KMK Metallwerke GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Josef Niedermeier seit 4.11.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Ettrich seit 16.9.2024 | Prokura |
Florian Schuler seit 19.4.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bader Holding GmbHHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSÜBERSICHT Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Der Bader-Konzern ist Marktführer für Maschinenverkleidungen, Kompaktkabinen, Schaltschränke, Bedienpulte und Klemmenkästen sowie Sondergehäuse und Speziallösungen ganz nach kundenspezifischen Bedürfnissen für eine Vielzahl von Branchen. 2. Forschung und Entwicklung Indem wir auch weiterhin konsequent in unsere technische Kompetenz investieren, wollen wir unsere Marktstellung auch künftig erhalten und ausbauen. Die Entwicklungsschwerpunkte des Bader-Konzerns für das Jahr 2023 lagen weiterhin in der Sicherung der Qualitätsstandards aufgrund der Neuausrichtung des Unternehmens und der erheblichen organisatorischen Umstrukturierung der Standorte, insbesondere der Produktionslayouts, Fertigungsabläufe sowie generelle Optimierung wesentlicher Abläufe und Prozesse beziehungsweise Produktverlagerungen. Daneben erfolgte der Ausbau und die Branchendiversifikation des Produktportfolios, insbesondere die gezielte Neuakquise und zentral gebündelter fertigungsoptimaler Blechgestaltung als Produktwertschöpfungsanalysen für Kunden. Die Schwerpunktsetzung liegt weiterhin auf dem Bereich individueller Produktlösungen. Das in 2020 erworbene Patentportfolio wird weiterentwickelt. Mit dem Bader Modul+ ist die Geschäftsführung weiterhin zuversichtlich, ein eigenes Produkt in den Markt einführen zu können. Der Bader-Konzern beschäftigt keine Mitarbeiter, die ausschließlich im F&E-Bereich tätig sind. Das F&E-Potential liegt in der Abteilung Konstruktion. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete gemäß seiner Prognose vom Dezember 2023 ein weltweites Wachstum von 3,0% für das abgelaufene Jahr 2023. Unsicherheiten bestanden weiterhin in den geopolitischen Konflikten, die die weltweiten Lieferketten und die Bereitschaft in Investitionen belasten. Zudem wirkten sich die hohen Inflationsraten und damit einhergehend das allgemeine Zinsniveau negativ auf das Wachstum aus. Im gesamten Euro-Raum verlor die Konjunktur im Jahresverlauf 2023 weiter an Schwung, was vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt wird. Der IWF bezifferte in seiner Prognose das Wachstum in 2023 auf 0,7%. Im Euro-Raum lag die Inflationsrate im September 2023 bei 2,9% und damit wieder nahezu an den von der EZB angestrebten 2,0%. Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF mit einem Wachstum in 2023 von -0,5%. Infolgedessen trübte sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft ein und der ifo Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) ging in der zweiten Jahreshälfte weiter zurück. Er gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Im Dezember 2023 lag der Index mit 86,4 Punkten. Als weiteres schwerwiegendes Problem bei der Wiederaufnahme der Produktion sahen Betriebe den Fachkräftemangel. Die Transformation aufgrund der zunehmenden Digitalisierung, der Entwicklung klimafreundlicher Technologien und der Mobilitätswende verlangt nach gut ausgebildetem Personal. Aufgrund des demografischen Wandels werden viele Unternehmen in den nächsten Jahren vor allem nach Fachkräften suchen. Weiterhin bestanden Verteuerungen bei der Logistik-, Energie-, Material- und Rohstoffversorgung durch die gesamte Lieferkette. Derzeit ist es gesamtwirtschaftlich schwer abschätzbar, wie stark sich geopolitische Risiken und die Inflationsraten entwickeln und auf die wirtschaftliche Entwicklung einwirken. 2. Gesellschaftsrechtliche Strukturen Der Konsolidierungskreis für das Geschäftsjahr 2023 umfasst unverändert folgende Gesellschaften: Bader Holding GmbH, Hamburg Bader Babenhausen GmbH, Frankfurt am Main Bader Grevesmühlen GmbH, Frankfurt am Main Bader Wachau GmbH, Frankfurt am Main Bader Asset GmbH, Frankfurt am Main Bader Immobilien GmbH & Co. KG, Ulm Bader Industrie Kft., Pecs, Ungarn Die BAR Blechdesign S.R.L., Targu Mures, Rumänien, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, da sie für die Darstellung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bader-Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Bewertung erfolgt daher At-Equity nach § 312 HGB. 3. Geschäftsverlauf und Lage Der Bader-Konzern produzierte zum Jahresende 2023 an fünf Standorten, davon drei im Inland und zwei im Ausland (Ungarn und Rumänien), u. a. Maschinenverkleidungen und Schaltschränke für den Maschinen- und Anlagenbau. Insgesamt verlief die anhaltende Neuausrichtung des Unternehmens zufriedenstellend. Die organisatorische Umstrukturierung der Standorte beziehungsweise Produktverlagerungen sowie umfangreichen Maßnahmen zur Sicherung der Qualitätsstandards, insbesondere der Produktionslayouts, Fertigungsabläufe und die Optimierung der wesentlichen Abläufe und Prozesse konnten zufriedenstellend entwickelt werden. Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Bader-Gruppe insgesamt zufriedenstellend. Der Umsatz der Gruppe lag mit T€ 64.083 allerdings unterhalb der Planung. Trotz der weiterhin vorhandenen Nachfrage nach Produkten der Bader-Gruppe war der Preisdruck von der Nachfrageseite und die Kostenerhöhungen bei der Materialbeschaffung außerordentlich hoch. Als nicht finanzwirtschaftlicher Indikator konnte die Produktionsauslastung nicht an allen Standorten vollständig erreicht werden. Insbesondere wurde die Neuausrichtung und Abstimmung der Gesamtproduktionskapazitäten beziehungsweise das Tauschen von Produktionskapazitäten zwischen den Standorten durch nicht kompatible Produktions- und Auftragsprozesse stark eingeschränkt. Absatzspitzen konnten unterjährig nicht ausgeglichen werden. Der Standort Wachau konnte einen positiven Ergebnisbeitrag vorweisen, die Standorte Ungarn, Grevesmühlen und Babenhausen erzielten ein negatives Ergebnis. Bei allen Standorten gibt es weitere Optimierungsmöglichkeiten in Bezug auf Produktionsabläufe, Auslastung und der Gewinnung von Fachkräften. Mittelbar sind alle Standorte weiterhin mit Herausforderungen aus der Reorganisation, Restrukturierung und Neuausrichtung konfrontiert. Die Geschäftsführung hat beschlossen, den operativen Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft Bader Grevesmühlen GmbH mit Wirkung zum 30.06.2024 aufgrund der geringen Profitabilität einzustellen. Entsprechend wurde die Bilanz der Bader Grevesmühlen GmbH nicht mehr unter der Annahme einer Unternehmensfortführung aufgestellt, sondern zu Liquidationswerten. Insgesamt wurden Abwertungen und die Bildung von Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mio. € vorgenommen. Zudem hat die Geschäftsführung beschlossen, den Produktionsstandort in Rumänien ebenfalls im Geschäftsjahr 2024 zu schließen und die Gesellschaft in Rumänien zu liquidieren. Insgesamt möchte sich die Bader-Gruppe damit auf die verbleibenden drei Produktionsstandorte konzentrieren und diese sukzessive weiter ausbauen und die Profitabilität steigern. 4. Ertragslage Die Ertragslage des Bader-Konzerns stellte sich in 2023 zusammenfassend wie folgt dar:
Der Bader-Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von T€ 64.083 und eine Gesamtleistung in Höhe von T€ 62.883. Der betriebliche Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) belief sich dabei auf T€ 36.878, was einer Rohertragsmarge von 57,5 % entspricht. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei T€ 27.351. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) belief sich auf 43,5 %. Das Zinsergebnis, welches insbesondere die Bankzinsen enthält, lag im Geschäftsjahr bei T€ -1.231. Das EBITDA liegt bei T€ 657. Aufgrund der geplanten Betriebsschließung am Standort Grevesmühlen wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlage- und Umlaufvermögen vorgenommen. Darüber hinaus erfolgten Rückstellungsbildungen für Personalfreistellungen. Der Ergebniseffekt aus der geplanten Betriebsschließung beträgt insgesamt T€ 1.356 . Bereinigt um diesen Effekt liegt das EBITDA bei T€ 2.013 und T€ 251 über dem Vorjahr. Die Vorjahresprognose konnte somit leicht übertroffen werden. Das Konzernjahresergebnis belief sich auf T€ -1.985. Bereinigt um den oben beschriebenen Sondereffekt liegt der Konzernjahresfehlbetrag mit T€ -629 auf Vorjahresniveau und somit im prognostizierten Bereich. 5. Finanzlage Die Cashflow Rechnung wurde für das Berichtsjahr nach DRS 21 erstellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 3.659. Der positive Cashflow ist trotz dem negativen Konzernjahresergebnis insbesondere auf den Abbau der Vorratsbestände zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -2.106. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -1.046 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von T€ 1.000 und den Zins- und Tilgungsleistungen von Finanzkrediten in Höhe von T€ 2.046. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Finanzmittelfonds T€ 2.538 und liegt damit um T€ 507 über dem Vorjahresbestand. Die Steuerung der Zahlungsströme der Bader-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die vorhandenen freien Finanzlinien nicht in vollem Umfang in Anspruch nehmen zu müssen und dadurch Liquiditätsreserven vorzuhalten. Die Finanzierung der Bader-Gruppe basiert auf Eigenkapital (12,6%), Anleihen (28,2%), Bankverbindlichkeiten (7,3%), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (2,4%), sale-and-rent-back-Finanzierungen (20,1%) und sonstigem Fremdkapital (29,4%). 6. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Konzern zum 31. Dezember 2023 zusammenfassend wie folgt dar:
Die Bader-Gruppe verfügt über ein Anlagevermögen in Höhe von T€ 10.484, dessen Hauptbestandteil die Grundstücke und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken mit einem Buchwert von T€ 4.554 darstellen. Das Umlaufvermögen (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) in Höhe von T€ 9.603 setzt sich im Wesentlichen aus Vorräten, Forderungen gegen das Finanzamt und den liquiden Mitteln zusammen. Die Bilanzsumme beträgt T€ 20.147, die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote liegt bei 12,6 %. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsmarge, EBITDA-Marge und das Konzernergebnis heran. Die Rohertragsmarge lag im Geschäftsjahr 2023 bei 57,5 %, die EBITDA-Marge bei 1,0 % und das Konzernjahresergebnis bei T€ -1.985. 8. Gesamtaussage Die Bader-Gruppe verzeichnet mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 64.083 ein Konzernergebnis von T€-1.985. Die Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr basiert im Wesentlichen auf den vorgenommenen Abwertungen für die Stilllegung des operativen Geschäftsbetriebs am Standort Grevesmühlen. Unerwartet ist der anhaltende sich vertiefende historische globale und branchenübergreifende Preissprung auf den Energie-, Logistikdienstleistungs-, Material- und Rohstoffmärkten. Daher sind weiterhin organisatorische, personelle und finanzielle Maßnahmen notwendig, um in allen Produktionsstandorten die Abläufe effizienter und produktiver zu gestalten und somit die Wachstumspotentiale zu nutzen. Die Geschäftsführung ist mit der operativen Entwicklung in 2024, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung des Konzerns, zufrieden und hat weitere Maßnahmen ergriffen, um die positive Entwicklung voranzutreiben. III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Erfolg der Bader-Gruppe beruht vornehmlich auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Personalstrategie der Bader-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Restrukturierung und strategische Weiterentwicklung bestmöglich zu entfalten. Die Bader-Gruppe will auf allen betrieblichen Ebenen eine jederzeit hinreichende Zahl qualifizierter und engagierter Mitarbeiter beschäftigen und ihnen attraktive Arbeitsbedingungen und Perspektiven in einer international ausgerichteten Unternehmensgruppe bieten. Damit begegnet das Unternehmen dem zunehmenden verschärften Mangel an Fach- und Führungskräften. Die Maßnahmen hinsichtlich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz haben einen hohen Stellenwert. Die Bader-Gruppe sorgt für eine umfassende Vorsorge, für eine sichere Arbeitsumgebung und versetzt die Mitarbeiter in die Lage, Risiken und Unfälle zu vermeiden. Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte stehen bei den geschäftlichen Aktivitäten der Bader-Gruppe in einem ausgewogenen Verhältnis. Die nachhaltige Ausrichtung der Gesellschaften zeigt sich in umweltfreundlichen und sicheren Produkten, die Kunden helfen, ihrerseits für die Nachhaltigkeit einzustehen. Dasselbe gilt für umweltschonende Produktionsprozesse und eine sichere und diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung. Bader ist im Bereich der ISO-Zertifizierung nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Die Zertifizierung der UL International Germany GmbH, Neu-Isenburg, für den nordamerikanischen Markt konnte erweitert werden, die einen Verkauf von kompletten Schaltschränken als auch in Einzelteilen möglich macht. Außerdem wurden unter dem Einsatz von Experten im Bereich Umwelt- und Energiemanagement an den Standorten der Bader-Gruppe Ergebnisse erzielt, um den Energieeinsatz und die Ressourcen effizienter einzusetzen. Dies wird sich in den Folgejahren auswirken. IV. Chancen-, Risiken- und Prognosebericht 1. Risikobericht Im Zuge des Risikomanagements werden sämtliche nachstehenden Risiken von der Geschäftsführung laufend überwacht. Gesamtwirtschaftliche Risiken Einflüsse aus der Welt- und Europapolitik sowie die eingetrübte Stimmung an den Märkten machen sich am Ende des Kalenderjahres 2023 und zum Start des neuen Geschäftsjahres 2024 bemerkbar und wirken sich auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dämpfend aus. Zusammen mit den geopolitischen Konflikten können sich sehr herausfordernde gesamtwirtschaftliche Szenarien ergeben, die derzeit nicht verlässlich beurteilt werden können. Marktrelevante Risiken Die Bader-Gruppe ist insbesondere von der Branchenentwicklung im deutschen Maschinenbau abhängig. In Zusammenhang mit den geopolitischen Konflikten seit Februar 2022 werden erhebliche Unsicherheiten bei der Sicherstellung der Energie- und Rohstoffversorgung, der Logistikketten, insbesondere mit Transportkapazitäten zu Wasser und zu Lande, Erdgas, Erdöl, Strom, Stahlblech, anderen Stahl- und Aluminiumrohstoffen, Farben und Lacken sowie auch Kunststoffen erwartet und sind auch bereits eingetroffen, die jedoch mit erhöhten personellen und organisatorischen Gegenmaßnahmen sowie stark angestiegenen Logistikkosten noch beherrscht werden können. Die weltweite Rohstoff- und Energieverknappung bzw. Versorgungskrise führte auch im Geschäftsjahr 2023 zu einer erheblichen Steigerung der Rohstoffpreise. Für die folgenden Geschäftsjahre zeichnen sich bereits jetzt durch die geopolitischen Konflikte weitere einschneidende Preiserhöhungen und Versorgungsengpässe ab, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Entwicklung der Gesellschaft führen könnten. Die Geschäftsführung ist aber in laufenden Preisverhandlungen, um die Kostensteigerungen an die Kunden vollständig weiterzugeben und ist zuversichtlich dies umzusetzen. Das weitere Risiko liegt auch im Jahr 2024 wieder am Arbeitsmarkt, insbesondere für gewerbliche Arbeits- und Fachkräfte. Weiterhin Priorität hat die Bereitstellung der notwendigen Produktionskapazitäten sowie Sicherstellung der Termintreue. Dabei stellt der sich verschärfende Fachkräftemangel bei annähernder Vollbeschäftigung die größte Herausforderung in 2024 und den Folgejahren dar. Insbesondere auch um auf Steigerungen der Nachfrage reagieren zu können, ohne in Nachfrageabschwungphasen personelle Überkapazitäten vorhalten und finanzieren zu müssen beziehungsweise das Qualitätsniveau der Produktion halten und weiterentwickeln zu können. Die Geschäftsleitung hat begonnen, entsprechende strukturelle Energie-, Material- und Rohstoffpreisanstieg bedingte Preiserhöhungen einzuleiten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen dauert im Geschäftsjahr 2024 an. Sehr herausfordernd sind auch die weiterhin dynamischen Preisentwicklungen auf dem Energiemarkt für die Fertigung, besonders für das Schweißen und Umformen von Stahlblech. Auslastungsrisiken und Qualitätsrisiken Aufgrund von Nachfrageverschiebungen zwischen den Kundengruppen kam es an einzelnen Standorten wie Babenhausen, Grevesmühlen und Ungarn zu Auslastungsrisiken. Aufgrund der fehlenden technischen Voraussetzungen war es im Geschäftsjahr nicht möglich, Auslastungsüberhänge an unterausgelastete Standorte innerhalb der Unternehmensgruppe zu verlagern. Sollten verschiedene ungünstige Ereignisse eintreten, können aus der fehlenden möglichen Auslastungsoptimierung zwischen den Standorten wesentliche Risiken entstehen. Für 2024 sieht die Bader-Gruppe aktuell insgesamt kein außerordentliches Auslastungsrisiko. Langfristig werden weiterhin einheitliche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, Aufträge zur Kapazitätsoptimierung innerhalb der Unternehmensgruppe umzusetzen. Die Möglichkeiten von flexiblen Arbeitszeitmodellen werden auch in 2024 bewusst genutzt. Im Rahmen von Auslastungsschwankungen und dem bestehenden Fachkräftemangel besteht das Risiko, dass Rückstellungen für Überstunden gebildet und gewährt werden müssen, beziehungsweise, dass eigene Personalreserven umfangreich mit externen teuren Leiharbeitskräften und Fremdbezug von Fertigungsteilen sowie Beratungsleistungen ergänzt werden müssen. Es bestehen Risiken insbesondere im künftigen Auftragsverhalten von Bestandskunden, beziehungsweise es sind umfangreiche organisatorische, personelle und finanzielle Gegenmaßnahmen notwendig, um weiterhin die hohe Produktqualität und Liefertreue einzuhalten. Finanzierungsrisiken Das Stammkapital und die Kapitalrücklage der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Höhe von T€ 6.930 voll einbezahlt. Mit der Nord Leasing GmbH, Hamburg, besteht mit Beleihung des Maschinenparks der Bader Asset GmbH eine langfristige Finanzierung in Gesamthöhe von T€ 4.755 bei einer Laufzeit von 48 Monaten. Mit der Bader Holding GmbH, Hamburg, und der Raisin Bank AG, Frankfurt am Main, besteht eine langfristige Finanzierung in Höhe von T€ 3.500 mit einer Laufzeit von 36 Monaten zum Auszahlungszeitpunkt. Der sich im vorangegangenen Geschäftsjahr angekündigte Preisanstieg auf den Rohstoff- und den Materialbeschaffungsmärkten vertieft sich zu einer langfristigen volkswirtschaftlichen Inflation. Ob mit einem langfristigen dauerhaften wesentlichen Anstieg des Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt und einer weiteren Vertiefung oder Besserung der Inflation zu rechnen ist, kann derzeit nicht beurteilt werden. Die Kundenforderungen der Tochtergesellschaften Bader Babenhausen GmbH, Bader Wachau GmbH und Bader Grevesmühlen GmbH wurden vollständig an COFACE Finanz GmbH, Mainz, zur Finanzierung und Abkürzung des Zahlungsziels mit einer Fazilität in Höhe von T€ 7.000 verkauft. Die Kundenforderungen der Bader Industrie Kft. werden bis zu einer Höhe von maximal T€ 1.200 an die UniCredit Bank Hungary Zrt., Budapest, verkauft. Verbunden mit den Finanzierungsrisiken bestehen laufend Risiken für die Produktionsgesellschaften, ein ausreichendes Warenkreditlimit zu erhalten, um den laufenden Material- und Rohstoffeinkauf sicherzustellen. Die Finanzierungen werden gemeinsam mit den Finanzierungspartnern weiterentwickelt. Die Einhaltung der Finanzkennzahlen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gefährdet. Es bestehen marginale Risiken aufgrund der Dynamik auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie der Entwicklung von Rohstoffpreisen. Den Preisanstiegen wird generell durch Weitergabe der Kosten an den Kunden in Form von Material-, Energie- oder Logistikzuschlägen entgegengewirkt. Ein Risiko aus Lieferunterbrechungen sowie den zu bewältigenden organisatorischen Folgen aus der Umstrukturierung der Gesellschaften, der dadurch resultierenden verzögerten Auslieferungen von Aufträgen sowie der Preissensibilität der Absatzmärkte, die eine Finanzierungsfähigkeit beziehungsweise deren Ausbau verschlechtern könnten, ist grundsätzlich gegeben. Von der Geschäftsleitung wurden Maßnahmen eingeleitet, weitere Finanzierungsmöglichkeiten für den Wachstum und den Umstrukturierungsmaßnahmen zu erschließen beziehungsweise zu erhalten. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich dies erreichen zu können. Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird regelmäßig geprüft. 2. Chancenbericht Die Entwicklung der Auftragseingänge eröffnen weitere konservative Wachstumschancen in den angestammten Märkten. Zudem eröffnen innovative Entwicklungsprojekte die Chance, mittels eigener Bader-Produkte neue Marktsegmente zu erschließen. 3. Prognosebericht Die Bader-Gruppe geht das Geschäftsjahr 2024 bezogen auf das gesamte Jahr verhalten optimistisch an. Die Akquise von Neukunden und Projekten steht weiterhin im Blickfeld, ebenso den Auftragseingang dauerhaft auf ein höheres Niveau zu heben. Gleichzeitig werden die Geschäfte mit den Bestandskunden weiter intensiviert und verteidigt. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, Preissteigerungen an den Rohstoffmärkten an die Kunden weitergeben zu können, Produkte nach Auslastungsgesichtspunkten zwischen den einzelnen Standorten austauschen zu können und die Produktionsstandorte und deren Leistungsfähigkeit, Liefertreue und Produktionsqualität organisatorisch weiterzuentwickeln. Sofern keine wesentlichen negativen Änderungen gegenüber unseren Planungsprämissen erfolgen, erwarten wir bei gleichbleibenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2024 ein moderates Wachstum beim Umsatz und ein leicht positives Ergebnis. Das Konzernjahresergebnis 2024 wird weiterhin durch die hohen Umstrukturierungskosten, Energie- und Rohstoffpreisanstiege und die Finanzierungskosten potenziell belastet. Der bisherige Geschäftsverlauf des Konzerns im ersten Quartal 2024 zeigt beim Umsatz und Periodenergebnis eine marginale Planüberschreitung. Allerdings beinhaltet die Planung für die weiteren Quartale eine weitere Erholung der Gesamtwirtschaft und damit einhergehend steigende Umsätze. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich in 2024 ein EBITDA leicht über Vorjahresniveau und mit weiteren ergriffenen Maßnahmen durch zusätzliche Materialpreiszuschläge, Einkaufseinsparungen und anderen Effizienzsteigerungsmaßnahmen unter Eintreffen aller Annahmen weitere Ergebnisverbesserungen zu erzielen.
Ulm, den 26. April 2024 gez. Bernhard Böttigheimer gez. Jens Eilert Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Bader Holding GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 154573 eingetragen. Der Konzernabschluss der Bader Holding GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG und unter Anwendung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung (Deutsche Rechnungslegungsstandards (DRS)) aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet. Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Konzernbilanz sowie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Konzernanhang dargestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro. Die Wertangaben im Anhang wurden auf Tausend Euro (T€) gerundet. Aufgrund der beschlossenen Einstellung der operativen Tätigkeit des Tochterunternehmens Bader Grevesmühlen GmbH mit Wirkung zum 30. Juni 2024 ("Betriebsschließung") erfolgte die Bewertung bei der Bader Grevesmühlen GmbH in der Berichtsperiode nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Dadurch sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten wurden aus Gründen der Klarheit vom Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" in die Bilanzposten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "sonstige Verbindlichkeiten" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag in Höhe von T€ 3.077 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Abschlussstichtag für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist einheitlich der 31. Dezember 2023. Für folgende im Konzernabschluss enthaltene Unternehmen wird von der Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
B. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB die Bader Holding GmbH, Hamburg, als Mutterunternehmen sowie fünf inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die Bader Holding GmbH, Hamburg, einen beherrschenden Einfluss ausübt: Anteilsliste der einbezogenen Tochterunternehmen
Erstkonsolidierung Die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte zu dem Zeitpunkt, zu dem die einzubeziehenden Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Einbeziehungszeitpunkt ist folglich der Zeitpunkt, zu dem das wirtschaftliche Eigentum an den Anteilen an den Tochterunternehmen nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auf die Bader Holding GmbH übergegangen ist. Dies erfolgte mit notariell beurkundeten Anteilskauf- und Abtretungsverträgen vom 2. Juli 2020. Anteilsliste der nach § 296 HGB nicht einbezogenen Tochterunternehmen
Das vorgenannte Tochterunternehmen wurde wegen seiner untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil seine Umsatzerlöse nur ca. 1 % der Konzernumsatzerlöse ausmachten. Die BAR Blechdesign S.R.L. wird im Rahmen des Konzernabschlusses nach den Vorschriften des § 312 HGB i. V. m. DRS 26 At-Equity bewertet. Anfang des Geschäftsjahres 2024 wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Handelsbilanzen II der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach konzerneinheitlichen Ansatz-, Gliederungs- und Bewertungsmethoden erstellt (§ 308 Abs. 1 HGB). Ausgangspunkt für die Konsolidierung bildet ein Summenabschluss, d. h. eine Addition aller Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Unternehmen. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die Anschaffungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beizulegen war (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Nach der vollständigen Aufdeckung etwaiger stiller Reserven und Lasten unter Berücksichtigung von latenten Steuern auf sog. "inside basis differences" verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalaufrechnung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Tochterunternehmen wurden eliminiert. Eliminierungspflichtige Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert, da die Konsolidierung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist. Auf wesentliche erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden nach § 306 HGB Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich die bilanziellen Abweichungen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Für die Berichtsperiode war keine Steuerabgrenzung vorzunehmen. D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Einzelabschlüsse der inländischen Tochterunternehmen wurden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für das ausländische Tochterunternehmen wurde der Einzelabschluss nach Landesrecht (HB I) in einen Einzelabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Bestimmungen (HB II) übergeleitet. Durch den Wegfall der Fortführungsannahme bei der Bader Grevesmühlen GmbH erfolgte bei dieser die Bewertung der Vermögensgegenstände unter Veräußerungs gesichtspunkten (Abkehr von der Going-Concern-Prämisse) und der Ansatz und die Bewertung der Schulden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen notwendigen Erfüllungsbeträge in Zusammenhang mit der Freistellung von Mitarbeitern und der Einstellung des operativen Geschäftsfähigkeit. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter sind alle selbständig nutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,00 netto und bis zu € 1.000 netto, die im Wirtschaftsjahr angeschafft wurden. Diese werden in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe erfolgt im Wesentlichen zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Tageswerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden unter Berücksichtigung des gleitenden Durchschnittspreises zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung retrograd ermittelter Abwertungen auf Basis des Fertigstellungsgrads und des kalkulierten bzw. voraussichtlichen Verkaufspreises bewertet, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde im Geschäftsjahr eine Pauschalwertberichtigung erfasst, sofern diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen, die nicht mit verbundenen Unternehmen der Bader Holding GmbH, Hamburg, eingegangen worden sind und in Zusammenhang mit der bestehenden Factoringfinanzierung mit der Coface Finanz GmbH, Mainz, gegen Forderungsausfall durch die Allianz Trade, Hamburg, unter Selbstbehalt versichert sind. Grundsätzlich sind alle wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden, die nicht verbundene Unternehmen der Bader Holding GmbH, Hamburg, sind, in Zusammenhang mit der seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs bestehenden Factoringfinanzierung mit der Coface Finanz GmbH, Mainz, gegen Forderungsausfall durch die Allianz Trade, Hamburg, unter Selbstbehalt versichert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorweggenommene Zahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Darin sind auch Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen im Zusammenhang mit der Betriebsschließung für die Bader Grevesmühlen GmbH am 30. Juni 2024 berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Die Posten der Bilanz der einbezogenen Abschlüsse wurden - bis auf das Eigenkapital - einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wurde mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums umgerechnet. Entstandene Aufrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung sind erfolgsneutral im Konzerneigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. E. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 228 (VJ: T€ 254) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von T€ 0 (VJ: T€ 32). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von T€ 87 (VJ: T€ 118). Latente Steuern Aktive latente Steuerdifferenzen resultieren zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögensgegenständen sowie den sonstigen Rückstellungen, welche im Rahmen der HB II gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt wurden. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz der Tochterunternehmen (9,0 % -31,9 %). Eigenkapital Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals geht aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel hervor. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als größte Einzelpositionen die Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von T€ 1.202, die Rückstellung für Personalmaßnahmen im Rahmen der Betriebsschließung in Höhe von T€ 1.037 und die Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 83. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten im Berichtsjahr und Vorjahr geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Die Anleihen in Höhe von T€ 5.684 (Vj: T€ 5.684) sind durch Grundschulden besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsätze entfallen nahezu ausschließlich auf den Tätigkeitsbereich der Herstellung von Maschinenverkleidungen und der Blechbearbeitung. Daneben werden Umsätze in unwesentlichem Umfang in den Tätigkeitsbereichen der Abfallverwertung und der Vermietung und Verpachtung erzielt. Die Umsätze bezogen auf die Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 660 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 395 (VJ: T€ 480) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 163 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 433 (VJ: T€ 716) enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Konzernergebnis sind außergewöhnliche Aufwendungen aus der Betriebsschließung in Höhe von insgesamt T€ 1.356 enthalten. Davon entfallen T€ 42 auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. G. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 erfolgt. Der Finanzmittelfonds umfasst den Bilanzposten B. III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. H. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses durch:
Der Beruf des jeweiligen Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse Die Bader Holding GmbH, Hamburg, hat zum 27. Januar 2023 gegenüber ihrer nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaft, der BAR Blechdesign S.R.L., Targu Mures, Rumänien, eine auf zwölf Monate befristete Patronatserklärung abgegeben. Die Bader Holding GmbH hat zugunsten ihrer Tochtergesellschaft Bader Industrie Kft. gegenüber der MVM Next Energiakereskedelmi Zrt. eine selbstschuldnerische Bürgschaft auf erstes Anfordern aus dem bestehenden Erdgaslieferungsvertrag vom 1. Juni 2021 übernommen. Ansprüche aus der Versicherung gegen Zahlungsausfall von Kundenforderungen der Tochtergesellschaften Bader Babenhausen GmbH, Bader Wachau GmbH und Bader Grevesmühlen GmbH durch die Allianz Trade, Hamburg, wurden vollständig an Coface Finanz GmbH, Mainz, zur Besicherung der laufenden Factoringfinanzierung abgetreten. Die Bader Holding GmbH ist übergreifende Vertragsnehmerin des Factoringvertrages mit der Coface Finanz GmbH, Mainz. Die Bader Holding GmbH hat für die Mietkaufverbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaft, Bader Asset GmbH, gegenüber Trumpf Financial Services eine Mithaftungserklärung abgegeben, wonach die Bader Asset GmbH (Mieter) und die Gesellschaft (Mithafter) für die Pflichten aus dem Mietkaufvertrag gesamtschuldnerisch haften. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Mietkaufverbindlichkeiten der Bader Asset GmbH gegenüber Trumpf Financial Services auf T€ 217. Die Bader Wachau GmbH hat für die Mietkaufverbindlichkeiten ihrer Schwestergesellschaft, Bader Asset GmbH, gegenüber PEAC und Deutsche Leasing jeweils eine Mithaftungserklärung abgegeben, wonach die Bader Asset GmbH (Mieter) und die Gesellschaft (Mithafter) für die Pflichten aus dem Mietkaufvertrag gesamtschuldnerisch haften. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Mietkaufverbindlichkeiten der Bader Asset GmbH gegenüber PEAC auf T€ 139 und gegenüber Deutsche Leasing auf T€ 462. Eine Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung, der selbstschuldnerischen Bürgschaft und der Mithaftungserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der jeweiligen Tochtergesellschaft in der Vergangenheit als gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns aus heutiger Sicht nicht vor. Außerbilanzielle Geschäfte Seit dem 1. September 2020 besteht eine Factoringfinanzierung über den wesentlichen Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit der Coface Finanz GmbH, Mainz. Das Regulierungsvolumen beläuft sich zum Abschlussstichtag auf T€ 278. Der Forderungsausfall ist durch die Allianz Trade, Hamburg, unter Selbstbehalt versichert. Das Factoring bezweckt die Verbesserung der Liquiditätslage und der Finanzstruktur der beteiligten Tochtergesellschaften. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 883 p. a. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in der Regel jährlich kündbar bzw. können mit Kündigungsfristen kleiner als einem Jahr innerhalb eines Jahres oder mit Jahresende gekündigt werden. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer * des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 74 und entfällt insgesamt auf Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Mit unterschriebenem Vertrag vom März 2024 haben die Gesellschafter der Bader Holding GmbH der Verlängerung der Inhaberschuldverschreibung um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2026 zugestimmt. Der Nominalbetrag von TEUR 5.600 ist mit Ablauf des 30. Juni 2026 in einer Summe zurückzuzahlen und wird weiterhin mit 8,25 % p.a. verzinst.
Ulm, den 26. April 2024 gez. Bernhard Böttigheimer gez. Jens Eilert Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
Ausschüttungsgesperrter Betrag Gesetzliche oder gesellschaftsvertragliche Ausschüttungs- oder Abführungssperren bestehen nicht. 6.1.7 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bader Holding GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bader Holding GmbH, Hamburg, und ihrer Tochterge-sellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bader Holding GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 26. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
Egler, Wirtschaftsprüfer Stellerm, Wirtschaftsprüfer Inhaltsverzeichnis I. BILANZ ZUM 31.12.2023 II. ANHANG Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Die Bader Holding GmbH hat Ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 154573 eingetragen. Die Bader Holding GmbH fungiert als Muttergesellschaft der Bader-Gruppe mit Sitz in Ulm. Folgende Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen bzw. At Equity bewertet:
Der vorliegende Jahresabschluss der Bader Holding GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. In Bezug auf die Rechnungslegung der Gesellschaft für die Berichtsperiode waren die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB maßgebend. Die Gesellschaft macht bezüglich der Berichterstattung im Anhang von den größenabhängigen Befreiungen des § 288 Abs. 1 HGB Gebrauch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Anhang dargestellt. Die Wertangaben im Anhang wurden auf Tausend Euro (T€) gerundet. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter sind alle selbständig nutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,00 netto und bis zu T€ 1 netto, die im Wirtschaftsjahr angeschafft wurden. Diese werden in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Im Rechnungsabgrenzungsposten sind die Auszahlungen, die zukünftige Perioden betreffen, zeitanteilig abgegrenzt worden. Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 23 (VJ: T€ 23) enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben 11.825 T€ (VJ: 5.572 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht (Vorjahr entsprechend). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. D. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 311 p.a. Dabei handelt es sich überwiegend um mehrjährige Verpflichtungen. Haftungsverhältnisse Die Bader Holding GmbH, Hamburg, hat zum 27. Januar 2023 gegenüber Ihrer Tochtergesellschaft BAR Blechdesign SRL, Targu Mures, Rumänien, eine auf zwölf Monate befristete Patronatserklärung abgegeben. Ansprüche aus der Versicherung gegen Zahlungsausfall von Kundenforderungen der Tochtergesellschaften Bader Babenhausen GmbH, Bader Wachau GmbH und Bader Grevesmühlen GmbH durch die Allianz Trade, Hamburg, wurden vollständig an Coface Finanz GmbH, Mainz, zur Besicherung der laufenden Factoringfinanzierung abgetreten. Die Bader Holding GmbH ist übergreifende Vertragsnehmerin des Factoringvertrages mit der Coface Finanz GmbH, Mainz. Die Bader Holding GmbH hat zugunsten ihrer Tochtergesellschaft Bader Industrie Kft. gegenüber der MVM Next Energiakereskedelmi Zrt. eine selbstschuldnerische Bürgschaft auf erstes Anfordern aus dem bestehenden Erdgaslieferungsvertrag vom 1. Juni 2021 übernommen. Die Gesellschaft hat für die Mietkaufverbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaft Bader Asset GmbH gegenüber Trumpf Financial Services eine Mithaftungserklärung abgegeben, wonach die Bader Asset GmbH (Mieter) und die Gesellschaft (Mithafter) für die Pflichten aus dem Mietkaufvertrag gesamtschuldnerisch haften. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Mietkaufverbindlichkeiten der Bader Asset GmbH gegenüber Trumpf Financial Services auf T€ 217. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 18 Arbeitnehmer beschäftigt. Konzernzugehörigkeit Die Bader Holding GmbH stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht (kleinster und größter Konsolidierungskreis) auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Ulm, den 28. März 2024 gez. Bernhard Böttigheimer gez. Jens Eilert Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2024 festgestellt. |
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