CBC-Projekt-GmbH
Selbe AdresseBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Goran Biewald-Vukovic seit 8.9.2023 | Geschäftsführer |
Mark Olaf Gebauer seit 21.12.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Permira VII AE1 SCSp | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cerebro GP GmbHFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhalt KONZERNLAGEBERICHT 2022 KONZERNABSCHLUSS Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022 1 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 KONZERNANHANG 1 Unternehmensinformationen 1.1 Berichtseinheit und allgemeine Informationen 1.2 Grundlagen der Abschlusserstellung 1.3 Konsolidierungskreis 1.4 Konzerngesellschaften 1.5 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen 2 Schätzungen und Ermessensentscheidungen 2.1 Allgemeine Grundsätze 2.2 Wirtschaftliche Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2.3 Besteuerung 2.4 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten 2.5 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten 2.6 Ertragsteuern und aktive latente Steuern 2.7 Unternehmensfortführung 3 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1 Immaterielle Vermögenswerte 3.2 Sachanlagen 3.3 Fremdkapitalkosten 3.4 Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Sachanlagen 3.5 Leasingverträge 3.6 Finanzinstrumente 3.7 Vorräte 3.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.9 Zuwendungen der öffentlichen Hand 3.10 Rückstellungen 3.11 Leistungen an Arbeitnehmer - Abfindungen 3.12 Umsatzerlöse 3.13 Finanzielle Erträge und Aufwendungen 3.14 Ertragsteuer 3.15 Fremdwährungen 3.16 Einstufung nach lang- und kurzfristig 3.17 Unternehmenszusammenschlüsse 4 Nicht rechnungslegungsrelevante Kennzahl 4.1 Bereinigtes EBITDA 5 Finanzielles Risikomanagement 5.1 Kreditrisiko 5.2 Liquiditätsrisiko 5.3 Marktrisiko 5.4 Kapitalmanagement 6 Unternehmenszusammenschlüsse und Veränderungen bei Tochtergesellschaften 7 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstigem Gesamtergebnis sowie Konzern-Bilanz 7.1 Umsatzerlöse 7.2 Aufwendungen gegliedert nach Art 7.3 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 7.4 Sonstige Erträge und Aufwendungen 7.5 Finanzaufwand 7.6 Finanzerträge 7.7 Ertragsteuer 7.8 Immaterielle Vermögenswerte 7.9 Sachanlagen 7.10 Nutzungsrechte 7.11 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.12 Vorräte 7.13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 7.14 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 7.15 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.16 Eigenkapital 7.17 Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen 7.18 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7.19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.20 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7.21 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 8 Finanzinstrumente nach Kategorien 9 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 10 Zusammensetzung und Vergütung der Gremien 11 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers 12 Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und außerbilanzielle Posten 13 Ereignisse nach dem Stichtag KONZERNLAGEBERICHT 20221. Grundlagen Diese Darstellung der Geschäfts- und Finanzlage ist zusammen mit dem in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 zu lesen, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, die in der Europäischen Union anzuwenden sind und vom International Accounting Standards Board veröffentlicht wurden. Die Cerebro GP GmbH wurde am 20. Juli 2020 nach deutschem Recht unter der Firma Blitz F20-891 GmbH als Vorratsgesellschaft gegründet. Durch einen Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 18. September 2020 wurden alle Anteile an der Cerebro GP GmbH an die derzeitige Alleingesellschafterin Permira VII AE1 SCSp, eingetragen im Handels- und Firmenregister Luxemburg unter B233210, verkauft und übertragen. Die Konzernkonsolidierung der Cerebro GP GmbH als Muttergesellschaft umfasst die Aktivitäten der Neuraxpharm-Gruppe. Die Neuraxpharm-Gruppe ihrerseits konsolidiert die Aktivitäten der Neuraxpharm Arzneimittel GmbH, Cerebro Spain BidCo, S.L.U., Neuraxpharm Holdco Iberia, S.L.U., Laboratorios Lesvi, S.L.U., Inke, S.A.U., Neuraxpharm Spain, S.L.U., Dari Pharma, S.L.U. und Healthtech S.L.U. Von der Muttergesellschaft ebenfalls konsolidiert werden die Aktivitäten der Neuraxpharm Italy Holdco S.p.A., die ihrerseits die Aktivitäten der am 30. Juni 2017 von Neuraxpharm Italy Holdco S.p.A. erworbenen Neuraxpharm Italy S.p.A. konsolidiert, ferner die Aktivitäten von Neuraxpharm France S.A.S., die am 2. Juli 2018 von Neuraxpharm France Holding S.A.S. übernommen wurde, und die Aktivitäten von Neuraxpharm Czech s.r.o., die ihrerseits die Aktivitäten von Neuraxpharm Bohemia s.r.o. konsolidiert, welche auch die Aktivitäten von Neuraxpharm Slovakia, a.s. und Neuraxpharm Hungary Kft. konsolidiert, die von Neuraxpharm Czech s.r.o. am 31. Januar 2019 erworben wurden, darüber hinaus die Aktivitäten der S.T.U. GmbH und der Neuraxpharm Switzerland AG, die am 25. Oktober 2019 von Neuraxpharm Holdco S.à r.l. erworben wurde. 2018 gründete der Konzern Neuraxpharm UK Limited. 2019 gründete der Konzern die Gesellschaften Neuraxpharm Portugal Unipessoal und Neuraxpharm Austria GmbH, welche am 19. Dezember 2019 die Easypharm OTC GmbH und die Frank & Co. GmbH übernahm, sowie Neuraxpharm Polska sp. z o.o. 2020 übernahm der Konzern Medinutrix Limited, um die Geschäftstätigkeit in Irland aufzunehmen, und gründete Neuraxpharm Sweden AB, Neuraxpharm Finland Oy und Neuraxpharm Denmark Aps für eine zukünftige Geschäftstätigkeit in den Nordischen Ländern Europas. Im März 2021 gründete der Konzern Neuraxpharm Norway AS als Basis für zukünftige Geschäftsaktivitäten in Norwegen. 2022 erwarb der Konzern das griechische Unternehmen Brain Therapeutics Monoprosoph I.K.E., um sein Geschäft in Griechenland anzukurbeln. Zum Jahresende 2022 gründete der Konzern außerdem Neuraxpharm Netherlands B.V. und Neuraxpharm Belgium, wodurch er seine Präsenz auf dem größten Teil des europäischen Kontinents festigte und verstärkte. Der Konzern Cerebro GP GmbH ist ein führendes europäisches Spezialpharmaunternehmen, das sich auf die Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) konzentriert und zum 31. Dezember 2022 in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, der Schweiz, Portugal, Österreich, Irland, Schweden, Griechenland, Dänemark, Norwegen, Finnland, Island, Niederlande und Belgien direkt vertreten ist. Die Cerebro GP GmbH mit den ihr untergeordneten Konzernunternehmen tritt unter dem Namen Neuraxpharm im Markt auf. Verweise auf den Konzern erfolgen daher auf "Neuraxpharm". 2. Ergebnis der Geschäftstätigkeit Im Jahr 2022 haben die Cerebro GP GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("der Konzern") trotz Arzneimittelknappheit und allgemeiner wirtschaftlicher Lage ausgelöst durch den Ukraine Krieg und des in der Pharmabranche herrschenden Wettbewerbs ein solides Geschäftsergebnis erzielt. Der Konzern hat im Berichtszeitraum einen Nettoerlös von TEUR 360.275 (2021: TEUR 319.587) erzielt. Der Bruttogewinn für den Berichtszeitraum beträgt TEUR 173.276 (2021: TEUR 122.440) und entspricht 48 % (2021: 38 %) des Konzernumsatzes. Die Marketing- und Vertriebskosten betrugen im Berichtszeitraum TEUR 73.230 (2021: TEUR 45.673), was 20,3 % (2021: 14,3 %) des Konzern-Nettoerlöses entspricht. Die Aufwendungen sind hauptsächlich auf die Umsetzung der Konzernstrategie zurückzuführen, das komplette Konzernportfolio an Markenprodukten, differenzierten und hochtechnologischen Barriere-Arzneimitteln sowie Consumer-Healthcare-Produkten zu bewerben und zu vermarkten. Darüber hinaus hat der Konzern in Außendienstmitarbeiter und andere Funktionen investiert, die die Vermarktung neuer Pipeline-Produkte und produktübergreifende Synergien zwischen den Konzernunternehmen unterstützen sollen. Insgesamt beläuft sich das EBITDA für den Berichtszeitraum auf TEUR 93.266. (2021: TEUR 58.789). Das bereinigte EBITDA für den Zeitraum beläuft sich auf TEUR 116.198 (2021: TEUR 106.430); dies entspricht 32,3 % (2021: 33,3 %) des Nettoumsatzes. Das bereinigte EBITDA ist definiert als Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Einmalkosten (in Zusammenhang mit Akquisitionen, außerordentlichen Rechtsstreitigkeiten, Geschäftsumstrukturierungen und anderen Posten, die normalerweise nicht häufig auftreten und als außergewöhnlich oder einmalig angesehen werden). Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 105.855 (2021: TEUR 8.461), die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende 2022 auf TEUR 58.679 (2021: TEUR 49.725). Die Finanzerträge beliefen sich auf TEUR 1.891 (2021: TEUR 1.533), hauptsächlich aufgrund der Devisenkursgewinne. Die Finanzaufwendungen betrugen TEUR -44.246 (2021: TEUR -37.303) und waren insbesondere durch Zinsaufwendungen bedingt. Das Finanzergebnis, belief sich auf TEUR -42.355 (2021: TEUR -35.770). Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von TEUR 8.639 (2021: TEUR 6.563) belief sich das Periodenergebnis auf TEUR 28.887 (2021: TEUR -28.110). 3. Externe Faktoren, die das Geschäftsjahr beeinflusst haben a) Lieferketten für Arzneimittel unter einem noch nie dagewesenen Druck. Die hohe Inflation und erhebliche Belastungen der Lieferketten waren einer der wichtigsten externen Faktoren des Jahres 2022. Die internationalen Lieferketten sind unter Druck geraten, was zum Teil auch auf die Situation in der Ukraine zurückzuführen ist. Der Pharmasektor war von diesem Druck keineswegs ausgenommen. Der Inflationsdruck hat die Kosten für Energie, Rohstoffe, Verpackung, Transport und alle weiteren Elemente bei der Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln in die Höhe getrieben. Gleichzeitig hatte die COVID-19-Pandemie vor allem in vielen südostasiatischen Ländern nachhaltige Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund hat Neuraxpharm unermüdlich daran gearbeitet, die Lieferketten zu erhalten und den Zugang zu Arzneimitteln weiter zu ermöglichen, insbesondere dort, wo diese am dringendsten benötigt wurden. Neuraxpharm hat diverse Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Lieferkette ergriffen, indem es die Sicherheitsbestände erhöht, Technologietransfers zum spanischen Herstellungsort für fertige Darreichungsformen (FDF) des Konzerns durchgeführt und die Anzahl der Vertragshersteller (CMO) erweitert hat, mit denen Neuraxpharm zusammenarbeitet. Die Inflation hat große Auswirkungen auf die pharmazeutische Industrie, da die meisten Verkaufspreise festgeschrieben sind und nicht ohne Weiteres bei gestiegenen Herstellkosten angepasst werden können. Jedoch war Neuraxpharm in der Lage, die Preise bei einigen Produkten wie beim OTC- und im B2B-Geschäft zu erhöhen. b) Weitere externe Faktoren Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das operative Geschäft des Neuraxpharm-Konzerns blieben im Jahr 2022 im Wesentlichen unverändert. Neuraxpharm war während des ganzen Jahres in verschiedene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die aus dem operativen Geschäft resultieren. Obwohl es nicht möglich ist, den Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten vorherzusagen, wird nicht erwartet, dass diese einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. Die Änderungen der länderspezifischen, politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen werden von uns sorgfältig beobachtet und bewertet. Wir gehen nicht davon aus, dass sich daraus wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben werden. 4. Geschäftsmodell Neuraxpharm ist ein führendes europäisches Spezialpharmaunternehmen, das sich auf die Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) einschließlich psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen, spezialisiert hat. Neuraxpharm verfügt über ein einzigartiges Verständnis des ZNS-Marktes, das der Konzern in 35 Jahren erworben hat. Neuraxpharm arbeitet ständig an neuen Produkten und Lösungen für bislang ungedeckte Patientenbedürfnisse und erweitert sein Portfolio durch seine Pipeline, Partnerschaften und Übernahmen. Der Konzern beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und entwickelt und vermarktet ZNS-Produkte zum einen über seine direkte Präsenz in mehr als 20 Ländern in Europa und weltweit über Partner in mehr als 60 Ländern. Der Konzern stellt viele seiner pharmazeutischen Produkte und Wirkstoffe in seinen Produktionsstätten in Spanien her. Neuraxpharm verfügt über ein hochqualifiziertes und erfahrenes F&E- und Business Development-Team, das an über 50 ZNS-Projekten in der Pipeline arbeitet. Die Entwicklung konzentriert sich darauf, den ungedeckten Bedarf von ZNS-Patienten durch Innovation und Mehrwert unserer Produkte zu decken. Im Einklang mit seiner Strategie, das europaweit führende ZNS-Unternehmen zu werden, hat der Konzern 2022 weiterhin neue Märkte (Benelux und Griechenland) evaluiert und M&A- und Partnerschaftsprojekte zur Erweiterung des Portfolios an ZNS-Produkten realisiert. 5. Wirtschaftliche Entwicklung 5.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Nach Aussage des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde die Weltwirtschaft im Jahr 2022 durch den Russland-Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Zur Eindämmung der Inflation haben die Zentralbanken immer wieder die Zinssätze erhöht, wodurch die Inflation bis zu einem gewissen Grad gedämpft wurde. Dennoch ist davon auszugehen, dass sie noch längere Zeit weltweit auf einem hohen Stand bleiben wird. Hauptgründe für diesen allgemeinen Preisanstieg sind die anhaltenden Spannungen auf der Angebotsseite, die vor allem auf fehlende Investitionsausgaben während der Pandemie und steigende Energiepreise zurückzuführen sind, und der Anstieg der Kosten für Dienstleistungen. Den jüngsten Prognosen des IWF zufolge wird das globale BIP im Jahr 2022 um 3,4 % steigen (2021: 6,2 %). Die Wirtschaftstätigkeit hat sich nach der Rezession und der COVID-19-Pandemie wieder spürbar erholt. Weltweit stieg die Inflation von 4,7 % im Jahr 2021 auf 8,8 % im Jahr 2022. Neuraxpharm ist auf Märkten tätig, deren Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt 2022 analog zu der globalen Konjunktur gestiegen sind. Ungeachtet der allgemeinen Situation konnte der Konzern eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Trotz eines immer noch COVID-bedingt schwächeren Marktumfeldes erzielte Neuraxpharm ein bereinigtes EBITDA von TEUR 116.198 (2021: TEUR 106.430). 5.2 Branchenspezifische Entwicklung In Europa ist der Markt für verschreibungspflichtige ZNS-Pharmaprodukte (Rx) im Jahr 2022 wertmäßig (EUR) um +3 % gestiegen, und die jährliche Wachstumsrate (CAGR) der letzten 3 Jahre 20-22 liegt bei 4,4 %. Das Wachstum der EU-Märkte betrug 2022 in den für Neuraxpharm wesentlichsten Ländern in Italien (+7 %), in Deutschland ( + 1 %), in Spanien (+5 %) und in Frankreich (+0 %). Der Tätigkeitsschwerpunkt von Neuraxpharm liegt auf Arzneimitteln für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS), mit denen chronische Krankheiten behandelt werden, weshalb die Auswirkungen von COVID-19 auf unsere Kernmärkte beschränkt waren. Allerdings führte die Pandemie-Situation dazu, dass in den Jahren 2020-2021 weniger neue Patienten die Ärzte (Neurologen und Psychiater) aufsuchten, was im Jahr 2022 aber wieder aufgeholt wurde. Unsere Verkaufsförderung erfolgt hauptsächlich durch den Besuch unserer Außendienstmitarbeiter bei Ärzten (ZNS-Spezialisten) und Apotheken, was während der COVID-19-Pandemie wegen der Zugangsbeschränkungen der Krankenhäuser nicht möglich war. 5.3 Einfluss des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds Neuraxpharm ist auf dem Gesundheitsmarkt tätig und damit in einem Sektor, der von konjunkturellen Schwankungen relativ wenig betroffen ist. In Anbetracht dessen ist die Entwicklung von Neuraxpharm im Allgemeinen weniger von den internationalen wirtschaftlichen Bedingungen betroffen als von den regulatorischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Gesundheitssystems. Während des Berichtsjahres gab es in den Ländern, in denen Neuraxpharm tätig ist, keine wesentlichen Veränderungen der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernentwicklung gehabt hätten. Allerdings ist der Gesundheitssektor wie jeder andere Sektor von der hohen Inflation, von den hohen Energie- und Gaspreisen und von Lieferunterbrechungen betroffen, insbesondere vor dem Hintergrund des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine. Der Konzern versucht, die Auswirkungen zu begrenzen, indem wir die Preise für unsere Kunden im B2B-Geschäft erhöhen und unsere Herstellkosten kontrollieren, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen begrenzt sind. Da die Preise für den größten Teil unserer Medikamente jedoch behördlich reglementiert sind, sind wir in unseren Möglichkeiten, die Preise auf dem Markt zu erhöhen, eingeschränkt. Das Engagement von Neuraxpharm in der Ukraine und in Russland vor Ausbruch des Krieges war sehr begrenzt und hatte keine signifikanten Auswirkungen auf das Konzerngeschäft. Nach Ausbruch des Krieges wurden alle Aktivitäten eingestellt. 6. Ertragslage Im operativen Geschäft hat der Konzern im Geschäftsjahr 2022 einen Nettoumsatz von TEUR 360.275 (2021: TEUR 319.587) erzielt. Der Anstieg des Nettoumsatzes gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf bedeutende Neueinführungen aus der umfangreichen Produktpipeline des Konzerns, auf Lizenzerwerbsverträge und auf das Wachstum des aktuellen Portfolios zurückzuführen.
Die Verkäufe an europäische Kunden machen mehr als 95 % (2021: mehr als 94 %) der Nettoumsatzerlöse aus. Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 117.670 (2021: TEUR 105.743) entspricht im Wesentlichen dem Materialaufwand zur Erzielung der generierten Umsatzerlöse. Der Materialaufwand beträgt im Verhältnis zum Umsatz 33 % (2021: 33 %). Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 65.687 (2021: TEUR 55.374). Zum Jahresende waren im Konzern 1.032 (2021: 900) Mitarbeiter beschäftigt, davon 426 (2021: 374) in der Produktion / Logistik, 387 (2021: 327) in Marketing und Vertrieb, 36 (2021: 28) im Bereich regulatorische Angelegenheiten und Pharmakovigilanz, 72 (2021: 76) in der Forschung und Entwicklung und 111 (2021: 95) in den Bereichen Finanzen, Verwaltung, Personal und Management. Der Anstieg des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die Entscheidung des Konzerns zurückzuführen, seine Struktur in ganz Europa auszubauen, um das Wachstum und die getätigten Akquisitionen zu unterstützen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 61.066 (2021: TEUR 52.214) beinhalten vor allem Marketing- und Werbekosten, Aufwendungen für IT, Beratungskosten, F&E-Kosten nach Aktivierung, Kosten für regulatorische Angelegenheiten, Kosten der Pharmakovigilanz u.a. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf eine Normalisierung der Reisetätigkeit nach dem Auslaufen der COVID-19-Pandemie sowie auf verstärkte Werbeaktivitäten und Marketingkampagnen zur Unterstützung des Geschäftswachstums zurückzuführen. Der größte Teil der Einmalkosten entfällt auf Fusionen und Übernahmen, Klagen und Prozesskosten im Zusammenhang mit Zulassungsverfahren für Buccolam in Japan. Der Rückgang der Einmalkosten gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die Bestandsanpassung im Rahmen der Kaufpreisallokation für den Erwerb der Neuraxpharm-Gruppe identifizierten Mehrwerte in Lagerbeständen zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von TEUR -5.711 (2021: TEUR -9.738) und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR -1.817 (2021: TEUR -1.028) als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 88.437 (2021: TEUR 57.692) beinhalten planmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und den Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 27.178 aufgrund des durchgeführten Wertminderungstests zurückzuführen. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -42.355 (2021: TEUR -35.770) ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für Darlehensverträge. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf einen Anstieg der Finanzaufwendungen infolge höherer Zinssätze, Kosten im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Zinsbegrenzungsvereinbarung und Finanzierungskosten für die Aufnahme einer neuen Finanzierung für Übernahme des Sanofi-Portfolios zurückzuführen. Die Ertragsteuern von TEUR 8.639 (2021: TEUR 6.563) entfallen im Wesentlichen auf latente Steuererträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern, denen laufende Ertragsteuern in geringerer Höhe gegenüberstehen. Insgesamt beläuft sich das EBITDA für den Berichtszeitraum auf TEUR 93.266. (2021: TEUR 58.789). Ohne Berücksichtigung der Einmalkosten beträgt das bereinigte EBITDA TEUR 116.198 (2021: TEUR 106.430). 7. Finanzlage Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 105.855 (2021: TEUR 8.461) und liegt damit insbesondere aufgrund des Effekts der nicht zahlungswirksamen Abschreibungen deutlich über dem Niveau des Jahresergebnisses. Der positive Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens ist im Wesentlichen auf die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR -61.238 (2021: TEUR -25.400). Er spiegelt im Wesentlichen Zahlungen für Investitionsausgaben wider und enthält mit 30 Mio. EUR eine Vorauszahlung für den Erwerb der exklusiven Vermarktungsrechte an Minoryx Therapeutics. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR -35.280 (2021: TEUR -34.896). Er spiegelt im Wesentlichen die Zinszahlungen für aufgenommene Kredite wider. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Stichtag TEUR 58.679 (2021: TEUR 49.725). 8. Vermögenslage Die Vermögenslage des Neuraxpharm-Konzerns stellt sich anhand der in der Bilanz ausgewiesenen Positionen wie folgt dar: Zum 31. Dezember 2022 betrug die Nettoverschuldung TEUR -671.019 (2021: TEUR -667.194). Darin enthalten sind eine Darlehensfazilität B in Höhe von TEUR 700.000 (2021: TEUR 700.000), Überziehungskredite in Höhe von TEUR 17.877 (2021: TEUR 6.000) und die ratierlich zu zahlende Prämie für den Abschluss einer Zinsbegrenzungsvereinbarung von TEUR 10.905 (2021: TEUR 0). Im Vorjahr enthielt die Nettoverschuldung darüber hinaus einen im laufenden Geschäftsjahr getilgten revolvierenden Kredit von TEUR 7.500. Zum 31. Dezember 2022 umfassten die immateriellen Vermögenswerte einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.805.649 (2021: TEUR 1.825.270), aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 21.013 (2021: TEUR 16,629), geistiges Eigentum in Höhe von TEUR 1.278.258 (2021: TEUR 1.301.667) sowie Software in Höhe von TEUR 2.225 (2021: TEUR 2.540). Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte insgesamt gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Verlust aus der jährlich durchgeführten Wertminderungsprüfung zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 72.217 (2021: TEUR 75.007). Es bestand im Wesentlichen aus Produktionsanlagen sowie Grundstücken und Gebäuden. Die Nutzungsrechte an Leasingobjekten (RoU-Assets) hatten einen Wert von TEUR 3.214 (2021: TEUR 2.748). Zum Stichtag betrugen die Vorräte TEUR 72.067 (2021: TEUR 78.049), dabei handelte es sich im Wesentlichen um pharmazeutische Wirkstoffe (API) und fertige Darreichungsformen (FDF). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf eine Reduzierung der Bestandsreichweite (DIO) zurückzuführen, wodurch ein höherer Lagerumschlag erreicht wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf TEUR 33.681 (2021: TEUR 22.708). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die aktiven latenten Steuern betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR 29.974 (2021: TEUR 30.577). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um latente Steuern auf temporäre Differenzen bei den immaterielle Vermögenswerten. Die sonstigen Umlaufvermögen beliefen sich zum Ende des Berichtszeitraums auf TEUR 16.303 (2021: TEUR 8.196). Dieser Betrag enthält mehrheitlich Mehrwertsteuer- und Einkommensteuerforderungen sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2021 [sic. 2022] TEUR 58.679 (2021: TEUR 49.725). Das Eigenkapital betrug zum Ende des Berichtszeitraums TEUR -151.100 (2021: TEUR -122.197). Das auf die Cerebro GP GmbH entfallende Konzernergebnis belief sich auf TEUR -28.887 (2021: TEUR -28.110). Bei der Beurteilung der Eigenkapitalsituation ist zu berücksichtigen, dass dem Konzern die Kommanditeinlagen der Cerebro GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.074.263 zur Verfügung stehen, die im Konzernabschluss gemäß IAS 32 unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Sie spiegeln das Recht der Cerebro TopCo GmbH (Kommanditistin der Cerebro GmbH & Co. KG) wider, ihre Anteile gegen Zahlung einer Ausgleichszahlung von der Gesellschaft zurückzufordern. Die Cerebro TopCo GmbH ist ein nahestehendes Unternehmen des Konzerns. Die sonstigen Rücklagen betrugen TEUR -170 (2021: TEUR -154). Die sonstigen Rücklagen umfassen das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis. Hierbei handelt es sich u. a. um Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen sowie Gewinne und Verluste aus Sicherungsbeziehungen. Die langfristigen Schulden, die sich im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen und Ausleihungen, sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie den passiven latenten Steuern zusammensetzen, betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR 2.063.670 (2021: TEUR 2.071.704). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf eine Verringerung der latenten Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden beliefen sich auf TEUR 192.094 (2021: TEUR 149.731). Dieser Betrag setzt sich hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Personalrückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten wie z. B. Rabatten zusammen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf kurzfristige verzinsliche Darlehen und Anleihen sowie auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten zurückzuführen. 9. Gesamtbeurteilung der Geschäftslage Der Konzern hat sich im Berichtszeitraum gut entwickelt und trotz der weltweiten Instabilität der Lieferketten sowie der weltwirtschaftlichen Lage hervorgerufen durch den Ukraine Krieg solide Nettoumsatzerlöse von TEUR 360.275 (2021: TEUR 319.587) und ein bereinigtes EBITDA von TEUR 116.198 (2021: TEUR 106.430) erzielt, was ein zweistelliges Wachstum von 13 % gegenüber dem Vorjahr beim Nettoumsatz und von 9 % beim EBITDA bedeutet. Neuraxpharm hat die im Vorjahr abgegebene Prognose für das Jahr 2022 übertroffen; selbige sah einen Nettoumsatz von TEUR 345.000-355.000 und ein bereinigtes EBITDA von TEUR 106.000-116.000 vor. Dies ist vor allem auf die erfolgreichen Neueinführungen und das Wachstum des aktuellen Portfolios zurückzuführen. Die direkte Konzernpräsenz in 20 Ländern sichert das zukünftige Wachstum und bietet eine Chance zur Entwicklung neuer Geschäfte in diesen Märkten. 2022 konnte Neuraxpharm seine Geschäfte in Portugal, Griechenland und den Benelux-Staaten weiter ausbauen. Insgesamt markieren die Akquisitionen während der letzten vier Jahre einen Wendepunkt, der das Unternehmen zu neuem Wachstum antreibt und eine Vertriebsplattform für sein Portfolios und seine zukünftige Pipeline bietet. In Europa hat Neuraxpharm Buccolam gestärkt; dies ist ein großer Erfolg für den Konzern. Darüber hinaus wurden von unseren 50 Pipeline-Projekten 20 Produkte in mindestens einem Markt eingeführt, und 15 Projekte wurden bereits bei den Behörden zur Zulassung eingereicht, womit das Entwicklungsrisiko minimal ist. Mit Panaxia als Partner hat der Konzern auch den Einstieg in den medizinischen Cannabismarkt in Deutschland gefestigt. Neuraxpharm war das erste pharmazeutische Unternehmen, das medizinische Cannabisextrakte in Europa auf den Markt gebracht hat. Mit einem aktuellen Marktvolumen von mehr als 350 Mio. EUR und einem erwarteten Volumen von 2 Mrd. EUR in 5 Jahren stellt dieser Markt ein großes Geschäftspotenzial für den Konzern dar. Der Konzern hat im Jahr 2022 auch 3 große Transaktionen vollzogen, die uns Geschäftsmöglichkeiten für die kommenden Jahre bringen werden:
10. Finanzielle und nicht-finanzielle Indikatoren Neuraxpharm wendet ein monatliches Berichtswesen an, dessen Hauptbestandteil die Darstellung und Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung ist. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA. Zur Analyse verweisen wir auf die vorstehenden Abschnitte, in denen diese Indikatoren erläutert wurden. Unsere wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Produktqualität und das Verhältnis des Unternehmens zu seinen Mitarbeitern. Als attraktiver und verantwortungsbewusster Arbeitgeber fördert Neuraxpharm die Potenziale seiner Mitarbeiter durch Weiterbildungsmaßnahmen und die Übertragung von Verantwortung. So können kompetente und engagierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Neuraxpharm setzt sich zudem für ein positives Arbeitsumfeld ein, das zum Wohlbefinden und zur persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter beiträgt. Im Jahr 2014 wurde die neuraxFoundation gemeinnützige GmbH als Konzerntochter gegründet. Ziel ist es, Gesundheitsfachkräften, Patienten und ihren Angehörigen über die Bereitstellung von Medikamenten hinaus Hilfen anzubieten und sie zu unterstützen. Das Herzstück des gemeinnützigen Engagements ist der einzigartige Informationsdienst neuraxWiki für sozialrechtliche Fragen bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt des Engagements der neuraxFoundation liegt in der Förderung sozialer Projekte im Themenfeld der Neurologie und Psychiatrie. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility setzt sich das Unternehmen außerdem dafür ein, das Bewusstsein für psychische und neurologische Krankheiten und Störungen zu schärfen und die Stigmatisierung zu verringern, die Patienten mit vielen dieser Erkrankungen immer noch anhaftet. Im Laufe der Jahre hat Neuraxpharm viele Initiativen entwickelt, um die Wahrnehmung von ZNS-bezogenen Krankheiten und Störungen zu verbessern. Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren werden jedoch noch nicht systematisch erhoben. Alle relevanten Qualitätskennzahlen der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle werden monatlich im Qualitätsmanagementbericht erfasst. Es werden Abweichungen, Reklamationen, freigegebene/abgelehnte Chargen und ähnliche Kennzahlen erfasst. Alle Produkte unterliegen einer strengen Überwachung, durchlaufen ein kontinuierliches Stabilitätsprogramm in Übereinstimmung mit den geltenden Regeln der guten Herstellungspraxis und werden im Rahmen von Produktqualitätsprüfungen bewertet. Das Unternehmen erfüllt auch die Vorschriften zur Serialisierung, die in den Gesundheitsvorschriften für pharmazeutische Unternehmen vorgeschrieben ist, um ihre in Europa vermarkteten pharmazeutischen Produkte über die gesamte Lieferkette hinweg zu überwachen und ihre Echtheit zu gewährleisten. 11. Forschung & Entwicklung ("F&E") Die entschlossene Förderung von F&E zur Einführung neuer ZNS-Produkte und die Ausweitung der kommerziellen Aktivitäten auf den europäischen Märkten bilden die Strategie, auf die Neuraxpharm vertraut, um eine führende Position auf Markt für pharmazeutische und generische ZNS-Produkte zu erreichen. Die F&E des Konzerns ist an zwei Standorten angesiedelt, in Spanien und Deutschland. In Spanien ist eine größere Zahl von Mitarbeitern tätig und die F&E-Projekte werden hauptsächlich intern durchgeführt, während die internen F&.E-Kapazitäten an den deutschen Standorten geringer sind und externe F&E-Dienstleistungen genutzt werden. Zum Stichtag arbeiten 72 Konzernmitarbeiter (2021: 76) in der F&E-Abteilung. Im Berichtszeitraum konzentrierte sich die gesamte F&E zu einhundert Prozent auf ZNS-Projekte. Der Schwerpunkt des Konzerns liegt auf Value Added Medicines und auf Nischenprodukten, abseits von Standard-Generika. Die beachtliche Konzerngröße impliziert eine hohe Rendite der F&E-Projekte. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung inklusive der Aufwendungen für Zulassung und Pharmakovigilanz betrugen 2022 TEUR 20.482 (2021: TEUR 16.725), wovon im Berichtszeitraum TEUR 10.565 an selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten aktiviert wurden (2021: TEUR 7.058). Der aktivierte Betrag 2022 entspricht 2,9 % der Umsatzerlöse (2021: 2,2 %). 12. Chancen und Risiken für das Unternehmen Als europäisches Pharmaunternehmen ist Neuraxpharm Teil einer globalen Wirtschaftsgemeinschaft und damit einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Diese sind notwendige Folgen des unternehmerischen Handelns, da der Konzern nur dann Chancen nutzen kann, wenn er auch bereit ist, Risiken einzugehen. Nachdem die Gesundheits- und Pharmabranche relativ konjunkturunabhängig ist, haben Konjunkturzyklen nur begrenzte Auswirkungen auf den Konzern. Wie in allen Branchen und Unternehmen gibt es jedoch immer Risiken und Chancen, und Neuraxpharm wertet die verschiedenen Risiken und Chancen kontinuierlich aus, um unerwartete Auswirkungen zu vermeiden und sein weiteres Wachstum sicherzustellen. Das Management von Neuraxpharm beobachtet Märkte und Wettbewerber kontinuierlich, um die sich ändernden Anforderungen, Trends und Chancen auf den häufig fragmentierten Gesundheitsmärkten zu erkennen, zu analysieren und sein Handeln danach auszurichten. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch innerhalb der einzelnen Abteilungen statt, der dabei hilft, zusätzliche Chancen und Synergien zu erkennen und zu nutzen und das Wachstumspotenzial zu optimieren. Die Hauptchancen, nach denen das Management ständig sucht, sind:
Finanzielle Risiken a) Währungsrisiken Der Neuraxpharm-Konzern ist überwiegend in der Eurozone tätig. Nach der Neuraxpharm-Bewertungsskala bestehen keine relevanten Währungsrisiken. Das internationale Geschäft bringt mit sich, dass bestimmte Lieferanten und Kunden in Nicht-Euro-Ländern ansässig sind. Obwohl die Exposition sehr begrenzt ist, ist Neuraxpharm dem Risiko von Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Ein Währungsrisiko besteht in möglichen Wertänderungen, insbesondere von Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als dem Euro. Darüber hinaus besteht das Währungsrisiko bei der Umrechnung von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzerngesellschaften, die außerhalb der Eurozone ansässig sind. Das Unternehmen hat zum 31. Dezember 2022 kein Schuldenrisiko außerhalb des Euro-Raums. b) Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können z. B. aus dem Verlust vorhandener Zahlungsmittel, einer mangelnden Kreditverfügbarkeit, dem eingeschränkten Zugang zu Finanzierungsmitteln oder Schwankungen in der operativen Geschäftsentwicklung resultieren. Der Ansatz des Konzerns zur Steuerung der Liquidität besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass er stets über ausreichend Liquidität verfügt, um seine Verpflichtungen am Fälligkeitstermin sowohl unter normalen als auch unter Stressbedingungen zu erfüllen, ohne dabei inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Rufschädigung des Konzerns zu riskieren. Neben einem effektiven Working-Capital-Management und Cash-Management mindert der Konzern das Liquiditätsrisiko durch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien. Damit verfügt der Konzern zum 31. Dezember 2022 über eine sehr starke Liquiditätsreserve von 156 Mio. EUR. c) Zinsrisiken Neuraxpharm unterliegt Zinsrisiken aus finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden, die vorwiegend im Euro-Raum bestehen. Neuraxpharm ermittelt bestehende Zinsrisiken mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen geänderter Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen und auf das Eigenkapital zeigen. Seit dem aktuellen Geschäftsjahr ist der Konzern durch Abschluss einer Zinsbegrenzungsvereinbarung teilweise gegen steigende variable Zinsen der Darlehensfazilität B1 und der Darlehensfazilität B2 abgesichert. Die Zinsbegrenzungsvereinbarung beläuft sich auf 440 Mio. EUR und wurde am 31. Oktober 2022 für einen Zeitraum von 3 Jahren mit einer Zinsobergrenze von 2,5 % festgeschrieben. d) Ausfallrisiken Neuraxpharm unterliegt im Rahmen des operativen Geschäfts und bei Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Neben der Implementierung eines angemessenen Kreditmanagements werden solche Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern einwandfreier Bonität abgeschlossen, um Ausfallrisiken bei der Finanzierung zu vermeiden. Auch bei der Lieferung von Waren und Dienstleistungen bestehen Ausfallrisiken. Neuraxpharm ist daher bestrebt, Geschäftsbeziehungen nur zu Partnern mit einwandfreier Bonität zu unterhalten. Darüber nutzt Neuraxpharm geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten, um sich gegen Ausfallrisiken abzusichern. Überfällige Forderungen im operativen Bereich werden kontinuierlich überwacht, und möglichen Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen vorgebeugt. Darüber hinaus besteht in einem schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Umfeld das Risiko, dass nationale Gesundheitssysteme Neuraxpharm oder seine Geschäftspartner verspätet oder gar nicht bezahlen und dass dadurch direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. e) Risiken der Wertminderung von Bilanzpositionen Die Höhe der einzelnen Bilanzpositionen unterliegt dem Risiko, dass sich Markt- und Geschäftsbedingungen und damit auch die beizulegenden Zeitwerte ändern. Etwaige Wertminderungen einen erheblichen negativen, nicht zahlungswirksamen Einfluss auf das Ergebnis haben und die Bilanzkennzahlen beeinträchtigen. Dies gilt vor allem für den hohen Bestand an immateriellen Vermögenswerten einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, der im Wesentlichen aus den Kaufpreisallokationen (PPA) im Rahmen früherer Übernahmen resultiert. Alle relevanten Risiken wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses beurteilt und entsprechend berücksichtigt. f) Rechtliche Risiken Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Verfahren werden im Konzern regelmäßig identifiziert, bewertet und berichtet. Als Unternehmen der Gesundheitsbranche ist Neuraxpharm Rechtsstreitigkeiten wegen Patentverletzungen, neuen Vorschriften mit potenziellem Einfluss auf Preise und Unternehmenstätigkeit und Vertragsverletzungen ausgesetzt. Der Konzern führt keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten wegen Patentverletzungen. Obwohl der Ausgang nicht immer verlässlich vorhergesagt werden kann, erwarten wir aus den derzeit anhängigen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren grundsätzlich keine wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Neuraxpharm verfügt über einen Ethikkodex, der als Unternehmensvorschrift höchsten Stellenwert hat und die Grundsätze und ethischen Werte sowie die Verhaltensrichtlinien festlegt, die bei allen Aktivitäten, an denen ein Konzernunternehmen der Gruppe beteiligt ist oder die ein Konzernunternehmen betreffen, beachtet werden müssen. Das Unternehmen wendet außerdem Richtlinien zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung an und unterhält einen Whistleblowing-Kanal, der Mitarbeitern oder Dritten zur Verfügung steht. g) Personalrisiken Die Personalpolitik von Neuraxpharm wird zentral von der Abteilung Corporate Human Resources in der Konzernzentrale gesteuert. Diese Abteilung legt die Standards, Richtlinien und Prozesse fest, die von den internationalen Tochtergesellschaften umgesetzt und entsprechend den marktspezifischen Gegebenheiten ergänzt werden. Neben einer zentral gesteuerten internationalen Personalstruktur gibt es auch lokale Personalteams in anderen großen Marktregionen, in denen das Unternehmen präsent ist. Die für das Unternehmen relevanten Märkte sind geprägt von einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und von der Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Länder- und branchenspezifische Fluktuationsrisiken müssen frühzeitig erkannt und gezielt angegangen werden, um die für unseren Erfolg und das Unternehmen kritischen Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Die Rekrutierung und Bindung von Fachkräften und Talenten hat daher hohe Priorität für das Unternehmen und wird durch den gezielten Einsatz von z. B. Employer-Branding-Initiativen, globalen Talent- und Nachfolgemanagementprozessen sowie wettbewerbsfähigen Vergütungspaketen gesteuert. Nichtsdestotrotz besteht die Möglichkeit mitarbeiterbezogener Risiken mit Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, wenngleich ihre Auswirkungen schwer abzuschätzen sind. Die Diversitäts- und Inklusionspolitik von Neuraxpharm zielt darauf ab, eine Unternehmenskultur zu fördern und zu pflegen, die auf dem Grundsatz von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion basiert. Die Konzernpolitik entspricht den europäischen gesetzlichen Bestimmungen und legt Standards, Prozesse und Maßnahmen fest, die bei der Diskriminierung oder Belästigung eines Unternehmensmitarbeiters zu ergreifen sind. Diversität und Inklusion zählen zu den vorrangigen Themen auf der Agenda der Geschäftsführung, der diese Politik fördert und sich dafür verbürgt. h) Risiken durch Veräußerung, Übernahme und Integration von Unternehmen und Geschäftsbereichen Auch wenn unsere Akquisitionen in der Vergangenheit erfolgreich verlaufen sind, bestehen für zukünftige Transaktionen Risiken bei der Durchführung von Unternehmensübernahmen und ihrer anschließenden Integration. Dazu gehören unter anderem die Verfehlung des angestrebten Umsatzvolumens, höhere Integrationskosten als erwartet und die Verfehlung von Synergiezielen. Durch strenge Due-Diligence-Prozesse und eng geführte Integrationsprozesse gelingt es uns, die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos zu verringern. i) Steuerliche Risiken Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften werden routinemäßigen Steuerprüfungen unterzogen. Wenngleich das endgültige Ergebnis solcher Steuerprüfungen nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann, schätzt das Management den erforderlichen Betrag für laufende und latente Steuern auf der Grundlage professioneller Beratung und der Art der laufenden Gespräche mit der betreffenden Steuerbehörde. 13. Ausblick für 2023 13.1 Geschäftsmodell für langfristiges Wachstum positioniert Der Fokus von Neuraxpharms Geschäftsmodell wird auch in Zukunft auf dem Gesundheitsmarkt mit dem Schwerpunkt Pharma liegen. Der Konzern wird damit weiterhin in einer der weltweiten Wachstumsbranchen aktiv sein. Die wirtschaftlichen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen können von Jahr zu Jahr und von Land zu Land variieren, so dass das Management aktiv Risiken steuert und Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung des Wachstums ergreift. Vor dem Hintergrund der Effizienzsteigerung ist die Unternehmensstrategie auf weiteres Wachstum und das Management von Chancenpotenzialen ausgerichtet. Im Rahmen der erfolgreichen Produktentwicklung und der aktiven Übernahmepolitik wird Neuraxpharm das Konzernportfolio in den Bereichen Generika, Value Added Medicines, medizinischem Cannabis und Consumer Healthcare kontinuierlich ausbauen. Die jüngste Übernahme eines Sanofi-Portfolios stärkt die Position des Konzerns im ZNS-Sektor. Neuraxpharm kündigte Ende 2022 außerdem eine strategische Allianz mit Minoryx an, um sein erstes Orphan-Arzneimittel zu vertreiben. Im April 2023 hat Neuraxpharm eine verbindliche Vereinbarung über die Veräußerung des spanischen Unternehmens Inke, S.A.U. - einem globalen Hersteller von Inhalationswirkstoffen - unterzeichnet, um sich noch stärker auf sein Kerngeschäft mit ZNS-Erkrankungen zu konzentrieren, seine Position in Europa zu festigen und seine globale Präsenz weiter auszubauen. Die Strategie von Neuraxpharm, seine Pipeline auf Value Added Medicines zu fokussieren, um den ungedeckten Bedarf im Bereich des ZNS-Medikamente zu decken, die geografische Expansion durch den jährlichen Eintritt in neue Märkte und die gegenseitige Befruchtung unseres Portfolios stellen weitere vielversprechende Wachstumsmöglichkeiten dar. 13.2 Makroökonomischer Ausblick Für das laufende Jahr 2023 prognostiziert der IWF ein Weltwirtschaftswachstum von 2,9 %. Dies würde - lässt man die globale Finanzkrise und die schwere Phase der COVID-19-Pandemie außer Betracht - das niedrigste Wachstum seit 2001 bedeuten. Diese Prognose ist aufgrund verschiedener Faktoren mit ungewöhnlich hohen Risiken behaftet. Den Experten des IWF zufolge wird die Inflationsrate im Jahr 2023 bei 6,6 % liegen. 1 13.3 Branchenspezifischer Ausblick Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Berücksichtigung der Ereignisse vorgenommen, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung bereits bekannt waren. Er basiert zudem auf dem gesamtwirtschaftlichen Ausblick und auf dem branchenspezifischen Ausblick. Der Ausblick wird auch durch folgende Annahmen gestützt:
13.4 Ausblick für Neuraxpharm Wir gehen davon aus, dass wir uns weiterhin auf die Erweiterung unseres ZNS-Portfolios unter Nutzung unseren Produktmotors aus M&A, Lizenzerwerb und eigener F&E konzentrieren werden. Neuraxpharm wird auch seine geografische Expansion in Europa fortsetzen und potenzielle Möglichkeiten außerhalb Europas evaluieren. So kündigte Neuraxpharm im Januar 2023 seine Expansion in Belgien an. Dank des im Januar 2023 abgeschlossenen Portfolioerwerbs erhält Neuraxpharm außerdem Zugang zu mehr als 20 neuen Ländern außerhalb Europas. Während Neuraxpharm in den meisten dieser Länder plant, das Geschäft und die Vermarktung der etablierten Marken über Vertriebshändler fortzuführen, plant Neuraxpharm auch, einige Tochtergesellschaften zu eröffnen und die Direktvermarktung in Brasilien und Mexiko aufzubauen. Diese Akquisition bekräftigt die Strategie des Konzerns, führend im Bereich der ZNS zu sein. Darüber hinaus erwartet der Konzern eine Verbesserung der operativen Exzellenz in den verschiedenen Unternehmensfunktionen, die durch die Integration der jüngsten Akquisitionen und ein besseres Unternehmensmanagement erreicht werden soll. 13.5 Zusammenfassender Ausblick Vor dem Hintergrund der allgemeinen und generikaspezifischen Wachstumstreiber in der Gesundheits- und Pharmabranche und der Wachstumsprognosen ist das Geschäftsmodell von Neuraxpharm auf Märkte mit langfristigem Wachstumspotenzial ausgerichtet. Damit verbunden sind jedoch auch operative Risiken und Herausforderungen aufgrund geänderter oder zusätzlicher staatlicher Regulierungen und/oder eines intensiven Wettbewerbs. Die negativen makroökonomischen Folgen des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und die Auswirkungen der hohen Inflation, der steigenden Energiekosten und der Rohstoffkosten beeinträchtigen das weltweite Wachstum. Die Situation wird vom Management ständig überwacht und dieses wird alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um eventuelle Risiken einzudämmen. Das Management geht davon aus, dass die hohe Inflation und die hohen Materialkosten unser Geschäft weiterhin beeinträchtigen können, wenngleich nicht mehr in demselben Ausmaß wie 2022. Ungeachtet dessen wird - vor dem Hintergrund der zahlreichen Initiativen zur Effizienzsteigerung, der auf weiteres Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie und eines umfassendes Chancenmanagements - ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum bei Konzernumsatz und EBITDA angestrebt. Auf finanzieller Ebene erwartet Neuraxpharm für das kommende Geschäftsjahr 2023 einen Nettoumsatz zwischen TEUR 460.000 und TEUR 470.000 sowie ein bereinigtes EBITDA von TEUR 140.000 bis TEUR 150.000, wobei die Übernahme des Sanofi-Portfolios auf Proforma-Basis mitberücksichtigt, der Inke-Verkauf jedoch nicht berücksichtigt wurde. Auf nicht-finanzieller Ebene erwartet der Konzern, dass er seine Effizienz und sein Produktqualitätsmanagement weiter steigern wird. Darüber hinaus möchte Neuraxpharm die Beziehung zu seinen Mitarbeitern weiter stärken, indem das Unternehmen flexible Arbeitszeiten einführt, die auch die Zeit nach COVID prägen werden, und auch ein positives, motivierendes und lohnendes Arbeitsumfeld schafft. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022
Die Anmerkungen 1 bis 12 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG1 Unternehmensinformationen 1.1 Berichtseinheit und allgemeine Informationen Die Cerebro GP GmbH, nachfolgend die "Gesellschaft" bzw. die "Muttergesellschaft", ist eine Holdinggesellschaft, die am 20. Juli 2020 auf unbestimmte Dauer nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde (diese firmierte ursprünglich als "Blitz F20-891 GmbH" und wurde am 23. Oktober 2020 in Cerebro GP GmbH umbenannt). Der Sitz der Gesellschaft befindet sich am Bennigsen-Platz 1, 40474 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Deutschland, unter der HRB-Nr. 119909 eingetragen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Die oberste deutsche Muttergesellschaft des Konzerns ist die Cerebro TopCo GmbH (Düsseldorf, Deutschland), die sich ihrerseits zu 100 % im Besitz von Fonds befindet, die von Permira I.P. Limited (St Peter Port, Guernsey) verwaltet werden. Der Cerebro TopCo GmbH untergeordnet ist die Cerebro GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Cerebro TopCo GmbH. In diesem Sinne wurden die Stimmrechte an der Cerebro GmbH & Co. KG in Übereinstimmung mit ihrem Gesellschaftsvertrag der Cerebro GP GmbH (Düsseldorf, Deutschland) zugerechnet, da diese die oberste beherrschende Partei ist, die einen Konzernabschluss veröffentlicht. Die Gesellschaft und ihre Konzerngesellschaften (zusammen der "Konzern") befassen sich hauptsächlich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Groß- und Einzelhandel von pharmazeutischen Produkten, dem Verkauf von pharmazeutischen Zulassungen im Zusammenhang mit exklusiven Lieferverträgen sowie mit Investitionen in Tätigkeitsbereiche, die zum Unternehmenszweck gehören. Die Tätigkeit des Konzerns basiert auf den folgenden Punkten:
1.2 Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards des IASB und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union ("EU") anzuwenden sind, erstellt (die "IFRS"). Wie in der vorstehenden Anmerkung beschrieben, umfasst der vorliegende Konzernabschluss die zwölf Monate vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und enthält die Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. Dieser Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung der Gesellschaft am 7. Juni 2023 zur Veröffentlichung freigegeben und wird der Gesellschafterversammlung zur Genehmigung vorgelegt. Dieser Konzernabschluss besteht aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Gesamtergebnis, der Konzernbilanz, der Konzernkapitalflussrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und dem Konzernanhang. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Finanzschulden, die zum beizulegenden Zeitwert am Ende des Berichtszeitraums bewertet wurden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss wird in Euro dargestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die funktionale Währung der Muttergesellschaft ist der Euro (EUR). 1.3 Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2022. Tochtergesellschaften sind alle Unternehmen, die von dem Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Unternehmen hat, schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und in der Lage ist, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. In diesem Sinne bedeutet Verfügungsgewalt die Fähigkeit, die relevanten Aktivitäten zu lenken, die die Rentabilität eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Die Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, an dem der beherrschende Einfluss auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem der beherrschende Einfluss endet. Die Rechnungslegungsmethoden der Tochtergesellschaften wurden geändert und ihre Abschlüsse, sofern erforderlich, angepasst, um sie an die vom Konzern angewandten Methoden anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, das Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften werden eliminiert. Transaktionskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Schuldtiteln oder Eigenkapitalinstrumenten. Jede bedingte Gegenleistung wird zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt bewertet. Die bedingte Gegenleistung wird an jedem Berichtsstichtag neu zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, und nachfolgende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung werden erfolgswirksam erfasst. 1.4 Konzerngesellschaften Zum 31. Dezember 2022 wurden folgende Unternehmen voll konsolidiert:
1.5 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen Der Konzern hat bei der Aufstellung des Konzernabschlusses alle gültigen Standards und Interpretationen des IASB und des IFRIC angewendet, sofern diese zum 31. Dezember 2022 von der EU verpflichtend anzuwenden waren. Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und Angaben mit Wirkung ab 2022 i) Im laufenden Jahr geltende Standards und Interpretationen Die folgenden neuen Rechnungslegungsstandards, Änderungen und Interpretationen traten im Jahr 2022 in Kraft:
ii) Veröffentlichte, aber noch nicht in Kraft getretene Standards und Interpretationen Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernabschlusses waren die folgenden Standards und Änderungen vom IASB veröffentlicht, aber noch nicht in Kraft getreten, entweder weil ihr Inkrafttreten nach dem Datum des Konzernabschlusses liegt oder weil sie von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden:
Die Anwendung neuer Standards, Änderungen und Interpretationen wird vom Konzern in Erwägung gezogen, sobald diese von der Europäischen Union ratifiziert bzw. übernommen worden sind. In jedem Fall hat das Management der Muttergesellschaft die möglichen Auswirkungen einer künftigen Anwendung dieser Standards beurteilt und ist der Ansicht, dass ihr verpflichtende Anwendbarkeit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. 2 Schätzungen und Ermessensentscheidungen 2.1 Allgemeine Grundsätze Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Die Änderungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen geändert werden, sowie in allen betroffenen zukünftigen Perioden. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen, die Beurteilung der Erzielbarkeit des Buchwerts von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern wesentlicher Vermögenswerte, die Besteuerung und den Ansatz aktiver latenter Steuern, die Vorratsbewertung sowie die Bewertung und den Ansatz von Rückstellungen für Rabattverpflichtungen. Diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen, die fortlaufend neu bewertet werden, basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen betrachtet werden. Obwohl die verwendeten Schätzungen auf den besten Informationen basieren, die zum Zeitpunkt der Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses verfügbar waren, würde jede zukünftige Änderung der Schätzungen in Übereinstimmung mit IAS 8 ab diesem Zeitpunkt prospektiv angewandt werden, und der Effekt der geänderten Schätzungen würde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die betreffende Periode erfasst werden. Ebenso hat die Geschäftsführung der Gesellschaft bei den wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen die Grundlagen und Ungewissheiten für den aktuellen Ausblick in Betracht gezogen und, falls erforderlich, mehrere sensibilisierte Zukunftsszenarien in Betracht gezogen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und übernommenen Eventualschulden auch allgemeine Schätzungen vorgenommen. Grundsätzlich wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der prognostizierten zukünftigen Cashflows ermittelt. 2.2 Wirtschaftliche Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Die angesetzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern der langfristigen Vermögenswerte beruhen auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft die geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zum Ende eines jeden Geschäftsjahres. 2.3 Besteuerung Die Muttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften werden routinemäßige Steuerprüfungen unterzogen. Wenngleich das endgültige Ergebnis solcher Steuerprüfungen nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann, schätzt das Management den erforderlichen Betrag sowohl für laufende als auch für latente Steuern auf der Grundlage professioneller Beratung und der laufenden Gespräche mit der betreffenden Steuerbehörde. 2.4 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten Der Konzern ermittelt für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte zu jedem Stichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten ist der Hauptindikator für eine Wertminderung die fortgesetzte wirtschaftliche Verwertbarkeit der jeweiligen Produkte. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf Wertminderung geprüft, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die Buchwerte nicht mehr erzielbar sind. Im Jahr 2022 hat der Konzern dementsprechend für jede Zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) eine Wertminderungsprüfung durchgeführt, während für das Vorjahr eine vereinfachte Wertminderungsprüfung unter Verwendung der für die Kaufpreisallokation erstellten Informationen durchgeführt wurde. 2.5 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente werden von dem Konzern zu jedem Stichtag zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Außerdem werden die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, in Erläuterung 8 "Finanzinstrumente nach Kategorien" angegeben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden, wobei unterstellt wird, dass die Marktteilnehmer unabhängig und in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind und für die ausreichende Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei die Verwendung relevanter beobachtbarer Parameter maximiert und die Verwendung nicht beobachtbarer Parameter minimiert wird. 2.6 Ertragsteuern und aktive latente Steuern Die Berechnung der Ertragsteuern erfordert die Auslegung der für die einzelnen Konzerngesellschaften geltenden steuerlichen Vorschriften. Der Konzern beurteilt die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf der Grundlage dessen, ob zukünftige steuerpflichtige Erträge vorhanden sind. 2.7 Unternehmensfortführung Zum 31. Dezember 2022 weist der Konzern ein negatives Eigenkapital von TEUR 151.100 aus. Dieser Umstand ist im Wesentlichen auf einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Neuraxpharm-Gruppe in den Jahren 2020 und 2021 zurückzuführen. Außerdem sind die Kommanditeinlagen der Cerebro GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.074.263 für den Konzern verfügbar, die im Konzernabschluss gemäß IAS 32 unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erfasst wurden. Sie spiegeln das Recht der Cerebro TopCo GmbH (Kommanditistin der Cerebro GmbH & Co. KG) wider, ihre Anteile gegen Zahlung einer Ausgleichszahlung von der Gesellschaft zurückzufordern. Die Cerebro TopCo GmbH ist ein nahestehendes Unternehmen des Konzerns. Zum 31. Dezember 2022 verfügt der Konzern im Rahmen der strukturierten Finanzierung über freie Kreditlinien in Höhe von EUR 156.322.469. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat die begründete Erwartung, dass der Konzern über entsprechende Ressourcen verfügt, um seine operative Existenz auf absehbare Zeit fortzusetzen. Aus diesem Grund wurde bei der Erstellung des aktuellen Konzernabschlusses das Prinzip der Unternehmensfortführung zugrunde gelegt. 3 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden von allen Konzerngesellschaften einheitlich angewandt. 3.1 Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder, sofern sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, mit ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Sie werden linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird kein immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und nicht planmäßig abgeschrieben. Kosten für Forschung und Entwicklung Forschungskosten werden im Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Die Kosten für Entwicklungsprojekte (Dossiers oder Arzneimittelzulassungen) werden als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt unter Berücksichtigung der technischen, finanziellen und kommerziellen Realisierbarkeit erfolgreich sein wird, d. h., sie werden aktiviert, wenn sie gemäß den Ansatzkriterien des IAS 38 die folgenden Voraussetzungen erfüllen: (i) es ist technisch möglich, die Herstellung des immateriellen Vermögenswerts abzuschließen, so dass er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht; (ii) das Management hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, um ihn zu nutzen oder zu verkaufen; (iii) es besteht die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen; (iv) es ist möglich, die Art und Weise zu demonstrieren, in der der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen wird; (v) die notwendigen finanziellen, technischen oder sonstigen Ressourcen sind verfügbar, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen; (vi) es ist möglich, die Auszahlung, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbar ist, verlässlich zu bewerten. Entwicklungskosten mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden bei der Veräußerung an Dritte ausgebucht und für ihre vorgesehene Nutzung durch den Konzern ab dem Zeitpunkt der Produktzulassung linear über den Zeitraum abgeschrieben, in dem Gewinne erwartet werden. Alle anderen Entwicklungskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Die Entwicklung dieser Klasse von Arzneimitteln (Generika und generische Wirkstoffe) ist mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, die sich aus deren Entwicklungsdauer (in der Regel mehrere Jahre) und den technischen Ergebnissen ergibt, die in den verschiedenen Prüfungsphasen während der Entwicklung erzielt werden. In jeder der verschiedenen Phasen kann es notwendig sein, ein Arzneimittel aufzugeben, entweder weil es die medizinischen und regulatorischen Standards nicht erfüllt oder weil es die Leistungsschwellen nicht erreicht. Aus diesen Gründen ist der Konzern der Ansicht, dass er die oben genannte Unsicherheit überwunden hat, sobald davon ausgegangen wird, dass das in der Entwicklung befindliche generische Produkt in bestimmten relevanten Märkten die Zulassung erhält und damit die Voraussetzungen für die Aktivierung dieser Entwicklungskosten erfüllt sind. Marken, Patente und Lizenzen Marken, Patente und Lizenzen haben eine definierte Nutzungsdauer und werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung angesetzt. Gewerbliche Schutzrechte werden linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, während Patente über ihre Laufzeit, die als Nutzungsdauer angesehen wird, abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauer von Konzessionen, Patenten, Vermarktungslizenzen, Anmeldungen usw. liegt zwischen 5 und 10 Jahren, abhängig von der Laufzeit und den diesbezüglich getroffenen Vereinbarungen. Computersoftware Die Position Software bezieht sich hauptsächlich auf die Beträge, die für den Eigentumserwerb oder das Nutzungsrecht von Computerprogrammen gezahlt werden, und zwar nur in den Fällen, in denen die Nutzung voraussichtlich in mehreren Jahren endet. Computersoftware wird zu Anschaffungskosten angesetzt und auf der Grundlage ihrer Nutzungsdauer (zwischen 3 und 5 Jahren) abgeschrieben. Die Wartungsaufwendungen für diese Anwendungen werden periodengerecht der Gewinn- und Verlustrechnung belastet. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Wenn der Überschuss negativ ist (Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert), wird er sofort erfolgswirksam erfasst. Ein aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben. Er wird jährlich auf Wertminderung überprüft und kann auch häufiger überprüft werden, wenn es im Laufe des Jahres Anzeichen für eine Wertminderung gibt. Zur Durchführung der Wertminderungstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGEs) zugeordnet. Wie in Anmerkung 2.4 erläutert, hat der Konzern für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis 31. Dezember 2022 für jede ZGE eine Wertminderungsprüfung durchgeführt, während er 2021 eine vereinfachte Wertminderungsprüfung unter Verwendung der für die Kaufpreisallokation erstellten Informationen durchführte. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden Immaterielle Vermögenswerte, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben und getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt wurden, werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet (dieser wird als Anschaffungskosten angesehen). Nach dem erstmaligen Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsverluste auf derselben Grundlage ausgewiesen wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte. Nutzungsdauer und Abschreibungssätze Der Konzern beurteilt, ob die Nutzungsdauer der einzelnen erworbenen immateriellen Vermögenswerte begrenzt oder unbestimmt ist. Ein immaterieller Vermögenswert hat eine unbestimmte Nutzungsdauer, wenn es keine vorhersehbare Begrenzung des Zeitraums gibt, in dem der Vermögenswert Netto-Zahlungsmittelzuflüsse erzeugen wird. In diesem Sinne kann die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte über die folgende Nutzungsdauer erfolgen:
Ausbuchung von immateriellen Vermögenswerten Ein immaterieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn er veräußert wird oder wenn kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung bzw. Veräußerung zu erwarten ist. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswerts, die sich aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ergeben, werden bei der Ausbuchung des Vermögenswerts erfolgswirksam erfasst. 3.2 Sachanlagen Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen die dem Erwerb des Vermögenswerts direkt zurechenbaren Ausgaben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von selbst erstellten Vermögenswerten umfassen die Kosten für Material und direkte Arbeitskräfte, alle sonstigen direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um die Vermögenswerte in einen betriebsbereiten Zustand für ihre vorgesehene Verwendung zu bringen, sowie die Kosten für die Demontage und das Entfernen der Sachanlagen. Wenn Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als separate Posten (Hauptbestandteile) von Sachanlagen bilanziert. Eine Sachanlage wird entweder bei ihrer Veräußerung ausgebucht oder dann, wenn aus ihrer weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden durch den Vergleich des Veräußerungserlöses mit dem Buchwert der Sachanlage ermittelt und erfolgswirksam netto in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Kosten für ein Ersatzteil einer Sachanlage werden im Buchwert des Gegenstands erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen des Ersatzteils dem Konzern zufließen wird und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Der Buchwert des ersetzten Teils wird ausgebucht. Die Abschreibung erfolgt erfolgswirksam linear über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen Teile eines Sachanlagegegenstandes. Nutzungsrechte (RoU-Assets) werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder über die Nutzungsdauer abgeschrieben, wobei der kürzere Zeitraum maßgeblich ist, sofern nicht hinreichend sicher ist, dass der Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses das Eigentum erwerben wird. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Stichtag überprüft. Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr sind:
3.3 Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, erfasst der Konzern gemäß IAS 23 "Fremdkapitalkosten" als Werterhöhung dieser Vermögenswerte. Qualifizierte Vermögenswerte sind solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum verstreichen muss, bevor sie genutzt oder verkauft werden können. In dem Umfang, in dem variabel verzinsliche Kredite zur Finanzierung eines qualifizierten Vermögenswerts verwendet und in einem effektiven Cashflow-Hedge gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden, wird der effektive Teil des Derivats im sonstigen Ergebnis erfasst und in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, wenn der qualifizierte Vermögenswert die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst. In dem Umfang, in dem festverzinsliche Kredite zur Finanzierung eines qualifizierten Vermögenswerts verwendet und im Rahmen einer effektiven Absicherung des beizulegenden Zeitwerts gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden, spiegeln die aktivierten Fremdkapitalkosten den abgesicherten Zinssatz wider. Anlageerträge aus der vorübergehenden Anlage bestimmter Fremdmittel bis zu deren Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. 3.4 Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Sachanlagen Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen des Konzerns werden zu jedem Stichtag überprüft, um festzustellen, ob es Anzeichen für eine Wertminderung gibt. Liegen solche Anzeichen vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Für den Geschäfts- oder Firmenwert und das geistige Eigentum wird der erzielbare Betrag mindestens einmal im Jahr zum gleichen Zeitpunkt geschätzt. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst, wobei ein Abzinsungssatz vor Steuern zugrunde gelegt wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird die Differenz als Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für den Wertminderungstest werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene berücksichtigt, für die Cashflows separat identifizierbar sind. Wenn der Cashflow für einen Vermögenswert nicht separat identifizierbar ist, wird der Wertminderungstest auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) durchgeführt, zu der der Vermögenswert gehört. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird den ZGEs zugeordnet, um einen jährlichen Wertminderungstest für den Geschäfts- oder Firmenwert durchzuführen. Die Zuordnung erfolgt auf diejenigen ZGEs oder Gruppen von ZGEs, von denen erwartet wird, dass sie von dem Unternehmenszusammenschluss profitieren, bei dem der Geschäfts oder Firmenwert entstanden ist. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder seiner ZGE seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Wertminderungsaufwendungen, die für ZGEs erfasst werden, werden zunächst zur Verringerung des Buchwerts des den ZGEs zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts und dann zur Verringerung der Buchwerte der anderen Vermögenswerte in der ZGE (Gruppe von ZGEs) anteilig zugewiesen. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird auch bei einer späteren Wertsteigerung nicht rückgängig gemacht. Bei anderen Vermögenswerten wird ein in früheren Perioden erfasster Wertminderungsaufwand zu jedem Berichtsstichtag daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Wertminderungsaufwand sich verringert hat oder nicht mehr besteht. Ein Wertminderungsaufwand wird rückgängig gemacht, wenn sich die Schätzungen, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, geändert haben. Ein Wertminderungsaufwand wird nur insoweit rückgängig gemacht, als der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben hätte, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. 3.5 Leasingverträge Der Konzern hat seine Leasingverträge gemäß den Anforderungen von IFRS 16 bilanziert. (i) Definitionen Leasingverträge Ein Leasingvertrag ist ein Vertrag, der die folgenden Bedingungen erfüllt:
Keine Leasingverträge Selbst wenn ein Vermögenswert im Vertrag spezifiziert ist, wird der Vermögenswert nicht identifizierbar und der Vertrag enthält kein Leasingverhältnis, wenn der Leasinggeber während der gesamten Nutzungsdauer ein substanzielles Austauschrecht hat. Hat der Leasingnehmer nicht das Recht, die Nutzung des Vermögenswerts zu kontrollieren, enthält der Vertrag kein Leasingverhältnis. Derartige Verträge fallen nicht unter diese Regelung, und die Bilanzierung erfolgt wie bei einem Dienstleistungsvertrag (in der Regel als Aufwand erfasst). (ii) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden zu Beginn des Vertrages erfasst:
Ausnahme: Leasingverträge, bei denen die Laufzeit zu Beginn des Leasingverhältnisses 12 Monate oder weniger beträgt, werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als monatlicher Aufwand erfasst. Darüber hinaus hat der Konzern die Ausnahmeregelung für die geringwertigen geleasten Vermögenswerte nicht angewendet. Leasingverbindlichkeit Erstmaliger Ansatz Die Leasingverbindlichkeit entspricht dem Barwert der Zahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Verwendung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatzes oder, falls dieser nicht ohne Weiteres ermittelt werden kann, des Grenzfremdkapitalzinssatzes:
Nur Leasingkomponenten, die im Leasingvertrag enthalten sind, werden in die Berechnung der Verbindlichkeit einbezogen:
Nicht-Leasing-Komponenten, die in einem Leasingvertrag enthalten sein könnten (z. B. Wartungsleistungen, Verbrauch wie z.B. Versorgungsleistungen...), sind nicht Teil der Leasingverbindlichkeit und werden als Aufwand erfasst, sobald die Leistung für den Konzern erbracht wurde, wobei das entsprechende Konto entsprechend seiner Art zu verwenden ist. • Laufzeit des Leasingverhältnisses Die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der unkündbare Zeitraum unter Berücksichtigung der ursprünglichen Laufzeit jedes Vertrags, es sei denn, der Konzern verfügt über eine einseitige Verlängerungs- oder Kündigungsoption und es ist hinreichend sicher, dass diese Option ausgeübt wird; in diesem Fall wird die entsprechende Verlängerungsfrist oder vorzeitige Beendigung berücksichtigt. Die Leasingverbindlichkeit wird dann zum Barwert der Leasingzahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Verwendung eines im Vertrag festgelegten Abzinsungssatzes berechnet; davon ausgenommen sind Verträge, bei denen ein impliziter Zinssatz verwendet wird, weil er im Vertrag ausdrücklich erwähnt wird. • Diskontsatz Nach IFRS 16 muss ein Leasingnehmer die künftigen Leasingzahlungen mit dem impliziten Zinssatz des Leasingverhältnisses abzinsen, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Andernfalls muss der Leasingnehmer den Grenzfremdkapitalzinssatz verwenden. Der Konzern verwendet den Grenzfremdkapitalzinssatz. Das ist der Zinssatz, den ein Leasingnehmer zu Beginn des Leasingverhältnisses für einen Kredit mit ähnlicher Laufzeit und ähnlicher Sicherheit zahlen müsste, um einen Vermögenswert von ähnlichem Wert wie das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld zu erhalten. Nachträgliche Beurteilung In der Folge wird die Finanzverbindlichkeit aus dem Leasingverhältnis um die Zinsen aus der Leasingverbindlichkeit erhöht und um die geleisteten Zahlungen vermindert. Die Verbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich die zu zahlenden Beträge und die Bedingungen des Leasingverhältnisses ändern. Leasingverbindlichkeiten:
Nutzungsrecht (RoU-Asset) Erstmaliger Ansatz Der erstmalige Ansatz der Nutzungsrechte erfolgt zu den Anschaffungskosten, die sich wie folgt zusammensetzen:
Folgebewertung Der RoU-Asset wird zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Der Nettobuchwert des RoU-Assets muss bei jeder Neubewertung der Leasingverbindlichkeit angepasst werden. Abschreibungsmethode und Nutzungsdauer Abschreibungsmethode: Lineare Abschreibung. Die Abschreibung beginnt mit dem Beginn des Leasingverhältnisses (wenn der Vermögenswert zur Nutzung zur Verfügung steht). Nutzungsdauer:
3.6 Finanzinstrumente Die Finanzinstrumente umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Ausleihungen und Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. 3.6.1 Finanzielle Vermögenswerte (i) Klassifizierung Der Konzern teilt seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien ein:
Fremdkapitalinstrumente Die Klassifizierung hängt von dem Konzern-Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und von den vertraglichen Bedingungen der Zahlungsströme ab. Bei Vermögenswerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden Gewinne und Verluste entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasst. Der Konzern gliedert Fremdkapitalinvestitionen nur dann um, wenn sich sein Geschäftsmodell für die Verwaltung dieser Vermögenswerte ändert. Eigenkapitalinstrumente Bei Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden Gewinne und Verluste entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, hängt die Klassifizierung davon ab, ob der Konzern zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die unwiderrufliche Entscheidung getroffen hat, die Eigenkapitalinvestition erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) zu bilanzieren. (ii) Ausweis und Ausbuchung Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf den Erhalt von Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbunden Risiken und Chancen übertragen hat. ( iii) Bewertung Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert zuzüglich - im Falle eines finanziellen Vermögenswertes, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet wird - der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind. Transaktionskosten von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten werden in ihrer Gesamtheit betrachtet, wenn es darum geht festzustellen, ob ihre Zahlungsströme ausschließlich aus Kapital- und Zinszahlungen bestehen. Fremdkapitalinstrumente Die Folgebewertung von Schuldinstrumenten hängt vom Geschäftsmodell des Konzerns für die Verwaltung des Vermögenswerts und von den Cashflow-Eigenschaften des Vermögenswerts ab. Es gibt drei Bewertungskategorien, in die der Konzern seine Fremdkapitalinstrumente einteilt:
Eigenkapitalinstrumente In der Folge bewertet der Konzern alle Kapitalbeteiligungen zum beizulegenden Zeitwert. Sofern das Konzernmanagement entschieden hat, Gewinne und Verluste aus Kapitalbeteiligungen zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis auszuweisen, erfolgt nach der Ausbuchung der Beteiligung keine spätere Umgliederung der Gewinne und Verluste zum beizulegenden Zeitwert in den Gewinn oder Verlust. Dividenden aus solchen Beteiligungen werden weiterhin erfolgswirksam als sonstige Erträge erfasst, wenn das Recht des Konzerns auf den Erhalt der Zahlungen begründet ist. Wird die FVOCI-Option nicht gewählt oder werden die finanziellen Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten erfolgswirksam in den sonstigen Gewinnen/(Verlusten) erfasst, sofern anwendbar. (iv) Wertminderungen Der Konzern bildet eine Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle im Rahmen von Investitionen in Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, oder, falls vorhanden, für Investitionen in Fremdkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für Leasingforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögen und Finanzgarantien. Die Höhe der erwarteten Kreditausfälle wird zu jedem Stichtag aktualisiert, um Änderungen des Kreditrisikos seit dem erstmaligen Ansatz des betreffenden Finanzinstruments zu berücksichtigen. Der Konzern bewertet die Wertberichtigung stets in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte erfasst der Konzern erwartete Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments resultieren, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat. Hat sich jedoch das Kreditrisiko eines Finanzinstruments seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht, bemisst der Konzern die Risikovorsorge für dieses Finanzinstrument anhand des allgemeinen Kriteriums, d. h. Erfassung der erwarteten Kreditverluste infolge von Ausfallereignissen, die innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Stichtag möglich sind. Signifikante Erhöhung des Kreditrisikos Bei der Bewertung, ob sich das Kreditrisiko eines Finanzinstruments seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, vergleicht der Konzern das Ausfallrisiko des Finanzinstruments zum Stichtag mit dem Ausfallrisiko des Finanzinstruments zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes. Dabei berücksichtigt der Konzern angemessene und vertretbare quantitative und qualitative Informationen, einschließlich historischer Kreditausfallerfahrungen. Definition "Ausfall" Um zu beurteilen, ob ein Ausfallereignis für Zwecke des Kreditrisikomanagements vorliegt, berücksichtigt der Konzern neben anderen Faktoren, ob der Schuldner mit seinen finanziellen Verpflichtungen in Verzug geraten ist und ob die verfügbaren Informationen darauf hindeuten, dass dieser wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, seine Schulden in voller Höhe zu begleichen. Der Konzern geht in jedem Fall davon aus, dass ein Ausfallereignis eingetreten ist, wenn ein finanzieller Vermögenswert seit erheblicher Zeit überfällig ist, es sei denn, der Konzern verfügt über angemessene und stützbare Informationen, die belegen, dass ein weniger strenges Ausfallkriterium auf der Grundlage des analysierten Vermögenswerts angemessener ist. 3.6.2 Finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern ordnet seine finanziellen Verbindlichkeiten in eine der folgenden Kategorien ein:
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Derivate. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sind alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird. Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit nur dann aus, wenn die Verpflichtungen des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Die Differenz zwischen dem Buchwert der ausgebuchten finanziellen Verbindlichkeit und dem gezahlten oder zu zahlenden Entgelt wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert und anschließend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Derivaten werden als Aufwand erfasst. Fremdkapitalaufnahmen werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der angefallenen Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung über die Laufzeit der Fremdkapitalaufnahme unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum jeweiligen Stichtag ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Von einem Konzernunternehmen emittierte Schuld- und Eigenkapitalinstrumente werden in Übereinstimmung mit den vertraglichen Vereinbarungen und den Definitionen von finanziellen Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumenten entweder als finanzielle Verbindlichkeiten oder als Eigenkapital klassifiziert. Nach IAS 32 liegt Eigenkapital nur dann vor, wenn ein Unternehmen keine bedingte oder unbedingte Verpflichtung zur Lieferung von Geld oder anderen Vermögenswerten hat. In diesem Zusammenhang regelt der IAS 32, dass das Recht der Anteilseigner von Gesellschaften, ihren Anteil jederzeit gegen eine Abfindung zurückzugeben, bilanziell als Verbindlichkeit auszuweisen ist, auch wenn die Stellung der Anteilseigner rechtlich die Form eines Residualinteresses hat. In der Kategorie "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" weist der Konzern daher die nicht beherrschenden Anteile, die dem kündbaren Instrument aus der Abfindung entsprechen, die der Kommanditist der Cerebro GmbH & Co. KG (Cerebro TopCo GmbH) hat, zum beizulegenden Zeitwert aus. Dieses kündbare Instrument wird durch die entstandenen Jahresergebnisse fortentwickelt, ist jedoch auf einen Mindestbetrag, der dem Eigenkapital der Cerebro GmbH & Co. KG entspricht, begrenzt. Finanzinstrumente und Absicherungsgeschäfte Finanzderivate werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und am Jahresende zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Methode zur Erfassung des Gewinns oder Verlusts hängt davon ab, ob das Derivat als Sicherungsinstrument eingestuft wird, und wenn ja, von der Art des gesicherten Vermögenswerts. Wirksamkeit der Absicherung Die Wirksamkeit von Sicherungsgeschäften wird zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Effektivitätstests ermittelt, um sicherzustellen, dass ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht. Ansatz Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentiert der Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen den Sicherungsinstrumenten und den gesicherten Grundgeschäften, einschließlich der Frage, ob die Cashflow-Veränderungen bei den Sicherungsinstrumenten die Cashflow-Veränderungen bei den gesicherten Grundgeschäften voraussichtlich ausgleichen werden. Der Konzern dokumentiert seine Risikomanagementziele und -strategien für die Durchführung seiner Sicherungsgeschäfte. Der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die zur Absicherung von Zahlungsströmen bestimmt und als solche klassifiziert sind, wird im Eigenkapital erfasst. Die in der Hedge-Rücklage des Eigenkapitals kumulierten Beträge werden in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen, wenn das gesicherte Grundgeschäft den Gewinn oder Verlust beeinflusst oder eine Ineffektivität festgestellt wird. 3.7 Vorräte Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, Halbfertigwaren, Fertigerzeugnisse und Handelswaren ausgewiesen. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten umfassen die Aufwendungen für den Erwerb der Vorräte, die Herstellungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Im Falle von gefertigten Vorräten und unfertigen Erzeugnissen umfassen die Herstellungskosten neben den Material- und Produktionskosten auch einen angemessenen Teil der Produktionsgemeinkosten auf Basis der normalen Betriebskapazität. Der Konzern nimmt entsprechende Wertberichtigungen vor und erfasst sie als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, wenn der aus den Vorräten zu erwartende Nettoveräußerungswert niedriger ist als der Anschaffungswert (oder die Herstellungskosten). Wertkorrekturen können durch die Überalterung und/oder das Verfallsdatum einiger vom Unternehmen vermarkteter Produkte begründet sein. Die Vorräte werden mindestens einmal jährlich einer Überalterungsprüfung unterzogen. Jede einzelne Tochtergesellschaft kann ihre eigene Abschreibungs- und Überalterungspolitik haben. Die Vorräte gelten als (teilweise oder vollständig) überaltert, wenn sie eine der folgenden Definitionen erfüllen:
3.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und erhaltene Schecks. Zahlungsmitteläquivalente sind hochliquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von drei Monaten ab dem Erwerbszeitpunkt, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und zu vordefinierten Zahlungsmittelzuflüssen führen werden. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 3.9 Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erst dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Kapitalzuschüsse Nicht rückzahlbare Kapitalzuschüsse werden in der Konzernbilanz zunächst als passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Erträge aus Kapitalzuschüssen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der Abschreibung der entsprechenden finanzierten Vermögenswerte erfasst. Betriebskostenzuschüsse Erhaltene Betriebskostenzuschüsse zum Ausgleich von bereits angefallenen Aufwendungen oder Verlusten oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung, die nicht im Zusammenhang mit zukünftigen Auszahlungen stehen, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zinszuschüsse Finanzielle Verbindlichkeiten, die eine implizite Unterstützung in Form von unter dem Marktzins liegenden Zinssätzen beinhalten, werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Differenz zwischen diesem Wert, gegebenenfalls angepasst um die Ausgabekosten der finanziellen Verbindlichkeit, und dem erhaltenen Betrag wird als Zuwendung der öffentlichen Hand entsprechend der Art der gewährten Zuwendung erfasst. 3.10 Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die zuverlässig geschätzt werden kann, und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung zu einem Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen führen wird. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung Gegenleistung dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Stichtag erforderlich ist, wobei die mit der Verpflichtung verbundenen Risiken und Unsicherheiten berücksichtigt werden. Wird eine Rückstellung anhand der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, entspricht ihr Buchwert dem Barwert dieser Zahlungsströme (wenn der Zeitwert des Geldes einen wesentlichen Effekt hat). Wenn erwartet wird, dass ein Teil oder der gesamte wirtschaftliche Nutzen, der zur Erfüllung einer Rückstellung erforderlich ist, von einem Dritten erstattet wird, wird eine Forderung als Vermögenswert angesetzt, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgen wird und die Höhe der Forderung verlässlich ermittelt werden kann. Sofern der Abzinsungseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen mit ihrem Barwert bewertet. Der Betrag, von dem angenommen wird, dass er im Folgejahr abfließt, wird als kurzfristiger Anteil der Rückstellung angesetzt. Restrukturierungen Eine Restrukturierungsrückstellung wird gebildet, wenn der Konzern einen detaillierten formalen Plan für die Restrukturierung entwickelt hat und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass er die Restrukturierung durchführen wird, indem er mit der Umsetzung des Plans begonnen oder den Betroffenen die wesentlichen Merkmale des Plans angekündigt hat. Die Bewertung einer Restrukturierungsrückstellung umfasst nur die direkten Ausgaben, die sich aus der Restrukturierung ergeben, d. h. die Beträge, die notwendigerweise mit der Restrukturierung einhergehen und nicht mit den laufenden Aktivitäten des Unternehmens verbunden sind. Bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Eventualverbindlichkeiten Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Eventualverbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Am Ende der folgenden Berichtsperioden werden solche Eventualverbindlichkeiten mit dem nach IAS 37 angesetzten Betrag oder mit dem bei ihrem erstmaligen Ansatz erfassten Betrag abzüglich des kumulierten Betrags der nach den Grundsätzen von IFRS 15 erfassten Erträge bewertet, wobei der höhere Betrag maßgeblich ist. 3.11 Leistungen an Arbeitnehmer - Abfindungen Verbindlichkeiten aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses Die Tochtergesellschaften des Konzerns gewähren keine Dienstaltersprämien und haben gegenüber ihren Mitarbeitern auch keine sonstigen Verpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden an Mitarbeiter gezahlt, wenn der Konzern beschließt, das Arbeitsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittsalter aufzulösen, oder wenn sich der Mitarbeiter bereit erklärt, im Gegenzug für diese Leistungen freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis auszuscheiden. Der Konzern verbucht diese Verbindlichkeiten, wenn er sich nachweislich verpflichtet hat, die Arbeitnehmer zu entlassen, und zwar auf der Grundlage eines formalen, detaillierten Plans, der nicht zurückgenommen werden kann. 3.12 Umsatzerlöse Umsatzerlöse sind so zu erfassen, dass die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden in einer Höhe abgebildet wird, die der Gegenleistung entspricht, auf die das Unternehmen im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich Anspruch hat. Konkret legt IFRS 15 einen Ansatz zur Umsatzrealisierung fest, der auf fünf Schritten basiert: Schritt 1: Identifikation des Vertrags / der Verträge mit einem Kunden. Schritt 2: Identifikation der Leistungsverpflichtungen im Vertrag. Schritt 3: Bestimmung des Transaktionspreises. Schritt 4: Zuordnung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen im Vertrag. Schritt 5: Erlöserfassung, wenn (oder sobald) das Unternehmen eine Leistungsverpflichtung erfüllt. In diesem Zusammenhang werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Unternehmen seine Verpflichtungen erfüllt, d. h., wenn die "Verfügungsgewalt" über die Güter oder Dienstleistungen, die der jeweiligen Verpflichtung zugrunde liegen, auf den Kunden übertragen wird. Eine bedingte Gegenleistung wird in den Transaktionspreis einbezogen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der erfasste Betrag der Umsatzerlöse in der Zukunft nicht wesentlich rückgängig gemacht werden kann. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung nach Abzug von Retouren und Preisnachlässen bewertet. Umsatzerlöse werden in Höhe des tatsächlich verkauften Volumens zum Verkaufspreis abzüglich der an Kunden gewährten Rabatte und der vertraglich vereinbarten Kundenrabatte erfasst. 3.13 Finanzielle Erträge und Aufwendungen Die finanziellen Erträge umfassen Zinserträge aus angelegten Geldern. Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Fremdkapitalinstruments und zur Zuordnung von Zinserträgen über den entsprechenden Zeitraum. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungseingänge (einschließlich aller gezahlten oder erhaltenen Gebühren und Entgelte, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Auf- oder Abschläge) über die erwartete Laufzeit des Fremdkapitalinstruments oder gegebenenfalls über eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert aus der erstmaligen Erfassung abgezinst werden. Die finanziellen Aufwendungen umfassen Zinsaufwendungen für Fremdkapital sowie sonstige Finanzierungskosten und Gebühren im Zusammenhang mit der Einrichtung und dem laufenden Betrieb des Laufzeitdarlehens und des revolvierenden Kredits. Alle Fremdkapitalkosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. 3.14 Ertragsteuer Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus dem laufenden Steueraufwand und den latenten Steuern dar. Der Ertragsteueraufwand wird im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, er bezieht sich auf Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst werden; in diesem Fall wird er im Eigenkapital erfasst. Die derzeit zu zahlende Steuer basiert auf dem steuerpflichtigen Gewinn des Jahres. Das zu versteuernde Ergebnis unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschuss, da es Ertrags- oder Aufwandsposten ausschließt, die in anderen Jahren steuerpflichtig oder abzugsfähig sind, und überdies Posten ausschließt, die niemals steuerpflichtig oder abzugsfähig sind. Die laufende Steuerschuld des Konzerns wird unter Anwendung der Steuersätze berechnet, die am Ende des Berichtszeitraums gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind. Eine Rückstellung wird für solche Sachverhalte gebildet, bei denen die Steuerfestsetzung ungewiss ist, ein zukünftiger Mittelabfluss an eine Steuerbehörde jedoch als wahrscheinlich angesehen wird. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des voraussichtlich zu zahlenden Betrags. Die Bewertung basiert in der Regel auf der Einschätzung des Managements innerhalb des Konzerns, gestützt auf frühere Erfahrungen in Bezug auf solche Aktivitäten, und basiert in bestimmten Fällen auf spezialisierter unabhängiger Steuerberatung. Latente Steuern werden unter Verwendung der Bilanzmethode angesetzt, die temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden für Zwecke der Rechnungslegung und den für steuerliche Zwecke verwendeten Beträgen berücksichtigt. Latente Steuern werden für die folgenden temporären Differenzen nicht angesetzt: den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der sich weder auf das handelsrechtliche Periodenergebnis noch auf das zu versteuernde Ergebnis auswirkt, und Differenzen im Zusammenhang mit der Beteiligung an Tochterunternehmen, sofern es wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Darüber hinaus werden keine latenten Steuern für zu versteuernde temporäre Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die bei der Umkehrung der temporären Differenzen erwartet werden, basierend auf den am Stichtag gültigen oder angekündigten Gesetzen. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuerschulden und -ansprüche besteht und sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt oder für unterschiedliche Steuersubjekte erhoben werden, jedoch beabsichtigt ist, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und -ansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder wenn ihre Steueransprüche und -schulden gleichzeitig realisiert werden. Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Latente Steueransprüche werden zu jedem Stichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden kann. 3.15 Fremdwährungen Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt, der auch die funktionale Währung der Muttergesellschaft ist. Der Konsolidierungskreis umfasst die Gesellschaften Neuraxpharm Polska sp. z o.o. (Polen), Neuraxpharm Czech s.r.o. (Tschechische Republik), Neuraxpharm Bohemia s.r.o. (Tschechische Republik), Neuraxpharm Hungary Kft. (Ungarn), Neuraxpharm UK Limited (Vereinigtes Königreich), Hemplix UK Limited (Vereinigtes Königreich), S.T.U. GmbH (Schweiz), Neuraxpharm Switzerland AG (Schweiz), Neuraxpharm Sweden AB (Schweden), Neuraxpharm Denmark ApS (Dänemark) und Neuraxpharm Norway AS (Norwegen), deren funktionale Währungen vom Euro (EUR) abweichen. Daraus ergibt sich ein im Eigenkapital erfasster Betrag an "Umrechnungsdifferenzen". Transaktionen und Salden Fremdwährungstransaktionen werden von den Konzernunternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in ihrer jeweiligen funktionalen Währung erfasst. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden mit dem am Stichtag gültigen Kassakurs der funktionalen Währung umgerechnet. Differenzen, die bei der Abwicklung oder Umrechnung monetärer Posten entstehen, werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit den Kursen zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts umgerechnet. Der Gewinn oder Verlust aus der Umrechnung von nicht monetären, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Posten wird entsprechend der Erfassung des Gewinns oder Verlusts aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Postens behandelt (d. h., die Umrechnungsdifferenzen von Posten, deren Gewinn oder Verlust aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis bzw. im Gewinn oder Verlust erfasst wird, werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. im Gewinn oder Verlust erfasst). Veränderung der Euro-Wechselkurse gegenüber einigen wichtigen Währungen zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021:
3.16 Einstufung nach lang- und kurzfristig Der Konzern gliedert Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz in lang- und kurzfristig. Die kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt ermittelt: Vermögenswerte werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag realisiert werden oder zum Verkauf oder Verbrauch im normalen Geschäftszyklus des Konzerns bestimmt sind, wenn sie primär zu Handelszwecken gehalten werden, wenn erwartet wird, dass sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag realisiert werden oder wenn es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, die Vermögenswerte können frühestens zwölf Monate nach dem Stichtag ausgetauscht bzw. zur Erfüllung einer Verbindlichkeit verwendet werden. Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Erfüllung im normalen Geschäftszyklus des Konzerns erwartet wird, sie primär zu Handelszwecken gehalten werden, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag fällig werden oder der Konzern kein uneingeschränktes Recht hat, die Erfüllung der Verbindlichkeit um mindestens zwölf Monate nach dem Stichtag zu verschieben. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag beglichen werden, auch dann, wenn die ursprüngliche Laufzeit mehr als zwölf Monate betrug, und eine Vereinbarung zur Refinanzierung oder Umschuldung von Zahlungen auf langfristiger Basis nach dem Stichtag und vor Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung abgeschlossen wird. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden, die später als 12 Monate nach dem Stichtag fällig werden, werden als langfristig behandelt. 3.17 Unternehmenszusammenschlüsse Das Unternehmen bilanziert erworbene Unternehmen nach der Erwerbsmethode, die vorschreibt, dass die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, mit der Ausnahme, dass aktive und passive latente Steuern sowie Vermögenswerte und Schulden in Verbindungen mit Vereinbarungen über Leistungen an Arbeitnehmer in Übereinstimmung mit IAS 12 "Ertragsteuern" bzw. IAS 19 angesetzt und bewertet werden. Schulden oder Eigenkapitalinstrumente im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen des erworbenen Unternehmens oder anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen des Konzerns, die eingegangen wurden, um anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen des erworbenen Unternehmens zu ersetzen, in Übereinstimmung mit IFRS 2 zum Erwerbszeitpunkt bewertet werden; und Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, in Übereinstimmung mit diesem Standard bewertet werden. Die Transaktionskosten für den Erwerb eines Unternehmens werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die gesamte Gegenleistung einschließlich der aufgeschobenen Gegenleistung aus dem Unternehmenserwerb wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert des bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen identifizierbaren Nettovermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der Konzern hatte 2022 13 zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGEs) (2021: 12), bei denen der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird (siehe Anmerkung 7.8). Die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu diesen ZGEs basiert auf der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts im Erwerbszeitpunkt. Übersteigt der Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Anteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern vorhanden), ist der übersteigende Betrag sofort als Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. 4 Nicht rechnungslegungsrelevante Kennzahl Das bereinigte EBITDA ist keine rechnungslegungsrelevante Kennzahl. Diese Kennzahl ist für die Leser des Konzernabschlusses jedoch nützlich, da sie eine Kennzahl für das Betriebsergebnis unter Ausschluss bestimmter Posten darstellt, die nach Ansicht des Konzernmanagements entweder außerhalb der wiederkehrenden betrieblichen Aktivitäten liegen oder nicht zahlungswirksam sind. Durch den Ausschluss solcher Posten lassen sich Trends im operativen Ergebnis und in der Cashflow-Generierung des Konzerns leichter beobachten. Die nicht nach GAAP ermittelten Kennzahlen werden vom Konzern intern zur Steuerung und Bewertung der Geschäftsergebnisse, zur Entscheidungsfindung und zur Leistungsbeurteilung des Managements verwendet. Diese Leistungskennzahlen werden auch von Anlegern und anderen Mitgliedern der Finanzwelt zur Bewertung anderer Unternehmen verwendet, die in der gleichen Branche wie der Konzern tätig sind, und bilden somit eine Grundlage für die Vergleichbarkeit des Konzerns mit seinen Konkurrenten. 4.1 Bereinigtes EBITDA Das bereinigte EBITDA ist definiert als Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Einmaleffekten (Akquisitionskosten, außerordentliche Rechtsstreitigkeiten, Restrukturierungskosten und andere Posten, die wahrscheinlich nicht häufig auftreten und als außergewöhnlich oder einmalig angesehen werden). Diese Kennzahl ist möglicherweise nicht mit ähnlich bezeichneten Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar. Darüber hinaus sollte diese Kennzahl nicht als Alternative für das Betriebsergebnis betrachtet werden, da die Auswirkungen von Abschreibungen und Wertminderungen, die nicht in dieser Kennzahl erfasst sind, letztlich das Betriebsergebnis beeinflussen, das gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" ebenfalls im Konzernabschluss dargestellt wird. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Betriebsergebnisses aus fortgeführten Geschäftsbereichen in das bereinigte EBITDA:
Die folgende Tabelle fasst die Gewinne und Aufwendungen zusammen, die als "Einmaleffekte" berücksichtigt wurden:
Im Berichtszeitraum entfällt der größte Posten auf den Effekt der M&A-Honorare anlässlich der Übernahme von zwei Produktportfolios für ZNS-Erkrankungen, Schmerzen und Gefäßerkrankungen von Sanofi, die 2023 wirksam werden wird (siehe zusätzliche Angaben in Anmerkung 12). Des Weiteren gibt es Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit einer Klage in Japan und gerichtlichen Zulassungsverfahren in Europa. Darüber hinaus umfasst die Rubrik "Andere" hauptsächlich die Aufwendungen für die Festlegung eines strategischen Plans für den Konzern. Im Zeitraum bis 31. Dezember 2021 entfiel der Großteil der Einmaleffekte auf die Auswirkungen von COVID-19 sowie auf die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für die von Neuraxpharm erworbenen Vorräte, die bei der Kaufpreisallokation zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden. Nachfolgend ist die Verteilung der Einmalaufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis für das Jahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und das Vorjahr dargestellt:
5 Finanzielles Risikomanagement Die unter den verzinslichen Darlehen und Ausleihungen ausgewiesenen Finanzinstrumente des Konzerns bestehen hauptsächlich aus einem Laufzeitdarlehen, revolvierenden Krediten und einer Zinsbegrenzungsvereinbarung. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Konzerngeschäftstätigkeit und die Absicherung ihres variablen Zinssatzes. Verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, stehen dem Konzern weiterhin zur Verfügung. Der Konzern ist folgenden Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt:
Diese Anmerkung enthält Informationen über die Exposition des Konzerns gegenüber den einzelnen genannten Risiken, über die Ziele, Richtlinien und Verfahren des Konzerns zur Messung, Steuerung und Minderung dieser Risiken sowie über die Kapitalmanagementstrategie des Konzerns. Die Risikomanagementrichtlinien des Konzerns dienen der Identifizierung und Analyse der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, der Festlegung angemessener Risikolimits und -kontrollen sowie der Überwachung der Risiken und der Einhaltung der vorgegebenen Limits. Die Richtlinien und Verfahren für das Risikomanagement werden regelmäßig überprüft, damit sie veränderte Marktbedingungen und Konzernaktivitäten widerspiegeln. Die Richtlinien und Verfahren für das Risikomanagement des Konzerns sind darauf ausgerichtet, ein strenges und konstruktives Kontrollumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiter ihre Aufgaben und Verpflichtungen verstehen. Der Prüfungsausschuss des Konzerns überwacht, wie das Management die Einhaltung der konzerneigenen Risikomanagementverfahren und -richtlinien kontrolliert und überprüft, ob die Risikomanagementpolitik angesichts der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, angemessen ist. 5.1 Kreditrisiko Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für den Konzern, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen/ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditrisiko dar. Bei der Bestimmung des erwarteten Kreditrisikos für finanzielle Vermögenswerte mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt der Konzern hauptsächlich beobachtbare Marktdaten zur Kreditrisikodeckung und zur Bonität der Gegenpartei sowie die Änderungen des Kreditrisikos seit dem erstmaligen Ansatz, um den erwarteten Kreditverlust in den nächsten zwölf Monaten oder über die Laufzeit des Vermögenswerts zu bewerten. Das Kreditrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale jedes Kunden beeinflusst. Der Konzern schließt Geschäfte nur mit kreditwürdigen Dritten ab. Der Konzern verfügt über Richtlinien, die sicherstellen, dass der Verkauf von Produkten an Kunden mit einer soliden Kredithistorie erfolgt. Der Konzern hat eine große Anzahl von Kunden, daher besteht bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration des Kreditrisikos (siehe Anmerkung 7.13). Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen, dass das Risiko von Zahlungsausfällen sehr gering ist. Der Konzern bewertet die Wertberichtigung stets in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt der Konzern eine Vielzahl von Faktoren, darunter das aktuelle und zukunftsorientierte wirtschaftliche Umfeld des Landes des Vertragspartners und die Altersstruktur der Forderungen. Realisierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zuvor in der Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle erfasst wurden, werden als Gewinne in den Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesen. Der Konzern kommt generell zu dem Ergebnis, dass eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen einen Ausfall darstellt, wenn sie mehr als 180 Tage überfällig ist. Auf der Grundlage historischer Erfahrungen und Analysen kam der Konzern zu dem Schluss, dass ein Ausfallrisiko besteht, da solche Forderungen im Allgemeinen nicht einbringlich sind und daher wertberichtigt werden, es sei denn, es kann eindeutig nachgewiesen werden, dass die Forderung noch einbringlich ist. Die Konzernpolitik besteht darin, eine Wertberichtigung für erwartete Forderungsverluste über die gesamte Laufzeit auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bilden und einen Aufwand in den Marketing- und Vertriebskosten zu erfassen, wenn ein bestimmtes Konto als uneinbringlich angesehen wird. Der Konzern schreibt finanzielle Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) ganz oder teilweise ab, wenn er alle praktischen Einzugsbemühungen ausgeschöpft hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass ihre Einziehung vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Der Konzern arbeitet nur mit Banken zusammen, die ein Kreditrating durch S&P von mindestens B oder mindestens BAA3 durch Moody's aufweisen. Das maximale Kreditrisiko für finanzielle Vermögenswerte nach Ländern:
5.2 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen, z. B. die Begleichung seiner Finanzschulden und die Bezahlung seiner Lieferanten. Der Ansatz des Konzerns zur Steuerung der Liquidität besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass er stets über ausreichend Liquidität verfügt, um seine Verpflichtungen am Fälligkeitstermin sowohl unter normalen als auch unter Stressbedingungen zu erfüllen, ohne dabei inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Rufschädigung des Konzerns zu riskieren. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der laufenden Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Gewährleistung von Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren. Neben einem effektiven Working-Capital-Management und Cash-Management mindert der Konzern das Liquiditätsrisiko durch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien. Damit verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 über folgende Liquiditätsposition:
Die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns mit vereinbarten Tilgungsfristen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Tabelle wurde auf Basis der nicht diskontierten Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten auf der Grundlage des frühesten Datums erstellt, an dem der Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann. Die Tabelle enthält sowohl den Zins- als auch den Tilgungs-Cashflow und geht davon aus, dass die Zinsen auf den Kapitalbetrag am Fälligkeitstag gezahlt werden.
(1) Vertragliche Cashflows, die unter
Berücksichtigung der Schuldzinskonditionen zum 31.
Dezember 2022 ermittelt wurden (Anmerkung 7.17). Im
Zusammenhang mit dem in Anspruch genommenen revolvierenden
Kredit und anderen Fazilitäten, die in einem Zeitraum
von weniger als einem Jahr (< 1 Jahr) zahlbar sind,
enthält die Tabelle die im Liquiditätsplan des
Konzerns für den Zeitraum 2023 geplanten
Cashflow-Bewegungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten umfassen vertragliche, verschreibungsabhängige Rabatte an Krankenkassen im Rahmen des laufenden Geschäfts, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Verbindlichkeiten aus Transaktionsgebühren (Anmerkung 7.19). 5.3 Marktrisiko Marktrisiko bezeichnet das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Das Marktrisiko umfasst folgende Risikoarten: Währungsrisiko, Zinsrisiko und Preisrisiko. Zu den Finanzinstrumenten, die einem Marktrisiko ausgesetzt sind, gehören zinstragende Darlehen. Währungsrisiko Der Konzern ist hauptsächlich in der Eurozone tätig und daher nur einem minimalen Wechselkursrisiko bei Währungsgeschäften ausgesetzt. Zinsrisiko Zinsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert und/oder die Cashflows durch Zinsänderungen negativ beeinflusst werden. Der Konzern ist Zinsrisiken aus variabel verzinslichen Darlehen ausgesetzt. Zinsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen den Effekt von Änderungen der Marktzinssätze auf die Finanzerträge und -aufwendungen. Für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 ist der Konzern teilweise die Höhe der variablen Verzinsung der Darlehensfazilität B1 und der Darlehensfazilität B2 abgesichert. Das Zinsbegrenzungsinstrument in Höhe von 440 Mio. EUR wurde am 31. Oktober 2022 für einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschlossen (Anmerkung 7.17). Die Kreditfazilitäten wurden am 11. Dezember 2020 vertraglich vereinbart und am 15. Dezember 2020 in Anspruch genommen (Anmerkung 7.17). Zwischen 1. Januar 2022 und 31. Dezember 2022 war der EURIBOR-Satz zum Teil positiv und zum Teil negativ (die Durchschnitts- und Schlusskurse lagen zwischen -0,5870 % / 1,398 % (zwischen 1. Januar 2021 und 31. Dezember 2021: -0,570 % / -0,587 %) für den 1-Wochen-Satz und -0,539 % / 2,405 % (zwischen 1. Januar 2021 und 31. Dezember 2021: -0,523 %/-0,539 %) für den 6-Monats-Satz). Preisrisiko Das Preisrisiko bei Rohstoffen wird durch die mit den Lieferanten und Vertragsherstellern (CMO) getroffenen Vereinbarungen gemildert. 5.4 Kapitalmanagement Das vorrangige Ziel des Konzern-Kapitalmanagements besteht darin, eine Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten, die zur Schaffung von Shareholder Value beiträgt. Der Konzern ist bestrebt, sein Kapital so zu steuern, dass es das profitable Wachstum der Geschäftstätigkeit unterstützt, indem er zu jeder Zeit eine angemessene Liquidität und Kapitalausstattung des Konzerns sicherstellt. Der Konzern betrachtet sowohl das Eigenkapital als auch die Nettoverschuldung als relevante Bestandteile der Finanzierung und damit als Teil des Kapitalmanagements. Der Konzern steuert das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von TEUR -151.100 (2021: TEUR -122.197) als Kapital nach IFRS. Darüber hinaus verfügt der Konzern über Kommanditeinlagen an der Cerebro GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.074.263 (2021: TEUR 1.074.291), die im vorliegenden Konzernabschluss gemäß IAS 32 als sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (siehe Anmerkung 7.18) ausgewiesen werden. Innerhalb der Nettoverschuldung weist der Konzern Ausleihungen von Darlehensgebern abzüglich der Barmittel aus. Das für die Geschäftstätigkeit des Konzerns eingesetzte Vermögen besteht hauptsächlich aus dem Nettoumlaufvermögen und dem Anlagevermögen, das durch Eigenkapital und Nettofremdkapital finanziert wird. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist die Hauptquelle für die Finanzierung des Konzerns. Die externe Finanzierung sowie die liquiden Mittel werden zentral von der Konzernfinanzabteilung verwaltet. Liquide Mittel werden nur bei Kontrahenten mit hoher Bonität und Einlagen angelegt, um einen kontinuierlichen Zugriff auf die Mittel zu gewährleisten. Es gab keine Konzerngesellschaften, die externen Mindestkapitalanforderungen unterlagen. 6 Unternehmenszusammenschlüsse und Veränderungen bei Tochtergesellschaften Brain Therapeutics Monoprosoph I.K.E. Am 3. März 2022 erwarb der Konzern 100 % der Anteile und Stimmrechte an Brain Therapeutics Monoprosoph I.K.E. Übertragene Gegenleistung In der folgenden Tabelle ist der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
Der Kaufpreis wurde in bar bezahlt. Erworbene identifizierbare Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten In den folgenden Tabellen ist der beizulegende Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden im Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
Geschäfts- oder Firmenwert Der aus dem Erwerb resultierende Geschäftswert wurde wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist hauptsächlich Vermögenswerten zuzurechnen, die nicht gesondert ausgewiesen werden, wie z. B. die Belegschaft, Marktanteile und der Zugang zu neuen Kunden und Märkten. Es wird nicht erwartet, dass der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist. Neuraxpharm-Konzern Am 16. Dezember 2020 erwarb die Neuraxpharm Arzneimittel GmbH (vormals: Cerebro BidCo GmbH) über ihre direkte und indirekte Beteiligung an der Neuraxpharm MidCo S.C.A. 100 % der Anteile und Stimmrechte an der Neuraxpharm Gruppe. 1 Übertragene Gegenleistung In der folgenden Tabelle ist der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
Der Kaufpreis wurde in bar bezahlt. Erworbene identifizierbare Vermögenswerte sowie übernommene Schulden und Eventualschulden In der folgenden Tabellen ist der beizulegende Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden im Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
(1) Basierend auf IFRS-Zahlen
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte wurden die folgenden Bewertungsverfahren angewandt:
Beizulegende Zeitwerte Der beizulegende Zeitwert der materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Neuraxpharm-Gruppe wurde durch eine unabhängige Bewertung ermittelt. Die Bilanzierung der Akquisition wurde anhand neuer Informationen korrigiert, die binnen eines Jahres nach dem Erwerbszeitpunkt über Fakten und Umstände gewonnen wurden, welche bereits zum Erwerbszeitpunkt bestanden, wobei etwaige Anpassungen ausgewiesen wurden. Diese Anpassungen wurden im Abschluss berücksichtigt und führten zu einer Werterhöhung der immateriellen Vermögenswerte um TEUR 993.961 (einschließlich TEUR 386.660 für die Auflösung der vorhergehenden Kaufpreisallokation und des dazugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerts), der Sachanlagen um TEUR 32.808 (einschließlich TEUR 10.165 für die Auflösung der vorhergehenden Kaufpreisallokation), der Vorräte um TEUR 30.181 und einer Erhöhung der latenten Steuerverbindlichkeiten um TEUR 269.361 (einschließlich TEUR 38.819 für die Auflösung der vorhergehenden Kaufpreisallokation). Geschäfts- oder Firmenwert Der aus dem Erwerb resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist hauptsächlich Vermögenswerten zuzurechnen, die nicht gesondert ausgewiesen werden, wie z. B. die Belegschaft, Marktanteile und der Zugang zu neuen Kunden und Märkten. Es wird nicht erwartet, dass der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist. 7 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstigem Gesamtergebnis sowie Konzern-Bilanz 7.1 Umsatzerlöse
Die Verkäufe an europäische Kunden machen mehr als 95 % (2021: mehr als 94 %) der Nettoumsatzerlöse aus. 7.2 Aufwendungen gegliedert nach Art Die Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:
Die unter "Andere" erfassten Posten entsprechen entfallen hauptsächlich auf Verwaltungskosten. 7.3 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt zum 31. Dezember 2022 1.032 (2021: 900) und gliedert sich wie folgt:
Die Aufteilung nach Geschlechtern beträgt zum 31. Dezember 2022 54 % Frauen und 46 % Männer (2021: 56 % Frauen, 44 % Männer). 7.4 Sonstige Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen Aufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Einmalkosten im Zusammenhang mit M&A-Honoraren, Umstrukturierungen und Kosten für Rechtsstreitigkeiten. 7.5 Finanzaufwand
Die in der Position "Fremdkapitalzinsen" enthaltenen Finanzierungsaufwendungen entfallen hauptsächlich auf die während des Berichtszeitraums aufgelaufenen Zinsen für das am 11. Dezember 2020 abgeschlossene Senior Facilities Agreement (SFA) (siehe Anmerkung 7.17). Demgegenüber entsprechen die in der Position "Sonstige Finanzaufwendungen" enthaltenen Finanzierungskosten den Gebühren für das Darlehen B, den Zinsen für die RCF-Zusage und den sonstigen Transaktionskosten der Banken. 7.6 Finanzerträge
7.7 Ertragsteuer Im Gewinn oder Verlust erfasste Ertragsteuern Die auf Basis des anwendbaren Steuersatzes der Muttergesellschaft erwarteten Ertragsteueraufwendungen weichen von den ausgewiesenen wie folgt ab:
Direkt im Eigenkapital erfasste Ertragsteuer Zum 31. Dezember 2022 fällt keine direkt im Eigenkapital erfasste Ertragsteuer an. Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuer In dem Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde keine Ertragsteuer im sonstigen Ergebnis erfasst, die mit versicherungsmathematischen Verlusten aus der Pensionsbewertung in Zusammenhang steht (2021: TEUR 5). Tatsächliche Steueransprüche und -verbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2022 betrugen die tatsächlichen Steueransprüche TEUR 4.489 (2021: TEUR 8.261) und die tatsächlichen Steuerverbindlichkeiten TEUR 803 (2021: TEUR 173). Steuerliche Situation Deutschland Die Ertragsteuern in Deutschland basieren zum Teil auf zentralen Körperschaftsteuersätzen und zum Teil auf Gewerbesteuersätzen, die von den örtlichen Kommunen festgelegt werden. Aufgrund der deutschen Zinsbegrenzungsvorschriften konnten die von der Neuraxpharm Arzneimittel GmbH gezahlten Zinsen nicht in vollem Umfang als steuerlich abzugsfähiger Betrag für die Steuerberechnung im Jahr 2022 verwendet werden. Für Zeiträume nach 2015 können die Gesellschaften für alle fälligen Perioden einer steuerlichen Betriebsprüfung unterzogen werden. Im Juli 2022 wurde die Prüfung für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 ohne wesentliche Feststellungen abgeschlossen. Spanien Im Jahr 2022 haben die spanischen Tochtergesellschaften Cerebro Spain BidCo, S.L.U., Laboratorios Lesvi, S.L., Inke, S.A., Neuraxpharm Spain, S.L., Neuraxpharm Healthtech, S.L. und Dari Pharma, S.L. als Tochtergesellschaften der steuerlichen Organschaft, deren Organträgerin seit dem 1. Januar 2021 die Cerebro HoldCo GmbH ist, und die in Spanien von Cerebro Spain BidCo, S.L.U. vertreten wird, von der steuerlichen Konsolidierungsregelung Gebrauch gemacht. Neuraxpharm Holdco Iberia, S.L., Laboratorios Lesvi, S.L., Inke, S.A., Neuraxpharm Spain, S.L. und Dari Pharma, S.L. können für die letzten vier Jahre für alle fälligen Steuern einer steuerlichen Betriebsprüfung werden. Cerebro Spain BidCo, S.L.U. und Neuraxpharm Healthtech, S.L. können für den Zeitraum seit ihrer Gründung für alle fälligen Steuern überprüft werden. Zum Erstellungszeitpunkt dieses Konzernjahresabschlusses hatte Cerebro Spain BidCo, S.L.U. eine Mitteilung der spanischen Steuerbehörden über eine anstehende Umsatzsteuerprüfung für das Geschäftsjahr 2022 erhalten. Bei den übrigen spanischen Gesellschaften finden keine Steuerprüfungen statt. Der Steuersatz für Spanien beträgt im Jahr 2022 25 %. Im Laufe des Geschäftsjahres bis 31. Dezember 2022 hat der Konzern F&E-Abzüge genutzt, die in den Vorjahren durch das gestiegene Ergebnis vor Steuern der spanischen Gesellschaften generiert wurden. In diesem Sinne erwartet der Konzern, dass er alle Steuergutschriften, die von den spanischen Gesellschaften generiert wurden, dank der guten Performance der Tochtergesellschaft Laboratorios Lesvi, S.L.U. nutzen kann. Italien Italienische Unternehmen zahlen zwei Arten von Steuern: die IRES (24 %) und die IRAP (4,73 %) wobei sich das Steuerkonsolidierungsverfahren nur auf die IRES bezieht. Neuraxpharm Italy SpA kann für die letzten fünf Jahre einer Steuerprüfung unterzogen werden. Zum Zeitpunkt des vorliegenden Konzernabschlusses ist keine Prüfung anhängig. Frankreich Neuraxpharm France Holding S.A.S ist die französische Holdinggesellschaft von Neuraxpharm France S.A.S. 2022 liegt der Steuersatz bei 25 %. Neuraxpharm France S.A.S. kann für die letzten drei Jahre einer Steuerprüfung unterzogen werden. Zum Zeitpunkt des vorliegenden Konzernabschlusses ist keine Prüfung anhängig. Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Polen Neuraxpharm Czech s.r.o. ist die tschechische Holdinggesellschaft von Neuraxpharm Bohemia s.r.o. In der Tschechischen Republik beträgt der Ertragsteuersatz für 2022 19 %. Zusätzlich betragen die Ertragsteuersätze für 2022 in der Slowakei, Ungarn und Polen 21 %, 9 % bzw. 19 %. Im Jahr 2022 wurde bei Neuraxpharm Slowakei eine Steuerprüfung für die Geschäftsjahre 2017-2019 abgeschlossen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatte. Zum 31. Dezember 2022 ist die Steuerprüfung bei Neuraxpharm Bohemia s.r.o. für die Geschäftsjahre 2018- 2020 noch nicht abgeschlossen, wobei die Geschäftsführung jedoch davon ausgeht, dass sie ohne wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss beendet wird. Latente Steuern Die nachstehende Tabelle enthält eine Aufschlüsselung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen latenten Steuern.
Zum 31. Dezember 2022 sind in den latenten Steuern noch nicht genutzte steuerliche Verluste und Steuergutschriften in Höhe von TEUR 1.496 (2021: TEUR 4.654) und TEUR 16.049 (2021: TEUR 16.289) enthalten. Die steuerlichen Verluste sind grundsätzlich unbegrenzt nutzbar. Die Körperschaftsteuererklärungen für das Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 wurden in der Regel noch nicht eingereicht, daher sind die oben genannten Beträge nur eine Schätzung auf der Grundlage einer vorläufigen Berechnung. Nicht erfasste abzugsfähige temporäre Differenzen und ungenutzte Steueransprüche Es bestehen nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 17.762 (2021: TEUR 17.762) in Spanien, TEUR 470 (2021: TEUR 470) in Italien, TEUR 2.525 (2021: TEUR 2.525) in Frankreich, TEUR 3.128 (2021: TEUR 2.373) in Österreich, TEUR 6.878 (2021: TEUR 4.417 ) in der Tschechischen Republik, TEUR 1.016 (2021: TEUR 910) in Ungarn, TEUR 127 (2021: TEUR 102) in der Slowakei, TEUR 3.333 (2021: TEUR 1.708) in der Schweiz, TEUR 2.936 (2021: TEUR 2.595) in Luxemburg, TEUR 680 (2021: TEUR 303) in Schweden und TEUR 21 (2021: TEUR 0) in Belgien. Darüber hinaus können nicht bilanzierte aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.478 (2021: TEUR 1.768) für nicht abzugsfähige Zinsvorträge in den Folgejahren genutzt werden. Die o.g. nicht erfassten Steueransprüche wurden nicht bilanziert, weil ihre künftige Verwendung unsicher ist. 7.8 Immaterielle Vermögenswerte
Bei dem geistigen Eigentum handelt es sich in erster Linie um behördliche Zulassungsunterlagen (Marktzulassungen), Produktmarkennamen und Kundenbeziehungen für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb einer Reihe von Wirkstoffen und pharmazeutischen Produkten. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 TEUR 20.482 (2021: TEUR 16.725). Davon wurden im laufenden Geschäftsjahr TEUR 10.565 an selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert (2021: TEUR 7.058). Im November 2022 schloss Neuraxpharm eine Lizenzvereinbarung mit Minoryx Therapeutics ab, um eine neue Therapie für Patienten mit seltenen ZNS-Erkrankungen bereitzustellen und die exklusiven Rechte für die Vermarktung in Europa zu erhalten. Im Rahmen der Vereinbarung hat Neuraxpharm darin eingewilligt, Minoryx Therapeutics im Jahr 2022 eine Vorauszahlung in Höhe von 30 Mio. EUR zu leisten, die unter der Rubrik "Geistiges Eigentum" ausgewiesen ist. Darüber hinaus hat der Konzern vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 79,4 Mio. EUR, die vom Eintreten eines oder mehrerer künftiger Ereignisse abhängen. 2022 hat der Konzern einen Wertminderungstest für die immateriellen Vermögenswerte durchgeführt, die Anzeichen für eine Wertminderung aufweisen, indem er den Nutzungswert ermittelt und mit dem Buchwert verglichen hat. Als Ergebnis der durchgeführten Tests hat der Konzern eine Wertminderung in Höhe von TEUR 25.833 festgestellt, die im Wesentlichen auf die Entscheidung des Konzerns zurückzuführen ist, zwei Produkte in Höhe von insgesamt TEUR 21.401 nicht auf den Markt zu bringen oder deren Entwicklung einzustellen. Darüber hinaus wird der Geschäfts- oder Firmenwert den ZGE wie folgt zugeordnet:
Alle immateriellen Vermögenswerte betreffen europäische Unternehmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung geprüft, indem der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("ZGE") mit ihrem Nutzungswert verglichen wird, der den Zustand der ZGE zum Bewertungszeitpunkt widerspiegelt. Die wichtigsten Planungsannahmen sind die erwarteten Markttrends in Bezug auf die Unternehmensentwicklung, die Produktionsentwicklung und der sonstigen Kosten. Bei den Annahmen handelt es sich um eine Einschätzung des Managements, die auf der aktuellen Leistung und der mittelfristigen Planung basiert. Zusammengefasst lassen sich die Annahmen wie folgt darstellen:
Der vom Konzern durchgeführte Wertminderungstest ergab, dass der Geschäfts- oder Firmenwert der ZGEs in den mittel- und osteuropäischen Ländern und der Schweiz zum 31. Dezember 2022 vollständig wertgemindert ist. Im Jahr 2022 und in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind die realistischerweise möglichen Änderungen, die für die Werthaltigkeitsprüfung der ZGEs in Betracht gezogen werden, eine Variation des Abzinsungssatzes sowie der geschätzten langfristigen Wachstumsrate, die unabhängig voneinander sind und sich in jeder ZGE um +/-100 Basispunkte bewegen. Die realistischerweise möglichen Änderungen der wichtigsten Annahmen, die vom Management bei der Berechnung der erzielbaren Beträge der ZGEs berücksichtigt wurden, würden dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Wert der folgenden ZGEs übersteigt:
7.9 Sachanlagen
Die im Jahresverlauf erfassten Zugänge betreffen hauptsächlich technische Anlagen und Maschinen im Bau in Spanien. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine relevanten Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen (2021: null) Die gesamten Sachanlagen befinden sich innerhalb Europas. 7.10 Nutzungsrechte
Die Nutzungsrechte an Vermögenswerten beziehen sich hauptsächlich auf Fahrzeuge und Bürogebäude. 7.11 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Am 31. Oktober 2022 hat der Konzern eine Zinsbegrenzungsvereinbarung mit in künftigen Perioden zu zahlenden Prämien bei der J.P. Morgan SE mit Sitz in Frankfurt abgeschlossen. Im Rahmen dieses Kontrakts verpflichtet sich der Konzern zur Zahlung eines Festbetrags von TEUR 951 (aufgeschobene Gesamtprämie in Höhe von TEUR 11.412, aufgeteilt in 12 Raten von TEUR 951) im Austausch für die Erstattung des einen Zinssatz von 2,5 % (auf Basis des 3-Monats-EURIBOR) übersteigenden variablen Zinssatzes für einen Nennbetrag von TEUR 440.000. Der Konzern hat dieses Instrument abgeschlossen, um das Zinsrisiko aus seinen Finanzschulden zu verringern. Die Zahlungstermine für die in künftigen Perioden zu zahlende Prämie und den gegebenenfalls zu zahlenden Erstattungsbetrag durch die Bank wurden zwischen den Parteien auf den letzten Tag der Monate Januar, April, Juli und Oktober eines jeden Jahres festgelegt, beginnend am 31. Januar 2023 bis zum Kontraktende am 31. Oktober 2025; dies gilt vorbehaltlich einer Anpassung gemäß der "Modified Following Business Day"-Arbeitstagkonvention. Als Ergebnis dieses Finanzierungsgeschäfts und unter Berücksichtigung des angewandten Hedge Accounting wurde zunächst sowohl ein finanzieller Vermögenswert als auch eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 11.412 erfasst, entsprechend den Festbeträgen, die bis zum Kontraktende vierteljährlich mit der Bank ausgetauscht werden. Zum 31. Dezember 2022 ist ein Finanzaufwand von TEUR 634 entstanden; dieser besteht aus dem am 31. Januar 2023 zu zahlenden Teil des Festbetrags, der seit Vertragsbeginn monatlich abgegrenzt und im sonstigen Gesamtergebnis erfasst wird. Demgegenüber wird ein Eigenkapital-Effekt zwischen dem Unterschiedsbetrag des Derivats und seinem Marktwert am Jahresende erfasst. 7.12 Vorräte
Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Wertminderung für veraltete Vorräte TEUR -11.865 (2021: TEUR -13.410 ). Die Nettobewegung dieser Wertminderung beträgt TEUR 1.545 (2021: TEUR -8.569), die eine Auflösung von TEUR 1.294 der 2021 gebildeten COVID-19-Wertminderung in Höhe von TEUR 6.779 beinhaltet. Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine Verkaufs- oder Kaufverpflichtungen für Vorräte in nennenswerter Höhe (zum 31. Dezember 2021: null). 7.13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die folgende Tabelle weist den Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Alterung aus.
Bei dem Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration, da der Konzern eine große Anzahl von Kunden hat. Es gibt 4 verschiedene Kategorien von Kunden:
Der Konzern führt eine Einzelanalyse der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch, um mögliche Insolvenzrisiken zu identifizieren, und bildet auf der Grundlage dieser Analyse gegebenenfalls eine Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind Fremdwährungsforderungen in Höhe von TEUR 11.054 (2021: TEUR 8.949) des ausstehenden Gesamtsaldos enthalten; diese entfallen insbesondere auf Forderungen, die in PLN, CZK, GBP und USD erfasst wurden. Der Umsatz mit Kunden in der Eurozone macht mehr als 95 % aus (2020: mehr als 94 %). 7.14 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Der Betrag der "Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte" entspricht dem kurzfristigen Betrag des in Anmerkung 7.11 erläuterten Finanzinstruments. 7.15 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
In der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente den Kassenbestand. Es gibt keine liquiden Mittel mit Verfügungsbeschränkung. Zum 31. Dezember 2022 wurde keine Rückstellung als Folge der Anwendung von IFRS 9 erfasst (zum 31. Dezember 2021: null). Bezüglich der Anwendung von IFRS 9 werden alle in der Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" berücksichtigten Beträge der Kategorie 1 zugeordnet (2021: alle Beträge wurden der Kategorie 1 zugeordnet). 7.16 Eigenkapital Zur detaillierten Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Stammkapital und Kapitalrücklage Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000 (2021: EUR 25.000) und ist in 25.000 Stammanteile (2021: 25.000 Stammanteile) mit einem Nennwert von je EUR 1 (2021: je EUR 1) aufgeteilt. Das Stammkapital ist nicht in verschiedene Anteilsklassen unterteilt. Alle Geschäftsanteile haben die gleichen Rechte, insbesondere das gleiche Stimmrecht. Das gesamte Stammkapital wurde eingezahlt. Bezüglich der Anteile bestehen keine rechtlichen Anforderungen wie z.B. Rücklagenerfordernisse, Dividendenbeschränkungen oder Ähnliches. 7.17 Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen
Am 11. Dezember 2020 schlossen mehrere als Kreditgeber fungierende Finanzunternehmen, deren Vertreter Lucid Agency Services Limited mit Sitz in London Wall, Vereinigtes Königreich, als Agent und Lucid Trustee Services Limited als Sicherheitsagent sowie der Neuraxpharm Arzneimittel GmbH als Darlehensnehmerin ein Senior Facilities Agreement (das "SFA"). Im Rahmen des SFA stellten die Kreditgeber zwei befristete Kreditfazilitäten (die "Fazilität B1" und die "Fazilität B2") und einen revolvierenden Kredit (der "ursprüngliche revolvierende Kredit" oder "RCF") zur Verfügung mit der Möglichkeit, weitere Kreditfazilitäten (die "ACF") einzurichten. Als Ergebnis dieser Finanzierungstätigkeit sind dem Konzern Fremdkapitalkosten in Höhe von insgesamt TEUR 25.725 entstanden. In Übereinstimmung mit IFRS 9 hat der Konzern diese Beträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode aktiviert, um sie über die Kreditlaufzeit abzugrenzen. Zum 31. Dezember 2022 bestehen aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 20.612 (2021: TEUR 22.975) zur aufwandswirksamen Erfassung in Folgeperioden. Demgegenüber hat der Konzern, wie in Anmerkung 7.11 beschrieben, am 31. Oktober 2022 ein Zinsbegrenzungsvereinbarung abgeschlossen. Als Ergebnis dieses Finanzierungsgeschäfts und unter Berücksichtigung des angewandten Hedge Accounting hat der Konzern zunächst sowohl einen finanziellen Vermögenswert als auch eine Schuld in Höhe von TEUR 11.412 erfasst, entsprechend den Festbeträgen, die bis zum Kontraktende vierteljährlich mit der Bank ausgetauscht werden. Zum 31. Dezember 2022 besteht der als kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesene Betrag aus den im Jahr 2023 vierteljährlich zu leistenden aufgeschobenen Prämienzahlungen in Höhe von jeweils TEUR 951, während die übrigen festen Zahlungen als langfristig ausgewiesen sind. Laufzeitdarlehen B1 und B2 Stand 15. Dezember 2020 sah das SFA eine maximale Zusage von TEUR 700.000 im Rahmen der Darlehensfazilität vor, die der Konzern durch das Darlehen der Fazilität B1 in Höhe von TEUR 443.700 und das Darlehen der Fazilität B2 in Höhe von TEUR 256.300 in Anspruch nahm. Beide Darlehen der Fazilität haben eine Laufzeit von 7 Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer Inanspruchnahme, so dass die geliehenen Beträge am 15. Dezember 2027 vollständig zurückgezahlt werden müssen. Für jedes Darlehen der Fazilität B muss der Darlehensnehmer dem Fazilitätsagenten die von ihm gewählte Zinsperiode mitteilen, welche von einem Monat bis zu sechs Monaten variieren kann. Wenn keine Zinsperiode gewählt wird, wird eine Standardzinsperiode von drei Monaten angewendet. Im Dezember 2021 hat der Konzern keine Zinsperiode gewählt, so dass gemäß den vereinbarten Bedingungen die folgende Zinsperiode am 31. Januar 2022 endet und jede weitere Zinsperiode jeweils drei Monate beträgt, bis der Konzern eine andere Zinsperiode wählt. Die Darlehen der Fazilität B werden zu einem Zinssatz verzinst, der sich zusammensetzt aus (i) dem EURIBOR-Satz, der der gewählten Zinsperiode entspricht, plus (ii) der Marge. Ist der EURIBOR-Satz kleiner als Null, gilt ein anwendbarer EURIBOR-Satz von Null. Die Marge ist variabel (von 3,75 % bis 4,25 %) und an den Verschuldungsgrad des Konzerns gebunden. Im laufenden Zeitraum betrug der EURIBOR-Satz vom 1. Januar 2022 bis zum 28. Juli 2022 null, vom 29. Juli 2022 bis zum 31. Oktober 2022 0,24 % und vom 1. November 2022 bis zum 31. Dezember 2022 1,61 % (vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: null), und der Gesamtzinssatz betrug 4,25 %, 4,49 % bzw. 5,86 % (vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: 4,25 %). Die aufgelaufenen Zinsen sind am letzten Tag der jeweiligen Zinsperiode zahlbar. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die aufgelaufenen Zinsen für die Darlehen der Fazilität B auf TEUR 6.986 (2021: TEUR 5.206) und stehen noch zur Zahlung an. Ursprüngliche revolvierende Kreditfazilität (RCF) und ergänzende Kreditfazilitäten (ACF) Die revolvierende Kreditfazilität (RCF) kann in mehreren Währungen mit einem Höchstbetrag von TEUR 125.000 in Anspruch genommen werden. Zum 31. Dezember 2022 wurde die RCF insgesamt nicht in Anspruch genommen (2021: TEUR 7.500). Die RCF wird am 15. Juni 2027 fällig. Im Hinblick auf die ergänzenden Kreditfazilitäten (ACF) könnte der Darlehensnehmer verschiedene Formen von Zusatzfazilitäten einrichten, deren Beträge aus nicht in Anspruch genommenen Zusagen des revolvierenden Kredits entnommen werden sollen. Bei der RCF muss der Darlehensnehmer dem Agenten die von ihm gewählte Zinsperiode mitteilen, wobei diese zwischen einem Monat und sechs Monaten variieren, jedoch nicht geändert werden kann. Der Zinssatz der RCF hängt von der gewählten Währung ab. Bei einer Inanspruchnahme in Euro setzt sich der anwendbare Zinssatz zusammen aus (i) dem EURIBOR-Satz für die gewählte Zinsperiode plus (ii) der Marge. Bei einer Inanspruchnahme in einer anderen Währung als dem Euro setzt sich der anwendbare Zinssatz zusammen aus (i) dem LIBOR-Satz für die gewählte Zinsperiode plus (ii) der Marge. Wenn der EURIBOR-Satz oder der LIBOR-Satz kleiner als Null ist, dann ist der anwendbare EURIBOR-Satz oder LIBOR-Satz gleich Null. Die Marge ist variabel (von 2,75 % bis 3,75 %) und an den Verschuldungsgrad des Konzerns gebunden. Während des Berichtszeitraums betrug der verwendete EURIBOR-Satz null (vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021: null) und der für den revolvierenden Kredit geltende Gesamtzinssatz 3,75 % (vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021: 3,75 %). Die aufgelaufenen Zinsen sind am letzten Tag der jeweiligen Zinsperiode zahlbar. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die aufgelaufenen Zinsen für den revolvierenden Kredit auf TEUR 0 (2021: TEUR 7). Der Konzern wird den in Anspruch genommenen Darlehensbetrag des revolvierenden Kredits am letzten Tag der Zinsperiode zurückzahlen. Das betreffende Darlehen wird in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 als kurzfristige Finanzschuld ausgewiesen. Der Konzern ist verpflichtet, dem Agenten Bereitstellungsgebühren auf die nicht in Anspruch genommene Zusage des RCF zu zahlen. Diese Bereitstellungsgebühr wird unter Anwendung eines Satzes von 30 % auf die für den Zeitraum anwendbare Marge ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt der anwendbare Satz zur Berechnung der Bereitstellungsgebühren 1,125 % (2021: 1,125 %). Die Bereitstellungsgebühren sind zum letzten Tag jedes aufeinanderfolgenden Zeitraums von drei Monaten oder, wenn der Zeitraum nicht länger als drei Monate ist, am letzten Tag der Zinsperiode zahlbar. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die aufgelaufenen und noch zur Zahlung anstehenden Bereitstellungsgebühren für den revolvierenden Kredit auf TEUR 57 (2021: TEUR 54). Sonstige Darlehen Zum 31. Dezember 2022 haben die Neuraxpharm Arzneimittel GmbH und die Tochtergesellschaften Neuraxpharm Holdco Iberia, S.L.U. (Spanien), Inke, S.A.U. (Spanien), Laboratorios Lesvi, S.L.U. (Spanien), Neuraxpharm Spain, S.L.U. (Spanien), EasyPharm OTC GmbH und Frank & Co. GmbH Kreditlinien mit einer maximalen Verpflichtung von TEUR 40.200 (2021: TEUR 15.200) abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2022 hat die Neuraxpharm Arzneimittel GmbH TEUR 11.022 und haben die Tochtergesellschaften TEUR 6.854 in Anspruch genommen (2021: TEUR 6.000). Im Geschäftsjahr 2022 betrug der durchschnittliche Zinssatz für diese Darlehen 1,75 % (2021: 1,75 %). Kreditauflage (Financial Covenant) Gemäß Klausel 27 des Senior Financial Agreements hat der Konzern die Einhaltung des mit dem revolvierenden Kredit verbundenen Kreditauflage sicherzustellen. Dieser wird durch den First Lien Net Leverage Ratio (Nettoverschuldungsgrad) bestimmt. An jedem Stichtag muss der Konzern sicherstellen, dass dieses Verhältnis das 10,44-fache nur dann nicht übersteigt, wenn am Stichtag die in Anspruch genommene RCF abzüglich der Barmittel des Konzerns mehr als 40 % der gesamten RCF-Zusagen beträgt. Zum 31. Dezember 2022 ist die Bedingung nicht erfüllt, da der Betrag, den der Konzern zum 31. Dezember 2022 abgerufen hat, weniger als 40 % des verfügbaren revolvierenden Kredits beträgt, so dass die Kreditauflage nicht getestet werden muss. Für die Darlehensfazilität B gelten zum 31. Dezember 2022 keine Kreditauflagen. 7.18 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2022 klassifiziert der Konzern gemäß den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften das konsolidierte Nettovermögen der Cerebro GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften als nicht beherrschende Anteile in den "Sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten". Diese Einstufung spiegelt das Recht der Cerebro TopCo GmbH (100 %-ige Anteilseignerin der Cerebro GmbH & Co. KG) als Kommanditistin dieser Gesellschaft nach deutschem Recht wider, ihren Anteil gegen eine Abfindung an die Gesellschaft zurückzufordern. Daher wurde dieser Betrag als zum 31. Dezember 2022 kündbares Instrument betrachtet und als finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert. 7.19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die abgegrenzten Krankenkassen- und Lieferantenrabatte betreffen vertragliche Rabatte, die im Rahmen des laufenden Geschäfts auf Basis von Rezepten an die deutschen Krankenkassen und Lieferanten gewährt werden. Außerdem ist in der Position "Andere" die Rückstellung für das Buccolam-Geschäft in Japan enthalten, wie in Anmerkung 12 beschrieben. Im Saldo der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Fremdwährungen von 5 % (2021: weniger als 4 %) des ausstehenden Gesamtwerts enthalten. 7.20 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
7.21 Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Die Lieferperformance (mögliche Schäden durch Fehlmengen) bei Ausschreibungen wird quartalsweise überprüft; mögliche Strafzahlungen an die Krankenkasse werden berechnet, und eine entsprechende Rückstellung wird gebildet. 8 Finanzinstrumente nach Kategorien Vergleich der Buchwerte und des beizulegenden Zeitwerts der vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente nach Klassen:
Gemäß IFRS 9 nach Kategorien zusammengefasst
Bei Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Fälligkeiten, einschließlich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten, wird angenommen, dass ihr Buchwert in etwa den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Die beizulegenden Zeitwerte von lang- und kurzfristigen Finanzinstrumenten werden als Barwerte der geschätzten künftigen Cashflows unter Verwendung von Marktzinssätzen zur Diskontierung ermittelt. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts der langfristigen Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die verschiedenen Hierarchieebenen wurden wie folgt definiert:
Die Konzernpolitik besteht darin, Umgliederungen zwischen den Ebenen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende des Berichtszeitraums zu erfassen. Im Jahr 2022 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 und Stufe 3 (2021: keine Umgliederungen zwischen Stufe 1, Stufe 2 und Stufe 3). Für jede Finanzposition, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, für die aber ein beizulegender Zeitwert angegeben wird, wird der beizulegende Zeitwert in Stufe 2 eingestuft. 9 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Der Konzern hat mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zum Konzern gehören, folgende Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt:
10 Zusammensetzung und Vergütung der Gremien Zusammensetzung und Vergütung der Geschäftsführung und des Executive Committees:
Darlehen an die Geschäftsführung und das Executive Committee: Es wurden keine Darlehen gewährt. 11 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die folgende Tabelle enthält eine Aufschlüsselung der als Aufwand erfassten Honorare für den Konzernabschlussprüfer:
12 Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und außerbilanzielle Posten Am 11. Dezember 2020 schlossen die Neuraxpharm Arzneimittel GmbH und mehrere Kreditinstitute (die "Kreditgeber") ein Senior Facilities Agreement (das "SFA"), wie in Erläuterung 7.17 beschrieben. Im Rahmen dieses Agreement sind die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften zur Einhaltung einer Kreditauflage (Financial Covenant) verpflichtet, die im SFA festgelegt ist. Gemäß Klausel 27 des SFA hat der Konzern die Einhaltung des mit dem revolvierenden Kredit verbundenen Kreditauflage sicherzustellen. Diese wird durch die sog First Lien Net Leverage Ratio (Nettoverschuldungsgrad) bestimmt. An jedem Stichtag muss der Konzern sicherstellen, dass dieses Verhältnis das 10,44-fache nur dann nicht übersteigt, wenn am Stichtag die in Anspruch genommene RCF abzüglich der Barmittel des Konzerns mehr als 40 % der gesamten RCF-Zusagen beträgt. Wird diese Kreditauflage nicht eingehalten, kann dies einen Verzugsfall begründen und in der Folge zur sofortigen Annullierung aller ausstehenden Verpflichtungen und deren sofortiger Rückzahlung führen. Zum 31. Dezember 2022 ist die Testbedingung nicht erfüllt, da der Betrag, den der Konzern zum 31. Dezember 2022 abgerufen hat, weniger als 40 % des verfügbaren revolvierenden Kredits beträgt, so dass die Kreditauflage nicht getestet werden muss. 13 Ereignisse nach dem Stichtag Zum 1. Februar 2023 hat Neuraxpharm die Übernahme von zwei etablierten Produktportfolios von Sanofi für ZNS-Erkrankungen, Schmerzen und Gefäßerkrankungen abgeschlossen. Zu den etablierten Produkten, die von Neuraxpharm erworben wurden, gehören 15 Produkte für ZNS-Erkrankungen und zwei Produkte für Schmerzen und Gefäßkrankheiten. Insgesamt umfassen beide Portfolios 17 Moleküle, die 38 Marken repräsentieren, welche weltweit in mehr als 50 Ländern zum Nutzen der Patienten für ein breites Spektrum von Krankheiten vermarktet werden. Diese globalen Marken festigen die Position von Neuraxpharm als führendem ZNS-Pharmaunternehmen in Europa und stärken die globale Präsenz und das Geschäft des Unternehmens. 2020 verkaufte Takeda das Buccolam-Geschäft an Neuraxpharm; dies wurde in einem Produktkaufvertrag (Product Acquisition Agreement) vom 14. August 2020 einschließlich eines Transitional Services Agreement und in einem sog. Transitional Distribution Services Agreement vereinbart. Dieses Geschäft umfasste hauptsächlich Europa, wo bereits Umsätze getätigt wurden, und Japan, wo zu diesem Zeitpunkt keine Umsätze getätigt wurden. Das Europa-Geschäft hat sich sehr gut entwickelt, das Japan-Geschäft allerdings nicht, da wegen regulatorischer Probleme nur Takeda Buccolam bei seiner Markteinführung in Japan vermarkten und vertreiben konnte und die Markteinführung durch Takeda überhaupt nicht erfolgreich war. Aufgrund der erfolglosen Markteinführung durch Takeda ergriff Neuraxpharm diverse kommerzielle und finanzielle Maßnahmen, die Takeda dazu veranlassten, im Dezember 2021 ein Schiedsverfahren beim Internationalen Institut für Konfliktlösung & Verhütung (CPR) in New York einzuleiten. Takeda verlangte Schadensersatz wegen Vertragsbruchs und berief sich auf Zahlungen, die Neuraxpharm im Rahmen der Transaktionsdokumente angeblich schuldete. Am 31. März 2023 erließ das Schiedsgericht einen endgültigen Schiedsspruch, in dem Neuraxpharm zur Zahlung von insgesamt 13,1 Mio. € an Takeda verurteilt wurde. Gegen den Neuraxpharm-Konzern ist derzeit ein gerichtliches Zulassungsverfahren anhängig. Biogen, der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen des Arzneimittels Tecfidera, hat eine Nichtigkeitsklage gegen die von der Europäischen Kommission an Laboratorios Lesvi S.L.U. erteilte Genehmigung für das Inverkehrbringen des Generikums beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Das Verfahren ist derzeit noch anhängig. Über den zeitlichen Rahmen dieses Verfahrens liegen uns keine Angaben vor. Neuraxpharm geht davon aus, dass das Risiko einer Nichtigerklärung gering ist. Am 26. April 2023 unterzeichnete Neuraxpharm eine verbindliche Vereinbarung über die Veräußerung des spanischen Unternehmens Inke, S.A.U., einem globalen Hersteller von Inhalationswirkstoffen, um sich noch stärker auf sein Kerngeschäft mit ZNS-Erkrankungen zu konzentrieren, seine Position in Europa zu festigen und seine globale Präsenz weiter auszubauen. Der Vertragsabschluss erfolgte am 31. Mai 2023. Das Geschäft von Inke S.A.U. wird unter Aktive Pharmazeutische Wirkstoffe (API) ausgewiesen und trug im Jahr 2022 rund 7 % zum Nettoumsatz und zur Bilanzsumme der Gruppe bei.
Düsseldorf, 7. Juni 2023 Mareike Schumacher Mark Gebauer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Cerebro GP GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Cerebro GP GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstigem Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Cerebro GP GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 14. Juni 2023 Deloitte
GmbH
Josef Kalvelage, Wirtschaftsprüfer Dr. Jörg Panning, Wirtschaftsprüfer
Luxemburg, 28. Juni 2023 Permira VII AE1 SCSp vertreten durch Permira VII GP S.à r.l. Vertretren durch Cédric Pedoni, Geschäftsführer |
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