Brita GmbHLiquidiert
Heinrich-Hertz-Straße 4, 65232 Taunusstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brita GmbHTaunussteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der BRITA GmbH, Taunusstein1. Geschäft und Rahmenbedingungen Grundlagen Die BRITA Gruppe ist weltweit im Bereich der Trinkwasseroptimierung tätig. Die BRITA GmbH und die BRITA Gruppe (im Folgenden kurz: BRITA) sind in die drei Strategic Business Segments Consumer, Professional Filter und Dispenser gegliedert. Alle drei Strategic Business Segments beschäftigen sich ausschließlich mit der Wasseroptimierung (Wasserfiltration und -individualisierung) am Punkt des Gebrauchs. Die BRITA GmbH verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr über operative Tochter- und Gruppengesellschaften in Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Italien, Indien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Polen, Russland, der Schweiz, Spanien, Südkorea, Taiwan, Türkei und den USA sowie Betriebsstätten in den Niederlanden, Belgien und Österreich. Neben Deutschland befinden sich noch eigene Produktionsstätten in China, Großbritannien und Italien. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Datenquellen: Destatis, Eurostat, bmwi) Die Covid-19 Pandemie hat die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. Staaten und Zentralbanken wirkten dem wirtschaftlichen Einbruch mit umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen entgegen. Das hatte zur Folge, dass das Wachstum im zweiten Halbjahr schneller zurückkehrte als ursprünglich erwartet. China war von der Pandemie als erstes Land betroffen. Nachdem die chinesische Regierung strikte Maßnahmen zur Eindämmung getroffen hatte, kam es im 1. Quartal 2020 zu einem starken Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um saisonbereinigt 10 % im Vergleich zum Vorquartal. Vor dem Hintergrund niedriger Infektionszahlen und gelockerter Maßnahmen konnte die chinesische Wirtschaft im 2. und 3.Quartal einen starken Rückpralleffekt verzeichnen. Das BIP stieg saisonbereinigt um 11,7 % und 2,7 % an. Damit hat China das Vorkrisenniveau des BIP bereits um 3,2 % überschritten. Die USA erlebte 2020 das wirtschaftlich schwächste Jahr seit 1946. Im Sommer hatte die Wirtschaft nach dem pandemiebedingten Konjunktureinbruch eine Aufholjagd gestartet. Im Gesamtjahr ist das BIP aber um 3,5 % geschrumpft. Im Euro-Raum ist das BIP in der ersten Jahreshälfte 2020 stark eingebrochen. Dabei fiel der Rückgang im 2. Quartal mit 11,8 % nochmals deutlich größer aus als im 1. Quartal, in dem das BIP bereits um 3,7 % gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen war. Nach einer starken Erholung im dritten Quartal 2020 um 12,7%, sank das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,7%. Pandemiebedingt ist in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 insgesamt um 5,0 % zurückgegangen. Letztlich fällt das Minus aber deutlich niedriger aus, als es im Verlauf des letzten Jahres erwartet worden war. Dies ist neben der Resilienz der deutschen Wirtschaft auch auf die sehr umfangreichen Maßnahmenpakete der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Einkommen zurückzuführen. Nach dem historischen Einbruch im zweiten Quartal von 9,8 % war mit der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen ein Aufholprozess zu beobachten. Im dritten Quartal konnte die deutsche Wirtschaft ein Plus von 8,5 % verbuchen und erreichte damit wieder rund 96 % ihres Niveaus vom Schlussquartal 2019 vor Ausbruch der Pandemie. Branchenentwicklung BRITA nimmt auch im Jahr 2020 eine bedeutende Marktstellung im globalen Wasserfiltrationsmarkt ein. Die Covid-19 Pandemie ist auch im Wasserfiltrationsmarkt bemerkbar. Während der Gesamtmarkt für Systeme und Kartuschen weiterhin wächst, ist die Nachfrage im Bereich Professional Filter insbesondere im Segment HoReCa aufgrund der weltweiten Lockdowns spürbar zurückgegangen. Die Nachfrage nach Professional Dispenser am so genannten Point of Use (POU) ist in vielen Bereichen wie Krankenhäusern und Büros trotz Pandemie auf Vorjahresniveau geblieben. Insgesamt gehen wir weiterhin von einer langfristig positiven Entwicklung des globalen Wasserfiltrationsmarktes aus. Wesentliche Geschäftsvorfälle Am 1. Juni 2020 hat die BRITA GmbH das Management des Zentrallagers am Standort Beselich von einem externen Dienstleister übernommen. Zudem wurde das Zentrallager in Frankfurt aufgelöst und alle Logistikaufgaben sowie die Zollabwicklung, Konfektionierung, Qualitätskontrolle und Retouren-Bearbeitung werden am Standort in Beselich abgewickelt. Mit Wirkung zum 31. Oktober 2020 erwarb die BRITA GmbH 100 % der Anteile an der Filltech GmbH mit Sitz in Warburg. Filltech ist auf die Befüllung von Zylindern mit CO 2 spezialisiert. Damit wird die Basis geschaffen, in den Wassersprudler-Massenmarkt einzutreten. Dies ist ein entscheidender Meilenstein für die strategische Zukunftsausrichtung. Die Gebäude und Einrichtungen der neuen Produktionsstätte in Bad Camberg konnten planmäßig Anfang 2021 durch ein verbundenes Unternehmen fertiggestellt werden. Mit dem neuen Produktionswerk sowie den dazugehörigen Laboren und Büroarbeitsplätzen ist ein hochmoderner und ökologisch nachhaltiger Standort für rund 100 Mitarbeiter entstanden. Bis voraussichtlich Mitte 2021 erfolgt die Verlagerung der Produktionsanlagen von Taunusstein in das neue Werk. Forschung und Entwicklung Auch im Geschäftsjahr 2020 konnten durch Fortführung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die BRITA-Gruppe wichtige Produktneu- und -weiterentwicklungen vorangetrieben werden, welche die Grundlage für weiteres Wachstum sind. Bei der Entwicklung von neuen Produkten nehmen die Aspekte der Nachhaltigkeit und Umwelt einen bedeutenden Platz ein. Durch Produktinnovationen soll eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers erreicht werden. In 2020 konnte ein weiterer Dispenser Prototyp entwickelt und in die Serienfertigung überführt werden. Ein weiterer Dispenser Prototyp und eine intelligente Filterkopflösung werden in den nächsten Jahren die Serienreife erreichen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Absätze 2 bis 4 nicht geprüft) Für die interne Steuerung des Unternehmens werden Unternehmenskennzahlen wie insbesondere Umsatz und das Ergebnis vor Steuern (ohne Beteiligungs- und Finanzergebnis) herangezogen. BRITA ist ein werteorientiertes Familienunternehmen und nimmt seit vielen Jahrzehnten seine unternehmerische Verantwortung gegenüber den eigenen Produkten, den Mitarbeitern und der Umwelt wahr. Das daraus abgeleitete Engagement ist breit gefächert und wird seit 2015 unter dem Ansatz "Balance the Impact" zusammengefasst. Wie sich dieser Ansatz weiterentwickelt hat, und welche Inhalte daraus entstanden sind, kann im BRITA Corporate Responsibility Bericht nachgelesen werden. Der Bericht orientiert sich in seiner Form und auch inhaltlich an dem international bekannten Standard in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung: der GRI ("Global Reporting Initiative"). Als verantwortungsvolles, mittelständisches Unternehmen leistet BRITA einen Beitrag zum Schutz des Planeten und für eine lebenswerte Zukunft. Umweltschutz, Energieeffizienz und sinnvolle Ressourcennutzung wird mithilfe zertifizierter Umweltmanagementsysteme an allen Produktionsstandorten kontinuierlich vorangetrieben. Seit 1992 recyceln wir gebrauchte Filterkartuschen. Unsere Produkte tragen zur Reduzierung von Plastikmüll bei, haben einen deutlich niedrigeren CO 2 -Fußabdruck als Flaschenwasser und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Durch den Genuss von BRITA-gefiltertem Wasser anstelle von Flaschenwasser wurden im Jahr 2020 weit über 4 Milliarden Flaschen ersetzt. Auch 2020 wurde die Kooperation mit der Arten- und Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) fortgeführt und eine Spendenaktion gestartet. Die gesammelten Spenden nutzt WDC, um damit groß angelegte Clean-up Aktionen in ganz Deutschland durchzuführen, an denen auch BRITA-Mitarbeiter teilnehmen. Mitarbeiter (nicht geprüft) Der Erfolg von BRITA basiert wesentlich auf der Qualifikation und der Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Die BRITA GmbH plant darüber hinaus, künftig verstärkt die Entwicklung von Frauen insbesondere in Führungspositionen auszubauen, ohne jedoch eine bestimmte Quote und Fristen dafür festzulegen. 2. Ertragslage Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die BRITA GmbH einen Umsatz in Höhe von EUR 392,8 Mio. und liegt mit einem Anstieg von 17,6 % deutlich über den Erwartungen des Vorjahres (oberer einstelliger Prozentwert). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (EUR 333,9 Mio.) resultiert aus einer Zunahme der Verkäufe im Consumer-Bereich, die deutlich um 29,1% gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Im Professional Filter Bereich hingegen ist der Umsatz bedingt durch die Covid-19 Pandemie und dem weitreichenden Lockdown um 9,6 % rückläufig. Die Verkäufe im Inland konnten um 18,3 % und im Ausland insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen um 17,4%. Gesteigert werden Personalaufwendungen und Mitarbeiterentwicklung Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 869 (Vorjahr: 856). Der gesamte Lohn- und Gehaltsaufwand belief sich auf EUR 72,4 Mio. (Vorjahr: EUR 69,3 Mio.); dies entspricht einem Anteil von 18,4 % am Umsatz (Vorjahr: 20,8%). Ergebnis Das Ergebnis vor Steuern (ohne Beteiligungsergebnis) betrug EUR 56,5 Mio. (Vorjahr: EUR 29,3 Mio.) und liegt damit deutlich über den Erwartungen, die im Vorjahresbericht geäußert wurden. Maßgeblich hierfür waren fast ausschließlich die stark angestiegenen Umsatzerlöse und der daraus resultierende Bruttogewinn. Der Jahresüberschuss lag mit EUR 68,0 Mio. deutlich über dem Vorjahr (EUR 38,8 Mio.). 3. Finanzlage Die liquiden Mittel und sonstigen Wertpapiere der BRITA GmbH beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf zusammen EUR 58,5 Mio., was eine Reduktion um EUR 22,9 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2019 bedeutet. In 2020 wurden Investitionen zur Effizienzsteigerung in Anlagen, insbesondere in Werkzeuge sowie in IT Soft- und Hardware getätigt. Zudem wurde ein Kundenstamm, technische Gebäudeausstattung am Standort Bad Camberg und zwei Grundstücke am Standort Taunusstein erworben. Die Investitionen in das Immaterielle- und Sachanlagevermögen betrugen insgesamt EUR 27,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,4 Mio.). Die Investitionen im Bereich der Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der Filltech GmbH. Daneben wurden langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen gewährt oder erhöht. Die Investitionen in Finanzanlagen betrugen insgesamt EUR 47,8 Mio. (Vorjahr: EUR 8,8 Mio.). Der operative Cash-Flow beträgt im Jahr 2020 EUR 67,8 Mio. (Vorjahr: EUR 43,5 Mio.) und berechnet sich aus dem Jahresüberschuss, verringert um das Finanzergebnis und erhöht um die Abschreibungen und die Steueraufwendungen des Jahres. 4. Vermögenslage Die handelsrechtliche Bilanzsumme der BRITA GmbH zum 31. Dezember 2020 belief sich auf EUR 450,4 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 370,5 Mio.) entspricht dies einem Anstieg von 21,6 %. Die Vorräte sind aufgrund der stark ansteigenden Umsatzentwicklung und der Vorproduktion für den anstehenden Umzug der Produktion ebenfalls stark angestiegen. Zudem haben sich die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aufgrund der guten Geschäftsentwicklung erhöht. Am Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital EUR 382,1 Mio., das Stammkapital blieb mit EUR 20,0 Mio. unverändert zum Vorjahr. Die BRITA GmbH weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 84,8 % (Vj. 84,8 %) aus. Bankverbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag 2020 wie auch im Vorjahr nicht vorhanden. Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRITA GmbH als positiv eingestuft. 5. Risiko- und Chancenbericht Die BRITA GmbH ist als international tätiges Unternehmen naturgemäß einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, der konzernweit einheitliche Planungs- und Controlling-Prozess sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft und weiterentwickelt. Unser Ziel ist es, ein integriertes Management und Compliance System für BRITA aufrecht zu erhalten, das präventiv Risiken von BRITA abwendet und sicherstellt, dass alle kundenspezifischen, ethischen und legalen Anforderungen an BRITA jederzeit erfüllt werden. Neben den Anforderungen der ISO Standards erfüllt die BRITA Gruppe die Anforderungen an Managementsysteme der entsprechenden Kunden sowie den BRC Standard und entsprechende Ethik Audit Standards (z.B. SMETA). Eine Risikoanalyse sowie Möglichkeiten zur Begrenzung und Bewältigung von Risiken sind auch in der Unternehmensstrategie verankert und fließen in die operative Konzernplanung ein. Für die BRITA GmbH bestehen im Wesentlichen folgende Risiken: Operative Risiken Betriebsstörungen oder längere Produktionsausfälle von Anlagen oder Komponenten könnten unsere Ertragslage beeinträchtigen. Wir ergreifen unter anderem die folgenden umfangreichen Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen: • Produktion an verschiedenen Standorten • Systematische Schulungs- und Qualifikationsprogramme für unsere Mitarbeiter • Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren und -technologien • Regelmäßige Wartung unserer Anlagen und Datennetze • Qualitätssicherung und -kontrolle entlang des Produktlebenszyklus und der gesamten Lieferkette. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Der Umfang dieser Versicherung wird laufend überprüft. Finanzwirtschaftliche Risiken Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für die BRITA GmbH vor allem durch die andauernden Volatilitäten erhebliche Währungsrisiken. Die derivativen Finanzinstrumente, die zur Sicherung dieser finanzwirtschaftlichen Risiken eingesetzt werden, sind nicht nach § 254 HGB als Bewertungseinheit bilanziert. Diese Instrumente sind im Anhang ausführlich beschrieben. Darüber hinaus ergeben sich Kursänderungsrisiken aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, die durch ein geeignetes Fondsmanagement gesteuert werden. Die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgen im Rahmen kurz- und langfristiger Finanzplanungen. Zur Begrenzung von Forderungsausfallrisiken hat die BRITA GmbH ein aktives Kundenforderungsmanagement und eine fortlaufende Überwachung der Kundenbonität etabliert. Externe Risiken Das internationale Marktumfeld, in dem sich die BRITA GmbH bewegt, ist durch allgemeine konjunkturelle und zunehmend politische Risiken, eine weiterhin ansteigende Wettbewerbsintensität und eine Konzentration im Handel gekennzeichnet. Unser Geschäft ist auf den internationalen Märkten Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Durch ein umfassendes Vertriebs- und Kostencontrolling und ein intensives Kundenmanagement minimieren wir diese Risiken. Dennoch ist insbesondere in der nahen Zukunft mit vergleichsweise hohen Unsicherheiten zu rechnen, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich machen. Produkt- und Umweltschutzrisiken Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagementsystems Rechnung. Hierzu gehören die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Wir messen der Sicherheit unserer Produkte sowie deren sachgemäßer Nutzung durch die Abnehmer große Bedeutung bei. Für Haftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen. Beschaffungsrisiken Die BRITA GmbH ist einer Reihe von Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die sich insbesondere in Preisschwankungen für die bezogenen Kunststoffe und Aktivkohle niederschlagen können. Durch den Ausbau globaler Einkaufsaktivitäten mit dem Fokus auf eine möglichst breite Streuung der Lieferanten und eine weltweite Beschaffung wird diesem Risiko begegnet. IT-Risiken Die strategische und operative Steuerung der BRITA GmbH ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Daneben begegnet die BRITA GmbH den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, -missbrauch und -verlust mit diversen Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art. Gesamtbild der Risikolage Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird auch vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst. Sonstige wirtschaftliche oder rechtliche Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zurzeit nicht zu erwarten. Insgesamt wird die Risikolage für die BRITA GmbH als moderat eingeschätzt. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sehen wir derzeit nicht. Chancen Chancen ergeben sich aus der globalen Ausrichtung der BRITA GmbH, Innovationen und Produktweiterentwicklungen sowie der Bearbeitung bestehender und der Erschließung neuer Märkte. Klimaschutz und Nachhaltigkeit genießen momentan weltweit eine hohe Bedeutung. BRITA-Produkte wie Wasserfilter und Dispenser bieten eine ökologische und praktische Alternative zu Flaschenwasser und können dabei helfen, CO 2 -Emissionen, Plastikmüll und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen nachhaltig zu reduzieren. 6. Prognosebericht Die gestiegene Unsicherheit aufgrund politischer Entwicklungen und der anhaltenden Covid-19 Pandemie mit möglichen negativen Folgen für den Welthandel, ist u.a. neben einem geänderten Konsumverhalten der Verbraucher, auch durch eine höhere Volatilität der Fremdwährungskurse spürbar. Trotz der genannten Unsicherheiten und schwierigen Rahmenbedingungen geht die BRITA GmbH davon aus, dass die weitere Marktdurchdringung mit den bestehenden Produkten sowie zusätzlichen Innovationen auch künftig eine solide Position in den bearbeiteten Marktsegmenten sichern werden. Das Eintreten neuer Wettbewerber, die fortschreitende Produkt- und Anwendungssegmentierung im Bereich Wasserfiltration und der zunehmende Druck der Handelspartner bieten zugleich Chancen als auch Risiken. Für die Nutzung dieser Chancen ist es mittelfristig wichtig, die BRITA Gruppe weiterhin konsequent global auszurichten und die Fokussierung auf den Kunden und dessen Ansprüche fortzuführen. Für die Zukunft ergeben sich Wachstums- und Ertragschancen insbesondere in Märkten, in denen die Penetration insbesondere mit Haushaltswasserfiltern noch ausbaufähig ist oder bei Strategic Business Segments, die in 2020 negativ durch die Folgen von Covid-19 betroffen waren, sowie in neuen Märkten. Weitere Impulse werden durch eine stärkere Fokussierung auf Innovationen und Produktweiterentwicklungen gesetzt. Innerhalb der heute erfolgreichen Produktgruppen sollen weitere Innovationen geschaffen bzw. etabliert werden, insbesondere im Bereich der Wasserspender. BRITA ist dabei fest entschlossen, eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers zu erreichen. Gemäß dem Leitsatz "Shaping Sustainable Solutions" haben viele unserer Produkte bereits einen positiven Effekt auf unsere Umwelt und helfen dabei, CO 2-Emissionen und Plastikmüll zu reduzieren. Diese Vision und Einstellung werden konsequent weiterverfolgt und in der Entwicklung von neuen Produkten berücksichtigt. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2021, insbesondere in Asien und Europa, mit einer weiteren Erhöhung des Umsatzes im oberen einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Steuern (ohne Beteiligungsergebnis) wird aufgrund von umfangreichen Investitionen u.a. in die Bereiche Personal, IT-Infrastruktur, Marketing und Sales sowie durch steigende Materialeinkaufspreise und den Umzug der Produktion im Jahr 2021 leicht rückläufig erwartet.
Taunusstein, den 20. April 2021 Geschäftsführung Markus Hankammer Stefan Jonitz Dr. Rüdiger Kraege BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für 2020BRITA GmbH, TaunussteinAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma BRITA GmbH mit Sitz in Taunusstein im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 21644 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode sowie für Altbestände nach der degressiven Abschreibungsmethode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Es werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt undin die Bewertung mit einbezogen. Zur Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Maschinenkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst auf Basis einer SAP gestützten Kalkulation ermittelt und in die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse einbezogen. Soweit die Wiederbeschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren gefallen sind, wird entsprechend dem Niederstwertprinzip bewertet. Auf auslaufende Produkte und Produkte mit geringer Gängigkeit werden angemessene Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine allgemeine Risikovorsorge wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen durch angemessene prozentuale Abschläge für In- und Ausland vorgenommen. Ebenso werden Erlösschmälerungen für zu erwartende Kundenskonti berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Sonstigen Wertpapieredes Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird ein Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Rückstellungen für Langzeitguthaben auf den Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen, welches ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Langzeitguthaben dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist, verrechnet. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen, aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird bei den Jubiläumsrückstellungen ein Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen: Angaben zum Anteilsbesitz Inland
* Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung Das Geschäftsjahr der Chadvend PTY Ltd., North Ryde, Australien, endete am 30. Juni 2020. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2020 entnommen. Das Geschäftsjahr der BRITA India Water Solutions Private Ltd, Bangalore, Indien, endet am 31. März 2021. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2020 entnommen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 14.843 (Vj. TEUR 9.169) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 9 (Vj. TEUR 9) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 10.423 aus (Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 44.642 (Vj. TEUR 34.030) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert TEUR 20.000. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,30 % (Vj. 2,71 %), einem Rententrend von 1,75 % (Vj. 1,75 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 137 (Vj. TEUR 144) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Als Bewertungsverfahren für im aktiven Arbeitsverhältnis befindliche Berechtigte wird das Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit"-Methode) verwendet. Zum Stichtag werden für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 726 (Vj. TEUR 740) ausgewiesen. Rückstellungen für Langzeitguthaben Für die eingerichteten Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern wurden die mit ihrem Erfüllungsbetrag bewerteten sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.289 (Vj. TEUR 4.039) mit dem entsprechenden beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 5.289 (Vj. TEUR 4.039) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 5.289 (Vj. TEUR 4.039). Es wurden keine wesentlichen Aufwendungen/Erträge saldiert. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 4.907 betreffen insgesamt das abgelaufene Geschäftsjahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 4.410 ausgewiesen, von denen TEUR 4.404 auf das Geschäftsjahr 2019 entfallen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen für Bonus-Ansprüche von Kunden, ausstehende Rechnungen, sonstige Personalrückstellungen, Jubiläen und Garantien. Die Rückstellungen für Jubiläen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,60 % (Vj. 1,97 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gesellschaft weist zum Stichtag keine Verbindlichkeiten (Vj. TEUR 0) gegenüber Gesellschaftern aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 16.659 (Vj. TEUR 12.760) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse Am Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Außerbilanzielle Geschäfte Die BRITA GmbH mietet neben Fuhrpark und IT-Infrastruktur auch längerfristig Produktions- und Büroflächen am Firmensitz in Taunusstein sowie in Wiesbaden und Bad Camberg sowie ein Logistikgebäude in Beselich an, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf die Kapitalbindung und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten. Der Anstieg der Mietverpflichtungen resultiert aus den langfristig angelegten Mietverträgen für die neuen Standorte in Beselich (Lager) und in Bad Camberg (Produktion).
Erfasst sind alle wesentlichen bekannten Einzelverpflichtungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anlagevermögen (Bestellobligo) i.H.v. TEUR 6.360. Im Zuge eines Unternehmenserwerbs ist die BRITA GmbH eine variable Kaufpreisverpflichtung eingegangen, die vom Eintritt zukünftiger Ereignisse abhängig ist. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.168 (Vj. TEUR 14.168). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 3.291 (Vj. TEUR 4.491) sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 673 (Vj. TEUR 206). Außerplanmäßige Abschreibung In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 3.367) enthalten. Diese resultieren aus der Abwertung von Maschinen und Werkzeugen, die voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Weiterberechnungen von verbundenen Unternehmen, Werbe- und Marketingkosten, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, Rechts- und Beratungskosten, Entwicklungskosten, Sonstige Personalkosten, Raumkosten, Ausgangsfrachten, Instandhaltung, Kraftfahrzeugkosten sowie Reisekosten. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 20). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 19.616 entfallen TEUR 19.265 auf das abgelaufene Geschäftsjahr (Vj. TEUR 9.617) und Steuererträge in Höhe von TEUR 2 betreffen Vorjahre. Latente Steuern Im Wesentlichen ergeben sich latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen aus dem Anlagevermögen sowie bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 30 % zu Grunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Auf Grund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz eines aktiven Überhangs latenter Steuern zu verzichten, wurde zum 31. Dezember 2020 kein Bilanzposten angesetzt. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung Die BRITA GmbH vereinnahmte im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 25.412 (Vj. TEUR 14.11) durch fünf Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit einem verbundenen Unternehmen realisierte die Gesellschaft Erträge in Höhe von TEUR 5.892 (Vj. TEUR 4.869). Honorar der Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüferleistungen TEUR 161 und für Steuerberatungsleitungen TEUR 80. Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Davon waren 143 (Vj. 131) gewerbliche und 726 (Vj. 725) angestellte Mitarbeiter. Art und Umfang derivativer Finanzinstrumente Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die BRITA GmbH Wechselkursänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Einsatz von zins- und währungsbezogenen derivativen Finanzinstrumenten darf demnach grundsätzlich nicht zu spekulativen Zwecken erfolgen, sondern dient ausschließlich der Absicherung von bestehenden oder geplanten Grundgeschäften. Zur Begrenzung von Wechselkursänderungsrisiken kommen insbesondere Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Zur Minimierung des Ausfallrisikos aus derivativen Finanzinstrumenten werden die entsprechenden Finanztransaktionen nur mit bonitätsmäßig erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte sowie der Devisenoptionen wurde auf Basis von am Bilanzstichtag geltenden Marktdaten (Zinsstrukturkurven) errechnet. Zum Bilanzstichtag bestanden Sicherungsgeschäfte für die Währungen Britisches Pfund (GBP), Honkong Dollar (HKD) sowie Taiwanesischer Dollar (TWD). Die nachfolgende Tabelle zeigt die derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2020 nach Art, Währung, Umfang (Kontraktwert) und Marktwert.
Negative Marktwerte werden unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres war neben Herrn Markus Hankammer, Diplom-Betriebswirt, Wiesbaden, Herr Stefan Jonitz, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Idstein und Herr Dr. Rüdiger Kraege, Diplom-Ökonom, Idstein als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer bestellt. Alle genannten Geschäftsführer üben ihre Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich aus. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Mutterunternehmen Die BRITA GmbH ist Mutterunternehmen für die unter den Finanzanlagen aufgeführten Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB. Die BRITA GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Hanvest Holding GmbH. Als oberstes Mutterunternehmen erstellt die Hanvest Holding GmbH einen befreienden Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss der Hanvest Holding GmbH ist am Sitz der Gesellschaft in Taunusstein erhältlich. Nachtragsbericht Andauernde Einschränkungen aufgrund der Pandemie könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Prognosebericht". Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.
Taunusstein, den 20. April 2021 Geschäftsführung Markus Hankammer Stefan Jonitz Dr. Rüdiger Kraege Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BRITA GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BRITA GmbH, Taunusstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRITA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeiter" im Lagebericht haben wir nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten, nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeiter" im Lagebericht. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeiter" im Lagebericht. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 20. April 2021 Ernst
& Young GmbH
Schmitt, Wirtschaftsprüfer Vöhl, Wirtschaftsprüfer |
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