Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 144441
Eingetragen
18.9.2002
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen VermögensgüternTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Vermittlung von und Handel mit Technologien, Waren und Materialien, Vermittlung von Industriekapazitäten sowie Vermieten und Verleasen von beweglichen Wirtschaftsgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Semjon Bloch
seit 18.9.2002
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMP Trading GmbH

Pullach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht München HRB 144441

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BMP Trading GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BMP Trading GmbH, Pullach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BMP Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Nürnberg, den 14. Juni 2024

Appel Spies Vogt Züll
Nürnberger Treuhand Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwalt

M. Sc. Stefan Vogt, Wirtschaftsprüfer

M.A. Dipl.-BW (FH) Simon Appel, Wirtschaftsprüfer

Bilanz nach Handelsrecht zum 31. Dezember 2022

BMP Trading GmbH, Pullach

AKTIVA

2022 2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 7,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.979,00 33.089,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Geleistete Anzahlungen 0,00 314.200,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 455.628,88 6.815.441,19
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.012.149,78 2.099.421,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.552.474,36 8.271.135,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.501,69 2.909,12
SUMME Aktiva 20.103.740,71 17.536.203,50

PASSIVA

2022 2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 8.423.997,26 7.207.952,64
III. Jahresüberschuss 856.349,55 1.291.997,68
9.540.346,81 8.759.950,32
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.317.817,00 5.419.910,00
2. Sonstige Rückstellungen 929.400,00 918.400,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.000.000,00
2. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 1.767.379,09 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757.492,27 1.414.437,59
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.791.305,54 23.505,59
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 612.80/VJ: 115.85
- davon aus Steuern EUR 14.718,92/VJ: 14.051,94
SUMME Passiva 20.103.740,71 17.536.203,50

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

BMP Trading GmbH, Pullach

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 54.927.451,22 99.068.837,52
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.596.277,96 1.138.617,69
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -53.718.187,54 -96.656.822,15
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -645.966,50 -560.966,07
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -72.274,56 -175.114,46
- davon für Altersversorgung EUR -3.984,00/VJ: -104.700,00
5. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -22.304,09 -17.004,15
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.136.649,56 -1.043.124,96
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 35.583,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94.169,09 1.266,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -164.004,00 -497.589,71
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 /VJ: -79.093,43
10. Ergebnis nach Steuern 858.512,02 1.293.683,68
11. Sonstige Steuern -2.162,47 -1.686,00
12. Jahresüberschuss 856.349,55 1.291.997,68

ANHANG

1. Angaben und Erläuterungen zur Form und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der BMP Trading GmbH, Pullach (Amtsgericht München HRB 144441) für das Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der §§ 266 und 275 ff. HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Pflichtangaben im Anhang wurde Gebrauch gemacht.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses wurden einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Positionen werden im Anhang aufgegliedert bzw. erläutert.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert, wobei von Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren ausgegangen wurde.

Die Abschreibungen für die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden linear und degressiv vorgenommen.

Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 1.000,00 wurden im Zugangsjahr abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet und entsprechend der Restlaufzeit bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden im Einzelfall angemessen vorgenommen. Die Restlaufzeiten betragen weniger als ein Jahr.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,78 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,00 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres handelt es sich ausschließlich um planmäßige Beträge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 1.041 sowie verschiedene Verrechnungskonten gegenüber Geschäftsführung (TEUR 375) und Gesellschafter (TEUR 848) . Sie haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um vorausbezahlte Versicherungen und Gebühren für Datenbankzugänge.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen (TEUR 5.318, Vj. TEUR 5.420) waren für bestehende Zusagen zu bilden. Die Bewertung ergibt sich aus den vorliegenden versicherungsmathematischen Gutachten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Tantiemen u. Sonderzahlungen 718 718
sonstige Beratungsleistungen 13 26
sonstige Rückstellungen 1 1
Archivierung 6 6
Jahresabschlusskosten 191 168
929 919

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 240. Dieser Betrag ist in dieser Höhe mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten (inkl. Vorjahr) sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist in Bezug auf Lieferungen teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 15. Die übrigen Verbindlichkeiten sind solche aus Verrechnungskonten und andere sonstige Verbindlichkeiten.

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Auslandsumsätze.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursdifferenzen (TEUR 1.155; Vj. TEUR 1.094).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Vertriebs- und sonstige Verwaltungskosten sowie Kursverluste (TEUR 380; Vj. TEUR 375) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 94 (Vj. TEUR 1). Darin sind keine Zinsen aus Forderungen an verbundene Unternehmen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beträgt TEUR 164 (Vj. TEUR 407), darin enthalten sind Zinseffekte aus der Dotierung der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 157. In den Zinsaufwendungen sind keine Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund des Verlustvortrages aus den Vorjahren ergibt sich für das Berichtsjahr keine Steuerbelastung.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr 2022 war Herr Semjon Bloch zum Geschäftsführer bestellt.

Herrn Bernd Friedrich ist Gesamtprokura erteilt.

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

4.2. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer:

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 8 Angestellte (5 VZ, 3 TZ).

4.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 41. Es handelt sich hierbei um Leasingraten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss der BMP Trading GmbH weist zum 31. Dezember 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 856.349,55 (Vj. EUR 1.291.997,68) aus. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der BMP Trading GmbH, Pullach, wird in den Konzernabschluss der BMP Trading Verwaltung GmbH, Pullach, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Pullach, 31. Mai 2024

BMP Trading GmbH

Semjon Bloch, Geschäftsführer

Lagebericht für 2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich im Wesentlichen auf den Handel mit sowie den Vertrieb von Erdöl und Erdölprodukten. Darüber hinaus die Vermittlung von und der Handel mit Technologien, Waren und Materialien sowie die Vermittlung von Industriekapazitäten.

2. Ziele und Strategien

Die Gesellschaft hat sich auf den Handel mit Erdöl und Erdölprodukten auf den europäischen Märkten, insbesondere mit den ehemaligen GUS-Staaten fokussiert. Zur Absicherung gegen Wechselkurseffekte und Preisschwankungen werden überwiegend back-to-back Geschäfte abgeschlossen bzw. Preissicherungen vereinbart.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Die OPEC-Plus Gemeinschaft verringerte Monat für Monat ihre beschränkenden Quotenziele. Im August liefen diese dann vollständig aus. Allerdings waren die Ölexportländer weit davon entfernt, diese Zielmengen bei der Ölförderung zu erreichen.

Seit dem 14. Februar 2022 herrscht Krieg: Es begann ein verheerender Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Strikte, harte Sanktionen wurden vom Westen erlassen und wurden immer weiter verschärft. Die Preise von Öl, Erdgas, Weizen und anderen wichtigen Rohstoffen schossen beängstigend und inflationstreibend nach oben. Europa rutschte in eine Energiekrise und phasenweise in eine Energiepanik. Brent Rohöl schnellte in der zweiten Märzwoche raketenartig kurzzeitig hinauf auf 130 Dollar/B.

Zunehmend drängten sich in den Sommermonaten die Rezessionssorgen in den Vordergrund. Die westlichen Notenbanken waren gezwungen ihre Leitzinsen schnell und kräftig anzuheben, um die galoppierende Inflation einzubremsen. Das war wichtiger als BIP-Wachstum. Bei den Rohölpreisen rutschte Brent Rohöl die Sommermonate hindurch ab, auf unter 90 Dollar je Barrel, während sich aber die Ölproduktpreise von diesem Preisabgang abkoppelten.

Im November erfolgte ein steiler nachhaltiger Preisrückfall an den Ölbörsen. Dabei sanken die Rohölleitsorten Anfang Dezember auf das tiefste Preisniveau seit Januar ab. Rezessionssorgen und stark hochschnellende Corona-Infektion in mehreren Metropolregionen in China belasteten die Wirtschaft. Letztlich verabschiedete sich die Führung in Peking von den Corona-Beschränkungen, sodass wochenlang eine riesige Infektionswelle über China hinweglief.

Die EU und die G7 beschlossen ab Dezember einen Ölpreisdeckel für russisches Öl mit 60 USD/B. In den letzten Wochen des Jahres bewegten sich die Rohölnotierungen lediglich um 5 Dollar/B höher als vor Jahresfrist. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hatte die Ölpreise im März kurzzeitig bis auf 130 Dollar/B hochgetrieben. Im Jahresverlauf kamen die Ölpreise aber in recht stetigem Preisabgang nahe an das Vorjahresniveau zurück. Die schwächelnde Weltwirtschaft, vor allem in China, belastete die globale Rohölnachfrage insgesamt. In 2022 kostete das Barrel Rohöl im rechnerischen Jahresmittel 98,1 US-Dollar. Das war um 28 Dollar/B teurer als im Jahr vor dem Ukraine-Krieg.

2. Geschäftsverlauf

Das Ergebnis wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch den Russland-Ukraine Konflikt belastet. Im Vergleich zum Vorjahr musste eine deutlich geringere Handelsaktivität und damit Umsatz hingenommen werden und die Materialaufwandsquote verschlechterte sich leicht (97,8 %; Vj. 97,6 %). Die Umstände für das operative Geschäft waren in 2022 so schwierig wie noch nie. Selbst während der Pandemie erschienen die operativen Umstände beherrschbarer.

Über den Verlauf des Berichtsjahres verlor der Euro gegenüber dem Dollar weiter stark an Wert, wobei sich im Spätsommer der Kurs bis zum Jahreswechsel erholte. Durch die Fremdwährungstransaktionen ergaben sich große Wechselkurseffekte, die sich in unseren Büchern auswirkten. Aus der Umrechnung von auf fremde Währung lautende Bankguthaben zum Stichtag ergaben sich positive Effekte, die u.a. für den Anstieg des sonstigen betrieblichen Ertrags verantwortlich sind und somit auch wesentlich zum positive Jahresergebnis beitragen. Aufgrund der Tatsache, dass nur geringe Mengen der Devisen in Euro umgetauscht werden, werden sowohl positive als auch negative Wechselkurseffekte nur in untergeordnetem Maße tatsächlich realisiert.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um TEUR 44.141 (44,56 %) auf TEUR 54.927 gesunken. Diese Entwicklung ergibt sich aus dem stark eingebrochenen Handel aufgrund des anhaltenden Krieges zwischen der Ukraine und Russland.

Der korrespondierende Rückgang der Materialaufwendungen um TEUR 42.939 (44,42 %) auf TEUR 53.718 ist das Ergebnis des eben beschriebenen Handelsvolumens. Die Materialaufwandsquote verschlechterte sich um 0,2 % auf 97,8 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 94 auf TEUR 1.137 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf ein allgemein höheres Kostenniveau zurückzuführen. Der Jahresüberschuss belief sich auf TEUR 856 (Vj. TEUR 1.292) und verschlechterte sich somit um TEUR 436 im Vergleich zu dem Vorjahresergebnis.

3.2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft, insbesondere zur Abbildung der branchenüblichen Vorfinanzierung im Bereich des Umlaufvermögens, erfolgte im Berichtsjahr zum großen Teil durch Eigenkapital. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. So ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 47,5 % (Vj. 50,0 %). Darüber hinaus stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.525 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 456 und flüssige Mittel in Höhe von TEUR 16.552 gegenüber. Die Liquidität der Gesellschaft ist unter Beachtung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen durch den hohen Bestand an flüssigen Mitteln sowie die verfügbaren Kreditlinien sichergestellt.

3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist bei einer um TEUR 2.568 gewachsenen Bilanzsumme auch im Geschäftsjahr 2022 von einer hohen, aber branchenüblichen Vorfinanzierung im Bereich des Umlaufvermögens sowie einem zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs notwendigen hohen Bestands an flüssigen Mitteln geprägt. So ergibt sich weiterhin eine hohe Umlaufvermögensintensität von 99,6 % (VJ. 99,8 %). Entsprechend gering ist die Anlageintensität mit 0,4 % (VJ. 0,2 %).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die für das Geschäftsjahr aufgestellte Prognose aus dem Vorjahr trifft im Wesentlichen zu. So musste eine deutlich reduzierte Handelsaktivität und damit Umsatzerlöse hingenommen werden. Das Jahresergebnis übertraf unsere Erwartungen, jedoch im Wesentlichen aufgrund von nicht operativen Währungseffekten.

Der Fokus für die Zukunft von Erdöl und Erdölprodukten liegt mehr denn je auf der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Gesamteuropas. Da die meisten Wirtschaftsinstitute für die folgenden Jahre von einer nur schwachen konjunkturellen Steigerung ausgehen ist das Aufwärtspotential in Bezug auf die preisliche Perspektive beschränkt.

Die angegebenen Marktprognosen basieren auf den beobachteten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, energiepolitischen Parametern sowie klimatischen Annahmen.

In 2022 verringerte die OPEC-Plus Gemeinschaft Monat für Monat ihre beschränkenden Quotenziele. Im August liefen diese dann vollständig aus. Allerdings waren die Ölexportländer weit davon entfernt, diese Zielmengen bei der Ölförderung zu erreichen. Die Ölpreise bewegten sich von Anfang Dez. '22 bis Mitte März '23 in einem Zickzack-Kurs zwischen 78 und 85 Dollar je Barrel seitwärts. Mitte März brachen die Ölnotierungen dann mit -10% an Verlusten ein, ausgelöst von zwei US Bankenpleiten und der Credit Suisse Notübernahme. Mit den Turbulenzen im Bankensektor und der verängstigten Stimmung an den Finanzmärkten rutschten die Ölnotierungen auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2021 ab.

Anfang April beschloss die Opec-Plus Gruppe überraschend den Ölausstoß ab Mai um zusätzliche 1,6 Mio. Barrel/Tag zu verringern. Damit wurde der Angebotsmarkt verknappt, um den Ölpreisen wieder eine Aufwärtsrichtung zu geben. Zudem nahm Saudi-Arabien einseitig zusätzliche eine Million Barrel vom Tagesangebot weg.

Im Julimonat setzte sich an den Ölbörsen mit Preisoptimismus ein substanzieller Aufwärtstrend durch, mit dem sich die Future-Kontrakte der Leitsorte Brent im September auf 95 Dollar je Barrel verteuerten. Saudi-Arabien und Russland versuchen weitergehend mit der Drosselung ihrer Ölproduktion das Ölangebot stärker zu verknappen und dadurch das höhere Ölpreisniveau zu festigen.

Die Öl- und Gas-Förderbranche hat die Förderinvestitionen für die Zukunft historisch tief heruntergefahren. Wurden im Jahr 2013 weltweit noch 900 Milliarden Dollar in die Öl- und Gasförderung investiert, so waren es in 2022 und 2023 gerade mal noch 300 Mrd. Dollar. Kaum ein anderer Sektor ist derart unterinvestiert. Die großen Ölkonzerne können mit der neuen Knappheit gut leben und nutzen ihre Liquidität lieber für Aktienrückkäufe in großem Stil.

Auf dem Ölmarkt standen im Herbst Angebotsengpässe einer recht robusten Nachfrage gegenüber. Die Unterproduktion lag im III. Quartal mit etwa 580.000 und im IV. Quartal mit etwa 240.000 Barrel/Tag im Defizit. Mitte September wurden für Brent Rohöl die höchsten Preise seit zehn Monaten erklettert, um dann aber von 97 USD/B in den Folgemonaten auf unter 75 USD/B zu Mitte Dezember zurückzufallen. Saudi-Arabien und Russland beließen ihre Minderproduktion implementiert.

Im Oktober geriet Israel durch Hamas-Angriffe in eine verheerende Kriegssituation. Dabei dürfte der Iran im Hintergrund mit die Fäden ziehen und die jemenitischen Huthi-Rebellen mit Kriegsgerät versorgen, mutmaßlich auch für Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer. Die Ölbörsen preisten Ende Oktober Risikoprämien ein. Anfang November wurden die Prämien mit sich abzeichnender Risikominderung wieder ausgepreist.

Eine mehr als holprige Opec+ Konferenz Ende November sieht für Q.1 2024 weitere Drosselungen der Fördermengen vor. Allerdings unter der gewissen Einschränkung der "Freiwilligkeit". Ob das Ölkartell den Beschluss, nämlich dann um insgesamt 2,2 Mio. Barrel am Tag zu reduzieren auch vollumfänglich umsetzt, wird von den Marktteilnehmern stark bezweifelt.

Seit dem Russland-Ukraine-Konflikt sind alle aus der Vergangenheit resultierenden Geschäftsbeziehungen auf die Probe gestellt und zum Teil auf Grund laufender Sanktionen ausgesetzt. Die derzeitigen Rahmenbedingungen stellen das Unternehmen vor die größte Herausforderung in der Unternehmensgeschichte. In wie fern sich die Situation für das Unternehmen verändern bzw. verbessern wird kann derzeit nicht seriös prognostiziert werden. Die Geschäftsführung prüft derzeit die strategische Ausrichtung des Unternehmens und wägt Chancen und Risiken sorgfältig ab. Sofern Geschäfte abgeschlossen werden, werden diese weiterhin zur Vermeidung größerer Volatilität aufgrund von Wechselkurseffekten überwiegend als back-to-back Geschäfte durchgeführt bzw. Preissicherungen vereinbart.

Aufgrund der in 2023 vorherrschenden wirtschaftlichen Lage, die in Bezug auf den Russland-Ukraine- Konflikt nahezu unverändert ist und funktionierende wirtschaftliche Beziehungen nach Russland und Belarus derzeit nahezu unmöglich erscheinen, ist es schwierig eine realistische Prognose für 2023 aufzustellen. Primäres Planungsziel ist es deshalb eine größtmögliche Deckung der Fixkosten zu erlangen. Derzeit rechnet die Geschäftsführung mit einem deutlich schlechteren Ergebnis im Vergleich zum Berichtsjahr. Man rechnet derzeit mit einem negativen Jahresergebnis aufgrund von stark eingebrochenen Umsatzerlösen.

Aktuell wird die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf den Prüfstand gestellt. Wie, in welchem Umfang und mit welcher Strategie es weitergeht ist derzeit noch nicht klar. Es wurden bereits sämtliche Maßnahmen ergriffen, um die Fixkosten möglichst niedrig zu halten und um die wirtschaftliche Konsolidierung ohne große finanzielle Schäden zu bestehen.

2. Risikobericht

Aus der Umsetzung des Gesellschaftszwecks ergeben sich für die Gesellschaft die für den Handelsbereich typischen Chancen und Risiken. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und systematisch zu erfassen, zu bewerten und Maßnahmen zu ihrer Steuerung zwecks Vermeidung bzw. Minimierung zu ergreifen.

Das Risikomanagementsystem wird in einem Risikohandbuch dokumentiert, welches neben den Analyse- und Bewertungsverfahren sowie Risikokennziffern und Limiten die Handelsstrategien und Zuständigkeiten regelt.

Die Geschäfte werden ausschließlich auf dem OTC-Markt abgeschlossen. Aus diesen Geschäftstypen entstehen verschiedene Risikoarten.

a) Operationelle Risiken

Operationelle Risiken werden allgemein definiert als die Gefahr des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder als Folge von externen Ereignissen. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische Risiken oder Reputationsrisiken. Zur Begrenzung operationeller Risiken hat die Gesellschaft verschiedene Ansatzpunkte. Die Gesellschaft verfügt über eine Risikorichtlinie. Der Rechnungslegungsprozess wird durch ein definiertes Vier-Augen-Prinzip sichergestellt. Seit neuestem sehen wir die politischen (externen) Risiken bzw. die aus politischen Konflikten resultierenden Risiken als größtmögliche Gefährdung für das Unternehmen.

b) Marktpreisrisiken

Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Volatilitätsrisiken. Aufgrund von Preisschwankungen entstehen Chancen und Risiken, welche als Volatilitätsrisiko bezeichnet werden. Die Gesellschaft bewertet, limitiert und überwacht das Marktpreisrisiko.

c) Mengenrisiken

Mengenrisiken entstehen durch den Abschluss von Liefer- bzw. Abnahmeverpflichtungen, insbesondere dann, wenn die aus den Verträgen resultierenden Mengen nicht back-to-back eingedeckt werden.

Grundsätzlich kann es zu einer möglichen Abweichung zwischen der gelieferten physischen Olmenge und der geplanten bzw. prognostizierten Menge kommen. Gründe für eine Abweichung liegen vornehmlich in der nicht vollständigen Übereinstimmung von Liefer- bzw. Abnahmeverpflichtungen aufgrund von vertraglichen möglichen Mengenabweichungen innerhalb einer gewissen Bandbreite auf Lieferantenseiten, die es zu prognostizieren gilt. Die Prognosegüte wird durch die Gesellschaft regelmäßig überwacht und optimiert.

d) Ausfallrisiken

Kunden der Gesellschaft werden anhand intern und extern verfügbarer Ratings regelmäßig fortlaufend überwacht und limitiert. Kreditrisiken als Summe aus Zahlungsausfallrisiken und Wiedereindeckungsrisiken getätigter Geschäftsabschlüsse werden täglich überwacht und gesteuert und bestehen nur soweit keine Anzahlungen erlangt wurden.

e) Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft muss jederzeit in der Lage sein, fristgerecht eigene Verbindlichkeiten gegenüber seinen Handels- und Geschäftspartnern zu erfüllen. Zu diesem Zweck erstellt die Gesellschaft regelmäßig Liquiditätspläne. Durch die umfassenden Refinanzierungslinien ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der BMP Trading GmbH gewährleistet.

Alle operativen Prozesse des Handels, der Risikosteuerung und der Abwicklung sind in der Risikorichtlinie detailliert festgehalten. Dabei werden alle erkennbaren Risiken in Bezug auf Handelspartnerüberwachung und Kreditrisikosteuerung, Liquiditätssteuerung, sowie Marktpreisrisiken aus Witterungseffekten, volatilen Preisentwicklungen und illiquiden Marktphasen abgedeckt. Aufgrund der Tatsache, dass nahezu ausschließlich back-to-back Geschäfte abgeschlossen werden, kaum Anlagevermögen vorhanden ist und die Vorräte im Wesentlichen aus Anzahlungen bestehen, ist das Geschäftsrisiko überschaubar.

Unter Berücksichtigung der gegebenen Risikogegensteuerungs- und -minimierungsmaßnahmen sind für die Geschäftsführung keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Aufgrund der politischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sehen wir jedoch kurz- und mittelfristige enorme Auswirkungen auf unser Geschäft, weswegen derzeit das Unternehmen auf dem Prüfstand steht. Die BMP Trading GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

3. Chancenbericht

Wie und wohin sich geographisch das Handelsgeschäft bewegt ist schwierig zu prognostizieren, jedoch hat die BMP unterschiedliche Handelspartner in vielen unterschiedlichen internationalen Regionen. Durch die Aktivitäten in US-Dollar (sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig) kann durch eine Vermeidung von negativen Wechselkurseffekten und Erdölpreisschwankungen durch back-to-back Geschäfte oder Preissicherungen eine Stabilisierung der fixen Kosten für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erreicht werden. Trotz der derzeitigen Lage hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Gesellschaft den Handel beherrscht und Geschäftsfelder hat und findet, die auch zukünftig Potentiale versprechen.

Die BMP Trading GmbH könnte mittelfristig weiterhin von seinen stabilen Geschäftsbeziehungen, insbesondere mit den ehemaligen GUS-Staaten profitieren, auch wenn diese derzeit stark strapaziert werden. Derzeit wird durch die Geschäftsführung jedoch genau geprüft, welche Optionen für die BMP aktuell und zukünftig bestehen.

 

Pullach, Juni 2024

Semjon Bloch, Geschäftsführer

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