ontec automation GmbH
Kalkofen 10, 95119 Naila, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lena Ritter seit 2.8.2019 | Geschäftsführer |
Harald Prantl seit 9.10.2013 | Geschäftsführer |
Wilhelm Puchta seit 21.8.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Lena RitterONTEC Holding GmbH | 74.00% |
| 26.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.38% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ONTEC Automation GmbHNailaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage c) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ONTEC Automation GmbH (ONTEC) mit Sitz in Naila steht für intelligente Lösungen in der Automation - von der bewährten Standardmaschine bis hin zur individuellen Sonderanlage. Als die ONTEC Automation GmbH im Jahr 1997 als ontec Elektro- und Steuerungstechnik GmbH gegründet wurde, ahnte man bereits, welches enorme Potenzial im Markt für Automatisierungstechnik steckte. Die Expansionspolitik des Unternehmens spiegelt sich nicht nur in der Beschäftigungsentwicklung, sondern auch in der fortschreitenden Internationalisierung wider. In nur 22 Jahren ist ONTEC von einem Fünf-Mann-Betrieb zu einem 150 Mitarbeiter starken, weltweit agierenden Unternehmen der Investitionsgüterindustrie gewachsen. Mit dem im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführten Wechsel in der Unternehmensführung und der Gesellschafterstruktur möchte das Unternehmen die Säulen einer nachhaltigen und langfristigen Unternehmenspolitik stärken und zugleich den Generationenwechsel einleiten. Als Systemanbieter entwickelt und baut ONTEC ganzheitliche Automatisierungssysteme, -anlagen und Sondermaschinen für industrielle Fertigungen mit dem Schwerpunkt auf Anlagen zur Herstellung von technischen Textilien. Ein zweiter Schwerpunkt sind individuelle Automatisierungslösungen zur Produktion von pharmazeutischen und medizinischen Geräten sowie für die kunststoffverarbeitende Industrie. Dabei verfügt ONTEC über eigene Kompetenzen in den Bereichen Robotik, industrielle Bildverarbeitung, Softwareerstellung, Elektrotechnik und Mechanik. Ergänzt wird der Anlagen- und Sondermaschinenbau durch eine Kleinserienfertigung von Schaltanlagen. ONTEC verfügt im Bereich des Anlagenbaus für technische Textilien über ein einzigartiges Produktspektrum. Die Gelegemaschinen erlauben eine technisch- und kostenseitig hoch effiziente und komplett verkettete Produktion bis zum finalen verkaufsfertigen Endprodukt. Weiterhin sind Anlagen und Maschinen von ONTEC für die Einbindung in Industrie 4.0-Umgebungen vorbereitet. Die Möglichkeit der Fernwartung sowie die Vorbereitung weiterer Schnittstellen ebenen dabei den Weg zu einer vernetzten Produktion. Um die Internationalisierung unseres Unternehmens weiter voranzutreiben sowie dem Wunsch nach partnerschaftlicher Nähe unserer weltweit ausgerichteten Kunden zu entsprechen, sind wir durch Vertretungen in über zehn Ländern weltweit präsent. 2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung maßgeschneiderter und innovativer Automatisierungslösungen und Sondermaschinen erfordert eine zielorientierte und kreative Arbeitsweise. So entstehen durch spezielle Lösungen für unsere Kunden immer neue Entwicklungen. Dem Bereich Entwicklung sind vier Personen fest zugeordnet, die auch teilweise in Kundenprojekte eingebunden sind. Grundlagenforschung wird im Verbund mit Partnern aus Forschung und Entwicklung betrieben. Neuentwicklungen sind patentrechtlich geschützt. Die Patentaufwendungen im Geschäftsjahr 2019 liegen bei 15,1 TEuro. Im Geschäftsjahr 2019 wurden im Wesentlichen drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorangetrieben. Unterstützung erhielt das Unternehmen dabei durch öffentliche Fördergelder in Höhe von 187,3 TEuro. In Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurde ein Betrag von 693,9 TEuro investiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Konjunktur in Deutschland war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer niedrigeren Wachstumsdynamik geprägt. Für 2019 vermeldete das Statistische Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,6 %. Nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel wurde das geringe Wachstum maßgeblich durch die Schwäche der Industrie beeinflusst. Insbesondere die Unsicherheiten durch die globale Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 führen zu Jahresbeginn 2020 zu einer weiteren Eintrübung des Ausblicks. Gemäß einem aktuellen Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten die Wirtschaftsweisen 2020 eine schwere Rezession in Deutschland durch die Folgen der Coronakrise. Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass die durch die Regierung und nationalen Behörden ergriffenen Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens fünf Wochen lang die Wirtschaft lähmen und danach die Erholung einsetzt. Die Wirtschaft würde dann im Jahr 2020 um 2,9 % schrumpfen und 2021 wieder um 3,7 % wachsen. Dauert der Stillstand dagegen sieben Wochen, dürfte sich die Rezession auf -5,4 % vertiefen. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war das Geschäftsjahr 2019 geprägt von einem spürbaren Auftragsrückgang in der Automobilindustrie auf der einen Seite und steigenden Auftragszahlen in der Baumaschinenbranche auf der anderen Seite. Während Firmen mit Kunden in der Automobilindustrie ein schweres Jahr verzeichneten, kamen Unternehmen mit Kunden aus der Prozessindustrie bislang vergleichsweise gut durch die Rezession. Die Produktionsmenge der Maschinenbaubranche fiel 2019 um zwei Prozent auf 218 Milliarden Euro, meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Der Auftragseingang war in allen vier Quartalen 2019 rückläufig, wodurch die Kapazitätsauslastung auf durchschnittlich 83,9 % sank. Trotzdem spricht der Verbandspräsident Carl Martin Welcker (VDMA) nicht von einer Krise: "Vielmehr sind die Kunden verunsichert und würden deswegen Investitionen verschieben oder stoppen. Aber das ist normal in einer zyklischen Branche wie dem Maschinenbau. Wir kennen das und können es bewältigen". Es sind vor allem externe Risiken, die die deutschen Maschinenbauer im vergangenen Jahr fürchteten. Hier wurden von den Unternehmen der Branche die politischen Entwicklungen im Ausland als größtes Risiko bewertet. Zusammenfassend rechnen Experten des VDMA aktuell nicht damit, dass sich die Lage im neuen Jahr 2020 bessern wird. Für 2020 prognostiziert der VDMA erneut ein Minus von zwei Prozent und hofft auf eine Stabilisierung des Werts in der aktuellen Abwärtsbewegung. Angesichts der Unsicherheiten infolge der Coronavirus-Pandemie sei ein stärkerer Produktionsrückgang jedoch nicht auszuschließen. 2. Geschäftsverlauf Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von großen Umbrüchen in der Unternehmens- und Gesellschafterstruktur sowie Investitionen in die Zukunftsfähigkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. Zusammen mit verzögerten Auftragsvergaben seitens unserer Kunden spiegelt sich dies in dem Jahresergebnis zum 31.12.2019 wider. Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss mit einem EBT in Höhe von -970,0 TEuro (VJ: 1.058,5 TEuro). Aufgrund vorgenommener Steuerabgrenzungen belief sich der Jahresfehlbetrag in 2019 auf 691,8 TEuro (VJ: Jahresüberschuss 720,5 TEuro). Die Gesamtleistung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Vorjahreswert. Der Rohertrag belief sich auf 9,0 Mio. Euro (VJ: 11,9 Mio. Euro). Der Cashflow zum Jahresende lag mit 47,2 TEuro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (VJ: 42,2 TEuro). Die Entwicklung des Jahresergebnisses, der Gesamtleistung sowie des Cashflows blieben damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die Auftragseingangsziele nicht erreicht werden konnten, waren der Auftragsüberhang und damit die Auftragslage zum Ende des Geschäftsjahres zufriedenstellend. Das Geschäftsjahr 2019 stand im Zeichen der Investition in die Zukunftsfähigkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. In diesem Zusammenhang konnten für das abgelaufene Geschäftsjahr außergewöhnliche und einmalige Aufwendungen in Höhe von 575 TEuro identifiziert werden. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als nicht zurückfriedenstellend. Zwar konnten die angestrebten Umstrukturierungsmaßnahmen und Investitionen erfolgreich durchgeführt werden, die positive Ergebniswirksamkeit dieser Maßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde im Rückblick jedoch zu optimistisch eingeschätzt. Unter Berücksichtigung der mit dem Wechsel in der Unternehmens- und Gesellschafterstruktur sowie den Investitionen in die zukünftige Leistungsfähigkeit des Unternehmens verbundenen Sondereffekte und außergewöhnlichen Belastungen rechnet die Geschäftsleitung damit, dass das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr an die gute Entwicklung des Jahres 2018 anknüpfen kann und damit nachhaltig in die Gewinnzone zurückkehrt. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Begründet durch die geringen Materialaufwendungen konnte zum Jahresende ein Rohertrag von 9,0 Mio. Euro (VJ: 11,9 Mio. Euro) erreicht werden. Die Aufträge weisen eine sehr gute Materialaufwandsquote (Materialaufwand/ Gesamtleistung) auf. Mit dem Fokus auf die laufende Ergebnissteuerung konnte die Materialkostenstruktur für 2019 gesenkt werden und trägt somit positiv zum Ergebnis bei. Dennoch konnte die Gesamtleistungsrentabilität (Jahresüberschuss vor Steuern / Gesamtleistung * 100) im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gesteigert werden, da die Ertragslage durch den deutlich geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie Sondereffekte belastet wurde. Die Aufwendungen für Personal sind im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Veränderungen in der Personal- und Entlohnungsstruktur von 7.515,1 TEuro auf 6.955,9 TEuro gesenkt worden, was einer Reduzierung um 7,4 % entspricht. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz hat sich jedoch aufgrund des geringeren Umsatzes von 31,9 % auf 46,6 % erhöht. Die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten sind im Vergleich zu 2018 von 164,4 TEuro auf 136,5 TEuro gesunken. Die Werbe- und Reisekosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 254,1 TEuro auf 696,7 TEuro gestiegen, wobei 286,5 TEuro auf eine internationale Textilmaschinenausstellung zurückzuführen sind, welche nur alle vier Jahre stattfindet. Des Weiteren wurde mit Hilfe von externer Unterstützung in die Optimierung der Prozesse und in EDV-Beratung investiert. Die Aufwendungen für Vertriebsprovisionen sanken um 29,8 TEuro auf 199,4 TEuro, was unter anderem dem geringeren Umsatz im Geschäftsjahr 2019 geschuldet war. Die Ausgangsfrachten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 53,5 TEuro auf 89,8 TEuro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf veränderte Vereinbarungen der Incoterms in den Kaufverträgen zurückzuführen, aber auch der Auftragslage geschuldet. Die Finanzaufwendungen in Höhe von 135,7 TEuro (VJ: 127,3 TEuro) spiegeln im Wesentlichen die Gebühren für die Gewährung von Anzahlungsbürgschaften sowie Zinsaufwendungen für lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten wider. Das Geschäftsjahr 2019 war von einem weiterhin hohen Niveau an Finanzierungsaufwand aufgrund des hohen Bedarfs an Zwischenfinanzierung in der langen, teils über die Jahresgrenzen hinausreichenden, Auftragsbearbeitung geprägt. Des Weiteren wurde das Finanzergebnis durch den Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr belastet. Das Geschäftsjahr 2019 schloss die Gesellschaft mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 691,8 TEuro ab. Unter Berücksichtigung der mit dem Wechsel in der Unternehmens- und Gesellschafterstruktur sowie den Investitionen in die zukünftige Leistungsfähigkeit des Unternehmens verbundenen Sondereffekte und außergewöhnlichen Belastungen rechnet die Geschäftsleitung damit, dass das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr nachhaltig in die Gewinnzone zurückkehrt. b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist stabil. Kapitalstruktur Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 5.172,1 TEuro (VJ: 1.831,2 TEuro). Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den geringeren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Zudem wurde das für unsere getätigten Investitionen aufgenommene Tilgungsdarlehen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 462,1 TEuro auf 865,7 TEuro erhöht. Des Weiteren wurden 300 TEuro zusätzlich für höhere Investitionen in unsere Vorführmaschinen aufgestockt. Es bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr ausreichend Kreditlinien zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit. Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände lagen im Berichtsjahr bei netto 1.015,3 TEuro und damit über dem Vorjahreswert von 660,4 TEuro. Die Zugänge sind überwiegend im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände zu finden sowie in Höhe von 500 TEuro im Bereich der Maschineninvestitionen. Erhaltene Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungskosten abgezogen. Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände beziehen sich im Wesentlichen auf die Einführung eines neuen ERP-Systems. Im Rahmen dieser Neueinführung lag unsere Priorität in der Optimierung und Verbesserung unserer Prozesse mit dem Ziel, langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und das zukünftige Unternehmenswachstum zu sichern. Die Mietleasingkosten sanken im gleichen Zeitraum um 11,5 TEuro von 351,2 TEuro auf 339,7 TEuro. Liquidität Unser Cash Management ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist und unter Ausnutzung von Skontofristen zu begleichen. Hierdurch konnten im Berichtsjahr Erträge von 152,9 TEuro (VJ: 189,2 TEuro) erzielt werden. Darüber hinaus gelingt es dem Unternehmen durch ein geeignetes Debitorenmanagement, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. c) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage Die Bilanzsumme steigt auf 10.350,7 TEuro (VJ: 8.711,4 TEuro) im Berichtsjahr. Auf der Passivseite der Bilanz hat sich der Wert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.340,9 TEuro erhöht, wohingegen die sonstigen Rückstellungen insgesamt um 797,8 TEuro gesunken sind. Auf der Aktivseite haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund von erworbenen Lizenzen um 854,7 TEuro erhöht. Die Eigenkapitalquote sinkt im abgelaufenen Geschäftsjahr von 41,4 % auf 27,8 %. Die Reduzierung der Eigenkapitalquote ist zum einen auf den Jahresfehlbetrag des aktuellen Berichtsjahres und zum anderen auf die vergleichsweise hohe stichtagsbezogene Verschuldung zurückzuführen. Die in Arbeit befindlichen Projekte werden durch entsprechende Anzahlungen gedeckt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Ergebnis vor Ertragsteuern und Gewinnabführung (EBT) und den Rohertrag heran. Der Cashflow (entsprechend der Kapitalflussrechnung) ist für die Überwachung der Liquidität relevant und wird durch die Geschäftsführung ständig beobachtet. Weiterhin erfolgt die Steuerung unseres Unternehmens über die Kalkulation von Deckungsbeiträgen und ein konsequentes Projektcontrolling. Wir gehen davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 die finanziellen Leistungsindikatoren sowie Kennzahlen zur internen Unternehmenssteuerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbessert werden können. 5. Gesamtaussage Aufgrund der zum Teil tiefgreifenden Veränderungen im vergangenen Jahr sowie der Sondereffekte kann das Geschäftsjahr 2019 als Übergangsjahr bezeichnet werden. Die getätigten Investitionen in die zukünftige Leistungsfähigkeit des Unternehmens durch Um- und Neustrukturierungen, sowie die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung schlagen sich durch eine Steigerung der Profitabilität im diesjährigen Ergebnis noch nicht nieder. Insgesamt sieht die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend an, rechnet in Zukunft jedoch damit, dass das Unternehmen an die gute Entwicklung des Jahres 2018 anknüpfen kann und somit nachhaltig in die Gewinnzone zurückkehrt. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in den zunehmenden Unsicherheiten im Außenhandel und der Vielzahl an Krisenherden auf der Welt. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2020 auch von der Abschottung einzelner Märkte, begründet durch die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, geprägt sein. Aber auch die Wettbewerbssituation und die Personalrisiken werden sorgfältig beobachtet. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und einem angemessenen Risikomanagement sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. Wir verweisen hierzu auf unseren Risikobericht. III. Prognosebericht Für das Jahr 2020 erwartet das Management einen positiven Effekt der getätigten Investitionen in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Dies soll sich insbesondere in einer Steigerung der Gesamtleistung und im Ergebnis zeigen. Das Jahr 2020 stellt einen weiteren Schritt dar, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu steigern und zu sichern. Die langfristige Planung reicht bis zum Jahr 2022 und sieht für das Jahr 2020 eine Erhöhung des Umsatzes und der Gesamtleistung durch eine fundierte und strategische Marktbearbeitung, die optimale Ausnutzung der vorhandenen und neu geschaffenen Kapazitäten sowie die Realisierung von weiteren Prozessoptimierungen durch Reorganisation einzelner Unternehmensbereiche vor. Trotz der laut VDMA prognostizierten sinkenden Produktionsmenge in der Branche für das Jahr 2020 sowie der aktuellen Entwicklungen zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus geht das Unternehmen davon aus, mögliche konjunkturelle Schwankungen und Einbrüche durch die Positionierung mit drei unterschiedlichen Geschäftsbereichen am Markt begegnen zu können. Bei einem längeren Anhalten oder einer nachhaltigen Verschärfung der aktuellen Situation zur Ausbreitung des Coronavirus in den kommenden Monaten sind die finanziellen Auswirkungen für unser Unternehmen aktuell nicht konkret abzuschätzen und zu quantifizieren. Aufgrund der bestehenden Diversifizierung und der damit verbundenen Unabhängigkeit von einzelnen Kunden, Branchen sowie Absatzmärkten kann das Unternehmen durch die Streuung der Aufträge das Risiko minimieren. Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestandes ist das Unternehmen bis zur Mitte des laufenden Geschäftsjahres 2020 in der Produktion ausgelastet. Für das Geschäftsjahr 2020 wird im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung des Rohertrages angestrebt, welche durch die Erhöhung der Gesamtleistung getragen werden soll. Trotz wachsender Personalaufwendungen wird sich die Personalkostenquote aufgrund der geplanten Steigerung der Gesamtleistung verbessern. Gestützt durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Effektivität, den aktuellen Auftragsbestand sowie die Diversifizierung unseres Unternehmens geht das Management davon aus, dass die Gesamtleistungsrentabilität im Geschäftsjahr 2020 deutlich über dem Niveau von 2019 liegen wird. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken sind Bestandteile unternehmerischen Handelns. Eine Chance verstehen wir als günstige Gelegenheit bzw. Aussicht, die im Gegensatz zu einem Risiko bzw. einer Gefahr steht. 1. Risikobericht Markt und Branche Neben dem unternehmerischen Risiko und der konjunkturellen Entwicklung treten vor allem politische Risiken weiter in den Vordergrund. Die politischen Entwicklungen, besonders der Handelsstreit zwischen China und den USA, erfordern auch von der Firma ONTEC als international ausgerichtetes Unternehmen besondere Beachtung. Darüber hinaus bedarf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, welches sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt hat, besonderer Aufmerksamkeit. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. In den knapp vier Wochen vom 17.02.2020 bis zum 13.03.2020 verlor der Leitindex der größten deutschen börsennotierten Unternehmen DAX mehr als 30 % seines Wertes. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Als Partner namhafter Hersteller liefert die ONTEC Automation GmbH in die technische Textil-, Medizintechnik- sowie kunststoffverarbeitende Industrie. Diese Diversifizierung fördert die Unabhängigkeit der Gesellschaft von einzelnen Kunden, Branchen und Absatzmärkten. Unter Berücksichtigung der bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sowie der Kompensationsmöglichkeit eines temporären Rückgangs von Auftragseingängen gehen wir davon aus, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 trotz der bestehenden Unsicherheiten an die gute Entwicklung des Jahres 2018 anknüpfen kann. Ertragsorientierte Risiken Mit Blick auf die Ertragslage unseres Unternehmens erfordert die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besondere Aufmerksamkeit. Aufgrund der bestehenden Diversifizierung unseres Unternehmens und der damit verbundenen Unabhängigkeit von einzelnen Kunden, Branchen sowie Absatzmärkten sind die finanziellen Auswirkungen für unser Unternehmen aktuell nicht eklatant, aber auch nicht konkret abzuschätzen. Bei einem längeren Anhalten oder einer nachhaltigen Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten sind negative Folgen jedoch nicht auszuschließen. Darüber hinaus sind neben dem allgemeinen unternehmerischen Risiko keine wesentlichen Risiken erkennbar. Finanzwirtschaftliche Risiken Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit wird durch ein angemessenes und vorausschauendes Finanzmanagement, eine enge Zusammenarbeit mit Banken sowie ein straff organisiertes Mahnwesen sichergestellt. Im Falle einer weiter beschränkten Reisetätigkeit infolge der Coronavirus-Pandemie könnte es zu einer Verzögerung von Auftragseingängen kommen, was unsere Ertrags- und Liquiditätssituation beeinflussen würde. Aus Gründen der Risikovorsorge haben wir unsere Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Zukunftsszenarien angepasst und verhandeln derzeit Möglichkeiten der Liquiditätsvorsorge mit unseren Banken. Aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen im Rahmen unseres Risikomanagements sowie der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Es wird daher davon ausgegangen, dass jederzeit allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen werden kann. Währungsrisiko Währungsschwankungen beeinflussen die Profitabilität unserer Projekte nicht, da alle Aufträge in Euro fakturiert werden. Darüber hinaus wird in der Regel die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ebenfalls in Euro abgewickelt. Personalrisiko Aufgrund unseres wachsenden Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften sind für uns der demographische Wandel und der sich abzeichnende Fachkräftemangel in Deutschland relevant. Die Komplexität der Produkte und Flexibilität der Fertigungsprozesse erfordern hoch qualifiziertes Fachkräftepersonal. Der Anteil von gut ausgebildeten Beschäftigten ist deshalb im Maschinenbau sehr hoch. Diesen Risiken tragen wir Rechnung durch intensive Programme zur Ausbildung, unterschiedliche Wege der Personalgewinnung sowie durch die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. 2. Chancenbericht Chancen für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft sehen wir in der Qualität unserer Arbeit und in der Ausschöpfung bereits vorhandener Kundenkontakte sowie in der Erschließung neuer Absatzmärkte in Asien und dem europäischen Ausland. Weiterhin sehen wir Chancen in der Weiterentwicklung unserer Standardmaschinen im Bereich der technischen Textilien. Im Hinblick auf Industrie 4.0 wird in Zukunft vor allem im Bereich der Automatisierungstechnik die vernetzte Produktion an Bedeutung gewinnen, die Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Ressourcen wird somit immer wichtiger. Die Entwicklung der vernetzten Industrie (Industrie 4.0) gehört zu den Leitthemen der Branche. Hier sehen wir die Chance für langfristiges Wachstumspotenzial durch Vernetzung von Produktionskapazitäten. Auch in der Entwicklung innovativer Herstellungsverfahren im Bereich technischer Textilien sieht das Unternehmen in Zukunft starke Wachstumschancen. Technische Textilien leisten wichtige Beiträge für nachhaltige Mobilitätskonzepte, zur CO 2-Reduktion sowie zur Energie- und Ressourceneffizienz. Unsere Stärken sehen wir in unserer Innovationsbereitschaft, der guten Kundenbindung, unserer Zuverlässigkeit sowie dem hohen Maß an Qualität. Durch die strategische Entwicklung des Vertriebs verfolgen wir das Ziel neue Kunden zu gewinnen, um so unsere Marktposition weiter zu festigen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Vereinbarungen mit Banken über Kredite und Kontokorrentlinien. Da der Kundenstamm der Gesellschaft solvent ist, sind Forderungsausfälle absolute Ausnahmen. Zudem unterhalten wir mit einem Großteil unserer Kunden langfristige Beziehungen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Ausnutzung von Skonto ausgeglichen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein geeignetes Debitorenmanagement.
Naila, 9. April 2020 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die ONTEC Automation GmbH hat ihren Sitz in Naila. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter der HRB 2589 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der ONTEC Automation GmbH, Naila wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften bei der Aufstellung des Anhangs nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden: Abweichend vom Realisationsprinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB wurde zur besseren Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein Umsatzerlös in Höhe von 261 TEuro ausgewiesen. Es handelt sich dabei um drei Standardmaschinen, welche Bestandteil eines insgesamt acht Maschinen umfassenden Kundenauftrags sind. Fünf Maschinen wurden bereits im Geschäftsjahr 2019 geliefert. Die drei betreffenden Maschinen wurden im Dezember 2019 fertiggestellt. Die Schlussrechnung in Höhe von 261 TEuro konnte jedoch erst bei Lieferung im Januar 2020 an den Kunden gestellt werden. Das Datum der Leistungserbringung weicht somit vom Datum der Lieferung ab. Die Voraussetzungen für die Abweichung vom Realisationsprinzip sind im vorliegenden Fall gegeben. Nach Auffassung von ADS § 252 Anm. 86-88 und WP Handbuch, 16. Aufl. F Anm. 1349 f. kann bei langfristiger Auftragsfertigung unter bestimmten Voraussetzungen im Interesse der Klarheit des Jahresabschlusses eine Durchbrechung des Realisationsprinzips gerechtfertigt sein. Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall gegeben, da die langfristige Fertigung einen wesentlichen Teil der Unternehmenstätigkeit ausmacht und aufgrund der Höhe des bereits erfüllten Vertragsstandes und der sicheren Gewinnermittlung aus der Kostenrechnung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich verfälscht wäre, wenn der Umsatzerlös im Jahr der Fertigstellung nicht realisiert wäre. Teilverluste waren nicht zu berücksichtigen. Es waren keine Anzeichen erkennbar, dass der Auftraggeber wesentliche Einwendungen erheben würde. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit dies geboten erscheint. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert, ermittelt nach der Durchschnittsmethode, angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse / Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Anteilige Verwaltungskosten werden nur einbezogen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder unzureichenden Verkaufspreisen sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Geleistete Anzahlungen im Umlaufvermögen sind zu Nennwerten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu Nennwerten angesetzt und werden aktivisch offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen sind mit dem Nennwert bewertet. Der Ansatz der Forderungen erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die in den Forderungen ruhenden latenten Risiken sind durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Forderungsbestandes berücksichtigt. Ausleihungen aus dem Finanzanlagevermögen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear aufgelöst. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt. Die ausgewiesene stille Beteiligung wurde mit dem Nennwert angesetzt und ist auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Gemäß dem Vertrag über die Errichtung einer typisch stillen Gesellschaft mit einer langfristigen Anfangslaufzeit kann die stille Gesellschaft mit einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf eines Geschäftsjahres gekündigt werden. Es bestehen weiterhin Nachrangigkeit und Haftung für Verluste. Das Recht zur Kündigung des Vertrages aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Zum Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses lagen keine Anzeichen für eine Beendigung des Vertragsverhältnisses vor. Gemäß den vertraglichen Regelungsinhalten sowie der Absicht der Fortführung der Gesellschaft ist die stille Beteiligung deshalb dem Eigenkapital zuzuordnen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Höhe der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr wurden Zuschüsse für Investitionen in Hard -und Software sowie Maschinen in Höhe von 300 TEuro vereinnahmt. Diese wurden von den Anschaffungskosten abgezogen. Auf die Bildung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil wurde verzichtet. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 483.128,14 Euro (VJ: 441.532,00 Euro). Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf den voraussichtlich nutzbaren gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der Planungsrechnungen ist mit einer kurzfristigen Inanspruchnahme des gesamten Verlustvortrages zu rechnen. Der Steuersatz wurde für die Gewerbesteuer mit 11,9 % angesetzt. Angaben zur Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 99.682 Euro (VJ: 0 Euro), davon aus aktiven latenten Steuern 99.682 Euro (VJ: 0 Euro). Erläuterung der antizipativen Aktiva In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von insgesamt 13,6 TEuro enthalten, welche Vorsteuerbeträge betreffen, die im Wirtschaftsjahr noch nicht abzugsfähig sind. Angaben zu Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 6.305.832,03 Euro (VJ: 3.293.797,97 Euro). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 719.296,01 Euro (VJ: 358.179,68 Euro). Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.865.680,58 Euro dienen Sicherungsübereignungen an Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung und zusätzlich zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 865.680,58 Euro eine Kautionsversicherung. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht lediglich der übliche Eigentumsvorbehalt. Erläuterung der antizipativen Passiva In den sonstigen Verbindlichkeiten sind antizipative Verbindlichkeiten in Höhe von 70 TEuro aus Provisionen enthalten. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 80 TEuro sind Beratungskosten in Höhe von 42 TEuro, Provisionszahlungen an Dritte in Höhe von 17 TEuro sowie Aufwendungen für Versuchsmaterialien in Höhe von 12 TEuro enthalten. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB In den Personalaufwendungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 575 TEuro enthalten. Der Gesamtbetrag gliedert sich wie folgt: Im Zusammenhang mit der Veränderung in der Geschäftsführung und Gesellschafterstruktur können Aufwendungen in Höhe von 151 TEuro identifiziert werden. Im Zuge der Neuausrichtung unseres Unternehmens mit Blick auf die Positionierung am Markt sind Aufwendungen in Höhe von 149 TEuro angefallen. Weiterhin können bezüglich der Teilnahme an einer internationalen Textilmaschinenausstellung, welche lediglich alle vier Jahr stattfindet, außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 215 TEuro identifiziert werden. Im Rahmen der Einführung unseres neuen ERP-Systems sind Aufwendungen in Höhe von 60 TEuro angefallen. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Haftungsverhältnisse bestehen aus Mithaftverpflichtungen in Höhe von 5.068.014,65 Euro (VJ: 2.270.357,01 Euro), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.068.014,65 Euro (VJ: 2.270.357,01 Euro). Aufgrund langfristiger Verträge innerhalb der ONTEC-Gruppe, der stabilen Vermögenslage sowie der vorläufigen Planungsrechnungen wird das Risiko der Inanspruchnahme bei sonst gewöhnlichem Geschäftsverlauf als gering angesehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Pachtverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 593.136,00 Euro (VJ: 593.136,00 Euro). Die Mietverträge können im Wesentlichen mit einer Frist von zwölf Monaten zum Vierteljahresende gekündigt werden. Die Mietverträge mit der ONTEC Verwaltungs GmbH & Co. KG sind unbefristet. Außerdem betragen die Verpflichtungen aus Leasingverträgen insgesamt 1.067.147,12 Euro (VJ: 1.138.508,85 Euro). Die Restlaufzeit der Leasingverträge beträgt durchschnittlich zwei Jahre und einen Monat. Zusätzlich bestehen Verpflichtungen für Wartungskosten von insgesamt 181.918,00 Euro (VJ: 242.360,02 Euro). Vergütungen der Geschäftsführer Für die Vergütung eines ehemaligen und zwei aktiver Geschäftsführer wurde die Schutzklausel gem. § 286 HGB in Anspruch genommen. Vorschüsse, Kredite für Organe Es bestehen Forderungen gegenüber Organen in Höhe von 390.376,67 Euro. Die Forderungen sind ohne Sicherheiten gewährt und mit einem Zinssatz in Höhe von 2,5 bis 3 Prozent verzinst.
Beschäftigte Arbeitnehmer nach § 285 Nr. 7 HGB Nach Gruppen zusammengesetzt:
Namen der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 10 HGB Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach § 285 Nr. 33 HGB Auswirkung der Ausbreitung des SARS-CoV-2 Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Beispiele sind:
In den knapp vier Wochen vom 17.02.2020 bis zum 13.03.2020 verlor der Leitindex der größten deutschen börsennotierten Unternehmen DAX mehr als 30 % seines Wertes. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Aufgrund der bestehenden Diversifizierung unseres Unternehmens und der damit verbundenen Unabhängigkeit von einzelnen Kunden, Branchen sowie Absatzmärkten sind die finanziellen Auswirkungen für unser Unternehmen aktuell nicht eklatant, aber auch nicht konkret abzuschätzen. Bei einem längeren Anhalten oder einer nachhaltigen Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten sind negative Folgen jedoch nicht auszuschließen. Darüber hinaus sind nach dem 31.12.2019 keine weiteren Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung für den Jahresabschluss 2019 eingetreten. Ergebnisverwendung nach § 325 Abs. 1 Satz 3 HGB und Gewinnvortrag Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. In der Bilanz zum 31.12.2019 wurde ein Gewinnvortrag von 3.371.175,99 Euro (VJ: 2.650.692,12 Euro) einbezogen. Unterschrift der Geschäftsführung
Naila, den 9. April 2020 gez. Wilhelm Puchta gez. Lena Ritter gez. Harald Prantl
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ONTEC Automation GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ONTEC Automation GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ONTEC Automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Naila, 09. April 2020 gez. Martina Peter, Wirtschaftsprüferin |
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