Kaltenkirchener Bank eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel GnR 110 BB
Vorher
Raiffeisenbank eG
Eingetragen
21.8.2006
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. (2) Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch die Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen, j) der Erwerb, der Verkauf und die Vermietung sowie die Vermittlung, Erschließung und Verwaltung von Immobilien.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaltenkirchener Bank eG

Kaltenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

I. Geschäftsverlauf

Die Kaltenkirchener Bank konnte im Geschäftsjahr 2018 ihre solide Basis festigen und blickt mit Selbstvertrauen auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Wir möchten unseren Kunden mit der Präsenz vor Ort und intelligent eingesetzter IT Technologie die Vorteile der Regionalität und der Digitalisierung bieten.

Unsere Geschäftsentwicklung wurde von einem stetigen Anstieg der Bilanzsumme auf mittlerweile 227.548 TEUR getragen. Die Ausweitung beruhte auf einer positiven Entwicklung bei den Kundenforderungen und bei den Einlagen.

Zum 31.12. 2018 hielten 2.299 verbleibende Mitglieder Geschäftsanteile unserer Genossenschaftsbank. Im Einklang mit unserer Eigenmittelplanung konnten wir das Geschäftsguthaben ausweiten. Die Mitgliedschaft an unserer Bank trifft unverändert auf hohes Interesse.

Der Jahresüberschuss des Jahres 2018 ermöglicht uns die Zahlung einer angemessenen Dividende an unsere Mitglieder und eine solide Stärkung der Eigenkapitalpositionen.

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahr 2018 ihren Aufschwung fort. Allerdings fiel der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem Vorjahr mit 1,4 % merklich schwächer aus als 2017 (+2,2 %). Grund hierfür waren sowohl nachfrageseitige als auch angebotsseitige Faktoren. Einerseits sahen sich die Unternehmen vermehrt angebotsseitigen Engpässen gegenübergestellt, vor allem bei Arbeitskräften und bei Vorleistungsgütern. Andererseits verlor der Welthandel im Vergleich zum Vorjahr etwas an Schwung, was sich nachfrageseitig dämpfend auswirkte.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr trugen die Konsumausgaben spürbar zum Anstieg des BIP bei. Der Privatkonsum wurde erneut ausgeweitet (+1,0 %), begünstigt durch die nach wie vor solide Arbeitsmarktentwicklung und die vielfach kräftigen Lohnzuwächse. Die Konsumausgaben des Staates legten vor dem Hintergrund höherer Personalaufwendungen und Sachleistungen für Gesundheit und Pflege ebenfalls zu (+1,0 %).

Das Handwerk zeigte sich 2018 weiterhin kraftvoll. Gemäß den vorliegenden Angaben der amtlichen Handwerksberichterstattung hat sich das Umsatzwachstum leicht beschleunigt. Im Einzelhandel konnte das hohe Wachstumstempo der Vorjahre nicht gehalten werden. Die Aktivitäten in der Landwirtschaft wurden erneut durch extreme Wetterlagen beeinträchtigt. Während im Vorjahr noch Spätfröste, Starkregen und Nässe belasteten, führte 2018 die Dürre insbesondere im Norden und Osten Deutschlands zur geringsten Getreide- und Futterernte seit der Jahrhundertwende. Die Wetterkapriolen verdeutlichten einmal mehr die Herausforderungen, die sich für die Landwirtschaft aus dem globalen Klimawandel ergeben. Die betriebswirtschaftliche Situation der Landwirtschaft hat sich im Wirtschaftsjahr 2017/2018 weiter gefestigt.

Der Arbeitsmarkt präsentierte sich in einer anhaltend guten Grundverfassung. Die Erwerbstätigenzahl legte erneut spürbar zu. Die Arbeitslosenzahl verminderte sich weiter. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zu 2017 um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 % zurück. Im Verlauf des Jahres 2018 hat der Anstieg der Verbraucherpreise deutlich angezogen. Die Inflationsrate, die im Zeitraum von Januar bis April in einer Bandbreite zwischen 1,1 % und 1,5 % gelegen hatte, schwankte in den übrigen Monaten um die Marke von 2 %. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,8 % und damit leicht stärker als 2017 (+1,5 %).

Nach einem zunächst aussichtsreichen Start in das Jahr 2018 mehrten sich im Jahresverlauf die Risiken für die Kapitalmärkte. Die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum, insbesondere die Fortschritte am Arbeitsmarkt und die moderat steigenden Löhne, waren gute Voraussetzungen für einen anhaltenden Aufschwung. Geopolitische Risiken überkompensierten jedoch das positive Momentum. Ein wesentlicher Herd für Unsicherheit war die US Handelspolitik. Neben dem sich abkühlenden Welthandel nahmen weitere politische Risiken die Kapitalmärkte in ihren Bann. Die letzten Hoffnungen auf einen geregelten Brexit wurden von den Marktteilnehmern zum Jahresende weitestgehend begraben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 das Ankaufprogramm für Anleihen beendet und die ultra lockere Geldpolitik somit gedrosselt. Die Leitzinsen beließen die europäischen Notenbanker jedoch unverändert auf deren historisch niedrigen Niveaus. So blieb der EZB Hauptrefinanzierungssatz für die Finanzinstitute des Euroraumes bei 0,0 % und der Einlagensatz mit 0,4 % im negativen Bereich.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren mit einem deutlich marktüberdurchschnittlichen Wachstum zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg um 44 Milliarden auf 935 Milliarden Euro.

2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand steuert das Geschäft der Bank mit den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss und Betriebsergebnis vor Bewertung. Komplettiert wird die Steuerung des Geschäfts durch die Qualifikation der Mitarbeiter entsprechend definierter Anforderungsprofile hinsichtlich der für die jeweilige Aufgabe erforderlichen Fach-, Methoden-, Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen. Ebenfalls zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen Kundenanzahl, Marktanteil und die Zahl der Mitglieder.

Der Zinsüberschuss (einschließlich laufender Erträge) stieg im Vergleich zur Prognose noch stärker auf 4.331 TEUR und liegt damit in der weiter anhaltenden Niedrigzinsphase auf dem Vorjahresniveau. Der Provisionsüberschuss entsprach mit ca. 1.669 TEUR genau dem Planungsergebnis. Die Personalaufwendungen blieben leicht unter der Prognose von 2.750 TEUR und betrugen 2.741 TEUR. Die Sachaufwendungen am Jahresende entsprachen ebenfalls der Prognose. Das geplante Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 1.431 konnte in diesem Jahr durch diverse Maßnahmen im Ertrags- und Aufwandsbereich deutlich übertroffen werden.

Die Zahl unserer Kunden konnte gegenüber dem Vorjahr wie geplant leicht ausgebaut werden. Unseren Marktanteil konnten wir, trotz steigender Einwohnerzahl und starker Wettbewerbssituation im Marktgebiet, weiterhin wie prognostiziert stabil bei ca. 19% halten.

Die Zahl unserer Mitglieder ist im Geschäftsjahr nahezu konstant geblieben, es sind derzeit 2.299 Teilhaber.

3. Entwicklung der Kaltenkirchener Bank eG

Die Kaltenkirchener Bank ist die älteste Bank am Ort und steht mit vier weiteren Kreditinstituten im direkten Wettbewerb. Weiteren Einfluss auf die Wettbewerbssituation hat die geografische Nähe zu Hamburg. Die gesamtwirtschaftliche Situation in unserem Wirtschaftsraum ist als durchaus stabil zu bezeichnen. Durch unsere intensive und nachhaltige Marktbearbeitung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Marktposition weiter gestärkt werden. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 227.548 TEUR.

Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Bilanzsumme 227.548 208.874 199.977 192.492 176.951
Außerbilanzielle Geschäfte *) 13.982 10.337 15.253 20.047 13.376

* ) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen, die wir für unsere Kunden übernommen haben, sowie unwiderrufliche Kreditzusagen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Kundenforderungen 171.042 155.910 152.814 135.797 127.294
Wertpapieranlagen 5.981 5.966 10.963 10.966 23.507
Forderungen an Banken 20.711 22.139 20.025 34.629 16.331

Der Bestand der Kundenforderungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um weitere 15.132 TEUR gesteigert werden und beträgt jetzt 171.042 TEUR. Die zinsgünstigen Marktkonditionen und das gute wirtschaftliche Umfeld unserer Bank sicherten eine stabile Nachfrage. Den Kreditwünschen im Bereich der privaten Eigenheimfinanzierungen konnten wir unter anderem durch die Vermittlung von Darlehen an unsere Verbundpartner wie der Münchener Hypothekenbank, der WL-Bank und der Bausparkasse Schwäbisch Hall entsprechen.

Die Wertpapieranlagen zum Bilanzstichtag von 5.981 TEUR entsprechen dem Vorjahresniveau. Aufgrund der stabilen Kreditnachfrage und der laufenden Investitionen wurde keine Erhöhung des Bestandes vorgenommen. Die Sicherheit und Qualität der Emittenten ist für unsere Anlageentscheidung das führende Kriterium. Wertpapiere mit erhöhtem Emittentenrisiko waren im Geschäftsjahr nicht im Bestand. Die Forderungen an Banken verringerten sich um 1.428 TEUR auf 20.711 TEUR.

Passivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Bankrefinanzierungen 28.078 29.326 32.754 32.564 32.282
Spareinlagen 63.926 58.974 53.268 48.004 44.117
andere Einlagen 112.095 99.071 93.534 94.243 83.892
Nachrangverbindlichkeiten 1.057 1.026 831 0 0

Die Position Bankenrefinanzierungen umfasst überwiegend zweckgebundene, zinsgünstige Refinanzierungen aus öffentlichen Kreditprogrammen, die wir an unsere Kunden weitergeleitet haben. Die Konditionen im Einlagengeschäft stehen unter dem Einfluss eines starken Preiswettbewerbs, auf die Weitergabe des Negativzinses konnte im Bereich der Privatkunden noch verzichtet werden. Für kommunale Einleger wurde eine Negativverzinsung bereits im Vorjahr eingeführt. Auf Grund einer qualitativ hochwertigen Beratung und einer Ergänzung der eigenen Produkte, um die des genossenschaftlichen Verbundes können wir uns hier behaupten. In diesem Marktumfeld konnten wir unsere Position weiter stärken. Die bilanziellen Kundengelder erhöhten sich trotz Nullzins um 18.007 TEUR auf 177.078 TEUR.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 89 68 69 103 75
Vermittlungserträge 815 689 850 992 914
Erträge aus Zahlungsverkehr 905 776 757 751 748

Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft konnten im Geschäftsjahr 2018 gesteigert werden und lagen mit 89 TEUR über dem langjährigen Durchschnitt. Durch die abgeschlossene IT-Migration und den Abschluss der Bankumbauarbeiten konnte das Ergebnis der Vermittlungserträge erheblich auf 815 TEUR gesteigert werden. Die Vermittlungsbereiche Hypothekenkredite, Immobilienvermarktung, Bausparen, Investmentfonds und Versicherung sind hierbei hervorzuheben. Die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr konnten durch die Einführung eines neuen Preismodells um 129 TEUR gesteigert werden.

Investitionen

Auch im Berichtsjahr wurden wieder umfangreiche Sach- und Personalkosteninvestitionen durchgeführt. Die Ausgaben im Sachkostenbereich beschränken sich hauptsächlich auf Ersatzinvestitionen.

Der Umbau der Hauptstelle wurde planmäßig abgeschlossen und die Budgetplanung wurde eingehalten. Durch den Umbau wurden neue Beratungskapazitäten und moderne Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter geschaffen. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten in der Hauptstelle sind unsere Standorte technisch hervorragend und modern ausgestattet.

Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses in der Kaltenkirchener Innenstand wurde zum Jahresende bezugsfertig gestellt. Der Vermietungsstand ist gut und entspricht weitestgehend den Planungen.

Zusätzlich wurde ein weiteres voll vermietetes Objekt in der Kaltenkirchener Innenstadt mit sehr guter Lage erworben. Das Objekt an der Ecke Holstenstr. / Am Markt wurde uns durch die Eigentümer zum Kauf angeboten.

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigten wir im Bankgeschäft durchschnittlich 25 Vollzeit- und 16 Teilzeitbeschäftigte sowie 8 Auszubildende. Den ständig steigenden Anforderungen an eine qualifizierte Beratung unserer Kunden tragen wir durch permanente Weiterbildung unserer Mitarbeiter Rechnung. Für Schulungszwecke nutzen wir hauptsächlich die Leistungsangebote der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur sowie der Genossenschaftsakademie in Rastede, unseres Rechenzentrums sowie der Verbundpartner. Zudem werden diverse interne Schulungsmaßnahmen im Schulungsraum unserer Geschäftsstelle Hartenholm durchgeführt und die moderne Form des e-learnings angeboten. Durch die lange Betriebszugehörigkeit und die kontinuierliche Personalentwicklung sind unsere Mitarbeiter gut auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich keine sonstigen wichtigen Vorgänge.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Kaltenkirchener Bank eG

Die unternehmerischen Ziele und strategischen Geschäftsfelder der Kaltenkirchener Bank wurden im Rahmen einer Gesamtbankanalyse im Unternehmensleitbild definiert und in der Geschäfts- und Risikostrategie konkretisiert. Das Ziel ist es, mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer intensiven Kundenbetreuung unter der Voraussetzung einer langfristigen Existenzsicherung das Ertragspotenzial der Bank zu steigern. Die Umsetzung der Gesamtbanksteuerung wird dabei durch gesetzliche Anforderungen präzisiert und den aktuellen Gegebenheiten laufend angepasst.

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Risikomanagementziele und Methoden

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken, wobei die Adressenausfallrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Adressenausfallrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist in der Marktfolge Aktiv und in der Abteilung Controlling angesiedelt. Daneben nimmt eine spezielle Kundenbetreuungsstelle die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor.

Risikohandbuch

Organisatorische Basis des Risikomanagementprozesses ist das Risikohandbuch, welches aus der Risikoinventur und -bewertung sämtlicher erkennbarer Risiken hervorgegangen ist. Es berücksichtigt die Art, den Umfang und die Komplexität der getätigten Geschäfte sowie die Größe, die Personalausstattung und die Organisation der Bank.

Adressenausfallrisiko

Die Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft ist unverändert durch eine geringe Ausfallquote gekennzeichnet.

Im Rahmen der Kreditgewährung nehmen wir regelmäßig Sicherheiten herein. Ihren Wert setzen wir im Rahmen unserer Risikobetrachtung nur in der Höhe an, in der ein Rückfluss im Falle einer zukünftigen Verwertung realistisch ist. Bei Krediten mit einem aktuellen Ausfallrisiko wird eine Einzelwertberichtigung der Forderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung der Sicherungswerte bzw. der begründeten Realisationswerte vorgenommen. Besteht darüber hinaus eine nicht ausgenutzte unwiderrufliche Kreditzusage, so wird eine Rückstellung gebildet. Für latente Risiken werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Bei den Eigenanlagen hält die Bank Wertpapiere der genossenschaftlichen Finanzgruppe sowie anderer Emittenten. Zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken und zur Sicherung der Ertragskraft besteht ein System risikobegrenzender Limite, die regelmäßig überwacht und geprüft werden.

Länderrisiken

Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Marktpreisrisiken

Für die Steuerung der Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungs , Währungs und Aktienkursrisiken) ist der Bereich Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert.

Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird bilanziell im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt.

Sie misst dieses Zinsänderungsrisiko auf der Grundlage dynamischer Zinselastizitätsbilanzen als negative Veränderung des Zinsüberschusses und des (handelsrechtlichen) Bewertungsergebnisses in verschiedenen Risikoszenarien. Der Vorstand hat die maximal akzeptable Abweichung vom Prognosewert in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt.

Nach der Barwertmethode wird auf Basis des definierten Zinsbuches und der aufsichtsrechtlichen Vorgaben lediglich der aufsichtsrechtliche Zinsrisikokoeffizient ermittelt.

Zinssicherungsinstrumente werden nicht eingesetzt.

Liquiditätsrisiko

Die Finanzplanung unseres Hauses ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die durch das KWG, LiqV, CRR und CRD vorgegebenen Anforderungen über eine ausreichende Liquidität wurden zu jedem Zeitpunkt erfüllt.

Das Liquiditätsrisiko umschließt vor allem die Erscheinungsformen Abrufrisiko und Terminrisiko sowie das Liquiditätsanspannungsrisiko, aber auch das Refinanzierungsrisiko und das Marktliquiditätsrisiko.

Die Fälligkeit unserer Geldanlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank und die der Wertpapieranlagen sind auf die erwarteten Zahlungsströme aus dem Kundengeschäft abgestimmt. Bei der Disposition werden ausreichende Reserven berücksichtigt, die außergewöhnliche Liquiditätsabflüsse abdecken. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen jederzeit auffangen zu können.

Operationelle Risiken

Den operationellen Risiken wird einerseits im Rahmen der Säule 1 der Baseler Eigenkapitalvorschriften und zusätzlich durch einen pauschalen Abzugsposten im Rahmen der Risikotragfähigkeit im Sinne der MaRisk Rechnung getragen. Tatsächliche Schadenfälle waren in den letzten Jahren kaum zu verzeichnen und belasteten das Ergebnis jeweils nur im geringen Umfang. Das innerbetriebliche Überwachungssystem trägt dazu bei, operationelle Risiken zu identifizieren und soweit möglich zu begrenzen. Entsprechende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen.

Für den Ausfall technischer Einrichtungen und für unvorhergesehene Personalausfälle besteht eine Notfallplanung.

Versicherbare Gefahrenpotenziale, z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken haben wir durch Versicherungsverträge im banküblichen Umfang abgeschirmt.

Rechtliche Risiken

Zur Vermeidung rechtlicher Risiken verwenden wir bei Abschlüssen von Verträgen ausschließlich die in der Genossenschaftsorganisation üblichen Vertragsformulare. Bei schwierigen rechtlichen Aufgabenstellungen nehmen wir die Hilfe externer Rechtsberater in Anspruch. Bekannte Prozessrisiken sind ausreichend abgeschirmt.

Gesamtbild der Risikolage

Gemäß § 25a Abs. 1 KWG verfügt die Bank über geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle von Risiken. Ein entsprechendes Risikoüberwachungssystem wurde aufgebaut und wird fortlaufend weiterentwickelt. Mit den genutzten Verfahren zur Messung der Risiken hat die Bank Instrumentarien eingerichtet, die der Art, dem Risiko und dem Umfang des Geschäftsbetriebes gerecht werden und die bei sachgerechter Anwendung eine konsistente Ermittlung und Darstellung der Risiken gewährleisten.

Der umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifizierung von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen. Die Risikotragfähigkeit und die Limitauslastungen wurden in 2018 quartalsmäßig ermittelt und im Gesamtbankreport an den Gesamtvorstand berichtet. Auch der Aufsichtsrat erhielt diese Informationen.

Im Geschäftsjahr 2018 war die Risikotragfähigkeit sowohl unter den von uns definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien jederzeit gegeben. Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Eigenkapital laut Bilanz 1) 22.602 20.722 19.714 16.974 15.974
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 23.950 22.236 19.935 18.176 16.953
Harte Kernkapitalquote 2) 11,9 % 11,6 % 11,0 % 11,6 % 11,7 %
Kernkapitalquote 2) 11,9 % 11,6 % 11,0 % 11,6 % 11,7 %
Gesamtkapitalquote 13,9 % 13,6 % 12,9 % 13,3 % 13,4 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

2) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2018 gut eingehalten. Die vorhandenen Eigenmittel überschreiten deutlich die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestanforderungen.

Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von 920 TEUR zu den Ergebnisrücklagen und zu den 340g Rücklagen, die noch der Zustimmung der Generalversammlung bedarf, beträgt unser Kernkapital 21,4 Mio. EUR

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenzuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben und Nachrangverbindlichkeiten auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2018 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Anlagevermögen 998 0 0 0 0
Liquiditätsreserve 4.983 5.966 10.963 10.966 23.507

Bei den Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute. Die nach unseren Erkenntnissen vorliegenden Marktpreisrisiken halten sich im Rahmen der geschäftspolitischen Zielsetzung und der banküblichen Risikotragfähigkeit. Da das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2018, mit der Absicht es über die Laufzeitdauer zu behalten gekauft wurde, haben wir es direkt dem Anlagevermögen zugeordnet.

Derivate befinden sich nicht im Bestand.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl gemäß Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten. Zum 31.12.2018 betrug die Kennzahl nach LCR 208,1% (Vorjahr 187,7%).

Die Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig vom Interbanken- und Kapitalmarkt und derzeit überwiegend nahezu ausschließlich durch Geschäftsbeziehungen mit Privat- und Firmenkunden geprägt.

Nicht ausgenutzte, unwiderrufliche Kreditzusagen betragen 12.812 TEUR (Vorjahr 9.025 TEUR)

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Zinsüberschuss 1) 4.331 4.319 5.586 4.393 4.385
Provisionsüberschuss 2) 1.669 1.379 1.551 1.745 1.602
Verwaltungsaufwendungen 4.269 4.319 4.520 4.378 4.087
a) Personalaufwendungen 2.741 2.857 2.841 2.690 2.485
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.528 1.462 1.680 1.688 1.602
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 1.676 1.346 2.603 1.862 2.045
Bewertungsergebnis 4) -185 -111 -387 -325 -339
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.491 1.235 2.216 1.537 1.706
Steueraufwand 467 403 356 462 537
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 300 300 800 400 400
Jahresüberschuss 724 532 1.060 674 769

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 /sowie abzüglich GuV-Posten /17 /und /18

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss konnte trotz des weiterhin anhaltenden niedrigen Zinsniveaus auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Im Jahr 2016 ist der Sondereffekt der Tochtergesellschaft zu berücksichtigen.

Der Provisionsüberschuss erreichte wieder das Niveau von 2016, die negativen Effekte der IT Migration und des Bankumbaus belasteten das Geschäftsjahr 2018 nicht mehr.

Die Verwaltungskosten konnten u.a. durch ein Projekt leicht auf 4.269 TEUR gesenkt und stabilisiert werden. Die Senkung der Personalkosten wurde durch die Anpassung von Arbeitszeiten und durch den Wegfall von Ausgleichszahlungen für Mehrarbeit in der IT Migration erreicht. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen erreichten wir unsere Planung, die leicht über dem Vorjahresergebnis lag. Durch weitere Maßnahmen im Bereich der Verwaltungskosten erwarten wir eine Stabilisierung dieser Kosten.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist mit 1.676 TEUR im derzeitigen Marktumfeld zufriedenstellend und lag ca. 220 TEUR über unserem Planansatz.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft bewegt sich insgesamt im Rahmen der Gesamtbankplanung. Unser Ergebnis ist zudem nicht durch eine Notwendigkeit von Bewertungskorrekturen im Bereich der Eigenanlagen belastet.

Nach dem erforderlichen Steueraufwand von 467 TEUR weisen wir einen Jahresüberschuss von 724 TEUR aus, der einerseits zur Eigenkapitalstärkung und anderseits zur Zahlung einer Dividende bereitgestellt wird.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unserer Bank ist durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Risikoaktiva sind angemessen. Für erhöht latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ausreichend Deckungspotential.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die Ertragslage im Berichtsjahr ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Die anhaltende Zinspolitik der EZB wird aber in Zukunft unsere Margen belasten.

Aufgrund der soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich derzeit erkennbare Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen. Der Eigenkapitaldotierung haben wir erneut eine große Bedeutung beigemessen.

Der demographischen Entwicklung und einem Fachkräftemangel wurde mit unternehmerischer Weitsicht aktiv begegnet.

Für den Fall der nachhaltigen Überwindung der Staatsschuldenkrise in Verbindung mit einer Wiederbelebung des Investitionsverhaltens der Wirtschaft und der allgemeinen Konsumption, was sich positiv auf die Geld- und Kapitalmärkte auswirken könnte, sehen wir Chancen für den voraussichtlichen Geschäftsverlauf in unserem zins- und provisionsabhängigen Geschäft.

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) trug aufgrund der niedrigen Zinsen einerseits ihren Teil zum starken Kreditwachstum bei, sorgte aber andererseits dafür, dass unter Betrachtung einer Konditionsmarge mit Kundeneinlagen keine positive Marge mehr erwirtschaftet werden kann. Es sei denn, die Kunden zahlen in Zukunft ein Verwahrentgelt. Diese Entwicklung sieht die Bank unverändert mit Sorgen.

Unser Kreditportfolio ist intakt. Wir werden darauf achten, nicht kosteninduziert wachsen zu müssen, sondern weiter kontrolliert zu wachsen.

Wir bleiben weiterhin bestrebt, für unsere Mitglieder und Geschäftspartner verlässliche und qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können.

Deshalb sind wir auch zuversichtlich, für die Wirtschaftsjahre 2019 und 2020 zufriedenstellende Ergebnisse vorlegen zu können.

Die aufsichtsrechtlichen und politischen Rahmenbedingungen nahmen im Geschäftsjahr weiter zu und haben einen Umfang erreicht, der nicht mehr als zumutbar angesehen wird. Aufwand und Nutzen stehen hierbei vor allem für regional aufgestellte kleine Kreditinstitute nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Das Geschäftsgebiet der Kaltenkirchener Bank in der Metropolregion der Hansestadt Hamburg bietet der Bank weitere Wachstumsmöglichkeiten. Unsere Bank ist in der starken Wettbewerbssituation gut aufgestellt und kann sich gegen Mitbewerber behaupten.

Trotz der globalen Schwierigkeiten erwartet die Kaltenkirchener Bank für die zukünftigen Geschäftsjahre ein moderates Wachstum im Kreditgeschäft und ein weiterhin stabiles Einlagengeschäft. Die Kaltenkirchener Bank rechnet unter Berücksichtigung ihrer Anlagenstruktur in den nächsten Jahren mit keinen außergewöhnlichen Belastungen aus Wertpapieranlagen. Wir rechnen zudem mit einer gleichbleibenden Ratingstruktur unserer Kunden und aus diesem Grund auch mit einer gleichbleibenden Belastung durch akute Kreditrisiken.

Für die Zukunft erwarten wir eine ausreichende Kraft zur Selbstfinanzierung der bankbetrieblichen Entwicklung. Die neuen Eigenkapitalanforderungen für die nächsten Jahre werden wir nach unseren Planungsrechnungen gut erfüllen. Aus heutiger Sicht sind keine Kredit- und Marktpreisrisiken erkennbar, die unsere gute Vermögenslage gefährden könnten.

Nach derzeitigem Stand werden wir den Zinsüberschuss trotz der anhaltenden Marktsituation stabilisieren können. Wir rechnen für das Jahr 2019 mit einem leicht steigenden Zinsüberschuss von 4.425 TEUR. In den Planungen erwarten wir des Weiteren einen auf 1.795 TEUR steigenden Provisionsüberschuss. Die Verwaltungsaufwendungen im Personalbereich planen wir stabil zum Vorjahr mit einem Wert von 2.750 TEUR ein. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung zeigen bereits Wirkung. Den Sachkostenbereich planen wir auf Vorjahresniveau mit 1.555 TEUR. Insgesamt planen wir derzeit mit einem stark steigenden Betriebsergebnis vor Bewertung bzw. mit einem Betriebsergebnis von 0,82% zur Bilanzsumme nach Bewertung. Mit dem zu erwartenden Betriebsergebnis kann die Strategie der Eigenkapitalstärkung weiterverfolgt werden. Nach der Vorschaurechnung für das laufende Jahr erwarten wir ein Ergebnis auf Planungsniveau. Die Kaltenkirchener Bank ist durch diese Entwicklung weiterhin sehr gut für die Zukunft gerüstet, nach unserer 5-Jahresplanung wird sich das Ergebnis auf diesem Niveau halten.

Aufsichtsrechtliche und politische Rahmenbedingungen sowie die Zinspolitik der EZB werden die Kosten und Erträge der Bank noch mehr als in den Vorjahren beeinflussen. Dieser Entwicklung sollte politisch und wirtschaftlich entgegengewirkt werden. Zudem sprechen wir uns für eine angemessene Regulierung aus. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sollte jedoch gewahrt und beachtet bleiben. Derzeit ist eine Verhältnismäßigkeit der Regulierungs- und Ordnungsdichte für eine Genossenschaftsbank in unserer Größenordnung jedoch nicht mehr gegeben. Bemühungen um Verbesserungen der Situation sind zwar vorhanden, scheitern aber an der vielschichtigen Interessenlage.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehend Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

IV. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Kaltenkirchen, 11. Juni 2019

Kaltenkirchener Bank eG

Der Vorstand

Johann Fuhlendorf

Sven Peters

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 25.06.2019 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2018 und die Verwendung des Jahresüberschusses in der Höhe von EUR 723.712,70 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktivseite

EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     1.668.892,12   1.429
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     7.279.103,90   4.715
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.279.103,90       -4.715
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 8.947.996,02 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       0
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     20.204.238,78   21.637
b) andere Forderungen     506.980,89 20.711.219,67 502
4. Forderungen an Kunden       171.042.066,07 155.910
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 11.656.323,88       0
Kommunalkredite 1.141.618,88       -1.322
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       0
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen          
Bundesbank 0,00       0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       0
bb) von anderen Emittenten   5.981.142,45 5.981.142,45   5.966
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.981.142,45       -5.966
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 5.981.142,45 0
Nennbetrag 0,00       0
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 0
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     2.208.422,44   2.208
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       0
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       0
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     293.100,00 2.501.522,44 296
darunter:          
bei Kreditgenossen- 281.000,00       -281
schaften          
bei Finanzdienst- 0,00       0
leistungsinstituten          
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       25.000,00 25
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       0
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       0
9. Treuhandvermögen       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       0
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand       0,00 0
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch          
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     2.951,53   5
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 2.951,53 0
12. Sachanlagen       17.843.837,59 15.515
13. Sonstige Vermögensgegenstände       470.091,19 634
14. Rechnungsabgrenzungsposten       21.945,00 32
Summe der Aktiva       227.547.771,96 208.874

Passivseite

         
  EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     13.279,59   18
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     28.065.173,01 28.078.452,60 29.308
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist   63.304.012,99     58.371
von drei Monaten          
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist   622.088,60 63.926.101,59   603
von mehr als drei Monaten          
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   88.822.714,28     74.921
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   23.272.191,12 112.094.905,40 176.021.006,99 24.149
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       0
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       0
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       0
5. Sonstige Verbindlichkeiten       174.132,38 195
6. Rechnungsabgrenzungsposten       44.802,15 59
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     0,00   0
b) Steuerrückstellungen     190.745,14   8
c) andere Rückstellungen     436.435,54 627.180,68 519
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       1.056.923,35 1.026
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       0
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       5.200.000,00 4.900
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       0
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     2.556.600,00   1.698
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   6.726.073,57     6.381
cb) andere Ergebnisrücklagen   6.958.887,54 13.684.961,11   6.614
d) Bilanzgewinn     103.712,70 16.345.273,81 104
Summe der Passiva       227.547.771,96 208.874
1. Eventualverbindlichkeiten        
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   1.170.623,01   1.131
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 1.170.623,01 0
2. Andere Verpflichtungen        
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00   0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   12.811.809,47 12.811.809,47 9.206
darunter: Lieferverpflichtungen        
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00     0

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
EUR Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   4.720.577,05     4.811
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   25.194,25 4.745.771,30   32
2. Zinsaufwendungen     466.821,99 4.278.949,31 536
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     52.088,78   12
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 52.088,78 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     1.889.687,01   1.593
6. Provisionsaufwendungen     220.282,27 1.669.404,74 214
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       420.761,56 231
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   2.237.201,27     2.387
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   503.509,96 2.740.711,23   470
darunter: für Altersversorgung          
  140.067,79       -139
b) andere Verwaltungsaufwendungen     1.528.437,03 4.269.148,26 1.462
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       471.815,15 261
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       4.278,87 4
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     189.892,51   169
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -189.892,51 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     4.605,25 4.605,25 59
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       1.490.674,85 1.235
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     459.911,31   394
darunter: latente Steuern 0,00       0
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     7.050,84 466.962,15 9
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       300.000,00 300
25. Jahresüberschuss       723.712,70 532
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        723.712,70 532
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        723.712,70 532
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     310.000,00   214
b) in andere Ergebnisrücklagen     310.000,00 620.000,00 214
29. Bilanzgewinn       103.712,70 104

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Allgemeine Angaben

Die Kaltenkirchener Bank eG mit Sitz in Kaltenkirchen ist beim Amtsgericht Kiel unter der Genossenschaftsregisternummer 110 BB eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich zum Vorjahr keine Veränderungen. Sie richtet sich nach dem vorgeschriebenen Formblatt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet worden.

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Darüber hinaus wurde ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB gebildet.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Im Zuge der Einbringung der Aktien der Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs-Aktiengesellschaft in die NGB AG & Co. KG im Jahr 2017 haben wir Kommanditanteile an der NGB AG & Co. KG erhalten. Unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erfolgte die Aktivierung der Kommanditanteile nach den Tauschgrundsätzen unter Ansatz des vorsichtig geschätzten Zeitwertes.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit den Anschaffungskosten angesetzt sowie nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach verbleibenden Verlustüberhang würde eine Drohverlustrückstellung gebildet werden. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2018 war keine Rückstellung zu bilden.

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit angesetzt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2018

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Zugang (a) Zuschreibungen (b) Im Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen (a) Abgänge (b)
EUR
Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
EUR
Immaterielle Anlagenwerte        
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.981,97 0,00 (a) 0,00 (a) 56.233,34
    0,00 (b) 748,63 (b)  
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 15.979.883,85 2.697.226,85 (a) 0,00 (a) 18.677.110,70
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.350,56 136.714,50 (a) 0,00 (a) 2.128.305,35
    0,00 (b) 55.759,71 (b)  
Summe a 18.084.216,38 2.833.941,35 (a) 0,00 (a) 20.861.649,39
    0,00 (b) 56.508,34 (b)  
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgänge (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
EUR
Immaterielle Anlagenwerte            
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.981,52 2.048,92 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 53.281,81 2.951,53
    0,00 (b) 0,00 (b) 748,63 (b)   -5.000,45
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   0,00
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   0,00
Sachanlagen            
a) Grundstücke und Gebäude 1.230.986,14 288.165,76 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 1.519.151,90 17.157.958,80
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   -14.748.897,71
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.280.789,48 181.600,47 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 1.442.426,56 685.878,79
    0,00 (b) 0,00 (b) 19.963,39 (b)   -766.561,08
Summe a 2.563.757,14 471.815,15 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 3.014.860,27 17.846.789,12
    0,00 (b) 0,00 (b) 20.712,02 (b)   -15.520.459,24
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 997.800,00 997.800,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.504.888,44 -3.366,00 2.501.522,44
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00
Summe b 2.529.888,44 994.434,00 3.524.322,44
Summe a und b 20.614.104,82   21.371.111,56

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

· In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 20.165.321 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

· In den Forderungen an Kreditinstitute sind darüber hinaus Bausparguthaben von EUR 506.981 vorhanden.

Forderungen an Kunden

· In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 6.195.214 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

· Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 1.000.000 fällig.

· In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 5.981.142 5.981.142 0 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 2.118.334 0 2.118.334  

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

· In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an 312.548 308.258 0 0
Kunden (A 4)        

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

· Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital
%
Eigenkapital der Gesellschaft Jahr TEUR Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses Jahr TEUR
a) Kaltenkirchener Immobilienvermarktungsgesellschaft mbH, Kaltenkirchen 100 2017 76 2017 26
b) NGB AG & Co. KG 0,12 2018 1.730.731 2018 33.603
c) Münchener Hypothekenbank eG 0,03 2017 1.343.867 2017 46.252

Weiterhin haben wir Beteiligungen an zwei Kapitalgesellschaften und Anteile an fünf Genossenschaften von untergeordneter Bedeutung mit einem gesamten Buchwert von 90 TEUR bzw. von 13 TEUR.

Mit dem unter Buchstabe a genanntem Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

· Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.642.426 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 438.663 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2018
EUR
Forderungen an das Finanzamt 392.730

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen wurde eine Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 21.945 gebildet.

Fremdwährungsposten

· In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 154.501 enthalten. Hiervon bilden EUR 135.132 Forderungen gegenüber Kreditinstituten.

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 3.447.451 11.883.371 49.372.954 100.085.263

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 443.243 2.287.242 9.678.732 15.638.236
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 27.134 91.262 471.916 31.776
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 17.810.178 4.161.879 1.298.075 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

· In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 28.002.373 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2018
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 38.937
Verbindlichkeiten gegenüber der Rechenzentrale 34.516

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 20.874 (Vorjahr EUR 28.438) enthalten.

Latente Steuern

· Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern (617 TEUR), welcher sich im Wesentlichen durch gebildete Vorsorgereserven gemäß 340f und 340g HGB sowie aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Abzinsungssätzen bei den Rückstellungen ergibt. Der aktive Überhang wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Der zur Ermittlung angesetzte Steuersatz beträgt 27,30 %.

Nachrangige Verbindlichkeiten

· Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.324 an.

· Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Insbesondere ist eine vorzeitige Rückzahlungverpflichtung ausgeschlossen. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 5 und 7 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit einem Zinssatz von 1,00 % ausgestattet.

· Es bestehen keine Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 553.235 1.074.853 0 0

Eigenkapital

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 2.508.500
b) der ausscheidenden Mitglieder 48.100

· Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2018 6.380.818 6.613.632
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 35.256 35.256
aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 310.000 310.000
Stand 31.12.2018 6.726.074 6.958.888

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

· Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

In den Posten Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen sind in Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank keine Einzelpositionen von wesentlicher Bedeutung vorhanden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

· Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 23.395.731

Fremwährungsposten

· In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 135.132 enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 64.438 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 2.288 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

· Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -38 (Vorjahr EUR -42) vermindert.

Provisionserträge

· Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für "Verwaltung und Vermittlung" , insbesondere für die Immobilienvermittlung und die Vermittlung von Finanzprodukten nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

· Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 203 (Vorjahr EUR 149) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren

· Im GuV-Posten 16 werden die Erträge aus der Liquidation der IT Förder- und Beteiligungs eG mit EUR 4.605 ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

· In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 13.069 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 188 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

· Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

· Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 81.453 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 706.268.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

· Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 602.320.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Darüber hinaus bestehen weitere nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, in Höhe von EUR 7.300.

Personalstatistik

Die Zahl der 2018 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 3 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 22 11
Gewerbliche Mitarbeiter 0 5
  25 16

Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Nachfolgende Tabelle zeigt die Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr:

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2018 2.248 16.871 2.530.650
Zugang 2018 142 8.942 1.341.300
Abgang 2018 91 728 109.200
Ende 2018 2.299 25.085 3.762.750
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder    
haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 821.400
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.232.100
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 150

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

· Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftlicher Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.Woldegker Straße 17033 Neubrandenburg

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Fuhlendorf, Johann, - Vorsitzender - , Bankkaufmann

Peters , Sven, Bankkaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Dr. Richter, Bernd, - Vorsitzender - , selbständiger Rechtsanwalt

Kähler, Jost, - stellvertretender Vorsitzender - , selbständiger Kaufmann

Dr. Benz, Stefan, selbständiger Zahnarzt, (seit 26.6.2018)

Dieck, Claus Peter, selbständiger Kaufmann, Bilanzbuchhalter

Dr. Gramsch, Peter, selbständiger Rechtsanwalt und Notar, (seit 26.6.2018)

Krayenborg, Folkers, Landwirt

Siefert, Ulrich, selbständiger Rechtsanwalt und Notar, (bis 26.6.2018)

Nachtragsbericht

· Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 723.712,70 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 620.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 103.712,70) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 2,00 % 35.955,50
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 33.878,60
b) Andere Ergebnisrücklagen 33.878,60
  103.712,70

 

Kaltenkirchen, 8. März 2019

Kaltenkirchener Bank eG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kaltenkirchener Bank eG, Kaltenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kaltenkirchener Bank eG, Kaltenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1) Sachverhalt und Problemstellung

2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3) Verweis auf weitergehende Informationen

1) Die Kaltenkirchener Bank eG nimmt eine Kreditvergabe an Privatkunden und an gewerbliche Kunden, insbesondere an Kunden im Umkreis der Hauptstelle in Kaltenkirchen sowie in den Geschäftsstellen Hartenholm und Todesfelde bzw. im nördlichen Randgebiet von Hamburg, vor. Schwerpunkt des Kreditgeschäfts liegt in der langfristigen privaten Wohnungsbaufinanzierung, der Gewährung von Krediten an Dienstleistungsunternehmen, an land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie an Betriebe des Groß- und Einzelhandels. Die Forderungen an Kunden sind mit Mio. EUR 171,0 (Vj. Mio. EUR 155,9) der größte Bilanzposten der Aktivseite der Bank. Die Kreditvergabe erfolgt nach einem festgelegten sechsstufigen Kundenrating, das drei Risikogruppen zugeordnet werden kann. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Forderungen an Kunden sehen eine Bewertung zum Nennwert und eine Berücksichtigung der Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen vor. Für ausfallgefährdete Kredite werden Einzelwertberichtigungen gebildet, indem eine vollständige Wertberichtigung des Blankoanteils, also der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredites und dem Deckungswert der Sicherheiten, erfolgt. Der Deckungswert der Sicherheiten wird nach von der Bank festgelegten Bewertungsverfahren gebildet. Bei den Verfahren zur Bewertung der Sicherheiten bestehen im Hinblick auf die zugrundeliegenden Sachverhalte und Bewertungsparameter zulässigerweise Ermessensspielräume. Zusammen mit der Höhe dieses Bilanzpostens können sich aus den Einzelwertberichtigungen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ergeben, so dass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt.

2) Bei unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Kundenforderungen haben wir uns wie folgt fokussiert:

- Prüfung des Kreditvergabeverfahrens mit Schwerpunkt Ermittlung der Deckungswerte der Sicherheiten und Aktualisierung im weiteren Zeitablauf,

- Prüfung einzelner Kreditengagements nach einer risikoorientierten Auswahl der Stichproben.

Wir haben die Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen im Kreditvergabeverfahren der Bank geprüft. Für die Ermittlung der Deckungswerte der Sicherheiten standen im Vordergrund:

- Ableitung der Sicherheitenbewertung und Erfassung im EDV-System,

- Verifizierung anhand der entsprechenden Vertragsunterlagen,

- Überwachung des Bestehens und der Veränderung der Sicherheit während der Dauer der Laufzeit des Kreditvertrages, also Turnus der regelmäßigen Wertermittlung,

- rechnerische Ermittlung und Ableitung des Blankoanteils.

Bei der Prüfung einzelner Kreditengagements standen im Vordergrund:

- korrekte Ermittlung der Salden,

- Abstimmung mit den Kreditverträgen,

- zutreffende Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse (Selbstauskünfte bzw. Vermögens- und Schuldenübersicht, Jahresabschlüsse) nach den internen Richtlinien der Bank auf Basis der gesetzlichen Regelungen (insbesondere § 18 KWG),

- zutreffende Ermittlung der Sicherheitenwerte (insbesondere Beleihungswerte bei Immobilien) nach den internen Richtlinien der Bank,

- Zutreffende Ableitung der Risikoklassifizierung bzw. der Wertberichtigungen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertungen der Forderungen ergeben. Die vom Vorstand zugrundeliegenden Einschätzungen und getroffenen Annahmen im Hinblick auf die getroffenen Wertberichtigungen sind sachgerecht und liegen im Rahmen unserer Erwartungen.

3) Die Angaben der Genossenschaft zur Bewertung der Forderungen im Anhang sind unter dem Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den geltenden deutschen für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden am 28. März 2019 vom Genossenschaftlichen Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V, Neubrandenburg, der nach § 55 Abs. 1 GenG die genossenschaftliche Pflichtprüfung der Kaltenkirchener Bank eG durchführt, mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Abschlussprüfer der Kaltenkirchener Bank eG, Kaltenkirchen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Heinz Jürgen Schirduan.

 

Nürnberg, 24. Juni 2019

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Schirduan, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat von der Möglichkeit der Bildung eines separaten Prüfungsausschusses nach § 38 Abs. 1a GenG keinen Gebrauch gemacht. Die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben des Prüfungsausschusses werden bei uns vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Dienstleistungen werden ebenfalls vom Aufsichtsrat überwacht.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenskonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt.

Der vorliegende Jahresabschluss 2018 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftlichen Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems intensiv befasst.

In regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit den Themen Gesamtbanksteuerung, Kreditgeschäft, Investitionen, MaRisk, Outsourcing, Institutsvergütungsverordnung und Geldwäsche beschäftigt.

Der Genossenschaftliche Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat uns gegenüber die Unabhängigkeit der an der Abschlussprüfung beteiligten Mitarbeiter bestätigt.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Im Ergebnis hat sich der Aufsichtsrat hinreichend von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses überzeugt und damit dazu beigetragen, dass die Rechnungslegung ordnungsgemäß ist.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2018 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Folkers Krayenborg aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl ist zulässig. Da gemäß Satzung ein Drittel des Aufsichtsrates jährlich zu wählen ist stellt sich zudem Herr Dr. Peter Gramsch zur Wiederwahl.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Kaltenkirchen, 25. Juni 2019

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

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