Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 8145
Eingetragen
24.10.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Verkaufsvermittlung von Kraftfahrzeugen aller Art, Handel mit Kraftfahrzeugen, Kfz-Zubehör und Reifen, Pflege und Wartung sowie Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Wölk
seit 19.11.2024
Prokura
Magnus Mattern
seit 17.8.2022
Prokura
Dirk Halewat
seit 17.8.2022
Prokura
Ines Platz
seit 17.8.2022
Prokura
Jürgen Mattern
seit 11.8.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
24.90%
19.50%
19.50%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
J***** M******
20.00%
G******* H******
20.00%
P**** P****
20.00%
M****** C******
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mattern GmbH

Bünde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Mattern GmbH betreibt in Ostwestfalen-Lippe an insgesamt 10 Standorten Autohäuser mit angeschlossener Kfz-Werkstatt. Als Vertragshändler für PKW und leichte Nutzfahrzeuge verkaufen wir Neuwagen der Marken ALFA ROMEO, ABARTH, CITROEN, DS, DACIA, FIAT, FIAT PROFESSIONAL, JEEP, MG, MAZDA, NISSAN und RENAULT und Gebrauchtwagen aller Automobilmarken.

Ferner sind wir Haupthändler der Marke NISSAN in Ostwestfalen-Lippe. Zum 31.12.2022 hielten wir Mehrheitsbeteiligungen an der AM Automobile GmbH in Gütersloh, der AF Automobile in Rietberg, der AZ Automobile in Halle/Westfalen sowie der Kleinemeier GmbH in Minden. Diese Gesellschaften sind selbständige Filialen für die Marke NISSAN und sind in den NISSAN Händlervertrag integriert. Alle Betriebe beziehen ihre NISSAN Neuwagen über die Gesellschaft und werden direkt von ihr mit NISSAN Neuwagen beliefert.

Für die Marke CITROEN sind wir ebenfalls Haupthändler für einige CITROEN-Partner in der Umgebung. CITROEN-Partner in Detmold und Paderborn verkaufen CITROEN Neuwagen in einem Agenturmodell über die Gesellschaft und werden direkt von ihr mit CITROEN Neuwagen beliefert.

2. Forschung und Entwicklung

Als Betreiber eines Autohauses mit angeschlossener KFZ-Werkstatt tätigen wir keinerlei eigene Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Jahre 2020 und 2021 im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie geprägt wurde, kam mit dem Russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 und dem seitdem andauernden Krieg in der Ukraine ein weiteres, die Weltwirtschaft einschneidendes Ereignis, hinzu.

Der Krieg führte zum Ausfall vieler Produktionsstätten, zunächst in der Ukraine, dann aber auch in anderen Ländern wie Deutschland. Viele Firmen zogen sich aus dem Russischen Markt komplett zurück und schlossen dauerhaft ihre Produktion in Russland. Die direkte Folge waren erhebliche Material- und Lieferengpässe. Auch kam es zu Engpässen bei der Belieferung von Strom und Gas. Dieser Liefersituation folgten wiederum erhebliche Preissteigerungen bei existentiellen Gütern wie Nahrungsmittel und der Anstieg von Strom- und Heizkosten.

Zusammenfassend kann das Jahr 2022 daher als sehr schwierig, unsicher und unkalkulierbar beschrieben werden.

Dennoch lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt laut des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 0,7 % höher.

Zu der soliden Entwicklung sorgten nach dem Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen in vielen Wirtschaftszweigen ein gewisser Nachholeffekt. Insbesondere Dienstleistungen und private Konsumgüter erfreuten sich einer hohen Nachfrage.

Zurückhaltung zeigte sich hingegen spätestens ab Herbst/ Winter 2022 bei großen Ausgaben mit hohen Investitionen. Die Angst vor hohen Energiekosten mit nicht absehbaren Nachzahlungen für Strom und Gas, die hohe Inflation und zunehmend schlechtere Finanzierungsraten schreckte viele Privatpersonen vor großen Anschaffungen, wie dem Kauf eines neuen PKW ab.

Die Automobilbranche kämpfe aufgrund der sich weiter verschärfenden Lieferengpässe insbesondere mit weiterhin langen Lieferzeiten sowohl im Fahrzeug- als auch im Ersatzteilbereich. Hohe Lohn- und Energiekosten ließen die Produktionskosten zusätzlich steigen. Als Folge stiegen auch die durchschnittlichen Fahrzeugpreise überproportional.

Zum Jahresende stieg die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Dies ist auf die auslaufende, bzw. reduzierte staatliche Förderung elektrisch betriebener Fahrzeuge zum 31. Dezember 2022 zurück zu führen. Dementsprechend war die Produktion und Zulassung im November und Dezember 2022 stark auf elektrisch betriebene Fahrzeuge fokussiert.

Insgesamt stiegen die PKW-Neuzulassungen um 1,1 % auf 2.651.357 Einheiten (Vorjahr: 2.622.132). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die vorgenannte starke Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zum Jahresende zurückzuführen. Dementsprechend lagen die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen im Dezember 2022 bei 33,2 %. Insgesamt stieg der Anteil an reinen Elektrofahrzeugen im Jahr 2022 um 32,2 % auf 470.559 Fahrzeuge (Vorjahr: 355.961). Dies entspricht einem Marktanteil der Neuzulassungen von 17.7 %. Plug-In-Hybride konnten sich um 11,3 % auf 362.093 Einheiten steigern (Vorjahr: 325.449). Dies entspricht einem Marktanteil der Neuzulassungen von 13,7 %. Der Anteil der Neuzulassungen von Diesel-Fahrzeugen sank hingegen um 9,9 % auf 472.274 Einheiten (Vorjahr: 524.446). Damit wurden erstmals fast genauso viele Elektrofahrzeuge wie Dieselfahrzeuge zugelassen.

Taktische Zulassungen spielten im Jahr 2022, ähnlich wie im Vorjahr, nur eine sehr untergeordnete Rolle. Aufgrund weiterhin verzögerter Lieferungen sahen sich die Automobilhändler vielmehr vor der Herausforderung, den Kunden die Produkte auch ohne ausreichende Ausstellungsstücke anzubieten. Der Verkauf von Tageszulassungen bliebt insgesamt gering und weit unter dem Vor-Corona-Niveau.

Die von der Mattern GmbH vertriebenen Hersteller hatten mit rückläufigen Zulassungszahlen und mit unterschiedlich stark sinkenden Marktanteilen zu kämpfen und entwickelten sich wie folgt:

Neuzulassungen Marktanteil %
2022 2021 2022 2021
Alfa Romeo 3.657 2.991 0,12 0,11
Citroen 24.414 42.636 0,92 1,63
Dacia 44.291 40.338 1,67 1,54
DS 3.955 2.069 0,13 0,08
Fiat 77.771 82.783 2,90 3,16
Jeep 17.184 13.503 0,60 0,51
Mazda 35.008 38.107 1,32 1,45
MG 15.684 1.065 0,61 0,04
Nissan 26.066 26.254 0,93 1,00
Renault 97.582 105.944 3,68 4,04

Als Folge der nicht verfügbaren Neuwagen kam es auch im Jahr 2022 zu einer weiteren Verschiebung auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Fahrzeughalter, welche auf die Lieferung ihres Neuwagens warten mussten, konnten den Gebrauchtwagenmarkt nicht mit gebrauchten PKW bestücken, so dass auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt bei erhöhter Nachfrage weniger Fahrzeuge angeboten wurden. Dies führte zu rasanten Preisentwicklungen und erheblichen Preissteigerungen im Markenhandel von durchschnittlich 19,44 %. Kostete im Jahr 2021 ein Gebrauchtwagen durchschnittlich rund 15.740 €, so lag der Durchschnittspreise 2022 bereits bei 18.800 €.

Die Besitzumschreibungen sanken um 15,8% auf T 5.548 Einheiten (Vorjahr: T 6.703).

Nach schwachen Zahlen im Jahr 2021 stiegt der Umsatz im KFZ-Handwerk im Jahr 2022 um 10,8 % auf 28,7 Milliarden Euro (Vorjahr: Mrd. € 25,9). Hier ist ein gewisser Nachholeffekt der niedrigen Reparaturarbeiten aufgrund teilweise geschlossener Kfz-Werkstätten und weniger genutzten PKW aus dem Corona-Jahr 2021 sichtbar.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war für die Mattern GmbH insbesondere im Kontext des Krieges in der Ukraine sowie den Produktions- und Lieferschwierigkeiten der Fahrzeughersteller und der deutschlandweiten Entwicklung des Automobilmarktes erfreulich. Die Gesellschaft konnte den Umsatz um 11,8 % auf T€ 83.893 und den Jahresüberschuss um 81,8 % auf T€ 1.609 steigern.

Durch erfolgreiches Marketing und flexibler Anpassung an tagesaktuelle Änderungen haben wir weiterhin viele Fahrzeuge verkauft und unsere Werkstattkunden gehalten. Dies ist u.a. auf unsere engagierten Mitarbeiter zurück zu führen und bestärkt uns in unserer langfristigen Strategie, auf die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte zu setzen. Vor dem Hintergrund der angeführten Widrigkeiten in der Automobilbranche ist dieses Ergebnis als sehr erfreulich zu bewerten.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse pro Standort entwickelte sich wie folgt:

Standort 2022 2021 Änderung in %
Herford 12.489 11.445 9,13
Bielefeld (Lange Wand 8) 15.115 13.461 12,29
Bielefeld (Bechterdisser Str. 37) 18.584 17.448 6,51
Gütersloh 5.808 5.105 13,78
Hiddenhausen 5.034 4.477 12,43
Bünde 20.701 20.395 -0,31
Melle 1.714 1.231 39,26
Lage 4.448 1.481 200,33
Gesamt 83.893 75.043 11,3

Erwartungsgemäß wurde der Umsatz größtenteils mit T€ 53.278 (Vorjahr: T€ 50.163) durch den Verkauf von Neuwagen, Tageszulassungen und Vorführwagen erzielt. Zudem wurden Gebrauchtwagen für T€ 18.203 (Vorjahr: T€ 14.178) verkauft. Die Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die oben aufgeführten allgemeinen Preissteigerungen in der Fahrzeugbranche zurückzuführen.

Die durch die Preissteigerungen ausgelöste Kaufzurückhaltung hat zu einem erhöhten Reparaturbedarf bei den Bestandsfahrzeugen geführt. Die Umsätze im Bereich "After Sales" sind daher auf T€ 11.720 (Vorjahr: T€ 10.530) gestiegen.

Die Materialaufwandsquote liegt mit 79,5% deutlich unter dem Vorjahreswert von 81,4%, da Fahrzeuge aufgrund des Angebotsdefizites weniger rabattiert werden mussten.

Die Personalkosten sind auf T€ 9.250 gestiegen (Vorjahr: T€ 8.092), da die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten trotz Fachkräftemangel um 9 auf 161 Beschäftigte erhöht werden konnte und die Löhne und Gehälter tariflich erhöht wurden. Außerdem wurde die Auszahlung eines Inflationsausgleichzuschusses beschlossen.

Die Erhöhung der Abschreibungen um T€ 103 auf T€ 1.323 ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführe.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen dagegen um T€ 796 von T€ 4.025 auf T€ 4.821. Sie setzen sich insbesondere aus der Miete für Grundstücke und Gebäude, Aufwendungen für EDV, Versicherungsbeiträge, Kosten für Wartungen, Reinigungen und sonstige Aufwendungen für die Werkstatt- und Geschäftsausstattungen, Kosten für Werbe- und Marketingaktionen, Kosten des Fuhrparks, Bewirtungskosten, Heiz- und Stromkosten sowie Kosten für die EDV zusammen. Der Anstieg ist zum einen in allgemeinen Preissteigerungen begründet. Das betrifft insbesondere die Raumkosten mit T€ 145 (2022: T€ 1.494, 2021: T€ 1.349) und die verschiedenen betrieblichen Kosten mit T€ 133 (2022: T€ 1.068, 2021: T€ 935). Außerdem werden die Kosten für Wartungs- und Serviceverträge erstmalig als Kosten der Warenabgabe ausgewiesen (vorher Materialaufwand), hauptsächlich deshalb stiegen die Kosten der Warenabgabe um T€ 213 (2022: T€ 302, 2021: T€ 89).

Unter Berücksichtigung eines verbesserten Finanzergebnisses schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.609 TEUR (Vorjahr: 885 TEUR). Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und den zusätzlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den angeführten Verfügbarkeitsproblemen ist dies als äußerst erfreulich zu werten.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil und solide. Die Finanzbuchhaltung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten umgehend zu begleichen und Forderungen möglichst zeitnah zu vereinnahmen. Hierbei steht ihr ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Das Eigenkapital beträgt T€ 8.889 (Vorjahr: T€ 7.410). Die Eigenkapitalquote liegt bei 25,1 % (Vorjahr: 25,1 %).

Finanzierungsbedarf bestehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Fahrzeug- und Ersatzteilfinanzierung. Die Finanzierung wird überwiegend über Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gedeckt. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung auch mittels diverser Gesellschafterdarlehen. Die Zinskonditionen bei den Bankverbindlichkeiten richteten sich nach den aktuellen Marktkonditionen. Die Darlehenssumme variiert und richtet sich nach den neu gekauften und bereits wieder verkauften Fahrzeugen.

Durch die einsetzende Normalisierung der Neufahrzeugverfügbarkeit zum Jahresende sowie den allgemeinen Preissteigerungen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.326 auf T€ 17.227 (Vorjahr: T€ 11.901) erhöht.

Trotzdem sanken die Zinsaufwendungen um T€ 56 auf T€ 315 (Vorjahr: T€ 371), da der Fahrzeugbestand im Jahresmittel deutlich unter dem Jahresmittelbestand des Vorjahres gelegen hat.

c) Vermögenslage

Die Gesellschaft tätigte im Jahr 2022 moderate langfristigen Investitionen in das Anlagevermögen. Die Sachanlagen sind gestiegen, da die Zugänge die Abschreibungen des Geschäftsjahres und die Anlagenabgänge zu Buchwerten übersteigen. Die Investitionen des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt T€ 3.987 betreffen mit T€ 3.234 im Wesentlichen Vorführwagen. Dies führte insgesamt zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um T€ 395 auf T€ 7.034.

Der Warenbestand besteht überwiegend aus Neu- und Gebrauchtwagen. Der Fahrzeugbestand stieg wie oben erläutert zum Jahresende um T€ 3.018 auf T€ 18.100.

Der Teilebestand erhöhte sich um €T 312 auf T€ 1.274, da sich auch hier zum Jahresende die allgemeine Belieferungssituation verbessert hat.

Da sich die Geschäftstätigkeit fast ausschließlich auf das Inland beschränkt, haben Wechselkurse und Währungsdifferenzen keine Auswirkungen auf die Vermögenslage.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse herangezogen.

III. Prognosebericht

Das Jahr 2022 hat sich besser entwickelt, als erwartet. Für das Geschäftsjahr wurde im vergangenen Lagebericht ein Jahresüberschuss von ca. T€ 885 prognostiziert. Es hat sich bewährt, dass die Gesellschaft trotz Lieferschwierigkeiten aktiv geblieben ist und ihr Bestreben die Kunden auf neuen Verkaufskanälen zu erreichen, Früchte getragen hat.

Nach zuletzt guten Ergebnissen ist aufgrund globaler Krisen und einer schwächelnden Wirtschaft in Deutschland von einem niedrigeren Ergebnis in den kommenden Jahren auszugehen.

Augrund der steigenden Inflation und steigenden Zinssätzen gehen wir für das Jahr 2023 von einem Umsatz von T€ 95.000 und einem Ergebnis von T€ 1.500 aus.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Die weiterhin hohen Preissteigerungen belasteten die deutsche Wirtschaft auch zum Jahresbeginn. Das machte sich besonders bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar, die im 1. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % zurückgingen. Die Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte zeigte sich in verschiedenen Bereichen: Sowohl für Nahrungsmittel und Getränke als auch für Bekleidung und Schuhe sowie für Einrichtungsgegenstände gaben die privaten Haushalte weniger aus als im Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt).

Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich nachteilig auf die finanzielle Situation unserer Kunden auswirken. Neuanschaffungen werden verschoben und Reparaturen werden aufgeschoben oder gar nicht durchgeführt. Auch ist zu befürchten, dass Kunden auf günstigere, freie Werkstätte zurückgreifen, statt ihre Fahrzeuge in einer Markenfachwerkstatt durchführen zu lassen.

Zudem beeinflusst die Geld- und Finanzentwicklung die Investitionsmöglichkeiten der Kunden. Konnten in den vergangenen 10 Jahren Fahrzeuge mit einem Zinssatz von 1,00 % oder sogar mit einer 0%-Finanzierung finanziert werden, so stiegen die Zinssätze im ersten Halbjahr 2023 durchaus auf 6,99 %.

Diese Entwicklung beeinflusst nicht nur das Konsumverhalten der Privathaushalte, sondern verändert die gesamte Wirtschaft und damit auch die Ausgaben der Gewerbekunden. Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich bereits in der ersten Jahreshälfte 2023 sehr schleppend und in vielen Bereichen ist ein erheblicher Auftragsrückgang zu verzeichnen. Auch die sehr intensive Baubranche verzeichnet rückläufige Aufträge. Dies hat Auswirkungen sowohl auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland als auch auf die Finanzentwicklung. Für die zweite Jahreshälfte wurde ein weiterer Rückgang der deutschen Wirtschaft prognostiziert. Dies wird die Kaufkraft in Deutschland weiter schwächen.

Auch die Gesellschaft sieht sich vor der Situation erheblicher Zinssteigerung und damit wesentlich höherer Ausgaben bei Investitionen und der Fahrzeugfinanzierung. Die Zinsausgaben werden gegenüber den vergangenen Jahren enorm steigen. Aufgabe der kommenden Jahre wird es daher sein, den Fahrzeugbestand möglichst gering zu halten und den Zeitraum der Vorfinanzierung auszuliefernder Fahrzeuge zu minimieren

Daneben wurden von privaten Haushalten in der ersten Jahreshälfte 2023 weniger neue Pkw gekauft, was unter anderem auf den Wegfall der Prämien für Plug-in-Hybride und die Reduzierung der Prämien für Elektrofahrzeuge zum Jahresbeginn 2023 zurückzuführen sein dürfte.

Grundsätzlich hat sich das Arbeitsleben auch in Deutschland verändert. Immer mehr Arbeitnehmer nutzen die erprobte Arbeitsweise im Homeoffice. Hierdurch könnte sich der Bedarf an PKW sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich reduzieren und Reparaturen seltener durchgeführt werden.

Der Wandel zur Elektromobilität stellt insbesondere den Aftersales-Bereich vor eine neue Herausforderung. Elektrofahrzeuge sind weniger wartungsintensiv. Um auch weiterhin ausgelastete Werkstätten zu gewährleisten, muss die Gesellschaft ihr Angebot erweitern und neue Wege zur Kundenbindung finden.

Die Entwicklungen der von uns vertriebenen Marken und Herstellergruppen stehen ebenfalls im Zeichen des Umbruchs. Dies gilt insbesondere für die von uns vertriebenen Fahrzeuge der STELLANTIS-Gruppe.

Nach der Kündigung sämtlicher Händlerverträge durch die STELLANTIS-Gruppe im Frühjahr 2021, wurden im Juni 2023 nunmehr neue Händlerverträge mit Wirkung ab Juli 2023 geschlossen. Die Gesellschaft hat in diesem Zusammenhang entschieden, dass sie den Händlervertrag für die Marke DS nicht fortführen möchte und sich für diesen Vertrag nicht erneut beworben. Am Standort Bielefeld soll sich auf die übrigen Marken konzentriert werden, um den steigenden Anforderungen von Hersteller, Kunden und Fahrzeugen gerecht zu werden.

Die STELLANTIS-Gruppe möchte sich als Dach der ursprünglichen FCA und PSA- Gruppen neu aufstellen und wird künftig ihr Vertriebssystem bis 2029 stufenweise auf ein Agenturmodell umstellen. Weitere Einzelheiten sind derzeit noch nicht bekannt. Welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die Gesellschaft und deren Entwicklung haben, ist nicht absehbar. Risikoverteilung, Kostenverteilung, garantierte Margen und stabile Fahrzeugpreise und Restwerte sind offene Punkte, die für die Gesellschaft ein Risiko darstellen, sich jedoch auch als Vorteil herausstellen könnten.

RENAULT hat mit Beginn des Jahres 2023 sein Bonus- und Margensystem umgestellt. Hier, so wie in der gesamten Branche, zeichnet sich eine Tendenz der Hersteller zu niedrigeren Margen ab, Um weiterhin gute Ergebnisse zu erzielen, ist es Aufgabe der Gesellschaft, ihre Fixkosten zu minimieren.

Langfristig besteht die Chance, dass sinkende Margen für stabilere Fahrzeugpreisen und einen geringeren Preiskampf sorgen. Die Gesellschaft setzt auf solide und faire Preise mit einer umfassenden Kundenbetreuung vor Ort. Konstante Preise stärken dieses Geschäftsmodell.

Im Bereich der Leasingfahrzeuge bestehen konkrete Abnahmeverpflichtungen mit festen Restwerten. Es besteht hier ein Risiko, dass der bei Abschluss des Leasingvertrages festgesetzte Restwert nicht dem tatsächlichen Fahrzeugwert gegenübersteht und hierdurch eventuell Verluste generiert werden können. Mit der Inflation eingegangenen Preissteigerung ist dieses Risiko allerdings derzeit als gering einzustufen.

2. Chancenbericht

Die unerwartet gute Entwicklung in einem krisengebeutelten Umfeld hat gezeigt, dass die Gesellschaft solide aufgestellt ist. Dies schafft Vertrauen, sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden.

Die Automobilbranche entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit. Alternative Antriebe, die Zukunft und/oder der Ersatz des Verbrennungsmotors, autonomes Fahren und weitreichende Fahrassistenzsysteme sorgen für viele Impulse und große Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Automobilhersteller. Die Hersteller stehen unter immer größerem Druck dem Markt neue Innovationen als Vorreiter zu präsentieren. Insgesamt stehen wir hier einem sich rasant verändernden und spannenden Markt mit interessanten Erweiterungspotentialen gegenüber.

Elektrofahrzeuge sind kein Nischenprodukt für Idealisten mehr. Die Nachfrage steigt rasant. Zudem wurde durch das Verbot der Europäischen Union, ab dem Jahr 2035 Neuwagen mit Verbrennungsmotor zu vertreiben, ein eindeutiges politisches Signal in Richtung Elektromobilität gesetzt. Die Automobilindustrie sieht sich gezwungen, die Forschung und Entwicklung alternativer Antriebssysteme schnell voranzutreiben und für die breite Masse bereit zu stellen. Hier stehen die Zeichen klar auf Elektromobilität.

Ein spannendes und wichtiges Thema wird im Rahmen der Elektromobilität die deutschlandweite Ladeinfrastruktur sein. Ohne flächendeckende Lademöglichkeiten bleibt die Elektromobilität für viele Fahrer weiterhin nicht praktikabel. Die Regierung muss hier schnell Wege finden, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben. Es ist davon auszugehen, dass in diesem Zusammenhang Solarenergie und Heimspeicher mit bidirektionalen Lademöglichkeiten eine wichtige Rolle spielen. Neben der reinen Mobilität könnten Elektrofahrzeuge auf diesem Weg als Stromspeicher für den Privathaushalt genutzt werden.

Als Folge der fehlenden Ladeinfrastruktur werden zumindest in den kommenden Jahren viele Kunden allerdings auch weiterhin auf einen Verbrennungsmotor setzen. Hier sind wir mit den vertretenen Automobilherstellern im Bereich der Klein- und Mittelklassewagen sehr breit aufgestellt und können die Nachfrage des Marktes auch im klassischen Automobilbereich überdurchschnittlich gut befriedigen.

Mit MG hatten wir erste Erfahrungen mit Agenturmodellen der Hersteller gesammelt. Weitere Agentursysteme werden mit STELLANTIS folgen. Hier besteht die Chance, das eigene Ko-- stenrisiko zu minimieren und weniger eigenfinanzierte Fahrzeuge vorzuhalten. Zudem können stabile Margen und Restwerte zu finanzieller Sicherheit und neuen finanziellen Freiheiten führen.

Ein interessantes Feld mit vielen Chancen bietet zudem das gesamtheitliche Thema der Mobilität. Mit innovativen Ideen hat die Gesellschaft hier die Möglichkeit, die Mobilität als individuelles Produkt für ihre Kunden weiter zu entwickeln.

Eine enge Zusammenarbeit der Gesellschaft mit der Kleinemeier-Gruppe, Minden, birgt die Chance, durch intensivere Zusammenarbeit Synergieeffekte und gegenseitiges Know-How zu nutzen und den Interbrandwettbewerb in Ostwestfalen-Lippe zu minimieren.

Auch regional sind wir gut aufgestellt und sehen kein Risiko, den Einfluss am regionalen Automobil-Markt zu verlieren. Die Zusammenarbeit mit der Kleinemeier-Gruppe stärkt die Auto Mattern-Gruppe. Synergieeffekte können genutzt und durch größere Abnahmevolumen bessere Einkaufskonditionen realisiert werden.

Darüber hinaus sehen wir die Chance, die Kunden durch guten Service und freundliche und kompetente Kundenbetreuung langfristig und dauerhaft zu binden. Als familiengeführtes Unternehmen mit langjährig beschäftigten und zufriedenen Mitarbeitern bestehen hier beste Voraussetzungen.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält Zweigniederlassungen in 33719 Bielefeld, 32049 Herford, 32120 Hiddenhausen, 33332 Gütersloh, 32791 Lage und in 49324 Melle.

3. Gesamtaussage

Die Welt befindet sich im Wandel und ist mit vielen sich ändernden Strukturen, Gesetzmäßigkeiten und Herausforderungen konfrontiert. Für die Gesellschaft wird es hierdurch schwieriger, die guten Ergebnisse der kommenden Jahre fortzuführen. Es wird zukünftig umso wichtiger sein, sich auf Änderungen schnell einzustellen und agil zu bleiben. Durch ihre Mehrmarkenstrategie kann die Gesellschaft Schwächen einzelner Hersteller auffangen und durch Produkte anderer Hersteller ersetzen. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Basis und ist so vor Krisen gewappnet, Es gilt positiv in die Zukunft zu blicken und jede sich bietende Chance zu erkennen und für sich zu nutzen.

Die Automobilindustrie entwickelt sich schnell und wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren Herstellern hier gut aufgestellt sind und unseren Kunden auch weiterhin attraktive Produkte anbieten können. So haben wir die Chance, langfristig gute und zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einer durch den Ukraine-Krieg geschwächten wirtschaftlichen Gesamtlage in Deutschland, der eine hohe Inflation, steigende Zinssätzen und eine in diesem Zusammenhang abnehmende Kaufkraft folgen. Zudem bestehen auch weiterhin Engpässen bei Teile- und Fahrzeuglieferungen. Darüber hinaus stellt uns in den kommenden Jahren auch weiterhin der Fachkräftemangel und der fehlende Berufsnachwuchs im handwerklichen Bereich vor eine große Herausforderung.

 

Bünde, 20. Juni 2023

Jürgen Mattern, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

2022 2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 461.425,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 226.532,00 253.874,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 81.466,75
687.957,00 335.342,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 386.807,00 354.675,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.348.209,57 5.033.850,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
5.735.017,57 5.388.526,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 606.000,00 911.000,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.550,00 4.550,00
610.551,00 915.551,00
7.033.525,57 6.639.420,64
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 23.221,91 8.739,83
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.374.556,28 16.044.218,16
3. Geleistete Anzahlungen 3.405,30 24.168,00
19.401.183,49 16.077.125,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.940.434,94 3.418.683,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 838.050,68 479.813,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.026.131,41 1.352.308,56
8.804.617,03 5.250.805,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 159.419,88 1.578.719,79
28.365.220,40 22.906.651,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 164.417,16 22.420,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 0,00
35.563.163,13 29.568.492,05

PASSIVA

2022 2021
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 3.469.568,38 3.469.568,38
III. Gewinnvortrag 3.720.814,37 2.955.567,67
IV. Jahresüberschuss 1.608.918,07 885.246,70
8.899.300,82 7.410.382,75
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 139.668,44 184.668,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.000.933,58 359.341,00
1.140.602,02 544.009,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.227.025,66 11.901.179,93
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 17.135.375,66 (Vorjahr: € 11.776.193,93)
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: € 91.650,00 (Vorjahr: € 124.986,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 512.105,92 2.032.879,90
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 512.105,92 (Vorjahr: € 2.032.879,90)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454.002,72 550.424,31
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.454.002,72 (Vorjahr: € 550.424,31)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 664.689,82 1.836.121,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 664.689,82 (Vorjahr: € 1.836.121,71)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.665.436,17 5.293.494,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 3.063.679,98 (Vorjahr: € 2.409.283,47)
- davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr: € 2.601.756,19 (Vorjahr: € 2.884.210,98)
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren: € 335.548,16 (Vorjahr: € 335.548,16)
- davon aus Steuern € 209.983,66 (Vorjahr: € 312.351,08)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.741,95 (Vorjahr: € 11.834,74)
25.523.260,29 21.614.100,30
35.563.163,13 29.568.492,05

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 2021
1. Rohergebnis 17.892.790,64 14.897.852,23
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -7.261.301,60 -6.585.096,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.989.605,42 -1.507.029,11
3. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.322.801,78 -1.220.076,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.821.337,77 -4.025.266,96
5. Erträge aus Beteiligungen 166.778,21 146.658,97
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 166.778,21 (Vorjahr: € 146.658,97)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 4,25
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.490,29 5.719,29
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -314.613,70 -370.724,50
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -681.672,17 -358.461,22
10. Ergebnis nach Steuern 1.691.726,70 983.579,88
11. Sonstige Steuern -82.808,63 -98.333,18
12. Jahresüberschuss 1.608.918,07 885.246,70

AMTSGERICHT BAD OEYNHAUSEN, HRB 8145

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Mattern GmbH, Bünde, ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden seit dem 01.01.2020 voll abgeschrieben. In den Vorjahren wurde entsprechend § 6 Abs. 2a EStG für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 ein Sammelposten gebildet. Die bestehenden Sammelposten werden weiterhin um einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer in Jahren
Software linear 3 bis 5
Geschäfts- oder Firmenwert linear 10
Außenanlagen linear 9 bis 10
Werbeanlagen linear 7
Mietereinbauten linear 7
Werkstatteinrichtungen linear 5 bis 15
EDV-Anlagen linear 3 bis 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 5 bis 13
Vorführwagen linear 6

Werbeanlagen der Hersteller werden aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind.

Die entgeltlich erworbenen Firmenwerte werden über 10 Jahre abgeschrieben, da sie sich frühestens nach 10 Jahren verflüchtigt haben. Die Kraftfahrzeugbranche besteht bereits seit Jahrzehnten und wird auch in dieser oder ähnlicher Form noch mehrere Jahrzehnte bestehen bleiben. Kraftfahrzeuge haben ebenfalls einen Lebenszyklus von mindestens 10 Jahren. Die mit den Herstellern geschlossenen Verträge wurden z.T. vor vielen Jahren geschlossen und es ist zu erwarten, dass diese Vertragsverhältnisse auch in den nächsten Jahrzehnten Grundlage der geschäftlichen Tätigkeit sein werden. Darüber hinaus ist die Unternehmensnachfolge durch die nächste Familiengeneration gesichert. Ein nahtloser Übergang der Geschäftsführung ist zu erwarten. Die Gefahr, dass sich der Firmenwert vor Ablauf von 10 Jahren verflüchtigt, besteht nicht. Der potentielle Wettbewerber wird aufgrund der Betriebsgröße der Auto Mattern GmbH, Bünde, den Geschäftsbetrieb ohne Zahlung eines entsprechenden Kaufpreises nicht übernehmen können.

Die Bestände des Vorratsvermögens wurden aufgenommen und auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben bzw. zurückgerechnet. Die Teileinventur erfolgte zum 23. Dezember 2022, die Fahrzeuginventur zum 13. Januar 2023.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, dem niedrigeren Marktpreis. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage gleitender Durchschnittspreise. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen. Die Ersatzteile wurden anhand der Lagerdauer über Alterswertabschreibungen abgewertet.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Die Bewertung der Kassenbestände und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 455.816,00 0,00 105.941,75 561.759,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 395.815,38 0,00 0,00 0,00 395.815,38
3. Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter 81.466,75 24.475,00 0,00 -105.941,75 0,00
477.284,13 480.291,00 0,00 0,00 957.575,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 448.769,33 74.732,25 0,00 0,00 523.501,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 0,00 0,00 0,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.153.014,90 3.406.980,97 2.435.755,76 0,00 8.124.240,11
7.601.785,23 3.481.713,22 2.435.755,76 0,00 8.647.742,69
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 911.000,00 25.000,00 330.000,00 0,00 606.000,00
2. Beteiligungen 1,00 0,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.550,00 0,00 0,00 0,00 4.550,00
915.551,00 25.000,00 330.000,00 0,00 610.551,00
8.994.620,36 3.987.004,22 2.765.755,76 0,00 10.215.868,82
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zuführungen Auflösungen Umbuchungen 31. Dez. 2020
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 100.334,75 0,00 0,00 100.334,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 141.941,38 27.342,00 0,00 0,00 169.283,38
3. Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
141.941,38 127.676,75 0,00 0,00 269.618,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.094,33 42.600,25 0,00 0,00 136.694,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.119.164,01 1.152.524,78 495.658,25 0,00 2.776.030,54
2.213.258,34 1.195.125,03 495.658,25 0,00 2.912.725,12
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.355.199,72 1.322.801,78 495.658,25 0,00 3.182.343,25
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 461.425,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 226.532,00 253.874,00
3. Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter 0,00 81.466,75
687.957,00 335.342,75
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 386.807,00 354.675,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.348.209,57 5.033.850,89
5.735.017,57 5.388.526,89
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 606.000,00 911.000,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.550,00 4.550,00
610.551,00 915.551,00
7.033.525,57 6.639.420,64

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Unter dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von € 192.223,65 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Unter dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern und Gesellschafterinnen von € 8.058,98 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prämienrückstellung mit €'477.909,00 (Vorjahr € 0,00), Urlaubs- und Überstundenrückstellungen mit € 315.338,00 (Vorjahr: € 203.641,00) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen mit € 125.086,58 (Vorjahr: € 85.100,00).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind wie folgt:

Bilanz Restlaufzeit Sicherheiten
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ Art
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.227 17.135 92 0 17.227 Grundschulden, Eigentumsvorbehalte und Sicherungsübereignung, Fahrzeug- und Ersatzteilbestand, Globalzession Forderungen
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 512 512 0 0 0 Keine
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454 1.454 0 0 1.454 Übliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 665 665 0 0 665 Übliche Eigentumsvorbehalte
Sonstige Verbindlichkeiten 5.665 3.064 2.602 336 4.486 Globalzession Forderungen, Sicherungsübereignung Warenbestand
25.523 22.830 2.694 336 23.832

Unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten von € 2.252,92 (Vorjahr: € 1.530,00) enthalten.

Unter dem Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Gesellschafterinnen von € 1.855.334,27 (Vorjahr: € 2.121.495,43) enthalten.

Auf den Ausweis aktiver latenter Steuern wird verzichtet.

IV. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar von € 40.000,00 teilt sich wie folg auf:

Tätigkeit Honorar T€
Abschlussprüfung 40
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Tochtergesellschaft Rosenhäger-Mattern GmbH & Co. KG besteht eine Patronatserklärung an die RCI-Bank, wodurch die Gesellschaft für die Verbindlichkeiten der Rosenhäger-Mattern GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 4.512 haftet. Darin enthalten ist außerdem ein Betrag von T€ 247, für den zusätzlich noch eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben wurde. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Begünstigten nicht gerechnet. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Bewertung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus einem Avalkredit in Höhe von € 117.100,00. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Begünstigten nicht gerechnet. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Bewertung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Dauerschuldverhältnisse (Leasing- und Mietverpflichtungen) und Rückkaufverpflichtungen von Leasingfahrzeugen nach vertragsgemäßem Ende der Vertragslaufzeit, die nicht in der Bilanz enthalten und auch nicht nach den §§ 251, 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt T€ 6.836.

3. Anzahl Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 161 Personen beschäftigt, die sich wie folgt auf die unterschiedlichen Gruppen aufteilen:

Anzahl Arbeitnehmer
Verkauf 51
Kundendienst 90
Verwaltung und Sonstiges 20
161

4. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Angaben zum Anteilsbesitz werden unter Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Absatz 3 Nr. 2 HGB nur teilweise dargestellt.

Firma, Sitz Anteil Geschäfts-/ Kommanditkapital letzter Jahresabschluss
%
Kleinemeier GmbH, Minden 51% 25.000,00 31.12.2022
AZ Automobile GmbH, Halle 51% 25.000,00 31.12.2021
AF Automobile GmbH, Rietberg 51% 25.000,00 31.12.2021
AM Automobile GmbH, Gütersloh 51% 25.000,00 31.12.2022
Rosenhäger - Mattern GmbH & Co. KG, Herford 60% 900.000,00 31.12.2022
Rosenhäger Mattern Beteiligungs GmbH, Herford 60% 25.000,00 31.12.2022

5. Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Herr Jürgen Mattern, Betriebsleiter, Hiddenhausen

Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Bünde, den 20. Juni 2023

Jürgen Mattern, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mattern GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mattern GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mattern GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Webseite des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/ verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Bielefeld, den 31. Januar 2024

BRL Mader & Peters GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Andreas Mader, Wirtschaftsprüfer

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