Photona GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Schreiber seit 9.11.2023 | Geschäftsführer |
Lars Albert Harry Dr. Mechold seit 1.7.2021 | Prokura |
Patrick-Oliver Paul seit 1.7.2021 | Geschäftsführer |
Ursula Mader seit 1.7.2021 | Prokura |
Caroline Paul seit 1.7.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
| 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Photona GmbHOlchingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Zusammengefasster Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A.1 Geschäft und UmfeldA.1.1 Geschäftstätigkeit und Struktur der Photona Group
Die Photona GmbH, ehemals Laser Components GmbH (im Folgenden auch "als "Photona Group", "Konzern" oder "Unternehmensgruppe" bezeichnet) ist ein kontinuierlich expandierendes internationales Familienunternehmen in einem Wachstums- und Zukunftsmarkt. Als solches übernimmt der Konzern eine Verantwortung, zum wirtschaftlichen Wohlstand der Länder beizutragen, in denen die Unternehmensgruppe tätig ist. Daher geht es nicht nur um ein dauerhaft profitables Wachstum für das Unternehmen, sondern konkret auch zur wirtschaftlichen Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität an unseren Standorten.
Die Photona Group agiert weltweit mit ihren sechs zusätzlichen internationalen Tochterunternehmen für die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von individuellen lasertechnischen und optoelektronischen Komponenten. Als Kernprodukte gelten die Bereiche Laseroptik, Lasermodule, faseroptische Baugruppen, Impulslaserdioden, Avalanche Photodioden, Photonenzählwerke und Infrarot Detektoren. Ergänzt werden diese Kernfelder mit Produkten externer Lieferanten in den Bereichen Messtechnik, optische Filter und Laserschutz. In Bezug auf Präzision, Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Lasersysteme nimmt das Unternehmen eine führende Position ein, die durch einen hohen inneren Anspruch an Kundenzufriedenheit und Qualität gestützt wird. Der Konzern verfügt über ein eingeführtes und gemäß der internationalen Norm ISO EN DIN 9001:2015 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das an die betrieblichen Erfordernisse angepasst ist. Das im Vergleich zu Mitbewerbern breite Produktspektrum und der qualifizierte, globale Vertrieb zeichnen das Unternehmen aus. A.1.2 Strategie und Ziele Strategische Ausrichtung des Konzerns Die Unternehmen der Photona Group haben sich auf die Entwicklung, Herstellung sowie den Vertrieb von Komponenten und Dienstleistungen für die Lasertechnik und Optoelektronik spezialisiert. Ausgangspunkt der Unternehmensstrategie der Photona Group ist ein konsequent kundenorientiertes, nachhaltiges Handeln. Nachhaltigkeit wird noch stärker in die Unternehmensstrategie integriert. Die Strategie schafft die Voraussetzungen, mit einem großen Produktangebot die Kundenanforderungen zu erfüllen. Klarer Anspruch ist, dass alle Bereiche des Unternehmens grundsätzlich nachhaltig denken, steuern und nachweisbar so handeln. Daraus resultiert die konsequente strategische Entscheidung, für die Photona Group keine gesonderte Nachhaltigkeitsstrategie und keinen separaten Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Nachhaltiges Handeln ist Grundmuster der Photona Group Strategie. Die Aktivitäten und Planungen sollen von Anfang an auf die ökonomischen, aber auch ökologischen und sozialen Effekte durchleuchtet und Entscheidungen integriert getroffen werden. Mit einer stärkeren Ausrichtung auf die eigengefertigen Produkte ist die Photona Group auf dem Weg, sich zu einem fokussierten und global aufgestellten Produzenten von Komponenten für Lasertechnik und Optoelektronik zu entwicklen. Bei der Realisierung dieser Strategie setzt die Photona Group neben der Fokussierung auf die Schwerpunkte Internationalisierung und Innovation. Um diese Wachstumsstrategie umzusetzen, sind folgende Maßnahmen notwendig:
Fokussierung Die Photona Group Strategie besteht nachfolgend aus vier wesentlichen Elementen.
Die Unternehmensstrategie der Photona Group bildet für die Fachbereiche den Anknüpfungspunkt, die eigene Fachstrategie konsequent an den strategischen Zielen der Unternehmensgruppe auszurichten und konkrete, für die Erreichung notwendige Umsetzungsmaßnahmen zu definieren. Dieser Prozess erfolgt über ein regelkreisbasiertes Planungs- und Steuerungssystem. Die Strategie wird dabei in eine jährliche, längerfristige Unternehmensplanung überführt, deren Umsetzung durch ein Zielesystem mit den Aspekten Finanzen, Kunden, Prozesse, Lernen und Entwicklung kontrolliert wird.
Die Photona Group steht für erstklassige individuelle Präzision, Flexibilität und Leistungsfähigkeit der optoelektronischen und optischen Komponenten und für nachhaltige Verantwortung. Dazu gehören Transparenz und Verlässlichkeit für die Anteilseigner, für die Partner in der Lieferkette sowie im Produktions- und Vertriebssystem, aber auch für alle gesellschaftlichen Stakeholder.
Produkte anbieten, die maßgeschneidert für unsere Kunden angefertigt werden - heute und in Zukunft. Das treibt die Photona Group an. Gleichzeitig strebt die Photona Group nach einer hohen Ertragskraft, um die unternehmerische Eigenständigkeit zu sichern und unabhängig die Laserysteme der Zukunft zu gestalten. Daher ist die Photona Group bestrebt, neben organischem Wachstum auch die Profitabilität weiter zu steigern mit dem Fokus auf die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Komponenten für Lasertechnik und Optoelektronik. Zusätzlich beabsichtigt die Photona Group, durch gezielte Zukäufe ihren Markt- und Kundenzugang weiter auszubauen - nicht nur in Europa, sondern insbesondere auch in Amerika sowie Asien. Die Integration von ökologischen und gesellschaftlichen Belangen in die gesamte Wertschöpfung gewährleistet die Zukunftsfähigkeit der Photona Group. Die Internationalisierung steht hierbei ebenfalls im Vordergrund. Aufgrund der anhaltenden Stärkung der jeweils einheimischen Industrieproduktion sowie der demografischen Entwicklung sieht die Photona Group in den Regionen Amerika und Asien ein besonders großes Potenzial für künftiges Wachstum. Daher liegt die Fokussierung auf diesen Märkten. Als Ausdruck für die Bedeutung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens hat sich die Photona Group im Rahmen der Neuausrichtung der Strategie auch ambitionierte finanzwirtschaftliche Ziele gesetzt. Künftig werden die bereits in der jährlichen Unternehmensprognose eingeführten finanziellen und steuerungsrelevanten Kennzahlen
auch auf strategischer Ebene als Zielgrößen berichtet. Ergänzt werden die beiden produktbezogenen Profitabilitätsgrößen um die maßgebliche und in diesem Fall bedeutendste Kennzahl
So beabsichtigt die Photona Group, eine EBIT-Marge im Konzern von mehr als 10 % zu erwirtschaften. Mit Blick auf den Free Cashflow konzentriert sich die Photona Group insbesondere auf die Investitionen und ein konsequentes Management des Working Capital.
Als innovatives Hightech-Unternehmen ist es für die Photona Group existenziell, künftige Kundenbedürfnisse und Trends frühzeitig zu erkennen, strategische Maßnahmen und Geschäftsaktivitäten darauf auszurichten, um daraus entsprechende Technologie- und Produktentwicklungen abzuleiten und entsprechend Entwicklungen mit voranzutreiben. Das Themenfeld Digitalisierung steht dabei im Vordergrund. Noch schnellere, digitalisierte Prozesse und schlanke Strukturen sind dabei wichtige Voraussetzungen, um Effizienzen konsequent zu erschließen. Die Fortschritte in der Digitalisierung des Unternehmens ermöglichten es, direkten Kontakt zu den Kundinnen und Kunden zu halten. Dies zeigt sich vor allem dadurch, dass virtuelle Messen durchgeführt werden können wie z.B. die LC Week, die Wissenwertes und Nützliches aus der Welt der Photonik mit einem unterhaltsamen Aspekt verbindet. In Live-Talks, Videopräsentationen und Q&A-Runden diskutieren Fachleute aus Industrie und Forschung mit Experten von Laser Components und geladenen Referenten über Produkte und Technologien aus dem breiten Angebot unserer Unternehmensgruppe. Innovation ist der Schlüssel zur Zukunft der Lasertechnologie. Die Photona Group plant daher Investitionen in Forschung und Entwicklung bis 2025 auf einen Gesamtbetrag von etwa 8 Prozent vom Umsatz p.a. zu erhöhen. (2022: 5,0%). Das ist auch Ausdruck der Zuversicht für die zukünftige Geschäftsentwicklung.
Um strategische Ziele zu erreichen, muss das Team aus rund 232 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen die Strategie umsetzen. Diese Zusammenarbeit basiert auf den Werten Verantwortung, Wertschätzung, Transparenz, Vertrauen und Offenheit. Dazu arbeitet die Photona Group mit internen und externen Partnern Hand in Hand. Das Ziel: maximale Wirksamkeit und gemeinsamer Erfolg. Das Unternehmen muss sich dafür gleichermaßen den unternehmerischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Entscheidungen sind auf ihre Wechsel- und Folgewirkungen im Gesamtzusammenhang zu prüfen. Erfolg ist nicht selbstverständlich. Er muss vielmehr Tag für Tag neu erarbeitet werden. Für "ihr" Unternehmen arbeiten alle mit Höchstleistung an der gemeinsamen Zielsetzung. Denn der Erfolg als Unternehmen ist immer der gemeinsame Erfolg aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Photona Group gemeinsam mit ihren Partnern. Daher ist es ein zentraler Anspruch der Photona Group, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. In der strategischen Ausrichtung der Photona Group ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil. Daher ist die Photona Group nicht nur bestrebt, die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, sondern auch einer Verpflichtung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft gerecht zu werden. Demzufolge ist das Thema Nachhaltigkeit in der gesamten Organisation fest verankert. A.1.3 Unternehmenssteuerung Die Geschäftsleitung steuert den Konzern auf Basis einer Vielzahl von finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Die bedeutsamsten dieser Leistungsindikatoren werden grundsätzlich auf Ebene der gesamten Photona Group ermittelt, stehen im Zusammenhang mit unseren strategischen Zielen, dienen zu ihrer Operationalisierung und können als Maßstab für ihre Zielerreichung die Vergütung des Managements von der Gesellschaft beeinflussen. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren werden regelmäßig an die Geschäftsleitung berichtet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren ermöglichen es der Geschäftsleitung, die globale Geschäftsentwicklung im Spannungsfeld der sich gegenseitig beeinflussenden Dimensionen, Wachstum, Ergebnis und Liquidität im Hinblick auf unsere Ziele eines nachhaltigen, profitablen Wachstums zu optimieren. Die im Folgenden näher beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren sind zum Teil sogenannte alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures, APM); d.h. Kennzahlen, die in den IFRS weder definiert noch erläutert sind (deshalb auch als Non-IFRS-Kennzahlen bezeichnet). Diese APM sind nicht als Alternative sondern als Ergänzung zum IFRS ermittelten Zahlen zu sehen.
Die Unternehmensgruppe betrachtet die Ausweitung ihres Geschäftsvolumens sowohl auf Basis des nominalen als auch des relativen Umsatzwachstums im Vergleich zum Vorjahr (=vergleichbare Umsatzkennzahl). Der Konzern verfolgt die Strategie, profitabel zu wachsen und verwendet hierzu die vergleichbare Umsatzkennzahl als Leistungsindikator, da durch sie die operative Geschäftsentwicklung dargestellt wird.
Die primäre Größe zur Bewertung des operativen Ergebnisses ist die EBIT-Marge. Diese berechnet sich als Quotient aus EBIT und Umsatz. Für die Ermittlung des EBIT wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und vor Zinsen und Steuern herangezogen.
Der Konzern verwendet den Free Cash Flow als Liquiditätskennzahl. Dieser ist definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cash Flow stellt für den Konzern eine Größe zur Beurteilung der Fähigkeit dar, Mittelüberschüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften.
Zur Sicherstellung eines ausreichenden Finanzierungsspielraums ist der Konzern daran bestrebt, eine ausgewogene Kapitalstruktur zu erzielen. Zur Beurteilung dieser Kapitalstruktur wird die Kapitalbindungsdauer (Days Outstanding) des operativen Nettoumlaufvermögens herangezogen. Diese Kennzahl zeigt auf, wie effizient Betriebsmittel eingesetzt werden, um Umsätze zu generieren. Zur Ermittlung dieser Kennzahl wird der Quotient aus der Summe Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Umsatz zugrunde gelegt. A.1.4 Forschung und Entwicklung Als Hochtechnologie-Unternehmen mit relativ kurzen Produktzyklen und hoher Innovationskraft stellt die Forschung und Entwicklung einen Kernbereich dar, der für den Bestand und das weitere Wachstum des Unternehmens von essentieller Bedeutung ist. Der industrielle und wissenschaftliche Austausch wird durch die Präsenz der Kollegen auf einschlägigen Konferenzen, Tagungen und Messen gepflegt und gestärkt. Folglich bildet der Austausch, neben dem großen Kundenstamm der Photona Group, die Grundlage für die Bearbeitung von maßgeschneiderten OEM-Projekten und die Entwicklung von neuen Qualitätsprodukten. Der Fokus der Forschung und Entwicklung liegt bei Photona Group vordergründig in der interdisziplinären Ausrichtung der einzelnen Entwicklungsbereiche. Überschneidungen von Fachgebieten zur Realisierung von neuen Produkten oder Projekten werden insbesondere durch die individuelle Expertise der einzelnen Mitarbeiter aus der Entwicklung und deren interdisziplinäre Zusammenarbeit getragen. Darüber hinaus entstehen durch die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen Synergien, welche in bilateralen Forschungsprojekten aber auch in Forschungsverbünden münden. Solche Projekte wurden und werden durch die stetige Weiterentwicklung der Anlagen- und Messtechnik erfolgreich mit den Partnern aus Industrie und Wissenschaft vorangetrieben. A.2 WirtschaftsberichtA.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich 2022 weit weniger von den Verwerfungen der Corona-Pandemie erholt, als es allgemein zu Jahresbeginn erwartet wurde. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr 2022 2,0 % zu. In der Eurozone lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine und des Zinsanstiegs infolge der hohen Inflationsraten bei 1,9%. In Deutschland fiel das Konjunkturplus mit 0,9% nach Frankreich mit 0,5% dabei am geringsten aus. Grund dafür waren vor allem Lieferengpässe sowie die gestiegenen Energiepreise, die die exportorientierte deutsche Wirtschaft stärker trafen. Die Wirtschaft Italien (+1,4%) und Spanien (+2,7 %) konnte 2022 hingegen jeweils stärker wachsen. In UK konnte sich die Wirtschaft 2022 trotz des EU-Austritts und der Lieferengpässe nach dem besonders starken Einbruch im Vorjahr erholen. Das BIP betrug 0,4%. In den USA betrug das Wirtschaftswachstum im Berichtszeitraum 0,9%. Ursachen für das relativ geringe Wachstum sind die bereits erfolgten und noch zu erwartenden Zinserhöhungen der US Notenbank Fed zur Bekämpfung der nach wie vor sehr hohen Inflation im Land. In China lag das Wachstum 2022 bei 3,0 % und damit deutlich niedriger als noch im Vorjahr. Dies lag insbesondere an den wiederkehrenden Corona-Lockdowns als Maßnahme im Rahmen der Null-COVID-Strategie der chinesischen Regierung. In Japan hat sich die Wirtschaft im Berichtszeitraum mit einem Plus von 1,1 % nur leicht erholt. Grund dafür war eine schwächere Nachfrage vor allem der privaten Haushalte. A.2.2 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Das Jahr 2022 zeichnete sich durch fortwährende globale Herausforderungen aus: Trotz eines volatilen Geschäftsumfeldes, geprägt von Engpässen in der Versorgung mit Halbleiter-Komponenten, pandemiebedingten Lockdowns in China sowie dem Krieg in der Ukraine, blickt die Phtona Group insgesamt auf einen positiven Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zurück. Dank einer hohen Kundennachfrage und einer attraktiven Produktpalette erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 78.265 TEUR (Vj: 66.211 TEUR). Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 18,2% im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere konnte der Umsatz für die Segmente Fasertechnik (+26,5%), Infrarot (+25,9%) sowie Optik (+25,7%) deutlich gesteigert werden. Das Segment Aktive Komponente konnte ein Umsatzwachstum von 13,4% verzeichnen. Insgesamt betrug der Umsatzanteil an Eigenerzeugnissen im Berichtsjahr 47,6% (Vj: 49,6%). Die Umsätze aus Handelswaren erhöhten sich deutlich um 22,3 % auf 40.303 TEUR (Vj: 32.967 TEUR) trotz des Kriegsausbruches in der Ukraine. Der Umsatz aus eigengefertigten Erzeugnissen erhöhte sich um 4.376 TEUR auf 37.239 TEUR (Vj: 32.863 TEUR). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 13,3%. Somit konnte nicht nur das sehr hohe Vorjahresniveau gehalten, sondern auch übertroffen werden. Im Berichtsjahr konnte somit der Umsatz aller Kernfelder auf einem nach wie vor hohen Niveau gehalten werden. Jeder Bereich für sich gesehen, bietet auch in den kommenden Jahren ein überdurchschnittlich hohes Wachstumspotential. Die eingeschlagene Ausrichtung wird daher beibehalten. Insgesamt hat die Geschäftsentwicklung angesichts diverser wirtschaftspolitischer Herausforderungen die Erwartungen der Geschäftsleitung erfüllt. Diese Einschätzung berücksichtigt auch Erkenntnisse nach dem Ende des Geschäftsjahres. Der Konzern hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Kernprodukte, allen voran auf die Eigenerzeugnisse konzentriert und die Zahl der kleinen externen Lieferanten gezielt reduziert. Investitionsschwerpunkte waren im Berichtsjahr der Kapazitätsausbau und die technologische Weiterentwicklung der Fertigungsinfrastruktur insbesondere für den Bereich Optik, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Um der steigenden Nachfrage in diesem Bereich gerecht zu werden, wurde mit der Anschaffung einer weiteren Ion Beam Sputtering Beschichtungsanlage begegnet, die bereits Mitte 2022 in Betrieb genommen wurde. Die Photona Group investierte im Berichtsjahr zusätzlich in effiziente Abläufe sowie die Entwicklung neuer Produkte. Die Forschungs- und Entwicklungsquote ist leicht gesunken und betrug im Berichtsjahr 5,0%, verglichen mit vormals 6,0 %. Personell wurde die Entwicklung abermals in den Bereichen Elektronik und Faseroptik verstärkt.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der beudeutsamsten Leistungsindikatoren der Photona Group im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zu den Prognoseaussagen im Geschäftsbericht 2021. Trotz der angespannten Versorgungssituation bei Halbleiter Komponenten und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wie höhere Energiekosten konnte die Photona Group, ihre Prognose teilweise deutlich übertreffen. Dies ist nachfolgend dargestellt. Detaillierte Angaben zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren des Konzerns finden sich im Rahmen der nachfolgenden Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns.
A.2.3 Ertragslage A.2.3.1 Darstellung der Gewinn- und Verlust-Rechnung
A.2.3.2 Übersicht der Umsatzerlöse Der Konzernumsatz verteilt sich auf die folgenden Regionen:
Im Berichtsjahr erzielte die Photona Group einen Umsatz von 78.265 TEUR, der 18,2 % über dem Niveau des Vorjahres lag (Vj: 66.211 TEUR). Der Anteil der Eigenproduktion betrug 47,6 % im Berichtsjahr (Vj: 49,6%). Regional betrachtet stieg der Umsatz in allen Regionen. Deutliche Umsatzsteigerungen konnten in den Regionen Nordeuropa als auch in Deutschland verzeichnet werden. Die Umsatzkosten stiegen um 11,9 % auf 45.928 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (Vj: 41.051 TEUR) und damit unterproportional zum Umsatz, unter anderem durch Mix- und Skaleneffekte. Der prozentualer Anteil der Umsatzkosten am Umsatz belief sich auf 58,7% (Vj: 62,0%). Das Bruttoergebnis vom Umsatz überstieg mit 7.177 TEUR das Vorjahresniveau von 25.160 TEUR deutlich. Die Bruttomarge verbesserte sich aufgrund eines verbesserten Produktmixes auf 41,3% (Vj: 38,0%). Im Berichtsjahr betrugen die Forschungs- und Entwicklungskosten 1.854 TEUR (Vj: 1.982 TEUR). Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten am Umsatz reduzierte sich leicht um 0,6% im Vergleich zum Vorjahr und blieb somit auf Vorjahresniveau. Die Vertriebskosten im Berichtsjahr erhöhten sich deutlich um 29,2% zum Vorjahr auf 13.532 TEUR (Vj: 10.474 TEUR) vor allem aufgrund von Neuanstellungen im Berichtsjahr. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 9,3 % auf 7.556 TEUR (Vj: 6.914 TEUR). Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten resultiert im Wesentlichen aus deutlich angestiegenen Beratungskosten in Höhe von 371 TEUR (Vj: 227 TEUR), Reisekosten in Höhe von 286 TEUR (Vj: 80 TEUR) sowie IT Kosten in Höhe von 392 TEUR (Vj: 335 TEUR. Des Weiteren erhöhten sich die Abschreibungen in Höhe von 982 TEUR (Vj: 674 TEUR) aufgrund der neu erworbenen Beschichtungsanlage sowie im Berichtsjahr neuer abgeschlossener Leasingverträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1.946 TEUR leicht unter Vorjahresniveau von 2.063 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 377 TEUR auf 1.061 TEUR (Vj: 684 TEUR), insbesondere durch die deutlich höheren Währungskursverluste von 885 TEUR im Vergleich zum Vorjahr von 468 TEUR. Im Saldo lagen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen bei 885 TEUR (Vj: 1.379 TEUR). A.2.3.3 Zusammensetzung der Umsatzkosten Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:
Die im Vorjahr deutlich höhere Abschreibung resultierte aus der Neueinschätzung der Werthaltigkeit von bleihaltigen Chips, die im Vorjahr als nicht mehr nutzbar für die Produktion eingschätzt wurden. A.2.3.4 Darstellung der Forschungs- und Entwicklungsleistung Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
A.2.4 Finanzlage A.2.4.1 Kapitalfluss- und Investitionsanalyse Die Kapitalflussrechnungen des Konzerns zeigen die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme der Geschäftsjahre 2022. Dabei wird in Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in den Kapitalflussrechnungen betrachtete Finanzmittelfonds entspricht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in der Bilanz. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden dagegen zahlungsbezogen ermittelt.
Der Free-Cash-Flow beträgt im Berichtsjahr 358 TEUR (Vj: 5.279 TEUR). Der Rückgang des Free Cash-Flows um 4.894 TEUR resultiert vor allem aus dem deutlich höheren Anstieg des Vorratsvermögens um 3.823 TEUR im Vergleich zum Vorjahr sowie aus dem vorzeitigen Rückkauf von Leasinggegenständen aus bestehenden Leasingverträgen in Höhe von 816 TEUR im Berichtsjahr. Die Investitionen in Sachanlage-, Finanzanlagevermögen sowie das immaterielle Anlagevermögen haben zu einem Mittelabfluss in Höhe von -2.429 TEUR (Vj: -4.777 TEUR) geführt. Im Berichtsjahr sind insgesamt für den Cash-Flow aus Investitionstätigkeit Mittel in Höhe von - 1.854 TEUR (Vj: -4.352 TEUR) abgeflossen. Das Unternehmen konnte seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. A.2.4.2 Finanzierungs- und Liquiditätsanalyse
Für weitere Informationen wird auf die Erläuterungen zur Bilanz Pkt. B5 Nr. 28 "Finanzschulden" verwiesen. A.2.5 Vermögenslage
Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
Die Kapitalbindungsdauer betrug im Berichtsjahr 86 Tage (Vj: 69 Tage). Der Verschuldungsgrad lag am Jahresende 2022 bei 0,8 (Vj: 1,0). Der Rückgang des Verschuldungsgrades resultiert vor allem aus der sukzuessiven Rückzahlung der langfristigen Verpflichtung gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter in Höhe von 4.346 TEUR(Vj: 4.889 TEUR) sowie der planmäßigen Rückführung der Rückkaufverpflichtungen der Anteile der Altgesellschafter in Höhe von 1.440 TEUR (Vj: 2.088 TEUR). Der Verschuldungsgrad wird als Verhältnis von Fremdkapital (26.312 TEUR) zu Eigenkapital (33.697 TEUR) definiert. A.3 Lagebericht der Photona GmbH(Kurzfassung nach HGB) Die Photona GmbH mit Sitz in Olching ist das Mutterunternehmen des Photona Konzerns (Photona Group). Die voranstehenden Erläuterungen zur Photona Group sind für die Photona GmbH zutreffend, sofern im Nachfolgenden keine abweichende Darstellung erfolgt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photona GmbH ist maßgeblich durch ihre Eigenschaft als Holdinggesellschaft für die Photona Group bestimmt. Die operative Tätigkeit der Photona GmbH umfasst im Wesentlichen die Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften. Die operativen Tätigkeiten beinhalten vor allem Dienstleistungen für die Bereiche Finance, Marketing, IT und Quality Management. Die Photona GmbH ist aus der ehemaligen Laser Components GmbH entstanden, deren operativen Geschäftstätigkeiten bereits im Geschäftsjahr 2021 ausgegliedert wurden in die neu gegründete Gesellschaft Laser Components Germany GmbH. Der Jahresabschluss der Photona GmbH wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem den Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie die Aktivierung latenter Steuern. Darüber hinaus ergeben sich Unterschiede im Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden sowie von Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Der Umsatz betrug 2.560 TEUR (Vj: 1.927 TEUR). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 309 TEUR (Vj: 91 TEUR) und betrafen im Wesentlichen Werbung und Sponsoring sowie strategische Marketingprojekte. Zusätzlich erfolge im Berichtsjahr Neuanstellungen, sodass sich die Vertriebskosten insgesamt um 240 TEUR erhöhten. Die Verwaltungskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 547 TEUR auf 2.011 TEUR (Vj: 1.464 TEUR). Die Verwaltungskosten enthalten vor allem Aufwendungen für Personal, IT und Beratung. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 134 TEUR (Vj: 410 TEUR) beinhalten vor allem Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen in Höhe von 51 TEUR (Vj: 0 TEUR), KFZ-Gestellung in Höhe von 34 TEUR (Vj: 11 TEUR) sowie Weiterberechnung von Managementleistungen in Höhe von 24 TEUR (Vj: 0 TEUR. Des Weiteren erhielt die Photona Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 10 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 905 TEUR (Vj: 797 TEUR) betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Weiterberechnungen von Marketingleistungen in Höhe von 884 TEUR (Vj: 738 TEUR) sowie Währungskursverluste in Höhe von 22 TEUR (Vj: 4 TEUR). Das Finanzergebnis von 8.477 TEUR (Vj: 7.454 TEUR) beinhaltete insbesondere die vereinnahmten Gewinne der Tochtergesellschaft Laser Components Germany GmbH aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag reduzierten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 50 TEUR auf 1.781 TEUR und blieben somit auf Vorjahresniveau.
Verkürzte BilanzAKTIVA
Die Bilanzsumme der Photona GmbH betrug 30.862 TEUR (Vj: 27.024). Die Aktivseite der Bilanz reflektiert die Holdingeigenschaften der Photona GmbH. Neben einer Anlagenintensität von 64,4%, wovon 63,0% auf Finanzanlagen entfielen, ist die Bilanzsumme durch einen hohen Cashbestand von 9,6% geprägt. Die Finanzanlagen betrugen im Berichtsjahr 19.409 TEUR und reduzierten sich somit um 525 TEUR im Vergleich zum Vorjahr von 19.934 TEUR. Der Rückgang ist auf die planmäßigen Rückführungen für ein ausgereichtes Darlehen an eine Tochtergesellschaft zurückzuführen. Der Abbau der liquiden Mittel um 2.143 TEUR ist stichtagsbedingt und Ergebnis des aktiven Liquiditätsmanagements. Auf der Passivseite zeigte sich insbesondere die Finanzierungsfunktion der Photona GmbH als Holding für die Photona Group. Das Eigenkapital verbesserte sich durch das positive Jahresergebnis um 4.166 TEUR bzw. 19,1%. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 80,6% auf 84,1%. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen vor allem eine noch nicht abgeflossene inkongruente Gewinnausschüttung eines bereits ausgeschiedenen Gesellschafters in Höhe von 4.346 TEUR (Vj: 4.889 TEUR).
Die Geschäftsentwicklung der Photona GmbH unterliegt aufgrund der Funktion als Holdinggesellschaft den gleichen Risiken und Chancen wie der Photona Group. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Photona GmbH grundsätzlich entsprechend ihren Beteiligungen und Finanzinvestitionen. Die Risiken und Chancen des Konzerns sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.
Das Jahresergebnis der Photona GmbH ist maßgeblich von der Entwicklung der Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften abhängig. Auf Basis der dargestellten Entwicklung im Konzern-Prognose-Bericht rechnet die Photona GmbH aufgrund der Umstellung auf teilweise Lizenzverträgen mit geringfügig höheren Service-Umlagen im Vergleich zum Vorjahr. Die Erlöse aus Holding-Dienstleistungen bleiben auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis der Photona GmbH -vor Abführung der Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften- bleibt voraussichtlich gegenüber dem bereits abgelaufenen Geschäftsjahr stabil. Für eine detaillierte Darstellung der erwarteten zukünftigen Entwicklung der Photona Group wird auf den Prognosebericht verwiesen. A.4 NachhaltigkeitA.4.1 Angaben zur Nachhaltigkeit *) In Bezug auf die Offenlegung ökologisch nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten werden gerade hinsichtlich der in Artikel 9 geregelten Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" ein Screening aller wesentlichen Aktivitäten der Unternehmensgruppe durchgeführt, das voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen wird. Als vorläufiges Ergebnis zeichnet sich bereits jetzt schon ab, dass die von der Unternehmensgruppe betriebenen Wirtschaftsaktivitäten nicht der EU-Taxonomie geregelt sind und auch die NACE Codes sowie die Aktivitäten der beiden Annex I und II keine Anwendung finden. Als Technologieunternehmen gehört die Photona Group mit seinen Wirtschaftsaktivitäten - wie andere Zulieferer auch - nicht zu den in der EU Taxonomie geregelten Branchen. Folglich erzielt die Photona Group keine Umsatzerlöse, die mit der EU Taxonomie genannten ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten verbunden sind. Daher sind im Berichtsjahr keine mit der umsatzgenerierenden Wirtschaftsätigkeit verbundenen Investitions- und Betriebsausgaben taxonomfähig. Gleichwohl investiert die Unternehmensgruppe in Nachhaltigkeit und leistet einen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung. Nachhaltige Investitionen sowie Betriebsausgaben gemäß Annex I der EU Taxonomie im Rahmen der Wirtschaftstätigkeiten 6.5 Beförderung mit Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen, 7.1 Neubauten und 7.3 Installation, Wartung und Reparatur energieeffizienter Geräte, 7.4 Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie 7.5 Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurden im Berichtsjahr getätigt. Daher wird im Folgenden die Zusammensetzung des Capex- und Opex-Kennzahlen erläutert. Die Investitonsausgaben (Capex) wurden gemäß den Anforderungen der Taxonomie-Verordnung ermittelt. Zur Bestimmung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben der Photona Group wird in einem ersten Schritt die Zugänge an Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten im Berichtsjahr daraufhin analysiert, welcher Anteil sich davon auf den Erwerb von Produkten aus taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten und einzelnen Maßnahmen bezieht, durch die die Zieltätigkeiten kohlenstoffarm ausgeführt werden oder der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird. Die Zugänge an Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten beliefen sich im Berichtsjahr auf 6.539 TEUR. Die Investitionen der Unternehmensgruppe für den Erwerb von Produkten aus taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten umfassten beispielsweise Investitonen in energieeffzienten Geräten, Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie das Leasing von Elektrofahrzeugen. Zur Überprüfung der Taxonomiekonformität energieeffizienter Geräte wurden die Lieferanten der entsprechenden Anlagen kontaktiert. Im Ergebnis konnten nicht alle Nachweise erbracht werden, sodass keine taxonomiekonformen Capex vorliegen. Die Ermittlung der Betriebsausgaben (Opex) wurden gemäß Artikel 8 Punkt 1.1.3 der Veordnung durchgeführt. Die Unternehmensgruppe weist analog der Investitionsausgaben nur Betriebsausgaben für den Erwerb von Produkten aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten und einzelnen Maßnahmen aus, durch die der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird. Zur Bestimmung der taxonomiefähigen Betriebsausgaben der Unternehmensgruppe wurden im Schritt die Aufwendungen im Berichtsjahr daraufhin analysiert, welcher Anteil sich davon auf direkte, nicht kapitalisierte Kosten für Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens bezieht. A.4.2 Nichtfinanzielle Ziele 2 *) Folgende Nachhaltigkeitsziele sind hierbei in vier große Handlungsfelder gegliedert:
Diese Ziele werden nachfolgend im Einzelnen erläutert. Die Grundsätze und die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens werden in der Unternehmensstrategie bekräftigt. Dies umfasst ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen. Die Unternehmensgruppe sieht sich unverändert der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette sowie einer umfassenden Produktverantwortung verpflichtet. Betrieblicher Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit der Lieferkette, Mitarbeiterorientierung und soziales Engagement sind wichtige Bestandteile der Nachhaltigkeitsstrategie. Zu diesem Zweck wurde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die sich dauerhaft mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt. . Die dazugehörigen nichtfinanziellen Steuerungsgrößen sind:
* CSR-Rate: Corporate Social Responsibility Rate: prozentualer Anteil aller Lieferanten von Produktmaterialien mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von mehr als 100.000 Euro, bei denen vollständige und als unkritisch bewertete CSR Self-Assessments vorliegen A.4.2.1 Mitarbeiter und Gesellschaft 3 Die Förderung und Entwicklung des Potenzials ihrer Belegschaft und die Attraktivität als Arbeitgeber sind für die Photona Group wesentliche Aspekte von Nachhaltigkeit. Daher es ist folgerichtig, bei der Neuausrichtung des Unternehmens auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als eine der wichtigsten Stakeholdergruppen in den Dialog konsequent einzubeziehen. In einer Reihe von internationalen Stakeholderdialogen diskutierte die Photona Group mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Regionen u.a. die Wahrnehmung der Photona Group als nachhaltiges Unternehmen sowie die inhaltlichen Schwerpunkte ihrer Strategie.
Gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen erfordern es, dass sich Unternehmen fortwährend auf neue Anforderungen einstellen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zukunft qualifizieren. Die Photona Group investiert daher kontinuierlich in Maßnahmen mit dem Ziel, erforderliche Kompetenzen auf-, aus- oder umzubauen.
In der Photona Group ist lebenslanges Lernen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Durch bedarfsorientierte und innovative Angebote zur Weiterbildung insbesondere für die Kompetenzfelder der Zukunft wie zum Beispiel Digitalisierung will die Photona Group die Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auch langfristig sicherstellen. Die Zahl der Weiterbildungstunden der Belegschaft belief sich im Berichtsjahr 2022 in der Photona Group im Durchschnitt auf 17 Stunden (Vj: 16 Stunden).
Die Weiterbildungsoffensive kommt durch die deutlich gestiegenen Teilnehmerzahlen gegenüber dem Vorjahr zum Ausdruck. Insgesamt investierte die Photona Group im gleichen Zeitraum 49 TEUR (2021: 35 TEUR) in die Aus- und Weiterbildung.
Bei den Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Verwaltung handelt es sich im Wesentlichen um Weiterbildungsmaßnahmen für das Qualitätsmanagement.
Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Photona Group weltweit insgesamt 232 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei werden in der Kennzahl zur Anzahl der Mitarbeitenden ausschließlich Kern- und befristete Mitarbeiter berichtet. Die Anzahl der Mitarbeiter liegt somit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2021: Anzahl Mitarbeiter 245). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Photona Group eine der wichtigsten Stakeholdergruppen. In dieser Rolle beziehen wir sie bei der künftigen Ausrichtung des Unternehmens aktiv mit ein. Eine zentrale Plattform dafür bieten beispielsweise die initiierten internen Nachhaltigkeitsdialoge, die im nächsten Jahr regulär stattfinden werden. Im Rahmen dieser Dialogveranstaltungen 2023 werden den Teilnehmenden Wissen und Hintergrundinformationen unter anderem zur Rolle von Nachhaltigkeit in der Lieferkette und im Finanzwesen vermittelt. Eine weitere Beteiligungsmöglichkeit erhalten Mitarbeitende über das Ideenmanagement. In diesem Rahmen können Beschäftigte Ideen außerhalb ihres Aufgabenbereichs einbringen. Entsteht für die Photona Group eine positive Wirkung hinsichtlich Effizienz oder Nachhaltigkeit, werden die Mitarbeitenden ausgezeichnet bzw. prämiert. Die aktuelle Fluktuationsrate 5 *) stellt sich wie folgt dar:
Die relativ hohe Fluktuationsrate betrifft insbesondere eine Tochtergesellschaft. Bereinigt um diese Gesellschaft ergibt sich ein Wert von ca. 5,4% für die restlliche Unternehmensgruppe. Mitarbeitende haben unterschiedliche Bedürfnisse bei der Organisation ihrer Arbeit und ihrer Arbeitszeiten. Aus diesem Grund bietet die Photona Group individuellen Gestaltungsspielraum. Zum Einsatz kommen Instrumente wie flexible Arbeitszeiten, Mobilarbeit, zusätzliche Urlaubstage gegen entsprechende Entgeltreduzierung, Sabbaticals oder befristete und unbefristete Teilzeitlösungen. Mit der strategischen Personalplanung werden frühzeitig die Weichen für eine Anpassung der Personal- und Kompetenzstruktur gestellt. Auf der Grundlage dieser Daten verbessert die Photona Group gezielt ihre Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung, -marketing, -recruiting und Nachwuchsprogramme.
Das zunehmend höhere Durchschnittsalter der Belegschaft, das dem allgemeinen demografischen Wandel folgt, stellt die Gesundheitsversorgung vor zusätzliche Herausforderungen. Die Initiative Gesundheit geht auch besonders auf die Belange von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein, die auch im fortgeschrittenen Alter gesund und leistungsfähig bleiben sollen. Den Erfolg der Maßnahmen im Gesundheitsmanagement misst das Unternehmen unter anderem an der Krankenquote. Die Krankenquote der Photona Group lag mit 9,5 % höher als im Vorjahr (Vj: 3,4%). Das Unternehmen strebt eine kontinuierliche Verbesserung dieses Wertes durch Maßnahmen im Gesundheitsmanagement an.
Sicherheit am Arbeitsplatz ist erstes Ziel des Gesundheitsschutzes und zählt zu den präventiven Maßnahmen der Gesunderhaltung. Ein umfassendes Managementsystem, das nicht nur die gesetzlichen Vorgaben der jeweiligen Standorte erfüllt, sondern in vielen Fällen darüber hinausgeht, bildet die Grundlage dafür. Dementsprechend ist es der Anspruch der Photona Group, ein Höchstmaß an Sicherheit am Arbeitsplatz an allen Standorten der Photona Group zu gewährleisten und zu zertifizieren.
Die Photona Group sieht Vielfalt als Stärke. Vielfalt in der Belegschaft ist ein wesentlicher Faktor für ihren Unternehmenserfolg. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Vielfalt die Innovationskraft stärkt und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Die Photona Group legt daher großen Wert auf ein vorurteilsfreies, wertschätzendes und inklusives Arbeitsumfeld für alle Beschäftigten. Die Photona Group fördert eine Kultur, in der Vielfalt als Stärke gesehen und Unterschiedlichkeit geschätzt wird.
Der Frauenanteil in Führungsfunktionen in der Photona Group reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,5%. Gruppenweit lag der Anteil weiblicher Führungskräfte in der Photona Group zum Ende des Berichtsjahres 2022 bei 24,4 % (2021: 28,9%).
Die Photona Group begreift den demografischen Wandel als Herausforderung und Chance zugleich. Er bietet die Möglichkeit, (Lebens-)Erfahrung und neue Impulse auf produktive Weise miteinander zu verknüpfen. Führungskräfte werden qualifiziert, Chancen und Herausforderungen altersgemischter Teams zu erkennen und zu nutzen. Mitarbeiter der Photona Group nach Altersgruppen gegliedert:
Sich gesellschaftlich zu engagieren gehört zum unternehmerischen Selbstverständnis der Photona Group. In den Mittelpunkt seines Engagements stellt das Unternehmen dabei insbesondere langfristige und internationale Projekte, bei denen es mit seinen eigenen Kernkompetenzen gezielt unterstützen kann. An allen internationalen Standorten zielt das Engagement auf bessere Lebensverhältnisse, interkulturelle Verständigung und gute Bildung. Das Ziel der Photona Group ist es, führend auf dem Gebiet der interkulturellen Verständigung zu sein. Als Unternehmen mit einer multinationalen Belegschaft hat die Photona Group ein großes Interesse an der guten Verständigung zwischen Nationen, Kulturen und Religionen. Die Photona Group wird sich auch in Zukunft weltweit gesellschaftlich engagieren und orientiert sich bei den Schwerpunkten ihres gesellschaftlichen Engagements an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. So sind die Initiativen der Photona Group mit ihren Partnern wirkungsorientiert auf die Themen ausgerichtet, in denen sie möglichst viel bewirken kann. Des Weiteren unterstützt die Photona Group aktiv den Aufbau von Schulen in Südsudan. A.4.2.2 Umweltmanagement 9 *)
Die Photona Group sieht den Schutz der Umwelt als unternehmerische Verantwortung. Dies bedeutet im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft zu wachsen und an allen Standorten gruppenweit effizient mit Ressourcen und Energie umzugehen. Daher ist die Photona Group bestrebt, den Ökostrom-Anteil unserer Hauptproduktionsstandorte zu steigern und den Fuhrpark um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu erweitern sowie die Infrastruktur zum Laden batteriebetriebener Fahrzeuge entsprechend zur Verfügung zu stellen. Als produzierendes Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf ein effizientes Ressourcenmanagement, um den Energieverbrauch und entsprechende Treibhausgasemissionen im Rahmen der Möglichkeiten zu reduzieren, Rohstoffe und Materialien schonend und sicher einzusetzen und gefährliche Abfälle weitgehend zu vermeiden. Bereits im Entwicklungsprozess wird auf eine umweltfreundliche Gestaltung und sparsame Nutzung von Ressourcen geachtet. Durch eine geregelte Wiederverwertung und Entsorgung wird die Belastung für Mensch, Umwelt und Natur entsprechend minimiert. Die Umrüstung bestehender Beleuchtung auf LED-Beleuchtung wird an mehreren Standorten gruppenweit in laufenden Umbaumaßnahmen unter kosten- und umweltschonenden Aspekten geprüft und sukzessiv umgesetzt. Veraltete und ressourcenintensive Technik wird bei Bedarf zukünftig durch emissionsärmere und ressourcenschonendere Anlagen ersetzt. Es ist geplant, dass die elektrische Energie am Hauptstandort Deutschland sukzessive aus Ökostrom bereitgestellt wird. Ferner werden Reinigungsmittel am Hauptstandort Deutschland aktuell auf umweltverträgliche Produkte umgestellt. Am Hauptstandort Deutschland wird der Aufbau eines E-Ladenetzes sukzessive durchgeführt, sodass dadurch die Basis für einen Fuhrpark mit alternativen Antriebstechnologien geschaffen wird.
Als Technologieunternehmen verursacht die Photona Group nur in geringem Maße Emissionen innerhalb der Werkstore. Der Großteil des Schadstoffausstoßes ist zurückzuführen auf beschaffte und außerhalb eingekaufte Energie aus Strom oder Gas. Die Photona Group berichtet erstmalig die Energieverbräuche des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei sich die angegebenen Werte aus vorhandenen Abrechnungen und Zählerablesungen sowie geschätzte Werten zusammensetzen. Andere Treibhausgase werden in der Unternehmensgruppe nur in sehr geringen Mengen verwendet, sodass aus Wesentlichkeitsgründen von einer Berichterstattung abgesehen wird. Der konzernweite Gesamtenergieverbrauch wird erstmalig in der folgenden Tabelle dargestellt und stammt zum Großteil aus den Energieträgern Strom und Gas.
Die indirekten Emissionen (Scope 2) aus dem Stromverbrauch betrugen im Berichtsjahr insgesamt 560 t.
Die Photona Group benötigt für die Fertigungsprozesse keine großen Wassermengen. Wasser wird lediglich als Kühlmittel, als Prozessmedium sowie für sanitäre Zwecke eingesetzt und überwiegend aus der öffentlchen Trinkwasserversorgung und dem Grundwasser entnommen. Dennoch achtet die Unternehmensgruppe im Rahmen des Wassermanagements an allen Standorten darauf, den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten. Für das aktuelle Berichtjahr erfolgte erstmalig die Berichterstattung der Wasserverbräuche soweit möglich auf Basis vorliegender unterjähriger Abrechnungen und valider Schätzungen der restlichen Verbräuche. Im Berichtsjahr wurden an den zwei größten Hauptstandorten 3.573 qm verbraucht. Aufgrund der geringen eingesetzten Wassermengen im Fertigungsprozess sieht sich die Unternehmensgruppe an dieser Stelle keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt.
Für das Berichtsjahr hat die Photona Group ihren Beitrag zu den beiden Umweltzielen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" überprüft. Sowohl die Wirtschaftstätigkeit 3.3 als auch 6.5 leisten durch die Herstellung beziehungsweise Finanzierung und Leasing von emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des Umweltziels I "Klimaschutz". A.4.2.3 Compliance und Menschenrechte 12 *) Verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ist eine der Grundvoraussetzungen für den unternehmerischen Erfolg der Photona Group. Compliance ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur und bildet die Basis für das Vertrauen, das uns Kundinnen und Kunden und auch Geschäftspartner entgegenbringen. Die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Photona Group sind zu verantwortungsbewusstem Verhalten und zur Einhaltung geltender Vorschriften verpflichtet. Die Photona Group erwartet ein entsprechendes Verhalten auch von ihren Geschäftspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Das Compliance Management System der Photona Group zielt darauf ab, an allen Unternehmensstandorten rechtmäßiges Handeln der Photona Group, ihrer Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherzustellen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Maßnahmen zur Vermeidung von
Gesteuert werden die Aktivitäten zur Vermeidung von Rechtsverstößen konzernweit von der Photona Group. Zu diesen Aktivitäten gehören beispielsweise Legal Monitoring, interne Compliance- Regelungen, Kommunikations- und Trainingsmaßnahmen, Beschwerde- und Case Management, ein Compliance- Berichtswesen sowie Compliance Kontrollen und das Nachhalten bei der Sanktionierung von Rechtsverstößen. A.4.2.4 Einkauf und Lieferantennetzwerk *) Mit dem Einkauf, dem Management der internationalen Lieferbeziehungen mit seinen Partnern und einer eigenen Komponentenfertigung legt die Photona Group die Basis für eine stabile und zukunftsfähige Lieferkette. Das Ressort Einkauf leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Ausrichtung des Unternehmens auf die strategischen Zukunftsfelder und sichert das entsprechende Produktionsvolumen in der Lieferkette ab. Das Ressort Einkauf ist seit vielen Jahren dezentral tätig und folgt dem Prinzip der lokalen Beschaffung von Teilen und Komponenten. Die Photona Group ist in allen wichtigen Einkaufsmärkten mit leistungsfähigen Teams vor Ort. Dieser direkte Kontakt mit den lokalen Beschaffungsmärkten hat sich insbesondere während der Corona-Pandemie bewährt. Das Jahr 2022 war geprägt von fragilen Lieferketten und Materialpreissteigerungen. Kostentreiber für den Einkauf der Photona Group waren in erster Linie steigende Preise bei Rohstoffen, Halbleitern, Energie und Transport sowie eine herausfordernde Versorgungssituation. Die Auswirkungen der Lieferengpässe bei Halbleiter-Komponenten, die zeitweise eingeschränkte Verfügbarkeit von Kabelbäumen bedingt durch den Krieg in der Ukraine sowie pandemiebedingte Lockdowns in China führten vor allem im ersten Halbjahr 2022 weltweit zu Produktionsunterbrechungen. Obwohl sich die Situation im Verlauf des zweiten Halbjahres leicht entspannte, blieben die globalen Lieferketten fragil. Trotz der hohen Belastung in der Lieferkette konnte das Unternehmen auch im Berichtsjahr 2022 die reibungslose Teileversorgung der gruppenweiten Produktionsstandorte durchgängig sicherstellen. Die Lieferkette hat damit auch unter den außergewöhnlichen Bedingungen des Pandemiejahres 2022 ihre Stabilität und Flexibilität unter Beweis gestellt. Zu dieser Resilienz tragen unter anderem auch die langjährigen Nachhaltigkeitsaktivitäten im Einkauf und Lieferantennetzwerk bei.
Eine große Herausforderung ist es, die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards beim Abbau von Rohstoffen sicherzustellen. Hierfür geht das Ressort Einkauf über die vertragliche Vereinbarung von Nachhaltigkeitsstandards hinaus und steigt tiefer in die Lieferkette ein, um entsprechende Vereinbarungen an besonders kritischen Stellen im Lieferantennetzwerk direkt zu schließen und deren Einhaltung mit Auditierungen abzusichern. Die Photona Group engagiert sich zudem in diversen Initiativen dafür, Managementansätze zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht zu standardisieren und im gesamten Lieferantennetzwerk anzuwenden.
Neben der Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards sowie der Menschenrechte spielt der verantwortungsvolle Umgang mit den endlichen Ressourcen der Natur eine zentrale Rolle. Um die Bestände kritischer Rohstoffe zu schützen, plant die Photona Group, den Anteil von recycelten Rohstoffen, sogenanntem Sekundärmaterial, deutlich zu erhöhen und Rohstoffe in einer Kreislaufwirtschaft mehrfach zu nutzen.
Nur in einem partnerschaftlichen Zusammenspiel mit den Lieferanten kann es gelingen, die angestrebten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Denn Klimaschutz und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Wie beim Thema Qualität geht es bei der Nachhaltigkeit darum, ehrgeizige Ziele gemeinsam mit dem Lieferantennetzwerk zu realisieren. Umsatzerlöse
Investitionsausgaben (CapEx)
Betriebsausgaben (OpEx)
A.5 Prognose, Risiko- und ChancemanagementA.5.1 Prognose
Der Prognose, Risiko- und Chancenbericht gibt die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2022 mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen aus der Sicht der Geschäftsleitung wieder. Der Prognosebericht erstreckt sich entsprechend der konzerninternen Steuerung über ein Jahr. Risiken und Chancen hingegen werden im Unternehmen auf der Basis einer zweijährigen Betrachtung gesteuert. Daher umfasst der Risiko- und Chancenbericht einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Prognose-, Risiko- und Chancenbericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Gesellschaft und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Nähere Informationen finden sich im Risiko- und Chancenbericht. Der kontinuierliche Planungsprozess stellt sicher, dass auch Chancen, die sich kurzfristig ergeben, schnell und konsequent genutzt werden können und auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Die wesentlichen Risiken und Chancen sind im Risiko- und Chancenbericht ausführlich beschrieben. Die dort näher erläuterten Risiken und Chancen betreffen sämtliche Leistungsindikatoren und können dazu führen, dass deren tatsächliche Entwicklung von der Prognose abweicht.
Der Internationale Währungsfonds hat seine globale Wachstumsprognose für das Jahr 2023 auf 2,9 % angehoben. Damit dürfte die Wirtschaft im kommenden Jahr trotzdem deutlich schwächer wachsen als noch 2022. Die hohe Inflation und der Krieg in der Ukraine dürften unverändert auf der Weltwirtschaft lasten. Neue Virusmutationen, erneute pandemiebedingte Einschränkungen und anhaltende Lieferengpässe könnten die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich bremsen. Weitere Informationen zu politischen und weltwirtschaftlichen Risiken finden sich auch im Kapitel. In der Eurozone gehen die Prognosen für das Jahr 2023 von einem leichten Wachstum aus (+0,7 %). Für Frankreich (+0,8 %), Italien (+0,4 %) und Spanien (+1,3 %) werden entsprechende Niveaus erwartet. Für Deutschland wird für das Jahr 2023 nur eine leichte Steigerung von (+0,2 %) erwartet. Die hohe Teuerungsrate dämpft den privaten Konsum und die Energiekrise belastet zudem die Industrieproduktion. Außerdem könnte die globale Konjunkturabkühlung zu einer sinkenden Nachfrage nach deutschen Exportgütern führen. Für UK wird 2023 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet (-0,4 %). Die Wachstumsrate in den USA dürfte 2023 mit 1,0% leicht höher ausfallen als im Vorjahr. Die Zinserhöhungen der Fed und damit verbunden erschwerte Finanzierungsbedingungen zwingen Unternehmen wie Haushalte dazu, Ausgaben zu kürzen. Nachdem die pandemiebedingten Beschränkungen gelockert wurden, geht man für China wieder von einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum mit einem Plus von 5,8 % aus.
Die Prognose enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Photona Group und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen veränderter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch des weiteren Verlaufs in der Corona-Pandemie, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Der nachfolgende Ausblick bezieht sich auf den Prognosezeitraum von einem Jahr und basiert auf der Zusammensetzung der Photona Group in diesem Zeitraum. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Photona Group haben könnten. Die in der Prognose enthaltenen Erwartungen beziehen sich auf die Planung des Unternehmens für das Jahr 2023 und geben den aktuellen Stand wieder. Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen der Planung sind nachfolgend dargestellt. Sie enthalten die Konsensmeinung führender Organisationen wie Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken. Diese Annahmen fließen in die Planungsprämissen für die Photona Group ein. Der Krieg in der Ukraine und mögliche Implikationen für den Geschäftsverlauf der Photona Group werden aufmerksam beobachtet. Die geltenden Restriktionen, bedingt durch Sanktionen, sind in der Prognose verarbeitet. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Corona-Pandemie keinen wesentlichen Einfluss mehr auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben wird. Für das Geschäftsjahr 2023 werden keine signifikanten Auswirkungen aus der Pandemie erwartet. Jedoch bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der Auswirkungen der Aufhebung der Null-COVID-Politik in China und damit verbunden etwaigen Einschränkungen von Produktion und Absatz. Die Versorgungssituation bleibt weiter herausfordernd. So geht der Konzern im Geschäftsjahr 2023 von einer weiter angespannten Situation auf dem Rohstoffmarkt aus. Im Vergleich zum Vorjahr wird demnach mit einer weiteren Steigerung der Aufwendungen für Edelmetalle ausgegangen. Die Verfügbarkeit von Komponenten und Halbleitern sollte sich 2023 leicht verbessern. Die Unternehmensgruppe geht auch unter anderem aufgrund der Zunahme von Energieeffizienz und der Nutzung von alternativen Energien von einer Stabilisierung der Energieversorgung aus. Jedoch wird weiterhin mit Störungen und erheblichen Kostenbelastungen in den Lieferketten, unter anderem bedingt durch Personalmangel, eingeschränkte Teileverfügbarkeit sowie weiter hohe Rohstoff- und Energiepreise, gerechnet. Erhöhte Kosten für Logistik werden somit wie auch 2022 das Ergebnis belasten. Trotz des aktuell noch hohen Inflations- und Zinsniveaus sowie der oben beschriebenen Herausforderungen ist die Photona Group optimistisch und geht von einer stabilen Nachfrage aus. Gezielte Investitionen sowie enge Zusammenarbeit mit einem starken Lieferantennetzwerk werden dazu beitragen, die Ziele für 2023 zu erreichen
Die oben dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen zeigen, dass der Konzern in dynamischen Märkten agiert und derzeit nicht exakt quantifizierbare Unsicherheiten bezüglich der weiteren Marktentwicklung bestehen. Vor diesem Hintergrund geht der Konzern von einer Bandbreite im vergleichbaren Umsatzwachstum von 5% bis 10% aus.
Für das nächste Geschäftsjahr 2023 wird ein positiver operativer Cash Flow, möglicherweise im mittleren einstelligen Mio.-Bereich erwartet. Der operative Cash Flow wird durch die Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse positiv beeinflusst.
Neben der dargestellten makroökonomischen Entwicklung basiert die Prognose auf dem Budget-Plan der Photona Group. Eine zusammenfassende Übersicht der Konzernprognose wird wie folgt dargestellt:
Die Prognose enthält keine Annahmen für zusätzliche Erhöhungen bzw. Ausweitungen des Geltungsbereichs für zusätzliche Zölle im internationalen Warenverkehr. Abweichungen von diesen Annahmen bzw. der Eintritt von Risiken und Chancen können zu einer von der Prognose abweichenden tatsächlichen Geschäftsentwicklung führen. Die aktuelle Geschäftsentwicklung ist gegenüber dem Berichtsjahr annähernd als sehr gut einzustufen. Die Unternehmensgruppe erwartet für das Jahr 2023 daher einen deutlichen Anstieg von bis zu 10% beim Umsatz, bei einer weiteren Verschiebung der Eigenproduktquote bis hin zu 50 %. Ferner wird erwartet, dass sich der Auftragseingang, ähnlich wie im Vorjahr entwickelt. Der Umsatz verteilt sich dabei gleichmäßig auf alle Hauptumsatzträger und Anwendungen. Bei den Verkaufsgebieten ist der größte Anstieg im europäischen Markt zu verzeichnen, wohingegen in Asien sowie auf den nordamerikanischen Märkten weiteres Wachstum erwartet wird. A.5.2 Risiko- und Chancenbericht
Der Konzern agiert in einer globalen und komplexen Geschäftswelt und ist daher stets internen als auch externen Einflüssen auf die Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Daher setzt jede unternehmerische Entscheidung eine Abwägung von Risiken und Chancen der Unternehmensumwelt voraus. Diese gehört für die Photona Group zu den Grundsätzen einer verantwortungsbewussten und wertorientierten Unternehmensführung. Das umfassende Risikomanagement von der Unternehmensgruppe basiert auf einem interaktiven und managementorientierten Ansatz. Dieses Enterprise Risk Management (ERM) berücksichtigt sowohl Risiken als auch Chancen und ist in die gesamte Organsation integriert. Ziel ist es, die Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen und Maßnahmen festzulegen, die eine optimale Balance zwischen Wachstums- und Renditezielen einerseits und den damit verbundenen Risiken andererseits schaffen. Zur Umsetzung dieser Strategie ist es notwendig, strategische, operative, finanzielle sowie Compliance-bezogene Risiken und Chancen frühzeitig zu identifzieren, transparent und vergleichbar darzustellen, zu bewerten und zu steuern. Dies geschieht zum einen durch die Förderung einer offenen Risikokultur, zum anderen durch eine regelmäßige Weiterentwicklung des an der ISO-Norm 31000 orientierten Risk Management Systems.
Für die Bewertung von Risiken nutzt die Photona Group standardisierte Methoden. Alle wesentlichen Risiken werden mit Hilfe eines "business continuity management plan (BCM)" pro Gesellschaft bewertet und mit einheitlichen Schadensverteilungsmaßen beurteilt. Dies führt zu einer besseren Vergleichbarkeit der Risiken sowohl in der internen als auch in der externen Berichterstattung. Die Gesamtwirkung der Risiken auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird nachfolgend einheitlich als Ergebnisauswirkung bezeichnet. Die Bewertung von Risiken erfolgt unter Berücksichtigung bereits wirksamer risikoreduzierender Maßnahmen (Nettobetrachtung). Risiken werden nach ihrer Risikohöhe (durchschnittliche Ergebnisauswirkung unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit) klassifiziert. Die Ergebnisauswirkung kann bei einem tatsächlichen Risikoeintritt (Worst-Case-Betrachtung) deutlich höher ausfallen. Aufgrund des Geschäftswachstums und der damit verbundenen Risiken wurden die seit 2020 im Geschäftsbericht verwendeten Wertgrenzen angepasst. Für die Klassifizierung der Risikohöhe gelten folgende Wertgrenzen:
Die Auswirkungen von Chancen und Risiken werden getrennt dargestellt und nicht miteinander verrechnet. Der Risikokonsolidierungskreis entspricht dem Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses der Photona Group.
Prävention bzw. Monitoring ist ein wesentliches Element des Riskomanagement-Systems und integrativer Bestandteil der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Risikomonitoring im Rahmen der verschiedenen Assessments und speziellen Genehmigungsprozessen. So werden in den monatlichen Geschäftsleitungssitzungen und in den monatlichen Management Reviews Risiken und Chancen sowie deren Auswirkungen auf das Unternehmen diskutiert. Gleichzeitig können potenzielle Risiken für das Erreichen der strategischen Ziele direkt im Strategieentwicklungsprozess berücksichtigt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Neben einem umfassenden Risikomanagement ist auch nachhaltiges Wirtschaften in den zentralen strategischen Unternehmensprinzipien enthalten. Aus Nachhaltigkeitsaspekten resultierende Risiken werden grundsätzlich über das unternehmensweite Risikomanagementnetzwerk (BCM) identifiziert.
In einem dynamischen Marktumfeld ergeben sich auch Chancen. Die Identifikation von Chancen ist in den Strategie- und Planungsprozessen der Photona Group integriert. Auf Basis dieser Analysen wird die Ausrichtung des Produkt- und Serviceportfolios permanent überprüft. Darüber hinaus sind die kontinuierliche Überprüfung wichtiger Geschäftsprozesse sowie eine strikte Kostenkontrolle von essenzieller Bedeutung, um eine hohe Profitabilität und Kapitalrendite zu gewährleisten. Die Beurteilung der Bedeutung der Chancen für die Photona Group erfolgt durch eine qualitative Einordnung in die Kategorien wesentlich und unwesentlich. Wahrscheinliche Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität sind bereits in der Prognose unterstellt.
Die folgende Übersicht bietet einen Gesamtüberblick über die wesentlichen Risiken und Chancen für die Jahre 2023 und 2024 und zeigt deren Bedeutung für die Photona Group auf. Gesamthaft bestehen für die Photona Group weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung bestandsgefährdende Risiken.
Volkswirtschaftliche Risiken und Chancen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und somit auf das Ergebnis der Photona Group. Unvorhersehbare Störungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen können zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Die Risikohöhe wird über den zweijährigen Betrachtungszeitraum als hoch klassifiziert. Im Zuge des Krieges in der Ukraine besteht die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Konfliktsituation und damit einhergehender weiterer Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland sowie möglicher Gegensanktionen bzw. Vergeltungsmaßnahmen Russlands. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen bleiben ein Risiko für die Weltwirtschaft. Sollte sich nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in China das Virus weiterhin rasant ausbreiten, könnte eine hohe Zahl an Erkrankungen oder eine neue Variante des Corona-Virus erneut strikte Eindämmungsmaßnahmen erforderlich machen und die weltweiten Lieferketten weiter belasten. Infolgedessen könnte aufgrund fehlender (Vor-) Produkte die Erholung der Weltwirtschaft ausgebremst werden. Im Konflikt zwischen den USA und China verschiebt sich der Schwerpunkt von reinen Zollerhöhungen zu weiteren Import- und Exportbeschränkungen für bestimmte Technologien. Die verschärfte Rhetorik zum Status Taiwans könnte die geopolitischen Spannungen verschärfen und einen weiteren Risikofaktor darstellen. Dies könnte auch die Bedingungen für Importe und Exporte der Photona Group verschlechtern. Ein weiteres Risiko stellt die in vielen Regionen aktuell sehr hohe Inflation dar. Sollte die Inflation längere Zeit hoch bleiben, würden die steigenden Preise die Nachfrage bremsen. Auch die zu erwartenden Zinserhöhungen durch die Notenbanken haben einen dämpfenden Effekt. Volkswirtschaftliche Chancen, die die Ertragslage der Photona Group nachhaltig positiv beeinflussen können, werden als unwesentlich eingestuft. Strategische und branchenspezifische Risiken und Chancen
Ein bedeutendes Risiko für die Unternehmensgruppe besteht in Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen. Auch länder- oder branchenspezifische Handelshemmnisse können sich kurzfristig verändern. Kurzfristige Verschärfungen können deutlich erhöhte Investitionen sowie laufende Kosten nach sich ziehen oder das Kundenverhalten beeinflussen. Die Risikohöhe für den Eintritt des Risikos einer Angebotsunterbrechung durch nicht vorhersehbare kurzfristige Änderungen von Gesetzen und Regulierungen wird als hoch eingestuft. Weitere Risiken können aus Verschärfungen bestehender Import- und Exportbestimmungen resultieren. Diese führen in erster Linie zu zusätzlichen Aufwendungen, können aber auch den Import beziehungsweise Export von Komponenten für Laser einschränken. Als Folge von Änderungen handelspolitischer Rahmenbedingungen können kurz- bis mittelfristig auch positive Ergebniseffekte für die Photona Group entstehen. Ein möglicher Abbau von tarifären Handelshemmnissen, Importbeschränkungen oder eine Herabsetzung von direkten Verbrauchssteuern bieten das Potenzial für günstigere Herstellkosten oder auch die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen dem Kunden günstiger anzubieten. Zusätzliche Chancen aus Änderungen von Gesetzen und Regulierung werden als unwesentlich eingestuft.
Eine steigende Wettbewerbsintensität unter den etablierten Anbietern sowie der Marktzugang neuer Konkurrenten kann zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Auch nicht vorhergesehene Kundenpräferenzen und eine veränderte Produktzufriedenheit können sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Die Risikohöhe für den Eintritt von Marktrisiken über den zweijährigen Betrachtungszeitraum ist als hoch einzustufen. Die Absatzmärkte werden kontinuierlich beobachtet, um Kundenanforderungen zu erfüllen und dabei Chancen bezüglich Absatzwachstum und Preisrealisierung wahrzunehmen. Die Photona Group schätzt die sich daraus ergebenden Chancen im Betrachtungszeitraum als unwesentlich ein. In allen Bereichen ist die Photona Group einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Dem Risiko der Verdrängung durch Konkurrenzunternehmen begegnet der Konzern unter anderem durch innovative Unterscheidungsmerkmale, gezielte und flexible Anpassungen des Produktspektrums bzw. durch kundenspezifische Adaptionen bestehender Produkte und Lösungen. Akquisitionen auf den von uns adressierten Märkten könnten zudem dazu führen, dass sich die Wettbewerbssituation verschärft und eventuell verbesserte Kostenstrukturen des Wettbewerbs und ein damit einhergehender steigender Preisdruck negative Auswirkungen auf das Konzern-Ergebnis entfalten. Der Konzern begegnet diesem Risiko durch eine fortlaufende Analyse unseres Portfolios, dass heißt, ob und wie gezielte Unternehmenszukäufe unsere Strategie sinnvoll unterstützen können, um nachhaltiges profitables Wachstum zu generieren. M&A-Aktivitäten sowie die Integration der Akquisitionen bergen ein grundsätzliches Risiko für den Konzern. Die Photona Group wirkt diesem Risiko aktiv im Vorfeld durch eine umfangreiche Due Diligence Prüfung sowie einen strukturierten und individuell auf das erworbene Unternehmen angepassten Integrationsprozess entgegen. Risiken und Chancen aus betrieblichen Aufgabenbereichen
Risiken in Produktionsprozessen und aus Technologiefeldern können zu ungeplanten Produktionsunterbrechungen oder zusätzlichen Kosten aufgrund von Qualitätsmängeln führen. Die Risikohöhe für den Eintritt von solchen Risiken über den zweijährigen Betrachtungszeitraum wird als hoch eingeschätzt. Mit der kontinuierlichen Optimierung der Fertigungslandschaft, steigt auch die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstandorten. Es besteht das Risiko, dass Unfälle bzw. Störungen in den einzelnen Werken oder externe Einflüsse wie Lieferengpässe, Umweltkatastrophen, Pandemien bzw. politische Unruhen dazu führen, nicht mehr im geplanten Umfang fertige oder gefertigte Produkte ausliefern zu können. Dies kann die Ertragslage beeinträchtigen. Zudem könnten in Zukunft die Anforderungen an unsere Produktionsprozesse steigen, um die Einhaltung der Vorschriften im Bereich des Umweltschutzes zu gewährleisten. Um die Wertschöpfungskette und Lieferfähigkeit gegen interne und externe Störungszenarien abzusichern, ist der Schutz der einzelnen Produktionsstandorte der Photona Group sowie die Überwachung der Lieferanten von essenzieller Bedeutung. Zusätzlich gibt es verschiedene Kontrollsysteme und Notfallpläne, die die Verfügbarkeit und Qualität der von der Photona Group hergestellten Produkte gewährleisten sollen. Das Risiko von Lieferengpässen externer Lieferanten wird nach Möglichkeit durch eine Diversifikation der Lieferantenbasis reduziert sowie durch die kontinuierliche Überwachung von kritischen Anbietern und Materialien begrenzt. Durch die Implementierung von passenden Maßnahmen wird der Bedrohung von gezielten Cyberangriffen entgegengewirkt, da Cyberangriffe zur Beschädigung von Fertigungsanlagen und damit zu längeren Ausfalldauern und hohen Schadenswerten führen könnten. Gerade bei den Eigenerzeugnissen ist die Photona Group konkurrenzfähig und aufgrund ihrer Organisation flexibel in der Lage, schnell auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Durch die entsprechende Gestaltung der Prozessabläufe ist eine zusätzliche Beschleunigung der Produktionseinführungszeit geplant, welche einen weiteren Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Die Photona Group sieht darüber hinaus Chancen in Produktionsprozessen und aus Technologiefeldern vor allem in Wettbewerbsvorteilen durch die Beherrschung neuer und komplexer Technologien. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs zur Entwicklung neuer Produkte und Prozesse werden die zusätzlichen Chancen im Betrachtungszeitraum als unwesentlich für die Ertragslage der Photona Group bewertet.
Risiken aus dem Einkauf beziehen sich vor allem auf Versorgungsengpässe durch Lieferantenausfälle sowie auf die Gefährdung von Photona Group relevantem Know-how im Lieferantennetzwerk. Produktionsprobleme bei den Lieferanten können zu erhöhten Aufwendungen für die Photona Group bis hin zu Produktionsunterbrechungen mit entsprechender Reduzierung des Umsatzes führen. Die Photona Group setzt ein umfangreiches Instrumentarium von Kontroll- und aktiven Steuerungsmaßnahmen ein, um den aktuellen Herausforderungen in der Materialbeschaffung zu begegnen. Die Risikohöhe resultierend aus Einkaufsrisiken über den zweijährigen Betrachtungszeitraum wird als hoch klassifiziert. Mögliche Gründe für den Ausfall einzelner Lieferanten sind insbesondere IT-Risiken, Verstöße gegen Nachhaltigkeits- oder Qualitätsstandards, die mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vormaterialien sowie das Auftreten von Naturgefahren und Bränden. Auch mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit einzelner Lieferanten kann die Materialversorgung gefährden; außerdem fließt die dynamische Entwicklung der Sicherheitslage eines Landes als potenzieller Ausfallgrund einer Wertschöpfungs- / Lieferkette in die Risikoquantifizierung ein. Die militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine führt unter anderem zu Lieferschwierigkeiten von Komponenten aus der Ukraine. Eine weitere Eskalation könnte sowohl direkte Lieferanten als auch Vorlieferanten aus angrenzenden Ländern betreffen und die Liefersituation weiter verschärfen. Darüber hinaus könnte auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen aus Russland eingeschränkt sein. Die zunehmende Komplexität im Lieferantennetzwerk insbesondere bei den nur indirekt durch die Photona Group steuerbaren Vorlieferanten ist eine weitere mögliche Ursache für den Ausfall von direkten Lieferantenstandorten. Aufgrund der hohen Nachfrage auf den internationalen Halbleiter Märkten ist es auch bei der Photona Group bereits zu temporären Engpässen bei der Versorgung mit elektronischen Bauteilen gekommen. Die unverändert angespannte Versorgungslage entlang der gesamten Lieferkette - insbesondere aufgrund von Engpässen bei Halbleitern - könnte auch weiterhin zu Anpassungen im Produktionsprogramm führen. Eine damit verbundene Berichterstattung könnte sich auch negativ auf die Reputation des Konzerns auswirken. Die Photona Group beobachtet die Situation sehr aufmerksam, bewertet die Entwicklung fortlaufend und sorgt für die enge Anbindung der entsprechenden Lieferketten an die Produktion. Auch die weiter gestiegene Bedrohungslage durch Cyberangriffe entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrifft sowohl die Versorgungssicherheit der Photona Group als auch den Schutz des für die Photona Group relevanten Know-hows. Um ein einheitliches Informationssicherheitsniveau aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette sicherzustellen, forciert die Photona Group bei ihren Lieferanten den Nachweis einer angemessenen Informationssicherheitszertifizierung. Bei der Auswahl ihrer Lieferanten berücksichtigt die Photona Group nicht nur externe Vorgaben wie die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, sondern achtet auch auf die Erfüllung der intern gesetzten Nachhaltigkeitsstandards. Den Risiken bei der Rohstoffversorgung wird mit einer Reduzierung des Rohstoffeinsatzes oder dem Ersatz durch alternative Rohstoffe begegnet. Chancen entstehen im Ressort Einkauf und Lieferantennetzwerk vor allem aus dem globalen Sourcing und der daraus resultierenden Effizienzsteigerung. Die Erschließung von standortspezifischen Faktorkostenvorteilen, insbesondere im Zuge des Aufbaus von lokalen Lieferantenstrukturen im Umfeld neuer und bestehender Photona Fertigungsstätten, und die Einführung neuer, innovativer Fertigungstechnologien könnten zu niedrigeren Materialkosten für die Photona Group führen. Die Photona Group schätzt die sich daraus ergebenden Chancen im Betrachtungszeitraum als hoch ein.
Die Photona Group nutzt für den Absatz ihrer Produkte und Dienstleistungen ein weltweites Vertriebsnetz, das vor allem aus eigenständigen Händlern und Tochterunternehmen besteht. Sollte eine Bedrohung für den Fortbestand von Teilen des Vertriebsnetzes bestehen, beispielsweise aufgrund einer möglichen Insolvenz von großen Handelsbetrieben, würden Risiken für die Photona Group entstehen. Die Risikohöhe aus Vertriebsrisiken über den zweijährigen Betrachtungszeitraum ist als gering einzustufen.
Unternehmen, die in hohem Maße von Ingenieurleistungen und Technologie abhängen, stehen im starken Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Verlassen qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen oder ist der Konzern nicht in der Lage, hochspezialisierte Mitarbeiter für den Betrieb, die Umstellung und die Ausweitung unseres Geschäfts zu gewinnen, zu behalten und zu motivieren, so könnte dies Auswirkungen auf erfolgreiche Forschungsaktivitäten haben. Des Weiteren besteht die Gefahr, erfahrene Manager zu verlieren, die für unser Geschäft und die strukturell notwendigen Anpassungen wichtig sind, insbesondere in der Sicherung von Schlüsselmitarbeitern. Daher wird weltweit ein Fokus auf Nachfolgeplanungen, Identifizierung und Förderung von Talenten sowie auf dezidierte Personalweiterentwicklungsmaßnahmen gesetzt. Hierfür wird die Präsenz in den sozialen Medien ausgebaut und auch über diese Kanäle neue Mitarbeiter rekrutiert, um unsere Position als attraktiver Arbeitgeber nachhaltig zu sichern. Um den bestehenden Herausforderungen angemessen begegnen zu können, braucht der Konzern mehr denn je flexible und motivierte Mitarbeiter, die bereit sind, sich nachhaltig zu engagieren. Um diesen Prozess zu fördern, hat die Photona Group verschiedene Projekte initiiert, um die Kommunikation und die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang wird die kommende oberste Managementebene über intelligente Vergütungsmodelle wieder langfristig gebunden werden. Darüber hinaus wird die Photona Group als Arbeitgebermarke kontinuierlich weiterentwickelt, um den höheren Anforderungen des Arbeitsmarktes an die Attraktivität der Arbeitgeber gerecht zu werden. Die Risikohöhe - trotz umfangreicher Maßnahmen - wird als mittel eingestuft.
Die Digitalisierung und Automatisierung in allen Geschäftsbereichen und Produkten bietet Chancen für die Photona Group und unterstützt die strategische Ausrichtung auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, was sich auch auf die damit verbundene Informationstechnologie (IT) auswirkt. Die Bedrohungslage hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschärft. Die Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine können zu einem weiteren Anstieg von Cyberattacken führen. Darüber hinaus steigen auch weltweit die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen. Beispiele hierfür sind das Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz 2.0) und neue Datenschutzgesetze in China. Aufgrund des Anstiegs der beobachteten Angriffe auf Applikationen und Systeme der Photona Group wird die Risikohöhe - trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen - als hoch eingestuft. Neben Bedrohungen in Form von Cyberattacken und physischen Eingriffen können Informationen und Daten auch durch fehlendes Risikobewusstsein und Fehlverhalten gefährdet sein. Unmittelbare Folgen wären im Wesentlichen negative Auswirkungen auf der Umsatzseite, Ausfälle in der Produktion von Laserkomponenten oder Reputationsschäden. Der Schutz von Geschäftsinformationen, zum Beispiel gegen unberechtigte Zugriffe und Missbrauch, hat einen sehr hohen Stellenwert. Trotz kontinuierlicher Überprüfung und vorbeugender Sicherheitsmaßnahmen können Risiken in diesem Umfeld nicht vollständig ausgeschlossen werden. Alle Berechtigten sind verpflichtet zum sorgfältigen Umgang mit Informationen wie vertraulichen Geschäfts-, Kunden- und Mitarbeiterdaten, zur sicheren Nutzung von Informationssystemen und zu einem transparenten Umgang mit Risiken. Bei Kooperationen und Partnerbeziehungen schützt die Photona Group ihr geistiges Eigentum und die Kunden- und Beschäftigtendaten durch klar definierte Vorgaben zum Informations- und Datenschutz. Informationen, die Geschäftsgeheimnisse darstellen, sowie sensible personenbezogene Informationen unterliegen besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen. Der Verlust oder der Diebstahl von sensiblen Geschäftsinformationen könnte sich ebefalls negativ auf die Reputation des Unternehmens auswirken. Finanzrisiken und -chancen
Die Photona Group schließt als international tätiger Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, woraus grundsätzlich Währungsrisiken und -chancen resultieren. Ein beträchtlicher Anteil der Konzernumsätze, der Produktion und der Material- und Finanzmittelbeschaffung erfolgt außerhalb der Eurozone. Daraus entstehende Risiken durch Fremdwährungsschwankungen bestehen sowohl im operativen Geschäft (Transaktionsrisiko) als auch in der Finanzberichterstattung, in der sich neben Transaktionsrisiken auch Translationseffekte aus der Währungsumrechnung in die Konzernberichtwährung Euro niederschlagen. Fremdwährungsschwankungen können sich negativ auf das Ergebnis, das Eigenkapital und den Kapitalfluss auswirken. Diese resultieren aufgrund der Unternehmensstruktur der Photona Group vor allem aus Schwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar. Mögliche Anpassungen geldpolitischer Maßnahmen sowie eine Veränderung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können dabei zukünftig zu höherer Volatilität führen. Die Fremdwährungsflows werden laufend analysiert, um Währungsverluste zu vermeiden. Die Zahlungsüberhänge aus Verkaufstransaktionen werden durch natürliche Absicherung in Form von Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge in der jeweiligen Währung ausgeglichen (Natural Hedge Strategie). Dies heißt, Lieferanten werden auf Euro bzw. deren funktionalen Währung umgestellt, um die Zahlungsflüsse in Fremdwährung auszugleichen. Abhängig von der Wechselkursentwicklung können sich wesentliche Chancen ergeben.
Auf den Rohstoffmärkten war und ist die Preisentwicklung vieler Rohstoffe aufgrund der hohen Nachfrage von starken Ausschlägen gekennzeichnet und mit einer hohen Risikohöhe verbunden. Sollten sich entgegen der aktuellen Einschätzung Rohstoffpreise positiv entwickeln, könnten sich daraus wesentliche Chancen ergeben.
Die konzernweite Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Photona Group wird durch das Einhalten von Liquiditätskennzahlen sowie durch eine breite Streuung der Refinanzierungsquellen gewährleistet. Die Liquiditätssituation wird fortwährend überwacht und durch eine konzernweite Planung des Finanzbedarfs sowie der Finanzmittelbeschaffung erfasst und gesteuert. Derzeit werden in Bezug auf die Liquidität keine nennenswerten Chancen für die Ertragslage gesehen. Ergänzende Informationen zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten sind im Konzernanhang unter Pkt. B5. Anhang zum Konzernabschluss Nr. 34 Finanzrisikomanagement enthalten. Die Risikohöhe wird als gering eingeschätzt.
Der Konzern konsolidiert alle Risiken und Chancen, die von den verschiedenen Ländern, Business Units und Zentralfunktionen im Rahmen eines monatlich stattfindenden Management Review berichtet werden. Wesentliche Risiken ergeben sich aus einer weiteren Verstärkung von protektionistischen Maßnahmen vor allem zwischen den Vereinigen Staaten und China und einer daraus resultierenden Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Diese kann zu einem weiteren und dauerhaften Rückgang von Kundenbestellungen führen. Die Photona Group sieht Chancen für weiteres Wachstum in Marktbereichen, die unsere klassische Wertschöpfungskette erweitern, unterstützt durch die Fokussierung unseres Technologieportfolios und die Steigerung der Effizienz unserer Produktentwicklungsprozesse. Nach wie vor sieht der Konzern die Möglichkeit für den Erhalt von Fördermitteln für Investitionen in neue Technologien. Unter der Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung der in diesem Bericht erläuterten Risiken sowie angesichts der gesunden Bilanzstruktur und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwartet die Geschäftsleitung keine substanzielle Gefährdung der erfolgreichen Unternehmensfortführung. Diese Einschätzung wird durch die solide und sehr robuste Eigenkapitalstruktur des Konzerns gestützt. Die Geschäftsleitung erwartet unverändert, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt, um die Chancen, die sich der Photona Group bieten, zu nutzen. Die beschriebenen Risiken sind aus heutiger Sicht beherrschbar und weisen hinsichtlich ihrer Auswirkungen und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit einen bestandsgefährdeten Charakter auf. Weitere Risiken sind für das Berichtsjahr sind derzeit nicht erkennbar.
Olching, den 16. Oktober 2023 Patrick Paul
1 Der Abschnitt "A.4 Nachhaltigkeit " des
Konzernlageberichts enthält, als ungeprüft
gekennzeichnete Angaben. Die Kennzeichnung der betreffenden
Angaben erfolgt durch
*) in der Überschrift des jeweiligen
Abschnitts bzw. Unterabschnitts.
B.1 Konzern-GesamtergebnisrechnungKONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 2022
B.2 KonzernbilanzKONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
B.3 Konzern-KapitalflussrechnungKONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 2022
B.4 Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungVERÄNDERUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2022
B.5 Anhang zum KonzernabschlussKONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022B.5.1 Grundlagen der Rechnungslegung 1 Geschäft und Rahmenbedingungen Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 schließt die Photona GmbH und ihre Tochtergesellschaften (gemeinsam bezeichnet als "Photona Group", "Konzern" oder "Unternehmensgruppe") ein. Die Photona GmbH ("der Konzern") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit registriertem Firmensitz in Werner-von-Siemens-Str. 15, 82140 Olching, Deutschland. 2 Grundlagen der Konzernabschlusserstellung Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit § 315e HGB und mit allen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung in der Europäischen Union (EU) anzuwenden waren, sowie in Übereinstimmung mit den Veröffentlichungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente) sowie Planvermögen, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung des Konzerns darstellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. 3 Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze Die nachfolgenden Rechnungslegungsgrundsätze sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt worden, es sei denn, dies wurde abweichend davon angegeben. In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, die Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Außerdem können sie Schätzungen und Annahmen enthalten, die den Konzern in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden die Photona GmbH und ihre wesentlichen Tochterunternehmen, über die die Photona GmbH mittel- oder unmittelbar die Beherrschung ausübt, einbezogen. Zum 31. Dezember 2022 werden die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss in Form der Vollkonsolidierung einbezogen:
Die LT Laser Tools GmH wurde im Berichtsjahr rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die Laser Components Germany GmbH verschmolzen. Es handelt sich hierbei um einen sidestream Merger. Die Laser Components Detector Group Inc. erwarb im Kalenderjahr 2021 die Anteile des aus Altersgründen ausgeschiedenen Geschäftsführers und Minderheitsgesellschafters. Beim Erwerb wurde das Eigenkapital entsprechend um diesen Anteil herabgesetzt. Die Anteile der Photona GmbH betragen somit wieder 100%. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der Photona Group unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Der Konzern erlangt die Beherrschung, wenn dieser die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus den Beteiligungen ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Wenn der Konzern keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht dieser das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn der Konzern durch die Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob die Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt der Konzern alle Tatsachen und Umstände, darunter den Umfang der eigenen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber, potenzielle eigene und fremde Stimmrechte, Rechte aus vertraglichen Vereinbarungen, sowie weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass der Konzern die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Gesellschafterversammlungen zu bestimmen. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die konzernintern bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Zuge der Konzernabschlusserstellung eliminiert. Unternehmenszusammenschlüsse Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt bilanziert, zu dem der Zusammenschluss ökonomische Wirksamkeit erlangt. Nach der Erwerbsmethode bewertet ein Käufer die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Akquisitionsstichtag. Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und den identifizierbaren erworbenen Nettovermögenswerten wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines Unternehmenserwerbs zu einem Preis unterhalb des Marktwerts erfolgt eine sofortige Gewinnvereinnahmung. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Die bei einem Unternehmenzusammenschluss erworbenen identifzierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich bedingter Verbindlichkeiten) werden erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen werden mit dem entsprechenden Anteil an den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode) bewertet. Ein entstehender positiver Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten sowie dem beizulegenden Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile und den übernommenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam als Ertrag vereinnahmt. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionskosten erfasst. Im Falle eines Beherrschungsverlusts werden etwaige verbleibende Anteile zu diesem Zeitpunkt erfolgwirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Fremdwährungsumrechnung und -bewertung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Demnach werden Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs, Aufwendungen und Erträge mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. In den Einzelabschlüssen des Konzerns und ihrer Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Kurs erfasst. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet. Die daraus resultierenden Bewertungseffekte sowie eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Abwicklung der Transaktionen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt erfolgswirksam berücksichtigt. In Fremdwährung zugegangene nicht monetäre Bilanzposten werden zu historischen Kursen fortgeführt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:
Umsatzrealisierung Unter der Voraussetzung, dass ein Nachweis für eine Vereinbarung vorliegt, eine Lieferung stattgefunden hat oder Dienstleistungen erbracht worden sind, realisiert der Konzern Umsatzerlöse in dem Umfang, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Dies geschieht ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Sofern der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aufgrund kundenbezogener Kreditrisiken als nicht wahrscheinlich anzusehen ist, werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit von den bereits durch den Kunden geleisteten unwiderruflichen Zahlungen erfasst. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelts bemessen, abzüglich gewährter Nachlässe und Rabatte sowie ohne abzuführende Steuern und Abgaben. Die gewährten Rabatte, Boni, Skonti, Gutschriften oder andere variable Preisnachlässe werden als Umsatzminderung erfasst. Schätzungen bezüglich der Umsatzminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, den Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung insbesondere einer Berichtsperiode. Falls die Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten, stellt die Photona Group fest, ob mehr als eine Bilanzierungseinheit vorliegt. Zudem müssen die folgenden Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen erfüllt sein:
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbunden sind, auf den Kunden übertragen worden sind. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Falls der Verkauf von Produkten an eine Zustimmung des Kunden gebunden ist, werden die Umsatzerlöse erst dann erfasst, wenn die Kundenabnahme erfolgt ist.
Bei der Auftragsfertigung von Standardprodukten ist der Konzern der Auffassung, dass die Photona Group die gesamten laufenden Arbeiten während der Produktherstellung steuert. Bei diesen Verträgen werden Standardprodukte hergestellt, die aufgrund ihrer Beschaffenheit an mehrere Kunden abgesetzt werden können und somit einen alternativen Nutzen für den Konzern darstellen. Im Falle einer Stornierung hat der Konzern keinen Anspruch auf Erstattung der bisher entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Marge. Der Umsatz wird somit für diese Produkte nach abgeschlossener Produktion realisiert. Sofern keine vereinbarten Liefermengen bzw. Preise vereinbart sind, liegt noch kein bindender Vertrag gemäß IFRS 15 vor und werden demzufolge noch keine Umsätze realisiert.
Die Umsätze im Dienstleistungsgeschäft werden erfasst, sobald die Dienstleistungen erbracht worden sind. Bei langfristigen Serviceverträgen erfasst das Unternehmen die Umsätze linear über die Vertragslaufzeit oder -sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt- entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen.
Gewährleistungen, die der Konzern für Produkte oder Dienstleistungen übernimmt, umfassen grundsätzlich nur die Absicherung der vertraglich vereinbarten Produktspezifikationen im Rahmen der gesetzlichen oder branchenüblichen Fristen. Dementsprechend bilanziert der Konzern Gewährleistungsvereinbarungen nicht als eigene Leistungsverpflichtung, sondern als Rückstellung nach den Vorschriften von IAS 37. Funktionskosten Betriebliche Aufwendungen werden grundsätzlich entsprechend des Funktionsbereichs der jeweiligen Kostenstelle, in denen die Kosten anfallen, bzw. auf Basis eines geeigneten Zuordnungsprinzips den einzelnen Funktionskostenarten zugeordnet. Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden entweder in den Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, abhängig von der Nutzung des Vermögenswerts, erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für den Kauf oder die Herstellung von Anlagevermögen werden grundsätzlich als Reduktion der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und mindern die künftigen Abschreibungen. Zuwendungen, die nicht für langfristige Vermögenswerte gewährt werden (erfolgsbezogene Zuwendungen), werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im gleichen Funktionsbereich ausgewiesen wie die entsprechenden Aufwandsposten. Gewährte Zuwendungen der öffentlichen Hand für künftige Aufwendungen werden passivisch abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Kosten für Forschungsaktivitäten erfasst die Photona Group unmittelbar als Aufwand. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie künftiger Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss der Konzern die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen bzw. zu verkaufen. Die aktivierten Kosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungslöhne und sonstige direkt zurechenbare Kosten, wenn diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswerts vorzubereiten. Die aktivierten Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen und zu Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis sechs Jahren, angesetzt. Die sonstigen Entwicklungskosten erfasst der Konzern aufwandswirksam unmittelbar bei ihrem Entstehen. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden mit den Forschungs- und Entwicklungskosten verrechnet. Ihre erfolgswirksame Erfassung erfolgt anteilig über die Perioden, in denen die Forschungs- und Entwicklungskosten, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen, anfallen. Gewährte Zuwendungen der öffentlichen Hand für künftige Forschungs- und Entwicklungskosten werden passivisch abgegrenzt. Zinsen und Dividenden Zinserträge und -aufwendungen werden unter der Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch auf Zahlung entstanden ist. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich im Rahmen der Erstkonsolidierung als positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem Anteil am Nettozeitwert der während der Akquisition identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und umfassen Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Immaterielle Vermögenswerte haben die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
Abweichend davon können sich - insbesondere bei im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommenen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer - andere Nutzungszeiträume ergeben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte schreibt der Konzern nicht planmäßig ab, sondern überprüft sie mindestens einmal jährlich auf Wertminderung. Wertminderungen und Wertaufholungen Liegen Anhaltspunkte vor, die auf eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten hindeuten, oder ist eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich (immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer, immaterielle Vermögenswerte in der Entwicklungsphase, sowie Geschäfts- oder Firmenwert), wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Jeder Vermögenswert wird einzeln überprüft, es sei denn, er erzeugt keine weitestgehend von anderen Vermögenswerten oder anderen Gruppen von Vermögenswerten unabhängigen Zahlungsmittelzuflüsse. In diesem Fall erfolgt die Prüfung der Werthaltigkeit auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU). Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert eines Vermögenswerts (beziehungsweise einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit/CGU) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Für diesen Vergleich wird im ersten Schritt der Nutzungswert ermittelt. Sollte der Nutzungswert den Buchwert unterschreiten, wird im zweiten Schritt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bestimmt und mit dem Buchwert verglichen. Ist der beizulegende Zeitwert geringer als der Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung auf den höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfasst. Entfällt der Grund für eine zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung auf den erzielbaren Betrag, jedoch nicht über die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten hinaus. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht zugeschrieben. Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und Zahlungsmittelabflüsse sowie des Planungszeitraums zu treffen, die von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln. Der Nutzungswert wurde anhand zukünftiger Cashflows, auf Basis der jeweils aktuellen Geschäftsplanung der Photona Group durchgeführt. Die Planung basiert auf der Entwicklung der Umsatzvolumina in den einzelnen Märkten, erwarteten neuen Produkten und Erfahrungswerten. Für den Planungszeitraum 2023 bis 2024 wurde von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 6% ("Compound annual growth") sowohl für den Umsatz als auch für das EBIT ausgegangen. Nach dem Geschäftsjahr 2023 werden für die Entwicklung der Planumsätze und des EBIT konstante Wachstumsraten angenommen. Die jeweilige Wachstumsrate von 1% übersteigt nicht die im Durchschnitt erwartete langfristige Inflationsrate und wurde ebenfalls für die Ermittlung des Terminal Value verwendet. Folgende grundsätzliche Annahmen liegen der Planung und der Abzinsung zugrunde:
Die Diskontierung erfolgt mit einem marktbezogenen Kapitalisierungszinssatz. Zu Rechnungslegungszwecken erfolgen Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit anhand eines jährlich aktualisierten risikoangepassten Kapitalkostensatzes (WACC) nach Steuern. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird ein branchenüblicher Eigenkapitalkostensatz nach Steuern herangezogen. Die Photona Group hat Sensitivitätsanalysen bezüglich einer Erhöhung/Absenkung der angewendeten Abzinsungssätze durchgeführt. Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt hätte keinen Wertminderungsaufwand zur Folge gehabt. Der erzielbare Betrag der CGU für die Photona Group würde das Nettovermögen inklusive anteiligem Geschäfts- oder Firmenwert nach wie vor übersteigen. Sachanlagen Der Konzern bewertet Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen. Anschaffungskosten beinhalten Ausgaben, die direkt dem Kauf des Vermögenswerts zurechenbar sind. Die Herstellungskosten von selbsterstellten Sachanlagen beinhalten sowohl die Materialkosten und die direkt zurechenbaren Personalkosten sowie sämtliche andere, direkt zurechenbare Kosten, die für die Ingangsetzung der Sachanlage notwendig sind, als auch die Kosten der Demontage der Sachanlage. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmter Komponenten einer Sachanlage -gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten- wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Sachanlagen werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Abschreibungsdauern und -methoden sowie die Restbuchwerte werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Nachträgliche Ausgaben werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit den Ausgaben verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zu fließen wird. Die angesetzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern der Sachanlagen können folgender Tabelle entnommen werden:
Liegen Anhaltspunkte vor, die auf eine Wertminderung von Sachanlagen hindeuten, wird analog den immateriellen Vermögenswerten ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Leasing Für gemietete Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der Photona Group zur Nutzung zur Verfügung steht, ein Vermögenswert für das Nutzungsrecht und eine Verbindlichkeit für die ausstehenden Leasingzahlungen bilanziert. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts berechnen sich als Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen zuzüglich der Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, sowie der anfänglichen direkten Vertragskosten und der geschätzten Kosten für die Demontage, Beseitigung oder Wiederherstellung des Leasinggegenstands. Zum Abzug kommen erhaltene Anreizzahlungen des Leasinggebers. Das Nutzungsrecht wird planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer des Leasinggegenstands und erwarteter Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Sofern das Eigentum des Leasinggegenstands am Ende der Laufzeit automatisch übergeht oder die Ausübung einer Kaufoption in den Leasingzahlungen berücksichtigt ist, wird das Nutzungsrecht über die erwartete Nutzungsdauer des Leasinggegenstands planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz unter den jeweiligen Positionen des Sachanlagevermögens dargestellt. Abschreibungen der Nutzungsrechte werden in der Gewinn-und Verlust-Rechnung in den Umsatzkosten sowie den Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Leasingverbindlichkeit wird bei erstmaliger Erfassung mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Die Leasingverbindlichkeiten werden als Teil der Finanzverbindlichkeiten gezeigt, der Zinsaufwand wird im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung werden der Tilgungsanteil und der Zinsanteil der Leasingzahlungen als Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die für die Bewertung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit zugrunde liegenden Leasingzahlungen umfassen sowohl feste als auch von einem Index oder Zinssatz abhängige variable Leasingzahlungen sowie erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien. Sofern die Ausübung einer Kauf- oder Vertragsverlängerungsoption hinreichend sicher ist, werden die entsprechenden Zahlungen in den Leasingzahlungen berücksichtigt. Zahlungen für Zeiträume, für die eine einseitige Kündigungsoption des Leasingnehmers besteht, werden nur dann in den Leasingzahlungen berücksichtigt, wenn es hinreichend sicher ist, dass die Kündigungsoption nicht ausgeübt wird. Bei der Beurteilung von Optionen werden alle Fakten und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung beziehungsweise Nichtausübung der Option geben. Die Abzinsung der Leasingzahlungen hat nach IFRS 16 grundsätzlich mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz zu erfolgen. Da dieser bei den in der Photona Group abgeschlossenen Leasingverhältnissen zumeist nicht bestimmbar ist, erfolgt die Abzinsung in der Regel mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz eines Leasingverhältnisses entspricht dem laufzeitkongruenten risikolosen Zinssatz in der betreffenden Währung zuzüglich eines Aufschlags für das Kreditrisiko bzw. dem marktüblichen Zinssatz der Unternehmensgruppe. Die Bestimmung der Leasingzahlungen, einschließlich der den Leasingzahlungen zugrunde liegenden Laufzeit eines Leasingverhältnisses, und des Abzinsungssatzes unterliegt Schätzungen und Annahmen, die von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen können. Die Photona Group als Leasingnehmer nimmt die Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Anspruch. Annahmen und Schätzungen sind hinsichtlich der künftigen Restwerte zu treffen, da diese einen wesentlichen Teil der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse darstellen. Relevante Einflussfaktoren sind dabei die Entwicklung der Marktpreise. Die Annahmen basieren sowohl auf intern verfügbaren Daten über historische Erfahrungswerte und aktuellen Marktdaten als auch auf Prognosen von externen Instituten. At Equity bewertete Beteiligungen Unternehmen, bei denen die Photona Group die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluß auf die Geschäftstätigkeit und Finanzpolitik auszuüben, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von der Photona Group am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen bzw. vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Entsprechen oder übersteigen die der Photona Group zurechenbaren Verluste eines assoziierten Unternehmens den Wert des Anteils an diesem Unternehmen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, die Photona Group ist Verpflichtungen eingegangen. Der Anteil an einem assoziierten Unternehmen ist der Buchwert der Beteiligung zuzüglich sämtlicher langfristiger Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition des Eigentümers in das assoziierte Unternehmen zuzuordnen sind. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und seinen assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Beteiligungsquote eliminiert. Der Konzern überprüft an jedem Bilanzstichtag, ob es objektive Hinweise auf eine Wertminderung des Anteils an einem assoziierten Unternehmen gibt. Sind solche Hinweise vorhanden, ermittelt der Konzern den Wertminderungsbedarf als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert des assoziierten Unternehmens. Zum Zeitpunkt des Verlusts des maßgeblichen Einflusses auf das assoziierte Unternehmen werden die verbleibenden Anteile zum beizulegenden Wert neu bewertet. Die Differenz zwischen dem Buchwert des assoziierten Unternehmens und dem beizulegenden Zeitwert des verbleibenden Anteils zuzüglich eines Veräußerungserlös wird erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte beinhalten sonstige langfristige und kurzfristige Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem diese entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird.
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVPL designiert wurde:
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVPL designiert wurde:
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinstruments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann die Photona Group unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Die Beteiligungsbuchwerte der assoziierten Unternehmen werden gemäß IFRS 3.33 zu Anschaffungskosten bewertet. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann die Photona Group unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien zu beseitigen oder signifikant zu verringern.
Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells dahingend, ob der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, um so die vertraglichen Zahlungsströme gänzlich zu vereinnahmen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Verkauf bestimmt sind, werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da diese Forderungen zur Vereinnahmung von Zahlungsströmen zwar gehalten und aber vor Endfälligkeit veräußert werden.
Für Zwecke dieser Einschätzung ist der Kapitalbetrag definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllt. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern
Die Photona Group bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanzielen Vermögenswert auslaufen oder die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Die Photona Group bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag auf objektive Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf untersucht. Als objektive Anzeichen gelten der Ausfall oder der Verzug eines Schuldners oder Hinweise darauf, dass ein Schuldner in die Insolvenz geht. Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Photona Group. Neukunden werden zunächst individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert, bevor die Photona Group seine standardisierten Liefer- und Zahlungskonditionen anbietet. Diese Analyse umfasst externe Ratings, soweit erhältlich, sowie Jahresabschlüsse, Auskünfte von Kreditagenturen, Brancheninformationen und in manchen Fällen auch Bankauskünfte. Für alle finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die Photona Group für die Berechnung der Wertberichtigung die in IFRS 9 beschriebene Allgemeine Vorgehensweise an. Für diese Vermögenswerte bemisst sich die Höhe der Wertberichtigung bei erstmaliger Erfassung anhand des erwarteten 12-Monats Kreditverlusts ( Stufe 1). Falls sich das Ausfallrisiko zum Abschlussstichtag seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, wird die Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen ( Stufe 2 - Allgemeine Vorgehensweise). Die Photona Group wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den vereinfachten Ansatz an. Der vereinfachte Ansatz sieht vor, dass das Ausfallkreditrisiko auf Basis der Höhe des über die Gesamtlaufzeit zu erwarteten Kreditverlustes berechnet wird ( Stufe 2 - Vereinfachte Vorgehensweise). Für bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Bonität bei Erwerb oder Ausreichung noch nicht beeinträchtigt war, wird eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste erfasst ( Stufe 3). Dies geschieht unabhängig davon, ob die Allgemeine oder Vereinfachte Vorgehensweise angewandt wird. Eine Wertminderung im Hinblick auf einen finanziellen Vermögenswert, der zu fortgeführten Anschaffungskosten geführt wird, wird aus der Differenz zwischen seinem Buchwert und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows, die zum ursprünglichen Effektivzinssatz diskontiert werden, berechnet. Für Schuldinstrumente, die zum FVOCI bewertet sind, werden die Kreditverluste als Barwert der Zahlungsausfälle (dass heißt die Differenz zwischen den Zahlungen, die der Photona Group vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen, die die Photona Group voraussichtlich einnimmt) bemessen. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des entsprechenden Schuldinstruments abgezinst. Die Photona Group betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als nicht einbringbar, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtungen vollständig an die Photona Group zahlen kann, ohne dass die Photona Group auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten zurückgreifen muss. Alle Wertberichtigungen werden erfolgswirksam erfasst. Eine Wertberichtigung wird ausgebucht, wenn die Wertaufholung objektiv mit einem Ereignis begründet werden kann, das nach der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten ist. Bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird eine Rücknahme von Wertberichtigungen erfolgswirksam erfasst. Ertragsteuern Der Konzern ist in zahlreichen Steuerjurisdiktionen tätig und unterliegt damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuergesetze sowie der einschlägigen Verwaltungsauffassung ermittelt und können wegen ihrer Komplexitiät einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits unterliegen. Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Diese werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass tatsächliche und sonstigte Erstattungsansprüche im Einzelfall nicht durchgesetzt werden können. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum jeweiligen Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist. Latente Ertragsteuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus den Konsolidierungsmaßnahmen gebildet sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und -vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern wird zu jedem Bilanzstichtag auf Basis der geplanten steuerpflichtigen Einkommen in künftigen Geschäftsjahren beurteilt. Sofern künftige Steuervorteile mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, wird eine Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern vorgenommen. Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern sind Annahmen bezüglich des künftigen zu versteuernden Einkommens und des Zeitpunkts der Realisierung der aktiven latenten Steuern zu treffen. Hierzu werden die geplanten operativen Geschäftsergebnisse und die Ergebniswirkungen aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen berücksichtigt. Da jedoch die zukünftigen Geschäftsentwicklungen unsicher sind und teilweise von der Photona Group nicht beeinflusst werden können, ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten verbunden. Passive latente Steuern auf zu versteuernde temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden dann nicht angesetzt, wenn der Konzern den Zeitpunkt der Umkehrung bestimmen kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird. Insbesondere dann, wenn vorgesehen ist, dass Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern zum Zwecke der Substanzerhaltung und Ausweitung des Geschäftsvolumens in den Unternehmen eingesetzt werden. Zukünftige Änderungen der Steuergesetze und -regelungen sowie deren Auslegung und sonstige Entwicklungen in Steuersystemen könnten einen wesentlichen Einfluss auf die bestehenen Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern haben und somit zu höheren Aufwendungen für direkte und indirekte Steuern und höheren Steuerzahlungen führen. Vorräte Die Vorräte bilanziert der Konzern mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Angesetzt wird ein gleitender Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne, die zurechenbaren Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente umfassen alle liquditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten Darlehen und Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Finanzverbindlichkeiten werden, mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten, bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Hierbei werden, außer bei der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Finanzverbindlichkeiten, auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLaC). Die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt nach deren Tilgung, d.h. wenn diese erfüllt oder aufgehoben sind bzw. auslaufen. Leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans) Die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Plänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Sind die Leistungsansprüche nicht durch externes Vermögen gedeckt, erfasst der Konzern die Defined Benefit Obligation (DBO) als Rückstellung. Sind die Leistungsansprüche durch externes Vermögen (Planvermögen) gedeckt, saldiert der Konzern den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens mit der DBO. Unter Berücksichtigung möglicher Effekte aus einer Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling) wird eine Unterdeckung in der Position Pensionen und ähnliche Verpflichtungen oder eine Überdeckung in der Position Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die Photona Group bilanziert die sonstigen Rückstellungen, wenn das Unternehmen aus einem Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, es wahrscheinlich ist, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Einzelne Verpflichtungen (z.B. Rechts- und Prozessrisiken) werden mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseren Bewertung führen. Für einzelne bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordene Gewährleistungsfälle werden Einzelrückstellungen gebildet. Ferner bildet der Konzern Rückstellungen, wenn aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit oder aus betriebs- und brachenspezifischen Erfahrungen wahrscheinlich mit Gewährleistungsinanspruchnahmen zu rechnen ist. Der Aufwand für die Produktgewährleistungen wird innerhalb der Umsatzkosten erfasst. Eine Abzinsung wird vorgenommen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Zur Abzinsung werden risikoadjustierte Marktzinssätze vor Steuern verwendet. Droht aus dem Vertrag ein Verlust, erfasst die Photona Group die gegenwärtige Verpflichtung als Drohverlustrückstellung. Dieser wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags -jeweils auf Basis von Vollkosten- den erwarteten wirschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen. Neue Rechnungslegungsvorschriften
Aus den weiteren im Geschäftsjahr 2022 erstmals angewendeten Rechnungslegungsstandards beziehungsweise Überarbeitungen von Standards ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Photona Group.
Die nachfolgenden, vom IAS veröffentlichten Änderungen an Standards sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von der Photona Group im Konzernabbschluss zum 31. Dezember 2022 nicht berücksichtigt. Die Photona Group beabsichtigt keine vorzeitige Anwendung dieser folgenden Standards:
Nach aktueller Einschätzung wird davon ausgegangen, dass die Anwendung der neuen Regelungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Photona Group haben wird. Ferner kommen die von der europäischen Kommission veröffentlichte Richtlinie zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung für große Unternehmensgruppen nicht zum Tragen, da die hierfür vorgesehenen Größenordnungen für große Unternehmengruppen nicht vorliegen. Daher werden die Pillar II - Regelungen ("Models Rules") hinsichtlich einer effektiven Besteuerung multinationaler Unternehmen i. H. v. 15% in den EU-Mitgliedstaaten für die Photona nicht berücksichtigt. B.5.2 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4 Umsatzerlöse Die Photona Group erzielt Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Verkauf folgender Produkte:
Die Umsatzerlöse setzen sich aus Bruttoumsatzerlösen abzüglich Kunden-Nachlässen und Rabatten zusammen. In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach den wichtigsten Produktlinien dargestellt.
5 Umsatzkosten Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:
6 Vertriebskosten Die Vertriebskosten sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3.058 TEUR bzw. 29,2% auf 13.532 TEUR (Vj: 10.474 TEUR) gestiegen. Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Personal von 9.490 TEUR (Vj: 7.953 TEUR). Der Anstieg der Personalkosten resultiert im Wesentlich aus Neuanstellung. 7 Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 643 TEUR auf 7.556 TEUR (Vj: 6.914 TEUR). Die allgemeinen Verwaltungskosten enhalten vor allem Aufwendungen für Personal von 4.807 TEUR (Vj: 4.763 TEUR), Abschreibungen von 982 TEUR (Vj: 674 TEUR), IT von 392 TEUR (Vj: 335 TEUR), sowie Jahresabschlusskosten von 123 TEUR (Vj: 110 TEUR). 8 Aufwendungen nach Aufwandsarten In den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den Forschungs- und Entwicklungskosten waren folgende wesentliche Aufwandsarten enthalten:
9 Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Währungskursgewinnen enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Die Position Sonstiges beinhaltet im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen in Höhe von 163 TEUR sowie Erträge aus Kantinenerlösen in Höhe von 122 TEUR (Vj: 271 TEUR). Des Weiteren beinhaltet die Position Sonstiges Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 55 TEUR (Vj: 754 TEUR). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen die Gewährleistungs- als auch Personalrückstellungen, welche entsprechend auf die aktuellen Einschätzungen zum Berichtsjahr angepasst werden (siehe hierzu Erläuterungen zum Pkt. 27 "Sonstige Rückstellungen"). 10 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen aus Währungskursverlusten enthalten im Wesentlichen Verluste aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursverluste aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursgewinne aus diesen Sachverhalten werden unten den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Eine saldierte Betrachtung der Währungsgewinne und -verluste führte im Berichtsjahr zu einem Nettogewinn von 353 TEUR (Vj: 196 TEUR) Die Position Aufwendungen aus der Bildung von Wertberichtigungen bezieht sich im Wesentlichen auf pauschalierte Wertberichtigung nach IFRS 9 in Höhe von 77 TEUR (Vj: 17 TEUR) als Vorsorge für die zu erwartenden Verluste im Berichtsjahr. Die Position Sonstiges beinhaltet vor allem Gesamtausgaben für das gesellschaftliches Engagement in Höhe von 45 TEUR (Vj: 50 TEUR), die sich auf soziale Projekte beziehen. Des Weiteren beinhaltet diese Position die Grundsteuer in Höhe von 14 TEUR (Vj: 12 TEUR). 11 At Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
Das Beteiligungsergebnis enthält Bewertungseffekte aus der Blau Optoelektronik GmbH und der Laser Components Ltd.,UK. Die in den Vorjahren ausgewiesenen Anteile an der Beteiligung an der LT Laser Tools GmbH wurden im Vorjahr auf 100% aufgestockt. Diese Beteiligung wurde im Berichtsjahr rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die im Vorjahr neu gegründete Laser Components Germany GmbH verschmolzen. 12 Zinsergebnis
Die sonstigen Zinsaufwendungen betreffen die Rückkaufverpflichtungen für die Anteile der Altgesellschafter von 65 TEUR (Vj: 53 TEUR), die über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren ausbezahlt werden sowie Zinsen für ein Bankdarlehen von 19 TEUR (Vj: 24 TEUR). 13 Ertragsteuern Die Ertragsteuern der Photona Group gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gültig oder angekündigt sind. Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuer-Hebesatz in Höhe von 350,0% ergibt sich der zugrunde gelegte inländische Ertragsteuersatz wie folgt:
Das von ausländischen Tochtergesellschaften erzielte steuerliche Ergebnis wird auf Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts ermittelt und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz versteuert. Bei den ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern auf Basis der entsprechenden länderspezifischen Steuersätze berechnet. Diese liegen im Geschäftsjahr 2022 zwischen 21% und 29%. Der Unterschied zwischen dem auf Basis des inländischen Steuersatzes ermittelten, erwarteten Ertragsteueraufwand und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist auf Ursachen zurückzuführen, die folgender Überleitungsrechnung zu entnehmen sind:
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend auf die steuerlichen Nettoauswirkungen angepasst. Die Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge lassen sich insbesondere auf den steuerlich nicht zu berücksichtigenden Ertrag aus der Neubewertung der bisher gehaltenen Eigenkapitalanteile an der LC UK Ltd. sowie Blau Optoelektronik GmbH zurückführen. Für die Laser Components Detector Group Inc. wurden im Berichtsjahr aktive latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 549 TEUR gebildet. Die steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 2.616 TEUR. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr aktive latente Steuern auf Verlustvorträge für die Laser Components Nordic AB in Höhe von 40 TEUR gebildet. Die steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 195 TEUR. Es wurden hierbei aktive latente Steuern angesetzt, soweit ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen vorliegen bzw. soweit eine Nutzung auf Grundlage der Geschäftserwartungen wahrscheinlich ist. Die steuerlichen Verlustvorträge sind unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung in ihrer Höhe und Vortragsfähigkeit unbegrenzt nutzbar. Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden auf temporäre Differenzen für die im Folgenden dargestellten Bilanzposten gebildet.
In den aktiven latenten Steuern sind erfolgsneutral erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von -12 TEUR enthalten. Aktive latente Steuern werden in dem Maße gebildet als ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen vorliegen bzw. soweit es hinreichend wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein positives steuerliches Ergebnis erwirtschaftet wird. Die Photona Group hat, vor Saldierung, aktive latente Steuern in Höhe von 3.933 TEUR für das Geschäftsjahr 2022 (Vj: 4.409 TEUR) angesetzt. Sofern dies rechtlich zulässig ist, werden aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern saldiert. Insgesamt bestehen temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 212 TEUR,(Vj: 125 TEUR) für die keine latenten Steuern gebildet wurden, soweit mit einer Realisierung der temporären Differenzen in absehbarer Zukunft nicht zu rechnen ist. Auf diese zu versteuernden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern angesetzt, weil die Photona Group den Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen bestimmen kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen, insbesondere weil Gewinne der Gesellschaften zum Zwecke der Substanzerhaltung und Reinvestitionen nicht ausgeschüttet werden sollen. Die latenten Steuern der Position Konsolidierung lassen sich im Wesentlichen der Bilanzposition Vorräte zuordnen. Unter Berücksichtigung der direkt im Sonstigen Ergebnis erfassten Sachverhalte setzt sich der Ertragsteuerertrag bzw. -aufwand wie folgt zusammen:
14 Personalaufwendungen
Die Anzahl der Mitarbeiter wird in FTE (Full-Time Equivalents bzw. Vollzeitäquivalente) im Jahresdurchschnitt gemessen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
15 Leasingverhältnisse In der Gewinn- und Verlust-Rechnung 2022 werden folgende Beiträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen als Leasingnehmer gezeigt:
Die Photona Group ist zum Stichtag keine neuen Leasingverhältnisse eingegangen, die noch nicht begonnen haben. Daraus ergeben sich somit keine künftigen Zahlungsabflüsse ergeben (Vj: 296 TEUR). Einige Immobilien-Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die bis zu einem Jahr vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Nach Möglichkeit strebt der Konzern beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewährleisten. Die Verlängerungsoptionen sind nur vom Konzern und nicht vom Leasinggeber ausübbar. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt, eintritt. Angaben zu Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten sowie weitere Erläuterungen finden sich unter der Textziffer 18. Sachanlagen. 16 Honoraraufwand des Konzernabschlussprüfers Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers:
B.5.3 Angaben zur Konzern-Bilanz (Aktiva) 17 Immaterielle Vermögenswerte
Von den gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 1.854 TEUR (Vj: 1.982 TEUR) sind Entwicklungskosten in Höhe von 145 TEUR (Vj: 0 TEUR) als immaterielle Vermögenswerte im Berichtsjahr aktiviert worden. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 246 TEUR (Vj: 178 TEUR) auf immaterielle Vermögenswerte unter den Abschreibungen erfasst. Sämtliche gehaltene Patente und Markenzeichen sind nicht verpfändet. Wesentliche immaterielle Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Lizenzen und Patentrechte, welche im Rahmen des Erwerbs der Photona Group erworben wurden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die operativen Gesellschaften:
Es liegt kein Wertberichtigungs- oder Wertaufholungsbedarf für immaterielle Vermögenswerte vor. 18 Sachanlagen (inklusive Nutzungsrechte Leasing)
Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 2.403 TEUR (Vj: 2.236 TEUR) erfasst. Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich vor allem um eine Vorauszahlung für eine bereits bestellte und noch nicht gelieferte Beschichtungsanlage in Höhe von 532 TEUR sowie um eine bereits geleistete Anzahlung auf einen Roboter in Höhe von 33 TEUR. Der Konzern mietet Gebäude, Maschinen, Fuhrpark und Betriebs- und Geschäftsausstattung an. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt typischerweise zwischen drei und zehn Jahren mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Die Leasingzahlungen werden alle Jahre erneut verhandelt, um die Marktmieten zu reflektieren. Manche Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Für zwei Leasingverträge wurde sowohl der Buchwert für das Nutzungsrecht als auch für die dazugehörige Leasingverbindlichkeit auf die aktuell vorliegenden Leasingverträge angepasst. Hieraus ergibt sich eine Nettoauswirkung von insgesamt 166 TEUR im Berichtsjahr. Im Berichtsjahr liegt kein Wertberichtigungsbedarf vor. 19 At Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Die nachfolgende Übersicht enthält zusammengefasste Finanzinformationen der einzelnen Gesellschaften. Der Photona Group zustehende Anteil am Gewinn der einzelnen Gesellschaften ist jeweils separat angegeben. Die im laufenden Jahr erfassten Anteile am Gesamtergebnis basieren auf vorläufigen Jahresabschlüssen der einzelnen Gesellschaften. Sofern Abweichungen zwischen vorläufigem und finalem Jahresabschluss vorliegen, werden diese Abweichungen jeweils im Folgejahr berücksichtigt. Im Folgenden werden die Finanzinformationen zu 100% (wenn nicht anders angegeben) dargestellt:
Die dargestellten Daten der Vermögenswerte und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. 20 Vorräte
Das Nettovorratsvermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 14.248 TEUR (Vj: 10.425 TEUR). Die Wertberichtigungen auf das Bruttovorratsvermögen (z.B. aufgrund von Gängigkeitsabwertungen und Qualitätsmängeln) belaufen sich auf 452 TEUR (Vj: 2.392 TEUR). 21 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Kredit- und Marktrisiken der Photona Group sowie die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter sonstigen Angaben im Punkt Finanzinstrumente erläutert. Zum 31. Dezember 2022 betreffen die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 136 TEUR (Vj: 33 TEUR) mehrere Kunden, die mitgeteilt haben, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände nicht erwarten, die ausstehenden Beträge begleichen zu können bzw. Insolvenz angemeldet haben. Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:
22 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 35 TEUR (Vj: 39 TEUR) gegenüber einem General Manager sowie Forderungen gegenüber einer Versicherungsgesellschaft in Höhe von 15 TEUR. 23 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom unmittelbaren Zahlungsmittelbedarf der Photona Group zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. B.5.4 Angaben zur Konzern-Bilanz (Passiva) 25 Eigenkapital Für eine detaillierte Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung der Veränderung des Konzerneigenkapitals. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Photona Group beträgt im Berichtsjahr 104 TEUR. Das Stammkapital ist zum Bilanzstichtag vollständig einbezahlt. Es besteht aus Anteilen mit einem Nennwert von je 1 EUR. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten den in der Vergangenheit erwirtschafteten Gewinn nach Steuern der Photona Group, soweit dieser nicht ausgeschüttet wurde. In den Gewinnrücklagen sind Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 1 bzw. aufgrund der Änderungen von Bilanzierungsmethoden enthalten. Kumuliertes übriges Eigenkapital Die Bestandteile des kumulierte übrigen Eigenkapitals umfassen:
26 Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Leistungsorientierte Pensionszusagen Die Photona Group verfügt über Leistungszusagen, die Regelungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen. Leistungsbegünstigte dieser Zusagen sind im Wesentlichen der ehemalige Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen. In Deutschland existieren verschiedene Leistungspläne, die den Pensionären das Recht auf jährliche Pensionszahlungen oder eine einmalige Kapitalzahlung geben. Ein leistungsorientierter Versorgungsplan gewährt den Berechtigten mit Erreichen des 65. Lebensjahres in Abhängigkeit der rentenfähigen Dienstjahre einen bestimmten Prozentsatz des letzten Gehalts bei Eintritt des Versorgungsfalles. Aus einem weiteren leistungsorientierten Versorgungsplan stehen den Berechtigten mit Erreichen des 65. Lebensjahres Leistungen zu, deren Höhe von der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängt. Den regulatorischen Rahmen bildet in Deutschland das Betriebsrentengesetz. Demzufolge orientiert sich die Rentenanpassungsverpflichtung für Pensionszusagen an der Inflationserwartung, soweit die Zusage keine festgeschriebene jährliche Anpassung vorsieht. Versicherungsmathematische Bewertungsmaßnahmen Die Höhe der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird grundsätzlich unter Verwendung von Gutachten externer Aktuare zum Ende des Geschäftsjahres bestimmt. Die versicherungsmathematische Bewertung zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Obligation, DBO) unterliegt demographischen und finanziellen Annahmen. Wesentliche Annahmen sind dabei die Sterbewahrscheinlichkeit und Rententrends sowie Kostentrends. Die Photona Group trifft hier die bestmögliche Einschätzung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der bestehenden Erwartung. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde in Deutschland die Heubeck Richttafel 2018G verwendet. Eine weitere wesentliche Annahme ist der Abzinsungssatz. Der verwendete Abzinsungssatz wird auf Grundlage der Rendite bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt wird. Der gewichtete Durchschnitt der zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Annahmen lässt sich wie folgt darstellen:
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld aus Leistungszusagen und deren Bestandteile:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung aus Leistungszusagen beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 15 Jahre. Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die Veränderung einzelner Faktoren unabhängig voneinander am Abschlussstichtag die Anwartschaftsbarwerte beeinflusst hätte.
Beitragsorientierte Pensionszusagen Die beitragsorientierten Pläne sind so ausgestaltet, dass der Konzern Beiträge an öffentliche oder private Einrichtungen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen oder auf freiwilliger Basis entrichtet, ohne darüber hinaus weitere Leistungsverpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern zu übernehmen. In Form von Direktzusagen stehen den berechtigten Mitarbeitern im Rahmen einer Entgeltumwandlung mit Vollendung des 65. Lebensjahres Versorgungsleistungen zu. Die im Berichtsjahr erfolgswirksam erfassten Beiträge zu den beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 99 TEUR (Vj:73 TEUR). 27 Sonstige Rückstellungen
Sämtliche Rückstellungen beruhen unter anderem auf Ermessenspielräumen, Annahmen, Vergangenheitserfahrungen und Schätzungen, die gewissen Unsicherheiten (in Bezug auf Höhe und Zeitpunkt der Inanspruchnahme) unterliegen. Die Bewertung und Bilanzierung der einzelnen Rückstellungen werden entsprechend der Einschätzungen der Geschäftsführung aufgrund von Vergangenheitserfahrung vorgenommen. Gewährleistungsrückstellungen Die Berechnung der Rückstellung erfolgt sowohl auf Basis historischer Erfahrungswerte als auch auf Basis von Erwartungen bzgl. der zukünftigen Ausfälle der verkauften Produkte innerhalb der Gewährleistungsfrist. Die Rückstellungen für Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf Produkte, die in den Geschäftsjahren 2021 und vor allem in 2022 verkauft wurden und belaufen sich auf 201 TEUR (Vj: 231 TEUR). Personalrückstellungen Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Pesonal und Sozialbereich in Höhe von 1.638 TEUR (Vj: 1.544 TEUR) betreffen Verpflichtungen für erfolgsabhängige Entgeltbestandteile. Sonstige Rückstellungen Zusätzlich wurden langfristige sonstige Rückstellungen in Höhe von 29 TEUR (Vj: 29 TEUR) gebildet, die im Zusammenhang mit der Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen stehen. 28 Finanzschulden
Die Position Finanzschulden beinhaltet im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie eine längfristige Verpflichtung gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter. Für weitere Informationen wird auf die separaten Ausführungen verwiesen (siehe hierzu "Textziffer 15 Leasingverhältnisse bzw. Textziffer 18. Sachanlagen"). Zum 31.12.2022 bestehen keine Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten. Die Photona Group hat generell eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen, die Sach- und Personenschäden umfasst. Versicherungssumme und Deckungsumfang sind dem Risiko entsprechend adäquat und branchenüblich abgedeckt. Ob und inwieweit Versicherungsschutz im Einzelfall besteht, hängt jedoch von der jeweiligen Fallgestaltung ab. 29 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.215 TEUR (Vj. 1.877 TEUR) betreffen Restkaufpreiszahlungen für den Erwerb eigener Anteile, die in den nächsten Jahren zur Auszahlung kommen. 30 kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Position abgegrenzte Schulden beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen in Höhe von 486 TEUR (Vj: 717 TEUR) sowie Provisionszahlungen in Höhe von 83 TEUR (Vj: 68 TEUR) sowie kurzfristige Restkaufpreiszahlungen für den Erwerb eigener Anteile in Höhe von 225 TEUR (Vj: 211 TEUR). 31 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Personalverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Urlaubsgeld, Überstunden und Verpflichtungen aus Alterszeitvereinbarungen sowie Sozialversicherungsbeiträgen. B.5.5 Sonstige Konzernangaben 32 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement unterstützt die Erreichung der finanziellen Ziele des Konzerns. Im Vordergrund stehen neben der Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften auch die Sicherstellung der finanziellen Stabilität und Flexibilät des Konzerns. Ausschlaggebend für die Steuerung der Kapitalstruktur ist es daher, die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, strebt die Unternehmensgruppe für das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBIT einen Wert von 1,0 an. Diese Verhältniszahl gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre es annähernd dauert, bis die Nettoverschuldung durch entsprechende Gewinne getilgt werden kann, dabei bleiben Zinsen, das sonstige Finanzergebnis sowie Steuern, außer Betracht. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus der Differenz der Summe Finanzschulden und der Summe der Liquidität. Die angepassten Nettofinanzschulden werden aus den Nettofinanzschulden abzüglich Pensionen und ähnliche Verpflichtungen errechnet.
Die Kapitalstruktur (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme) beläuft sich auf 56,2 % (Vj: 49,0%). 33 Finanzinstrumente Die folgende Tabelle stellt den Buchwert und beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente nach Klassen sowie nach Bewertungskategorien dar:
Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit ihren Buchwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Finanzinstrumente werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche, auf die entsprechenden Laufzeiten bezogene Zinssätze verwendet. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird bestimmt durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Restlaufzeiten und Konditionen aktuell geltenden Zinsen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen vorgenommen. Falls erforderlich wird eine Umgliederung am Ende der Berichtsperiode vorgenommen. Folgende Aufteilung wurde für das Berichtsjahr angesetzt:
Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten ohne Fremdwährungsgewinne und -verluste für das Berichtsjahr gemäß IFRS 9:
Das Ergebnis aus Krediten und Forderungen in Höhe von - 96 TEUR (Vj: - 49 TEUR) beinhaltet Wertberichtigungen bzw. Wertaufholungen auf Forderungen in Höhe von - 101 TEUR (Vj: - 68 TEUR) sowie Zinserträge in Höhe von 5 TEUR (Vj: 19 TEUR). Das Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beinhalten im Wesentlichen Zinszahlungen in Höhe von - 65 TEUR (Vj: - 53 TEUR) aufgrund der Rückkaufverpflichtung der Anteile gegenüber ehemaligen Gesellschaftern, Aufwendungen für Bankgebühren in Höhe von 19 TEUR (Vj: 25 TEUR) sowie Zinsaufwendungen für die Pensionsverpflichtungen in Höhe von - 26 TEUR (Vj: - 10 TEUR). 34 Finanzrisikomanagement Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ist die Unternehmensgruppe gewissen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese lassen sich in drei Bereiche gliedern:
Das Konzernrisikomanagement konzentriert sich auf unvorhersehbare Ereignisse auf den Finanzmärkten und versucht nachteilige Effekte auf das Gruppenergebnis zu minimieren. Der Konzern nutzt dabei derivative Finanzinstrumente, um gewisse Risiken abzusichern. Die Gesamtverantwortung für die Etablierung und Überwachung eines konzernweiten Risikomanagements liegt bei der Geschäftsführung. Das Risikomanagement wird von definierten Verantwortlichen innerhalb der Abteilung Corporate Finance nach festgelegten Vorgaben ausgeführt, die von der Geschäftsführung genehmigt wurden. Die Risikoidentifikation, -bewertung und -absicherung erfolgt in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den operativen Geschäftseinheiten. Dieser Abschnitt gibt Informationen über die Risikopositionen, die Ziele des Risikomanagements, die Methoden und Prozesse das Risiko zu messen und zu steuern sowie über die Kapitalsteuerung des Konzerns. Die Risikomanagement-Richtlinien sollen der Photona Group helfen, Risiken zu identifizieren und zu analysieren, damit angemessene Kontrollen und Risikogrenzen festgelegt werden können, um die Risiken zu überwachen und die Risikogrenzen einzuhalten. Kreditausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, falls ein Kunde oder Geschäftspartner in Bezug auf ein Finanzinstrument seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und erwächst hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns gegenüber Kunden. Der Buchwert finanzieller Vermögenswerte entspricht hierbei dem maximalen Ausfallrisiko. Das maximale Ausfallrisiko kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Das Ausfallrisiko wird von einer zentralen Verantwortlichkeit (Kreditrisikomanagement) analysiert und gesteuert. Die ausstehenden Beträge werden analysiert und bewertet, sowie Maßnahmen mit den zuständigen Marktverantwortlichen festgelegt. Bei neuen Geschäftsbeziehungen erfolgt grundsätzlich eine eigenverantwortliche Analyse der Ausfallrisiken durch die jeweilige Einzelgesellschaft zur Festlegung risikoadäquater Zahlungs- und Lieferbedingungen. Externe Kunden-Ratings werden verwendet, falls diese vorliegen. Sollten diese nicht vorliegen, wird eine interne Risikoprüfung durchgeführt, basierend auf einer qualitativen Analyse des Kunden (Finanzkennzahlen, sonstige Kennzahlen), Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und weiteren Kriterien. Als Ergebnis der Analyse werden Risikolimits je Kunde gesetzt, geprüft und von der Geschäftsführung genehmigt. In der Berichtsperiode wurden keine Risikolimits überschritten. Bedeutende Risikokonzentrationen lagen im Berichtszeitraum nicht vor, da sich der Gesamtbestand der Forderungen auf eine ausreichend hohe Zahl an Einzelkunden aus verschiedenen Ländern und Branchen verteilt. Waren werden mit Eigentumsvorbehaltsklauseln verkauft, so dass für die Unternehmensgruppe im Falle eines Zahlungsausfalls eine gesicherte Forderung besteht. Die Photona Group verlangt ansonsten keine Sicherheiten im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Der Konzern hat keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die keine Wertminderungen aufgrund von Sicherheiten erfasst wurden. Der Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz an. Der vereinfachte Ansatz sieht vor, dass das Ausfallkreditrisiko auf Basis der Höhe des über die Gesamtlaufzeit zu erwarteten Kreditverlustes berechnet wird. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wesentlichen auf Basis der Informationen zur Überfälligkeit beurteilt. Die Bruttobuchwerte dieser Forderungen verteilen sich gemäß IFRS 9 wie folgt auf die steuerungsrelevanten Überfälligkeitsbänder:
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Photona Group nicht in der Lage sein wird, seinen finanziellen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit nachzukommen, wie beispielsweise die Tilgung von Finanzschulden oder die Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Die Abteilung Corporate Finance stellt im Rahmen der Liquiditätssteuerung sicher, dass immer ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, um den Zahlungsverpflichtungen sowohl unter normalen als auch unter erschwerten Bedingungen rechtzeitig nachzukommen, ohne dabei unakzeptable Verluste oder das Risiko einer Rufschädigung eingehen zu müssen. Zum Zwecke der kurz- und mittelfristigen Liquiditätssteuerung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt. Die Erstellung erfolgt durch die Photona Group, die Konsolidierung und Auswertung erfolgt auf Ebene der Photona GmbH, wo sichergestellt wird, dass ausreichende Liquiditätsreserven vorhanden sind, um betriebsbedingte Zahlungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus der Finanzierung erfüllen zu können. Die Liquiditätsvorschau berücksichtigt dabei die Finanzierungspläne der Photona Group (Zins- und Tilgungszahlungen), die Einhaltung bestimmter finanzieller Kennzahlen ("Financial Covenants"), die Einhaltung von internen Zielvorgaben bezüglich Bilanzkennzahlen und - falls vorhanden - externe regulatorische oder gesetzliche Vorgaben. Die Photona Group nutzt die Liquiditätsvorschau, um die wesentlichen Zahlungsbewegungen zu verfolgen und eine ausreichende Liquidität in der Photona Group zu gewährleisten. Weiterhin nutzt der Konzern die monatlichen Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Working Capital Planungen und Investitionsmeldungen zur Überwachung der langfristigen Liquidität. Grundsätzlich wird sichergestellt, dass genug Finanzmittel zur Verfügung stehen, um für einen Zeitraum von 40 Tagen die erwarteten operativen Ausgaben decken sowie die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Hiervon ausgenommen sind mögliche Einflüsse von außergewöhnlichen Ereignissen, die nicht verlässlich planbar sind, wie beispielsweise Naturkatastrophen. Die vertraglich vereinbarten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse der bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle undiskontiert dargestellt. Diese beinhaltet Zins- und Tilgungszahlungen. Zahlungsmittelabflüsse von finanziellen Verbindlichkeiten, die auf Anfrage rückzahlbar sind, werden zum frühestmöglichen Rückzahlungszeitpunkt dargestellt. Zahlungen, deren Höhe von einem variablen Zinssatz abhängen, werden zu den Marktbedingungen am jeweiligen Bilanzstichtag dargestellt. Zum 31. Dezember 2022 ist nicht abzusehen, dass die Zahlungsmittelabflüsse wesentlich früher oder mit einem wesentlich abweichenden Betrag entstehen können.
Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeit im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Neuabschluss eines Leasingvertrages für unsere Produktionsgesellschaft in den USA. Marktrisiko
Fremdwährungsrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten sowie Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Das Fremdwährungsrisiko einzelner Tochtergesellschaften wird anhand der jeweiligen funktionalen Währung gesteuert und optimiert. Das Konzernmanagement hat Vorgaben aufgestellt, nach denen sich die Einzelgesellschaften gegen Fremdwährungsrisiken absichern müssen. Einzelgesellschaften, die Transaktionen in anderer Währung als ihrer funktionalen Währung tätigen, sind verpflichtet, sich gegen Fremdwährungsrisiken unter Einbeziehung der Corporate Finance Abteilung abzusichern. Die Absicherung erfolgt entweder über Devisentermingeschäfte, die vom Konzernmanagement freigegeben wurden oder durch das Vorhalten von Fremdwährungen. Die Fremdwährungsflows werden laufend analysiert und bei Bedarf durch Termingeschäfte wie Devisenoptionen oder Forward Geschäfte abgesichert, um Währungsverluste zu vermeiden. Die Zahlungsüberhänge aus Verkaufstransaktionen in EUR und USD werden durch natürliche Absicherung durch Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge in der jeweiligen Währung ausgeglichen (Natural Hedge Strategie). Dies heißt, Lieferanten werden auf EUR und USD umgestellt, um die Zahlungsflüsse in Fremdwährung auszugleichen. Fremdwährungsrisiken werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse gemäß IFRS 7 dargestellt. Diese Analyse zeigt den Effekt einer hypothetischen Änderung der relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern, indem sie den Effekt aus einer Auf- oder Abwertung des Euro im Verhältnis zu den Fremdwährungen, die wesentlich für den Konzern sind, darstellt. Für diese Analyse werden Finanzinstrumente herangezogen, die in einer anderen als der funktionalen Währung geführt und von monetärer Natur sind. Gemäß den Anforderungen von IFRS 7 werden Effekte aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse auf die Konzernberichtswährung nicht in die Analyse einbezogen. Im Konzern gibt es keine Effekte auf das Eigenkapital mit Ausnahme der Effekte auf das Ergebnis vor Steuern:
Die Photona Group ist internen Zinsrisiken auf Grund von Intercompany Darlehen mit variablem Zinssatz ausgesetzt. Die Zinssätze setzen sich aus einer festen Marge und einer variablen Zinskomponente auf Basis des FED-Zinssatzes zusammen. Um diese Zinsrisiken zu vermeiden, wurde der entsprechende Darlehensvertrag auf einen festen Zinssatz von 1,25% p.a. umgestellt. Der Nominalbetrag der langfristigen Ausreichungen mit festen Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2022 4.346 TEUR aktuell. Da für die Photona Group somit keine langfristige Ausreichung mit einer variablen Verzinsung im Berichtsjahr mehr vorliegt , sieht sich die Unternehmensgruppe mittelfristig nur einem geringen Zinsrisiko ausgesetzt. Daher entfällt die Darstellung der Zinssensitivitätsanalysen für das Berichtsjahr. Zinsrisiken werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse gemäß IFRS 7 dargestellt. Diese zeigt die Effekte von Veränderungen des Marktzinssatzes auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen, sonstige Ertrags- und Aufwandskonten und, sofern zutreffend, auf das Eigenkapital. Die Zinssensitivitätsanalyse basiert auf den folgenden Annahmen:
35 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahe stehende Unternehmen und Personen sind gemäß IAS 24 solche, die direkt oder indirekt Beherrschung auf das Unternehmen ausüben oder die Möglichkeit haben, wesentlichen Einfluss auf das Unternehmen auszuüben. Folgende Personen und Unternehmen sind somit nahestehende Personen nach IAS 24:
Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit nahestehenden Personen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Parteien zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen, d. h. Bedingungen, die auch anderen Fremdfertigern gewährt werden, abgeschlossen. Transaktionen mit nahestehenden Personen Nahestehende Personen umfassen die Alleingesellschafter sowie die Mitglieder des Mangements in Schlüsselpositionen der Photona Group. Die gesamte Vergütung für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens beläuft sich auf 1.140 TEUR für das Berichtsjahr (Vj. 861 TEUR), davon entfallen 0 TEUR (Vj: 0 TEUR) auf Aufwendungen für Altersvorsorge. Ferner unterhält die Photona Group eine Unfallsschaden-Haftpflichtversicherung für die Mitglieder des Managements. Die Versicherung deckt das persönliche Unfallrisiko für den Fall ab, dass diese Mitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeiten verletzt bzw. erkrankt werden. Herr Patrick Paul ist Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens Pacanoni GmbH, Deutschland. Die Photona Group hat Leistungen von der Pacaconi GmbH GmbH in Form von Darlehensausreichung an die amerikanische Gesellschaft LC Detector Group Inc zu marktgerechten Konditionen erhalten. Transaktionen mit assoziierten Unternehmen Die Geschäftstätigkeiten von der Photona Group beinhalten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen, die im Wesentlichen das operative Geschäft betreffen. Diese stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen und Verbindlichkeiten der Photona Group gegenüber assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Photona Group überprüft im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit regelmäßig die gegenüber assoziierten Unternehmen bestehenden Forderungen. Diese Überprüfung führte im Geschäftsjahr zu keiner Wertberichtigung bzw. Wertaufholung. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen werden regelmäßig beglichen. Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die kumulierten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen auf 0 TEUR (Vj: 0 TEUR). 36 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen, insbesonder auch in der Ukraine hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. Mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns werden laufend überwacht. Aktuell wird davon ausgegangen, dass der Krieg in der Ukraine keine signifikante Auswirkung auf die einzelnen Produktlinien haben wird. Die bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr 2022 sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Eine deutliche Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und eine Ausweitung der Konfliktsituation außerhalb der Ukraine sind im Ausblick nicht enthalten. Zudem sind zusätzliche signifikante Steigerungen der Energie- und Rohstoffpreise unter anderem durch den Krieg in der Ukraine bzw. bedingt durch die damit zusammenhängenden Sanktionen nicht berücksichtigt. Überdies sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Photona GmbH und des Konzerns haben. Im Zeitraum vom 31. Dezember 2022 bis zum Berichtsdatum sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den vorliegenden Abschluss haben. 37 Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022 Nachfolgend wird der Anteilsbesitz der Photona GmbH gemäß den §§ 285 und 313 HGB dargestellt. Die Angaben für Eigenkapital und Ergebnis sowie die Angabe von Beteiligungen unterbleiben, soweit sie nach §§ 286 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 313 Absatz 3 Satz 4 HGB für die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Photona GmbH von untergeordneter Bedeutung sind. Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Photona GmbH hat die vollkonsolidierte, verbundene deutsche Gesellschaft Laser Components Germany GmbH die Befreiungsmöglichkeiten gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 HGB für die Offenlegung des Abschlusses Gebrauch gemacht. Für diese Gesellschaft ist der Konzernabschluss der Photona GmbH der befreiende Konzernabschluss.
Olching, den 16. Oktober 2023 Patrick Paul, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Photona GmbH, Olching, Landkreis Fürstenfeldbruck Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Photona GmbH, Olching, Landkreis Fürstenfeldbruck, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Photona GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "A.4 Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts enthaltenen, als ungeprüft gekennzeichneten Angaben haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "A.4 Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts enthaltenen, als ungeprüft gekennzeichneten Angaben als nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. Oktober 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer ppa. Martina von Möller, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 17.10.2023 gebilligt. |
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