Garten- und Landschaftsbau
Strauch GmbH
Himbacher Straße 22, 63694 Limeshain, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Helmrich seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (23)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.03% | |
H***** K***** | 0.03% |
J*** V***** | 0.03% |
Ungelöste Beteiligungen (47)
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Strauch GmbHLimeshainJahresabschluss zum 31. Dezember 2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. GrundlagenGeschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Strauch GmbH (Strauch) umfasst den Handel mit Baustoffen und Bauelementen sowie den Handel mit Getreide, Dünge-, Pflanzenschutz- und Futtermittel, Saatgut und sonstigen Betriebsmitteln für die Landwirtschaft an zwei Baustoff-Standorten in Limeshain und Frankfurt am Main sowie einem Agrar-Standort in Limeshain. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland stand 2020 im Zeichen einer Krise, die durch das Coronavirus ausgelöst wurde. Die globale Virusverbreitung sowie die dagegen ergriffenen Maßnahmen ließen die bereits vorher eingetretene konjunkturelle Abschwächung in eine Rezession münden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent ein, nachdem es 2019 noch um 0,6 Prozent expandiert war. Auch der Arbeitsmarkt wurde merklich belastet. Der langjährige kontinuierliche Beschäftigungsaufbau kam zum Stillstand. Die stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit hat jedoch Beschäftigung gesichert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert. Die Anzahl der Erwerbstätigen im Inland sank im Jahresdurchschnitt 2020 um 477.000 auf 44,8 Mio. Menschen. Die Europäische Zentralbank beließ den Leitzins auf 0,00 Prozent. Der 3-Monats-EURIBOR, also der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft, belief sich zum 31. Dezember 2020 auf -0,55 Prozent nach -0,38 Prozent im Vorjahr. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Bauwirtschaft Die deutsche Bauwirtschaft konnte ihr Wachstum im Jahr 2020 trotz der COVID-19-Pandemie fortsetzen. Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung 2020 preisbereinigt um 4,9 Prozent zurückging, legte sie im Baugewerbe um 2,8 Prozent zu. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Höhe von 143 Mrd. EUR lag ca. 8 Mrd. EUR bzw. gut 6 Prozent über Vorjahresniveau, der Umsatz im Wohnungsbau stieg um 10,5 Prozent auf 54,3 Mrd. EUR. Zugelegt hat mit 6,2 Prozent auch der Umsatz in Höhe von 38,9 Mrd. EUR im öffentlichen Bau. Der Umsatz im Wirtschaftsbau lag bei ca. 49,8 Mrd. EUR und damit ca. 1,2 Prozent über dem des Vorjahres, der Wirtschaftshochbau verzeichnete einen Rückgang um 2,9 Prozent, da wegen der Corona-Krise viele Unternehmen mit dem Bau neuer Bürogebäude oder Fabriken zögerten. Durch die milden Temperaturen in den Wintermonaten gab es vergleichsweise geringe Ausfallzeiten am Bau. Agrar Die Herausforderungen an die deutsche Landwirtschaft, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich und politisch, nahmen in 2020 weiter zu. Das Erzeugen gesunder und hochwertiger Lebensmittel, das Wohl der Tiere gefolgt von aktiven Beiträgen zum Umwelt- und Klimaschutz werden von Verbrauchern nach wie vor als wichtige Aufgaben der deutschen Landwirtschaft gesehen. Zudem beeinflussen ungünstige politische Rahmenbedingungen, wie z. B. bei der Düngung und im Pflanzenschutz, sowie die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in der Landwirtschaft negativ. Planungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU zukünftig ab einer bestimmten Höhe zu kürzen, tragen zur weiteren Verunsicherung bei. Die Ernte 2020 ist erneut unter schwierigen Witterungsbedingungen herangewachsen und hat teilweise auch wieder Schaden genommen, vor allem durch Spätfröste im April und Mai sowie eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit und einen regional immer noch anhaltenden Mangel an Bodenfeuchtigkeit nach den trockenen Jahren 2018 und 2019. Für Getreide einschließlich Körnermais konnte eine Erntemenge von rund 43,2 Mio. Tonnen eingefahren werden, was knapp unter der Erntemenge des Vorjahres lag. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine kleinere Getreideanbaufläche (ca. -5 Prozent gegenüber 2019) zurückzuführen. An der Warenterminbörse MATIF gingen die Preise für Weizen 2020 von 189 EUR/Tonne zu Jahresbeginn bis Mitte März auf 174 EUR/Tonne zurück und bewegten sich anschließend bis August in einer Bandbreite von 177 bis 192 EUR/Tonne. Bis zum Jahresende stiegen die Preise aufgrund hoher Nachfrage und knapper Angebotslage auf rund 211 EUR/Tonne. 3. Geschäftsverlauf der Strauch Die Planung und Steuerung der Gesellschaft erfolgte insbesondere über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Rohertrag sowie das Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Geplant war ein Gesamtumsatz von 30,8 Mio. EUR, wobei ein Umsatz von 33,0 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR) erzielt werden konnte. Der Rohertrag lag bei 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR) und damit auf Planniveau. Gleichzeitig verringerte sich die erzielte Rohertragsquote um 1,3 Prozent-Punkte auf 18,2 Prozent (Vorjahr: 19,5 Prozent) und lag auch gegenüber der Planung um 1,2 Prozent-Punkte niedriger. Insgesamt erreichte die Strauch ein EBT in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR), vor allem durch die positive Umsatz- und Rohertragsentwicklung, das über den Erwartungen von 0,4 Mio. EUR lag. Baustoffe In 2020 profitierte der Bereich Baustoffe aufgrund ihrer Versorgungsfunktion für die Baubranche während der coronabedingten Lockdown-Phasen von einer insgesamt starken aber unterjährig zeitweise volatilen Nachfrage. Der Umsatz im Bereich Baustoffe lag mit insgesamt 16,5 Mio. EUR deutlich über dem Umsatz des Vorjahres (12,4 Mio. EUR) und auch der Plan für 2020 von 15,4 Mio. EUR konnte übertroffen werden. Entsprechend stieg der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Der Schwerpunkt im Wohnbau-Segment sowie die aktuelle Sortimentsstrategie trugen insbesondere im Zuge der durch die Corona-Pandemie bedingten Sondereffekte überdurchschnittlich zur positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung bei. Agrar Im Einzugsgebiet der Strauch fiel die Erntemenge in 2020, bis auf wenige Ausnahmen gut aus und passte sich ordentlich in einen 5-Jahres-Durchschnitt ein. Durch die Schließung einer Mühle im Main-Kinzig-Kreis konnten einige Neukunden gewonnen werden. Zudem wurden erhöhte Absatzmengen aufgrund von Vermarktungsverschiebungen von 2019 auf 2020 erzielt. Damit stieg der Agrarumsatz im Geschäftsjahr 2020 um 1,3 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (15,2 Mio. EUR) entspricht und das bei relativ stabiler Entwicklung der Sparten-Roherträge in Summe. Insgesamt kann das Geschäftsjahr 2020 im Agrarbereich als ein sehr zufriedenstellendes Jahr bezeichnet werden. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Vermögenslage Die Vermögenslage der Strauch ist auf der Aktivseite durch das Umlaufvermögen geprägt. Die Vorräte sind auf 5,4 Mio. EUR gestiegen, was einem Anstieg von 0,5 Mio. EUR entspricht. Der Anstieg der Vorräte ist hauptsächlich auf den Bereich Agrar zurückzuführen, der die Vermarktung der erfassten Mengen aufgrund des absehbaren Preisanstiegs erst in 2021 vornehmen will. Der Forderungsbestand hat sich durch die Auftragslage und der daraus resultierenden Fakturen, insbesondere im Baustoffbereich, gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR erhöht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 0,3 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR im Rahmen der Inanspruchnahme eines bestehenden Betriebsmittelkredits. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft von laufenden Lieferantenverbindlichkeiten und dient damit der Erhöhung des Umlaufvermögens. Das Eigenkapital in Höhe von 3,7 Mio. EUR liegt aufgrund des Jahresüberschusses des Berichtsjahres um 0,4 Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum (3,2 Mio. EUR). Aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals konnte die Eigenkapitalquote auf 33,7 Prozent erhöht werden, was einen Anstieg von 0,3 Prozent-Punkten bedeutet. 4.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über eine bestehende Betriebsmittelkreditlinie bei einem Kreditinstitut. Zur Finanzierung des Umlaufvermögens werden zusätzliche Mittel im Rahmen der Gesellschafterfinanzierung in Anspruch genommen. Darüber hinaus wird das Umlaufvermögen kurzfristig über Lieferantenverbindlichkeiten finanziert. Zum Bilanzstichtag bestand auf Basis der bestehenden Kreditvereinbarungen zusätzlich eine Liquiditätsreserve von 1,7 Mio. EUR. Die Gesellschaft ist insbesondere für die Grundstücke und Gebäude an ihren Standorten in Limeshain ein langfristiges Mietverhältnis mit ihrer Gesellschafterin, der Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, eingegangen. Der Standort in Frankfurt ist von Dritten angemietet. 4.3 Ertragslage Die Ertragslage der Strauch konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Der Gesamtumsatz ist um 5,4 Mio. EUR auf insgesamt 33,0 Mio. EUR gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz ist der Materialaufwand überproportional um 21,3 Prozent auf insgesamt 27,0 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR). Daher hat sich die Rohertragsquote gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent-Punkte auf 18,2 Prozent reduziert. Der Rohertrag stieg insgesamt um 0,6 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR. Der Personalaufwand konnte zum Vorjahr gleichbleibend bei 3,0 Mio. EUR gehalten werden, obwohl ein Mitarbeiterzuwachs stattfand. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die Erhöhung resultiert aus den Investitionen aus dem Vorjahr, bei denen ein Zuwachs im Fuhrparkbereich zu verzeichnen war. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,1 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR resultiert aus niedrigeren Reparatur- und Instandhaltungskosten. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und des Steueraufwandes wurde ein Jahresüberschuss von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 0,0 Mio. EUR) ausgewiesen. III. Chancen- und Risikobericht1. Chancen- und Risikomanagement Grundsätzliches Bestreben der Strauch ist es, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst abzuwägen und so langfristig erfolgreich zu sein. Unternehmerisches Handeln bedeutet nach unserer Auffassung auch, kalkulierbare Risiken bewusst einzugehen, um damit verbundene Chancen nutzen zu können. Bedrohungen präventiv zu begegnen sowie eingetretene Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen auf sie zu reagieren, ist Aufgabe eines Chancen- und Risikomanagements. In diesem Rahmen werden auf Basis einer definierten Risikostrategie alle Unternehmensaktivitäten systematisch und permanent überwacht. Die Strauch ist in das Risikomanagementsystem der Raiffeisen Waren-Gruppe integriert. Im Rahmen des Risikomanagements findet unter Anwendung der verschiedenen Instrumente in regelmäßigem Rhythmus eine Befragung der Geschäftsführung und der Risikobeauftragten der Sparten statt. Die laufende Berichterstattung erfolgt planmäßig über aktualisierte Risikomatrizen an den Risikomanager und die Geschäftsführung. Ad-hoc-Berichte dienen der unmittelbaren Mitteilung sich neu ergebender Chancen oder auch neuer Risikoszenarien. 2. Chancen und Risiken Im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit übernimmt die Strauch für ihre Handelspartner eine wichtige Finanzierungsfunktion. Im Agrarbereich erfolgt dies beispielsweise durch die Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die Strauch den Kunden geeignete Zahlungsziele. Die Überwachung und Steuerung der Ausfallrisiken erfolgt durch das zentrale Forderungsmanagement. Wichtiger Bestandteil ist hierbei die Kundenanalyse durch die systemunterstützte Bonitätsbewertung. Die Finanzierungsentscheidung und -überwachung erfolgt über ein dokumentiertes Genehmigungsverfahren, unterstützt durch Warenkreditversicherungen, Ausfallbürgschaften oder andere eingeholte Sicherheiten. Der Prozess des Forderungsmanagements wird stetig weiter ausgebaut, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegensteuern zu können. Der Mangel an geeigneten Fachkräften und ein mögliches Ausscheiden qualifizierter Mitarbeiter könnte ein Risiko für die weitere Entwicklung der Strauch darstellen. Innovative Ideen und Lösungen sind gefragt, um gut ausgebildete Mitarbeiter, die Erfahrung im spezialisierten Baustoffgeschäft haben, zu gewinnen und zu halten. Der internen Weiterqualifikation und der Ausbildung neuer, junger Mitarbeiter kommt somit eine ganz wesentliche Bedeutung zu. Zur Bewältigung dieser Anforderungen werden weiterhin ausgewählte Mitarbeiter qualifiziert und fortgebildet. Das geschieht u. a. durch spezielle Schulungen und Workshops zur Optimierung der Kundenkommunikation. Baustoffe Mögliche Unsicherheiten für die weitere Entwicklung der Strauch können in Zukunft aus dem Nachlassen der Baukonjunktur, z. B. auf Grund eines steigenden Zinsniveaus oder konjunktureller Dämpfer, entstehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheint die Gefahr jedoch gering, da die Kapitalmarktzinsen weiterhin von historisch niedrigen Sätzen geprägt sind. Auch für 2021 sind keine Anzeichen für eine Aufwärtsdynamik erkennbar. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht weiter von Kontinuität im Niedrigzinskurs. Die große Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsräumen führt dazu, dass in den angrenzenden Gebieten eine gute Baukonjunktur herrscht. Davon kann die Strauch in der Region Rhein-Main profitieren. Operative Risiken entstehen auf den Absatzmärkten durch den hohen Preisdruck verbunden mit dem stetig steigenden Wettbewerb. Dem begegnen wir durch gezielte Anpassungen in der Preiskalkulation unserer hochwertigen Produktpalette in Verbindung mit fachkompetenter Beratung unseres qualifizierten Personals. Um das Onlinegeschäft auszubauen und weitere Marktanteile zu gewinnen, wird die in 2019 eingerichtete Online-Plattform für den Zugang zu dem B2B-Webshop und das Serviceportal der Raiffeisen Waren GmbH stetig optimiert. Risiken könnten auf den Beschaffungsmärkten dadurch entstehen, dass derzeitige Vertragspartner ausscheiden und sich Veränderungen in der Lieferantenstruktur ergeben. Die seit Jahren zu beobachtende Lieferantenkonzentration setzt sich weiter fort, so dass die Markt- und Verhandlungsposition der Baustoffhändler zunehmend schwächer wird. Das Beschaffungsrisiko ist aufgrund der Einkaufspolitik, einer bestehenden leistungsfähigen Einkaufskooperation und durch die jahrelang gewachsenen Geschäftsverbindungen mit den Lieferanten minimiert. Durch die zunehmende Verteuerung der Verfrachtung und der begrenzten Logistik-Kapazitäten werden die logistischen Prozesse permanent geprüft und optimiert. Dadurch können Kosten gespart, Transparenz geschaffen und die Servicequalität verbessert werden. Agrar Der Agrarbereich ist durch stark schwankende Preise und Mengen geprägt, insbesondere durch wechselnde politische Rahmenbedingungen und Witterungseinflüsse. Durch eine konservative Disposition sollen die damit verbundenen Risiken reduziert und sich bietende Chancen genutzt werden. Auch die Volatilität bei Getreide sowie Düngemitteln hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Daraus resultiert die Herausforderung, das Preisänderungsrisiko auf der Erfassungsseite zu prognostizieren, im Absatz der Produkte einzukalkulieren und Preise durch entsprechende vertragliche Gestaltungen abzusichern. Zusätzlich wird der Verkauf landwirtschaftlicher Produkte und Bedarfsartikel durch die konjunkturelle Entwicklung und die weiter sinkende Zahl der Agrarbetriebe noch mehr Engagement im Bereich Kundenservice erfordern. Die intensive Betreuungs- und Beratungsaktivität schafft Nähe zum Kunden und stärkt die vorhandenen engen Kundenbeziehungen. Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse ermöglichen wir unseren Kunden den Zugang zu dem von der Raiffeisen Waren GmbH etablierten Serviceportal und arbeiten daran, das Angebot in Richtung Landwirtschaft weiter auszubauen. Viele Betriebe passen ihre Anbauverfahren an und nutzen dabei auch Lösungsansätze, die die Digitalisierung ermöglicht, wobei sie durch unsere fachkundigen Mitarbeiter bestmöglichst unterstützt werden. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Chancen- und Risikosituation Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine den Fortbestand der Strauch gefährdenden Risiken bestehen. Durch die Gesamtausrichtung des Unternehmens ist Strauch für die Bewältigung künftiger Risiken gut aufgestellt und gerüstet. Insgesamt sind die Risiken der Strauch begrenzt und überschaubar. IV. PrognoseDie Stimmung im Hinblick auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland fällt verhalten aus: So erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2021 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von lediglich 3,0 Prozent gegenüber 2020. Nur grob kann eingeschätzt werden, wie der Geschäftsverlauf durch die Auswirkungen der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in außergewöhnlicher Weise beeinflusst werden kann. Basierend auf den oben genannten allgemeinen Einschätzungen und unter Annahme von nur geringen Einflüssen der Corona-Schutzmaßnahmen prognostiziert die Strauch im Rahmen der Planung für 2021 folgende Entwicklung: Baustoffe Führende Wirtschaftsinstitute sind sich darin einig, dass die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas im Bereich Bauhauptgewerbe erstmal gestoppt ist und für 2021 ein Null-Wachstum ansteht. Die Strauch erwartet für das Jahr 2021 eine Stagnation der Marktentwicklung im Bereich Bau und rechnet sogar mit leichten Rückgängen in Teilsegmenten. Der Schwerpunkt der Bauaktivitäten wird sich künftig in Richtung Renovierung verschieben. Damit werden regionale Händler wieder aus Kundensicht an Bedeutung gewinnen. Es ist davon auszugehen, dass Margen- und Wettbewerbsdruck insbesondere im Projekt-Geschäft weiter anhalten werden. Dabei stehen neue Sortimente, eine Erhöhung des Absatzes von Eigenmarken und intensivierte Vertriebsarbeit auch in 2021 im direkten Fokus der Weiterentwicklung der Baustoffsparte. Hierdurch sind positive Impulse für den Umsatz zu erwarten. Ebenso werden weitere Maßnahmen im Bereich Fracht und Logistik umgesetzt, um hier eine höhere Effizienz durch die Nutzung einheitlicher Prozesse zu erreichen. Passende Vertriebs- und Marketingaktivitäten, eine weitere Optimierung des Waren- und Dienstleistungsangebotes, die gezielte Aus- und Weiterbildung des Personals sowie eine konsequente Fortführung der Digitalisierung und Integration von Geschäftsprozessen zur Steigerung der Effizienz werden auch in 2021 geplante Maßnahmen gezielt begleiten. Die anhaltend stabile Baukonjunktur und die bereits genehmigten Bauprojekte im Rhein-Main-Gebiet bescheren der Region auch für die nächsten Jahre ein solides Marktniveau, allerdings mit weiter hohem Preiskampf. Bereits seit Anfang des Jahres sind die Preise gestiegen und auch die Lieferzeiten haben sich verlängert. Insgesamt planen wir für den Bereich Baustoffe für 2021 mit einem Umsatzvolumen unter Vorjahresniveau und einem stagnierenden Rohertrag. Das Ergebnis wird voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Agrar Es ist davon auszugehen, dass die beschriebenen Herausforderungen der Branche auch in 2021 nicht kleiner werden, sondern eher steigen: Erneut werden gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch geprägte Erwartungshaltungen und Bedingungen das Geschäftsjahr 2021 beeinflussen. Zudem bleibt offen, welche Auswirkungen die weitere Pandemie-Entwicklung auf den Agrar-Bereich haben wird. Die Planung wurde konservativ unter der Annahme eines "Normaljahres" vorgenommen, insbesondere auch was die Witterungseinflüsse anbelangt. Bei Getreide und Ölsaaten wird sowohl bei den Erfassungs- als auch bei den Vermarktungsmengen von einem Rückgang ausgegangen. In den Bereichen Getreide, Ölsaaten und Futtermittel werden sich die prognostizierten Absatz- und Umsatzrückgänge maßgeblich auf den Rohertrag auswirken. Es ist geplant, margenträchtige Geschäfte und deren Ausbau zu fördern und Geschäfte mit niedrigen Margen zurückzufahren. Die Anpassung der eigenen Organisation an den Strukturwandel der Landwirtschaft wird uns auch weiterhin begleiten. Vertriebs-, Logistik- und Personalstrukturen sollen auch in 2021 weiter optimiert werden mit dem Schwerpunkt Ausrichtung am Markt. Für das Geschäft mit Düngemitteln wird im laufenden Geschäftsjahr mit einem moderaten Zuwachs geplant. So sollen sowohl Absatzmengen, als auch das Rohertragsniveau erhöht werden, wenngleich das Preisniveau für stickstoffhaltige Dünger aufgrund geringerer Produktionskosten gesunken ist. Im Produktbereich Pflanzenschutzmittel sieht die Planung eine Ausweitung des Geschäftes vor. Dies, so der Planungsansatz, wird einen Umsatzzuwachs und eine Rohertragsentwicklung auf stabilem Niveau zur Folge haben. Der Unternehmensbereich Agrar ist auch zukünftig bestrebt, seine Marktposition in der Region weiter auszubauen. Die Kundennähe durch fachlich kompetente und bedarfsgerechte Beratung gehört dabei zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Bei einem weitestgehend unveränderten Preisniveau gehen wir unter Berücksichtigung der vorgenannten Bedingungen für den Bereich Agrar von einem Rückgang des Absatz- sowie Umsatzvolumens aus, sodass ein Ergebnis unter Vorjahresniveau für den Bereich Agrar erwartet wird. Über alle Bereiche plant Strauch für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz und Rohertrag unter dem Vorjahresniveau. Angesichts der gegenwärtigen Rahmenbedingungen wird nach unserer Prognose das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern auch nicht an das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres anknüpfen können.
Limeshain, im März 2021 Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020A. Allgemeine AngabenDie Strauch GmbH hat ihren Sitz in Limeshain und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Friedberg (HRB 3253). Der Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Strauch GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und nimmt für den Jahresabschluss teilweise größenabhängige Erleichterungen in Anspruch. B. Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der Anlagegüter erfolgte linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Diese orientiert sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen und wurde im Jahr der Anschaffung pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten kleiner als 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bzw. den niedrigeren Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Method unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgte mit einem Rechnungszins von 2,30 Prozent p. a. Der Rechnungszins wird pauschal mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer Laufzeit von 15 Jahren ergibt. In der Anwartschaftsphase wurde ein Trend von 1,00 Prozent p. a. und in der Rentenbezugsphase ein Trend von 1,00 Prozent p. a. angesetzt. Eine Mitarbeiterfluktuation wurde nicht berücksichtigt. Die im Jahresabschluss ausgewiesene Rückstellung für Pensionsverpflichtungen liegt um 5 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz, der sich zum 31. Dezember 2020 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes ergeben hätte. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt und bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen ermittelt sowie mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz im Sinne von § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB abgezinst, sofern dies zu einer wesentlichen Anpassung führte. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden sowie deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren, wurden latente Steuern ermittelt. Vom Bilanzierungswahlrecht zur Aktivierung über den Saldierungsbereich hinausgehender aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. C. Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungBilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 422 TEUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) und bestehen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 475 TEUR). In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein antizipativer Betrag in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuer enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 288 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3.300 TEUR (Vorjahr: 3.000 TEUR) durch Sicherungsübereignungen des Warenlagers sowie die Globalabtretung sämtlicher Ansprüche von Drittschuldnern gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 2.606 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) und bestehen gegenüber Gesellschaftern. Sie sind durch Sicherungsübereignung des Umlaufvermögens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 1.050 TEUR) und bestehen gegenüber Gesellschaftern. D. Sonstige AngabenZum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 11.168 TEUR mit einer Restlaufzeit von bis zu 15 Jahren (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 10.560 TEUR), davon sind im folgenden Geschäftsjahr 994 TEUR fällig (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 660 TEUR). Die gemäß § 267 Abs. 5 HGB ermittelte Anzahl der Beschäftigten betrug in 2020:
Auszubildende wurden im Durchschnitt beschäftigt: 3 Mitglieder der Geschäftsführung: - Herr Markus Braun, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH, Kassel (CFO) - Herr Christian Schunck, Geschäftsführer für den operativen Bereich und Personal (COO) Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung ist von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht worden. Die Strauch GmbH wird im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, einbezogen.
Limeshain, 25. März 2021 gez. Markus Braun, gez. Christian Schunck Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Strauch GmbH, Limeshain Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Strauch GmbH, Limeshain, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Strauch GmbH, Limeshain, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 16. April 2021 DGR
Deutsche Genossenschafts-Revision
Andreas Schneider, Wirtschaftsprüfer Michael Strnad, Wirtschaftsprüfer FeststellungDie Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 21. Mai 2021 dem von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 zugestimmt, womit dieser festgestellt ist.
Limeshain, 21. Mai 2021 Die Geschäftsführung ErgebnisverwendungsbeschlussDie ordentliche Gesellschafterversammlung vom 21. Mai 2021 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 426.269,05 EUR und dem Gewinnvortrag von 224.206,76 EUR eine Ausschüttung in Höhe von 270.000,00 EUR vorzunehmen sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von 380.475,81 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung der Dividende erfolgt am 28. Mai 2021.
Limeshain, 21. Mai 2021 Die Geschäftsführung |
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