Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 9221 FL
Vorher
Lemke und Jonas Verwaltung Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.1.2012
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Geschäftsgegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Zubehörteilen für Automobile.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Andreas Lemke
seit 9.1.2012
Geschäftsführer
Daniel Jonas
seit 9.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Felix Andreas LemkeFelix Lemke Beteiligungen GmbH
50.00%
Daniel JonasDaniel Jonas Beteiligungen GmbH
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
13.750 €
50.00%
Germany
13.750 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DF Automotive GmbH

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Aufstellung des Lageberichtes der DF Automotive GmbH mit Sitz in Flensburg (nachfolgend kurz "DF Automotive") erfolgte gemäß § 289 HGB.

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell - allgemeine Erklärung

DF Automotive GmbH (nachfolgend auch kurz "DF Automotive") zählt zu den Online-Marktführern in den Bereichen Felgen & Reifen, Fahrwerke und Sportauspuffanlagen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die DF Automotive 90 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2006 von den damaligen Studenten Felix Lemke und Daniel Jonas. Unter der Dachmarke DF Automotive besteht ein Concept Store mit einer Werkstatt sowie acht online Shops:

• Felgenshop.de

• Sportwerkwerk-billiger.de

• Sportauspuff-billiger.de

• Alufelgenshop.at

• Velonity.fr

• Velonity.dk

• Velonity.se

• Velonity.es

• Velonity.pl

• Velonity.com

• Velonity-b2b.com

• Campingjoy.de

Zusätzlich stellen eBay und Amazon weitere Verkaufskanäle dar.

Die DF Automotive verfügt über eine klare Aufbaustruktur, welche die Projektabwicklung beschleunigt sowie die Kommunikation innerhalb des Unternehmens erleichtert. In diesem Zusammenhang werden auch die internen Prozesse fortlaufend optimiert. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Automatisierung von allgemeinen Abläufen und Schnittstellen. Gleichzeitig hat auch ein Wechsel von Zahlungsanbietern stattgefunden. Der 3D Konfigurator wird kontinuierlich um zusätzliche Funktionen, aktuelle Fahrzeuge, eine Tieferlegungsmöglichkeit sowie neue Hintergründe und neue Autofarben erweitert.

2. Compliance

Die Einhaltung geltender Gesetze, unternehmensinterner Richtlinien sowie ethischer Standards ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Die Geschäftsführung der DF Automotive GmbH hat die unternehmensweit gültigen Verhaltensgrundsätze allen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Verhaltensgrundsätze sind verbindlicher Maßstab für das Handeln sowie Verpflichtung zum Schutz aller Mitarbeiter zugleich.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im neuesten Ausblick zur Weltwirtschaftsentwicklung vom 30. Januar 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die Erholung der Weltwirtschaft trotz zahlreicher Krisen überraschend widerstandsfähig bleibt. Jedoch fällt die Geschwindigkeit der Erholung je nach Volkswirtschaft unterschiedlich aus. Der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) ging von 3,5 % im Jahr 2022 auf prognostizierte 3,1 % im Berichtsjahr zurück. Insgesamt bleibt die Wirtschaftsaktivität weiterhin unter dem Niveau vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik ist laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Erholung der nationalen Wirtschaft nach dem Covid-19 bedingten Einbruch setzt sich demzufolge nicht weiter fort.

Zu Beginn des Jahres 2023 verzeichneten viele Länder eine robuste wirtschaftliche Aktivität, begleitet von einem anhaltenden Aufschwung auf den globalen Finanzmärkten. Dies spiegelte sich in einem optimistischen Geschäftsklima wider, das von einer starken Nachfrage, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, getragen wurde. Diese positive Dynamik führte zu einer zunehmenden Investitionsbereitschaft und einer Steigerung des Handelsvolumens.

Im Jahresverlauf verlor der Welthandel an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Die Energiepreise, die infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 stark gestiegen waren, stabilisierten sich zwar auf einem hohen Niveau, belasteten jedoch insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die günstigen Finanzierungsbedingungen, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt hatten, und bremsten insbesondere die Bauwirtschaft. Die trotz jüngster Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften insgesamt die Konjunktur. Infolgedessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Zusätzlich erlebten im Berichtsjahr die Finanzmärkte eine außergewöhnliche Volatilität. Perioden der Euphorie mit einem Anstieg der Aktien- und Anleihemärkte (Januar 2023 bis August 2023 und Oktober 2023 bis Dezember 2023) wechselten sich mit Phasen negativer Marktentwicklungen (August 2023 bis Oktober 2023) ab. Zum Jahresende hin setzte sich jedoch eine positive Stimmung an den globalen Aktien- und Anleihemärkten durch, angetrieben durch rückläufige Inflationsdaten. Geopolitische Risiken wie der andauernde Ukraine-Krieg oder der Angriff auf Israel im Oktober 2023 spielten eine untergeordnete Rolle.

Die Zentralbanken verfolgten im Jahr 2023 eine restriktive Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank erhöhte die Zinsen von 2,5 % auf 4 %, während die amerikanische Zentralbank die Zinsen von der Spanne 4,25 % bis 4,5 % auf die Spanne 5,25 % bis 5,5 % anhob. Die Zinserhöhungen zusammen mit den rückläufigen Inflationsraten führten zu einem positiven realen Zinsniveau.

Entwicklung der Branche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr verzeichnete die Kfz-Zubehör Branche eine gemischte Entwicklung, die durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wurde.

Die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen erhöhte sich um 7,3 % auf 3,48 Millionen Fahrzeuge, davon rund 67,1 % (+12,4 %) gewerblich und 32,8 % (-1,9 %) privat. Wesentlich konnte sich besonders die Anzahl der neuzugelassenen Elektroautos um 11,4 % auf 524.219 Fahrzeuge steigern, die Anzahl neuzugelassener bezinbetriebener Fahrzeuge stieg um 13,3 % auf 978.660.

Zu Beginn des Jahres zeigte die Branche eine solide Performance mit einem Umsatzwachstum von etwa 5% im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde hauptsächlich durch eine steigende Nachfrage nach hochwertigem Zubehör für Fahrzeugindividualisierung und -verbesserung angetrieben. Insbesondere der Markt für technologisch fortschrittliche Geräte wie smarte Navigationsgeräte und Fahrzeugüberwachungssysteme verzeichnete ein beeindruckendes Wachstum.

Jedoch wurden diese positiven Entwicklungen im Laufe des Jahres durch verschiedene Herausforderungen gedämpft. Die anhaltenden globalen Lieferkettenengpässe und Materialknappheiten führten zu Lieferverzögerungen und erhöhten Produktionskosten, was die Margen der Unternehmen beeinträchtigte. Zusätzlich führten steigende Rohstoffpreise zu einem Anstieg der Endproduktkosten, was wiederum die Verbrauchernachfrage dämpfte. Die gestiegene und weiterhin hohe Teuerungsrate hatte zusätzliche Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Kunden der DF Automotive und führt wiederum zu einer geringeren Kaufkraft.

Darüber hinaus wirkten sich auch regulatorische Veränderungen auf die Branche aus, insbesondere neue Umweltauflagen und Standards für Fahrzeugkomponenten. Dies erforderte zusätzliche Investitionen seitens der Unternehmen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Positiv zu vermerken ist der Trend hin zu kürzeren Fahrzeughaltezeiten, welcher unter anderem durch das breite Spektrum von Finanzierungs- und Leasingangeboten aufrechterhalten wird, wodurch das Marktvolumen für Aftermarkt-Produkte weiter ansteigt.

Bei einer abschließenden Betrachtung bleibt festzuhalten, dass sich der Ersatzteilmarkt weiterhin einem Strukturwandel ausgesetzt ist. Technologisch getriebene Trends wie alternative Mobilitätsformen, autonomes Fahren, Elektrifizierung sowie Konnektivität verändern die Marktgegebenheiten nachhaltig. Die nie zuvor dagewesene Menge an verwertbaren Daten und der Fokus auf Software-basierte Anwendungen erhöhen die Komplexität des Automobils. Dies wirkt sich sowohl auf das Wettbewerbsumfeld als auch auf die Interaktion mit dem Kunden aus.

2. Politische Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr verzeichneten Online-Shops weltweit weiterhin ein starkes Wachstum, jedoch variierten die politischen Rahmenbedingungen je nach Land erheblich.

Der Schwerpunkt der DF Automotive im Verkauf von sportlichem Autozubehör liegt im DACH-Markt (Deutschland-Österreich-Schweiz).

In Deutschland sind Online-Shops durch strenge Datenschutzgesetze wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Wettbewerbsrecht (UWG) reguliert. Österreich verfolgt ähnliche Ansätze wie Deutschland mit Gesetzen wie dem Fernabsatzvertrag und dem E-Commerce-Gesetz, um den Online-Handel zu regulieren und den Verbraucherschutz zu gewährleisten. Die Schweiz, obwohl nicht Teil der EU, orientiert sich an ähnlichen Datenschutzstandards und hat klare Wettbewerbsregeln gemäß dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Trotz umfassender Anforderungen an die Shop-Betreiber, sind die politischen Rahmenbedingungen in der DACH-Region stabil und verlässlich.

Polen hat spezifische Gesetze wie das Gesetz über Dienstleistungen auf elektronischem Wege, jedoch sind die Datenschutzbestimmungen weniger streng im Vergleich zu EU-Ländern.

Schweden nimmt eine eher liberale Haltung gegenüber dem E-Commerce ein, während dennoch Verbraucherschutz- und Datenschutzvorschriften beachtet werden müssen.

Dänemark hat klare Richtlinien im Fernabsatzgesetz und im E-Commerce-Gesetz, wobei das Datenschutzgesetz des Landes ebenfalls zu berücksichtigen ist.

Frankreich hat umfassende Vorschriften, einschließlich des Verbrauchergesetzes und des Datenschutzgesetzes, und die Einhaltung der europäischen Verbraucherrechterichtlinie ist erforderlich.

Spanien hat ähnliche Vorschriften wie andere EU-Länder, einschließlich des spanischen E-Commerce-Gesetzes und des Datenschutzgesetzes.

Um mögliche Risiken zu minimieren, daraus resultierende Vermögensminderungen zu vermeiden und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken wird vor dem Launch eines neuen Onlineshops explizit auf die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen im jeweiligen Land geachtet.

3. Geschäftsverlauf und Lage im Jahr 2023

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Erwartungen der Geschäftsführung über die Planung hinaus übertroffen und resultiert in einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 568. Das Ergebnis liegt damit wieder auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021.

Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Rohergebnis 13.352 12.152
Operatives Ergebnis (EBITDA) 840 -224
EBITDA-Marge in % 6,3 -1,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 670 -371
EBIT-Marge in % 5,0 -3,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 663 -373
EBT-Marge in % 5,0 -3,1
Ergebnis nach Steuern 568 -381
Eigenkapitalrentabilität 76,7 -221,2
Cashflow 737 -234

Das Rohergebnis hat sich um 9,88 % auf MEUR 13,4 erhöht. Die Gesamtkapitalrendite ist von - 8,65 % auf 12,05 % gestiegen.

Der Personalaufwand blieb auf Vorjahresniveau und ist nur leicht von TEUR 5.119 um 0,57 % auf TEUR 5.090 gesunken. Unter Berücksichtigung, dass die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten von 100 auf 90 Mitarbeiter gesunken ist, hat sich der Personalaufwand jedoch erhöht. Um auch zukünftig qualifizierte Mitarbeiter*innen in der Informatikbranche gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden zu können, hat die Geschäftsführung sich dazu entschieden, die Gehälter im entsprechenden Bereich zu erhöhen.

Finanzlage

Die Geschäftsführung verfolgt das finanzpolitische Ziel, die finanzielle Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten und jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der DF Automotive erfüllen zu können.

Grundlage für die Liquiditätssicherung sind die jährliche Finanzplanung sowie die laufende Überprüfung des Liquiditätsstatus unter Berücksichtigung der täglich aktualisierten Daten zum Auftrags-, Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitenbestand. Die DF Automotive befindet sich derzeit in der Investitionsphase und treibt gezielt die Internationalisierung weiter voran.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 betrugen die liquiden Mittel TEUR 852(Vorjahr: TEUR 518). Diese setzen sich aus Bankguthaben und Kassenbestand zusammen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der DF Automotive lässt sich wie folgt beschreiben:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 434 9 438 10 -4 -0,9
Umlaufvermögen 4.176 88 3.780 86 396 10,5
davon Liquide Mittel 852 18 518 12 334 64,5
sonstige Aktiva 161 3 162 4 -1 -0,7
Eigenkapital 740 16 172 4 568 329,3
Sonderposten 500 10 500 11 0 0,0
Rückstellungen 344 7 241 5 103 43,0
Verbindlichkeiten 3.168 66 3.434 78 -266 -7,8
sonstige Passiva 20 0 33 1 -14 -41,1
Bilanzsumme 4.771 100 4.380 100 391 8,9

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 391 erhöht; das Sachanlagevermögen verringerte sich im Rahmen planmäßiger Abschreibungen um TEUR 4 sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 341. Der Bestand liquider Mittel hat sich zum Stichtag um TEUR 334 erhöht, gleichzeitig stieg der Vorratsbestand um TEUR 294.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresergebnisses zum Stichtag von TEUR 172 auf TEUR 740. Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten hat sich zum Stichtag um TEUR 266 verringert, im Sonderposten (mit Eigenkapitalcharakter) wird unverändert eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 500 ausgewiesen.

Gesamtaussage

Die DF Automotive ist ein gesundes Unternehmen, welches sich seit 2006 am online Markt behauptet. All das ist möglich, weil die Gesellschaft eine eigene Fahrzeugdatenbank besitzt, die es ermöglicht, jederzeit auf den Markt zu reagieren und sich an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Dies und ein individueller 3D Konfigurator sind Alleinstellungsmerkmale, die den Erfolg der DF Automotive auszeichnen. Ein weiterer USP des Unternehmens sind mehrere Technologien, welche durch machine learning das individuell beste Shop Erlebnis für einen Kunden ermöglichen.

Die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2023 konnten über den Plan hinaus erfüllt werden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2023 vollständig zufrieden ist. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 ist es das erklärte Ziel, die Ertragslage weiter zu auszubauen und damit verbunden die Eigenkapitalquote zu erhöhen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wichtige unternehmensinterne Kennzahl verwenden wir das Rohergebnis sowie die Rohergebnisrendite. Beide Kennzahlen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Des Weiteren werden zur unterjährigen Analyse der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DF Automotive weitere Kennzahlen hinzugezogen, um weitreichende Aussagen zu erlangen und darauf basierte Entscheidungen treffen zu können.

Die Bereichsleiter erhalten, nach Erforderlichkeit automatisch tägliche, wöchentliche oder monatliche Auswertungen von Daten des ERP-Systems, um ihre Leitungstätigkeit zu unterstützen und schnell erforderliche Entscheidungen treffen zu können. Finanzielle gesamtbetriebswirtschaftliche Auswertungen erfolgen fortlaufend monatlich, um aktiv die weitere Entwicklung steuern zu können.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. DF Automotive konnte in diesem Jahr viele erfolgreiche Konditionsverhandlungen mit Partnern führen. Dies wird im Jahr 2024 positive Auswirkungen haben.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung strebt kontinuierlich danach, das Unternehmen widerstandsfähig zu machen sowie Wert zu generieren, dabei stellen Chancen und Risiken einen integralen und unverzichtbaren Teil der Geschäftsaktivitäten dar. Das etablierte Risiko- und Chancenmanagement stellt eine notwendige und tragende Säule der internen Geschäftsplanung dar, Chancen sind dabei als mögliche positive Abweichung von den Planzahlen.

1. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2024 seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum angehoben, und zwar um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Schätzung vom Oktober 2023. Damit wird für das Jahr 2024 ein Anstieg um 3,1 % erwartet (im Jahr 2023 betrug das Wachstum ebenfalls 3,1 %). Diese Anpassung begründet der IWF mit der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in den USA sowie in Entwicklungsländern und Schwellenländern. Zusätzlich geht die Inflation schneller zurück als erwartet. Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF ein Wachstum von 3,2 %. Diese Prognosen liegen jedoch unter dem historischen Durchschnittswert von 3,8 %, der zwischen 2000 und 2019 verzeichnet wurde.

Der IWF gibt an, dass die Wahrscheinlichkeit einer "harten Landung" für die Weltwirtschaft gesunken ist und die Risiken weitgehend ausgeglichen sind. Auf der einen Seite könnte der raschere Rückgang der Inflation zu einer Lockerung der Geldpolitik führen, was vorübergehend das Wachstum ankurbeln könnte. Auf der anderen Seite könnten sich die Bedingungen unter bestimmten Umständen wieder verschärfen, insbesondere wenn die Rohstoffpreise aufgrund geopolitischer Krisen oder Lieferkettenstörungen erneut stark steigen sollten.

Der IWF sieht als kurzfristige Herausforderung für politische Entscheidungsträger die Erreichung der Inflationsziele an, indem sie die Geldpolitik an der zugrunde liegenden Inflationsdynamik ausrichten und in Bereichen, wo der Lohn- und Preisdruck nachlässt, einen weniger restriktiven Kurs einschlagen.

IWF-Prognose vom Januar 2024 zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in %
2023 2024 2025
Weltwirtschaft 3,1 3,1 3,2
EU-Raum (inkl. Schweiz) 0,5 0,9 1,7
Deutschland -0,3 0,5 1,6

Die DF Automotive entwickelt sich bislang gut und die Geschäftsentwicklung stimmt weitestgehend mit der Planung für das Jahr 2024 überein, bei allen Schlüsselindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung kann auf eine positive Entwicklung verwiesen werden.

2. Chancenbericht

Für das Jahr 2024 werden aktuell durchwachsene Aussichten vorhergesagt: Das Angebot auf dem Automarkt soll mit zunehmender Wahrscheinlichkeit größer werden, für Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren sollen wieder Rabatte ein herziehen. Fahrzeuge mit Elektromotor sollen dahingegen an Käufergunst verlieren.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat auf seiner Website die Anzahl der Fahrzeugzulassungen pro Monat veröffentlicht. Die Neuzulassungen entwickelt sich seit Jahresbeginn weiterhin positiv, seit Jahresbeginn nahm die Anzahl der Neuzulassungen (Pkw) kumulativ betrachtet um 4,6 % zu. Grundsätzlich ist der Absatz der DF Automotive nicht direkt an die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge und damit verbunden die steigenden Fahrzeugzahlen gekoppelt, jedoch profitiert die Gesellschaft von Neuzulassungen, da für diese regelmäßig neue Radsätze benötigt werden.

Die Inflationsrate hat sich im direkten Vorjahresvergleich erholt und beläuft sich laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im März 2024 voraussichtlich auf 2,2 %. Nichtsdestotrotz hat sich die Kaufkraft der privaten Haushalte aufgrund der weiterhin hohen Lebenserhaltungskosten noch nicht vollständig erholt. Hiervon profitiert die DF Automotive indirekt. Während Originalfelgen der Hersteller im Regelfall deutlich teurer sind, können Drittanbieter-Felgen durch günstigere Preise und auch eine weitaus größere Vielfalt an Design punkten. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Kunden sowohl aus Kostengründen öfters zu günstigeren Drittanbieter-Felgen greifen jedoch auch aus Gründen der Designvielfalt eine Drittanbieter-Felge der Originalfelge des Herstellers bevorzugen.

Durch gezielten Einsatz von KI und machine learning im Vertrieb, wird von einer weiteren Optimierung der Werbekosten und Steigerung der Umsätze ausgegangen. Online-Kanäle gewinnen an Bedeutung und spielen im gesamten Aftermarket eine immer wichtigere Rolle. In Verbindung mit der zusätzlichen Erschließung weiterer internationalen Absatzmärkte sowie der weiteren Forcierung der DACH-Region als stärkster Absatzmarkt, können die Wachstumschancen der Gesellschaft beflügelt werden.

Wie bereits für das Jahr 2020 und 2022, wurde die DF Automotive von Top Job für das Jahr 2024 erneut als Top Arbeitgeber ausgezeichnet. Dies zeigt unter anderem das Engagement der Geschäftsführung für eine der besten Arbeitsplatzkulturen des Landes.

Der Trend hin zum Komplettrad wird auch in den kommenden Jahren anhalten. Diesen Trend kann DF Automotive direkt durch den hauseigenen 3D-Konfigurator sowie das breite Produktsortiment bedienen. Dem Kunden werden während des Bestellvorganges direkt passende Reifen für die ausgewählte Felge vorgeschlagen, aus welchen dann der passende Reifen ausgewählt werden kann. Der Markt wird sich neu ordnen und kleine und mittelgroße Onlineshops werden weiterhin gefordert sein, um mit der fortschreitenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Schritt zu halten.

Durch das weiterhin steigende Produktsortiment sowie die fortlaufende Optimierung des 3D-Konfigurators geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die DF Automotive auch in Zukunft den Anforderungen und Wünschen der Kunden gerecht werden kann.

Chancen ergeben sich auch aus der voranschreitenden Elektrifizierung in der Kfz-Branche. Es gibt weiterhin staatliche Zuschüsse für elektrisch motorisierte Fahrzeuge und auch das Infrastrukturnetz aus Ladesäulen wächst weiter. Durch die Klimaziele der Regierung sowie die angekündigten Investitionen in die weitere Entwicklung der E-Mobilität und autonom fahrende Fahrzeuge der Automobilhersteller, geht die Geschäftsleitung für die kommenden Geschäftsjahre von einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen für Fahrzeuge mit einem Elektro- oder Hybridantrieb aus.

3. Risikobericht

Eine zur Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 zu treffende Prognose ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden. Besonders die weitere Entwicklung der Energiepreise birgt Unsicherheiten. Aktuell wird angenommen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Terminmarktkursen entwickeln werden. Die aktuellen Preisrückgänge sollen Bestand haben, und die Preise werden voraussichtlich nur knapp über dem Niveau vor der Coronakrise bleiben. Dies könnte sowohl der Industrie- als auch der Konsumkonjunktur zugutekommen. Jedoch hängt der weitere Verlauf stark von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und einen erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben können.

Ein weiteres bedeutendes Risiko ergibt sich aus der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Zwar konnte eine Einigung über den Haushalt für das laufende Jahr erzielt werden, und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltssituation und insbesondere im Hinblick auf die voraussichtlich erneut schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend notwendige Reformen aufgeschoben oder nur zögerlich umgesetzt werden. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen könnten die Konjunktur lähmen und das langfristige Wachstum hemmen, da Ausgaben für Investitionen - unter anderem wichtige nationale Förderprogramme aussetzen - und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, entgegen der Annahme in der vorliegenden Prognose, nicht auflösen, könnte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken.

Branchenspezifische Risiken

Saisonalität: Der Absatz von Felgen und Reifen ist saisonabhängig und kann von Faktoren wie Wetterbedingungen und Reiseverhalten beeinflusst werden. Händler müssen sich auf schwankende Nachfrage einstellen und möglicherweise größere Bestände für den saisonalen Bedarf halten.

Liquiditätsrisiken

Durch das vorliegende Saisongeschäft erreicht die Liquidität für gewöhnlich in den Wintermonaten Dezember und Januar ihren Tiefpunkt. Diesen Liquiditätsengpass kann im Eintrittsfall durch eine eingeräumte Kreditlinie der Hausbank abdeckt werden.

Refinanzierungsrisiken

Refinanzierungsrisiken sind bei der DF Automotive nicht vorhanden. Die Kunden im B2C Bereich zahlen per Vorkasse oder über einen Zahlungsdienstleister, der gegen eine Provision in die finanzielle Vorleistung geht. Ein weiteres Zahlungsmittel ist die Finanzierung, auch hier geht das Unternehmen nicht in Vorleistung.

Im B2B Geschäft wird erfahrungsgemäß eine Bonitätsprüfung vor Beginn der Geschäftsbeziehung durchgeführt, um spätere Zahlungsausfälle und damit eine Schädigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermeiden. Um größere Forderungsverluste vermeiden zu können, wurde bereits in der Vergangenheit eine Kreditversicherung abgeschlossen.

Lieferantenrisiko

Ein starkes Lieferantenmanagement stellt eine wichtige Kompetenz des Unternehmens dar. Seit Gründung pflegt das Unternehmen enge und partnerschaftliche Lieferantenbeziehungen. Auch im Jahr 2023 konnten die Lieferantenbeziehungen sehr gut ausgebaut werden und generelle Einkaufskonditionen, Zahlungsvereinbarungen und Bonusvereinbarungen weiter optimiert werden. Die Bonusvereinbarungen mit Lieferanten sind essentieller Bestandteil für die Entwicklung der Ertragslage der DF Automotive und tragen wesentlich zum Jahresergebnis bei.

Insbesondere im großen Felgen und Reifen Bereich ist die Gesellschaft sehr breit aufgestellt und hat so eine äußerst geringe Abhängigkeit von einzelnen Herstellern.

4. Gesamtaussage

Nachdem im Jahr 2023 ein Wachstum und eine Rentabilität verzeichnet wurden, wird für 2024 erneut ein profitables Wachstum erwartet. Der Ausblick bleibt aufgrund anhaltender Risiken wie den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten, der fortgesetzten hohen Inflation und den politischen Entwicklungen in China mit Unsicherheit behaftet. Dennoch besteht Zuversicht, ein positives Ergebnis zu erzielen. Diese Einschätzung gründet sich insbesondere auf die Normalisierung der Lieferfähigkeit im vergangenen Jahr und die aktuelle Erwartung, dass keine wesentlichen Beeinträchtigungen auftreten werden. Zudem wird davon ausgegangen, dass weiterhin von der Nachfrage nach den angebotenen Produkten und Dienstleistungen profitiert werden kann. Weiterhin ist geplant, durch die Umsetzung strategischer Maßnahmen das Potenzial der bestehenden Verkaufskanäle weiter zu optimieren und auszuschöpfen.

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Flensburg, den 31. März 2024

gez.

Daniel Jonas

und

Felix Lemke

die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 434.492,30 438.454,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 126.226,30 84.484,30
II. Sachanlagen 308.266,00 353.970,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.619,00 2.698,00
2. technische Anlagen und Maschinen 163.101,00 156.377,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.546,00 194.895,00
B. Umlaufvermögen 4.176.292,40 3.779.889,78
I. Vorräte 1.020.151,08 726.197,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.303.828,36 2.535.609,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 852.312,96 518.083,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 160.552,80 161.612,08
Aktiva 4.771.337,50 4.379.956,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 740.011,55 172.368,47
I. Gezeichnetes Kapital 27.500,00 27.500,00
II. Kapitalrücklage 45.000,00 45.000,00
III. Gewinnvortrag 99.868,47 481.167,35
IV. Jahresüberschuss 567.643,08 -381.298,88
B. andere Sonderposten 500.000,00 500.000,00
C. Rückstellungen 344.063,34 240.653,30
D. Verbindlichkeiten 3.167.752,61 3.433.798,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 256.622,07 94.240,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.911.130,54 3.339.558,39
E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.750,00
F. Passive latente Steuern 15.760,00 33.136,00
Passiva 4.771.337,50 4.379.956,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.352.181,54 12.152.044,51
2. Personalaufwand 5.089.561,32 5.118.786,22
a) Löhne und Gehälter 4.249.230,87 4.280.856,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 840.330,45 837.930,19
3. Abschreibungen 169.001,45 147.116,37
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 162.894,02 138.631,99
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 6.107,43 8.484,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.440.531,83 7.292.633,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.774,12 2.606,09
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.518,03 41.143,96
davon aus verbundenen Unternehmen 21.529,92 22.263,84
davon Erträge aus Abzinsung 232,57
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.201,33 2.480,20
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 95.777,29 8.137,50
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 17.376,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.121,00
8. Ergebnis nach Steuern 606.626,35 -375.965,74
9. sonstige Steuern 1.483,27 -32.166,86
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 37.500,00 37.500,00
11. Jahresüberschuss 567.643,08 -381.298,88

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DF Automotive GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Flensburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Flensburg
Register-Nr.: HRB 9221 FL

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 722.773,71 Euro (Vorjahr: 1.623.980,46 Euro).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 720.077,73 Euro (Vorjahr: 718.239,84 Euro). Diese haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Erläuterung stille Beteiligung

Es handelt sich um eine stille Beteiligung der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 41.999,72 Euro (Vorjahr: 55.999,76 Euro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 41.999,72.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 3.015.192,73 Euro (Vorjahr: 3.257.318.47 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 152.559,88 Euro (Vorjahr: 176.479,92 Euro).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,- Euro (Vorjahr: 0,- Euro).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 15.760,00 Euro. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgte auf Basis eines Ertragssteuersatzes in Höhe von 30,16 % (Vorjahr: 30,17 %). Der Ertragssteuersatz umfasst die Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer sowie der darauf anfallende Solidaritätszuschlag.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: - 17.376,00 Euro.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB in Höhe von TEuro 4.230,0.

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 8.637.813,82 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Hiervon entfallen TEuro 911,6 auf das Geschäftsjahr 2024.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 18,00
Angestellte 74,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 90,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 21,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Daniel Jonas

Weitere Geschäftsführer: Felix Lemke

Die ausgeübten Berufe entsprechen der Organtätigkeit im Unternehmen.

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an: Daniel Jonas, Felix Lemke

Die Gesamtleitung hatten die nachfolgenden Personen:

Daniel Joans

Felix Lemke

Die ausgeübten Berufe entsprechen der Organtätigkeit im Unternehmen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 567.643,08 Euro.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 667.511,55 Euro, der zu verwenden ist.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0,00 Euro vorgesehen. Auf neue Rechnung werden 667.511,55 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Flensburg, 26.03.2024

gez.

Daniel Jonas

und

Felix Lemke

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 141.241,48 68.162,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.794,80
2. technische Anlagen und Maschinen 229.348,43 23.199,97 371,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.024,33 67.859,05
Summe Sachanlagen 871.167,56 91.059,02 371,40
Summe Anlagevermögen 1.012.409,04 159.221,02 371,40
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 209.403,48 56.757,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.794,80 8.096,80
2. technische Anlagen und Maschinen 252.177,00 72.971,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 698.883,38 436.129,33
Summe Sachanlagen 961.855,18 517.197,56
Summe Anlagevermögen 1.171.258,66 573.954,74
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.420,00 83.177,18 126.226,30 84.484,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.079,00 9.175,80 1.619,00 2.698,00
2. technische Anlagen und Maschinen 16.186,97 82,40 89.076,00 163.101,00 156.377,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.208,05 555.337,38 143.546,00 194.895,00
Summe Sachanlagen 136.474,02 82,40 653.589,18 308.266,00 353.970,00
Summe Anlagevermögen 162.894,02 82,40 736.766,36 434.492,30 438.454,30

Bericht des Aufsichtsrats

In Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag wurde kein Aufsichtsrat im Sinne des § 52 GmbHG bestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Daniel Jonas

und

Felix Lemke

die Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gemäß §328 (1a) HGB wird darauf hingewiesen, dass bei der Offenlegung des Jahresabschlusses für die DF Automotive GmbH für das Geschäftsjahr 2023, die Offenlegung nur teilweise, das heißt nicht in vollem Umfang und entsprechend gesetzlicher Auflagen gekürzt (§276, §288, §327 HGB), erfolgt ist.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DF Automotive GmbH, Flensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DF Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DF Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 02. Mai 2024

KS auditing GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kffr. Steffi Krätzschmar, Wirtschaftsprüferin

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