Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 121920
Vorher
SCHWAB VERSAND GmbH
Eingetragen
26.2.1996
Branche
Herstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von SportgerätenHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus Metall
Gegenstand
Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, Vertrieb von Konsumgütern jeder Art vornehmlich auf dem Versandwege und in Läden, und zwar laut jeweils gültigem Katalog oder sonstigen Angebotsträgern; Erbringung von Dienstleistungen aller Art einschließlich der gewerblichen Betätigung auf den in Frage kommenden Gebieten

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

sheego GmbH (vormals: SCHWAB VERSAND GmbH)

Frankfurt am Main (vormals: Hanau)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2020 bis zum 28.02.2021

Bilanz zum 28. Februar 2021

Aktiva

28.2.2021 29.2.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.494.899,00 4.710.907,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 427.065,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.439,00 854.498,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.163,00 493.602,00 1.114.907,00 2.396.470,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 135.005.125,99 135.056.255,18
138.993.626,99 142.163.632,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 92.118,56 351.136,74
2. Handelswaren 8.893.571,01 8.985.689,57 15.946.136,91 16.297.273,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.983.047,23 14.754.928,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.310.714,46 72.662.836,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 759.476,05 68.053.237,74 473.921,33 87.891.686,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 85.394,68 586.558,76
77.124.321,99 104.775.519,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 433.142,73 537.634,42
216.551.091,71 247.476.785,60

Passiva

28.2.2021 29.2.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 35.158.270,40 35.158.270,40
II. Kapitalrücklage 76.134.590,80 76.134.590,80
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 11.052.863,85 11.052.863,85
122.345.725,05 122.345.725,05
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 62.847.117,00 71.638.695,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.167.102,32 29.917.634,88
73.014.219,32 101.556.329,88
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.472.023,14 3.078.939,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.483.870,95 16.711.697,75
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.473.553,25 2.957.093,15
20.429.447,34 22.747.730,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 761.700,00 827.000,00
216.551.091,71 247.476.785,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021

2020/21 2019/20
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 90.538.193,59 188.129.226,30
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.960.135,43 10.283.901,98
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 42.222.659,64 102.986.015,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 485.689,39 42.708.349,03 970.631,49 103.956.647,24
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.979.835,37 49.612.452,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.110.345,75 27.090.181,12 8.035.186,05 57.647.638,64
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.915.524,99 2.527.580,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 52.607.235,24 75.611.159,90
7. Erträge aus Beteiligungen 7.215.000,00 440.300,00
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 51.385.776,60 70.046.938,26
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.053.645,15 1.020.166,35
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.619.972,29 8.183.302,53
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 7.274,25
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 692,08 691,32
13. Ergebnis nach Steuern 26.210.796,02 21.986.238,80
14. Sonstige Steuern 39.574,84 3.360,00
15. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter 3.721,41 3.721,41
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 26.167.499,77 21.979.157,39
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/21

1. Allgemeine Angaben

Die sheego GmbH (ehemals SCHWAB VERSAND GmbH) mit Sitz in Frankfurt ist beim Amtsgericht Frankfurt in Abteilung B unter Nummer 121920 im Handelsregister eingetragen.

Die Vergleichbarkeit zu den Vorjahreswerten ist aufgrund der zum 30. Juni 2020 erfolgten Übertragung des Teilbereichs Universal-Versandhandel unter der Marke "Schwab" sowie der Übertragung des Logistikbereichs zum 31. Juli 2020 eingeschränkt. Daraus resultierend ergab sich im Geschäftsjahr ein signifikanter Rückgang der Umsatzerlöse, des Materialaufwands, der Personalaufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ebenfalls deutlich rückläufig sind infolge der Übertragungen das Sachanlagevermögen, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus Lieferungen und Leistungen und die personal- und umsatzbezogenen Rückstellungen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2009 und vor dem 1. März 2010 erfolgt die Abschreibung degressiv. Sofern sich nach der linearen Abschreibungsmethode ein höherer Abschreibungswert ergibt, wird auf diese übergegangen. Für den Zeitraum 1. März bis 31. Dezember 2010 war eine degressive Abschreibung nur dann noch zulässig, wenn diese Methode den Nutzungsverlauf bzw. den Werteverzehr des Vermögensgegenstands sachgerecht darstellt. Für ab dem 1. Januar 2011 vorgenommene Neuerwerbungen ist grundsätzlich eine lineare Abschreibung vorzunehmen.

Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 150,00 (ab 1. Januar 2018: EUR 250,00), die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Jahren jeweils mit 20 % linear abgeschrieben. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt.

Bewertung von Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Bewertung von Vorräten

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Allen erkennbaren modischen und technischen Risiken sowie der Altersstruktur und den Verwertungsmöglichkeiten wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigung angesetzt. Langfristige unverzinsliche Forderungen sind zum Barwert bewertet.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt.

Bewertung von Rückstellungen

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen des modifizierten Teilwertverfahrens nach Engbroks 1989 unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 2,23 % p. a. unter Verwendung der im Oktober 2018 veröffentlichten Richttafeln von Klaus Heubeck ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekanntgegebene Abzinsungssatz verwendet.

Darüber hinaus wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen ein Gehaltstrend von 2,0 % angesetzt. Zur Berücksichtigung des Rententrends wurden gemäß § 16 BetrAVG der Verbraucherpreisindex in Höhe von 1,8 % bzw. die 1 %-Anpassung zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die sheego GmbH setzt zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen derivative Finanzinstrumente ein. Sofern ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht, werden diese als Bewertungseinheit mit dementsprechenden Grundgeschäft zusammengefasst. Besteht kein oder kein ausreichender Sicherungszusammenhang, erfolgt die Bewertung der Sicherungsgeschäfte imparitätisch, das heißt, für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Bewertung von Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB ergeben sich aus der beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wir verweisen auf die Erläuterung unter Allgemeine Angaben.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.257 (i. Vj. TEUR 1.967), Forderungen/Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 453 (i. Vj. TEUR 208) sowie Forderungen aus Ergebnisübernahmen in Höhe von TEUR 58.601 (i. Vj. TEUR 70.487). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 1.515 (i. Vj. TEUR 1.176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Geschäftsjahr 2010/11 ergibt sich ein Zuführungsbetrag, der in Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB linear über einen Zeitraum von 15 Jahren angesammelt wird. Zum Abschlussstichtag wurden TEUR 613 des Unterschiedsbetrags den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der nicht passivierte Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 2.453 (i. Vj. TEUR 3.066).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 8.283 (i. Vj. TEUR 10.227).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Rücknahmeverpflichtungen gegenüber Kunden, für sonstige umsatzbezogene Verpflichtungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie für ausstehende Kostenrechnungen, sowie Restrukturierungs- und Rückbauverpflichtungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen).

Verbindlichkeiten

Zu den Verbindlichkeiten wird auf den beigefügten Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 9.911 (i. Vj. TEUR 12.493) gegenüber Gesellschaftern. Davon haben TEUR 9.911 (i. Vj. TEUR 12.493) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 19.653 (i. Vj. TEUR 16.848), Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 8.815 (i. Vj. TEUR 9.180), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 155 (i. Vj. TEUR 2.990) sowie Verbindlichkeiten/Forderungen aus Ergebnisübernahmen in Höhe von TEUR 26.167 (i. Vj. TEUR 21.390). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben TEUR 15.484 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (i. Vj. TEUR 16.712).

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten bestehen mit TEUR 74 (i. Vj. TEUR 73) aus der Ausgleichszahlung gegenüber Minderheitsgesellschaftern.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Handelswaren in Deutschland. Außerdem werden Dienstleistungsumsätze mit verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Für Forderungen an Kunden, die aufgrund des Lieferzeitraums, welcher zwischen Versendung der Artikel und Annahme der Ware beim Kunden liegt, eine Umsatzrealisierung noch nicht angenommen werden kann, wird eine vorzeitige Gewinnrealisierung durch Kürzung der Kundenforderungen und Erhöhung der Vorratsbestände ausgeschlossen.

Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 1.272 (i. Vj. TEUR 2.842) im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.525 (i. Vj. TEUR 1.029) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Eingängen auf ausgebuchte Kundenforderungen, aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Aus der Währungsumrechnung haben sich Erträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 22) ergeben.

Personalaufwendungen

In den Personalaufwendungen waren im Vorjahr Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Abfindungen in Höhe von TEUR 13.984 enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 4.299 (i. Vj. TEUR 1.010).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 531 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Diese resultieren aus Rückzahlungsansprüchen des Gesellschafters aus in Vorjahren zu viel vereinnahmten Ergebnissen aus einer Unterbeteiligung. Daneben sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch Buchverluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 712 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind "Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB" in Höhe von TEUR 613 (i. Vj. TEUR 613) enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Fünfzehntel des Zuführungsbetrages, der sich aufgrund der im Geschäftsjahr 2010/11 durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen ergibt.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen stammen in Höhe von TEUR 7.215 (i. Vj. TEUR 440) aus verbundenen Unternehmen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 100 (i. Vj. TEUR 61). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 12) an verbundene Unternehmen enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.300 (i. Vj. TEUR 7.843) und für sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 313 (i. Vj. TEUR 323) enthalten.

Jahresergebnis

Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 26.167 (i. Vj. TEUR 21.979) wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an Otto abgeführt.

5. Sonstige Angaben

Unternehmensverträge

Die sheego GmbH hat mit TT Service- und Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, Hanau, im Geschäftsjahr 2010/11 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Die sheego GmbH hat mit Josef Witt GmbH, Weiden, im Geschäftsjahr 2000/01 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Seit dem Geschäftsjahr 1995/96 besteht zwischen der sheego GmbH und Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Alle bezeichneten Verträge wurden mit Beschluss vom 6. November 2013 inhaltlich angepasst.

Bezüge der Geschäftsführer

Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 282 (i. Vj. TEUR 279). Für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen TEUR 6.290 (i. Vj. TEUR 5.982).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellt sich wie folgt dar:

Innerhalb 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus
Raummietverträgen 695 1.146 0 1.841
Inventarmieten, Wartungs- und sonstigen Verträgen 1.212 912 0 2.124
1.907 2.058 0 3.965

Von den Verpflichtungen bestehen TEUR 1.522 (i. Vj. TEUR 15.102) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Derivative Finanzinstrumente

Der Nominalwert des Wechselkurssicherungs-Portfolios der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumente beträgt am 28. Februar 2021 TEUR 11.328 (i. Vj. TEUR 10.344). Der positive beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 56 (i. Vj. TEUR 197), der negative beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 90 (i. Vj. TEUR 5). Das Bewertungsergebnis in Höhe von TEUR 36 wird innerhalb der Sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Nominalwert 28.2.2021 Neg. Zeitwert 28.2.2021 Pos. Zeitwert 28.2.2021
TEUR TEUR TEUR
Devisenderivate
Termingeschäfte 8.010 90 20
Optionen 3.318 0 36
Gesamt 11.328 90 56

Der beizulegende Zeitwert der einzelnen derivativen Finanzinstrumente ermittelt sich aus den Marktwerten der betreffenden Finanzinstrumente, der Summe der Marktwerte der einzelnen Bestandteile eines derivativen Finanzinstruments oder wurde aus den Marktwerten von gleichwertigen derivativen Finanzinstrumenten abgeleitet oder wurde anhand anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle und -methoden zur Approximation des beizulegenden Zeitwerts des Instrumentes ermittelt. Dieser beizulegende Zeitwert ergibt sich durch die Multiplikation des Nominalwerts mit der Differenz aus dem vertraglichen Terminkurs und dem Terminkurs zum 28. Februar 2021. Hierin enthalten sind auch derivative Finanzinstrumente, die in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB einbezogen sind.

Bewertungseinheiten

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte (Wareneinkauf) des Unternehmens in Fremdwährung bestanden externe Devisensicherungsgeschäfte im Nominalwert von TEUR 7.598 (i. Vj. TEUR 6.244) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -45 (i. Vj. TEUR 116). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte von nominal TEUR 7.598 (i. Vj. TEUR 6.244) gegenüber. Die bewertungsrelevanten Faktoren zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft sind identisch. Es ergibt sich daher eine vollständig effektive Sicherheitsbeziehung für einen Zeitraum von voraussichtlich zehn Monaten. Es handelt sich um eine Micro Hedge-Absicherungsstrategie. Die Effektivitätsmessung erfolgt anhand der Dollar-Offset Methode mithilfe der hypothetischen Derivate-Methode. Die Geschäfte werden somit bilanziell nicht erfasst. Die Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte erfolgt nach der Einfriermethodik. Sich ausgleichende Wertänderungen werden somit bilanziell nicht erfasst.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der Liquiditätslage verkauft die sheego GmbH Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Factoring. Das liquiditätswirksame Volumen lag am Bilanzstichtag mit TEUR 11.249 umsatzbedingt unter dem Vorjahresniveau (TEUR 35.767). Durch diese Transaktionen wurde eine Verbesserung der Liquiditätslage durch Generierung von Möglichkeiten zur Erfüllung der zahlungswirksamen Verpflichtungen erzielt. Zum Bilanzstichtag ist der wesentliche Teil des Verkaufspreises vereinnahmt. Das Bestandsrisiko obliegt der Gesellschaft.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (umgerechnet auf Vollzeit) betrug 324 (i. Vj. 837) Mitarbeiter. Darin enthalten sind 141 (i. Vj. 627) Teilzeitkräfte, die in 92 (i. Vj. 442) Vollzeitmitarbeiter umgerechnet worden sind.

2020/21 2019/20
Kaufmännische Angestellte 263 398
Gewerbliche Angestellte 61 439
324 837
Auszubildende 14 15

Organe

Mitglieder des Aufsichtsrats sind ( * Vertreter der Arbeitnehmer):

Dr. Marcus Ackermann, Hamburg

Vorstand Otto Gruppe

(Vorsitzender)

Jürgen Bühler * , Hanau

Betriebsratsvorsitzender sheego GmbH

(stellvertretender Vorsitzender)

Tanja Dötterl * , Weiden

Betriebsrätin Josef Witt GmbH

Marinus Jansen, Hamburg

Geschäftsführer bonprix Handelsgesellschaft mbH

Dr. Nicolai Johannsen, Hamburg

Direktor Kunden- und Formatmanagement

Otto (GmbH & Co KG)

Susan Kröber * , Weiden

Bereichsleiterin Human Resources und Recht

Josef Witt GmbH

Georg Luber * , Amberg

Gewerkschaftssekretär ver.di

Thomas Mort * , Weiden

Stellvertr. Betriebsratsvorsitzender Josef Witt GmbH

Bernhard Schiederig * , Frankfurt/Main

Landesfachbereichsleiter ver.di

Dirk Sjuts, Hamburg

Bereichsleiter Category Management

Sport & Freizeit Otto (GmbH & Co KG)

Christiane Tischler, Hamburg

Abteilungsleitung Töchterbetreuung & Liquiditätscontrolling, Konzern-Finanzsteuerung (GmbH & Co KG)

Sandra Widmaier-Gebauer, Hamburg

Direktorin Personal Otto (GmbH & Co KG)

Die Bezüge des Aufsichtsrats der sheego GmbH betrugen in 2020/21 TEUR 65 (i. Vj. TEUR 67). Von den Vertretern der Arbeitgeberseite haben alle Mitglieder auf eine Vergütung verzichtet.

Beirat

Dr. Marcus Ackermann, Hamburg

Vorstand Otto Group

(Vorsitzender)

Sandra Widmaier-Gebauer, Hamburg

Direktorin Personal Otto (GmbH & Co KG)

Dr. Nicolai Johannsen, Hamburg

Direktor Kunden- und Formatmanagement

Otto (GmbH & Co KG)

Geschäftsführer

Dr. Torge Doser, Dreieich

Assessor jur., hauptberuflicher Geschäftsführer

Tim Kutzner, Hamburg

Diplom-Betriebswirt (FH) (ab 1. April 2020, bis 31. März 2021)

Beatrice Grünwald, Uetliburg, Schweiz Diplom-Ingenieur (FH) (ab 1. April 2021)

Konzernklausel

Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, und Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, als unmittelbares Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Aus diesem Grunde ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Wir verweisen auf die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg.

 

Frankfurt am Main, 27. April 2021

Dr. Torge Doser

Beatrice Grünwald

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21

(Erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
1.3.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge 28.2.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.224.971,44 19.587,34 0,00 1.002.073,21 17.242.485,57
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.224.971,44 19.587,34 0,00 1.002.073,21 17.242.485,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.468.606,70 0,00 0,00 6.468.606,70 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.941.858,39 965.162,43 0,00 20.899.161,82 7.859,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.559.844,31 415.445,22 0,00 10.172.682,20 1.802.607,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.970.309,40 1.380.607,65 0,00 37.540.450,72 1.810.466,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 135.056.255,18 0,00 0,00 51.129,19 135.005.125,99
191.251.536,02 1.400.194,99 0,00 38.593.653,12 154.058.077,89
Kumulierte Abschreibung
1.3.2020 des Abgänge 28.02.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.514.064,44 1.218.279,34 984.757,21 13.747.586,57
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.514.064,44 1.218.279,34 984.757,21 13.747.586,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.041.541,70 51.117,00 6.092.658,70 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.087.360,39 286.326,43 19.369.266,82 4.420,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.444.937,31 359.802,22 9.492.295,20 1.312.444,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
35.573.839,40 697.245,65 34.954.220,72 1.316.864,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
49.087.903,84 1.915.524,99 35.938.977,93 15.064.450,90
Buchwerte
28.2.2021 29.02.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.494.899,00 4.710.907,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
3.494.899,00 4.710.907,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 427.065,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.439,00 854.498,00
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.163,00 1.114.907,00
0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
493.602,00 2.396.470,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 135.005.125,99 135.056.255,18
138.993.626,99 142.163.632,18

Verbindlichkeitenspiegel zum 28. Februar 2021

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Gesamtsumme davon durch Pfandrechte u. ä. Rechte gesichert
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.472.023,14 0,00 0,00 2.472.023,14 0,00
im Vorjahr 3.078.939,77 0,00 0,00 3.078.939,77 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.483.870,95 0,00 0,00 15.483.870,95 0,00
im Vorjahr 16.711.697,75 0,00 0,00 16.711.697,75 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.473.553,25 0,00 0,00 2.473.553,25 0,00
im Vorjahr 2.946.489,15 10.604,00 0,00 2.957.093,15 0,00
- davon aus Steuern EUR 916.466,03 (i. Vj. EUR 1.016.112,36) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 69.366,99 (i. Vj. EUR 87.610,89) -
Gesamtsumme 20.429.447,34 0,00 0,00 20.429.447,34 0,00
im Vorjahr 22.737.126,67 10.604,00 0,00 22.747.730,67 0,00

Anteilsbesitzliste zum 28. Februar 2021

Aufstellung des Anteilsbesitzes
Firma/Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital in % Eigenkapital am 28.2.2021 Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/21
Ackermann Vertriebs AG, Otelfingen/Schweiz *) 37,00 CHF 499.403,62 346.399,87
ambria GmbH, Neumarkt i.d.OPf. *) 100,00 EUR 100.000,00 0,00 **)
Balata Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz *)***) 94,00 EUR 2.039,98 1.268,01
Boreal Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz *)***) 94,00 EUR -11.472,65 ****) 875,56
creation L Handelsgesellschaft mbH, Regensburg *) 100,00 EUR 100.000,00 0,00 **)
Hermes Logistik GmbH & Co KG, Schwechat/Österreich *) 37,00 EUR 789.843,19 319.400,24
Hermes Verwaltungs GmbH, Wien/Österreich *) 37,00 EUR 37.895,88 2.895,88
Limango GmbH, München *) 37,60 EUR 16.693.557,28 11.997.771,30
Limango Polska Sp. Zo.o., Wroclaw/Polen *)***) 37,60 PLN 8.879.565,45 3.172.660,64
OOO MT click, Moskau/Russland *)***) 30,19 RUB -4.400.650.767,60 ****) -1.450.171.531,89
myToys.de GmbH, Berlin 37,60 EUR 51.905.529,62 9.732.843,57
myToys Logistik GmbH, Gernsheim *) 37,60 EUR 25.000,00 0,00 **)
mytoys TechLab S.L., Madrid/Spanien *) 37,60 EUR 71.322,13 23.516,85
OCE Otto Central Europe Tfk. Budapest/Ungarn *) 37,00 EUR 983.971,00 163.177,00
OKO Inkasso-Auskünfte GmbH & Co. KG, Linz/Österreich *) 37,00 EUR 6.827.804,10 6.787.804,10
OKO Inkasso-Auskünfte Beteiligungs GmbH, Salzburg/Österreich *) 37,00 EUR 35.224,69 224,69
Aufstellung des Anteilbesitzes
Firma/Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital in % Eigenkapital am 28.2.2021 Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/21
Otto GmbH, Graz/Österreich *) 37,00 EUR 41.820,84 6.820,84
Quelle GmbH, Burgkunstadt *) 37,00 EUR 366.092,42 266.092,42
Quelle GmbH, Salzburg/Österreich *) 37,00 EUR 42.100,03 7.100,03
Quelle Vertriebs AG, Otelfingen/Schweiz *) 37,00 CHF 244.117,39 94.117,39
SCHWAB Grundstücks-Verwaltungs GmbH, Hamburg *) 100,00 EUR 117.731,75 17.731,75
Kommanditgesellschaft SCHWAB Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co., Hamburg *) 100,00 EUR 1.312.141,25 1.024.657,39
Service Management Akademie GmbH, Weiden *) 50,00 EUR 76.766,51 6.721,01
Sieh an! Handelsgesellschaft AG, Otelfingen/Schweiz *) 100,00 CHF 291.996,15 141.996,15
Sieh an! Handelsgesellschaft mbH, Amberg *) 100,00 EUR 1.500.000,00 0,00 **)
TT Service und Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, Hanau 100,00 EUR 2.520.000,00 0,00 **)
UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH, Salzburg/Österreich 37,00 EUR 73.786.098,05 19.535.683,30
UNITO Beteiligungs GmbH, Salzburg/Österreich *) 37,00 EUR 37.898,89 2.898,89
Universal Versand GmbH, Salzburg/Österreich *) 37,00 EUR 42.357,95 7.357,95
WG Datenmanagement GmbH, Weiden *) 100,00 EUR -95.612,46 ****) 78.425,19
Josef Witt GmbH, Weiden 100,00 EUR 10.791.711,06 0,00 **)
WITT Versandhandel GmbH, Graz/Österreich *) 100,00 EUR 112.582,60 76.246,18
Witt Weiden Versandhandelsgesellschaft AG, Otelfingen/Schweiz *) 100,00 CHF 322.519,98 172.519,98
WVZ Warenverteilzentrum Manteler Forst Grundstücks Verwaltungs GmbH & Co. KG., Mainz *)***) 94,00 EUR -272,68 ****) 3.455,12
WW Witt-Weiden Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co KG, Hamburg *) 100,00 EUR 6.534.132,06 4.706.595,16

*) Indirekte Beteiligung
**) Ergebnis nach Gewinnabführung/Verlustausgleich
***) Bilanzstichtag 31. Dezember 2020
****) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21

Grundlagen der Gesellschaft

Nach einer im vorherigen Geschäftsjahr beschlossenen und eingeleiteten Restrukturierung zum alleinigen Fokus auf das Große Größen-Geschäft unter der Marke sheego wurde die Gesellschaft in konsequenter Umsetzung der Neuausrichtung auf die sheego GmbH umfirmiert. Gleichfalls wurde der Umzug an den neuen Firmensitz in Frankfurt am Main vollzogen. Die Marke sheego ist einer der etablierten und führenden Anbieter für Große Größen-Mode 1.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

1 YOUGOV Brandindex, Filter Frauen Größen 44plus

Das preisbereinigte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland war im Corona-Krisenjahr 2020 um -5,0 % niedriger als im Vorjahr. Der seit 2018 abgeflachte Wachstumspfad (2019 +0,6 %) wurde damit nach zehn Jahren jäh beendet. Dabei hinterließ die Corona-Pandemie im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe wurde teilweise massiv eingeschränkt. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten (Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit einem preisbereinigten Rückgang um -6,3 %). Gegenläufig nahm der Onlinehandel deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Auch die privaten Konsumausgaben verringerten sich mit -6,0 % so stark wie nie zuvor (Vorjahr noch +1,6 %). Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preis-bereinigten Anstieg von +3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug. Auch am Arbeitsmarkt endete aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit. 2020 wurden -1,1 % weniger Erwerbstätige verzeichnet als noch im Jahr zuvor. 2

Branchenbezogenes Umfeld

Gegenüber dem zurückliegenden Jahr verzeichnet der deutsche Einzelhandel 2020 preisbereinigt mit +4,2 % (i. Vj. +2,9 %) und nominal +5,4 % (i. Vj. +3,4 %) ein Umsatzwachstum. 3 Damit konnten die deutschen Einzelhändler trotz der krisenhaften Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie auch im elften Jahr infolge reale und nominale Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen. Der für die Marke sheego wichtige Markt für Damenoberbekleidung der Größen 44+ hingegen erleidet gegenüber dem Vorjahr mit -20,6 % einen massiven Umsatzrückgang. 4 Die Bedeutung und der Beitrag des reinen E-Commerce-Handels hat sich allgemein im Zeichen der Corona-Pandemie verstärkt, was sich u. a. in einem Wachstum beim Brutto-Umsatz mit Waren in Höhe von +14,6 % zeigt (i. Vj. +11,6 %). Fast jeder zweite im E-Commerce umgesetzte Euro wurde auf Onlinemarktplätzen und Plattformen getätigt (> 20 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr). Dem interaktiven Handel im Warengruppensegment Bekleidung gelang mit +14,6 % zum Vorjahr gleichfalls ein gewichtiger Wachstumsbeitrag. 5

Geschäftsverlauf

Im Lagebericht des Vorjahres wurde für die Gesellschaft ein Umsatz prognostiziert, der sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Hintergrund ist die Aufgabe des Geschäfts unter der Marke Schwab sowie auch der Exportaktivitäten zur Mitte des Geschäftsjahres. Auch die Umsätze unter dem Geschäft mit der Marke sheego verzeichneten infolge der Pandemie-Situation einen Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber Vorjahr.

Neben den Umsatzerlösen gelten als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren insbesondere das Ergebnis nach Steuern, der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, die Ergebnisbeiträge der Beteiligungen sowie der aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführende Gewinn.

Trotz der Umsatzentwicklung verbessert sich das Ergebnis nach Steuern um EUR +4,2 Mio auf EUR 26,2 Mio. Dies liegt maßgeblich an den deutlich reduzierten Kostenpositionen. Vor allem über den Materialaufwand (EUR -61,2 Mio), den Personalaufwand (EUR -30,6 Mio), sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR -23,0 Mio) gelingt eine deutliche Reduktion der Kosten, die höher ausfällt als der Effekt aus den gesunkenen Umsatzerlösen (EUR -97,6 Mio) sowie den rückläufigen Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und Beteiligungen (EUR -11,9 Mio). So liegt in der Folge der durch die sheego GmbH aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführende Gewinn mit EUR 26,2 Mio um EUR +4,2 Mio über dem Wert des Vorjahres. Dies entspricht dem im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Anstieg des Ergebnisses nach Steuern und des aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinns um einen niedrigen einstelligen EUR Mio-Betrag.

2 Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2021 des Statistischen Bundesamts
3 Pressemitteilung Nr. 093 vom 2. März 2021 des Statistischen Bundesamts
4 Umsatz It. GFK-Textilpanel Dezember 2020 - Marktentwicklung 44plus
5 Pressemitteilung des bevh zum interaktiven Handel 2020 v. 26. Januar 2021

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich um EUR -35,5 Mio auf EUR 9,8 Mio vermindert. Gemäß letztjähriger Prognose sollte auch er sich um einen niedrigen einstelligen EUR Mio-Betrag erhöhen.

Ertragslage

Der Rückgang der Umsatzerlöse der sheego GmbH um EUR -97,6 Mio auf EUR 90,6 Mio (-51,9 % zum Vorjahr) fiel nach der Einstellung der Aktivtäten der Marke Schwab sowie des Exports in einer erwarteten Höhe aus. Allerdings war auch das Geschäft der Marke sheego um einen niedrigen zweistelligen Prozentwert gegenüber dem Vorjahr rückläufig, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass die sheego GmbH als Anbieter von "anlassbezogener Mode" besonders stark unter den Maßnahmen leidet, die das gesellschaftliche Leben im Rahmen der Pandemiebekämpfung einschränken. Der gleichfalls mit der Krise einhergehende Trend zum interaktiven Handel konnte für die sheego GmbH im Speziellen, aber auch für den Große Größen-Markt im Allgemeinen diesen Nachteil nicht ausgleichen. Im Bericht des Vorjahres wurde noch von Umsätzen auf dem Niveau des Vorjahres ausgegangen; diese konnten v.a. deshalb nicht erreicht werden, weil die erwartete "Rückkehr zur Normalität" bislang nicht eingetreten ist.

Bei einer umsatzbedingten Verminderung des absoluten Rohertrags um EUR -36,3 Mio auf EUR 47,8 Mio kann sich die Rohertragsquote deutlich von 44,7 % im Vorjahr auf 52,8 % verbessern. Neben einem verbesserten Ergebnis aus der Vorratsbewertung zeigt sich hier infolge der Beendigung des Schwab- und Export-Geschäfts auch der relative Anstieg des sheego-Anteils am Warenrohertrag, welcher sich durch eine günstigere Kalkulation auszeichnet.

Die Entwicklung der weiteren Kostenpositionen wird stark durch den Personalaufwand geprägt, welcher sich gegenüber dem, durch Restrukturierungsaufwendungen belasteten Vorjahr, um EUR -30,6 Mio vermindert. Hintergrund im Vorjahr waren Rückstellungsbildungen für Abfindungszahlungen, welche zum einen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geleistet wurden, denen im Rahmen der geplanten Schließung der Retourenbearbeitungsstelle am Standort Hanau keine weitere Beschäftigung angeboten werden konnte, zum anderen auch für Abfindungszahlungen, die im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der damaligen Schwab Versand GmbH mit der Fokussierung auf das Große Größen-Geschäfte in Verbindung standen. Auch bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich diesjährig starke Einsparungen (EUR -23,0 Mio), welche v.a. aus den Positionen Werbe- und Katalogkosten (EUR -10,3 Mio), Versandkosten (EUR -3,5 Mio) sowie Raumkosten (EUR -1,6 Mio) resultieren. Daneben konnten durch den Wegfall des Geschäfts der Marke Schwab innerhalb der allgemeinen Geschäftskosten auch Einsparungen bei den Leihpersonalkosten (EUR -1,8 Mio) sowie den im Konzernverbund weiter verrechneten EDV-Servicekosten und Leistungsverrechnungsaufwendungen erzielt werden (EUR -2,0 Mio). Rückläufig fielen dagegen die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen aus (EUR -18,7 Mio), während die Erträge aus Beteiligungen um EUR +6,8 Mio anstiegen, sodass in Summe ein Ergebnis nach Steuern resultiert, welches mit EUR +26,2 Mio um EUR +4,2 Mio über dem Wert des Vorjahres liegt. Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr verminderten Zinsaufwands bei der Rückstellungsbildung für die betriebliche Alterssicherung reduziert sich das negative Finanzergebnis von EUR -8,1 Mio auf EUR -6,5 Mio.

Der aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführende Gewinn beträgt im Geschäftsjahr EUR 26,2 Mio und liegt damit um EUR +4,2 Mio über dem Vorjahreswert.

Finanz- und Vermögenslage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -35,5 Mio auf EUR 9,8 Mio vermindert. Dabei verbesserte sich das Periodenergebnis vor Gewinnabführung gegenüber dem Vorjahr um EUR +4,2 Mio, ebenso ergibt sich aus den Verminderungen bei Vorräten (Effekt EUR +7,3 Mio) und Forderungen (Effekt EUR +8,8 Mio) eine positive Wirkung. Eine übergewichtige Verschlechterung leitet sich allerdings aus der Verminderung der Rückstellungen (EUR -46,9 Mio) her. Diese resultiert insbesondere aus der Inanspruchnahme der letztjährig gebildeten Rückstellungen für Restrukturierung und Abfindungsvereinbarungen (Effekt ggü. Vorjahr EUR -28,6 Mio) sowie durch die Übertragung von Rückstellungsverpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Wechsel von Mitarbeitern an einen Konzerndienstleister, welcher die logistische Abwicklung am Standort Langenselbold übernommen hat (Volumen EUR -19,1 Mio). Da sich die umsatzbezogenen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Ausmaß vermindert haben, ergibt sich ein positiver Effekt auf den Cashflow (EUR +1,7 Mio), während die verminderte Rückstellung für Wiederherstellungskosten aus Mietverhältnissen (EUR -1,0 Mio) wiederum zu den belastenden Effekten für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zählt.

Mit EUR +2,9 Mio zeigt sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um EUR +2,2 Mio verbessert. Zwar hat sich der cash-vermindernde Effekt der Investitionen zum Vorjahr um EUR -0,9 Mio erhöht, allerdings wurden durch den Verkauf von logistischen Anlagegegenständen an den neuen Dienstleister am Standort Langenselbold Einzahlungen erzielt, die das Vorjahr um EUR +3,0 Mio überschreiten.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit schließlich hat sich im Berichtsjahr um EUR +32,5 Mio auf EUR -13,2 Mio verbessert. Neben der Erhöhung des Saldos aus Darlehensvergabe an Konzernunternehmen (EUR +10,5 Mio) wirkt sich im Vergleich zum Vorjahr die diesjährige Verminderung (letztjährig Erhöhung) bei den Forderungen aus Beteiligungserträgen und Ergebnisabführungen positiv aus (Effekt EUR +23,8 Mio).

Die Bilanzsumme vermindert sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um EUR -30,9 Mio auf EUR 216,6 Mio. Ursächlich sind verschiedene Entwicklungen. So liegen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -8,8 Mio) rückläufige Bestände vor, die sich infolge der Aufgabe des Geschäfts unter der Marke Schwab sowie Export ergeben. Eine positive Entwicklung, die zur Verbesserung der Kapitalbindung führt, hat sich auch für die Vorratsbestände (EUR -7,3 Mio) ergeben. Die Reduzierung der Forderungsposition gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR -11,4 Mio) ergibt sich infolge der verminderten Summe aus Ansprüchen aus Gewinnabführungen und Beteiligungserträgen von Tochtergesellschaften. Daneben sinkt auch das Anlagevermögen durch Verkäufe an eine andere Konzerngesellschaft im Zusammenhang mit der Übergabe der Logistik-Aktivitäten.

Zur Verbesserung der Liquiditätslage verkauft die sheego GmbH Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Factoring. Das liquiditätswirksame Volumen lag am Bilanzstichtag mit EUR 11,2 Mio infolge der Einstellung der Aktivitäten der Marke Schwab deutlich unter dem Vorjahresniveau (EUR 35,8 Mio).

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) beträgt 56,5 % nach 49,4 % im Vorjahr.

Auf der Finanzierungsseite zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang bei den Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen (EUR -13,5 Mio), welcher v.a. aus den vorjährig gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen resultiert. Auch bei der Rückstellungsbildung für Pensionen ergab sich im Vorjahresvergleich ein um EUR -8,8 Mio verminderter Bedarf, welcher aus der Übertragung von Verpflichtungen im Rahmen von Mitarbeiterwechseln an den Konzerndienstleister resultiert, der künftig die logistische Abwicklung am Standort Langenselbold übernehmen wird. Gegenläufig, jedoch in verminderter Höhe, kam es zu einer Zuführung bei den bestehenden Pensionsverpflichtungen aufgrund der Markt-Entwicklung des zugrunde liegenden Rechnungszinssatzes. Auch die übrigen Rückstellungen haben sich um EUR -5,0 Mio vermindert; dies v.a. aufgrund des Verbrauchs einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für die Schließung der Retouren-Abwicklungsstelle am Standort Hanau. Auch die umsatzbezogenen Rückstellungen weisen aufgrund der Entwicklung zum Bilanzstichtag mit EUR -1,2 Mio eine rückläufige Tendenz auf.

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr insgesamt EUR 1,4 Mio nach EUR 0,5 Mio im Vorjahr. Hiervon entfallen EUR 0,0 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio) auf Zugänge für immaterielle Vermögensgegenstände. Die außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich im Bereich der Raummietverträge gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Hintergrund ist der Umzug an den neuen Standort. Wir verweisen dazu auf die entsprechenden Angaben zu den finanziellen Verpflichtungen im Anhang.

Zusammenfassend sowie unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten und des Wettbewerbsumfelds zeigt sich die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Ertragslage sowie der Finanz- und Vermögenslage nicht zufrieden.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020/21 waren durchschnittlich auf Vollzeitkräfte umgerechnet 324 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 837).

Die Mitarbeiter sind bei der sheego GmbH bedeutendes Kapital zur Gestaltung der Zukunft. Die sheego GmbH verfügt über eine eigene Personalentwicklung, die Änderungen begleitet, Schulungen und Coachings durchführt und bei Bedarf Workshops moderiert. Zur Absicherung der Leistungsfähigkeit und zum Erkennen von Entwicklungsbedarfen werden systematisch Jahresgespräche geführt und bei Bedarf Weiterentwicklungsmaßnahmen vereinbart. Für alle Beschäftigten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, am sehr breiten Weiterbildungsangebot der Otto Group teilzunehmen. Im Geschäftsjahr 2020/21 waren durchschnittlich 14 Auszubildende und duale Hochschüler beschäftigt (i. Vj. 15).

Einen höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen anzustreben und so Frauen in steigendem Maße attraktive Karriereperspektiven zu bieten, ist für uns seit Jahren eine zentrale Aufgabe. Daher sehen wir die gesetzliche Geschlechterquote als eine Chance, unsere Fortschritte im Rahmen von nachhaltigem Talent Management gezielter zu überprüfen und diesen entscheidenden Wandel noch schneller voranzutreiben. So wird im sheego-Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Frauenanteil von 33 % die für 2020 gültige Zielgröße von 25 % übertroffen. Diese Quote soll auch bis spätestens zum 31. Dezember 2022 wieder erreicht werden, wenn und soweit die Quote zwischenzeitlich unter die Zielquote sinkt. Der Frauenanteil auf Ebene der Geschäftsführung konnte durch die Besetzung einer zusätzlichen Geschäftsführungsposition auf 50 % erhöht werden. In der ersten Führungsebene beläuft sich unsere Ziel-Frauenquote auf 25 %. Mit 33 % wird dieses Ziel aktuell übertroffen. Diese Quote soll auch bis spätestens zum 31. Dezember 2022 wieder erreicht werden, wenn und soweit die Quote zwischenzeitlich unter die Zielquote sinkt. Für die zweite Führungsebene schließlich beträgt unsere Zielgröße für die Stellenbesetzung durch weibliche Führungskräfte 30 %. Mit 36 % im abgelaufenen Geschäftsjahr wird die Quote erreicht bzw. übertroffen. Auch hier ist es so, dass die Quote bis spätestens zum 31. Dezember 2022 wieder erreicht werden soll, wenn und soweit sie zwischenzeitlich unter die Zielquote sinkt.

Der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter messen wir einen hohen Stellenwert bei. Aus diesem Grunde wurde mit Beginn der Pandemie nahezu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein mobiles Arbeiten ermöglicht, sodass seither mehr als 80 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Möglichkeit dauerhaft nutzen und nur aus dringenden betrieblichen Gründen die Büroräumlichkeiten aufsuchen.

Prognosebericht

Die sheego GmbH hat den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit in Deutschland. Entscheidend bleibt deshalb die Geschäftsentwicklung im Inland, die wesentlich durch die Binnenkonjunktur und damit durch die Inlandsnachfrage geprägt wird.

In seiner Konjunkturprognose für 2021 und 2022 rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für 2021 in Deutschland mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in Höhe von rd. +3,1 %. Infolge dieser Einschätzung soll sich nach einem absehbaren Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 die wirtschaftliche Erholung im Zuge der Eindämmung der Pandemie und graduellen Lockerungen in den kommenden Monaten wieder fortsetzen. 6

6 Konjunkturprognose für 2021 und 2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021

Die weltwirtschaftliche Entwicklung nach Sektoren und Regionen verläuft dabei sehr unterschiedlich. Nach einem kräftigen Wachstum im Sommer 2020 pausiert die Entwicklung insbesondere in Europa. Die höheren Infektionszahlen und verschärfte Eindämmungsmaßnahmen gehen allerdings im Vergleich zur ersten Infektionswelle im Frühjahr 2020 mit weit geringeren gesamtwirtschaftlichen Verlusten einher. Ein Grund ist die positive Entwicklung in der Industrie und im Warenhandel. Bislang ist es weder zu massiven Störungen der internationalen Lieferketten noch zu umfangreichen Grenzschließungen gekommen. Zudem ist es so, dass sich Haushalte wie Unternehmen mittlerweile besser an die pandemiebedingten Einschränkungen angepasst haben. So rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung auch für die Weltwirtschaft nach einer Verlangsamung der Dynamik im ersten Quartal 2021 mit einem kräftigen Anziehen im Zuge der Eindämmung der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte. 7

In Deutschland dürfte sich für 2022 die wirtschaftliche Erholung nicht zuletzt gestützt durch den Abbau der aufgestauten privaten Ersparnisse und der weltweit steigenden Nachfrage mit hohem Tempo fortsetzen. Der Sachverständigenrat erwartet daher für das kommende Jahr einen Anstieg des BIP um +4,0 %.

Für den E-Commerce-Handel geht der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel 2021 in Deutschland von einem Wachstum von +12,5 % aus. Als Prämisse dabei gilt, dass die bislang begünstigten Unternehmen einen großen Teil der Corona-bedingten zusätzlichen Nachfrage halten können, auch wenn stationäre Geschäfte wieder öffnen. Dämpfend allerdings könnten die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie ausfallen. 8

Nach einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2020/21 um -51,9 % auf EUR 90,5 Mio in Zusammenhang mit der Aufgabe von Geschäftsfeldern erwartet die Planung der sheego GmbH auf Basis der vorliegenden Ist-Entwicklung im folgenden Geschäftsjahr für die Marke sheego einen Umsatz, der sich gegenüber dem Vorjahr um einen niedrigen zweistelligen Prozentwert erhöht. Voraussetzung dafür allerdings bildet eine deutliche Entspannung der Pandemiesituation, insbesondere der Wegfall von Einschränkungen, welche das markenspezifische Modeerlebnis kontrastieren. Da eine solche Entwicklung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die nächsten Monate eher unwahrscheinlich erscheint, ist diese Einschätzung mit Risiken verbunden.

Abgeleitet aus der Umsatzplanung wird gemäß interner Planung für das Ergebnis nach Steuern wie auch für den aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinn nur mit einem Wachstum um einen mittleren einstelligen EUR Mio-Betrag gerechnet. Eine ähnliche Entwicklung erwarten wir, abgeleitet aus den internen Planungen für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (inklusive Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften). Was diese vereinnahmten Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften betrifft, so wird hier mit einem leichten Rückgang im niedrigen einstelligen EUR Mio-Bereich gerechnet. Auch die Einschätzung für die Entwicklung des aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinns sowie des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Hinblick auf das zuvor Ausgeführte mit Risiken behaftet.

7 Konjunkturprognose für 2021 und 2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021
8 Pressemitteilung des bevh zum interaktiven Handel 2020 v. 26. Januar 2021

Zusammenfassend und unter Berücksichtigung möglicher Risiken und Chancen sieht die Geschäftsführung der sheego GmbH die wirtschaftliche Lage des Unternehmens mit großen Herausforderungen und teils noch -was die weitere Entwicklung der Pandemie-Situation betrifftschwer kalkulierbaren Risiken verbunden. Insofern geht die Geschäftsführung für das nächste Geschäftsjahr davon aus, dass die geplanten Entwicklungen für das Ergebnis nach Steuern und den aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführende Gewinn (Wachstum um einen mittleren einstelligen EUR Mio-Betrag) nur dann eintreten werden, wenn die von der Corona-Pandemie ausgelösten und von der Gesellschaft als größtes Einzelrisiko genannten Einschränkungen sich im Laufe der nächsten Monate deutlich abschwächen werden. Auch das postpandemische Konsumklima spielt dann eine Rolle und sollte nach den erlebten Einschränkungen eine dynamische Aufwärtsbewegung zeigen. Eine ähnliche Entwicklung wie für das Ergebnis nach Steuern und den aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinn wird dann auch für den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für möglich gehalten. Sollte sich die Konsumneigung der Kundinnen auf Basis einer deutlichen Verbesserung der Pandemie-Situation innerhalb der nächsten Monate nicht deutlich verbessern, so sind die Einschätzungen für Umsatz, Ergebnis und Cashflow mit Risiken verbunden.

Chancen-/Risikobericht

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die sheego GmbH einer Vielzahl von äußeren Einflüssen ausgesetzt, die sich auf die Unternehmensentwicklung als Chancen bzw. Risiken auswirken können. Im Rahmen einer systematisierten strategischen Konzernplanung werden mögliche Chancen/Risiken umfassend identifiziert und evaluiert. Evidenten Risiken wird durch ein konzernweites Risikomanagementsystem - nachfolgend RMS - begegnet. Das RMS ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu kontrollieren und gegebenenfalls umgehend geeignete Maßnahmen zu treffen, um die möglichen Auswirkungen der Risiken auf das Ergebnis vor Steuern im Falle ihres Eintritts zu begrenzen. Ziel ist es, ein unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten möglichst ausgewogenes Chancen-Risiken-Verhältnis sicherzustellen. Jährlich wird eine Risikoinventur durchgeführt und die Ergebnisse daraus in einer Risikomatrix dargestellt. Die Risikoinventur erfolgt dabei nach definierten operativen und funktionalen Risikokategorien und -feldern sowie über Checklisten. Die gemeldeten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen im Planungszeitraum bewertet. Diese Bewertung erfolgt sowohl als Bruttobetrachtung vor Risikosteuerungsmaßnahmen als auch als Nettobetrachtung nach Maßnahmen zur Risikobegrenzung, um den wirtschaftlichen Erfolg der Geschäftstätigkeit abzusichern. Diese können sein, Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung oder Übertragung der Risiken auf Dritte, zum Beispiel durch Abschluss eines Versicherungsvertrags.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat werden regelmäßig über relevante Entwicklungen im Risikomanagement informiert. Die enge Verzahnung des RMS mit dem internen Kontrollsystem und dem Controlling/Berichtswesen sichert die Wirksamkeit des RMS ab. Darüber hinaus stellt die Umsetzung, die Einhaltung und das regelmäßige Überprüfen des Compliance-Management-Systems die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien sicher.

Das RMS wird von dem organisatorisch verantwortlichen Management in Zusammenarbeit mit dem Konzern-Controlling Beteiligungen fortlaufend weiterentwickelt und von der Konzern-Revision überprüft.

Daneben wurde im Berichtsjahr durch smartRISC konzernweit ein vernetztes Risikosystem eingeführt, welches als Fundament für einen systematisierten Risikoprozess Standardrisikokataloge, einheitliche Methodiken und Best Practices sowie einen IT-basierten Unterstützungsprozess nutzt.

Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes sind durch entsprechende Controllinginstrumente und ein wirksames internes Kontrollsystem sichergestellt. Diese Überwachungssysteme werden laufend optimiert und neuen Anforderungen angepasst. Das monatliche interne Berichtswesen stellt konzernweit sicher, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf in den einzelnen Konzerngesellschaften nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und an die Muttergesellschaft berichtet wird. Im Rahmen des konzernumfassenden Controllingsystems dienen die Planungsdaten als zusätzlicher Vergleichsmaßstab für die aktuelle Geschäftsentwicklung auf Basis von Ist-Daten. Risiken, die sich aus Veränderungen des Geschäfts, seiner Struktur und seines Umfeldes ergeben, können so frühzeitig erkannt werden. Kreditausfallrisiken werden durch adäquate Kreditsteuerungs-Systeme begrenzt.

Darüber hinaus werden Prozesse und Systeme des Unternehmens in regelmäßigen Abständen einer Prüfung durch die Konzernrevision der Otto Group unterzogen.

Chancen und Risiken aus der Marktentwicklung ergeben sich für die sheego GmbH aus relevanten Veränderungen in den Absatzmärkten. Diese Chancen und Risiken sind im Folgenden absteigend in Ihrer Bedeutung für die sheego GmbH aufgeführt.

Als größtes Risiko für die Entwicklung der Absatzmärkte von der sheego GmbH werden weiterhin die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen und Unsicherheiten insbesondere auf der Nachfrageseite gesehen. Als Anbieter von "anlassbezogener Mode" leidet die sheego GmbH besonders stark unter allen Maßnahmen, die das gesellschaftliche Leben im Rahmen der Pandemiebekämpfung einschränken. Mit dem allmählichen Voranschreiten der Impfung der Bevölkerung und - wenn erforderlich - gezielten Einschränkungen, verbindet sich die Hoffnung, dass die Pandemie bis zum Ende des Prognosehorizonts so weit eingedämmt werden kann, dass insbesondere keine Überlastung der Gesundheitssysteme mehr droht. Im Zuge der dann weiter sinkenden Infektionszahlen und möglichen Lockerungen dürfte insbesondere der private Konsum wieder kräftig anziehen. Die abnehmende Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie sollte sich dann auch positiv auf die privaten Investitionen auswirken. 9

Als Risiko mittlerer Bedeutung wird der nach wie vor sehr intensive Wettbewerb im deutschen Einzelhandel gesehen, der durch eine hohe Preissensitivität gekennzeichnet ist und seit einigen Jahren in gleicher Weise auch den Markt für Plus Size-Mode betrifft. In der Bedeutung leicht nachrangig und gleichermaßen mit Chancen wie Risiken verbunden ist die ständige Beobachtung der Marktanforderungen und eine schnelle Reaktion darauf eine weitere Herausforderung der Gesellschaft. Darin eingeschlossen ist auch die laufende Analyse der Entwicklung der Beschaffungspreise sowie der Lohnkosten in den produzierenden Ländern.

9 Konjunkturprognose für 2021 und 2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 17. März 2021

Da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit nach wie vor im Inland liegt, geht die Gesellschaft, was die geopolitischen bzw. global-finanzpolitische Risiken angeht, von einem vergleichsweise niedrigen Risikopotenzial aus.

Abschließend gilt für die Risikoeinschätzung, dass die Auswirkungen für die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland im Allgemeinen wie auch für das Geschäft der national wie international ausgerichteten digitalen Modemarke sheego im Wesentlichen damit verbunden sein werden, wie schnell und nachdrücklich die pandemiebedingten Einschränkungen verkraftet sein werden und aktuelle sowie zukünftige Kundinnen der Gesellschaft sich in der Folge für die vielfältigen und anlassbezogenen Modeangebote (wieder) begeistern können.

Auf der Chancenseite ergibt sich für die - bereits jetzt mit starkem E-Commerce Fokus operierende - Gesellschaft die Möglichkeit, in der Nach-Pandemie-Phase von der beschleunigten Entwicklung des Handels hin zum E-Commerce zu profitieren.

Daneben zeichnet sich seit geraumer Zeit schon in der Entwicklung unserer Gesellschaft eine wachsende Anzahl von Frauen mit Konfektionsgröße jenseits der Größe 42 ab. Diese Frauen haben ein neues Selbst- und Modebewusstsein entwickelt und lassen sich nicht mehr als "Übergewichtige" stigmatisieren. Zum Ausdruck kommt dies auch in dem neuen Trend der "Body-Positivity", welcher Frauen darin bestärkt, keinem Konfektionsgrößen-Ideal nachzustreben, sondern den eigenen Körper unabhängig von gesellschaftlichen Maßstäben zu akzeptieren. Mode wird daher nicht im Kontext eines vermeintlichen Defizits bewertet, sondern gilt vielmehr als Ausdruck von gesellschaftlicher Zugehörigkeit, steht in Beziehung zu Wertesystemen und Verhalten. In diesem Kontext bieten sich für sheego mit der Positionierung als moderne Modemarke ab Größe 44 mit dem Claim "The curves company" nachhaltige Wachstumschancen.

Aufgrund ihrer Einbindung in den Konzernverbund der Otto Group sieht sich die sheego GmbH nur wenigen Finanzrisiken ausgesetzt. Ein tägliches Cash Clearing sowie die Inter-Company-Finanzbeziehung mit der Konzernmutter begrenzen das Liquiditäts- und Kontrahentenrisiko. Marktrisiken entstehen aus Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten, die in Fremdwährung zu begleichen sind. Diesen Risiken wird im Rahmen einer konzerneinheitlichen Vorgehensweise durch den Abschluss von Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften begegnet. Grundsätzliches Ziel des Risikomanagements ist es hierbei, Auswirkungen von Marktpreisänderungen auf Cashflows auf ein vertretbares Maß zu begrenzen. Zur Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die entsprechenden Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten im Anhang.

Kreditausfallrisiken als Teilbereich des Kontrahentenrisikos werden durch adäquate Kreditsteuerungssysteme unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikosegmentierung des Kundenportfolios begrenzt. Die Risikosegmentierung wird permanent angepasst. Darüber hinaus werden die Kreditaktivitäten im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig auf die geschäftsmodellspezifischen Risiken aus der Veränderung von Umfeldfaktoren hin untersucht und die bestehenden Reaktionsmechanismen bei Bedarf modifiziert.

Risiken aus Kernprozessen ergeben sich aus den operativen Aufgabenbereichen entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören der Ausfall von Beschaffungsmärkten, der Ausfall von Warenlieferanten und Dienstleistern für Katalog-Erstellung bzw. -Druck sowie Ausfälle von Front End-Systemen in der Bestellannahme. Diesen Risiken wird über Back up- und Fall Back-Lösungen begegnet. Risiken, die sich aus Elementarschäden oder einem längeren Ausfall von Techniksystemen in Logistik- bzw. Abwicklungsbereichen ergeben, werden durch regelmäßige Wartungsmaßnahmen bzw. Versicherungen in ihren Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis begrenzt.

Bei den Risiken aus Unterstützungsprozessen ist insbesondere an die eingesetzten IT-Systeme zu denken. Hier hat die Gesellschaft zur Umsetzung ihrer geplanten Multi-Channel- Wachstumsstrategie in ein neues IT-System sowie eine eigene Logistik investiert, um auch zukünftig die Umsetzung neuer, innovativer Geschäftsideen wirtschaftlich zu ermöglichen. Daneben ist auch über die Professionalisierung der IT-Kundenbeziehungen und eine stärkere Marktausrichtung der IT-Services innerhalb der Otto Group die Möglichkeit gegeben, Leistungen zu nutzen, die ein fokussiertes Wachstum im Kerngeschäft bestmöglich gewährleisten.

Ein weiteres Risikofeld bildet die Sicherstellung der von Schäden und Defekten unbeeinträchtigten Funktionsfähigkeit der zentralen Rechensysteme. Von den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen der beauftragten Dienstleister hat sich die Gesellschaft ein Bild gemacht und hält diese für angemessen und ausreichend.

Der ausgeprägte Einsatz von Informationstechnologie, besonders in sensiblen Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung, erhöht die Anfälligkeit für unberechtigte Datenzugriffe und Datenmissbrauch. Gegen diese Risiken sichert sich die sheego GmbH durch umfassende Sicherheitskonzepte und ein internes Kontrollsystem ab. Die Einrichtung von Firewall-Systemen auf unterschiedlichen Ebenen sowie der Einsatz von Virenscannern, Zugriffskontrollen und Berechtigungskonzepten auf Betriebssystem- und Anwendungsebene bilden weitere Elemente der Sicherheitsstrategie. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitstests durch interne und externe Spezialisten durchgeführt und daraus abgeleitete Maßnahmen konsequent nachgehalten.

Seit 2018 regelt die EU-Datenschutz-Grundverordnung das Datenschutzrecht innerhalb der Europäischen Union einheitlich und unmittelbar. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung birgt dahingehend Risiken, dass zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor nicht abschließend sicher ist, wie einzelne Vorgaben der Verordnung tatsächlich auszulegen sind. Diesbezüglich sind Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs zu einzelnen relevanten Themengebieten abzuwarten, die negative, aber auch positive Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle haben können. Konzernweit wurden umfangreiche Handlungsempfehlungen ausgerollt und die Umsetzung der DSGVO in Vor-Ort-Workshops sowie mit Self-Assessments begleitet. Ein konzernweites Risikocontrolling validiert und überwacht die Implementierung der Umsetzungsmaßnahmen. Bis zu einer abschließenden Klärung wichtiger Rechtsfragen durch den Europäischen Gerichtshof werden vereinzelte Datenverarbeitungen naturgemäß mit einem Restrisiko verbunden sein.

Vertragsrisiken, also rechtliche Risiken, Compliance- oder Steuer-Risiken, sowie Risiken in Zusammenhang mit wettbewerbsrechtlichen Streitfragen oder dem IP-Recht werden mittels einer umfassenden Beratung durch unsere Muttergesellschaft und Hinzuziehung externer Spezialisten begrenzt und durch entsprechende Vertragsgestaltungen weitgehend ausgeschlossen. Gewährleistungsrisiken werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen so weit wie möglich auf die Lieferanten übertragen. Durch den Abschluss von Versicherungen wird bei den verbleibenden Risiken die Schadenshöhe minimiert beziehungsweise eine Pflicht zum Schadensausgleich wirtschaftlich vollständig ausgeschlossen.

Die im Rahmen der kontinuierlichen, methodischen Überprüfung identifizierten Risiken sind allesamt beherrschbar und werden durch die getroffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung in ihren Ergebnis- und Liquiditätswirkungen minimiert. In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation lässt sich daher auf Basis der heute bekannten Informationen feststellen, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

Sonstige Risiken werden im Rahmen des zentralen Risikomanagementsystems identifiziert. Sie werden im Hinblick auf ihre Relevanz analysiert und bewertet sowie mit geeigneten Maßnahmen angemessen gesteuert.

 

Frankfurt am Main, den 27. April 2021

Dr. Torge Doser

Beatrice Grünwald

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die sheego GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der sheego GmbH, Frankfurt am Main (vormals SCHWAB VERSAND GmbH, Hanau am Main), - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sheego GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Mitarbeiter" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Mitarbeiter" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der sheego GmbH sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine

wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. April 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zander, Wirtschaftsprüfer

Sieprath, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates gem. § 171 Abs. 2 AktG i. V. m. § 25 Abs. 1 Nr. 2 MitbestG

Der Aufsichtsrat der sheego GmbH ist von der Geschäftsführung der Gesellschaft im Geschäftsjahr, das am 28. Februar 2021 abgelaufen ist, laufend über die Umsatzentwicklung informiert worden und hat sich umfassend über die Lage des Unternehmens und den Geschäftsverlauf unterrichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei schriftliche Berichte der Geschäftsführung erhalten. Es bestand Gelegenheit, die Geschäftsführung der Gesellschaft zu überprüfen.

Dem Aufsichtsrat lag der Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der sheego GmbH per 28. Februar 2021 und den Lagebericht geprüft.

In seiner Sitzung vom heutigen Tage hat der Aufsichtsrat einen mündlichen Bericht der Geschäftsführung entgegengenommen und diesen Bericht anschließend diskutiert. Dabei waren die Wirtschaftsprüfer anwesend und berichteten ihrerseits über wesentliche Ergebnisse ihrer Prüfung. Es bestand Gelegenheit, der Geschäftsführung und den Abschlussprüfern Fragen zum Jahresabschluss zu stellen.

Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des dazugehörigen Lageberichts durch den Aufsichtsrat hat keinen Anlass zu Einwendungen gegeben. Vielmehr hat der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der sheego GmbH gebilligt.

Da ein Gewinnabführungsvertrag besteht, sind Vorschläge zur Gewinnverwendung nicht zu machen.

 

Hamburg, den 05. Mai 2021

Dr. Marcus Ackermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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