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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Bode seit 7.1.2022 | Liquidator |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
XOOL GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PST Europe Sales GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZAKTIVA
ANHANG
PST Europe Sales GmbH in Liquidation, München
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2022 bis 31. Dezember 2022
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss der PST Europe Sales GmbH in Liquidation, München (HRB 219174, Amtsgericht München) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des BilRUG sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt und wurde um die Posten "abzüglich Energie- und Stromsteuer" sowie abzüglich "EEG" ergänzt. Die Gesellschaft ist über ihre Alleingesellschafterin PGNiG Supply & Trading GmbH, München, mittelbar eine 100%ige Tochtergesellschaft der Polski Koncern Naftowy ORLEN Spółka Akcyjna ("PKN ORLEN"), Płock, Polen, einem vertikal integrierten Energieunternehmen, das entlang der vollständigen Wertschöpfungskette von Energieerzeugung/-exploration bis zur Versorgung von Endverbrauchern in den Bereichen Gas, Strom und Öl aktiv ist. Die Gesellschaft gehört somit zu einer Gruppe von Unternehmen, die im Sinne des Artikels 3 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr.139/2004 des Rates vom 20. Januar 2004 über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen miteinander verbunden sind und in der Europäischen Union im Elektrizitäts- oder Gasbereich tätig sind. Die Gesellschaft ist somit ein vertikal integriertes Unternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 Energie-wirtschaftsgesetz (EnWG). Durch die Aufgabe des Geschäftsbetriebs finden die Vorschriften des EnWG zur Prüfungspflicht des Jahresabschlusses keine Anwendung mehr. Mit der Alleingesellschafterin PGNiG Supply & Trading GmbH wurde am 9. Dezember 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag für Deutschland geschlossen, der im Handelsregister am 5. Januar 2017 eingetragen wurde. Der Vertrag gilt seit dem 1. Januar 2017 und hat eine Laufzeit von sechs Jahren bis zum 31.12.2022. Die PST ES schloss mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft XOOL GmbH in Liquidation einen Ergebnisabführungsvertrag ab. Der Vertrag gilt seit dem 1. Januar 2016 und besitzt eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 23. Dezember 2016. Die Gesellschaft hat im Wege der Ausgliederung ihren Vermögensgegenstand "Kundenportfolio" auf die neu gegründete PST ES Gas & Strom GmbH & Co. KG, München, gegen den Erhalt von Kommanditanteilen ausgegliedert. Als selbst geschaffenes immaterielles Wirtschaftsgut wurde dieser Vermögensgegenstand bisher nicht in der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesen. Die Eintragung der Ausgliederung erfolgte am 21.08.2020. Mit Wirkung zum 31.08.2020 wurden die Kommanditanteile von der lekker Energie GmbH übernommen. Mit der Kündigung der letzten Verträge zum 31.12.2020 stellte die Gesellschaft ihr operatives Geschäft ein und beliefert seit dem 01.01.2021 keine Kunden mehr mit Energie. Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich nun auf die Restabwicklung des Altgeschäftes. Gem. Gesellschafterbeschluss vom 5. November 2021 wird die Gesellschaft mit Ablauf des 31.12.2021 aufgelöst. Die Veröffentlichung dieses Liquidationsbeschlusses im Handelsregister erfolgte am 7. Januar 2022.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig beibehalten. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge während des Geschäftsjahres erfolgen zeitanteilig. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1 bis 5 Jahre. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Teilbetriebseinbringung wurden im Anlagevermögen die ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen übernommen. Bei einer dauerhaften Wertminderung des Anlagevermögens wird gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 und Satz 6 HGB außerplanmäßig auf den entsprechenden niedrigeren Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben bilanziert, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. Fremdwährungen wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände bzw. Schulden werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmänni-scher Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Unter den Finanzanlagen wird die 100% Beteiligung an der XOOL GmbH in Liquidation, München, ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2022 weist die Tochtergesellschaft ein gezeichnetes Kapital von EUR 500.000,00 aus. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages beträgt das ausgewiesene Jahresergeb-nis im Geschäftsjahr 2022 EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0). Da die XOOL GmbH in Liquidation ihre Geschäftstätigkeit ebenfalls einstellte, wurde der Bilanzansatz für diese bereits im Vorjahr entsprechend korrigiert. Von dem Ansatz der Anschaffungskosten wurde auf den Gesamtbetrag des Eigenkapitals abgewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Es gibt keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mehr mit einer Restlaufzeit länger als ein Jahr. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Forderung auf Ergebnisausgleich durch die Gesellschafterin PGNiG Supply & Trading GmbH in Höhe von EUR 1.290.432,63 (Vorjahr TEUR 750), sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die XOOL in Höhe von EUR 6.000. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen nur noch Forderungsansprüche aus Umsatzsteuer Vorjahre auszuweisen.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben, die keiner Verfügungs-beschränkung unterliegen.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben bilanziert, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 1.000.000,00 wird zu 100 % von der Alleingesellschafterin PGNiG Supply & Trading GmbH, München, gehalten. Die Bilanz wird unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der in der Bilanz ausgewiesene Bilanzverlust in Höhe von EUR 701.078,34 resultiert aus der Zeit vor dem Ergebnisabführungsvertrag.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus einer Rückstellung über die Archivierung von Geschäftsunterlagen, ausstehenden Eingangsrechnungen sowie der Risikovorsorge für laufende Rechtsstreitigkeiten.
Verbindlichkeiten
Die Gliederung der Verbindlichkeiten sowie ihre Laufzeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel.
Wie in den Vorjahren werden die Abschlagszahlungen gesondert ausgewiesen. Die Abschlagszahlungen für Gaslieferungen betragen EUR 64,41 und für Stromlieferungen EUR 1.823,33 (im Vorjahr TEUR 3 für Gas bzw. TEUR 3 für Strom). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Kosten für Netznutzungen sowie Verbindlichkeiten aus cost-to-serve für das Vertriebsgeschäft. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht aufgrund der Aufgabe des operativen Geschäftsbetriebes nur aus dem Gesellschafterdarlehen der Alleingesellschafterin PGNiG Supply & Trading GmbH in Höhe von EUR 3.401.951,15 (Vorjahr TEUR 3.379). Daneben bestehen noch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der PGNiG Supply & Trading GmbH in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 0) sowie die Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der XOOL in Höhe von 126.992,53 (Vorjahr Forderung in Höhe von EUR 15.109,25). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 326.940,26, sowie eine Umsatzsteuerverbindlichkeit in Höhe von EUR 295.643,60.
Eventualverbindlichkeiten
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen bzw. keine Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nachdem das Kundenportfolio im Jahr 2020 ausgegliedert wurde und als Bestandteil der PST ES Gas & Strom GmbH & Co. KG veräußert wurde, hat die PST Europe Sales GmbH in Liquidation kein operatives Geschäft mehr. Zum 31. Dezember 2022 sind somit keine sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mehr auszuweisen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gingen aufgrund der Beendigung des operativen Vertriebsgeschäft weiter zurück und liegen nun bei TEUR 45 (Vorjahr TEUR 238) und resultieren aus Erträgen aus Mehrminderabrechnungen für Perioden, in der die Gesellschaft noch Endkunden belieferte, sowie aus korrigierten Schlussrechnungen aus den Schlussabrechnungen, die aus technischen Gründen erst in 2022 abgerechnet werden konnten. Materialaufwand Der Posten Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie alle bezogenen Leistungen. Mit der Aufgabe des operativen Geschäftsbetriebes sanken die Materialaufwendungen -korrespondierend zu den Umsatzerlösen- im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 100.601,14 (Vorjahr TEUR 693). Der größte Teil der Materialaufwendungen entfällt dabei auf Aufwendungen aus Mehrminderabrechnungen (Gas und Strom) sowie Netznutzungsentgelte.
Sonstige betriebliche Erträge und sonstige
betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erlösen aus der Auflösung von Einzelwertberechtigung in Höhe von 106.888,63 (Vorjahr TEUR 103). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Berichtsjahr aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes weiter zurück. Es werden Aufwendungen für die Infrastruktur während des Liquidationsprozesses ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In 2022 wurden Zinsenaufwendungen in Höhe von EUR 363,37 (Vorjahr TEUR 30) erfasst. Darin sind keine Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen enthalten (Vorjahr TEUR 28). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die verbuchten Steueraufwendungen betreffen das Jahr 2020 und wurden durch die Veräußerung der Kundenportfolios im Jahr 2020 ausgelöst. Aufgrund des Verlustes im Jahr 2022 sind keine Steuerzahlungen zu leisten.
Sonstige Angaben
Geschäftsführung
Geschäftsführer der PST Europe Sales GmbH in Liquidation war im Geschäftsjahr 2022: · Herr Uwe Bode, Head of Trading PST, Baldham Der Geschäftsführer erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft. Herr Bode ist zum Liquidator des Unternehmens bestellt.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Mitarbeiter mehr beschäftigt.
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Polski Koncern Naftowy ORLEN Spółka Akcyjna Płock, Polen, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Dieser ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes wird die Gesellschaft nicht mehr in einem Teilkonzernabschluss der PGNiG Supply & Trading GmbH, München, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis).
Honorar des Abschlussprüfers
Wegen der nicht mehr vorhandenen Prüfungspflicht ist für das Geschäftsjahr 2022 auch kein Honorar mehr angefallen (Vorjahr TEUR 12).
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen bestehen nicht.
Ergebnisverwendung
Die Gesellschaft erwirtschaftete ein Ergebnis in Höhe von EUR - 1.290.432,63 vor Ergebnisabführung. Der mit der PGNiG Supply & Trading GmbH bestehende Ergebnisabführungsvertrag gleicht diesen Verlust der PST Europe Sales GmbH in Liquidation aus. München, 30. Juni 2023 Liquidator Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
München, den 03. Juli 2023 Robert Śleszyński & Grzegorz Markiewicz Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 03. Juli 2023 |
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