Beteiligungsgesellschaften
Baumann Recycling GmbH
Am Rödertor 7, 97499 Donnersdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Köhler seit 9.5.2019 | Prokura |
Sandra Mantel seit 9.5.2019 | Prokura |
Marc-Peter Möhring seit 24.10.2016 | Geschäftsführer |
Franz Mantel seit 23.1.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.33% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baumann Recycling GmbHDonnersdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Handelsregister Amtsgericht Schweinfurt, HRB 242Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Baumann Recycling GmbH, DonnersdorfI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Baumann Recycling GmbH recycelt Flaschenverschlüsse aus Aluminium und Kunststoff. Die PE, PP und Aluminiumgranulate werden der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie angeboten. Seit der Firmengründung im Jahre 1977 hat sich das Unternehmen zu einem der renommiertesten Betriebe in der Branche entwickelt. Durch die ständige Weiterentwicklung unserer Anlagen ist es uns möglich ressourcenschonend, wirtschaftlich und umweltgerecht zu produzieren. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten aus der Getränkeindustrie und unseren Kunden aus der Metall- und Kunststoffindustrie ist für uns oberstes Gebot. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte (Quelle: Statistisches Bundesamt Deutsche Wirtschaft, Pressestelle). Mit ihrem breit gefächerten Produktions- und Dienstleistungsspektrum nimmt die Entsorgungswirtschaft, eine Schlüsselrolle für die vor uns liegenden Zukunftsaufgaben ein. Der Beitrag dieser Branche zum Klimaschutz, zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Umsetzung der Energiewende, resultiert dabei im Wesentlichen aus der Substitution von Primärrohstoffen, der stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen und Wertstoffen, sowie dem Einsatz von Sekundärrohstoffen. Möglich werden diese Leistungen durch hohe Investitionen in die Verbesserung der Standards und eine spezialisierte Arbeitsteilung auf allen Stufen der Wertschöpfung. Mehr als 400 Millionen Tonnen unterschiedlichster Abfälle und Wertstoffe werden von den Unternehmen der Kreislaufwirtschaft pro Jahr umweltgerecht behandelt, verwertet, entsorgt oder als Sekundärrohstoffe in die industriellen Stoffkreisläufe zurückgeführt. Wichtige Voraussetzung dafür ist die Spezialisierung der einzelnen Unternehmen, um mit innovativen Techniken der Verknappung verschiedener Primärrohstoffe entgegenzuwirken. Ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Unternehmen ist die Entwicklung des Dieselpreises. Neben der Abholung der Verschlüsse und Belieferung unserer Kunden mit unseren neun Lkws führen wir ebenfalls Transportaufträge für andere Unternehmen aus. Im vergangenen Jahr hat sich der Dieselpreis wie folgt entwickelt:
(Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.) 2. Geschäftsverlauf a) Allgemein Die Entwicklung des Unternehmens im Kalenderjahr 2023 kann weiterhin als positiv bezeichnet werden. Die Baumann Recycling GmbH sieht sich mit ihrem Produktportfolio gut aufgestellt. Zudem bieten sich mittel- und langfristig weitere Wachstumschancen durch den weiteren Ausbau des Produktportfolios und Innovationen. Der Verkauf der Produkte unserer Gesellschaft findet über den Direktvertrieb statt. Ebenso haben wir ständigen persönlichen Kontakt zu unseren Lieferanten der Verschlusskapseln. Wir bieten unseren Kunden folgende Produkte an: • Polyethylen Granulate • Polypropylen Granulate • Aluminium Aluminium wird an der Börse gehandelt und unterliegt somit starken Schwankungen. Unsere Preise sind den Börsenschwankungen ausgesetzt und deshalb sind wir gezwungen, die Aluminium-Verkaufspreise an die Entwicklungen der Börse anzupassen. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass trotz der schwierigen Finanzmarktlage, der politischen Unzufriedenheit und des Kriegs in der Ukraine, der Umsatz identisch zum Vorjahr sein soll. • Bestehende Kundenkontakte pflegen • Anwerbung von Neukunden • Neue Lieferanten gewinnen • Internetauftritt erweitern • Auftritt in den sozialen Medien • Kundenbesuche intensivieren • Transportbereich erweitern • Zusätzliche Fahrer einstellen • Einstellung von Auszubildenden • Mitarbeiter-Schulungen • Verkauf unserer Produkte ins Ausland Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden verlief auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich. Wie in den vergangenen Jahren stützte sich die Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf qualitativ hochwertige Produkte, hohe Lieferbereitschaft und Flexibilität. Die Geschäftspolitik unseres Unternehmens, die auf Wachstum ausgelegt ist, hat sich im Geschäftsjahr 2023 in den Absatzmärkten Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen und den Niederlanden auch bei zunehmendem Wettbewerb sehr gut behauptet und weiterentwickelt. Kunststoffe sind nicht nur vielfältig einsetzbar, sondern auch nach dem Gebrauch in hohem Maße zur Wiederverwertung geeignet. Recycling von Kunststoffen ist umweltschonend und mit 99 % Wiederverwertung liegt Deutschland im internationalen Vergleich weit vorne. b) Umsatzentwicklung Der Umsatz im Jahr 2023 betrug TEUR 15.793. Im Jahr 2022 konnten wir einen Umsatz von TEUR 22.428 verzeichnen. Somit ist der Umsatz gesunken, jedoch war das Jahr 2022 ein herausragendes Jahr, mit einer hohen Nachfrage. Diese Umsätze werden auch im Jahr 2024 nicht wieder erreicht werden. c) Beschaffung Die in den vergangenen Jahren mit den Hauptlieferanten unseres Unternehmens praktizierte Zusammenarbeit wurde in 2023 fortgesetzt. Die für unsere Produktion notwendigen Flaschenverschlüsse stehen auch für das Jahr 2024 in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 sind mit den wesentlichen Lieferanten Abnahmevereinbarungen bezogen auf die Verbrauchsmenge geschlossen worden. d) Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Wesentliche wichtige Vorgänge waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Die Baumann Recycling GmbH hatte im Geschäftsjahr 2023 einen geringeren Jahresüberschuss als im Vorjahr. Das Jahresergebnis 2023 beträgt TEUR 1.332,0 (Vorjahr: TEUR 2.725,5). Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -6.634,6 vermindert. b) Vermögens- und Finanzlage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 720,5 auf TEUR 10.916,5 veringert. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens (Anlagevermögen) am Gesamtvermögen hat sich von 56,5 % in 2022 auf 56,5 % in 2023 nicht verändert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 89,5 % (Vorjahr: 85,4 %). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr stabil zu bezeichnen. c) Investitionen An Maschinen und Geräten wurden Ergänzungsinvestitionen vorgenommen. Eine weitere Photovoltaikanlage wurde auf das Bürogebäude und das Hallendach installiert. Alle LKW's wurden mit neuen Tablets ausgestattet, um für die Fahrer eine einfachere Bedienung und bessere Navigationsdaten sicher zu stellen. Auf dem Betriebsgelände wurde mit dem Neubau zweier Hallen begonnen. Ferner wurde im Fuhrpark ein neues Personenfahrzeug angeschafft, ein Lastkraftwagen durch einen Neuen ersetzt und weitere Container, für den Transport der Verschlüsse, wurden angeschafft. d) Finanzierungsmaßnahmen Wie bereits schon in den vergangenen Jahren werden wir auch in 2024 bemüht sein alle zukünftigen Investitionen durch unseren positiven Cash-Flow zu finanzieren. Der Kapitalbedarf der Gesellschaft wird durch ausreichende Eigenmittel und Kreditlinien bei den Hausbanken sichergestellt. e) Liquiditätslage Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist gut. Die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. Es sind keine Engpässe zu erwarten. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Allgemein Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, Materialaufwandsquote und das Jahresergebnis heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Diese Kennzahlen zeigen einen Rückgang. Die wirtschaftliche Lage kann dennoch insgesamt als gut bezeichnet werden. b) Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt waren einschließlich der beiden Geschäftsführer 26 Mitarbeiter (Vorjahr: 28) beschäftigt. Für die Mitarbeiter der Baumann Recycling GmbH wurden die Schulungsmaßnahmen intensiv fortgesetzt, um den Bedürfnissen des Marktes, was die Aussagefähigkeit über unsere Produkte und deren Einsatzmöglichkeit angeht, Rechnung tragen zu können. Wir sind stets bemüht, unseren Personalstamm zu erweitern. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir die Einstellung weiterer Mitarbeiter. c) Umweltschutz Unsere Tätigkeit in der Recyclingbranche setzt ein hohes Maß an Umweltbewusstsein voraus. Durch unser umwelt- und energieschonendes Recycling sind wir in der Lage, der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie qualitativ hochwertige Produkte anbieten zu können. Die Qualität unserer Arbeit ist durch die Zertifikate des BSi und des Umweltpakt Bayerns u. a. nachgewiesen. Die ISO 14001 Zertifizierung haben wir ebenfalls erhalten. Aktuell werden bei uns alle Vorbereitungen getroffen, dass wir die Zertifizierung ISO 50001 bekommen werden. Zudem setzen wir bei der Wärme- und Stromgewinnung auf erneuerbare Energien. Zum einen mit unserer Investition in Fernwärme und zum anderen durch die bestehende Photovoltaikanlagen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Konjunktur-Prognosen für Deutschland werden optimistischer. "Es entsteht gerade neue Hoffnung", sagt etwa Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die Zeichen für eine Erholung mehren sich. Im Juni haben alle führenden Konjunktur-Institute ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum angehoben. Gründe sind wachsende Realeinkommen und Exporte sowie die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die deutsche Wirtschaft war durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen worden. Die hohen Energiepreise trieben in Deutschland die Inflation in die Höhe. Hinzu kam die Schwäche der Weltwirtschaft, Chinas und damit der deutschen Exporte. Hier ist zuletzt Besserung zu verzeichnen. Doch die Verwerfungen gehen über die Konjunktur hinaus. Deutschlands Geschäftsmodell als Exportland mit günstiger Energie aus Russland und starken Absatzmärkten in China steht infrage. Das Recycling von Abfällen, hat in Deutschland, vor dem Hintergrund der abfallwirtschaftlichen Zielhierarchie aus dem Kreislaufwirtschaft Gesetz und der immer größer werdenden Nachfrage nach Sekundärrohstoffen, auf den nationalen und internationalen Märkten, bereits einen hohen Stellenwert erlangt. Für das Geschäftsjahr 2024 werden die Vertriebsaktivitäten, was den deutschen Markt angeht, mit der gleichen Intensität wie in 2023 fortgesetzt. Wir setzen weiterhin auf eine sowohl enge und intensive Kundenbeziehung als auch auf eine intensive Lieferantenbeziehung. Mit diesen Maßnahmen sichern wir unseren Rohstoffeinkauf. Mit allen Kunden, insbesondere mit unseren Großkunden, bestehen vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Weiterhin werden wir unseren Fuhrpark erneuern und ausbauen. Durch die persönliche Anlieferung bzw. Abholung der Produkte, stehen wir im engen Kontakt mit Kunden und Lieferanten. Das Ergebnis der Gesellschaft wird sich entsprechend der Umsatzentwicklung erhöhen. Der Einkaufspreis der Kunststoffverschlüsse und Aluminiumverschlüsse unterliegt dieses Jahr starken Schwankungen. Die Preise für Kunststoffe und Aluminium kommen aus der letztjährigen Talfahrt, wieder langsam nach oben. Auf der Kunststoffseite besteht das Problem, dass zu wenig Material am Markt existiert und dadurch die Recyclingware eine enorme Nachfrage hat. Durch ständige Schulungen unserer Mitarbeiter und die bereits erlangten und angestrebten Zertifizierungen, können wir auch weiterhin hochwertige Produkte anbieten. 1. Risikobericht a) Allgemein Die Baumann Recycling GmbH ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dieses unternehmerische Handeln besteht unter anderem in der Erschließung und Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Unternehmerische Chancen werden einerseits im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses und andererseits im Rahmen der laufenden fortentwickelten Unternehmensstrategie berücksichtigt. Der Wettbewerbsdruck nimmt zu. Im Transportbereich rechnen wir mit steigenden Fuhrparkkosten, durch die stetig steigenden Dieselpreise. Als Basis für den nachhaltigen Geschäftserfolg gilt es, verantwortungsvoll mit Risiken umzugehen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, sowie Hinweise auf anderen wesentlichen Risiken, die die künftige Entwicklung beeinträchtigen oder eine Gefährdung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben könnten, bestehen nicht. b) Branchenspezifische Risiken Dem Risiko des Ausfalls von Lieferanten begegnen wir mit ständiger Suche nach neuen Kontakten. Im Jahr 2024 sind auch wieder intensive Besuche von Messen geplant. Unser Umsatzziel für 2024 wird leicht höher ausfallen, als im Jahr 2023. Bestandsgefährdende Risiken aus den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Entwicklung und Umweltschutz sind nicht erkennbar. Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken werden über das System der Qualitätssicherung begrenzt. Zusätzlich reduzieren Versicherungen die finanziellen Folgen eventueller Schäden. c) Ertragsorientierte Risiken Wir gehen davon aus, dass die leistungswirtschaftlichen Risiken im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr gleichbleiben und dass wir die Marktanteile halten können. d) Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. 3. Chancenbericht Die Entwicklung des Unternehmens im Kalenderjahr 2023 und im Folgejahr kann als positiv bezeichnet werden. Wir sehen uns mit unserem Produktportfolio gut aufgestellt. Zudem bieten sich mittel- und langfristig weitere Wachstumschancen durch den weiteren Ausbau des Produktportfolios und weitere Innovationen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. 4. Gesamtbeurteilung Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Der Auftragseingang und die Auftragslage haben sich trotz des Ukraine Kriegs und der unzufriedenen politischen Gesamtsituation gut entwickelt und sind wieder stabil. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht bekannt. IV. Sonstige Angaben 1. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassung. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023Baumann Recycling GmbH, Am Rödertor 7, 97499 DonnersdorfHandelsregister: Amtsgericht Schweinfurt, Nr. HRB 242 I. Allgemeine Angaben Die Baumann Recycling GmbH Donnersdorf hat ihren Firmensitz in Donnersdorf und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Schweinfurt unter der Register-Nr. HRB 242 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB - ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten - sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter Beibehaltung der Form der Darstellung, insbesondere Gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird insoweit Gebrauch gemacht als im Folgenden keine gesonderten Angaben gemacht werden. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte nach vollständiger Ergebnisverwendung. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 beibehalten worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig Abschreibungen vorgenommen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Waren werden einzeln zu Einstandspreisen einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. niedrigeren Tagespreisen des Bilanzstichtages unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Vorräte sind verlustfrei bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen ausgewiesen. Für erkennbare Risiken wurden ggf. Einzelwertberichtigungen gebildet. Allgemeine Ausfall-, Skontier-, Mahn- und Zinsrisiken wurden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Die übrigen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und den zu erwartenden Ausgaben entspricht. Die Bewertung basiert überwiegend auf der Grundlage von Einzelnachweisen bzw. Erfahrungswerten. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen. Die Verbindlichkeiten sind zum Nennwert bzw. zum höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Laufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 361,9 (Vorjahr: TEUR 149,2) haben TEUR 286,5 (Vorjahr: TEUR 68,5) eine Laufzeit von unter einem Jahr, TEUR 24,0 (Vorjahr: TEUR 24,0) eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren und TEUR 51,5 (Vorjahr: TEUR 56,7) eine Laufzeit von über 5 Jahren. Hiervon besteht ein Darlehen gegenüber einem Geschäftsführer in Höhe von TEUR 81,5 (Vorjahr: EUR 86,7). Das Darlehen wird monatlich mit EUR 500,00 zurückgezahlt und mit 0,9 % p.a. verzinst. Davon haben TEUR 6,0 (Vorjahr: TEUR 6,0) eine Laufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 24,0 (Vorjahr: TEUR 24,0) von 2 bis 5 Jahren und TEUR 51,5 (Vorjahr: TEUR 56,7) von über 5 Jahren. 3. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital von EUR 30.000,00 wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen u.a. auf Personalverpflichtungen mit TEUR 26,4 (Vorjahr: TEUR 28,4) und auf ausstehende Kostenbelastungen mit TEUR 42,5 (Vorjahr: TEUR 42,0). Rückstellung für drohende Verluste wurden nicht gebildet. 5. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 85,0 (Vorjahr: TEUR 85,0). 6. Latente Steuern Zur Ermittlung passiver latenter Steuern werden die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzposten ermittelt. Die latenten Steuern werden auf der Basis eines Steuersatzes von 27 % ermittelt. Die passiven latenten Steuern sind um TEUR -23,0 auf TEUR 177,6 (Vorjahr: TEUR 200,6) gefallen. Diese beinhalten eine Photovoltaikanlage, Anlagen und Maschinen und Lastkraftwagen. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Aus den zum 31. Dezember 2023 bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 23). Haftungsverhältnisse bestehen nicht. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Gemäß § 265 Abs. 2 HGB werden in der Gewinn- und Verlustrechnung zu jedem Posten der entsprechende Vorjahreswert gegenübergestellt. 1. Aufgliederung der Umsatzlöse Es werden die Erleichterungsvorschriften § 288 Abs. 2 in Verbindung mit § 285 Nr. 4 HGB in Anspruch genommen. 2. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen Nennenswerte periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren im Jahr 2023 nicht zu verzeichnen. 3. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Weitere Erträge und Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung waren im Geschäftsjahr nicht vorhanden. V. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer:
Die Geschäftsführer sind nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 2. Aufstellungserleichterungen Von der Erleichterung gemäß § 286 Abs. 4 in Verbindung mit § 285 Nr. 9 a HGB wird Gebrauch gemacht. 3. Personalentwicklung Die Zahl der durchschnittlich bei der Gesellschaft Beschäftigten hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
VI. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Wesentliche Änderungen und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist bislang nicht zu erkennen. VII. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.332.035,96 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vom Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.660.847,77 soll ein Betrag in Höhe von EUR 1.500.000,00 (Vorjahr: EUR 1.500.000,00) ausgeschüttet werden. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Donnersdorf, den 24. Juli 2024 gez. Franz Mantel, Geschäftsführer Marc-Peter Möhring, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baumann Recycling GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baumann Recycling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baumann Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. [Beschreibung des Prüfungsurteils zum Lagebericht] Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weikersheim, den 24. Juli 2024 RSB
Treuhand GmbH
gez. Peter Rösch, Wirtschaftsprüfer |
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