FT Hospitality GmbH
Selbe AdresseVermietung von Sport- und Freizeitgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Trilling seit 7.1.2008 | Geschäftsführer |
Olaf Feuerstein seit 27.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 77.50% | |
| 22.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hotel Freizeit In GmbHGöttingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
AnhangI. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Hotel Freizeit In GmbH mit Sitz in Göttingen im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRB 939 eingetragen. II. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Die Hotel Freizeit In GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite um den Posten "Forderungen gegen nahstehende Unternehmen" ergänzt. III. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Der aktivierte, entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird unter Berücksichtigung einer fünfzehnjährigen Nutzungsdauer analog den Klarstellungen des IDW RS HFA 28 abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die in den Vorjahren zugrunde gelegte Bewertungsmethode ist unverändert beibehalten worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbaren Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist unter Beachtung der einzelwertberichtigten Forderungen durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert bilanziert. Die Kreditkartenkonten sind um die noch zu berücksichtigenden Bearbeitungsprovisionen der jeweiligen Kreditkartenunternehmen wertberichtigt. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand nach dem vorliegenden Abschlussstichtag darstellen. Das im Eigenkapital enthaltene gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. 2. Angaben zu Posten der Bilanz Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Anlage A Seite 3.3 dargestellt. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen die Freizeit In Holding GmbH & Co. KG. Der Bilanzverlust enthält einen Verlustvortrag von EUR 356.234,77. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 280.631,69 (Vorjahr: EUR 131.482,61) für Steuern enthalten. Von den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 5.467.051,14 haben EUR 2.079.267,91 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, EUR 2.241.131,59 eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren und EUR 1.146.651,95 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Von den dargestellten Verbindlichkeiten haben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.638.532,88 und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.749.250,66 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich im Wesentlichen in:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Beihilfen in Form der Überbrückungshilfen von EUR 582.426,45 (Vorjahr: EUR 2.537.953,61), die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie gewährt wurden. Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. IV. Ergänzende Angaben 1. Angaben nach § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB
2. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 ausschließlich gegenüber dem verbundenen Unternehmen GustoDeluxe GmbH. Zu Gunsten dieser wurde der Sparkasse Göttingen eine unbeschränkte selbstschuldnerische Bürgschaft zur Sicherung der Forderungen gegen die GustoDeluxe GmbH gegeben. 3. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Die Pachtzinsverpflichtungen und die Mietverpflichtungen (einschl. Wartungen) aus den bestehenden Verträgen über das Betriebsgrundstück und -gebäude, die Restaurantausstattung, Kraftfahrzeuge, EDV-Anlagen, Terminalgeräte und Tagungstechnik betragen bis zum Ende der Laufzeit maximal rd. EUR 5.751.000. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit unbestimmter Dauer belaufen sich insgesamt auf rd. EUR 107.000 p. a. 4. Angabe zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
5. Angabe der Mitglieder von Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die beiden Geschäftsführer: - Herr Jörg Trilling, Göttingen (kaufmännische Geschäftsführung) - Herr Olaf Feuerstein, Göttingen (technische Geschäftsführung) 6. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:
7. Nachtragsbericht Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie war auch der Beginn des Jahres 2022 weiterhin von Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie Beeinträchtigungen der Wirtschaft geprägt. Die Gesellschaft war somit weiterhin unmittelbar von den Auswirkungen der Krise betroffen. Ab Ende März 2022 erfolgten schrittweisen Lockerungen, sodass ab dem 2. Quartal 2022 die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend aufgehoben wurden. Seitdem verläuft der Geschäftsbetrieb wieder weitestgehend normal und es liegen keine Corona-bedingten Beeinträchtigungen mehr vor. Seitens der Geschäftsleitung wurden die im März 2020 eingeleiteten Maßnahmen zur Generierung von Einsparpotentialen und Sicherung der Liquidität weiterhin umgesetzt. Neben der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld wurden diverse Anträge für die verschiedenen Förderphasen des Bundesprogramms "Corona-Überbrückungshilfe" sowie der "Außerordentlichen Wirtschaftshilfen" gestellt. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit wurden zwei Kredite aus dem Corona-Hilfeprogramm aus KfW Mitteln beantragt und auch gewährt. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte wird die Liquiditätslage als gesichert angesehen und es liegt keine Bestandsgefährdung vor. Für das Geschäftsjahr 2023 werden keine Corona-bedingten Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs mehr erwartet. V. Verwendung des Jahresergebnisses Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 41.671,88 auf neue Rechnung vorzutragen.
Göttingen, den 28. Juni 2023 Hotel Freizeit In GmbH - Geschäftsführung - gez. Olaf Feuerstein gez. Jörg Trilling Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Abs. 1a HGB Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2023 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt und der Ergebnisverwendungsvorschlag bestätigt. VI. Anlagenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Organisatorische und rechtliche Verhältnisse Die Hotel Freizeit In GmbH betreibt und bewirtschaftet ein Tagungs- und Kongresshotel mit angeschlossener Gastronomie in Göttingen. Die Gesellschaft als solche wurde im Jahr 1977 gegründet. Zudem ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag an der GustoDeluxe GmbH, Göttingen zu 100 % beteiligt, die am Standort in Göttingen mehrere Gastronomiebetriebe betreibt. Die Gesellschafter der Hotel Freizeit In GmbH sind zum Bilanzstichtag die Herren Olaf Feuerstein und Jörg Trilling. Diese sind ebenfalls zu Geschäftsführern bestellt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Das privat geführte Hotel Freizeit In gehört zu den besten Tagungs- und Kongresshotels Deutschlands und verfügt insgesamt über 209 Zimmer und Suiten. Mit dem modernen Tagungsbereich mit 44 Tagungsräumen, der Seminar Villa für kleinere Seminare und Workshops, der neuen Tagungs- und Eventlocation auswärts sowie der innovativen Meisterwerk Schulungshalle bietet das Haus die idealen Rahmenbedingungen für Tagungen, Kongresse, Konferenzen und Praxisschulungen in nahezu jedem Format. Neben diesem Hauptschwerpunkt bildet der Bereich Wellness, Fitness und Sauna im rund 8.800 qm großen Vital Spa ein weiteres wichtiges Standbein des Leistungsprogramms. Darüber hinaus sind wir als Gastgeber von Familienfeiern genauso präsent wie als Caterer für Großveranstaltungen mit bis zu 10.000 Personen. Hoteldirektor Olaf Feuerstein wurde im Jahr 2022 zum Tagungshotelier des Jahres gewählt. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen im Jahresdurchschnitt 172 Arbeitnehmer (Vorjahr: 152). Darüber hinaus waren 31 Auszubildende (Vorjahr: 36) im Unternehmen tätig. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Von dem durch die Coronapandemie im ersten Halbjahr 2020 ausgelösten Konjunktureinbruch erholte sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahre 2022 weiter. Ähnlich wie das Wirtschaftsjahr 2021 begann jedoch auch das Wirtschaftsjahr 2022 unter ungünstigsten Vorzeichen. Die coronabedingten Einschränkungen und somit drastisch eingeschränkte Möglichkeiten der operativen Tätigkeiten führten nicht nur in der Hotel- und Gastronomiebranche, sondern in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft erneut zu einem zeitlich deutlich verzögerten Start in das Geschäftsjahr. Die Belastung der Lieferketten mit erheblichen Folgen für die gesamtwirtschaftliche Lage, die bereits im Jahr 2021 deutliche Einschränkungen der gesamtwirtschaftlichen Situation zur Folge hatten, verschärften sich Ende Februar 2022 erneut. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hatte deutliche Einschränkungen in Lieferketten, von Lebensmitteln bis hin zur Energie, in bisher ungekanntem Ausmaß zur Folge. Die Auswirkungen haben die Wirtschaft in Deutschland, Europa und der Welt nachhaltig negativ beeinflusst und werden auch künftig in wirtschaftliche Planungen einbezogen werden müssen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte im gesamten Wirtschaftsjahr 2022 um rund 2 % gegenüber dem BIP der Vorjahre gesteigert werden. Das BIP konnte sogar leicht im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2019 und somit zum Vor-Corona-Niveau gesteigert werden. Der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe trug wesentlich zum Wachstum bei. Im Wirtschaftsjahr 2022 wuchs die Wirtschaftskraft dieses Bereiches um rund 4 % gegenüber dem Vorjahr. Nach vielen Jahren mit moderater Entwicklung haben die Verbraucherpreise seit 2021 merklich angezogen. Für das Geschäftsjahr 2022 lag die Inflationsrate in Deutschland bereits bei rund 8 %. Im Gastgewerbe konnten die Umsätze um preisbereinigt rund 45 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die dennoch vorhandene Umsatzlücke im Vergleich zum Vorkrisenjahr von -rund 13 % konnte nominal mit den durchgesetzten Preissteigerungen nahezu geschlossen werden. Für den Hotelleriebereich liegen die Umsätze bundesweit um 64 % über den Umsätzen des Vorjahres. Dies entspricht noch einem preisbereinigten Rückgang gegenüber 2019 von rund -9 %. Die Gastronomie kann gegenüber 2021 preisbereinigt +38 % mehr umsetzten und liegt somit -13 % hinter den Umsätzen des Jahres 2019 zurück. Insgesamt wurde vor allem die Hotel- und Gastronomiebranche durch die Coronakrise mit erheblichen negativen Auswirkungen belastet. Nach der Aufhebung der letzten Einschränkungen im zweiten Quartal des Jahres 2022 konnte sich das Gastgewerbe wieder deutlich erholen. 2. Geschäftsverlauf Die Hotel Freizeit In GmbH blickt trotz der Pandemielage auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Der Jahresüberschuss konnte mit TEUR 42 konstant gehalten werden. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie war auch der Beginn des Jahres 2022 weiterhin von Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie Beeinträchtigungen der Wirtschaft geprägt. Die Gesellschaft war somit weiterhin unmittelbar von den Auswirkungen der Krise betroffen. Im Hotelbetrieb war dies in den Monaten Januar und Februar zumeist in der noch großen Zurückhaltung bei der Buchung von Veranstaltungen und Tagungen zu beobachten. Ab März kam es dann zu einer merklichen Belebung des Tagungsgeschäftes und die Umsätze zogen in allen Bereichen an. Im Vital Spa konnte die Mitgliederzahl nach den Kündigungen in den Jahren 2020 und 2021 konstant gehalten werden, aber nach wie vor war hier eine große Zurückhaltung beim Abschluss von neuen Verträgen zu spüren. Ab Ende März 2022 erfolgten schrittweise Lockerungen und die Aufhebung der Beschränkungen, sodass ab dem 2. Quartal 2022 die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend aufgehoben waren und die Gesellschaft wieder aktiv am Markt teilnehmen konnte. Seitdem verläuft der Geschäftsbetrieb wieder weitestgehend normal und es liegen keine Corona-bedingten Beeinträchtigungen mehr vor. Die positiven Umsatzerwartungen konnten nach der Aufhebung der Beschränkungen bestätigt werden. Mit einem Umsatz von TEUR 10.919 wurden die Umsatzprognosen nahezu erreicht. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen fielen die Umsätze im 1. Quartal 2022 noch sehr gering aus. Ab April/Mai erreichten die Umsätze das Niveau des Vorkrisenjahres bzw. übertrafen dieses in einzelnen Monaten bis in das vierte Quartal hinein. Das prognostizierte Jahresergebnis konnte mit einem Jahresüberschuss von TEUR 42 ebenfalls erreicht werden. Ursächlich hierfür sind neben dem positiven Geschäftsverlauf die durchgeführten Kostenoptimierungen. Weitere gesondert zu erwähnende Sachverhalte, die für den Geschäftsverlauf relevant sind, wie z.B. Umstrukturierungsmaßnahmen oder besondere Schadens- und Unglücksfälle, lagen im Berichtszeitraum nicht vor. 3. Lage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 463 verringert. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 616, der überwiegend auf die Tilgung der Bankdarlehen und der sonstigen Darlehen zurückzuführen ist. Zudem sind die sonstigen Forderungen aufgrund der Auszahlung der im Vorjahr in dem Posten enthaltenen Corona-Wirtschaftshilfen um TEUR 308 gesunken. Der Rückgang dieser Positionen überkompensiert den Anstieg der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen um TEUR 228 sowie den stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 191. Auf der Passivseite der Bilanz resultiert der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem deutlichen Rückgang der mittel- und langfristigen Bankdarlehen um insgesamt TEUR 812 sowie der sonstigen Darlehen um TEUR 153, der auf die planmäßige Tilgung der Darlehen zurückzuführen ist. Gegenläufig sind die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 174 sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 158 gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresergebnisses um rd. einen Prozentpunkt auf rd. 4 % erhöht. 3.2 Finanzlage Die Liquiditätslage im Geschäftsjahr ist nach wie vor deutlich positiv. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Jahr 2022 mit TEUR 702 auszuweisen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Brutto-Cashflow des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 489 sowie dem Abbau der sonstigen Forderungen in der Bilanz (TEUR 308), welcher insbesondere auf die Auszahlung von Corona-Wirtschaftshilfen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit TEUR -352 negativ und resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Unter Berücksichtigung des aufgrund der planmäßigen Tilgung von Darlehen negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR - 66 verbleibt im Geschäftsjahr eine Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 616 auf TEUR 1.622. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr konnte ein deutlicher Umsatzanstieg von TEUR 4.898 (+ 81,34 %) erreicht werden, nachdem Im vorherigen Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie noch ein deutlicher Umsatzrückgang im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau zu verzeichnen war. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Geschäftsbetrieb ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres wieder weitestgehend normal und ohne Corona-bedingte Einschränkungen verlief. Der Materialeinsatz liegt prozentual auf dem Vorjahres-Niveau, sodass eine Zunahme des Rohertrags um TEUR 4.308 zu verzeichnen war. Nachdem sich im vorherigen Geschäftsjahr durch den eingeschränkten Geschäftsbetrieb diverse Kostenpositionen im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau verringert hatten, erfolgte im Geschäftsjahr aufgrund der Normalisierung des Geschäftsbetriebs ein Anstieg der Summe der betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.532. Bei den Kostenarten sind insbesondere die Personalkosten mit einem Anstieg von TEUR 1.628 (+ 15,47 %) sowie die Pachtkosten mit einer Steigerung um TEUR 211 hervorzuheben. Das Betriebsergebnis I (= Jahresüberschuss ohne Finanzergebnis und Neutrales Ergebnis) ist durch die geringere Zunahme der Summe der betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Steigerung des Rohertrags gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 1.776 auf TEUR - 840 gestiegen. Das neutrale Ergebnis beläuft sich auf TEUR 847, war jedoch aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Corona-Wirtschaftshilfen stark rückläufig (um TEUR - 1.853). Insgesamt führten die Effekte dazu, dass das Jahresergebnis geringfügig auf TEUR 41 gesteigert werden konnte. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet. C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT In den ersten Monaten des Jahres 2023 hat sich der positive Trend bei den Übernachtungszahlen fortgesetzt. Durch unser externes Revenue Management System, welches wir bereits im Jahr 2020 eingeführt haben, haben wir über unser Budget, Forecast und auch Soll-Ist-Vergleiche eine sehr aktuelle Übersicht, wie sich die Buchungen entwickeln und wir auch im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Häusern dastehen. Dies wird durch monatliche Soll-Ist-Vergleiche der Gesamtzahlen des Unternehmens, sogenannte Kostenstellenauswertungen, unterstützt und durch die Geschäftsführung mit den Abteilungsleitern und Stellvertretern intensiv besprochen. Durch gestiegene Einstandspreise bei allen Lebensmitteln, Energie- sowie Lohnkosten ist die Anpassung der Verkaufspreise ein sehr wichtiges, aber auch sensibles Instrument, um die gewünschten Deckungsbeiträge für das Unternehmen zu garantieren. Aktuell beobachten wir, dass der Gast ein hohes Maß an Verständnis für die durchgeführten Preisanpassungen hat, da dies ein Thema durch alle Bereiche des täglichen Lebens geworden ist. Entgegen der Prognosen im ersten Corona Jahr, dass sich die Tagungshotellerie nicht mehr auf das Vor-Corona-Niveau erholen wird, hat sich die Nachfrage im Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft erholt und positiv entwickelt. Gleichzeitig haben wir aber auch eine steigende Nachfrage im Bereich der individuellen- und Wellnessbuchungen. Um unser Angebot für unsere Kunden auch weiterhin attraktiv zu gestalten, haben wir bereits im Jahr 2022 damit begonnen, einen Teil unserer Tagungsräume im Zusammenhang mit der Orangerie zu renovieren. Entstehen soll hier ein Ambiente, das sowohl höchste Tagungsansprüche an die Räumlichkeiten als auch an die Technik erfüllt. Mit der Verknüpfung der Räumlichkeiten und damit dem Zugang zur angrenzenden Eingangshalle (Orangerie), schaffen wir neue Möglichkeiten der Nutzung auch für größere Veranstaltungen und Feiern im Haus. Um unseren Gästen den Aufenthalt auch auf den Zimmern angenehmer zu gestalten, ist geplant, in allen Zimmern die Fernseher durch größere und multifunktionale Geräte zu ersetzen und gleichzeitig auf allen Zimmern Smartpads zu installieren, um die Kommunikation zwischen dem Gast und dem Haus sowie auch umgekehrt zu verbessern und dadurch neue Erlösmöglichkeiten durch gezielte Angebote zu generieren. In diesen Bereich fällt auch der geplante Einsatz von Servicerobotern. Diese sollen als Ersatz für die Minibars in den Zimmern als Zimmerservice fungieren und im Servicebereich aushelfen. Durch teilweise langfristige Lieferverträge mit Versorgungsunternehmen konnten die Kosten im Energiebereich relativ konstant gehalten werden. Im Gegenzug dazu haben sich durch tarifvertragliche Regelungen die Lohnkosten bereits drastisch erhöht und werden sich vermutlich auch in 2023 weiter nach oben entwickeln. Der allgemeine Fachkräftemangel in Deutschland trifft auch auf die Hotellerie und Gastronomie zu. Als Arbeitgeber mit gutem Ruf konnten wir unseren Bedarf an Mitarbeitern auch im Jahr 2022 sichern und haben darüber hinaus auch wieder rund 15 Auszubildende eingestellt. Nichtsdestotrotz ist dies sicherlich ein Bereich im Unternehmen, der auch in der Zukunft mit größter Sorgfalt beobachtet werden muss. Der steigende Mindestlohn und tarifliche Erhöhungen werden auch in Zukunft dazu führen, dass die Personalkosten insgesamt steigen und dies mit der zunehmenden Inflation und gestiegenen Energiekosten zu einer Preisspirale führt, die der Gast noch bereit sein muss zu zahlen. Auch im Finanzierungssektor wird sich durch die oben genannten Faktoren der Leitzins weiter nach oben entwickeln und damit bei Renovierungs- und Investitionsvorhaben zu deutlich gestiegenen Finanzierungskosten führen. Des Weiteren erwartet die Branche mit Auslaufen des verringerten Umsatzsteuersatzes auf Speisen zum 31.12.2023 den nächsten Preisschock für den Kunden, wenn diese nicht verhindert wird. Hier hofft die Branche auf die Zusagen aus der Bundesregierung, dass die Absenkung der Umsatzsteuer auf Speisen entfristet werden soll. Angesichts der allgemeinen Kostensteigerungen wird es sich wohl kaum ein Unternehmen leisten können, auf die Weitergabe der Umsatzsteuererhöhung auf Speisen an den Kunden zu verzichten. Aufgrund der vorgenannten Entwicklungen gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einem deutlich höheren Umsatz im Vergleich zu 2022 aus. Insgesamt erwarten wir in unserer aktuellen Planrechnung für 2023 unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsergebnisse weiterhin ein positives Jahresergebnis, das in etwa der Höhe des Vorjahresergebnisses entspricht. Die vorgenannten Prognosen wurden für einen Geschäftsverlauf ohne krisenbedingte Unterbrechungen aufgestellt. Den Fortbestand des Unternehmens sieht die Geschäftsleitung im Hinblick auf die Ertrags- und Liquiditätslage als nicht gefährdet an. D. SCHLUSSERKLÄRUNG Vorstehender Lagebericht wurde von den Unterzeichnern aufgestellt und enthält alle zusätzlichen Informationen, die zusammen mit dem Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens vermitteln.
Göttingen, den 28. Juni 2023 gez. Olaf Feuerstein gez. Jörg Trilling Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 Satz 1 HGB und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hotel Freizeit In GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hotel Freizeit In GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hotel Freizeit In GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks' weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes - Auswirkungen der Corona-Pandemie Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt Nr. 6 des Anhangs, welche die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2022 beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss 31. Dezember 2022 sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Göttingen, den 28. Juni 2023 EURATIO
GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen