Fliedner gGmbHLiquidiert

45481 Mülheim an der Ruhr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 16013
Vorher
Seminarhaus Mülheim gGmbH
Eingetragen
26.3.2004
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenStationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Suchtbekämpfung
Gegenstand
die Gewährung arbeits- und sozialpädagogischer Hilfe zur Arbeit sowie beruflicher Qualifizierung und Ausbildung als Hilfe zur Selbsthilfe. Diese umfasst auch psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung. Die Angebote des Unternehmens dienen sozial benachteiligten Personen schwerpunktmäßig mit den Benachteiligungsmerkmalen behindert und/oder psychisch krank. Ziel der Gesellschaft ist es, den Beschäftigten den Zugang zum Erwerbsleben zu eröffnen und dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen. Die zur Verfolgung der Ziele der Gesellschaft erforderlichen Tätigkeitsfelder werden in Zweckbetrieben im Sinne von §§ 65 ff. AO gewährleistet. Das Unternehmen gewährt ganzheitliche Hilfe und betätigt sich in praktischer Ausübung christlicher Nächstenliebe im Sinne der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Evangelischen Kirche. Das Unternehmen unterliegt dem Leitbild der Theodor Fliedner Stiftung und steht allen Hilfsbedürftigen ohne Rücksicht auf Rasse, Nationalität, Geschlecht und Glauben offen.

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Ott
seit 9.6.2020
Liquidator
Sabine Halfen
seit 9.6.2020
Liquidator
Matthias Dargel
seit 12.7.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Theodor Fliedner Stiftung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Theodor Fliedner Stiftung
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fliedner gGmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz

AKTIVA

31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 318,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.079,00 95.721,00
69.079,00 96.039,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.227,20 2.227,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.606,97 44.650,04
2. Sonstige Vermögensgegenstände 12.247,18 18.854,15 64.711,55 109.361,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 250.589,05 214.344,97
271.670,40 325.933,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.206,05 1.206,05
341.955,45 423.178,81

PASSIVA

31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag (-)/Gewinnvortrag (+) -1.641,23 2.250,51
III. Jahresüberschuss (+)/-fehlbetrag (-) 157,17 -3.891,74
23.515,94 23.358,77
B. SONDERPOSTEN AUS INVESTITIONSZUSCHÜSSEN 0,00 57.214,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 29.500,00 13.000,00
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 549,92 5.664,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 549,92 (Vorjahr: EUR 5.664,49) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 238.157,64 271.450,92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 238.157,64 (Vorjahr: EUR 271.450,92) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 50.231,95 52.490,63
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 50.231,95 (Vorjahr: EUR 52.490,63 ) -
- davon aus Steuern: EUR 531,88 (Vorjahr: EUR 1.534,71) - 288.939,51 329.606,04
341.955,45 423.178,81

Gewinn- und Verlustrechnung

2019 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 188.109,04 197.183,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 125.586,54 64.769,26
313.695,58 261.952,64
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.518,52 6.106,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 37.612,72 42.131,24 24.062,96 30.169,09
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 153.704,14 139.145,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 37.036,83 34.836,21
- davon für Altersversorgung: EUR 8.074,57 (Vorjahr: EUR 7.690,66) 190.740,97 173.981,62
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.496,80 25.329,90
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 54.295,79 34.887,57
3.030,78 -2.415,54
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6,06 1,85
8. Ergebnis nach Steuern 3.024,72 -2.417,39
9. Sonstige Steuern 2.867,55 1.474,35
10. Jahresüberschuss (+)/-fehlbetrag (-) 157,17 -3.891,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Fliedner gGmbH i.L., Mülheim an der Ruhr (Amtsgericht Duisburg, HR B 16013) ist eine Kleinstkapitalgesellschaft i.S.d. § 267a HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Anhang wurde unter teilweiser Berücksichtigung von größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

In der Gesellschafterversammlung am 26. September 2019 wurde die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum 31. Dezember 2019 beschlossen. Die Bekanntmachung der Liquidation im Bundesanzeiger erfolgte am 2. Januar 2020.

Die Gesellschaft befindet sich derzeit in Liquidation. Diese wurde in den Gesellschafterversammlungen vom 26. September/9. Dezember 2019 beschlossen und am 9. Juni 2020 in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens war seit dem Jahr 2013 die Gewährung arbeits- und sozialpädagogischer Hilfe zur Arbeit sowie beruflicher Qualifizierung und Ausbildung zur Selbsthilfe (Integrationsbetriebe). Weiterhin konnte ein Fachseminar für Altenpflege sowie eine Fort- und Weiterbildungsstätte mit Schwerpunkt in den Bereichen Gesundheit und Soziales betrieben werden.

Der im Jahr 2013 an den Start gegangene Gastronomiebetrieb "Dock 20" in Mülheim an der Ruhr wurde zum 31. Juli 2014 geschlossen. Seit dem Geschäftsjahr 2014 besteht am Standort Langen in Brandenburg der Integrationsbetrieb "Fliedner Service" als Zweigniederlassung mit den Tätigkeitsfeldern Garten- und Landschaftspflege, Maler- und Lackierhandwerk und technisches Gebäudemanagement.

Der Buchhaltung liegt ein an die Empfehlungen des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland angelehnter Kontenrahmen für Einrichtungen und Werke der Diakonie zugrunde, der an die gesetzlichen Regelungen des HGB für Kapitalgesellschaften angepasst wurde.

Aufgrund der geplanten Liquidation der Gesellschaft erfolgte die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 unter Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet.

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aufgrund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse erfolgt die Bilanzierung der Vermögenswerte nach den Verhältnissen des Absatzmarktes. Bei der Bilanzierung der Passiva sind die mit der Einstellung der Unternehmenstätigkeit einhergehenden Aufwendungen bei den Rückstellungen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigt worden. Ansonsten wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Bei der Bilanzierung und der Bewertung wurden folgende Grundsätze angewandt:

Bilanzposten Bewertung
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung; die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre; geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst; geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einem Pool erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.
Vorräte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des niederen beizulegenden Wertes (Wiederbeschaffungskosten)
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände zu Nennwerten abzüglich gebotener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
Sonstige Aktiva zu Nennwerten
Sonderposten Die für die Anschaffung von Anlagegütern erhaltenen Investitionszuschüsse werden nicht von den Anschaffungskosten abgezogen, sondern als Sonderposten aus Investitionszuschüssen passiviert. Die Sonderposten werden entsprechend den Abschreibungen auf die mit den Zuschüssen finanzierten Anlagegüter aufgelöst.
Rückstellungen Einzelbewertung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß den Wert- und Preisverhältnissen zum Bilanzstichtag. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen.
Verbindlichkeiten zu Erfüllungsbeträgen

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Angaben

Die Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr, ist alleinige Gesellschafterin der Fliedner gGmbH i.L.

Geschäftsführung

Frau Sabine Halfen, Mülheim an der Ruhr (bis zum 9. Dezember 2019)

Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr

Herr Carsten Bräumer, Duisburg (bis zum bis zum 9. Dezember 2019)

Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr

Frau Claudia Ott, Mülheim an der Ruhr (bis zum 9. Dezember 2019)

Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr

In der Gesellschafterversammlung vom 9. Dezember 2019 wurden folgende Personen als Liquidatoren bestellt:

Frau Sabine Halfen, Mülheim an der Ruhr

Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr

Frau Claudia Ott, Mülheim an der Ruhr

Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim an der Ruhr

Zahl der Beschäftigten:

Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 6 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Mülheim an der Ruhr, 26. Juni 2020

Die Liquidatoren der Fliedner gGmbH i.L.

Sabine Halfen

Claudia Ott

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.037,24 0,00 2.037,24 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.954,25 2.279,80 93.805,06 91.428,99
184.991,49 2.279,80 95.842,30 91.428,99
Abschreibungen
Stand 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.719,24 254,00 1.973,24 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.233,25 23.242,80 88.126,06 22.349,99
88.952,49 23.496,80 90.099,30 22.349,99
Buchwerte
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 318,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.079,00 95.721,00
69.079,00 96.039,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fliedner gGmbH i.L., Mülheim an der Ruhr

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der Fliedner gGmbH i.L., Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

HERVORHEBUNG EINES SACHVERHALTS

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in den Abschnitten "Gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des Jahresabschlusses" und "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen" des Anhangs, welche den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 26. Juni 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Fritz, Wirtschaftsprüfer

gez. Linnenbäumer, Wirtschaftsprüferin

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