Terminal for Kids Services GmbH
Selbe AdresseAußerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nina Dörner seit 6.4.2023 | Prokura |
Björn Hörnle seit 6.1.2022 | Prokura |
Udo Sicker seit 10.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Medical Airport Services GmbH | 100.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Terminal for Kids gGmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Terminal for Kids gGmbH (TfK) ist auf dem Gebiet der betrieblichen und öffentlichen Kinderbetreuung tätig. Dies erfolgt durch die Errichtung und den Betrieb eigener Kindertagesstätten, durch die Trägerschaft von Kindertagesstätten im Auftrag der öffentlichen Hand, durch die Zusammenarbeit mit öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe, sowie der sozialpädagogischen Betreuung von Kindern. Die Gesellschaftsanteilseigner der TfK sind zu gleichen Teilen unverändert der Gründer und Geschäftsführer der TfK, Herr Udo Sicker, und die Fraport AG, Frankfurt am Main. Im Geschäftsjahr betrieb die TfK nachfolgende betriebliche, betriebsnahe und öffentliche Kindertagesstätten:
Betriebsnahe Kindertagesstätten:
Öffentliche Kindertagesstätten:
In den betrieblichen Kindertagesstätten werden alle verfügbaren Plätze Kooperationsfirmen als Belegplätze zur Verfügung gestellt. Die Kooperationsfirmen beteiligen sich an der Finanzierung der Einrichtungen. Im November 2023 eröffnete die TfK gemeinsam mit EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung Meteorologischer Satelliten) die Kita LittleOrbiters in Darmstadt und übernahm somit die Trägerschaft der dritten rein betrieblichen Kindertagesstätte. In den betriebsnahen Einrichtungen werden sowohl Firmenbelegplätze als auch Plätze für Kinder mit Wohnsitz in der jeweiligen Stadt angeboten. Die Finanzierung der öffentlichen Einrichtungen, die ausschließlich von Kindern mit Wohnsitz am jeweiligen Standort genutzt werden können, wird komplett von der öffentlichen Hand übernommen. Neben der Eröffnung der Kitas LöwenRitt in Obertshausen und WaldseeSchwan in Langen wurden im Rahmen eines Betriebsübergangs im August 2023 acht weitere öffentliche Kitas in Babenhausen übernommen. Die Anteile der zum Schuljahresbeginn 2021 zu 50% übernommenen privaten bilingualen Grundschule in Wiesbaden ("Amelia Earhart - private bilinguale Grundschule gGmbH") wurden 2023 an den zweiten Anteilseigner verkauft. Mit dem Verkauf zieht sich die TfK aus dem Tätigkeitsfeld der Schulträgerschaft zurück, um dem starken Wachstum im Kerngeschäft, dem Betrieb von Kindertagesstätten, konsolidierend und mit einer Bündelung der Ressourcen in den Overhead-Bereichen zu begegnen. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen § 24 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII regelt den Anspruch auf Betreuung nach Altersgruppen wie folgt: • Für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr ist ein bedarfsgerechtes Angebot an frühkindlicher Förderung vorzuhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht ein Anspruch auf Betreuung beziehungsweise Förderung. • Alle Kinder vom ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr haben einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. • Weiterhin haben alle Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung. Außerdem ist ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagesplätzen zur Verfügung zu stellen. • Für Schulkinder ist ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen vorzuhalten. Obwohl der Ausbau an Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt in den letzten Jahren deutlich beschleunigt werden konnte, ist noch lange keine Bedarfsdeckung zu erwarten. Durch einen gesellschaftlichen Wandel werden Kinder früher und länger in Kitas betreut. Doppelt erwerbstätige Sorgeberechtigte sind in vielen Regionen heute die Regel. Üblicherweise werden Erzieher gemäß TVöd SuE entlohnt. Je nach Standort ist eine Bezahlung nach Stufe 8a oder 8b üblich. Diese Gehälter sind auch Grundlage der Finanzverhandlungen mit den jeweiligen Städten und teilweise auch in den Kita-Gesetzen der Länder als Verrechnungsmöglichkeit hinterlegt. Obwohl die TfK nicht nach Tarif bezahlt, ist eine Anlehnung an den TVöD SuE unerlässlich, da die ErzieherInnen mindestens eine entsprechende Entlohnung erwarten, die Städte aber gleichzeitig auch nur diese Beträge fördern. III. Wirtschaftlichkeitsbericht 1. Geschäftsverlauf Die Betreuungsplätze in den Einrichtungen der Terminal for Kids waren auch 2023 sehr gut belegt. Bei den Firmenbelegplätzen gab es einige Leerstände, da in den Betrieben nach wie vor mehr als vor der Pandemie im Homeoffice gearbeitet wird und die Mitarbeitenden wohnortnahe Betreuungsmöglichkeiten bevorzugen. Es gab jedoch kaum Kündigungen von Belegplätzen, da die Kooperationsfirmen wie erwartet insbesondere für das Werben um neue Fachkräfte einen gesteigerten Bedarf an Betreuungsplätzen nach dem Ende der Pandemie verzeichnen. Die Belegung von Firmenplätzen mit Stadtkindern minimierte die Leerstandskosten für die Firmen. Dennoch entstandene Leerstandskosten wurden den Kooperationsfirmen vertragsgemäß zum Ende des Jahres in Rechnung gestellt, sodass sich für die TfK keine negativen finanziellen Auswirkungen ergaben. Im Jahr 2023 wurden drei Kinderbetreuungseinrichtungen eröffnet sowie acht Kitas im Rahmen eines Betriebsübergangs übernommen. Um diesem Wachstum personell und strukturell gerecht zu werden, wird für die Folgejahre ein moderateres Geschäftswachstum angestrebt. Es wurden in 2023 keine neuen Aufträge angenommen. Bereits vereinbarte Kitaprojekte wurden jedoch weitergeführt, sodass 2024 die Eröffnung einer Kita in Langen geplant ist und der Umbau für eine Kita in Wiesbaden sowie der Neubau einer Kita in Kelsterbach (Mönchhof) beginnt. 2. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Der Jahresumsatz stieg 2023 von 31.656 TEUR um 8.697 TEUR (+27,5 %) auf 40.352 TEUR, was neben der generellen Steigerung von Fördergeldern und Betriebskostenzuschüssen hauptsächlich auf den ganzjährigen Betrieb der Einrichtungen LöwenRitt in Obertshausen, Kita RockingFactory in Kelsterbach und die Übernahme der acht Kitas in Babenhausen zurückzuführen ist. Insgesamt konnte die Umsatzerwartung (Plan) um 4.452 TEUR (+12,4 %) übertroffen werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.306 TEUR liegen 91 TEUR über dem Vorjahresniveau (+7,5 %). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Lohnerstattungen Dritter (Krankenkassen) für im Beschäftigungsverbot stehende Mitarbeitende (zumeist Schwangere) sowie Erträge aus der Auflösung von Investitionskostenzuschüsse von Bund, Land oder Kommunen für den Aufbau neuer Kitas. Mit der Umsatzsteigerung sind auch die betrieblichen Aufwendungen aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit von 32.662 TEUR auf 40.927 TEUR (+8.265 TEUR/+25,3 %) gestiegen. Diese umfassen neben den Personal- und Materialaufwendungen, die Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Verhältnis der Personalkosten zu den Umsatzerlösen ist mit 70,6 % im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozentpunkte gefallen. Das earnings before interest an taxes (EBIT) liegt mit 731 TEUR über dem Vorjahresniveau (208 TEUR), was auf die oben genannte Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis ist mit -441 TEUR um -277 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der höhere Zinsaufwand resultiert aus zusätzlich aufgenommenen Krediten zur Finanzierung des Neubaus der Kita- Gebäude (z. B. Asklepios) sowie aus dem vertragsgemäß gestiegenem Zinsniveau für laufende Kredite. Die Gesellschaft weist für das Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 290 TEUR aus, welcher um 246 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (44 TEUR) und um 272 TEUR über dem Planwert (18 TEUR) liegt. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von 18.518 TEUR um 4.141 TEUR auf 22.659 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die fremdfinanzierten Investitionen in die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Es wurde ein Teilkredit abgerufen, um die Baufortschritte in Langen begleichen zu können. Das Anlagevermögen inkl. Finanzanlagen weist zum Jahresende einen Gesamtbetrag von 15.762 TEUR aus und ist somit um 2.934 TEUR (+22,9 %) gestiegen. Neben Umbauten von neuen Kindertagesstätten wurde in eine neue Software für das Personalmanagement investiert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 3.121 TEUR liegen mit 1.315 TEUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf einen höheren Forderungsbestand zurückzuführen ist. Die liquiden Mittel liegen mit 3.674 TEUR annähernd auf dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres um 290 TEUR auf insgesamt 4.249 TEUR (i. Vj. 3.959 TEUR) erhöht. Inklusive der Sonderposten für Investitionszuschüsse liegt die Eigenkapitalquote bei 29,1 %. Die Rückstellungen sind um 622 TEUR (-28,0 %) auf 1.603 TEUR gesunken. Die Rückstellungssumme setzt sich im Wesentlichen aus den Personalrückstellungen für Prämien, Sonderzahlungen und Urlaub sowie aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zusammen. Die Verringerung resultiert aus einer Umwandlung von Prämienansprüchen der Vergütungsgruppe IV in eine fixe Sonderzahlung. Dies betrifft den Großteil der Beschäftigten. Zudem wird die Sonderzahlung nicht mehr im Folgejahr, sondern bereits im November des laufenden Jahres gezahlt und ist somit anders als die Prämien, nicht rückstellungsrelevant. Die Verbindlichkeiten sind von 9.461 TEUR um 4.323 TEUR auf 13.784 TEUR gestiegen, was im Wesentlichen auf die Aufnahme von Kreditmitteln zurückzuführen ist. c) Finanzlage Das Liquiditätsziel, die kurzfristigen Verbindlichkeiten über die liquiden Mittel inkl. der kurzfristigen Forderungen abzudecken, ist erfüllt. Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.636 TEUR und der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (+3.253 TEUR) konnte im Geschäftsjahr den Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit (-5.022 TEUR) nahezu decken. Der Gesamtcashflow lag bei -133 TEUR. Wesentliche Investitionen waren die Anschaffung einer neuen Personalmanagementsoftware und der Neu- bzw. Ausbau von Einrichtungen. Die TfK stellt ihre Zahlungsfähigkeit mittels wöchentlicher Liquiditätskontrolle sicher. Einnahmen und Ausgaben werden über eine Zeitspanne von mindestens einem Jahr im Voraus geplant und entsprechend überwacht. Um die unregelmäßigen Intervalle der Zahlungseingänge öffentlicher Fördergelder auszugleichen, wurde mit einem Großteil der Kunden / Kommunen ein Zahlungsziel vertraglich vereinbart, das jeweils zu Beginn oder sogar vor dem Leistungszeitraum liegt. Größere Investitionen wie beispielsweise Neubauten werden erst getätigt, wenn eine Finanzierungszusage der Bank vorliegt. Die TfK ist im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage gewesen, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Im Jahr 2024 werden neben der Steigerung von Betriebskostenzuschüssen der Kommunen neue Kitas bzw. zusätzliche Gruppen in bestehenden Kitas eröffnet. Es ist daher mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse zu rechnen. Geplant sind Umsatzerlöse im Jahr 2024 in Höhe von 50.824 TEUR und somit eine Steigerung von rund 10.472 TEUR. Der für 2024 geplante Jahresüberschuss liegt bei 68 TEUR. V. Prognosebericht und Chancen der künftigen Entwicklung Das Hauptziel der TfK ist es, möglichst eine Vollbelegung der Einrichtungen im gesamten Jahr sicherzustellen. Als einen der wesentlichsten Erfolgsfaktoren betrachtet die Geschäftsleitung die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Betreuung. Deshalb wird inhaltlich verstärkt an der weiteren Ausarbeitung pädagogischer, ernährungs- und bewegungsphysiologischer Konzepte gearbeitet, um die Attraktivität der Einrichtungen weiter ausbauen zu können. Das geplante Wachstum der TfK wird von der Marketing-Abteilung unterstützt, die den Fokus auf das Rekrutieren von Fachkräften legt, um eine konstante Betreuungsqualität zu gewährleisten. Die Wirkung des Einsatzes neuer Personal-Marketing-Strategien zeigt bereits deutliche Wirkung. Die Anzahl der zu besetzenden Stellen in den Bestandshäusern sinkt stetig. Zwei Gehaltsanpassungsrunden im Bereich der pädagogischen Fachkräfte pro Jahr stellen sicher, dass die TfK trotz Tarifunabhängigkeit marktgerechte Gehälter zahlt und somit im direkten Vergleich mit anderen Trägern stets konkurrenzfähig bleibt. Der zunehmenden physischen sowie psychischen Belastung der Mitarbeitenden in den Kitas, die sich durch die Pandemie, starke Krankheitswellen und der mit dem Ausfall von Kollegen einhergehenden zusätzlichen Arbeitsverdichtung, verstärkt haben, begegnet die TfK im Jahr 2024 mit Gesundheitsworkshops für Leitungen und Mitarbeitende. Ein multidisziplinäres Referenten-Team behandelt die Themen Resilienz, Bewusstsein für die eigene Gesundheit und den Umgang mit Stressfaktoren. Ziele sind die Verringerung der krankheitsbedingten Ausfälle sowie die Bindung der Fachkräfte an die TfK. Aufgrund der gut kalkulierbaren Kosten der Einrichtungen, der Förderung durch die öffentliche Hand und der langfristigen Verträge mit den Kooperationsfirmen, welche bei Ausfällen in der geplanten Finanzierung einen Ausgleich vorsehen, ist das finanzielle Risiko der Gesellschaft als gering zu beurteilen. IV. Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Geschäftsleitung überwacht die wesentlichen potenziellen Geschäftsrisiken. Der Fachkräftemarkt für ErzieherInnen ist weiterhin kompetitiv, weshalb sowohl innovative Rekrutierungs-Strategien als auch die Bindung von Fachkräften oberste Priorität haben. Der Bereich Personalgewinnung wird von der Marketing-Abteilung unterstützt, da die Ansprache potenzieller Mitarbeiter in modernen Medien und mit branchenspezifischen Belangen einen zunehmend großen Stellenwert hat. Zudem werden Ausbildungsplätze, auch für Quereinsteiger, angeboten sowie ausländische Fachkräfte z. B. aus Spanien angeworben. Durch ein intensives monatliches Personalcontrolling, das einrichtungsbezogen durch die Einrichtungsleitung und das Controlling durchgeführt wird, regelmäßige Analysen des Personals in den Kitas durch die Geschäftsführung und die Einrichtungsleitungen (z. B. Zufriedenheitsbetrachtungen, Abwanderungsrisikobetrachtung) sowie ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting der Personalabteilung an die Geschäftsführung, ist die TfK in der Lage, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Auf Grundlage der Anzahl offener Stellen werden Rekrutierungsmaßnahmen für die jeweilige Kita intensiviert oder mit maßgeschneiderten Anzeigen und Aktionen nach den benötigten Qualifikationen gesucht. Zeichnen sich kritische Situationen im Hinblick auf die Mitarbeiterzufriedenheit in den Häusern ab, so werden Unternehmensentwicklungsmaßnahmen durchgeführt. Auf der Grundlage von gezielten Befragungen der Mitarbeitenden in den betreffenden Kitas werden in enger Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsleitung, Personalabteilung und Geschäftsführung Lösungsansätze erarbeitet und somit Kündigungen der Fachkräfte weitestgehend vermieden. Um die Risiken einer Unterbelegung von Firmenplätzen zu minimieren, werden betriebliche oder betriebsnahe Kitas nur unter Beachtung des Finanzrisikos geplant und errichtet. Entweder sind die Mietdauern und die Haltedauern der Firmenbelegplätze aufeinander abgestimmt oder am Standort können Leerstände mit Stadtkindern aufgefüllt werden. Damit würde eine Deckungslücke in der Finanzierung von der Stadt übernommen. Neubauprojekte werden so kalkuliert und geplant, dass die Laufzeiten bzw. mögliche Ausstiegsszenarien der Betreiberverträge mit den jeweiligen Kommunen und die Abschreibungsdauer der Gebäude korrelieren. Somit ist sichergestellt, dass die laufenden Kosten für den Betrieb der Kita inklusive der Baukosten gedeckt sind. Das Risiko einer Finanzierungslücke wird somit minimiert. Für Bestandskitas werden jährlich Wirtschaftspläne erstellt, die mit der jeweiligen Kommune abgestimmt und auf Grundlage des vertraglich vereinbarten Defizitausgleichs in deren Haushalt aufgenommen werden. Im Falle einer vereinbarten Festbetragsförderung erfolgt die interne Wirtschaftsplanung mit Blick auf diesen maximal zur Verfügung stehenden Förderbetrag. In jedem Fall ergeben sich jährliche Budgets, die den jeweiligen Kostenstellenverantwortlichen zur Verfügung gestellt werden. Der Bereich Controlling überwacht deren Einhaltung mittels regelmäßiger Hochrechnung und berichtet zum Zweck der finanziellen Steuerung direkt an die Geschäftsführung.
Frankfurt am Main - Sindlingen, den 06.02.2024 Terminal for Kids gGmbH Die Geschäftsführung Udo Sicker BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Vorbemerkungen Die Terminal for Kids gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 77125 eingetragen. Der Jahresabschluss der Terminal for Kids gGmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten (§ 255 HGB), vermindert um die planmäßigen bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung um die außerplanmäßigen Abschreibungen, bewertet. Im Geschäftsjahr wurde eine Umbuchung von in früheren Jahren angeschafter Software von den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zu den Immateriellen Vermögensgegenständen vorgenommen. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und das Bankguthaben werden jeweils mit dem Nennwert angesetzt. Zur Investition erhaltene Zuschüsse, insbesondere für Bau-, Umbau- und Ausstattungsvorhaben sowie für die Förderung von Kinderkrippen und Kindergärten, werden als Sonderposten ausgewiesen. Die jährliche, ertragswirksame Auflösung erfolgt ratierlich über den Zeitraum der Nutzungsdauer von den mit den Förderbeträgen durchgeführten Investitionen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Beteiligungsbesitz Die Beteiligung an der PbG Private bilinguale Ganztagsschule Wiesbaden GmbH wurde in 2023 veräußert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme der Mietkaution und dem Kautionsleasing, unverändert eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 540 (im Vorjahr TEUR 336). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich insbesondere zusammen aus Rückstellungen für Mitarbeiterprämien TEUR 703 (im Vorjahr TEUR 1.573), Urlaubsansprüche TEUR 354 (im Vorjahr TEUR 204) und ausstehende Rechnungen TEUR 510 (im Vorjahr TEUR 296). 5. Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Darlehen in Höhe von TEUR 10.364 (im Vorjahr TEUR 7.298). Darin enthalten ist ein Darlehen der Fraport Malta Business Services Ltd. in Höhe von TEUR 8.244 (im Vorjahr TEUR 2.017), welches durch eine Grundschuld besichert ist. 6. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 256 (im Vorjahr TEUR 172) im Zusammenhang mit Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 251 (im Vorjahr TEUR 163), enthalten. Weiterhin wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (im Vorjahr TEUR 9) aufgelöst. III. Ergänzende Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Darüber hinaus bestehen Leasingverträge für Mitarbeiter-PCs und Job-Fahrräder. 3. Geschäftsführer Udo Sicker, Glashütten (ausgeübter Beruf: Kaufmann) Die Gesellschaft hat die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und weist die Vergütung des Geschäftsführers nicht aus. 4. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Terminal for Kids gGmbH, wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Fraport AG Frankfurt Airport Service Worldwide, Frankfurt am Main, einbezogen. Die Fraport AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. 5. Vorschlag zur GewinnverwendungDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 290.334,65 den Gewinnrücklagen zuzuführen.
Frankfurt am Main, den 06.02.2024 Terminal for Kids gGmbH Die Geschäftsführung Udo Sicker Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Terminal for Kids gGmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Terminal for Kids gGmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Terminal for Kids gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wiesbaden, 29. Februar 2024 WBS
Schwed Labudda PartGmbB
Frank Schwed, Wirtschaftsprüfer |
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