Traders Place GmbH & Co. KGaA

Sägewerkstraße 3, 83395 Freilassing, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 31263
Eingetragen
12.9.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
- Anlagevermittlung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG, - Anlageberatung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG, - Abschlussvermittlung i. S. v. §2 Abs. 2 Nr. 5 WplG, - Finanzportfolioverwaltung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG, - Devisengeschäfte, wenn diese im Zusammenhang mit der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen stehen (§ 2 Absatz 3 Nr. 4 WplG), - Erbringung der Kryptowerte-Dienstleistungen, der Annahme und Übermittlung von Aufträgen über Kryptowerte für Kunden (Art. 3 Abs. 1 Nr. 16 lit. g. Nr. 23 MiCAR) - gewerbsmäßige Vermittlung des Abschlusses von Darlehensverträgen, mit Ausnahme von Verträgen im Sinne des § 34i Absatz 1 Satz 1 GewO, oder Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge (Darlehensvermittler gemäß § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO). Die Gesellschaft nimmt keine Vermögenswerte von Kunden entgegen (Einlagegeschäft) und führt weder Konten noch Depot für ihre Kunden (Depotbanktätigkeit).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Huber
seit 12.9.2022
Prokura
Markus Huber
seit 12.9.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

36.00% identifiziert64.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Ernst HuberTraders Place Beteiligungs GmbH
36.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GBG Beteiligungen GmbHAUT
64.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
80.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Traders Place GmbH & Co. KGaA

Freilassing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

I. Grundlagen der Unternehmenstätigkeit

Geschäftsmodell

Traders Place im Überblick

Die Traders Place GmbH & Co. KGaA (nachfolgend auch Traders Place oder TP) ist eine deutsche Gesellschaft mit Sitz in 83395 Freilassing, Sägewerkstrasse 3, die über eine Erlaubnis für das Erbringen von Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen in Form von Anlagevermittlungen verfügt. Grundlage für die Unternehmenstätigkeit ist die Unternehmenssatzung in der derzeit gültigen Fassung vom 28.07.2022.

Die erlaubnispflichtigen Tätigkeiten umfassen:

Anlagevermittlung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG,

Anlageberatung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG,

Abschlussvermittlung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG

Finanzportfolioverwaltung i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG

Devisengeschäfte, wenn diese im Zusammenhang mit der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen stehen (§ 2 Absatz 3 Nr. 4 WpIG).

Traders Place bietet jedoch aktuell nur beratungsfreie Wertpapierdienstleistungen (Anlagevermittlung und Abschlussvermittlung) und keine Anlageberatung an.

Traders Place positioniert sich als moderner Onlinebroker, der ausschließlich Selbstentscheider im Bereich der Wertpapieranlage anspricht. Das bedeutet, dass keine Anlageberatung oder Produktempfehlungen angeboten werden. Kunden treffen ihre Entscheidungen eigenständig und eigenverantwortlich im Rahmen eines beratungsfreien Geschäftsmodells.

Die erteilten Kauf- und Verkaufsaufträge der Kunden werden von Traders Place an die depot- und kontoführende Baader Bank AG in Unterschleißheim weitergeleitet. Diese sorgt für die Weiterleitung der Aufträge an den vom Kunden gewählten Handelsplatz zur Ausführung.

Entwicklung und Zielsetzung

Die Gründung von Traders Place begann im Jahr 2022 mit der Vision, einen zukunftsorientierten Onlinebroker zu schaffen, der neue Standards im deutschen Markt setzt. Das Unternehmen bietet umfassende Brokerage-Dienstleistungen, innovative Anwendungen und ein breites Spektrum an Finanzinstrumenten und Handelsplätzen.

Besonderer Fokus liegt auf einem beispielhaften Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Geschäftsbetrieb wurde in der ersten Jahreshälfte 2023 aufgebaut, mit dem Ziel, Kunden von Beginn an ein vollwertiges Angebot an internationalen Handelsmöglichkeiten zu Top-Konditionen bereitzustellen. Neben der Entwicklung erstklassiger Kundenanwendungen wurden auch alle notwendigen Kooperationen abgeschlossen und betriebliche Grundlagen wie Prozesse, Handbücher und Richtlinien etabliert. Somit konnten wir beim Markteintritt im 3. Quartal 2023 Interessierten bzw. Kunden bereits ein vollwertiges, vollumfängliches Angebot bieten.

Produkte und Dienstleistungen

Traders Place richtet sich an Anleger, Trader und Sparer, die ihre Anlageentscheidungen eigenständig treffen. Das Angebot umfasst alle gängigen Wertpapierarten, die sowohl an deutschen als auch internationalen Handelsplätzen gehandelt werden können. Kunden haben die Möglichkeit, Aktien, Fonds, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine sowohl börslich als auch außerbörslich zu handeln.

Traders Place bietet diverse Orderarten wie Market-, Limit- und Stop-Orders sowie Quote-Request-Orders an. Für über die Börse Gettex oder außerbörslich über die Baader Bank handelbare Finanzinstrumente fallen bei einem Ordervolumen ab 500 Euro keine Transaktionsgebühren an. Für geringere Beträge bis 500 Euro beträgt die Gebühr 1 Euro (zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen).

Der außerbörsliche Handel von rund einer Million Derivaten (Optionsscheine und Zertifikate) über Premium-Partner wie BNP Paribas, Société Générale, Vontobel, Morgan Stanley und UniCredit ist ebenfalls ab einem Volumen von 500 Euro spesenfrei (bei UniCredit ab dem 1. April 2025: 1 Euro pro Transaktion).

Zusätzlich wurde das Angebot an Sparplänen im Geschäftsjahr 2024 nochmals deutlich ausgebaut. Traders Place bietet ihren Kunden mittlerweile über 1.500 gebührenfreie Sparpläne für Aktien, ETFs und Fonds an Die Mindestsparrate - welche zu Beginn bei € 25,- pro Monat lag, wurde mittlerweile auf € 1,- reduziert und der Kunde kann mittlerweile monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich oder jährlich ansparen. An weiteren Features im Sparplanbereich wird gearbeitet.

Für Handelsaktivitäten an anderen Handelsplätzen fallen lediglich eigene Transaktionsgebühren von 2 bis 3 Euro pro Order an. Ziel ist es, zu den führenden Anbietern auf dem deutschen Markt zu gehören. Seit März 2024 können Kunden zudem auch echte Kryptos über die digitale Plattform von Traders Place handeln und seit Dezember 2024 bietet Traders Place in Kooperation mit der Baader Bank auch ein Zinskonto mit Top-Verzinsung an.

Traders Place steht für moderne, transparente und kosteneffiziente Lösungen im Online-Brokerage und setzt Maßstäbe für eigenverantwortliches Investieren.

Angebot und Digitalisierung

Kunden von Traders Place profitieren von einer benutzerfreundlichen Smartphone-App und einer webbasierten Portallösung, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das standardisierte Brokerage-System bietet hohe Flexibilität und ermöglicht eine stetige Erweiterung des Angebots sowie eine maximale Automatisierung der Geschäftsprozesse. Dies garantiert Effizienz und erstklassige Qualität. Der hohe Grad an Digitalisierung unterstützt das mittelfristige Ziel, die Marktführerschaft in den Bereichen Kosten und Qualität im deutschen Online-Brokerage zu erreichen.

Traders Place verfolgt von Anfang an das Ziel, die Vorteile eines klassischen Brokers mit denen eines Neo-Brokers zu vereinen und sich damit als einer der attraktivsten Anbieter im deutschen Online-Brokerage-Markt zu positionieren.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist wie im Vorjahr nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Zweigniederlassungen

Es wurden, wie im Vorjahr, keine Zweigniederlassungen unterhalten.

II. Wirtschaftsbericht

Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden u.a. folgende finanzielle Leistungsindikatoren, die Kennzahlen EBIT und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit herangezogen.

Das EBIT (Earnings before interest and taxes) beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR -7.657 (Vorjahr: TEUR -3.542). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis zuzüglich der Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr TEUR -7.535 (Vorjahr: TEUR -3.255). Weitere für die Gesellschaft bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
Gesamtkapitalrendite: -61,81% -29,14%
Eigenkapitalquote: 85,99% 88,93%
Quote der flüssigen Mittel: 83,96% 84,85%
Provisionserträge: 1.385TEUR 44TEUR

Geschäft und Rahmenbedingungen

Märkte 2024

Das Jahr 2024 war gekennzeichnet von einer anhaltenden Abnahme der hohen Konsumentenpreissteigerungen sowie einer Verlangsamung der globalen Wirtschaftsleistung. Während das Wachstum der Weltkonjunktur von 2024 bis 2026 bei 3,2% p.a. (IWF) eingeschätzt wird, verharrt die Konjunkturdynamik in Europa weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Insbesondere stottert der Konjunkturmotor in Mitteleuropa erheblich, während sich die EU-Peripherieländer zuletzt deutlich besser entwickelt haben. Das Wachstum in den USA zeigt sich unterdessen (noch) robust und die Volkswirtschaft profitiert das fünfte Jahr in Folge von einer sehr expansiven Fiskalpolitik. Die letzten beiden Monate des Geschäftsjahres waren insbesondere geprägt vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und den kommunizierten Vorhaben des Siegers D.J. Trump bzw. der Finanzierbarkeit der anstehenden Vorhaben.

Im Zeitraum von Juni bis Dezember 2024 hat die EZB mit 4 Zinsschritten den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 3,15% p.a. gesenkt. Auch die US-Notenbank folgte im September, November und Dezember mit Senkungen im Ausmaß von 75 Basispunkten. J.H. Powell, der Chef-Währungshüter in den USA, testierte der US-Konjunktur einen soliden Zustand jedoch auch die potenzielle Gefahr eines Wiederaufflammens der Inflation. Marktteilnehmer zeigten sich überrascht, zwei erwartete Zinssenkungen für 2025 wurden unmittelbar ausgepreist und die Renditen für US-Staatsanleihen stiegen materiell an. Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Euro und US-Dollar führte im Q4-2024 zu einem Wiedererstarken des Greenbacks. Festverzinsliche Segmente rund um den Globus tendierten in den letzten Wochen des Geschäftsjahres schwächer. Die bereits eng zusammengelaufenen Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen und Papieren der Emerging Markets zeigten sich allerdings wenig beeindruckt davon. Am anderen Ende das Ratingspektrums verzeichneten ebenso Pfandbriefe rücklaufende Risikoaufschläge gegenüber Staatsanleihen und verloren somit zunehmend an Attraktivität.

Die globalen Aktienmärkte verzeichneten das zweite Jahr in Folge überdurchschnittlich hohe Wertzuwächse. Dabei legten die bekannten US-Giganten erneut stark zu. Der in den letzten Jahren enorm angestiegene Börsenwert dieser kleinen Gruppe an Star-Performern hat zu einer weiter zugenommenen Konzentration in den unterschiedlichsten Aktienindizes geführt. US-Titel sind nun bereits mit über 70% in globalen Aktienindizes gewichtet - der Börsenwert des größten Titels Apple Inc. entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Deutschlands, der größten Volkswirtschaft im Euroraum. Die Gewinnrendite von US-Aktien ist mittlerweile unter die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gesunken. Dies hebt einerseits den relativen Attraktivitätsverlust von US-Aktien hervor, zeigt vor allem aber auch, dass Investierende rund um den Globus auf US-Aktien vertrauen und in der Assetklasse derzeit die Charakteristik eines sicheren Hafens sehen.

Der allgemeine Ausblick für Investierende bleibt ein positiver. Die weiterhin schwächelnde konjunkturelle Nachfrage und die sich normalisierende Inflationscharakteristik schaffen die Basis für stabilere Kapitalmarktrenditen. Während sich Risikoprämien der festverzinslichen Rentensegmente weiterhin auf engen Niveaus befinden, bleiben die laufenden Erträge attraktiv, um Renditevorgaben mittelfristig auch zu erzielen. Nach zwei einigermaßen ruhigen und sehr positiven Jahren an den Aktienmärkten sind zwischenzeitlich höhere Kursschwankungen allerdings durchaus realistisch.

Marktumfeld Online Broker

Das Interesse an Online-Brokerage wächst stetig, angetrieben durch die zunehmende Digitalisierung und den einfachen Zugang zu Handelsplattformen über Smartphones und das Internet. Der Markt für Online Brokerage in Deutschland hat sich auch im Jahr 2024 weiter dynamisch entwickelt - immer mehr Anleger nutzen diese flexiblen und kostengünstigen Möglichkeiten, um aktiv am Finanzmarkt teilzunehmen.

Erste Neo-Broker haben damit begonnen, ihr Angebot um traditionelle Bankdienstleistungen zu erweitern (z.B. Zinskonto oder Girokonto).

Wettbewerbslandschaft und Auszeichnungen

Der Wettbewerb unter den Online-Brokern hat sich 2024 intensiviert, wobei sowohl etablierte Anbieter als auch neue Marktteilnehmer um Kunden konkurrieren.

Im ersten vollen Geschäftsjahr wurde Traders Place bereits mehrfach ausgezeichnet. So ging Traders Place in einem im März 2024 umfassenden Vergleichstest durch das unabhängige Verbraucherportal Biallo als "Bester Neo-Broker in Deutschland" hervor. Die Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt zeichnete im Mai 2024 Traders Place als den besten deutschen Online Broker aus. Die Wirtschaftswoche zeichnete Traders Place als besten ETF-Broker aus und extraETF bewertete Traders Place mit 5 Sternen (von 5 möglichen Sternen).

Zukunftsaussichten

Die Online-Brokerage-Branche in Deutschland steht vor weiteren Veränderungen. Technologische Innovationen, erweiterte Produktangebote und ein wachsendes Anlegerinteresse werden voraussichtlich das Wachstum weiter fördern.

Insgesamt zeigt die Entwicklung der Online-Broker in Deutschland im Jahr 2024 einen Trend zu mehr Digitalisierung, kundenorientierten Angeboten und einer stärkeren Integration traditioneller Bankdienstleistungen in digitale Plattformen.

Geschäftsverlauf und Lage

Traders Place startete Mitte 2023 nach einer mehrmonatigen Aufbauphase mit der operativen Geschäftstätigkeit und konnte in den ersten Monaten nach Livegang bereits ein zufriedenstellendes Kundenwachstum erreichen. Durch die stetige Weiterentwicklung der angebotenen Services und der stetigen Steigerung der Bekanntheit von Traders Place gelang es im Geschäftsjahr 2024 das Kundenwachstum weiter zu steigern, sodass Traders Place zum Jahresende 2024 bereits rd. 27.000 Kunden verzeichnete. Auch das Kundenvolumen, als auch die Anzahl der täglichen Wertpapiertransaktionen konnten im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich gesteigert werden.

Weiterentwicklungen - Innovationen

Bereits zum Start bot Traders Place ihren Kunden ein umfassendes Produkt-, Handelsplatz- und Serviceportfolio. Die Smartphone-App und das webbasierte Portal ermöglichten den Kunden vollständigen Zugriff auf Depotinformationen, Markt- und Nachrichteninformationen und einem umfassenden Wertpapierhandel. Im Geschäftsjahr 2024 wurden diese Anwendungen weiter optimiert, und neue Services wie z.B. der Kryptohandel oder auch das Zinskonto eingeführt, um ein einzigartiges Kunden-Erlebnis zu schaffen.

Auch im Jahr 2025 wird das Unternehmen intensiv an der Weiterentwicklung seines Serviceangebots arbeiten, um den Kunden innovative und nutzerfreundliche Lösungen zu bieten.

Human Ressources

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich im Jahr 2024 mit außergewöhnlichem Engagement am weiteren Aufbau und der Weiterentwicklung von Traders Place beteiligt. Sie profitieren von einer transparenten Vergütungsstruktur sowie von umfassenden Sozialleistungen, darunter flexible Arbeitsmodelle und Essenszuschüsse.

Traders Place legt großen Wert auf die Förderung und Entwicklung seiner Mitarbeitenden und unterstützt diese in vielfältiger Weise. Die langfristige Bindung der Angestellten an das Unternehmen steht dabei im Mittelpunkt. Ein positives Betriebsklima, qualifizierte, hochmotivierte und zufriedene Mitarbeitende bilden die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg von Traders Place. Eine offene und ehrliche Kommunikation sowie ein respektvolles Miteinander schaffen ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld.

Im Jahr 2023 wurden erste Ausbildungsprogramme eingeführt und im Jahr 2024 wurde das interne Schulungsangebot in Kooperation mit der Firma yourcomp GmbH, München stark erweitert, um ein breiteres Spektrum an unternehmensspezifischen Fortbildungsmaßnahmen abzudecken und die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zu fördern.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Geschäftsverlauf mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -7.657.243,07 übertrafen die zu Beginn des Geschäftsjahres gesetzten Erwartungen und fiel deutlich besser aus als geplant.

Der Personalaufwand hat sich in 2024 gegenüber dem Vorjahr um EUR 214.695,32 erhöht. Der durchschnittliche Personalstand hat sich von planmäßig 6 auf 12 erhöht.

Finanzlage und Liquidität

Investitionen und Maßnahmen zum Aufbau des Kundenstamms wurden aus dem Cashflow finanziert. Zusätzliche Finanzierungen wurden nicht benötigt.

Der Cashflow ergibt sich aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen auf immaterielle Anlagenwerte des Anlagevermögens und der Sachanlagen. Der Cashflow beträgt -7.535 TEUR (Vorjahr: -3.255 TEUR).

Alle Verbindlichkeiten bestehen fast ausschließlich in Euro-Währung, somit bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Swaps, Caps oder andere Finanzinstrumente werden nicht in Anspruch genommen.

Die Lage des Unternehmens wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses insgesamt als positiv beurteilt.

Wir halten an unserer risikobewussten Strategie zur Unternehmensfinanzierung mit einer soliden Finanzstruktur fest. Hierzu streben wir eine hohe Eigenkapitalquote, eine ausreichend hohe kurzfristige Liquidität und einen positiven operativen Cash-Flow an, um auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Marktphasen erfolgreich sein zu können.

Für die folgenden Geschäftsjahre wurden Budgets für Marketing und IT festgelegt, die durch Eigenkapital ausreichend finanziert werden können. Darüber hinaus bestehen derzeit keine Finanzierungsvorhaben mit erheblichem Einfluss auf unsere wirtschaftliche Lage.

Wir sehen uns in der Lage, unseren derzeitigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Eingetretene oder aufgrund der bekannten Geschäftsentwicklung absehbare Liquiditätsengpässe bestehen nach unserer Einschätzung nicht.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt 86,0 % (Vorjahr: 88,9 %).

Dem Eigenkapital der Traders Place GmbH & Co. KGaA in Höhe von EUR 10.652.087,28 steht ein Anlagevermögen von EUR 1.596.089,00 gegenüber. Die Anlagenintensität liegt bei 13% (Vorjahr: 14%). Die Anlagenintensität ergibt sich aus dem Verhältnis Anlagevermögen zur Bilanzsumme.

Insgesamt ist die Vermögenslage der Gesellschaft als sehr stabil zu bezeichnen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosen und Chancen der Entwicklung

Traders Place konnte im Jahr 2024 bereits ein ordentliches Kundenwachstum verzeichnen, sich erfolgreich am deutschen Online-Brokerage-Markt etablieren und setzt auch im Geschäftsjahr 2025 auf Wachstum. Ziele sind unter anderem die stärkere Etablierung als einer der führenden Anbieter im Online-Brokerage, die Steigerung der Markenbekanntheit und eine signifikante Erhöhung der Kundenzahl. Die Einführung des Zinskontos im Dezember 2024 sowie die Teilnahme an Veranstaltungen bzw. Messen wie z.B. der Invest in Stuttgart sollen das Wachstum weiter unterstützen. Eine wachsende Kundenbasis wird die Anzahl der Wertpapiertransaktionen im Vergleich zu 2024 weiter erhöhen. Dank des hohen Automatisierungsgrads soll die Qualität auf hohem Niveau gehalten werden können, während die Betriebskosten effizient kontrolliert werden. Das Ziel bleibt, eines der besten Angebote im deutschen Online-Brokerage-Markt zu schaffen - getragen von einem motivierten und engagierten Team, das gemeinsam mit den Kunden die Zukunft von Traders Place gestaltet.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet die Geschäftsführung der Traders Place GmbH & Co. KGaA für 2025 mit stark steigenden Provisionserlösen. Der budgetierte Jahresverlust liegt auf dem Vorjahresniveau, dieser basiert insbesondere den geplanten Marketingaktivitäten, Personalaktivitäten und weitere Investitionen im Bereich IT und Digitalisierung.

Risikomanagement

Die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird systematisch bewertet. Zunächst erfolgen eine Risikoanalyse und eine Kontrolldefinition. Dabei identifiziert das Unternehmen bedeutende Risiken im Hinblick auf die Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse in den wesentlichen rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen. Die für die Identifizierung der Risiken notwendigen Kontrollen werden daraufhin definiert und gemäß internen Vorgaben dokumentiert. Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, werden regelmäßig Tests auf Basis von Stichproben durchgeführt. Diese bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind.

Bei diesen internen Kontrollen wird geprüft, ob die gesetzlichen Rahmenbedingungen und internen Richtlinien für das gesamte Kontroll- und Risikomanagementsystem der Gesellschaft eingehalten werden.

Die Geschäftsführung legt die risikopolitischen Leitlinien der Traders Place GmbH & Co. KGaA fest. Die laufende Überwachung der Risiken durch die Geschäftsführung sowie die Einbindung gewonnener Erkenntnisse in das operative Risikomanagement sind die Grundlage für eine bestmögliche Ausnutzung der Marktpotenziale auf Basis einer bewussten und effektiven Steuerung des Gesamtrisikos der Traders Place GmbH & Co. KGaA.

Gemäß den Anforderungen des § 25a Abs. 1 KWG und in analoger Anwendung des § 91 Abs. 2 AktG hat die Traders Place GmbH & Co. KGaA ein System zur Identifizierung, Messung, Überwachung und Steuerung von Risikopositionen eingerichtet.

Die Gesellschaft ist sich der eingegangenen Risiken bewusst und managed und überwacht diese aktiv. Die Einhaltung professioneller Standards soll zur Risikosteuerung beitragen. Die Geschäftsleitung steuert und verantwortet die Risiken der Gesellschaft. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft trägt die Gesamtverantwortung für die Risikostrategie und die internen Grundsätze der Gesellschaft zum Umgang mit Risiken. Sie genehmigt und überprüft regelmäßig die Strategien und die internen Richtlinien zur Risikobereitschaft der Gesellschaft sowie zum Umgang, zur Überwachung und zur Minderung von Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist oder ausgesetzt sein könnte.

Die Gesellschaft verfügt über solide Regelungen für die Unternehmensführung, die zweckdienlich der Art, dem Umfang und der Komplexität der dem Geschäftsmodell innewohnenden Risiken und den Geschäften der Gesellschaft angemessen sind. Dazu zählen eine klare Organisationsstruktur mit klar bestimmten, transparenten und widerspruchsfreien Berichtslinien, wirksame Verfahren zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken und möglichen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist oder die die Gesellschaft für andere darstellt und angemessene interne Kontrollmechanismen, einschließlich ordnungsgemäßer Verwaltungs- und Rechnungslegungsverfahren.

Risikoarten

Unter Risiko versteht die Traders Place GmbH & Co. KGaA die Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen, die die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft negativ beeinträchtigen können. Dieses Risiko kann je nach Ursprung in verschiedene Risikoarten gegliedert werden. Gleichzeitig analysiert und bewertet die Gesellschaft stets auch die Chancen, welche sich aus den bewusst eingegangenen Risiken ergeben. Die Risiken, denen die Traders Place GmbH & Co. KGaA ausgesetzt ist, gliedern sich in das Adressenausfallrisiko (Kreditrisiko), das Liquiditätsrisiko, das Marktpreisrisiko (Zinsänderungsrisiko) sowie das operationelle Risiko.

Adressenausfallrisiko (Kreditrisiko)

Unter Adressausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei bestimmten Adressen nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen.

Das Adressausfallrisiko ist für die Gesellschaft gering.

Das liquide Vermögen der Gesellschaft wird nur bei deutschen und/oder österreichischen Banken eingelegt, die entsprechenden Eigenkapitalvorschriften und der Überwachung durch die Aufsichtsbehörden unterliegen.

Forderungen der Gesellschaft werden im Wesentlichen gegenüber der Depotbank entstehen, welche aus dem Kundengeschäft resultierende Vergütungen der Gesellschaft an diese überweisen. Auch hierbei handelt es sich bei dem Schuldner um eine deutsche Bank, die ebenfalls entsprechenden Eigenkapitalvorschriften und der Überwachung durch die Aufsicht unterliegt.

Die Gesellschaft wird nur bei deutschen und österreichischen Banken guter Bonität Einlagen tätigen. Sobald Risiken hinsichtlich der Bonität einer Adresse bekannt werden, wird die Geschäftsleitung über Umschichtungen entscheiden. Die Geschäftsleitung wird mindestens einmal im Jahr die Bonität der wesentlichen Adressaten prüfen und gegebenenfalls Umschichtungen vornehmen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass fällige Verpflichtungen gegenüber Kunden und Dritten nicht planmäßig bedient werden können.

Das Liquiditätsrisiko ist für die Gesellschaft gering.

Es werden keine Barmittel oder Einlagen von Kunden entgegengenommen, die Gesellschaft ist nicht im Bereich des Einlagengeschäfts tätig.

Das Liquiditätsrisiko für sonstige Verbindlichkeiten besteht in der Finanzierung des Geschäftsbetriebs und des Wachstums der Gesellschaft.

Oberstes Ziel des Liquiditätsmanagements der Traders Place GmbH & Co. KGaA ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit.

Für die Identifikation von Liquiditätsrisiken und für die Liquiditätsplanung ist die Geschäftsführung der Traders Place GmbH & Co. KGaA verantwortlich. Die Ermittlung des täglichen Liquiditätsbedarfs erfolgt im Rahmen des Finanzmanagements. Die Identifikation und Erfassung von Liquiditätsrisiken erfolgen auf Basis der Liquiditätsanforderungen und der Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserven. Die Determinanten der Liquiditätsplanung berücksichtigen zum einen die bereits bekannten Zahlungsverpflichtungen und zum anderen die prognostizierten Zahlungseingänge.

Marktpreisrisiko (Zinsänderungsrisiko)

Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der von der Gesellschaft gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken, sowie das Währungsrisiko.

Die Gesellschaft hält keine Marktpositionen und ist nicht im Eigenhandel tätig. Vermögenswerte von Kunden werden nicht entgegen genommen.

Die Gesellschaft unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken.

Operationelles Risiko

Die Operationellen Risiken werden als die Gefahr von Verlusten definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen (Prozessrisiken), Mitarbeitern (Personalrisiken), Technologie (Infrastruktur- und IT-Risiken) oder infolge externer Ereignisse (Externe Risiken) eintreten. Die Definitionen dieser vier Risikokategorien schließen die jeweiligen Rechtsrisiken ein. Strategische Risiken und Reputationsrisiken werden unter Operationellen Risiken nicht betrachtet.

Die Geschäftsführung verantwortet die Leitlinien zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung von operationellen Risiken. Ziel ist es, Maßnahmen zur Gegensteuerung zu veranlassen und Vorkehrungen zu treffen, so dass Schadensfälle möglichst nicht eintreten.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wurde verzichtet.

Gesamtrisiko

Insgesamt wurden im Berichtsjahr keine den Fortbestand gefährdenden Risiken identifiziert. Wir haben die nach unseren Erkenntnissen notwendigen Maßnahmen ergriffen, um potenziell zu erwartende Risiken zu beherrschen.

V. Nachhaltigkeitsbericht

Corporate Social Responsibility

Traders Place stellt sich auch der gesellschaftlichen Verantwortung, die über die eigene Organisation hinausgeht. Traders Place unterstützt die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Die Grundsätze des Handelns im Arbeitsalltag heißen Transparenz, Respekt, Zusammenhalt, Fairness und Vertrauen und beziehen sich auf den Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Seit Start von Traders Place ist es uns auch wichtig, dass alle Prozesse, so weit als möglich automatisiert sind und auch der Verbrauch von diversen Ressourcen (z.B. Energie, Papier, …) so gering wie möglich gehalten wird. Traders Place betreibt als Onlinebroker keine Filialen. Alle Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Freilassing in der Sägewerkstraße oder zum Teil auch via Telearbeit von zuhause oder unterwegs. Deshalb halten sich der Energie- und Wasserverbrauch sowie die CO2-Emissionen sehr in Grenzen. Auch ist es Traders Place bei der Auswahl der Partner gelungen, dass die Gesellschaft ausnahmslos mit Partnern/Unternehmungen aus dem EU-Raum zusammenarbeitet. Für Traders Place stehen die Themen Nachhaltigkeit/Umwelt, Corporate Social Responsibility und nachhaltige Unternehmensführung absolut im Vordergrund - die ESG Kriterien (Environment, Social und Governance) sind ein entscheidender Faktor für die Zukunft.

VI. Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Traders Place GmbH & Co. KGaA war im Zeitraum vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 ein von der GBG Beteiligungen GmbH abhängiges Unternehmen i.S.d. § 312 AktG. Die Geschäftsführung der Traders Place GmbH & Co. KGaA hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

VII. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

Freilassing, den 28.02.2025

Ernst Huber

Paul Reitinger

- als gesetzliche Vertreter der persönlich haftenden Gesellschafterin Traders Place Beteiligungs GmbH -

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 10.400.221,40 10.314.308,79
2. Forderungen an Kunden 342.872,88 62.897,94
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.543.346,00 1.606.294,00
b) geleistete Anzahlungen 0,00 1.543.346,00 11.156,25
4. Sachanlagen 52.743,00 67.748,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 15.952,21 17.589,03
6. Rechnungsabgrenzungsposten 32.243,85 75.546,18
12.387.379,34 12.155.540,19

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 25.515,86 29.672,84
25.515,86 29.672,84
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.195.754,42 717.437,00
3. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 514.021,78 599.100,00
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
b) Kapitalrücklage 21.700.000,00 14.200.000,00
c) Bilanzverlust 11.297.912,72- 3.640.669,65-
10.652.087,28 10.809.330,35
12.387.379,34 12.155.540,19

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 212.372,72 131.019,82
2. Zinsaufwendungen 935,05 540,37
3. Provisionserträge 1.384.975,48 43.702,67
4. Provisionsaufwendungen 586.982,10 797.993,38 615,83
5. Sonstige betriebliche Erträge 354.392,38 26.853,15
6. Allgemeine Verwaltungs- aufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 497.150,99 324.153,36
ab) Soziale Abgaben und Auf- wendungen für Altersver- sorgung und für Unterstützung 119.749,77 616.900,76 78.052,08
- darunter: für Altersversorgung EUR 11.826,80 (EUR 8.178,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 7.770.775,57 2.807.217,28
8.387.676,33- 3.209.422,72-
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 510.923,89 245.548,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 122.466,28 287.707,58
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 7.657.243,07- 3.542.259,66-
10. Ergebnis nach Steuern 7.657.243,07- 3.542.259,66-
11. Jahresfehlbetrag 7.657.243,07 3.542.259,66
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.640.669,65 98.409,99
13. Bilanzverlust 11.297.912,72 3.640.669,65

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 10.03.2025 festgestellt.

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

1 Allgemeine Angaben

Die Traders Place GmbH & Co. KGaA hat ihren Sitz in Freilassing und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein, HRB 31263 eingetragen.

Bilanzierung und Bewertung der Posten des Jahresabschlusses basieren auf den handelsrechtlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung - unter besonderer Beachtung der §§ 340 ff. HGB und den Bestimmungen des Aktiengesetzes.

Als Wertpapierinstitut im Sinne von § 2 WpIG hat die Gesellschaft für ihren Jahresabschluss die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden (§ 340 Abs. 4a i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB). Zudem wurde die Verordnung über die Rechnungslegung für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) beachtet.

Die Bilanzgliederung bestimmt sich nach den Formblättern für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Für die Gliederung der Bilanz wurde Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt.

2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte gemäß §§ 252 ff. HGB sowie § 340e HGB.

Im Jahresabschluss müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere bei der Bestimmung von Nutzungsdauern von immateriellen Anlagewerten und Sachanlagen vorgenommen.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt, mit Ausnahme der Anpassungen an die RechKredV. Im Einzelnen wurden folgende Grundsätze und Methoden angewandt:

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden ggf. durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

2.3 Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird, soweit im Vergleich zum Kurs am Bilanzstichtag der Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber liegt, dieser angesetzt.

2.4 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden bei Zugang zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben, sofern sie der Abnutzung unterlagen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten, planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

2.5 Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

2.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

2.7 Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden, soweit handelsrechtlich zulässig, im Einklang mit den steuerlichen Vorschriften stehende Berechnungsverfahren verwendet. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

2.8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist zum Nennwert angesetzt.

3 Angaben zur Bilanz

3.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kreditinstitute, an Kunden und sonstigen Vermögensgegenständen gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2024 bis zu drei Monaten mehr als 3 Monaten bis ein Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute 10.400.221,40 10.400.221,40 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (10.314.308,79) (10.314.308,79) (0,00) (0,00) (0,00)
Forderungen an Kunden 342.872,88 342.872,88 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (62.897,94) (62.987,94) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstä nde 15.952,21 15.952,21 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (17.589,03) (17.589,03) (0,00) (0,00) (0,00)
10.759.046,49 10.759.046,49 0,00 0,00 0,00
(10.394.795,76) (10.394.795,76) (0,00) (0,00) (0,00)

3.2 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Anschaffungskosten: 1.818.214,34 421.678,8 0,00 2.245.843,18
Kumulierte Abschreibung: 211 490.576,84 0,00 702.497,18
Restbuchwert: 1.606.294,0 1.543.346,00
b. geleistete Anzahlungen Anschaffungskosten: 11.156,2 5.950,00 11.156,25 0,00
Kumulierte Abschreibung: 11.156,2 0,00 0,00 0,00
Restbuchwert: 0,00
II. Sachanlagen
a. andere Sachanlagen Anschaffungskosten: 85.784,82 5.342,05 0,00 91.126,87
Kumulierte Abschreibung: 18.036,8 20.347,05 0,00 38.383,87
Restbuchwert: 67.748,0 52.743,00
SUMME Anschaffungskosten: 1.915.155,41 432.970,89 0,00 2.336.970,05
Kumulierte Abschreibung: 229.957,1 510.923,89 0,00 740.881,05
Restbuchwert: 1.685.198,25 1.596.089,00

3.3 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2024 bis zu drei Monaten mehr als 3 Monaten bis ein Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25.515,86 25.515,86 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (29.672,84) (29.672,84) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.195.754,42 1.195.754,42 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (717.437,00) (717.437,00) (0,00) (0,00) (0,00)
1.221.270,28 1.221.270,28 0,00 0,00
(747.109,84) (747.109,84) (0,00) (0,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 30) enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

3.4 Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen 355 508
Personal 94 44
Abschluss und Prüfung 60 42
Aufbewahrung 5 5
Summe 514 599

3.5 Eigenkapital

Zum 31. Dezember besteht das Grundkapital in Höhe von TEUR 250 aus 2.500 Nennbetragsaktien im Nennbetrag von je EUR 100,00.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden TEUR 7.500 in die Kapitalrücklage eingestellt.

4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.1 Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus Rückvergütungen von Kooperationspartnern und Transaktionsspesen von Kunden. Diese werden ausschließlich in Europa erzielt.

4.2 Sachverhalte von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Im Jahresabschluss sind keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten.

4.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremde Erträge enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

4.4 Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine Erträge und Aufwendungen aufgrund von Währungsumrechnung enthalten.

5 Sonstige Angaben

5.1 Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt satzungsgemäß der persönlich haftenden Gesellschafterin - der Traders Place Beteiligungs GmbH, Freilassing.

Während des Geschäftsjahres bis zum Bilanzaufstellungstag wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin folgende gesetzliche Vertreter bestellt:

Herr Ernst Huber, Mitglied des Vorstands der Schelhammer Capital Bank AG und Geschäftsführer der GBG Service GmbH

Herr Paul Reitinger, Direktor DADAT Bank

Insgesamt erfolgten im Berichtsjahr Vergütungen für die Geschäftsführungstätigkeit an die Komplementärin in Höhe von 37 TEUR.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Berichtszeitraum keine Vorschüsse und Kredite gewährt und es bestehen auch keine Haftungsverhältnisse.

5.2 Angaben zu Aufsichtsgremien

Als Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres bis zum Bilanzaufstellungstag bestellt:

Herr Christian Jauk, CEO der GRAWE Bankengruppe (Vorsitzender)

Herr Paul Swoboda, Mitglied des Vorstands der Grazer Wechselseitige Versicherung AG (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Berthold Troiß, Mitglied des Vorstands der HYPO-Bank Burgenland AG

5.3 Angabe zu den Mitarbeitern

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr 12 und im Vorjahr 6.

5.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Art TEUR
Verpflichtungen aus Kooperationsvereinbarungen 1.050
Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen 67
Summe 1.091

5.5 Angaben zu Konzernverhältnissen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des GRAWE-Konzerns, der GRAWE Vermögensverwaltung VVaG, Graz, Österreich, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen).

Der Konzernabschluss der GRAWE Vermögensverwaltung VVaG, Graz, Österreich, wird im elektronischen Firmenbuch in Österreich offengelegt werden.

5.6 Honorar des Abschlussprüfers

Das auf das Geschäftsjahr 2024 entfallende Honorar des Abschlussprüfers beträgt:

Für die Abschlussprüfung 20.000,00 EUR
Für sonstige Bestätigungsleistungen 5.000,00 EUR
Steuerberatungsleistungen 0,00 EUR
Sonstige Leistungen 0,00 EUR
Gesamtsumme 25.000,00 EUR

6 Nachtragsbericht

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Zeitpunkt der Berichterstattung ergaben sich keine neuen Erkenntnisse über Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage.

6.1 Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss ist nach vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Ergebnisverwendung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag dargestellt.

7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter und Unterzeichnung

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

Freilassing, 28. Februar 2025

Ernst Huber

Paul Reitinger

- als gesetzliche Vertreter der persönlich haftenden Gesellschafterin Traders Place Beteiligungs GmbH -

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Traders Place GmbH & Co. KGaA, Freilassing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Traders Place GmbH & Co. KGaA, Freilassing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Traders Place GmbH & Co. KGaA, Freilassing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

dentifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Traunstein, 28. Februar 2025

AGP GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Göntgen, Wirtschaftsprüfer

Daniela Auer, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat der Traders Place GmbH & Co. KGaA ("TP KGaA") hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen wahrgenommen und die Arbeit der Traders Place Beteiligungs GmbH ("TP GmbH"), der persönlich haftenden Gesellschafterin der TP KGaA, sorgfältig und kontinuier-lich überwacht. Er hat diese bei der Führung des Unternehmens, bei Planungen sowie der Unternehmensstrategie eng beratend begleitet.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der TP KGaA war auch im Geschäftsjahr 2024 vertrauensvoll und konstruktiv. In den Aufsichtsratssitzungen und darüber hinaus berichteten die Geschäftsführer der TP GmbH regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage der TP KGaA sowie über alle unternehmensrelevanten Themen und anstehende zustimmungsbedürftige oder strate-gische Entscheidungen. Diese wurden stets intensiv erörtert, diskutiert und miteinander ab-gestimmt.

Wesentliche Aspekte der Aufsichtsratstätigkeit betrafen die Geschäfts- und Ertragsentwick-lung, die Vermögens- und Finanzlage einschließlich der Risikosituation, bedeutsame Ge-schäftsvorfälle und die Unternehmensplanung.

Im nachfolgenden Abschnitt gibt der Aufsichtsrat Einblick in seine Tätigkeiten im Geschäfts-jahr 2024.

Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat der TP KGaA hat sich im Geschäftsjahr 2024 zu vier Sitzungen getroffen.

Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen allesamt über die erforderlichen Kenntnisse und fachli-chen Erfahrungen, um ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen zu können.

Das Gremium befasste sich im Berichtsjahr ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage und der strategischen Ausrichtung der TP KGaA. Ein besonders wichtiges Thema bei den Sitzungen des Aufsichtsrats war die operative Entwicklung der TP KGaA, also die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und der Gang der Geschäfte.

In den Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig auch mit der Risikolage und dem Thema Compliance. Die Geschäftsführer der TP GmbH erstatteten in den Aufsichtsratssit-zungen dazu regelmäßig Bericht.

In der Sitzung am 10.03.2025 billigte der Aufsichtsrat nach Berichterstattung der Geschäfts-führung den Jahresabschluss 2024 und stimmte dem Vorschlag der TP GmbH zur Ergebnisverwendung zu. Ferner hat der Aufsichtsrat den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 bestellt.

Die Sitzung am 13.03.2024 befasste sich mit dem Jahresabschluss 2023 und der Feststel-lung des Jahresabschlusses, inklusive dem Lagebericht. Weiters wurde die Tageordnung der 2. ordentlichen Hauptversammlung zur Kenntnis genommen und die Bestellung des Ab-schlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 behandelt.

In allen vier Sitzungen im Geschäftsjahr 2024 berichtete die Geschäftsführung über die Er-gebnisentwicklung, den Geschäftsverlauf, die verschiedenen Projekte und über die Mitbe-werber.

Weiters hat sich der Aufsichtsrat in der letzten Sitzung des Jahres am 05.11.2024 intensiv mit dem Budget für den Zeitraum 2025 bis 2027 befasst und das Budget 2025 gebilligt und das Budget 2026 - 2027 zur Kenntnis genommen.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat wurde von den Geschäftsführern der TP GmbH frühzeitig und angemessen in alle Entscheidungen eingebunden, die für die TP KGaA von Relevanz waren. Schriftliche und mündliche Berichte, die die Geschäftsführer der TP GmbH dem Aufsichtsrat regelmäßig vorlegten bzw. erläuterten, waren die Grundlage der Beratungs- und Kontrolltätigkeiten des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat war somit stets und frühzeitig in alle maßgeblichen und unter-nehmensrelevanten Themen eingebunden. Dabei wurden die gesetzlichen Anforderungen stets eingehalten.

Der Aufsichtsrat wurde über alle wesentlichen Aspekte umfassend informiert, insbesondere über die laufende Geschäftsentwicklung, die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, relevante Geschäftsereignisse sowie strategische Entscheidungen in der Geschäftspolitik und deren Chancen und Risiken.

In der Zeit zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen die Geschäftsführung und der Auf-sichtsrat in regelmäßigem Kontakt zueinander, so dass der Aufsichtsrat stets über die we-sentlichen aktuellen Entwicklungen informiert war und die Geschäftsleitung der TP KGaA beratend unterstützen konnte.

Die aktuellen Unternehmenskennzahlen samt der dazugehörigen Budgetplanungen wurden dem Aufsichtsrat im Rahmen des Berichtswesens schriftlich bereitgestellt und dienten dabei als Basis der Erörterungen. Die wesentlichen Planungs- und Abschlussunterlagen hat der Aufsichtsrat eingesehen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Das Gremium prüfte und erörterte alle ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen sorgfältig und in angemessenem Umfang mit dem Resultat, dass es zu einer Beanstandung keinen Anlass gibt.

Die laufende Unternehmensplanung sowie die Unternehmensstrategie wurden intensiv vom Aufsichtsrat diskutiert. Dabei wurde der Fokus vor allem auf die Ertrags- und Risikosituation der TP KGaA gelegt.

Ebenfalls erläuterte der Aufsichtsrat regelmäßig grundsätzliche Fragen der Unternehmens-planung, insbesondere der Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie Fragen der Chancen und Risiken sowie des Risikomanagements.

Allen ihm gemäß der Geschäftsordnung vorzulegenden Angelegenheiten stimmte der Auf-sichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat sich laufend davon überzeugt, dass die TP KGaA durch die Geschäftsführer der TP GmbH die Geschäfte ordnungsgemäß führt, alle notwendigen Maß-nahmen rechtzeitig und effektiv vorgenommen und angemessene Maßnahmen zur Risiko-vorsorge und der Compliance umgesetzt hat. Der Aufsichtsrat hat sich versichert, dass die TP KGaA durch die Geschäftsführer der TP GmbH die ihr obliegenden Maßnahmen in ge-eigneter Form getroffen hat und dass das danach einzurichtende Risikoüberwachungssys-tem einwandfrei funktioniert.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Im Berichtszeitraum wurden dem Aufsichtsrat keine Interessenskonflikte mitgeteilt.

Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsergebnissen der AGP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesell-schaft, Traunstein, zugestimmt. Als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfungen hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Mit dem Lagebe-richt der TP GmbH erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Der Aufsichtsrat hat den Jah-resabschluss für das Geschäftsjahr 2024 gebilligt.

Der Ergebnisverwendungsvorschlag der TP GmbH sieht entsprechend § 171 Abs. 1 S. 1 AktG vor, dass der Bilanzverlust des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2024 in Höhe von -11.297.912,72 Euro auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Zudem ist der für das Geschäftsjahr 2024 der Traders Place GmbH & Co. KGaA erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) von der AGP GmbH Wirtschaftsprüfungsgsellschaft, Traunstein, als Abschlussprüfer der Traders Place GmbH & Co. KGaA geprüft worden.

Die Überprüfung dieses Berichts durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen ge-führt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Hiernach und nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung der persönlich haftenden Gesellschafterin am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der TP KGaA besteht aus folgenden Mitgliedern:

Christian Jauk (Vorsitzender)

Mag. Paul Swoboda

Mag. Berthold Troiß

Der Aufsichtsrat dankt den gesetzlichen Vertretern der persönlich haftenden Gesellschafterin und allen Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2024 geleistete Arbeit.

 

Freilassing, 10. März 2025

Christian Jauk (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

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