Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 215477
Vorher
Blitz 14-475 GmbH
Eingetragen
8.12.2014
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und Anhängern
Gegenstand
Vermietung (einschließlich Mietkauf) von beweglichen Wirtschaftsgütern, insbesondere von Fahrzeugen, jeder Art; Entwicklung und Erbringung von Flottenmanagementdienstleistungen und lösungen; Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugkomponenten; Groß- und Einzelhandel mit beweglichen Wirtschaftsgütern, insbesondere Fahrzeugen, jeder Art; Herstellung von Kraftfahrzeugen und Anhängern sowie Zubehörteilen und Komponenten für Kraftfahrzeuge und Anhänger; Erbringung von technischen Dienst- und Werkleistungen jeglicher Art; Erbringung von Beratungs-, Marketing-, Werbe-, Public Relations- und sonstigen Consulting-Dienstleistungen jeglicher Art; Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Zubehör; Vermittlung von Geschäften und Dienstleistungen; Erbringung von organisatorischen und wirtschaftlichen Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen; Durchführung von Seminaren, Lehrgängen, Trainings- und Instruktionsveranstaltungen und Dienstleistungen; Tests, Vermessungen, Analysen und Inspektionen; alle wirtschaftlichen, gewerbsmäßigen, finanziellen und immobilienwirtschaftlichen Transaktionen, die direkt oder indirekt mit den vorstehenden geschäftlichen Aktivitäten in Verbindung stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cyriel Vrijders
seit 25.11.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fraikin SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fraikin SAS
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fraikin Deutschland GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Fraikin Deutschland GmbH, im Folgenden auch "die Gesellschaft" genannt, ist im Bereich der Vermietung von Lastkraftwagen und Anhänger sowie der Vermietung kundenspezifischer Fahrzeuge wie Kommunal- und Entsorgungsfahrzeuge tätig. Zu unseren Kunden, die Fahrzeuge über unsere Mietkonzepte beschaffen, zählen Unternehmen im Bereich Transport und Logistik, Industrie, Baugewerbe, Handel und verarbeitendes Gewerbe sowie öffentliche Institutionen und die Entsorgungswirtschaft.

Die Gesellschaft ist Teil der europaweit tätigen Fraikin-Gruppe, über die auch die Beschaffung der Fahrzeuge für die Vermietungstätigkeit organisiert ist. Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft konzentriert sich zunächst auf die Langzeitvermietung der Fahrzeuge an unsere Kunden sowie auf die Erbringung der damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen (Fleet- Management). Die zur Langzeitvermietung beschafften Fahrzeuge werden dazu über längerfristige Sale-and-Mietkauf-back-Vereinbarungen mit namhaften Finanzinstituten bzw. Kreditinstituten refinanziert. Bei Rückgabe der Fahrzeuge bei Mietende werden diese in die Fahrzeugflotte zur Kurzzeitvermietung aufgenommen oder sie werden als Gebrauchtfahrzeuge am Markt angeboten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 hoffte die deutsche Wirtschaft, sich in den folgenden Jahren zu regenerieren. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und einer seit langem nicht gekannten Rekordinflation, fiel das ökonomische Wachstum der Folgejahre auch nach "Corona" indes erheblich geringer als erwartet aus.

Im März 2022 prognostizierte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Wirtschaft noch ein Wirtschaftswachstum von 3,6% für Deutschland 1 , während im März 2023 nur noch von einem geringeren Wachstum von 0,2% ausgegangen wurde. 2 Faktisch sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 stattdessen preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um -0,2% und betrug etwa 4,12 Billionen Euro. 3

1 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2022.html
2 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2023.html
3 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html

Gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz waren ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. 4

Das Konsumverhalten der Verbraucher wirkt sich unmittelbar auf den Bedarf an Frachtleistungen für den privaten wie gewerblichen Bereich aus, die die Treiber für die Transport- und Logistikbranche darstellen. Dementsprechend hängt die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen stark von dieser Entwicklung ab.

Im europäischen Absatzmarkt für schwere Nutzfahrzeuge gab es 2022 stückzahlbezogen ein Wachstum von 5 %, in Deutschland sank der Absatz stückzahlbezogen jedoch um 2 %. 5 In Deutschland wurden damit weniger Nutzfahrzeuge zugelassen als im Jahr 2021. Im Jahr 2023 ist jedoch der Nutzfahrzeugmarkt zunächst in allen Segmenten wieder stark gewachsen. Daran partizipierte auch der deutsche Markt, insbesondere bei dem Markt für (schwere) LKWs. 6

Durch die Lieferengpässe der "Corona-Jahre" ergaben sich trotz einer schwächelnden Konjunktur und einem rückläufigen Konsumverhalten der Verbraucher noch keine Auswirkungen auf die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, da zunächst der Nachfragestau durch die wieder anlaufenden Produktionskapazitäten beseitigt werden konnte. 7 Allerdings gab es bereits erste Anzeichen für einen, teilweise drastischen Nachfragerückgang. So musste beispielsweise Daimler Truck im 3. Quartal einen Einbruch des Auftragseingangs von 18% hinnehmen. 8

2.2. Geschäftsverlauf

Fraikin fokussiert seine Geschäftstätigkeiten auf die Langzeitvermietung, betreibt aber auch den Ausbau der Kurzzeitvermietung, dort, wo eine wirtschaftliche Nutzung des Fahrzeugs möglich ist. Darüber hinaus wurden gezielte Maßnahmen zur Aussteuerung und Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen/Aufliegern ergriffen.

Das Geschäftsjahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr durch den Rückgang der Umsatzerlöse gekennzeichnet. Dies hängt zum einen mit positiven Einmaleffekte im Vorjahr aus der vorzeitigen Vertragsauflösung eines Kunden zusammen (außerordentliche Veräußerungserlöse von Fahrzeugen und Erlöse aus dem Kosten- und Margenausgleich), zum anderen konnten die Vertragsneuabschlüsse die auslaufenden Verträge nicht kompensieren. Gleichzeitig verursachten die Fahrzeuge aufgrund des Alters der Fahrzeugflotte überproportional hohe Reparaturkosten.

4 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-diewirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html
5 https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/nutzfahrzeuge/marktentwicklung-schwere-nutzfahrzeuge
6 https://www.autohaus.de/nachrichten/autohersteller/eu-nutzfahrzeugmarkt-2023-wachstum-in-allensegmenten-3475496
7 https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/daimler-truck-brechen-auftraege-wega-57499926-9ab0-4ed8-8b0e-4a4ba62b67e0
8 https://logistra.de/news/nfz-fuhrpark-lagerlogistik-intralogistik-daimler-truck-erwartet-robustes-geschaeft-trotz-auftragsrueckgang-294883.html, https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/daimler-truck-brechen-auftraege-weg-a-57499926-9ab0-4ed8-8b0e-4a4ba62b67e0

Das Geschäftsjahr 2023 ist außerdem durch die Insolvenz des zweitgrößten Kunden geprägt, die zu Sonderabschreibungen und Wertberichtigungen von rd. 1 Mio. Euro geführt haben. Dar- über hinaus wirkte sich das höhere Zinsniveau negativ auf das Jahresergebnis aus. Auch führt die in 2021 durchgeführte Verkürzung der Nutzungsdauer zu überproportional hohen Abschreibungen. So stiegt der Anteil der Abschreibungen am Umsatz, bereinigt um Sonderabschreibungen in 2023 in Höhe von TEUR 418, von 39,1% in 2020 auf 46,97% im Geschäftsjahr 2023.

2.2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse von Fraikin Deutschland beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 20.936. Sie sind damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 25.172) um TEUR 4.236 gesunken, jedoch bzw. bereinigt um den Sondereffekt im Vorjahr der vorzeitigen Vertragsauflösung um TEUR 725 gestiegen. Die Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 16.569 (Vorjahr TEUR 17.747) ganz überwiegend solche aus der Vermietung der Fahrzeugflotte. Im Geschäftsjahr betrugen die Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen TEUR 3.476 (Vorjahr TEUR 4.747, bereinigt um den Sondereffekt der vorzeitigen Vertragsauflösung TEUR 1.247).

Die Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen bestehen vor allem aus den Versicherungen für die Fahrzeuge, aus in Anspruch genommenen Reparaturleistungen und Maut sowie den Restbuchwerten für die verkauften Altfahrzeuge. Der im Vergleich zu den Mieterlösen prozentuale Anstieg der Wartungs- und Reparaturkosten von TEUR 3.935 oder 22,2% auf TEUR 4.038 oder 24,4% ist insbesondere auf gestiegene Preise für Teile und Lohn in den Werkstätten, Reparaturen aufgrund hoher Kilometerleistungen älterer Fahrzeuge im Fahrzeugbestand zurückzuführen.

Die branchentypisch in den Materialaufwendungen enthaltenen Restbuchwerte der verkauften Fahrzeuge/Anhänger sind von TEUR 4.584 im Vorjahr auf TEUR 3.105 im Geschäftsjahr 2023 gesunken bzw. haben sich, bereinigt um den Sondereffekt der vorzeitigen Vertragsauflösung in Höhe von TEUR 3.222, um TEUR 1.743 erhöht.

Die Personalaufwendungen betrugen TEUR 2.023 nach TEUR 1.872 im Vorjahr. Der Anstieg resultiert aus der Mitarbeiteranzahl mit denen insbesondere ab Oktober ausgelagerte Arbeiten wieder intern ausgeführt werden konnten.

Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 10.251 nach TEUR 9.993 im Vorjahr. Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Fahrzeuge in Höhe von TEUR 418 aufgrund der insolvenzbedingten Rückgabe von Fahrzeugen in einem besonders schlechten Zustand enthalten (Vorjahr TEUR 500 für die Mietern in den Jahren 2018-2020 verlustbehaftete Kaufoptionen zugesagt worden waren).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 3.296 im Vorjahr auf TEUR 2.753 gesunken. Darin sind Aufwendungen von TEUR 533 für Wertberichtungen und Rückstellungen aufgrund der Insolvenz eines Kunden enthalten. Einsparungen wurden in fast allen Kostenarten erzielt. Auch machte sich schon die Einsparung von Kosten für externe Dienst- und Beratungsleistungen bemerkbar.

Im Zinsergebnis sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.153 (Vorjahr TEUR 1.681) erfasst, die neben Zinsen in Höhe von TEUR 805 für ein Darlehen der Muttergesellschaft zum ganz überwiegenden Teil für die Finanzierung der Anschaffung der Vermietungsflotte angefallen sind.

An Konzernumlagen für Konzerndienstleistungen und Zinsen fielen insgesamt TEUR 1.437 oder 6,9% vom Umsatz an (Vorjahr TEUR 1.315 oder 5,23%).

Unter Berücksichtigung sonstiger Steuern von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 160), vor allem bestehend aus den Kfz-Steuern für die Vermietungsflotte, verschlechterte sich der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 3.803 auf TEUR 5.176 (Vorjahr TEUR 1.002 Verbesserung).

2.2.2. Finanzlage

Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2023 TEUR 9.744 in den Fuhrpark (Vorjahr TEUR 11.374). Die Finanzierung der Investitionen in den Fuhrpark erfolgte immer durch Saleand-Mietkauf-back-Vereinbarungen mit verschiedenen Finanzinstituten bzw. Kreditinstituten. Fälligkeit der Verbindlichkeiten geg. KI betragen bis 1 Jahr 5.021 TEUR und von 1 bis 5 Jahren 26.250 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung des Fuhrparks belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 31.271 (Vorjahr TEUR 33.722).

Sofern notwendig, finanziert sich das Unternehmen ansonsten aus den Einnahmenüberschüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Deshalb war die Gesellschaft war aufgrund des Zugriffs auf liquide Mittel und Finanzierungen zu jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

2.2.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 39.738 (Vorjahr TEUR 43.334), welches fast ausschließlich aus dem zur Vermietung vorgesehenen Fuhrpark besteht.

Korrespondierend zu dem Fuhrpark bestehen auf der Passivseite Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen in Höhe von TEUR 31.271 oder rd. 68% der Bilanzsumme (Vorjahr TEUR 33.722 oder 73%). Daneben sind auf der Passivseite durch Darlehen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.275 (Vorjahr TEUR 5.275) und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.716 (Vorjahr TEUR 3.331) vorhanden, die zusammen rd. 24% der Bilanzsumme ausmachen (Vorjahr 18%).

Die Bilanz wies einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.801 aus, während im Vorjahr noch ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.374 bestand. Eine wirtschaftliche Überschuldung wurde durch die Erweiterung einer bereits bestehenden Rangrücktrittserklärung der Muttergesellschaft auf TEUR 5.275 vermieden.

2.2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Fraikin definiert im Wesentlichen das EBITDA (Earnings before interests, tax, depreciation and amortization) sowie die Anzahl an vermieteten Fahrzeugen im Langfristbereich (Contract Hire) als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren.

Die mit der Muttergesellschaft abgestimmte Planung für das Geschäftsjahr 2023 war auf weiteres Wachstum der Fraikin Deutschland GmbH ausgerichtet. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem EBITDA geplant, das über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen sollte. Faktisch wurde die Budgetplanung nicht erreicht.

Die Kennzahlen zeigen die Ergebnisverschlechterung im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA in 2023 verringerte sich um TEUR 3.105 auf TEUR 7.353 (Vorjahr TEUR 10.458).

Die vermieteten Fahrzeuge mit Langfristverträgen sanken von 1.064 Ende 2022 auf 944 Fahrzeuge Ende 2023. Auch wenn ein Teil dieser Fahrzeuge im Kurzfristbereich weiter vermietet wurden, so erhöhte sich doch der Bestand an sogenannten Hoffahrzeugen.

2.2.5 Gesamtaussage zur Lage

Insgesamt ist die Gesamtsituation nicht zufriedenstellend, da neben den nicht beeinflussbaren Faktoren aus der Vergangenheit, wie z. B. das Abschreibungsvolumen, auch das Neugeschäft mit Fahrzeugen die herausfordernde Situation am Markt widerspiegelt. Erfreulich entwickelnden sich die Umsätze aus dem Verkauf der Hofbestandsfahrzeuge, die einen deutlich positiven Einfluss auf das Gesamtergebnis nahmen.

2.3. Risikobericht

2.3.1. Markt- und Branchenrisiken

Die Geschäftsentwicklung von Fraikin Deutschland wird durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wesentlich beeinflusst. Insbesondere der durch die Inflation bedingte Kaufkraftverlust dürfte zu einer Verringerung der Nachfrage nach Waren- und Dienstleistungen führen, was sich auch auf das Speditionsgewerbe durch ein niedrigeres Frachtvolumen auswirkt. In diesem Fall dürfte eine geringere Nachfrage nach Mietfahrzeugen verbunden sein.

Die Bundesregierung brachte 2021 ein weiteres Konzept zur Ausgestaltung klimafreundlichere Nutzfahrzeuge mit klar zu erreichenden CO 2 -Einsparzielen auf den Weg.

Die damit sich verschärfenden Vorgaben zur Abgas-Reduzierung gehen mit steigenden Investitionskosten für alternativ angetriebene Nutzfahrzeuge einher. Alternative Antriebstechnologien sowie dazugehörige Infrastrukturen stehen längst noch nicht ausreichend am Markt zur Verfügung. Vor allem im schweren Nutzfahrzeugbereich - das bisherige Kundenklientel von Fraikin - befinden sich Fahrzeugentwicklungen mit neuen Technologien noch im Vor-Serienzustand.

Die Automobilhersteller haben bereits begonnen, sich auf dieses Wachstum vorzubereiten, indem sie ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensivieren, um die Leistung und Effizienz von Lkw zu verbessern. Darüber hinaus investiert die Automobilindustrie massiv in grüne Technologien, um die Umweltauswirkungen von Industrie- und Nutzfahrzeugen zu reduzieren, einschließlich der Verwendung alternativer Kraftstoffe wie Erdgas und Elektrofahrzeuge. 9

9 Vgl. Fraikin CSR-Bericht 2021-2022. Seite 26-27

Durch diese zentralen Anforderungen sehen sich Nutzer und Anbieter von Nutzfahrzeugen mit erheblichen Veränderungen für die mittel- bis langfristige Beschaffung ihrer Fahrzeugflotte konfrontiert. Noch ist keine steigende Nachfrage-Tendenz nach alternativen Antriebstechnologien am Markt spürbar. Für die zukünftige unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit von Fraikin ist jedoch die vorausschauende betriebswirtschaftliche Betrachtung über den gesamten Einsatzlebenszyklus aller alternativen Antriebe entscheidend. Die Unsicherheit über den Restwert der Fahrzeuge am Ende der Laufzeit eines Mietvertrages im bisherigen Bereich der Verbrennungsmotoren wird durch die parallele Entwicklung der Elektromobilität auch im Nutzfahrzeugbereich langfristige erhöht. Die Nutzfahrzeughersteller sind aufgrund der vorgesehenen Strafzahlungen für jedes Fahrzeug mit Verbrennermotor jedoch schon jetzt gezwungen, den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu forcieren, obwohl in vielen Anwendungsszenarien Elektrofahrzeuge nicht die Nutzungsanforderungen erfüllen. Da aufgrund der aktuell hohen Preise in der Produktion von Elektrofahrzeugen eine Preissenkung nicht auf das Niveau der Verbrennerfahrzeuge erfolgen kann, werden die Preise für Neufahrzeuge bei den Verbrennern steigen müssen. Demzufolge erwartet Fraikin in den nächsten 4-5 Jahren tendenziell höhere Restwerte für die in ihrem Bestand befindlichen Fahrzeuge, da es dann insbesondere für die Logistikbranche übergangsweise günstiger sein wird Gebrauchtfahrzeuge zu kaufen als künstlich überteuerte Verbrenner-Neufahrzeuge. Darüber hinaus ist aufgrund des langfristigen Geschäftsmodells von Fraikin und der Möglichkeit Fahrzeuge zumindest kurzfristig weiterzuvermieten, eine Anpassungsmöglichkeit auf kurzfristige Schwankungen von Restwerten gegeben.

Mittel- bis langfristig werden sich im Nutzfahrzeugmarkt wesentliche Veränderungen ergeben die neue Geschäftschancen aber auch Risiken für die Vermietung von Fahrzeugen mit sich bringen dürfte. Gerade im langfristigen Vermietgeschäft bestehen, insbesondere aufgrund des absehbaren Technologiewandels, erhöhte Risiken, sofern die Kostenentwicklung nicht an die Kunden weitergegeben bzw. erkannt werden können.

2.3.2. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die künftige Liquiditätslage der Gesellschaft hängt wesentlich von operativen Mittelzuflüssen sowie Zahlungseingängen aus Fahrzeugverkäufen ab. Die Sicherstellung insbesondere des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit stellt unabhängig vom Marktumfeld eine Herausforderung dar. Von Bedeutung ist dabei sowohl die fristgerechte Zahlung der Mietforderungen durch die Kunden, die in der Regel durch Abbuchungsermächtigungen eingezogen werden, als auch die Realisierung von geplanten Mietverträgen. Im Rahmen der vorgenommenen Liquiditätsplanung gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass die operativen Mittelzuflüsse sowie die Zuflüsse aus Fahrzeugverkäufen der Gesellschaft ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen zur Verfügung stellen. Sollten die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zu Mietzahlungen von Kunden, insbesondere hinsichtlich der Realisierung geplanter Mieterträge, sowie zur Veräußerung von Fahrzeugen aus dem Bestand nicht eintreten, ist die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen auf externe Finanzierung angewiesen. In diesem Kontext liegt der Gesellschaft eine bis zum 31. Dezember 2025 befristete betragsmäßig unbegrenzte harte Patronatserklärung des Mutterunternehmens Fraikin SAS vor. Sämtliche Zahlungen oder Leistungen des Garantiegebers unter der Patronatserklärung stellen Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs 2 Nr. 4 HGB dar. Des Weiteren liegt der Gesellschaft eine Rangrücktrittserklärung des Mutterunternehmens in Bezug auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.275 vor. Die gesetzlichen Vertreter gehen daher davon aus, dass die Gesellschaft auch künftig jederzeit in der Lage sein wird, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, und ihre Unternehmenstätigkeit fortzuführen.

9 https://sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2023.html

Fehlende oder verspätet eingehende Zahlungseingänge, insbesondere von Hauptkunden, können indirekt auch zu Zahlungsschwierigkeiten bei Fraikin führen. Durch ein Debitoren-Management wird der Liquiditätsfluss überwacht, so dass Gegenmaßnahmen wie der Einzug über ein Inkassounternehmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

Da Fraikin zu einem Großteil die Fahrzeuge fremdfinanziert, sind externe Kreditlinien bei Banken oder anderen Finanzinstituten unabdingbar, um die Bestellungen von Neufahrzeugen refinanzieren zu können. Sollten Kreditlinien gekündigt werden, besteht die Gefahr, dass die Neuanschaffung von Fahrzeugen nicht mehr möglich ist. Diesem Risiko kann nur durch eine vorsichtige Bestellpolitik bei Neufahrzeugen begegnet werden, so dass keine Überkapazität an Fahrzeugen entsteht, die dann zum Abschluss von unprofitablen Mietverträgen zwingen und einen großen Hofbestand an unvermieteten Fahrzeugen vermeidet. Grundsätzlich wird Fraikin nur dann Bestellungen vornehmen, wenn die Finanzierung gesichert erscheint. Bis heute waren ausreichende Kreditlinien verfügbar, um geplante Neuanschaffungen zu finanzieren. Eine Abhängigkeit von einem einzelnen Institut besteht bis dato nicht.

Steigende Zinsniveaus erhöhen den Kostendruck auf Mieter und Vermieter. Je nach Verhandlungsposition der beteiligten Parteien birgt dies das Risiko, dass höhere Zinskosten nicht an die Mieter weitergegeben werden können und die Profitabilität von Fraikin sinkt. Dies gilt umso mehr, wenn Mietverträge (weit) vor den Lieferungen abgeschlossen werden, ohne dass die Finanzierungskonditionen festgelegt sind. Damit besteht das Risiko, dass ein gestiegener Zins das Ergebnis des Fahrzeugs negativ beeinflusst. Durch die Änderung der Vertragsgestaltung wird diesem Risiko Rechnung getragen. Außerdem haben sich die Lieferzeiten im Unterschied zu den ersten "Nach-Corona-Jahren" verkürzt, so dass zwischen Vertragsschluss, Bestellung und Auslieferung des Fahrzeugs nicht mehr Zeitunterschiede von bis zu 1 1/2 Jahren auftreten werden.

2.3.3. Risikomanagementziele und Methoden in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen die flüssigen Mittel und Forderungen sowie auf der Passivseite die Verbindlichkeiten. Insbesondere die Werthaltigkeit der aktiven Finanzinstrumente sowie die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten werden laufend überwacht. Da die Vermietungserlöse ebenso wie die Fahrzeugbeschaffung bisher ausschließlich in Euro abgewickelt werden, sind keine Finanzinstrument zur Absicherung von Währungskursrisiken notwendig und werden auch nicht für andere Zwecke eingesetzt.

Vor dem Hintergrund möglicher Insolvenzen durch eine sich verschlechternden Wirtschaft besteht das Risiko, dass größere Beträge auch bei größtmöglicher Vorsicht aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten der Kunden ausfallen könnten. Unter der Annahme einer Weitervermietung oder eines Verkaufs der Fahrzeuge dieses Kunden, ist das maximale Ausfallrisiko auf die Forderungen begrenzt und entspricht dem Bilanzansatz dieser Instrumente.

2.3.4. Beschaffungsrisiken

Der Beschaffungsprozess zum Einkauf von Fahrzeugen ist zur Erzielung von Skaleneffekten zum großen Teil auf die Einkaufsgesellschaft Fraikin Supply ausgelagert. Im Hinblick auf die Beschaffung von Fahrzeugen zu wettbewerbsfähigen Preisen ist Fraikin Deutschland somit von den Rahmenvereinbarungen der Fraikin-Gruppe abhängig.

Auf dem Beschaffungsmarkt wird, wenn auch nicht unmittelbar, eine Entspannung hinsichtlich der bisherigen Lieferengpässe erwartet. Nachdem sich die Schwierigkeiten und Störungen bei den globalen Lieferketten verringern, geht Fraikin von deutlich kürzeren Lieferfristen und einer besseren Beschaffungssituation hinsichtlich der Einkaufspreise und Liefertreue aus.

Eine Erholung und Anstieg des Produktionsvolumens bei den Nutzfahrzeug-Herstellern gibt auch Fraikin Deutschland die Möglichkeit, die Fahrzeugflotte auszubauen und sukzessive zu erneuern ohne überteuerte Einkaufspreise wie in den Vorjahren akzeptieren zu müssen.

2.3.5. Gesamtaussage zur Risikolage

Durch die langfristige Vermietung von Fahrzeugen ergibt sich in dieser Hinsicht eine gute Planbarkeit für das Bestandsgeschäft. Unsicherheiten für den Umsatz, Ergebnis und Liquidität bestehen angesichts einer Rückläufigen Nachfrage sowie in der Unsicherheit, in welchem Umfang Fahrzeuge aus dem Bestand am Markt verkauft werden können.

Auf der Liquiditätsseite deckt das operative Geschäft die Zahlungsverpflichtungen ab, sofern die notwendigen Fahrzeugverkäufe erreicht werden.

Auf der Eigenkapitalseite deckt die bestehende Rangrücktrittserklärung der Muttergesellschaft eine im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 eingetretene bilanzielle Unterkapitalisierung sowie erwartete Verluste im Folgejahr ab. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft eine betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, so dass sich die Gesellschaft solide aufgestellt sieht.

2.4. Chancenbericht

Nach den Verwerfungen durch die Coronakrise beginnt hinsichtlich der Lieferketten eine gewisse Entspannung einzutreten, die die Branche bisher belastet haben.

Zusätzlich hält Fraikin seine Kunden durch kurzfristig verfügbare Nutzfahrzeuge im zweiten Mietzyklus - gerade in Zeiten von Marktunsicherheiten - mobil, und kann damit das Fraikin Geschäftsmodell über das Langzeitmietgeschäft für Neufahrzeuge hinaus auch in der Zweitvermietung weiter ausbauen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sollte den Markt für gebrauchte Fahrzeuge begünstigen und die Verkaufschancen in deren Vermarktung erhöhen, da dort die Investitionskosten für die Anschaffungen die Spediteure deutlich niedriger als bei Neufahrzeugen liegen.

Fraikin wird deshalb im aktuell laufenden Geschäftsjahr mit noch weiter erhöhten Verkaufsanstrengungen den Bestand an alten Fahrzeugen abbauen und damit sukzessive eine Verjüngung der Flotte erreichen. Dies wird insgesamt zu einer Reduktion des Flottenbestandes und einem Abbau der Finanzverbindlichkeiten führen.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen, wie die CO 2 - Einsparziele erreicht werden können, bieten diese Unsicherheiten auch Chancen für Fraikin Deutschland, die für die Unternehmen höher zu erwartenden Investitionskosten durch entsprechende Mietvereinbarungen liquiditätsschonend darzustellen. Auf der anderen Seite bestehen mangels ausreichender Erfahrung in diesen neuen Technologien größere Unsicherheiten, welche Kosten die neuen Technologien mit sich bringen.

Mit der siebenjährigen Marktpräsenz der Organisation und den im Prognosebericht genannten, Maßnahmen kann das Geschäftsmodell der Fraikin Deutschland durch Fahrzeugrückläufer sukzessive weiter ausgebaut werden. Zukünftig wird Umsatz nicht mehr nur aus der Langzeitvermietung, sondern auch aus dem gebrauchten Fahrzeugpool für kürzere Mietvertragslaufzeiten generiert. Zusätzliches Umsatzpotential resultiert aus Fahrzeugverkäufen sowie aus dem Fleet-Management, wobei Letzteres erst vertrieblich umgesetzt werden muss.

3. Prognosebericht

Der Güterverkehr als ein wichtiger Indikator für unsere Wirtschaft wird zunehmen, und die Transportwege und das Verkehrsaufkommen werden steigen. Demnach soll der Zuwachs 46% bis 2051 betragen. Der weitaus größte Teil der Güter wird dabei mit dem Lkw transportiert. 10 Dies sollte dem Vermietgeschäft langfristig förderlich sein. Das Verkehrsaufkommen unterliegt jedoch kurzfristig auch den Einflüssen des Konsumverhaltens der Verbraucher, da nur die Güter transportiert werden, die bestellt bzw. nachgefragt werden.

Der GfK-Konsumklimaindex verschlechterte sich im Januar 2024 nach einem kurzen Zwischenhoch und beendete die Hoffnung auf eine schnelle Verbesserung der Konsumstimmung 11 , auch wenn sich gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im April eine konjunkturelle Trendwende andeutet. 12

Diese Entwicklung zeigte sich bereits im Verlauf des Jahres 2023, dass die vorausgegangen Einschätzungen zur Transportnachfrage des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) aus dem April 2023 nicht zutrafen. Das BALM revidierte sich im November 2023 und prognostizierte nun ein "kräftiges Minus" von fast 6% für das Jahr 2023, was der Realität deutlich näher kam. Für das Jahr 2024 wird von einer moderaten, höheren Transportnachfrage ausgegangen. Eine "annähernd unveränderte Dynamik" erwartet man auch für 2025 aufgrund des nach wie vor schwächeren Wirtschaftswachstums. 13

Demzufolge ist von einer weiterhin geringere Nachfrage nach neuen (Miet-) Fahrzeugen auszugehen. Gleichzeitig dürften die gestiegenen Zinsen die Zurückhaltung bei der Neuvermietung verstärken. Gegenläufig erwartet Fraikin, dass der durch den Corona bedingten Nachfrageüberhang entstandene Anstieg der LKW-Einkaufspreise ein Ende gefunden hat und Produktionsüberhänge durch den geringeren Auftragseingang bestehen, die den Preisdruck auf das Neugeschäft der OEMs bewirken wird und bessere Einkaufskonditionen mit sich bringt. 14

10 https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/ inhalt.html. / https://www.dekra.net/de/prognose-gueterverkehr-waechst-kontinuierlich/,
11 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/gfk-sparen-konsum-konsumlaune-verbraucherstimmung-inflation-100.html
12 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240412-diewirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2024.html
13 https://logistik-heute.de/news/gleitende-mittelfristprognose-gueterverkehr-nimmt-bis-2025-fahrt-auf- 63697.html

Wie sich die teilweise gegenläufige Entwicklung von Konsumverhalten, Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Produktionskapazitäten bei den OEM's auf Mengen und Preise auswirken werden, bleibt abzuwarten. Insgesamt war und bleibt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands herausfordernd.

Vor diesem Hintergrund sind die Vermietunternehmen gezwungen, sich an diese Bedingungen stärker anzupassen. Es wurde eine neue Strategie entwickelt, um die Marktposition zu halten und sukzessive eine Verbesserung der Ergebnissituation zu erreichen.

Demnach sieht das Budget 2024 eine deutlich verkleinerte und verjüngte Vermietflotte in einer Größenordnung von ca. 800 Fahrzeugen vor, um insbesondere die Reparaturkosten zu senken und den Hofbestand zu verringern. Daneben ist auch geplant, die Typen- und Variantenvielfalt zu reduzieren und sich auf solche Fahrzeugtypen zu konzentrieren, die profitabel vermietet werden können.

Das EBITDA soll im Folgejahr in einer Größenordnung von 9 Mio. Euro liegen und wird insbesondere davon abhängig sein, wie gut der Markt den Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen aufnimmt.

Darüber hinaus wird Fraikin in der Zukunft mit dem Fleet-Management auch Dienstleistungen für externe Fahrzeuge anbieten.

 

Unterschleißheim, den 20. November 2024

Die Geschäftsführung

14 https://www.n-tv.de/wirtschaft/Daimler-Truck-spuert-depressive-Stimmung-in-Deutschland-article24918353.html

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge zur Vermietung 39.718.929,50 42.157.061,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.722,00 25.227,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.651,00 1.151.548,93
39.738.302,50 43.333.837,05
39.738.305,50 43.333.840,05
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 711.899,31 1.084.064,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 122.591,44 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 323.678,70 433.785,89
1.158.169,45 1.517.850,22
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.138.932,00 1.208.295,34
2.297.101,45 2.726.145,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.196,95 7.568,31
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.801.460,33 0,00
45.847.064,23 46.067.553,92

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.975.000,00 1.975.000,00
II. Kapitalrücklage 10.800.327,29 10.800.327,29
III. Verlustvortrag -11.401.050,15 -10.028.410,39
IV. Jahresfehlbetrag -5.175.737,47 -1.372.639,76
nicht gedeckter Fehlbetrag 3.801.460,33 0,00
0,00 1.374.277,14
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.487.934,00 1.075.037,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen 31.270.626,86 33.721.557,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.412.846,20 587.357,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.991.209,26 8.495.121,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 684.447,91 814.202,36
davon aus Steuern: EUR 213.752,13 (Vorjahr: EUR 314.160,96) 44.359.130,23 43.618.239,32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.822,45(Vorjahr: EUR 0,00)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 684.447,91 (Vorjahr: EUR 814.202,36)
45.847.064,23 46.067.553,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.936.189,48 25.171.676,63
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.211.721,44 2.038.904,92
22.147.910,92 27.210.581,55
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.994.997,75 -11.545.777,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -24.473,34 -38.794,04
-10.019.471,09 -11.584.571,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.731.707,84 -1.612.240,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -291.258,51 -260.211,11
davon für Altersversorgung: EUR 325,13 (Vorjahr: EUR 1.335,73) -2.022.966,35 -1.872.452,09
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.251.095,82 -9.992.804,46
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.752.764,98 -3.295.808,83
-2.898.387,32 464.945,10
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.294,37 3.779,94
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.153.268,83 -1.681.135,80
davon an verbundene Unternehmen: EUR 804.712,26 (Vorjahr: EUR 659.356,46)
9. Ergebnis nach Steuern -5.043.361,78 -1.212.410,76
10. Sonstige Steuern -132.375,69 -160.229,00
11. Jahresfehlbetrag -5.175.737,47 -1.372.639,76

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Fraikin Deutschland GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Unterschleißheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 215477

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Aufstellungserleichterungen für "mittelgroße" Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ist das Eigenkapital der Gesellschaft vollständig aufgezehrt worden. Die bilanzielle Überschuldung wird durch eine Rangrücktrittserklärung der Gesellschafterin Fraikin SAS Colombes Cedex, Frankreich, abgesichert. Zudem liegt eine bis zum 31. Dezember 2025 befristete betragsmäßig unbegrenzte harte Patronatserklärung des Mutterunternehmens, Fraikin SAS Colombes Cedex, Frankreich, vor. Die gesetzlichen Vertreter gehen daher davon aus, dass die Gesellschaft künftig jederzeit in der Lage sein wird, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, und ihre Unternehmenstätigkeit fortzuführen. Der Jahresabschluss ist trotz der bilanziellen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten beibehalten werden.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren nach der linearen Abschreibungsmethode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten aktiviert und unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung im Jahr des Zugangs wird zeitanteilig vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern für den Fuhrpark betragen zwischen sechs und zehn Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Der Ausweis der Fahrzeuge zur Vermietung erfolgte dabei unter der Position Fahrzeuge zur Vermietung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet und dabei, sofern im Einzelfall geboten, um Einzelwertberichtigungen und ansonsten um pauschale Wertberichtigungen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen resultieren aus der Finanzierung der Fahrzeuge zur Vermietung und betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden, sofern vorhanden, unsaldiert ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag und beträgt aktuell rund 27,0 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines etwaigen Überschusses aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Aufgrund des Geschäftsmodells werden die Erlöse aus dem Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, während der entsprechende Aufwand aus dem Abgang der Fahrzeuge zu Restbuchwerten unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren im Materialaufwand ausgewiesen wird.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 112).

Sonstigen Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 49) sowie Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 227).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 19).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 1.075) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen, Rückstellungen für Treueboni an Kunden, für Restrukturierungsmaßnahmen sowie Jahresabschlusserstellung und -prüfung. Außerdem enthalten diese noch eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen 31.271 33.722
- davon gegenüber Kreditinstituten 9.544 16.166
- davon gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 21.727 17.556
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.413 587
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.991 8.607
- davon gegenüber Gesellschaftern 10.991 8.607
Sonstige Verbindlichkeiten 684 814
- davon aus Steuern 214 314
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7 0
Summe 44.359 43.730
davon mit einer Restlaufzeit
≤ 1 Jahr > 1 Jahr bis 5 Jahre
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen 5.021 12.028 26.250 21.613
- davon gegenüber Kreditinstituten 2.672 6.440 6.820 9.726
- davon gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 2.349 5.588 19.430 11.887
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.413 587 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.716 3.332 5.275 5.275
- davon gegenüber Gesellschaftern 5.716 3.332 5.275 5.275
Sonstige Verbindlichkeiten 276 350 408 464
- davon aus Steuern 214 314 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7 0 0 0
Summe 12.426 16.296 31.933 27.352
davon mit einer Restlaufzeit
> 5 Jahre
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen 0 81
- davon gegenüber Kreditinstituten 0 0
- davon gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 0 81
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
- davon aus Steuern 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
Summe 0 81

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen ist durch Eigentumsrechte der Finanzierer an den Fahrzeugen zur Vermietung besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund des Geschäftsmodells der Fraikin Deutschland GmbH werden neben den Erlösen aus der Vermietung in Höhe von TEUR 16.616 der Fahrzeuge, die Erlöse aus dem Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen von TEUR 3.476 (Vorjahr: TEUR 4.747) unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, während der entsprechende Aufwand aus dem Abgang der Fahrzeuge zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 3.105 (Vorjahr TEUR 4.584) unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren im Materialaufwand dargestellt wird. Im Vorjahr waren in den Umsatzerlösen auch Erlöse in Höhe von TEUR 1.461 aus der vorzeitigen einvernehmlichen Vertragsauflösung mit einem Kunden enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 27) aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Fahrzeuge, für die Mietern verlustbehaftete Kaufoptionen zugesagt worden waren, in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 500) enthalten.

Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die diesbezüglichen finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2023 betragen insgesamt TEUR 770 (Vorjahr: TEUR 10.538). Hiervon entfallen auf Bestellobligo für Nutzfahrzeuge TEUR 562, auf bestehenden Mietverträge TEUR 86 und auf zukünftig anfallende Zahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen TEUR 122.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 21 (Vorjahr: 19) Mitarbeiter, davon männlich 18 (Vorjahr: 15) und weiblich 3 (Vorjahr: 4).

Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung hatten die nachfolgenden Personen:

Silke Stubenrauch (bis 1. Februar 2023) Geschäftsführerin
Fraikin Deutschland GmbH
Jörg Frommeyer (seit 1. Februar 2023) Geschäftsführer, Fraikin Deutschland GmbH
Frédéric d'Ussel (seit 31. Dezember 2022) Group Financing Officer, Fraikin SAS, Colombes Cedex/Frankreich
Geschäftsführer Fraikin Deutschland GmbH

Aufgrund der Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB wird auf den Ausweis der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Fraikin Deutschland GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der Fraikin SAS, Colombes Cedex, Frankreich. Die FTI Holdings SÀrl, Rue de Bittbourg 9, 1273 Luxembourg, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf, in den Fraikin Deutschland als auch die Fraikin SAS einbezogen werden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der FTI Holdings Sàrl sowie beim Registre de Commerce et des Sociétés (RCS), Luxemburg, erhältlich.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 5.176 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 11.401 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Unterschleißheim, 20. November 2024

gez. Frédéric d'Ussel, Geschäftsführer

gez. Jörg Frommeyer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.692,84 0,00 0,00 0,00 32.692,84
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge zur Vermietung 69.867.248,37 7.016.750,25 9.220.228,77 3.874.941,00 71.538.710,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.247,78 20.642,95 19.003,45 0,00 128.887,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.151.548,93 2.726.895,57 -3.876.793,50 1.651,00
71.146.045,08 9.764.288,77 9.239.232,22 -1.852,50 71.669.249,13
71.178.737,92 9.764.288,77 9.239.232,22 -1.852,50 71.701.941,97
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.689,84 0,00 0,00 32.689,84
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge zur Vermietung 27.710.187,25 10.225.032,87 6.115.438,77 31.819.781,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.020,78 26.062,95 16.918,45 111.165,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00
27.812.208,03 10.251.095,82 6.132.357,22 31.930.946,63
27.844.897,87 10.251.095,82 6.132.357,22 31.963.636,47
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge zur Vermietung 39.718.929,50 42.157.061,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.722,00 25.227,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.651,00 1.151.548,93
39.738.302,50 43.333.837,05
39.738.305,50 43.333.840,05

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fraikin Deutschland GmbH, Unterschleißheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fraikin Deutschland GmbH, Unterschleißheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fraikin Deutschland GmbH, Unterschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. November 2024

Rödl & Partner GmbH
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Weese, Wirtschaftsprüfer

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