Celonic Deutschland GmbH & Co. KG
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
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Glycotope Biotechnology GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach den Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft gilt nach den Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit dem Vorjahr nicht vergleichbar sind. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, abzüglich der Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Der aus einem Vertrag im Geschäftsjahr 2008 erworbene bzw. hergeleitete Firmenwert wurde aus dem Differenzbetrag zwischen Kaufpreis und bewertetem Anlagevermögen ermittelt. Die Nutzungsdauer des erworbenen Firmenwertes wurde auf fünfzehn Jahre festgelegt, da die voraussichtliche Nutzung der Produktionsverfahren fünfzehn Jahre beträgt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen drei und zwölf Jahren. Vermögensgegenstände mit Netto-Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, deren Netto-Einzelanschaffungskosten sich im Bereich von EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 bewegen, wurde ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, welcher jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben wird. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden Diagnostik-Testkits und Komponenten mit den Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten berücksichtigt wurden. Die Herstellungskosten umfassen gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Sofern die Werte der vorhandenen Bestände die zu erwartenden Erlöse abzüglich der noch anfallenden Kosten übersteigen, wird ausgehend von den Erlösen eine retrograde Bewertung vorgenommen, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wurde ggf. durch Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 3,89 % (Vj. 4,53 %) gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB verwendet. In dem versicherungsmathematischen Gutachten wurde eine zu erwartende Rentensteigerung von 1,75 % p. a. (Vj. 1,75 % p. a.) sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % berücksichtigt. Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen, abzüglich des Betrags, um den der Wertansatz des vorhandenen Deckungsvermögens aufgrund der Zeitwertbewertung nach neuem Recht dessen letzten Buchwert nach altem Recht übersteigt, eine Unterdotierung in Höhe von TEUR 26. Die Glycotope Biotechnology GmbH hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längst möglichen Zeitraum (15 Jahre) entschieden. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Betrag von TEUR 42 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Zum 31. Dezember 2015 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 15 (Vj. TEUR 17). Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit diesen Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen betrifft eine Rückdeckungsversicherung und wird mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 89. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in ausreichender Höhe. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Die Gesellschaft ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Glycotope GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - dort bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner 1 Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Zugangsbewertung erfolgt zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Alleingesellschafterin, die Glycotope GmbH, und resultieren in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 56) aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen, TEUR 421 aus erbrachten Leistungen sowie TEUR 2.114 (Vj. TEUR 475) aus dem Ausgleichsanspruch aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalrückstellungen (TEUR 460) sowie Rückstellung für ausstehende Rechnungen (TEUR 291). Darüber hinaus beinhaltet die Position Aufwendungen für den Rückbau einer im Geschäftsjahr angemieteten Produktionshalle in Höhe von TEUR 156 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Glycotope GmbH, Berlin, und resultieren in Höhe von TEUR 13.229 (Vj. TEUR 13.207) aus gewährten Darlehen einschließlich endfälliger Zinsen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 101 (Vj. TEUR 448) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 18) enthalten. Außerordentliche Aufwendungen Aus der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 1.707,00 (wie VJ). 5. Sonstiges Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen In Höhe von TEUR 1.159 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Mietverträge und Leasingverträge enden zwischen 2016 bis Ende 2021. Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt: Dr. Franzpeter Bracht (Geschäftsführer), Berlin Henner Kollenberg (Geschäftsführer), Berlin Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2015 durch die Gesellschaft keine Vergütung. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Umgerechnet in Vollzeit-Mitarbeiter sind das 88,5 Mitarbeiter. Ergebnisabführungsvertrag Aufgrund des am 1. Oktober 2008 mit Wirkung zum 17. April 2008 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Glycotope GmbH ist die Glycotope Biotechnology GmbH verpflichtet, ihre Gewinne an die Muttergesellschaft unter Beachtung von § 301 AktG abzuführen. Im Gegenzug ist die Organmutter dazu verpflichtet, einen entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen.
Heidelberg, 14. März 2016 Geschäftsführung Dr. Franzpeter Bracht Henner Kollenberg Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Glycotope Biotechnology GmbH (kurz: GTBT) ist eine im April 2008 gegründete 100%ige Tochter der Glycotope GmbH, Berlin, (kurz: GT). Das Unternehmen erwirtschaftet seine Umsätze in drei Geschäftsbereichen mit der Gesellschafterin GT sowie externen Kunden: 1. Biotechnologische Produktion 2. Analytische Dienstleistung 3. Diagnostika-Produktion und -durchführung. Basierend auf einer guten externen Auftragslage in der Biotechnologieproduktion, wurde zusammen mit dem Vertrieb der eigenen Diagnostika ein Gesamtumsatz von insgesamt über EUR 9,1 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.) erzielt. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2015 einen Verlust in Höhe von TEUR -2.114 (VJ: TEUR -475) vor Übernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft aus. Die Umsatzerlöse der GTBT werden bis 2017 weiter steigen und das Unternehmen wird sich weiter unabhängig von der Muttergesellschaft ausrichten. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1 Die deutsche Wirtschaft setzte gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr ihren Wachstumskurs mit einem Plus von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr fort. Das Wachstum liegt damit über dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahre. Innerhalb der Eurozone, die ein Wachstum von 1,6 zu verzeichnen hatte, liegt Deutschland über dem Durchschnitt.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt.
Für das Jahr 2016 wird für Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum auf vergleichbarem Niveau gerechnet. Perspektivisch gibt es besonders für das produzierende Gewerbe positive Signale. EU-weit rechnet die EU Kommission mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 %. Der Bedarf an Lohnherstellern pharmazeutischer, biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe ist nach wie vor vorhanden und durch die deutlich verbesserte Finanzsituation vieler Biotechnologieunternehmen von steigender Nachfrage gekennzeichnet. Ein Alleinstellungsmerkmal der GTBT liegt in der biotechnologischen Produktion für die klinische Prüfung. In dieser Nische ist die Glycotope Biotechnology GmbH international sehr gut positioniert, was zu einem deutlichen Anstieg externer Aufträge von Biotech-Unternehmen geführt hat. Geschäftsverlauf Die biotechnologische Produktion sank planmäßig im Jahr 2015, verzeichnete aber einen deutlichen Anstieg an externen Aufträgen und führte zu Umsatzerlösen von ca. EUR 7,4 Mio. (VJ: EUR 8,0 Mio.). Der Bereich "Analytische Dienstleistung" umfasst die Proteinanalytik und Analyse von Host Cell-Kontaminationen. In 2015 betrug der Umsatz in diesem Geschäftsfeld ca. EUR 0,6 Mio. (VJ: EUR 1,5 Mio.). Parallel dazu verzeichnete die Diagnostik-Einheit Umsätze i. H. v. EUR 1,1 Mio. (VJ: EUR 1,2 Mio.). Die Bereiche "Analytische Dienstleistung" und "Diagnostik" wurden neu gegliedert und sind daher nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Im Geschäftsjahr 2015 wurde in allen drei Bereichen zusammen ein Gesamtumsatz von insgesamt über EUR 9,1 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.) erzielt und ein Verlust in Höhe von TEUR -2.144 (VJ: TEUR -475) vor Ergebnisübernahme erwirtschaftet. Davon entfielen 63 % auf Leistung für Dritte (VJ: 25 %). Der EBITDA beträgt EUR -0,3 Mio. (VJ: EUR 1,4 Mio.). Produktion/Dienstleistung/Qualitätsmanagement Die Produktion unterliegt strengsten Qualitätskriterien. Produktionsabläufe und Produktqualitäten werden mit den entsprechenden Maßnahmen nach den Kriterien des Arzneimittelgesetzes und der ISO 9001:2000-Norm kontinuierlich verbessert und optimiert. Mehrere Audits wurden erfolgreich abgeschlossen. Beschaffung Die Bestände wurden erneut dem Produktionsvolumen angepasst. Im Zusammenhang mit den GMP-Vorschriften wurden die notwendigen Audits bei Zulieferern durchgeführt. Investitionen Sachanlagen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 562 in Sachanlagen investiert. Hierbei handelt es sich i. W. um Produktionserweiterungen. Informations-Technologie Nach der SAP Einführung wurde am Standort Heidelberg in 2015 nur moderat in die IT investiert. Marketing & Sales Der Bestand an Aufträgen in der Biotechnologischen Produktion von Drittkunden hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Vermögens-, Finanz-, Ertragslage Ertragslage
Die Geschäftsjahresziele für 2015 wurden in vollem Umfang erreicht. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse von EUR 9,1 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.) erwirtschaftet. Der Rückgang resultiert zum größten Teil aus einer geringeren Auslastung bei analytischen Dienstleistungen. Davon entfielen 63 % auf Leistung für Dritte (VJ: 25 %). In 2015 wurden etwa 27 % der Umsatzerlöse für Material bzw. Fremdleistungen aufgewendet (VJ: 28 %). Die leicht gesunkenen Materialkosten gehen auf einen höheren Anteil an Qualifizierungs- und Validierungsarbeiten in den Aufträgen zurück. Der Personalaufwand ist mit TEUR 4.488 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (TEUR 4.492). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere aufgrund von geringeren Weiterbelastungen im Glycotope-Verbund um TEUR 1.287 auf TEUR 3.643 verringert. Die übrigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere aufgrund von geringeren Weiterbelastungen im Glycotope-Verbund um TEUR 1.303 auf TEUR 1.400 verringert. Das Jahresergebnis beträgt vor Ergebnisabführung TEUR -2.114 (VJ: TEUR -475) und ist im Wesentlichen geprägt durch den Rückgang von Umsatzerlösen bei gleichzeitig gestiegenen Personalkosten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und Ergebnisabführung liegt bei TEUR -241 (VJ: TEUR 1.397). Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag EUR 16,0 Mio. (VJ: EUR 14,6 Mio.) und hat sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Vorräte und Forderungen erhöht. Der Anstieg der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus der Zunahme des Drittgeschäftes und ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 (VJ: TEUR 25). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen betreffen im Wesentlichen durch die Glycotope GmbH ausgereichte Darlehen (EUR 13,2 Mio., VJ: EUR 0,0 Mio.). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die Umgliederung der Darlehensverbindlichkeiten von den lang- in die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf Grund von Ergänzungsverträgen, nach denen die Darlehen jeweils zum Quartalsende kündbar sind, gestiegen. Finanzlage
Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist geprägt durch die Abschreibungen im GJ (TEUR 1.183) sowie den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.091. Die Entwicklung des Cashflow aus Investitionstätigkeit basiert auf abschließenden Investitionen im Zuge des Ausbaus der Produktionskapazität. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beruht auf der Tilgung von Zinsverbindlichkeiten aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft. Im Berichtsjahr konnte die GTBT sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Es werden keine Engpässe in der Liquidität erwartet. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiter des Unternehmens zeichnen sich durch ihre hohe fachliche Kompetenz aus. Im Berichtsjahr lag der Personalbestand im Durchschnitt bei 88,5 Mitarbeitern (2014 bei 86,0 Mitarbeitern). Umwelt Der Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie die Sicherheit von Mitarbeitern und Mitbürgern sind Grundphilosophien unseres Unternehmens. Gesamtaussage Das Wirtschaftsjahr 2015 stand im Zeichen der Akquisition von externen Produktionsaufträgen für die biotechnologische Produktion. Der Umsatz bewegte sich unter dem Niveau des Vorjahres und entsprach im Wesentlichen der Planung von EUR 9,3 Mio. C. Nachtragsbericht Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. D. Risikobericht / Chancenbericht Risikoüberwachungssystem Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts ist das Berichtswesen ein zentrales Element. Es werden Quartalsberichte erstellt und analysiert, so dass die Geschäftsführung davon überzeugt ist, dass Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, rechtzeitig erkannt werden. Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen im Zweifelsfall auf eine umfassende Beratung externer Fachleute. Maßnahmen und regelmäßige Audits zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltschutzrisiken. Unser aufwendiges Qualitätsmanagementsystem wird kontinuierlich von externer Seite betreut und optimiert. Risiken aus Änderungen von rechtlichen Regelungen durch neue Gesetze oder eine veränderte Rechtsprechung werden überwacht. Folgende Bereiche (u. a.) werden sehr intensiv überwacht, um wesentliche Risiken so gering wie möglich zu halten: Einhaltung der SOPs in den Reinräumen, Konstanz der Temperatur der Produktions- und Lagerstätten, Qualität und Lieferbarkeit der eingesetzten Materialien sowie Überwachung von Mindesthaltbarkeitsdaten. Ausfallrisiko für Forderungen Um das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen so gering wie möglich zu halten, wurde ein Monitoring für ausstehende Zahlungen implementiert. Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt unter dem üblichen Geschäftsrisiko, da die Forderungen zu einem großen Teil gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die Buchhaltung überprüft regelmäßig die Offene-Posten-Listen und versendet ggfs. Mahnungen. Bei größeren Aufträgen erfolgt die Absicherung durch Abschluss eines Vertrags und die Vereinbarung von Teilzahlungen synchron zum Auftragsfortschritt. Liquiditätsrisiko Die Liquidität der verbundenen Gesellschaften wird regelmäßig anhand eines für diesen Zweck initiierten Reports überprüft. Zudem umfasst die Budgetplanung mit dem Planungshorizont von drei Jahren eine integrierte Cash-Flow-Planung, die als Forecast fungiert. Mit der Ausrichtung der GTBT auf unabhängig von der Muttergesellschaft akquirierte Umsatzerlöse ist für die Fortführung der Gesellschaft die Finanzierung durch die Muttergesellschaft zurückgegangen. Mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft ist das Liquiditätsrisiko beschränkt auf das bestehende Gesellschafterdarlehen. Schadens- und Haftungsrisiken Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die finanzielle Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen soweit möglich ausschließen sollen. Der Umfang der Versicherung wird regelmäßig überprüft. Produktion und Beschaffung Die Produktion erfolgt in insgesamt vier voneinander unabhängigen Suiten. Die Verfügbarkeit aller technischen Geräte für die Produktion, die Prüfung der Produkte im Haus und die Lieferbarkeit von Rohstoffen ist sichergestellt. Auf den für die Glycotope Biotechnology relevanten Rohstoffmärkten existieren keine Monopole, für alle zentralen Rohstoffe gibt es Verträge mit Lieferanten. Gesamtaussage Risiko Der Fortbestand der Gesellschaft ist nicht gefährdet. Chancen Die Attraktivität liegt in der Größe der Gesellschaft, dadurch kann für verschiedene Kunden die Lohnherstellung von Studienmedikationen erfolgen oder es können Herstellungskapazitäten (sog. Suiten) bereitgestellt werden. Dieser Bereich wird weiter wachsen. E. Prognosebericht Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist ebenso wie die Branchenentwicklung für die Glycotope Biotechnology GmbH von zentraler Bedeutung. Die Geschäftsführung der GTBT rechnet damit, dass das Unternehmen sich positiv entwickeln wird. Durch verstärkte Akquisitionsbemühungen werden sich die externen Umsätze in der biotechnologischen Produktion wie im Geschäftsjahr 2015 weiter steigern lassen und für eine weitere wirtschaftliche Unabhängigkeit von der Muttergesellschaft beitragen. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung für das Jahr 2016 mit einem deutlich niedrigeren Jahresfehlbetrag und einem ausgeglichenen Ergebnis im Jahr darauf.
Heidelberg, 14. März 2016 Geschäftsführung Dr. Franzpeter Bracht Henner Kollenberg Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Glycotope Biotechnology GmbH, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 14. März 2016 KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Strom, Wirtschaftsprüfer Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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