Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 127834
Eingetragen
13.10.1999
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringen von Unterstützungsleistungen für Expedia-Gruppe, einschließlich Werbung für Unternehmen Expedia in örtlichen Zuständigkeitsbereichen, Ermittlung lokalen Bedarfs und Verwaltung lokaler Lieferantenbeziehungen. Gesellschaft kann Unternehmen ähnlicher Art erwerben, sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lance Allen Soliday
seit 4.3.2013
Geschäftsführer
Robert John Dzielak
seit 10.8.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Expedia, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Expedia, Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Expedia.com GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

- Expedia.com GmbH, München

Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die direkte Mutter der Expedia.com GmbH, München (im Folgenden: Expedia.com GmbH) ist die Expedia, Inc., Seattle, Washington/USA (im Folgenden: Expedia Inc.) und die oberste Konzernmutter ist die Expedia Group, Inc., Delaware/USA (im Folgenden: Expedia Group, Inc.).

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens besteht in der Bereitstellung von Dienstleistungen für die Expedia-Gruppe. In absehbarer Zukunft wird keine Änderung in der Geschäftstätigkeit des Unternehmens erwartet.

Wirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung hat keinen erheblichen direkten Einfluss auf die Expedia.com GmbH, da die Umsätze ausschließlich aus konzerninternen Dienstleistungen erzielt werden. Die wirtschaftliche Aussicht für das Jahr 2023 war geprägte durch eine Mischung aus Herausforderungen und Chancen für Unternehmen im Reisesektor. Während sich die Erholung des globalen Tourismus fortsetzte, blieben Unsicherheiten wie geopolitische Spannungen und Inflationsdrucke bestehen, was zu einer anhaltenden Volatilität in der Branche führte1. Dies hat jedoch aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Expedia.com GmbH keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis.

Geschäftsentwicklung

Auf die Ergebnisse des Unternehmens wird im weiteren Verlauf des Lageberichts näher eingegangen. Die Kosten sind im laufenden Jahr um 11,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Aufwendungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich eines Aufschlags an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet, wodurch sich der erwirtschaftete Umsatz um TEUR 2.134 verringert hat. Im Vergleich zum Vorjahr, ist der Rohertrag für das laufende Jahr ebenfalls gesunken.

Das Unternehmensergebnis für das Jahr 2023 entsprach den Erwartungen, da das Unternehmen verschiedene Herausforderungen, wie z.B. die konjunkturellen Schwankungen, überwunden hat. Damit hat das Unternehmen seine finanziellen Ziele erreicht und behauptete eine wettbewerbsfähige Position auf dem Markt.

Im Laufe des Jahres gab es keine ungewöhnlichen Transaktionen und das Management ist positiv über die Leistung des Unternehmens.

Ergebnisse des Unternehmens

Umsätze

Die einzige Umsatzquelle der Expedia.com GmbH sind die von den verbundenen Unternehmen der Expedia-Gruppe vereinnahmten Servicegebühren. Die von der Expedia.com GmbH im Geschäftsjahr vereinnahmten Servicegebühren entsprechen der Erstattung der im Unternehmen direkt und indirekt angefallenen Kosten, der Kosten Dritter sowie der Kursgewinne/ Kursverluste zuzüglich eines Aufschlags gemäß den Serviceverträgen.

Servicegebühren in Höhe von TEUR 17.872 (2022: TEUR 20.007) wurden im Zusammenhang mit konzerninternen Dienstleistungsverträgen mit Unternehmen der Expedia-Gruppe erhalten. Dies entspricht einem Rückgang von 10,7% gegenüber dem Vorjahr.

Aufwendungen

Die Aufwendungen der Expedia.com GmbH für das Jahr 2023 reduzierten sich aufgrund der stabilen Marktbedingungen und des effizienten Kostenmanagements im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der geringeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (116, 2022: 122) und der geringeren Aufwendungen für konzerninterne aktienbasierten Vergütungen sank der Personalaufwand um TEUR 1.173. Sonstige betriebliche Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 920 gesunken, was auf geringere Aufwendungen für Leasing und Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen ist.

Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.071 (2022: TEUR 623). Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gewinn im laufenden Jahr gestiegen, was auf ein effizientes Kostenmanagement zurückzuführen ist.

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 32% von TEUR 1.261 auf TEUR 1.663.

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung des Geschäfts zufrieden.

Finanzlage des Unternehmens

Die Expedia.com GmbH vereinnahmt ihre operativen Umsätze mit der Expedia, Inc., der CarRentals.com GmbH und der Expedia Group International Holdings III, LLC, gemäß den Vereinbarungen für konzerninterne Dienstleistungen. Die seitens der Expedia.com GmbH für die gegenüber diesen nahestehenden Parteien erbrachten Dienstleistungen decken auch weiterhin die Betriebskosten.

Liquidität

Die unter den mit der Expedia, Inc., der CarRental.com GmbH und der Expedia Group Internation Holdings III, LLC abgeschlossenen Vereinbarungen für konzerninterne Dienstleistungen vereinnahmten Servicegebühren bieten einen regelmäßigen Zahlungsmittelzufluss, der es der Expedia.com GmbH ermöglicht, ihren kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Expedia.com GmbH über liquide Mittel in Höhe von TEUR 4.592. Es besteht daher keine Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2023 unverändert bei TEUR 25. Es besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 14.900 die auch gegenüber den Vorjahren unverändert blieb.

Aktiva und Passiva

Anlagevermögen

Der Bestand des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 1.185 (2022: TEUR 1.549) besteht aus Mietereinbauten, aber auch aus EDV-Ausstattung, Mobiliar, Netzwerkausstattung und Computerausstattung, die alle die deutschen Büros betreffen. Im laufenden Jahr erwarb das Unternehmen neue Netzwerkausrüstungen in Höhe von TEUR 18 und EDV-Ausstattung in Höhe von KEUR 65. Die Abschreibungen auf die Mietereinbauten und die Computerausstattung erklären hauptsächlich den Rückgang des Sachanlagevermögens im Jahr 2023.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 15.504 (2022: TEUR 8.379). Der Großteil des Betrages bezieht sich auf das Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12.000. Der übrige Betrag betrifft Forderungen gegen Unternehmen der Expedia-Gruppe, die sich aus Servicegebühren gemäß der "Vereinbarung zur Erbringung von konzerninternen Dienstleistungen" ergeben.

Eine Verringerung des Zahlungsmittelbestandes um TEUR 5.867 ist im Wesentlichen auf die Begleichung konzerninterner Transaktionen und die Bereitstellung eines konzerninternen Darlehens zurückzuführen.

Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag sind die Steuerrückstellungen um 2% auf TEUR 1.007 gesunken, verglichen mit TEUR 1.029 im Jahr 2022. Der leichte Rückgang ist bedingt durch Lohnsteuerverbindlichkeiten aus einer Betriebsprüfung, die zum Vorjahr nur geschätzt werden konnten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Jahr 2023 TEUR 428 (2022: TEUR 217). Die Verbindlichkeiten stiegen an, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der konzerninternen Verrechnungspreisverbindlichkeiten zurückzuführen ist.

Wesentliche Leistungsindikatoren

Die Leistung des Unternehmens wird gemeinsam mit der Leistung der sonstigen Konzernunternehmen bewertet, so dass für die Expedia.com GmbH keine separaten Bewertungskriterien gelten.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Die Expedia.com GmbH erbringt Dienstleistungen für die Konzernunternehmen der Expedia-Gruppe und ist von der Entwicklung und Strategie der Expedia, Inc., der CarRentals.com GmbH und der Expedia Group International III, LLC abhängig.

Wirtschaftsrisiko

Obwohl die Reisebranche einem zunehmenden Wettbewerbsdruck unterliegt und anfällig für konjunkturelle Abschwünge durch die immer noch hohen Inflationsraten und die Preisinstabilität, hat dies keine direkten Auswirkungen auf die Expedia.com GmbH, da die Gesellschaft als Dienstleister für verbundene Konzerngesellschaften auftritt.

Wettbewerb

Auf dem deutschen Markt existieren Mitwettbewerber für den Expedia-Konzern. Aufgrund ihrer Funktion als Erbringer von Unterstützungsdienstleistungen für die anderen Konzernunternehmen der Expedia-Gruppe haben diese Marktteilnehmer keinen direkten Einfluss auf die Expedia.com GmbH.

Währungsrisiko

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Expedia.com GmbH ist der Euro. Die Kosten, die im Zusammenhang mit Kaufverträgen und anderen Dienstleistungen anfallen, werden hauptsächlich in Euro angegeben. Das gesamte von der Expedia.com GmbH potenziell getragene Währungsrisiko wird dadurch gemindert, dass die erhaltenen Dienstleistungsgebühren auf Euro lauten.

Zinsrisiko

Die Expedia.com GmbH weist keine externe Fremdfinanzierung aus.

Liquiditätsrisiko

Die gesamten Betriebskosten der Expedia.com GmbH sind durch die Vereinbarungen zur Erbringung von konzerninternen Dienstleistungen abgedeckt; daher existiert innerhalb des Unternehmens kein Verlust- oder Liquiditätsrisiko.

Basierend auf der Verpflichtung des Mutterunternehmens, angemessene finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen sowie jeglicher daraus zu leistenden Zahlungen, vertritt die Geschäftsführung die Meinung, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

Chancen

Als Dienstleister, der sich in erster Linie mit der Identifizierung und Beschaffung lokaler Lieferungen innerhalb Deutschlands beschäftigt, könnte die Expedia.com GmbH finanziell davon profitieren, wenn die Expedia Group ihr Reiseangebot (Flüge, Hotels, Erlebnisse usw.) innerhalb Deutschlands ausweitet.

Ausblick für die Geschäftsjahre 2024 und 2025

In den Jahren 2024 und 2025 wird die Expedia.com GmbH auf absehbare Zeit weiterhin Lieferantenbeziehungen und Support-Dienstleistungen für Unternehmen der Expedia-Gruppe erbringen und im Einklang mit den Servicegebührenvereinbarungen vergütet werden. Der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern 2024 werden voraussichtlich auf dem Niveau von 2023 liegen und voraussichtlich nur Umsätze aus Supportleistungen der Expedia.com GmbH sein.

Der Tourismussektor steht vor einer Erholung von den Auswirkungen der Pandemie, wobei erwartet wird, dass die internationalen Touristenankünfte wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen. Unternehmen sehen sich jedoch mit Herausforderungen wie geopolitischer Unsicherheit und instabilen Inflationsraten konfrontiert, die sich auf die Reisekosten und das Konsumverhalten der Verbraucher auswirken könnten. Dies erfordert adaptive Strategien, um langfristige Resilienz sicherzustellen.2

Unternehmensfortführung

Am 8. Februar 2024 meldete die Expedia Group ihre Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr auf der Grundlage der Unternehmensfortführung und erhielt von Ernst & Young einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Finanzergebnisse umfassten einen Gewinn vor Steuern von 1 Mrd. USD für das Jahr, verglichen mit einem Gewinn von 0,5 Mrd. USD im Vorjahr, bei einem Umsatz von 12,8 Mrd. USD, verglichen mit 11,6 Mrd. USD im Vorjahr, und einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 2,7 Mrd. USD, verglichen mit einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 3,4 Mrd. USD im Vorjahr. Die Expedia Group war in der Lage, einen positiven Cashflow zu generieren und gleichzeitig eigene Aktien in Höhe von 2,1 Mrd. USD zu erwerben und das Jahr mit 5,7 Mrd. USD an Barmitteln zu beenden.3

Auf der Grundlage des kürzlich erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss der Expedia Group auf der Basis der Unternehmensfortführung geht die Unternehmensleitung davon aus, dass sie im kommenden Jahr bei Bedarf Unterstützung von der Konzernmuttergesellschaft erhalten wird, und hat daher den Jahresabschluss des Unternehmens auf der Basis der Unternehmensfortführung erstellt.

 

München, 26. Juli 2024

Expedia.com GmbH

Lance Allen Soliday, Director

Robert John Dzielak, Director

1 Vgl. World Economic Forum. Januar 2024. https://www.weforum.org/agenda/2024/01/travel-tourism-role-future-global-prosperity/

2 Vgl. World Economic Forum. Januar 2024. https://www.weforum.org/agenda/2024/01/travel-tourism-role-future-global-prosperity/

3 Expedia Group, Inc. Form 10-K. https://d18rn0p25nwr6d.cloudfront.net/CIK-0001324424/1d1b7ef4-fd87-4efa-a8fd-f728746142d1.pdf

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.184.749,71 1.548.791,70
I. Sachanlagen 1.184.749,71 1.548.791,70
B. Umlaufvermögen 21.172.361,65 19.753.119,09
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.580.744,73 9.294.975,63
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.591.616,92 10.458.143,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 156.603,04 197.746,01
Aktiva 22.513.714,40 21.499.656,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.933.346,35 18.862.297,87
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 14.900.000,00 14.900.000,00
III. Gewinnvortrag 3.937.297,87 3.314.139,86
IV. Jahresüberschuss 1.071.048,48 623.158,01
B. Rückstellungen 1.782.162,75 2.149.862,06
C. Verbindlichkeiten 798.205,30 487.496,87
Passiva 22.513.714,40 21.499.656,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.886.888,13 20.013.377,64
2. Personalaufwand 11.585.340,47 12.758.459,60
a) Löhne und Gehälter 9.603.066,25 10.908.984,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.982.274,22 1.849.475,20
3. Abschreibungen 447.299,94 571.617,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 447.299,94 571.617,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.538.111,72 5.458.370,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 21.623,26 168,06
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 346.977,72 45.706,85
davon aus verbundenen Unternehmen 272.541,36 45.706,85
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.723,38
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 589.430,08 633.641,04
8. Ergebnis nach Steuern 1.073.683,64 627.272,60
9. sonstige Steuern 2.635,16 4.114,59
10. Jahresüberschuss 1.071.048,48 623.158,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Expedia.com GmbH, München

1. Allgemeine Angaben

Die Expedia.com GmbH, München, (im Folgenden: Expedia.com GmbH) hat ihren Sitz in München, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB Reg. Nr. 127834).

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Servicedienstleistungen für die Expedia-Gruppe.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Unternehmensfortführung: Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen (Going-Concern-Prinzip).

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung gemindert. Grundstücke und Bauten werden mit einer Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt für die technischen Anlagen und Maschinen nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von zwei bis dreizehn Jahren. Die Abschreibung für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt ebenfalls nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von zwei bis dreizehn Jahren. Im Zugangsjahr wird die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von geringwertigen abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Zugangskurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der Ansatz des Gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 31,95% (Vorjahr: 31,95%). Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, welche in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Zugangskurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Alle verbundenen Unternehmen werden in die Konsolidierung der obersten Muttergesellschaft, der Expedia Group, Inc. in Delaware/USA, einbezogen.

Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Erbringung der Dienstleistung im Rahmen der bestehenden Intercompany-Verträge mit verbundenen Unternehmen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Buchung zur Korrektur des Vorjahresabschlusses vorgenommen, welche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Umsatzerlöse betrifft. Wäre die Buchung bereits im Vorjahr erfolgt, wären die Vorjahresbeträge der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Umsatzerlöse jeweils um EUR 251.916,38 höher und die Beträge des laufenden Jahres um den entsprechenden Betrag niedriger. Die Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres enthalten daher auch periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 251.916,38.

3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Anlagevermögen

Bezüglich der Aufgliederung und Veränderung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens in der Anlage zum Anhang.

3.2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt EUR 15.503.997,34 (Vorjahr: EUR 8.379.310,74), von denen die Forderungen gegen Gesellschafter EUR 12.829,956,69 (Vorjahr EUR 3.997.615,18) betragen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen auf ein Darlehen gegen Gesellschafterin mit einer Laufzeit von einem Jahr in Höhe von EUR 12.000.000 zurückzuführen. Alle konzerninternen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Einkommensteuerforderungen für das Geschäftsjahr 2022 und das laufende Jahr in Höhe von EUR 570.973,41 (Vorjahr: EUR 376.963,36), Kautionen in Höhe von EUR 335.738,37 (Vorjahr: EUR 152.957,37) und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von EUR 140.522,24 (Vorjahr: EUR 238.752,15). Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

3.4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten.

3.5. Eigenkapital

Das Stammkapital ist vollständig eingezahlt.

Das Eigenkapital in Höhe von EUR 19.933.346,35 (Vorjahr: EUR 18.862.297,87) setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00), der Kapitalrücklage von EUR 14.900.000,00 (Vorjahr: EUR 14.900.000,00), dem Gewinnvortrag von EUR 3.937.297,87 (Vorjahr: EUR 3.314.139,86) sowie dem Jahresüberschuss von EUR 1.071.048,48 (Vorjahr: EUR 623.158,01) zusammen.

3.6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 1.006.563,16 (Vorjahr: 1.028.503,62) wurden für das Kalenderjahr 2021 gebildet, sowie für Steuerschulden aus Betriebsprüfungen für frühere Geschäftsjahre.

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Bonuszahlungen EUR 416.183,00 (Vorjahr: EUR 422.102,00), für Urlaub EUR 174.033,57 (Vorjahr: EUR 243.122,96), für noch ausstehende Rechnungen EUR 87.260,16 (Vorjahr: EUR 289.119,47), für Buchführungs- und Beratungskosten EUR 58.295,17 (Vorjahr: EUR 56.228,00), und für weitere Personalkosten in Höhe von EUR 39.827,69 (Vorjahr: EUR 110.786,01).

3.7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

3.8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 427.990,01 (Vorjahr: EUR 216.775,60), von denen EUR 312.829,31 (Vorjahr: EUR 68.807,61) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind. Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.9. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 273.394,10 (Vorjahr: EUR 175.941,85) bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 269.079,88 (Vorjahr: EUR 175.941,85) und sonstigen Personalverbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.314,22 (Vorjahr: EUR 0,00). Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden aus der Erbringung von Dienstleistungen im Inland gegenüber verbundenen Unternehmen des Expedia-Konzerns.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten diverse Erträge in Höhe von EUR 9.059,70 (Vorjahr: EUR 3.750,03) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 5.543,16 (Vorjahr: EUR 3.032,45).

4.3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen in Höhe von EUR 9.603.066,25 (Vorjahr: EUR 10.908.984,40) und Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung in Höhe von EUR 1.982.274,22 (Vorjahr: EUR 1.849.475,20) zusammen.

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 2.311.960,34 (Vorjahr: EUR 2.704.348,21), Kfz-Kosten in Höhe von EUR 600.895,29 (Vorjahr: EUR 616.180,43), Reisekosten in Höhe von EUR 490.163,58 (Vorjahr: EUR 555.698,14), diverse Verwaltungskosten in Höhe von EUR 347.561,25 (Vorjahr: EUR 359.535,21) und Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 217.173,41 (Vorjahr: EUR 517.818,49).

4.5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 589.430,08 (Vorjahr: EUR 633.641,04) enthält Aufwendungen in Höhe von EUR 316.665,38 (Vorjahr: EUR 239.450,77) für Gewerbesteuer, in Höhe von EUR 258.544,74 (Vorjahr: EUR 197.398,60) für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und EUR 14.219,96 (Vorjahr: EUR 196.791,67) für Steuern vom Einkommen und Ertrag aus Vorjahren.

5. Sonstige Angaben

5.1. Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Expedia.com GmbH hat ihren Mitarbeitern Versorgungszusagen im Durchführungsweg Direktversicherung gewährt. Die hieraus bestehende Eventualverbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 170.203,24 (Vorjahr: EUR 183.890,93).

5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Expedia.com GmbH hat mit Wirkung zum 1. Januar 2006 mit der Expedia, Inc. eine Vereinbarung hinsichtlich der Gewährung von aktienbasierten Vergütungen für Mitarbeiter der Expedia.com GmbH abgeschlossen.

In dieser Vereinbarung wurde generell geregelt, dass einigen Mitarbeitern der Expedia.com GmbH die Möglichkeit gegeben wird, an Aktienoptionsplänen der Expedia, Inc. zu partizipieren. Die der Expedia, Inc., aus diesen Aktienoptionsplänen entstehenden Kosten werden der Expedia.com GmbH belastet. Zusätzlich werden entstandene Verwaltungskosten weiterbelastet.

Im Jahr 2023 betrug diese Kostenumlage EUR 920.796,00 (Vorjahr: EUR 1.704.075,46). Wie hoch diese Kosten in den kommenden Jahren sein werden, kann nicht zuverlässig bestimmt werden.

Die jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die nächsten Jahre belaufen sich auf:

Jahr EUR
2024 1.558.977,31
2025 989.725,62
2026 182.781,00
Total 2.731.483,93

5.3. Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind gleichzeitig bei der Expedia, Inc. beschäftigt. Sie erhalten ihre Bezüge ausschließlich von der Expedia, Inc.

5.4. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:

Lance Allen Soliday, Senior Vice President & Chief Accounting Officer and Controller, Expedia, Inc., North Bend/ USA,

Robert John Dzielak, Chief Legal Officer & Secretary, Expedia, Inc., Kirkland/ USA.

Jeder Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft einzeln.

5.5. Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen, dem die Expedia.com GmbH angehört, ist die

Expedia Group, Inc.

1111 Expedia Group Way W

Seattle, WA 98119 USA

eine Gesellschaft, die nach dem Recht des Bundesstaates Delaware gegründet wurde und deren eingetragener Vertreter in Delaware und Büro in Seattle, WA, USA, ansässig ist. Das Unternehmen ist unter der Nummer 0001324424 bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingetragen, wo die konsolidierten Abschlüsse online unter www.sec.gov verfügbar sind. Die Expedia Group, Inc. erstellt konsolidierte Jahresabschlüsse für ihre kleinste und größte Gruppe von Konzerngesellschaften.

5.6. Konzernbeziehungen

Die Expedia.com GmbH gehört zum Konsolidierungskreis der Expedia Group, Inc., Seattle, Washington, USA.

5.7. Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl

Es wurden durchschnittlich 116 (Vorjahr: 122) Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres beschäftigt.

Die jahresdurchschnittliche Mitarbeiterzahl ist folgendermaßen nach Gruppen aufgeteilt:

2023 Personen
Marketing & Verwaltung 35
Lieferantenmanagement 81
Gesamt 116

5.8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.071.048,48 (Vorjahr: EUR 623.158,01) aus.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5.9. Mindestbesteuerung

Am 28. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (Mindestbesteuerungsrichtlinie - MinBestRL-UmsG) in Kraft getreten. Es findet erstmalig auf Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, Anwendung. Daher ist die anzugebende tatsächliche Steuerlast nach den Regelungen zur Mindestbesteuerung für das aktuelle Geschäftsjahr mit EUR 0 anzugeben.

Die oberste Muttergesellschaft, Expedia Inc., beobachtet die Entwicklungen in der Gesetzgebung in den Ländern, in denen die Konzerngruppe geschäftstätig ist und bewertet weiterhin die potenziellen Auswirkungen einer Mindestbesteuerung auf den Konzern und ihre Einzelgesellschaften.

5.10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 22. Februar 2024 beschloss die Expedia Group, Inc. ("EG") Restrukturierungsmaßnahmen, um eine Neuausrichtung ihrer Ressourcen im Hinblick auf den organisatorischen und technologischen Wandel der EG zu ermöglichen. Vorbehaltlich der Einhaltung gesetzlicher Regelungen werden die Restrukturierungsmaßnahmen voraussichtlich dazu führen, dass rund 1.500 Stellen bei der EG betroffen sind und 16 Stellen bei der Expedia.com GmbH zur Streichung vorgeschlagen werden. Die Mitteilung dieser Maßnahmen begann am 26. Februar 2024. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses fand keine offizielle Kommunikation mit den einzelnen Mitarbeitern statt.

 

München, 26. Juli 2024

Lance Allen Soliday

Robert John Dzielak

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Expedia.com GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Expedia.com GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Expedia.com GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 26. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Jürgens, Wirtschaftsprüfer

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