Eiffage Infra-Asphalt GmbH

Südstraße 16, 48231 Warendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 14232
Vorher
Lanwehr Asphalt Warendorf GmbH
Eingetragen
4.2.2013
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Gewinnung, die Aufbereitung, der Transport und der Vertrieb von Asphalt, Strahlsanden und sonstigen Baustoffen für den Straßenund Tiefbau jeglicher Art sowie der Handel mit den für den Straßen- und Tiefbau erforderlichen Materialien und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Aufbereitung umweltbelastender Materialien, insbesondere teerhaltiger Stoffe, Boden und Bodenschutt sowie der Betrieb oder die Beteiligung an Abfallrecyclinganlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Winkler
seit 6.4.2023
Geschäftsführer
Maik Deubel
seit 11.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eiffage Infra-Bau SE

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 114.838,20 243.942,47
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.467,37 256.709,75
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 10.350.892,19 12.156.903,60
10.625.197,76 12.657.555,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 44.469.980,69 40.967.095,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.877.498,45 101.326.300,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.934.748,71 24.323.304,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.457.061,66 16.363.836,10
207.739.289,51 182.980.536,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 803.796,70 271,55
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.058.770,88 6.333.128,23
3. Beteiligungen 1.202.951,46 828.451,46
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.073.824,36 2.444.824,36
11.139.343,40 9.606.675,60
229.503.830,67 205.244.767,95
B. Umlaufvermögen
1. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.300.225,51 8.209.686,44
2. Unfertige Leistungen 967.648.905,79 821.678.966,01
Abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -796.344.183,99 -711.391.514,23
171.304.721,80 110.287.451,78
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 696.404,98 303.284,39
4. Geleistete Anzahlungen 4.500.771,38 4.339.864,60
188.802.123,67 123.140.287,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 128.440.141,71 112.940.477,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.102.956,91 6.623.679,58
3. Forderungen gegen Gesellschafter 5.488.905,10 62.224.831,17
4. Forderung gegen assoziierte Unternehmen 250.000,00 250.000,00
5. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 309.603,18 226.788,35
6. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 81.566.867,62 79.932.568,06
7. Sonstige Vermögensgegenstände 25.253.086,38 27.147.126,31
244.411.560,90 289.345.471,21
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 80.203.019,84 49.858.538,47
513.416.704,41 462.344.296,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.974.172,23 1.501.795,92
D. Aktive latente Steuern 1.670.490,99 3.770.273,01
746.565.198,30 672.861.133,77

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 18.107.000,00 18.107.000,00
II. Kapitalrücklage 59.815.096,18 59.815.096,18
III. Andere Gewinnrücklagen 42.753,13 42.753,13
IV. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -796.836,67 -428.024,49
V. Verlustvortrag -15.694.670,59 -22.718.275,80
VI. Konzernjahresfehlbetrag / -Überschuss -3.028.690,22 7.023.605,21
58.444.651,83 61.842.154,23
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 5.167.026,29 5.232.594,53
C. Sonderposten für FördG 0,00 34.209,07
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.617.012,36 8.473.806,65
2. Steuerrückstellungen 432.155,60 614.209,07
3. Sonstige Rückstellungen 158.762.904,42 146.672.670,07
167.812.072,38 155.760.685,79
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.314.129,49 43.881.517,52
2. Leasingverbindlichkeiten 77.817.032,76 76.126.066,68
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 111.756.612,53 101.939.472,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.851.788,22 34.747.298,80
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 229.448,30 3.923.686,54
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 52.108.824,60 48.298.679,26
7. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 96.403.715,06 96.934.287,13
8. Sonstige Verbindlichkeiten 60.433.630,65 41.067.156,10
511.915.181,61 446.918.164,03
F. Rechnungsabgrenzungsposten 429.175,14 137.264,62
G. Passive latente Steuer 2.797.091,05 2.936.061,50
746.565.198,30 672.861.133,77

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
EUR 2021
EUR
EUR
1. Umsatzerlöse 902.786.269,72 764.584.056,51
2. Gewinnanteile aus Arbeitsgemeinschaften 4.576.493,93 8.141.992,79
3. Verlustanteile aus Arbeitsgemeinschaften -1.736.215,46 -2.339.850,69
4. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 146.363.060,37 145.727.166,12
5. Andere aktivierte Eigenleistungen 348.432,70 1.344.727,57
6. Sonstige betriebliche Erträge 23.482.102,13 23.946.650,45
7. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -232.064.874,36 -182.915.052,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -403.311.753,88 -635.376.628,24 -332.059.414,55 -514.974.467,23
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -234.575.826,94 -214.799.464,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -73.621.748,64 -308.197.575,58 -64.386.649,59 -279.186.114,03
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -34.674.720,66 -32.430.043,31
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -94.458.336,06 -108.751.985,55
11. Erträge aus Beteiligungen 679.089,30 257.727,98
12. Erträge aus assoziierten Unternehmen 2.197.422,63 2.228.444,77
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 371.968,76 234.300,41
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen -546.000,00 -300.000,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.127.856,22 -3.901.580,05
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.987.655,56 3.020.984,23
17. Ergebnis nach Steuern -2.300.148,24 7.602.009,97
18. Sonstige Steuern -728.541,98 -578.404,76
|19. Konzernjahresfehlbetrag/ -Überschuss -3.028.690,22 7.023.605,21

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -3.029 7.024
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 35.221 32.730
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 14.472 35.150
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.108 -1.336
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.075 -1.501
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -78.333 -87.645
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 33.998 62.128
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 4.757 3.668
+/- Ertragssteueraufwand/-ertrag 1.083 -2.978
-/+ Ertragssteuerzahlungen -3.476 -2.284
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.726 44.956
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 38
- Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögen -93 -306
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.743 2.917
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -59.976 -56.554
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögen 1 33
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.354 -1.570
+ Erhaltene Zinsen 75 107
+ Erhaltene Dividenden 694 336
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -55.910 -54.999
+/- Zunahme/Abnahme von (Finanz-)Krediten und Leasingverbindlichkeiten 16.960 13.563
+/- Aus-/Einzahlungen aus Gesellschafterdarlehen und Veränderung des Cash-Pooling 60.546 -33.328
- Gezahlte Zinsen -772 -618
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 76.734 -20.383
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 24.550 -30.426
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahrs 15.272 45.754
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -369 -56
Zusammensetzung Finanzmittelbestand
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 80.203 49.859
Kontokorrentdarlehen -40.750 -34.587

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Andere Gewinnrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 01.01.2021 18.107.000,00 59.815.096,18 42.753,13 -22.718.275,80
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 7.023.605,21
Stand am 31.12.2021 18.107.000,00 59.815.096,18 42.753,13 -15.694.670,59
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -3.028.690,22
Stand am 31.12.2022 18.107.000,00 59.815.096,18 42.753,13 -18.723.360,81
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 01.01.2021 -372.121,43 54.874.452,08
Währungsumrechnung -55.903,06 -55.903,06
Konzernjahresüberschuss 0,00 7.023.605,21
Stand am 31.12.2021 -428.024,49 61.842.154,23
Währungsumrechnung -368.812,18 -368.812,18
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -3.028.690,22
Stand am 31.12.2022 -796.836,67 58.444.651,83

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen des Konzerns die Eiffage Infra-Bau SE mit Sitz in Düsseldorf ist in das Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 81040 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt. Soweit nichts anders angegeben ist, werden alle Beträge im Anhang in Währungseinheiten von Tausend Euro ausgewiesen.

Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB. Die Konzerngewinn- und -Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Dem Grundsatz der Klarheit folgend wurden auf Grund der Tätigkeit des Konzerns Erweiterungen der gesetzlichen Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Dabei handelt es sich um die "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften", "Leasingverbindlichkeiten", "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" sowie "Gewinnanteile aus Arbeitsgemeinschaften" und "Verlustanteile aus Arbeitsgemeinschaften". In den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sind die Salden der entsprechenden Arbeitsgemeinschaften enthalten, die sich aus Lieferungen, Bauleistungen, Verwaltungsgebühren, Barvorlagen und anteiligen Ergebnisübernahmen zusammensetzen.

Mit Spaltung- und Übernahmevertrag vom 17. Oktober 2022 wurde das operative Geschäft der Eiffage Infra-OWL GmbH im Wege der Umwandlung durch Abspaltung auf die Eiffage InfraWest GmbH mit Wirkung zum 01. Juli 2022 übertragen. Die Anwachsung erfolgte zu Buchwerten.

Mit Kaufvertrag vom 22. September 2022 erfolgte der Erwerb der Kurt Berkowitz GmbH, Bochum durch die Eiffage Infra-Hochbau GmbH. Auf eine Erstkonsolidierung zum Kaufdatum wurde aufgrund der Unwesentlichkeit der Zahlen verzichtet. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgt die Verschmelzung der Gesellschaft auf die Eiffage Infra-Hochbau GmbH mit Wirkung auf den 01. Januar 2023.

Konsolidierungsmethoden

1. Stichtag des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Eiffage Infra-Bau SE, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Ausnahme stellt die Swietelsky Faber GmbH Kanalsanierung, Schlierschied, (assoziiertes Unternehmen) dar, bei der in Übereinstimmung mit § 312 Abs. 6 Satz 1 HGB der Jahresabschluss zum 31. März 2022 zugrunde gelegt wird. Wesentliche Veränderungen bis zum Bilanzstichtag des Konzerns haben sich nicht ergeben.

2. Kapitalkonsolidierung

Grundlagen für die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen waren die nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse des Konsolidierungskreises.

Das Vermögen und die Schulden wurden nach einheitlichen Grundsätzen bewertet. Die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Die Verrechnung erfolgte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Verrechnung erfolgte für Erstkonsolidierungen bzw. für erstmalige Einbeziehungen nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB).

3. Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen eliminiert.

4. Zwischenergebniseliminierung

Bei der Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB) werden Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen beruhen, in der Konzernbilanz mit dem Wert angesetzt, zu dem sie zum Bilanzstichtag von diesem Unternehmen hätten angesetzt werden können, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen rechtlich ein einziges Unternehmen bildeten.

5. Aufwands- und Ertragseliminierung

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragseliminierung (§ 305 HGB) wurden sämtliche Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen eliminiert.

6. Währungsumrechnung bei der Eiffage Infra-Nordic AB und der NAT Hungaria Kft.

Die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde - wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung - mit Ausnahme des Jahresüberschusses - mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Differenzen, die bei der Umrechnung des Abschlusses aus der funktionalen Währung in die Berichtswährung entstanden sind, wurden in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital eingestellt.

7. Konsolidierungskreis

7.1 Verbundene Unternehmen

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Währung Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
Eiffage Infra-West GmbH, Borken 100% TEUR 8.260 0 * 1
Eiffage Infra-Nordwest GmbH, Wallenhorst 100% TEUR 10.479 0 * 1
Eiffage Infra-Rail GmbH, Düssseldorf 100% TEUR 10.926 0 * 1
Eiffage Infra-OWL GmbH, Detmold 100% TEUR 44 0 * 1
Eiffage Infra-Lärmschutz GmbH, Peine 100% TEUR 1.860 0 * 1
MDM Rohr- und Stahlhandel GmbH, Herne 100% TEUR 198 38
Eiffage Infra-Asphalt GmbH, Warendorf 100% TEUR 25 0 * 1
Eiffage Infra-Asphalt Trebbin GmbH, Trebbin 100% TEUR 25 0 * 1
Eiffage Infra-Spezialtiefbau GmbH, Düsseldorf 100% TEUR 2.380 0 * 1
Eiffage Infra-Hochbau GmbH, Münster-Wolbeck 100% TEUR 25 0 * 1
Eiffage Infra-Nordic AB, Malmö / Schweden 100% TSEK 24.066 16.378
Eiffage Infra-Südwest GmbH, Alzey 100% TEUR 9.939 0 * 1
Eiffage Infra-Ost GmbH, Wilsdruff 0% TEUR 7.234 0 * 1
Eiffage PPP GmbH, Düsseldorf 100% TEUR 245 38
Eiffage Infra-Süd GmbH, Schwabach 100% TEUR 3 0 * 1
Eiffage Infra-Fräsdienst GmbH, Alzey 100% TEUR 100 0 * 1
Eiffage Infra-Rohstoffe GmbH, Wilsdruff 100% TEUR 2.225 276
Karl Wilhelm Faber GmbH, Alzey 100% TEUR 114 0 * 1
Schwarz & Grantz Hamburg GmbH, Hamburg 100% TEUR 7.305 0 * 1
Schwarz & Grantz Schwerin GmbH, Schwerin 100% TEUR 230 0 * 1
Schwarz & Grantz Schleswig-Holstein GmbH, Kronshagen 100% TEUR 272 0 * 1
Elektrotechnik Bohn GmbH, Hamburg 100% TEUR 4.528 426
NAT Neuberger Anlagen-Technik AG, Dachau 100% TEUR 5.603 0 * 1
NAT fortune GmbH, Dachau 100% TEUR 1.279 0 * 1
NAT Hungaria Kft., Györ / Ungarn 100% THUF 1.249.447 167.331
Arge A3 Köln Mülheim - Köln Dellbrück GbR, Borken * 2 100% TEUR
Arge Köpenick-Erkner GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge ESTW-AZepernick GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge Feste Fahrbahn AKWT GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge FF Hanau-Nantenbach GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge Rummelsburg GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge APERAM Haan GbR, Borken * 2 100% TEUR
Arge FF Pforzheimer Tunnel GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge S7 Hbf. Potsdam GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Eiffage V11 GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Eiffage VI 4 GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Arge Streckenbau Marktschorgast GbR, Schwabach * 2 100% TEUR
Arge Oberhausen-Emmerich BA GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Brandt-Hagen GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge PFA1 - LS GbR , Wallenhorst * 2 100% TEUR
ArgeEiffage FF S21 Los A GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge EÜ Alexanders traße GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge ABS 46/2 KIB 3B BA2 Voerde GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge ABS 46/2 LIB 3C BA 2 Voerde GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Eiffage VP 6 - Bau GbR, Herne * 2 100% TEUR
Arge Eiffage Hbf. Duisburg Los 1b bis 1d GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR
Arge Eiffage Untertürkheim - Bau GbR, Wallenhorst * 2 100% TEUR

*1 nach Ergebnisabführung

*2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB

Arbeitsgemeinschaften werden in den Konzernabschluss einbezogen, wenn die Partner der Arbeitsgemeinschaften ausschließlich aus Konzernunternehmen bestehen bzw. die Stimmrechte ausschließlich bei Konzernunternehmen liegen.

Folgende verbundene Unternehmen wurden gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie von untergeordneter Bedeutung sind:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Währung Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
S.C. Wittfeld RO S.R.L., Bukarest/ Rumänien 100% TRON -6.814 -49

7.2 Assoziierte Unternehmen und Beteiligungen

Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Währung Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
Swietelsky Faber GmbH Kanalsanierung, Schlierschied * 1 50% TEUR 11.996 4.734
AMK Asphaltmischwerk Verwaltungs-GmbH, Kirchheimbolanden 50% TEUR 55 4
AMK Asphaltmischwerk Kirchheimbolanden GmbH & Co.KG, Kirchheimbolanden 50% TEUR 202 7

*1 Abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31.03.2022

Die Unterschiedsbeträge nach § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB betragen:

Swietelsky Faber GmbH Kanalsanierung, Schlierschied: TEUR 236 (im Vj. TEUR 276); davon Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 224 (im Vj. TEUR 263)

AMK Verwaltungs-GmbH, Kirchheimbolanden: TEUR 1.298 (im Vj. TEUR 1.405); davon Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 493 (im Vj. TEUR 534)

AMK Asphaltmischwerk Kirchheimbolanden GmbH & Co. KG, Kirchheimbolanden: TEUR 0 (im Vj. TEUR 0)

Gemäß §§ 311 f. HGB wurden die assoziierten Unternehmen im Rahmen der At-Equity-Konsolidierung nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen.

Auf die Einbeziehung weiterer Beteiligungen in die At-Equity Konsolidierung wurde, unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 312 HGB in Verbindung mit § 311 Abs. 1 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung, verzichtet.

Die gehaltenen Beteiligungen, an denen der Konzern mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Währung Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
MGW Gleis- und Weichenbau Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 25% TEUR 50 1
MGW Gleis- und Weichenbau-Gesellschaft mbH & Co. KG, Berlin 25% TEUR -1.550 -2.337
Eiffage Lippe GmbH, Detmold 21% TEUR 227 27
Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG, Ampfing 33,3% TEUR 0 201
Isentalautobahn Services Verwaltungs GmbH, Ampfing 33,3% TEUR 19 -1
AML Asphaltmischwerk Langenthal Verwaltungs-GmbH, Langenthal 30% TEUR 31 * 2 *
AML Asphaltmischwerk Langenthal GmbH & Co. KG, Langenthal 30% TEUR 200 * 179 *
Vertriebsgesellschaft Mineralische Baustoffe mbH, Bischofswerda 20% TEUR 873 292
A3 Nordbayern Services GmbH, Geiselwind 50% TEUR 676 950

* vorläufiges Ergebnis BWA

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte betreffen im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbene und zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bereits kontrahierte jedoch noch nicht angearbeitete Aufträge. Diese wurden mit ihrem beizulegenden Wert angesetzt und werden bei Fertigstellung des jeweiligen Projektes aufgelöst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bemessung der Nutzungsdauern beruht auf betrieblichen Erfahrungen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen Abschreibungstabellen decken. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abweichen. Die Abschreibungen wurden linear bemessen. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen, auf den niedrigeren beizulegenden Wert, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Ihr Abgang wird im Jahr der Erfassung unterstellt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bestände wurden im Rahmen einer Stichtagsinventur auf den Abschlussstichtag ermittelt.

Die Bestände der unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten, den Sonderkosten der Fertigung sowie angemessenen Teilen der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einbezogen.

Im Rahmen der periodischen Leistungsermittlung wird jeder Nachtrag entsprechend seiner voraussichtlichen Durchsetzbarkeit eingeschätzt und bewertet. Die aus den bewerteten Nachträgen resultierenden Kosten sind in den Gesamtkosten je Baustelle enthalten.

Aufgrund langfristiger Auftragsabwicklung im Baugewerbe erstreckt sich die Ausführung eines Bauauftrages häufig über einen oder mehrere Bilanzstichtage. Demzufolge ist eine abschließende Beurteilung der damit zusammenhängenden Wertansätze in einer Vielzahl der Fälle erst lange nach dem jeweiligen Bilanzstichtag möglich. Hierzu zählen insbesondere Wertansätze, die sich durch Abweichungen gegenüber dem ursprünglichen im Bauvertrag vereinbarten Gegenstand (Bau-Soll) durch zusätzlich erbrachte oder geänderte Leistungen (Nachträge) ergeben. Eventuelle Risiken werden nach den Erkenntnissen im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung und unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Vergangenheit durch Wertabschläge berücksichtigt. Dementsprechend werden für Aufträge, bei denen das Risiko besteht, dass die noch anfallenden Aufwendungen bis zur Fertigstellung, die diesen Aufwendungen zuzuordnenden Erträge voraussichtlich übersteigen, Abschläge für eine verlustfreie Bewertung vorgenommen. Soweit die Verluste Leistungen der jeweiligen Aufträge übersteigen, werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die zum Nominalwert bewertet werden, werden grundsätzlich auf der Aktivseite offen von den entsprechenden "unfertigen Leistungen" abgesetzt. Soweit auf Ebene einzelner Projekte die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen die Herstellungskosten der "unfertigen Leistungen" überschreiten, erfolgt der Ausweis auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden, soweit erforderlich, durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Das allgemeine Ausfallsrisiko der Forderungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften umfassen den gesamten Verrechnungsverkehr mit den betreffenden Arbeitsgemeinschaften, d. h. sowohl Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr als auch Ergebnisanteile aus bereits abgeschlossenen Arbeitsgemeinschaften sowie zu erwartende Verlustanteile aus laufenden Arbeitsgemeinschaften.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt den die Folgejahre betreffenden Anteil bereits geleisteter Zahlungen.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (ca. 30%) auf Basis temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Es wurden neben latenten Steuern aus den Konsolidierungsmaßnahmen, d.h. die Differenzen aus der Neubewertung des Eigenkapitals im Zuge der Erstkonsolidierung, auch latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen, angesetzt. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden nicht verrechnet und getrennt mit ihrem Saldo in der Bilanz angesetzt.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennkapital angesetzt.

6. Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Aus der Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) haben sich passive Unterschiedsbeträge (§ 301 Abs. 3 HGB) ergeben. Es handelt sich im Wesentlichen um technische Unterschiedsbeträge im Sinne des DRS 23, Tz. 147 c) (Zugang durch Verschmelzung zu Buchwerten). Sie werden nach Maßgabe der Fortschreibung der Konzernbuchwerte der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen ertragswirksam aufgelöst.

7. Sonderposten für FördG

Der Sonderposten für FördG (Fördergebietsgesetz) wurde entsprechend den Vorschriften des Gesetzes über Sonderabschreibungen im Fördergebiet (Fördergebietsgesetz vom 24. Juni 1991) gebildet. Dabei wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die entsprechend begünstigten Investitionen in den Jahren 1992-1995 Sonderabschreibungen von max. 50 % zu verrechnen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dieser nur steuerlich zulässigen Abschreibung und den planmäßigen Abschreibungen ist entsprechend den Vorschriften des § 281 HGB a.F. in den Sonderposten für FördG eingestellt worden. Der Sonderposten für FördG wird ratierlich über die Nutzungsdauer der Investitionen ergebniserhöhend aufgelöst. Der Sonderposten für FördG wird auf der Grundlage von Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt.

8. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 HGB, die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen, von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzins für Laufzeiten von 15 Jahren vorzunehmen wird Gebrauch gemacht.

Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen, von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzins der vergangenen zehn Jahre. Die Ermittlung erfolgte unter Verwendung Versicherungsmathematischer Sterbetafeln unter Berücksichtigung erwarteter Lohn-, Gehalts und Rentendynamiken sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten.

Die Abzinsung der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, ebenfalls für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren.

Zum 31. Dezember 2022 wurde ein prognostizierter Zinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) zugrunde gelegt. Darüber hinaus wurden bei der Rückstellungsbewertung die Lohn- und Gehaltsdynamik (0,00 %), die Rentendynamik (1,60 % bzw. 1,00 %) sowie die Fluktuation (0,00 %) unverändert zum Vorjahr berücksichtigt.

9. Sonstige Rückstellungen, Steuerrückstellungen

Sonstige und Steuerrückstellungen werden mit dem nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen gebildet, die in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden, sowie für Gewährleistungen ohne gesetzliche Verpflichtung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

11. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt den die Folgejahre betreffenden Anteil bereits erhaltener Zahlungen.

12. Währungsumrechnung

Die Bewertung der kurzfristigen Vermögensgegenstände und der kurzfristigen Verpflichtungen, bei denen Währungsumrechnungen notwendig waren, erfolgte mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag. Vermögensgegenstände und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr werden entsprechend den Verhältnissen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte betreffen die im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stillen Reserven des kontrahierten, jedoch noch nicht angearbeiteten Auftragsbestands.

Der aktivische Betrag aus der Kapitalkonsolidierung teilt sich wie im Folgenden beschrieben auf die Tochterunternehmen auf.

Aus der Erstkonsolidierung der Eiffage Infra-Vortriebstechnik GmbH zum 1. Januar 2018 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.252. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde erstmalig zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf Grund der Stabilität und Bestandsdauer der Branche über die Restnutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Zum 01. Januar 2021 ging im Zuge der Verschmelzung der noch bestehende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.576 auf die Eiffage Infra-Spezialtiefbau GmbH über. Zum 31. Dezember 2022 besteht bei der Eiffage Infra-Spezialtiefbau GmbH noch ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.126.

Aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzernes der Eiffage GmbH zum 31. August 2018 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 15.032. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde erstmalig zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf Grund der Stabilität und Bestandsdauer der Branche über die Restnutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2022 besteht noch ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.476.

Aus der Erstkonsolidierung der Biege Eiffage VI 1 GbR zum 31. August 2018 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von in Höhe von TEUR 321. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

Aus der Erstkonsolidierung der Biege Eiffage VP 6 - Bau GbR zum 01. Januar 2021 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von in Höhe von TEUR 4. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Nahezu alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (im Vorjahr sämtliche Forderungen). Von den Forderungen aus Lieferung und Leistung haben TEUR 1.636 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften resultieren TEUR 28.228 (im Vj. TEUR 42.291) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 3.234 (im Vj. TEUR 3.139) bestehen gegen verbundene Unternehmen.

Die Forderungen gegenüber Gesellschafter sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 56.736 auf TEUR 5.489 (im Vj. TEUR 62.225) gesunken, dies resultiert im Wesentlichen aus dem Cashpool gegenüber der Eiffage Infrastructures S.A.S..

3. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.670 resultieren zum einen aus Differenzen aus der Neubewertung des Eigenkapitals im Zuge der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 102 (im Vj. TEUR 111) und zum anderen aus Unterschieden zwischen der handelsrechtlichen Bilanz und der Steuerbilanz in Höhe von TEUR 1.568 (im Vj. TEUR 3.659), die aus gebildeten Drohverlustrückstellungen resultieren.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Eiffage Infra-Bau SE beträgt unverändert TEUR 18.107. Die Stückaktien der Gesellschaft haben jeweils einen Nennwert von 1 Euro. Die Stammeinlagen werden zum 31. Dezember 2022 damit zu rund 55 % von der Eiffage Infrastructures SAS, Vélizey-Villacoublay/Frankreich, und zu rund 45 % von der Eiffage S.A., Vélizey-Villacoublay/Frankreich, gehalten.

5. Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Aus der Erstkonsolidierung der Eiffage Infra-Nordwest GmbH zum 31. August 2015 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 5.448. Da im Zuge der Verschmelzung die Beteiligung an der Eiffage InfraNordwest GmbH zum Buchwert übergegangen ist, ergibt sich der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, die Auflösung erfolgt entsprechend der Fortschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden. Der Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 74 aufgelöst. Der Auflösungsbetrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Zum 31. Dezember 2022 besteht noch ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 690.

Aus der Erstkonsolidierung der Eiffage Infra-OWL GmbH zum 31. August 2015 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.507. Da im Zuge der Verschmelzung die Beteiligung an der Eiffage Infra-OWL GmbH zum Buchwert übergegangen ist, ergibt sich der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, die Auflösung erfolgt entsprechend der Fortschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden. Der Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 59 aufgelöst. Der Auflösungsbetrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Zum 31. Dezember 2022 besteht noch ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 657.

Aus der Erstkonsolidierung der Eiffage Infra-Lärmschutz GmbH zum 20. Mai 2016 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 413. Der Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der Erstkonsolidierung nach der Neubewertung des Eigenkapitals zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, die Auflösung erfolgt entsprechend der Fortschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden. Der Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 0 aufgelöst. Zum 31. Dezember 2020 besteht unverändert zum Vorjahr ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 76.

Aus der Erstkonsolidierung der ARGE FF Pforzheimer Tunnel GbR zum 31. August 2018 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 129. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

Aus der Erstkonsolidierung der Biege Eiffage VI 4 GbR zum 31. August 2018 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.887. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

Aus der Erstkonsolidierung der Arge Brandt-Hagen GbR zum 01. Januar 2020 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.597. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

Aus der Erstkonsolidierung der Arge Oberhausen-Emmerich BA1 GbR zum 01. Januar 2020 resultiert gemäß § 301 Abs. 3 HGB ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 131. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung des Eigenkapitals resultiert aus dem Gewinnvortrag zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Auflösung wird zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfolgen.

6. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 456 (Vorjahr TEUR 695). Die Ermittlung erfolgte mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %).

Der noch nicht zugeführte BilMOG-Umstellungsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 45. Im Berichtsjahr wurden TEUR 21 über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeführt.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

2022
Rückstellungen für nachkommende Rechnungen und Subunternehmerleistungen 114.379
Rückstellungen für Personal 20.518
Garantierückstellungen 9.111
Drohverlustrückstellungen 5.227
Übrige Rückstellungen 9.528
158.763

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

Gesamtbetrag 31.12.2022 Davon mit einer Restlaufzeit
Bezeichnung TEUR < 1 Jahr
TEUR
>1-5 Jahren
TEUR
>5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.314 53.707 7.460 4.148
Vorjahr 43.882 38.750 5.732 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 77.817 24.561 49.558 3.699
Vorjahr 76.126 35.251 40.743 732
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 111.757 111.757 0 0
Vorjahr 101.939 707.939 0 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.852 47.852 0 0
Vorjahr 34.747 34.747 0 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 229 229 0 0
Vorjahr 3.924 3.924 0 0
davon: aus Lieferungen und Leistungen 229 229 0 0
Vorjahr 280 280 0 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 52.109 52.109 0 0
Vorjahr 48.299 48.299 0 0
7. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 96.404 96.404 0 0
Vorjahr 96.934 96.934 0 0
davon: aus Lieferungen und Leistungen 3.327 3.327 0 0
Vorjahr 1.868 1.868 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.823 4.823 0 0
Vorjahr 903 903 0 0
8. Sonstige Verbindlichkeiten 60.434 40.626 19.807 0
Vorjahr 41.067 39.179 7.888 0
davon: aus Steuern 16.663 16.663 0 0
Vorjahr 17.245 17.245 0 0
im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.326 1.326 0 0
Vorjahr 1.280 1.280 0 0
Summe 511.915 427.244 76.825 7.846
Vorjahr 446.918 399.023 47.763 732

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen sind durch Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Sachanlagevermögens besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.272 sind durch Grundschulden auf Grundbesitz des Konzerns besichert.

9. Passive Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.797 (im Vj. TEUR 2.936) beruhen auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Sie resultieren im Wesentlichen aus Differenzen aus der Neubewertung des Eigenkapitals im Zuge der Erstkonsolidierung (TEUR 2.701).

Im Berichtsjahr wurden TEUR 228 aufgelöst, da sich die temporären Differenzen entsprechend verringert haben.

Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 902.786 (im Vj. TEUR 764.584) wurden 98 % (im Vj. 99 %) im Inland und 2 % (im Vj. 1 %) im Ausland erzielt.

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Tätigkeitsbereichen erzielt:

Tätigkeitsbereich Umsatzerlöse 2022
TEUR
Infrastruktur 542.639
Ingenieurbau 148.577
Sonstige 133.215
Hochbau 67.975
Sonderprojekte, PPP 10.380
902.786

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende wesentliche periodenfremden Erträge:

31.12.2022
TEUR
Auflösung von Wertberichtigungen 2.304
Auflösung von Rückstellungen 6.108
Anlagenverkauf 1.736
Versicherungsentschädigungen 2.606
Weitere periodenfremde Erträge 679
13.433

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne in Höhe von TEUR 260 (im Vj. TEUR 244).

3. Personalaufwand und Mitarbeiter

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen TEUR 1.766 (im Vj. TEUR 1.599) Aufwendungen für Altersversorgung.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich:

2022
Gewerbliche 2.639
Angestellte 1.555
Auszubildende 338
4.532

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende periodenfremden Aufwendungen:

31.12.2022
TEUR
Wertberichtigungen Forderungen 2.277
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 9
2.286

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von TEUR 2 (im Vj. TEUR 186).

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 372 (im Vj. TEUR 234) sind TEUR 73 (im Vj. TEUR 112) aus verbundenen Unternehmen.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.128 (im Vj. TEUR 3.902) sind TEUR 396 (im Vj. TEUR 591) an verbundenen Unternehmen und TEUR 148 (im Vj. TEUR 176) betreffen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen.

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR -2.988 (im Vj. TEUR 3.021) entfallen TEUR -1.933 auf latente Steuern (im Vj. TEUR 4.093) und TEUR -1.055 auf Gewerbe- und Körperschaftsteuer (im Vj. TEUR -1.072).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremden Steuerertrag in Höhe von TEUR 493.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen in Form von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 140.602 durch von Versicherungsgesellschaften übernommene Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften sowie andere im Rahmen der Bauabwicklung notwendige Bürgschaften. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Bei den Bürgschaften handelt es sich um branchenübliche Sicherheiten.

Die Konzernobergesellschaft besitzt eine Kreditrahmenvereinbarung mit Kreditrahmen in Höhe von insgesamt TEUR 220.750 (im Vj. TEUR 205.750), davon wurden zum 31.12.2022 TEUR 111.694 (im Vj. TEUR 77.493) in Anspruch genommen. Ziehungsberechtigt sind neben dem Konzernmutterunternehmen selbst auch Tochterunternehmen. Dadurch übernimmt das Konzernmutterunternehmen eine Garantie für die Erfüllung aller Verpflichtungen der Tochterunternehmen, die diese auf Grund der ihnen gewährten Einzelkredite gegenüber den Kreditinstituten haben. Die Garantie sehen wir als nicht risikobehaftet an, da die Tochterunternehmen ihre Verbindlichkeiten jederzeit selbst bedienen können.

Ein Tochterunternehmen haftet aus der Beteiligung an der MGW Gleis- und Weichenbau GmbH & Co. KG gegenüber der Sparkasse Siegen in Höhe von TEUR 1.150 mittels Garantieerklärung für die Rückzahlungsverpflichtungen von gegebenen Darlehen. Darüber hinaus ist die Haftung mittels Garantieerklärung in Höhe von TEUR 923 gegenüber der CM-CIC Leasing GmbH, Frankfurt am Main, und in Höhe von TEUR 323 gegenüber der Merca Leasing GmbH & Co. KG, Kronberg/Taunus, für Gerätefinanzierungen übernommen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Konzernobergesellschaft davon ausgeht, dass die Rückzahlungsverpflichtungen von der MGW Gleis- und Weichenbau GmbH & Co. KG geleistet werden können.

Die einbezogenen Gesellschaften haften aus der Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften branchenüblich gesamtschuldnerisch.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und übrige finanzielle Verpflichtungen

In den Gesellschaften des Konzernverbundes werden Full-Service-Leasingverträge für Fahrzeuge und Baugeräte abgeschlossen. Die Verpflichtungen aus Leasinggeschäften führen zunächst zu einer Verbesserung der Liquiditätslage und in künftigen Geschäftsjahren zu Abflüssen liquider Mittel.

Die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB stellen sich wie folgt dar:

TEUR
innerhalb des nächsten Geschäftsjahres 25.072
nach dem nächsten bis zu fünf Jahren 51.615
über fünf Jahre 6.317

2. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt insgesamt TEUR 629 und schlüsselt sich wie folgt auf:

Konzernabschlussprüfer
TEUR
Andere Abschlussprüfer
TEUR
Gesamt
TEUR
Abschlussprüferleistungen 427 94 521
Andere Bestätigungsleistungen 10 0 10
Steuerberatungsleistungen 0 98 98
Sonstige Leistungen 0 0 0
437 192 629

3. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 80.203 abzüglich laufender Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 40.750.

4. Ausschüttungssperre

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB i.V.m § 298 Abs. 1 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag bei der Pensionsrückstellung aus der Zinssatzänderung vom durchschnittlichen Satz für sieben Jahre auf den durchschnittlichen Satz von 10 Jahren in Höhe von TEUR 456 einer Ausschüttungssperre. Zudem besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 115 für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und die aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 1.670.

5. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Geschäftsführung

Geschäftsführende Direktoren der Gesellschaft sind:

Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor, Ratingen (Vorsitzender)

Jörg Hermsen, technischer Geschäftsführender Direktor, Tönisvorst (bis 31. Januar 2022)

Jörg Rose, kaufmännischer Geschäftsführender Direktor, Castrop-Rauxel (bis 31. Januar 2022)

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

7. Verwaltungsrat

Dem Verwaltungsrat der Gesellschaft gehören an:

Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor, Ratingen (Vorsitzender)

Guillaume Sauvé, Vorstandsvorsitzender der Eiffage Infrastructure SAS, Paris/Frankreich (stellvertretender Vorsitzender)

Thomas Boulic, Chief Financial Officer der Eiffage Infrastructures SAS, Versailles/Frankreich

8. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

Das Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises der Gesellschaft ist die Eiffage Infrastructure SAS mit Sitz in Vélizy-Villacoublay/Frankreich. Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises der Gesellschaft ist die Eiffage S.A. mit Sitz in Vélizy-Villacoublay/Frankreich. Der Konzernabschluss der Eiffage S.A. wird in Frankreich bei dem zuständigen Handelsregister in Versailles unter der Register-Nummer 709 802 094 veröffentlicht.

9. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch der in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

10. Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2022

Die folgenden Tochtergesellschaften nehmen die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2022 in Anspruch und verzichten sowohl auf die Erstellung eines Lageberichts wie auch auf die Offenlegung des Jahresabschlusses und Lageberichts:

Eiffage Infra-West GmbH, Borken

Eiffage Infra-Nordwest GmbH, Wallenhorst

Eiffage Infra-Rail GmbH, Düsseldorf

Eiffage Infra-OWL GmbH, Detmold

Eiffage Infra-Lärmschutz GmbH, Peine

Eiffage Infra-Asphalt GmbH, Warendorf

Eiffage Infra-Asphalt Trebbin GmbH, Trebbin

Eiffage Infra-Spezialtiefbau GmbH, Düsseldorf

Eiffage Infra-Hochbau GmbH, Münster-Wolbeck

Eiffage Infra-Südwest GmbH, Alzey

Eiffage Infra-Ost GmbH, Wilsdruff

Eiffage Infra-Süd GmbH, Schwabach

Eiffage Infra-Fräsdienst GmbH, Alzey Karl-Wilhelm Faber GmbH, Alzey

NAT Neuberger Anlagen-Technik AG, Dachau

NAT fortune GmbH, Dachau

Schwarz & Grantz Hamburg GmbH, Hamburg

Schwarz & Grant Schwerin GmbH, Schwerin S

chwarz & Grantz Schleswig-Holstein GmbH, Kiel

11. Einstandserklärung nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB zum Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Zwischen dem Mutterunternehmen Eiffage Infra-Bau SE und den unter Punkt 10. genannten Tochtergesellschaften besteht in diesem und im folgenden Geschäftsjahr ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Düsseldorf, den 22. August 2023

Eiffage Infra-Bau SE

Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 2.081.155,72 0,00 0,00 0,00 2.081.155,72
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.006.739,56 91.685,64 0,00 0,00 4.098.425,20
3. Geschäfts- oder Firmenwert 29.492.515,41 0,00 0,00 0,00 29.492.515,41
35.580.410,69 91.685,64 0,00 0,00 35.672.096,33
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.692.930,04 7.562.009,23 1.965.906,13 0,00 68.289.033,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.724.066,34 23.345.789,29 8.173.669,49 2.967.535,42 231.863.721,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.547.445,80 8.850.746,64 2.277.635,71 54.660,58 66.175.217,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.363.836,10 20.217.056,19 1.101.634,63 -3.022.196,00 32.457.061,66
352.328.278,28 59.975.601,35 13.518.845,96 0,00 398.785.033,67
IIL FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.990,43 803.525,15 0,00 0,00 814.515,58
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.423.400,00 900.280,26 0,00 0,00 8.323.680,26
3. Beteiligungen 1.584.275,82 550.000,00 500,00 0,00 2.133.775,82
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.402.500,00 0,00 0,00 0,00 3.402.500,00
12.421.166,25 2.253.805,41 500,00 0,00 14.674.471,66
400.329.855,22 62.321.092,40 13.519.345,96 0,00 449.131.601,66
Abschreibungen
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 1.837.213,25 129.104,27 0,00 1.966.317,52
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.750.029,81 190.471,85 1.543,83 3.938.957,83
3. Geschäfts- oder Firmenwert 17.335.611,81 1.806.011,41 0,00 19.141.623,22
22.922.854,87 2.125.587,53 1.543,83 25.046.898,57
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.725.834,72 3.458.835,22 1.365.617,49 23.819.052,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 112.397.765,51 21.014.805,54 7.426.347,94 125.986.223,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.224.141,52 8.075.492,37 2.059.165,29 41.240.468,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
169.347.741,75 32.549.133,13 10.851.130,72 191.045.744,16
IIL FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.718,88 0,00 0,00 10.718,88
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.090.271,77 174.637,61 0,00 1.264.909,38
3. Beteiligungen 755.824,36 175.000,00 0,00 930.824,36
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 957.675,64 371.000,00 0,00 1.328.675,64
2.814.490,65 720.637,61 0,00 3.535.128,26
195.085.087,27 35.395.358,27 10.852.674,55 219.627.770,99
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 114.838,20 243.942,47
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.467,37 256.709,75
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.350.892,19 12.156.903,60
10.625.197,76 12.657.555,82
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.469.980,69 40.967.095,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.877.498,45 101.326.300,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.934.748,71 24.323.304,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.457.061,66 16.363.836,10
207.739.289,51 182.980.536,53
IIL FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 803.796,70 271,55
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.058.770,88 6.333.128,23
3. Beteiligungen 1.202.951,46 828.451,46
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.073.824,36 2.444.824,36
11.139.343,40 9.606.675,60
229.503.830,67 205.244.767,95

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

Gegenstand des Eiffage Infra-Bau-Konzerns ist die Durchführung von Straßen-, Tief-, Gleis-, Ingenieur und Hochbauleistungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der Bauwirtschaft sowie im Bereich Elektrotechnik. Die Unternehmen des Konzerns decken dabei folgende wesentliche Geschäftsbereiche ab:

Infrastruktur

(Bahn- und Gleis-, Straßen-, Tiefbau, Umwelttechnik, Kanalbau und Industriebau)

Ingenieurbau

(Bau von Brücken, Bahnsteigen, Kreuzungsbauwerken, Über- und Unterführungen, Trogbauwerken, Schleusen etc. und Bauwerkssanierung)

Hochbau

(Schlüsselfertigbau von Verwaltungsgebäuden, Verbrauchermärkten sowie Gewerbebau und Heizung / Lüftung / Sanitär)

Sonderprojekte / Public Private Partnership (PPP)

Dienstleistungen im Bereich der Haus- und Elektrotechnik

(Reparatur und Wartung von Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und elektrotechnischen Anlagen, allgemeine Elektroinstallation, Gebäude- und Industrieautomation, Kommunikationstechnik, Mittelspannung und Sicherheitstechnik)

Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises der Gesellschaft ist die Eiffage S.A. mit Sitz in Velizy-Villacoublay/Frankreich. Der Eiffage-Konzern besitzt in Deutschland insbesondere mit der Eiffage Infra-Nordwest GmbH, der Eiffage Infra-West, der Eiffage InfraOWL GmbH, der Eiffage Infra-Lärmschutz GmbH, der Eiffage Infra-Rail GmbH, der Eiffage Infra-Hochbau GmbH, der Eiffage Infra-Spezialtiefbau GmbH, der Eiffage Infra-Süd GmbH, sowie seit September 2018 der Eiffage Infra-Südwest-Gruppe und Eiffage Infra-Ost-Gruppe mehrere Firmen, die im Bauhauptgewerbe mit unterschiedlichen Kernkompetenzen tätig sind. Zudem gehören zum Konzern seit September 2018 die Schwarz & Grantz-Gruppe ("S&G-Gruppe"), welche im Bereich der Herstellung, Wartung und Reparatur von Haustechnik tätig ist sowie die Neuberger Anlagentechnik-Gruppe ("NAT-Gruppe"), welche verschiedene Dienstleistungen im Bereich der Elektrotechnik erbringt. In der intensiven Zusammenarbeit mit unseren Schwesterfirmen sehen wir die Möglichkeit, uns in Zukunft noch erfolgreicher in unserem Markt zu positionieren. Unser Ziel ist, unsere Strukturen und Abläufe weiter zu optimieren, und bei Bedarf die Vorteile, die aus der Konzernzugehörigkeit entstehen, zu nutzen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Der Blick auf die einzelnen Quartale zeigt, dass trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg, steigende Preise, Fachkräftemangel) die Wirtschaftsleistung weiter zunahm. Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2022 im Vorjahresvergleich um 3,9 % stieg, nahm es in den darauffolgenden zwei Quartalen um 1,7 % bzw. um 1,3 % zu. In den ersten drei Quartalen wurde die Wirtschaftsleistung vorrangig von den privaten Konsumausgaben getragen. Im vierten Quartal war das BIP preisbereinigt um 0,5 % höher als im Vorjahreszeitraum, aber um 0,2 % niedriger als im dritten Quartal 2022. 1

Der Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass nach dem Wegfall einiger Corona-Schutzmaßnahmen bestimmte Dienstleistungsbereiche profitieren konnten. Insbesondere die Kreativ- und Unterhaltungsbranche konnte Nachholeffekte verzeichnen (+ 6,3 %). Auch Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Maßnahmen. Zurück ging jedoch die Wertschöpfung im Handel. Das deutsche Baugewerbe war im Jahr 2022 geprägt von hohen Baukosten, Material- und Fachkräftemangel sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen. Aus diesem Grund sank die Bruttowertschöpfung um 2,3 %. Auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe wurde aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten, hohen Energiepreise und gestörten internationalen Lieferketten gebremst und lag bei + 0,2 %. 2

Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Gesamtjahr 2022 preisbereinigt um 5,1 % gesunken. Die nominalen Zuwächse wurden durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Für 2022 wurde ein realer Orderrückgang von 9,6 % gemeldet, der sich im Dezember 2022 im Vergleich zum Dezember 2021, mit minus 23,4 % noch beschleunigt hat. Trotz der schwachen Auftragslage und hohen Material- und Zinskosten konnten im Bauhauptgewerbe 15.200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Wohnungsbau brach der Umsatz im Geschäftsjahr, nicht zuletzt aufgrund der Schockstarre am Wohnungsbaumarkt, um 4,5 % ein. Im öffentlichen Bau sank der Umsatz sogar um 6,2 %, was vor allem der Entwicklung im Straßenbau geschuldet ist. Erhöhen die Kommunen hier ihr Investitionsbudget nicht zumindest soweit um die gestiegenen Baukosten auszugleichen wird sich der Substanzverlust der deutschen Infrastruktur weiter beschleunigen. Auch der Umsatz im Wirtschaftsbau sank um 4,4 %. 3

Die Investitionen in das Schienennetz der Deutschen Bahn stehen im Kontext der so genannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen (LuFV), welche die Zuschüsse regeln, die der Bund aufgrund seiner verfassungsmäßigen Verpflichtung für das Netz der Bahn leistet. Zum 1. Januar 2020 ist die LuFV III mit einer Laufzeit von zehn Jahren (2020 - 2029) in Kraft getreten. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat vor allem der Bund seinen Beitrag stark erhöht. So sollen in den Jahren 2020 bis 2029 insgesamt 63,4 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen in das Bestandsnetz eingesetzt werden. Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen verpflichten sich zudem, für die Instandhaltung der Schienenwege während der Vertragslaufzeit der LuFV III insgesamt mindestens 22,78 Mrd. Euro aufzuwenden. Damit sollen im Vertragszeitraum mind. 86,2 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen und die Instandhaltung des bestehenden Schienennetzes bereitstehen. 4

1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2023): Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2022 um 0,2 % niedriger als im Vorquartal, Pressemitteilung Nr. 037, 30.01.2023.
2 Vgl. Statistisches Bundesamt (2023): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen, Pressemitteilung Nr. 020, 13.01.2023.
3 Vgl. https://www.bauindustrie.de/pm/bauindustrie-meldet-schwaches-baujahr-2022
4 Vgl. Eisenbahn-Bundesamt, LuFV - Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, www.eba.bund.de/DE/Themen/Finanzierunq/LuFV/lufv_node.html

2. Geschäftsverlauf

Die wesentlichen Steuerungsgrößen im Eiffage Infra-Bau SE-Konzern sind die Gesamtleistung nach IFRS sowie das Ergebnis vor Steuern nach IFRS.

Die Gesamtleistung nach IFRS sowie das Ergebnis vor Steuern nach IFRS werden nach den Reporting-Vorgaben unseres Mutterkonzerns ermittelt. Diese Reporting-Vorgaben unterscheiden sich im Wesentlichen von den Rechnungsvorschriften des Handelsrechts dadurch, dass die unfertigen Bauten nicht zu Herstellkosten in die Ergebnisermittlung einfließen, sondern nach der Ergebniserwartung zum Bauzeitende in anteiliger Höhe zum jeweiligen Fertigstellungsgrad (POC-Methode = Percentage of Completion Methode). Die unfertigen Bauten sind somit in den Umsatzerlösen und die zugehörigen Aufwendungen in den Bestandsveränderungen enthalten. Darüber hinaus bestehen Unterschiede im Ergebnis vor Steuern nach IFRS im Wesentlichen aufgrund abweichender Bewertung der Pensionen und des Anlagevermögens nach IFRS.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Gesamtleistung nach IFRS in Höhe von 1.146,0 Mio. EUR (2021 = 1.068,9 Mio. EUR) erzielt. Damit wurde die Prognose von 1.129,7 Mio. EUR, aufgrund einer besseren Auftragslage als erwartet, um 16,2 Mio. EUR übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern nach IFRS lag aufgrund zum Teil schlechterer Margen mit 13,8 Mio. EUR (2021 = 30,5 Mio. EUR) um 4,9 Mio. EUR unter der Prognose für 2022 von 18,6 Mio. EUR. Somit wurde im Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern nach IFRS zu Gesamtleistung nach IFRS) von 1,20 % (2021 = 2,85 %) erzielt.

Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Auftragsbestand 1.635,1 Mio. EUR. Davon entfallen auf das PPP-Projekt "A3" 442,2 Mio. EUR. Das Projekt umfasst den sechsstreifigen Ausbau des rund 71 Kilometer langen Abschnitts der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen sowie den dazugehörigen Neubau von 91 Ingenieurbauwerken. Das 5 Kilometer lange Stück zwischen Fuchsberg und östlich der Anschlussstelle Geiselwind wurde bereits 2018 konventionell sechsstreifig ausgebaut. Zudem umfasst der Auftrag den Betrieb und die Erhaltung der gesamten 76 Kilometer für insgesamt 30 Jahre bis 2050.

Während nach IFRS der Umsatz entsprechend dem Fertigstellungsgrad bilanziert wird, erfolgt eine Berücksichtigung nach HGB erst nach erfolgter Abnahme der Bauleistung durch den Auftraggeber.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Betriebsleistung nach HGB (Summe Nr. 1,4 und 5 der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung) in Höhe von 1.049,5 Mio. EUR (2021 = 911,7 Mio. EUR) erbracht. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von ca. 15,1 %. Hinzuzurechnen sind die in den Arbeitsgemeinschaften anteilig erbrachten Leistungen in Höhe von 74,1 Mio. EUR (2021 = 131,8 Mio. EUR). Insgesamt ergibt sich damit eine bauliche Gesamtleistung nach HGB für 2022 von 1.123,6 Mio. EUR (2021 = 1.043,5 Mio. EUR). Dies ergibt bei einem Ergebnis nach Steuern von - 3,0 Mio. EUR eine Umsatzrendite (bezogen auf die Gesamtleistung) von -0,27 % (2021 = 0,7 %).

3. Lage

Ertragslage

Der Konzernjahresfehlbetrag 2022 beläuft sich auf - 3,0 Mio. EUR. Dies stellt nach dem Konzernjahresüberschuss von 7,0 Mio. EUR im Jahr 2021 eine Verschlechterung dar.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um 138,2 Mio. EUR (+ 18,08 %) auf 902,8 Mio. EUR gestiegen.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zur Betriebsleistung) stieg von 56,5 % im Vorjahr auf 60,5 % im Geschäftsjahr.

Da die Arbeitsgemeinschaften selbständig bilanzieren, enthält die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns nur die Gewinn- und Verlustanteile der abgeschlossenen Arbeitsgemeinschaften, sowie die zu erwartenden Verlustanteile der laufenden Arbeitsgemeinschaften. Das Ergebnis aus Arbeitsgemeinschaften betrug im Geschäftsjahr 2,8 Mio. EUR (2021 = 5,8 Mio. EUR).

Die Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Leistungen betrug in 2022 146,4 Mio. EUR (2021 = 145,7 Mio. EUR) und der Personalaufwand 308,2 Mio. EUR (2021 = 279,2 Mio. EUR).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen bei 34,7 Mio. EUR (2021 = 32,4 Mio. EUR).

Im Jahr 2022 ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 94,5 Mio. EUR (2021 = 108,8 Mio. EUR).

Das Beteiligungsergebnis (Summe Nr. 11. und 12. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) lag bei 2,9 Mio. EUR (2021 = 2,5 Mio. EUR).

Durch Zinsaufwendungen in Höhe von 5,1 Mio. EUR und Zinserträgen von 0,4 Mio. EUR ergab sich ein Zinsergebnis von - 4,7 Mio. EUR (2021 = - 3,7 Mio. EUR).

Bei Erträgen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag von - 3,0 Mio. EUR ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern von -2,3 Mio. EUR (2021 = + 7,6 Mio. EUR).

Nach Abzug der sonstigen Steuern in Höhe von 0,7 Mio. EUR (2021 = 0,6 Mio. EUR) ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von 3,0 Mio. EUR (2021 = Konzernjahresüberschuss von 7,0 Mio. EUR).

Finanzlage

Zum Jahresende hatte der Eiffage Infra-Bau-Konzern Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten von 80,2 Mio. EUR (2021 = 49,9 Mio. EUR). Dem standen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasingverbindlichkeiten von 143,1 Mio. EUR (2021 = 120,0 Mio. EUR) gegenüber.

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 24,2 Mio. EUR (2021 = Verringerung um 30,5 Mio. EUR). Dabei setzte sich die Änderung im Wesentlichen wie folgt zusammen: der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +3,8 Mio. EUR (2021 = +45,0 Mio. EUR), der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -55,9 Mio. EUR (2021 = -55,0 Mio. EUR) und der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit +76,7 Mio. EUR (2021 = -20,4 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote des Konzerns liegt bei 7,8 % (2021 = 9,2 %).

Die Firmen im Konzernverbund sind über die Eiffage Infra-Bau SE in das Cashmanagement der Eiffage Infrastructures SAS eingebunden. Freie Kreditlinien stehen damit Ende 2022 in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2022 lag bei 746,6 Mio. EUR (2021 = 672,9 Mio. EUR).

Anlagevermögen

Die Höhe des gesamten Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022 betrug 229,5 Mio. EUR (2021 = 205,2 Mio. EUR).

Die immateriellen Vermögensgegenstände lagen bei 10,6 Mio. EUR (2021 = 12,7 Mio. EUR), davon entfielen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte 10,4 Mio. EUR (2021 = 12,2 Mio. EUR).

Die Sachanlagen hatten eine Höhe von 207,7 Mio. EUR (2021 = 183,0 Mio. EUR) und die Finanzanlagen von 11,1 Mio. EUR (2021 = 9,6 Mio. EUR).

Der Anstieg der Sachanlagen resultiert dabei im Wesentlichen aus den geleisteten Anzahlungen im Bereich Bahnbau (+15,8 Mio. EUR) für eine Hochleistungsreinigungsmaschine sowie einen Stopfroboter und eine Lok.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen hatte zum 31. Dezember 2022 eine Höhe von 513,4 Mio. EUR, davon entfielen auf die Vorräte (abzüglich erhaltener Anzahlungen) 188,8 Mio. EUR, auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 244,4 Mio. EUR und Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 80,2 Mio. EUR.

Der Anstieg der unfertigen Leistungen abzgl. erhaltener Anzahlungen in Höhe von 61,0 Mio. EUR ergibt sich aus einer gestiegenen Bauaktivität im Geschäftsjahr 2022 vor allem in Projekten, welche im Geschäftsjahr nicht abgenommen waren. Dem folgend sind auch die Forderungen aus Lieferung und Leistung gestiegen.

Dem gegenüber reduzierten sich die Forderungen gegenüber den Gesellschaftern um 56,7 Mio. EUR und hier im Wesentlichen die Forderung aus dem Cashpooling der Eiffage Infrastructures SAS.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1,7 Mio. EUR beruhen auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Sie resultieren dabei mit 102 TEUR aus der Neubewertung des Eigenkapitales im Zuge der Erstkonsolidierung sowie der Folgebewertung der dabei aufgedeckten stillen Lasten und mit 1.568 TEUR aus dem Ansatz von Drohverlustrückstellungen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen zum 31.12.2022 betrugen 167,8 Mio. EUR und betrafen mit 8,6 Mio. EUR Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, mit 0,4 Mio. EUR Rückstellungen für Steuern und mit 158,8 Mio. EUR sonstige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 in Höhe von 511,9 Mio. EUR entfielen 65,3 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten, 77,8 Mio. EUR auf Leasingverbindlichkeiten, 111,8 Mio. EUR auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, 47,9 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, 0,2 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, 52,1 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, 96,4 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften und 60,4 Mio. EUR auf sonstige Verbindlichkeiten.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 65,0 Mio. EUR resultiert unter anderem aus der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (+ 9,8 Mio. EUR). Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 13,1 Mio. EUR gestiegen, was zum einen auf die erhöhte Bauaktivität und zum anderen auf die gestiegenen Einkaufspreise zurückzuführen ist. Ferner sind die sonstigen Verbindlichkeiten um 19,4 Mio. EUR gestiegen, dies ist im Wesentlichen auf erhaltene Anzahlungen auf die Finanzierung von Gleisgroßgeräten zurückzuführen.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 2,8 Mio. EUR resultieren bis auf 96 TEUR aus der Neubewertung des Eigenkapitales im Zuge der Erstkonsolidierung sowie der Folgebewertung der dabei aufgedeckten Reserven.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der geschäftsführende Direktor stellt zusammenfassend fest, dass sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns auf Grund des Umfeldes und der oben genannten Ereignisse nicht zufriedenstellend darstellt.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernlageberichts nicht wesentlich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 verändert.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf Punkt B.2. Geschäftsverlauf.

Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Steuerung des Konzerns nicht von Bedeutung.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Der Eiffage Infra-Bau-Konzern ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit den Entwicklungen der Märkte, der Kunden und dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Risikopolitik besteht darin, die Risiken zu identifizieren, zu bewerten, ihre Einflüsse auf die Unternehmung zu analysieren und deren Steuerung und Überwachung zu organisieren.

Daher ist das Risikomanagement ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsprozesse und Konzernentscheidungen.

Durch die unterschiedlichen Kernkompetenzen, Kunden und Märkte der Gesellschaften des Konzernverbundes sind Chancen und Risiken zum Teil sehr unterschiedlich zu bewerten. Allen Firmen gemein ist die Einrichtung von Prozessen zur Früherkennung potenzieller Risiken.

Bei den Bauunternehmungen werden quartalsweise Vorausschauen aller Bau- und Hilfskostenstellen erstellt, die das zu erwartende Bild des Unternehmens widerspiegeln. Die Vorausschauen basieren dabei auf Arbeitskalkulationen, die kontinuierlich angepasst werden. Diese Vorausschauen werden monatlich durch die interne kaufmännische und technische Leitung überprüft und kontrolliert, sowie der Ist-Situation gegenübergestellt und eventuell angepasst. Durch dieses Instrument besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Risiken zu bewerten und frühzeitig auf sie zu reagieren sowie entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Besonderes Augenmerk gilt dabei unserem Liquiditäts- und Forderungsmanagement, das durch permanente Finanzplanungen und Statusberichte gesichert wird. Neue Bauvorhaben werden je nach Größenordnung nach einem strukturierten Prozess gemäß des zertifizierten QM Systems DIN ISO 9001 des Konzerns geprüft. Damit lassen sich schon frühzeitig mögliche Vertrags- und Projektrisiken erkennen und reduzieren. Insbesondere werden etwaige Risiken und die Verträglichkeit untersucht, wobei das Preisniveau und die damit verbundene Kostendeckung ebenfalls ausreichend sein müssen.

Die Gesellschaften der S&G-Gruppe sind schwerpunktmäßig im Baunebengewerbe und im regionalen Umfeld tätig. So liegt ein besonderes Augenmerk auf der kontinuierlichen Beobachtung der regionalen Märkte. Auf Schwankungen kann zeitnah durch Abbau von Leihkräften und bedarfsgerechtem Austausch von Personal innerhalb der Firmengruppe reagiert werden. Zudem ergeben sich Risiken aus den besonderen Herausforderungen komplexer Projekte. Darauf wird mit einem detaillierten und umfangreichen Projektcontrolling, auch unter Einbeziehung der operativen Projektplanung, reagiert. Ferner werden zukünftig keine komplexen Projekte mehr akquiriert, um das Verlustrisiko zu minimieren. Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos besteht ein integriertes Debitoren-Management mit einer zeitnahen Überwachung der Fälligkeiten und angeschlossenem Mahnsystem. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung der S&G Gruppe wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet.

Die von den Firmen der NAT-Gruppe angebotenen Dienstleistungen im Bereich Elektrotechnik werden von den unterschiedlichsten Märkten nachgefragt. Daher ist eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte sowie der bewusste und kontrollierte Umgang mit Risiken wichtig, um Wettbewerbsvorteile realisieren zu können. Es gilt, sich ständig an veränderte Bedingungen anzupassen und die Anpassungsmaßnahmen stetig zu verbessern und zu optimieren. Die laufende Liquidität wird mittels monatlicher Liquiditätsplanung überwacht. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Handhabung von Kreditgenehmigungen, Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren sowie regelmäßigen Mahnzyklen begegnet. Geschäfte werden ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten abgeschlossen.

Der Eiffage Infra-Bau-Konzern deckt eine Vielzahl von Leistungsbereichen des Bauens und weitere Dienstleistungen ab. Das wird auch zukünftig dazu führen, dass leistungsstarke Bereiche leistungsschwache ausgleichen und im Grundsatz überkompensieren müssen, um die positive Entwicklung fortsetzen zu können. Gesteuert wird dies über einen ständigen Prozess der Marktbeobachtung und -analyse.

Weiter ist es oberstes Ziel des Eiffage Infra-Bau-Konzerns, dass die Qualitätsansprüche in allen angebotenen Bereichen sicher erfüllt werden können.

2. Chancen

Die bewährte Strategie eröffnet dem Konzern Chancen, die derzeitig unsichere konjunkturelle Phase weiterhin gut zu meistern und langfristig weiter profitabel zu wachsen.

Da unsere Wettbewerber den gleichen Risiken ausgesetzt sind, stellt die erfolgreiche Steuerung der bestehenden Risiken einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.

Für die Bauunternehmungen wird es eine große Herausforderung sein, die über Jahre und Jahrzehnte nicht getätigten Erhaltungsaufwendungen der Ingenieurbauwerke auf Deutschlands Straßen und Schienen in den nächsten Jahren umzusetzen. Die in den vergangenen Jahren eingeleitete, gezielte und verstärkte Akquisition im Bereich der privaten Auftraggeber wird weiter fortgesetzt, um fehlende Umsätze im Bereich der öffentlichen Auftraggeber kompensieren zu können. Chancen bestehen darüber hinaus der Durchsetzung von Nachträgen, die bilanziell vorsichtig bewertet wurden.

Chancen ergeben sich für die Firmen der S&G-Gruppe durch die verstärkte Positionierung als zuverlässiger Systempartner, der im engen Dialog mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen für die gesamte Haustechnik entwickelt und realisiert. Die technologische Innovationsfähigkeit sowie der ständige Ausbau des Portfolios ermöglichen der S&G-Gruppe die erfolgreiche Positionierung in aussichtsreichen Nischenmärkten mit auskömmlichen Margen. Diese Fähigkeiten, welche sich durch die Diversifikation der Gesellschaften im Verbund und eine gezielte Personalqualifikation ergeben, gilt es zukünftig weiter auszubauen und zu nutzen. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei im Ausbau des Angebots im Bereich der erneuerbaren Energien. Hierzu zählen neben den Themen wie Wärmepumpen auch der Markt für "Carbon Capture" (CO 2-Abscheidung).

Die Konzentration der Firmen der NAT-Gruppe auf das Kerngeschäft sowie die maßvolle Konzentration auf die Zielrendite werden auch zukünftig der Schlüssel für die erfolgreiche Weiterentwicklung und Neueroberung von Märkten sein. Die strategische und disziplinierte Vorgehensweise wird weiterhin dazu führen, dass mögliche Marktturbulenzen souverän umsteuert werden können.

Die Vorteile des unter Punkt A (Grundlagen des Konzerns) dargestellten Unternehmensverbundes mit leistungsstarken Schwesterfirmen gilt es weiterhin zu nutzen und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Gruppe weiterzuentwickeln.

3. Risiken

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Der Eiffage Infra-Bau Konzern ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit den Entwicklungen der Märkte ihrer Tochtergesellschaften, den Kunden und dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Allerdings werden die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und in Russland, insbesondere der gegenüber Russland verhängten Sanktionen, generelle Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Öl- und Gasmärkte betreffend, haben. Auch wenn wir keine direkten Geschäftsbeziehungen zu russischen Kunden und Lieferanten halten, werden diese generellen Auswirkungen in irgendeiner Form auch uns treffen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine genaueren Aussagen bezüglich des Ausmaßes der Auswirkungen zu.

Die nachfolgenden Risiken sind in der Rangfolge ihrer Bedeutung geordnet.

Aufgrund der langfristigen Auftragsabwicklung im Baugewerbe erstreckt sich die Ausführung eines Bauauftrages häufig über einen oder mehrere Bilanzstichtage. Demzufolge ist eine abschließende Beurteilung der damit zusammenhängenden Wertansätze in einer Vielzahl der Fälle erst lange nach dem jeweiligen Bilanzstichtag möglich. Hierzu zählen insbesondere Wertansätze, die sich durch Abweichungen gegenüber dem ursprünglich im Bauvertrag vereinbarten Gegenstand durch zusätzlich erbrachte oder geänderte Leistungen (Nachträge) ergeben. Für hieraus erwartete Risiken sind entsprechende Risikovorsorgen im Abschluss getroffen.

Ebenfalls wird die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die Gefahr möglicher Lieferengpässe eine entscheidende Rolle für die Baubranche spielen. Hier liegen für uns Risiken, die es zu beherrschen gilt, jedoch auch Chancen. Unser Augenmerk legen wir bei Steigerung der Einkaufspreise darauf, diese möglichst schnell in unsere Kalkulation einfließen zu lassen, um das Risiko aus nicht in der Kalkulation berücksichtigten Preiserhöhungen zu minimieren. Im Rahmen der Beschaffung werden durch entsprechende Vereinbarungen die Risiken nach Möglichkeit minimiert.

Wie gewohnt befinden wir uns sowohl im Bau- wie auch im Baunebengewerbe in einem schwierigen und engen Markt mit verschärftem Preiswettbewerb.

In diesem Zusammenhang sind bedeutende Risiken, dass Mehrleistungen durch Auftragserweiterungen ("Nachträge") von unseren Kunden nicht akzeptiert und bezahlt werden, sowie die Bonität unserer Kunden. Um diese Risiken zu steuern und zu kontrollieren, haben wir seit Jahren ein umfassendes Nachtrags- und Forderungsmanagement eingerichtet. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements gilt es weiterhin, die Zuverlässigkeit und Bonität der privaten Auftraggeber und Baupartner bereits in der Akquisitionsphase zu analysieren, um eine Risikominimierung zu erreichen.

Ein weiteres bedeutendes Risiko ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, denn Liquidität ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung. So können neben speziellen Risiken der Projektfinanzierung auch allgemeine Finanzrisiken auftreten, z.B. Zahlungsverzögerungen oder Ausfälle von Kunden. Um diese Kreditrisiken zu steuern und zu kontrollieren, haben wir seit Jahren ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird durch diverse Finanzinstitute zur Verfügung gestellt. Wir gehen davon aus, dass die Kreditlinien bei Kreditinstituten weiter fortbestehen bzw. verlängert werden, so dass die Zahlungsfähigkeit zukünftig jederzeit sichergestellt ist.

Bedeutende Risiken können sich im Wesentlichen aus Reklamationen, Gewährleistungsansprüchen und Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken werden durch Versicherungen gedeckt oder durch Rückstellungen in der Bilanz berücksichtigt. Dennoch können Risiken bestehen, die entweder nicht ausreichend versichert sind oder aber über die gebildeten Rückstellungen hinausgehen.

Zudem bestehen Risiken in der Auftragsbeschaffung. Für die Firmen der S&G-Gruppe besteht das Risiko vor allem in der konjunkturellen Entwicklung der einzelnen regionalen Märkte. Um die Auswirkungen dieser Abhängigkeit zu minimieren, werden die Märkte kontinuierlich beobachtet und auf Veränderungen umgehend durch Anpassung der Personalressourcen, wie Abbau von Leiharbeit und bedarfsgerechtem Austausch innerhalb der Firmengruppe, reagiert. Zudem versucht man der Enge des Marktes für haustechnische Installationen und Dienstleistungen durch das Angebot von Komplettangeboten und die Positionierung in technologisch anspruchsvolleren Nischenmärkten, in denen auskömmliche Preise bei ausreichenden Absatzvolumina zu generieren sind, zu begegnen. Für die Bauunternehmungen sowie die NAT-Gruppe gibt es hier kaum ein Risiko. So rechnet man auch in den folgenden Jahren mit einer guten Marktsituation sowohl bei der öffentlichen Hand wie auch den gewerblichen Auftraggebern. Die NAT-Gruppe agiert auf den verschiedensten Märkten, so dass ein Ausgleich stattfinden kann.

Nach wie vor gehen wir von großen Herausforderungen bei der Beschaffung von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt aus. Zur erfolgreichen Abwicklung von Großprojekten haben wir uns bereits im Jahr 2018 mit weiteren Führungskräften verstärkt. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie die Ausbildung von Nachwuchskräften, werden auch weiterhin ein Schwerpunkthema im Eiffage Infra-Bau-Konzern sein.

Aufgrund der finanziellen Unterstützung der Konjunktur während der Corona-Pandemie sowie aktuell aufgrund der Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine kommt es zu einer stark steigenden Staatsverschuldung. Strukturelle Probleme und Verschuldungen öffentlicher Haushalte werden auf allen Ländern des Euroraums lasten. In der Folge wird es in Deutschland mittelfristig zu deutlichen Sparanstrengungen auf Ebene des Bundes sowie der Länder und Kommunen kommen müssen. Es ist zu befürchten, dass in diesem Zuge die öffentlichen Investitionen zurückgefahren werden. Dies hätte einen negativen Effekt auf einige Bausparten.

Daneben bestehen kartell- und vergaberechtliche Risiken im Zusammenhang mit einem vom Bundeskartellamt geführten Kartellermittlungsverfahrens wegen des Verdachts von wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei der Vergabe von Bauaufträgen durch einen privaten Auftraggeber gegen ein Tochterunternehmen des Konzerns sowie weitere dritte Unternehmen. Die Geschäftsführung hatte umgehend umfassende interne Ermittlungen eingeleitet, externe Rechtsanwälte hinzugezogen und die Compliance-Struktur verbessert. In dem Verfahren sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Wegen der laufenden Ermittlungen kann die Geschäftsführung insoweit zu Einzelheiten derzeit nicht ausführlich Stellung nehmen. Im Konzernabschluss sind die noch erforderlichen Rückstellungen für erkennbare Risiken eingestellt.

Wir werden weiterhin nur Großgeräte durch Kauf oder Leasing in unser Anlagevermögen integrieren, um den Bedarf für die Grundauslastung zu decken. Zur Abdeckung des Spitzenbedarfs wird der Bedarf auch weiterhin "just in time" durch Fremdanmietung abgedeckt. Somit vermeiden wir langfristig die Bindung unserer liquiden Mittel und können des Weiteren die Aufwendungen der Geräteleerlaufzeiten minimieren.

D. Prognosebericht

1. Zukünftige Ausrichtung

Über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden die Beurteilungen der Kunden. Der Eiffage Infra-Bau-Konzern hat diesen Gesichtspunkt verinnerlicht. Die Erfüllung der Anforderungen unserer Kunden ist die Steuerungsgröße für unser Handeln. Zuverlässigkeit, hohe Qualität, kostengünstige Lösungen für Bauvorhaben, wirtschaftliches Handeln auf allen Ebenen und die Übereinstimmung unserer Aussagen mit unserem Handeln sind die Maßgröße für die Beurteilung. Unsere Kunden geben uns das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Ein Unternehmen muss sich ständig weiterentwickeln, so wie sich auch die Märkte, auf denen unsere Unternehmen agieren verändern. Der Konzern wird auch weiterhin vor allem die Baubranche, aber auch andere relevante Branchen, in Hinblick auf gewünschte oder notwendige Veränderungen hin beobachten.

2. Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der Branche in 2023

Zwar ist jede Prognose zur künftigen Entwicklung mit Unsicherheiten behaftet, doch aktuell ist die Ungewissheit aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Russland höher als in den vergangenen Jahrzehnten. Die Aktualität und Dynamik der Situation erhöhen dabei die Prognoseunsicherheiten. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für die Abschätzung der künftigen Wirtschaftsentwicklung von Bedeutung, aber gleichzeitig unbekannt sind. Wie lange diese Unsicherheit andauern wird, ist noch nicht absehbar. In unsicheren Zeiten wird daher weniger mit konkreten Prognosen und mehr mit Szenarien (Wenn-Dann-Analysen) gearbeitet, die von verschiedenen Annahmen abhängen und regelmäßig an die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst werden. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Ausarbeitungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Perspektiven zu sehen.

Die Bauverbände gehen sehr pessimistisch in das Geschäftsjahr 2023 und rechnen mit einem preisbereinigten Umsatzrückgang von 6 %. Auch rechnet man mit einer Stagnation bei jahresdurchschnittlich 927.000 Beschäftigten. Im Wohnungsbau plant man dabei mit einem Umsatzrückgang von real 9 %, da eine Erholung auf dem Wohnungsbaumarkt derzeit nicht zu erwarten ist. Auch im öffentlichen Bau geht man erneut von einem Umsatzrückgang aus, real um 5 %. Dies wäre nur abzuwenden, wenn die öffentliche Hand ihre Investitionen zumindest in Höhe der Baukostenzuwächse anheben würde. Aufgrund der vielfältigen Unsicherheiten plant fast jedes vierte Unternehmen die Reduzierung seiner Investitionen. Dies vorausgesetzt plant man beim Wirtschaftsbau mit einem Umsatzrückgang um real 4 %. 5

3. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die gewählte Strategie eröffnet dem Eiffage Infra-Bau-Konzern Chancen, alle konjunkturellen Phasen gut zu meistern und langfristig profitabel zu wachsen. Trotz des unverändert starken Wettbewerbs und der zum Teil schwierigen Rahmenbedingungen ergeben sich insbesondere durch die intensive Zusammenarbeit der Firmen des Konzerns Vorteile, um die Zukunft mittelfristig erfolgreich zu gestalten und unsere Marktposition zu festigen.

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde eine Gesamtleistung nach IFRS in Höhe von 1.129,7 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern nach IFRS von 18,6 Mio. EUR geplant. Am Ende lag der im Jahr 2022 erzielte Umsatz um 16,2 Mio. über und das IFRS Ergebnis vor Steuern um 4,9 Mio. EUR unter der Prognose.

Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir eine Gesamtleistung nach IFRS von 1.295,9 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern nach IFRS von 30,5 Mio. EUR.

Insgesamt blicken wir somit trotz der unstetigen wirtschaftlichen Zeit optimistisch in die Zukunft und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen.

5 Vgl. https://www.bauindustrie.de/pm/bauindustrie-meldet-schwaches-baujahr-2022

 

Düsseldorf, 22. August 2023

Effage Infra-Bau SE

Daniel Strücker, geschäftsführender Direktor

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eiffage Infra-Bau SE, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Eiffage Infra-Bau SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Eiffage Infra-Bau SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den geschäftsführenden Direktoren dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von geschäftsführenden Direktoren angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den geschäftsführenden Direktoren dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den geschäftsführenden Direktoren zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 22. August 2023

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrats an die Hauptversammlung

der Eiffage Infra-Bau SE ("Gesellschaft")

Im Berichtsjahr 2022 hat sich der Verwaltungsrat ausführlich mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie mit deren strategischer Ausrichtung auseinandergesetzt. Gewissenhaft und mit Sorgfalt übte er seine beratende und kontrollierende Funktion gegenüber dem Geschäftsführenden Direktor aus. In Sitzungen erörterte der Verwaltungsrat mit dem Geschäftsführenden Direktor Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, der Risikolage und des Risikomanagements. Darüber hinaus stand der Verwaltungsrat auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit dem Geschäftsführenden Direktor, um sich zeitnah über wichtige Entwicklungen und Ereignisse zu informieren.

Der Geschäftsführende Direktor hat den Verwaltungsrat zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über sämtliche für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Entwicklungen unmittelbar und vollständig informiert. In sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Verwaltungsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat seine Beschlüsse nach eingehender Prüfung auf Grundlage von schriftlichen Entscheidungsvorlagen gefasst.

Schwerpunkte der Beratungs- und Kontrolltätigkeit des Verwaltungsrats

Im Berichtsjahr fanden fünf Sitzungen des Verwaltungsrats statt. Regelmäßiger Gegenstand der Sitzungen waren die Berichte des Geschäftsführenden Direktors über die Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere über die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über die Finanz- und Vermögenslage. Beschlüsse durch den Verwaltungsrat wurden sowohl in den Sitzungen wie auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst.

In der Bilanzsitzung am 12.10.2023 hat sich der Verwaltungsrat intensiv mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Gesellschaft, sowie mit dem Vortrag des Bilanzverlusts auf neue Rechnung für das Geschäftsjahr 2023 befasst. Ferner wurden die Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungsgegenständen der ordentlichen Hauptversammlung 2023 verabschiedet.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Verwaltungsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 bildeten die Genehmigung von zustimmungspflichtigen Geschäften und die Durchsprache der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaften des Bereichs Infrastruktur in Deutschland anhand der Unterlagen, insbesondere Kommentierung, der im Rahmen des Eiffage Prognoseprozesses erstellten Unterlagen.

Feststellung des Jahresabschlusses 2022 und Prüfung durch Mazars

Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den vom Geschäftsführenden Direktor aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilte der Geschäftsführende Direktor mit Genehmigung des Verwaltungsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. November 2022. Sämtliche der vorstehenden Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Verwaltungsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und sind von diesen bereits im Vorfeld der Bilanzsitzung sorgfältig geprüft worden. Die Unterlagen wurden im Verwaltungsrat eingehend erörtert. Insbesondere wurden die folgenden Aspekte erörtert:

siehe beigefügte Präsentation von Mazars

Die Prüfung hat zu keinerlei Einwendungen oder Beanstandungen des Verwaltungsrats geführt.

Billigung des Konzernabschlusses 2022 und Prüfung durch Mazars

Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den von dem Geschäftsführenden Direktor aufgestellten Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilten der Geschäftsführende Direktor mit Genehmigung des Verwaltungsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. November 2022. Sämtliche der vorstehenden Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Verwaltungsrats rechtzeitig vor der Sitzung vor und sind von diesen bereits im Vorfeld der Sitzung sorgfältig geprüft worden. Die Unterlagen wurden im Verwaltungsrat eingehend erörtert. Insbesondere wurden die folgenden Aspekte erörtert:

siehe beigefügte Präsentation von Mazars

Die Prüfung hat zu keinerlei Einwendungen oder Beanstandungen des Verwaltungsrats geführt.

Schlusserklärung

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eingehenden Prüfung hat der Verwaltungsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss 2022 und den Konzernabschluss 2022 erhoben. Der Verwaltungsrat hat den von dem Geschäftsführenden Direktor aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss der Gesellschaft in seiner Bilanzsitzung am 12.10.2023 einstimmig gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 47 Abs. 5 S. 1 SEAG festgestellt. Da der Jahresabschluss einen Bilanzverlust ausweist, entfällt der Vorschlag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzgewinns an die Hauptversammlung.

Dank des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat dankt dem Geschäftsführenden Direktor und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement sowie den Gesellschaftern für ihr Vertrauen in das Unternehmen

 

Düsseldorf, den 12.10.2023

Daniel Strücker, Vorsitzender des Verwaltungsrats

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