Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 18350
Vorher
DISKUS Vierhunderteinundsiebzigste Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH
Eingetragen
13.11.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Kauf, das Halten und der Verkauf von Optik- und Akustikunternehmen, die operative Führung dieser Unternehmen inklusive dem zugehörigen Marketing und der Beratung von Kunden (keine Rechtsund Steuerberatung), die Durchführung von Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Optik und Akustik, sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerrit Schätzle
seit 17.12.2024
Prokura
Annika Weißkopf
seit 17.12.2024
Prokura
Timo Beyer
seit 19.4.2024
Geschäftsführer
Dirk Stader
seit 7.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
BCP Lifestyle II GmbH
48.52%
40.20%
Kempen Alternative Markets Fund SICAV-RAIFLUX
8.35%
1.55%
1.38%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OUNDA Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OUNDA GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

OUNDA GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die OUNDA GmbH wurde im Jahr 2019 gegründet und hat ihren Sitz in Münster. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Umsetzung einer Buy-and-build-Strategie und die Entwicklung einer "Gemeinschaft" aus Betrieben der traditionellen Augenoptik und Hörgeräteakustik. Mit ca. 110 Standorten in Deutschland ist das Unternehmen mitführend in der traditionellen Augenoptik auf dem heimischen Markt. Ziel des Unternehmens ist es Kundinnen und Kunden fachkundig, persönlich und wertschätzend durch gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beraten. Der Einkauf, der Verkauf und die Bearbeitung von Fassungen mit hochwertigen Einstärkengläsern bzw. Gleitsichtgläsern und Hörgeräten sind Eckpfeiler des Geschäftsbetriebs. Ergänzung findet das Warensortiment durch Kontaktlinsen, vergrößernde Sehhilfen und weitere Zubehörartikel.

Die strategische Ausrichtung auf individuelle Augenoptik und Hörakustik, die dabei deutschlandweit vertreten ist, ermöglicht die Abgrenzung zu den filialisierten Unternehmen am Markt, aber auch zu den traditionellen Einzelgeschäften.

Die organisatorische Weiterentwicklung der Verwaltung Münster und der Standorte in Deutschland bilden einen Fokus der Geschäftstätigkeit für das kommende Jahr. Ziel dieser Weiterentwicklung ist die Reduktion von Komplexität im Unternehmen, bei gleichzeitiger Wahrung der Individualität der Ladengeschäfte gegenüber dem Kunden.

Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens ergeben sich aus dem Aufbau der BWA. So werden monatlich die Umsätze, die Kostenpositionen und das EBITDA mit dem Plan auf aggregierter Ebene und auf Standortebene verglichen. Der Abgleich der Zahlen und das Auftreten von Abweichungen stellen die Grundlage für die Definition von Maßnahmen mit den einzelnen Funktionsbereichen (z.B. Vertrieb, Personal, etc.) dar. Der Aufbau der Liquiditätsplanung erfolgt mit einem Horizont von mindestens 13 Wochen. Mindestens wöchentlich werden hierbei tatsächlich geleistete Zahlungen mit den geplanten Zahlungen abgeglichen. Sollten dabei Abweichungen erkennbar sein, werden diese analysiert und die Liquiditätsplanung entsprechend aktualisiert sowie auf den tatsächlichen Stand angepasst.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Lage

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergab sich im Jahr 2023 ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % im Vergleich zum Jahr 2022. Dabei war die konjunkturelle Entwicklung geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe und der Fachkräftemangel (Quelle: Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024).

Branchensituation

Die Aufbruchstimmung in der Branche der Augenoptik aus dem Jahr 2021 trübte sich im Jahr 2023 wieder etwas ein. Es ist festzuhalten, dass die Auswirkung der bestehenden Krisenlagen auch die Branche der Augenoptik im Jahr 2023 nicht verschont haben. Zu den übergreifenden Herausforderungen zählten neben dem bereits bestehenden Fachkräftemangel, der Krieg in der Ukraine, die sogenannte Energiekrise auch die Inflation und damit sich ergebend ein schwaches Konsumklima der Endverbraucher.

So attestiert der Industrieverband der deutschen Hersteller von Augenoptik und Consumer Optics (Spectaris) dem Inlandsgeschäft in Deutschland ein Umsatz auf Vorjahresniveau. Die deutschen Hersteller konnten nach vorläufigen Berechnungen von Spectaris 2023 mit einem leichten nominalen Umsatzwachstum von 1,0 Prozent auf 4,92 Mrd. Euro abschließen. Gleichzeitig sind die Erzeugerpreise aber um 5,3 Prozent gestiegen, was die Ertragslage vieler Unternehmen derzeit erschwert.

Das Inlandsgeschäft lag mit einem Wert von 2,45 Mrd. Euro um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. (Quelle: Spectaris; Zahlen, Fakten & Publikationen // Consumer Optics SPECTARIS iVm. Eyebizz (Ebner Media Group GmbH & Co. KG); Erste Spectaris-Zahlen für 2023, 15.01.2024).

Die Branche war auch im Jahr 2023 durch Konsolidierung gekennzeichnet. Betriebe wurden aufgrund des Alters des Betriebsinhabers verkauft oder auch geschlossen. Auf Basis einer Umfrage des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen gaben 6 % aller Betriebe an, dass im Jahr 2023 eine Übergabe oder ein Verkauf geplant sei. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Nachfolger kommt zu 41Prozent aus der Familie, zu 33 Prozent aus der Mitarbeiterschaft, zu 26 Prozent sind es Externe. (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Branchenbericht Augenoptik 2022/2023).

Das Konsumverhalten wird zunehmend durch digitale Technologien geprägt. Eine grundlegende Überführung des Kundenkontakts in Richtung E-Commerce ist mittelfristig aber nicht zu erwarten. Der Anteil am Online-Handel stagniert seit 2019 weitestgehend. (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Branchenbericht Augenoptik 2022/2023). Nach den hohen Wachstumsraten während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war der Online-Handel im Jahr 2023 warengruppenübergreifend minimal rückläufig

b. Geschäftsverlauf und Einschätzung der Unternehmensleitung

Der Geschäftsverlauf war im Jahre 2022 noch durch anorganisches Wachstum geprägt ganz im Sinne des "buy" in der Buy-and-build-Strategie. Im aktuellen Geschäftsjahr 2023 wurde der Hauptfokus auf das "build" gelegt um Strukturen, Prozesse, die Organisation und die Systeme zukunftsfähig auszurichten. Es fanden bewusst keine weiteren Zukäufe statt, um im Rahmen der Konsolidierung der unternehmerischen Aktivitäten ein solides Fundament für zukünftiges Wachstum insbesondere auch für weitere Akquisitionen zu schaffen. Dafür stand die organische Weiterentwicklung des Unternehmens im Mittelpunkt. Strukturen, Prozesses und die Organisation wurden weiterentwickelt und gefestigt. Die ging mit zahlreichen Optimierungsprojekte und -programmen, dem weiteren Ausbau der Holding-Organisation und mit dem klaren Fokus auf die Etablierung moderner meist digitaler Prozessketten einher. Naturgemäß geht eine solche Phase mit erhöhtem Investitionsumfang in Aus- und Weiterbildung, aber auch in Systeme, Tools und externem Beratungsaufwand einher; Aufwendungen die sowohl in der Bilanz als auch der Gewinn- und Verlustrechnung reflektiert wurden.

Der Fokus der Weiterentwicklung der OUNDA GmbH lag in der Reduzierung der bestehenden Komplexität der heterogenen Strukturen und Prozesse im Unternehmen. Zu diesen Aktivitäten zählten auch im Jahr 2023 die nun vollständige und abschließende Einführung des standardisierten Warenwirtschaftssystems in den Standorten, die weiterführende Bündelung der Einkaufsvolumina mit Fokus auf den Glasbereich sowie die Erstellung und Umsetzung von zentralen Konzepten bspw. im Bereich des Datenschutzes sowie in der Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft.

Im Rahmen der M&A Strategie wurde bei dem Betrieb Justus ein Kaufvertrag angebahnt, der in der vorliegenden Form aber nicht umgesetzt wurde. Letztlich wurde "nur" die Kundenkartei vom Betrieb Justus übernommen und in den Betrieb Ruppert/Primasens integriert. Daher kam es im Geschäftsjahr 2023 zur Nachaktivierung der Kundenkartei beim Betrieb Ruppert in Pirmasens. Die Kundenkartei wurde bereits mit Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Rahmen sukzessive über die Nutzungsdauer (2023 ff.) abgeschrieben.

Nichtsdestoweniger blieben die Wahrung und Festigung des individuellen Auftretens und der persönlichen Ansprache der Standorte gegenüber den lokalen Endkunden ein strategisches Element des Geschäftsmodells des Unternehmens.

Mit Blick auf die Entwicklung des absoluten Umsatzes und auch der Veränderung des Umsatzanteils am betreffenden Gesamtmarkt lässt sich eine positive Entwicklung konstatieren.

Der Umsatz verbesserte sich auch dadurch binnen Jahresfrist von 49.073.899,18 EUR auf 54.047.877,23 EUR zum Ende des Jahres 2023 mithin eine Steigerung von 10,01%.

Es lässt sich feststellen, dass sich das Unternehmen trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation auf dem Markt der Augenoptik und Hörakustik weiter etablieren und wachsen konnte.

c. Beschaffung und Personal

Beschaffung

Die für den Vertrieb benötigten Produkte wurden überwiegend von Herstellern in Deutschland und Europa bezogen.

Im Bereich der Beschaffung ist die Zusammenarbeit mit der OA-Finance GmbH (Zentralregulierung) im Oktober 2023 beendet worden. Die Rechnungsverarbeitung wurde nahtlos auf die Steuer- und Rechtsberatung "Wiese & Partner mbB" in Stadtlohn übertragen.

Das im Jahr 2023 umgesetzte Soll-Mengenprojekt definiert für jeden Standort individuelle Bestandsmengen, die nicht oder nur mit Genehmigung der Holding überschritten werden dürfen. Zudem wurden erstmals in der Unternehmensgeschichte Altwaren im Fassungsbereich an einen externen Aufkäufer abverkauft um der Überalterung der Ware und dem Gängigkeitsprinzip Rechnung zu tragen. Diese beiden Effekte haben der Warenbestand im Fassungsbereich signifikant gegenüber dem Vorjahr sinken lassen. Dadurch sind die Standorte nunmehr in der Lage ihre Warenbestände mit junger, frischer, modischer Ware zu füllen, um den Kunden die stets aktuellen modischen Fassungen anbieten zu können.

Gegen Ende des Geschäftsjahres wurde ein Workflowtool zur Genehmigung der eingehenden Bestellungen im Fassungsbereich aus den Standorten durch die Holding implementiert, das im Januar 2024 live gegangen ist. Durch dieses webbasierte Prozesstool ist die Holding jederzeit in der Lage Bestellmengen der Standorte zu kontrollieren und ein Ausufern von Warenbeständen zu vermeiden. Im folgenden Geschäftsjahr wird das Workflowtool auch auf Handelswaren ausgeweitet.

Durch die Abbildung der Bestellungen zunächst im Fassungsbereich wird die Grundlage für eine Grau bzw. Dunkelverarbeitung der eingehenden Rechnungen.

Ebenfalls in 2023 wurde DOXIS als Rechnungsprüfungs- und OCR-Texterkennungstool implementiert. Seit Ende 2023 erfolgt die Vor-Kontierung zunächst noch ausgesuchter Lieferanten in DOXIS. Der Umfang der Lieferanten, die über die DOXIS Vor-Kontierung laufen wird sukzessive gesteigert werden und soll Ende 2024 für alle Lieferanten im Fassungsbereich abgeschlossen sein.

Der Rechnungsverarbeitungsprozess wird dabei von verschiedenen technischen Anwendungen (wie z.B. die Programme DOXIS und Hivebuy) unterstützt und soll so in Zukunft weitestgehend automatisiert werden. Auch die Prüfung und Freigabe von Rechnungen gemäß der neuen Genehmigungsrichtlinie ist hierbei implementiert worden. Dies ermöglicht eine jederzeitige Kontrolle von Bestellungen versus Rechnungen.

Mit den wichtigsten Lieferanten existieren langfristige Lieferverträge, welche die Konditionen der Warenbeschaffung sicherstellten. Mit einem großen Teil der Lieferanten wurden im 2. Halbjahr 2023 dazu Lieferantenverhandlungen geführt.

Personal

Der Fachkräftemangel in den Standorten bleibt auch im Jahr 2023 eine wesentliche Herausforderung der Branche der Augenoptik und der Hörgeräteakustik. Viele Betriebe beklagen wie im Vorjahr, freie Stellen nicht adäquat besetzen zu können (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Branchenbericht Augenoptik 2022/2023).

Um dem Fachkräftemangel in den Betrieben Rechnung zu tragen hat die OUNDA in erheblichem Maße in Bereich Recruiting und Aus- und Weiterbildung investiert.

Fokus der Personalarbeit der OUNDA GmbH war und ist daher vornehmlich die Gewinnung und Bindung von motivierten Mitarbeitern. Des Weiteren wurde der Fokus im Bereich der Personalentwicklung und hier konkret auf die stetige Weiterentwicklung der "OUNDA-Akademie" gelegt. Die bereits etablierten Qualitätszirkel für "Optometrie und Spezialoptik" erarbeiteten hierfür inhaltliche Grundstrukturen, welche in die fachliche Personalentwicklung überführt wurden und auf deren Basis eine Vielzahl von internen Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt wurden.

Die OUNDA GmbH zählte dabei zu den großen Arbeitgebern im Bereich der traditionellen Augenoptik und Hörakustik in Deutschland. Der durchschnittliche Personalbestand belief sich zum Ende des Jahres 2023 auf 582 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Ende des Vorjahres 2022 ergab sich dadurch ein Anstieg von 32 Mitarbeitern. (2022: 550 Mitarbeiter)

Vielfalt und Toleranz werden bei der OUNDA GmbH großgeschrieben. Die Förderung und die Nutzung der Vielfalt unserer Mitarbeitenden sind die Quelle von Kreativität, Innovation und unseres Geschäftserfolg. Das Unternehmen profitiert von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen, denn es ist Teil unserer Firmenkultur, diese individuelle Vielfalt zu leben und zu fördern. Die OUNDA GmbH bietet allen Mitarbeitenden flexible Arbeitszeitmodelle an, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Mit Blick auf die Entgelthöhe der Mitarbeiter und die dabei gewählten Gehaltsbandbreiten zählen als wesentliche Faktoren die bestehenden Kompetenzen, die erworbene Berufserfahrung und die absolvierte Ausbildung. Es gehört zur Firmenkultur, Vielfalt zuzulassen und zu fördern, um so von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen zu profitieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Geschäftsführung der OUNDA GmbH besteht im Jahr 2023 aus Bernd Seufert und Dirk Stader (ab 06/2023). Zu Beginn des Jahres 2023 hat Bernd Seufert die Alleingeschäftsführung der OUNDA GmbH übernommen. Im Berichtszeitraum 2023 besteht dadurch eine Frauenquote in der Geschäftsführung von 0 Prozent.

Im Berichtszeitraum bestand keine Veranlassung, die bestehende Frauenquote in der Geschäftsführung zu verändern. Die Geschäftsleitung der OUNDA GmbH komplettieren im Jahr 2023 die Prokuristen Alexander Terlutter und Rolf Pinternagel. Wobei Herr Terlutter das Unternehmen per 30.06.2023 und Herr Pinternagel per 31.05.2023 verlassen haben. Hierbei war Alexander Terlutter als kaufmännischer Leiter der OUNDA GmbH vornehmlich für den Bereich der Finanzen und des Controllings verantwortlich, während Rolf Pinternagel als Gesamtleiter den Einkauf und den Vertrieb vorstand. Auf der zweiten Führungsebene ergibt sich daraus ebenfalls eine Frauenquote von 0 Prozent. Im Berichtszeitraum bestand keine Veranlassung, die bestehende Frauenquote auf der zweiten Führungsebene zu verändern. Die dritte Führungsebene gehört nicht der Geschäftsleitung an.

Die dritte Führungsebene steuert die Funktionsbereiche der IT, des IPRO-First-Level-Supports, des Accountings, des Controllings, des Personals, des Marketings, des Projektportfoliomanagements und des Rechts. Der Funktionsbereich Recht wird aktuell über einen externen Rechtsanwalt abgedeckt. Die dritte Führungsebene in den Funktionsbereichen des Marketings und des Projektportfoliomanagements sind aktuell unbesetzt. Der Bereich des Marketings ist im Geschäftsjahr 2023 extern besetzt gewesen. Mit Blick auf die noch verbleibenden Funktionsbereiche der IT, des IPRO-First-Level-Supports, des Accountings, des Controllings und des Personals ergibt sich daraus eine Frauenquote für die dritte Führungsebene von 40 %. Im Berichtszeitraum bestand keine Veranlassung, die bestehende Frauenquote auf der dritten Führungsebene zu verändern.

Für den Unternehmenserfolg der OUNDA GmbH sind die Fähigkeiten, Perspektiven und Erfahrungen der Mitarbeitenden von hoher Relevanz. Zum Ausbau einer entsprechenden Kultur werden konkrete Maßnahmen ergriffen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Die OUNDA strebt bis 2027 einen Anteil von mindestens 25% Frauen über alle Leitungsebenen hinweg an und hat entsprechende Zielquoten etabliert. Die OUNDA hat sich zum Ziel gesetzt, einen Frauenanteil von 30% zu erreichen. Zur Sicherstellung der Zielerreichung wurde bereits ein unternehmensweites Projekt aufgesetzt, das Maßnahmen zur Förderung der Frauenquote initiiert und umsetzt. Dazu gehören gezielte Recruiting-Strategien, Programme zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Schaffung eines unterstützenden Arbeitsumfelds, das Chancengleichheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet. Die Unternehmensaufmerksamkeit auf das Thema konnte dadurch bereits verstärkt werden.

d. Plan-Ist Vergleich 2023

Der aufgestellte Plan für das Jahr 2023 war auch auf Grund des Angriffskrieges auf die Ukraine von einer hohen Planungsunsicherheit geprägt. Die Unsicherheit wurde im Laufe des vergangenen Jahres durch die hohe Inflation sowie der explodierenden Energiepreise weiter verstärkt.

Die steigende Konsumzurückhaltung des deutschen Endverbrauchers schlug sich dabei auch in dem erwirtschafteten Umsatz des Jahres 2023 nieder und führte zu einer Planerreichung von 95%. Die Planerreichung beim Rohergebnis war ca. 94%.

Des Weiteren ist es positiv, dass die Wareneinsatzquote unter den geplanten knapp 29% lag und damit eine geeignete Reaktion auf die schwächeren Umsätze zeigt.

Jene Kostenpositionen, die einen fixeren Charakter besitzen, entwickelten sich allerdings prozentual zum Umsatz weniger positiv. So zeigt die Personalkostenquote mit 45,3% einen erhöhten Wert gegenüber dem geplanten Wert für das Jahr 2023. Auch das EBITDA entwickelte sich, vornehmlich auf Grund der niedrigeren Umsätze, schwächer. Das EBITDA sank auf EUR 1.604.293,73 (Vorjahr: EUR 2.434.995,56).

e. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz verzeichnete eine 10%ige Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 49.073.899,18 EUR im Vorjahr auf 54.047.877,23 im Jahr 2023. Treiber dieser Entwicklung sind verkaufsfördernde Maßnahmen insbesondere durch die Steigerung der Zweitbrillenquote, sowie die Erhöhung des durchschnittlichen Auftragswertes und die Weitergabe von Preissteigerungen seitens der Glaslieferanten an den Endkunden.

Das Unternehmen verzeichnete 2023 ein Rohergebnis in Höhe von EUR 38.559.796,91 (Vorjahr: EUR 35.287.948,28). Der Materialaufwand steht im Jahr 2023 bei etwa 28,66 Prozent und daher ähnlich wie im Vorjahr (2022: 28,69 Prozent).

Der Gewinn vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) sank dabei auf EUR 1.604.293,73 (Vorjahr: EUR 2.434.995,56). Hierbei ist das operative Ergebnis der 100%tigen-Töchter nicht inkludiert. Die Erträge aus den Beteiligungen erhöhen das Ergebnis um EUR 846.366,32. Die Verschlechterung des EBITDA zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch Personaleinstellungen- und Neubesetzungen im Headoffice der OUNDA GmbH in qualitativer und quantitativer Höhe begründet. Außerdem führte die Integration technischer Anwendungen, wie z.B. der digitale Bestellprozess (DOXIS & Hivebuy), zu hohen finanziellen Belastungen. Ebenfalls wurde die Gesellschaft im Jahr 2023 durch einen Zusatzzinses auf Grund des Covenants Breachs bei den Darlehen stark belastet. Die Aufwendungen lagen hierbei im Berichtsjahr bei EUR 1.667.030 (Vorjahr: EUR 0,00).

Das höhere Zinsergebnis reflektiert die im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Zinsaufwendungen durch die Erhebung von Zusatzzinsen, die vertragskonform durch die Fremdkapitalgeber erhoben wurden, weil das Unternehmen vertraglich fixierte Kennzahlen im Finanzbereich nicht erwirtschaften konnte. Die Rechtsfolge sind Zusatzzinsen, die die Fremdkapitalgeber in Rechnung gestellt haben.

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis aus und verbuchte einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.500.514,60 (Vorjahr: EUR -7.357.769,09). Dieser Jahresfehlbetrag verglichen mit dem EBITDA resultiert zu einem Großteil aus den erhöhten Abschreibung EUR 8.508.324,04 (Vorjahr: EUR 7.819.816,31), die insbesondere eine Folge der Asset-Deal-Zukäufe und den damit verbunden Aufteilung der Kaufpreise auf die abschreibungsfähigen Vermögenswerte (i.e., Anlagevermögen, Firmenwerte) sind. Zusätzlich drücken die erhöhten Zinsen und ähnlichen Aufwendungen EUR 4.920.901,17 (Vorjahr EUR 2.865.287,16), die durch die Fremdkapitalaufnahme zur Finanzierung der anorganischen Wachstumsstrategie entstanden sind das Ergebnis.

Abweichend zu den Vorjahren wurde das Wahlrecht zum Ausweis aktiver Steuerlatenzen in der Form ausgeübt, diese zu aktivieren. Aktive Steuern werden im Berichtsjahr ausgewiesen in Höhe EUR 7.480.000. Wäre das Wahlrecht zugunsten aktiver latenter Steuern im Vorjahr in gleicher Weise ausgeübt worden, hätte sich hier ein Ausweis in Höhe von EUR 4.330.000 ergeben.

Die latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Bilanzen im Bereich des Steuer- bzw. Handelsrechts. Es handelt sich hierbei um einen einmaligen Effekt.

Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Eigenkapitalsumme der Gesellschaft EUR 11.439.888.43 (im Vorjahr: EUR 14.940.403,03). Das Eigenkapital umfasst die eingezahlten Kapitalerhöhungen des Gesellschafters von EUR 29.974.000,00 (im Vorjahr: EUR 29.974.000,00) abzüglich der bisher realisierten Ergebnisse, i.e., Verlustvortrag EUR 15.058.596,97 (im Vorjahr: EUR 7.700.827,88) und Jahresfehlbetrag EUR 3.500.514,60 (im Vorjahr: EUR -7.357.769,09). Zum Stichtag betragen die Verbindlichkeiten EUR 31.751.336,28 (im Vorjahr: EUR 32.853.415,48) und Rückstellungen EUR 642.793,97 (im Vorjahr: EUR 789.900,00). Die Verbindlichkeiten bestehen zum Großteil aus den aufgenommenen Darlehen zur Finanzierung der anorganischen Expansionsstrategie (2023: EUR 28.446.905,88; Vorjahr: EUR 27.057.366,55). Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch den laufend generierten Cash-Flow allen Zahlungsverpflichtungen der Zukunft nachgekommen werden kann.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über eine freie Liquidität in Höhe von EUR 1.363.962,94 (im Vorjahr: EUR 5.041.578,84). Bestehende Kreditlinien bei Banken oder Sparkassen existieren im Jahr 2023 nicht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der OUNDA GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 44.353.267,16 (Vorjahr: EUR 48.635.975,78).

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Anlagevermögen EUR 26.103.264,37 (im Vorjahr: EUR 33.745.883,37). Das Anlagevermögen umfasst die Immateriellen Vermögensgegenstände i.H.v. EUR 16.940.717,00 (im Vorjahr: EUR 22.216.016,00), die Sachanlagen i.H.v. EUR 5.296.616,30 (im Vorjahr: EUR 7.663.936,30) und die Finanzanlagen i.H.v. EUR 3.865.931,07 (im Vorjahr: EUR 3.865.931,07). Die Veränderung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen resultieren zum Großteil aus der Aufteilung der Kaufpreise auf die abschreibungsfähigen Vermögenswerte für die im Vorjahr durchgeführten Asset-Deal-Zukäufe der Standorte. Die Finanzanlagen stehen maßgeblich in Verbindung mit Gesellschaftsanteilen der OUNDA GmbH and ihrer 100%tigen -Töchter der Optik Kronwinkler GmbH und Hannes Kronwinkler GmbH.

Aktive Steuern werden im Berichtsjahr ausgewiesen in Höhe von 7.480.000 EUR und führen zu Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung nach § 285 Nr. 31 HGB. Abweichend zu den Vorjahren wurde das Wahlrecht zum Ausweis aktiver Steuerlatenzen in der Form ausgeübt, diese zu aktivieren.

Zum Stichtag betragen die Vorräte EUR 5.996.023,72 (im Vorjahr: EUR 6.547.077,99), die Forderungen aus Lieferung und Leistung und sonstige Vermögensgegenstände EUR 3.344.558,83 (im Vorjahr: EUR 3.230.367,50) und die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung EUR 1.864.130,62 (im Vorjahr: EUR 1.602.339,73).

f. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die OUNDA steht den Betrieben ein Höchstmaß an Individualität beim Marktauftritt und der Kundenbetreuung zu. Die Identitäten der ehemaligen gruppen-unabhängigen Einzelkaufleute und GmbH Geschäftsführungen bleiben in der OUNDA Philosophie nahezu vollständig erhalten. Dadurch ändert sich insbesondere aus Kundensicht beim Ausscheiden des Alt-Eigentümer überhaupt nichts.

Den Mehrwert schafft die OUNDA durch die Optimierung von End-to-end Prozessketten, dem Heben von Einkaufsynergien sowie der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen und die Eliminierung von Verwaltungstätigkeiten auf der Standortebene.

Die ausgeprägte betriebswirtschaftliche Steuerung der Standorte und die Regionalleiterstruktur sorgt dafür, das Optimierungsinitiativen auch in der Fläche ankommen.

Grundlage des Erfolgs sind die gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter, die die Philosophie des Unternehmens leben. Ziel des Unternehmens ist es, Kundinnen und Kunden fachkundig, persönlich und wertschätzend zu beraten. So liegt im Fokus der Steuerung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren das Wohl, die Bindung und die Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

Die OUNDA GmbH zählte dabei zu den großen Arbeitgebern im Bereich der traditionellen Augenoptik und Hörakustik in Deutschland. Der durchschnittliche Personalbestand belief sich zum Ende des Jahres 2023 auf 582 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Ende des Vorjahres 2022 ergab sich dadurch ein Anstieg von 32 Mitarbeiter (2022: 550 Mitarbeiter). Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend auf EUR 24.502.480,22 (im Vorjahr: EUR 21.426.686, 27). Der Anstieg des Personalaufwandes ist maßgeblich durch die Ausweitung der Holding Aktivitäten und den damit einhergehenden Personalaufbau getrieben.

Die demografische Entwicklung wird die Gesellschaft in Deutschland in den nächsten Jahren tiefgreifend verändern. Bei insgesamt rückläufiger Bevölkerungszahl scheiden die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach aus dem Arbeitsmarkt aus. Die daraus resultierenden Fachkräfteengpässe zeichnen sich auch bereits bei der OUNDA GmbH in einigen Berufen, Branchen und Regionen deutlich ab.

Um die Herausforderungen des demografischen und technologischen Wandels zu meistern, setzt die OUNDA GmbH auf die eigene Ausbildung und bietet den Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber wirbt die OUNDA GmbH in Schulen, auf Jobmessen und in digitalen Medien um die Fachkräfte der Zukunft.

Die OUNDA GmbH berücksichtigt soweit möglich den Wunsch nach individueller Arbeitszeitgestaltung und schafft durch flexible Arbeitszeitregelungen ein familienfreundliches Umfeld. Nahezu 49 Prozent der Mitarbeiter des Unternehmens waren im Jahr 2023 in Teilzeit beschäftigt.

Gesamtaussage der wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung beurteilt die längerfristige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts als positiv, da man sich auf einem hart umkämpften Markt, geprägt von Kaufzurückhaltung, etabliert hat. Aus heutiger Sicht geht die Geschäftsführung davon aus, dass die OUNDA GmbH bei angemessenem Ergebnis weitere Absatz- und Umsatzmarktanteile insbesondere durch gezielte Preis- und Absatzmaßnahmen sowie durch eine selektive, anorganische Expansionsstrategie gewinnen wird. Zusätzlich kommt es in der Regel bei krisenbedingten Einschränkungen in der Nachfrage nur zu einem Aufschub und nicht zu einem dauerhaften Verzicht des Brillenkaufs (Jahresbericht 2021 Fielmann, S. 65). Dennoch bleibt zu erwähnen, dass ohne das Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern der Jahresfehlbetrag noch höher ausgefallen wäre. Dieses Wahlrecht hat verhindert, dass der Jahresfehlbetrag um einen Betrag in Hohe von etwa EUR 7,5 Millionen hätte erhöht werden müssen.

3. Prognosebericht

Die Optikerbranche blickt optimistisch ins Jahr 2024, da sie von verschiedenen Faktoren profitiert. Zum einen wird erwartet, dass die Nachfrage nach Sehhilfen aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und des damit verbundenen erhöhten Bedarfs an Bildschirmarbeit weiter steigen wird. Zudem wird erwartet, dass technologische Innovationen in der Augenoptik, wie zum Beispiel maßgeschneiderte Brillengläser oder fortschrittliche Kontaktlinsen, die Kundenerfahrung verbessern und neue Umsatzmöglichkeiten schaffen werden. Die Branche wird sich auch verstärkt auf den Bereich der Augengesundheit konzentrieren, um das Bewusstsein für die Bedeutung regelmäßiger Augenuntersuchungen zu stärken und präventive Maßnahmen zu fördern. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Optikerbranche verstärkt auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit setzen wird, um den wachsenden Kundenwunsch nach ethisch hergestellten Produkten zu erfüllen.

Insgesamt kann die Optikerbranche im Jahr 2024 mit einem positiven Wachstum und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung rechnen. Das Segment Brillengläser wird das größte Marktsegment im Deutschen Augenoptik-Markt sein und 2024 einen wertmäßigen Umsatz von rund 4,68 Mrd. EUR ausmachen. Dies entspricht einer Steigerung von ca. EUR 100 Mio. EUR , - zum Vorjahr 2023. Bis zum Jahr 2028 wird mit einem kontinuierlichen Wachstum in allen Teilbereichen gerechnet. Der globale Markt für Augenoptik dürfte in den nächsten fünf Jahren ein kräftiges jährliches Wachstum verzeichnen. Dieses Wachstum wird durch sich verändernde Megatrends im Verbraucherverhalten, sich wandelnde Marktstrukturen und technologische Innovationen angetrieben werden. Das Alter ist einer der weltweit bedeutendsten demografischen Faktoren, die sich auf die Augenpflege auswirken, da der Bedarf an Sehkorrekturen mit zunehmendem Alter ansteigt und komplexer wird. Darüber hinaus könnten längere Bildschirmzeiten, insbesondere bei Jugendlichen, schwerwiegendere Auswirkungen auf die Augen haben als bisher angenommen, was die Nachfrage nach präventiver Augenpflege verstärkt (Quelle: Augenoptik - Deutschland, Statista Market Insights, März 2024).

Dennoch gibt es auch Faktoren, die sich negativ auf die Optiker-Branche auswirken: Zum Beispiel ist das Konsumklima von Verunsicherungen geprägt. Hinzukommen die anhaltend steigenden Preise und die schwache Konjunkturprognosen. Dies zeigt sich auch in der Wachstumsprognose der Bundesregierung. Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2024 von ursprünglich 1,3 Prozent auf lediglich 0,2 Prozent reduziert. Eine konjunkturelle Erholung in Deutschland lässt somit vorerst weiter auf sich warten (Quelle: Eyebizz (Ebner Media Group GmbH & Co. KG): Konsumklima stabilisiert sich, 4. März 2024).

Nichtsdestoweniger wird das Jahr 2024 für die OUNDA GmbH vor allem durch eine organische Weiterentwicklung des Unternehmens geprägt sein. Die Geschäftsleitung ist optimistisch, dass diese Anstrengungen zu einer weiterhin positiven Gesamtentwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren führen.

Mit Blick auf die organische Weiterentwicklung des Unternehmens wird an den bestehenden und bereits beschriebenen Erfolgsfaktoren festgehalten und dadurch mit einem Umsatzwachstum auf bestehender Fläche von ca. 7% gerechnet.

Mit Blick auf die Top-Line erfolgt beispielsweise die Modernisierung von bestehenden Standorten und der Ausbau von Akustikelementen, die Förderung von individuellen Marketingaktionen im analogen und digitalen Bereich, die Weiterentwicklung der Ansprache von Bestands- und Endkunden sowie die Professionalisierung und die Verbesserung des Pricing.

Die weiterführenden Anstrengungen der begonnenen Komplexitätsreduzierung und Effizienzerhöhung wird sich mit Blick auf die Bottom-Line zeigen. So erfolgte für das Jahr 2023 beispielsweise die Verbesserung der Prozesseffizienz in allen Funktionsbereichen in der Verwaltung sowie die Professionalisierung des Bereichs der Hörgeräteakustik. Zur Umsetzung und Erreichung der Ziele begann bereits in den Jahr 2022 und 2023 die Verstärkung der Verwaltung mit erfahrenen und kompetenten Mitarbeitern.

In Abhängigkeit, ob in einzelnen Standorten weiterführende Maßnahmen (z.B. Durchführung von Mitarbeiterschulungen, Einsatz externer Berater, weiterführende Marketingkampagnen) bereits ergriffen wurden oder geplant sind, wurde eine bessere Entwicklung der Planzahlen in den Standorten angenommen. Des Weiteren wurden anstehende Modernisierung von bestehenden Standorten und auch der Ausbau von Akustikelementen in der Top-Line berücksichtigt.

Auf Basis der makroökonomischen Situation und Rahmenbedingung sowie Bezug nehmend auf eine große Anzahl an Expertengesprächen im Handel und der Industrie erfolgte die Verteilung der Umsätze über den Jahresverlauf. Hierbei wird von einem schwächeren 1. Halbjahr 2024 und einem stärkeren 2. Halbjahr 2024 ausgegangen. Die Verteilung der Werte auf Monatsbasis folgt im Wesentlichen einem IST-Vergleich des Jahres 2023.

Mit Blick auf Wareneinsatz und Rohertrag wurden die Zahlen der Einzelstandorte für die Vorjahre betrachtet, die Entwicklung und die Reife des jeweiligen Standortes in Kalkül gezogen und die bestehenden Maßnahmen zur Optimierung des Einkaufs und zur Reduzierung des Warenbestands aufgenommen. Über sämtliche Standorte der OUNDA GmbH wird für das Jahr 2024 mit einem Wareneinsatz von unter 28% geplant.

Zur Prognose der Personalkosten der OUNDA GmbH wurden ebenfalls die Einzelstandorte betrachtet, die bereits bekannten Veränderungen adjustiert (z.B. bestehende Kündigungen, Schwangerschaften, etc.) und die jeweilige Weiterentwicklung des Standorts reflektiert (z.B. Ausscheiden des Alt-Inhabers, Weiterbildung zum Meister, etc.). Zur Berücksichtigung bestehender Lohnforderungen der Mitarbeiter auf Grund der erhöhten Inflation, wurde auf Basis einer Annahme mit einem durchschnittlichen Wachstum der Personalkosten von ca. 3 % gerechnet.

Mit Blick auf die prognostizierte Entwicklung des EBITDA zeigt sich, dass die Steigerung auf um die 15% vornehmlich über die geplante Steigerung des Umsatzes sowie Rohertragsoptimierungen realisiert wird.

4. Chancen- und Risikobericht

Wir analysieren regelmäßig positive bzw. negative Abweichungen unserer Planung von der tatsächlichen Entwicklung unter besonderer Beachtung der Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Chancen

Die Chancen für eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens besteht auch in Zukunft in der Entwicklung und auch Akquise von erfolgreichen Fachgeschäften der Optiker- und Akustikbranche sowie dem Verkauf von hochwertigen Seh- und Hörhilfen über eine individuelle und qualitative Beratung.

Im Folgenden werden die Einzelchancen dargestellt.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

- Entwicklung bestehender und Akquisition neuer Standorte

- Weiterentwicklung der zentralen Funktionsbereiche in der Verwaltung

- Weiterführender demographischer Wandel

- Anwendung der Stärke in den Sortimentsbereichen der Optometrie und Myopie

a. Entwicklung bestehender und Akquisition neuer Standorte

Fokus des Jahres 2024 liegt in der Weiterentwicklung der bestehenden Standorte. Klassisch werden hier Verbesserungen in den Ergebnissen der Top- & der Bottom-Line durch Maßnahmen und Projekte, vornehmlich durch die Vertriebs- und Marketingmitarbeiter der OUNDA GmbH, angestrebt.

Neben der weiteren Professionalisierung von Marketingkampagnen und -aktivitäten erfolgte bereits zu Beginn des Jahres 2023 eine weiterführende Überarbeitung des Pricings der Gläser und der Fassungen.

Anpassung des Warenbestands auf ein Optimum ist eines der Ziele zur Verbesserung der Ergebnisse der Bottom-Line. Hierbei berücksichtigt das Optimum nicht nur die schiere Anzahl an Fassungen, sondern auch die Gewährleistung von attraktiven, modischen und individuellen Sortimenten in den Standorten.

b. Weiterentwicklung der zentralen Funktionsbereiche in der Verwaltung

Bereits im Jahr 2022 begonnen, ausgebaut im Jahr 2023 ist die Weiterentwicklung der zentralen Funktionsbereiche in der Verwaltung eine der großen Chancen für die OUNDA GmbH im Jahr 2024.

Die Weiterentwicklung der Verwaltung hat hierfür unterschiedliche Facetten. Neben der adäquaten Ausstattung der Funktionsbereiche mit den dafür benötigten Kapazitäten und Kompetenzen gilt es auch, die Prozesse und Strukturen in der Verwaltung aufzunehmen, zu analysieren und zu verbessern.

Mit Blick auf die Ausstattung der Funktionsbereiche mit Kapazitäten und Kompetenzen seien hier der Aufbau des Bereichs Business Intelligence/Data Analytics mit einer dezidierten Ressource genannt, die kapazitative Aufstockung des Personalbereiches sowie die Weiterentwicklung des Vertriebs mit Blick auf die Senkung der Anzahl der Standorte auf die Regionalbereiche, um hier eine engere Betreuung zu gewährleisten.

Mit Blick auf Weiterentwicklung von Prozessen und Strukturen erfolgt zunächst die Aufnahme der bestehenden Prozesse und Strukturen in den Kernfunktionen der Verwaltung. Dazu zählen bspw. Vertrieb, Einkauf, Personal, IT und Marketing. Auf Basis dieser Transparenz erfolgt, gemeinsam mit den Mitarbeitern, die Analyse der Erhebungsergebnisse sowie die Definition der zukünftigen Prozesse und Strukturen. Die Definition der zukünftigen Prozesse und Strukturen richtet sich dabei an den strategischen Leitlinien der OUNDA GmbH aus. Dazu zählen im Wesentlichen die Reduktion von Komplexität im sogenannten Back-End des Unternehmens, bei gleichzeitiger Wahrung der Individualität der Ladengeschäfte gegenüber dem Kunden.

c. Weiterführender demographischer Wandel

Ein wesentlicher Wachstumstreiber der Branche ist auch in Zukunft die demografische Entwicklung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Brillenträger deutlich. Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen in der Regel im Alter eine Gleitsichtbrille (Quelle: SPECTARIS; Branchenreport Augenoptik 2020/2021).

Zum Jahresende 2023 lebten in Deutschland nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 84,7 Millionen Menschen. Gegenüber dem Jahresende 2022 wuchs die Bevölkerung damit um gut 0,3 Millionen Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 035 vom 25. Januar 2024).

Die OUNDA-Gemeinschaft steht mit Ihren Standorten für hochwertige Brillen im Bereich der Einstärkengläser und Gleitsichtgläser. Die moderne Geräteausstattung der Standorte (bspw. mit DNEye Scanner von Rodenstock) und die gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen diese Entwicklung auf und ermöglichen dadurch die Erfüllung der bestehenden Kundenbedürfnisse am Markt.

d. Anwendung der Stärke in den Sortimentsbereichen Optometrie und Myopie

Häufiges Nahsehen und der Mangel an Tageslicht können bereits bei Kindern und Jugendlichen zu einem Längenwachstum des Augapfels und damit zu einer Verminderung der Sehfähigkeit führen. (Quelle: Huang H-M, Chang DS-T, Wu P-C; The Association between Near Work Activities and Myopia in Children - A Systematic Review and Meta-Analysis).

Der Anteil von Kindern und Jugendlichen, die auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind, steigt kontinuierlich. (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Brillenstudie 2019)

Bereits im Jahr 2022 wurde der Qualitätszirkel "Optometrie" ins Leben gerufen. Dieser koordiniert den Aufbau und die Weiterentwicklung der Aktivitäten in diesem Bereich und gewährleistet darüber, dass sich die OUNDA GmbH an diesen wachsenden Märkten partizipiert.

So wurden bereits inhaltliche Grundstrukturen gelegt, welche in die fachliche Personalentwicklung überführt und auf deren Basis eine Vielzahl von internen Weiterbildungsveranstaltungen sowie Marketingkampagnen durchgeführt werden.

Risiken

Ziel unseres Risikomanagements ist ein möglichst frühes Erkennen absehbarer und zukünftiger Risiken, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden werden die Einzelrisiken in der Nettobetrachtung nach Umsetzung oder Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt:

- Finanzrisiken

- Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

- Personalrisiken

- Risiken der IT-Sicherheit und des Datenschutzes

- Produktrisiken

a. Finanzrisiken

Finanzrisiken sind grundsätzlich in direkte und indirekte Finanzrisiken aufzuteilen. Direkte Finanzrisiken aus Derivaten, Wertpapieren und Devisen sind dabei für die OUNDA-Gemeinschaft von keiner Relevanz. Indirekte Finanzrisiken erfassen im Wesentlichen das Ausfall- bzw. Kreditrisiko und das Liquiditätsrisiko.

Die Gefahr des Ausfallrisikos liegt in erster Linie in der Gefahr, dass ein Kreditnehmer nicht oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will.

Grundsätzlich ist für die OUNDA GmbH zu sagen, dass durch die Vielzahl an privaten Endkunden ein Klumpenrisiko ausgeschlossen ist. Des Weiteren zeigt sich auf Basis der Vergangenheitswerte, dass die Ausfälle an Kundenzahlungen im Vergleich zum Gesamtumsatz tatsächlich marginal sind.

Unabhängig davon ist ein plattformbasierter Inkassoprozess aufgebaut, welcher den Standorten die weitere Möglichkeit der Reduzierung des Ausfallrisikos ermöglicht. Des Weiteren erfolgte der Aufbau einer Partnerschaft zur Übertragung des Finanzierungsrisikos an eine darauf spezialisierte Bank bzw. der Verkauf der Forderung an ein Factoring Unternehmen.

Ein Liquiditätsrisiko besteht in der eingeschränkten Fähigkeit, benötigte Zahlungsmittel für fällige Zahlung nicht beschaffen zu können.

Zur Minimierung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird durch die OUNDA GmbH ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt und überwacht.

Laufenden Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden durch die laufende Liquidität gesichert.

Das anorganische Wachstum der OUNDA GmbH wurde durch zwei Darlehen sichergestellt. Davon ist eins an den EURIBOR geknüpft und verfügt somit über einen variablen Zinssatz. Das verbleibende Darlehen verfügt über einen festen Zinssatz von 10,5 %. Von dem festverzinsten Darlehen geht nach Einschätzung der Geschäftsführung kein Risiko aus. Das variabel verzinste Darlehen unterliegt hingegen einem Zinsrisiko.

Das höhere Zinsergebnis reflektiert die im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Zinsaufwendungen durch die Erhebung von Zusatzzinsen, die vertragskonform durch die Fremdkapitalgeber erhoben wurden, weil das Unternehmen vertraglich fixierte Kennzahlen im Finanzbereich nicht erwirtschaften konnte. Die Rechtsfolge sind Zusatzzinsen, die die Fremdkapitalgeber in Rechnung gestellt haben.

b. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Eine weitere Verschlechterung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Auslöser für eine solche unvorhergesehene Entwicklung könnten auch in externen Ereignissen liegen, wie es der Fall des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine 2022 oder auch die Instabilität amerikanischer und Schweizer Banken zu Beginn des Jahres 2023 gezeigt haben.

Eine stagnierende Inflationsrate auf hohem Niveau und eine anhaltende oder sich gar verschärfende Eintrübung der Konsumneigung der Endkunden können zu einer Reduzierung der Nachfrage führen und sich negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Dies betrifft auch den weiteren Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise für die Herstellung unserer Vorprodukte (z.B. Brillengläser, Fassungen).

Grundsätzlich ist durch die bestehenden Geschäftsaktivitäten im Privatkundengeschäft ein erhöhtes Klumpenrisiko auf Einzelkundenebene ausgeschlossen. Der Effekt einer möglichen Eintrübung der Konsumneigung des Endkunden wird durch den Fokus auf Produkte und Dienstleistungen im Premium-Segment minimiert. Die bestehende Preiselastizität im Premium-Segment ermöglicht es darüber hinaus, im Regelfall, Preissteigerung von Vorprodukten an Endkunden weiterzugeben.

Um dem weiteren Risiko des Anstiegs der Einkaufspreise im Bereich der Vorprodukte entgegenzutreten, besitzt das Unternehmen eine stark diversifizierte Lieferantenlandschaft vornehmlich mit Lieferketten innerhalb Europas.

c. Personalrisiken

Der Fachkräftemangel hat auch die Augenoptik erreicht. Im Zuge der Corona-Krise hatte sich die Situation im Jahr 2020 kurzfristig entspannt, jedoch bereits in den letzten Jahren wieder verschlechtert.

Der Arbeitsmarkt im Bereich der Augenoptik bleibt auch im Jahr 2023 angespannt. So konnten 71 Prozent der Betriebe freie Stellen nicht wie gewünscht besetzen. (Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Branchenbericht Augenoptik 2022/2023).

Die Schere zwischen zu besetzenden freien Stellen und arbeitslosen Augenoptikern öffnet sich zunehmend. So standen im Jahr 2023 1.420 freie Stellen 487 arbeitslosen Optikern gegenüber. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit iVm. Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen; Branchenbericht Augenoptik 2022/2023).

Die OUNDA GmbH ist für die Realisierung der strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Mit fortlaufenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sichern wir die fachliche Kompetenz unseres Personals. Darüber hinaus achten wir darauf, kompetentes Personal zu fördern und langfristig zu halten. Zu den Weiterentwicklungsmöglichkeiten zählen beispielsweise die Weiterentwicklung im Bereich der Spezialoptik oder auch der Erwerb der Doppelmeisterschaft von Augenoptik und Hörakustik.

d. Risiken der IT-Sicherheit und des Datenschutzes

Mängel in der IT-Sicherheit und dem Datenschutz können zu Ausfällen, Datenverlusten, Cyber-Angriffen, unbefugten Zugriffen auf sensible Daten durch Dritte führen.

Die Akquisition von einer Vielzahl an Standorten führt automatisch zu einer heterogenen Architektur im Bereich der Hard- und Software und begünstigt eine nicht ausreichende IT-Sicherheit bzw. Datenschutz.

Zur Begegnung dieser Risiken und mit Blick auf die Standardisierung der wichtigsten Softwareanwendungen ist ein einheitliches Warenwirtschaftssystem sowie ein übergreifendes Personalwirtschaftssystem flächendeckend eingeführt. Zusätzlich wurden Daten- und IT-Risiken mit einem externen Dienstleister aufgenommen und ausgewertet. Auf Basis der Erkenntnisse und der daraus abgeleiteten Aktivitäten erfolgen die weiterführende Mitigation der erkannten Risiken.

e. Produktrisiken

Mangelhafte Fassungen, Brillen oder Kontaktlinsen sowie unzureichende Arbeitsausführungen in der Beratung und Brillenherstellung können zu Reputationsverlust und Strafen führen. Dadurch kann die weitere Akquisitionsgeschwindigkeit der OUNDA-Gemeinschaft oder auch der Umsatz gehemmt werden und weiterführende Kosten entstehen.

Die positive Unternehmensentwicklung der Gemeinschaft hängt im besonderen Maße an unseren Fähigkeiten, innovative und hochwertige Produkte über eine hochqualitative und individuelle Beratung anzubieten.

Die Weiterentwicklung von Fähigkeiten gelingt zum einen über den Aufbau Personalentwicklung und hier im Besonderen über die OUNDA-eigene Akademie. Wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung ist die fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter mit Blick auf Optometrie sowie die Ausstattung der Standorte mit "state-of-the-art" Geräten zur Unterstützung der Beratungsleistung und der Brillenherstellung.

Regelmäßige Austausche mit den Lieferanten, im Rahmen von Branchenmessen oder Regelterminen, sorgt für stets aktuelles Wissen zu Produktqualitäten.

Sollten einige der beschriebenen Risiken im kommenden Geschäftsjahr eintreten, sind die Wachstumserwartungen potentiell zu hoch. Dennoch bietet unser Geschäftsmodell durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen uns in jedem Fall genügend Zeit, rechtzeitig auf unvorhergesehene oder sich verschärfende Ereignisse zu reagieren.

 

Münster, 8.5.2024

Dirk Stader

Timo Beyer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 26.103.264,37 33.745.883,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.940.717,00 22.216.016,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 591.915,00 734.790,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.348.802,00 21.481.226,00
II. Sachanlagen 5.296.616,30 7.663.936,30
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.227.133,00 7.380.114,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.483,30 283.822,30
III. Finanzanlagen 3.865.931,07 3.865.931,07
1. Beteiligungen 3.865.671,07 3.865.671,07
2. Genossenschaftsanteile 260,00 260,00
B. Umlaufvermögen 10.704.545,49 14.819.024,33
I. Vorräte 5.996.023,72 6.547.077,99
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.981.023,72 6.536.825,99
2. geleistete Anzahlungen 15.000,00 10.252,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.344.558,83 3.230.367,50
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.077.386,15 1.802.852,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.267.172,68 1.427.515,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 207.361,08 211.950,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.363.962,94 5.041.578,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.457,30 71.068,08
D. Aktive latente Steuern 7.480.000,00
Aktiva 44.353.267,16 48.635.975,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.439.888,43 14.940.403,03
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 29.974.000,00 29.974.000,00
III. Verlustvortrag 15.058.596,97 7.700.827,88
IV. Jahresfehlbetrag 3.500.514,60 7.357.769,09
B. Rückstellungen 642.793,97 789.900,00
1. sonstige Rückstellungen 642.793,97 789.900,00
C. Verbindlichkeiten 31.751.336,28 32.853.415,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137.232,41 282.550,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 107.044,82 54.040,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.187,59 228.509,60
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 137.262,79 191.773,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 137.262,79 191.773,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.864.130,62 1.602.339,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.864.130,62 1.602.339,73
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 215.921,03 273.178,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 215.921,03 273.178,81
5. sonstige Verbindlichkeiten 29.396.789,43 30.503.573,56
davon aus Steuern 427.512,95 1.485.881,42
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.719,45 315.166,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 949.883,55 3.433.933,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 28.446.905,88 27.069.640,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 519.248,48 52.257,27
Passiva 44.353.267,16 48.635.975,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 54.047.877,23 49.073.899,18
2. sonstige betriebliche Erträge 426.076,73 293.965,67
3. Materialaufwand 15.488.080,32 14.079.916,57
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.404.603,12 14.015.330,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 83.477,20 64.586,05
4. Personalaufwand 24.502.480,22 21.426.686,27
a) Löhne und Gehälter 19.743.754,58 17.728.151,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.758.725,64 3.698.534,67
davon für Altersversorgung 179.953,96 127.727,41
5. Abschreibungen 8.508.324,04 7.819.816,31
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.508.324,04 7.819.816,31
davon außerplanmäßige Abschreibungen 497.977,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.879.099,69 11.426.266,45
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,00 1,46
7. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 846.366,32 896.915,23
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 226,46 0,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.483,74 1,59
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.920.901,17 2.865.287,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.480.001,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 7.480.000,00
12. Ergebnis nach Steuern -3.495.853,96 -7.353.191,09
13. sonstige Steuern 4.660,64 4.578,00
14. Jahresfehlbetrag 3.500.514,60 7.357.769,09

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff., §§264 ff. des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: OUNDA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Münster
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Münster
Register-Nr.: 18350

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Dieser Posten betrifft den erstmaligen Ausweis aktiver latenter Steuern. Abweichend zu den Vorjahren wurde das Wahlrecht zum Ausweis aktiver Steuerlatenzen in der Form ausgeübt, diese zu aktivieren.

Aktive Steuern werden im Berichtsjahr ausgewiesen in Höhe von 7.480.000 EUR und führen zu Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung nach § 285 Nr 31 HGB. Wäre das Wahlrecht zugunsten aktiver latenter Steuern im Vorjahr in gleicher Weise ausgeübt worden, hätte sich hier ein Ausweis in Höhe von 4.330.000 EUR ergeben.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 betreffen Firmenwerte bei geschlossenen Standorten.

Hierbei handelt es sich um Vollabschreibungen von Firmenwerten bei geschlossenen Standorten.

Die Finanzanlagen wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten (Einzelfeststellung der AK) bzw. den niedrigeren Tagespreisen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Abschläge für ungängige Bestände werden in angemessener Höhe vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Mit Ausnahme der latenten Steuern, wurde beim Jahresabschluss die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände (außer Firmenwerte) beträgt zwischen 2 und 3 Jahre.

Die aktivierten entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus dem Erwerb von Optik- und Akustikunternehmen. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden 6 Jahre festgelegt. Diese Nutzungsdauer basiert auf der relativ hohen Fluktuation eines Kundenstamms und einer hohen Kundenbindung an den Alt-Inhaber.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung betragen zwischen 2 und 10 Jahre.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Ergebniss
EUR
Eigenkapital
EUR
Optik Kronwinkler GmbH, Eggenfelden 100,00% 0,00 641.024,87
Hannes Kronwinkler GmbH, Arnstorf 100,00% 0,00 691.869,86

Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge zugunsten der OUNDA GmbH beträgt das Jahresergebnis jeweils 0,00 EUR.

Aufgrund des bestehenden beherrschenden Einflusses auf die Tochterunternehmen ist die Gesellschaft verpflichtet, einen Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff. HGB aufzustellen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit EUR 207.361,08 (Vorjahr: EUR 211.950,66) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Dabei handelt es sich um hinterlegte Kautionen und Sicherheiten in Höhe von EUR 207.361,08.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 28.439.441,05 EUR (Vorjahr: 27.041.271,12 EUR) und betrifft ausschließlich die sonstigen Verbindlichkeiten.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

• Verpfändung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Bankkonten

• Globalabtretung von Forderungen

• Verpfändung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Immaterialgüterrechte

• Sicherungsübereignung sämtlichen gegenwärtigen und zukünftigen beweglichen Anlage- und Umlaufvermögens

• Sicherungsabtretung von Forderungen aus allen derzeitigen und zukünftigen Gesellschafterdarlehen und entsprechender Finanzierungsvereinbarungen

• Verpfändung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Geschäftsanteile durch die Gesellschafter

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

In der Steuerbilanz werden die derivativen Firmenwerte auf Basis der Basis der gesetzlich vorgegebenen Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Daraus ergibt sich ein Unterschiedsbetrag im Anlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von 7.309.468,68 EUR, die zukünftig dadurch steuerwirksam werden, dass steuerliches Abschreibungsvolumen genutzt wird, nachdem die Firmenwerte handelsrechtlich bereits abgeschrieben sind.

Darüber hinaus wurden steuerliche Verluste und Verlustvorträge in Höhe von 18.650.000 EUR (für Zwecke der Körperschaftsteuer) bzw. 16.290.000 EUR (für Zwecke der Gewerbesteuer) bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 15 % für Körperschaftsteuer bzw. 15,23 % für Gewerbesteuer (basierend auf einem durchschnittlichen Hebesatz von 435 %).

Der ausschüttungsbedingte Betrag aus der Aktivierung der latenten Steuern betragt 7.480.000,00 EUR (§ 285 Nr. 28 HGB.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 25.083.015,94 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Gesamtbetrag davon zu leisten innerhalb
1 Jahres > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Geschäftsraum-Mietverträge 24.428.638,44 EUR 3.384.347,61 EUR 12.731.769,99 EUR 8.312.520,84 EUR
Kfz-Leasingverträge 262.667,23 EUR 117.159,25 EUR 145.507,98 EUR 0,00 EUR
Mobilen-Leasingverträge 391.710,27 EUR 108.619,08 EUR 250.587,09 EUR 32.504,10 EUR
25.083.015,94 EUR 3.610.125,94 EUR 13.127.865,06 EUR 8.345.024,94 EUR

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 17.721,84 EUR enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Die Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, betreffen Anwalts- und Gerichtskosten sowie Vergleichsbeträge aus Rechtsstreitigkeiten, die ihren Ursprung in früheren Perioden hatten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 582
davon
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 299
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 283

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Bernd Seufert ausgeübter Beruf: Kaufmann (bis 31. März 2024)
Dirk Stader Timo Beyer ausgeübter Beruf: ausgeübter Beruf: Kaufmann (ab 1. Juni 2023) Kaufmann (ab 1. April 2024)

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Gesellschaft enthalten. Auf die Angabe an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die OUNDA GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Dieser ist im Unternehmensregister offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Münster, 8.5.2024

Dirk Stader

Timo Beyer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OUNDA GmbH, Münster

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der OUNDA GmbH, Münster - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OUNDA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 8. Mai 2024

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