Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 24948
Eingetragen
8.10.2013
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die beratende Tätigkeit, die Planung und Entwicklung sowie Montage von lufttechnischen, wärmetechnischen, verfahrenstechnischen und umwelttechnischen Anlagen und Einrichtungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Nina Sturm
seit 6.2.2024
Geschäftsführer
Francesco Marcon
seit 6.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

TANN Corporation
United States
112.500 €
75.00%
Germany
3.750 €
2.50%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TANN EUROPE GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Wirtschaftslage und Geschäftsentwicklung
1.1 Unternehmensstruktur

Die im Jahr 2013 gegründete TANN EUROPE GmbH ("TANN") mit Sitz in Essen und Betriebsstätte in Bochum bietet weltweit Produkte, Dienstleistungen und Systeme aus dem Bereich der thermischen und katalytischen Abluftreinigung an sowie die Planung und Beratung im Bereich der industriellen Energieversorgung und Wärmeversorgung (im Weiteren: Produktbereich VT). Des Weiteren gehört zum Leistungsspektrum von TANN die Planung und Ausführung von Energiezentralen.
TANN realisiert dabei Systeme in den unterschiedlichsten Industriebereichen, u.a. Getränkedosen-, Lebensmittel- und Spanplattenherstellung, Automobilindustrie, Coil Coating, Holzindustrie, Chemische Industrie, Folienherstellung und Papierindustrie.
TANN arbeitet eng mit der TANN Corporation, USA, zusammen, die den amerikanischen Markt abdeckt.
Im Jahr 2019 wurde das Geschäftsfeld von TANN um den Bereich von Wärme und Trocknungsanlagen in der Papier und Karton herstellenden Industrie (im Weiteren: Produktbereich PP) erweitert, um dem eigenen Anspruch an gesamtheitlichen und nachhaltig energetischen Lösungen zu entsprechen.

1.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hierzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 um 0,1 % preis-, saison- und kalenderbereinigt zurückgegangen, im vierten Quartal sogar um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Insgesamt hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % abgenommen.
Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (‑0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten verringerten sich deutlich.
Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des BIP um 0,4 % erwartet. Grund für das geringe Wachstum ist, dass die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt ist als andere große westliche Volkswirtschaften.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurde die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland erbracht (Inlandskonzept); das waren 333.000 Personen mehr als im Jahr 2022.
1.3 Unternehmensentwicklung
1.3.1 Umsatzentwicklung
Der Nettoumsatz von TANN Europe GmbH lag mit TEUR 19.211,1 um 16,3 % über Vorjahr (TEUR 16.521,1).
Die Umsätze nach Regionen entwickelten sich wie folgt:
In Deutschland lag der Umsatz mit TEUR 11.517,5 um 31,8 % über dem Vorjahresumsatz (TEUR 8.738,3).
Der Umsatz in den übrigen Ländern der Europäischen Gemeinschaft sank dagegen um TEUR 2.857,9 auf TEUR 4.343,0.
Die sonstigen Exportländer verzeichneten eine Umsatzsteigerung um 475,9 % auf TEUR 3.350,6 (Vorjahr TEUR 581,8).
Bezogen auf die beiden Produktbereiche teilte sich der Gesamtumsatz im Jahr 2023 mit 53,8 % auf den Produktbereich VT und mit 46,2 % auf den Produktbereich PP auf.
Das Neuanlagengeschäft machte im Jahr 2023 ca. 72,6 % der Umsatzerlöse aus. Davon entfielen 39,8 % auf den Produktbereich VT und 60,2 % auf den Produktbereich PP.
27,4 % der Umsätze wurden im Bereich After Sales generiert, davon mit 90,7 % wesentlich im Bereich VT und 9,3 % im Produktbereich PP.
1.3.2 Mitarbeitende
Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden bei TANN 34,25 Mitarbeitende (ohne Geschäftsführung) einschließlich einer Auszubildenden beschäftigt (Vorjahr 31,25 / 0). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Gesamtleistung) lag mit 15,9 % um 2,8 Prozentpunkte über Vorjahr.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
2.1 Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 786,3 nach TEUR 1.206,6 im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) betrug TEUR 1.173,4 und lag damit um TEUR 630,5 unter dem Vorjahr.
Die Umsätze von TANN haben sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um 16,38 % erhöht, aber die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Bestandsminderung von TEUR 2.285,1 um TEUR 680,2 (./. 3,9 %) auf TEUR 16.926,0 gesunken.
Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zur Gesamtleistung) erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 72,0 % der Gesamtleistung.
Der Rohertrag (Gesamtleistung minus Wareneinsatz) lag mit TEUR 4.736,7 um TEUR 303,5 unter Vorjahr (./. 6,0 %), die Rohertragsquote sank um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr 28,0 % der Gesamtleistung.
Die ordentlichen betrieblichen Aufwendungen abzüglich der ordentlichen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 603,4 gestiegen, was einer Steigerung von 19,1 % entspricht. Hier fallen wesentlich die um TEUR 391,0 gestiegenen Personalaufwendungen aufgrund der Personalaufstockung sowie allgemeine Gehaltssteigerungen ins Gewicht sowie der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um TEUR 85,1. Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich vermindert.
Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie außerordentlichen bzw. neutralen Erträgen und Aufwendungen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 48,1 % auf TEUR 977,8 vermindert.
Das Zinsergebnis verbesserte sich geringfügig von ./. TEUR 30,6 auf ./. TEUR 28,9.
Das neutrale Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 274,7 auf TEUR 224,5. Ursächlich hierfür waren staatliche Investitionszuschüsse sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen bei um TEUR 17,5 gestiegenen Forderungsverlusten.

2.2 Vermögenslage
Das Anlagevermögen lag mit TEUR 2.778,6 um TEUR 93,6 über dem Vorjahr. Die Investitionen erhöhten sich um TEUR 118,6 auf TEUR 258,1.
Das Anlagevermögen ist zu 230,2 % durch Eigenkapital und langfristige Mittel gedeckt.
Während die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um TEUR 165,7 (+ 103,6 %) anstiegen, verminderten sich die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen einschließlich geleisteter Anzahlungen um TEUR 3.346,3 (./. 73,0 %) auf TEUR 1.240,0. Mit dieser Reduzierung geht auch die Verminderung der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 2.471,8 einher.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 13,3 % auf TEUR 4.393,2 (Vorjahr: TEUR 5.065,6).
Sämtliche erkennbaren Verluste und Risiken sind über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 44,2 (+ 2,7 %) erhöht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit TEUR 1.535,0 um TEUR 124,9 unter dem Vorjahreswert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 47,8 % (TEUR 1.071,9) auf TEUR 1.169,4.
Die Bilanzsumme verminderte sich von TEUR 14.600,2 im Vorjahr auf nunmehr TEUR 11.667,7, was einer Verminderung um 20,1 % entspricht. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 40,7 % (Vorjahr: 27,7 %).

2.3 Finanzlage
TANN ist derzeit zur Unterhaltung seines Geschäftsbetriebs nicht auf Bankdarlehen angewiesen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten betreffen ausschließlich die Investitionen in das in 2021/2022 auf erworbenen Grundstücken neu errichtete Betriebsgebäude.
Die stichtagsbezogene Liquidität lag bei TEUR 2.809,1 (Vorjahr: TEUR 1.989,8).
Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat unter anderem mit ihrem DRS 21 Grundsätze für die Erstellung einer Kapitalflussrechnung entwickelt. Nach DRS 21 ergeben sich folgende Cashflows:


2023
2022
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
TEUR 1.311,6
TEUR 75,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
./. TEUR 257,3
./. TEUR 135,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
./. TEUR 235,0
./. TEUR 521,3


2.4 Gesamtaussage
Die Geschäftsführung von TANN bewertet den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als befriedigend. Der im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Umsatz wurde durch eine entsprechende Bestandsminderung an teilfertigen Erzeugnissen sowie durch gestiegene Kosten überkompensiert.
3. Bericht über Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)

Im Rahmen der überregionalen weltweiten Tätigkeit ist das Unternehmen TANN einer Reihe von typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Der Umgang mit ihnen ist Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit. Die Risikoanalyse ist ein wichtiges Segment der Unternehmensführung und hat das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Risiken sind für uns interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen.
TANN könnte Risiken in Verbindung mit einer deutschen, europäischen oder weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt werden. Ein weiteres erhebliches Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte in Deutschland eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die voraussichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Zwar dürfte die Industrie- und Konsumkonjunktur von den jüngsten Preisrückgängen bei Rohöl, Strom und Erdgas profitieren, jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft und somit auch von TANN haben.
Für TANN ist der After Sales Markt weltweit der wichtigste Baustein für den zuverlässigen und dauerhaften Betrieb der Systeme in allen Industriebereichen. Daher steht das Serviceteam von TANN seinen Geschäftskunden weltweit 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung. Sollte die zu beobachtende problematische Entwicklung bei der Personalrekrutierung sowie die abnehmende Bereitschaft der Mitarbeiter auf Tätigkeiten nach Dienstschluss und am Wochenende (Stichwort: Work Life Balance) zunehmen und TANN den 24/7-Service nicht aufrechterhalten können, drohen Umsatz- und Ertragsrückgänge sowie der mögliche Verlust von wesentlichen Marktanteilen.
Bei der Beschaffung von Betriebsstoffen ist TANN außerordentlich stark auf Vorlieferanten angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter macht es erforderlich, auf Qualität, Liefertermine sowie gegebenenfalls Kosten Einfluss zu nehmen. Durch ein direkt mit dem Projektcontrolling verbundenen Warenwirtschaftssystem in Verbindung mit intensiver Beobachtung der Marktverhältnisse und Kooperation mit Lieferanten wird versucht, hieraus resultierende Risiken zu minimieren. Hier sind insbesondere Preisschwankungen von Rohmaterial sowie wirtschaftliche und politische Veränderungen in den Einkaufsmärkten zu nennen.
Als Chance ist vor allem das Angebot des 24/7-Services zu sehen, da Konkurrenzunternehmen diesen zwar teilweise auch anbieten, aber mit denselben oben beschriebenen Problemen zu kämpfen haben. Gelingt es TANN, dieses Serviceangebot aufrecht zu erhalten, dürfte dies einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung vor der Konkurrenz bedeuten.

4. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

Das ifo-Institut erwartet für 2024 eine leichte Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Für 2025 wird ein Zulegen der Wirtschaftsleistung um 1,5 % prognostiziert.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht die Wirtschaftsperspektiven in Deutschland für das Jahr 2024 aufgrund der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft aufgrund der geopolitischen Konflikte und Verwerfungen eingetrübt. Deutsche Unternehmen investieren kaum. Für 2024 erwarten zwar 27 % der vom IW befragten Unternehmen höhere Investitionsausgaben als im Jahr 2023, der Anteil der Betriebe mit geringeren Investitionsbudgets liegt jedoch bei 36 %.
TANN hat in der Vergangenheit seine Umsätze wesentlich im Bereich der Energietechnik, der Papierindustrie, Getränkedosenherstellern und mit Herstellern von Verpackungsfolien und Transferfolien gemacht. Die Geschäftsführung von TANN sieht dabei die Papierindustrie als stabil bis steigend an, während sie davon ausgeht, dass bei den Herstellern von Getränkedosen sowie Verpackungs- und Transferfolien keine Neuanlagen nachgefragt werden, dafür aber in diesen Bereichen ein erhöhter Service- und Optimierungsbedarf besteht.
Beim Liefer- und Leistungsumfang sieht TANN einen steigenden Bedarf im Bereich der Serviceleistungen (bisher 27,4 % Umsatzanteil). Bei Neuanlagen in den Produktbereichen VT und PP deutet vieles auf einen geringeren Bedarf hin.
Der Nettoumsatz lag bei TANN in den ersten sieben Monaten des Jahres 2024 bei TEUR 3.591,8 und damit 46,9 % über den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Die Gesamtleistung per 31. Juli 2024 betrug EUR 4.126,0. Insgesamt erwarten wir für 2024 mit EUR 11,2 Mio. eine um 33,9 % niedrigere Gesamtleistung als im Vorjahr. Aufgrund einer geplanten Steigerung der Umsatzerlöse im After-Sales Markt mit einer deutlich höheren Marge als im Anlagenbau, gehen wir auf Basis der geplanten Liefertermine von einem Rohertrag im Geschäftsjahr 2024 von knapp EUR 4,0 Mio. aus bei einer Gesamtrohertragsquote von 35,6 %. Für 2024 planen wir mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von ca. TEUR 640.

Bochum, 16. August 2024
Franz-Josef Schanze    Nina Sturm  Francesco Marcon (Geschäftsführer)  (Geschäftsführerin) (Geschäftsführer)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.778.644,37 2.685.010,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.524,00 22.077,00
II. Sachanlagen 2.763.120,37 2.662.933,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.601.280,27 2.516.476,27
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.772,00 146.457,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.068,10  
B. Umlaufvermögen 8.866.756,99 11.896.934,88
I. Vorräte 1.565.650,93 4.746.294,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.492.003,29 5.160.850,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.809.102,77 1.989.790,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.257,42 18.227,66
Aktiva 11.667.658,78 14.600.172,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.753.725,56 4.047.391,80
I. ausgegebenes Kapital 138.750,00 142.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
2. eigene Anteile -11.250,00 -7.500,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
III. Gewinnvortrag 3.828.641,80 2.698.286,94
IV. Jahresüberschuss 786.333,76 1.206.604,86
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 234.330,87 241.951,37
C. Rückstellungen 2.072.326,34 1.957.349,64
D. Verbindlichkeiten 4.607.276,01 8.353.480,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.535.041,91 1.659.931,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 334.708,10 495.880,33
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.737.526,00 6.197.667,74
Passiva 11.667.658,78 14.600.172,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.043.103,81 5.210.936,31
2. Personalaufwand 2.694.841,42 2.303.776,08
a) Löhne und Gehälter 2.245.079,46 1.911.836,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 449.761,96 391.940,07
davon für Altersversorgung 144,00 144,00
3. Abschreibungen 164.067,89 165.723,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 164.067,89 165.723,78
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 972.695,95 897.326,01
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung   22,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.148,99 4.510,16
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.080,14 35.056,36
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung   101,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 387.042,67 597.261,41
8. Ergebnis nach Steuern 795.524,73 1.216.302,83
9. sonstige Steuern 9.190,97 9.697,97
10. Jahresüberschuss 786.333,76 1.206.604,86

Anhang zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die TANN Europe GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Essen unter HRB 24948.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bi­lanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nach den einschlägigen Vorschriften des Ge­sell­schaftsvertrags und auf Basis einer positiven Fortführungsprognose aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) geglie­dert.

Im Interesse der Übersichtlichkeit wurden die gesetzlich in der Bilanz vorgesehenen Angaben über die Restlaufzeiten im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den handelsrechtlichen Bewer­tungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Be­wer­tungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu An­schaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unter­lie­gen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um plan­mäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraus­sichtli­chen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibun­gen auf Zugänge des Sachanla­ge­ver­mögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Abschreibungen des Gebäudes erfolgen über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird der Abgang unterstellt.

Die in Vorjahren im Zusammenhang mit der Herstellung des neuen Bürogebäudes und der damit einhergehenden Betriebsstättenverlagerung erhaltenen Investitions­zuschüsse der NRW.BANK sind als Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt ratierlich im Einklang mit den Abschreibungen auf diese Investitionskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Gängigkeitsab­schläge mangels Verwertbarkeit werden bei Rückläufern von Altprojekten mit 60 % vorgenom­men, Stoffe mit fraglicher Verwertung werden vollständig abgewertet. Insgesamt wurden Gän­gigkeitsabschläge in Höhe von TEUR 121,1 vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse / unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstel­lungskosten umfas­sen die Lohn- und Materialeinzel- und -gemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Sofern ein ent­sprechender Sachver­halt vorliegt, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abge­schrie­ben. Zum 31. Dezember 2023 wurden im Rahmen der verlustfreien Bewertung TEUR 300,4 ab­geschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ange­setzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kre­ditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichti­gung in Höhe von 1,5 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen abzüglich Umsatzsteuer gebildet.

Kassenbestand und Bankguthaben wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwand für eine be­stimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Ver­bindlichkeiten und drohen­den Ver­luste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach ver­nünftiger kaufmänni­scher Be­urtei­lung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. ein­schließlich zukünfti­ger Kosten- und Preis­steigerun­gen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Der Bruttoanlagespiegel zum 31. Dezember 2023 ist in der Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungenhaben sämtlich eine Rest­laufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 5.700,00 ausgewiesen.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft den Geschäftsanteil eines ausgeschiedenen Gesell­schafters im Nennwert von TEUR 7,5 zum Kaufpreis von TEUR 120,0 erworben. Der Gewinn­vortrag wurde um die Rücklage wegen eigener Anteile in Höhe von TEUR 112,5 gemindert. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen weiteren Geschäftsanteil eines ausgeschiedenen Gesellschafters im Nennwert von TEUR 3,75 zum Kaufpreis von TEUR 80,0 erworben. Der Ge­winn­vortrag wurde um die Rücklage wegen eigener Anteile in Höhe von TEUR 76,3 gemindert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von EUR 126.190,47 (Vorjahr: TEUR 124,9) eine Rest­laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von EUR 518.380,83 (Vorjahr: TEUR 512,9) zwischen ein und fünf Jahren sowie in Höhe von EUR 890.470,61 (Vorjahr: TEUR 1.022,2) von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kre­ditinstituten sind vollständig durch Grundschulden gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind weder durch Pfandrechte noch durch sonstige Rechte gesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 334,7 enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 548.317,14 (Vorjahr: EUR 475.843,69) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 8.353,64 (Vorjahr: EUR 6.120,63) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 96,8 (Vor­jahr: TEUR 59,7) aus 13 (Vorjahr: 7) Leasingverträgen, davon TEUR 81,5 Pkw-Leasing.

D. Sonstige Angaben

Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 35,25 (Vorjahr: 32,25) Arbeitnehmer einschließ­lich einem Geschäftsführer sowie einer Auszubildenden beschäftigt.

Geschäftsführung
Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Ing. Franz-Josef Schanze, Essen. Er ist von den Beschränkun­gen des § 181 BGB befreit.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 sind zusätzlich Frau Nina Sturm, Bochum, sowie Herr Francesco Marcon, Unna, zu Geschäftsführern bestellt. Beide Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen. Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführung entspricht der Organstellung
Auf die Angabe der im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Essen, 16. August 2024
Franz-Josef Schanz    Nina Sturm     Francesco Marcon



BRUTTOANLAGENSPIEGEL


Anschaffungskosten/Herstellungskosten

Stand am
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand am

01.01.2023
2023
2023
2023
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





    Entgeltlich erworbene





    Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte





    und ähnliche Rechte und Werte sowie





    Lizenzen an solchen Rechten und Werten
42.898,59
0,00
0,00
10.148,00
32.750,59
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte





    und Bauten einschließlich der Bauten auf





    fremden Grundstücken
2.627.659,88
158.249,40
0,00
0,00
2.785.909,28
 2. Andere Anlagen, Betriebs- und





    Geschäftsausstattung
344.863,98
98.730,49
0,00
55.558,58
388.035,89
3. Geleistete Anzahlungen
0,00
1.068,10
0,00
0,00
1.068,10

2.972.523,86
258.047,99
0,00
55.558,58
3.175.013,27

3.015.422,45
258.047,99
0,00
65.706,58
3.207.763,86

Abschreibungen
Buchwerte

Stand am
Zugang
Abgang
Stand am
Stand
Stand

01.01.2023


31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände






    Entgeltlich erworbene






    Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte






    und ähnliche Rechte und Werte sowie






    Lizenzen an solchen Rechten und Werten
20.821,59
6.550,00
10.145,00
17.226,59
15.524,00
22.077,00
II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte






    und Bauten einschließlich der Bauten auf






    fremden Grundstücken
111.183,61
73.445,40
0,00
184.629,01
2.601.270,27
2.516.476,27
 2. Andere Anlagen, Betriebs- und






    Geschäftsausstattung
198.406,98
84.072,49
55.215,58
227.263,89
160.772,00
146.457,00
3. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
1.068,10
0,00

309.590,59
157.517,89
55.215,58
411.892,90
2.763.110,37
2.662.933,27

330.412,18
164.067,89
65.360,58
429.119,49
2.778.634,37
2.685.010,27

sonstige Berichtsbestandteile


Essen, 16. August 2024
Franz-Josef Schanze (Geschäftsführer)
Nina Sturm (Geschäftsführerin)
Francesco Marcon (Geschäftsführer)


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die TANN EUROPE GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TANN EUROPE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TANN EUROPE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstiger Sachverhalt
Die Jahresabschlussprüfung ist eine Erstprüfung, der vorhergehende Jahresabschluss war nicht prüfungspflichtig. Die Vergleichsangaben wurden nicht geprüft.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft ermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Dortmund, den 16. August 2024 Revision Rhein-Ruhr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dortmund
Dipl.-Kfm. Oliver Mehlan  Dipl.-Kfm. Michael Ernst Wirtschaftsprüfer  Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.