SynFlex Elektro Service GmbH

Auf den Kreuzen 24, 32825 Blomberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 10255
Eingetragen
15.3.2021
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von elektronischen, mechanischen, chemischen und sonstigen Produkten, Materialien, Komponenten und Bauteilen sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden administrativen, logistischen, technischen und digitalen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fritz-Hubertus Hasse
seit 15.3.2021
Geschäftsführer
Stefan Karsch
seit 15.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Synflex Elektro GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HF Magnet Wire Industries GmbH

Lügde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.222.916,00 832.231,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.298.301,45 4.736.287,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.138.295,04 1.284.072,48
4. Geleistete Anzahlungen 82.044,94 67.079,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.701.038,32 18.616.100,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.424.943,12 20.849.858,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.483.538,54 8.656.713,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.662.622,38 15.430.595,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 24.110,00 24.110,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 82.027,63 82.027,63
80.144.837,42 70.604.076,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.802.122,36 32.817.236,12
2. Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen 1.226.978,82 991.115,83
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 37.242.719,60 30.247.613,86
4. Geleistete Anzahlungen 172.585,72 156.697,50
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -515.962,20 -414.274,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.204.119,27 44.993.499,96
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.252.459,48 6.021.504,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.747.242,13 3.682.550,63
134.132.265,18 118.495.943,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 506.615,30 579.453,77
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 9.633,00
214.783.717,90 189.689.107,37

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 30,00 30,00
III. Konzernbilanzgewinn 111.444,91 97.426,53
IV. Nicht beherrschende Anteile 68.707.619,70 62.330.314,95
68.844.094,61 62.452.771,48
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 490.461,22 674.384,17
C. Einlagen stiller Gesellschafter 154.410,15 154.410,15
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.981.095,17 2.626.916,69
2. Steuerrückstellungen 1.666.909,59 2.700.963,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.943.334,07 4.775.351,89
9.591.338,83 10.103.231,58
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.148.209,46 76.946.782,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmer aus Maschinenfinanzierung 3.616.104,19 2.455.053,89
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.947.953,65 20.884.884,50
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.228.577,58 5.517.675,13
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Teilkonzerne 903.685,13 847.005,48
7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.682.592,78 9.064.470,28
134.552.122,79 115.740.872,25
F. Rechnungsabgrenzungsposten 8.835,50 5.821,91
G. Passive latente Steuern 1.142.454,80 557.615,83
214.783.717,90 189.689.107,37

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 404.116.677,74 370.435.482,28
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.731.164,86 811.348,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 576.301,07 412.653,61
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.512.279,05 1.368.430,19
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -293.661.462,08 -273.641.205,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.418.810,97 -11.339.181,24
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -37.021.546,61 -32.284.829,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.163.257,68 -6.992.781,48
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.578.328,11 -8.340.907,35
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.398.610,92 -25.119.036,02
9. Erträge aus Beteiligungen 31,80 25,11
10. Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens 1.222,49 1.285,59
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.105,99 33.525,95
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.849.765,19 -1.462.386,85
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.999.748,77 -3.904.235,75
14. Ergebnis nach Steuern 9.878.252,67 9.978.187,37
15. Sonstige Steuern -228.153,32 -217.573,84
16. Konzernjahresüberschuss 9.650.099,35 9.760.613,53
17. Nicht beherrschende Anteile -9.636.080,97 -9.747.015,21
18. Konzerngewinnvortrag 97.426,53 83.828,21
19. Konzernbilanzgewinn 111.444,91 97.426,53

A. Konzernanlagenspiegel

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2022 Währungsdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 951.186,77 0,00 587.185,94
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.947.824,95 -3.812,20 372.792,44
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.227.773,85 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 67.079,58 -27,18 22.539,00
21.193.865,15 -3.839,38 982.517,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.253.511,29 -7.231,92 160.655,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.707.783,88 -38.138,26 2.068.824,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.876.214,80 -14.370,89 5.060.025,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.430.595,89 -87,30 11.251.508,54
161.268.105,86 -59.828,37 18.541.013,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 24.110,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 105.278,04 0,00 0,00
154.388,04 0,00 0,00
182.616.359,05 -63.667,75 19.523.531,24
Anschaffungskosten
Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.000,00 0,00 1.543.372,71
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.818,05 474.932,08 10.935.691,16
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 9.227.773,85
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 7.546,46 82.044,94
98.818,05 482.478,54 21.788.882,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.021.502,08 7.779,15 48.420.658,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.302.846,86 77.076,63 91.964.240,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.244,37 1.788.647,20 35.452.466,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -24.742.411,36 276.983,39 1.662.622,38
-98.818,05 2.150.486,37 177.499.986,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 24.110,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 105.278,04
0,00 0,00 154.388,04
0,00 2.632.964,91 199.443.257,63
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Währungsdifferenzen Umbuchungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 118.955,77 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.211.537,63 -3.030,49 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.943.701,37 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
14.274.194,77 -3.030,49 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.637.410,61 -3.436,05 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.857.925,23 -10.236,78 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.219.501,37 -8.135,79 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
97.714.837,21 -21.808,62 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.250,41 0,00 0,00
23.250,41 0,00 0,00
112.012.282,39 -24.839,11 0,00
Abschreibungen
Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 201.500,94 0,00 320.456,71
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 903.814,65 474.932,08 6.637.389,71
3. Geschäfts- oder Firmenwert 145.777,44 0,00 8.089.478,81
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
1.251.093,03 474.932,08 15.047.325,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.093.424,36 7.779,15 20.719.619,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.729.987,36 38.378,88 58.539.296,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.503.823,36 1.746.261,07 24.968.927,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
8.327.235,08 1.792.419,10 104.227.844,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 23.250,41
0,00 0,00 23.250,41
9.578.328,11 2.267.351,18 119.298.420,21
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.222.916,00 832.231,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.298.301,45 4.736.287,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.138.295,04 1.284.072,48
4. Geleistete Anzahlungen 82.044,94 67.079,58
6.741.557,43 6.919.670,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.701.038,32 18.616.100,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.424.943,12 20.849.858,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.483.538,54 8.656.713,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.662.622,38 15.430.595,89
73.272.142,36 63.553.268,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 24.110,00 24.110,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 82.027,63 82.027,63
131.137,63 131.137,63
80.144.837,42 70.604.076,66

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 9.650 9.761
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.578 8.341
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 485 1.594
+/- Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -111 -153
+/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen aus dem Anlagevermögen 29 21
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -15.886 -44.593
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.152 17.628
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.539 1.077
+/- Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag 4.000 3.904
-/+ Ertragsteuerzahlungen/Ertragsteuererstattungen -4.382 -2.128
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11.054 -4.548
Nachrichtlich Cash Flow nach DVFA/SG 19.664 18.378
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 306 286
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.382 -20.203
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 4 1
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.077 -1.058
+ Erhaltene Zinsen 32 16
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -19.117 -20.958
- Auszahlungen für die Aufstockung von Anteilen an vollkonsolidierten Tochterunternehmen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 16.577 26.766
- Auszahlungen zur Tilgung von Krediten -15.192 -18.668
- Gezahlte Zinsen -1.570 -1.109
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -472 -240
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -657 6.749
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -8.720 -18.757
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -10 -160
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -15.306 3.611
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -24.036 -15.306
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022 Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 25.000,00 30,00 30,00 30,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 25.000,00 30,00 30,00 30,00
Stand am 1. Januar 2022 25.000,00 30,00 30,00 30,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 25.000,00 30,00 30,00 30,00
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022 Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinn-/ Verlustvortrag Konzernjahres-Überschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 83.828,21 0,00 108.858,21
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 13.598,32 13.598,32
Stand am 31. Dezember 2021 83.828,21 13.598,32 122.456,53
Stand am 1. Januar 2022 97.426,53 0,00 122.456,53
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 14.018,38 14.018,38
Stand am 31. Dezember 2022 97.426,53 14.018,38 136.474,91
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022 Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 49.421.135,27 -475.115,12 4.216.856,40 53.162.876,55
Ausschüttung -1.002.635,02 0,00 0,00 -1.002.635,02
Währungsumrechnung 0,00 423.058,21 0,00 423.058,21
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 0,00 9.747.015,21 9.747.015,21
Stand am 31. Dezember 2021 48.418.500,25 -52.056,91 13.963.871,61 62.330.314,95
Stand am 1. Januar 2022 48.418.500,25 -52.056,91 13.963.871,61 62.330.314,95
Ausschüttung -2.981.866,94 0,00 0,00 -2.981.866,94
Währungsumrechnung 0,00 -276.909,28 0,00 -276.909,28
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0,00 0,00 9.636.080,97 9.636.080,97
Stand am 31. Dezember 2022 45.436.633,31 -328.966,19 23.599.952,58 68.707.619,70
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022 Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand am 1. Januar 2021 53.271.734,76
Ausschüttung -1.002.635,02
Währungsumrechnung 423.058,21
Sonstige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 9.760.613,53
Stand am 31. Dezember 2021 62.452.771,48
Stand am 1. Januar 2022 62.452.771,48
Ausschüttung -2.981.866,94
Währungsumrechnung -276.909,28
Sonstige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 9.650.099,35
Stand am 31. Dezember 2022 68.844.094,61

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der HF Magnet Wire Industries GmbH, Lügde, eingetragen in der Abteilung B im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer 5404, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt worden. Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. den §§ 266 und 275 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt worden.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde unter Bezugnahme auf § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB erweitert. Wir haben den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten aus Maschinenfinanzierung" ergänzt, um die Aussagekraft des Jahresabschlusses zu erhöhen. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen i. S. d. § 1 Abs. 1a KWG, die zur Finanzierung von Investitionen in den Maschinenpark eingegangen wurden und über einen längeren Zeitraum planmäßig getilgt werden. Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten aus der Vorfinanzierung von Anzahlungen für die Maschinen (TEUR 2.455) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

2. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der HF Magnet Wire Industries GmbH und die unter ihrem beherrschenden Einfluss stehenden in- und ausländischen Tochterunternehmen. Insgesamt sind 20 Unternehmen einbezogen. Eine Übersicht über die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist unter Punkt 10. "Kreis der einbezogenen Unternehmen" enthalten.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. (Buchwertmethode) mit dem 1. Januar 2000 als Erstkonsolidierungszeitpunkt durchgeführt. Sich dabei ergebende Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert den Buchwert übersteigt. Für Zugänge zum Konsolidierungskreis nach BilMoG wurde gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB n. F. die Neubewertungsmethode angewendet.

Mit Wirkung zum 3. September 2020 wurden die Anteile an den vollkonsolidierten Tochterunternehmen Synflex S.A.R.L., Frankreich, und Provedi SAS, Frankreich, aufgestockt. Der Vorgang wurde gemäß DRS 23 als Erwerbsvorgang behandelt. Es wurden die erworbenen anteiligen stillen Reserven in einem Grundstück (TEUR 104) und in einem Gebäude (TEUR 249) aufgedeckt. Passive latente Steuern wurden berücksichtigt. Aus der Verrechnung des Kaufpreises (TEUR 1.755) mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital hat sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 915 ergeben, der in einem gesonderten Posten unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Der passive Unterschiedsbetrag wird über die gewichtete Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände (7 Jahre) erfolgswirksam aufgelöst.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet.

Auf eine Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Auf die Eliminierung von bei Lieferungen in das Anlagevermögen entstandenen Zwischengewinnen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB ebenfalls verzichtet.

Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge und Zinserträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

In den Konzernabschluss wurde der Steueraufwand aus den Einzelabschlüssen übernommen. Daneben wurden latente Steuern gemäß §§ 274 bzw. 306 HGB abgegrenzt.

4. Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Bilanzen mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Stichtagskurs. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt zu Durchschnittkursen des Geschäftsjahres. Die Posten des Eigenkapitals sind mit historischen Kursen umgerechnet worden. Die dabei auftretenden Kursdifferenzen sind erfolgsneutral in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt worden.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen sind gemäß § 308 HGB nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt worden.

Abschlüsse von Tochtergesellschaften mit abweichenden Grundsätzen wurden grundsätzlich entsprechend angepasst, unwesentliche abweichende Wertansätze wurden beibehalten.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Sie werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und Abs. 2a HGB abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt und bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Forschung und Entwicklung können verlässlich voneinander getrennt werden.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken.

Anlagegüter werden hauptsächlich linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die Emballagenzugänge werden unter den geringwertigen Anlagegütern ausgewiesen und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB bewertet.

Die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit den Herstellungskosten bewertet worden. Kupfer- und Aluminiumbestände werden im Wesentlichen im LIFO-Verfahren bewertet oder mit dem niedrigeren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Herstellungskosten werden zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten ermittelt. Soweit wegen eingeschränkter Gebrauchsfähigkeit Abwertungen vorzunehmen waren, sind diese durchgeführt worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen und Vermögensgegenstände in ausländischer Währung wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde das Anschaffungskostenprinzip § 253 Abs. Satz 1 HGB sowie das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) gemäß § 256a HGB nicht angewandt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von 1,79% (Vorjahr: 1,88%) berechnet. Gehalts- und Fluktuationstrends wurden nicht angenommen. Die Rentendynamik wurde mit 1,5% und 2,0% (Vorjahr: 1,0% bzw. 2,0% und 2,06%) p. a. berücksichtigt. Zu Grunde gelegt wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Es wurden zum 31. Dezember 2022 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.586 verrechnet und der passive Überhang von TEUR 402 unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen.

Passivierungspflichtige Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, sofern die Restlaufzeit kleiner ist als ein Jahr.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität dieser Sicherungsbeziehungen wird mit Hilfe der Critical Terms Match Method ermittelt.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Der in den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entstammt in Höhe von TEUR 1.068 (Vorjahr: TEUR 1.214) aus der Kapitalkonsolidierung.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hielten am Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:

Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Verbundene Unternehmen % EUR EUR
Schwering & Hasse Stiftungsverwaltung, Lügde 100 38.977,21 823,70
Beteiligungen
KM-Logistik GmbH, Lügde 40 34.565,52 - 10.786,03

Die Schwering & Hasse Stiftungsverwaltung GmbH wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf Grund der untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bewertung der Beteiligung an der KM-Logistik GmbH, Lügde, nach der Equity-Methode wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB ebenfalls auf Grund der untergeordneten Bedeutung der Beteiligungen für den Konzernabschluss unterlassen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden mit einem Betrag von TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 483) Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr ausgewiesen.

Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der einzelnen Gesellschaften und den steuerlichen Verlustvorträgen sowie der Schuldenkonsolidierung und Zwischengewinneliminierung:

Abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2022 Zu versteuernde temp. Differenzen 31.12.2022 Abziehbare temp. Differenzen 31.12.2021 Zu versteuernde temp. Differenzen 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Differenzen:
Immaterielle Vermögensgegenstände 357 1.329 24 926
Sachanlagen
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 683 0 727
- Technische Anlagen und Maschinen 13 15 15 15
- Emballagen 4 4.486 4 3.030
Finanzanlagen (Wertpapiere)
- Anteile an verbundenen Unternehmen 1.012 0 1.012 0
- Beteiligungen 0 4 0 4
- Wertpapiere 2 0 2 0
Vorräte 232 0 217 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94 10 67 10
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39 450 39 0
Sonstige Vermögensgegenstände
- Ergänzungsbilanz 29 0 29 0
- Sonstiges 7 0 0 0
Kasse 0 0 0 0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 0 0 0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.573 0 1.970 0
Sonstige Rückstellungen
- Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen 36 0 39 0
- Sonstiges 265 202 232 152
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Untern.
- Sachwertforderung 56 0 0 458
- Sonstiges 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 15 0 15 0
Summe 3.734 7.179 3.665 5.322
Steuerliche Verlustvorträge 339 254
Aktive latente Steuern 31.12.2022 Passive latente Steuern 31.12.2022 Aktive latente Steuern 31.12.2021 Passive latente Steuern 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Latente Steuern:
Bewertuna 971 2.113 935 1.493
Saldierung - 971 - 971 -935 - 935
Saldo 0 1.142 0 558

Die aktiven latenten Steuern vor Saldierung haben sich um TEUR 36 erhöht. Die passiven latenten Steuern vor Saldierung haben sich um TEUR 620 erhöht.

Die Bewertung der temporären Differenzen der inländischen Gesellschaften erfolgt, wie im Vorjahr, mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuern von 15 % bis 31 % (Vorjahr: 28 % bzw. 31 %).

Dagegen werden die temporären Differenzen der ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen zwischen 20 % und 29 % bewertet.

Die steuerlichen Verlustvorträge werden je nach Steuerart mit dem jeweiligen Steuersatz des Landes berücksichtigt. Die sich rechnerisch ergebene Steuerbelastung wurde gemäß § 274 HGB im Berichtsjahr als passive latenten Steuern ausgewiesen.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile enthält die Anteile von anderen Gesellschaftern am Eigenkapital und am Ergebnis der konsolidierten Tochterunternehmen.

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für rückgedeckte Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.988 wurde mit folgenden Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen:

Rückdeckungsversicherungen bei der Allianz-Lebensversicherungs-AG mit einem Aktiv- bzw. Teilwert von TEUR 1.044

Rückdeckungsversicherungen bei der R+V Lebensversicherung AG mit einem Aktiv- bzw. Teilwert von TEUR 542

Aus der Verrechnung des Erfüllungsbetrages mit den Vermögensgegenständen ergibt sich ein passiver Überhang von TEUR 402, der unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen wird.

In 2022 wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 62 mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 89 saldiert.

Zum 31. Dezember 2022 bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 878, die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert wurden.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von zehn und sieben Jahren beträgt TEUR 118 und unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre.

Des Weiteren besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände abzüglich passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 848.

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 615 wurde mit Deckungsvermögen aus einem Fonds zum beizulegenden Zeitwert von TEUR 439 verrechnet. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 439.

Die Bilanz wurde unter Ergebnisverwendung aufgestellt. Hierbei wurde der Konzernjahresüberschuss nach den anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnis mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet und im Konzernbilanzgewinn ausgewiesen.

Die Entwicklung des Konzernbilanzergebnisses ergibt sich aus folgender Darstellung:

2022 2021
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss 9.650.099,35 9.760.613,53
Nicht beherrschende Anteile -9.636.080,97 - 9.747.015,21
Konzernergebnis 14.018,38 13.598,32
Konzerngewinnvortrag 97.426,53 83.828,21
111.444,91 97.426,53

Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Übersicht:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.148.209,46 46.837.514,81 32.957.280,06 7.353.414,59
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen 3.616.104,19 1.150.820,45 1.570.546,34 894.737,40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.947.953,65 28.935.566,80 12.386,85 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.228.577,58 2.957.544,94 3.271.032,64 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Teilkonzernen 903.685,13 611.677,22 292.007,91 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 7.682.592,78 7.682.592,78 0,00 0,00
134.552.122,79 88.200.717,00 38.103.253,80 8.248.151,99
Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2021 bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 76.946.782,97 38.571.941,65 31.454.834,74 6.920.006,58
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen 2.455.053,89 2.455.053,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.884.884,50 20.815.830,17 69.054,33 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.517.675,13 2.246.642,49 3.271.032,64 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Teilkonzernen 847.005,48 565.425,88 281.579,60 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 9.064.470,28 9.064.470,28 0,00 0,00
115.740.872,25 73.744.364,36 35.076.501,31 6.920.006,58

Für mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen von Maschinen und Grundschulden in Höhe von TEUR 32.842. Darüber hinaus bestehen für die übrigen Verbindlichkeiten im üblichen Umfang Sicherheiten aus Eigentumsvorbehalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Teilkonzernen betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.575 (Vorjahr: TEUR 1.965) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 142) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die in folgenden Jahren fällig sind, in Höhe von insgesamt TEUR 2.572 (jährlich TEUR 1.980).

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist der Konzern insbesondere Metallpreis- und Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden durch Spot-Geschäfte sowie durch Abschlüsse von Metall und Devisentermingeschäften eliminiert, darunter auch LME-Geschäfte. Auch für diese Geschäfte werden teilweise Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen im Kupferkathodenhandel, im Verkauf zu Kupferfestpreisen und im Kupferschrottverkauf sind grundsätzlich unsaldiert den Umsatzerlösen und Materialaufwendungen getrennt zuzuordnen. Durch effektive Sicherungsbeziehungen bei Bewertungseinheiten wurden jedoch sich ausgleichende Zahlungsströme aus Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Umsatzerlöse wurden mit TEUR 173.365 (Vorjahr: TEUR 156.726) im Inland und mit TEUR 230.752 (Vorjahr: TEUR 213.710) im Ausland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 77) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen sowie der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren sind Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 454 (Vorjahr: TEUR 686) enthalten.

In den sozialen Abgaben des Personalaufwands sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 709 (Vorjahr: TEUR 498) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 1.293 (Vorjahr: TEUR 664) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) und Aufwendungen aus Rückstellungsaufzinsung in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 43) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von TEUR 3.209 (Vorjahr: TEUR 3.242) Aufwendungen für das laufende Jahr und in Höhe von TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 102) Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für Vorjahre. In Höhe von TEUR 585 sind Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 560) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern enthalten.

8. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds in Höhe von ./. TEUR 24.036 umfasst Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 3.747), denen kurzfristige Bankverbindlichkeiten und Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 27.783) gegenüberstehen. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2022 gezahlten Zinsen beläuft sich auf TEUR 1.570. Für Ertragsteuern wurden entsprechend TEUR 4.382 gezahlt.

9. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der HF Magnet Wire Industries GmbH war im Geschäftsjahr 2022 Herr Ernst-Michael Hasse, Bad Pyrmont. Herr Ernst-Michael Hasse war für das Geschäftsjahr 2022 einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel über Angaben zu Gehältern der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Die Honorargebühren an den Konzernabschlussprüfer setzen sich in 2022 wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 115
Steuerberatungsleistungen 109
224

Die HF Magnet Wire Industries GmbH, Lügde, ist ohne Kapitaleinlage Komplementärin der Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH & Co., Kommanditgesellschaft, Lügde, und der Synflex Elektro GmbH & Co.-Service-KG, Blomberg.

Weitere Geschäftsführer bei deutschen Tochtergesellschaften waren neben Herrn Ernst-Constantin Hasse und Herrn Fritz-Hubertus Hasse, die Herren Stefan Karsch, Dr. Andreas Levermann sowie Herr Michael Wieland.

10. Kreis der einbezogenen Unternehmen

In den Konzernabschluss der HF Magnet Wire Industries GmbH wurden folgende Tochterunterunternehmen einbezogen:

Beteiligungsverhältnisse
% % %
Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH & Co., Kommanditgesellschaft, Lügde, nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB mit folgenden Tochterunternehmen: 0
Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH, Lügde 100
Synflex Elektro GmbH & Co.-Service-KG, Blomberg, nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB mit folgenden Tochterunternehmen: 0
Synflex Elektro GmbH, Blomberg, mit folgenden Tochterunternehmen: 100
Isotek GmbH, Möckmühl, mit folgendem Tochterunternehmen: 51
SEGLIWA Gesellschaft mit beschränkter Haftung Elektrotechnische Isolierstoffe, Möckmühl 100
Isotek Elektro-Isolierstoffe GmbH, Möckmühl 51
Synflex Insulating Materials (Shanghai) Co., Ltd., China 100
Synflex Elektro Service GmbH, Lügde 100
Synflex Elektro International GmbH, Blomberg, mit folgenden Tochterunternehmen: 95
Synflex Elektro Polska Sp. z o. o., Polen 100
Synflex S.A.R.L., Frankreich 100
mit folgendem Tochterunternehmen:
Provedi SAS, Frankreich 100
Synflex Elektro GmbH, Österreich 100
Synflex Italia s.r.l., Italien 100
Synflex Electric (Shanghai) Co., Ltd., China 100
Synflex A/S, Dänemark 100
Synflex Elektro Izolasyon Teknolojileri A.S., Türkei 100
Synflex Dienstleistungsgesellschaft mbH, Blomberg 100

11. Befreiungsvorschriften

Folgende Tochterunternehmen sind von der Offenlegung befreit, da die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 Nr. 1 bis 5 HGB bzw. § 264b Nr. 1 bis 4 HGB erfüllt sind bzw. später erfüllt werden:

Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH & Co., Kommanditgesellschaft, Lügde

Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH, Lügde

Synflex Elektro GmbH & Co.-Service-KG, Blomberg

Synflex Elektro GmbH, Blomberg

Synflex Elektro International GmbH, Blomberg

Synflex Dienstleistungsgesellschaft mbH, Blomberg

Isotek GmbH, Möckmühl

Synflex Elektro Service GmbH

Darüber hinaus sind folgende Tochterunternehmen von der Aufstellung des Lageberichts befreit, da die Voraussetzung des § 264 Abs. 3 Nr. 1 bis 5 HGB bzw. § 264b Nr. 1 bis 4 HGB erfüllt sind bzw. später erfüllt werden:

Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH, Lügde

Synflex Elektro GmbH & Co. Service-KG, Blomberg

Synflex Elektro GmbH, Blomberg

Isotek GmbH, Möckmühl

Synflex Elektro Service GmbH

 

Lügde, den 19. Juni 2023

gez. Ernst-Constantin Hasse

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäftsmodell und Steuerungssysteme

1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit

Im Konzernabschluss der HF Magnet Wire Industries GmbH (im Folgenden "HF MW") sind die Teilkonzerne der Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH & Co. KG (im folgenden "SH"), Lügde, und der Synflex Elektro GmbH & Co. - Service - KG (im folgenden "SY"), Blomberg, einbezogen.

Die Unternehmen sind mittelständische Familienunternehmen, die aufgrund ihrer Geschäftsfelder ihren Markt vorwiegend in der Elektrotechnik, vor allem mit den Schwerpunkten Elektromotoren / Transformatoren und Generatoren haben.

1.2. Steuerungssysteme

Zentrale Steuerungsgrößen des wertorientierten Managements sind die Umsatzerlöse (hier nur Hauptumsatzträger (HUT) ohne Kupfer), sowie die Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT in Bezug auf das investierte Kapital. Eine weitere Steuerungsgröße ist der Cashflow. Dieser dient zur Beurteilung der Fähigkeit der Gruppe, ausreichend finanzielle Mittel zur Finanzierung der Investitionen bereitzustellen.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2022

2.1 Ukraine-Krieg, Lieferengpässe und Kostensteigerungen, Inflation und steigende Zinsen

2022 war das nunmehr dritte Jahr mit außerordentlichen Ereignissen, die Einflüsse auf das wirtschaftliche Geschehen hatten. Nach der Pandemie und Lieferkettenproblematiken, hat der Krieg in der Ukraine massive Auswirkungen auf den Verlauf des Jahres verursacht. Kosten für Energie sind massiv gestiegen. Flankiert wurde das wirtschaftliche Umfeld von rasant steigenden Zinsen und einer für lange Zeit unbekannt hohen Inflation.

2.2 Weltwirtschaft

Insbesondere deutlich gestiegene Rohstoffkosten und Materialknappheit sowie explodierende Energiekosten haben die Märkte beeinflusst. Eine direkte Konsequenz aus den zuvor genannten Themen war eine hohe Inflation mit direkten Auswirkungen auf das Konsumverhalten und damit auch auf die Auslastung der Produktionskapazitäten. Insgesamt hat sich der Anstieg der Weltproduktion in 2022 deutlich verlangsamt. Erneut sind diverse Faktoren zusammengekommen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Folgejahre haben könnten. So geht das ifW in Kiel davon aus, dass den USA erstnoch ein wirtschaftliches Tief bevorsteht, China sich deutlich langsamer erholen wird und Europa eher eine langsame Erholung der Wirtschaft bevorstehen dürfte. 1

2.3 Wirtschaft in Europa und Deutschland

Laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel 2 ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands preisbereinigt 2022 um 1,8 %, im Euro-Raum um 3,5 % und weltweit um 3,2 % gestiegen.

Die Verbraucherpreise sind hingegen deutlich gestiegen. In Deutschland um 6,9 %, in Europa um 8,3 % und weltweit um 9,4 %.

Die exportorientierte Wirtschaft in Deutschland wurde 2022 somit nach einer Erholung in 2021 erneut deutlich getroffen. Schwaches Wachstum bis hin zu einer Schrumpfung der Wirtschaft kann auch anhand des Einkaufsmanagerindexes (BME) identifiziert werden. Dieser ist Mitte 2022 erneut unter den Wert von 50 gefallen.

Monatswerte größer 50 bedeuten eine Verbesserung im Vergleich zum Vormonat und damit Wachstum. Ende April 2023 liegt der BME bei einem Wert von knapp 44,5 3. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Jahr 2022 diverse Herausforderungen bereitgestellt hat und dass die wesentlichen Konjunkturindikatoren diese teils negative Einschätzung unterstützt haben.

2.4. Kupfermarkt, Preise und Entwicklung

Getrieben durch die weltweit steigende Inflation handelte Kupfer zu Jahresbeginn stabil über der Marke von 9.500 USD und erreichte am 7.3.2022 das Allzeithoch von 10.845 USD. Der erste Zinsschritt in den USA im März beendete diesen Höhenflug. Seitdem beeinflussen der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Rezessionsängste sowie die Energiekrise die Metallmärkte. In diesem Marktumfeld fiel der Kupferpreis im Juli auf ein Tief von 6.955 USD und notierte damit so niedrig wie zuletzt im November 2020. Im weiteren Jahresverlauf erholten sich die Kurse wieder auf Niveaus jenseits der 8.000 USD. Die Volatilität ist weiter hoch geblieben und der Markt scheint gefangen zwischen kurzfristig negativen Mikroeinflüssen und den übergeordneten positiven Makrotrends 4.

1 IfW - Kieler Konjunktur-Berichte, Weltwirtschaft im Frühjahr 2023, Stand 15. März 2023
2 IfW - https://www.ifw/-kiel.de/de/themendossiers/konjunktur/#m-tab-0-welt
3 BME Einkaufsmanagerindex - April 2023
4 Fastmarkets und Research Synflex Kupferhandel

Die Megatrends für Kupfer, insbesondere die E-Mobility, regenerative Energieerzeugung und der Netzausbau sind nach wie vor intakt und werden weiterhin eine sehr hohe Dynamik erfahren.

3. Branchenentwicklung für Kupfer-Aluminiumlackdrähte in Deutschland und Europa

Der Verbrauch von Kupfer- und Aluminiumlackdrähten ist in Europa aller Wahrscheinlichkeit in 2022 stagniert - jedenfalls lassen die ersten beiden Quartale der im EWWA veröffentlichen Zahlen diese Interpretation zu. Genauere Daten sind derzeit nicht über den Markt verfügbar. Da die Branche zumindest in den letzten Jahren dem Trend des BME gefolgt ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Lackdrahtvolumen eher gesunken als gestiegen sind. Der Automobilsektor dürfte wie bereits im Vorjahr aufgrund der Halbleiterengpässe nicht auf die geplanten Stückzahlen gekommen sein, die historischen Höchststände werden deutlich verfehlt 5. Branchen wie die weiße Ware hatten in den beiden Pandemiejahren 2020/2021 eine Sonderkonjunktur und kämpften 2022 mit erheblichen Rückgängen. Erklärt werden kann dies durch eine Konsumzurückhaltung - bedingt durch die steigende Inflation und die Kosten des täglichen Lebens. Aufgrund der bereits zuvor genannten Megatrends (E-Mobility, Energieerzeugung und Energieinfrastruktur) ist nach wie vor mit einem Anstieg der Volumina in den kommenden Jahren zu rechnen. Insbesondere ab dem Jahr 2022 ff. wird aufgrund der zu erwartenden neuen Modellvarianten im E-Mobility Bereich ein zusätzlicher Wachstumsimpuls angenommen - sofern die Lieferengpässe, Kostensteigerungen sowie Inflation bewältigt werden können.

Laut jüngsten Untersuchungen, muss auch der Anteil an regenerativer Energieerzeugung - insbesondere Windkraft, weiter ausgebaut werden - vor allem auch um die europäischen Klimaziele, die im Rahmen des "European Green Deals 6 " verabschiedet wurden, zu erfüllen. Erste Prognosen gehen von einer Vervielfachung der bereits installierten Windkraft- und Solarkapazitäten aus. Sollte dieser Trend in die Tat umgesetzt werden, muss auch die Energieinfrastruktur weiter ausgebaut werden.

4. Geschäftsverlauf 2022

Der Geschäftsverlauf 2022 war insgesamt positiv, wobei die zuvor genannten Herausforderungen einzelne Geschäftsfelder stärker belastet haben.

4.1 Gesamtumsatzerlöse

Der Gesamtumsatz des Unternehmens ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % gestiegen. Die Kupferumsätze sind um 6,3 % gestiegen. Die wertschöpfenden Umsätze (Hohlpreis - Hauptumsatzträger, nach Skonti/Boni) sind um 14,7 % gestiegen (+ EUR 19,6 Mio.).

4.2 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 lag das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (EBITDA) mit EUR 25,0 Mio. deutlich über dem von 2021 mit EUR 23,4 Mio. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt mit EUR 15,5 Mio. rund 2,5 % über dem von 2021 (EUR 15,1 Mio.). Die Umsätze und Kosten wurden von Preiserhöhungen deutlich beeinflusst. Der Kostenanstieg in 2022 hat sich leicht über dem Niveau der Steigerung der wertschöpfenden Umsätze bewegt. Die Kostensenkungsmaßnahmen konnten den Kostenanstieg erfolgreich begrenzen. Die Betriebsaufwendungen sind bei einem Anstieg der wertschöpfenden Umsätze von 14,3 % (vor Skonti und Boni) um rd. 17,5 % gestiegen, die Personalaufwendungen um 15,0 % bei einem Anstieg der Anzahl an Mitarbeitenden um rd. 11,0 %.

5 LBBW Automotive Research - Automobilindustrie: Aktuelle Situation und Ausblick Feb/2023
6 Europäische Kommission - https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 im Vergleich zum Vorjahr von EUR 189,7 Mio. auf EUR 214,8 Mio. deutlich erhöht. Das Anlagevermögen stieg aufgrund unserer Investitionsmaßnahmen um EUR 9,5 Mio. Durch das Umsatzwachstum erhöhten sich die Vorräte um EUR 15,1 Mio. Das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) beträgt 37,3 % der Bilanzsumme und ist in Höhe von rd. 86,0 % durch das Eigenkapital gedeckt. Die liquiden Mittel der Gesellschaft stiegen trotz des Anstiegs des Geschäftsvolumens und der Investitionstätigkeiten leicht auf EUR 3,7 Mio. an. Die Eigenmittelquote sank bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme aufgrund unserer Geschäftserweiterung von 36,8 % auf 35,7 %. Die Eigenmittel stiegen absolut um EUR 7,0 Mio. Die Eigenmittel umfassen neben dem Eigenkapital auch den passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, die Gesellschafterdarlehen sowie die Einlagen stiller Gesellschafter. Die HF MW verfügt damit weiterhin über eine sehr solide Eigenkapitalquote.

4.4 Finanzlage

Der Cashflow nach DVFA/SG stieg im Geschäftsjahr bedingt durch gute Geschäftsentwicklung auf EUR 19,7 Mio. und liegt somit über dem schon guten Vorjahr (EUR 18,4 Mio. = +7 %). Für Investitionen wurden insgesamt rund EUR 19,5 Mio. (Vorjahr: EUR 21,3 Mio.) aufgewendet. Die Verschuldung gegenüber Kreditinstituten (Net Debt) erhöhte sich durch die hohen Investitionen und den Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von EUR 73,3 Mio. auf EUR 83,4 Mio.

4.5 Planabweichungen

Ist 2022 Plan 2022
Umsatz Hauptumsatzträger/Hohlpreis EUR Mio. 155,3 153,4
EBITDA EUR Mio. 25,0 22,7
16,1% 14,8%
EBIT EUR Mio. 15,5 13,2
10,0% 8,6%
Eigenmittel in % / Bilanzsumme 35,7% 39,5%

Die Prognose im Lagebericht des Vorjahres ergab sich aus der fortlaufenden Weiterentwicklung der dargestellten Planzahlen 2022 bis zum Erstellungszeitpunkt. Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich entgegen der im Lagebericht des Vorjahres dargestellten Prognose verbessert.

5. Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Aktivitäten der HFMW hat sich in den letzten Jahren nicht geändert. Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf der Entwicklung und Industrialisierung von isolierten Drähten für die Automobilindustrie - und hier im speziellen der Elektromobilität. Hinzugekommen sind Entwicklungen für die Brennstoffzelle und Batterie.

Kupferlackdraht ist ein reifes Produkt mit einem extrem langen Lebenszyklus. Kupfer - wie auch Aluminiumlackdrähte - wird es in der jetzigen Form auch in den nächsten Jahrzehnten geben. Eine Substitution dieser beiden NE-Metalle in Wicklungen von Motoren, Generatoren und in Transformatoren ist wegen der besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften in großflächigem Umfange derzeit nicht zu erwarten.

Die Konzerngesellschaften der HFMW orientieren sich deshalb in ihrer Strategie an der Erweiterung der Produktionskompetenz und auf die Wissensmehrung in den wesentlichen Vorprodukten: Kupfer, Kunststoffe und Lacke. Ein weiterer Fokus liegt auf der kontinuierlichen Reduzierung des Energieeinsatzes.

Im Bereich der Isolationsstoffe und deren Verwendung sind verschiedene Anwendungen auf Seite der Synflex entwickelt worden, die den Kunden insbesondere im Transformatorenbau einen deutlichen Mehrwert bieten.

6. Umweltschutz und Qualitätsmanagement

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass sich umweltrechtliche oder regulatorische Bestimmungen verschärfen und so entsprechende Kosten entstehen oder es zu Einschränkungen bei der Produktion und Vermarktung von Produkten kommt.

Außerdem können Umweltrisiken, die beispielsweise aus der möglichen Nichteinhaltung von Grenzwerten resultieren, ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen. Um dem zu begegnen, wird auf einen besonders umweltfreundlichen Betrieb der Produktionsanlagen geachtet. Im Konzern befinden sich folgende Zertifizierungen:

Norm Anwendungsbereich Gültig ab Gültig bis
ISO 9001:2015 (inkl. IQNet) Qualitätsmanagementsystem 12.04.2021 11.04.2024
IATF 16949:2016 Qualitätsmanagementsystem Automobil 12.04.2021 11.04.2024
ISO 14001:2015 (inkl. IQNet) Umwelt-Managementsystem 28.03.2021 27.03.2024
ISO 45001:2018 (inkl. IQNet) Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem 12.03.2021 11.03.2024
ISO 50001:2018 (inkl. IQ Net) Energiemanagementsystem 27.03.2023 26.03.2026

7. Chancen und Risiken

Chancen und Risiken sind ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten, ohne die ein unternehmerischer Erfolg nicht möglich ist. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sowie der strategischen Steuerung werden Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen und es wird darauf geachtet, dass sie insgesamt zu einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Chancen und Risiken sollen möglichst frühzeitig identifiziert und evaluiert werden. Risiken werden grundsätzlich nur dann eingegangen, wenn diesen die Chance auf einen angemessenen wirtschaftlichen Erfolg gegenübersteht.

Die Risiken- und Chancensituation der HF MW ist im Wesentlichen von der Risiko- und Chancensituation der Teilkonzerne SH/SY abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risiko- und Chancensituation der Unternehmen SH/SY.

Grundprinzipien und deren Anwendungen sind in den verschiedenen ISO-Regelwerken dokumentiert, die eine Risikoerfassung und Bewertung ermöglichen und die in die bestehenden Organisations- und Führungsstrukturen integriert sind.

7.1 Marktsituation

Den Risiken, die sich aus Veränderungen von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnet das Unternehmen, indem über alle Regionen und Produktgruppen hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellt werden. Saisonale Schwankungen werden dabei berücksichtigt, sowie die Einzelbewertung der Umsätze der jeweils größten Kunden. Soweit verfügbar werden die Jahresabschlüsse der wesentlichen Wettbewerber und Lieferanten analysiert. Insgesamt entsteht so ein relativ genaues Marktbild!

7.2 Potentielle Forderungsausfälle

Das monatliche Monitoring von Kundenforderungen hat Priorität. Dies erfolgt nach einem gruppeneinheitlichen Standard. Der weit überwiegende Teil der Forderungen ist über Kreditversicherungen abgesichert. Über intern festgesetzte Limite hinausgehende Forderungssalden müssen von der jeweiligen Geschäftsführung abgezeichnet werden.

7.3 Beschaffung

Die Unternehmen unter der HF MW setzen auf eine Mehrlieferantenstrategie. Bisher nicht bekannte Preissteigerungen und Versorgungsengpässe haben das Thema Beschaffung 2022 zu einer der Top- Prioritäten gemacht.

HF MW arbeitet seit vielen Jahrzehnten mit den größten Kupfer-Verarbeitern Europas zusammen und hat in der Regel lang laufende Verträge zur Versorgung mit Kupferkathoden geschlossen. Im Berichtszeitraum ist es in Bezug auf die Belieferung mit ausreichenden Mengen, Qualitäten und Zeitfenstern zu keiner Abweichung gekommen.

Die Energiepreise sind im abgelaufenen Geschäftsjahr teils signifikant gestiegen. Die Beschaffung von Energie und Entwicklung der Märkte wird genau analysiert und beobachtet. Darüber hinaus befasst man sich mit der grundsätzlichen Versorgungssicherheit sowie den Potentialen und Grenzen der Flexibilisierung der Energieabnahme, die durch die steigende volatile Einspeisung erneuerbarer Energien hervorgerufen werden. Die Unternehmen setzen wann immer möglich und sinnvoll "Grünstrom" ein und berücksichtigen diesen bei den jährlichen Versorgungsanfragen. Aufgrund der nach wie vor unsicheren Rechtslage und sich ständig ändernder politischer Rahmenbedingungen lassen sich Belastungen durch Veränderungen bei potentiellen Kostentreibern, wie z. B. Emissionshandel, Netzentgelte oder Öko- & CO 2 -Steuer nur schwer verlässlich quantifizieren. Insgesamt gehen wir kurz- und mittelfristig von deutlich steigenden Kosten aus, die zu erheblichen Belastungen führen könnten. Das Thema Energie bleibt für das Unternehmen SH Wire, als stromintensives Unternehmen, ein hoch einzustufendes Risiko.

7.4 Digitalisierung & Informationstechnologie

Voraussetzung für eine lückenlose Prozessüberwachung sowie die vollständige Abbildung aller Prozesse und aller benötigten Ressourcen ist eine integrierte und auf dem neuesten Stand befindliche EDV-Landschaft. Die bei der HF MW realisierten Systeme sorgen auf Grund des hohen Integrationslevels für vollständige und konsistente Daten, die die Basis für die gläserne Fabrik bilden. Um diese Systeme zu schützen, wurde das EDV-System mit einer nach den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitenden und zertifizierten redundanten Firewall gesichert. Des Weiteren wird regelmäßig ein "Cyber Security Audit" von externen Dritten durchgeführt.

7.5 Finanzmanagement und Finanzierung

Der Metallhandel von Kupfer, welcher fortgesetzten Metallpreis- und Währungskursvolatilitäten unterliegt, stellt ein potentielles Risiko dar. Mit Hilfe von Devisen- und Metallpreis Hedging wird dieses Risiko minimiert. Wir sichern diese Risiken auf Jahresbasis durch Finanzinstrumente wie Spot- und Forward Kontrakte ab. Zur Minimierung des Kontrahenten-Risikos werden ausschließlich erstklassige Partner für diese Sicherungsgeschäfte ausgewählt.

Die Versorgung mit Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt. Aufgrund des weiterhin sehr günstigen Zinsniveaus haben die HF MW - Teilkonzerne sich zu Lasten der laufenden Linien mittel- und längerfristig verschuldet.

Der Liquiditätsbedarf aus der möglichen Erhöhung des Working Capitals (steigende Kupferpreise) wird durch kurzfristige Euro-Kredite sichergestellt. Ein Teil der Euro-basierten Finanzierung wird im Rahmen des Zinssicherungsmanagements mit entsprechenden Instrumenten (Swaps, Caps) unterlegt.

Größere Investitionen wurden durch langfristige Kredite gegenfinanziert.

8. Prognose - Berichterstattung

8.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung z. B. am globalen Kupfermarkt. Analysen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Organisationen und Branchenverbänden sowie interne Marktanalyse sind die Grundlage. Die dargestellten Einschätzungen für den zukünftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an den Zielsetzungen der Teilkonzerne sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und Wettbewerbssituationen im Prognosezeitraum bieten. Dieser beträgt ein Jahr. Die im nachfolgenden getroffenen Aussagen basieren auf dem Kenntnisstand von Ende Mai 2023.

Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich entgegen der Erwartungen aus Januar 2023 deutlich eingetrübt. Der Optimismus vieler Kunden scheint einem Realismus gewichen zu sein. Insbesondere der Krieg in der Ukraine, weiter steigende Rohstoffkosten, steigende Zinsen als auch die weiter hohe Inflation haben massive wirtschaftliche Auswirkungen. Die für uns wichtigen Indices (e.g. BME, ifo Geschäftsklimaindex, ZVEI) sind im Mai gegenüber dem Vormonat gesunken und spiegeln diese Einschätzung wider. Die zusätzlich immer schärfer werdende Regulierung, die im europäischen Kontext einmalig ist und ein Abwandern von produzierender Industrie weiter vorantreiben wird, tragen nicht zu einem besser werdenden Stimmungsbild bei. Das Risiko einer Rezession wird erneut hoch eingeschätzt.

8.2 Unternehmensspezifische Prognosen

Die HF MW hat Plan- und Zielwerte für das Jahr 2023 definiert. Die unternehmensspezifischen Prognosen der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren werden aus heutiger Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit unterschritten werden, einzelne Geschäftsbereiche laufen aber immer noch deutlich über Plan und Vorjahr. Eine genaue Einschätzung, wie die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren (Absatzvolumen, EBITDA und EBIT) sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 entwickeln - kann insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, der Energiepreisentwicklung und der Inflationsauswirkungen - nicht getätigt werden. Sofern sich die Situation im Ukraine-Krieg, die Energiepreisentwicklung sowie die Inflation nicht spürbar verschärfen, werden sich die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aus heutiger Sicht in ähnlicher Größenordnung bewegen.

Zusätzliche Impulse erwarten wir durch die Neugewinnung weiterer Kunden und der konsequenten Weiterentwicklung der Gruppe. Positiv zu erwähnen ist, dass das umfangreiche Produktprogramm der Gruppe diverse Kundengruppen anspricht und so schlechter laufende Branchen durch besser laufende ausgeglichen werden können. Die Umsätze aus dem Automotive-Bereich sind ein wichtiger Bestandteil der positiven Unternehmensentwicklung. Die drei Megatrends Elektromobilität, regenerative Energieerzeugung und Ausbau der Energieinfrastruktur sind nach wie vor in Takt und wirken sich voraussichtlich signifikant auf die positive Entwicklung der Gruppe aus!

8.3 Entwicklung der Absatzmärkte

Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges gehen wir von einer im besten Fall neutralen Entwicklung der relevanten Absatzmärkte aus.

8.4 Finanzlage

Ausreichende Kreditlinien stehen - wie in der Vergangenheit - zur Abdeckung eines möglicherweise stärker wachsenden Geschäftes zur Verfügung. Diverse Maßnahmen zu Senkung des "Working Capitals" unterstützen die Generierung von Cash. Aus heutiger Sicht gibt es keine Liquiditätsengpässe.

 

Lügde, Juni 2023

gez. Ernst-Constantin Hasse

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HF Magnet Wire Industries GmbH, Lügde,

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HF Magnet Wire Industries GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HF Magnet Wire Industries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 20. Juni 2023

Dr. Stückmann und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Martell, Wirtschaftsprüfer

gez. Wörmann, Wirtschaftsprüferin

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