Kontron Solar GmbHLiquidiert

87700 Memmingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 8226
Vorher
STECA Batterieladesysteme und Präzisionselektronik GmbHSteca Elektronik GmbHKATEK Memmingen GmbH
Eingetragen
12.5.1977
Branche
Herstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von elektronischen Baugruppen und Komplettsystemen

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Martin Dr. Rausch
seit 7.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.167.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KATEK Memmingen GmbH

Memmingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der KATEK Memmingen GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der KATEK Memmingen GmbH, Memmingen (Amtsgericht Memmingen, HRB 8226), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren vorgenommen.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Die angenommene Nutzungsdauer stützt sich im Wesentlichen auf den Kundenstamm.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 20 Jahren.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit ihren Nennwerten mit den Anschaffungs-Herstellungskosten angesetzt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die Bestimmung der beizulegenden Werte der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt auf Basis der Planung. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch entsprechende Gemeinkosten zuzüglich Verwaltungsgemeinkosten angesetzt werden.

Grundlage für die Bewertung der Waren bilden die Anschaffungskosten. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für sämtliche Forderungen, für welche das Ausfallrisiko nicht an Dritte übertragen wurde, werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderungen gebildet.

Liquide Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung umfasst den Betrag, der dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dient. Ausgewiesen wird der mit der Pensionsrückstellung saldierte Betrag.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist vollständig einbezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach der "Projected Unit Credit-Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von keinen jährlichen Anpassungen bei den Entgelten und von 0,00 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,79 % (10-Jahres-Durschnitt).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 8 (Unterschiedsbetrag).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt als Barwert nach der Projected Unit Credit Methode der künftigen Jubiläumszuwendungen am Schluss des Wirtschaftsjahres, wobei die Zuwendung ratierlich über die Jahre der Unternehmenszugehörigkeit angesammelt wird. Die Abzinsung erfolgt mit einem Rechnungszinsfuß für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren (1,45 %). Hierbei wird eine jährliche Fluktuationsrate von 3,00 % unterstellt.

Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten sind vollständig durch Wertpapiere gesichert, die bei der Zürich Deutscher Herold Lebensversicherung AG, Bonn, sowie der Zweigniederlassung der Standard Life Assurance Limited, Edinburgh/Schottland, treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Lebensarbeitszeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Langzeitarbeitszeitkonten dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Steuerschuld gebildet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Sofern sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, können aus den daraus resultierenden Steuerentlastungen aktive latente Steuern angesetzt werden.

Im Fall von sich daraus ergebenden späteren Steuerbelastungen sind passive latente Steuern anzusetzen.

Aktive und passive latente Steuern können saldiert ausgewiesen werden. Für einen aktiven Überhang besteht ein Ansatzwahlrecht. Von diesem Wahlrecht wurde Gebrauch gemacht und auf einen Ansatz verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs (siehe Anlage).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf bestehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem Jahr wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 0) und eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von TEUR 181 (im Vorjahr: TEUR 44) vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 148 (im Vorjahr: TEUR 167) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Im aktuellen Jahr bestehen keine Forderungen aus der Darlehensgewährung, im Vorjahr betrugen diese TEUR 2.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner ein Jahr.

3. Kassenbestand, Bundesguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2022
TEUR
Verpflichtung aus Lebensarbeitszeitkonten 110
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 110
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 118
31.12.2022
TEUR
Verpflichtung aus Pensionszusagen 249
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 425
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 176
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 349

5. Eigenkapital

Aus der Gegenüberstellung der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstelle von sieben Jahren ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Des Weiteren überschreitet der Zeitwert des Deckungsvermögens die Anschaffungskosten um TEUR 76, womit eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB besteht.

Aus dem Bilanzgewinn stehen somit für Ausschüttungszwecke nur TEUR 21.626 zur Verfügung.

6. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit den entsprechenden Deckungsvermögen saldiert. Anschaffungskosten und Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens betragen TEUR 425. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 249.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.629), Garantieleistungen (TEUR 1.989) und ausstehende Rechnungen (TEUR 2.592).

8. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin eine Laufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vorjahr durch die sicherungsweise Übertragung des Eigentums an dem gesamten Warenlager, sowie eine Globalzession aller bestehenden und künftigen Forderungen samt Nebenrechten im Rahmen der Geschäftsverbindung gegenüber sämtlichen Kunden besichert. An Factoring Gesellschaften verkaufte Forderungen sind nicht von der Globalzession umfasst.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenüblichem Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Schulden aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 2.200 (im Vorjahr: TEUR 2.730). Zudem enthält der Posten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.862 (im Vorjahr: TEUR 2.032). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben eine Restlaufzeit bis zum 31. Dezember 2023.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.943 1.492
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.999 4.212
3.942 5.704

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Dritten lassen sich in 78,0% Inlandsumsätze (TEUR 127.313), Umsätze mit dem europäischen Ausland 16,2% (TEUR 26.461) und Drittländern 0,8% (TEUR 1.254) untergliedern.

Kundenstruktur TEUR %
Dritte 155.028 95,0
Verbundene Unternehmen 8.512 5,0
163.540 100,0

Der Umsatz von KATEK stieg gegenüber Vorjahr prozentual um 55%. Der Markt Solar & Energie erhöhte den Umsatz von EUR 51,9 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 104,9 Mio. Im Jahr 2022 und verzeichnete damit eine Umsatzsteigerung von 50,5 %. Der Markt Electronics & Cable erhöhte den Umsatz von EUR 47,7 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 58,7 Mio. Im Jahr 2022 und verzeichnete damit eine Umsatzsteigerung von 18,7 %.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in Höhe von TEUR 8.298 aus dem Verkauf der 100% Beteiligung der KATEK Düsseldorf GmbH sowie aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 403 (Vorjahr TEUR 253).

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 403 (im Vorjahr: TEUR 351) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von TEUR 839 (im Vorjahr: TEUR 52) enthalten.

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 56 (im Vorjahr: TEUR 48) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.470 (im Vorjahr: TEUR 240) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 14).

5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:

TEUR
Aufzinsung Pensionsrückstellung 6
Aufwendungen aus Deckungsvermögen 8
Erträge aus Deckungsvermögen -16
Zinsertrag -2

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 4 (im Vorjahr: TEUR 60) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 128 (im Vorjahr: TEUR 78) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 17 (im Vorjahr: TEUR 32) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

D. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahres Ergebnis
TEUR
KATEK Elektronik Bulgaria EOOD, Saedinenie/Bulgarien 100,00 9.434 1.097
Zamm GmbH, Memmingen 16,40 684 * 23 *

* Abschluss 2021

Die 100% Beteiligung der KATEK Düsseldorf GmbH wurde mit Vertrag vom 13.12.2022 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2022 an die KATEK Leipzig GmbH veräußert.

Die Franken Solar Romania S.R.L, Medias/Rumänien mit einer Beteiligungsquote von 12,50% wurde im Geschäftsjahr 2022 erfolgswirksam ausgebucht aufgrund von Liquidation.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Einkauf 16
Verwaltung 28
Vertrieb 29
Marketing 2
Forschung und Entwicklung 49
Logistik 54
Fertigung 216
Dienstleistung 12
406

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet als gesamtschuldnerischer Garantiegeber zusammen mit anderen Tochterunternehmen der Katek SE, München, im Rahmen eines Konsortialkreditvertrages über Kreditverbindlichkeiten zum Stichtag in Höhe von EUR 34 Mio. (bis zu Mio. 59 EUR möglich). Der Kreditvertrag enthält Vereinbarungen zur Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen (Covenants). Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zu erwartenden positiven weiteren Entwicklung wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Gegenüber der UniCredit Bulbank AD hat die Gesellschaft zu Gunsten der KATEK Elektronik Bulgaria EOOD eine harte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 0. Die Gesellschaft wird demnach ihr Tochterunternehmen finanziell in solchem Maß ausstatten, dass dieses in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bulbank AD zu erfüllen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaft, der zu erwartenden positiven weiteren Entwicklung und des geringen Saldos am Stichtag wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Zu Gunsten der KATEK Düsseldorf GmbH hat die Gesellschaft im Wege eines selbständigen Garantieversprechens gesamtschuldnerisch für alle Verbindlichkeiten und/oder Verpflichtungen der KATEK Düsseldorf GmbH aus oder im Zusammenhang mit einem zehnjährigen Rahmenvertrag gehaftet. Diese Verpflichtungen gingen im Januar 2023 auf die KATEK Leipzig GmbH über.

Ebenfalls bestand die Mithaftung in Höhe von TEUR 587 der KATEK Düsseldorf durch Finanzierungs- und Leasingverträge, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen wird.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen TEUR 7.065 (im Vorjahr: TEUR 7.018), aus Wartungsverträgen TEUR 304 (im Vorjahr: 182) sowie aus Betriebskostenzuschüssen TEUR 158 (im Vorjahr: TEUR 139). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 638 aus Dienstleistungsvereinbarungen.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Klauspeter Bader (CEO), Günzburg (bis 31.12.2022)

 

Hendrik Thiel (CEO), Eckental (ab 01.01.2023)

 

Axel Schulz (COO), Oberreichenbach

An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden TEUR 18 (Vorjahr TEUR 18) bezahlt. Für diese Personen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr TEUR 288) gebildet.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben entsprechend der Erleichterungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB.

5. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der KATEK SE, München. Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der PRIMEPULSE SE, München, einbezogen, welcher im (elektronischen) Bundesanzeiger offengelegt wird. Die PRIMEPULSE SE, München, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die KATEK SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Gemäß § 292 Abs. 2 Nr. 2 ist die KATEK Memmingen GmbH damit von der Erstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses befreit.

6. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der KATEK SE, München, in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten.

7. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag ergaben sich nicht.

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.571 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Memmingen, 28. April 2023

KATEK Memmingen GmbH

Geschäftsführung

Hendrik Thiel

Axel Schulz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

der KATEK Memmingen GmbH, Memmingen

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.705.013,38 279.057,29 0,00 0,00 3.984.070,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
4.705.013,38 279.057,29 0,00 0,00 4.984.070,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.109.057,32 0,00 0,00 0,00 2.109.057,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.764.222,21 266.892,26 0,00 104.215,32 12.926.899,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.950.361,77 988.335,10 3.551,51 57.345,29 10.884.903,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 805.562,50 799.437,40 -3.551,51 89.218,77 1.512.229,62
25.629.203,80 2.054.664,76 0,00 250.779,38 27.433.089,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 494.238,98 0,00 0,00 238.593,04 255.645,94
2. Beteiligungen 7.501,00 0,00 0,00 1,00 7.500,00
501.739,98 0,00 0,00 238.594,04 263.145,94
30.835.957,16 2.333.722,05 0,00 489.373,42 32.680.305,79
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.408.899,38 271.765,29 0,00 3.680.664,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 412.500,00 150.000,00 0,00 562.500,00
3.821.399,38 421.765,29 0,00 4.243.164,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.793.157,32 77.437,00 0,00 1.870.594,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.131.108,21 791.641,11 83.730,17 9.839.019,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.569.652,77 745.512,61 57.345,29 8.257.820,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
18.493.918,30 1.614.590,72 141.075,46 19.967.433,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
22.315.317,68 2.036.356,01 141.075,46 24.210.598,23
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 303.406,00 296.114,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 437.500,00 587.500,00
740.906,00 883.614,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 238.463,00 315.900,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.087.880,00 3.633.114,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.627.083,00 2.380.709,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.512.229,62 805.562,50
7.465.655,62 7.135.285,50
III. Finanzanlagen
0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.645,94 494.238,98
2. Beteiligungen 7.500,00 7.501,00
263.145,94 501.739,98
8.469.707,56 8.520.639,48

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KATEK Memmingen GmbH, Memmingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KATEK Memmingen GmbH, Memmingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KATEK Memmingen GmbH, Memmingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wr haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. April 2023

Grant Thornton AG
Wrtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Andrea Stoiber-Harant, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 303.406,00 296.114,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 437.500,00 587.500,00
740.906,00 883.614,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 238.463,00 315.900,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.087.880,00 3.633.114,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.627.083,00 2.380.709,00
4. Geleistete Anzahlunen und Anlagen im Bau 1.512.229,62 805.562,50
7.465.655,62 7.135.285,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.645,94 494.238,98
2. Beteiligungen 7.500,00 7.501,00
263.145,94 501.739,98
8.469.707,56 8.520.639,48
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.617.632,12 24.693.755,13
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.349.061,22 959.069,58
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.314.362,61 5.628.806,28
38.281.055,95 31.281.630,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.870.856,30 1.215.536,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 148.139,94 166.865,67
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.833.236,52 2.505.649,71
6.852.232,76 3.888.051,70
III. Kassenbestand, Bundesguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.434.718,36 7.336.274,00
52.568.007,07 42.505.956,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 184.641,96 150.813,66
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 175.064,66 127.470,77
61.397.421,25 51.304.880,60

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.167.000,00 4.167.000,00
II. Kapitalrücklage 21.819,00 21.819,00
III. Bilanzgewinn 21.709.831,84 9.138.714,86
25.898.650,84 13.327.533,86
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 623.802,97 443.320,45
2. Sonstige Rückstellungen 6.209.971,03 4.848.701,63
6.833.774,00 5.292.022,08
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 10.110.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.446.014,80 639.036,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.215.570,85 11.469.109,05
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.061.540,27 4.762.887,13
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.941.870,49 5.704.291,66
- davon aus Steuern: EUR 1.943.099,30 (Vorjahr: TEUR 1.492)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
28.664.996,41 32.685.324,66
61.397.421,25 51.304.880,60

Gewinn-und Verlustrechnung

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 163.540.257,22 105.205.019,61
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 981.867,06 687.461,97
Gesamtleistung 164.522.124,28 105.892.481,58
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.365.286,58 684.872,53
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 118.498.979,33 68.188.569,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 752.287,92 485.335,05
119.251.267,25 68.673.904,66
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 18.506.971,14 17.206.893,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: EUR 56.347,68 (Vorjahr: EUR 47.948,94) 3.591.679,60 3.450.509,31
22.098.650,74 20.657.402,54
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.036.356,01 1.973.710,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.063.874,15 11.598.916,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -1.469.689,42 (Vj. EUR -240.153,22)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.010,71 75.101,80
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.010,71 (Vorjahr: EUR 60.241,98)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 427.099,16 325.051,86
davon an verbundene Unternehmen: EUR -127.872,81 (Vorjahr: EUR -78.392,98)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 445.652,12 281.280,67
11. Ergebnis nach Steuern 12.568.522,14 3.142.189,99
12. Sonstige Steuern -2.594,84 -2.449,69
13. Jahresüberschuss 12.571.116,98 3.144.639,68
14. Gewinnvortrag 9.138.714,86 5.994.075,18
15. Bilanzgewinn 21.709.831,84 9.138.714,86

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der KATEK Memmingen GmbH, Memmingen

A. Grundlagen des Unternehmens

Die KATEK Memmingen GmbH (kurz: KATEK) entwickelt, produziert und vertreibt elektronische Baugruppen, Produkte und Komplettsysteme.

Diese werden zum einen in den Markt "Electronics & Cable" als Dienstleistung an Kunden aus den Segmenten Automotive, Consumer, Medizin und Industrie/Sonstige verkauft.

Zum anderen werden Produkte für die Solarelektronik (eigen-/fremdproduziert und -entwickelt) in den Markt "Solar & Energie" unter eigener Marke oder als OEM verkauft. Hierbei unterscheidet das Unternehmen zwischen den Segmenten Netzwechselrichter, Speicherwechselrichter, PV-Offgrid/Handelsware und PV-Offgrid/Eigenprodukte.

Die Risiken und Chancen der Gesellschaft sind eng mit der Entwicklung der Wirtschaftslage in den globalen Märkten für Electronics Manufacturing Services (EMS) und Solar Applications verbunden.

Die KATEK ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der KATEK SE, mit Sitz in München. Die Geschäftsaktivitäten der KATEK, ihrer Schwester- und Tochtergesellschaften bilden eine aufeinander aufbauende Leistungskette mit enger Zusammenarbeit in vielen Aspekten. Dabei entstehen wichtige Synergien und in Folge ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Zudem können durch die intensive Kooperation der Einheiten sehr umfangreiche Skaleneffekte, wie zum Beispiel im Einkauf, Marktbearbeitung und Produktion genutzt werden.

Die KATEK-Firmengruppe setzt sich organisatorisch aus der KATEK mit Sitz in Memmingen und der Tochtergesellschaften KATEK Elektronik Bulgaria EOOD (Bulgarien) mit einer Beteiligung von 100 % zusammen; eine Beteiligung von unter 20% besteht an der Zamm GmbH. Die Beteiligung an der KATEK Düsseldorf GmbH wurde mit Vertrag vom 13.12.2022 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2022 an die KATEK Leipzig GmbH veräußert.

B. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globalen Wachstumsaussichten haben sich im Jahr 2022 eingetrübt, die Risiken haben zugenommen und die Stimmung ist bei den Unternehmen und Konsumenten gesunken. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpfte in allen Regionen das Wachstum, trieb die Inflation und verstärkte Knappheiten in Einzelmärkten.

Als Konsequenz des Ukraine-Krieges sah sich besonders Europa Fragen in Zusammenhang mit der Sicherheit der Energieversorgung und den steigenden Energiepreisen konfrontiert. Gerade die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spürten die größten Auswirkungen, ihr Wachstum hat sich im Jahresverlauf stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt.

In ganz Europa kamen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Vor allem der Mangel an Vorprodukten, wie beispielsweise elektronische Bauteile (Schwerpunkt Halbleiter und Chips), und Supply Chain Störungen lähmten und verteuerten die Industrieproduktion, die sich erst zum Jahresende einer spürbar rückläufigen Nachfrage gegenübersah. Die Situation wurde zusätzlich durch den Ukraine-Krieg verschärft, was die Marktpreise an den Beschaffungsmärkten gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr weiter ansteigen ließ.

Eine Prognose zum Fortgang dieses Krieges ist zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich. Die in diesem Zusammenhang für die KATEK indirekt resultierenden Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen die Preisgestaltung, Produktionskosten, Investitionstätigkeiten und damit verbundene Finanzierungsbedingungen. Diese Entwicklungen werden vom Management der KAKTEK Group laufend überwacht, um etwaige Entwicklungen rechtzeitig antizipieren und reagieren zu können. Nichtsdestotrotz können auf diese weitere Verschärfungen der oben genannten Auswirkungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KATEK beeinflussen.

Im Gesamtjahr 2022 ist die Weltwirtschaft laut IWF um 3,2 % (im Vorjahr: +6,0 %) gewachsen. Für die Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein BIP Wachstum von 1,6 %, für China von 3,2 % verzeichnet. Die Eurozone weist für 2022 einen Anstieg des BIP um 3,1 % aus.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im gesamtwirtschaftlichen Kontext 2022 dank kräftiger Dynamik und stabilem Arbeitsmarkt bis zum Ende des Sommers robust gezeigt. Durch gestiegene Energiekosten und Inflation, die kräftigen Gegenwind für Industrie und Dienstleistungen und den privaten Konsum brachten, stand Deutschland im Winter vor einer Rezession, wie auch die USA und die gesamte Eurozone. Als Folge ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 nur um 1,5 % (im Vorjahr: +2,7 %) gewachsen. Die Industrie leidet seit längerem unter Verspannungen im Welthandel, die weitgehend auf die Corona-Pandemie zurückgingen und die exportabhängigen deutschen Unternehmen besonders stark belasteten. Nach einem Wachstum von 10,1 % in 2021 verlor der Welthandel bei seiner Erholung im Jahr 2022 an Schwung. Die Verlangsamung spiegelt im Wesentlichen den Rückgang des globalen Produktionswachstums wider.

Dennoch wuchs die europäische Branche für Electronic Manufacturing Services (EMS) von 2021 bis 2022 um 15 % auf über 50 Milliarden Euro laut der jährlichen Umfrageergebnisse, die von dem Marktforschungsunternehmen in4ma gesammelt und analysiert wurden.

Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Vorjahr konnte KATEK im Jahr 2022 den Umsatz um EUR 59 Mio. auf EUR 164 Mio. steigern und damit ein EBITDA von EUR 16,3 Mio. erzielen. Dieses Wachstum ist vor dem Hintergrund von Lieferengpässen im Halbleitermarkt als positiv zu bewerten. Somit war eine Steigerung des EBITDA von EUR 10,7 Mio. möglich. Das EBIT erreichte EUR 14,3 Mio. Die Prognose des Vorjahres mit einem Umsatzwachstum von min. 10% wurde erfüllt, der erwartete Rückgang des EBIT trat nicht ein. Der Geschäftsverlauf war insgesamt zufriedenstellend, insbesondere unter Würdigung der volatilen Situation auf den Beschaffungsmärkten. Der Umsatz von KATEK stieg gegenüber Vorjahr prozentual um 55%. Der Markt Solar & Energie erhöhte den Umsatz von EUR 51,9 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 104,9 Mio. Im Jahr 2022 und verzeichnete damit eine Umsatzsteigerung von 50,5 %. Der Markt Electronics & Cable erhöhte den Umsatz von EUR 47,7 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 58,7 Mio. Im Jahr 2022 und verzeichnete damit eine Umsatzsteigerung von 18,7 %.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Strategie der KATEK zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ab. Zur Steuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs sowie der Lage der Gesellschaft werden hauptsächlich folgende finanzielle Leistungsindikatoren verwendet.

Umsatzerlöse: Die Entwicklung der Umsatzerlöse wie im Jahresabschluss ausgewiesen ist eine bedeutsame Kennzahl für die Darstellung der Entwicklung des Geschäftsvolumens und somit des Umfangs der realisierten Kundenbedarfe.

EBIT: Das EBIT bezeichnet wie im Abschluss ausgewiesen den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Die Entwicklung des EBIT wird als bedeutsame Kennzahl zur Entwicklung der Rentabilität angesehen.

Ertragslage

Die Gesamtleistung am Standort Memmingen erhöhte sich von EUR 105,9 Mio. auf EUR 164,5 Mio. Durch die anhaltend hohe Nachfrage im Segment Solar & Energie wurden im Energiekrisen-Jahr die Umsatzerwartungen übererfüllt. Das Segment EMS hat durch seine starke Abhängigkeit zur Automobilbranche auch im zweiten Jahr in Folge auf Umsätze verzichten müssen. 78,0% des Umsatzes wurden im Inland erzielt, 16,2% im europäischen Ausland und 0,8% in Drittländern.

Die erbrachten Leistungen der Muttergesellschaft KATEK Memmingen GmbH an die bulgarische Tochtergesellschaft sind in Höhe von EUR 6,0 Mio. in den Erträgen enthalten.

Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. auf EUR 22,1 Mio. Die Personalkostenquote verringerte sich um 6,1% im Vorjahresvergleich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr EUR 18,1 Mio. Um Personalengpässe zu überbrücken, wurden EUR 2,6 Mio. für Leiharbeit aufgewendet.

Die Ausgaben im Bereich der EDV sind mit einer kleinen Verringerung weitgehendst gleichgeblieben.

In geringerem Umfang machten sich zudem die Mehrkosten der Vorratsbeschaffung im Zusammenhang mit der Materialkrise bemerkbar, welche erst teilweise mit Nachlauf und auf dem Verhandlungswege durch Preiserhöhungen beim Kunden kompensiert werden konnten.

Die Beratungskosten durch externe Dienstleister betrugen im Jahr 2022 EUR 3,7 Mio.

Im Berichtsjahr konnte ein EBIT von EUR 13,0 Mio. erwirtschaftet werden, somit EUR 9,4 Mio. mehr als im Vorjahreszeitraum.

In der Planung für 2022 rechnete die Gesellschaft mit einem Umsatz von EUR 117,0 Mio. und konnte diesen im aktuellen Jahr auf EUR 163,5 Mio. steigern. Auch die geplante Abschwächung des EBIT trat nicht ein, so dass mit dem aktuell erzielten EBIT von EUR 13,0 Mio. die Prognose deutlich übertroffen wurde. Gründe hierfür liegen im erfolgreichen Ausbau von Umsätzen bei Bestandskunden, internen Optimierungsmaßnahmen und im Einmaleffekt durch den Verkauf der Tochtergesellschaft KATEK Düsseldorf GmbH.

Vermögens- und Finanzlage

Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 7,4 Mio. Die Veränderungen waren im Wesentlichen auf Zugänge Betriebs- und Geschäftsausstattung (+EUR 0,2 Mio.) und die Erhöhung von Anlagen im Bau (+EUR 0,7 Mio.) und zugleich eine Verringerung bei Technischen Anlagen (-EUR 0,5 Mio.) und Einbauten in gemieteten Räumen (-EUR 0,1 Mio.) zurückzuführen.

Die Vorräte bauten sich im Berichtsjahr um EUR 7,0 Mio. auf, da durch Allokationsteile Baugruppen nicht gefertigt werden konnten. Das Restmaterial aus den Stücklisten lief somit dem Lager zu. Die liquiden Mittel vom 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 7,3 Mio. erhöhten sich minimal auf EUR 7,4 Mio. am Ende des Geschäftsjahres 2022.

Zur Optimierung des sogenannten Working-Capitals und der Kapitalbindungsdauer wurden verschiedene Instrumente genutzt. Dazu gehörte unter anderem Forderungsverkauf mittels Factorings für eine Auswahl an Produktions- und Lieferverträgen.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,1 Mio. auf EUR 61,4 Mio. (im Vorjahr EUR 51,3 Mio.) erhöht.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr um EUR 12,6 Mio. auf EUR 25,9 Mio. erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 26,0% auf 42,2% gesteigert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.629; im Vorjahr TEUR 1.618), Garantieleistungen (TEUR 1.989; im Vorjahr TEUR 2.090) und ausstehende Rechnungen (TEUR 2.435; im Vorjahr TEUR 1.048).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Geschäftsjahr 2022 nicht mehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,299 Mio. gestiegen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende des Berichtsjahrs EUR 16,2 Mio. Im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten entfallen EUR 1,6 Mio. auf Verbindlichkeiten aus unechten Mietkäufen betreffend Maschinen. Die Verbindlichkeiten werden bis Mitte 2026 zurückgeführt und durchschnittlich mit 1,5% verzinst.

Gegenüber der UniCredit Bulbank AD hat die Gesellschaft zu Gunsten der KATEK Elektronik Bulgaria EOOD eine harte Patronatserklärung unterzeichnet. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 0. Die Gesellschaft wird demnach ihr Tochterunternehmen finanziell in solchem Maß ausstatten, dass dieses in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bulbank AD zu erfüllen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaft, der zu erwartenden positiven weiteren Entwicklung und des geringen Saldos am Stichtag wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft haftet als gesamtschuldnerischer Garantiegeber zusammen mit anderen Tochterunternehmen der Katek SE, München, im Rahmen eines Konsortialkreditvertrages über Kreditverbindlichkeiten zum Stichtag in Höhe von EUR 34 Mio. (bis zu Mio. 59 EUR möglich). Der Kreditvertrag enthält Vereinbarungen zur Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen (Covenants). Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zu erwartenden positiven weiteren Entwicklung wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Zu Gunsten der KATEK Düsseldorf GmbH haftet die Gesellschaft im Wege eines selbständigen Garantieversprechens gesamtschuldnerisch für alle Verbindlichkeiten und/oder Verpflichtungen der KATEK Düsseldorf GmbH aus oder im Zusammenhang mit einem zehnjährigen Rahmenvertrag. Diese Verpflichtungen gingen im Rahmen des Verkaufs auf die KATEK Leipzig GmbH über.

Ebenfalls bestand die Mithaftung in Höhe von TEUR 587 der KATEK Düsseldorf durch Finanzierungs- und Leasingverträge, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen wird.

Liquidität

Die liquiden Mittel vom 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 7,3 Mio. haben sich leicht erhöht auf EUR 7,4 Mio. am Ende des Geschäftsjahres 2022. Hierin enthalten sind verfügungsbeschränkte liquide Mittel in Höhe von EUR 0,4 Mio. aufgrund des Factorings.

Die Liquidität für laufende Zahlungsverpflichtungen wird über das operative Geschäft erwirtschaftet und über ein fortlaufendes Liquiditätsmanagement abgesichert.

Der operative Cashflow ist mit EUR 3,1 Mio. positiv, trotz des mit der Materialverknappung einhergehenden hohen Liquiditätsabflusses für den Bestandsaufbau. Der Cashflow der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 7,3 Mio. ist einerseits durch Investitionen in neue technische Anlagen geprägt, andererseits wurden Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückgeführt. Durch die Rückführung einzelner Darlehen von Kreditinstituten sowie der Zinszahlungen ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten mit EUR -10,4 Mio. negativ.

Investitionen

Die KATEK Memmingen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von EUR 2,3 Mio. (im Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) getätigt, im Wesentlichen durch die Investition in neue SMT-Anlagen sowie Test- und Prüfequipment, wie z.B. Mikroskope, zur Qualitätssicherung.

Diesen Investitionen stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) gegenüber. Die Investitionen konnten weitgehend aus den verdienten Abschreibungen finanziert werden.

Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden 406 Mitarbeiter beschäftigt. Damit hat sich der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Je nach Bedarfssituation wurden im Geschäftsjahr zusätzlich durchschnittlich 54 Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen, vorrangig im direkten Fertigungsbereich, eingesetzt.

Forschung & Entwicklung

Der Anteil der Entwicklungskosten in Höhe von EUR 2,8 Mio. im Jahr 2022 lag bezogen auf den Umsatz bei 1,7% (im Vorjahr: 4,3%). Im Markt Solar & Energie liegt der Entwicklungsfokus auf der Erfüllung der Bedarfe der strategischen Partner und OEM Kunden. Daneben sind die Ergänzung und der Ausbau der Produktpalette für die Ausweitung der Marktposition in Arbeit. Für neue Anwendungsfelder werden die Geräte entsprechend den gegebenen Bedingungen weiterentwickelt.

Im Markt EMS dient das Angebot von Entwicklungsleistungen der Förderung unserer langen und engen Kundenbeziehungen. Im Rahmen der Produktentwicklungen entstehen im Hause KATEK die zugehörigen Prüfsysteme. Durch die Pandemie wurden Neuprojekte wie schon im vergangenen Jahr weitestgehend verschoben.

C. Risiken- und Chancenbericht

Als grenzüberschreitend agierendes Technologieunternehmen in dynamischen Märkten begegnen KATEK zahlreiche Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und die damit einhergehende Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben können. Unternehmerische Chancen sind immer auch mit gewissen Risiken verbunden. Deshalb ist es das Ziel von KATEK, auf Basis eines optimalen Chancen-Risiken-Verhältnisses den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Zeitraum dieser Risiko- und Chancenbetrachtung entspricht dabei dem Prognosezeitraum.

Zu den Grundsätzen einer wertorientierten, verantwortungsbewussten Unternehmensführung gehört das Nutzen unternehmerischer Chancen bei gleichzeitig vorausschauender Steuerung der damit verbundenen Risiken. Das KATEK-Management bewertet fortlaufend Chancen und Risiken für die jeweiligen Geschäftsbereiche und leitet daraus entsprechende Ziele und Maßnahmen ab.

Um kritische Entwicklungen sowie potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, genauer zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu dokumentieren, verfügt das Mutterunternehmen, die KATEK SE, über ein entsprechendes Risikomanagementsystem.

Makroökonomische & branchenspezifische Risiken

Konjunkturelle Risiken

Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft ist insbesondere abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung in den Branchen, in denen die Kunden der KATEK tätig sind. KATEK entwickelt Electronics Solutions für Kunden in verschiedensten Endmärkten. Sollte sich die Nachfrage nach solchen Elektroniklösungen aufgrund rezessiver volkswirtschaftlicher Entwicklungen verringern, könnten dies negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der KATEK haben.

Der russische Angriff auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland haben bereits spürbare Folgen auf den Import und Export von Gütern und Rohstoffen hinterlassen. Dies kann sich je nach Dauer der Konfliktsituation noch weiter verschärfen. In diesem Zusammenhang könnte es zumindest auf der Nachfrageseite zu einer abschwächenden Wirkung und damit verbundenen negativen Auswirkung auf das Ergebnis der KATEK kommen.

Auch die Produktions- und Lieferengpässe bei wichtigen industriellen Vorprodukten könnten länger anhalten und weiteren Aufwärtsdruck auf die Preise erzeugen. Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums, welches wiederum mit Zinsniveau, Inflationsrate, Investmentzyklen und vielen weiteren Indikatoren zusammenhängt, können sich direkt oder indirekt negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von KATEK auswirken.

Die seitdem Ukraine-Krieg sprunghaft gestiegenen Preise könnten zu vorsichtigerem Einkaufsverhalten der Kunden führen, was Nachfrageverschiebungen in Folgezeiträume und Herausforderungen in der Führung des Lagerbestands mit sich bringen könnte. KATEK beobachtet Lieferketten und Zielbranchen permanent, um eine kurzfristige Reaktionsfähigkeit für Veränderungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten sicherzustellen.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung fortlaufend überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen kann somit zwar nicht beeinflusst werden, jedoch kann das Management der KATEK auf diese Weise Maßnahmen treffen, welche etwaige negative Auswirkungen reduzieren.

Wirtschaftspolitische Risiken

Die Konjunktur der Absatz- und Bezugsmärkte von KATEK werden von einzelnen wirtschaftspolitischen Ereignissen beeinflusst, welche somit ein Risiko für die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft darstellen.

Die Invasion russischer Truppen in der Ukraine, die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China führen zu Unsicherheiten an den Finanzmärkten, instabilen politischen Verhältnissen in zahlreichen Ländern sowie die Einführung von Zöllen. Dies könnte den internationalen Handel von elektronischen Bauteilen und -gruppen negativ beeinflussen und sich damit nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KATEK auswirken. Andererseits sieht KATEK dies aufgrund des kundenorientierten Rückholpotenzials von Elektronikvolumina aus asiatischen Ländern ("Reshoring") zugleich als Chance.

Wettbewerbsintensität

KATEK ist in einer fragmentierten Branche mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten tätig. Sollte die Wettbewerbsintensität in diesen Sektoren ansteigen, könnte dies einerseits die Gewinnmargen von KATEK schmälern und andererseits auch zu einem Verdrängungswettbewerb innerhalb dieser Branche führen.

Einkaufs- und Supply Chain-Risiken

Beschaffungsrisiken

KATEK bezieht für die von ihr angebotenen Elektroniklösungen wesentliche Komponenten von internationalen Komponentenherstellern und Lieferanten. Der Import von Komponenten aus dem Ausland unterliegt dem allgemeinen Risiko, das internationalen Handelsbeziehungen innewohnt.

Dies schließt u.a. Lieferverzögerungen, Wechselkursschwankungen, Erhöhungen von Steuern und Zöllen, Export- und Importbeschränkungen, Änderungen von Sicherheitsbestimmungen oder Änderungen der allgemeinen, wirtschaftlichen oder politischen Lage im Land der Lieferanten mit ein.

Zusätzlich wurde während der Covid-19-Pandemie die Fragilität globaler Lieferketten aufgezeigt. Zahlreiche Engpässe, zum Beispiel für Halbleiter, stellen die Lieferfähigkeit zahlreicher Unternehmen auf die Probe und könnten neben eingeschränkter Lieferfähigkeit und unattraktiven Konditionen bei Alternativlieferanten (sofern überhaupt möglich) auch Mehrkosten für Entwicklung und Änderungen auslösen. Dies verursacht unter anderem ein generell ansteigendes Preisniveau für solche Komponenten und es kann dazu kommen, dass Preissteigerungen nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus könnten das Aushandeln attraktiver Einkaufskonditionen sowie die Sicherstellung einer stetigen Materialverfügbarkeit bei alternativen Lieferanten schwierig zu erreichen sein. Auch die Situation durch den Krieg in der Ukraine kann sich negativ auf Beschaffungswege und -kosten auswirken.

Diesen in der aktuellen Situation erhöhten Risiken tritt KATEK mit einer professionellen Einkaufsorganisation, guten Lieferantenbeziehungen, aktivem Materialgruppenmanagement und durchdachter Lagerpolitik entgegen und ist daher zuversichtlich, die Lieferfähigkeit unter Einhaltung attraktiver Margen sicherstellen zu können und eventuelle, beispielsweise durch Lockdowns ausgelöste, Unverfügbarkeit von Komponenten zu umgehen oder teilweise zu kompensieren.

Lagerrisiken

Die KATEK verfügt über Lager, in welchen sie Waren auftragsbezogen und/oder abhängig von Verkaufsprognosen auf Vorrat hält, um lieferfähig zu sein. Es besteht das Risiko, dass die gelagerte Ware durch äußere Einflüsse wie starke Witterungsbedingungen, Feuer, Diebstahl oder Einbruch beschädigt, zerstört oder verloren geht. Dies könnte zur Folge haben, dass KATEK einerseits nicht mehr in der Lage wäre, Aufträge kurzfristig durchzuführen und andererseits einen enormen Verlust aufgrund der mitbeschädigten oder untergegangenen Ware zu verbuchen hätte. Neben dem Umsatzverlust hätte KATEK auch Kosten für die Reparatur oder einen Wiederaufbau des Lagers sowie für die Neubeschaffung der gelagerten Ware zu tragen.

Darüber hinaus besteht aufgrund von teils kurzfristigen starken Preisschwankungen oder aufgrund kurzer Produktlebenszyklen und dem damit möglicherweise am Ende des Produktzyklus einhergehenden Wertverfall das Risiko, Ware nur unter Preis oder nicht verkaufen zu können, oder dass Abrufmengen nicht in vereinbarter Größenordnung abgenommen werden. Dies hätte wiederum zur Folge, dass der Lagerbestand abgewertet werden müsste.

Produktionsrisiken

Liefer- und Termintreue

Auch KATEK ist Risiken im Produktionsbereich ausgesetzt. Beispielsweise können Qualitätsprobleme auftreten oder es kann zu Verzögerungen im Produktionsprozess kommen. Mit der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus sind Lieferketten verzögert oder unterbrochen, sodass die Produktion bei ausbleibenden Vorprodukten pausiert werden muss. Dies kann wiederum zu reduzierten Abrufen bis hin zum Verlust von Aufträgen und Kunden bei den betroffenen Gesellschaften führen.

Durch eine ständige Überwachung der Produktionsprozesse und Lieferketten, durch ein systematisches Qualitätsmanagement und durch eine enge Abstimmung mit den Lieferanten können diese Problematiken zumindest teilweise migriert werden. Ferner wird das Risiko von durch Maschinen ausgelösten Produktionsausfällen durch fortlaufende Optimierungs- und Instandhaltungsprozesse im Maschinenpark präventiv vermieden.

Produkt- und Dienstleistungsrisiken

KATEK ist Risiken ausgesetzt, wenn die von ihr angebotenen Produkte fehlerhaft wären oder den Qualitätsanforderungen der Kunden aus anderen Gründen nicht genügten. Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen. Sollten diese Produkte nicht den mit den Kunden vereinbarten Anforderungen genügen, kann dies zu Nachforderungen (insbesondere aus Gewährleistung) sowie zu Kundenverlusten und damit zu Umsatzausfällen führen. Qualitätsmängel können eine Haftung für Mängel und Folgeschäden begründen, was zu Ansprüchen aus Gewährleistungsrechten, Garantien oder Produkthaftung sowie zu Rückrufaktionen führen kann. KATEK ist daher in besonderem Maße von der Qualität der zugelieferten Produkte abhängig. Sollte KATEK aufgrund mangelhafter Vorprodukte oder Dienstleistungen sich Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen ihrer Kunden ausgesetzt sehen, werden ggfs. erhobene Regressansprüche gegen KATEK an die verantwortlichen Zulieferer weitergegeben.

Risiken Forschung & Entwicklung

Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und marktführende Positionen beizubehalten und weiter auszubauen, ist es für KATEK essenziell, neue Trends in den Zielbranchen sowie auf Prozessebene zu erkennen und in die (Weiter-) Entwicklung entsprechender Technologien zu investieren.

Im Bereich der Forschung und Entwicklung besteht das Risiko, Investitionen zu tätigen, ohne den erwarteten Output zu erreichen. Des Weiteren können irrtümlich Produktentwicklungen und Produktideen verfolgt werden, welche basierend auf unzureichender Analyse als wichtig eingestuft wurden, jedoch aber nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Zudem besteht die allgemeine Gefahr, im Rahmen der Entwicklung ggf. fremde Patente oder Nutzungsrechte zu verletzen. Durch Fokussierung auf die Kernkompetenzen, engmaschige Dokumentation- und Controlling-Maßnahmen sowie in enger Zusammenarbeit mit Kunden ist KATEK in der Lage, dieses Risiko zu minimieren.

Vertriebsrisiken

Risiko von Kundenverlusten

Die Vertriebsrisiken der KATEK resultieren im Wesentlichen aus dem Risiko des Verlusts zahlungsfähiger Kunden, insbesondere auch infolge von durch die Coronapandemie ausgelösten wirtschaftlichen Entwicklungen, bspw. in Form eines veränderten Konsumentenverhaltens, unzureichender Erfüllung der Kundenerwartungen sowie einer Verzögerung von Auftragseingängen bei den Kunden von KATEK. Gleichzeitig sind Kundenaufträge in der Regel als langlaufend zu qualifizieren, sodass sie vom Kunden in der Regel auch nicht kurzfristig gekündigt oder verlagert werden können.

Risiko von Forderungsausfällen

KATEK hat regelmäßig erhebliche Forderungen für ihre Lieferungen und Leistungen gegenüber ihren Kunden. Es besteht das Risiko, dass Kunden die Forderungen der Gesellschaft verspätet oder beispielsweise aufgrund von Insolvenzen überhaupt nicht erfüllen.

Zur Minderung von Ausfallrisiken bezüglich Kundenforderungen wird ein konsequentes Forderungsmanagement mit entsprechenden Mahnläufen durchgeführt. Es besteht eine Warenkreditversicherung, über die alle Inlandsforderungen sowie die Forderungen weiterer EU-Länder abgedeckt sind. Ein Großteil der Rechnungen wird in Euro fakturiert.

Des Weiteren werden laufend Informationen über Kunden eingeholt durch z.B. Auskunfteien sowie die Beobachtung von Pressemitteilungen usw. Kunden, deren Bonität in Frage zu stellen ist, werden nur gegen Vorauskasse bedient.

Rechtliche Risiken werden soweit möglich durch Geschäftsprozesse (Vertragsprüfung) sowie durch entsprechende Versicherungen abgesichert.

Personalrisiken

Risiken aus Fachkräftemangel

Als spezialisierter Technologiedienstleister mit tiefen Kenntnissen verschiedener Produktionsverfahren und Endmärkte hängt der Erfolg von KATEK maßgeblich von gut geschulten, motivierten und incentivierten Mitarbeitern ab. Dabei besteht das Risiko, dass KATEK diese nicht im benötigten Umfang finden oder nicht langfristig halten kann. Dem wirkt die Gruppe mit gezielter Personalentwicklung, attraktiven Karrieremöglichkeiten sowie einem progressiven Entlohnungsprofil entgegen.

Verlust von Schlüsselpersonal

Der zukünftige Erfolg von KATEK ist von Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Diese Mitarbeiter verfügen über ein umfangreiches Know-how sowie über wichtige persönliche Beziehungen zu Kunden, Institutionen und Lieferanten. Damit hängt der Erfolg der KATEK wesentlich von diesen Personen ab.

Das Ausscheiden dieser Mitarbeiter könnte die allgemeine Geschäftstätigkeit beeinflussen und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von KATEK auswirken. Dasselbe gilt auch für einige weitere qualifizierte Mitarbeiter.

KATEK wirkt dem durch ein professionelles HR-Management entgegen, das auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, attraktive Vergütung und langfristige Mitarbeiterbindung abzielt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken werden durch eine rollierende Liquiditätsplanung minimiert, um die Bedienung der Verbindlichkeiten sicherzustellen.

Durch eine kurzfristige Finanzdisposition werden wöchentlich zu erwartenden Geldeingänge aus Kundenforderungen sowie Geldabflüsse aus Lieferantenverbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen unter Berücksichtigung voll auszuschöpfender Skonti gegenübergestellt.

Die anhaltende Entwicklung auf dem Beschaffungsmarkt hatte im vergangenen Geschäftsjahr teilweise Auswirkungen auf die Vorratsentwicklung der Gesellschaft. Um eventuellen Liquiditätsrisiken im Zusammenhang mit der weltweiten Allokationsproblematik entgegenzuwirken, setzte die KATEK Memmingen erfolgreich seit dem vierten Quartal 2021 auf ein intensiv gesteuertes Bestandsmanagement.

Die Liquiditätslage war im Berichtsjahr ausreichend. Bei der Begleichung von Lieferantenrechnungen wurde weitestgehend von der Möglichkeit des Skontoabzuges Gebrauch gemacht. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen in Anbetracht der derzeitigen Auftragslage voll erfüllen zu können.

Chancen

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Chancen bzw. über mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse mit positiven Auswirkungen auf die KATEK.

Allgemeine Marktentwicklung

Den Veränderungen des Marktes stellt sich KATEK durch Flexibilität sowie der ständigen Optimierung und effizienten Anpassung des Angebots, der Strukturen und Prozesse im Unternehmen. Kompetenzzentren unterstützen die Spezialisierung auf einzelne Bereiche mit fachlichem Know-how. Diese spezifische Expertise wird allen Unternehmen der Gruppe zur Verfügung gestellt. Mit einem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsangebot über die gesamte Wertschöpfungskette bietet KATEK auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte Elektroniklösungen und schafft damit Mehrwert für die Kunden.

Der Materialkrise trotzt KATEK mit ihrer sehr guten Einkaufsposition, der professionellen und agilen Einkaufsorganisation, der sehr engen Kooperation mit wesentlichen Schlüssellieferanten sowie ihrem gesunden Branchen- und Kundenmix. Dadurch ist es KATEK auch in den letzten Monaten gelungen, die Kunden zuverlässig zu beliefern und Marktanteile zu gewinnen.

Grundsätzlich sind die Bestrebungen zu begrüßen, in Europa als Produktionsstandort zu investieren, um entlang der gesamten Elektronik-Wertschöpfungskette "from silicon to system" eine höhere Unabhängigkeit zu erlangen, angefangen bei den Computerchips (European Chips Act) über PCB-Entwicklung und Herstellung bis hin zur Entwicklung und Fertigung komplexer Elektronik.

Zum einen bieten mögliche Unterbrechungen von Lieferketten die Chance mittels Active Sourcing und einem reaktionsfähigen Lager- und Logistikkonzept schneller als der Wettbewerb zu sein. Zum anderen beobachtet KATEK seit geraumer Zeit, insbesondere aber seit der Veränderung von Lieferketten durch Covid-19, dass Kunden geographische Nähe in Phasen der Entwicklung, aber auch in der Serienbelieferung immer mehr als Wettbewerbsvorteil schätzen. Durch sog. Reshoring können somit Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten sowie Preisfluktuationen, insbesondere für Logistikdienstleistungen, minimiert und somit der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. KATEK sieht sich mit 13 Standorten in Europa sehr gut aufgestellt, um an dieser Rückholung der Lieferketten in der Elektronikindustrie zu partizipieren.

Eine weitere Chance für KATEK ergibt sich aus der steigenden Bedeutung von Elektronikkomponenten für eine Vielfalt von Produkten. Die Elektronifizierung der Welt durch IoT bzw. Smart Devices erhöht die Komplexität und Werthaltigkeit von Produkten in fast allen Bereichen, sowohl im industriellen Umfeld als auch für Konsumgüter. Dieser steigende Elektronikanteil führt zum einen zu einem Wachstum der Märkte für Komponenten und Dienstleistungen, zum anderen aber auch zu gesteigerten Anforderungen an OEMs. KATEK ist hier als kompetenter Partner und mit einem One-Stop-Shop Portfolio über die gesamte Wertschöpfungskette (von Entwicklung über Produktion bis hin zu Logistik und After Sales) sehr gut positioniert, um OEMs bei der Meisterung dieses Paradigmenwechsels zu unterstützen. Mit einzigartigem Know how in Technologie & Software sowie Design & Engineering schafft KATEK ganzheitliche End-to-End Lösungen für High Value Electronics (HVE) über verschiedene Märkte.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Des Weiteren erwartet sich KATEK starkes Wachstum für Elektronik-Dienstleistungen aufgrund sich verändernder regulatorischer Rahmenbedingungen. Hierzu zählen beispielsweise die EU-Regulierung hinsichtlich Elektromobilität, welche bis 2035 emissionsfreie Mobilität vorsieht, oder jene, die den Anteil der erneuerbaren Energien in Europa bis 2030 auf 40 % vorschreibt. Dies wird die Geschäftserwartungen von KATEK deutlich positiv beeinflussen, da wir mit unseren Lösungen in diesen Bereichen an der Umgestaltung in Europa mitarbeiten. Dadurch werden die Endmärkte von KATEK zukünftig noch attraktiver und sowohl die Nachfrage nach Endprodukten als auch nach spezialisierten Dienstleistungen von KATEK werden sich erhöhen.

Fachkräfte und Mitarbeiter

KATEK versucht, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und so Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Die Mitarbeiter von KATEK sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Gruppe. Unter anderem durch verschiedene Ausbildungsprogramme soll der Nachwuchs an Fachkräften gesichert werden. Um das Fähigkeitsniveau der Mitarbeiter gezielt zu entwickeln, bietet KATEK seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weiterbildungen, Schulungen sowie Trainings an.

Gesamtbetrachtung

Im Geschäftsjahr 2022 hat sich das langfristig ausgerichtete Geschäftsmodell der KATEK erneut bewährt. Eine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation gegenüber dem Vorjahr hat sich nicht ergeben. Die wesentlichen Einzelrisiken wurden im Kapitel "Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" genannt, wobei die Konjunkturellen Risiken und die Beschaffungsrisiken - gerade auch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine - am bedeutendsten sind.

Trotzdem sind auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand von KATEK darstellen oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung der zuvor genannten wesentlichen Einzelrisiken sowie auf dem bestehenden Risikomanagementsystem.

Vielmehr sieht sich KATEK sehr gut positioniert, die oben beschriebenen Chancen zu nutzen und von den Trends u.a. im Kontext der Elektronifizierung und der Energiewende zu profitieren. Um diese auch in Zukunft in nachhaltiges Wachstum zu überführen, wird weiterhin an der Kombination von anorganischem Wachstum durch strategische Unternehmenskäufe und organischem Wachstum durch die Identifizierung neuer Produkte, Kunden und Märkte festgehalten.

D. Prognosebericht

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

Aussagen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes unterliegen derzeit allgemein verschiedenen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit den direkten und indirekten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der weiteren Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten sowie der Finanzpolitik der Zentralbanken, die zuletzt mit unüblich kräftigen Zinserhöhungen versuchen, wieder für eine stabilere Preisentwicklung zu sorgen, ohne das Wachstum über die Maßen abzuwürgen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für ein Drittel der Weltwirtschaft eine Rezession und sieht als Hauptgrund die seit dem Ukraine-Krieg sprunghaft gestiegenen Preise, die die Kaufkraft der Verbraucher deutlich einschränken und insbesondere für den Industrie- und Dienstleistungssektor in Europa angesichts hoher Energiekosten kräftigen Gegenwind verursachen. Zudem äußert der IWF Sorgen, dass die globalen Lieferketten im Zuge einer "geopolitischen Fragmentierung" dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Vor diesem Hintergrund sieht der IWF die konjunkturellen Abwärtsrisiken als hoch an. Ebenfalls hoch bleibt die Unsicherheit.

Die aktuelle Situation bremst das theoretisch mögliche Wachstum ab. Denn die Auftragslage ist weiterhin gut, auch durch die Nachholeffekte aus 2022.

Darüber hinaus zahlt sich für KATEK aus, dass die Gruppe in einigen besonders dynamischen Wachstumsmärkten wie eMobility, Renewables und Telecare aktiv ist, die ohnehin deutlich höhere Wachstumsraten aufweisen als der Rest des Marktes.

Prognose für KATEK Memmingen

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass hinsichtlich der strukturellen Geschäftsvoraussetzungen für die KATEK keine Änderungen eingetreten sind. Damit gibt es auch keine Änderungen bezüglich der mittelfristigen Zielsetzungen.

Allerdings sind alle Aussagen hinsichtlich einer Prognose für das Geschäftsjahr 2023 nur unter Berücksichtigung der genannten Unsicherheiten möglich, d.h. insbesondere die direkten und indirekten Folgen des Krieges in der Ukraine und die weitere Entwicklung der Liefer- und Materialengpässe. Insgesamt gehen Marktforscher für 2023 von einem durchschnittlichen Wachstum von rund 4,7 % gegenüber dem Vorjahr bei einer insgesamt gestiegenen Volatilität aus (in4ma 2022).

Auf Basis der aktuellen Informationen zu den genannten Faktoren geht das Management von KATEK derzeit von folgender Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023 aus:

Entwicklung Umsatzerlöse: KATEK wird weiterhin wachsen und ein Umsatzwachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 im mittleren einstelligen Millionenbereich realisieren.

Entwicklung EBIT: Weiterhin wird KATEK seine operative Marge ungeachtet der aktuellen Herausforderungen weiter ausbauen. Das Unternehmen geht davon aus, das EBIT um mindestens 8 % zu steigern, wenn man zum Vergleich den EBIT aus 2022, bereinigt um den Verkauf der KATEK Düsseldorf GmbH, heranzieht.

 

Memmingen, 28. April 2023

KATEK Memmingen GmbH

Geschäftsführung

Hendrik Thiel

Axel Schulz

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.