Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 8136
Eingetragen
26.1.2005
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Körperpflegemitteln und DuftstoffenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb sowie Im- und Export von chemischen Produkten, insbesondere von Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemitteln sowie von Parfümerieartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Renè Bowitz
seit 15.10.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Anton Dr. Hammerl
seit 21.12.2022
Geschäftsführer
Frank Barsch
seit 6.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bluesun Holdco S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter

Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fit GmbH

Zittau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte, Software, Patente 4.728.843,29 4.491,2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Geschäftsbauten 28.259.192,71 29.914,4
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.062.861,56 22.677,3
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.298.773,69 1.075,0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 504.805,32 16,4
52.125.633,28 53.683,1
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.722,00 37,7
56.892.198,57 58.212,0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.674.205,00 6.344,0
2. Unfertige Erzeugnisse 1.596.801,13 2.168,9
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.248.421,46 8.072,7
16.519.427,59 16.585,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.197.033,17 9.469,3
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,0)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.912.039,94 2.110,4
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 16.109.073,11 11.579,7 (0,0)
- davon gegen Gesellschafter: EUR 191,40 (0,0)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 27.045.283,78 15.383,8
59.673.784,48 43.549,1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.440,85 164,3
116.715.423,90 101.925,4

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204,5
II. Gewinnvortrag 42.765.308,97 35.663,3
III. Jahresüberschuss 19.753.139,43 7.102,0
62.722.965,15 42.969,8
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.492.206,32 1.322,1
2. Sonstige Rückstellungen 5.234.321,90 3.389,8
10.726.528,22 4.711,9
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.798.484,64 38.993,0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 8.194.482,68 (8.194,5)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 22.604.001,96 (30.798,5)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 619,49 2,0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 619,49 (2,0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.170.413,97 13.985,8
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 11.170.413,97 (13.985,8)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.513,57 35,2
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 35.513,57 (35,2)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.260.898,86 1.227,7
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.260.898,86 43.265.930,53 54.243,7
(1.227,7)
- davon aus Steuern: EUR 135.224,70 (612,0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (0,0)
116.715.423,90 101.925,4

GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 199.029.741,78 140.155,0
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -603.814,94 2.590,0
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.067.345,87 1.006,4
199.493.272,71 143.751,4
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 55.063.699,55 45.740,2
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.026,94 55.120.726,49 103,5
144.372.546,22 97.907,7
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.314.457,71 9.910,7
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.061.592,62 1.781,0
und für Unterstützung 14.376.050,33 11.691,7
- davon für Altersversorgung: EUR 41.681,00 (26,6)
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.698.361,50 1.584,4
b) Abschreibungen auf Sachanlagen 6.356.422,67 6.226,1
8.054.784,17 7.810,5
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 92.995.012,92 115.425.847,42 67.551,4
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 197.134,46 28.946.698,80 10.854,1
11,7
- davon aus Abzinsung EUR 648,73 (0,2)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 651.575,98 454.441,52 572,0
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.680.460,41 3.133,3
11. Ergebnis nach Steuern 19.811.796,87 7.160,5
12. Sonstige Steuern 58.657,44 58,5
13. Jahresüberschuss 19.753.139,43 7.102,0

ANHANG

I. Allgemeine Angaben

Die fit GmbH, Zittau hat Ihren Sitz in Zittau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 8136.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Firma fit GmbH, Zittau, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert übernommen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Vermögensgegenstände wurden linear bzw. degressiv abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der steuerlichen AfA- Tabellen gewählt; soweit diese nicht zutreffend waren, nach der voraussichtlichen tatsächlichen Nutzungsdauer geschätzt.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig ihr Abgang unterstellt. Von der Regelung gemäß § 6 Abs. 2a EStG (Sammelposten) wurde kein Gebrauch gemacht.

Auf die Finanzanlagen wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit ihren Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen in fremder Währung werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs entsprechend § 256a HGB umgerechnet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % ausreichend Rechnung getragen.

Die Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte, Software, Patente 35.759.558,40 1.947.613,77 0,00 0,00 37.707.172,17
35.759.558,40 1.947.613,77 0,00 0,00 37.707.172,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 52.535.212,49 464.853,05 0,00 0,00 53.000.065,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 77.185.908,67 3.044.754,60 0,00 16.431,56 80.247.094,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.702.665,92 772.854,85 110.703,06 0,00 7.364.817,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.431,56 504.805,32 0,00 -16.431,56 504.805,32
136.440.218,64 4.787.267,82 110.703,06 0,00 141.116.783,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 40.570,10 0,00 0,00 0,00 40.570,10
40.570,10 0,00 0,00 0,00 40.570,10
172.240.347,14 6.734.881,59 110.703,06 0,00 178.864.525,67
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte, Software, Patente 31.268.327,49 1.710.001,39 0,00 32.978.328,88
31.268.327,49 1.710.001,39 0,00 32.978.328,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.620.809,22 2.120.063,61 0,00 24.740.872,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.508.636,53 3.675.596,74 0,00 58.184.233,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.627.624,65 549.122,43 110.703,06 6.066.044,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
82.757.070,40 6.344.782,78 110.703,06 88.991.150,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.848,10 0,00 0,00 2.848,10
2.848,10 0,00 0,00 2.848,10
114.028.245,99 8.054.784,17 110.703,06 121.972.327,10
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte, Software, Patente 4.728.843,29 4.491.230,91
4.728.843,29 4.491.230,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 28.259.192,71 29.914.403,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.062.861,56 22.677.272,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.298.773,69 1.075.041,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 504.805,32 16.431,56
52.125.633,28 53.683.148,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.722,00 37.722,00
37.722,00 37.722,00
56.892.198,57 58.212.101,15

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Urlaubsrückstellung EUR 351.376,30
Jahresabschluss-, Prüfungskosten EUR 213.170,64
Berufsgenossenschaft EUR 27.132,08
Zeitarbeitskonten EUR 164.235,10
Nachlaufende Rechnungen EUR 301.235,95
Gewährleistungsrückstellungen EUR 398.000,00
Rückstellung für unterlassene Instandhaltung EUR 49.226,42
Archivierungskosten EUR 26.200,60
Vertriebsvergütung EUR 3.401.704,71
Sonstige EUR 302.040,10
EUR 5.234.321,90

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023:

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.798.484,64 8.194.482,68 22.041.501,96 562.500,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 619,49 619,49 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.170.413,97 11.170.413,97 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.513,57 35.513,57 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.260.898,86 1.260.898,86 0,00 0,00
43.265.930,53 20.661.928,57 22.041.501,96 562.500,00
davon gesicherte Beträge Art der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.798.484,64 Buchgrundschuld Sicherheitsübereignung
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.170.413,97 Eigentumsvorbehalt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2022:

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.992.967,32 8.194.482,68 28.099.124,64 2.699.360,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.040,21 2.040,21 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.985.810,88 13.985.810,88 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.163,05 35.163,05 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.227.685,74 1.227.685,74 0,00 0,00
54.243.667,20 23.445.182,56 28.099.124,64 2.699.360,00
davon gesicherte Beträge Art der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.992.967,32 Buchgrundschuld Sicherheitsübereignung
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.985.810,88 Eigentumsvorbehalt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB bestehen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen und betragen zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt EUR 602.779,06.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf das Inland mit TEUR 185.381,4 und Ausland mit TEUR 13.648,3.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, incl. Steuern für Vorjahre, betragen im Berichtsjahr TEUR 8.680,5. Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres 2023 sind dies 30,47 %.

V. Sonstige Angaben

Während des Berichtszeitraums waren durchschnittlich 253 Arbeitnehmer, darunter 193 gewerbliche und 60 angestellte Arbeitnehmer beschäftigt.

Zu Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Dr. Wolfgang Groß, Chemiker, Heidelberg

Herr Frank Barsch, Dipl.-Kfm., Leiter Finanzen, Zittau

Herr Thomas Niebergall, Diplom Betriebswirt BA, Leimen (bis 23.6.2023) Herr Dr. Anton Hammerl, Chemiker, Leiter Produktion, Zittau

Der Geschäftsführer Herr Dr. Groß ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB betragen EUR 1.386.563,38.

Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote Stammkapital Jahresergebnis 2023
Fit Chemická vyroba, s.r.o. Hrádek nad Nisou/Tschechien 100 % 100.000,00 CZK ---
fit Austria GmbH Wien/ Österreich 100 % 37.000,00 EUR 29.196,33 EUR

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von EUR 20.000,00 zusammen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 42.765.308,97
und der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 19.753.139,43
mit insgesamt EUR 62.518.448,40

sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Im März 2024

gezeichnet

Dr. Wolfgang Groß, Geschäftsführer der fit GmbH

Frank Barsch, Geschäftsführer der fit GmbH

Dr. Anton Hammerl, Geschäftsführer der fit GmbH

Lagebericht 2023

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im ,Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%)konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben. (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen, das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, wurde dagegen deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+ 3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate war damit für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war.

Im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) wird das "Volkseinkommen" (Summe der von Inländern in einem Jahr im In- und Ausland bezogenen Einkommen) aus den zwei Komponenten "Arbeitnehmerentgelt" (Einkommen aus abhängiger Arbeit, inkl. Arbeitgeberbeiträge) und der "Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen" (Mieten, Zinsen, Pachten und Gewinne der Unternehmen) gebildet. Zieht man vom Arbeitnehmerentgelt die tatsächlichen und unterstellten Sozialbeiträge der Arbeitgeber ab, so errechnen sich die Bruttolöhne und Bruttogehälter.

Im Jahr 2023 betrug das Volkseinkommen in Deutschland rund 3,08 Billionen Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % gestiegen. Das Volkseinkommen umfasst das von Inländern empfangene Arbeitnehmerentgelt sowie die Unternehmens- und Vermögenseinkommen.

Im Jahr 2023 betrug das gesamte Arbeitnehmerentgelt in Deutschland 2,16 Billionen Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % gestiegen. Das Arbeitnehmerentgelt umfasst die Bruttolöhne und -gehälter, sowie die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und an private Sozialschutzsysteme.

Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen betrugen 2023 0,92 Billionen Euro und sind zum Vorjahr um 6,3 % gestiegen. Die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer verzeichneten erneut einen kräftigen Zuwachs um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Lohnquote, die den Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen misst, lag bei 70,1 % und somit höher als im Vorjahr (70,0 %). Die Nettolöhne und Nettogehälter stiegen im Jahr 2023 um 9,0 %.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2023 nominal um 6,4 % auf 3,39 Billionen Euro. Dies ist vor allem auf die höheren Nettolöhne und Nettogehälter zurückzuführen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen um 5,4 % auf 2,98 Billionen Euro und erhöhten sich damit weniger stark als das verfügbare Einkommen. Dadurch stieg die Sparquote deutlich auf 12,0 % (Vorjahr 11,1 %).

2. Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH)

Der ifo Geschäftsklimaindex beschreibt die im Prinzip nach wie vor schlechte Stimmung in der Wirtschaft im Jahr 2023. So durchgehend schlecht wie 2023 waren die Werte der Umfrage zuletzt während der Finanzkrise 2009 und bei Ausbruch der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020. Ähnliches gilt für die Stimmung der Verbraucher im NIM Konsumklima. Diese hat sich zwar nach dem Tiefststand vom Oktober 2022 (-42,8 Punkte) etwas erholt, verharrt aber zuletzt auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig war die Sparneigung im gesamten Jahr 2023 relativ hoch. Im Februar 2024 erreichte die Sparneigung mit 17,4 Punkten den höchsten Stand seit der Finanzkrise (Juni 2008: 21,4 Punkte).

Bei den Einnahmen der privaten Haushalte hat sich die Situation im Jahr 2023 verbessert. Die Reallöhne stiegen laut statistischem Bundesamt im Gesamtjahr 2023 um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. In 2022 waren die Reallöhne noch um vier Prozent gegenüber 2021 gesunken. Neben den hohen Lohnabschlüssen haben in 2023 vor allem die Inflationsausgleichprämien und der Anstieg des Mindestlohnes auf zwölf Euro die Stunde die nach wie vor hohe Inflation ausgeglichen.

Die Umsätze im Gesamtmarkt der Fast Moving Consumer Goods (FMGC) sind im Jahr 2023 um 7,5 % gestiegen. Das sind deutlich mehr als im Jahr 2022 (+1,6 %) und im Jahr 2021 (+0,8 %) aber deutlich weniger als im Jahr 2020 mit einer Umsatzsteigerung von 12,5 %. War die Inflationsrate in 2022 im Durchschnitt bei 8,0 % für FMCG Produkte so ist sie in 2023 nochmals weiter auf 9,4 % gestiegen. Das Wachstum ist eindeutig von den höheren Preisen getrieben, da die Menge in 2023 um 1,1 % zurückging. Insgesamt sind die FMCG Preise für die beiden Jahre 2022 und 2023 zusammen im Durchschnitt um 17,4 % gestiegen.

In Krisenzeiten wie diesen, kommt es beim Einkauf im Einzelhandel zu Ausweichstrategien. So weichen die einen auf günstigere Artikel in der Kategorie aus oder kaufen bevorzugt Sonderangebote, andere wechseln gleich in eine günstigere Kategorie und wieder andere ändern ihre gewohnte Einkaufstätte zugunsten einer billigeren.

Die Verbraucher passen folglich ihr Einkaufsverhalten der finanziell angespannten Situation an. Der Einkauf wird nun stärker geplant, d. h. Handzettel werden nun intensiver genutzt, es wird genauer überlegt welche Produkte wirklich benötigt werden und es wird sparsamer eingekauft, d.h. es wird stärker auf Sonderangebote geachtet. Dieses geänderte Einkaufsverhalten hat auch Auswirkungen auf die Entwicklung der Handelskanäle.

Die größten Gewinner sind die Drogeriemärkte, die vom gesamten FMCG Umsatz in 2023 von 198 Milliarden Euro 6, 3 % erreichen und um 11,5 % zum Vorjahr wachsen. Die Discounter erreichen 37,8 % des Gesamtmarktes mit einem Wachstum vom 10,3 %. Damit sind die Discounter der mit Abstand größte Handelskanal. Die SB-Warenhäuser wachsen um 6,6 % auf 11,9 % des FMCG Umsatzes und die Vollsortimenter wachsen um 6,2 % auf 28,9, %. Der Fachhandel wächst leicht um 0,3 % auf 12,0 % des Gesamtmarktes und der Internethandel wächst auf niedrigem Niveau um 12 % auf einen Marktanteil von 2,9 % am gesamten FMCG Umsatz.

Alle großen Handelskanäle haben 2023 eine höhere Einkaufsfrequenz und einen höheren Bon verbuchen können, aber nur Discounter und Drogeriemärkte haben auf beiden Feldern gleichzeitig stark zugelegt. Hinzu kommt noch ein Käuferzuwachs von jeweils einem Prozent. Die Vollsortimenter haben dagegen keine Käufer gewinnen können und auch die Bons sind trotz der stark gestiegenen Preise nur ein bisschen höher ausgefallen als im Vorjahr.

Die zwei Handelsketten dm und Aldi Süd konnten beide im Jahr 2023 ein Umsatzplus von mehr als 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Sie waren damit um zwei Prozentpunkte besser als Ihre jeweiligen Systemwettbewerber Aldi Nord und Rossmann. Diese Filialisten konnten auch Mengenzuwächse realisieren. Sowohl Aldi Süd als auch dm konnten in 2023 die Kauffrequenz um rund acht Prozent steigern. Die Kauffrequenz war also der Treiber für das hohe Umsatzwachstum.

Die Handelsmarken haben im Jahr 2023 im Umsatz fast 14 % zugelegt, die Herstellermarken sind dagegen nur um 4 % gewachsen. Bei den Handelsmarken war der Umsatzzuwachs dagegen um rund 2 % größer als der Preisanstieg. Dies bedeutet, dass die Handelsmarken auch mengenmäßig um rund 2 % zulegen konnten, während die Herstellermarken fast 5 % der im Vorjahr verkauften Menge einbüßten. Der entscheidende Faktor für das Wachstum der Handelsmarken war indes nicht die nur mehr verkaufte Menge, sondern der von Anfang an deutlich stärkere Preisanstieg als bei den Markenprodukten. Grund für den stärkeren Preisanstieg war der Umstand, dass die Kostensteigerungen von Energie, Logistik und Roh- und Packstoffen auf die preisgünstigeren Handelsmarken stärker durchgeschlagen haben als auf die preislich höher angesiedelten Herstellermarken.

3. Entwicklung des Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel- sowie des Körperpflegemittelmarktes

Nach erfolgreichem Vorjahr steigert der Wasch- Putz- und Reinigungsmittelmarkt (WPR) im Jahr 2023 im LEH insgesamt, also inklusive Discount und Drogeriemärkte, den Umsatz um 7,1 % auf 5,31 Milliarden Euro. Dabei ist die Drogerie mit 32 % der wichtigste Kanal und gewinnt mit 12,3 %

mehr als der Gesamtmarkt. Die schwächste Entwicklung im Gesamtmarkt zeigen die Verbrauchermärkte. Hier verlieren insbesondere die großen Märkte über 5000 qm -1,8 % Umsatz. Sie erreichen einen Marktanteil von 9,3 %. Aber auch die Verbrauchermärkte mit kleineren Flächen verlieren oder wachsen nur unterdurchschnittlich.

Gewinner im WPR-Markt sind auch die Discounter. Aldi wächst um 12,5 % auf einen Marktanteil von 10,3 %, Lidl und Norma wachsen um 13,1 % auf einen Marktanteil von 12,3 %. Die Markendiscounter Penny und Netto gewinnen mit 4,6 % deutlich weniger als der Gesamtmarkt und erreichen einen Marktanteil von 10,1 %.

Im FMCG-Gesamtmarkt ist eine Umkehr des so genannten "One-Stop- Shopping" Trends zu sehen. Die durchschnittliche Einkaufshäufigkeit ging durch die Einschränkungen in den Corona-Jahren zurück, erreicht 2023 jedoch wieder ein Niveau, das sogar über dem Wert von 2019 liegt.

WPR-Produkte hatte dieser Trend weniger betroffen, weil sie in den Corona- Jahren sogar verstärkt gekauft wurden. Aktuell sieht man im Vergleich zu 2022 im Jahr 2023 einen ganz leichten Rückgang der Einkaufshäufigkeit von 21,3 auf 20,9.

Der Handgeschirrspülmittelmarkt ist in 2023 um 11,3 % auf 293 Millionen Euro gewachsen. Dabei ist die Menge des Gesamtmarktes um 2,4 % gewachsen und der durchschnittliche Preis pro Menge um 8,8 % gestiegen. fit Spülmittel erreicht einen Marktanteil von 14,1 % und ist damit die Nummer 2 im Markt und erreicht das mit einem Wachstum von 33,7 %. Das ist das dreifache Wachstum des Gesamtmarktes. fit Spülmittel ist damit das schnellst wachsende Produkt der Kategorie. Alle Handelsmarken zusammen wachsen nur um 18,4 %.

Die Maschinengeschirrspülmittel steigen in 2023 um 4,4 % auf 618,2 Millionen Euro, fit Maschinengeschirrspülmittel wachsen mit 9,2 % doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Die Universalwaschmittel steigen sehr stark um 15,1 % und erzielen einen Umsatz von 1.565 Millionen Euro. Der Markt für Fein-, Woll- und Handwaschmittel steigt mit 10,1 % auf 258 Millionen Euro.

Der Markt für Weichspüler inklusive Wäscheduft, Trockentücher, Duftkissen und Caps ist um 9,9 % auf 454 Millionen Euro und damit doppelt so schnell gewachsen wie im Vorjahr. Allerdings ist das Wachstum nur preisgetrieben, mengenmäßig müssen leichte Verluste von 1,3 % hingenommen werden. Der für uns sehr wichtige Markt der flüssigen Weichspüler steigt um 6,3 % auf 382 Millionen Euro. Wir sind in der gesamten Weichspüler-Kategorie mit 54,2 % Wachstum der mit weitem Abstand schnellst wachsende Weichspüler Deutschlands. Kuschelweich steigert seinen Umsatz von 47,3 Millionen Euro auf 72,1 Millionen Euro und steigert seinen Absatz um 30,1 % trotz steigender Preise pro Stück.

Der Haarspray-Markt wächst stark im Jahr 2023 um 10,1 % auf 239 Millionen Euro. Der Umsatz der Hair-Settings wächst sehr stark um 23,9 % auf 110,8 Millionen Euro. Auch der Umsatz für Haar-Gele / Cremes / Wachse steigt sehr stark um 14,5 % auf 104,8 Millionen Euro.

Der Markt für Badezusätze steigt um 5,2 % auf 237,4 Millionen Euro. Nach dem Umsatzrückgang des Vorjahres (-8,0 %) wegen der sehr hohen Energiekostensteigerungen wurde viel weniger gebadet, beruhigt sich der Markt für Badezusätze wieder. Der Markt der Bodylotions ist leicht um 7,4 % auf 472 Millionen Euro gestiegen und der Markt der Duschen wächst um 6,2 % auf 716 Millionen Euro.

Der Markt der Deodorantien und Antitranspirantien wächst deutlich um 22,2 % auf 942,6 Millionen Euro.

4. Umsatzentwicklung der fit GmbH

Das Wirtschaftsjahr 2023 war bisher das erfolgreichste Jahr der fit GmbH und das trotz all der Turbulenzen, die um uns herum toben. Der im Februar 2022 begonnen Krieg von Russland gegen die Ukraine geht immer noch weiter. Die Sanktionen gegen Russland scheinen Russland nicht so zu schaden wie beabsichtigt. Der Westen hat sich in der Gas- und Ölversorgung unabhängig von Russland gemacht. Die Energiepreise sind seither deutlich höher als vor Kriegsbeginn und haben in 2022 vor allem zuerst die Erzeugerpreise und in 2023 vor allem die Preise für Konsumgüter sehr stark steigen lassen. Die Preise für barcoded FMCG's (Fast Moving Consumer Goods) sind in 2023 durchschnittlich um 9,4 % gestiegen zum Vorjahr, wobei 2022 der Preisanstieg 8,0 % betrug. Gegen Ende 2023 ist die Inflationsrate auf 2,9 % gesunken mit weiter sinkender Tendenz.

Die kontinuierliche Versorgung von Roh- und Packstoffen blieb das ganze Jahr über angespannt. Aufgrund unserer guten und schnell agierenden Abteilungen Forschung & Entwicklung, Einkauf und Produktion ist es uns trotzdem gelungen, immer wieder schnelle Lösungen zu finden, um einen Produktionsstopp zu verhindern.

Der beispiellose Preisauftrieb der Erzeugerpreise im Jahr 2022 mit bis zu 40 % in der Spitze, hat sich ab dem zweiten Quartal 2023 etwas beruhigt und ist jetzt einigermaßen stabil. Wir haben zum 1.2.2023 unsere Verkaufspreise an den Handel erhöht. Bisher haben wir für 2024 keine Preiserhöhungen geplant.

Im Wirtschaftsjahr 2023 konnten wir die Brutto-Umsätze mit Produkten auf 363,4 Millionen Euro steigern (VJ 234,4 Millionen Euro). Das ist eine Steigerung von 55,0 %.

Der Brutto-Umsatz im Inland stieg auf 334,8 Millionen Euro und war damit 114,7 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Der Brutto-Auslandsumsatz erreichte 28,6 Millionen Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Der Brutto-Umsatz setzt sich zusammen aus fit Handgeschirrspülmittel 63,0 Millionen Euro (VJ 50,5 Millionen Euro), fit Maschinengeschirrspülmittel 5,9 Millionen Euro (VJ 5,3 Millionen Euro), Waschmittel der Marken Rei, Rei in der Tube und Sanso sowie fit Fleckensalz und fit Waschmittel Grüne Kraft 7,2 Millionen Euro (VJ 6,6 Millionen Euro) und fit Haushaltsreiniger 4,5 Millionen Euro (VJ 4,0 Millionen Euro). Die Sunil Produkte erreichten einen Umsatz von 40,6 Millionen Euro (VJ 18,4 Millionen Euro), was eine Steigerung von 121 % bedeutet. Mit Kuschelweich Weichspüler konnten wir im Berichtsjahr unseren Umsatz auf 176,5 Millionen Euro steigern (VJ 111,4 Millionen Euro), was eine Steigerung von 58,4 % ist. Die Kuschelweich Waschmittel erzielten einen Brutto-Umsatz von 25,1 Millionen Euro (VJ 3,4 Millionen Euro), was mehr als das 7 fache des Vorjahres ist. Die Körperpflegeprodukte der Serie Gard vereinigten auf sich einen Brutto-Umsatz von 6,3 Millionen Euro (VJ 5,3 Millionen Euro). Die fenjal Produkte erzielten einen Brutto-Umsatz von 25,2 Millionen Euro (VJ 23,0 Millionen Euro). Die MUM Produkte verbesserten sich von 2,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,3 Millionen Euro in 2023. Die sonstigen Produkte, die vor allem Auftragsproduktionen betreffen, erreichten 3,1 Millionen Euro.

Im August 2023 haben wir von Procter & Gamble die Markenrechte für MUM gekauft und die Vertriebsrechte von Doetsch Grether übernommen. Die Marke MUM ist seit 1888 als Marke eingetragen und MUM ist der Erfinder des Deodorants und des Deo-Rollers. Wir haben die Markenrechte für Europa, die meisten Länder Afrikas, Arabiens und für Australien übernommen. Der größte Umsatz von MUM wird außerhalb von Deutschland erwirtschaftet. Seit Herbst 2016 haben wir die Mengen, die in diese Länder durch Doetsch Grether verkauft wurden im Lohn für Doetsch Grether hergestellt. In Deutschland hatten wir seit dieser Zeit die Vertriebsrechte.

5. Produktion

In 2023 betrug die verkaufte Menge 88.689 t. Das ist eine Steigerung um 18.586 t (26,5 % VJ). Die Aufwendungen für den Wareneinsatz betrugen 55,06 Millionen Euro (VJ 45,74 Millionen Euro). Das sind 9,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (+ 20,4 % VJ).

6. Personal

Der Personalaufwand erhöhte sich auf 14,38 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,68 Millionen Euro gestiegen. In 2023 betrug die Mitarbeiterzahl nach HGB berechnet 253 Mitarbeiter. Wir haben in 2023 allen Mitarbeitern eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro bezahlt und in 2023 zweimal eine Lohnerhöhung durchgeführt.

7. Investitionen

In 2023 haben wir insgesamt 6,735 Millionen Euro investiert. Davon entfallen auf Patente, Gewerbliche Schutzrechte und Software 1,948 Millionen Euro, auf technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebsvorrichtungen 3,549 Millionen Euro, auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen und sonstige Transportmittel inklusive GWG 773 T Euro und auf Gebäude und Außenanlagen 465 T Euro.

Die größte Einzelanschaffung in diesem Jahr war eine neue Preform-Anlage mit neuen Werkzeugen, um Engpässe bei der Herstellung der Preforms für Kuschelweich abzustellen.

8. Liquidität

Die Liquidität der fit GmbH wird anhand einer Kapitalflussrechnung ermittelt. Aus der operativen Tätigkeit wird ein Mittelzufluss von 26,59 Millionen Euro (VJ 17,94 Millionen Euro) erwirtschaftet. Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss von 6,73 Millionen Euro (VJ 1,58 Millionen Euro) zu verzeichnen. Zusammen mit dem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 8,19 Millionen Euro ergibt sich ein Aufbau der Finanzmittel um 11,661 Millionen Euro auf 27,045 Millionen Euro.

9. Vermögenslage

Die Bilanz der fit GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von 62,723 Millionen Euro aus und eine Bilanzsumme von 116,715 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 53,7 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen im Berichtsjahr 30,798 Millionen Euro und sind um 8,195 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr.

10. Auszeichnungen 2023 und Neuigkeiten

Die fit GmbH wurde 2023 als Arbeitgeber der Zukunft ausgezeichnet durch das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Unterstützt wird diese Initiative von der ehemaligen Bundesministerin Brigitte Zypries. Die Auszeichnung hilft Unternehmen sich im "War of Talents" zu positionieren, um trotz Fachkräftemangels Talente zu gewinnen und zu binden.

Bereits zum sechsten Mal ist Kuschelweich die am stärksten wachsende Weichspüler-Marke Deutschlands und wird auch 2023 Top-Marke in der Warengruppe. Die Auszeichnung, die von der Lebensmitttel Zeitung in Zusammenarbeit mit der GFK vergeben wird, kürt jährlich die Bestseller in den deutschen Supermarktregalen.

In 2023 haben wir Kuschelweich Emotions mit stimmungsaktivierenden Duftstoffen in drei Varianten eingeführt. Die fit Spülmittelrange haben wir mit zwei Varianten unter dem Namen fit Super-Bloom erweitert, deren Duftstoffe zusätzlich einen Raum-Erfrischer-Effekt bewirken. Gard Kurfestiger haben wir in eine neue Flasche verpackt. Durch die MUM Übernahme von Doetsch Grether sind alle Etiketten auf eine GTIN von fit und die fit GmbH als Hersteller umgestellt worden. Sowohl Sunil flüssig als auch Kuschelweich-Waschmittel flüssig sind von 1,32 Liter Flaschen auf 1,1 Liter Flaschen umgestellt worden und die Waschladungen wurde bei beiden Produkten von 20 auf 22 Waschladungen pro Flasche erhöht. Von fit Art haben wir Anfang des Jahres vier neue Varianten in den Markt eingeführt.

11. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir haben mit 363,4 Millionen Euro in 2023 den höchsten Produkt- Bruttoumsatz erzielt seit Bestehen der fit GmbH. Dieser Bruttoumsatz ist um 129 Millionen Euro höher als im Vorjahr und ist ein Wachstum von 55 % zum Vorjahr. Dieses Umsatzwachstum wurde unterstützt durch ein Mengenwachstum von 18.586 t und entspricht 26,5 % zum Vorjahr. Wir haben im Jahr 2022 zwei Preiserhöhungen durchgesetzt und eine dritte zum Februar 2023. Diese Preiserhöhungen sind durch die exorbitanten Preiserhöhungen der Roh- und Packstoffe sowie der Energiekosten aus den letzten beiden Jahren für unser Überleben notwendig gewesen.

Preiserhöhungen sind beim Handel immer ein schwieriges Thema. Da alle Hersteller gezwungen sind ihre Preise anzuheben und die Taktung der einzelnen Preiserhöhungen in den letzten beiden Jahren ungewöhnlich war, haben sich die Verhandlungen mit dem Handel auch in 2023 sehr schwierig gestaltet. Viele Händler reagierten mit Bestellstopps, Aussetzung von ursprünglich vereinbarten Aktionen und Auslistungen auf die Preisforderungen der Industrie, die in der Regel mit großen Umsatzverlusten verbunden sind. Wie im Vorjahr haben wir auch in 2023 diese Probleme gut umschifft. Es ist uns sogar gelungen, zusätzliche Produkt-Listungen in fast allen Handelskanälen zu erzielen und mehr Aktionen zu vereinbaren als im Vorjahr.

Wir rechnen für 2024 mit einer deutlich sinkenden Inflationsrate auf die Größe von 2,2 %, eine weiter steigende Reallohn-Entwicklung und nur noch moderat steigende Preise, vor allem bei den Gütern des täglichen Bedarfs. Die Konsumenten werden ihr Kaufverhalten wieder der Zeit vor Corona anpassen und ihren neu gewonnen finanziellen Spielraum auch wieder mehr für den Kauf von Markenprodukten einsetzen. Die Umsätze der Eigenmarken werden leicht sinken.

Da wir viele Millionen neue Kunden in 2023, vor allen bei fit Spülmitteln und Kuschelweich Weichspüler dazugewonnen haben, wird uns das im Jahr 2024 helfen, den Umsatz auf diesem hohen Niveau zu stabilisieren. Bisher ist uns das sehr gut gelungen.

Wir erwarten bei der Preisentwicklung für Energie, Roh- und Packstoffe sowie den Transportkosten eine Beruhigung, wenn nicht sogar eine leichte Entlastungen. Die Engpässe bei der Versorgung mit Rohstoffen waren schon 2023 vorbei und das wird auch 2024 so bleiben. Deshalb erwarten wir für 2024, dass wir unseren Umsatz und unser Ergebnis halten werden.

 

Zittau, im März 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die fit GmbH, Zittau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fit GmbH, Zittau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fit GmbH, Zittau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 27. Juni 2024

HSG Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Christian Kreilein, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer

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