Robotron Datenbank-Software GmbH

Stuttgarter Straße 29, 01189 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1947
Eingetragen
26.2.1991
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb und Betreuung von Datenbanksoftware sowie dazugehöriger Tools; Handel mit Softwareprodukten (vorrangig Datenbanksoftware); Wahrnehmung von Auftragsprogrammierung auf der Grundlage von Datenbanksoftware; Übernahme von Auftrragsprogrammierung für unterschiedliche Rechentechnik; Übernahme von Schulungs- und Ausbildungsleistungen zur angebotenen Software; Handel mit Hard- und Software für die Rechnervernetzung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Heinemann
seit 12.2.2013
Geschäftsführer
Frank Hermel
seit 12.2.2013
Prokura
Ulf Heinemann
seit 1.12.2004
Geschäftsführer
Rolf Dr. Heinemann
seit 29.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (8)

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Rabenau
306.000 €
33.74%
Rabenau
306.000 €
33.74%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Robotron Datenbank-Software GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Robotron Datenbank-Software GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Gegenstand der Unternehmenstätigkeit

Gegenstand der Unternehmenstätigkeit der Robotron Datenbank-Software GmbH ist die Entwicklung, der Vertrieb und das Consulting von Datenbanklösungen zur effizienten Auswertung großer Datenmengen für Kunden, insbesondere aus der Energiewirtschaft, Industrie und öffentlichen Verwaltung. Im Bereich der Energiewirtschaft ist Robotron einer der Marktführer für Energiedatenmanagement für Netzbetreiber und Stromvertriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1.2 Steuerungssystem

Das unternehmerische Handeln ist auf die nachhaltige Sicherung der Ertragskraft der Gesellschaft ausgerichtet. Indikatoren für diese nachhaltige Ertragskraft sind Kundenzufriedenheit und Kundenbindungsdauer, aber auch die Möglichkeit Mitarbeiter zu gewinnen.

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Entwicklung des Umsatzes, des EBIT und der EBIT-Rentabilität herangezogen

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Deutschlands digitale Wirtschaft ist auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 29.000 wachsen, auf 1,363 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. "Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier als Hemmschuh", sagt der Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. "Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Unser Vorsatz für 2024 muss lauten: Mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum für Innovationen."

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Prognose 151,2 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,8 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,8 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Hier spiegelt sich auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider. Das Geschäft mit KI-Plattformen wächst um 39,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. "Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema bleiben. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI beschäftigen, entsprechende Projekte aufsetzen und auch in die Technologie investieren", so Wintergerst. "Die Politik muss bei der Umsetzung des AI-Acts Augenmaß beweisen und dafür sorgen, dass KI in Deutschland und Europa sowohl weiter genutzt als auch entwickelt werden kann." Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,8 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 15,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro wachsen.

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,5 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen. Wintergerst: "Das insgesamt starke IT-Wachstum zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Thema Digitalisierung ernst nimmt. Die Investitionsbereitschaft bleibt auch unter schwierigen Bedingungen hoch."

(Quelle bitkom Presseinformation, Streim, Bayer, Juni 2024)

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung der Gesellschaft

In Anlehnung an diese Gesamtsituation boten die Zielmärkte der Robotron Datenbank Software GmbH in der Energiewirtschaft, der Industrie und dem öffentlichen Dienst, in dem zurückliegenden Geschäftsjahr wieder gute, wenn auch wieder unterschiedliche Grundlagen für die Entwicklung der Gesellschaft.

Wir haben unsere Strategie im Umfeld der Industrie mit einem mehr projektbezogenen Ansatz zu agieren und nicht mehr einzelne Produkte und Lösungen zu fokussieren, konsequent weiter umgesetzt und haben damit auch in diesem Diskursbereich im letzten GJ einen guten Deckungsbeitrag erwirtschaften können. Trotzdem ist der Zielmarkt Industrie der herausforderndste der Firma Robotron. Viele Firmen in der diskreten Fertigung, wie auch Automobilhersteller oder Zulieferer, haben grundsätzliche oder gar existentielle Fragen auf dem Tisch und damit spielen Themen wie condition-Monitoring oder predictive-Maintenance eine eher untergeordnete Rolle.

Das Geschäft in der öffentlichen Verwaltung lief stabil und die Gesellschaft profitierte wieder von unserer langjährigen Stabilität und guten Vernetzung. Entsprechend unserer Strategie zur weiteren Entwicklung des kommunalen Softwareportfolios der Unternehmensgruppe haben wir die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften Vocus, Mäder CS und Saskia weiter vorangebracht und konnten aufgrund gemeinsamer akquisitorischer Maßnahmen, mehr Kommunikation und Abstimmung auch weitere Fortschritte erzielen. Die Zusammenarbeit hat noch mehr Potential. Für den öffentlichen Sektor insgesamt lief das Geschäft im letzten GJ wieder gut, weil unsere Themen Förderung, Polizei und Museumsverwaltung, kommunale Software und allgemeine Informationssysteme vergleichsweise krisenresistent sind.

Die Auftragslage in der öffentlichen Verwaltung konnte stabil gehalten werden. Neue Chancen im Umfeld der kommunalen Software, wie z.B. in dem Themenumfeld der Förderung, wie auch durch die Übernahme der Firma Mäder CS im Umfeld der Ordnungswidrigkeiten, konnten genutzt werden und liefern auch für die Prognose sehr gute Zahlen. Die Neuentwicklung des Systems für Ordnungswidrigkeiten in Kommunen auf einer Standard-Plattform für kommunale Software (VOIS der Fa. HSH Berlin) verspricht hervorragende Markchancen und die Aussicht auf gute Umsätze und Gewinne im nächsten GJ. Für das Museums-Informationssystem Daphne konnten ebenfalls wieder neue Kunden gewonnen werden.

Die Energiewirtschaft kann auf ein unerwartet erfolgreiches GJ zurückblicken. Die Erwartungen für den Lizenzverkauf wurden wieder übererfüllt und die damit steigenden Supporteinnahmen ermöglichen eine gute und belastbare Planung der diesbezüglichen Einnahmen. Alle Marktanforderungen konnten termingerecht abgebildet werden, unsere wichtigen Stammkunden sind uns treu geblieben und es sind wiederum Neuakquisen von Kunden gelungen. Das verschafft uns weiter zunehmend Anerkennung und betriebswirtschaftliche Sicherheit. Die Investitionen in die Geschäftsfelder Messwesen und Gateway-Administration zahlen sich weiter aus und generieren uns immer mehr Alleinstellungsmerkmale. Unsere Stabilität und Verlässlichkeit generiert uns zunehmend Sympathien und Bekanntheit am Markt der Software für Energiewirtschaft. Der Geschäftsbereich Energie kann als die betriebswirtschaftlich entscheidende Säule des Erfolges für die Robotron Firmengruppe genannt werden.

Aufgrund unserer Form der Wertschöpfung konnten wir auch im letzten GJ den Erwartungshaltungen der Arbeitnehmer zu mobilen Arbeiten im größerem Umfang entsprechen. Die primären Herausforderungen dieser mobilen Arbeitsweisen und insbesondere der zugehörigen Kommunikation sind mittlerweile erkannt und die diesbezüglichen Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten und Prozesse wurden im letzten GJ nochmals genauer definiert und kommuniziert. Das Modell des neuen Arbeitens muss entsprechend stetig angepasst und von uns weiterentwickelt werden.

Das mobile Arbeiten ist ein fester Bestandteil der Arbeitswelt bei Robotron geworden.

Die grundlegende Strategie der Robotron Datenbank Software GmbH, Mehrwerte aus großen Datenmengen zu generieren, behält unabhängig aller Entwicklungen ihre Berechtigung und wird stetig weiterentwickelt. Prinzipiell sehen wir uns in allen Geschäftsfeldern mit der Kombination aus fachlicher und Datenbankexpertise für unsere Zielmärkte sehr gut aufgestellt.

Die aktuellen weltpolitischen Ereignisse wie die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die herausfordernde Wirtschafts- und Energiepolitik sowie weitere Entscheidungen der aktuellen Bundesregierung, bergen insbesondere für die Mutterfirma der Firmengruppe noch nicht abschätzbare Risiken.

Die Nachfrage für IT Fachleute ist im zurückliegenden GJ nicht signifikant zurückgegangen, obwohl eine leichte Entspannung am Markt zu verspüren war. Der Fachkräftemangel gestaltet unsere Auftragsabwicklung an vielen Stellen herausfordernd.

Die personellen Engpässe sind an verschiedensten Stellen und in unterschiedlichen Bereichen der entscheidende Flaschenhals.

Die Einnahmesituation für Eigenlizenzen und die Projektbeauftragung in der Energiewirtschaft hat sich ein weiteres Jahr sehr positiv entwickelt. Langfristig profitiert die Gesellschaft von den dadurch gestiegenen Supporteinnahmen. Den Einnahmen steht selbstverständlich ein notwendiges hohes Investment zur Produktentwicklung gegenüber.

Die Auftragslage in der öffentlichen Verwaltung hat sich vorsichtig positiv entwickelt, neue Kunden wurden gewonnen. Das Produkt Fömikommunal sowie auch Daphne haben neue Nutzer bekommen. Die Neuentwicklung des Systems für Ordnungswidrigkeiten in Kommunen auf einer Standard-Plattform für kommunale Software (VOIS der Fa. HSH Berlin) in unserer Tochterfirma Mäder CS läuft plangerecht und verspricht aufgrund der bereits jetzt zu verzeichnenden Nachfragen hervorragende Markchancen und die Aussicht auf gute Umsätze und Gewinne für die gesamte Firmengruppe im nächsten und folgenden GJ'en.

Die Zusammenarbeit mit unseren Technologielieferanten Oracle und Microsoft stellte auch in diesem Geschäftsjahr eine wichtige Grundlage für unsere technologisch ausgerichteten Arbeiten in allen Wertschöpfungsbereichen dar. Die Umsätze und Margen bei dem Vertrieb der Produkte, insbesondere von Oracle, tragen auch zum monetären Erfolg von Robotron bei.

Die Appliance-Technologien von Oracle stellen neben den Datenbank-Produkten auch im zurückliegenden GJ eine state-of-the-art Technik dar, die uns in ganz Europa bei Oracle als Partner eine Alleinstellung verschafft. Sie ist aufgrund der Nachfrage ebenfalls eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit als IT-Spezialist ist.

2.3 Beschaffung

Auch 2023/2024 wurde wieder Software von den verschiedenen Technologiepartnern wie insbesondere von Oracle, splunk und Quest beschafft und an Endkunden verkauft.

Das Gesamtvolumen der Beschaffungen betrug ca. 17,79 Mio €.

2.4 Investitionen und Finanzierung

Die stabile Finanzlage der Firma erlaubt uns weiterhin eine konstante und konsequente Innenfinanzierung aller Investitionen der Firma. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in Forschung und die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten und Funktionen für unsere Geschäftsbereiche und internen Systeme, wieder 3,08 Mio € im Q1, 2,72 Mio € im Q2, 2,73 Mio € im Q3 und 2,95 Mio € im Q4 investiert. Das entspricht einer Gesamtinvestition von 11,48 Mio € im zurückliegenden Geschäftsjahr.

2.5 Personal- und Sozialbereich/Umweltschutz/Sonstiges

Zum Abschluss des Geschäftsjahres im Mai 2024 betrug die Anzahl der Mitarbeiter der Robotron Datenbank-Software GmbH 497. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr beläuft sich auf 476. Wie im vergangenem GJ stellen die Engpässe bei der Personalbeschaffung die größten Flaschenhälse in der Weiterentwicklung der Firmengruppe dar.

Deshalb spielen alle Themen der Mitarbeiterbindung bei Robotron eine wichtige Rolle. Wie z.B. auch unser Sportverein. Die monetäre und organisatorische Unterstützung unseres Sportvereins Robotron ist unverändert fester Bestandteil der Firmenkultur. Die Abteilungen Orientierungslauf, Ski, Freizeitsport, Volleyball und Fußball werden von den Mitarbeitern intensiv genutzt. Die Unterstützung für sportliche Bewegung und Aktivität, ist für Robotron als wissensbasiert agierendes Unternehmen mit vielen bewegungsarmen Tätigkeiten, unverändert wichtiger Bestandteil der Firmenstrategie. Die Infrastruktur für den Sportverein befindet sich allerdings am Campus der Firma und kann bei mobilen Arbeiten nicht mehr, bzw. nur mit mehr Aufwand, genutzt werden. Deshalb wird intensiver als bisher für sportliche Aktivitäten geworben und der Sportverein auch mit Spenden bzw. kostenneutralen KFZ-Nutzungsmöglichkeiten unterstützt.

Die mittlerweile intern und extern sehr beliebte Kantine am Hauptsitz des Unternehmens der Robotron Datenbank-Software GmbH, stellt sehr gutes Essen zu gestützten Preisen für alle Mitarbeiter zur Verfügung. Wir fördern bewusst unsere Kantine und die Essenspreise für die Robotron-Mitarbeiter in unserem Campus, um damit Mitarbeiterbindung und eine zusätzliche Motivation zur Arbeit im Büro zu schaffen.

Ein weiterer Punkt ist die proaktive Unterstützung von jungen Müttern und Vätern bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nach der Elternzeit. Verschiedene Teilzeitmodelle und dynamische Arbeitszeiten sollen jungen Eltern die Einbindung in die Arbeit bei Robotron erleichtern und eine gute Grundlage für eine motivierte Tätigkeit nach der Zeit des Mutterschutzes und der Elternzeit geben. Die gute Arbeit gerade unserer Mütter, die wieder zu Ihrem Job bei Robotron zurückgekehrt sind, ist auch ein Bestandteil unseres Erfolges.

Die Robotron Kindervilla mit dem Angebot zur Betreuung von Kindern bei Tagesmüttern stellt eine weitere Unterstützungsmöglichkeit dar.

Die Eventebene im Kellergeschoss der Villa ist die Grundlage für die Betätigung des Filmklubs von Robotron. Weiterhin steht die Villa mit diesen Räumlichkeiten für verschiedene Veranstaltungen wie das Robotron Kinderfest, Abteilungsveranstaltungen und auch für private Veranstaltungen zur Verfügung.

Im Sinne der Nachhaltigkeit und der Kosteneffizienz bei unserer Energienutzung, überlegen wir stetig, wie wir unseren primär tagsüber ausgerichteten Energiebedarf senken bzw. möglichst intelligent bedienen können.

In diesem Kontext ist auch unser Projekt Smart Campus einzuordnen, hier geht es um eine intelligente Steuerung aller Stromgeneratoren und Verbraucher im Sinne von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Gerade die intelligente Steuerung unserer Ladeinfrastruktur für Elektro-KFZ mit mittlerweile 5 Ladesäulen/Wallboxen spielt hier ein große Rolle. Ein Projekt zur Energieeffizienz plant den weiteren Ausbau der Photovoltaik im Campus und die innovative Abwärmenutzung des Datacenters.

Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit stellt auch unser Projekt der eigenen kleinen Bienenzucht auf unserem Campusgelände dar. Der hergestellte Robotron Honig hat selbstverständlich mehr symbolische Wirkung als betriebswirtschaftlichen Effekt. Es geht um eine beispielhafte Nutzung von Grünflächen und das Bekenntnis zum nachhaltigen Denken bei der Robotron Datenbank Software GmbH.

3. Lage der Kapitalgesellschaft

3.1 Entwicklung der Gesellschaft

Die Lage der Kapitalgesellschaft war während des Geschäftsjahres und ist auch nach Ablauf des Geschäftsjahres stabil. Wie aus dem Wirtschaftsbericht zum 31.05.2024 zu entnehmen ist, kann das abgelaufene Geschäftsjahr als erfolgreich angesehen werden. Umsatz und EBIT liegen über den Vorjahreswerten und haben die Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres übertroffen. Folgende Kernkennzahlen verdeutlichen die Geschäftsentwicklung.

Geschäftsjahr 2023/2024 2022/2023
Umsatz T€ 68.674 T€ 64.433
Gewinn vor Steuern T€ 6.605 T€ 4.783
Jahresüberschuss T€ 4.636 T€ 3.125
EBIT T€ 5.970 T€ 4.571
Bilanzsumme T€ 64.184 T€ 64.024
Zahl der festangestellten Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 453 444
Eigenkapital T€ 33.372 T€ 30.136
Anlagevermögen T€ 11.523 T€ 11.509

Der Anstieg im EBIT ist auf den Umsatzanstieg und die damit verbundene Marge zurückzuführen. Die Strategie der konsequenten Innenfinanzierung wird beibehalten.

3.2 Vergleich mit der Vorjahresprognose

Die Umsatzzielstellung für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 65,0 Mio € und konnte mit 68,7 Mio € übererfüllt werden. Sehr gute Lizenz- und Projekteinnahmen und daraus folgende Supportverträge haben uns entsprechende Einnahmen generiert. Dies hat auch zu einer Steigerung des EBIT und der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr und der Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr geführt.

Die angestrebte Markterhaltung in dem Bereich Energiedatenmanagement für Großkunden ist gelungen und konnte wieder weiter ausgebaut und gefestigt werden.

Die Sparte Industrie konnte im Vorjahresvergleich weiter mit einer schwarzen Zahl stabilisiert werden und kann mit der neuen Strategie und in Zusammenarbeit mit Technologie und Services jetzt wieder wachsen.

Die Marktbewahrung im Geschäftsfeld der Öffentlichen Verwaltung kann ebenfalls als erreicht betrachtet werden. Für das Robotron Produkt zur Fördermittelverwaltung in Kommunen, Fömi.kommunal, konnten wieder mehrere neue Kunden gewonnen werden. Die Vorjahresprognose für die Marktaussichten wurde nicht erreicht, aber der prinzipielle Aufwärtstrend kann bestätigt werden. Für das Produkt Daphne, der Objektverwaltung in Museen und Sammlungen, konnten ebenfalls wieder neue Kunden gewonnen werden. Die Strategie eines kommunalen Leistungs- und Produktportfolios über die gesamte Firmengruppe trägt zunehmend Früchte und hier erwarten wir auch weitere Steigerungen und Synergien. So wird zum Beispiel das Produkt Vocus Lohn und Gehalt ab 1.1.2025 in Dresden eingesetzt. Diese Referenz eines großen Kunden soll in Zusammenhang mit vertrieblicher Unterstützung aus Dresden neue akquisitorische Chancen eröffnen.

3.3 Exportaktivitäten

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit 3,0 Mio. € einen Anteil von 4,4 % des Umsatzes mit ausländischen Abnehmern.

Der Export läuft sowohl im Direktgeschäft mit ausländischen Abnehmern als auch über unsere Landesgesellschaften in der Schweiz, der Tschechischen Republik, sowie in Neuseeland. Die Landesgesellschaft Robotron Neuseeland konnte im vergangenen Geschäftsjahr weitere wichtige Kunden gewinnen und ist bereits das 2. Jahr in Folge profitabel. Weitere neue Mitarbeiter in Christchurch geben der Gesellschaft auch zunehmend Sicherheit. Das Management sieht die weitere Entwicklung von Robotron Neuseeland optimistisch. Deshalb wurde auch ein weiterer Teil des Bürogebäudes unseres Firmensitzes erworben und auf dieser Basis die Robotron Gebaeudeverwaltung Enterprise als Objektverwaltungsgesellschaft gegründet. Das ist ein klares Signal an die Mitarbeiter, Kunden und den Markt, dass Robotron das Engagement in Neuseeland weiter ausbauen will.

3.4 Kennzahlengestützte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.4.1 Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapitalquote Eigenkapital = 52,0% 47,1%
Summe Passivposten
Anlagenintensität Anlagevermögen = 18,0% 18,0%
Summe Aktivposten

3.4.2 Finanzlage

Geschäftsjahr Vorjahr
Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) T€ 5.634,7 T€ 4.101,2
Mittelzufluss/-abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit T€ 2.322,0 T€ 7.247,9
Mittelzufluss/-abfluss (-) aus Investitionstätigkeit -T€ 351,1 -T€ 1.604,3
Mittelzufluss/-abfluss (-) aus Finanzierungstätigkeit -T€ 1.401,7 -T€ 1.408,3
Liquiditätsgrad II Umlaufvermögen ohne Vorräte = 4.105,2% 786,7%
kurzfristige Verbindlichkeiten
Liquiditätsgrad III Umlaufvermögen = 509,8% 326,3%
kurzfristiges Fremdkapital

3.4.3 Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapitalrentabilität Jahresergebnis = 15,4% 11,0%
wirtschaftliches Eigenkapital am Anfang des Geschäftsjahres
Gesamtkapitalrentabilität Jahresergebnis + Fremdkapitalzinsen = 7,24% 5,89%
Summe Passivposen am Anfang des Geschäftsjahres
Umsatzrentabiltät Jahresergebnis = 6,74% 4,84%
Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen
EBIT-Rentabilität EBIT = 19,81% 16,09%
wirtschaftliches Eigenkapital am Anfang des Geschäftsjahres

4. Chancen- und Risikobericht

Als Risiken verstehen wir aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken können. Chancen hingegen definieren wir als mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und unsere Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen können. Risiken und Chancen sind für uns untrennbar miteinander verbunden. So können beispielsweise Risiken aus verpassten Chancen entstehen. Umgekehrt ist etwa die Wahrnehmung von Chancen in dynamischen Wachstumsmärkten oder neuen Geschäftsfeldern stets mit Risiken verbunden.

Das größte Risiko für unsere gesamten Prozesse und unsere Wertschöpfung sind nach wie vor Cyber Crime Attacken. Die Cyber-Bedrohungslage ist sehr angespannt und nimmt ständig zu bzw. verändert sich.

Es ist ein stetiger Wettlauf zwischen der Umsetzung aller technisch möglichen Installationen, der laufenden Information und Sensibilisierung aller Mitarbeiter und den Methoden und technischen Möglichkeiten von potentiellen Angreifern.

Durch Supply-Chain-Attacken, KI-basiertes Phishing, Ransomware und zunehmendes mobiles Arbeiten der Mitarbeiter, sind die Ursachen und Angriffsflächen immens.

Cybercrime-as-a-Service wird immer mehr zum Geschäftsmodell und Angriffstaktiken werden beinahe im Minutentakt weiterentwickelt. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bleibt Einstiegstor Nummer 1 - mehr als 85% aller Angriffe starten bei dem Faktor Mensch. Dem versuchen wir durch zyklische Informationen, stetige Warnungen und auch technische Maßnahmen und strengeren Regeln bei Robotron Einhalt zu gebieten.

Verschiedene Maßnahmen haben wir im letzten GJ beschlossen und konsequent umgesetzt. So wurden für die Maschinen unserer Mitarbeiter alle Administratoren-Rechte entzogen und diese werden nur mit Beantragung und bei besonderen Aufgaben temporär vergeben.

Über das Robotron-Portal informieren wir regelmäßig, z. B. auch im Kontext des Video-Formates robotron-Infotalk.

Mit dem Cyber Crime Competence Center Sachsen und den Sächsischen Informatik Diensten sind wir im intensiven Austausch, um Erfahrungen zu nutzen, uns auszutauschen und für alle Herausforderungen gut vorbereitet zu sein.

Für unsere Arbeit sind ebenfalls ausreichend technische Möglichkeiten und Sicherheiten geschaffen worden, um die Tätigkeit im mobilen Arbeiten sicher und effizient erledigen zu können. Risiken, bedingt durch die Remote-Tätigkeit, werden durch die ITK stetig bewertet und mit dem Ziel der Verhinderung von Cyber-Attacken immer wieder auf das Neue untersucht.

Wir versuchen allen möglichen Szenarien vorzubeugen, indem wir unsere diversen Sicherheitssysteme und-prozesse ständig hinterfragen und weiterentwickeln.

In einem wissensbasiert agierenden Unternehmen stellen die Mitarbeiter und deren Wissen das wichtigste Kapital der Firma dar. Viele Kundenprojekte und Produktentwicklungen basieren auf dem überdurchschnittlichen Know-How einzelner Berater und Entwickler. Damit wachsen auch die Risiken in der Abhängigkeit von einzelnen Personen in der Entwicklung, der Beratung, der Einsatzbetreuung sowie der ordnungsgemäßen Wartung und Gewährleistung. Durch eine stetige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter entsprechend unserer Personal- und Entwicklungsplanung und dem Aufbau entsprechender Vertreter sowie einer branchenkonformen Bezahlung versucht Robotron, derartige Risiken zu minimieren.

Das mobile Arbeiten bedingt eine immer höhere Sozialkompetenz unserer Leiter. Ansonsten besteht die Gefahr, unsere Zielstellungen nicht zu erreichen, bzw. nicht die notwendige Performance bei unseren Prozessen abbilden zu können. D.h. der ständige Ausbau der soft-Skills unseres Managements ist eine immer wichtigere Aufgabe geworden.

Wir müssen stetig daran arbeiten ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und im kommenden GJ werden wir aufgrund unseres erfolgreichen Wirtschaftens die Gelegenheit nutzen, auch intensiv über die Möglichkeiten attraktiver Arbeitszeitmodelle nachzudenken.

Bestandsgefährdende Risiken sehen wir angesicht der soliden finanziellen Aufstellung der Gesellschaft nicht.

5. Prognosebericht

Die Prognosen in diesem Lagebericht sind zukunftsorientierte Aussagen. Diese beruhen auf unseren Ansichten und Annahmen, die ihrerseits auf uns zur Verfügung stehenden Informationen basieren. Diese zukunftsbezogenen Aussagen resultieren aus den aktuellen Erwartungen sowie unseren darauf basierenden Annahmen, die wir unter anderem bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung, der Möglichkeit zur Einstellung und Bindung von Mitarbeitern, des Wettbewerbs in der Softwarebranche, der Umsetzung der Unternehmensstrategie, der Entwicklung und der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen, der regulatorischen Rahmenbedingungen, der Anpassung an den technischen Fortschritt, der Marktakzeptanz unserer Produkte und Dienstleistungen, der Erfüllung von Kundenerwartungen und anderer Risiken und Unsicherheiten getroffen haben.

Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland die auf die Entwicklung der Gesellschaft Einfluss hat, ist vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Folgen des Wirtschaftsembargos gegen Russland mit großen Unsicherheiten verbunden.

Zu den Konjunkturerwartungen 2024 und 2025 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Frühjahresgutachten 2024 Stellung genommen. Er geht von folgenden Eckpunkten aus:

Der Sachverständigenrat erwartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist, für dieses Jahr nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt. Im Jahr 2025 ist darüber hinaus damit zu rechnen, dass die Investitionen das Wachstum stützen und die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 % wachsen dürfte.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation ist mit Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 zu rechnen. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu ersten Zinssenkungen kommen wird. Damit dürften sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern. Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro Raum zum aktuellen Stand verlangsamen, könnte dies die Europäische Zentralbank (EZB) veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. Gleichzeitig könnten bei der Planung der öffentlichen Haushalte zusätzliche Konsolidierungen für das Jahr 2025 notwendig sein. In beiden Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern, nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte.

Quelle: Sachverständigenrat für Wirtschaft: FG2024_Gesamtausgabe

Aktuelle politische Entwicklungen in Deutschland, die Auswirkungen des Ukraine- und des Gaza-Krieges, ggf. der Energie-Preisentwicklungen können nicht im ausreichenden Maß berücksichtigt werden.

Wir hoffen unseren Mitarbeiterstamm weiter ausbauen zu können und neue Mitarbeiter für die verschiedenen Bereiche und auch deren Leitung zu finden. Aufgrund der stetigen Zunahme des mobilen Arbeitens sind die diesbezüglichen Prozesse und Festlegungen sowie der weitere Ausbau der Sozialkompetenz aller Leiter in diesem Umfeld eine immer wichtigere Aufgabe.

Robotron hat sich auch für das Geschäftsjahr 2024/25 wieder anspruchsvolle Ziele gesteckt und dabei die anstehenden Aufwände für die notwendigen Investitionen berücksichtigt. Das Unternehmen will seine Position als einer der Marktführer im Energiedatenmanagement bei großen Netzbetreibern sowie der Gateway-Administration in Deutschland halten und ausbauen.

Wir wollen wichtiger Partner von Oracle sowie weiterer Technologlieferanten sein. Robotron will die Rolle eines wichtigen Software-Lieferanten des Landes Sachsen weiter festigen.

Robotron baut gemeinsam mit den Tochterfirmen das Portfolio für kommunale Software in der Firmengruppe weiter aus und will z.B. auf dem Gebiet der Ordnungswidrigkeiten innerhalb der nächsten 3 Jahre eine marktführende Rolle in Deutschland einnehmen.

Die Umsatzzielstellung für das nächste Geschäftsjahr wird der Gesellschafterversammlung mit 70 Mio € vorgeschlagen. Die EBIT-Marge erwarten wir dabei in einer Größenordnung wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6. Forschung und Entwicklung

IInnovation ist die treibende Kraft in einem wissensbasiert agierenden Unternehmen. Forschung und Entwicklung wird in mehrere Richtungen betrieben:

- Ganz allgemein steht die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Services sowie Optimierung bestehender Leistungen unter Anwendung und Erweiterung aktueller technischer Möglichkeiten und Erfordernisse im Vordergrund unserer F&E Tätigkeit.

- Eine neue und vielversprechende Forschung betreiben wir mit der Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz (KI). Wir wollen verstärkt die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz für unsere Prozesse nutzen. Einerseits als Werkzeug, wie z.B. bei Marketing, andererseits auch in Feldern unserer Wertschöpfung, wie z.B. bei einfachen Programmieraufgaben. Hier sehen wir perspektivisch vollkommen neue Möglichkeiten und auch Veränderungen für unsere Arbeit.

- Verbesserung bzw. Umsetzung der 'Cloudfähigkeit' unserer Produkte und Leistungen

- Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern wie Oracle und Microsoft.

- Beteiligung an diversen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojekten in der Energiebranche mit Schwerpunkt SmartGrid und SmartMetering.

- Nutzung unseres Know-Hows aus der Kombination EDM, CLS, Optimierung und Prognose aus der Energiewirtschaft, IoT, Optimierung, Condition Monitoring im Sinne der Synergien für ein intelligentes Energiesystem Robotron SMART Campus mit einer innovativen Lade-Infrastruktur.

- Ausbau des Portfolios kommunaler Software in der gesamten Robotron Unternehmensgruppe. Fertigstellung des Systems Ordnungswidrigkeiten der Mäder CS GmbH auf Basis der Plattform VOIS.

Diese Aufgaben haben strategischen Charakter und dienen der Stärkung der Marktfähigkeit und damit der Liquidität des Unternehmens. Liquidität ist die monetäre Grundlage für unsere Innovationskraft. Die daraus entstehenden Erkenntnisse, Ergebnisse und Innovationen sind wiederum eine existentielle Grundlage für die weitere positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

 

Dresden, Juli 2024

Ulf Heinemann, Geschäftsführer, Sprecher der Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.5.2024
EUR
31.5.2023
EUR
A. Anlagevermögen 11.523.220,03 11.509.180,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.975,00 57.625,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.975,00 57.625,00
II. Sachanlagen 3.431.605,60 3.640.407,10
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.836.311,10 1.918.891,10
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.334,00 1.721.516,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.960,50 0,00
III. Finanzanlagen 8.089.639,43 7.811.148,31
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.356.038,22 5.987.906,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 317.059,88 386.475,71
3. Beteiligungen 170.000,00 170.000,00
4. sonstige Ausleihungen 1.246.541,33 1.266.765,71
B. Umlaufvermögen 39.608.556,20 40.008.176,83
I. Vorräte 1.402.832,48 1.214.031,11
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 288.266,94 173.720,37
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.114.565,54 1.021.952,74
3. geleistete Anzahlungen 0,00 18.358,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.831.617,53 17.989.253,65
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.308.398,82 17.180.532,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 342.379,82 461.614,48
3. sonstige Vermögensgegenstände 180.838,89 347.107,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.374.106,19 20.804.892,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.052.610,65 12.506.358,01
Bilanzsumme, Summe Aktiva 64.184.386,88 64.023.715,25

Passiva

31.5.2024
EUR
31.5.2023
EUR
A. Eigenkapital 33.372.145,94 30.135.758,81
I. gezeichnetes Kapital 2.400.000,00 2.400.000,00
II. Kapitalrücklage 320.998,72 320.998,72
III. Gewinnrücklagen 849.685,28 849.685,28
1. andere Gewinnrücklagen 849.685,28 849.685,28
IV. Bilanzgewinn 29.801.461,94 26.565.074,81
B. Rückstellungen 6.838.724,12 7.325.382,00
1. Steuerrückstellungen 1.846.574,17 2.165.472,20
2. sonstige Rückstellungen 4.992.149,95 5.159.909,80
C. Verbindlichkeiten 930.659,80 4.931.417,50
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 206.098,48 3.989.355,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.633,10 75.443,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 719.928,22 866.619,45
davon aus Steuern 638.587,68 757.363,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.042.857,02 21.631.156,94
Bilanzsumme, Summe Passiva 64.184.386,88 64.023.715,25

Gewinn- und Verlustrechnung

1.6.2023 - 31.5.2024
EUR
1.6.2022 - 31.5.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 68.674.164,95 64.433.145,83
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 92.612,80 182.157,18
3. sonstige betriebliche Erträge 450.917,56 771.473,97
davon Erträge aus Währungsumrechnung 0,00 86.100,49
4. Materialaufwand 19.079.801,72 21.676.864,68
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.790.294,85 20.655.670,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.289.506,87 1.021.194,59
5. Löhne und Gehälter 31.403.338,99 26.760.568,41
6. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.328.766,22 4.855.619,50
davon für Altersversorgung 2.489.593,29 2.300.716,32
7. Abschreibungen 998.306,44 976.568,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -998.306,44 -976.568,35
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.437.340,69 6.363.849,45
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 23.935,86 14,28
9. Erträge aus Beteiligungen 346.923,05 161.567,23
davon aus verbundenen Unternehmen 346.923,05 161.567,23
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 289.910,12 58.571,63
davon aus verbundenen Unternehmen 6.374,99 1.577,92
davon aus Abzinsung 54.960,00 16.840,00
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 182.610,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.707,66 8.262,01
13. Ergebnis vor Steuern 6.605.266,76 4.782.573,44
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.854.709,70 1.490.826,65
15. Ergebnis nach Steuern 4.750.557,06 3.291.746,79
16. sonstige Steuern 114.169,93 167.094,31
Jahresüberschuss 4.636.387,13 3.124.652,48

Ergebnisverwendung

1.6.2023 - 31.5.2024
EUR
1.6.2022 - 31.5.2023
EUR
1. Jahresüberschuss 4.636.387,13 3.124.652,48
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.165.074,81 23.440.422,33
3. Bilanzgewinn 29.801.461,94 26.565.074,81

Anhang

1. Allgemeine Angaben

1.1 Registergerichtliche Eintragung

Firmenname laut Registergericht: Robotron Datenbank-Software GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dresden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Dresden
Register-Nr.: HRB 1947

1.2 Angaben zu angewandten Bilanzierungsvorschriften

Der Jahresabschluss der Robotron Datenbank-Software GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Bilanzgliederung entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 HGB gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1.3 Angabe und Begründung der gegenüber dem gesetzlichen Gliederungsschema abweichenden Form der Darstellung

Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Zwischenergebnisse "Rohergebnis" (Nr. 5.) und "Ergebnis vor Steuern" (Nr. 13.) eingefügt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

2.1 Wertmaßstäbe der Bilanzpositionen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse haben die Anschaffungskosten gemindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse haben die Anschaffungskosten gemindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear bzw. degressiv vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu Euro 250,00 sofort als Aufwand erfasst und bis zu Euro 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Fertigungskosten, die Materialkosten und die Sonderkosten der Fertigung, jeweils nebst angemessener Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die in § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB genannten Kosten wurden ebenfalls in angemessenem Umfang einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden notwendige Einzelwertberichtigungen sowie eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr oder Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst worden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen sowie Finanzanlagen, die auf ausländische Währung lauten, und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in Berichtswährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

2.3 Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind zugleich Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Ausleihungen betreffen mit TEuro 150 unmittelbare Forderungen an Gesellschafter und mit TEuro 655,5 anteilig auf Gesellschafter entfallende Forderungen gegen Personengesellschaften.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEuro 60,2 mittelbare, anteilig auf Gesellschafter entfallende Verbindlichkeiten gegen Personengesellschaften enthalten.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

3.1.1 Brutto-Anlagenspiegel

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und Finanzanlagen wird auf den nachfolgenden Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 HGB) verwiesen.

3.1.2 Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Abschreibungsbemessung liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

- Gebäude: 50 Jahre
- Außenanlagen: 20 Jahre
- Software: 3 Jahre
- Hardware (ohne Großrechner): 3 Jahre
- Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 - 15 Jahre
- PKW 6 Jahre

Fristigkeiten der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände

Hinsichtlich der Gliederung und Fristigkeit der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände wird auf die nachfolgende tabellarische Übersicht verwiesen.

Art der Forderung zum 31.05.2024 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 16.308,4 16.308,4 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 342,4 342,4 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 180,8 180,8 0,0
Summe 16.831,6 16.831,6 0,0

3.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten/aktive latente Steuern

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden insbesondere vorausbezahlte zeitraumbezogene Lizenzgebühren für Softwarenutzungsrechte sowie eingekaufte zeitraumbezogene Supportleistungen mit dem Anteil ausgewiesen, der zeitanteilig auf nachfolgende Geschäftsjahre entfällt.

Der nach der Steuerbilanz sich ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Steuerbilanz zeigt, insbesondere wegen der begrenzten Möglichkeit, Rückstellungen für Zusagen anlässlich eines Dienstjubiläums zu bilden, einen höheren Gewinn.

Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

3.4 Eigenkapital

Hinsichtlich der Gliederung und Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Angaben in der Bilanz sowie die Textziffern 17.- 19. der Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen.

3.5 Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen sind für folgende ungewisse Verbindlichkeiten gebildet worden:

a) Rückstellungen für Personalkosten TEuro 4.244
b) Rückstellungen für Gewährleistungen und Nacharbeiten TEuro 169
c) Rückstellungen für Beiträge und Abgaben TEuro 132
d) Übrige ungewisse Verbindlichkeiten TEuro 448

3.6 Betrag und Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Hinsichtlich der Gliederung, Besicherung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten wird auf die nachfolgende tabellarische Übersicht verwiesen.

Art der Verbindlichkeit zum 31.05.2024 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
1 bis 5 Jahre
TEuro
größer 5 Jahre
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 206,1 206,1 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 4,6 4,6 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 719,9 719,9 0,0 0,0
Summe 930,6 930,6 0,0 0,0

Für Teile der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte in branchenüblichem Umfang.

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Aufgliederung der Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit zum 31.05.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
1 bis 5 Jahre
TEuro
größer 5 Jahre
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 3.989,4 3.989,4 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 75,4 75,4 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 866,6 866,6 0,0 0,0
Summe 4.931,4 4.931,4 0,0 0,0

3.7 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen den auf nachfolgende Geschäftsjahre entfallenden Anteil von zeitraumbezogenen Erlösen für Lizenzen, Softwarewartung und -support.

3.8 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten TEuro 2.743

Die Gesellschaft haftet im Wege des Schuldbeitritts für Darlehen der Rolf Heinemann Grundstücksverwaltungs GbR, die zur Finanzierung eines Neubaus bei der Commerzbank AG aufgenommen wurden. Die Rolf Heinemann Grundstücksverwaltungs GbR ist Besitzgesellschaft zur Robotron Datenbank-Software GmbH im Rahmen einer Betriebsaufspaltung. Folgende Darlehen wurden so gesichert:

- Finanzierungsdarlehen über nominal TEuro 3.950, valutierend zum Bilanzstichtag mit TEuro 2.743.

Eine Inanspruchnahme aus der Bürgschaft bzw. dem Schuldbeitritt wird als äußerst unwahrscheinlich angesehen, da der Hauptschuldner seinen Kapitaldienst aus den Mietzahlungen des bürgenden Unternehmens erbringen kann.

3.9 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen mit folgenden Jahressummen (jeweils Nettowerte):

a) PKW-Leasing TEuro 471
b) Gebäudemieten TEuro 1.763
c) Mieten und Leasingraten für Bürogeräte TEuro 46

Die Restlaufzeiten der Verträge liegen zwischen 10 Jahren (Gebäudemieten) und 1 Jahr.

Die Leasingverträge wurden wegen der gegenüber einem Kauf der Gegenstände erhöhten Flexibilität und dem erweiterten Serviceumfang abgeschlossen.

3.10 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Geographisch bestimmter Markt Umsatz
in TEuro
Inland 65.644
Ausland 3.030

Eine Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen kann unterbleiben, da die Gesellschaft ausschließlich die Erstellung und den Vertrieb von Softwareprodukten betreibt.

3.11 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Über die Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeter Rückstellungen hinaus in Höhe von TEuro 50 waren im Geschäftsjahr Ertäge aus Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen in Höhe von TEuro 32, sowie Aufwendungen i.H.v. TEuro 1 zu berücksichtigen, die im Wesentlichen auf nachlaufenden Rechnungen für Vorjahre beruhen. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie in den sonstigen Steuern sind Nachzahlungen für Vorjahre in Höhe von insgesamt TEuro 21 enthalten, die aus Folgekorrekturen aus dem Ergebnis der letzten steuerlichen Außenprüfung resultieren. Im Vorjahr waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 70, Aufwendungen aus nachlaufenden Rechnungen in Höhe von TEuro 7 sowie Steuernachzahlungen in Höhe von TEuro 35 aus periodenfremd zu verzeichnen.

4. Sonstige Einzelangaben

4.1 Organe

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Dr. Ing. Rolf Heinemann, Beruf: Informatiker, Rabenau

Ulf Heinemann, Beruf: Informatiker und Betriebswirt, Rabenau

Björn Heinemann, Beruf: Informatiker, Rabenau

4.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres

beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB

Angestellte (ohne Geschäftsführer und Auszubildende): 453 (Vorjahr: 444), davon 116 Teilzeitkräfte und 6 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Weiterhin wurden zur Berufsausbildung im Jahresdurchschnitt 20 Auszubildende und 16 Werkstudenten beschäftigt. Die Ermittlung des Durchschnitts erfolgte gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

4.3 Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr TEuro 88. Es entfiel mit TEuro 36 auf die Jahresabschlussprüfung gemäß § 316 Abs. 1 HGB, mit TEuro 32 auf Steuerberatungsleistungen und mit T€ 20 auf sonstige Leistungen.

4.4 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gesellschaft Sitz Anteil
%
Stichtag letzter vorliegender Jahresabschluss Eigenkapital
TEuro
Jahresergebnis sofern angabepflichtig
TEuro
SASKIA Informations-Systeme GmbH Chemnitz 95 31.12.2023 1.339 303
Robotron Schweiz GmbH Wil 62 31.05.2023 4.393 417
Robotron RUS Moskau 25 31.12.2023 -149 -45
Robotron Database solutions s.r.o. Prag 41 31.12.2023 136 45
Robotron New Zealand ltd. Christchurch 90 31.05.2024 99 268
VOCUS Computer- und Software-Systeme GmbH Markneukirchen 90 31.12.2022 325 85
AESOB Energiedienstleistungs-GmbH Dresden 50 31.12.2023 76 -4
Mäder Computersysteme GmbH Falkenstein 85 31.12.2022 -72 8
Robotron Gebaeudeverwaltung Ltd. Christchurch 47 31.05.2024 780 161

4.5 Konzernzugehörigkeit

Die Robotron Datenbank-Software GmbH stellt als Konzern-Obergesellschaft den Konzernabschluss der Robotron-Gruppe auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Unterschriften

 

Dresden, den 23. August 2024

Dr. Ing. Rolf Heinemann, Geschäftsführer

Ulf Heinemann, Geschäftsführer

Björn Heinemann, Geschäftsführer

Aus dem Bilanzgewinn werden € 2.000.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
01.06.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.05.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.255.026,60 0,00 47.982,30 1.207.044,30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.255.026,60 0,00 47.982,30 1.207.044,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.872.779,21 0,00 0,00 2.872.779,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.477.354,93 701.462,44 327.703,61 6.851.113,76
3. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau 0,00 7.960,50 0,00 7.960,50
Summe Sachanlagen 9.350.134,14 709.422,94 327.703,61 9.731.853,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.055.833,66 368.131,33 0,00 6.423.964,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 440.469,14 0,00 69.415,83 371.053,31
3. Beteiligungen 352.610,00 0,00 0,00 352.610,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.266.765,71 335.925,26 356.149,64 1.246.541,33
Summe Finanzanlagen 8.115.678,51 704.056,59 425.565,47 8.394.169,63
Summe Anlagevermögen 18.720.839,25 1.413.479,53 801.251,38 19.333.067,40
Kumulierte Abschreibungen
01.06.2023
EUR
Abschreibungen im Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.05.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.197.401,60 55.623,00 47.955,30 0,00 1.205.069,30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.197.401,60 55.623,00 47.955,30 0,00 1.205.069,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 953.888,11 114.925,00 0,00 32.345,00 1.036.468,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.755.838,93 827.758,44 319.817,61 0,00 5.263.779,76
3. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.709.727,04 942.683,44 319.817,61 32.345,00 6.300.247,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.926,77 0,00 0,00 0,00 67.926,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 53.993,43 0,00 0,00 0,00 53.993,43
3. Beteiligungen 182.610,00 0,00 0,00 0,00 182.610,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 304.530,20 0,00 0,00 0,00 304.530,20
Summe Anlagevermögen 7.211.658,84 998.306,44 367.772,91 32.345,00 7.809.847,37
Buchwerte
31.05.2024
EUR
31.05.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.975,00 57.625,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.975,00 57.625,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.836.311,10 1.918.891,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.334,00 1.721.516,00
3. Geleistete Anzahlugen und Anlagen im Bau 7.960,50 0,00
Summe Sachanlagen 3.431.605,60 3.640.407,10
3.431.605,60 3.640.407,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.356.038,22 5.987.906,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 317.059,88 386.475,71
3. Beteiligungen 170.000,00 170.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.246.541,33 1.266.765,71
Summe Finanzanlagen 8.089.639,43 7.811.148,31
Summe Anlagevermögen 11.523.220,03 11.509.180,41

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Robotron Datenbank-Software GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Robotron Datenbank-Software GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Robotron Datenbank-Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungenaufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtum ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt ,werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 23. August 2024

WWP Wichmann Waldeck & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Dr. Jüttner, Wirtschaftsprüfer

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