StarMedTec GmbHLiquidiert

80337 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 162260
Vorher
Blitz 06-088 GmbH
Eingetragen
12.5.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Entwicklung und der Vertrieb von medizintechnischen Produkten und damit verbundenen Technologien sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich an solchen Unternehmen, auch als persönlich haftende Gesellschafterin, beteiligen und im In- und Ausland Zweigniederlassungen unter gleicher oder anderer Firma errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Enke
seit 12.8.2021
Liquidator
Tony Gerard Cross
seit 16.2.2017
Prokura
Michael Dolan Vogel
seit 23.6.2015
Prokura
Mark R. Slicer
seit 21.10.2014
Geschäftsführer
Vance Ronald Brown
seit 21.10.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
StarMedTec GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
StarMedTec GmbHAufgelöst
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

StarMedTec GmbH

Starnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

StarMedTec GmbH i. L., Starnberg

AKTIVA

31.12.2017 31.12.2016
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 11
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 412
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 142
  0,00 554
  0,00 565
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 1.610
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.571,70 158
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.041.820,44 5.565
3. Sonstige Vermögensgegenstände 121.755,20 232
  8.165.147,34 5.955
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 469
  8.165.147,34 8.034
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 21
  8.165.147,34 8.620

PASSIVA

  31.12.2017 31.12.2016
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300
II. Kapitalrücklage 1.790.000,00 1.790
III. Gewinnvortrag 4.592.783,00 3.566
IV. Jahresüberschuss 233.722,73 1.027
  6.916.505,73 6.683
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 375.407,89 408
2. Sonstige Rückstellungen 489.250,82 1.275
  864.658,71 1.683
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.403,85 145
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.384,39 49
3. Sonstige Verbindlichkeiten 292.194,66 60
davon aus Steuern: EUR 271.966,30   (28)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.283,30   (0)
  383.982,90 254
  8.165.147,34 8.620

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2017

StarMedTec GmbH i. L., Starnberg

2017 2016
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse   12.481.087,33 15.669
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen   -1.610.294,95 -538
    10.870.792,38 15.131
3. Sonstige betriebliche Erträge   216.832,44 99
davon aus Währungsumrechnung: EUR 49.724,09     (26)
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.748.204,44   7.214
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 272.834,05   1.195
    7.021.038,49  
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 1.240.787,52   2.778
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 219.121,73   340
davon für Altersversorgung: EUR 34.761,80     (61)
    1.459.909,25  
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen   196.629,45 235
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   2.084.436,08 2.038
davon aus Währungsumrechnung: EUR 97.918,99     (4)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00     (0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   26,95 8
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 26,95     (7)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   91.438,87 394
11. Ergebnis nach Steuern   234.146,73 1.028
12. Sonstige Steuern   424,00 1
13. Jahresüberschuss   233.722,73 1.027

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2017

StarMedTec GmbH i. L., Starnberg

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss 2017 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt worden. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Firma: StarMedTec GmbH
Sitz: Starnberg
Registergericht: München, HRB 162260

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt wie im Vorjahr gemäß den Vorschriften des HGB i. d. F. des BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz).

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß §§ 266 und 275 HGB.

Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte wie im Vorjahr nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB, da die Gesellschafter beschlossen haben, die Gesellschaft mit Wirkung zum 31.12.2017 aufzulösen. Die Gesellschaft befindet sich ab dem 01.01.2018 in Liquidation; die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 24.01.2018.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 a HGB erstellt. Die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268 bis 274 HGB) wurden beachtet.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte - wie im Vorjahr - nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB, da die Gesellschafter im Geschäftsjahr 2017 die Auflösung der Gesellschaft beschlossen haben. Die Gesellschaft befindet sich ab dem 01.01.2018 in Liquidation.

Folglich erfolgte die Bilanzierung und Bewertung nach den in der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss" (IDW RS HFA 17, Stand 08.09.2016) dargestellten Grundsätze, soweit diese anwendbar sind.

Bilanzansatz

Der Bilanzansatz erfolgt weiterhin anhand des wirtschaftlichen Eigentums (vgl. § 246 Abs. 1 S. 2 HGB).

Aufgrund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse sind zusätzlich alle Verpflichtungen aufzunehmen, die der zu erwartenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen und denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann. Bei den Rückstellungen kann sich aufgrund der voraussichtlichen Einstellung der Unternehmenstätigkeit ergeben, dass insbesondere folgende Verpflichtungen zu berücksichtigen sind:

- Abfindungen für Mitarbeiter

- Rückbau- und Abbruchverpflichtungen

- Vertragsstrafen aufgrund von nicht mehr zu erfüllenden Verträgen

- Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht mehr erfüllbaren Verträgen

- Verbindlichkeiten aufgrund frühzeitiger Beendigung von Verträgen

Im Berichtszeitraum waren Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und damit verbundene Kosten in Höhe von EUR 100.000,00 zu bilden.

Bewertung

Zwar wird die Rechnungslegung nach dem Wegfall der Going-Concern-Annahme durch die Zielsetzung dominiert, das zum Abschlussstichtag vorhandene Reinvermögen des Unternehmens darzustellen, für die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden ist jedoch weiterhin der durch die allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften gesetzte Rahmen zu beachten. Hierzu gehört insbesondere das Vorsichtsprinzip einschließlich Anschaffungskosten-, Realisations- und Imparitätsprinzip. Aufgrund des Vorsichtsprinzips sind die unter Liquidationsgesichtspunkten zu ermittelnden Zeitwerte der Vermögensgegenstände nur insoweit zu berücksichtigen, als sie die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht überschreiten. Bei der Ermittlung von Zeitwerten ist der Planungshorizont der Liquidation zu berücksichtigen. Der Einzelbewertungsgrundsatz gilt grundsätzlich auch bei Wegfall der Fortführungsannahme, ebenso das Stichtagsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Die Bewertung der Vermögensgegenstände richtet sich primär nach den Verhältnissen am Absatzmarkt. Auch nach Wegfall der Fortführungsannahme sind Schulden zu ihrem Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) zu bewerten.

Die Gesellschaft hat grundsätzlich in der Abwicklung bzw. Liquidation die Regelungen des § 71 Abs. 2 S. 3 GmbHG zu beachten. Danach sind Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wie Umlaufvermögen zu bewerten, soweit ihre Veräußerung innerhalb eines überschaubaren Zeitraums beabsichtigt ist oder diese Vermögensgegenstände nicht mehr dem Geschäftsbetrieb dienen.

Bei der Bewertung der Gewährleistungsrückstellung wurde, angesichts der Liquidation der Gesellschaft, im Hinblick auf deren Erfüllungsbetrag die Wahrnehmung der Gewährleistungen durch andere Konzerngesellschaften berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen der einzelnen Bilanzposten

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgten über die voraussichtliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis.

Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2017 entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear bis zum jeweiligen Abgangszeitpunkt vorgenommen.

Soweit aufgrund der Schließung ein kürzerer Nutzungszeitraum bestand als ursprünglich vorgesehen, wurde die Nutzungsdauer bereits im Vorjahr entsprechend angepasst. Zum Abschlussstichtag war kein Anlagevermögen bei der Gesellschaft mehr vorhanden.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten. Für eine verlustfreie Bewertung wurden (teilweise) prozentuale Abschläge vorgenommen. Zum Abschlussstichtag war kein Vorratsvermögen bei der Gesellschaft mehr vorhanden.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Nicht mehr einzubringende Forderungen wurden im Berichtszeitraum ausgebucht. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt, das Stammkapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister; es ist voll eingezahlt.

Die Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Fremdwährungsbankguthaben, Valutaforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu dem am Entstehungsstichtag maßgeblichen Wechselkurs.

Soweit die Wechselkurse zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags niedriger bzw. höher als der Kurs am Entstehungstag sind, werden diese der Bewertung entsprechend den Vorgaben des § 256a HGB zugrunde gelegt.

3. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist nachfolgend in der Anlage zum Anhang zu diesem Bericht dargestellt.

Zum Abschlussstichtag bestand kein Anlagevermögen und Vorratsvermögen mehr.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 1.790.000,00 (Vj. TEUR 1.790) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewährleistungsansprüche, Rückbauverpflichtungen und Jahresabschlusskosten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr und im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgrund der anstehenden Liquidation wurde Ende des Jahres 2017 das gesamte Anlagevermögen verkauft oder verschrottet. Es ergaben sich somit aus den Anlagenabgängen außergewöhnliche Erträge in Höhe von EUR 104.187,05 und außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 194.986,29. Ferner wurde aufgrund der vorzeitigen Kündigung eines Mietvertrages und der zwischenzeitlich geschätzten Verpflichtung für den Rückbau der Mietereinbauten sowie damit verbundenen Kosten eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen von EUR 100.000,00 gebildet.

5. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Es bestehen keine sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Abschlussstichtag. Alle Miet- und Leasingverträge wurden zum 31.12.2017 beendet.

Personal

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt 15 (davon 15 Angestellte).

Zum 31.12.2017 beschäftigt die Gesellschaft keine Mitarbeiter mehr.

Geschäftsführer/Liquidatorin

Geschäftsführung:

bis 31.12.2017:

Mark R. Slicer, Corporate Controller, Shrewsbury (USA)

Vance R. Brown, Chief Corporate Counsel, Ashland (USA)

Jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Liquidatorin:

ab 01.01.2018:

Ines Diedecke, Financial Manager/Liquidatorin, Egling

Einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Boston Scientific Corporation, Marlborough, Massachusetts/USA, als oberste Konzerngesellschaft einbezogen, der am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist. Hierbei handelt es sich sowohl um den kleinsten als auch um den größten Konsolidierungskreis.

Ergebnisverwendung

Die Liquidatorin schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21.12.2017 wurde die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum 31.12.2017 24:00 Uhr beschlossen.

Die Gesellschaft befindet sich ab dem 01.01.2018 00:00h in Liquidation; der Eintrag im Handelsregister erfolgte am 24.01.2018. Nach Ablauf des Sperrjahres soll die Löschung der Gesellschaft erfolgen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung über die an dieser Stelle zu berichten wäre, liegen bis heute nicht vor.

 

Starnberg, den 8. März 2018

Ines Diedecke, Liquidatorin

Anlagenspiegel zum 31.12.2017

Historische Anschaffungskosten
1.1.2017 Zugang 2017 Abgang 2017 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.300,18 0,00 23.300,18 0,00
Sachanlagen        
Technische Anlagen und Maschinen 812.320,01 44.310,06 856.630,07 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 450.622,06 3.526,39 454.148,45 0,00
  1.262.942,07 47.836,45 1.310.778,52 0,00
  1.286.242,25 47.836,45 1.334.078,70 0,00
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017 Zugang 2017 Abgang 2017 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.764,18 6.103,00 18.867,18 0,00
Sachanlagen        
Technische Anlagen und Maschinen 400.631,01 135.946,06 536.577,07 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.041,38 54.580,39 362.621,77 0,00
  708.672,39 190.526,45 899.198,84 0,00
  721.436,57 196.629,45 918.066,02 0,00
Buchwerte
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.536,00
Sachanlagen    
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 411.689,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 142.,580,68
  0,00 554.269,68
  0,00 564.805,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2017

Organisatorische Struktur

Die StarMedTec GmbH i. L. ist Bestandteil des Konzerns der Boston Scientific Corporation, Marlborough, Massachusetts/USA, und untersteht damit grundsätzlich der Kontrolle und Leitung des Konzerns. Änderungen in der Leitungsstruktur der Gesellschaft haben sich für das Geschäftsjahr 2017 nicht ergeben. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand ist mit 15 unter dem Niveau des Vorjahres, was dem sukzessiven Ausscheiden der Mitarbeiter geschuldet ist. Mit Wirkung zum 31.12.2017 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Vor allem im letzten Quartal wurden daher organisatorische Maßnahmen getroffen, welche die organisatorische Struktur der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben. Jedoch wurden von der Gesellschaft ausreichende Vorsorgemaßnahmen ergriffen, das Führungspersonal an die Gesellschaft solange zu binden, wie dies die Aufrechterhaltung der auslaufenden Geschäftsprozesse und die schrittweise Abwicklung der Gesellschaft erfordert.

Produkte und Geschäftsprozesse

Bis zum Ende des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft medizinisch eingesetzte Laser und Zubehör, speziell Applikationsfasern als einmal- und wieder verwendbare Produkte, insbesondere im Bereich der Urologie vertrieben. Ergänzt wurde die Produktpalette ggfs. durch Abwandlung dieser Produkte für OEM-Partner. Die Entwicklung wurde von Produkten schrittweise zurückgefahren.

Die Produktion der Lasersysteme AURIGA, Auriga XL und vela XL erfolgte vorwiegend bei TQ Systems, Seefeld, die Produktion des Auriga QI bei Photon Energy, Ottensoos. Infolge der weiteren Eingliederung in den Konzern erfolgte die Produktion des Auriga XL und vela XL im zweiten Halbjahr durch einen Produktionsstandort des Konzerns in den USA.

Neben dem Vertrieb in Deutschland war die Gesellschaft für den Konzern tätig um den globalen Kundenkreis der Gruppe bedienen zu können. Die Intercompany Geschäftsprozesse wurden grundsätzlich bis zum Ende des Geschäftsjahres aufrechterhalten. Im letzten Quartal 2017 war dennoch ein Rückgang deutlich spürbar.

Markt und Wettbewerb

Der Markt für Urologielaser der von der Gesellschaft entwickelten und vertriebenen Art (Holmiumlaser für die Steintherapie sowie für breitbandigen Einsatz in der Endourologie - Thuliumlaser für die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie und breitbandigen chirurgischen Einsatz) weist weiterhin weltweit ein Wachstum auf. Strategische Ausrichtung und Wettbewerbssituation wurde maßgeblich durch die Funktion im Konzern bestimmt. Mit der Entscheidung des Konzerns zur Schließung des Standorts beschränkt sich die Tätigkeit auf die Abwicklung der StarMedTec GmbH i. L., Starnberg, bei gleichzeitiger Unterstützung des Konzerns für nachlaufende Tätigkeiten aufgrund der bisherigen Geschäftstätigkeit.

Forschung und Entwicklung

Das VSS-Projekt (High Power Versatile Stone Laser System) wurde in 2017 zunächst weitergeführt. Neue Aufgaben für Forschung und Entwicklung wurden nicht wahrgenommen. Die Tätigkeit hat sich auf kleinere Fortentwicklungen beschränkt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben deutlich abgenommen.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2017 konnte mit einem Jahresumsatz von TEUR 12.481 (Vj. TEUR 15.669) und einem Jahresüberschuss von TEUR 234 (Vj. TEUR 1.027) abgeschlossen werden. Bei der Umsatzentwicklung sind die Änderungen durch die grundlegende Entscheidung zur Schließung des Standorts zu berücksichtigen, die insbesondere im sonst umsatzstarken letzten Monat Dezember zu einem deutlichen Einbruch und damit zu einer Plan- wie Ergebnisabweichung geführt haben. Die Prognosen und Erwartungen für das Jahr 2017 wurden nicht erreicht. Dies hat insgesamt zu einem Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr geführt. Die Entwicklung der Geschäftszahlen für 2017 war unter den gegebenen Umständen dennoch zufriedenstellend. Der Standort Starnberg wurde zum Ende des Jahres 2017 endgültig geschlossen. Die Liquidation der StarMedTec GmbH i. L. hat Anfang 2018 begonnen. Die Arbeitsverträge der Mitarbeiter wurden für unterschiedliche Termine in 2017 gekündigt. Einvernehmliche Lösungen im Hinblick auf die Abfindungsansprüche konnten mit den Mitarbeitern erzielt werden. Mit den Geschäftspartnern wurden entsprechende Gespräche geführt und weitestgehend einvernehmliche Lösungen erreicht.

Vermögens,- Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum Stichtag auf TEUR 8.165 (Vj. TEUR 8.620) und hat sich um TEUR 455 verringert. Die Verminderung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf um TEUR 565 geringere Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, um TEUR 1.610 geringere fertige Erzeugnisse und Waren sowie um TEUR 469 zurückgegangene flüssige Mittel zurückzuführen. Demgegenüber ist ein Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.477 zu verzeichnen. Die bilanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Wesentlichen zu den Restbuchwerten an verbundene Unternehmen veräußert. Nicht veräußerbare Vermögensgegenstände wurden verschrottet. Die bestehenden Vorräte wurden entsprechend den Bestellungen verkauft, ein verbleibender Anteil wurde an verbundene Unternehmen veräußert. Bei dem Rückgang der flüssigen Mittel ist eine Zunahme der Cashpoolforderungen zu berücksichtigen.

Demgegenüber steht eine Abnahme der sonstigen Rückstellungen um TEUR 786 auf TEUR 489. Dieser Rückgang steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit der sukzessiven Auszahlung von Abfindungsansprüchen an Mitarbeiter. Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 231 ist stichtagsbedingt und betrifft im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss von TEUR 234 verändert.

Finanzlage

Die Liquiditätslage war aufgrund der Anbindung an das Cashpoolsystem der Boston Scientific Group als ausreichend zu bezeichnen. Der Gesellschaft stehen zum Bilanzstichtag ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Die Cashpool-Vereinbarung ermöglicht einen Kreditrahmen in Höhe von TEUR 20.000.

Die Eigenkapitalquote beträgt 84,7 % und ist damit sehr gut.

Die Gesellschaft ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Investitionen wurden aufgrund der geplanten und am Ende des Geschäftsjahres vollzogenen Einstellung der werbenden Tätigkeit kaum getätigt. Für die Überwachung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten besteht weiterhin ein funktionsfähiges Debitoren- und Kreditorenmanagement. Derivative Finanzinstrumente werden nicht in Anspruch genommen.

Ertragslage

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 234 (Vj. TEUR 1.027). Hierin sind insbesondere außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 104 und außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 195 in Zusammenhang mit dem Verkauf und der Verschrottung von Anlagevermögen enthalten. Ferner wurde aufgrund der vorzeitigen Kündigung eines Mietvertrages und der zwischenzeitlich geschätzten Verpflichtung für den Rückbau der Mietereinbauten sowie damit verbundenen Kosten eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen von TEUR 100 gebildet. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist nahezu vollständig auf geringere Konzernumsätze zurückzuführen. Aufgrund des Verkaufs des gesamten Vorratsvermögens ergibt sich eine Bestandsminderung.

Der Materialaufwand betrug TEUR 7.021 (Vj. TEUR 8.409), dies entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung von 64,6 % (Vj. 55,6 %). Die Verringerung entfällt insbesondere auf bezogene Fremdleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 217 (Vj. TEUR 99).

Der Personalaufwand betrug TEUR 1.460 (Vj TEUR 3.118), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.084 (Vj TEUR 2.038). Der Rückgang des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf das sukzessive Ausscheiden von Mitarbeitern sowie die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Abfindungsansprüche und Prämien zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug TEUR 326 (Vj. TEUR 1.422).

3. Wesentliche Informationen außerhalb des Berichtzeitraums

Der Standort Starnberg wurde zum Ende des Jahres 2017 geschlossen. Die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum 31.12.2017 beschlossen. Als Folge dessen hat die Liquidation der StarMedTec GmbH i. L. Anfang 2018 begonnen. Die Kündigung von Arbeits-, Mietverträgen sowie anderer bestehender Verträge, wie Lieferverträgen, ist im Vorjahr erfolgt, soweit sie nicht für die Abwicklung der Gesellschaft erforderlich sind. Rechtsstreitigkeiten sind derzeit nicht anhängig.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für 2018 beschränkt sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Liquidation. Daher ergeben sich für die Gesellschaft keine Chancen.

Bestehende Gewährleistungsrisiken sowie andere Risiken wurden durch Rückstellungen abgebildet. Eine Bedienung von etwaigen Ansprüchen sowie die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist durch den Konzernverbund sichergestellt.

Die im Vorjahr begonnene steuerliche Außenprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Feststellungen liegen noch nicht vor, weshalb eine Berücksichtigung der Ergebnisse noch keinen Eingang in den Jahresabschluss gefunden haben.

 

Starnberg, 8. März 2018

Ines Diedecke, Liquidatorin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss 2017 wurde am 12. März 2018 unverändert festgestellt. Die Ergebnisverwendung wurde wie von der Liquidatorin vorgeschlagen beschlossen. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der StarMedTec GmbH i. L., Starnberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der StarMedTec GmbH i. L., Starnberg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 2 unter Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie in Abschnitt 3 unter Wesentliche Informationen außerhalb des Berichtszeitraums ausgeführt, dass der Standort Starnberg zum Ende des Jahres 2017 geschlossen wurde. Die Gesellschafter haben die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung zum 31.12.2017 beschlossen. Die Gesellschaft befindet sich ab dem 01.01.2018 in Liquidation.

 

München, den 9. März 2018

Kesel & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München

Florentin Kesel (Wirtschaftsprüfer)

Michael Kerner (Wirtschaftsprüfer)

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