Germania Factoring AGLiquidiert

01326 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 37298
Eingetragen
2.11.2007
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Vermittlung von Finanzdienstleistungen (insbesondere Factoring und Leasing) und die Durchführung von Handelgeschäften, soweit diese keiner Genehmigungspflicht unterliegen, die Geschäftsführung für andere Unternehmen, der Ererb, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen an gewerblichen Unternehmen aller Art im In- und Ausland sowie die Verwaltung eigenen Vermögens durch Tätigen von Kapitalanlagen aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Sauer
seit 18.9.2020
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Germania Factoring AG

Dresden (vormals: Magdeburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben

I.1 Grundlagen

Die Germania Factoring AG hat ihren Sitz in Dresden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 37298 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird seit 2009 nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) in der Fassung vom 17. Juli 2015 aufgestellt. Daneben wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes berücksichtigt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach vollständiger Ergebnisverwendung.

Von der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht abgewichen. Die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in 2018 beibehalten worden.

Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Dem latenten Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Es wurde eine Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet.

Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis 150,00 Euro) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestehen nicht.

III. Angaben zur Bilanz

Von den Forderungen an Kunden haben 4.222,3 TEuro (Vj. 2.940,9 TEuro) eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, 0,0 TEuro (Vj. 0,0 TEuro) eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr und 0,0 TEuro (Vj. 50,0 TEuro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis 5 Jahre.

Forderungen mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht.

Die Entwicklung und Aufgliederung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Sachanlagen werden vollständig im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Mietkautionen (3,0 TEuro) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Des Weiteren werden hier Zinsabgrenzungen (18,1 TEuro), Forderungen aus Gutschriften (19,8 TEuro) sowie Forderungen gegen den Vorstand/Gesellschafter (90,0 TEuro) aus dem Gerichtsverfahren im Betrugsfall Dr. Klatte angefallenen Rechts- und Beratungskosten und Zinsen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten einen Kontokorrentkredit in Höhe von 1.267,1 TEuro (Vj. 1.547,0 TEuro) mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten, welcher folgendermaßen besichert ist:

Grundschulden 700,0 TEuro

selbstschuldnerische Bürgschaft von Frau Pia Sauer-Roch und Herrn Klaus Sauer, 1.000 TEuro

Abtretung der angekauften Forderungen

Abtretung der Ansprüche aus der Forderungsausfallversicherung.

Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Darlehen der Investitionsbank Sachsen-Anhalt in Höhe von 106,5 TEuro (Vj. 162,0 TEuro). Von den Verbindlichkeiten haben 13,9 TEuro (Vj. 13,9 TEuro) eine Laufzeit von bis drei Monaten, 41,6 TEuro (Vj. 41,6 TEuro) eine Laufzeit von mehr als drei Monaten bis ein Jahr und 51,0 TEuro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis 5 Jahre. Das Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft über 200,0 TEuro von Frau Pia Sauer-Roch und Herrn Klaus Sauer sowie einen Sicherheitenpoolvertrag bezüglich der Abtretung der aufgekauften Forderungen nebst Ansprüchen aus der Forderungsausfallversicherung besichert.

Ein weiteres enthaltenes Darlehen der BMW Bank GmbH in Höhe von 41,4 TEuro (Vj. 31,0 TEuro) ist durch Sicherungsübereignung besichert. Von dem Darlehen haben 1,8 TEuro (Vj. 2,0 TEuro) eine Laufzeit von bis drei Monaten, 5,7 TEuro (Vj. 6,2 TEuro) eine Laufzeit von mehr als drei Monaten bis ein Jahr und 33,9 TEuro (Vj. 22,8 TEuro) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis 5 Jahre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeit Gesamt 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Euro Euro Euro Euro
Lieferungen und Leistungen 3.325,04 3.325,04 0,00 0,00
Verbindlichkeiten Mietkauf 42.629,31 11.232,94 31.396,37 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 12.577,14 12.577,14 0,00 0,00
  58.531,49 27.135,12 31.396,37 0,00
Vorjahr 11.984,80 11.984,80 0,00 0,00

Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten des Vorjahres handelte es sich um ein Mezzanine-Darlehen bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, welches planmäßig in gleichbleibenden monatlichen Raten in Höhe von 25,0 TEuro in 2018 vollständig getilgt wurde. Eine Umwandlung in Kapital oder eine andere Schuldform erfolgte nicht.

Der Zinssatz für das Mezzanine-Darlehen betrug 10 % p.a. und die Zinsaufwendungen 15,0 TEuro.

Das gezeichnete Kapital setzt sich unverändert zum Vorjahr wie folgt zusammen (Aktiengattungen):

150.000 Inhaberaktien á 1,00 Euro

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 35.000,00 Euro. Hierbei handelt es sich um die erfolgten Einzahlungen aus Agio.

Die anderen Gewinnrücklagen sind aufgrund der erfolgsneutralen Erfassung von aktiven latenten Steuern zum 1. Januar 2009 entstanden.

Der Bilanzverlust gliedert sich wie folgt:

2018 2017
Jahresüberschuss 5.176,01 Euro 6.285,28 Euro
Verlustvortrag - 143.496,60 Euro - 149.781,88 Euro
Bilanzverlust - 138.320,59 Euro - 143.496,60 Euro

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten bestehen im betriebsgewöhnlichen Umfang.

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform (Formblatt 3 RechKredV) aufgestellt.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wurde durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 5,5 TEuro beeinflusst.

V. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Vorstand:

Frau Pia Sauer-Roch, Kauffrau (Dresden)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender:

Frau Dr. Jutta Horezky, Unternehmerin (Dresden)

stellvertretender Vorsitzender:

Herr Peter Listemann, Kaufmann (Dresden)

Mitglieder:

Frau Gabriele Bichtemann, Kauffrau (Dresden)

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr 4,5 TEuro.

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Vorstand im Geschäftsjahr durchschnittlich eine weitere Angestellte.

3. Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Jahresabschlussprüfung 2018 9,8 TEuro und für Steuerberatung 1,7 TEuro.

4. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestanden nur zu marktüblichen Bedingungen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzverlust vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dresden, 17. Mai 2019

Germania Factoring AG

gez. Pia Sauer-Roch

Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

Euro Euro
31.12.2018 31.12.2017
1. Forderungen an Kunden   4.222.274,10 2.940.901,81
- darunter:      
an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro)      
2. Immaterielle Anlagewerte   1.060,00 2.114,00
3. Sachanlagen   110.279,00 65.177,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände   130.870,51 163.749,31
5. Rechnungsabgrenzungsposten   9.166,14 6.043,97
    4.473.649,75 3.177.986,09

PASSIVA

     
    Euro Euro
    31.12.2018 31.12.2017
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig 1.267.149,22   1.547.034,87
b) mit vereinbarter Laufzeit 147.915,83   193.037,26
    1.415.065,05 1.740.072,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden   2.844.896,80 1.108.655,76
- darunter:      
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 2.352.557,10 Euro (Vorjahr 1.156.765,00 Euro)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten   58.531,49 11.984,80
4. Rückstellungen      
a) Steuerrückstellungen   7.077,00 1.570,00
b) andere Rückstellungen   21.400,00 44.200,00
    28.477,00 45.770,00
5. Nachrangige Verbindlichkeiten   0,00 150.000,00
6. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital   150.000,00 150.000,00
b) Kapitalrücklage   35.000,00 35.000,00
c) Gewinnrücklagen   80.000,00 80.000,00
d) Bilanzverlust   -138.320,59 -143.496,60
    126.679,41 121.503,40
    4.473.649,75 3.177.986,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Factoringgebühren und Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft     636.603,16 696.718,19
2. Zinsaufwendungen     218.365,71 226.391,02
3. sonstige betriebliche Erträge     30.129,96 39.510,79
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 161.472,90     184.733,53
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.745,25     19.817,38
darunter: für Altersversorgung 8.000,00 Euro (Vorjahr 8.000,00 Euro)        
    176.218,15   204.550,91
b) andere Verwaltungsaufwendungen   194.787,65   229.002,57
      371.005,80 433.553,48
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     21.837,21 17.579,95
6. sonstige betriebliche Aufwendungen     299,07 0,00
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     44.397,32 47.431,25
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     10.828,01 11.273,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     5.507,00 4.870,00
- davon latente Steuern 0,00 Euro (Vorjahr 3.300,00 Euro)        
10. sonstige Steuern     145,00 118,00
11. Jahresüberschuss     5.176,01 6.285,28
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     -143.496,60 -149.781,88
13. Bilanzverlust     -138.320,59 -143.496,60

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2018

Anlage zum Anhang

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Anlagewerte        
Software 228.317,43 0,00 0,00 228.317,43
Summe immaterielle Anlagewerte 228.317,43 0,00 0,00 228.317,43
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.920,90 88.938,36 36.084,01 279.775,25
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 226.920,90 88.938,36 36.084,01 279.775,25
Summe Anlagevermögen 455.238,33 88.938,36 36.084,01 508.092,68
Abschreibungen
Stand 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Anlagewerte        
Software 226.203,43 1.054,00 0,00 227.257,43
Summe immaterielle Anlagewerte 226.203,43 1.054,00 0,00 227.257,43
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.743,90 20.783,21 13.030,86 169.496,25
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 161.743,90 20.783,21 13.030,86 169.496,25
Summe Anlagevermögen 387.947,33 21.837,21 13.030,86 396.753,68
Buchwerte
Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2017
Euro Euro
Anlagevermögen    
Immaterielle Anlagewerte    
Software 1.060,00 2.114,00
Summe immaterielle Anlagewerte 1.060,00 2.114,00
Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.279,00 65.177,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 110.279,00 65.177,00
Summe Anlagevermögen 111.339,00 67.291,00

Bericht des Aufsichtsrats über das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. 01. - 31. 12. 2018

Dem Aufsichtsrat der Germania Factoring AG gehörten während des Geschäftsjahres 2018 Frau Dr. Jutta Horezky als Vorsitzende, Herr Peter Listemann als stv Vorsitzender und Frau Gabriele Bichtemann als Mitglied an.

Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet.

Er hat sich im Rahmen von vier Sitzungen im Jahr 2018 und durch mündliche und schriftliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft informiert.

Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzungen standen unter anderem folgende Themen:

Kontrolle der planmäßigen Entwicklung der Gesellschaft;

Überwachung des weiteren Ausbaus des Risikomanagementsystems nach MaRisk;

Analyse der vom Vorstand vorgelegten Plan- und Ist-Rechnung.

Der Aufsichtsrat hat den WP Dr. Heide, wie in den vorangegangenen Jahren auch, gebeten, einen Statusbericht zu den Beziehungen der Germania Factoring AG zu Frau Pia Sauer-Roch und Herrn Klaus Sauer zu geben. Dieser Bericht führte zu keinen negativen Feststellungen seitens des Wirtschaftsprüfers.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen der Geschäftsführung auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung.

Gemäß § 11 GO des AR hat der Aufsichtsrat die Selbstevaluierung vorgenommen und schätzt seine Arbeit für das Jahr 2018 als hinreichend effizient ein.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft sowie der Lagebericht sind gemäß §340k Abs. 1 HGB einer Prüfung vom zum Abschlussprüfer bestellten WP Dr. Winfried Heide unterzogen worden und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat den vorliegenden Jahresabschluss sowie den Lagebericht erhalten, geprüft und nach erläuterndem mündlichem Vortrag des Abschlussprüfers WP Dr. Winfried Heide, gebilligt und festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung für ihren Einsatz und für die im Geschäftsjahr 2018 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Dresden, 11. Juni 2019

Der Aufsichtsrat

gez. Peter Listemann, Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und nicht auf den, unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften, hier offengelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018.

An die Germania Factoring AG, Dresden

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Germania Factoring AG, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Germania Factoring AG, Dresden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Dresden, 17. Mai 2019

gez. Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss 2018 wurde am 11. Juni 2019 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der GERMANIA FACTORING AG

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft unter Darstellung der Lage des Unternehmens

Der Factoringmarkt hat sich in Deutschland und hier vor allem auch im Bereich der Klein- und Mittelständischen Unternehmen, nunmehr seit Jahren fest in den Finanzierungsmarkt integriert. Auch im Berichtszeitraum konnte der Factoringmarkt analog dem Vorjahr weiteren Zuwachs vermelden.

Im Finanzierungssegment der Germania Factoring AG, dem Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von ca. 5 Mio. Euro, sind nach zahlreichen Marktstudien weiterhin gute Steigerungsraten zu erwarten. Die Unternehmen suchen mehr Unabhängigkeit von Ihren Hausbanken und orientieren sich zunehmend zu einem Finanzierungsmix, wovon auch die Dienstleistung Factoring profitiert.

Die Germania Factoring AG hat sich in den nunmehr elf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit einen sehr guten Ruf als zuverlässiger und solider Partner bei Ihren mittelständischen Kunden erworben. Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass wir die gesetzlichen Anforderungen gemäß dem KWG (Kreditwesengesetz) und die Qualitätsanforderungen an ein Finanzierungsinstitut vollumfänglich erfüllen.

1.1 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Germania Factoring AG ist auch im Berichtsjahr 2018 positiv, wenn auch ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war.

Die Erträge aus dem Factoringgeschäft (637 TEuro) sind zwar gegenüber den Erträgen aus dem Vorjahr (697 TEuro) reduziert, was aber insbesondere auf ein konkretes Geschäft aus dem Jahr 2017/18 zurückzuführen ist, welches planmäßig nicht mehr weitergeführt wurde. Der Zinsaufwand von 218 TEuro wurde gegenüber dem Vorjahr (227 TEuro) umsatzkongruent gesenkt. Das angekaufte Forderungsvolumen ist mit 25,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresniveau von ca. 22 Mio. Euro gestiegen.

Die realisierte Factoringgebühr incl. Zinsertrag betrug im Berichtsjahr ca. 2,46 % (Vorjahr 2,89 %), was deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.

Durch einen stabilen Kundenstamm und Neugewinnung von Kunden wurde die Grundlage gelegt, dass das Unternehmen gewinnbringend arbeiten konnte. Die Ergebnisse wurden dabei mit 12 neuen Factoringkunden im Jahr 2018 erzielt. In Umsetzung der Risikostrategie wurden vorrangig Kunden mit kleineren Forderungsumsätzen gebunden, um hier Einzelrisiken stark zu minimieren.

1.2 Investitionen

Die Germania Factoring AG verfügt über eine leistungsfähige und tief strukturierte IT-Basis, mit welcher sie effektiv und den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechend in der Lage ist, große Datenvolumen sicher und schnell zu verarbeiten. Sie hat im Geschäftsjahr 2018 wesentliche Investitionen (48 TEuro) in die Neustrukturierung der IT-Technik bzw. Prozessverarbeitung getätigt. Ein ständiger Schwerpunkt bei der Pflege und dem Ausbau der IT-Basis ist die Gewährleistung des Notfallkonzeptes, der Datensicherheit und der Schnelligkeit des Service im Unternehmen.

Durch das Daten-Back-up-Zentrum und die sonstigen hohen Sicherheitsvorkehrungen kann die Gesellschaft jederzeit bei Havarie im IT-System der Gesellschaft die sofortige Daten- und Programmverfügbarkeit von einem externen Rechenzentrum gewährleisten.

Gleichwohl ist in 2019/20 eine größere Investition in der Erneuerung der gesamten IT-Technik geplant, um Havarie-Risiken und Effektivitätsverluste auszuschließen.

1.3 Personal

Der durchschnittliche Personalbestand der Gesellschaft belief sich im Berichtszeitraum auf 3 Mitarbeiter incl. des Vorstands.

Die jetzige Personalstruktur ist auch für die in den kommenden Jahren gestellten Aufgaben und Ziele leistungsfähig.

1.4 Finanzierungssituation des Unternehmens

Die Germania Factoring AG verfügte im Geschäftsjahr neben dem Eigenkapital von 127 TEuro noch über eine Kreditfinanzierung von 106 TEuro. Das Mezzanine-Kapital (Nachrangkapital) von ursprünglich 1.500 TEuro der IB Sachsen-Anhalt wurde im Verlauf des Jahres 2018 erfolgreich zurückgeführt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft auch über eine ausreichende Refinanzierungslinie bei ihrer Hausbank.

Saisonbedingte Refinanzierungslinien waren in diesem Geschäftsjahr nicht notwendig.

Darüber hinaus wurde im Rahmen eines True-Sale-Rahmenvertrags in 2015 eine weitere Refinanzierungslinie für die Gesellschaft eröffnet, welche auch das geplante Wachstum weiter begleitet.

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2018 und im Berichtszeitraum jederzeit ständig gesichert.

1.5 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geprägt durch den aufgekauften Bestand an Forderungen, die mit 4.222 TEuro den überwiegenden Teil des Vermögens von 4.474 TEuro ausmachen.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31.12.2018 betrug 2,8 % (Vorjahr 8 %). Diese Reduzierung ist vor allem durch die planmäßige Tilgung des Mezzanine-Darlehens begründet.

2. Risiken der künftigen Entwicklung, Risikomanagement und -vorsorge

Den Chancen und Risiken, welche sich aus dem Factoringgeschäft heraus ergeben, begegnet die Germania Factoring AG durch umfangreiche Prüfungsprozesse, durch Beobachtung der Branchenrisiken und durch die Begrenzung der Einzelrisiken. Entsprechende Festlegungen hierzu sind im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft und im "Handbuch zum Factoring" als Arbeitsanweisung für alle Mitarbeiter getroffen worden.

Bestandsgefährdende bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigende Risiken bestanden nicht.

2.1 Risikobericht

Das Geschäftsjahr 2018 ist entsprechend den Planungen durchschnittlich gut verlaufen. Neben positiven Effekten aus einer effektiven Kostenkontrolle kann die Gesellschaft auf ein gutes Geschäftsjahr verweisen.

Die von der Gesellschaft aufgebaute Organisationsstruktur hat sich bewährt und stellt sowohl personell, technisch und organisatorisch die Basis für die auch zukünftig geplante Umsatzentwicklung dar. Im laufenden Geschäftsjahr 2018 werden weiteren Investitionen in die IT-Basis getätigt, um den ordentlichen Geschäftsablauf abzusichern.

Darüber hinaus hat der Vorstand gemäß dem Auftrag des Aufsichtsrates das Risikofrüherkennungssystem bzw. Risikomanagementhandbuch und die Maßnahmen zur Geldwäscheprävention entsprechend den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) im Geschäftsjahr 2018 weiterentwickelt. Diese Maßnahmen werden ergänzend durch den Einsatz des Factoring-Verwaltungsprogramms "flc Business" überwacht, durch welches wesentliche Risikoparameter, speziell abgestimmt auf jeden Factoringkunden, automatisch kontrolliert werden können.

Unabhängig von den genannten Kriterien und Anforderungen wurde das Risikomanagementsystem auf die Erfordernisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) betreffs der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) hin überprüft und entsprechend angepasst.

Die Risiken einschließlich deren Früherkennung werden entsprechend den aktien- und handelsrechtlichen Regelungen durch den Vorstand fortlaufend durch eine regelmäßige Risikoinventur überwacht. Bestandsgefährdenden Liquiditäts-, Adressenausfall-, Marktpreis- und operationellen Risiken war die Germania Factoring AG nicht ausgesetzt. Zu diesen Risikogruppen wurde auch regelmäßig gegenüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft Bericht erstattet. Hierbei werden den Anforderungen des § 25a Abs. 1 KWG im Bereich der operationellen Risiken besondere Aufmerksamkeit zuteil.

2.2 Prognosebericht

Das Jahr 2018 wurde durch den stabilen Geschäftsbetrieb und verstärkte Vertriebsaktivitäten der Germania Factoring AG bestimmt. Die strategische Ausrichtung auf kleinere mittelständische Kunden hat sich bewährt und wird weiter verfolgt.

Die Gesellschaft erwartet eine weitere gute Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2019 und damit einhergehend ein deutlich positives Jahresergebnis.

Das Team und das Management der Germania Factoring AG freuen sich auf die Herausforderungen des Jahres 2019 und sind vollumfänglich bemüht, diese wirtschaftlichen Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

 

Dresden, 17. Mai 2019

Germania Factoring AG

gez. Pia Sauer-Roch

Vorstand

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