Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 73137
Vorher
Blitz F03-1432 GmbHSPECIAL EUROHYPO SERVICER GmbHServicing Advisors Deutschland GmbH
Eingetragen
12.7.2004
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
- die Verwaltung und Einziehung von Forderungen und die Verwertung der Sicherheiten für diese Forderungen, insbesondere die Verwertung von Sicherheiten an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, - die Verhandlung und Vermittlung von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Wohnräume und gewerbliche Räume, einschließlich der Verwaltung solchen Grundvermögens, - die Durchführung von Due Diligence Prüfungen, sowohl im eigenen Namen als auch für Rechnung und im Namen Dritter sowie alle im Zusammenhang mit dem Forderungsinkasso anfallenden sonstigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Reitz
seit 11.5.2026
Geschäftsführer
Anja Simone Blischke
seit 11.5.2026
Prokura
Dieter Neugebauer
seit 14.7.2005
Prokura
Eckhard Blauhut
seit 4.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
26.44%
24.04%
20.20%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
3.85%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Servicing Advisors Invest GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOANCOS GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LOANCOS GmbH, Frankfurt am Main:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOANCOS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOANCOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 30. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer

Michael Skall, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 328.381,00 444.541,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.372,00 128.782,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.466,00 278.353,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.832,65 23.832,65
658.051,65 875.508,65
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.179.494,43 772.813,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.537.493,21 9.339.906,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 219.460,82 230.547,64
10.936.448,46 10.343.267,31
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.989.158,11 2.362.429,75
12.925.606,57 12.705.697,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.333,30 59.687,04
Summe Aktiva 13.641.991,52 13.640.892,75

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Bilanzgewinn 2.000.000,00 2.000.000,00
5.000.000,00 5.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 5.860.720,00 5.260.341,00
2. sonstige Rückstellungen 472.404,00 680.300,00
6.333.124,00 5.940.641,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.400.020,41 1.800.372,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 471.276,02 268.612,45
3. sonstige Verbindlichkeiten 437.571,09 421.266,32
- davon aus Steuern EUR 316.870,70 (VJ EUR 198.972,84)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.440,89 (VJ: EUR 2.656,45)
2.308.867,52 2.490.251,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 210.000,00
Summe Passiva 13.641.991,52 13.640.892,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.522.566,68 10.644.920,25
2. Sonstige betriebliche Erträge 96.784,16 17.524,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.235.117,00 5.107.079,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 811.079,23 (VJ: EUR -45.450,73) 1.675.168,86 745.516,00
6.910.285,86 5.852.595,23
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 371.646,60 565.809,24
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.709.210,54 3.946.383,86
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183.759,17 666,67
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.090,00 242.859,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -212.122,99 55.463,59
10. Erträge aus Verlustübernahme 212.122,99 0,00
11. Aufwände aus Gewinnabführung 0,00 -55.463,59
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.000.000,00 8.761.155,97
14. Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag 0,00 -6.761.155,97
15. Bilanzgewinn 2.000.000,00 2.000.000,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die LOANCOS GmbH erstellt ihren Jahresabschluss nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den geltenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetztes. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main registriert und wird unter der Nr. HRB 73137 geführt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögensgegenstände, und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung angesetzt. Die planmäßige Abschreibung ergibt sich aus der Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Jahre, in denen der Vermögensgegenstand genutzt wird. Bei der Ermittlung der Abschreibungen wurde die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Vermögengegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

1.3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, was insbesondere die Berücksichtigung künftiger Lohn-, Gehalts- und Rentenentwicklungen impliziert. Die Bewertung erfolgt nach der projizierten Einmalbetragsmethode (projected unit credit method). Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Vermögensgegenstände die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Verpflichtungen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Auf- bzw. Abzinsung aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen im Finanzergebnis saldiert.

1.4.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

1.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

1.6. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten und Posten aus der Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Im Berichtsjahr wurden in Ausübung des Wahlrechts nach §248 Abs. 2 HGB Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 87 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Weitere Entwicklungskosten oder Forschungskosten sind im Geschäftsjahr nicht entstanden.

Als Finanzanlage wird die RISALIS GmbH mit Sitz in Eschborn gehalten. Der Kaufpreis betrug TEUR 24 Die Beteiligungsquote beträgt 100%.

2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die LOANCOS Group Holding GmbH (TEUR 5.862) und Forderungen gegen die Gesellschafterin Servicing Advisors Invest GmbH (TEUR 3.675). Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen (TEUR 199).

2.3. Eigenkapital

Das Stammkapital wird von der Servicing Advisors Invest GmbH gehalten.

2.4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellung wurde wie folgt durchgeführt:

Bewertungsverfahren nach projizierter Einmalbetragsmethode

Heubeck-Richttafeln 2018 G

Fluktuation gemäß Heubeck

Rechnungszinsfuß 1,82 %

Dynamik der anrechenbare Bezüge 1,80 %

Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung 1,00 %

Anpassung der laufenden Renten 1,60 %

Es wurde unterstellt, dass die Renten monatlich vorschüssig gezahlt wurden. Bei der Pensionsrückstellung wurde eine Verrechnung von Vermögensgenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgenommen. Für die Berechnung der Barwerte wurde ein Rechnungszins i. H. v. 1,82 % zugrunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde zudem im Geschäftsjahr als Rechnungszins für die Berechnung der Barwerte der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre herangezogen (1,74%). Hinsichtlich des daraus resultierenden Unterschiedsbetrags verweisen wir auf die Ausführungen zum Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung gesperrten Beträge im Abschnitt 3.2.

Das Deckungsvermögen wird durch den Treuhänder, Servicing Advisors Trust e.V., verwaltet und ist insolvenzgesichert; es bleibt dadurch dem Zugriff von Insolvenzgläubigern entzogen. Das Deckungsvermögen dient ausschließlich der Sicherstellung der Erfüllung von künftigen Pensionsverpflichtungen. Im Jahr 2015 wurde eine Veränderung der Anlagestrategie für die Vermögenswerte dahingehend vorgenommen, dass die bisherigen Fondsinvestments teilweise in direkte Investments in Kredite, Immobilien oder auch Aktien übertragen werden können. Es wurden durch den Treuhänder, Servicing Advisors Trust e.V., festverzinsliche Kredite an die LOANCOS Group Holding GmbH in Höhe von EUR 4,45 Mio. und an die Skarvis LC Zweite GmbH in Höhe von EUR 0,5 Mio gewährt. Im Geschäftsjahr wurden die planmäßig fällig gewordenen Zinszahlungen geleistet. Außerdem wird durch den Treuhänder ein erworbenes Forderungsportfolio (EUR 0,2 Mio.) sowie ein Bankguthabenbestand (EUR 0,02 Mio.) gehalten.

Für die Ermittlung des Zeitwertes des Deckungsvermögens wurden der Nennbetrag der Kreditforderungen (TEUR 4.950) zuzüglich des Forderungsportfoliowertes (TEUR 200) und des Bankbestandes des Servicing Advisors Trust e.V. (TEUR 21) als beizulegender Wert verwendet.

Übersicht Pensionsrückstellungen / Deckungsvermögen :

Pensionsverpflichtung zum 31.12.2022 10.475.097 EUR
Personalaufwand/Reduzierung des Personalanteils 448.048 EUR
Zinsaufwand (inkl. Effekt aus Zinsänderung) 117.049 EUR
Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 11.040.194 EUR
Deckungsvermögen Buchwert zum 31.12.2022 5.214.756 EUR
Auszahlung aus dem Deckungsvermögen -320.951 EUR
Erträge aus dem Deckungsvermögen 285.669 EUR
Zeitwert des Deckungsvermögen zum 31.12.2023 5.179.474 EUR
Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 5.860.720 EUR

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.171

Im Rahmen der Verschmelzung der BIG Berliner Inkasso GmbH auf die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2020 eine Pensionsverpflichtung übernommen. Zum 31.12.2023 betrug hierzu die Pensionsrückstellung TEUR 558. Das ebenfalls übernommene Deckungsvermögen valutiert zum Bilanzstichtag in gleicher Höhe.

2.5.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für erwartete Zahlungen aus dem Personalbereich für Bonus (TEUR 275), Rückstellungen für Beratungsleistungen (TEUR 49), Raumkosten (TEUR 28) sowie Urlaubsrückstellungen (TEUR 120).

2.6. Verbindlichkeiten

Das im Geschäftsjahr 2021 aufgenommene Bankdarlehen (TEUR 1.400) hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten wird im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 317 ausgewiesen. Außerdem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber einem Kunden für vereinnahmte Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 46.

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

2.7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 10.523 (VJ: TEUR 10.645) wurden im Wesentlichen aus der Verwaltung von Immobiliendarlehen sowie Serviceleistungen im Rahmen von Erwerb, Verwaltung und Vertrieb von Immobilien und den Erlösen aus der Verwertung notleidender Forderungen erzielt.

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2023 Vorjahr Klasse
9.962 TEUR 10.078 TEUR Vergütung aus der laufenden Servicierung von Kredit- und Leasingportfolien
518 TEUR 390 TEUR Andere Erlöse
43 TEUR 143 TEUR Erträge aus Eigeninvestments
0 TEUR 34 TEUR Vergütung für Beratungsleistungen und Transaktionsunterstützung
10.523 TEUR 10.645 TEUR Summe

2.8.Sonstige betrieblichen Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 97 (Vj. TEUR 18).

2.9. Personalaufwendungen

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 811 (Vj. TEUR -45) enthalten.

2.10. Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:

2023 Vorjahr
in TEUR in TEUR Klasse
1513 1.606 IT Kosten
844 975 Raumkosten
467 456 Rechts- und Beratungskosten
327 368 Andere Aufwendungen
324 326 Externe Dienstleistungen
168 154 Kfz- und Reisekosten
66 61 Versicherungen und Beiträge

2.11. Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen aus Zinserträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 286).

Korrespondierend zur Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen werden in diesem Posten die Zinsaufwände aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 181) abzüglich der Zinssatzänderung (TEUR 64), insgesamt in Höhe von TEUR 117 (Vgl. Abschn. 2.4), verrechnet.

2.12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsaufwendungen resultieren aus der Verzinsung eines aufgenommenen Bankdarlehens (Vgl. Abschn. 2.6) in Höhe von TEUR 24.

3. Sonstige Angaben

3.1 Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Aus den bestehenden Mietverträgen hat LOANCOS GmbH folgende finanziellen Verpflichtungen aus Objektmieten:

2024 2025 2026 2027 2028
TEUR 560 TEUR 447 TEUR 307 TEUR 112 TEUR 112

Es bestehen außerdem folgende finanzielle Verpflichtungen:

a)

gegenüber Softwarelieferanten (Softwarepflege)

2024 2025
TEUR 140 TEUR 58
b)

gegenüber Leasinggesellschaften (insbesondere Kfz-, Fahrrad- und Drucker-Leasingverträge)

2024 2025
TEUR 91 TEUR 92

3.2 Ausschüttungsgesperrte Beträge (§ 268 Abs. 8 HGB)

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 328 einer Ausschüttungssperre.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 128. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Aus dem Bilanzgewinn stehen somit für Ausschüttungszwecke nur TEUR 1.544 zur Verfügung.

3.3 Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer für das Jahr 2023 betrug 103 (VJ: 98). Davon waren 63 Personen (VJ: 65 Personen) vollzeitbeschäftigt und 40 Personen (VJ: 33 Personen) teilzeitbeschäftigt.

3.4 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Servicing Advisors Invest GmbH, Gießen, die wiederum zu 100% eine Tochtergesellschaft der Holdinggesellschaft LOANCOS Group Holding GmbH (nachfolgend Muttergesellschaft genannt), Gießen, ist.

Die Muttergesellschaft ist gemäß § 293 Abs. 1 und 2 HGB von der Pflicht einen Konzernabschluss zu erstellen, befreit.

Informationen darüber, ob die Anteilseigner der Muttergesellschaft einen Konzernabschluss aufstellen, liegen uns nicht vor.

Die Gesellschaft fungiert als ertragssteuerliche Organgesellschaft und führt ihr Ergebnis an die LOANCOS Group Holding GmbH als Organträgerin ab. Die Besteuerung erfolgt auf Ebene der LOANCOS Group Holding GmbH.

3.5 Abschlusshonorar nach § 285 NR.17 HGB

Für die Prüfung des Jahresabschlusses wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG beauftragt. Das Zeithonorar beträgt EUR 34.500.

3.6 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung über die zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

3.7 Geschäftsführer

Geschäftsführer der LOANCOS GmbH im Wirtschaftsjahr 2023 war:

Eckhard Blauhut, Frankfurt am Main, Bereichsleiter Asset-Management/Finance/Akquisition und Vertrieb/IT.

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

LOANCOS GmbH

Eckhard Blauhut

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 929.432,63 87.158,60 0,00 0,00 1.016.591,23
Softwarelizenzen 975.920,11 0,00 0,00 -3.620,00 972.300,11
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 56.334,09 0,00 0,00 0,00 56.334,09
GWG 410€-1.000€ 2.478,16 0,00 0,00 0,00 2.478,16
Büroausstattung 242.855,03 0,00 0,00 0,00 242.855,03
techn. Ausstattung 282.716,21 67.031,00 0,00 -180.401,37 169.345,84
Betriebs- und Geschäftsausstattung 584.383,49 67.031,00 0,00 -180.401,37 471.013,12
Geringwertige Vermögensgegenstände 554,46 0,00 0,00 0,00 554,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.832,65 0,00 0,00 0,00 23.832,65
2.514.123,34 154.189,60 0,00 -184.021,37 2.484.291,57
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 484.891,63 203.318,60 0,00 0,00 688.210,23
Softwarelizenzen 847.138,11 86.410,00 0,00 -3.620,00 929.928,11
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 24.486,09 10.053,00 0,00 0,00 34.539,09
GWG 410€-1.000€ 1.744,16 495,00 0,00 0,00 2.239,16
Büroausstattung 70.230,03 22.658,00 0,00 0,00 92.888,03
techn. Ausstattung 209.570,21 48.712,00 -180.401,37 77.880,84
Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.030,49 81.918,00 0,00 -180.401,37 207.547,12
Geringwertige Vermögensgegenstände 554,46 0,00 0,00 0,00 554,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.638.614,69 371.646,60 0,00 -184.021,37 1.826.239,92
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 328.381,00 444.541,00
Softwarelizenzen 42.372,00 128.782,00
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 21.795,00 31.848,00
GWG 410€-1.000€ 239,00 734,00
Büroausstattung 149.967,00 172.625,00
techn. Ausstattung 91.465,00 73.146,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.466,00 278.353,00
Geringwertige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.832,65 23.832,65
658.051,65 875.508,65

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertragslage

2.4 Finanzlage

2.5 Vermögenslage

3. Nachtragsbericht

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die LOANCOS GmbH bildet unter dem Dach der LOANCOS-Gruppe gemeinsam mit den bestehenden Schwestergesellschaften den größten unabhängigen Spezialdienstleister für ganzheitliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit immobilienbesicherten Finanzprodukten in Deutschland. Das Unternehmen ist seit 2005 am Markt etabliert und ist neben der Hauptniederlassung Frankfurt mit Zweigniederlassungen in Berlin und Essen operativ tätig.

Die Gruppe bearbeitet aktuell ein Portfoliovolumen von ca. EUR 4 Milliarden. Das erweiterte modulare Serviceangebot kann den Erfolg von Kreditinstituten, Versicherungen und sonstigen Finanzinvestoren an jeder Stelle der Wertschöpfungskette des Kreditgeschäftes steigern. Neugeschäftsvermittlung und die Betreuung von Immobilienkredit-Portfolios gehören genauso zum Repertoire wie die Bearbeitung nicht-strategischer Kreditbestände, der Verkauf von Kreditportfolios aller Art sowie umfassende Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Abwicklung notleidender Kredite. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildet das Angebot für Backup-Servicing-Lösungen für Banken, Investoren und Fintechs. Die Bewertung und Vermarktung wohnwirtschaftlicher und gewerblicher Immobilienportfolios und strukturierter Finanzprodukte wie Immobilien-Leasing-Produkte, CMBS (Commercial Mortgage Backed Securities) und RMBS (Residential Mortgage Backed Securities) runden die Produktpalette ab.

Wir sehen uns als Partner für Banken, Versicherungen, Bausparkassen und für andere Finanzhäuser, die zur Stärkung ihres Kerngeschäfts und Senkung ihrer Kostenquote umfassende Outsourcing-Lösungen für das professionelle Management ihrer nicht leistungsgestörten Darlehensbestände, sogenannter Performing Loans (PL) als auch der notleidenden Darlehen suchen bzw. sich von Darlehensbeständen trennen wollen.

Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Outsourcing-Dienstleistungen für die Bearbeitung und Refinanzierung nicht strategischer PL-Portfolien an. Außerdem sind wir Partner von Investoren, die Servicingleistungen im Zusammenhang mit dem Ankauf von PL (Performing Loan)- und NPL (Non-Performing Loan)-Portfolien nachfragen.

Die LOANCOS GmbH bietet zudem für die der LOANCOS-Gruppe angehörigen Unternehmen zentrale Dienstleistungen rund um die Bereiche IT, Finanzen, Personal und Akquisitionsunterstützung an. Diese Funktionen haben an Bedeutung gewonnen, da die LOANCOS-Gruppe durch folgende Zukäufe von Servicingunternehmen vergrößert werden konnte:

Ankauf der Proceed Portfolio Services GmbH von der GKFL-Gruppe im Jahre 2016

Ankauf der Hypotheken Management GmbH von der Bausparkasse Schwäbisch Hall-Gruppe im Jahre 2016

Ankauf der MoRe Mobile Ressourcen GmbH von der Bausparkasse Schwäbisch Hall-Gruppe im Jahre 2016

Ankauf der BIG Berliner Inkasso GmbH von der SUBITO/Palmer-Gruppe im Jahre 2018

Ankauf der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH-Gruppe im Jahre 2019.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nominal betrachtet, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, auf rund EUR 4,12 Billionen kräftig gewachsen. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung ist die deutsche Wirtschaft jedoch in 2023 in eine Rezession gerutscht - das deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession.

Die Aufsichtsbehörden haben auch im abgelaufenen Jahr weiterhin hohe regulatorische Anforderungen in Deutschland und Europa. Die EZB hat aufgrund der weiterhin hohen Inflation die Abkehr von der Negativzins-Politik beibehalten und die Leitzinsen in mehreren Schritten erhöht. Dies hatte signifikante Auswirkungen auf die Marktteilnehmer der Kreditwirtschaft.

Zentrale Bedeutung für die LOANCOS haben die Wohnungsbaukredite. Der Gesamtbestand der Wohnungsbaukredite der Banken in Deutschland hat sich gemäß Statistischem Bundesamt im Jahresvergleich von EUR 1,77 Billionen in 2022 zwar auf EUR 1,8 Billionen in 2023 erhöht. Das Neugeschäftsvolumen für Baufinanzierungen hat sich jedoch gemäß Deutscher Bundesbank nach dem Rückgang in 2022 auf EUR 257 Mrd. auch im Jahr 2023 insgesamt weiter auf rund EUR 161 Mrd. deutlich reduziert und verharrt auf einem im Vergleich zu den Jahren vor 2022 niedrigen monatlichen Volumen.

Bezüglich unserer Performing Loan Aktivitäten sehen wir einen Bedarf der Assekuranzen und anderen Sammelstellen für Pensionsgelder, welche aufgrund der in den letzten Jahren relativ niedrigen Renditen und Garantieverzinsungen ihrer Produkte versuchen, die Vergabe von Hypothekarkrediten als Geschäftsfeld für sich zu etablieren bzw. auszubauen. Hierzu benötigen sie Kreditmarktfolgefunktionen, welche intern nicht vorhanden sind. Hieraus erwarten wir einen steigenden Bedarf für unsere Dienstleistungen. Nach unseren Erfahrungen haben Kreditinstitute ebenfalls einen hohen Bedarf an Immobilienkredit-Neugeschäft und verzeichnen einen hohen Margen- und Kostendruck; diese Themen lassen sich durch eine Auslagerung erfolgreich lösen.

Die Märkte verzeichneten auch in diesem Geschäftsjahr einen Zinsanstieg bis zum Herbst 2023. Seit diesem Zeitpunkt haben sich die Zinssätze wieder leicht reduziert.

Dies führt zu einer steigenden Attraktivität der Immobilienkreditvergabe in Deutschland. Wir rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach unseren speziellen Servicingdienstleistungen und werden weitere innovative Produkte für unsere Kunden entwickeln.

Im Hinblick auf die NPL-Aktivität in Deutschland hat sich die Entwicklung der vergangenen Jahre nicht fortgesetzt. Aufgrund konjunktureller Entwicklungen und restriktiverer Refinanzierungsmöglichkeiten entwickelten sich erhebliche Probleme im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierung. Die Volumen der notleidenden Forderungen in diesem Segment haben sich signifikant erhöht. Wir rechnen deshalb mit einer Steigerung unserer Tätigkeiten im Bereich der NPLs bereits ab dem Kalenderjahr 2024.

Aktuell stehen genügend Finanzinvestoren als Ankäufer für PLs und NPLs zur Verfügung. Durch die immer noch relativ gesehen günstige Zinssituation bestehen gute Möglichkeiten zum Einsatz eines Leverages und ermöglichen den Finanzinvestoren die Stellung von wettbewerbsfähigen Angebotspreisen.

Eine Neuregulierung des Marktes für NPL wurde durch das Kreditzweitmarktgesetz (KrZwMG) etabliert. Es regelt die detaillierten Pflichten für Käufer und Verkäufer von notleidenden Krediten) sowie für Gesellschaften festlegt, die in den Kreditabwicklungs- und Verwaltungsprozess eingebunden werden (sogenanntes Servicing). Es zielt darauf ab, den Abbau notleidender Kreditpositionen in Bankbilanzen zu fördern. Die harmonisierten Vorgaben der EU-Richtlinie schaffen einen europaweit einheitlichen Rahmen für den Ankauf solcher Kredite und gewährleisten ein hohes Schutzniveau für Schuldnerinnen und Schuldner. In Deutschland ist dies bereits weitgehend Standard für Inkassodienstleister. Das Gesetz trat am 30. Dezember 2023 in Kraft und unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die Gesellschaft beabsichtigt nach dieser Neuregelung auch künftig im Segment der Bearbeitung von NPLs tätig zu sein und hat aus diesem Grund einen Antrag auf Erteilung einer Lizenz als Kreditdienstleistungsinstitut bei der BaFin gestellt und befindet sich aktuell im Lizensierungsverfahren.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die LOANCOS GmbH entsprechend der Erwartung.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf EUR 0,2 Mio. und wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der LOANCOS Group Holding GmbH übernommen.

Das Jahresergebnis entsprach der Planung. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 entstandenen Unsicherheiten im Zusammenhang mit weiter gestiegenen Immobilienkreditzinsen in Verbindung mit der Inflationsentwicklung und einer sich verschlechternden Konjunkturlage, konnte keine bessere Entwicklung erreicht werden.

Aufgrund der Art der Tätigkeit der Gesellschaft, hatten weder der Ukraine-Krieg, der Krieg im Gaza-Streifen noch die Energiepreisprobleme signifikante unmittelbare Auswirkungen auf unser Jahresergebnis.

Insgesamt war das Jahr 2023 geprägt durch die Zielsetzung, trotz der bestehenden und den weiteren aufgetretenen Krisensituationen weitere Kunden zu gewinnen.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr einen Auftrag für ein Kreditservicing für ein Immobilienkreditportfolio gewonnen werden. Zudem wurden zwei Backup-Servicing-Verträge mit Kunden abgeschlossen und umgesetzt. Eine Förderbank konnten wir im Rahmen eines befristeten Servicingauftrages erfolgreich bei ihren Stundungsaktivitäten unterstützen.

Der Personalbestand zum Jahresende erhöhte sich im Jahresvergleich um 1 Person auf 101 (Vorjahr: 100).

Die Optimierung der IT-Umgebung an die wachsenden Anforderungen im Asset & Portfolio Management und das Vorhandensein eines maßgeschneiderten Systemumfeldes ist für die Tätigkeit eines Kreditservicers von zentraler Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten weitere Verbesserungen in der maßgeschneiderten IT- Softwarelösung erzielt werden, insbesondere im Bereich der Bearbeitung der Performing Loans. Die Gesellschaft verfügt dadurch über einen signifikanten Wettbewerbsvorteil. Die Optimierung der Prozessabläufe unterstützt durch die IT-Systemumgebung führt zu einer entsprechenden Verbesserung der Portfolioergebnisse und hat damit gleichzeitig einen Vorteil für unsere Portfoliokunden.

Die Gesellschaft ist seit 2016 über einen Cash-Pool-Vertrag in der Liquiditätssteuerung mit der LOANCOS Group Holding GmbH verbunden. Hiernach ist die Gesellschaft verpflichtet, überschüssige Liquidität monatlich an die LOANCOS Group Holding GmbH abzuführen. Im Gegenzug ist die LOANCOS Group Holding GmbH verpflichtet, der LOANCOS GmbH ausreichende Liquidität zur Begleichung der fälligen Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Seit dem 29. Juli 2016 besteht zwischen der LOANCOS GmbH und der LOANCOS Group Holding GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2016.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus der Betreuung von Immobiliendarlehen sowie Serviceleistungen im Rahmen der Bearbeitung von Immobilienleasingverträgen erzielt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 18).

Die Personalaufwendungen betragen EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,8 Mio.) und stellen damit den größten Posten der Aufwendungen dar (65,7 % der Umsatzerlöse; Vorjahr: 55,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahresvergleich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 3,7 Mio. gesunken.

Das Jahresergebnis vor Verlustabführung beträgt EUR 0,2 Mio. (2,0 % der Umsatzerlöse). Im Vorjahr ergab sich ein Jahresgewinn in Höhe von EUR 0,1 Mio. (0,5 % der Umsatzerlöse).

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die Ertragssituation erwartungsgemäß entwickelt.

2.4 Finanzlage

Das Finanzmanagement hat zum Ziel, eine ausgewogene Kapitalstruktur, eine solide Fristenstruktur der Finanzierung der Aktiva sowie die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität zu erreichen.

Das Eigenkapital wird unverändert zum Vorjahr in Höhe von EUR 5,0 Mio. ausgewiesen; dies entspricht 36,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 36,7 %). Weiterhin enthält die Passivseite als wesentliche Positionen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 5,9 Mio. (43,0 % der Bilanzsumme; Vorjahr: EUR 5,3 Mio. und 38,6 % der Bilanzsumme) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,4 Mio. (10,3 % der Bilanzsumme; Vorjahr EUR 1,8 Mio. und 13,2 % der Bilanzsumme).

Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 373 auf insgesamt TEUR 1.989 reduziert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten inklusive der als kurzfristig einzustufenden Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag 31.12.2023 vollständig durch liquide Mittel sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgedeckt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 471 (3,5 % der Bilanzsumme) und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 haben sich die Finanzlage, Kapitalstruktur und Liquidität entwickelt wie prognostiziert. Aufgrund des am 8. Juni 2016 mit der LOANCOS Group Holding GmbH abgeschlossenen Cash-Pool-Vertrages ist die Gesellschaft in die Liquiditätssteuerung der Holding eingebunden. Hiernach ist die Gesellschaft verpflichtet, überschüssige Liquidität monatlich an die LOANCOS Group Holding GmbH abzuführen. Im Gegenzug ist die LOANCOS Group Holding GmbH verpflichtet, der Gesellschaft ausreichende Liquidität zur Begleichung der fälligen Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Zur Stärkung der Liquidität und zur Finanzierung von getätigten und geplanten Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2021 ein KfW-Förderdarlehen in Höhe von EUR 2,0 Mio. aufgenommen, das zum Geschäftsjahresende 2023 noch mit EUR 1,4 Mio. valutiert.

Das Eigenkapital wies zum 31. Dezember 2023 aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag und vorher dargestellten Maßnahmen einen Betrag in Höhe von EUR 5,0 Mio. aus.

2.5 Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Umlaufvermögen insgesamt EUR 12,9 Mio. (94,8 % der Bilanzsumme; Vorjahr: EUR 12,7 Mio. und 93,1 % der Bilanzsumme). Das Anlagevermögen weist einen Betrag von EUR 0,7 Mio. (4,8 % der Bilanzsumme; Vorjahr: EUR 0,9 Mio. und 6,4 % der Bilanzsumme) aus.

Die Bilanzsumme der LOANCOS GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 13,6 Mio. (Vorjahr: EUR 13,6 Mio.). Die Aktivseite ist bestimmt durch Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 2,0 Mio. (14,6 % der Bilanzsumme) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 10,9 Mio. (80,2 % der Bilanzsumme).

Die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten laufende Konten. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Forderungen gegenüber den Portfoliokunden aus der Bearbeitung von Performing Loans und notleidender Darlehensforderungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen EUR 5,9 Mio. auf Forderungen gegenüber der LOANCOS Group Holding GmbH aus dem Cash Pooling Vertrag und EUR 3,7 Mio. aus einem Cash Pooling Vertrag mit der Servicing Advisors Invest GmbH.

Liquiditäts- und Adressenausfallrisiken bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nur in geringem Umfang. Das Zinsänderungsrisiko spielt für den Fortbestand der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle.

Die Gesellschaft hat eine Absicherung der Pensionsverpflichtungen durch einen doppelseitigen Insolvenzsicherungsvertrag (sogenanntes Contractual Trust Arrangement) vorgenommen. Hierzu wurden Vermögenswerte an einen Treuhänder übertragen. Die Anlagestrategie für die Vermögenswerte beinhaltet diverse Instrumente, darunter indirekt in Fondsinvestments sowie direkte Investments in Kredite, Immobilien oder auch Aktien. Das größte Investment besteht in einem Nachrangkredit an die LOANCOS Group Holding GmbH zur Finanzierung von Steueranrechnungsguthaben sowie Investments in Immobilien und internen Gruppenkrediten insgesamt in Höhe von EUR 4,5 Mio.

Die Lage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt solide entwickelt.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Im Jahr 2024 wird die Gesellschaft planmäßig die bestehenden Portfolien bearbeiten.

Die Übernahme von Aufträgen zur Abwicklung von neuen Investor-Portfolien und Outsourcing-Portfolien ist in hohem Maße abhängig von der Situation am deutschen Markt für PLs und NPLs sowie dem Fortschreiten konkreter Outsourcing-Überlegungen in Finanzinstituten. Aufgrund des bei deutschen und ausländischen Banken bestehenden Volumens an aktuellen und zukünftig erwarteten nicht strategischen Immobiliendarlehen in Deutschland sowie der sich abzeichnenden Nachfrage von Versicherungen nach Dienstleistungen im Kreditneu- und Bestandsgeschäft sieht die Gesellschaft gute Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung.

Die Gesellschaft wird sich im Jahr 2024 weiter intensiv um die Bearbeitung von wohnwirtschaftlichen PL-Portfolien und NPL-Portfolien sowie Dienstleistungen in diesem Zusammenhang bemühen. Insbesondere für Dienstleistungen im Zusammenhang mit nicht-strategischen, immobilienbesicherten Darlehen sowohl für Banken (Outsourcing), als auch für Investoren (Transaktionsberatung, Portfoliomanagement) sieht die Gesellschaft aktuell einen steigenden Bedarf. Darüber hinaus wird die Gesellschaft ihre Ausrichtung auf die Anlage von Mitteln in Portfolien aus Immobilien oder Darlehensforderungen in kleinerem Volumen vorantreiben.

Im laufenden Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft im Hinblick auf das Neugeschäft erfolgreich; es wurden ein Servicingmandat für ein Hypothekendarlehensportfolio, zwei Backup-Servicing-Mandate sowie ein Mandat einer Förderbank zur Unterstützung für die Bearbeitung von Corona-Hilfen gewonnen.

Die Gesellschaft wird im laufenden Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und ab dem Jahr 2025 von den Skaleneffekten der vorgenommenen Investitionen profitieren und ein signifikantes positives Ergebnis erzielen.

Der Liquiditätsbedarf im Jahresverlauf 2024 sowie entsprechend der Planungen für das Jahr 2025 wird über den mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Cash-Pool- Vertrags gesteuert und sichergestellt.

Für das Jahr 2024 wird mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau ausgegangen. Abhängig vom Neugeschäftsvolumen rechnen wir für 2025 wird mit einer Steigerung der Umsatzerlöse von mehr als 5%.

4.2. Chancenbericht

Insgesamt hat die LOANCOS GmbH eine sehr gute strategische Ausgangsposition, um im Marktumfeld der wertorientierten Bearbeitung von Krediten und Immobilien auch in Zukunft eine wesentliche Rolle einzunehmen.

Es wird erwartet, dass aufgrund der weiter bestehenden erhöhten Inflation, der aktuellen Zinsunsicherheiten und der konjunkturellen Eintrübung im Laufe des Jahres 2024 eine steigende Marktdynamik eintreten wird, weswegen mit einer positiven Entwicklung des PL- und NPL-Transaktionsmarktes gerechnet wird.

4.3. Risikobericht

Risiken für den Fortbestand des Unternehmens bestehen im Wesentlichen darin, dass Portfolioeigentümer die bestehenden Servicing Agreements bzw. die getroffenen Vergütungsvereinbarungen kündigen könnten und dauerhaft keine neuen Servicingmandate akquiriert werden können. Aufgrund langjähriger guter Geschäftsbeziehungen ist von signifikanten Auswirkungen von Kündigungen laufender Mandate nicht auszugehen.

Die Aufbau- und Ablauforganisation der gesamten Geschäftstätigkeit ist in den Prozessbeschreibungen der Gesellschaft detailliert dokumentiert und geregelt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den zahlreichen Kontrolltätigkeiten und dem gesamten internen Kontrollsystem, die wir zur Minimierung operationaler Risiken in unseren Prozessen vorsehen.

Eine gewichtige Bedeutung hat das Management der Betriebsrisiken, zu denen wir alle Risiken zählen, die weder Markt-, Adressenausfall- oder Liquiditätsrisiken darstellen. Hierzu zählen die nachfolgend beschriebenen Risiken.

Abwicklungsrisiko:

Das Risiko der fehlerhaften Bearbeitung von Geschäftsvorfällen bzw. das Ausführen von Transaktionen, die der Intention und Erwartung der Leitungsebene widersprechen.

Zur Minimierung des Abwicklungsrisikos nimmt die Gesellschaft regelmäßig eine Prüfung und Einschätzung der eingesetzten Prozesse, der ausführenden Personen sowie der Vertragspartner vor.

Informationsrisiko:

Das Risiko, dass auf Informationen, die innerhalb oder außerhalb der Gesellschaft erstellt, erhalten, übermittelt oder gespeichert wurden, nicht mehr zugegriffen werden kann. Weiterhin können diese Informationen von schlechter Qualität sein, falsch gehandhabt oder unberechtigt angeeignet worden sein. Die Risiken von Cyber-Angriffen auf das Systemumfeld der Gesellschaft gehört ebenfalls dazu. Dem Informationsrisiko werden ebenfalls Risiken zugeordnet, die aus Systemen resultieren und zur Informationsverarbeitung genutzt werden.

Zur Risikosteuerung und -minimierung beurteilt die Gesellschaft regelmäßig die eigesetzten Anwendungen und dazugehörigen Prozesse auf Schwachstellen und nimmt erforderliche Änderungen vor.

Reputationsrisiko:

Das Risiko der Gesellschaft, das sich aus einer Schädigung der Kundenbeziehung durch mangelhafte Serviceleistungen bzw. fehlerhafter Ausführung von Geschäftsvorfällen ergibt. Des Weiteren das Risiko, Geschäftsbeziehungen mit Kontrahenten einzugehen, deren Geschäftspraktiken nicht unseren Standards oder unserer Geschäftsethik entsprechen.

Das Reputationsrisiko wird regelmäßig durch die Geschäftsleitung und die verantwortlichen Bereichsleiter überwacht. Hierbei werden einerseits die internen Prozesse beurteilt und ggf. angepasst und andererseits die bestehenden Vertragspartner im Hinblick auf bestehende Reputationsrisiken beurteilt.

Personalrisiko:

Die Gesellschaft hat, bedingt durch die Konzentration auf das Kreditservicing, einen hohen Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Fach- und Führungskräften. Die Gesellschaft steht dabei in Konkurrenz zu anderen Marktteilnehmern. Dieses Risiko hat sich in den letzten Jahren durch den Wegfall verschiedener Konkurrenten reduziert. Als Risiko sehen wir deshalb eine hohe Fluktuation bzw. das Risiko, nicht genügend qualifiziertes Personal an das Haus binden zu können; durch die verschiedenen Standorte besteht hier allerdings genügend Flexibilität. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Mitarbeiter bewusst oder fahrlässig gegen gesetzte Regeln oder die Geschäftsethik des Hauses verstoßen.

Zur Minimierung des Personalrisikos beurteilt die Gesellschaft im Rahmen der Personalsteuerung die bestehenden Verfahren zur Personalführung und -beurteilung.

Im Management der Personalrisiken, sofern es den Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Fluktuation und Weiterbildung betrifft, herrscht eine Aufgabenteilung zwischen der Personalabteilung und der betreffenden Fachabteilung. Für alle Angestellten werden Weiterbildungsprogramme angeboten.

Die Gesellschaft bedient sich traditioneller Möglichkeiten der Mitarbeitersuche und nutzt auch den Service von Personalberatern sowie des Internets.

Rechtsrisiken:

Unter Rechtsrisiken verstehen wir alle aus vertraglichen Vereinbarungen sowie aus rechtlichen Rahmenbedingungen resultierenden Risiken.

Die Rechtsrisiken werden durch die fortlaufende Überwachung der bestehenden Vertragsbeziehungen sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die internen sowie extern angebundenen Rechtsexperten minimiert.

Für die Erkennung und die Begrenzung von Rechtsrisiken beschäftigt die Gesellschaft eigene Rechtsanwälte und hat eine Vereinbarung mit einer Rechtsanwaltskanzlei abgeschlossen. Sie berät alle Abteilungen in juristischen Fragen und informiert über wesentliche Rechtsänderungen. Bei Bedarf werden weitere externe Berater hinzugezogen. Des Weiteren ist in der Gesellschaft ein Prozess zum Beschwerdemanagement etabliert.

Operationelle Risiken:

Entsprechend der besonderen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft legen wir ein großes Augenmerk auf die Steuerung der operationellen Risiken in analoger Anwendung der bankaufsichtsrechtlichen Regelungen.

Die Verantwortung für das operative Management der Betriebsrisiken liegt unterhalb der Geschäftsführung bei den Bereichsleitern. Sie sind verantwortlich für das Aufstellen, die Dokumentation sowie die fortwährende Aktualisierung sämtlicher Arbeitsanweisungen und Kontrollprozeduren. Im Rahmen dieser Verantwortlichkeiten besteht das interne Kontrollsystem. Auftretende Risiken werden an die Geschäftsführung gemeldet.

Eine weitere Minimierung der operationellen Risiken wird durch Revisionen der Auftraggeber bzw. extern beauftragter Revisoren erreicht, die die gesetzten Standards und Prozeduren auf Adäquanz und Einhaltung überprüfen und eventuell bestehende Schwachstellen im Arbeitsablauf aufzeigen.

Ein wesentliches Instrument der Reduzierung der Betriebsrisiken ist die Optimierung der Informationstechnologie. Um effizient agieren zu können, bedarf es zuverlässiger elektronischer Systeme und Datenbanken, die einen schnellen und beliebig häufigen Zugriff auf verlässliche Daten sichern.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprechen wir einen besonderen Dank aus. Sie haben die anstehenden Tätigkeiten mit großem Engagement bewältigt und konnten den Geschäftsbetrieb und die Geschäftsergebnisse jederzeit sicherstellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

LOANCOS GmbH

Eckhard Blauhut

Protokoll der Gesellschafterversammlung der LOANCOS GmbH vom 02.05.2024

Die Geschäftsführerin der Servicing Advisors Invest GmbH als alleinige Gesellschafterin der LOANCOS GmbH mit dem Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter HRB 73 137 fasst unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristvorschriften im Rahmen der heutigen Gesellschafterversammlung den folgenden Beschluss:

1) Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2023

Beschluss:

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 13.641.991,52 und einer Verlustübernahme in Höhe von EUR 212.122,99 durch die LOANCOS Group Holding GmbH gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 29. Juli 2016 sowie einem nach der Gewinnabführung verbleibenden Jahresüberschuss von EUR 0,00 festgestellt.

2) Entlastung der Geschäftsführung

Beschluss:

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023 Entlastung erteilt.

 

Gießen, den 02. Mai 2024

Servicing Advisors Invest GmbH

Sylvia Baumgarten, Geschäftsführerin

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