Camfil APC GmbH
Ludwigstaler Straße 149, 78532 Tuttlingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Erwin Wilhelm Overgoor seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Klatschow seit 2.8.2023 | Geschäftsführer |
Don Donovan seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Jürgen Katzenwadel seit 4.11.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Camfil Holding Aktiebolag | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Camfil APC GmbH (vormals: Camfil Handte APC GmbH)TuttlingenJahresabschluss zumLageberichtWirtschaftsbericht Wirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um preisbereinigt 1,9 % in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld solide gewachsen, nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 % im vorangegangenen Jahr. Das Wachstum fiel damit sogar geringfügig stärker aus, als in der Herbstprojektion der Bundesregierung vorhergesagt. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der Binnennachfrage getragen. Der Auftragseingang mit 34,5 Mio. € ging im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr (38,5 Mio. €) um 4 Mio. € zurück, was damit zu begründen ist, dass hier im Geschäftsjahr 2015 ein Großauftrag einging, aber im Geschäftsjahr 2016 wieder das normale Niveau erreicht wurde. Geschäftstätigkeit und Lage Die Firma Camfil APC GmbH mit Sitz in Tuttlingen ist seit mehr als 60 Jahren in der Herstellung von Abluftfiltern für technische Prozesse tätig. Die Gesellschaft stellt sich mit einem kreativen Entwickler- und Ingenieursteam den Aufgabenstellungen der Kunden und den Anforderungen an Sicherheit und Emissionsschutz im Umfeld der Produktion industrieller Unternehmen. Die Zielsetzung besteht in effektiver Abluftreinigung in Verbindung mit höchstmöglicher Energieeffizienz. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im deutschsprachigen Raum, darüber hinaus auch im übrigen Europa, in den USA und in Asien. Die Anteile der Camfil APC GmbH werden zu 100% von der Camfil Holding GmbH in Reinfeld gehalten. Diese Gesellschaft gehört zum Konzernverbund der Camfil AB, Stockholm, Schweden. Operativ ist die Camfil APC in die Business Unit Air Pollution Control (APC) eingegliedert. Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft aufgrund des hohen Auftragseinganges aus dem Vorjahr und des laufenden Jahres ein Umsatzvolumen von 35,7 Mio. erreichen (Vorjahr 32,1). Es konnten mehrere größere Sonderanlagen fakturiert und ausgeliefert werden. Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Vorjahresvergleich:
Der Umsatz ist somit um 3,7 Mio. € gestiegen, davon sind 1,2 Mio. € bedingt durch die Umstellung auf BilRUG, der neuen Definition der Umsatzerlöse nach dem HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes. Des Weiteren sind die Umsätze im Inland gestiegen. Für die kommenden Jahre wird bei gleichbleibendem Wirtschaftsumfeld eine weitere Steigerung des Umsatzvolumens erwartet. Das Ergebnis nach Steuern, welches im Berichtsjahr mit 1.131 T€ ausgewiesen wird, ist gegenüber dem Vorjahr (1.048 T €) angestiegen. Der Bestand hat sich im Wesentlichen aufgrund eines nicht abrechnungsfähigen Großprojekts um 2,3 Mio. € erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen auf Grund der neuen Definition der Umsatzerlöse nach BilRUG um 0,6 Mio. € zurückgegangen. Die Mitarbeiterzahl ist zum 31.12.2016 um 9 Mitarbeiter auf 130 Mitarbeiter angewachsen und hat somit höhere Personalkosten verursacht. Der Personalaufwand ist mit 8,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich mit 0,9 Mio. € entsprechend zum Umsatz gestiegen. Hintergrund ist der strategische Ansatz, das Unternehmen auf Wachstum auszurichten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,9 Mio. € gestiegen; dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Fremdleistungen und auf die Konzernumlage zurückzuführen. Seit 2016 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Camfil Holding GmbH, wodurch in der Gesellschaft keine Gewinnsteuern mehr anfielen und die latenten Steuern auszubuchen waren. Die Finanzanlagen setzen sich aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 804 T€ und sonstigen Ausleihungen in Höhe von 461 T€ zusammen. Die Eigenkapitalquote von 46 % bei einer Bilanzsumme von 12 Mio. € hat sich aufgrund der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,5 Mio. € um 22 % verringert. Bedingt durch einen Großauftrag und niedrigere Kundenanzahlungen sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr von 1,0 Mio. € auf 3,0 Mio. € angestiegen. Entsprechend sind die Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash Pool um 3,0 Mio. € gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 330 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 betragen in Summe 5,2 Mio. €. Dem stehen Forderungen in Höhe von 6,4 Mio. € gegenüber. Die Bilanzsumme hat sich um 0,53 % leicht vermindert. Den Geschäftsverlauf sowie die Lage des Unternehmens stufen wir im Geschäftsjahr als noch befriedigend ein. Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Vergleich zum Budget:
Das Umsatzvolumen im Berichtsjahr lag um 2,2 Mio. € über Budget aufgrund höherer Umsätze im Bereich Sonderanlagen für die Automobilindustrie als geplant und der Umgliederung der Erlöse gemäß BilRUG von 1,2 Mio. €. Das budgetierte Ergebnis konnte nicht erreicht werden, verursacht durch ungeplante Kosten für die strategische Umorganisation der Business Unit APC sowie der Vorbereitung zukünftigen des Wachstumskurses der Gesellschaft. Ein wichtiger Punkt hierbei war die Zentralisierung und Vergrößerung des APC Global Managements in Tuttlingen sowie die Einführung einer konzerninternen Umlage (Service Agreement). Finanzielle Leistungsindikatoren: Als wesentliche und bedeutsame Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens wird die Entwicklung des Umsatzes und EBIT verwendet. Daneben werden über das konzerninterne Reporting der Auftragseingang, Auftragsbestand und andere KPIs (Liefertreue, Anzahl der Mitarbeiter , Effizienz und Qualitätskennzahlen) im Vergleich zum Budget, Forecast und Vorjahr aufgezeigt. Diese Zahlen werden regelmäßig auf Management-Ebene diskutiert und bilden damit eine wesentliche Entscheidungsgrundlage. Beschaffungsmarkt Die meisten Lieferanten waren im Berichtszeitraum normal bis überdurchschnittlich ausgelastet. Dementsprechend war das Preisniveau in den relevanten Beschaffungsmärkten teils etwas ungünstiger als in den Vorjahren. Die Anpassungen der Einkaufspreise hängen u. a. mit der Einführung der Mindestlohnanforderungen zusammen. Investitionen Nennenswerte Investitionen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. Finanzierung Die Finanzierung wird durch die Einbindung in den Cash-Pool des Konzerns gesichert. Die Kreditlinien betragen aktuell 3,0 Mio. € und 0,1 Mio. USD. Beide Kreditlinien sind zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden. Personal- und Sozialbereich Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Durchschnittlich beschäftigte das Unternehmen im Geschäftsjahr 125 Mitarbeiter; hiervon entfielen 39 auf Arbeiter und 86 auf Angestellte. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 6 Mitarbeitern. Während des Berichtsjahres waren Geschäftsführer: - Herr Dr. Jakob Handte (Diplom- Ingenieur), Chief Technical Officer - Herr Dr. Christian Debus, Executive Vice President Umweltschutz Zulieferer und Fertigungswerkstätten werden im Unterlieferantenverhältnis werden im Einklang mit unserem QM-System angehalten, Materialien einzusetzen, die nicht als gesundheits- und umweltbelastend eingestuft werden." In 2016 wurde an allen Standorten der Camfil Gruppe die Camfil Cairing Woche durchgeführt. In dieser Woche konnten die Mitarbeiter in Workshops zum Thema Gesundheit und Umweltschutz Informationen sammeln. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Einführung einer globalen APC Management Organisation zur Realisierung der Synergien, die sich aus einer einheitlichen Führung der gegenwärtig wenig integrierten Gruppengesellschaften ergibt. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Alle wesentlichen Geschäftsbereiche werden nach den Gesichtspunkten des Risk Managements laufend überwacht und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Dabei wird als Risiko / Chance eine negative / positive Abweichung von den Planwerten mit einem Zeithorizont von 1 Jahr definiert. Die Risiken werden vor den ergriffenen Maßnahmen dargestellt. Für 2017 ist die Einführung eines globalen Risikomanagements der gesamten APC Gruppe vorgesehen. Dieses wird ein Risikoinventar sowie eine kontinuierliche Risikobewertung beinhalten und innerhalb der regelmäßigen Management Meetings besprochen und ausgewertet. Chancenbericht Durch die Integration des Unternehmens in die Business Unit APC ist eine stärkere Streuung des Kundenspektrums entstanden. Über die Vertriebsstrukturen unserer ausländischen Standorte konnten wir mit unseren Produkten den Umsatz im Ausland erhöhen. Durch die gemeinsame Arbeit der Entwicklungsabteilungen innerhalb der APC Business Unit am Produktportfolio erwarten wir bereits für das Folgejahr die Industrialisierung zweier neuer Produkte, für die große Chancen auf dem Markt bestehen, insbesondere auch in Asien. Risikobericht Zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken haben wir im Rahmen unseres QM-Systems ein standardisiertes Risikomanagementsystem implementiert. Nachfolgend werden die Einzelrisiken in Kategorien dargestellt. Absatz- und Marktrisiken Verschiedene Kunden aus der Lasertechnik machen den Großteil des Seriengeschäftes aus, welches knapp die Hälfte des Jahresumsatzes der Gesellschaft darstellt. Die Geschäftsbeziehungen sind stabil und die wirtschaftliche Situation der vorgenannten Gruppe sehr solide. Um das Geschäft auf andere Unternehmensbereiche zu erweitern, auch geographisch, wird die Kooperation mit Vertriebspartnern forciert. Der damit verbundene Volumenzuwachs könnte sich aber langsamer entwickeln als erwartet. Der geplante Anlauf neuer Produkte könnte zunächst erhöhte Kosten verursachen und das Ergebnis beeinträchtigen. Weiterhin bestehen Markrisiken durch die weltwirtschaftliche Entwicklung, wie z. B. der Brexit. Insgesamt stufen wir diese Risiken grundsätzlich als geringe bis mittlere Risiken ein. Risiken im Bereich Recht Wesentliches Risiko im Maschinen- und Anlagenbau ist das Gewährleistungsrisiko. Es ist generell nicht auszuschließen, dass es bei Nicht-Einhaltung zugesicherter Eigenschaften unserer Produkte (gesetzliche Vorgaben, Kundenspezifikation) zu gerichtsanhängigen Verfahren kommen kann. Aufgrund des gefestigten Knowhows und des risikobewussten QM- bzw. Risikomanagements unseres Hauses kommt es äußerst selten zu solchen Verfahren. Verfahrensfehler im Bereich Konstruktion sind zudem über die Ingenieur-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Insgesamt stufen wir diese Risiken grundsätzlich als geringe bis mittlere Risiken ein. Forschungs- und Entwicklungsrisiken Generell besteht das Risiko, dass Forschung und Entwicklung nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Die jeweiligen Handlungsschritte der Produktentwicklung werden von unserem CTO mit einem Business Unit Steering Team abgestimmt, das sich aus den wesentlichen technischen Knowhow-Trägern der Division zusammensetzt. Das Risiko von Fehlschlägen wird somit begrenzt. Insgesamt stufen wir diese Risiken als geringe Risiken ein. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet. Größere Transaktionen im Auslandsgeschäft werden in der Regel über Akkreditive abgesichert. Das Risiko von Forderungsausfällen im Inland wird über einer Warenkreditversicherung abgedeckt. Liquiditätsrisiken werden durch den Cash-Pool der Konzerngesellschaft abgedeckt. Dort wird dem Unternehmen eine Kreditlinie zur Verfügung gestellt, welche die Finanzierung des operativen Geschäfts sichert; die bei Inanspruchnahme fälligen Zinsen werden von der Konzerngesellschaft mit der Bank verhandelt. Bei Bedarf kann diese Linie auf Anfrage erhöht werden. Die Konzerngesellschaft fordert 14-tägig eine vierwöchige und vierteljährig eine 12-monatige Liquiditätsvorausschau ein, sodass der Verlauf der Liquidität im Treasury stets vorhersehbar und kalkulierbar bleibt. Aufgrund des geringen Geschäftes mit Währungen wird das Risiko als gering eingeschätzt. Größere Investitionsausgaben müssen auf Konzernebene separat beantragt und begründet werden. Insgesamt stufen wir diese Risiken als geringe Risiken ein. Gesamtbild zur Risikolage Die beschriebenen Risiken haben wir zu einem Gesamtbild wie folgt zusammengefasst: Einstufung der Risiken: - Absatz- und Marktrisiken: Gering bis mittel; - Risiken im Bereich Recht: Gering bis mittel; - Forschungs- und Entwicklungsrisiken: Gering; - Ausfallrisiken: Gering; - Zins-, Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken: Gering. Die beschriebenen Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert. Aus derzeitiger Sicht ergibt sich weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung der Camfil APC GmbH. Der Risiko- und Chancenbericht bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes des Unternehmens. Prognosebericht Langfristige Strategie Bedingt durch die Konstellation unter dem Dach der Camfil AB, Stockholm, bestehen für die Gesellschaft zusätzliche Wachstumschancen. Zum einen können entsprechende Initiativen des Konzerns genutzt werden, um die Produktpalette neu auszurichten und zu gestalten. Parallel werden gemeinsam mit den Schwestergesellschaften der Business Unit APC neue Märkte erschlossen. Dabei unterstützt der Konzern sowohl operativ als auch finanziell. Es bestehen durch die Verflechtung mit anderen Konzern-Unternehmen der Business Unit Möglichkeiten, ein international aufgestelltes Vertriebssystem zu nutzen und damit die Vermarktung der Produkte zu intensivieren. Budget 2017 Das kommende Geschäftsjahr wurde mit einem Umsatzvolumen von 40,0 Mio. € und einem EBIT von 3,3 Mio. € entsprechend 8,2% veranschlagt. Ausgehend vom Auftragsbestand zum 31.12.2016 in Höhe von 12,4 Mio. € sollte diese Größenordnung relativ sicher erreicht werden können. Die Kosten wurden unter Berücksichtigung von Lohn- und Gehaltserhöhungen in üblicher Höhe sowie auf Inflationsannahmen auf Basis des Berichtsjahres ermittelt. Ab 2017 wird ein globales Risikomanagement für die Business Unit APC mit Risikoinventar, Risikobewertung sowie regelmäßigem Review in Management-Meetings eingeführt. Wir erwarten weiteren Aufwärtstrend durch die Initiativen und neue Produkte (Quantum, QPP2). Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Philosophie des Unternehmens besteht in der kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktpalette, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Den Bereich F&E verantwortet einer der beiden Geschäftsführer in Person. Aufgrund der Umorganisation in der Division APC stieg die Mitarbeiterzahl auf 5 an. Zudem arbeiten drei Werksstudenten in Teilzeit im Bereich F&E.
Tuttlingen, den 30. Mai 2017 Dr. Christian Debus, Geschäftsführer Dr. Jakob Handte, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2016Camfil Handte APC GmbHAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016Camfil Handte APC GmbH
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016der Camfil APC GmbH (vormals Camfil Handte APC GmbH)A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Camfil APC GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die ergänzenden Regelungen der Satzung und des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Entsprechend den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen wurden für die Gesellschaft die Regelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften beachtet. Erstmalig wurde die neue Definition der Umsatzerlöse nach dem BilRUG angewandt. Daraus resultiert, nach dem HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), dass die Vergleichbarkeit der Umsätze zum Vorjahr nicht gegeben ist. Infolge dessen wurden auch die sonstigen betrieblichen Erträge, der korrespondierende Materialaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, siehe C.II.1. geändert. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Die bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bekannten Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Gewinne wurden berücksichtigt, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung erfasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten linear. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 3 bis 5 Jahre für Software, 5 bis 19 Jahre für unbewegliche Vermögensgegenstände, 8 bis 21 für technische Anlagen und Maschinen, 4 bis19 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden bis € 150,00 sofort und von € 150,00 bis € 1.000,00 als Sammelposten und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Für Artikel außerhalb des Handlagers erfolgten Wertabschläge entsprechend der nachfolgend aufgeführten Kriterien:
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden grundsätzlich zu Herstellungskosten differenziert bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten wurden dabei in angemessenen Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Für vereinzelte im Bau befindliche Seriengeräte erfolgte die Bewertung retrograd ausgehend vom Verkaufspreis unter Abzug von 16,74 % für Gewinn- und Vertriebsanteile. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden. Auf Leih-, Miet- oder Versuchsanlagen wurden Wertabschläge zwischen 25 und 50 % vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die sonstigen Posten des Umlaufvermögens wurden zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung passiver latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögengegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit dem erwarteten unternehmensindividuellen Steuersatz zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Die kurzfristigen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion erfasst und zum 31. Dezember 2016 zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine langfristigen Fremdwährungspositionen. C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um EDV - Software. In den Sachanlagen werden Aussenanlagen, Einrichtungen und andere Bauten neben technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Die Finanzanlagen umfassen Anschaffungskosten in Höhe von € 803.565 für die 100 %-ige Beteiligung an der Handte Environmental Technology (Taicang) Co. Ltd. in China sowie Ausleihungen an die Camfil APC Holding GmbH (vormals Handte Holding GmbH) in Höhe von € 461.000. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 2.635. Von der Gesamtverpflichtung entfällt ein Betrag in Höhe von T€ 367 auf das Geschäftsjahr 2017. Im Rahmen der Kommanditbeteiligung an der MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tuttlingen KG besteht aus dem bislang nicht eingeforderten Kommanditkapital eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von € 9.990,00. 3. Eventualverbindlichkeiten Die Avalrahmen wurden zum Bilanzstichtag mit T€ 3.417 in Anspruch genommen. 4. Haftungsverhältnisse Ein Betrag in Höhe von € 200.000 (Festgeldkonto bei der Hypo Vereinsbank) wurde zugunsten der Zurich Insurance PLC verpfändet. Der Vertrag mit der Zürich Insurance PLC wurde am 04.08.2016 gekündigt und das Festgeld mit Schreiben vom 11.8.2016 von der Zurich Insurance PLC freigegeben. Ferner existierte eine stille Abtretung aller Forderungen (Außenstände A-Z) an die Kreissparkasse in Tuttlingen. Diese Sicherheit wurde am 19.09.2016 von der Kreissparkasse freigegeben. Daneben bürgen die Teilnehmer am Cash-Pooling gegenseitig für deren jeweiligen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling; Guthaben dienen der SEB AG, Hamburg, als Sicherheiten (zum 31. Dezember 2016: T€ 1.343). Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da das Cash-Pooling vom Mutterunternehmen in Schweden überwacht wird. II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Herstellung der Vergleichbarkeit von Vorjahreszahlen Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n. F. hinsichtlich der Neudefinition der Umsatzerlöse hätten sich für das Vorjahr nach folgende Beträge ergeben. Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse haben sich auch die Zusammenstellungen der Positionen sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen geändert. Nachfolgende Übersicht stellt die Vergleichbarkeit der Beträge mit dem Vorjahr wie folgt her:
2. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, da Positionen, die letztes Jahr in sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, im Berichtsjahr gem. § 277 Abs. 1 HGB in den Umsatzerlösen beinhaltet sind. D. Sonstige Pflichtangaben Während des Berichtsjahres waren Geschäftsführer: Herr Dr. Jakob Handte (Diplom- Ingenieur), Chief Technical Officer Herr Dr. Christian Debus (Kaufmann), Executive Vice President Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift bezüglich der Angaben zur Geschäftsführervergütung Gebrauch (§ 286 Abs. 4 HGB). Die Gesellschaft mit Sitz in Tuttlingen ist beim Registergericht Stuttgart im HRB unter 451317 eingetragen. Seit 2016 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Camfil Holding GmbH in Reinfeld. Die Gesellschaft wird in den Abschluss der Camfil AB, Stockholm/Schweden, einbezogen, der unter der Firmenidentifikationsnummer 556230-1266 bei der schwedischen Behörde "Bolagsverket" registriert worden ist. Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Handte Environmental Technology (Taicang) Co. Ltd. in Taicang, China. Die Gesellschaft erzielte zum 31.12.2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von T RMB 7.552 (T€ 1.027) und wies ein Eigenkapital in Höhe von T RMB 38.590 (T€ 5.247) aus. Ferner ist die Gesellschaft zu 99,9 % vermögensmäßig an der MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tuttlingen KG beteiligt. Die Beteiligung vermittelt davon abweichend ein Stimmrecht über 15 %. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag (31.12.2016) T€ 478, der Jahresüberschuss T€ 112. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 125 (Vj. 119). Hiervon entfielen 39 auf Arbeiter und 86 auf Angestellte.
Tuttlingen, den 30. Mai 2017 Dr. Christian Debus Dr. Jakob Handte Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Camfil APC GmbH (vormals Camfil Handte APC GmbH), Tuttlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 30. Mai 2017 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schwehr, Wirschaftsprüfer ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin Sonstiger BerichtsteilDatum der Feststellung Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. Juni 2017 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 festgestellt. |
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