Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24086
Vorher
Sächsische Zeitung GmbH
Eingetragen
7.11.2005
Branche
Verlegen von ZeitschriftenVerlegen von ZeitungenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Gegenstand
Verlag von Tageszeitungen und Magazinen sowie deren Vertrieb, Redaktion und journalistische Angebote für diese Tageszeitungen und Magazine sowie andere Print- und Telemedien, Handel mit Anzeigen und Werbeformaten in Print- und Telemedien, Abonnementservice, Handel und Vermittlung von Eintrittskarten für Veranstaltungen aller Art, Vermittlung der Teilnahme an Lotterien, Vermittlung von Reisen und Abonnements für Print- und Telemedien jeglicher Art, Gestaltung und Layout von Werbeformaten, Vermarktung redaktioneller Inhalte, Herausgabe von eigenen Büchern und Broschüren sowie die Organisation und Durchführung von Märkten, Veranstaltungen und Ausstellungen

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DDV Sachsen GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.964,30 53.293,16
2. Geleistete Anzahlungen 5.940,00 63.904,30 0,00 53.293,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.888,88 7.555,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.159,43 420.048,31 478.850,09 486.405,64
483.952,61 539.698,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.040.043,36 1.092.428,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 385.682,85 378.177,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.867.484,84 1.413.634,00
- davon gegen Gesellschafter EUR 1.814.712,15 (i. Vj. EUR 1.378.049,60) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 216.235,83 2.469.403,52 200.505,26 1.992.316,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 148.860,06 105.074,81
3.658.306,94 3.189.820,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.125,89 35.214,18
4.197.385,44 3.764.733,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 40.868,00 40.195,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.799.595,88 1.516.937,89
1.840.463,88 1.557.132,89
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 793.333,28 629.097,97
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 312.103,17 339.756,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 756.341,23 677.019,88
4. Sonstige Verbindlichkeiten 458.318,07 525.022,07
- davon aus Steuern EUR 119.173,53 (i. Vj. EUR 114.035,52) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.177,65 (i. Vj. EUR 51.673,75) -
2.320.095,75 2.170.896,30
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.825,81 11.703,83
4.197.385,44 3.764.733,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.465.420,39 18.457.851,53
2. Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -325.434,90 -210.015,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 132.156,07 57.476,29
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 858.739,79 1.592.721,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 405.412,58 459.458,70
c) Aufwendungen für Honorare und Lizenzen 286.306,14 1.550.458,51 315.950,14 2.368.130,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.993.159,54 10.537.562,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.190.103,57 13.183.263,11 2.031.187,41 12.568.750,40
- davon für Altersversorgung EUR 83.138,70 (i. Vj. EUR 72.995,16) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 99.284,23 109.974,23
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.189.242,79 4.457.537,14
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.319,59 1.002,09
- davon aus verbundene Unternehmen EUR 4.184,23 (i. Vj. EUR 5,25) -
- davon aus Abzinsung langfr. Rückstellung EUR 13.514,79 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.404,89 58.220,71
- davon an verbundene Unternehmen EUR 20.850,89 (i. Vj. EUR 28.494,32) -
- aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen EUR 8.554,00 (i. Vj. EUR 29.726,39) -
10. Ergebnis nach Steuern -761.192,38 -1.256.299,01
11. Sonstige Steuern 3.591,20 2.734,96
12. Erträge aus Verlustübernahme 764.783,58 1.259.033,97
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Dresden und der Nr. HRB 24086 mit Firmensitz in Dresden eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bestandsgefährdende Risiken

Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auch auf die entsprechenden Darstellungen im Lagebericht unter Abschnitt C. "Berichterstattung nach § 289 ABS. 2 HGB" verwiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Folgejahr unterstellt.

Die Vorräte an fertigen Erzeugnissen sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten (gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB). Kosten der allgemeinen Verwaltung (gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB) und Fremdkapitalzinsen (gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB) wurden nicht aktiviert.

Die Vorräte an Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre von 1,83 % gemäß den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen verwendet.

Der Unterschiedsbetrag zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 79 (Vorjahr EUR 528). Dabei wird ein Rechnungszinssatz von 1,76 % p.a. angewendet.

Die Rückstellung von Jubiläumszahlungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,76 % p.a. gemäß den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen verwendet. Darüber hinaus wurden eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,25 % p.a., eine Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen von 2,00 % p.a. und Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wurde unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" eine Abzinsung mit einem Rechnungszinssatz von 1,08 % p.a. vorgenommen. Darüber hinaus wurde eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,25 % p.a. berücksichtigt.

Zur Absicherung der Ansprüche aus Altersteilzeit wurden Vermögensgegenstände in einem sogenannten Contractual Trust Agreement (CTA) auf einen Treuhänder übertragen. Dieses Deckungsvermögen ist nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden die Rückstellungen für Altersteilzeit mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit Ausnahme des Aktivwertes einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3) weisen die Posten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen über TEUR 1.867 (Vorjahr TEUR 1.414) sind ihrer Art nach Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.102 (Vorjahr: 155) und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen TEUR 765 (Vorjahr TEUR 1.259).

Rückstellungen

Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 1.307 wurden mit dem CTA-Vermögen in Höhe von TEUR 542 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des CTA-Vermögens entspricht dessen Anschaffungskosten. Weitere Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 188 für Tantiemen und in Höhe von TEUR 205 für Urlaubsansprüche sowie in der Höhe von TEUR 223 für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen über TEUR 756 (Vorjahr TEUR 677) betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge/Aufwendungen

Der Jahresabschluss enthält in den Posten sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen verschiedene periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen.

Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 27 (Vorjahr TEUR 8).

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen insbesondere Forderungsverluste mit TEUR 22 (Vorjahr TEUR 1).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen gegenüber nicht verbundenen Unternehmen in der Höhe von TEUR 200.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Alleinige und direkte Gesellschafter der Muttergesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG (DDV KG) waren jeweils die RM Hamburg Holding GmbH (RM) und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) und zwar im jeweils gleichen Beteiligungsverhältnis von 60/40.

RM und ddvg haben ihre Geschäftsanteile an der DDV KG mit Verträgen vom 22. Dezember 2023 und 10. Januar 2024 veräußert. Der Verkauf stand bei Bekanntgabe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes und wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2024 vollzogen.

Sonstige Angaben

Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 285 (Vorjahr 279) Mitarbeiter, davon waren 183 Arbeitnehmer in Vollzeit und 102 Arbeitnehmer in Teilzeit angestellt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Carsten Dietmann, Geschäftsführer der DDV Beteiligungs GmbH, Dresden

Dirk Richter, Geschäftsführer der DVkD GmbH, Dresden

Angabe zu Bezügen der Geschäftsführer

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernkreis

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird Unternehmensregister veröffentlicht.

Ergebnisabführung

Der Jahresverlust wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG, Dresden, übernommen.

 

Dresden, 2. Dezember 2024

Carsten Dietmann, Geschäftsführer

Dirk Richter, Geschäftsführer

Lagebericht für 2023

A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland stagniert. Kaufkraftverluste aufgrund der hohen Preissteigerungen und anhaltende Konsumunsicherheit dämpfen den privaten Konsum, was wiederum die wirtschaftliche Entwicklung bremst. Im September 2023 meldet der Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Umsatzminus von 4,1%. Im Internet- und Versandhandel reduzierte sich der Umsatz im September 2023 gegenüber dem Vorjahr um -7%. Die Frühindikatoren zeigen weiterhin eine verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben an. Zur Jahreswende 2023/2024 kann bei rückläufigen Inflationsraten und steigenden Reallöhnen mit einer Erholung des privaten Konsums gerechnet werden. Im Oktober 2023 betrug die Inflationsrate 3,8% und ist damit im Vergleich zum Vormonat 0,7 Prozentpunkte gesunken. 1

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231114-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-november-2023.html

Die Wirtschaftsleistung insgesamt ist in den ersten 3 Quartalen des Berichtsjahres aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahresquartal preisbereinigt um 0,8 Prozentpunkte gesunken. Hohe Unsicherheit aufgrund geopolitscher Konflikte und die engeren geld- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen belasten die Wachstumsaussichten. 2

2 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Der GfK-Konsumklima-Index erreichte im Dezember 2023 einem Indexwert von-27,6 Punkten. (Dezember 2022: -40,1). Somit liegt die Konsumstimmung in Deutschland laut GfK weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Anschaffungsneigung verbesserte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft somit das Niveau vom Dezember 2022. 3

3 GfK-Konsumklima-Index von November 2021 bis Dezember 2023 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index

In der DDV Sachsen GmbH sind verschiedene Geschäftsfelder angesiedelt. Ein wesentliches Geschäft ist die Erbringung von Redaktions- und Verlagsdienstleistungen für die DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG, die als Herausgeber der Sächsischen Zeitung und deren Online-Portalen auftritt. Der Umfang dieser Dienstleistungen macht ca. zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Gesellschaft aus. Die Dienstleistungserlöse sind an die Kostenstrukturen dieser Bereiche gekoppelt, welche wiederum stark durch die wirtschaftliche Lage des Auftraggebers, also der Sächsischen Zeitung, beeinflusst werden. Durch den Ausbau des Digitalgeschäftes und die Auflagen- und Werbeverluste im klassischen Printbereich unterliegen auch die Dienstleistungsbereiche einem stetigen Wandel und Preisdruck.

Deutschlandweit sinken die Verkäufe der gedruckten Tageszeitungen. Im Berichtsjahr hat sich der Rückgang der Zeitungsauflagen etwas beschleunigt. Alle gedruckten Zeitungsarten erlitten Einbußen. Die Auflage der Regionalzeitungen in Deutschland verringerte sich um 6,7 Prozent. Mit dem Auflagenverlust geht ein Rückgang der Werbeerlöse einher.

Weiterhin gibt es ein deutliches Wachstum beim E-Paper. Hier konnten die Regionalzeitungen ihre verkaufte Auflage um knapp acht Prozent steigern.

Steigende Digitalerlöse gleichen die Auflagenverluste im Printbereich monetär bislang jedoch noch nicht aus.

Auf der Kostenseite entspannte sich im Jahresverlauf die Lage beim Zeitungsdruckpapier im Vergleich zum Vorjahr 2022 etwas. Der Preisindex für Zeitungsdruckpapier (2015=100) war im April 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 189,5 um 7 Prozent geringer, blieb aber dennoch auf einem hohen Niveau. Zum Vergleich hatte im Jahr 2021 der Papierpreisindex im Durchschnitt nur 107,2 betragen. Der seit Oktober 2022 geltende Mindestlohn Betrug im Berichtsjahr unverändert 12 Euro. Da dieser Mindestlohn ganzjährig wirksam war, führte dies bei den Zeitungsverlagen im Berichtsjahr zu einer erneuten Kostensteigerung bei den unteren Einkommensgruppen, insbesondere im Bereich der Zustellung im Vergleich zum Vorjahr. 4

4 Quelle: BDZV, Zur wirtschaftlichen Lager der Deutschen Zeitungen 2023

Der Geschäftsbereich DDV Kreation erbringt hauptsächlich Agenturleistungen für interne Kunden der DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG und ist somit ebenso stark von der wirtschaftlichen Lage des Hauptauftraggebers Sächsische Zeitung und dessen Onlineportalen abhängig. Die Auflagen- und Werbeverluste im klassischen Printbereich führen auch in diesem Dienstleistungsbereich zu stetigem Wandel und Preisdruck. Neu hinzugekommen ist im Geschäftsjahr der Bereich Bildstelle, der von einer konzernverbundenen Schwestergesellschaft übernommen wurde.

Die Lage im Bereich DDV Commerce blieb im Berichtsjahr weiter angespannt. Aufgrund weiter erhöhter Inflationsrate und Verunsicherung infolge des Ukraine-Krieges blieb die Konsumstimmung weiter getrübt (GfK-Konsumklima-Index laut Statista). 5

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/

Der Einzelhandelsumsatz im Non-Food-Bereich lag im September 2023 7,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch der Online-Handel kann sich von der derzeitigen konjunkturellen Krise nicht abkoppeln. So ist der Umsatz im Internet- und Versandhandel im Vergleich zum Vorjahresmonat im September um 7 Prozent zurückgegangen. 6

6 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/10/PD23_423_45212.html

Ein weiteres Geschäftsfeld sind die SZ-Magazine. Aufgrund der Vielfältigkeit der Geschäftsinhalte zeigt sich ein gemischtes Bild. Die durch die Gesellschaft produzierten Printprodukte ("Immo-Magazin", "Familienzeit", "Wirtschaft in Sachsen", etc.) sind von der Konsumzurückhaltung indirekt betroffen. Beispielsweise leidet die Baubranche derzeit an einem Auftragsschwund, 7 wodurch im Immo-Magazin weniger Anzeigen geschaltet werden.

7 Handelsblatt, 14.06.2023: Baubranche stark von Kurzarbeit betroffen: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rezession-baubranche-stark-von-kurzarbeit-betroffen/29200160.html

Die Kochsternstunden konnten nach den Pandemie-Jahren im Jahr 2023 das erste Mal erfolgreich durchgeführt werden.

Das Geschäftsfeld DDV Event besteht aus dem Asisi Panometer Dresden und seit 2023 auch aus dem Kunst-, Antik- und Trödelmarkt (vorher unter dem Geschäftsfeld SZ Magazine angesiedelt).

Mit dem Panometer agiert die Gesellschaft als Teil der Kultur- und Ausstellungsbranche. Das verringerte Konsum- und Kulturnutzungsverhalten der privaten Haushalte infolge der gestiegenen Inflationsraten in Kombination mit den Mehrkosten aus höheren Strom- und Gaspreisen seit Beginn des Ukraine-Krieges führt auch weiterhin zu deutlichen Einbußen. Mit dem Kunst-, Antik-, und Trödelmarkt agiert die Gesellschaft zudem als Teil der Handelsbranche.

Leistungserbringung

Die DDV Sachsen GmbH erbringt Redaktions- und Verlagsdienstleistungen sowie Agenturleistungen. Außerdem gehören der Handel mit Waren, Tickets und Reisen sowie die Organisation von Ausstellungen und Veranstaltungen zu den Leistungen des Unternehmens.

Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählt die Anzeigenakquise sowie die komplette organisatorische Anzeigenabwicklung, der Abonnementverkauf und die organisatorische Vertriebsabwicklung für die Objekte Sächsische Zeitung, Morgenpost, mittwochSZ, freitagSZ sowie für Verlagsbeilagen von Sächsischer Zeitung und Morgenpost.

Außerdem erbringt die Gesellschaft redaktionelle Leistungen für die Ressorts der Sächsischen Zeitung und deren Online-Portale entsprechend den Vorgaben der DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG.

Im Bereich DDV Commerce vertreibt die Gesellschaft Handelswaren, Bücher, Briefmarken, Reisen sowie Tickets für diverse Konzerte und andere Veranstaltungen über den eigenen Online-Shop sowie eigene stationäre Ladenlokale in Dresden. Zudem ist sie zentral für die Sortimentsgestaltung, den Einkauf und die Warenwirtschaft der weiteren Ladenlokale im Verbreitungsgebiet der Sächsischen Zeitung innerhalb der DDV Mediengruppe verantwortlich. Die außerhalb Dresdens befindlichen Ladenlokale werden jedoch von konzernverbundenen Schwestergesellschaften betrieben, die dafür eine Handelsmarge erhalten. Darüber hinaus vertreibt der Bereich im B2C-Geschäft Teile des Sortiments auch über externe Wiederverkäufer. Hinzugekommen ist im Geschäftsjahr 2022 das das Projekt GKL, d.h. der Verkauf von Losen für die gemeinsame Klassenlotterie der Länder.

Der Bereich DDV Kreation innerhalb der DDV Sachsen GmbH erbringt überwiegend Agenturleistungen sowie, Satz-, Dokumentations- und Rechercheleistungen. Der Bereich Bildstelle ist im Berichtsjahr neu hinzugekommen.

Ein weiteres Geschäftsfeld der DDV Sachsen GmbH ist der Bereich der SZ Magazine, welcher sich wiederum in die folgenden einzelnen Teilbereiche aufgliedert:

Die Gesellschaft publiziert die zielgruppengenauen und themenspezifischen Magazine "Immo-Magazin", "Familienzeit", "Dresden Erleben" und "Tour de Saxe". Alle Magazine finanzieren sich über Anzeigenkunden und werden kostenlos verteilt oder ausgelegt.

Daneben produziert und vertreibt die Gesellschaft auch eine regionale und eigenständige Wirtschaftszeitung - die "Wirtschaft in Sachsen".

Darüber hinaus verantwortet die Gesellschaft innerhalb des Magazin-Bereichs seit Juli 2021 im Namen der Landeshauptstadt Dresden die Herstellung, den Vertrieb und die Vermarktung des Dresdner Amtsblattes, welches wöchentlich erscheint.

Seit 2021 neu unter dem Bereich der SZ Magazine ist ein Menü-Wettbewerb unter dem Namen "Kochsternstunden". Die Gesellschaft organisiert hierbei eine Eventreihe, bei der verschiedene Restaurants in der Region Dresden und Umgebung in einem festgelegten Zeitraum eigene Menüs inkl. Weinbegleitung kreieren, welche von den Gästen verkostet und bewertet werden können.

Der Bereich DDV Event innerhalb der DDV Sachsen GmbH besteht aus dem Teilbereich des Asisi Panometers Dresden und seit 2023 auch aus dem Kunst- Antik und Trödelmarkt (vorher Teil der SZ Magazine).

In Zusammenarbeit mit dem Künstler Yadegar Asisi und der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH betreibt die DDV Sachsen GmbH seit dem 01.01.2020 das Asisi Panometer Dresden. In dem ehemaligen Gasometer werden 360°-Panoramen vom Künstler Yadegar Asisi für Besucher ausgestellt und mit passender Lichtinstallation und Hintergrundmusik sowie begleitenden Ausstellungen präsentiert. Zudem bewirtschaftet die Gesellschaft im Panometer Dresden ein Café und einen Shop für Merchandise-Artikel und Bücher.

Unter dem Titel "Kunst-, Antik und Trödelmarkt" betreibt die Gesellschaft verschiedene Flohmärkte und Veranstaltungen in Sachsen, auf denen Händler gegen eine Standgebühr Waren (Antiquitäten, Kleinmöbel, Bücher, Schmuck, etc.) verkaufen können. Seit dem 15.04.2023 betreut die Gesellschaft in Kooperation mit dem Projektzentrum Dresden zudem den Elbeflohmarkt am Elbufer in Dresden.

2. Investitionen

Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte die Gesellschaft insgesamt TEUR 47. Dabei entfielen TEUR 25 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 20 auf sonstiges Sachanlagevermögen und TEUR 2 auf Einbauten in fremde Grundstücke.

3. Personal

Die Gesamtanzahl der Beschäftigten lag 2023 im Durchschnitt der Quartalsstände mit 285 Mitarbeitern (davon 0 Auszubildende) über dem Vorjahresniveau (279 Beschäftigte im Jahr 2022, davon 0 Auszubildende), u.a. infolge der Portfolio-Erweiterung um die Bildstelle.

Für keinen der Tätigkeitsbereiche der DDV Sachsen GmbH gab es 2023 Verpflichtungen aus Tarifverträgen. Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgte orientiert am regionalen Arbeitsmarkt.

B. DARSTELLUNG DER LAGE

Die DDV Sachsen GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) ab.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Operating EBIT) als finanzieller Leistungsindikator nach denen die DDV Sachsen GmbH gesteuert wird, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR +449 und erreichte einen Wert von TEUR -750. Das Operating EBIT der Gesellschaft liegt somit TEUR -955 unter dem Planwert des Geschäftsjahres. Die Planabweichung resultiert in erster Linie aus dem Bereich DDV Commerce, welcher das geplante Ergebnis um TEUR -604 unterschritten hat. In diesem Bereich wurde eine ungeplante Abwertung von Altbeständen in Höhe von TEUR 135 vorgenommen. Außerdem wurde der geplante Umsatz mit Handelswaren und touristischen Produkten um TEUR -920 verfehlt. Zudem sind TEUR +233 ungeplante Mehrkosten insbesondere für Lager- und Versanddienstleitungen sowie die Einführung von IT-Systemen angefallen.

Der Bereich DDV Event verfehlte mit TEUR +104 das geplante Ergebnis um TEUR -6. Ursächlich hierfür sind in erster Linie geringere Umsätze aus dem Verkauf von Tickets und Führungen beim Asisi Panometer durch die inflationsbedingt verhaltene Nachfrage der Kunden.

Das geplante Ergebnis des Bereichs DDV Kreation wurde um TEUR -398 verfehlt. Der konzernexterne Umsatz für Agenturleistungen lag infolge der Kundenzurückhaltung TEUR -402 unter den Erwartungen und damit sogar TEUR -220 noch unter dem geringen Vorjahresniveau.

Mit einem positiven Ergebnis von TEUR 353 überschreitet der Bereich SZ Magazine die Planung um TEUR +64, dies ist primär auf die weiterhin wöchentliche Erscheinung des Amtsblattes zurückzuführen. Hier war eine Reduktion der Erscheinungsfrequenz erwartet worden.

Der Gesamtumsatz der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR +2.008 gestiegen. Dabei entfallen 55 Prozent der Umsatzsteigerung auf das Geschäftsfeld Redaktions- und Verlagsdienstleistungen. In diesem Bereich werden Kostensteigerungen 1:1 vom Auftraggeber DDV Mediengruppe vergütet.

Die Personalkosten stiegen im Berichtsjahr um TEUR +615. Die erhöhten Aufwendungen sind in erster Linie auf den Personalanstieg um 6 Mitarbeiter zurückzuführen. Außerdem wurden im Vergleich zum Vorjahr höhere Tantiemen, Sondervergütungen und Prämien gezahlt (TEUR +101).

Die Umsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis lag im Berichtsjahr mit -3,7 Prozent strukturell bedingt über Vorjahresniveau (-6,8 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR +1.732 gestiegen. Davon entfallen TEUR +729 auf höhere Mieten aufgrund eines neuen konzerninternen Verrechnungskonzeptes für Raummieten. Weitere Kostensteigerungen ergaben sich insbesondere aus höheren IT-Kosten und der Zahlung von Abfindungen.

Im Geschäftsfeld Redaktions- und Verlagsdienstleistungen für die Sächsische Zeitung liegen die Dienstleistungserlöse um +844 TEUR über Vorjahr und die Kostenerstattungen um +268 TEUR über Vorjahr. Die Anzahl der Mitarbeiter des Dienstleistungsbereiches ist ggü. Vorjahr geringfügig gestiegen (+1 GTK). Zum einen kam es im Redaktionsbereich zu alters- und fluktuationsbedingten Nachbesetzungen, die nicht mehr in der Holding (DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG) vorgenommen werden, sondern in der DDV Sachsen GmbH. Gegenläufig wurden Mitarbeiter im Vermarktungsbereich abgebaut. Die damit verbundenen Personal- und Sachkosten werden über höhere Dienstleistungserlöse vom Auftraggeber DDV Mediengruppe/ Sächsische Zeitung vergütet. Bei den Kostenerstattungen wurden zum Jahresabschluss primär Restrukturierungskosten an die DDV Mediengruppe weiterberechnet. Zu höheren Personalkosten (TEUR +643) kommt es v.a. durch die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien, aus Personalaufbau, aus der Gehaltsstruktur der einzelnen Bereiche sowie Aufstockungsrückstellungen für Altersteilzeit und Abfindungen für Restrukturierung. Weitere Kostensteigerungen des Bereiches fielen für Raumkosten (TEUR +510) an, da hier erstmalig das neue Konzept der Raummieten umgesetzt wurde (genaue Mietflächenerfassung und Verrechnung von Warmmieten). Die sonstigen Kosten sind leicht rückläufig (TEUR -41).

Die Umsatzerlöse des Bereiches DDV Commerce sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR +2 gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf einen einmaligen Werbekostenzuschuss zurückzuführen. Aufgrund der Systemeinführung von SAP SD für die B2B-Fakturierung kam es im Vergleich zum Vorjahr zu höheren IT-Kosten von TEUR +119. Insbesondere aufgrund geringerer Aufwendungen für die Abwertungen von Altbeständen fällt das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr dennoch um TEUR +492 höher aus (Abwertung von Altbeständen TEUR -490 gegenüber Vorjahr).

Der Bereich DDV Kreation konnte im Vergleich zum Vorjahr seine Umsätze um 11 Prozent steigern, allerdings stiegen die Kosten um 23 Prozent. Im Januar 2023 wurden die internen Dienstleistungen für die DDV Mediengruppe um die Abteilung Bildstelle erweitert. In diesem Zusammenhang kam es in der Gesellschaft zu einem Personalaufbau um 5 Mitarbeiter.

Die damit verbundenen Personal- und Sachkosten werden zu 82 Prozent vom Auftraggeber DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG vergütet, wodurch der Umsatz des Bereiches DDV Kreation zwar gesteigert wurde, die Kosten jedoch überproportional gestiegen sind. Außerdem sind die Umsätze des Agenturgeschäftes mit externen Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent gesunken. Die Overheadkosten stiegen um 34 Prozent. Somit liegt das Ergebnis dieses Bereiches insgesamt um TEUR -311 unter Vorjahr und TEUR -398 unter der Planung.

Der Bereich der SZ Magazine konnte im Vergleich zum Vorjahr seine Umsätze um 7 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze der Kochsternstunden um 100 Prozent gestiegen, da die Veranstaltung das erste Mal, nach Corona, durchgeführt werden konnte. Die Immo-Magazine sowie die Wirtschaft in Sachsen ("WiS") blieben bei den Erlösen unter Vorjahr. Der Immobilienmarkt steht derzeit vor besonderen Herausforderungen. Durch die verhaltene Stimmung am Markt schalten Kunden weniger Anzeigen, wodurch weniger Umsatz generiert werden kann. Auch die WiS spürt die Zurückhaltung am Werbemarkt aufgrund der wirtschaftlichen Situation. Zusätzlich haben kleinere Veranstaltungen wie die "Erfolgsmacher" (Veranstaltung der WiS) nach der Corona-Pandemie nach wie vor Schwierigkeiten, die frühere Anzahl an Teilnehmenden zu erreichen.

Kostenseitig fallen im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent mehr Kosten an. Dies ist vorwiegend auf die Kostensteigerung bei der WiS zurückzuführen. Im Herbst 2022 wurde die Website "Wirtschaft in Sachsen" Opfer eines Hackerangriffs, woraufhin eine Übergangswebsite online gestellt wurde. Im ersten Halbjahr 2023 erfolgte dann der Relaunch der Website, wobei aufgrund des Mehraufwands höhere Technikkosten angefallen sind.

Im Geschäftsfeld DDV Event kann eine deutlich positive Entwicklung erzielt werden. Die Umsätze des Asisi Panometers für Tickets, Führungen, Shop/Gastro/Sonstiges und Veranstaltungen lagen um TEUR 176 über dem Vorjahresumsatz. Da im Vergleich zum Vorjahr keine coronabedingten Schließungszeiten sowie Zugangsbeschränkungen (wie Maskenpflicht, Impfnachweis, etc.) stattfanden, konnte wieder wachsende Besucherzahlen und damit ein höherer Umsatz in allen Bereichen des Panometers erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr fielen gegenläufig auch höhere Kosten (TEUR +118) an, vorwiegend aus wieder steigenden Personal- und krisenbedingt höheren Energiekosten.

Auch der Kunst-, Antik- und Trödelmarkt hat wesentlich zur positiven Entwicklung beigetragen. Umsatzseitig übertraf der Trödelmarkt das Vorjahr um TEUR +238. Ursächlich hierfür war primär der Mehrumsatz infolge des im Berichtsjahr neu akquirierten Elbeflohmarkts. Gegenläufig fielen auch hier höhere Kosten von TEUR +189 an, was v.a. auftragsbedingt auf höhere Mietkosten, Provisionen und vertragsbedingte Beteiligungsaufwendungen (Umsatz- und Ergebnisbeteiligungen) infolge des neuen Elbeflohmarkts zurückzuführen ist.

Im Jahr 2023 beträgt der Anteil der Sachanlagen am Gesamtvermögen 10 Prozent und liegt damit leicht unter dem schon geringen Vorjahresniveau (13 Prozent). Das immaterielle Anlagevermögen stieg in Folge von Investitionen leicht.

Der Anteil kurzfristiger Forderungen am Gesamtvermögen liegt im Berichtsjahr bei 59 Prozent. Das Umlaufvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR +468. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Forderungen gegenüber dem Gesellschafter DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR +149 gestiegen. Der Anstieg ist in erster Linie aus erhaltenen Anzahlungen von Kunden auf Bestellungen zurückzuführen.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens verlief zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts besser als geplant sowie über dem Vorjahreswert, und zwar primär geprägt durch den sehr guten Geschäftsverlauf des Bereiches DDV Event. Hier gab es durch einen Motivwechsel im Panometer Asisi einen deutlichen, positiven Impuls und enorm wachsendes Besucherinteresse. Gleichwohl entwickeln sich die Geschäftsbereiche DDV Commerce und DDV Kreation noch unter Planniveau, aber deutlich besser als 2023, der Bereich SZ-Magazine liegt in etwa auf Vorjahresniveau.

Der mit der Muttergesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG abgeschlossene Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag regelt eine Verlustübernahme. Der Verlust der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Liquidität der Gesellschaft ist über einen Cashpooling-Vertrag mit der Muttergesellschaft sichergestellt, die auch eine Kreditaufnahme ermöglicht.

C. BERICHTERSTATTUNG NACH § 289 ABS. 2 HGB

Im Bereich der DDV Sachsen GmbH besteht unverändert ein generelles Risiko in Folge weiterhin rückläufiger Auflagenzahlen bei Tageszeitungen und damit verbunden rückläufiger Vertriebs- und Anzeigenerlöse. Dies erhöht den Preisdruck auf die von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen. Daneben unterliegt dieser Bereich auch in einem gewissen Maß dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung.

Im Geschäftsfeld DDV Commerce bestehen Risiken insbesondere in steigenden Preisen und inflationsbedingter Kaufzurückhaltung der Verbraucher, welche vom Management im mittleren Bereich eingestuft werden. Chancen sieht das Management in der Ausweitung des Sortiments sowie im weiteren Ausbau des Online-Handels in Zusammenhang mit der weiteren Optimierung des Online-Shops.

Beim Agenturgeschäft von DDV Kreation besteht nach der Einschätzung des Managements insgesamt ein mittleres Risiko, dass der Planumsatz mit externen Kunden nicht erreicht werden kann, da sich Kampagnen bestehender Großkunden ins darauffolgende Geschäftsjahr verschieben könnten. Aufträge mit neuen Großkunden sind in der Anbahnung, jedoch besteht immer ein Risiko, dass der Zuschlag am Ende doch nicht erteilt wird. Zudem besteht ein mittleres Risiko, dass der geplante Personalabbau nicht in vollem Umfang umgesetzt werden kann.

Im Geschäftsfeld DDV Event bestehen vorwiegend hohe Risiken in steigenden Preisen und inflationsbedingt sinkendem Konsum- und Kulturnutzungsverhalten der privaten Haushalte.

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches die Kriterien eines Mindestkontrollrahmens erfüllt.

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh. Diese hat am 10. Januar 2024 den geplanten Verkauf der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG an die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG bekannt gegeben. Madsack wird den 40-Prozent-Anteil der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH an DDV ebenfalls erwerben. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes. Bis zu dieser Entscheidung laufen alle bisherigen Geschäfte bei DDV vollumfänglich und in gewohnter Weise weiter. Sich aus dem Gesellschafterwechsel ergebende Chancen und Risiken für DDV und alle damit verbundenen Unternehmen sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht abzusehen.

Die Gesellschaft rechnet für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

D. PROGNOSEBERICHT

Folgende Aspekte sind im Geschäftsjahr 2024 zu erwarten:

Der Teilbereich Redaktions- und Verlagsdienstleistungen rechnet mit einem Personalaufbau und demzufolge auch mit einer Umsatzsteigerung für Dienstleistungen. Geplant ist hier ein Betriebsübergang des Software-Entwicklungsteams für die Sächsische Zeitung von der DDV Technik GmbH zur DDV Sachsen GmbH mit 11 Mitarbeitern. Außerdem erfolgen alters- und fluktuationsbedingte Nachbesetzungen im Redaktionsbereich, die nicht mehr in der Holding (DDV Mediengruppe GmbH & Co.KG) vorgenommen werden, sondern in der Dienstleistungsgesellschaft DDV Sachsen GmbH gebündelt sind.

Im Geschäftsbereich Kreation plant die Gesellschaft für 2024 eine Verbesserung des Ergebnisses vor allem durch Kosteneinsparungen, insbesondere bei Personalkosten und internen Mietumlagen.

Der Teilbereich Commerce rechnet für das Jahr 2024 mit einem Umsatzwachstum. Dieses Wachstum soll insbesondere durch die Optimierung des Sortiments sowie einer Steigerung des Online-Umsatzes erzielt werden. Hierzu bedarf es einer weiteren Marktdurchdringung und einer Steigerung der Bekanntheit der Domain www.DDV-Lokal.de. Insbesondere die Auffindbarkeit des Online-Shops im Internet ist ausbaufähig. Zudem wird mit geringeren IT-Projektkosten gerechnet, da die Einführung des Warenwirtschaftssystems und des Kassensystems abgeschlossen ist. Außerdem sollen die Lagerkosten optimiert werden.

Im Geschäftsbereich SZ-Magazine geht die Gesellschaft für 2024 wieder von einem Ergebniswachstum aus. Insbesondere sollen die Erlöse durch das Amtsblatts sowie aus höheren Anzeigenerlösen bei der Wirtschaft in Sachsen und dem Familienmagazin generiert werden. Außerdem wird von einer Umsatzsteigerung bei den Kochsternstunden ausgegangen. Diese ergibt sich vor allem aus dem Verkauf von Lizenzverträgen an Verlage aus Köln und Leipzig.

Der Bereich DDV Event rechnet für das Jahr 2024 mit einem Ausbau des Geschäfts bedingt durch einen Panoramen-Wechsel beim Asis Panometer Dresden und den damit einhergehenden steigenden Besucherzahlen. Kostenseitig fallen damit geschäftsbedingt wieder mehr Kosten vor allem für Lizenz, Honorare, Wareneinsatz und Marketing an. Auch im Bereich des Kunst-, Antik- und Trödelmarkts wird von einer Steigerung des Ergebnisses ausgegangen, bedingt durch den Ganzjahreseffekt des Elbeflohmarkts.

Infolge der aktuellen Wirtschaftskrise ist eine Ergebnisprognose unverändert schwierig.

Das geplante Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt für das Geschäftsjahr 2024 TEUR +524. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes gestaltete sich der Geschäftsverlauf der Bereiche DDV Kreation und DDV Commerce schwieriger als geplant, da die Umsätze bisher nicht in der geplanten Höhe eingetroffen sind. Dieser unplanmäßige Start ins Geschäftsjahr konnte jedoch durch deutliche Zuwächse bei DDV Event bisher mehr als ausgeglichen werden.

 

Dresden, den 2. Dezember 2024

Carsten Dietmann, Geschäftsführer

Dirk Richter, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DDV Sachsen GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DDV Sachsen GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DDV Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und auf die Angaben im Abschnitt C. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" im Lagebericht. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, dass sie für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke rechnen, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden. Wie in Angabe "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und im Abschnitt C. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 3. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Schiermayer, Wirtschaftsprüfer

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