OHRMANN Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Schäfers seit 16.9.2025 | Prokura |
Gesa Sophia Ohrmann seit 22.10.2019 | Geschäftsführer |
Alrun Ohrmann seit 21.8.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.50% | |
| 21.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ohrmann GmbHMöhneseeJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023OHRMANN GMBH, MÖHNESEEGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen Geschäftsmodell Die Ohrmann GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Sondermaschinen rund um die Zuführung und Montage von Dichtungen. In diesem Marktsegment ist das Unternehmen mit Sitz in Südwestfalen weltmarktführend und bietet neben kundenindividuellen Sonderlösungen auch standardisierte Einheiten zur Montage von Dichtungen an. Das Portfolio umfasst Maschinen aller Automatisierungsgrade: von Handvorrichtungen über halb- und vollautomatische Vorrichtungen sowie Integrationsmodule bis hin zu vollautomatisierten Montageanlagen. Das Unternehmen verfügt über umfassende Kompetenzen in der Vollautomatisierung von Montageprozessen, weit über die reine Zuführung und Montage von Dichtungen hinaus. Die Ohrmann GmbH ist für ihre Kunden Lösungspartner und Know-How-Träger bei der Konzeptionierung und Entwicklung anforderungsgerechter Montage- und Automatisierungslösungen. Bei Bedarf werden Automatisierungsvorhaben mit umfangreichen Vorversuchen und Machbarkeitsstudien evaluiert. Ziel ist es, für den Kunden eine Lösung zu erarbeiten, die die Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit der Automatisierung gleichermaßen erfüllt. Die Langlebigkeit und das hohe Qualitätsniveau der gelieferten Maschinen sichern dem Kunden eine langfristig hohe Gesamtanlageneffektivität. Zu diesem Zweck liefert das Unternehmen nicht nur Ersatzteile, sondern bietet seinen Kunden anforderungsgerechte Konzepte für Wartungs- und Servicedienstleistungen. Im Falle von Produktänderungen oder bei Umstellungen im Produktionsprogramm bietet die Ohrmann GmbH ihren Kunden als Spezialist für Sonderlösungen passgenaue Um- und Nachrüstungen an. Absatzbranchen und Regionen Das Unternehmen ist vom Standort in Möhnesee aus international tätig. Die bedeutendsten Märkte sind Deutschland, die EWR-Staaten zzgl. der Schweiz, sowie USA und China. Zum weit gefächerten Kundenkreis zählen Unternehmen aus der Automobilbranche und der Zuliefererindustrie, aus dem Maschinen- und Anlagenbau, Armaturen- und Fittinghersteller, Unternehmen der Medizintechnik sowie Hersteller von Komponenten und Systemen im Bereich Fluidtechnik, Pneumatik, Hydraulik und Elektronik. Das Unternehmen erschließt sich sukzessive weitergehende Anwendungsfelder in allen Bereichen, in denen gegen Gas- oder Fluidaustritt abgedichtet werden muss. Entwicklung Das Unternehmen deckt mit der Zuführung und Montage von Dichtungen und biegeschlaffen Bauteilen ein Nischensegment in der Montageautomation ab. Als Technologieführer, kommt der Vorausentwicklung eine zentrale Bedeutung zu. Im Jahr 2023 sind erneut mehrere neue Patente und Gebrauchsmuster angemeldet worden. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Kalenderjahr 2023 hat sich die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,1 % besser entwickelt als prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 dennoch eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Betrachtet man das Wachstum im Euro-Raum, so ist es mit +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind in Europa weiterhin deutlich zu spüren. Im Verlauf des Jahres haben die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten sukzessive abgenommen. Die Knappheit bei Materialien hat sich weitgehend entspannt. Die Kreditkosten entwickelten sich durch Einhaltung der restriktiven Geldpolitik der Nationalbanken weiter hoch. Im Jahresverlauf gingen die Inflationsraten in den meisten Ländern zurück, waren allerdings noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei ca. +6,8 %, die Inflationsrate in Deutschland bei +5,9 %. Quelle:: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023, Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Durch die andauernden, unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage bei den Investitionsgütern in Deutschland schwächer aus als im Vorjahr. Nach den aktuellen vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland 2023 um real 0,7 % gesunken. Im ersten Halbjahr konnte die Produktion noch von hohen Auftragsbeständen gepuffert werden, diese Stütze brach im Laufe des Jahres Stück für Stück weg und die Auftragsreichweite im Maschinen- und Anlagenbau sankt aufgrund einer stark abnehmenden Marktdynamik von 12,2 Monaten im Sommer 2023 auf 10,3 Monate zum Jahresende. Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA Die Robotik- und Automationsbranche, ein Teilbereich des Maschinenbaus, entwickelte sich im Gegensatz zum allgemeinen Maschinenbau jedoch sehr erfreulich. Zum Jahresende 2023 prognostiziert der Fachbereich "Robotik und Automation" des VDMA für das Jahr 2023 ein Umsatzplus von 13,6 %. Während das Umsatzniveau im Vorjahr 2022 noch leicht unter dem Ausgangsniveau von 2019 vor der Pandemie gelegen hatte, erreicht es für 2023 einen neuen Rekordwert von voraussichtlich 16,2 Mrd. Euro. Damit entwickelt sich die Robotik- und Automationsbranche deutlich besser als der Gesamtmaschinenbau und spiegelt nach Einschätzung des Fachverbandes die Rolle von Automatisierung als Schlüsseltechnologie für die Transformation der Industrie. Quelle: Pressemitteilung VDMA R+A 18.12.2023 Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 ist die Nachfrage als sehr stark einzustufen. Lediglich zum Jahresende nimmt die Dynamik in der Anfragetätigkeit leicht ab. Insgesamt steigt der Auftragseingang um 5,2 % ggü. dem Vorjahr und erreicht nach dem Rekordwert des letzten Jahres ein neues Hoch. Dieser liegt damit erneut erheblich über den Werten, die in der Vergangenheit erreicht wurden. Der Auftragsbestand steigt in der Folge in 2023 um 17,7 % ggü. dem Vorjahr an. Die Auftragsreichweite liegt zum Stichtag bei mehr als einem Jahr bezogen auf dem für 2024 geplanten Leistungsziel. Es können in 2023 bereits Aufträge generiert werden, die für den Sondermaschinenbereich eine Grundauslastung bis in 2025 hinein sicherstellen. Aufgrund des soliden Auftragsbestandes sind die Kapazitäten in 2023 das ganze Jahr über voll ausgelastet und die Leistung des Unternehmens kann ggü. 2022 erheblich gesteigert werden. Damit einher gehen Kapazitätserweiterungen durch Neueinstellungen, da das Unternehmen auch für 2024 durchgehend von einer Vollauslastung ausgeht. Die Zahl der Beschäftigten steigt um 5,2 % ggü. dem Vorjahr und liegt im Jahresmittel bei 179 Mitarbeitenden (inkl. Auszubildenden und Aushilfen) gegenüber 170 im Vorjahr. Die Leistungssteigerung bildet die Grundlage für das gute Jahresergebnis in 2023, welches in 2022 noch deutlich unter den Auswirkungen margenschwacher Projekte der Vorjahre gestanden hatte. Dass die Kennzahlen bzgl. Liefertreue und Qualität in 2023 gegenüber dem bereits sehr guten Niveau von 2022 erneut verbessert werden können, zeigt, dass die Leistungssteigerung nicht zu Lasten der Qualität geht. So liegt der Abnahme- und Freigabeerfolg für Kundenabnahmen im Jahr 2023 bei 99,6 % erneut auf einem Top-Niveau (Vorjahr: 97,6 %). Das Unternehmen zeigt sich somit im Zuge der dynamischen und sprunghaften wirtschaftlichen Erholung, als anpassungsfähig und vorbereitet. Einschränkungen aufgrund gestörter Lieferketten nehmen im Jahresverlauf an Bedeutung ab und beeinflussen die Geschäftsabläufe nur noch im Einzelfall. Aufgrund der anhaltenden Fragilität der Lieferketten bleibt das Thema aber weiterhin in enger Beobachtung, um im Zweifel schnell reagieren zu können. Die Geschäftsentwicklung ist für 2023 unter Berücksichtigung der oben genannten Einflussgrößen als durchweg gut zusammenzufassen. Lage des Unternehmens Ertragslage Der Umsatz in 2023 steigt gegenüber dem Vorjahr erheblich. Eine vollständige Erholung auf das durchschnittliche Umsatzniveau der Jahre 2018 bis 2020 ist weiterhin nicht erreicht, aber für 2024 absehbar. Der Bestand an Halbfabrikaten sowie der Materialaufwand steigen durch die gute Auftragslage ebenfalls an. Die betriebliche Leistung liegt erheblich über dem Vorjahresniveau und der Rohertrag steigt um 23 % auf 19.664 EUR an. Der Personalaufwand steigt aufgrund des Personalaufbaus in Folge der sehr guten Auslastung um 5 % auf 12.797 TEUR. Der Jahresüberschuss liegt bei 2.475 TEUR und kann nach dem ungewöhnlich schwachen Jahr 2022, in dem mehrere margenschwache Aufträge aus der Zeit der Corona-Pandemie abgeschlossen wurden, wieder an die guten Werte der Vorjahre anschließen. Finanzlage Im Betrachtungszeitraum verändert sich der Bestand an flüssigen Mitteln um 3.739 TEUR auf 25.499 TEUR. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Kurzfristige Verbindlichkeiten können aus den liquiden Mitteln gedeckt werden. Die Liquiditäts- und Finanzsituation der Ohrmann GmbH ist daher weiterhin als überaus stabil zu bezeichnen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 5.739 TEUR und damit um 15,5 % auf 42.840 TEUR. Durch die gute Auftragslage steigt zum einen der Bestand an unfertigen Erzeugnissen, zum anderen verzeichnet das Unternehmen deutlich gestiegene Anzahlungen. Auf der Aktivseite bleibt das Anlagevermögen ohne nennenswerte Veränderungen. Die Bilanzverlängerung zeigt sich auf der Aktivseite im Umlaufvermögen. Wesentlich tragen dazu der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse sowie die Erhöhung des Kassenbestandes bei. Auf der Passivseite steigt das Eigenkapital von 20.096 TEUR auf 22.571 TEUR an. Dennoch sinkt die Eigenkapitalquote von 54,2 % auf 52,7 %, im Wesentlichen bedingt durch die erhöhten kurzfristigen Verbindlichkeiten im Zuge der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Prognose Die Erwartungen in Bezug auf die weltwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von +3,1 %. Die Prognose könnte durch Abwärtsrisiken beeinflusst werden, dazu zählen der anhaltende Krieg in der Ukraine und dem weiteren Anstieg der Kerninflation. Ein möglicher wirtschaftlicher Aufschwung könnte auch eintreten, falls die Inflation schneller als erwartet sinkt und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Das ifo Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V) schätzt die Wirtschaftsleistung in Deutschland allenfalls verhalten ein und rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von +0,2 %. Weiter rechnet das Institut im Jahr 2024 mit einer Inflation von ca. 2,3 %. Quelle: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo Institut), ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 Stand: 06. März 2024 Der VDMA rechnet mit einem herausfordernden Jahr und erwartet ein Rückgang der realen Produktion im Bereich Maschinen- und Anlagenbau in Höhe von 4 %. Quelle: VDMA (Originaltext) Die Robotik- und Automationsbranche, ein Teilbereich des Maschinenbaus, prognostiziert für das Jahr 2024 jedoch entgegen der allgemeinen Entwicklungserwartung im Maschinenbau einen Anstieg des Umsatzes um 4 % in Deutschland. Quelle: Pressemitteilung VDMA R+A 18.12.2023 Prognose zum Geschäftsverlauf Die Erwartungen zum Geschäftsverlauf 2024 sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt entgegen der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Marktlage, aber analog zur Prognose des VDMA Fachbereichs Robotik und Automation für das Marktsegment, als positiv zu bezeichnen. Das Unternehmen verfügt zum gegenwärtigen Zeitpunkt über einen sehr guten Auftragsbestand, der eine gute Grundauslastung für 2024 gewährleistet und zum Teil bis in das Jahr 2025 hineinreicht. Für das Jahr 2024 wird erneut ein deutliches Umsatzplus erwartet, auch wenn in Bezug auf den Auftragseingang eine konjunkturelle Abschwächung erwartet wird. Dies trübt jedoch nicht die grundsätzlich positive Einschätzung für die Geschäftsentwicklung für 2024. Das Unternehmen sieht sich gegenüber konjunkturellen Unwägbarkeiten gut gewappnet. Für 2024 geht das Unternehmen von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Da eine neuerliche, leichte Erhöhung der betrieblichen Leistung bei sich proportional verhaltender Kostenstruktur erwartet wird, rechnet das Unternehmen in der Folge mit einem positiven Unternehmensergebnis in der Region des Jahres 2023 oder leicht darüber. Prognose zur Lage des Unternehmens Das Unternehmen ist finanziell unabhängig und solide finanziert. Die Strategie zum Ausbau und Weiterentwicklung der Organisation und der Technik wird weiter fortgesetzt, die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln. Die Lage des Unternehmens bewerten wir in Bezug auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für 2024 daher als uneingeschränkt positiv. Chancen- und Risikobericht Chancenbericht Das Unternehmen verfügt über eine sehr gut ausgebildete Belegschaft und schafft gezielt Weiterentwicklungsmöglichkeiten, um neu entstehende Stellenbilder zu besetzen und Leistungsträger*innen an das Unternehmen zu binden. So werden Chancen realisiert, die für das Geschäftsmodell des Unternehmens relevant sind. Das Unternehmen baut gezielt Strukturen zur Förderung der Mitarbeitenden-Partizipation auf und betrachtet die neu etablierten Strukturen als zentrales Element der Organisationsentwicklung. Weiterhin ist das Unternehmen vorausschauend in der Auseinandersetzung mit den Anforderungen aus der Nachhaltigkeitsgesetzgebung, die das Unternehmen indirekt betreffen wird. Das Unternehmen bereitet sich gezielt darauf vor, für das Geschäftsjahr 2025 erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen zu können. Es passt Verantwortlichkeiten, Strukturen und Prozesse entsprechend an. Die Anforderungen aus der CSRD, VSME und ESRS betrachtet das Unternehmen auch als Chance, Nachhaltigkeitsstrategie und Unternehmensstrategie integriert zu denken und zu verzahnen. Nachdem das Unternehmen im Frühjahr 2023 erfolgreich als Ökoprofit-Betrieb ausgezeichnet wurde, nimmt das Unternehmen seit 2023 am Projekt CO 2 Plan teil. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert, um KMU in der Erstellung ihres spezifischen CO 2 -Minderungsfahrplans zu unterstützten und konkrete Reduktionsmaßnahmen einzuleiten. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2025. Die CO 2 -Minderungsfahrplan und die Maßnahmenverfolgung werden sodann in den Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 integriert. Das Unternehmen ist fokussiert auf den Ausbau der Marktstellung und die Sichtbarkeit der Marke OHRMANN in den Zukunftsfeldern. Entsprechend werden Unternehmensmarketing und die Entwicklung des Leistungsportfolios 2024 mit unveränderter Intensität fortgesetzt. Chancen in neuen technologischen Anwendungsfeldern werden gezielt identifiziert und mit einem Maßnahmenplan zur Realisierung strategischer Initiativen versehen. Risikobericht Das Unternehmen bewertet die Cyberrisiken als eines der größten Unternehmensrisiken und legt großen Wert darauf, Einfallstore für Angreifer zu Schließen. Neben dem Anheben des Schutzniveaus in der Struktur der Systemlandschaft liegt der Fokus auf der Sensibilisierung der Systemnutzer. Der Fachkräftemangel ist für das Unternehmen zunehmend spürbar. Entsprechend kommt der Arbeitgeberattraktivität, der Bindung der Mitarbeitenden sowie der Qualität und dem Ansehen der eigenen Berufsausbildung eine zentrale Bedeutung zu. Die berufsbegleitende Erweiterung der Kompetenzen aller Mitarbeitenden in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist eine Schlüsselaufgabe für den Ausbau der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. In den technischen Bereichen sind ebenso Inhalte zu neuen Fertigungs- und Produktionsverfahren sowie künstlicher Intelligenz und Vernetzung relevant. Das Unternehmen begegnet dieser Herausforderung durch die konsequente Verzahnung der Strategieentwicklung mit der Personalentwicklung. Die Beschaffungssituation hat sich zuletzt deutlich entspannt, wenn auch das Wiederaufleben aufgrund der angespannten Weltlage insbesondere im Jemen nicht auszuschließen ist. Da das Unternehmen kundenspezifische Sonderkonstruktionen umsetzt, besteht für viele Komponenten keine Lagerhaltung, sodass bei Wiederauftreten einer solchen Situation im Einzelfall reagiert werden muss, zum Beispiel durch den Einbau alternativer Komponenten oder Umkonstruktionen. Dies bindet bei Eintreten einer Beschaffungskrise knappe Ressourcen u.a. in Konstruktion, Einkauf und Disposition. Die Beschaffungssituation wird weiterhin engmaschig verfolgt. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin große Unwägbarkeiten bestehen. Unklar ist die weitere Entwicklung im Ukraine-Krieg. Ebenso stehen in 2024 Wahlen von weltpolitischer Bedeutung an: im Jahresverlauf stehen die Europawahlen ebenso wie die Präsidentschaftswahlen in den USA an, aber auch einige bedeutende Landtagswahlen in Deutschland. Jede dieser Wahlen beinhaltet das Risiko, dass im Zuge marktprotektionistischer Strömungen der Außenhandel bedeutend geschwächt wird und sich eine Rezession für Deutschland erheblich verschärft. Darüber hinaus gibt es weitere geopolitische Unwägbarkeiten, z.B. die weitere politische und wirtschaftliche Ausrichtung Chinas, Chinas Beziehung zu Russland oder auch Chinas Umgang mit Taiwan. Auch wenn das Unternehmen bisher über einen sehr soliden Auftragsbestand verfügt, wird eine internationale, europäische und nationale Investitionszurückhaltung sich unweigerlich auch auf die Anfrage- und Auftragslage auswirken. Das Unternehmen begegnet dem mit vorausschauender Beobachtung des Marktumfeldes, um rechtzeitig in angemessener Weise reagieren zu können. Risikobericht zum Einsatz von Finanzinstrumenten In Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumenten ist das Unternehmen als risikoavers einzustufen. Generell wird auf den Einsatz von risikobehafteten Finanzinstrumenten verzichtet. Das Unternehmen fakturiert in Euro. Entsprechend bestehen keine Wechselkurs- und Währungsrisiken. Gesamtaussage Die Ohrmann GmbH arbeitet mit einem auf die Betriebsgröße und die Risikostruktur abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystem. Die sachgerechte Abbildung der Waren- und Werteflüsse bildet die Grundlage für die Beobachtung aller Indikatoren, die zur Gewährleistung reibungsloser Geschäftsprozesse notwendig sind. Das Unternehmen ist jederzeit in der Lage, wichtige finanz- und leistungswirtschaftliche Kenngrößen tagesaktuell oder im Rahmen des Monatsabschlusses zu verfolgen. Das Reporting zu Kenngrößen aus Auftrags-, Auslastung- und Finanzlage sowie der Situation in einzelnen Kundenprojekten erfolgt regelmäßig. Eingeleitete Maßnahmen werden verfolgt. Es ist sichergestellt, dass die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft jederzeit sicher beurteilen kann und über Risiken adäquat informiert ist. Es sind gegenwärtig keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Möhnesee, 4. April 2024 Ohrmann GmbH Die Geschäftsführung Alrun Ohrmann Gesa Ohrmann Berthold Peter Klever Florian Pohlmann BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023OHRMANN GMBH, MÖHNESEEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023OHRMANN GMBH, MÖHNESEEALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Ohrmann GmbH hat ihren Sitz in Möhnesee. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HRB 5550 eingetragen. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Größenabhängige Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Gesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze freiwillig nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt (Ansatz- und Bewertungsstetigkeit). Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind weitgehend im Anhang zu finden. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens linear vorgenommen. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. In analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG wurden abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 Euro nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren wurden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten wurden vereinfacht nach der Durchschnittsmethode unter Zugrundelegung des gleitend gewogenen Durchschnittspreises ermittelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (ermittelt nach der Zuschlagsmethode) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen waren. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. 5. Latente Steuern Aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Rückstellungen und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergeben sich Steuerentlastungen. Auf den Ansatz der Steuerentlastungen als aktive latente Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt laut Handelsregistereintragung unverändert zum Vorjahr 50.000,00 Deutsche Mark (25.564,59 Euro) und wurde zum Nennwert angesetzt. 7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. 8. Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte zu dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für notwendig befunden wird. Die ausgewiesenen Rückstellungen für den Aufwand aus der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtung, die Geschäftsunterlagen aufzubewahren sowie für die Kosten einer Betriebsprüfung, wurden nach dem Grundsatz der Wesentlichkeit nicht auf den Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 10. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betrug wurden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet (§ 256a HGB). Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht.. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagenspiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens (einschließlich der Angabe der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen) ist dem als Anlage A zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Antizipative Forderungen Es bestehen antizipative Forderungen gem. § 268 Abs. 4 S. 2 HGB aus abgegrenzten Zinsansprüchen i. H. v. 202.208,25 Euro, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 3. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" - durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde - Rententrend von 1,75 % - Berücksichtigung einer Fluktuation von null Prozent - Ausscheideordnung des Rentnerbestand - individuelle Methode (Hinterbliebenenanwartschaft) Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 51.335,00 Euro (Vorjahr 227.571,00 Euro). Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. 4. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 110.000,00 (Vorjahr: EUR 4.888,00) und sind wie folgt strukturiert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise die üblichen Eigentumsvorbehalte. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Außergewöhnliche Erträge In der Gewinn- und Verlustrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Beträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 236.519,85 Euro enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen mit 120.007,85 Euro die Auflösung von Prozesskostenrückstellungen und in Höhe von 91.996,00 Euro die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen. SONSTIGE ANGABEN 1. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Ohrmann GmbH wird durch Frau Alrun Ohrmann, Stuttgart, Frau Gesa Ohrmann, Soest, Herrn Berthold Peter Klever, Möhnesee und Herrn Florian Pohlmann, Bielefeld wahrgenommen. 2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführer betragen im Berichtsjahr 708.372,53 Euro. 3. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung Die Versorgungsbezüge ehemaliger Geschäftsführer betragen im Berichtsjahr 254.404,98 Euro. Die ausgewiesene Pensionsrückstellung wurde in voller Höhe für diese Personengruppe gebildet. 4. Anzahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 waren im Durchschnitt 158 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt, davon 96 Angestellte, 42 Arbeiter und 20 Teilzeitbeschäftigte. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Erbbauverpflichtungen in Höhe von insgesamt 1.883.460,60 Euro.
Möhnesee, 4. April 2024 Ohrmann GmbH Die Geschäftsführung Alrun Ohrmann Gesa Ohrmann Berthold Peter Klever Florian Pohlmann Der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Mai 2024 festgestellt. Die Gesellschafter haben mit Beschluss vom 10.Mai 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Anlage A
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ohrmann GmbH, Möhnesee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ohrmann GmbH, Möhnesee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ohrmann GmbH, Möhnesee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Olpe, 6. Mai 2024 HFB
GmbH
Sommer, Wirtschaftsprüfer |
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Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen