosten für Insolvenzberatung sowie für Fremdleistungen. Der Betriebsverlust betrug um Rumpfgeschäftsjahr 2023 TEUR 1.804 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 664 deutlich erhöht. Der Verlust wurde negativ durch die Insolvenz beeinflusst, wie Verfahrens- und Restrukturierungskosten sowie Umsatzsteuer-Korrekten von insgesamt TEUR 492. Der Jahresfehlbetrag betrug für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 TEUR 1.851 (Vorjahr: TEUR 997). b) Finanzlage Die Eigenkapitalsituation hat sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich verschlechtert. Die Eigenkapitalquote betrug im Berichtsjahr -12,8 % und ist somit 35,1 %-Punkte niedriger als im Vorjahr. Der Bestand an liquiden Mitteln stieg zum Geschäftsjahresende auf TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 687). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich ein negativer Cashflow. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Stichtag auf TEUR 1.813 erhöht (Vorjahr: TEUR 1.785). Die langfristige Kreditfinanzierung erfolgt insbesondere über ein im Jahr 2022 aufgenommenes KfW-Darlehen über TEUR 1.500. c) Vermögenslage Das Sachanlagevermögen liegt bei TEUR 608 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 79 erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 10,7 %. Investitionen von TEUR 85 entfallen auf EDV Software und von TEUR 135 auf Fahrzeuge. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 670 (-21,6 %) auf TEUR 2.428 verringert (42,8 % der Bilanzsumme). Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.828 (32,2 % der Bilanzsumme). Der starke Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.803 auf TEUR 1.914 resultiert insbesondere aus den aufgrund der Insolvenz nicht ausgezahlten Gehältern sowie den darauf entfallenden Abgaben. d) Gesamtaussage Die Geschäftsführung hat mit einem Rückgang von Umsatz und Ergebnis gerechnet. Der Umsatz für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 liegt mit 14,2 % unter dem Vorjahresumsatz, der Betriebsverlust hat sich nochmal erhöht. Insgesamt können wir mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden sein. Die Kersting Transport GmbH weist eine unstabile Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auf. Der Rohertrag hat sich im Geschäftsjahr aufgrund der erschwerten Bedingungen verschlechtert. Aufgrund dessen, dass sich kaum Fahrzeuge im Anlagevermögen befinden, sondern kurzfristig gemietet sind sowie durch den vermehrten Einsatz der Subunternehmer, war in diesem Bereich mit höheren Kosten zu rechnen, was das Ergebnis negativ beeinflusst hat. III. Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwartet das Unternehmen ein sehr schwieriges Marktumfeld. Die jüngste Krise, die durch den Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 ausgelöst wurde, sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen stellt ein weiteres Risiko für das Unternehmen dar. Obwohl der Anteil Russlands und der Ukraine am Geschäftsvolumen des Unternehmens sehr gering ist, werden steigende Energie- und Rohstoffpreise, Engpässe in den globalen Lieferketten und eine Störung der Nachfrage sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Aber auch steigende Kosten und Personalmangel stellen die Transport- und Logistikbranche 2024 vor eine wirtschaftliche Herausforderung. Insbesondere die Anhebung der LKW-Maut und die CO 2 -Preiserhöhung führen zu Kosten- und Preissteigerungen. Das Unternehmen geriet im Jahr 2023 in eine existenzbedrohende Krise. Ursächlich war das unkontrollierte Wachstum nach Ende der Corona-Pandemie verbunden mit einer nicht ausreichenden Auftragskalkulation. Die bereits geringen Margen wurden durch starke Energiepreiserhöhungen vollständig aufgezehrt. Am 25. September 2023 wurde deshalb ein Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach § 270 InsO wurde am 1. Dezember 2023 eröffnet. Der Insolvenzplan wurde am 11. April 2024 bestätigt und das Verfahren zum 8. Juli 2024 wieder abgeschlossen. Als Maßnahmen wurde ein stärkeres Controlling eingerichtet, um die Auslastung besser zu steuern und Aufträge besser kalkulieren zu können, der Fuhrpark wurde verringert und Personal abgebaut. Die Gläubiger haben auf den Großteil ihrer Ansprüche verzichtet. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Sanierung blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft. Das Rumpfgeschäftsjahr 2023/2024 läuft vom 1. Dezember 2023 bis zum 8. Juli 2024. Für diesen ca. 8 monatigen Berichtszeitraum erwartet die Geschäftsführung einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse auf ca. EUR 14 Mio. aufgrund des kürzeren Zeitraums. Der Betriebsverlust wird sich deutlich verringern auf ca. EUR 1 Mio. aufgrund der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen. Aufgrund des Sanierungsgewinns nach Abschluss der Insolvenz wird ein Jahresüberschuss von ca. EUR 2 Mio. erwartet. IV. Chancen und Risiken 1. Risikobericht Finanzinstrumente bestehen aus Forderungen, Verbindlichkeiten, Bankdarlehen sowie liquiden Mitteln. Am bestehenden Finanzmanagement wird festgehalten. Es ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die immer weitere Ausweitung der Zahlungsziele der Kunden muss beobachtet werden, das Forderungsmanagement wird verstärkt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, Liquiditätsreserven und Forderungen gedeckt. Die langfristige Finanzierung erfolgt neben dem Eigenkapital über Bankdarlehen. Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nicht. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Während die Aufhebung der Corona-Einschränkungen in Europa eigentlich zu einer Erholung der Gesamtwirtschaft führen sollte, treffen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise, sowie die steigende Inflation die Bevölkerung und Unternehmen schwer. Die erhöhten Preise könnten zu einer erheblichen Auswirkung auf die Ergebnisse der Unternehmen haben, da die Weitergabe der erhöhten Betriebskosten in Form von Preiserhöhungen an den Kunden nur begrenzt möglich und teils zeitverzögert durchsetzbar sind. Von einem dynamischen Wachstum kann in den kommenden Jahren nicht die Rede sein. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend über Eigenkapital. Allerdings wurde im Jahr 2022 ein Kredit aufgenommen, um eventuelle Engpässe aufzufangen. Die Geschäftsleitung verfolgt die derzeitige Situation mit allen vorab beschriebenen Schwierigkeiten genau, um bei Bedarf zeitnah reagieren zu können. Die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit hängt in hohem Maße davon ab, dass hochmotivierte Mitarbeiter langfristig an die Gesellschaft gebunden werden. Die Geschäftsführung hält temporär an ihrem Konzept fest. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden werden seit jeher minimiert. Eine ausgewogene Kundenstruktur mit Geschäftspartnern der verschiedensten Branchen wird auch in Zukunft verfolgt. Das Forderungsmanagement gewinnt an Bedeutung und bindet Ressourcen. Durch die regelmäßige Überprüfung und Anpassung des Versicherungsschutzes werden sowohl die Haftungsrisiken bei Schadensfällen als auch zur Absicherung des Forderungsbestandes minimiert. 2. Chancenbericht Die Chancensituation auf dem deutschen Markt hat sich nach der Corona-Pandemie für die Zukunft grundsätzlich positiv entwickelt. Nach Ansicht der Geschäftsleitung besteht nach wie vor ein großes Wachstumspotenzial. Die Kersting Transport GmbH wird auch zukünftig ihre Anstrengungen stetig ausbauen, um den Markt mit Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität zu begegnen und im Wettbewerb weiterhin vorn zu bleiben. Durch die dauerhafte und regelmäßige Analyse und Anpassung kann finanzielle Stabilität erreicht werden. Die ausgewogene Kundenstruktur hat sich bereits bewährt und bietet auch in dieser wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierigen Zeit das bestmögliche Maß an Sicherheit, um wirtschaftlich, aber auch verantwortungsvoll für die Mitarbeiter zu agieren und zu bestehen. Auch hier gilt, auf längerfristige Verträge zu bauen und zukunftsträchtige Branchen von der Qualität der Dienstleistung zu überzeugen.
Witten, 18. Dezember 2024 gez. Christoph Kersting, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. November 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag 30. November 2023 die Voraussetzung einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Das Geschäftsjahr entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird ein Rumpfgeschäftsjahr zum 30. November 2023 gebildet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden gemäß den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben, soweit dies mit den handelsrechtlichen Regelungen in Einklang steht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert angesetzt. Angemessene Einzelwertberichtigungen wurden gebildet. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Leistungsverkehr wurde mit 1,0 % bemessen. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, gebildet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist mit dem Nennwert bilanziert und beträgt unverändert EUR 25.000,00. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken ab, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagespiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen (Anlage). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen die Gesellschafter in Höhe von EUR 75.970,44 (Vorjahr EUR 78.150,00) stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vorsteuerguthaben, Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerforderungen in Höhe von EUR 241.617,39 (Vorjahr EUR 421.017,56) sowie gezahlte Kautionen und Forderungen gegen Personal. Sie sind in Höhe von EUR 153.195,00 (Vorjahr: EUR 98.195,00) in mehr als einem Jahr fällig. Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind ausschließlich Rückstellungen für ungewissen Verbindlichkeiten enthalten. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsrückstellungen, für Jahresabschlusserstellung, -prüfung und Offenlegung und Steuererklärungen und Tantiemezahlungen, Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 3.641.333,02 gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten aperiodische Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von EUR 24.300,00 (Vorjahr EUR 1.350,00). Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält aperiodische Aufwendungen aus der Insolvenz und Restrukturierung in Höhe von EUR 492.420,09 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie übrige in Höhe von EUR 50.925,06 (Vorjahr EUR 21.546,97). IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Verträgen über Gebäudemiete und Fahrzeugleasing mit einem jährlichen Aufwand in Höhe vom EUR 94.312,00. Mitarbeiter Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:
Geschäftsführung Alleingeschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Christoph Kersting, Witten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zu Kredit- und Haftungsverhältnissen gegenüber Organmitgliedern Die Gesellschaft hat dem Geschäftsführer ein jederzeit fälliges Darlehen in Höhe von EUR 25.329,18 (Vorjahr: EUR 20.930,34) gewährt, welches mit 4% p.a. verzinst wird. Im Rumpfgeschäftsjahr gingen EUR 4.398,84 zu. Nachtragsbericht Am 25. September 2023 wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach § 270 InsO wurde am 1. Dezember 2023 eröffnet. Der Insolvenzplan wurde am 11. April 2024 bestätigt und das Verfahren zum 8. Juli 2024 wieder abgeschlossen. Wir weisen in diesem Zusammenhang ergänzend auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel Prognosebericht hin.
Witten, 18. Dezember 2024 gez. Christoph Kersting, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kersting Transport GmbH, Witten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kersting Transport GmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kersting Transport GmbH, Witten, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. November 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. November 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 18. Dezember 2024 HSMV
- Hansen Schotenroehr Müller Voets
Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer Stefan Niemann, Wirtschaftsprüfer |
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