enexus Holding GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Krafträdern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Casey seit 23.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Shanghai Prime (HK) Investment Management Company | 90.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CP autosport GmbHBürenJahresabschluss zum 31.12.2016Bilanz zum 31.12.2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 20161. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der CP autosport GmbH, Büren, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen (§ 288 HGB) und Schutzklauseln (§ 286 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wendet die Gesellschaft erstmals die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten handelsrechtlichen Vorschriften an. Die Umsatzerlöse wurden im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 erstmals unter Zugrundelegung der durch das BilRUG geänderten Umsatzerlösdefinition ausgewiesen. Bei einer Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition auf den Vorjahresabschluss wären für 2015 nicht Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 22.955, sondern i.H.v. TEUR 22.961 auszuweisen gewesen. Infolge der damit einhergehenden Umgliederung von Aufwendungen und Erträgen sind auch die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, Aufwendungen für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht mit den ausgewiesenen Vorjahresbeträgen vergleichbar. Dies ist im Wesentlichen darauf zurück zu führen, dass in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres Miet- und Kantinenerträge i.H.v. TEUR 6 enthalten sind, die unter Zugrundelegung der geänderten Umsatzerlösdefinition in den Umsatzerlösen auszuweisen gewesen wären. Entsprechend wären mit diesen Erträgen im Zusammenhang stehende Aufwendungen i.H.v. TEUR 3 nicht unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern in den Aufwendungen für bezogene Leistungen auszuweisen gewesen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB, die unter HRB 8003 im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn geführt wird. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz 2.1 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände führt zu einer entsprechenden Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 555. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten Mio. EUR 1,2; davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Forschungs- und Entwicklungskosten i.H.v. TEUR 36. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt. Für Software betrug die Nutzungsdauer regelmäßig drei Jahre, für das Vertriebsrecht 10 Jahre. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für Mietereinbauten 10 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen 3 und 10 Jahren. Bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen im aktuellen Geschäftsjahr handelte es sich um Erweiterung- und Ersatzinvestitionen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 150 EUR werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage zum Anhang angefügt ist. 2.2 Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe werden mit den gleitenden Durchschnittswerten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten angemessene Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten, die auch Kosten für die betriebliche Altersversorgung sowie für die Abschreibung auf Produktionsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung enthalten. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Auf die Vorräte erfolgten insgesamt Abwertungen i.H.v. TEUR 474 (i.Vj. TEUR 402) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschläge für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zur Liquiditätssteuerung betreibt die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2008 Factoring. Die an die Factoringgesellschaft verkauften Forderungen sind - soweit Limite gezeichnet wurden - über eine Warenkreditversicherung versichert. Das Delkredere trägt die Factoringgesellschaft. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Liquide Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Wartungskosten, sowie Ausgaben für sonstige Steuern, Gebühren und Beiträge. Die Beträge werden zeitanteilig über die Laufzeit der abgegrenzten Einzelposten aufgelöst. 2.3 Eigenkapital Das gezeichnete Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Der gesamte Gewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von TEUR 347 wird gemäß dem am 21.09.2011 mit der CPTECH GmbH, Aachen, abgeschlossenen und erstmalig für das Wirtschaftsjahr 2011 wirksamen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeführt. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist zum 31. Dezember 2016 ungekündigt. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der CPTECH GmbH, Aachen, werden keine latenten Steuern bilanziert. 2.4 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 861 (i.Vj. TEUR 676) wurden im Wesentlichen gebildet für Aufwendungen im Personalbereich (überwiegend rückständige Urlaubs- und Prämienverpflichtungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge), für Gewährleistungsverpflichtungen, sowie ausstehende Rechnungen. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte unter Verwendung der folgenden Grundlagen:
Der Rechnungszinsfuß ist der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. 2.5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Disagien auf Kredite werden aktivisch angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Die Zusammensetzung und Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Für die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschaftern bestehen grundsätzlich Zinssätze zwischen 1,7% und 8,5%. Davon abweichend werden Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 0,5% verzinst. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten: - Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen über Einzelsicherungsabkommen - Raum-Sicherungsübereignung des gesamten Warenbestandes inkl. Rohre - Globalzession ausgewählter Kundenforderungen der CP autosport GmbH - Übertragung von Patenten/Schutzrechten und Abtretung von Ansprüchen aus Lizenzverträgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen basieren ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen i.H.v. TEUR 3.569 Lieferungen und Leistungen einschließlich der Verpflichtungen aus Gewinnabführung und i.H.v. TEUR 813 längerfristige Darlehen. 3. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die CP autosport GmbH hat zusammen mit der CPTECH GmbH Zahlungsgarantien für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Schwestergesellschaft CP autosport immobilien GmbH, Büren, übernommen, die sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.989 belaufen. Aufgrund der Planungsrechnung der CP autosport immobilien GmbH wird das Risiko aus einer Inanspruchnahme derzeit als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 10.849 (i.Vj. TEUR 11.000) und resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen. Davon besitzen TEUR 848 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.808 haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.994 (i.Vj. TEUR 2.793) bestehen überwiegend aus Dienstleistungsvereinbarungen (TEUR 122) und Leasingverträgen (TEUR 2.872). Sie haben in Höhe von TEUR 1.327 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 1.667 besitzen eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Mitarbeiter Im Berichtszeitraum waren einschließlich der Geschäftsleitung durchschnittlich 175 Mitarbeiter beschäftigt (i.Vj. 161), davon 55 Angestellte (i.Vj. 51) und 120 gewerbliche Arbeitnehmer (i.Vj. 110). Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Herr Thomas Casey, staatl. gepr. Maschinenbautechniker, Salzkotten Herr Rolf Tijsma, Jurist, Bakel/Niederlande (seit 31. August 2017) Organbezüge An Mitglieder der Geschäftsführung wurden Darlehen in Höhe von TEUR 25 mit einer Laufzeit von acht Jahren und einer Verzinsung von 2,5% p.a. gewährt. Im Berichtsjahr belief sich die planmäßige Tilgung auf TEUR 1. Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen bestehen nicht. Konsolidierungskreis Der Jahresabschluss der CP autosport GmbH, Büren, wird in dem Konzernabschluss der CPTECH GmbH, Aachen, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. 4. Nachtragsbericht Mit Anteilskaufvertrag vom 22. Juni 2017 hat die Nedschroef Altena GmbH als verbundenes Unternehmen der Nedschroef Gruppe mit Hauptsitz in Helmond, Niederlande, die Mehrheitsbeteiligung an der Muttergesellschaft CPTECH GmbH erworben. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 01. Januar 2017. Die Nedschroef Gruppe ist weltweit einer der größten Lieferanten für Verbindungselemente und andere hochentwickelte kaltgeformte Technikkomponenten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Das strategische Investment ermöglicht beiden Unternehmen die gemeinsame Stärkung der strategischen Marktposition in einem dynamischen Umfeld, das sich an wandelnde Rahmenbedingungen und globale Trends wie E-Mobilität, Konnektivität und autonomes Fahren anpassen muss. Die Zustimmung des Bundeskartellamtes erfolgte am 27. Juli 2017. Am 31. August 2017 wurde Herr Rolf Tijsma zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.
Büren, 31. August 2017 CP autosport GmbH Thomas Casey, Geschäftsführer Rolf Tijsma, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen des Unternehmens Die CP autosport GmbH ist als unabhängiger Partner für eine Vielzahl unterschiedlichster Kunden aus der Automobil- und Motorsportindustrie tätig. Das Unternehmen blickt auf mehr als 20 Jahre Gesamtfahrzeugkompetenz im Motorsport zurück. Die Leistung des Unternehmens reicht von der Konzeption einzelner Fahrzeugkomponenten bis zum fertiggestellten und getesteten Produkt. Entwicklungstätigkeiten werden sowohl für eigene Zwecke als auch in Form von Dienstleistungen für den professionellen Motorsport sowie weitere Anwendungszwecke mit Schwerpunkt in den Bereichen Leichtbau und Elektromobilität angeboten. Von der Entwicklung bis zur Fertigung sind sämtliche Kompetenzen am Sitz der Gesellschaft in Büren ansässig. In den vergangenen zehn Jahren konnte die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter an diesem Standort von 16 auf 175 mehr als verzehnfacht werden. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Der weltweite Automobilmarkt verzeichnet nach Angaben des Weltautomobilverbands OICA mit Ausnahme der Krisenjahre 2008/2009 ein kontinuierliches Wachstum. Im Berichtsjahr 2016 betrug der Zuwachs knapp 5 Prozent auf 93 Mio. Kraftfahrzeuge, was sich gleichermaßen auf die Weltproduktion auswirkte. Auch für 2017 wird, wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit, ein weiteres Wachstum erwartet. In Deutschland stiegen die Neuzulassungen zum dritten Mal in Folge. Mit 3,4 Mio. Neuzulassungen in 2016 konnte ein Anstieg um 5 Prozent und das höchste Marktvolumen dieses Jahrzehnts verzeichnet werden. Mit Blick in die Zukunft sorgen insbesondere die Digitalisierung im Automobilbereich sowie geänderte Mobilitätsanforderungen speziell im urbanen Raum für Marktdynamik und Wachstumschancen. Hierbei nimmt der Motorsport für die Kunden der CP autosport GmbH eine wichtige Funktion ein. Das Engagement macht sich nicht nur durch Imagegewinne und Werbegegenwerte bezahlt, sondern generiert auch durch den Einsatz und Test neuartiger Technologien und den Leichtbau einen Mehrwert. Erfahrungen aus dem Rennsport werden für die Serienproduktion genutzt. Auch im Geschäftsjahr 2016 hat die CP autosport GmbH ihre nachhaltige und maßvolle Wachstumsstrategie weiter verfolgt. So wurden die Geschäftsfelder Entwicklungsdienstleistung, Karosseriebau, Komponentenfertigung und Materialhandel konsequent ausgebaut und die diesbezüglichen Kompetenzen sowohl in der bereits bestehenden Kundenbasis als auch bei Neukunden vertieft. Die Marktplatzierung der in jüngster Vergangenheit selbst konzipierten Produkte entwickelte sich weiterhin erfreulich. Die erneute Integration der Hochleistungsleichtbauantriebswelle in einen zukünftigen Seriensportwagen eines führenden deutschen Automobilkonzerns verlief erfolgreich und planmäßig. Anfang 2016 konnte der Umzug in das neue Firmengebäude erwartungsgemäß abgeschlossen werden. Durch den Zugewinn an Produktionsflächen wurden die räumlichen Rahmenbedingungen dem kontinuierlichen Wachstumspfad der Gesellschaft angepasst. Zum 31. Dezember 2016 waren 180 Mitarbeiter beschäftigt. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016 entwickelte sich die Ertragslage der CP autosport GmbH sehr positiv und lag sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis über Plan. Ende Oktober bzw. Anfang November 2016 erreichten die Auswirkungen der Abgasthematik im Volkswagen Konzern und die damit verbundenen Sparmaßnahmen auch die CP autosport GmbH. Entgegen der ursprünglichen Ankündigungen seitens Volkswagen wurden zwei wesentliche Motorsportprojekte gestoppt. Dementsprechend schießt das Berichtsjahr der Gesellschaft mit einem positiven, aber unter Plan liegenden EBIT in Höhe von rund Mio. EUR 0,6. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Mit einer leicht über Vorjahresniveau liegenden betrieblichen Leistung von 24,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Geschäftstätigkeit annähernd planmäßig entwickelt. Die unterjährig deutlich über Plan liegende Ertragssituation, wurde durch den Abbruch von zwei Motorsportprojekten des Volkswagen Konzerns im Zuge der Abgasthematik ausgebremst. So wurde das Geschäftsjahr 2016 mit Umsatzerlösen von Mio. EUR 22,4 geschlossen. Diese verteilten sich zu 75% auf das Inland und zu 25% auf das Ausland. Der Auftragsbestand liegt per 31. Dezember 2016 mit Mio. EUR 21,0 über dem Vergleichswert am Vorjahresstichtag von Mio. EUR 17,8 Mio. Bezogen auf die Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen sank die Materialkostenquote von 40,7% in 2015 auf 37,8% im Berichtsjahr. Damit einhergehend stieg die Personalkostenquote von 35,5% auf 38,6%. Bei Abschreibungen auf Vorjahresniveau erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere aufgrund gestiegener Mietaufwendungen. Aufgrund der Summe der vorstehenden Effekte verzeichnete die Gesellschaft in 2016 ein um 11,8% auf TEUR 566 rückläufiges EBIT. Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.633 auf TEUR 6.547, was im Wesentlichen mit dem Anlauf eines neuen Serienauftrags zu begründen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.052 (i.Vj. TEUR 538). Darin sind u. a. die noch nicht ausgezahlten Anteile aus dem Factoring mit TEUR 938 (i.Vj. TEUR 394) ausgewiesen. Gegenläufig verminderten sich die Forderungen aus Lieferung und Leistungen auf TEUR 206 (i.Vj. TEUR 889). Das Eigenkapital blieb aufgrund des mit der CPTECH GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags unverändert bei TEUR 725. Im Zuge einer gestiegenen Bilanzsumme, verringerte sich die Eigenkapitalquote von 7,5% auf nun 6,8%. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich insbesondere aufgrund ausstehender Rechnungen von TEUR 676 auf TEUR 861. Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines erhöhten Bedarfs an Betriebsmittelfinanzierung auf TEUR -211,3. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von TEUR 1.381 auf TEUR 2.300. Aufgrund des kontinuierlich gestiegenen Anteils der von Kreditinstituten übernommenen Fremdfinanzierung war eine nachhaltige Neuausrichtung der Finanzierungssituation erforderlich. Anfang 2017 wurden erste Gespräche und Verhandlungen mit potentiellen Investoren aufgenommen. Die Entscheidung zugunsten eines strategischen Investors ist Mitte 2017 gefallen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2017 haben die Gesellschafter der Muttergesellschaft CPTECH GmbH am 22. Juni 2017 eine Mehrheitsbeteiligung an der CPTECH GmbH an die Nedschroef Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Helmond, Niederlande, veräußert. Ziel dieser Transaktion ist die Stärkung der strategischen Marktposition beider Unternehmen in einem dynamischen Umfeld, das sich an wandelnde Rahmenbedingungen und globale Trends wie E-Mobilität, Konnektivität und autonomes Fahren anpassen muss. Vor diesem Hintergrund ist die Finanzlage der CP autosport GmbH nachhaltig gestärkt und gesichert. 4. Risiko- und Chancenbericht Die CP autosport GmbH verfügt über flache Hierarchiestrukturen. Durch regelmäßige Gesprächsrunden auf verschiedenen Ebenen und zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen wird ein weitreichender Informationsaustausch erzielt, um damit mögliche Risiken einzelner Bereiche frühzeitig zu erkennen. Eine umfangreiche Kennzahlenanalyse ermöglicht darüber hinaus ein zeitnahes Monitoring durch die Geschäftsleitung. Anhand festgelegter Zielgrößen wird die Performance bewertet und soweit erforderlich korrigierende Maßnahmen eingeleitet. Ein durchgehender Risikomanagementprozess mit systematischer Erfassung, Bewertung und Steuerung aller Risiken findet noch nicht statt. Da jedes Geschäftsmodell natürliche Risiken birgt lassen sich trotz aller Sorgfalt nicht alle Risiken ausschließen. Das Marktumfeld des Motorsports ist von kurzfristigen Projekten, der Budgetentwicklung der Motorsportabteilungen der OEM und damit von längerfristigen Planungsrisiken geprägt. Aufgrund der sehr umsichtigen und konservativen Planungsmethoden der CP autosport GmbH, des breiten Leistungsspektrums und der langjährigen Erfahrung in Bereich Motorsport ist die Entwicklung der CP autosport GmbH im Geschäftsjahr 2016 Ausdruck für eine auch künftig gute Marktposition in den Geschäftsfeldern Motorsport und Automotive. Um dem hohen Marktrisiko gerecht zu werden und bei Umsatzrückgang nicht in die Verlustzone zu gelangen sind auch im vergangenen Jahr externe Produktionskapazitäten aufgebaut worden, die bei Bedarf zurückgefahren werden können, ohne das Unternehmen wirtschaftlich zu belasten. Insbesondere sind neben den externen Kapazitäten in den Bereichen mechanische Bearbeitung auch Kapazitäten im Bereich Komponentenfertigung aufgebaut worden. Zur weiteren Reduzierung des Planungsrisikos hat die CP autosport GmbH in vergangenen Jahren eine Strategie zur Verstetigung erarbeitet und bereits erfolgreich umgesetzt. Die CP autosport GmbH hat sich hierzu mit seinen Mitarbeitern einen exzellenten Ruf in der Branche hinsichtlich Liefertreue und Qualität erarbeitet, um so die Attraktivität für die Kunden noch weiter zu steigern. Die CP autosport GmbH richtet sich zusammen mit der Nedschroef Unternehmensgruppe auch weiterhin bei Forschung und Entwicklung auf mögliche neue Megatrends im Bereich der Elektrifizierung und Leichtbau von Automobilen und Rennsportfahrzeugen aus. Dies geschieht überwiegend im Rahmen von Verbundprojekten zusammen mit Partnern aus Forschung und Industrie. Die Eigenkapitalquote der CP autosport GmbH liegt aufgrund des in 2011 mit der CPTECH GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zum Stichtag nur bei rund 7%. Die Finanzierungsstruktur der CP autosport GmbH ist somit einerseits durch Gesellschaftermittel und andererseits durch Kreditlinien bei Banken geprägt. Die seiner Zeit im Verbund mit der Heggemann AG erteilte Landesbürgschaft bestand unverändert fort. Durch die im Juni 2017 von der Nedschroef Unternehmensgruppe erworbene Mehrheitsbeteiligung an der Muttergesellschaft CPTECH GmbH wird auch die Finanzierung der CP autosport GmbH nachhaltig gestärkt. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird insbesondere durch das nachhaltige Wachstum und dem damit einhergehenden Working Capital Bedarf hervorgerufen. Die Analyse von Liquiditätsrisiken erfolgt über eine wöchentlich aktualisierte Zahlungsmittelplanung. Zinsrisiken beschränken sich auf das Factoring und die Kontokorrentlinien. Alle anderen zinstragenden Verbindlichkeiten haben fixe Zinssätze. Forderungsrisiken werden durch Factoring im Verbund mit einer Warenkreditversicherung minimiert und darüber hinaus durch aktives Forderungsmanagement ständig kontrolliert. 5. Prognosebericht Die weltweite Pkw-Nachfrage wird sich gemäß den Erwartungen des Weltautomobilverbandes ausgehend von einem hohen Niveau in 2017 weiter positiv entwickeln. Im Lichte dieses grundsätzlich wachsenden Marktes und technologisch anspruchsvoller Herausforderungen an die Mobilität der Zukunft wird sich auch der Motorsport dynamisch entwickeln. Aufgrund des durch die Abgasthematik im Volkswagen Konzerns getriebenen Abbruchs von zwei Motorsportprojekten erwartet die CP autosport GmbH für 2017 jedoch zunächst rückläufige Umsatzerlöse in Höhe eines niedrigen zweistelligen Prozentbereichs. Der Zeitpunkt der Abbruchmeldung lässt eine sukzessive Kompensation erst in den Folgejahren zu. Aufgrund der bereits umgesetzten Einsparmaßnahmen und einer ansonsten stabilen Auftragslage plant die Gesellschaft für 2017 trotz des signifikanten Umsatzrückgangs mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis vor Ergebnisabführung.
Büren, den 31. August 2017 Thomas Casey, Geschäftsführer Rolf Tijsma, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 01. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016Wiedergabe des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss und zum LageberichtNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu dem als Anlage 1 bis 3 wiedergegebenen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und dem als Anlage 4 wiedergegebenen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der CP autosport GmbH, Büren, zu machen. Wir haben daher den gesetzlichen Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erteilt, der nachfolgend wiedergegeben wird: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CP autosport GmbH, Büren, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der CP autosport GmbH, Büren, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 11. September 2017 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer Ralf Sindelar, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 7. Dezember 2017 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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