Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 382116
Eingetragen
11.11.2005
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Gegenstand
Die Tätigkeit als Eisenbahninfrastrukturunternehmen; die Tätigkeit als Eisenverkehrsunternehmen; der Betrieb von weiterem gewerblichen öffentlichem Personenverkehr im Sinne des Personenbeförderungsgesetztes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gregor Frei
seit 17.10.2022
Geschäftsführer
Martin Heller
seit 21.1.2022
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schweizerische Bundesbahnen SBBCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Schweizerische Bundesbahnen SBB
Switzerland
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SBB GmbH

Konstanz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die SBB GmbH, mit Sitz in Konstanz, ist ein Tochterunternehmen der Schweizerischen Bundesbahnen und betreibt in Deutschland ausgewählte grenznahe Bahnstrecken als Personenverkehrsdienstleister. Es handelt sich dabei in der Euregio Bodensee um die Strecke "Seehas" (Konstanz - Singen - Engen), in der Region Basel um die S-Bahnen S5 und S6 (Basel - Lörrach - Zell, Weil am Rhein - Lörrach - Schopfheim) sowie die Strecke Schaffhausen-Singen. Besteller ist jeweils das Land Baden-Württemberg und für den Abschnitt Basel SBB - Basel Bad Bf. das Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Kanton Basel-Stadt. Zudem betreibt sie die S-Bahn-Linie Schaffhausen - Erzingen im Auftrag des Kantons Schaffhausen, des Landes Baden-Württemberg und der Eidgenossenschaft. Als Eisenbahnverkehrsunternehmen erbringt die Gesellschaft die Leistungen vorwiegend auf dem Streckennetz der DB Netz AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Seit Mitte Dezember 2022 wird eine zusätzliche Strecke (Schaffhausen - Singen) bedient.

Die Gesellschaft verzeichnete auf ihren Strecken gegenüber dem Vorjahr eine steigende Anzahl von beförderten Personen.

Die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Verbesserung des Ergebnisses ist nicht in der geplanten Höhe eingetreten, dies ist hauptsächlich auf die Einführung des Deutschlandtickets zurückzuführen und auf höheren Personalaufwand durch Leihkräfte. Der geplante Anstieg der Umsatzerlöse um rd. 10% konnte dagegen übertroffen werden.

In 2017 wurde eine umfangreiche Sanierungsmaßnahe an 20 bei der SBB GmbH eingesetzten Fahrzeugen beschlossen, die in 2023 abgeschlossen wurde. Da die SBB GmbH nicht über die finanziellen Mittel für diese Sanierung verfügt, hat die SBB AG beschlossen, bei Bedarf im Umfang der jährlich in Rechnung gestellten Sanierungskosten auf Forderungen gegen einen Besserungsschein zu verzichten.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 23 vermindert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um TEUR 2.378 erhöht. Grund dafür ist vor allem der höhere Geldbestand auf den Cash-Pool-Konten der SBB AG, Bern/ Schweiz.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 644 erhöht. Dies ist hauptsächlich auf die Erhöhung von Ansprüchen gegenüber dem Land Baden-Württemberg auf Erstattung von Mehrkosten für Energie und auf Erstattung von Mindererlösen aus dem Rettungsschirm des Landes Baden-Württemberg wegen COVID-19, sowie auf zusätzliche Abgeltungen für Mehrverkehre zurückzuführen.

Im Vorjahr wurden geleistete Anzahlungen von TEUR 974 ausgewiesen, die Vorauszahlungen auf Energiekosten des Folgejahres betrafen. Diese wiederholten sich im Geschäftsjahr nicht.

Die Rückstellungen haben sich um insgesamt TEUR 2.428 erhöht. Ursache war hier vor allem der Umstand, dass sich die Rückstellung für die Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Land Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.405 erhöht hat. Gegenüber dem Konzern musste eine Rückstellung in Höhe von TEUR 710 (Vorjahr TEUR 982) gebildet werden. Der Rückgang ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass weniger Aufwendungen für den Unterhalt des Rollmaterials zurückzustellen waren.

2. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 23,2 % (Vorjahr 32,1 %).

Zur besseren Kapitalausstattung hat die SBB AG, Bern, mit der SBB GmbH in den Vorjahren einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein vereinbart. Im Geschäftsjahr wurde kein weiterer Forderungsverzicht ausgesprochen. Der aus den Vorjahren bestehende Forderungsverzicht gegen Besserungsschein beläuft sich auf TCHF 1.950.

Die Gesellschaft verfügt durch die Cash-Pooling-Vereinbarungen mit der SBB AG weiterhin regelmäßig über ausreichend Liquidität, um die Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zeitnah erfüllen zu können. Zum Bilanzstichtag waren TEUR 1 (Vorjahr: EUR 10) an liquiden Mitteln und Cash-Pool-Guthaben von TEUR 4.596 (Vorjahr: TEUR 1.775) vorhanden. Es besteht eine konzerninterne Kreditlinie von TEUR 7.000, die bislang nicht genutzt wurde.

3. Ertragslage

Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 10.024 erzielen. Dies bedeutet eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.129. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.265 auf TEUR 55.363 gesteigert werden. Hier wirkte sich die neue Linie Netz 19 Schaffhausen - Singen, die in Ende 2022 aufgenommen wurde, aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 938 verringert. Hier haben sich hauptsächlich die Erstattungen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm des Landes Baden-Württemberg und des Kantons Schaffhausen zum Ausgleich der Fahrgeldausfälle aufgrund der COVID-19-Pandemie um TEUR 935 verringert. Die Materialaufwendungen erhöhten sich unterproportional, hier wirkten sich insbesondere geringere Stromkosten aus.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR -613 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 575 verbessert. Dem um TEUR 1.129 verbesserten Rohergebnis standen der um TEUR 671 gestiegene Personalaufwand gegenüber. Hier wirkte sich neben einer gestiegenen Mitarbeiterzahl aus, dass der Geschäftsführer seit 2023 bei der Gesellschaft angestellt ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich gegenläufig durch den Wegfall dieser Geschäftsführungskosten; gegenläufig wirkten sich allgemeine Kostenerhöhungen aus, sodass sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Rückgang von TEUR 131 ergab.

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich somit ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 614.

Wesentliche Kennzahlen für das Jahr 2023

Rohergebnis EUR 10.023.877 (Vorjahr: EUR 8.894.594)
Jahresfehlbetrag EUR 613.853 (Vorjahr: EUR 1.188.462)
Abschreibungen EUR 212.212 (Vorjahr: EUR 155.436)
Personalaufwand EUR 7.485.459 (Vorjahr: EUR 6.814.431)
Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme: 5,8% (VJ 8,2%)
Eigenkapitalanteil (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme): 23,2% (VJ 32,1%)
Verschuldungsgrad (Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Relation zum Eigenkapital): 331,0% (211,8%)

III. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der zukünftigen Ertragsentwicklung im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket ab, sowie von der weiteren Entwicklung im Personalbereich. Beim Deutschlandticket gehen wir davon aus, dass durch intensive Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg die Ertragslage der Gesellschaft deutlich verbessert werden kann. Im Personalbereich sind vor allem die überdurchschnittlichen Tarifabschlüsse und der Fachkräftemangel zu nennen. Letzteres führt zu vermehrtem Einsatz von teuren Leihkräften und steigenden Aufwendungen zur Personalgewinnung bis hin zu eigenen Ausbildungsklassen.

Das generelle Risiko der Energiepreissteigerungen scheint derzeit etwas abgemildert, für Folgejahre wurde eine Beschaffungsstrategie erarbeitet, um plan- und kalkulierbare Energiekosten darzustellen und somit das Risiko so weit als möglich zu reduzieren.

Wir planen einen Anstieg der Erträge um rd. 3,5% bei einem negativen, aber nochmals verbesserten Jahresergebnis.

Dem wachsenden Mangel an Fachkräfte wollen wir mit einer Personalgewinnungs- und Entwicklungsstrategie begegnen.

Die SBB GmbH führt ein systematisches Risikomanagement durch.

Im Bereich der IT-Sicherheit werden weiterhin zusätzliche Investitionen notwendig, um den geänderten Bedrohungsszenarien Rechnung zu tragen.

Für die Unterhaltsleistungen und Rollmaterialvermietung wurde durch die SBB AG der Budgetkurs EUR-CHF 0,95 abgesichert.

Geschäftsrisiken werden innerhalb des Konzerns halbjährlich analysiert und berichtet. Das bestehende Sicherheitsmanagement-System (SMS) sorgt bei der SBB GmbH dafür, dass die Entwicklung von Sicherheitsrisiken erkannt wird und gewährleistet so einen sicheren Betrieb.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen aufgrund der Struktur der Gesellschaft nur im geringen Umfang.

Monatlich werden die Finanzzahlen und andere Kennzahlen gemäß der Jahreszielplanung ermittelt, verglichen und ggf. Maßnahmen eingeleitet. Ein Schwerpunkt liegt bei der Sicherstellung des weiteren Betriebs auf den bestehenden Linien. Die aktuellen Verkehrsverträge sind befristet bis Ende 2027. Ausschreibungen für den Zeitraum danach sind wohl erst in 2024 oder 2025 zu erwarten. Die SBB GmbH sieht vor, sich an geplanten Ausschreibungen im Grenzgebiet Deutschland/Schweiz zu beteiligen, wenn diese Strecken in das Zielbild der Unternehmensstrategie passen. Dies hätte im Erfolgsfall eine deutliche Ausweitung des Geschäfts zur Folge, mit Auswirkung ab dem Zeitraum 2028 ff.

 

Konstanz, 25. April 2024

Gregor Frei, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 795.549,91 977.717,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 166.721,00 225.974,00
II. Sachanlagen 602.845,00 729.461,00
1. technische Anlagen und Maschinen 482.071,00 560.045,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.774,00 169.416,00
III. Finanzanlagen 25.983,91 22.282,07
1. Beteiligungen 12.634,51 11.822,67
2. Sonstige Finanzanlagen 13.349,40 10.459,40
B. Umlaufvermögen 12.856.430,53 10.840.666,23
I. Vorräte 0,00 974.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.855.485,45 9.857.046,98
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.512.362,24 4.134.503,56
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.343.123,21 5.722.543,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 945,08 9.619,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.154,44 30.364,41
Aktiva 13.730.134,88 11.848.747,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.185.443,00 3.799.296,13
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.100,00 1.500.100,00
II. Kapitalrücklage 5.189.324,46 5.189.324,46
III. Verlustvortrag 2.890.128,33 1.701.666,55
IV. Jahresfehlbetrag 613.853,13 1.188.461,78
B. Rückstellungen 7.500.960,80 5.072.645,95
C. Verbindlichkeiten 3.043.731,08 2.976.805,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.533.661,31 1.524.582,76
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.510.069,77 1.452.222,87
Passiva 13.730.134,88 11.848.747,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.023.877,11 8.894.593,86
2. Personalaufwand 7.485.458,84 6.814.431,15
a) Löhne und Gehälter 5.966.471,57 5.520.209,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.518.987,27 1.294.221,97
davon für Altersversorgung 83.539,86 99.127,09
3. Abschreibungen 212.212,25 155.436,30
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 212.212,25 155.436,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.995.679,52 3.112.698,18
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 83.171,69 33.111,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.028,68 1.048,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 784,31 1.008,71
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,53
8. Ergebnis nach Steuern -613.229,13 -1.187.931,78
9. sonstige Steuern 624,00 530,00
10. Jahresfehlbetrag 613.853,13 1.188.461,78

Anhang

Nach den Größenklassen des § 267 HGB handelt es sich bei dem vorliegenden Unternehmen um eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft".

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SBB GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Konstanz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 382116

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der SBB GmbH wurde aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nach §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Übersicht über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 7 Jahre
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23 Jahre

Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und wo nötig wertberichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorhanden sind, werden diese entsprechend abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte zum Konzern-Umrechnungskurs am Bilanzstichtag von 1 EUR = 0,9320 CHF, der dem Devisenkassamittelkurs entspricht. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.916 (Vorjahr TEUR 2.360). Dabei bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin SBB AG, Bern/Schweiz, in Höhe von TEUR 1.916 (Vorjahr TEUR 2.282) und gegen die Thurbo AG, Kreuzlingen, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr 78).

Weiterhin bestehen gegen die Gesellschafterin SBB AG, Bern/Schweiz, Forderungen aus einem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 4.596 (Vorjahr TEUR 1.775).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 18) solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Forderungen sind Ansprüche zum Ausgleich von Mindererlösen durch COVID-19 aus dem Rettungsschirm des Landes Baden-Württemberg für 2021 und 2022 in Höhe von TEUR 578 (Vorjahr TEUR 267) enthalten. Die Forderung für 2021 gegenüber dem Land Baden-Württemberg wurde nur in Höhe von 94,2% des auszugleichenden Schadens ausgewiesen, da zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht sichergestellt war, dass die angemeldeten Schäden mit den zur Verfügung stehenden Mitteln in den Fördertöpfen vollständig bedient werden können. Darüber hinaus sind Forderungen gegenüber dem Land Baden-Württemberg für den teilweisen Ausgleich der Energiemehrkosten in Höhe von TEUR 1.727 (Vorjahr TEUR 1.340) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die größten Rückstellungen erfolgten für den Unterhalt und die Revisionen des Rollmaterials, Trassen, Energie, ausstehende Gehaltszahlungen an Mitarbeiter (Bonus, Urlaub, Überstunden) und für Rückzahlungsverpflichtungen an das Land.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und bestehen in Höhe von TEUR 1.304 (Vorjahr TEUR 1.290) gegenüber der Gesellschafterin SBB AG, Bern/Schweiz und in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr TEUR 235) gegenüber der Thurbo AG, Kreuzlingen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Es wird von den Erleichterungen nach § 288 (2) HGB Gebrauch gemacht.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um:

Erträge aus den öffentlichen Rettungsschirmen im Zusammenhang mit Fahrgeldausfällen aufgrund der Covid-19-Pandemie und der Einführung des Deutschlandtickets des Landes Baden-Württemberg in Höhe von TEUR 1.067 (Vorjahr TEUR 2.002).

Sonstige Pflichtangaben

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Mitarbeiter Zugpersonal 93,00 93,00
Mitarbeiter Verwaltung 15,00 16,00
Summe 108,00 109,00
Auszubildende 0,00 11,00
Summe 108,00 120,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Gregor Frei, B.Sc. ZFH

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften nach § 285 Nr. 3 HGB

Nicht in der Bilanz enthalten sind die Fahrzeuge, die über einen langfristigen Leasingvertrag mit der SBB AG, Bern, beschafft wurden. Der Zweck der abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil). Derzeit sind keine nennenswerten Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 a HGB

Es bestehen erhebliche Verpflichtungen aus laufenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen. Diese betragen in den nächsten Jahren ca.:

fällig 2024: EUR 20.500.000,00
fällig 2025: EUR 20.200.000,00
fällig 2026: EUR 20.100.000,00
fällig 2027: EUR 20.100.000,00
fällig 2028: EUR 25.500.000,00
-davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 105.900.000,00

Mögliche Verpflichtung aus Besserungsscheinen:

Die SBB AG hat bis zum 31.12.2023 auf Forderungen in Höhe von insgesamt CHF 1.950.000 verzichtet. Es handelt sich um Forderungsverzichte gegen Besserungsschein. Die Forderung lebt auf ausdrücklichen Antrag der Gläubigerin wieder auf, sobald die Rückzahlung der ausgebuchten Forderung aus einem Bilanzgewinn oder aus sonstigen verfügbaren freien liquiden Mitteln möglich wäre.

Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse

100%-ige Anteilseignerin der SBB GmbH in Konstanz ist die SBB AG mit Sitz in Bern/Schweiz.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SBB AG, Bern/Schweiz, einbezogen (kleinster und größter Konzernkreis). In Einklang mit statutarischen Vorschriften wird der Konzernabschuss nicht offengelegt, ist aber auf der Homepage der Gesellschaft einsehbar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahrs

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

 

Konstanz, 25. April 2024

Gregor Frei, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 469.256,67 0,00 36.398,65
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 469.256,67 0,00 36.398,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 205.490,74 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 604.094,78 0,00 2.845,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 671.222,46 42.439,03 165.491,35
Summe Sachanlagen 1.480.807,98 42.439,03 168.336,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 11.822,67 811,84 0,00
2. sonstige Ausleihungen 8.750,00 2.890,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 1.709,40 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 22.282,07 3.701,84 0,00
Summe Anlagevermögen 1.972.346,72 46.140,87 204.735,53
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 432.858,02
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 432.858,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 205.490,74
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 601.249,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 548.170,14
Summe Sachanlagen 0,00 1.354.910,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 12.634,51
2. sonstige Ausleihungen 0,00 11.640,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 1.709,40
Summe Finanzanlagen 0,00 25.983,91
Summe Anlagevermögen 0,00 1.813.752,06
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.282,67 59.253,00 36.398,65 0,00 266.137,02
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 243.282,67 59.253,00 36.398,65 0,00 266.137,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 205.490,74 0,00 0,00 0,00 205.490,74
2. technische Anlagen und Maschinen 44.049,78 75.128,47 0,00 0,00 119.178,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 501.806,46 77.830,78 152.241,10 0,00 427.396,14
Summe Sachanlagen 751.346,98 152.959,25 152.241,10 0,00 752.065,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 994.629,65 212.212,25 188.639,75 0,00 1.018.202,15
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 166.721,00 225.974,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 166.721,00 225.974,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 482.071,00 560.045,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 120.774,00 169.416,00
Summe Sachanlagen 0,00 602.845,00 729.461,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 12.634,51 11.822,67
2. sonstige Ausleihungen 0,00 11.640,00 8.750,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 1.709,40 1.709,40
Summe Finanzanlagen 0,00 25.983,91 22.282,07
Summe Anlagevermögen 0,00 795.549,91 977.717,07

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die SBB GmbH, Konstanz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SBB GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBB GmbH, Konstanz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 6. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer

Elke Bernhardt, Wirtschaftsprüferin

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